Überbringer der Wahrheit durch die Zeitalter: Die Mahatmas


Die Theosophie und die Meister

gefunden hier; übersetzt von Aoween

„Das intelligenteste Wesen im Universum, der Mensch, ist niemals ohne einen Freund gewesen (schrieb W.Q. Judge), denn es gab immer eine Linie von älteren Brüdern, die ständig auf den Fortschritt der weniger Fortgeschrittenen achteten.“

Der Ausdruck Mahatma gewann eine weite Verbreitung als Madame H.P. Blavatsky immer wieder von ihren Meistern sprach, welche ihr all das Wissen vermittelten, über das sie verfügte.

Mahatma 1Zuerst waren sie nur als die Brüder bekannt, aber später, als viele Hindus zur Theosophischen Bewegung strömten, wurde der Name Mahatma gebräuchlich, da dieser eine immense Kraft in der indischen Tradition und Literatur beinhaltet.

Die Alten lehrten, dass der Verlauf der Evolution das Drama der Seele beinhaltet und die Natur aus keinem anderen Grund existiert, als um der Seele das Sammeln von Erfahrungen zu ermöglichen.

Es müssen Wesen im Universum existieren, deren Intelligenz die unsere wesentlich übersteigt, so wie die unsere jene des schwarzen Käfers, und welche einen aktiven Anteil an der Führung der natürlichen Ordnung der Dinge haben.

Sie bewahren das Wissen, welches über Äonen durch Versuch und Erfahrung zunimmt, und suchen ständig nach Möglichkeiten zur Entwicklung der Intelligenz der menschlichen Rasse auf diesem oder anderen Planeten, um die grossen Wahrheiten hinsichtlich des Schicksals der Seele zu untersuchen.

Sie bewahren das Wissen, dass sie über das Gesetz der Natur in allen Bereichen erlangt haben und sind bereit, wenn das zyklische Gesetz es erlaubt, es für den Nutzen der Menschheit anzuwenden. Sie haben immer als eine Körperschaft existiert, sich alle gegenseitig kennend, egal in welchem Teil der Welt sie auch gewesen sein mögen, und alle arbeiten sie für die Menschheit auf verschiedene Arten.

Mit dem Blick auf das, was deren Ziel ist, wäre es kontraproduktiv, sie in der gegenwärtigen Gesellschaft, die gänzlich auf Geld, Ruhm, Pracht und Persönlichkeit basiert, allgemein bekannt zu machen.

Dieses heutige Zeitalter ist, wie einer von ihnen bereits sagte, „ein Zeitalter des Wandels.“

Mahatma 6Jedes System des Denkens, der Wissenschaft, der Religion, der Politik und der Gesellschaft verändert sich, und der Geist des Menschen bereitet sich auf die Veränderung in jenen Status vor, in welchem die menschliche Rasse befähigt ist, die aktuelle Präsenz dieser älteren Brüder erfahren zu können.

Sie mögen wahrlich ‚Überbringer der Fackel der Wahrheit durch die Zeitalter’ genannt werden. Sie überprüfen alle Dinge und Wesen.

Sie wissen was die innerste Natur eines Menschen ist, was seine Talente sind und welches sein Schicksal ist, sein Stadium vor seiner Geburt und den Zustand in welchen er nach dem Tod seines Körpers gehen wird.

Sie sind an der Wiege von Nationen gestanden und sahen die enormen Leistungen der Alten, sahen traurig den Zerfall jener, die keine Kraft hatten dem zyklischen Gesetz von Aufstieg und Fall zu widerstehen. Während Katastrophen eine universelle Zerstörung von Kunst, Architektur, Religion und Philosophie zu zeigen schienen, haben sie die zugehörigen Aufzeichnungen vor den verheerenden Verwüstungen, die sowohl durch Menschen als auch durch die Zeit geschehen sind, geschützt und an sicheren Plätzen aufbewahrt.

Mahatma 3

Aber, fragt der geschäftige Mann des 19. Jahrhunderts, welcher Zeitungen liest und an den „modernen Fortschritt“ glaubt, wenn diese älteren Brüder all das sind, was man sagt, dass sie sind, warum haben sie keine Spuren in der Geschichte hinterlassen oder Menschen um sie versammelt? Ihre eigene Antwort wurde vor einiger Zeit veröffentlicht (erster Brief):

„Wir haben niemals vorgegeben in der Lage zu sein, Nationen in diese oder jene Krise zu ziehen trotz der allgemeinen Strömung der kosmischen Beziehungen der Welt. Die Zyklen müssen ihren Lauf nehmen. Perioden von geistigem und moralischem Licht und Dunkelheit folgen aufeinander wie der Tag der Nacht.

Die grossen und kleinen Yugas (Zyklen) müssen vollendet werden im Einklang mit der bestehenden Ordnung der Dinge. Und wir, geboren innerhalb des mächtigen Stromes, können nur modifizieren und manche seiner geringen Strömungen lenken.“

Die Mahatmas und ihre Briefe

Viele der Herzstücke der theosophischen Lehre haben ihre Wurzeln in den Briefen, die von „den Meistern der Weisheit“ an frühe Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft geschrieben wurden. Die Dokumentation, die von der Theosophischen Gesellschaft Amerikas zusammengestellt wurde, erforscht die faszinierenden Menschen und paranormalen Ereignisse, die sich um diese mysteriösen Schriften ranken.

Meister und Gefährten

Es gehört zum zyklischem Gesetz, dass während einer dunklen Periode in der Geschichte des Geistes die wahre Philosophie für eine Zeit verschwindet. Aber dasselbe Gesetz ist auch der Grund dafür, dass sie so sicher wieder erscheint, wie die Sonne aufgeht und der menschliche Geist bereit ist, sie zu sehen.

Mahatma 2

Jedoch können einige Arbeiten nur von dem Meister ausgeführt werden, während andere Arbeiten die Assistenz der Begleiter benötigen.

Es ist die Arbeit der Meister die wahre Philosophie zu bewahren, aber die Hilfe der Gefährten wird gebraucht um sie wieder zu entdecken und zu verkünden.

Immer wieder haben die älteren Brüder darauf aufmerksam gemacht, wo die Wahrheit – die Theosophie – gefunden werden könnte, und sie haben die Gefährten überall auf der Welt zur weiteren Verbreitung und Vermehrung angewiesen.

Die älteren Brüder der Menschheit wurden in früheren Perioden der Evolution vervollkommnet. Jene Perioden der Manifestation sind den modernen Evolutionisten, soweit was deren Anzahl betrifft, unbekannt, sind jedoch viel früher nicht nur von älteren Hindus verstanden worden, sondern auch von den grossen Geistern und Menschen, welche die erste reine und unvoreingenommene Form der griechischen Mythologie gründeten und umsetzten.

Die Perioden, in denen die sichtbaren Universen aus dem Grossen Unbekannten heraustreten, sind ewig in ihrem Kommen und Gehen, und wechseln ab mit gleichen Perioden von Stille und der Ruhe im Unbekannten. Der Sinn dieser machtvollen Wellen ist die Erschaffung eines vollkommenen Menschen, die Evolution der Seele, und dies wird bezeugt durch die beständige Erhöhung der Zahl der Älteren Brüder.

Auch im Leben der geringsten Menschen findet dies sein Abbild durch Tag und Nacht, durch Wachen und Schlafen, Geburt und Tod, „denn diese beiden, Hell und Dunkel, Tag und Nacht sind die ewigen Wege der Welt.“

Mahatma 4Diesen Weisen der Macht und des Mitgefühls sind unterschiedliche Bezeichnungen gegeben worden. Sie wurden Eingeweihte, Magier, Hierophanten, Adepten, Könige des Ostens, Weise Männer, Brüder und auch noch anders genannt. Im Sanskrit gibt es ein Wort, welches für sie verwendet wird und sie sofort mit der Menschheit identifiziert. Es ist Mahatma. Dies ist zusammengesetzt aus Maha/gross, und Atma/Seele; es bedeutet somit grosse Seele, und da alle Wesen Seelen sind, liegt der Unterschied des Mahatma in seiner Seelengrösse.

Durch die gesamte Hindu-Literatur wird immer wieder von Mahatmas gesprochen, und in Teilen des Nordens des Landes ist dieser Begriff allgemein gebräuchlich. In der Bhagavad-Gita, diesem sehr alten Werk, das von allen Hindus, gleichgültig welcher Richtung sie angehören, geehrt wird und auch von westlichen Kritikern sowohl als edel als auch schön anerkannt wird, ist folgender Vers zu lesen, „Ein wirklicher Mahatma ist schwer zu finden.“

Aber unabhängig von Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf verschiedene Namen gibt es genügend Argumente und Beweise, die zeigen, dass eine Körperschaft von Adepten, welches das oben beschriebene, wunderbare Wissen besitzen, immer existiert hat und wahrscheinlich auch heute existiert. Die alten Mysterien verweisen ständig darauf.

Mahatma 5

Das Alte Ägypten hatte sie in ihren grossen König-Eingeweihten, den Söhnen der Sonne und Freunde der grossen Götter. Jedoch der Christ, der ehrerbietig von Abraham als „dem Freund Gottes“ spricht, lacht höhnisch über die Idee, dass die ägyptischen Herrscher dieselbe Freundschaft für sich beanspruchen und dies etwas anderes sein könnte als die kindische Anschauung von Würde und Titel.

Es ist eine Gewohnheit, die Ideen der Alten Kulturen herabzusetzen, was in sich birgt, die Menschen von heute herabzusetzen.

Aber die Wahrheit ist, diese grossen Ägypter waren Eingeweihte, Mitglieder der einen grossen Vereinigung, welche alle einschloss egal von welchen Rang oder mit welcher Aufgabe. Die späteren Ägypter, zu Zeiten des Niedergangs, mussten natürlich ihre Vorgänger nachgeahmt haben, aber das war, als die wahre Lehre durch das Aufsteigen von Dogmen und Priestertum erneut zu verschwinden begann.

Ausschnitte von William Q. Judge, „Theosophie und die Meister“

Quelle: http://transinformation.net/ueberbringer-der-wahrheit-durch-die-zeitalter-die-mahatmas/

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Sperma–Gnosis


Carl Kellner
Theodor Reuss
Aleister Crowley

Peter-R. König [1]

Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen; aber der Könige Ehre ist’s, eine Sache erforschen, Sprüche 25;2

                                  Ordo Templi Orientis und der Heilige Geist

 

Zum Verständnis des Gnostikers und des Magiers beginnen wir mit der Kosmogonie ihrer leicht diver­gierenden Weltanschauungen. Irgendwann am Anfang ist für Gnostiker, wie auch für Magier, das Universum auseinanderge­brochen – entweder verschuldet durch den weiblichen Aspekt eines Schöpfers oder aufgrund eines Mittlers zwischen dem Göttlichen und dem Profanen. Das Göttliche hat sich daraufhin beinah voll­ständig aus der Materie zurückgezogen. Das gesamte Universum steht im unsichtbaren Prozess, Gott zu werden (und nicht zum Demiurgen, dem Weltenschöpfer in einigen gnostischen Systemen).[2]
Der Gnostiker will nun das Universum heilen oder die Gottwerdung beschleuni­gen, indem er die weni­gen Spuren des beinah vollständig entschwundenen Göttlichen, den Logos, wieder in den Himmel, ins Pleroma, zurückbringt. Für den Magier hingegen ist der im Materiellen hängengebliebene Logos (oder dessen Spuren) das Wort: nun fleischgewordenes Göttliches (‚Am Anfang war der Logos‘), ein Machtinstrument, mit dessen Hilfe Überirdischem und Irdischem der Wille aufgezwungen werden kann. Deshalb braucht der Magier Worte und Rituale, um der Materie und den Geistern Herr zu wer­den. Für den Gnostiker hingegen ist alles ein Hinstreben zurück ins Himmlische, ein Heimfinden à la Novalis.[3]

Gnostiker und Magier leben in zwei Welten zur gleichen Zeit. Während sich jedoch der Magier der jenseitigen Welt bedienen will, um über die diesseitige zu herrschen, sucht der Gnostiker nach einer göttlichen Realität, d.h. nach einem veränderten Bewusstsein in der diesseitigen, die er nur als Schatten der jenseitigen erlebt. Manche Magier und Gnostiker glauben, daß Sexualität als Schlüssel oder Tür in an­dere Realitäten verwendet werden kann (hievon gibt es auch hinduistische, buddhistische, taoistische und natürlich auch tantrische Auffassungen).[4] Sie unterscheiden dabei zwischen asketischer und liber­tinistischer Anschauung.

Gnostizismus ist ein schillerndes Set aus sich überschneidenden Traditionen und permanenten Sich–Neuerfindungen, die sich widerspruchslos widersprechen können.[5] Die Verschmelzung unterschiedlicher Überlieferungen führt zu einer seltsamen Mischung aus unzusammenhängenden Elementen in einer nur scheinbar einheitlichen Konzeption von Gnosis. Deshalb ist es falsch anzunehmen, dass alle Gnostiker Sperma–Gnostiker seien. Aber im Kontext des O.T.O. ist mehrheitlich von diesen zu sprechen.

Aufgrund des vorhandenen Reichtums an Schriften ist es unmöglich, sämtliche Bereiche, die sich mit Gnosis beschäftigen, erschöpfend zu behandeln. Ich werde die komplexen gnostischen Traditionen nur ansatzweise anklingen lassen, jedoch weder die umfangreiche Literatur, weder die Kosmologie–Ent­würfe im Einzelnen, noch die Historie zurückliegender Gnostischer Gruppierungen streifen.[6] Ich springe direkt zu den Gnostikern dieses Jahrhunderts[7] und vernachlässige mehrheitlich die magischen Weltanschauungen. Dieser Essay streift den Ursprungsort der modernen Gnosis, nämlich deren weltliche Ebene, wo die Historie der organisierten Gnostiker am meisten beeinflusst wird. Dies recht­fertigt die Nennung dessen, was oberflächlich gesehen aus einer banalen Froschperspektive heraus voreilig zum Umfeld Klatsch reduziert werden könnte. Es ist jedoch keinesfalls beabsichtigt, damit die Bou­levard–Neugier zu befriedigen, jemanden anzuprangern oder an der zunehmenden Öffentlichmachung und Skandalisierung des ehemals Privaten in der Medienlandschaft teilzunehmen.

Erlösung


In einer Welt zu existieren, die subjektiv als verfault erlebt wird (ein gnostischer Ausdruck), schreit nach Erlösung. Diese Erlösung aus dem Tal der Tränen, der Hölle, der drückenden Bürde findet ihren Anfang beim physischen Körper. Sie wirkt in höhere Sphären hinein (z.B. die gefühlsmässige Ebene und den Intellekt) und schreitet stufenweise fort, bis der Mensch (mit Hilfe des gesammelten Logos) seinen ursprünglich angestammten göttlichen Platz im himmlischen Pleroma wieder ein­nehmen kann. Dieses Pleroma, sei es nun innerhalb des Menschen oder ausserhalb im Welt­raum/Himmel definiert, ist der gnostische Gegen–Ort zur verfaulten Erde. Zwei Wege können ein­geschlagen werden, um die Verfaultheit zu verlassen: sie zu unterdrücken oder zu meiden (das asketi­sche Konzept): oder sie aufzulösen, indem man sie völlig durchlebt (der sinnliche Weg). Auf einer hö­heren Ebene kann man es umgekehrt ausdrücken. Der sinnliche Weg führt zur homöopathischen As­kese: zur Schwächung des Bösen, indem man sich ihm notwendigerweise hingibt. Der sinnliche Gno­stiker umarmt die Sünde, um die Verrottung der Welt zu erleben und als Phönix aus ihrer Asche aufzusteigen. Sex schwitzt den göttlichen Logos aus, der ins Pleroma eingeht. Der Aske­tiker hingegen verabreicht gegen das Gift der Existenz die Missachtung des Körpers als Medizin,[8] da ja der Mensch und die Welt sich gegenseitig vergiften. Beim Asketiker nennt sich das ‚die sofortige Rückkehr des ‚verlorenen Sohnes‘ zu Gott ist das Ziel der Gnostiker.‘[9]

Die oben eingeführte Weltanschauung der Homöopathie wird verblüffend oft ebenfalls von asketischen Gnostikern in die Praxis umgesetzt. Homöopathie hat in der Tat einiges mit Gnostizismus gemein.[10] Klassische Homöo­pathie und Gnostizismus betrachten beide die materielle Ebene, d.h. den Körper als die bedeutungslo­seste für die Entwicklung des Menschen, obwohl die Materie als Ort der Symptome gilt. Beide Kon­zepte streben nach der Rückbringung der Menschheit und des Einzelnen in einen ursprünglichen Zu­stand von Ordnung und Ganzheit, der sich am wichtigsten Ort, im Himmel und in der Seele zentriert.
Beide, Homöopathie und Gnostizismus, vermitteln, dass die Heilung/Erlösung von Oben nach Unten wirkt und von Innen nach Aussen (gemäss Hermes Trismegistos). Während die Gnostiker jedoch ihre Erlö­sung entweder mithilfe von Optimum durch Maximum oder Optimum durch Minimum anstreben, sucht Homöopathie nach dem Goldenen Mittelweg der Ordnung.

Das Hauptanliegen der asketischen und libertinistischen Gnostiker steht und fällt mit deren Konzept von Sperma. Allein das Sperma enthält nämlich den göttlichen Logos, der, möglicherweise vom Mann in die Frau platziert, ins Pleroma zurückge­bracht werden muss.[11] Folgende Fragen drängen sich auf: 1. Können Frauen erlöst werden? und 2. Was fangen wir mit dem Sperma an?
Diese zwei Fragen sind die heikelsten in der Geschichte des modernen Gnosti­zismus und haben er­regte Diskussionen unter den Mitgliedern der verschiedenen O.T.O.–Gruppen ausgelöst, seitdem die­ser Essay als Artikel in Frühversionen ab 1995 publiziert worden ist. Einige fruchtbare Kommentare der beteiligten Parteien sind nun in die folgenden Abschnitte aufgenommen worden.

Die Frauenhasser


Da die Gier des weiblichen Aspekts der Schöpfergottheit oder Evas Sündenfall den Sturz ins Profane verursacht haben soll, ist es nun die Pflicht Adams, dem Universum seine Vollständigkeit zurückzugeben. Physi­kalisch gesehen wird die Frau für ihren Sündenfall mit der schmerzhaften Wunde zwischen ihren Beinen bestraft:[12] an derjenigen Stelle nämlich, an der der Mann früher mit ihr verbunden und eins gewesen sein soll: damals ein einziger Körper, der perfekte Androgyn, der vollständige Mensch.[13] Deshalb erlebt nun lediglich der Mann die Lust, die das Universum anfänglich auseinandergerissen hat. Die Frau muss leiden. Nach dem Auseinanderreissen des androgynen Adam transportiert nur noch das Sperma den Heiligen Logos. Frauen weisen keine Prostata auf[14] und sind zur Erlö­sung des Mannes vollkommen überflüssig, solange er nicht mit ihrer Hilfe nach Androgynität strebt.[15]
Viele gnostischen Bewegungen, seien es nun die alten, traditionellen, oder die neuen, moder­nen, weisen allein dem Mann die Erlösungsmöglichkeit und –aufgabe zu. Frauen sollen zuerst Männer wer­den, um erlöst zu werden.[16]
Empfindet der asketische Gnostiker die Welt als durchgehend verrottet, vermeidet er das Zeugen und Gebä­ren von Kindern und wird Vegetarier. Ein Asketiker vermeidet die Ejakulation sogar mit seiner eige­nen Frau und leitet seine Sexualenergien mithilfe von Yogapraktiken[17] in seinen Kopf, wo er die direkte Brücke zum Göttlichen definiert und lässt die Frau an SEINER wunderbaren Fähigkeit teilnehmen, den Logos zu produzieren.[18] Um Androgynität zu erlangen, penetriert er seine Frau ohne Orgas­mus, damit auch sie von seinem Glück profitiere (in diesem weltanschaulichen Umkreis finden sich auch einige Rosenkreuzer)[19] – der sinnliche Gnostiker hingegen benützt ALLE Frauen, um sein Pneuma auszuschwitzen.
Falls der Gnostiker Gebrauch von der Frau machen will, dann soll sie lediglich als Öffnung/Tor zu höheren Wesenheiten und Bewusstseinszuständen dienen. Als Sexualmagier braucht er allein ihr Vaginalse­kret oder Blut auf eine Kristallkugel zu schmieren.[20] In den O.T.O.–Gruppen findet eine Durchmischung beider Weltanschauungen und Praktiken statt.

Unsere zwei Fragen (1. können Frauen erlöst werden? und 2. was fangen wir mit dem Sperma an?) sind untrennbar. Nur das Sperma offeriert Erlösung und die Frauen müssen Männer werden.[21] Anders gesagt: Spermakontakt oder –konsumation und die Fähigkeit des Körpers, solches zu produzieren, machen erlö­sungsfähig oder befähigen zur Macht über die Welt.[22]
Eine Vielzahl von Themen und Fragen eröffnen das Feld für die modernen Sophisten.[23] Ist eine Erlösung auch ohne zur Ganzheit des zuvor Auseinandergerisse­nen zurückzukehren möglich? Wäre eine Vollkommenheit möglich, die verschieden wäre von derjenigen des ursprünglichen Schöpfergot­tes, ohne einen weiblichen Aspekt, ohne Sündenfall?

Die Sophisten der Modernen Welt


Die Idee, dass Glaube durch sexuelle Impulse getrieben werde, kommt im Laufe des 18. Jahrhunderts im Zuge der Aufklärung wieder auf. Systematische Argumente für den sexuellen Ursprung der Religionen lassen sich um 1780 eruieren.[24] J.G.R. Forlong benutzt 1883 den Begriff ‚Phallo–Solar worshippers‘ für die Bevölkerung in den anglo–indischen Gebieten.[25]

Drei berühmte Protagonisten im Umkreis des O.T.O.–Phänomens sind: der Österreicher Carl Kellner (1850–1905), der Deutsche Theodor Reuss (1855–1923) und der Engländer Aleister Crowley (1875–1947). Diese mo­dernen Gnostiker (und deren Anhänger) sind Spermagnostiker: Sie verbinden Sperma mit dem Heiligen Logos; und, zumindest Reuss und Crowley, scheinen Frauenhasser zu sein.[26] Während sich jedoch Reuss‘ Biographie[27] beiden Erlösungswegen, dem asketischen und dem libertinistischen, öffnet, zeigt Crowleys libertinistische Biographie[28] ein Individuum, dessen Universum jeden Tag mehr zusammen­schmilzt und dessen Realität sich mit magischen Dämonen bevölkert, die sich auch im dunkelsten Moment nicht homöopathisch auflösen, um den Weg des Phönix freizugeben.

Der Okkulte Kreis um Kellner 1895


Während die zur selben Zeit aktive H.P. Blavatsky, Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, vor unsauberen und von den Meistern missbilligten Yogapraktiken warnt, lernt und lehrt Kellner Hatha–Yoga, der sich nach den Philosophien von Samkhya, Advaita und seines Freundes Franz Hartmann (1838–1912) richtet. Er vertieft sich in Meditationen, um frühere Inkarnationen wieder zu durchleben (Patanjalis Yoga Sutra),[29] in denen er seine Frau als die Grosse Göttin anbetet. Er selber sieht sich als babylonischer Priester. In einer seiner Villen befindet sich ein fensterloser Kellerraum, in dem laut der oral History der Familie die alchemistischen Experimente statt­finden, um das Lebenselixier herzustellen.[30] Die freimaurerähnliche Struktur des erst nach seinem Tode durch Theodor Reuss entwickelten O.T.O. findet in Kellners privatem Hatha–Yoga–Kreis keinen Eingang. Es lässt sich kein Beleg dafür finden, dass der Begriff O.T.O. zu Lebzeiten Kellners schon existiert haben könnte. Sein Privatzirkel nennt sich Okkulter Kreis oder Inneres Dreieck und konnotiert lediglich rhetorisch ein Eingebun­densein in etwas Anderes. Mit dem Tod Kellners endet die Existenz dieses losen Privatzirkels um Hatha–Yoga. Möglicherweise leitet Kellner eine deutschsprachige lose Gruppe der Hermetic Brotherhood of Light (HBL, siehe unten), die er als einer der 12 (Neu?)gründer in Boston/Chigaco 1895 nach Europa gebracht haben könnte. Belege dafür existieren jedoch nicht. Techniken dieser HBL sind u.a. der Gebrauch von bewusstseinserweiternden Drogen oder die magische Fokussierung eines besonderen Wunsches auf einen Talisman.[31] Möglicherweise bestehen Dop­pelmitgliedschaften dieser losen HBL–Gruppe mit einigen von Kellner und Reuss annektierten Organisationen, z.B. dem Memphis–Misraim–Ritus oder dem Alten und Angenommenen Schottischen Ritus und eben dem Hatha–Yoga–Kreis.[32] [Für die Spekulationen in diesem Abschnitt existieren keine schriftlichen Unterlagen.]

Fraternitas Lucis Hermetica = Hermetic Brotherhood of Light ? [33]


In den 1960er Jahren teilt der Schweizer O.T.O. den Interessierten seine Meinung über die Zusammenhänge der verschiedenen Orden mit: ‚Die wahren aktiven Glieder des O.T.O. werden Hermetische Brüder des Lichts oder Illuminaten ge­nannt, was von Fra Peregrinus X° O.T.O. (Theodor Reuss) und Baphomet XI° O.T.O. (Aleister Crow­ley) historisch festgelegt wurde.‘[34]
Zur Geschichte: The Hermetic Brotherhood of Luxor ist von Pascal Beverly (1825–8.10.1875) gegrün­det. Der innere Zirkel nennt sich Fraternity of Eleusis. 1886 wird die allein in Boston existierende HBL geschlossen, worauf man die Eulis Brotherhood gründet, welche Carl Kellner oder auch den Franzosen Encausse/Pa­pus beeinflusst haben könnte.
Am 22.1.1917 stellt Reuss in seinem Manifesto ‚Anational Grandloge & Mystic Temple: Verità Mi­stica, Or. Ascona‘ den O.T.O. noch als Hermetic Brotherhood of Light vor.[35]
Es ist jedoch anzunehmen, dass dies nur ein Schwindel von Reuss war, der in einem Brief an Crowley zugab, dass dies nur aus ‚taktischen Gründen‘ geschah: die Bezeichnung ‚Hermetic Brotherhood of Light‘ zu verwenden. Im Grunde genommen meinte Reuss die ‚Asiatischen Brüder vom Rosenkreuz‘, die ‚mächtigen und weisen Orden der Ritter und Brüder des Lichts‚.

 

Theodor Reuss an Aleister Crowley, 1917

 

Hin und wieder verwendet auch Heinrich Tränker diese Bezeichnung, zum Beispiel auf der ‚2nd Fama‘ von 1930. Reuben Swinburne Clymer sieht sich als einer der Nachfolger der HBL. Der Begriff Bruderschaft des Lichtes wird jedoch nicht nur im englischsprachigen Raum verwendet:

Brüder des Lichtes der sieben Gemeinden in Asien


Nachdem er 1780 aus dem Orden der Gold– und Rosenkreuzer ausgeschlossen wird, legt der Baron Hans Heinrich von Ecker und Eckhoffen (1750–1790) 1781 den Grundstein für die Asiatischen Brüder vom Rosenkreuz, indem er angeblich den ‚mächtigen und weisen Orden der Ritter und Brüder des Lichts‘ wiedererweckt. Die Ritter des Lichts geben vor, ihren Ursprung von den sieben weisen Vätern, den Vorstehern der sieben Kirchen in Asien, genommen zu haben. Der Orden versteht sich als Sammelbecken für Christen und Juden, wohl auch Moslems aus der Türkei, Persien und Armenien. Dies bewirkt eine synkretistische Aufnahme verschiedenartigster Elemente, so vor allem auch der Kabbala und der Gnosis. Mitglieder durchlaufen zunächst einmal verschiedene Vorstufen, bevor sie endlich in den erlauchten Kreis der wirklich Wissenden aufgenommen werden.

Ähnlich wie später Theodor Reuss, wird Ecker vorgeworfen, seine Ordensgründung sei lediglich ein Geldbeschaffungsmittel, da er sein persönliches Vermögen vergeudet habe und ein von Ordensmitgliedern erbetenes Darlehen nicht zurück bezahlt, respektive falsch eingesetzt habe. Wie später bei Theodor Reuss werden ausserdem bei jeder Beförderung in eine höhere Stufe Gebühren fällig. Zusätzlich sind Mitgliedsbeiträge zu bezahlen, von denen der Orden lebt. Im Laufe der Zeit entstehen viele Verräterschriften, Gegnerschriften und eigene Unterlagen. 1785 führt eine kaiserliche Verordnung zur Auflösung aller alchemistisch arbeitenden Logen und besonders der Asiatischen Brüder. Die kabbalistischen und gnostischen Elemente beeinflussen jedoch viele spätere Organisationen. Theodor Reuss lässt sich von der so genannten Verräterschrift ‚Der Signatstern‘ von 1866 zum Entwurf seines VII° O.T.O. inspirieren. Das Original wie auch Reuss‘ Ritualtext weisen auf eine Priesterschaft hin. Das O.T.O.–Ritual führt eine ausführende Oberpriesterin als weibliches Element auf.[36]

Der O.T.O. unter Theodor Reuss


Nach Carl Kellners Tod 1905 führt Reuss Kell­ners Hatha–Yoga in ein freimaurerähn­liches System über, in dem die ersten sieben rituell verliehenen Grade zur Öffnung der Chakras dienen[37] und die letzten, sexualmagischen Wissensgrade nur noch per communicatio verliehen werden. Der X° bezeichnet den nationalen Führer, der dem weltweiten Oberhaupt, dem Outer Head of Order, O.H.O., unterstellt ist. Reuss erweitert Kellners Yogapraktiken, indem er den Manichäismus miteinbringt.[38] Im Manichäismus ist die Materie böse, also ein Ort der Verwesung. Obwohl sich der Manichäismus in seinen Schriften ausdrücklich asketisch äussert (kein Fleisch, keine Ehe, kein Geschlechtsverkehr), gibt es auch anderweitige Berichte. Ohne ins Detail gehen zu wollen: Es gehört zum festen Bestandteil des Manichäismus, dass sich Engel mit den Ar­chonten geschlechtlich vereinigen und so deren schlechte Fesseln lösen. Archonten sind die Mächte, die das zwiebelschalenartig aufgeteilte Universum bewohnen und die Menschen versklaven. Der Sin­gular Archon ist der Demiurg, der Weltengestalter/Schöpfer. Durch die Vermählung des Guten mit dem Schlechten werden die Seelen reingewaschen, und was übrig bleibt ‚allen Arten auf der Erde bei­gemischt.‘
Die Sexualorgane gelten als heilig und eine Heilige Messe bildet symbolisch die permanente Neu–Schöpfung des Universums ab.[39] Grundgedanke ist hierbei, dass durch Zusammenarbeit von Frau und Mann die geistige Weiterentwicklung gefördert wird. Die sexuelle Ebene gilt als Spiegel des kosmi­schen Schöpfungsaktes. Von Eingeweihten durchgeführt, erhält die Abbildung der Ur–Schöpfung Ver­stärkung. Somit bleibt die göttliche Eigenschaft der Schöpfung erhalten, nämlich ewig und immerwäh­rend zu sein, anstatt einmalig und vorbei. Dies unterscheidet sich vom Christentum, das Gottes Schöpfungsakt einem bestimmten und vergangenen Zeitpunkt zuordnet. Die sinnlichen Erregungszu­stände, die sich innerhalb von Frau und Mann während eines Geschlechtsaktes aufstauen, entstam­men nicht allein den physischen Berührungspunkten, sondern auch der Polarität Frau–Mann per se. Richtig angewandtes Atmen beeinflusst die Chemie des Blutstroms und die Hirnumgebung. Bewusst­sein und Ego machen dem Göttlichen Platz. Diese Sexualenergien werden sodann mithilfe weiterer Atemtechniken gespeichert, und deren Transmutation verwandelt den Ausübenden in einen Seher.[40]
Als Reuss circa 1917 beginnt, den Begriff Hermetic Brotherhood of Light als Oberbegriff für seinen O.T.O. in den Briefköpfen zu verwenden, ist anzunehmen, dass er zumindest daran denkt, verschiedene Er­leuchtungs– und Erlösungstechniken dieser Gruppe (die selbst auch kein einheitliches angewandtes Weltanschauungssystem kennt) für sein System zu adaptieren: Die Verwendung von bewusstseinser­weiternden Drogen während des Sexualaktes und die Fokussierung von sexuellen Energien auf ein materielles Medium (z.B. einen Talisman oder eine Photographie), um sich Wünsche zu erfüllen. Reuss lehnt (magische) Masturbation (den VIII° unter Aleister Crowley) als ‚Selbstpeini­gung‘ und ‚widernatürlich‘ ab.[41] Trotzdem bleibt für ihn der Lingam der Schöpfer des Universums. Es gibt Berichte, nach denen sich Reuss homoerotisch betätigt haben soll (‚gegenseitiges Betasten der phalli‘),[42] Zentralgeheimnis von Reuss‘ O.T.O. bleibt je­doch seine Interpretation von Richard Wagners ‚Parsifal‘. Der Speer wird zum Phallus, während der Gral, natürlich die Va­gina, die Grals–Speise enthält: Sperma und Vaginalsekrete. Reuss‘ O.T.O.–Gesellschaft nimmt eine Art sozialistisches Utopia zum Ziel, in dem die Mutter (mit Referenzen zur christlichen Maria) Zentral­stelle im öffentlichen und sexuellen Leben einnehmen soll: in der Gemeinschaft der Neo–Christen O.T.O.[43] Crowley übernimmt die gnostische Auffassung, das Ur–Christentum wieder einführen zu wollen, denn auch unter ihm soll der O.T.O. ‚to restore Christianity to its real status as a solar–phallic religion.‘[44]

Der O.T.O. unter Aleister Crowley


Nach Reuss‘ Tod 1923 verwandelt Crowley den O.T.O. in ein Unternehmen zur Geldbeschaffung.[45] Er will das Lebenselixier unter dem Namen Amrita als ‚Magische Medizin‘ gewerblich ver­treiben[46] und Patienten gemäss ‚O.T.O.–Methoden‘ heilen:[47] mit Yogapraktiken und Sexualsekreten.[48] Wie viele andere z.T. imaginäre Orden, benützt Crowley den O.T.O., um seiner Anhängerschaft das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zu diesem Zweck behauptet er, Sex sei um der puren Lust willen zu vermeiden,[49] sondern immer als Gebet zu seiner eigenen Gottheit (die unter den verschiedensten Na­men auftritt: Aiwaz, Baphomet, Sheitan)[50] aufzufassen – letztlich als Gebet zu seiner eigenen Person, die mit einem erigierten Penis identifiziert wird.[51] Crowley selber sieht sich gerne als ‚a Messiah.‘[52]
‚Bodily secretions, suppressed, infiltrate the tissues, poisoning them. Semen unnaturally accumulated clogs the brain as bile does; morbid mental and moral symptoms result. Sex is a physiological process; interference perverts it. […] In the Abbey of Thelema at Cefalù sex is studied scientifically without shame or subterfuge. Passions are physiologically assayed; all acts are allowed, if they injure not others; approved, if they injure not self.‘[53]
Und wie gehen die Crowleyaner wissenschaftlich vor? In Crowleys VIII° ejakulieren seine Anhänger auf mittelalterliche Dämonensiegel oder meditieren mit Hilfe der Statue eines goldenen Phallus, um in Kontakt mit dem eigenen Heiligen Schutzengel/Überich zu gelangen.[54] Im IX°–Akt werden die Sexualsekrete (inkl. Sperma) aus der Va­gina gesaugt und, wenn nicht als heilig konsumiert, auf ein Siegel gebracht, das einem Dämon gebie­tet, einen bestimmten Wunsch zu erfüllen.[55] In seinen Text ‚Emblems and Mode of Use‘[56] beschreibt Crowley die Art und Weise wie ein Talisman mit Sperma zu bestreichen sei, um irgendwie Geld herbei­zuschaffen.[57] Bis in die 70er Jahre hinein ist dieses Papier dermassen geheim, dass dessen Besitz gleichzeitig den IX° O.T.O. bedeutet.[58]

Crowley spielt mit den verschiedensten sexualmagischen Methoden. Eines der O.T.O.–Geheimnisse ist die Anbetung des alten Templeridols Baphomet als Inner Head of the Order. Während einige Variationen der Fra­ternitas Saturni versuchen, dieses Innere Oberhaupt als fleischlichen Egregor zu inkarnieren,[59] ist die Be­deutung von Baphomet in all den O.T.O.–Gruppen, die seit dem Tode Crowley 1947 auftauchen, nicht ganz klar. Dieses Wesen kann man mithilfe verschiedener Techniken fleischlich als Homunkulus in­karnieren, wozu Crowley einen weiblichen Partner empfiehlt, den es, solange bis die Schwängerung ein­tritt, astrologisch bedeutsam zu begatten gelte.[60]
Im XI°, dem hauptsächlich homosexuellen Grad,[61] der jedoch nicht genau definiert ist und auch Menstruations­blut miteinbeziehen kann, identifiziert sich der Praktiker manchmal mit einem ejakulierenden Glied.[62] Blut (oder Kot), das beim Analver­kehr oder durch rituelle Opferung anfällt, soll den Dämon herbeilocken, Sperma ihn am Leben erhalten. Während der geheimste Tempel im IX° der Uterus ist, fungiert als dessen Gegenstück im XI° die Pro­stata – ihr wird in einigen XI°–Variationen besondere Bedeutung zugeschrieben, da sie 256 magische Säfte absondern soll.
Crowley überträgt seine Frauenfeindlichkeit auch auf seine O.T.O.–Rituale.[63] Er sieht keine Verwendung für die Vaginalsekrete und schreibt Frauen keine Göttlichkeit zu.[64] So kann er sich auch keine lesbi­sche Sexualmagie vorstellen. Er betrachtet den Mann als alleinigen ‚Hüter des Göttlichen Lebens; die Frau aber als nur zeitlich beschränkt zweckmässig, als Schrein für die Gottheit, aber nicht als Gottheit selbst. Frauen existieren für Crowley allein zum Gebrauch der Männer. Sein Idealweib: ‚robust, lebhaft, gierig, einfühlsam, bereit und gesund.‘ [a] woman has no soul‘ (New Comment AL I:3) oder ‚Do we call Woman Whore? Ay, Verily and Amen, She is that‘ (New Comment AL III:55). Anders gesagt, sein Interesse gilt allein dem Körper der Frau.[65] Er will keine geistige oder intellektuelle Beteiligung ihrerseits.[66] Seine Hauptwerkzeuge zur Erleuchtung bleiben Lotophagie, Spermatophagie, Koprophagie, Urolagnie und Algolagnie.[67] Das Leben selbst bleibt für Crowley ‚as ugly and necessary as the female body.‘ ‚… the Lingam and the Yoni are but diverse developments of One Organ.‘ ‚The female body becomes beautiful in so far as it approximates to the male. The female is to be regarded as having been separated from the male, in order to reproduce the male in a superior form.‘[68]

Einfache Anleitung zur Sexualmagie


Man halte Störungen fern und den Gedankenfluss rein und kraftvoll auf das Ziel gerichtet und masturbiere vor dem Geschlechtsakt bis kurz vor Erreichen des Orgasmus‘. Das ordnungsgemäss herausgebildete und sexualmagisch belebte Sperma bildet sich nämlich beim Masturbieren schon vor dem Beginn des Rituals und zwar während der höchsten Konzentration auf den zu realisierenden Wunsch (z.B. Geld); das heisst, sobald das innere Bild des spezifischen Willens auf das noch nicht ejakulierte Sperma projiziert wird.
Es ist manchmal nötig, sexualmagische Partnerinnen oder Partner zu gebrau­chen, die von alledem keine Ahnung haben. Leider kommt es oft zu Schwierigkeiten, sobald diese Personen merken, was ihnen bevorsteht.
Sobald der Penis in den Partner eingedrungen ist, müssen Geist und Wille andauernd und intensiv auf den zu erfüllenden Wunsch gerichtet sein. Um vollkommene Übereinstimmung zwischen dem Magier und seinem Partner zu erzeugen, muss während des Aktes ein Mantra gemurmelt werden (Oh Höchstes, oder Aum). Es ist von grösster Wichtigkeit, dass während des Orgasmus (der auf mehrere Mi­nuten ausgedehnt werden kann) der Wille dauernd auf den bestimmten Wunsch konzentriert sein muss – und erst dann zum Stillstand kommen darf, wenn sich das Sperma des Sexualmagiers mit den Körperflüssigkeiten seiner sexualmagischen Partner vermischt. Alle Partner sollten ihren Orgasmus gleichzeitig erleben.[69]
Die Dauer des Aktes sollte zwischen 2–5 Stunden betragen. Der Orgasmus selber muss so lange wie möglich ausgedehnt werden. Der Erfolg hängt von der vollkommenen Kontrolle ab. Das ist die Bedeutung des Satzes ‚Liebe ist das Gesetz, Liebe unter der Kontrolle des Willens.‘
Das Resultat das ganzen Aktes nennt sich Stein der Weisen oder Universalmedizin. Das perfekt zubereitete sexualmagische Elixier aus Sperma, Vaginalsekreten und anderen Körpersäften muss nun vom Magier am besten durch Saugen aus der Vagina oder dem After (falls auch Exkremente eine Rolle spielen sollen) eingesammelt und wieder mit dem Partner oder der Partnerin geteilt wer­den. Das richtig zubereitete sexualmagische Elixier ist kräftig, süss und stark. Es wird rhythmisch von einem Partner zum anderen in den Mundhöhlen hin und hergereicht, ohne mit der Luft in Berührung zu kommen. Es muss von den Schleimhäuten aufgenommen und darf nicht geschluckt werden.[70] Deshalb behalten die Magier das Elixier unter der Zunge, wo sie es langsam und portionenweise mit dem Partner durch einen Zungenkuss austauschen, während sich beide auf ihr Ziel (z.B. Geld) konzentrieren. Das Elixier kann ausserdem durch die Nase in die Stirnhöhle hinaufgesaugt oder auf den Anus, den Damm oder auf die Augen­brauen appliziert werden. Zusätzlich lässt sich das aus diesem Akt gewonnene Elixier in den After einfüh­ren und dann wieder, zusammen mit den Analsekreten, nach Belieben verwenden. Eine Portion wird aufbe­wahrt und in physischen Kontakt mit dem magischen Bindeglied z.B. einem Perga­ment oder einem Talisman mit den entsprechenden Symbolen drauf gebracht. So schmiert man, z.B. um Geld zu beschaffen, das Elixier auf eine Goldmünze oder einen Ring – für Gesundheit berührt man damit die Erde oder reibt es auf den nackten Patienten.
Besonders begabte Sexualmagier können das Elixier durch den Penis wieder einsaugen, wo es im Körper zur Erleuchtung beiträgt.[71]
In jedem Fall sollte man sich nach einem solchen Akt erfrischt fühlen, sonst war irgendwo ein Fehler.[72] So Crowley.

Wie ein Weinkenner notiert sich Crowley die Konsistenz, den Geruch, Geschmack und die Quantität seines Sperma–Ausstosses. Ein typisches Beispiel: ‚Orgasm very strong and savage. Elixir, nearly all absorbed, [Leah Hirsig] could only get a few drops.‘ Oder auch, ‚Elixir, nothing special – good though when duly mixed.‘ Sein Sperma ist der Logos. Obwohl er seinen Anhängern jegliches Gieren nach Erfolg verbietet, hat Crowley nach der Ejakulation nichts Eiligeres zu tun, als sofort jeden Tropfen auf ein Omen hin zu untersuchen, das I–Ging zu werfen und in Büchern nach kabbalistischen und astrologischen Konnotationen zu suchen.

O.T.O.–Variation einer sexualmagischen Einweihung


Der Brasilianer Marcelo Santos nimmt 1999 in England an den sexualmagischen Ritualen des Ehepaars David und Irene Fraenkl–Rietti teil. Diese beiden haben 1996 mithilfe des im Umkreis der Fraternitas Saturni rührigen Ralph Tegtmeier die OTO Foundation gegründet. Santos bericht: ‚VII° – bla–bla: how important it is to be fair and just with your brothers etc. VIII° – Three officers. After wasting three hours reading the previous rituals (the candidate is forbidden to speak during this time), the C. is taken to the temple. A bla–bla follows. Then, one of the officers perform the preaching of the Mass of the Phoenix while masturbating. He ejaculates upon the cakes upon ther altar and distributes the disgusting thing between the candidates, telling them to eat it. (Of course, I only pretended I was chewing, and threw that piece of cake under the chair I was sat upon. The brazilian ‚king‘ did the very same). After that, the candidates are separated: women go to a place in the temple; men to another. Women hear a bla–bla about the ‚rite of stella maris‘, something about female masturbation. Men hear ‚Nuptiis Secretis…‘. Another masturbation and ejaculation and distribution of disgusting melted pieces of cake follows. Finis. IX° – The same cerimony of Minerval, including the same words and signs etc, but with the three I°–III° officers: S., E., and W. In the end, Saladin says ‚The journey never ends‘ or something like. Then, Saladin tells the W. to perform the Star Ruby. After that, Saladin and Emir perform the Star Saphire. S. and E. copulate. E. collects the moisture of sperm and female fluids from within her vagina and distributes between the candidates. Finis. X° – Firstly, the to–be–king ‚receives‘ the ‚highest M–M national degree‘, while holding the penis of the initiator with his right hand. Then he’s made an ‚OTO king‘ (hahaha). Then the king receives ‚Grimorium Sanctissimum‘ as it was the X° instruction and is instructed to perform it as soon as he gets back to his country!!!‘ PRK: ‚who wrote those rituals?!‘ Santos: ‚The british king and David Rietti did. The others were copied from YOUR book [How To Make Your Own McOTO, München 1996] (I saw it with my very eyes).‘[73]

Gestrandete Bischöfe


Nur halbwegs die Pflichten der Manichäischen Auserwählten übernehmend (nämlich durch Konsu­mation das Göttliche Licht wieder einzusammeln, das der Logos spermatikos spurenweise im Men­schen hinterlassen hat, als er wieder ins Pleroma zurückgekehrt ist), vernachlässigen Crowley und Reuss den asketischen Aspekt des Manichäismus (keine körperlichen Aktivitäten, Fleischverzicht, etc., die das Göttliche Licht im Menschen wieder zerstreuen würden) und konzentrieren sich auf die Herstellung des Göttlichen Licht–Körpers, der durch Konsumation die Rückkehr in den Heiligen Bereich des Himmels, das Pleroma, ermöglichen soll.[74] Dieser Licht–Körper ist die aus Sperma, Vaginalsekreten und Menstruationsblut bestehende Hostie. So wird aus der Gnostisch Katholischen Messe à la O.T.O.[75] und dem IX° O.T.O. eine Parodie der christlichen Eucharistie, was vor allem die Konsumation der Hostie (die auch als Universalmedizin angesehen wird) betrifft. Auch Chevalier Le Clément de Saint–Marcq[76] hat das Geheimnis entdeckt und publiziert 1906: ‚Wie kann ein Mensch veranlassen, dass man sein Fleisch isst und sein Blut trinkt, ohne sich zu zerschneiden, sich ein Glied auszureißen, sich zu verletzen, ohne der Ganzheit seines Körpers Schaden zuzufügen? Wir haben keine Wahl; wir müssen es so nehmen, wie es uns die Wissenschaft liefert: das Sperma des Menschen ist essbar: halb–fest, halb flüssig und kann so gleichzeitig gegessen und getrunken werden; und ist so gleichzeitig Fleisch und Blut.‘ Und: ‚Es ist also nicht völliger Aberglaube, dieser absolute Glaube, durch Verzehr von Sperma eine Verbindung zwischen dem Menschen und Gott herzustellen.‘ Das ist das zentrale Geheimnis des O.T.O.[77]

Crowley gibt eine genaue Rezeptur zur Herstellung seiner Hostie schon sechs Jahre bevor er 1910 dem O.T.O. beitritt.[78] Heutzutage sind Variationen im Gebrauch. Zur Vermeidung einer HIV–Infektion empfiehlt der amerikanische 1977 gegründete O.T.O. (Caliphat), die Lichtkuchen/Hostie, falls sie Sperma, Vaginalsekrete und/oder Blut enthalten, bei 70° im Ofen zu backen.[79] Im III° Initiationsritual wird ebenfalls ein Kelch gereicht, der ‚bitter draught‘ enthält. Dazu der Chef dieser Gruppe, William Breeze: ‚The original ritual specified blood and laudanum. The use of either of these substances is against O.T.O. regulations for very sound reasons of medical and legal liability.‘ Es werden deshalb empfohlen: ‚Angostura bitter, Fernet Branca, or a mixture of vodka and powdered myrrh.‘[80] Ein bisschen Asche von nach dem Originalrezept hergestellten Lichtkuchen (Liber AL III;23ff.) darf der Hostie jedoch beigefügt werden.[81]
Unstimmigkeiten eschatologischer Natur werden per Abstimmung innerhalb des Firmenkaders geeinigt: ‚the Supreme Council voted to recognize that that Aeon of Horus exceeds 2,000 Solar years in length–––this is a position statement for the official view of the Order.‘[82]

Crowley benützt ausserdem eine ganz besondere Mischung für seine Hostie. Zwischen 1920–23 frönt er den Drogen Kokain, Äther und Heroin,[83] der Koprophagie und sadomasochistischen Phantasien, in denen er als Sklave fungiert. ‚In my Mass the Host is of excrement [seiner Scharlachroten Huren],[84] that I can consume in awe and adoration; while I make my Holy Guardian Angel the latrine of my imagination.‘[85] Im Sadomasochismus kommen alle Formen religiöser Frömmigkeit zum Ausdruck (knien, beten, verehren, opfern, anrufen, bestrafen) und werden in ihren Idealrollen ausge­lebt: die perfekte Superiorin zu entdecken und den perfekten Sklaven (Crowley). Das ewige Schuldge­fühl überträgt sich auf das Umfeld des Sklaven und verschmutzt dieses: wer Crowley liebte oder zu ihm zärtlich wird, muss also von ihm vernichtet werden, denn Crowley kann nur das Unerreich­bare lieben: den Grossen Abwesenden Vater und seine unpersönliche Scharlachrote Hure (was ja ein Amt, also eine ritualisierte Stereotype, ist), die auf ihm, dem selbsternannten Tier, reitet (so auch seine Tarot–Karte). Die Selbstverleugnung äussert sich im Schutz des Prinzips Thelema, die Ab­stumpfung des Körpers im Drogengenuss und yogischen Körperübungen. Die lustbetonte Minderwer­tigkeit sucht sich im Widerstand gegen alle Vernunft. Auf diese Weise wird Crowley (im System des A.·. A.·.) gezwungen, die Grenzen seines persönlichen Gottes, der Logik (im Abyss, Choronzon),[86] zu erkennen und die Selbstzerstörung soweit zu trei­ben, dass die Möglichkeit rationalen Denkens zerstört wird (Ei des Abyss).[87] Crowley drückt seine Schuldgefühle durch Koprophagie aus: Indem er über andere (seine Anhänger und die Nicht–Thelemiten) Gericht hält und sie bestraft, macht er sich einerseits zu seiner eigenen Obrigkeit (der Ewigen Grossen Ab­wesenden Vaterfigur), sucht jedoch anderseits selber nach Schutz. Zusammen mit seinem religiösen Verlangen, vor einem höheren Wesen (Aiwaz, seinem Heiligen Schutzengel) die Kontrolle zu verlieren und als Botschafter einer höheren Macht zu fungieren (also selber brauchbares Manipulationsmaterial zu werden),[88] sucht er mit offenen Armen nach der tödlichen Wunde der Selbstauslöschung mithilfe der Selbsterniedri­gung durch vollständige Identifikation mit dem Niedrigen. Selber zum manipulierbaren maja zu werden: Der Kot der Scharlachroten Hure reinigt den Sklaven und zusätzlich ergattert er sich eine göttliche Reliquie, die ihm Energie zuführt.[89] Anders gesagt, Crowleys Überkompensation der Minderwertigkeit führt zum Streben nach der Göttli­chen Normalität, d.h. den Vergoldeten Ausscheidungen.[90] Schon lange vor dem Entdecken der Sexualmagie träumt der 22jährige Crowley 1898 in einem Gedicht von seiner Unterwerfung:
‚Thy head beneath the mire / And dung of worthless women shall desire […] Woman must trample thee till thou respire / That deadliest fume.‘ Und ‚I drown in delight at the thought that I who have been Master of the Universe should lie beneath Her feet, Her slave.‘ Gerne befolgt er die Aufforderung seiner Scharlachroten Hure Leah Hirsig, ihren Kot, auf einem Silbertablett serviert, zu verzehren, während sie ihm ihre Zigarette auf der Brust ausdrückt. Und als sie ihren Urin auf ihm entleert, schreibt er ‚Straddle your Beast, My Masterful Bitch […] Now from your wide Raw cunt, the abyss / Send spouting the tide / Of your sizzling piss / In my mouth; oh my whore / Let it pour, let it pour!‘[91]

In sein Tagebuch vom 12.8.1920 notiert er:And I the Worm have trailed my slug–slow slime across Her Breasts; so that Her mother–mood is turned and Her breasts itch with lust of Incest. She hath given Her two–year bastard boy to Her lewd lover’s whim of sodomy, hath taught him Speech and act, things infinitely abhorred, with Her own beastly carcass. She hath tongued Her five–month girl, and asked its father to deflower it. She hath wished Her Beast to rape Her rotten old mother — so far is woman clean of Her! Then Her blood’s grown icy hard and cold with hate; and Her eyes gleam as Her ears ring with a chime of wedding bells, dirty words, or vibrate, cat–gut fashion, to the thin shrieks of a young child that Her Beast–God–Slave–Mate is torturing for Her pleasure ay! and his own, since of Her Cup he drank, and of Her soul he breathed.
He loved it all. He rolled each drop of filth around His tongue. All this because He loved Her. He loved Her as nor God nor Man nor Beast nor Devil has loved.
All this because She loved him as he Her; because She was of his bone marrow, and his flesh nerve, and of his blood the spirochaetes, the pallid hosts, as ‚twere they swooped from Tartary even to Rome!
I could have said it in a word: She’s of sound Satan–stock; I recognized Her the stuff of my ideal, fiend–whore, and under my fierce thumbs her clay’s masterpiece. The summit–beauty of it is her own chief asset, her raw clay’s red ochre, the volcano–brand on her still smoking and charred goat–haunch.
And now—is She indifferent? If so, all’s lost, and I? Most lost were I! From Magus, Word of the Aeon, I were thrust, my Wand a tinder–twig, my Word an Idiot’s babble.
And there She lies, the lazy lump of nastiness, no more to me than my cut toenails, and to Her I am not; she’s asleep!
It’s now 11.50 a.m. From 8.55 I have wanted to do necrophilia, to rape her rotten corpse. But I don’t love Her; it’s her lust for evil, for our Lord, for me Her furies, filths, her frenzies, fantasies, her (would she but say Her word!)—this, this I love. And She went to sleep, wouldn’t take more cocaine, snored, woke once and counselled prudence again and got some hunks of bread and cheese I‘m sweating like a sow, I’ll take some milk and biscuit.

In Crowleys Fall scheitert der Sadomasochismus an der Unfähigkeit der ausgewählten Scharlachroten Huren, korrekte Sadistinnen[92] zu sein: er sucht sich potentielle Säuferinnen aus, deren schwache Ich–Barriere in Trance von aussermenschlichen Wesenheiten während magischer Rituale durchbro­chen werden muss. Crowley wendet sich in der Folge gegen sie, greift sie an, wirft sie als Gebrauchs­gegenstand weg. Und so folgt auf seine Erniedrigung keine befriedigende Verherrlichung. Sein Schutzen­gel, dem er sich unterwirft wie einer seiner Scharlachroten Huren,[93] zieht sich aus ihm zurück,[94] wird im Laufe der Zeit ein externes Wesen und letztendlich verschwindet er ganz. [95]

Falls überhaupt je ein gnostisches Übergebäude dem O.T.O. unter Reuss Halt gegeben hat, wird mit Crowley die Religiosität endgültig durch Magie und sog. Selbstvergottung verdrängt.[96] Obwohl man in Crowleys O.T.O. immer noch vom Sanktuarium der Gnosis spricht (womit die sexualmagischen Grade gemeint sind), scheint von Gnosis nicht mehr viel vorhanden. Die Bedeutung des Sperma als Logos findet keine Verwendung mehr bei Crowley, der es praktisch–magisch mehrheitlich für seine weltlichen Interessen einsetzt. Der Gott gewordene Mensch à la Crowley will lediglich irdischen Wesen durch die Kraft seiner Göttlichkeit befehligen. Bis die endgültige Gottwerdung jedoch verwirk­licht ist, möchte er sich durch rituelle Identifikation mit dem Göttlichen lediglich stimulieren.[97] Letzeres ist auch bei Reuss‘ O.T.O. Mittelpunkt und Ziel des Ganzen. Reuss‘ ‚unter Kontrolle des Willens in Gott vollzogener Liebesakt,‘ ‚eine sakramentale Handlung, eine mystische Hochzeit mit Gott‘, ein Kommunizieren, ein Sich–Vereinen mit Gott, mündet bei Crowley jedoch in ein zum selber Gott wer­den.[98] Als Magier löst sich Crowley so nicht im Licht auf, sondern durchlebt einen Werdeprozess im Irdischen. Er verpasst es, sich als Gnostiker im fliessenden Licht des Göttlichen aufzulösen. Crowleys Universum besteht aus theoretischen Ritualisierungen von Selbstauflösungskonzepten, Strategien der Entkoppelung von Persönlichkeit, Identität und Handeln, die jedoch in der Person Crowleys und sei­ner Anhänger zu narzisstischen Selbststilisierungen und Selbstdressurexperimenten degenerieren.

Die dem Caliphat angeschlossene Gnostic Church parodiert die Römisch Katholische Kirche, indem sie Ämter wie Patriarch, Erzbischof, Bischof, Novize, Priester und Diakon (natürlich auch immer in der weiblichen Form) einführt. Anstoss dazu haben schon Reuss und Crowley mit Priester und Diakon in ihrer Gnostischen Messe der 1910er Jahre gegeben. Heutzutage wird das Angebot um weitere Ze­remonien erweitert: Kindstaufe, Erwachsenentaufe, Konfirmation, Ordinierung des Diakons, Hoch­zeit, Todesfeier und einen Exorzismus. Zusätzlich gibt es eine Zeremonie für den Kranken– und Un­terhaltsbesuch, Tierweihungen[99] und natürlich eine Liste von Heiligen (die ausser in Sonderfällen) keine Frauen enthält. Verstorbene O.H.O.s werden automatisch heilig.
Dem V°–Ritual werden Christliche Gebete der Römisch Katholischen Kirche angehängt: ‚Die Litanei der Heiligen Namen Jesu‘, ‚Die Litanei des Heiligen Josef‘ und die ‚Litanei der Gebenedeiten Jung­frau Maria‘.[100] Dies soll als Referenz zum Grossen Magier (also Jesus) des vergangenen Aeons aufge­fasst werden, als Erinnerung daran, dass die Grossen Zyklen aufeinander aufbauen und dass der Wahre Meister Jesus keineswegs der politische Zuchtmeister gewesen sei, als den ihn der Paulismus (d.h. der Papst) hinstelle. Diese Gebete und O.T.O.–Rituale werden von Musik von Mozart, Holst, Strauss und Mahler begleitet.[101] Ungeachtet der traditionellen Bedeutung des Begriffs Wandernde Bischöfe nennen sich einige amerikanische O.T.O.–Bischöfe Gelandete Bischöfe.[102]
Im Jahre 2010 propagiert sich das Caliphat als ‚Church you can believe in.‘[103]

Schwitzen verklebte Chakren Pleroma aus?


Der O.T.O. war und ist immer noch ein Teil des ethnologischen Untergrundes der Kultur, der die Auf­merksamkeit des Mainstreams sucht und auf sich zieht. Auf dem Grund dieses zwischenzeitlich nicht mehr so dunklen Schachtes liegt lediglich eine Hand­voll Sperma. Und weil diese Tatsache zu einfach ist und vielleicht zu beschämend, wird sie von den Anhängern dieser Lehren in Euphemismen eingepackt. Die alten Gnostiker verhielten sich hingegen weniger prüde und benannten ihre religiös–sexuellen Techniken (Ejakulationsvermeidung oder Kon­sumation der Sexualsekrete). Der moderne Gnostiker hingegen bedient sich im Supermarkt der west­lichen und östlichen Traditionen ausserhalb des traditionellen Spermagnostizismus,[104] um das Sperma im innersten Heiligtum seines Tempels zu verstecken.[105] Der Bruch im Universum soll (zumindest nach aussen hin) mit Ritualen, Liturgien, Gesängen, Mantren, Weihen und grossen Worten gekittet werden. So ist das Mysterium verlorengegangen: zuviel Materialismus herrscht in den O.T.O.–Gruppen, der den Suchenden zu Boden zieht und ihn daran hindert, eins mit dem Göttlichen zu werden. Nach vielen Jahren Mitgliedschaft und zahlreichen Mitgliedsbeiträgen, nach dem Kauf aller Bücher des angebete­ten Propheten Crowley, nach deren Lektüre man schon ziemlich schnell um das Geheimnis weiss, merkt das O.T.O.–Mitglied vielleicht, dass ihm die Mitgliedschaft keine organisiert kanalisierte Gnosis vermittelt kann. Niemals kommen diese O.T.O.–Mitglieder näher an Gnosis als durch Sex mit ihrem Bischof. All dies und die komplexe Ordensstruktur,[106] die Ausrichtung der Lehren auf die defizitäre Biographie Crowleys, die Vermischung von gnostischen Doktrinen mit Projizierungen charismatischer Führer lassen den O.T.O. selber als einen unerträglich verfaulten Ort erscheinen. Unbrüderliches Verhalten, aufgeblähte Egos,[107] Lügen, Intrigen und Hysterie erzeugen endlose O.T.O.–Splittergruppen, die sich gegenseitig mit Gerichtsprozessen bedrohen und alles andere als die ursprünglich angestrebte Gnosis zu erzeugen scheinen.

Crowleys O.T.O.–Gruppen sind bis zum Wanst mit seinem Konzept von Thelema gefüllt, das als Filter gegen Geschichte, Religion, Philosophie, Magie und das Alltagsleben eingesetzt wird.[108] Eine Menge Crowley–Anhänger sind über den implizit homosexuellen Background der Auffassung, dass allein Sperma den Heiligen Logos transportiere,[109] schockiert und glauben, dies sei ein Missgriff und Miss­verständnis des Schöpfungsaktes. Zeitgemäss propagieren sie eine gnostische Gleichstellung des Weiblichen mit dem Männlichen und stellen die Zeugung, d.h. Schöpfung in den gnostischen Mittel­punkt. Trotzdem forcieren sie nach wie vor eine kabbalistische Auffassung des Spermas als Logosträ­ger: nämlich dadurch, dass die Frau immer noch als ‚giver of form‘ betrachtet und nur als solche magisch–gnostisch eingesetzt wird.[110] In Thelema sind die gnostischen Lehrsätze an die Doktrin des Wahren Willens angepasst: Jeder Mann und jede Frau haben einen Daseinsgrund, sie haben sich willentlich dazu entschlossen, auf die verrottete Erde hinabzusteigen und eine Mission zu erfüllen, obwohl sie diese vergessen haben – so laut Caliphat. Es ist nicht nur ihre Aufgabe, der verrotteten Erde wieder zu entfliehen,[111] son­dern auch herauszufinden, weshalb sie gekommen sind[112] und welche Funktion sie zu erfüllen haben.[113] Alles in allem, scheint Thelema per se Verrottung auszustrahlen.[114] Der in der Psychologie nicht mehr gern gesehene Thanatos scheint Form und Maske von Eros anzunehmen.

Ein Jahr nach der Publikation einer Frühversion dieses Essays gelangt David Scriven, X° des Caliphats, zu folgenden Gedanken: ‚Before the processes of mitosis and meiosis were fully understood, there was a great deal of speculation and contention about which sex was responsible for carrying the true Essence of Life, and the various hypotheses proposed were influenced by religious, cultural, and even political concerns. The thinking on these matters from ancient times through the Renaissance (in Europe) fell generally into two major camps. One held that it was the male who carried the True Essence, the Seed of Life, and who ‚planted‘ this seed in the fertile soil of the womb of the female, where it was nourished and protected as it developed, on its own, into new Life. For these phallicists, only men possessed this Divine Spark of Life, and women did not. The ovists, for lack of a better term, held the opposite; that it was women who possessed the Seed of Life within their bodies, and that the function of men in the reproductive process was one of enabling or fertilization; of ‚watering the soil” so that the seed that resided therein might sprout and grow. During the 17 th and 18 th centuries, these primitive doctrines were refined into a scientific school of thought called preformationism, which held that living beings were essentially fully–formed prior to conception. This school of thought was divided into the two classical factions, the spermists and the ovists. The doctrine of spermist preformation is exemplified by the famous Homunculus image, drawn by Nicholas Hartsoecker in 1694, and supposedly based on an observation of Anton van Leeuwenhoek. The image shows a spermatozoon containing, within its head, a tiny, but fully–formed, human being, and the implication is that the sperm contains the complete, preformed essence of the unborn person; whereas the egg is merely an inert, nutritive, sheltering matrix. Crowley reproduced Hartsoecker’s Homunculus on the Hermit Trump of the Thoth Tarot Deck. [page 2, snip] As advocates of Crowley’s concept of scientific religion, we need to be prepared to discard scientific doctrines when they are rendered obsolete, even when such doctrines support our spiritual and social paradigms. We may continue to enjoy and revere our holy books, our historical writings, and our customary rites, because these things have historical, symbolic, spiritual, and even talismanic value to us. But we must not allow ourselves to be bound to interpretations, explanations, and applications of our symbols that are based on outmoded and discredited ideas about nature. The true significance of our great and living symbols extends much deeper than such shallow and transient notions. As I have said before, a true symbol is not merely a cipher. If we actively listen to them, our symbols will continue to speak to us the truth, to the extent that we have the capacity to comprehend it.‘[115]

Obwohl all die O.T.O.–Gruppen als ganzes ein verrotteter Ort scheinen, an dem der Sucher mit Leichtigkeit ins Pleroma gelangen könnte, findet kaum Gnosis statt[116] und Dia–Gnose ist gefragt. Der Orden wird zur mütterlichen Projektionsfläche, auf die Vaterfiguren (z.B. Crowley) geworfen werden. Die sexuelle Revolution der Lust und Gnosis degeneriert und erleidet psychologische Deformatio­nen.[117] Diese Gnosis bringt weder homöopathische (sinnliche), noch allopathische (asketische) Erlö­sung.

Sperma als homöopathische Medizin?


Gnostiker und Homöopath versuchen beide, den Menschen wieder der Göttlichen Ordnung des Uni­versums näher zu bringen. Der Gnostiker sucht unmittelbare Anwesenheit des Göttlichen, während der Homöopath die grösstmögliche Ausgeglichenheit des Einzelnen in Ordnung mit dem Universum anstrebt. Hippokrates meinte, dass Krankheit von Gott käme; von Oben; und dass die materielle Ebene als verwundete Göttlichkeit anzusehen sei. Einige Gnostiker sehen nun im Sperma die univer­selle (alchemistische) Medizin, die alles heilt.
Während meiner Untersuchungen des O.T.O.–Phäno­mens bin ich verschiedenen asketischen Sperma–Gnostikern begegnet, die Homöopathie praktizieren. Aus diesem Grund versuche ich nun, den möglichen homöopathischen Aspekt der Sperma–Konsuma­tion zu diskutieren.

Es ist meine Ansicht, dass Sperma, sobald es als Vehikel für den Göttlichen Logos definiert wird, NICHT gleichzeitig als homöopathische Medizin wirken kann, da die Ähnlichkeit der homöopathi­schen Medizin mit der Ähnlichkeit eines kranken Patienten auf der Ebene einer absoluten und indi­viduellen Einheit aller Symptome korreliert und auf der Eigentümlichkeit einer übergeordneten Krankheit/Unordnung. Freudianisch gesehen, basiert in der Homöopathie jede Verordnung auf der Gesamtheit der Symptome, in der das Wirken des Abwehrmechanismus sichtbaren Ausdruck findet. Logos als homöopathische Medizin würde, per definitionem, Logos auflösen. Damit Sperma als ho­möopathische Medizin wirken könnte, müsste es zuerst Medizin werden, das es als Substanz (noch nicht) ist/wäre. Es müsste also nach homöopathischen Vorgehensweisen zubereitet werden, um eine neue Natur auf einer höheren Ebene anzunehmen und Einfluss auf die übergeordnete Krank­heit/Unordnung des Patienten ausüben zu können. Diese homöopathische Methode nennt sich Po­tenzierung. Die Substanz wird ausgedünnt, u.U. über die Grenze hinaus, an der Wissenschaftler noch ihre Moleküle festzustellen vermögen, währenddem das Produkt nach einer bestimmten Methode zusätzlich geschüttelt oder geschlagen wird. Bis jetzt haben weder Wissenschaftler noch Homöopathen eine beiderseits befriedigende Erklärung zur Wirkung der Homöopathie finden können. Die Praxis zeigt jedoch, dass die homöopathischen Me­thoden die Substanz in einen höheren energetischen Zustand überführen: in einen heilenden Zu­stand; der Vorgang erinnert an die Transsubstantia­tion einer katholischen Messe. Aber was wäre der gnostische Nutzen einer solchen, da nach gnostischer Auffassung die Substanz (also das Sperma) den Logos schon im Vorneherein enthält? Und was wäre mit den menschlich–energetischen Aspekten, z.B. einer potenzierten miasmatischen Prädisposition wie Syphilis oder im Falle von HIV? Was würde durch einen potenzierten HI–Virus ausgelöst? Diese Frage wurde bislang nicht beantwortet. Ich bin Ho­möopathen begegnet, die Sperma anwenden würden (wie sie es schon mit anderen körpereigenen Stoffen wie Urin oder sogar Krankheitsprodukten tun). Sperma als homöopathische Medizin würde ihrer Ansicht nach jedoch keine Göttlichkeit erzeugen: Die Schauung der Homöopathie erklärt die Einbringung von Göttlichkeit nicht. Während Gnostiker und Mystiker sich aus ihrem Alltagsbewusstsein hinausbewegen und Magier die Materie zu kontrollieren versuchen, befördern Homöopathen lediglich ihre Arzneien durch Potenzieren aus dem Bereich der Materie.
Der Gebrauch homöopathischen Spermas hinge von der Ganzheit und Einzigar­tigkeit der Symptome ab, die Sperma (sei es nun potenziert oder vielleicht auch nicht) bei einem gesunden Individuum erzeugen würde. Diese Effekte könnten dann bei ähnlichen Sym­ptomen eines kranken Patienten angewandt werden.[118] [Weitere Gedanken dazu im Kapitel über den ‚Korrekten Gnostizismus‚ in ‚Der O.T.O. Phänomen RELOAD‚, München 2011].

Es stellt sich auch die Frage nach dem religiösen Sinn oder Unsinn der Praktik einiger O.T.O.–Grup­pen, ihre Hostie aus Blut, Sperma und Vaginalsekreten (die sie für ihre Gnostischen Messen verwende­n) vorher mit 70° Celsius im Ofen zu backen, um einem möglichen HI–Virus den Garaus zu machen. Welchen Effekt hat Hitze auf den gnostischen Logos? Im gnostischen Thomasevangelium steht zum Thema Hitze und Logos/Jesus: ‚Und Jesus sprach: Wer mir nahe ist, ist dem Feuer nahe.‘ Andere platzieren ihr Sperma in ein Mundvoll Brandy: Spiritus Sanctus? Und was genau rät eigentlich der AIDS–Leugner Harvey Bialy, der im Cabinet des Caliphats sitzt?[119]

Was ist mit der Erlösung all der Frauen, die von den Männern zum Schlucken des Spermas gezwungen werden? Sollten diese Frauen dann nicht viel erlöster als ihre Unterdrücker sein? Können solche Frauen tatsächlich nicht erlöst werden, sondern müssten selber Unterdrücker werden?[120]

Isopathie?


Auch wenn Sperma als Träger des göttlichen Logos gesehen wird, könnte es kaum als homöopathisches Heilmittel eingesetzt werden, da die Ähnlichkeit der homöopathischen Gabe ja auf der Ebene der ganzheitlichen individuellen Gesamtsymptomatik und Eigenheit einer übergeordneten Krankheit basiert.[121] Damit Sperma pharmakologische Wirkungen als homöopathische Universalmedizin entfalten könnte, müsste es überdies zuerst zu einem Medikament werden, das es als Substanz nicht ist. Ein solches würde es nur, wenn man es nach der Hahnemannschen Zubereitungsart behandelte, d.h. es aus seinem materiellen in seinen energetischen Zustand überführte. Es aber zu potenzieren wäre unnötig, falls der Logos schon immanent wäre. Da der menschliche Aspekt ausserdem nicht ausgemerzt, sondern potenziert würde, und miasmatische/homöopathische Prädispositionen möglicherweise nicht nur über die DNS weitergegeben werden, sondern sich der Einfluss von Krankheiten auch während der Lebenszeit vom Eltern–Teil via Zeugung auf die nächste Generation überträgt (z.B. Syphilis),[122] dürfte das Sperma aus diesen Gründen als homöopathische Gabe/Universalmedizin auch nicht in potenzierter Form ohne vorherige genauste Arzneimittelprüfung in Betracht kommen. Konsequent zeigte sich diese Problematik des idealen Sperma in einer HIV–infiszierten Substanz.[123] Die Schauung der Homöopathie erklärt die Einbringung von Göttlichkeit nicht. Es sind jedoch bislang keine homöopathischen Arzneimittelprüfungen mit Sperma, ob nun potenziert oder nicht, bekannt geworden, so dass alle diesbezüglichen Fragen offen bleiben.

Eine mögliche Verbindung von Sperma–Konsumation mit der Heilkunst liesse sich über die Isopathie herstellen. Während die Homöopathie mit Fremdstoffen, körpereigenen Stoffen und Krankheitsprodukten arbeitet, zieht die Isopathie körperfremde und körpereigene Substanzen, z.B. Blut und Urin, als krankheitsauslösendes Agens (Stoff, Erreger), auch in potenzierter Form, vor. Isos pathos bedeutet gleich dem Leiden. Hier offenbart sich die geistige Verwandtschaft der Isopathie mit Spermagnosis. Man halte sich folgendes Schema vor Augen:

Arsen bei Arsenvergiftung
Streptokokkenpotenzen bei Streptokokkeninfekt
Sperma bei Spermavergiftung
Logos bei Logosvergiftung.[124]

Dies dürfte mit der Geschmeidigkeit gnostischen Denkens ohne weiteres praktizierbar sein, wirft jedoch weitere Fragen auf, wie: welche Göttlichkeit oder welcher Logos auf wen oder was vergiftend wirkt – oder ob es doch nicht einfacher wäre, sich weiterhin altmodisch–gnostisch–tantrisch–yogisch den Logos ohne homöopathisches und/oder isopathisches Konzept zuzuführen oder sich mit ihm zu vereinen?
Es stellt sich auch die Frage, welchen Effekt die Praxis des Caliphats, die Hostie in Crowleys Gnostischer Messe (falls bestehend aus Sperma und Menstruationsblut) bei 160° Fahrenheit im Ofen zu erhitzen (um dem HI–Virus den Garaus zu machen),[125] auf die Substanz in gnostischer, homöopathischer oder isopathischer Hinsicht bewirkt. Soll das Amrita tatsächlich koagulieren?

Wie wird es von einer thelemitischen Frau gesehen? Linda Falorio, die keinem organisierten Crowley–O.T.O. angehört, sondern dem so genannten Ma’at–Kontinuum, das sich zu einem thelemitischen Aeon der nach Balance strebenden Ma’at hin entwickelt (z.B. auch in Kenneth Grants englischer O.T.O.–Gruppe), hat (Typhonian O.T.O.)sich speziell für diesen Essay geäussert.[126]
‚Eine komplexe Frage bezgl. des HI–Virus. Von meiner menschlichen Warte her gesehen, sehe ich keinen Vorteil eines solchen Eindringlings, weder für das Grosse Werk noch für das betroffene Indi­viduum. Ich denke, man sollte den Virus ‚bannen‘ wie jede Wesenheit, die von einem Besitz ergreift, so wie ich den Retrovirus verstehe, der die Zellen für seine eigenen Absichten übernimmt […] oder man sollte den Virus im Dreieck gefangennehmen (also dem Kondom). Selbstverständlich kann man nun nicht mehr direkt von den psychosexuellen Flüssigkeiten profitieren, sondern muss sich ihrer auf den feinstofflicheren Ebenen bedienen. Ein mächtiger Magier sollte dazu ohne weiteres imstande sein, glaube ich, bräuchte dazu jedoch eine dafür geeignete Person.
Ähnliche Fragen fallen mir bezüglich körperbehinderter Personen ein, z.B. auch bei Vasektomie oder Frauen mit Hysterektomie oder die jenseits ihrer Menopause sind.[127] […] In diesen Fällen braucht es vielleicht eine/n qualifizierte/n Priester/in, die/der nicht unbedingt die/der Lebenspartner/in ist, um das Elixier aus dem Körperlichen herauszudestillieren. Ist nicht eine mächtige Person in der Lage, körpereigene Endokrine zu erzeugen, obwohl die Drüsen entfernt sind?‘

Nicht alle Zweige des O.T.O. haben Crowleys Thelema übernommen. „Der Grund, dass […] Aspekte von Thelema ausgelassen sind, ist das aktuelle Problem, wie Thelema in der Öffentlichkeit als Religion darzustellen ist, um so vom Staat anerkannt zu werden. Thelema ist ganz eindeutig konträr und an den Grenzen der normativen Gesellschaft. Thelema weist die normativen Werte und Moral ab und zielt auf die Ueberschreitung und Verletzung eben dieser Normen. Die Miteinbeziehung von Drogen in die Rituale, die positive Betonung der Sexualität, die als Werbung für Promiskuität angesehen werden kann und der autoritäre und pro-Nietzscheanische Aspekt von Thelema zwingen die normative Gesellschaft zur Ablehnung und gleichzeitig ermutigt Thelema seine Anhänger, die meisten Aspekte der normativen Gesellschaft abzulehnen.“ [„Journal of Thelemic Studies“, 1;2, 2008, http://thelemicstudies.com/JoTS1–2.pdf, Seite 40, übersetzt]

Siehe auch Das Milieu des Templer Reichs.

 

Transgender


Gender weist auf das soziale Geschlecht hin, Sex auf das biologische (also auf den Kontext Sperma und Spermatozoon). Seit auch im Okkultismus das Bewusstsein von den Klischees Sexualität, gender männlich weiblich, den Topographien der Geschlechter und deren Repräsentation in Bewegung geraten ist, stellt sich die Frage nach Sperma–Gnosis und Sexualmagie im Zusammenhang mit Transgender–Personen.[128] Parallel zu den O.T.O–Gruppen, die sich mit der Entwicklung der Medien in die öffentliche Wahrnehmung drängen, entstehen neue genderspezifische Denkmuster und Handlungsvorgaben, die die Wechselwirkung mit den starren okkult–inhärenten Klischees beeinflussen. Hier fällt der O.T.O. auf, da er einerseits eine Art sexueller Transzendenz des Religiösen propagiert, andererseits in Ritualen die althergebrachten Klischees reproduziert.
Die Frage nach dem Sperma–Transgender–Kontext kommt vor allem in Crowleys Gnostischer Messe auf. Sperma/Spermatozoon (also der biologische Aspekt) sowie gender werden von einigen Crowleyanern auf die symbolische Ebene transportiert, wo sich alles einfach lösen lassen soll. Egal, ob das Sperma Spermatozoon enthält oder nicht oder ob der Priester oder die Priesterin Transgender–Personen sind: massgebend ist, so gemäss einiger Partizipienten an der Messe, was die Teilnehmenden (unabhängig der Geschlechtsteile) während der Messe wahrnehmen (wollen). Ein Feld der Fragen öffnet sich, denn eine symbolische Messe wäre keine katholische mehr. Die Diskussionen sind mannigfaltig.[129]

In der Fraternitas Saturni ist das komplexe Sperma–Thema keine Achse, um die sich die Loge dreht. Die Koordinaten verbleiben im Sozialkontext. 2005 berichtet ein 36jähriges Mitglied von seinem Wechsel von Mann zu Frau und outet sich in der Loge, obwohl Ich weiss um die homophobe Einstellung einiger meiner Brüder.‘ Aber, ‚Wie kann ich euch begreiflich machen welches Glück es für mich bedeutet so sein zu dürfen wie ich mich empfinde? Besonders möchte ich mich da bei meinen lieben Schwestern bedanken, die mich mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit in ihre Mitte aufgenommen haben und mir nun im vertrauten Kreis bei der weiblichen Aklimisation [sic] behilflich sind. Ja mir ist klar, wie fremd für einige meiner Geschwister, vorrangig aus dem männlichen Geschlecht, meine Entwicklung vorkommen muss, wie bedrohlich mein Zustand für die wirken muss, die vielleicht selbst Angst haben Dinge in sich zu spühren [sic], die dem Zustand der Konformität widersprechen. Ich mache mir nichts vor.‘ Persönliche Probleme belasten die weitere Mitgliedschaft, worauf sie 2006 ein Jahr Auszeit nimmt.

Collage: Eugen Grosche (Gregor A Gregorius) Grandmaster of the Fraternitas Saturni - and Salome with the Head of St John the Baptist. Transgender, Spermo-Gnose and Sexmagick. Original by: Lucas The Elder Cranach. At: Bob Jones University Collection, Greenville, SC, USA

 

Offensichtlich ist für viele Gnostiker und Magier der Bruch im Universum immer noch offen: eine Schlucht zwischen Himmel und Erde, über die sie asketisch oder libertinistisch eine Brücke zu bil­den versuchen.

ENDNOTEN

[1] Kurzversionen dieses Essays als Vortrag für C.E.S.N.U.R. an der Universität Rom 1995 und am Crowley–Kongress auf Cefalù 1997.
[2] Heraklit: ‚Die Natur der Dinge liegt in ihrem Bestreben sich zu verbergen‘ (Fragment 123) und ‚Latente Struktur beherrscht die offensichtliche Struktur‘ (Fragment 54).
[3] ‚Hinüber wall’ich und jede Pein wird einst ein Stachel der Wollust sein,‘ ‚Hymnen an die Nacht‘, 1800.
[4] Als linkshändiger Pfad wird die Verwendung der Sexualität zur Bewusstseinserweiterung bezeichnet. Dies beinhaltet auch die Überwindung gesellschaftlich/kultureller Tabus. Es ist fraglich, ob sich der ungestüme Selbstverwirklichungsdrang linkshändiger Adepten im organisierten Okkultismus, wie dem O.T.O., ausdrücken kann. Zusammenfassend lassen sich folgende Elemente im linkshändigen Pfad ausmachen: Verwandlung menschlichen Bewusstseins durch Sex in ein göttliches; eine besondere Beachtung des weiblichen Aspektes (z.B. entströmt das zu manipulierende maya der Vagina Kalis); radikale Ablehnung der Traditionen, der Gesellschaft und der Kultur (hierhin lässt sich auch die Gnosis rücken); Auserwähltsein; die Betonung auf die Manipulation der irdischen Körperlichkeit im Hier–und–Jetzt durch Sex — hier der Brückenschlag zur Sexualmagie.
[5] So gibt es keine finale Auslegung dessen, was die Thelemiten unter Thelema verstehen, noch was Magie sein soll, ob es schwarze, graue oder weisse Magie gibt, noch ob Thelema Gnosis ist. Das ununterbrochene Fliessen von Weltanschauungen ist im 3. Band RELOAD am Beispiel von Johannes Maikowski vorgestellt.
[6] Eine Auswahl: Leonhard Fendt: ‚Gnostische Mysterien‘, A.R.W., München1922/1980; Peter Sloterdijk: ‚Weltre­volution der Seele‘, I, Artemis, München 1991; J.P. Asmusen/A. Böhlig: ‚Die Gnosis‘, III, Artemis, Zü­rich/München 1980; Robert Haardt: ‚Die Gnosis‘, Salzburg 1967; E.Hanechen/M. Kraus: ‚Die Gnosis‘, Ar­temis, Zürich/München 1969; Wilhelm Bousset: ‚Hauptprobleme der Gnosis‘, Vandenhöck + Ruprecht, Göt­tingen 1907; Kurt Rudolph: ‚Die Gnosis‘, Vandenhöck + Ruprecht, Göttingen 1980; Hans Jonas: ‚Gnosis und Spätantiker Geist‘, Vandenhöck + Ruprecht, Stuttgart 1934; Johann Maier: ‚Vom Kultus zur Gnosis‘, Otto Müller Verlag, Salzburg 1964; Elaine Pagels: ‚The Gnostic Gospels‘, Random House, New York 1979; Wolfgang Schultz: ‚Dokumente der Gnosis‘, Matthes + Seitz, München 1986; Hans Leisegang: ‚Die Gnosis‘, Kröner, Stuttgart 1985; und viele mehr.
[7] Auch L. Ron Hubbard nannte seine Scientology ‚gnosticism‘, in: ‚False Purpose Rundown‘, 5. Juni 1984.
[8] Peter Sloterdijk: ‚Weltrevolution der Seele‘ I, Artemis, München 1991, 19.
[9] E.C.H. Peithmann (Mitglied unter Reuss): ‚Tibetanische und gnostische Magie‘, in ‚Zentralblatt für Okkultis­mus‘, Leipzig 1931/32, 566. Über Peithmann später mehr.
[10] Quellen zur homöopathischen Forschung: Georgos Vithoulkas: ‚Die wissenschaftliche Homöopathie‘, Göttingen 1986; Marco Righetti: ‚Forschung in der Homöopathie‘, Burgdorf–Verlag, Burgdorf 1988; J.T. Kent: ‚Zur Theo­rie der Homöopathie, J.T. Kents Vorlesungen über Hahnemanns Organon‘, Leer 1954.
[11] Beispiel in: Robert Haardt: ‚Die Gnosis‘, Salzburg 1967, 66.
[12] Ernst T. Kurtzahn (Mitglied von Theodor Reuss‘ O.T.O.), in: ‚Die Gnostiker‘, Baumann–Verlag, Schmiedeberg 1925, 77–82. Auch in der Fraternitas Saturni unter Grosche gilt die Frau als ‚die blutende Wunde des Kosmos‘ und ihre Mondkräfte als negative Manifestation des Saturn. Die Aufgabe des Mannes sei es, die dadurch ausgelösten dämonischen Triebkräfte zu überwinden, ebenso wie es Aufgabe der Frau sei, ihre dämonischen Anlagen zu vergeistigen. Grosche: ‚Das Weib als kosmisch–dämonisches Prinzip‘, in ‚Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst‘, August 1952 / Heft 29. Über Kurtzahn später mehr.
[13] ‚Nachdem nun die Gestalt entzweigeschnitten war, sehnte sich jedes nach seiner andern Hälfte, und so kamen sie zusammen, umfassten sich mit den Armen und schlangen sich in einander, und über dem Begehren zusammen zu wachsen, starben sie aus Hunger und sonstiger Fahrlässigkeit, weil sie nichts getrennt von einander tun wollten. […] Da erbarmte sich Zeus, und gab ihnen ein anderes Mittel an die Hand, indem er ihnen die Schamteile nach vorne verlegte, denn vorher trugen sie auch diese aussen, und erzeugten nicht eines in dem andern sondern in die Erde wie die Zikaden […] Von so langem her also ist die Liebe zu einander den Menschen angeboren, um die ursprüngliche Natur wiederherzustellen, und versucht aus zweien eins zu machen und die menschliche Natur zu heilen. Jeder von uns ist also ein Stück von einem Menschen, da wir ja zerschnitten, wie die Schollen, aus einem zwei geworden sind. Also sucht nun immer jedes sein anderes Stück,‘ Platon: ‚Das Gastmahl‘, 189d–191d.
[14] Arnoldo Krumm–Heller: ‚Plantas Sagradas‘, Buenos Aires 1931, 72. Davon später mehr.
[15] Arnoldo Krumm–Heller: ‚La Iglesia Gnóstica‘, Berlin 1931, 71.
[16] Evangelium nach Thomas: ’solange der Mann nicht Frau und die Frau Mann geworden, solange kannst Du nicht das Himmlische Königreich betreten.‘ So sind also nicht alle Gnostiker Frauenhasser, obwohl das zeitli­che Milieu von damals extrem frauenfeindlich ist. Frauen als Männer kommen in Crowleys III°–Einweihungs­ritual vor, wo Frauen während des ‚Ordeals‘ als ‚Brother‘ angesprochen werden, William Breeze: ‚III° Master Magician‘, New York 1996, Seite 82. Im okkulten Denken ist auch der Wille, der in Thelema eine so grosse Rolle spielt, natürlich ein Ausdruck der männlichen Kontrolle über das Universum.
[17] Yoga ist eine der Vorbedingungen, um den Körper zu beherrschen, bevor man ihn als Tempel benützen kann. Im Westen wird der Yoga als Körpergym­nastik missverstanden, die den Körper wendig und den Geist gelassen machen soll. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Yoga ist jedoch Vereinigung mit der Quelle allen Seins.
[18] Ernst T. Kurtzahn, in: ‚Die Gnostiker‘, Baumann–Verlag, Schmiedeberg 1925, 77–82.
[19] In etwa Samael Aun Weor (aus dem Umkreis von Arnoldo Krumm–Hellers Fraternitas Rosicruciana Antiqua): ‚Buddha’s Necklace‘, ohne Ort und Datum, 1–95. Ein Mitglied von Weors Gruppe wird deutlicher: ‚I can’t find this quote in any of his books but besides from having an antiquated view on the place of woman in society, both men and women should refrain from the sexual spasm (to avoid ejaculation is SECONDARY), it’s the orgasm which is to be avoided (the sperm is brute mercury, but what is more important is the subtle mercury = sexual energy and the saturated mercury = kundalini) and both man and women have the possibilities to benefit from this sexual magic. It’s also clear that when a spouse does not want to practice Sexual Magic and the other does, the one that doesn’t practice DOESN’T benefit at all of his partner who does practice.‘ ***, Email vom 18.4.2011.
[20] Ist der Gnostiker christlich orientiert, dann nennt er das Menstruationsblut Das Blut Christi und konsumiert es als reli­giöse Nahrung.
[21] Beispiel in: Kurt Rudolph: ‚Die Gnosis‘, 2. Auflage Leipzig 1980.
[22] Was ist jedoch mit Männern, deren Ejakulat keine Spermien enthält?
[23] Nach Hanna Arendt ‚Gehört es doch zu dem eigentlich geschichtlichen Gehalt gerade des 19. Jahrhunderts, dass es eine Fülle von Ideologien hervorgebracht hat, die alle vorgeben, den grossen Schlüssel für die Enträt­selung der Menschheitsgeschichte in der Hand zu haben, und doch in Wirklichkeit alle miteinander nichts an­deres sind als verzweifelte Versuche, der politischen Verantwortung für Handlungen und Ereignisse zu ent­rinnen. In diesem Sinne sind die Ideologen des 19. Jahrhunderts die Sophisten der modernen Welt.‘ ‚Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft‘, New York 1951, Mün­chen 1986, 40.
[24] Bradford J.M. Verter: ‚Dark Star Rising: The Emerging of Modern Occultism 1800–1950‘, Dissertation Prince­ton University 1997, 72.
[25] Forlong: ‚Rivers of Life‘, London 1883, zitiert nach Verter, Dark Star Rising, 75. Andere Autoren, die über die Anbetung des Phallus geschrieben haben: Hodder Westropp und Staniland Wake, ‚Ancient Symbol Worship‘ (1874), Thomas Inman, ‚Ancient Pagan and Modern Christian Symbols‘ (1884), Hargrave Jennings, ‚Illustrations of Phallicism Consisting of Ten Plates of Remains of Ancient Art with Descriptions‘ (1885), Hargrave Jennings ‚Phallism: A Description of the Worship of Lingam–yoni in Various Parts of the World‘ (1889), Jennings, ‚Phallicism, Celestial and Terrestrial‘ (1884).
[26] Crowley: ‚A man who is strong enough to use women as slaves and plaything is all right,‘ ‚Woman is a crea­ture of habit, that is, of solified impulses. She has no individuality,‘ ‚Monogamy is only a mistake because it leaves the excess women unsatisfied,‘ ‚A woman is only tolerable in one’s life if she is trained to help the man in his work without the slightest reference to any other interests soever.‘ ‚Women don’t count, they only exist insofar as they seduce or otherwise destroy men,‘ in: ‚Confessions‘, herausgegeben von John Symonds und Kenneth Grant. Aus Liber Aleph: ‚tell not the Truth to any Woman. For this is that which is written: Cast not thy Pearls before Swine, lest they turn again and rend thee. Behold, in the Nature of Woman is no Truth, nor Apprehension of Truth, nor Possibility of Truth, only, if thou entrust this Jewel unto them, they forthwith use it to thy Loss and Destruction,‘ z.B. auf beyondweird.net/crowley/liber/aleph/tbwf3.html.
[27] Ellic Howe/Helmut Möller: ‚Merlin Peregrinus‘, Königshausen + Neumann, Würzburg 1986; Details in P.R. König: ‚Der Kleine Theodor Reuss Reader‘, ARW, München 1993; P.R. König: P.R. König: ‚Der Grosse Theodor Reuss Reader‘, ARW, München 1997.
[28] John Symonds (IX° von Crowleys O.T.O.): ‚The Great Beast 666‘, London Erstauflage 1951. Die erweiterte Auflage von 1997 ist die endgültige Fassung, da Symonds 2006 verstorben ist. http://en.wikipedia.org/wiki/John_Symonds.
[29] Reuss und Krumm–Heller finden, dass Patanjalis Weg für westliche Ansprüche nicht genüge, sondern allein Reuss‘ Weg der Weissen Magie zu befolgen sei, ‚Rosa–Cruz‘ VI;9, Berlin 27.12.1932, 66.
[30] Beispiele des Lebenselixieres im Laufe der Religionsgeschichte in Heinz Hunger: ‚Die Heilige Hochzeit‘, Wiesbaden 1984. Eine Art Überblick über die Bedeutung des Sperma im Internet auf http://www.Sacredsemen.com. Auf http://www.semenex.com lässt sich das Elixier erwerben.
[31] P.B. Randolph: ‚Magia Sexualis‘, Paris 1931/69; Elias McGregor (ed. Robert North, 1988. North was member of Motta’s O.T.O., 1951–2010): ‚Magia Sexualis by P.B. Randolph‘; Gordon J. Melton: ‚P.B. Randolph – America’s Pioneer Occultist‘, Lyon 1992; Joscelyn Godwin: Artikelserie in ‚Theosophical History‘ volume 2–3, Fullerton 1988–1991; David Board in: ‚Theosophical Hi­story‘ Volume 3,3, Fullerton 1990; und ein Brief von Joscelyn Godwin, datiert 13. Oktober 1994, in: P.R. König: ‚Ein Leben für die Rose‚, A.R.W., München 1995.
[32] U.a. Reuss‘ Magazin ‚Oriflamme‘, Bad Schmiedeberg 1902–1914; Manuskripte; Josef Dvorak, selbsternannter Satanologe, in: ‚Flensburger Hefte‘ 63, Flensburg, Dezember 1998
[33] Karl R.H. Frick (selber Freimaurer): ‚Licht und Finsternis‘, II, Graz 1973–86, 429. Reuben Swinburne Clymer (Rosen­kreuzer);, Book of Rosicruciae II, 70 und ‚Rosicrucian Fraternities in America‘ I, Quaker­town 1935, 411. Josce­lyn Godwin in: ‚Theosophical History‘ (wie oben).
[34] Hermann .J. Metzgers ‚Attest‘, 9.1.1963. Ähnlich auch in: ‚Oriflamme‘ 23, Zürich Januar 1963, 266. Damit ist wohl Reuss‘ Synopsis von 1917 gemeint, in der lediglich die Grade VII°–X° als real active members bezeichnet werden, http://www.parareligion.ch/synopsis.htm.
[35] ‚for tactical purposes‘, Reuss in einem undatierten Schreiben an Crowley, wahrscheinlich von 1917.
[37] Circa 1979, ‚I think [James] Wasserman found some sort of document, a marginal note by Crowley in a copy of the Equinox. I do not remember with any degree of certainty. I do know that Heidrick informed me of the find and conveyed the information in a backward order,‘ Kristopher Dowling, Ex–IX° des Caliphats, Email 8.12.1996. 1982 entbrennt im Caliphat–Blatt ‚The Magickal Link‘ eine lange Diskussion über die Zuord­nung der Chakren, denn offensichtlich kann niemand Cowleys Notizen verstehen.
[38] J.P. Asmussen/A. Böhlig: ‚Die Gnosis‘ 3, Artemis, Zürich/München 1980.
[39] Theodor Reuss in seiner Übersetzung von Crowleys Gnostischer Messe: ‚Die Gnostische Messe, Aus dem Origi­nal–Text des Baphomet, übertragen in die deutsche Sprache von Merlin Peregrinus‘, Bad Schmiedeberg 1917; Faksimile in: P.R. König: ‚Der Grosse Theodor Reuss Reader‘, A.R.W., München 1997. Die Heiligkeit der Se­xualorgane wird in Crowleys VII° offenbart.
[40] Reuss: ‚Mysterica Mystica Maxima‘, in: ‚Jubiläums–Ausgabe der Oriflamme 1912‘, Baumann, Berlin und Lon­don 1912, 23. Reuss spricht in diesem Zusammenhang nicht vom Gnostiker.
[41] Reuss: ‚Parsifal und das Enthüllte Grals-Geheimnis‘, Bad Schmiedeberg 1920; das mit handschriftlichen Noti­zen versehene Manuskript von 1914 transkribiert in: P.R. König: ‚Der Kleine Theodor Reuss Reader‘, A.R.W., München 1993. Ein Auszug folgt in diesem Band.
[42] ‚Wiener Freimaurerzeitung‘ 9/10, Wien 1926, 28; Faksimile in: P.R. König: ‚Der Grosse Theodor Reuss Reader‘, A.R.W., München 1997. Auszüge im 1. Band RELOAD.
[43] Reuss: ‚Das Aufbauprogramm und Leitsätze der Gnostischen Neo–Christen O.T.O.‘, Bad Schmiedeberg 1920; Tran­skript in: P.R. König: ‚Der Kleine Theodor Reuss Reader‘, A.R.W., München 1993. Ein Auszug folgt in diesem Band.
[44] Crowley an William B. Crow, 11.11.1944.
[45] ‚business association,‘ so Crowley in seinem Tagebuch der 40er Jahre. Sein englischer Schatzmeister George M. Cowie an Crowley: ‚I have done my best to keep out of letters anything that would injure you & confirm the police anew that it’s only money that is the object of the Lodge, & to head you off from shouting for it,‘ 6. Ja­nuar 1918.
[46] Der neue amerikanische O.T.O. von 1977, das Caliphat, ‚does not practice medicine,‘ in: ‚Thelema Lodge Newsletter‘, Berkeley, September 1993.
[47] Crowley: ‚the industrial use of Semen will revolutionize human society‘, Tagebucheintrag vom 8. August 1923. So nennt er im Manuskript ‚Amrita‘ am 23. Januar 1933 folgende Anwendungs­gebiete: ‚Asthma, Bronchitis, Neurasthenia, Obesity, Stricture, Some cardiac distress, Greying hair, Loss of interest in sex.‘ Siehe auch Naylor/König: ‚O.T.O. Rituals and Sexmagick‘, Thames 1999, 412.
[48] Aleister Crowley: ‚Amrita‘, King Beach 1990; Gerald Yorke: “Sex‘ und der O.T.O.‘, in: ‚AHA‘ 6, Bergen an der Dumme, 1991.
[49] ‚Pleasure as such has never attracted me. It must be spiced by moral satisfaction,‘ Crowley: ‚Confessi­ons‘ http://hermetic.com/crowley/confessions/chapter9.html.
[50] ‚Thanks to Aiwaz, our Lord God the Devil,‘ ‚I sing for God, our Lord, Aiwaz,‘ Tagebucheinträge vom 22. und 28. Juli 1920.
[51] Die meisten Rituale, die seine Anhänger noch heute zelebrieren, drehen sich irgendwie um Crowley selber. Zu diesem Zweck benutzt er The Mark of the Beast, ein Siegel aus einem verkürzten Penis, das er in Inmans Buch von 1868 über die ‚Ancient Faiths Embodied in Ancient Names‘ gefunden hat.
[52] Gerald Yorke, circa 1929, zitiert nach Bradford J.M. Verter: ‚Dark Star Rising‘, Princetown 1997, 184.
[53] Crowley: ‚On Sexual Freedom‘, sekhetmaat.com/wiki/Documents/On_Sexual_Freedom.
[54] Hier eine Anleitung aus dem Umkreis von Kenneth Grants Typhonian O.T.O.: ‚Fragmentary Notes on VIII° Elixirs […] I combine my elixir with spit & then annoint the absorbtive tissues of the anus & perianum, as well as the external analogs to the other chakras (solar plexus, heart, throat, third eye, & crown). Depending on my mood, I may annoint the internal anus, & then transfer a bit of the tri–une elixir (semen, anal elixirs, and spit) back to my mouth. I may also annoint my eyelids &/or my entire middle pillar with the combined elixir,‘ William Siebert, bis 1980 Mitherausgeber von Kenneth Grants Ordensmagazin ‚Mezla‘, bei dem auch Mitglider des Caliphats aktiv sind; Artikel geplant für ‚Mezla‘, Vol. III;2, 1986.
[55] Francis King: ‚The Secret Rituals of the O.T.O.‘, London 1973. O.T.O.–Mitglieder können dies auch lächerlich finden: the fuck and make a wish idea is ludicrous,‘ Ruthanne d’Antuono, Email vom 4. Oktober 2002. Nicht–Mitglieder scheinen zu profitieren: “I’ve practiced Crowley Magick so I know it works,‘ Tyler writes of channeling the power of the mutual orgasm to achieve wider goals. ‚I’m not saying that every girl I slept with came at the same time or that I asked her to pray for the same thing I was praying for; namely that Aerosmith would become the greatest American band.“ So Steven Tylor, Sänger von Aerosmith, http://www.vanityfair.com/online/daily/2011/05/top–ten–revelations–in–steven–tylers–memoir–does–the–noise–in–my–head–bother–you.html.
[56] Für Max Schneider am 14.3.1942 geschrieben. Publiziert in: ‚Mezla‘ I.111,1, Ithaca/NY 1985. ‚We published Mezla as a ‚Heretical Organ of the O.T.O.‘ with the idea of transcending partisan politics and getting down to the basic work of ‚doing‘ magick instead of wasting time fighting about who was the ‚real‘ O.T.O. One of the tra­ditions of Mezla was to publish a previously unavailable writing by Crowley. I posessed [sic] a copy of the infa­mous ‚Emblems and Modes of Use‘ which we published in that issue. For this I was expelled from the order and pronounced ‚Anathema‘ from Thelema by Hymenaeus Beta [Breeze] himself over the phone. (how me­dieval Roman Catholic or even Marcello [sic] Motta like). I have still never received the courtesy of formal written notice. He also seemed particularly upset that we had no money to turn over to him on demand as we had not bothered to charge anyone anything for the issue,‘ Email von Cliff Pollick, 4.3.1997. ‚Emblems and Mode of Use‘ auch publiziert von William Breeze auf BaphoNet–by–the–Sea: 718/499–9277, Juni 1992, angeblich soll aber je­mand Breezes Identität bei der Publikation gefälscht haben; über­setzt und kommentiert in: König: ‚Der OTOA-Reader‘, ARW, München 1994. Alle Rituale von Reuss und Crowley in Naylor/König “O.T.O.-Rituals and Sexmagick“, Thames Herbst 1999.
[57] Sexualmagier benützen alchemistische Symbole: der Penis wird zum athanor; Sperma Blut des Roten Löwen oder Die Schlange; die Vagina wird zur Retorte oder Kukurbit. Crowleys IX°Text ‚Emblems and Mode of Use‘ ist ein typisches Beispiel eines solchen Sprachgebrauchs.
[58] ‚How does one make the Elixir of Life?,‘ ‚What are the uses of the Elixir of Life?,‘ Testfragen für potentielle IX°–Anwärter, vorgeschlagen von Phyllis Seckler, der Ex–Frau des verstorbenen Grady McMurtry, Gründer des amerikanischen O.T.O. Angeblich ist dieser Fragebogen jedoch nicht in Gebrauch; Faksimile in König: ‚Noch Mehr Materialien zum OTO‘, München 2000, 417ff.
[59] Mehr über Egregoren in den Kapiteln ‚Die Magier‘ und ‚Die Schöpfermacht‘ im RELOAD.
[60] Diesem Thema sind im RELOAD weitere Kapitel gewidmet.
[61] Crowley: ‚I am inclined to believe that the XIth degree is better than the IXth degree,‘ Tagebuch vom 26. Au­gust 1916. Mehr darüber imKapitel ‚Rocket to Uranus‘ im RELOAD.
[62] Crowley stellte sich beim Masturbieren auch Männer als Scarlet Whores vor, Tagebuch vom 16. November 1914.
[63] ‚I think the language of the initiations is sexist and archaic and to a feminist such as myself, quite frankly, insulting. I feel that there’s this sort of old boys‘ club running thing which is quite literally an old BOYS‘ club which again, is to me, frankly insulting,‘ Meinung des männlichen Mitglieds Leon in Claudia Kowalchyk: ‚A study of two ‚deviant‘ religious groups: The Assemblies of God and the Ordo Templi Orientis‘, NY 1994, 162. Im prüden Amerika bemerkt ein Nathaniel zu den Initationen: ‚Certainly men and women dress in different rooms […] Here is a group whose teacher is very concerned about sex in a sacramental nature and all that stuff, and yet when it comes to something simple, like changing our clothes, people act like a bunch of Baptists,‘ Seite 164.
[64] Crowley: Liber Agape, in: P.R. König: ‚How to make your own McOTO‘, A.R.W., München 1996; und Crowley: ‚De Arte Magica‘.
[65] Über Crowleys Bild der Frau auch in Frédéric Monneyron: ‚Aleister Crowley et l’Androgyne: Imaginaire Deca­dent et Magia Sexualis‘, In ‚Cahier Victoriens et Edouardiens‘ 33, 1991.
[66] Das trifft ebenso auf Männer zu, so sein Tagebucheintrag vom 25.5.1941: ‚I do not give one meagre mole­cule of fart–fog for any person or thing.‘
[67] ‚I have had lots of phantasies and wish–images of this type,‘ Tagebucheintrag vom 13.8.1920.
[68] ‚Book of Lies‘, London 1913, http://sacredtext.gang.pk/oto/lib333.htm.
[69] Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass das Gehirn Bilder, die im Zustand von Erregung (so auch sexueller Erregung) betrachtet werden, vom Gehirn deutlicher und intensiver abgespeichert werden. Diese Bilder sind später besser abrufbar, was ebenso für die dazugehörigen Empfindungen und Erinnerungen gilt. Das beim Orgasmus ausgeschüttete Hormon Oxytocin löst sogar eine gewisse Lernfähigkeit aus.
[70] Bei der Konsumation sind eingeweihte Techniken zu beachten. Die Aufnahme geschieht durch die Schleimhaut des Gaumens, da die Magendarmsäuren die die feinstofflichen Essenzen enthaltenden Proteine zersetzen würden, bevor die Geist–Körper–Symbiose stattfinden könnte. Im Mund muss also auch mit einer zerstörenden Wirkung des Speichels gerechnet werden, derzufolge die Zeitdauer anzu­passen ist, in der die Hostie unter dem Gaumen behalten wird.
[71] Dies ähnelt asiatischen Praktiken, bei denen das Sperma als Träger feinstofflicher Energien gedacht ist.
[72] Womit auf den vampirhaften Aspekt hingewiesen wird.
[73] Santos, Email vom 9.12.1999, online auf http://www.parareligion.ch/dplanet/collect/ok4.htm.
[74] Thelema benutzt neue Euphemismen für längst existierende Konzepte. Das gnostische Pleroma wird nun Nuit genannt, wohin das Sperma alias Hadit heimkehrt. Trotzdem behauptet der jetzige Caliph, William Breeze: ‚In Thelemic cosmogony there is no pleroma as in Gnosticism. This place, Kether in the Tree of Life, is occu­pied by Ra Hoor Khuit […], and our own silent selves, our Jechidah in Qabalistic terms, our Guardian Angels,‘ ‚The Magical Link‘, new series 1, Fall (December!), Stockholm 1997, 9.
[75] Crowleys angeblich 1913 verfasste Messe ist jedoch lediglich eine mit thelemitischen Worthülsen aufgepumpte mittelalterliche Tridentine Rite/Roman Latin Mass, deren Text in P.R. König: ‚Ecclesia Gnostica Ca­tholica‘ zu finden ist, München 1998, 17.
[76] Über ihn später mehr.
[77] Le Chevalier Le Clément de Saint–Marcq: ‚L’Eucharistie‘, Bilsen 1906; Faksimile in: P.R. König: ‚Der Grosse Theo­dor Reuss Reader‘, A.R.W., München 1997, Transkript auf http://www.parareligion.ch/eucha.htm; Reuss bezeichnet die Publikation dieses Pamphlets als eine Enthüllung des geheimsten Geheimnisses des O.T.O.: dass nämlich keine Frauen zur Konsumation des Logos nötig seien. Mehr dazu im Kapitel zum ‚Korrekten Gnostizismus‘ im RELOAD.
[78] ‚Als Duftstoff mische Mehl & Honig & dickflüssigen Bodensatz roten Weins: dann das Öl des Abramelin und Olivenöl, hernach mach es weich und glätte es mit vollem frischem Blut. Das beste Blut ist das des Mondes, monatlich: dann das frische Blut eines Kindes, oder Tropfen vom Meßopfer des Himmels; dann das von Feinden; dann das des Priesters oder der Anbeter; schließlich das irgendeines Tieres, gleich von welchem. Dies erhitze: daraus mache Kuchen & iß sie für mich. Dies hat noch einen anderen Nutzen; es soll vor mich hingelegt und durch die Düfte eures Gebetes gestärkt aufbewahrt werden: es soll gleichsam voller Käfer werden und kriechenden Dingen, mir heilig.‘ Liber AL, III;23–25. http://tguild.oto.de/libri/Liber_Al.htm. Ähnlich schon beschrieben z.B. in: Carl Schmidt: ‚Koptisch–Gnostische Schriften‘, Band 1 (dieses Buch enthält die erste deutschsprachige Übersetzung der ‚Pistis Sophia‘), Leip­zig 1905 (mehrere Neuauflagen, z.B. Berlin 1981); schon erwähnt bei Epiphanius, in: ‚Panarion‘, in: Robert Haardt: ‚Die Gnosis‘, Salzburg 1967; E. Hanechen/M. Krause: ‚Die Gnosis‘ 1, Artemis, Zürich/München 1969.
[79] ‚Magical Link‘ I;5, New York 1987; ‚Thelema Lodge Newsletter‘, Berkeley, Januar 1991. Supreme Grand Coun­cil meeting, April 3, 1993: ‚Cakes of Light should be prepared only according to the formula previously pub­lished; but ashes from burned cakes of light prepared according to AL III;23 would be acceptable as an addi­tional ingredient.‘
[80] Breeze, ‚III° Master Magician‘, New York 1996, Seite 72.
[81] Minutes of the Supreme Grand Council, 3. April 1993.
[82] ‚Magickal Link‘ III;9, Berkeley September 1983, ohne Seitenzahl.
[83] Einserseits erkennt Crowley die Ursache seiner jahrelangen Todesängste und Depressionen im Konsum dieser Drogen, lehnt es jedoch andererseits ab, die Inhalte seiner Visionen als drogeninduziert zu akzeptieren, Tagebuch vom 28.7.1923.
[84] ‚Scarlet Woman […] is any Woman that receives and transmits my Solar Word and Being,‘ in: ‚Djeridensis Comment‘ in: John Symonds/Kenneth Grant: ‚Magical and Philosophical Commentaries‘, Montreal 1974, 307.
[85] 5. Juli und 13. August 1920.
[86] Auf die Konzepte Heiliger Schutzengel und Choronzon wird in einem separaten Kapitel des RELOAD eingegangen.
[87] Die Selbstanalyse dient als Mitgliederausweis der A.·. A.·..
[88] Falls keine Frauen seine Rolle als Medium stellvertretend übernehmen.
[89] Kot und Sperma werden für Crowley zum Fetisch. Der Fetisch ist ein magisch geladenes Objekt oder eine Idee, die alles sein kann. Es geht um den Zugang zum Grandiosen, dem Glanz im Selbstgefühl. Da der Fetisch größer als das Individuum ist, besitzt er keine Qualität an sich, sondern verweist auf ein Set, das regelmäßig aufgesucht und repetiert werden muss. Sonst würde der Fetisch entleert. Er ist ein Mittel zur Erhaltung ungerichteter Triebhaftigkeit. In dem Bereich, von dem wir sprechen, unterliegt die Triebbefriedigung einem Funktionswandel: Sie dient der religiösen Erleuchtung. Schließlich mutieren der Religionsgründer Crowley und auch der O.T.O. selber zum Fetisch für viele seiner Anhänger. Dazu später etwas mehr.
[90] In der Weltanschauung des Tantrismus wäre dies der linkshändige Tantrismus, der sich mit der Überwindung der konditionierten kulturellen Stereotypen beschäftigt. Siehe Nikolas und Zeena Schreck: ‚Demons of the Flesh – The Complete Guide To Left Hand Path Sex Magic‘, Washington 2002.
[92] Über die Bedeutung dieses Ausdrucks, siehe Terence Sellers: ‚The Correct Sadist‘, NY 1983.
[93] Zu Aiwass: ‚I am to Thee the harlot, crowned with poison and gold, my garment many–coloured, soiled with shame and smeared with blood, who for no price but of wantonness have prostituted myself to all that lusted after me […] I have made my flesh rotten, my blood venomous, my brain hag–ridden, I have infected the round world with corruption.‘
[94] Crowleys Visionen verblassen. Obwohl Crowley um diese Zeit schon in den Kinos die neuesten Stummfilme sieht, erkennt er das in der Filmkunst liegende Potential zur optischen Darstellung von Visionen nicht. Seine Drehbücher zu eigenen Filmen wirken wie plakative okkulte Groschenromane. I see my fault about this matter of scenarios: I despised the movie mode of art; I could not take it seriously. I could not believe in my own work; I deliberately tried to be bad when I thought badness might please producers. I thank Jane [Wolfe] for the change; she has made me genuinely interested (besides teaching me some technique) and my last two scenarios have been my own, not sneers at other people’s. I can’t get Beauty in them, for they have no form; save only that balance, neatness, and smoothness of action are not unbeautiful, as in a chess problem. But my new interest is a little more than the intellectual pleasure of handling forces, by agreed rules, as in chess: I begin to play with live pieces. My old scenarios were rigid as algebra; cause and effect were cast, not wrought. Each piece had its move, and I knew it; given the ‚position‘, the mate came in so many moves. Now pawns complain: The King dead? Bah! What happens to me?‘ And I like my folks to be my friends, to refuse to clerk for me, to urge their claims,‘ Tagebucheintrag vom 21.8.1920. Bis 1922 schreibt er auch eine Handvoll Gruselgeschichten, die postum von William Breeze herausgegeben werden: ‚The Drug and Other Stories‘, London 2010. 1944 versucht Crowley, via Jean Phillips (später Shivonen, anschliessend Schlepp, ein IX°) Kontakt mit Orson Welles zu knüpfen, bei dessen Mercury Production er arbeitet, Crowley an Karl Germer, 29.11.1944.
[95] ‚Where is Aiwass now?‘ Crowley looked at me and gave his head a minute shake and then spread his arms with upturned palms as if to say, ‚Where?‘, or even ‚God knows!‘. Then he spoke, ‚I think the fault is mine‘, zitiert nach dem Grant–O.T.O.–Magazin ‚Sothis‘ II;II, London 1977, 2, Crowley im Gespräch mit Lawrence Amos Mi­les/Shir Gurudeva Dadaji Mahendranath 999, Artikel von Dadaji: ‚The Londinium Temple Strain‘. Dadaji gründet den AMOOKOS – Arcane Magic Order of the Knights of Shambhala. Er stirbt am 30.8.1991.
[96] Jack Parsons führt in seiner von Crowleys Thelema abweichenden Gnosis die Sophia als Gattin von Jesu ein.
[97] Bei Crowley wird dies kabbalistisch interpretiert: ‚Als Gott strahlt die Energie ganz und gar von einem selbst aus (Kether), d.h. man ist mit Hadit vollkommen identifiziert – als Priester geht die Energie ganz durch einen hindurch (Chokmah) – als Kommunikant trifft die Energie ganz uns selbst (Geburah).‘ Zitiert nach Metzgers ‚Äquinox‘ III, 51.
[98] Vorwort in Reuss‘ und Crowleys Gnostischer Messe, Schmiedeberg 1918, 8. Wiederabge­druckt in Metzgers ‚EOL–Mitteilungsblatt‘ 40, Stein 1957, 2 – siehe ‚Grosser Theodor Reuss Reader‘, 226ff.
[99] ‚Those rituals seem a parody of Christianity and Catholicism. Of course, the Benediction of Animals is to be expected in a country where pet psychiatrists can make more than an engineer. What if the animal really did have some religious ideas? Would non–Thelemic (as if there could be an orthodox Thelema) animals then be: a Pagan Pussy, a Heretic Hamster, Demonic Dog? Do these people have so much time on their hands that they must now impose their religious views on their pets?!? The confirmation and baptism ceremonies could too easily attract worshippers. These are hardly going to be productive members of a Thelemic order. Such people will spend much time proclaiming how they had some level of spiritual awareness bestowed upon them through such a ceremony. Perhaps it is useful to have such rituals to keep the masses happy, but I do not think that they contribute to the work at hand (Great Work, ‚Knowledge & Conversation of the Holy Guardian An­gel‘, whatever).‘ Stephen Luzny (ehemals Mitglied im Caliphat), Email vom 2. Juli 1998.
[100] So im vorliegenden Handbuch für den V°, 8.4.1989, Newport Beach, CA, unterschrieben von Lon Milo und Constance DuQuette.
[101] ‚III–1 O.T.O. Man of Earth Rituals Rev. 4.2B, Fall IIIxxx‘, von Fr.H.K. Kapellmeister, O.T.O., New York 1990, 1. Für den I°: Gustav Holst: ‚Neptune‘ from ‚The Planets‘, Ralph Vaughan Williams: ‚Fantasia on a Theme by Thomas Tallis‘; W.A. Mozart: ‚Great Mass in c minor‘. Dazu Leos Janacek, Bela Bartók, Paul Hindemith, Ri­chard Strauss, Gustav Mahler und Samuel Barber für die weiteren Grade.
[102] Ein Wandernder Bischof zeichnet sich nicht durch charakterliche Eigenschaften, Bildung oder theologische Position aus. Er ist weder von einer kanonisch errichteten Ortskirche gewählt, weder als Weihebewerber vor­geschlagen, noch mit einem historischen Bischofsstuhl verbunden oder von einem rechtmässigen Bischof unter Beachtung der kanonischen Bestimmungen konsekriert worden. Bis zum II. Vatikanischen Konzil ist für die Gül­tigkeit der Sakramente allein die richtige Intention und die wesentliche Einhaltung des äusseren Ritus aus­schlaggebend. Seit 1962/65 ist der Bischof jedoch nicht mehr Nachfolger eines einzelnen Apostaten, sondern das Bischofskollegium in seiner Gesamtheit ist Nachfolger des Apostelkollegiums. Somit sind die Gnostischen Bischöfe definitiv ausgeschlossen.
[104] Ein oberflächlicher Streifzug durch Crowleys Sammlung von Schlüsselwörtern scheint zu ergeben, dass der Thelemit keiner Erlösung bedarf. Deus Est Homo quem creavit Elohim. Dies wirkt jedoch wie eine gnostische Ausweitung der Psyche: der Anbeter wird zum Angebeteten.
[105] Reuss wie auch der jetzige Caliph William Breeze sind der Ansicht, dass wahre O.T.O.–Mitgliedschaft erst mit dem VII° beginne, zugleich mit der Sexualmagie. Die Grade VIII°– XI° nennen sich auch das Sanktuarium der Gno­sis. Ordensstruktur in: P.R. König: ‚Materialien zum O.T.O.‘, A.R.W., München 1994, 22–23, http://www.parareligion.ch/synopsis.htm.
[106] Es gibt O.T.O.–Gruppen ohne maurerische Struktur, z.B. den Englischen O.T.O. des Kenneth Grant.
[107] Zum Beispiel nennt sich William Breeze, der jetzige Caliph, selbst ‚His Sacred Majesty‘, andere nennen ihn ‚Lord Caliph.‘ Er wird von seinen eigenen Leuten zum Ritter geadelt, so während seiner Wahl zum Caliph im September 1985, Transkript online auf http://www.parareligion.ch/minutes/minutes.htm.
[108] ‚It means shifting the Centre of Gravity of the Human Race!‘ Crowleys Tagebuch vom 6. August 1923.
[109] Das gnostische Pleroma heisst nun Nuit, wohin das Sperma alias Hadit zurückkehrt.
[110] Polarität von Chokmah (die erleuchtende Intelligenz) und Binah (die heilige Intelligenz).
[111] ‚The Order is in part putting out a call to the poor, the tired, the hungry; but it also promises to raise them up from this wretched state,‘ Claudia Kowalchyk: ‚A study of two ‚deviant‘ religious groups: The Assemblies of God and the Ordo Templi Orientis‘, NY 1994, 148.
[112] ‚There’s something honorable in suffering, you know. There’s something– one of the reasons I hate Christia­nity so violently is I don’t WANT anybody to die for my sins,‘ Kowalchyk, 140.
[113] Ausführlich mitgeteilt vom X° für die USA des Caliphats, David Scriven/Sabazius im November 1996 via Email. Die ganze Korrespondenz mit Anmerkungen auf http://www.parareligion.ch/megafile.htm.
[114] Crowley: ‚I need a rotten stage of things to work on,‘ Tagebuch 1. Juni 1920.
[115] David Scriven, ‚Agape‘ IV;1, California 1 May 2002, Seiten 2 und 3.
[116] Das Caliphat kann als bürokratische Firma mit Copyrightsinteressen ohne jegliche Spiritualität gesehen wer­den, wie vom Ex–Stellvertreter des Caliph Breeze, James Eshelman, mitgeteilt wird. ‚O.T.O. [Caliphat] is just a club. A simple club. A wholly mundane thing. Its fate is in no sense tied into that of the Aeon itself,‘ so James Arthur Eshel­man, ehemaliger Stellvertreter des Caliphs am 8. April 1997. Und am 12. April 1997, Eshelman über William Breeze, den jetzigen Caliph: ‚he is willing to sacrifice the spiritual development of the pre­sent generation [von Mitgliedern] since it’s impossible to reform the post–Grady version of the Order anyway [d.h. die Crowley– oder Reuss–Version des O.T.O.]) in order to lay the best foundation for the spiritual growth of humanity for the next couple of thousand years,‘ indem Breeze Crowley–Bücher publiziert.
[117] Siehe das Kapitel ‚Die Schöpfermacht‘ im RELOAD.
[118] Dazu müsste man wissen, was Göttlichkeit ist, oder wie sie aussieht: ob der verrottete Zustand evtl. psychisch gefühlt und möglicherweise die per Spermaglobuli induzierte Beruhigung und Aufhebung des psychischen Leidens als Göttlichkeit erlebt wird. Dies wird in Crowleys A.·. A.·. manchmal als Überquerung des Abyss be­zeichnet.
[119] Über seine Rolle im Caliphat im Kapitel über ‚Die Spielausgabe einer O.T.O.–Fata Morgana‘ des RELOAD mehr.
[120] Ich spreche hier generell von Unterdrückung und nicht spezifisch vom O.T.O.
[121] Gegen Selbstvergottung oder religiösen Wahn?
[122] Georgos Vithoulkas: ‚Die wissenschaftliche Homöopathie‘, Göttingen 1986, 129ff., dazu Marco Righetti: ‚Ehrlicher: Wir wissen nicht, wie homöopathische Prädispositionen auf die nächste Generation übertragen werden,‘ Brief vom 6.3.1995 (siehe übernächste Fussnote).
[123] Was bewirken HI–Viren im potenzierten, resp. energetischen Zustand? Wären sie etwa eine Art gnostisches Gegenstück zum Logos?
[124] Gespräch mit Marco Righetti am 2.3.1995, Autor von: ‚Forschung in der Homöopathie‘ Burgdorf–Verlag 1988.
[125] ‚Magical Link‘ I:5, 1987, 2 und ‚Thelema Lodge Newsletter‘, Berkeley Januar 1991.
[126] Mehrere Emails im September 1996.
[127] Der schon erwähnte IX°–Fragebogen von Phyllis Seckler weist besonders auf die dringend benötigte gute ‚phy­sical condition‘ zur Anwendung der Sexualmagie hin, was die Frage erhebt, ob körperlich Behinderte Mitglied im Caliphat werden können. Dies wird zumindest für die unteren Grade bejaht. Theodor Reuss‘ Einladung von 1917 zu einer ‚Alliance Internationale des Dames de la Rose+Croix‘ unter dem Briefkopf ‚Ordo Templi Orientis – Bund für Internationale Versöhnung‘ richtet sich an den ‚physisch und psychisch möglichst vollkommenen Menschen‘ (Faksimile in P.R. König: ‚Der Grosse Theodor Reuss Reader‘, München 1997, 175). David Scriven, USA–X° des Caliphats: ‚the imperfections of each individual can be viewed as magical expressions of individuality rather than as de­viations from an abstract ideal,‘ Email vom 3.11.1996. Hier jedoch ein anonym bleibender Bericht eines Mitglieds: ‚Here is a tidbit that both you and Peter may find interesting. I was in the process of applying for my III° initiation in COTO when this accident occured. Everything was looking good. All my application paperwork was complete. I had arranged for a body to perform the initiation, paid my fees (please giggle here, it will make me feel better). When I informed the local ‚big man‘ – I am fortunate(?) to have one of the ‚Electoral College‘ members as a personal friend and we are members of the same body (Me, him, his wife, and 2 other single males form the body), that I was going to have to delay the initiation (which had been tentatively scheduled for October), he informed me that my physical condition might be grounds to deny me the initiation. Even after the rehab and all. On page 157 of ‚The Equinox volume III number 10‘, edited by Hymenaeus Beta X° – William Breeze, copyright 1986, 1990 O.T.O, in Liber II – Manifesto of the O.T.O. it states ‚9. Every man and woman that is of full age, free, and of good report, has an indefeasible right to the III°.‘ When I brought this to his attention he responded that the scope of the words ‚good report‘ included physical condition. This is not stated in any published document (and some that aren’t ‚published‘ but issued privately to members). I cannot even find wording that can be construed to indicate such. ‚Good report‘ is normally defined as being current with dues and not having been disciplined by your local body (you aren’t in trouble, or a trouble–maker, and generally liked by members). I am current with my dues, I am not now nor have I ever been disciplined by my bodymaster, I am very well liked by most of the members in the Alabama–Georgia area, and have even impressed several members of COTO of far higher degree (2 VII’s and an VIIIth.). I teach yoga classes free to members, and have been heavily involved in the grunge work of setting up for events and initiations and have a history of helping other members in any way I can. In short, there is no reason why I should be denied my III°. I am not disgruntled by this in itself, I had been having doubts about going forward to III° for some time. It just bothers me that this action is in direct violation of the order’s own published rules (the constitution makes no mention of physical abilities in connection with qualification for initiation).‘ Email December 2001.
Die alttestamentarische Vorstellung von der physischen Unversehrtheit, die auf die kultische Reinheit eines Priesters hinweist (3. Moses 21;16–21), erweist sich auch im Christentum als zählebig. Bis in die Moderne hinein bleibt etwa im Kirchenrecht des lateinischen Westens die körperliche Unversehrtheit die Voraussetzung für den Empfang höherer kirchlichen Weihen, Ruth Mellinkoff: ‚Outcasts. Signs of Otherness in Northern European Art of the Late Middle Age‘, 2 Bände, Berkeley 1996, 1. Band, 114. Körperliche Unversehrtheit und Schönheit ist ein Zeichen für das moralisch Gute und Reine – Hässlichkeit, Verletzungen und körperliche Defekte hingegen deuten auf Unreinheit und Bosheit hin. Dieses ästhetische Konzept lässt sich schon in der griechischen Antike als Kalokagathia finden: das Wissen um die schöne Seele im schönen Leib.
[128] Der Begriff transident wird mehrheitlich im amerikanischen Psychiatriemilieu gebraucht.
[129] lashtal.com/nuke/PNphpBB2–viewtopic–t–4629.phtml, lashtal.com/nuke/PNphpBB2–viewto
pic–t–1825.phtml. Im Zusammenhang mit dem O.T.O. wäre hier auch der Sänger Genesis P–Orridge zu nennen, über den im Kapitel über ‚Die Spielausgabe einer O.T.O.–Fata Morgana‘ im RELOAD mehr berichtet wird, ebenso über das Thema der Transsubstantiation (im Kapitel über ‚Die Gnostiker‘), die in Crowleys Gnostischer Messe fehlt.

© 2011 P.-R. König

Auszug aus Der O.T.O. Phänomen RELOAD, München 2011 — and the English „O.T.O. Rituals and Sexmagick“ (1999).
Also als speech für C.E.S.N.U.R. 1995 an der Universität von Rom und 1997 am Crowley-Kongress auf Cefalú.

tradução portuguesa: Os Espermo-Gnósticos e a Ordo Templi Orientis
versione italiana: Origine dei gruppi O.T.O. e la Magia sessuale
ceská verze: Asketictí a Libertinstí Gnostikové
english version: O.T.O. and the Spermo-Gnostics
traduccion castellano: Ordo Templi Orientis: Espermo-Gnósticos
traduse in romana: Sperma-Gnoza

 

Secrets of the Rosicrucians, Templars and the Illuminati
Secrets of the Rosicrucians, Templars and the Illuminati, Peter-Robert Koenig

 

Spermophagy

Heinrich Tranker Baphomet Rosycross Nicht alle Zweige des O.T.O. haben Crowleys Thelema übernommen. „Der Grund, dass […] Aspekte von Thelema ausgelassen sind, ist das aktuelle Problem, wie Thelema in der Öffentlichkeit als Religion darzustellen ist, um so vom Staat anerkannt zu werden. Thelema ist ganz eindeutig konträr und an den Grenzen der normativen Gesellschaft. Thelema weist die normativen Werte und Moral ab und zielt auf die Ueberschreitung und Verletzung eben dieser Normen. Die Miteinbeziehung von Drogen in die Rituale, die positive Betonung der Sexualität, die als Werbung für Promiskuität angesehen werden kann und der autoritäre und pro-Nietzscheanische Aspekt von Thelema zwingen die normative Gesellschaft zur Ablehnung und gleichzeitig ermutigt Thelema seine Anhänger, die meisten Aspekte der normativen Gesellschaft abzulehnen.“ [„Journal of Thelemic Studies“, 1;2, 2008, http://thelemicstudies.com/JoTS1–2.pdf, Seite 40, übersetzt]

Siehe auch Das Milieu des Templer Reichs.

Discussions on the Nature of the O.T.O. Phenomenon

Albin Grau Pacitius Fraternitas Saturni Saturn-Gnosis Nosferatu Pansophia

 

Quelle: http://www.parareligion.ch/sunrise/sperm_d.htm

Gruß an die Irrgläubigen

TA KI

Der große Betrug an der Menschheit, Teil 3


Dritter Teil der Übersetzung von Claudine. Herzlichen Dank!

The Great CON of Man Part 3
Quelle: https://jhaines6.wordpress.com/2014/10/27/

Übersetzung: claudine
http://removetheveil.net

Bradley Loves:
Der große Betrug an der Menschheit – Esoterik, das Übernatürliche, Magier, Bewusstseinskontrolle und die Neue Welt Ordnung. – Teil 3

Viele der “Top Level” Eliten, die das Weltgeschehen auf unserem Planeten kontrollieren, wurden mit den gleichen Geist-Parasiten infiziert, wie die Reptilien/Menschen/Hybride/Annunaki es waren, und SIND immer noch damit infiziert. Diese “seelenlosen” Parasiten sind sehr vorsichtig im Umgang mit anderen Menschen.

A) Weil sie nicht wünschen entdeckt zu werden

B) Sie wissen, dass es eine Grenze gibt für das, was sie tun oder nicht tun können, ehe sie einen grossen Schlag vom Ur-Schöpfer erhalten.

Wie, und warum wissen diese “Geist Parasiten”, die wir nicht einmal sehen können, und die wirklich nicht mal einen [menschlichen] Körper haben, dass das Überschreiten der Grenze sie auslöschen könnte?

Sie wissen es, weil sie es zuvor auf anderen Planeten versucht haben. Dies ist das grösste Problem für sie in der Nutzung der menschlichen Wirte, um Kontrolle über die Erde zu gewinnen. Sie wissen tatsächlich, dass sie sie nicht einfach nehmen können, oder der REALE GOTT, der Ur-Schöpfer, könnte sie sofort zerstören. Sie können sie nur bekommen, “wenn” die SEELEN, die der Ur-Schöpfer schaffte, sie ihnen freiwillig geben.

HMMM, sehr hinterhältig.

Wie also geschieht DAS? Einfacher, als du denkst.

Verschiedene Individuen werden nur dummerweise ihre Seele verkaufen (per Kontrakt/Vertrag) mit Blut unterzeichnet, an die Reptilien und die menschlichen Kontrolleure der Welt (welche Satanismus als magischen Schutz verwenden) für dumme Dinge wie …, uh, Geld und Ruhm und Macht! (Versklavung erreicht!)

Daher hast du Hollywood-, und viele der Filmstars, und viele der Musik Artisten, die gewaltige Geldbeträge erhalten und sehr schnell berühmt werden, nur für’s Unterzeichnen des Vertrages, und das Versprechen ihrer Seelen an die parasitären Entitäten.

Diese Entitäten (welche körperlose Geister sind) können und manchmal treten sie tatsächlich ein und übernehmen die Kontrolle der physischen Körper von denen, die ihre Zustimmung gegeben haben.

Allerdings, letztlich wird die Schuld bezahlt werden müssen, und so erhalten wir all die verdächtigen Hollywood und Musiker Todesfälle und Selbstmorde, die viel zu häufig in diesen Branchen vorkommen. Nun sehen wir sogar Banker, die zu Dutzenden “Selbstmord” begehen, und man muss sich fragen, ob “sie auch” den “Kontrakt” bezahlen, den sie mit dämonischen Kräften gemacht haben.

Für jene, die weniger oberflächlich sind, und nicht so leicht mit Plunder, Geld oder Ruhm zu kaufen sind, gibt es andere Tricks, und RELIGION ist der grösste.

Seit Babylon hat Religion Hexenzirkel Verpflichtungen (Coven-ants) benutzt, um die Seelen der Menschen vorm Verlassen der Erde nach dem physischen Tod zu binden.., und sie zu zwingen hier endlos zu re-inkarnieren, um jenen parasitären Wesen zu dienen, die sich von menschlichen Gefühlen und menschlichen Emotionen ernähren.

Warum sollte ein liebender GOTT, Ur-Schöpfer jemals erlauben, dass so etwas geschieht?

Er erlaubt es NICHT, jene, die versklavt sind benutzen ihren FREIEN WILLEN es zu WÄHLEN.

FREIER WILLE ist eine sehr heikle Angelegenheit und die menschlichen Wirte dieser Parasiten wissen jede noch so winzige Einzelheit in- und auswendig über die Regeln, die sie ausschlachten können, EHE sie einen enormen Schlag von GOTT, dem REALEN GOTT erhalten.

Zum Beispiel (kommen wir auf die Schreiben von Richter Dale zurück), Wenn du in einen Gerichtssaal gehst, betrittst du eine Magische Show. Der Richter (der absichtlich schwarz trägt) tut dies, um dir zu zeigen, dass er oder sie Schwarze Magie praktiziert. Es ist das vom Kosmischen Gesetz erforderliche Symbol, oder sie würden tief in der Scheisse sitzen!

Priester tragen ebenfalls schwarz, um dir zu zeigen, dass sie schwarze Magie praktizieren … es ist erforderlich. Und so tragen sie, selbst unter den farbigen Röcken in den Messen, schwarze Unterwäsche.

Richter (laut Richter Dale), sind in der Tat Hohepriester. Sie erhalten MAGISCHE AUTORITÄT von beiden, Verträgen und Zaubersprüchen. Wenn du nicht genau weisst …, Wort für Wort, was zu ihnen sagen, wirst du dich selbst unter ihre Autorität stellen, durch deine eigene Zustimmung, durch versehentliches “vertragschliessen” für etwas, was du nicht möchtest.

Dass du dies nicht weisst, oder es dir nie gesagt wurde, ist der Plan.

Du sollst nicht wissen, was vor Gericht sagen, so, dass sie dich darin täuschen können ihrer Autorität zuzustimmen (welche wirklich nicht existiert.)

Das ganze Auftreten bei Gericht ist nichts anderes als eine Zirkusnummer, entworfen, um EINE SACHE von dir zu bekommen während du da bist. Deine Unterschrift (Signet), und deine ZUSTIMMUNG.

Ja, und sicherlich werden sie Einschüchterungen verwenden, aber viele, die da enden, haben ihr Leben damit verbracht, Sport Veranstaltungen im Fernsehen zu schauen, und nicht damit sich selber etwas beizubringen über das, was vor sich geht, also sind sie nun, durch ihre Wahl nichts zu lesen, in Schwierigkeiten!

Zurück zum Hauptplan.

Erinnere dich, diese Geist Parasiten, die in diesen “menschlichen Wirten” leben, welche die Welt leiten, haben ein Ziel…, deine SEELE zu bekommen, und die Erde von den Menschen zu stehlen, die hier leben.

Und wieder, rekapitulieren wir altes Territorium, wie genau können sie unsere Zustimmung zu dem ganzen “Programm” bekommen, ohne alles wegzugeben, das ist ihr grösstes Problem.

Menschen können dumm sein.., aber wir sind nicht SO dumm. Wenn der VOLLSTÄNDIGE Plan vor aller Augen offen gelegt würde, wo jeder es sehen könnte, würden die meisten sofort aufhören zuzustimmen.

HMMM, noch mehr hinterhältige Taktiken werden benötigt.

So haben sie, sehr geschickt, eine juristische (legale) Fiktion erschaffen, die dich repräsentiert, und für dich zustimmen könnte, falls du es nicht tust. Diese legale Fiktion nennt man: den Strohmann, oder den Legalen Namen, oder den GROSSBUCHSTABEN-NAMEN, oder wie ich es nennen mag: der falsche Name. (fake name)

Nun folge mir mir hierzu, weil es SEHR wichtig ist. Weil der Strohmann eine “von der Regierung erschaffende fiktive Entität” ist – dein gegenwärtiger Name in Grossbuchstaben – demnach also BESITZT die Regierung legal die Entität, die sie erschaffen hat!

DU besitzt sie nicht, oder kontrollierst sie… sie ist NICHT deine, und wird sie niemals sein, WEIL SIE NICHT DU IST!

Das kosmische Gesetz besagt, dass alles, was du erschaffst, deins ist! Die okkulten Schwarzmagier, welche die Dinge leiten, wissen dies. Der magische Trick, oder der Zauber, den sie benutzen, ist dich dazu zu bringen zu glauben, dass der falsche Name, den sie erschaffen haben, und den sie besitzen, DU bist!

Dies ist ein alter Betrug (Ancient CON), Lockvogeltaktik genannt.

Wenn du genau hinschaust, wirst du sehen, dass die Mächte die sind [waren!], den falschen Namen (GROSSBUCHSTABEN) in jeden Teil deines Lebens platziert haben, und dich geködert haben, ihn zu benutzen, (durch deine Zustimmung).

Die Magie ist hier sehr subtil, aber hier ist, wie es funktioniert. Da du den falschen Namen die ganze Zeit benutzt, musst du also “einwilligen” (sehr übertrieben – Dr. Evil – Anführungszeichen hier als Betonung), dass der falsche Name tatsächlich du bist. Aber warte, ich hatte dir gesagt, dass die Regierung den falschen Namen besitzt! Dann also, nach ihrer Logik, und deiner Zustimmung, BESITZT die Regierung DICH EBENFALLS!

Ist das ein zu einfaches Beispiel? Lass uns ein anderes probieren.

Erinnere dich, dies ist Dunkle Magie!

Durch “einwilligen” (sehr übertrieben – Anführungszeichen) einen fiktiven Namen zu benutzen, den die Regierung erschaffen hat (ein Name, der nicht deiner ist, obwohl er ähnlich ist – GROSSBUCHSTABEN), stimmst du somit zu, dieser Name zu SEIN. Aber warte…, dieser Name ist eine Fiktion. Also demnach musst du einwilligen (durch Nutzen dieses Namens) EINE FIKTION ZU SEIN, durch deine Zustimmung.

Admiralitätsgerichte [für seerechtliche Streitigkeiten] sind körperschaftliche Gerichte (im Grunde jedes Gericht in der ganzen Welt). Sie handeln nur mit Körperschaften und Fiktionen. Wie ist es dann möglich, dass sie selbst dich (ein lebendiger und atmender, echter, wirklicher Mensch) legal in einen Gerichtssaal bekommen können?

Sie können nicht. Aber … Oh warte…, das ist richtig, du hast zugestimmt eine Fiktion zu sein.

So ist ihre Behauptung, noch ehe du ein Wort sagen kannst, dass du NICHT REAL bist!

Jetzt kommen wir wirklich in eine Welt, die immer verrückter wird. Diese Leute, die die Welt leiten sind nicht SO verrückt .. oder doch?

Wenn du in letzter Zeit fern gesehen hast, und zugehört hast, was irgendeiner dieser Weltführer sagt, kannst du zustimmen, dass sie WAHNSINNIG sind?

Also natürlich, in ihrem psychopathischen, wahnsinnigen und parasitär befallenem Geist, bist DU nur eine Fiktion und bist nicht wirklich dort!

In ihren Augen töten sie keine wirklichen Menschen mit ihren Kriegen, sie töten Fiktionen!

“Es sei denn” (Anführungszeichen) du sagst ihnen, dass du NICHT der falsche Name bist, UND du sagst ihnen, dass du ein wirkliches lebendiges Wesen bist, und, dass sie keine Autorität über dich haben … was sie nicht haben.

Wie auch immer, bevor du sprichst, wisse, dass sie “annehmen” und “voraussetzen”, dass du nicht real bist. Wenn du sprichst, sei nicht überrascht, wenn sie alle Mittel der Einschüchterung benutzen, um dich zu einem Rückzieher zu bringen.

Diese Richter (viele, die Wissen haben) sind nicht in diesem Geschäft, nur um dich frei gehen zu lassen. Traurigerweise, hier wiederum haben sie sich für Geld verkauft, und stimmen der Agenda der Globalen Versklavung zu.

So, jetzt weisst du den Rest der Geschichte. Es ist alles Dunkle Magie! Und DU stimmst dem täglich zu.
Wie?

Jedes Mal, wenn du etwas unterschreibst, stimmst du zu.
Jedes Mal, wenn du eine Kredit- oder Bankkarte benutzt, stimmst du zu.
Jedes Mal, wenn du einen Führerschein benutzt, stimmst du zu.
Jedes Mal, wenn du einen Pass benutzt, stimmst du zu.
Jedes Mal, wenn du Formulare ausfüllst und deine Sozialversicherungsnummer benutzt, stimmst du zu.   Alle Formulare und Formalitäten, Mietverträge und Leasings, Versicherungen sind sowohl Kontrakt und Zustimmung der falsche Name zu SEIN.

Das einzige, was du tun kannst, ist zu “dementieren”, dass dein Name in GROSSBUCHSTABEN du bist! Punkt, Ende der Geschichte, oder du bist in ernsthaften Schwierigkeiten.

Wenn du nur den Hauch einer Möglichkeit lässt, dass der gross geschriebene Name du bist (was er nicht ist), dann wirst du zur Rechenschaft gezogen für jedes legale Statut, Staat- , Stadt- und Bundesgesetz, was je geschrieben wurde.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass diese Gesetze NUR ANWENDBAR sind auf die fiktiven Namen, welche die Regierung erschaffen hat.

Also…….., mach dich bereit für mehr Dunkle Magie………..

Was sie hier tun, ist nicht uns als lebende Wesen zu begrenzen, ODER,  selbst unseren freien Willen wegnehmen – was ihnen NICHT erlaubt ist zu tun (vom kosmischen Gesetz).

Stattdessen – (Trommelwirbel für diesen) – sie begrenzen und machen Gesetze NUR für den falschen Namen, den sie selber erschaffen haben und den sie legal besitzen, und mit dem sie das tun können und es ihnen erlaubt ist, das zu tun (ohne, dass Blitze auf sie geworfen werden), durch das kosmische Gesetz.

Wirklich krank, nicht wahr?

Der TRICK oder der ZAUBERSPRUCH, verübt an der gesamten Bevölkerung auf dem Planeten, ist es, jedes lebende Wesen dazu zu bringen zu “behaupten” (aus eigenem freien Willen) der falsche Name zu SEIN, welcher im Besitz von den Regierungs Unternehmen ist.

Wenn du es tust, können sie dich bestrafen – mit deiner Zustimmung!

Tadaa! Und der Magier verbeugt sich!

Nochmal, der falsche Name, ist der in GROSSBUCHSTABEN.

Nun, nur wenige Menschen wissen, wie man den falschen Namen dementiert.
Hier ist eine Webseite, speziell dazu entworfen, zu lernen, wie man ihn aberkennt.

(UK)  http://kateofgaia.wordpress.com


 Weiterführende Links:

Kate of Gaia – deutsch: Kein Name – Kein Spiel
http://removetheveil.net/2014/10/31/no-name-no-game/

deutsche Übersetzung des Artikels “Meet Your Strawman” von Patrick James: Kelly
GermanStrawman (pdf)

Quelle: http://wirsindeins.org/2014/12/21/der-grosse-betrug-an-der-menschheit-teil-3/

Gruß an die Ungläubigen

TA KI

Der grosse Betrug an der Menschheit Teil 2


The Great CON of Man Part 2
Quelle: http://removingtheshackles.blogspot.ca/2014/11/the-great-con-of-man.html

Übersetzung: claudine

Bradley Loves:  

Der grosse Betrug an der Menschheit – Esoterik, das Übernatürliche, Magier, Bewusstseinskontrolle und die Neue Welt Ordnung. – Teil 2

 

Vor einigen Hundertausend Jahren kamen Reptilien/Menschen Hybride, bekannt als die Annunaki, zur Erde und gaben bestimmten lebenden menschlichen Wesen ein spezielles DNA Upgrade.
Bedauerlicherweise haben sie gelogen. Es war tatsächlich eine Rückstufung, und ein Prozess, der die natürliche Verbindung zur Grossen Kosmischen Intelligenz trennte. Viel später, nachdem die kosmische Verbindung grösstenteils verloren war, gaben sie jenen stark eingeschränkten Menschen das Alte Vertragsrecht. Ein System, das wir heute noch auf der Erde benutzen.

Der wahre Zweck ihnen das Vertragsrecht zu geben, war einen „Sicherheits-Bypass“ zu erschaffen,  um das Kosmische Gesetz zu umgehen und sicherzustellen, dass sie keinen Schlag vom Universellen Rechtssystem erhalten für das, was sie vor hatten diesen schwer von der Quelle getrennten Menschen als Nächstes anzutun!

Erinnere dich, KEINER kann dir deinen FREIEN WILLEN nehmen … du musst ihn willentlich aufgeben, oder diese Spieler, die den Fehler begehen Kosmische Gesetze zu überschreiten, sitzen sehr tief in der Scheiße beim Ur-Schöpfer.

Daher ist es notwendig ein Hilfsmittel (den KONTRAKT/Vertrag) hier zu haben, um die Milliarden und Trilliarden von “Beschränkungen”und “Bindungen” sowohl einzutragen, und zu unterstützen, denen die ahnungslosen Individuen tatsächlich “zustimmen”.

Sehr nett von diesen Anunnaki, nicht wahr?

Diese Reptilien/Menschen Hybride, die die Alten waren/sind, sind seit Millionen von Jahren hier, und sie sind MEISTER was BEWUSSTSEINSKONTROLLE betrifft. Sie sind die “ursprünglichen” Schwarzmagier, die in den Mysterienschulen die Kunst von Dunkler Magie lehrten. Wie vorhin angegeben, ist ihr bestes Zauberwerkzeug der “Kontrakt”, und es wird benutzt, um alle Menschen auf der Erde bis zum heutigen Tag zu kontrollieren.

Zurück zu ihrem Hauptplan – Warum sollten sie unbedingt den Vertrag hier auf der Erde HABEN MÜSSEN ? Nun, du siehst, ihr Plan war und ist es die Menschen auf ewig zu VERSKLAVEN, um sie sowohl als Arbeitssklaven und Haustier zu halten, und schlussendlich, um sie als Nahrungsquelle zu benutzen. (Beides, physisch und energetisch).

Jedoch ist diese “Art” von Plan genau dem Kosmischen Gesetz entgegengesetzt. Und, dem Ur-Schöpfer SELBST entgegengesetzt. Wird es falsch gemacht, bedeutet dies BESTRAFUNG in einer Art, die kaum beschrieben werden kann. Also dann, was tun ?

Ein Langzeitplan wurde in den Tausenden von Jahren aufgestellt (ein sehr langfristiger Plan), welcher zuerst eine kleine Gruppe von menschlichen Seelen von der Kosmischen Intelligenz “abtrennt”. Dann wurde ihnen erlaubt sich frei zu vermehren, und dann, schlussendlich, zum angemessenen Zeitpunkt, wurden alle anderen lebenden Menschen, die noch eine heilige Verbindung zur Kosmischen Intelligenz hatten, entweder getötet oder gekauft. Das Ergebnis danach wäre, dass JEDE neu inkarnierende Seele den “durcheinander gebrachten” menschlichen Körper zum rein Inkarnieren benutzen MÜSSTE. (weil keine anderen verfügbar waren). Diese Art Körper war sowohl eingeschränkt in seiner Fähigkeit sich mit den höheren Frequenzen zu verbinden, und war auch SEHR empfänglich für Bewusstseinskontrolle. (Worin die Annunaki sehr gut drin waren).

Nochmal, es muss richtig Spass gemacht haben, mit diesen Jungs rum zu hängen – da bin ich mir sicher.

Adam war tatsächlich der erste erschaffene Mann, der (durch genetische Veränderung) fähig war, in dem völlig durcheinander gebrachten menschlichen Körper zu überleben, im Gegensatz zu den teilweise durcheinander gebrachten Körpern, welche die Atlanter benutzten.

Seine Schöpfer, die Reptilien/Menschen Hybride, waren recht lieb zu Adam und waren froh, dass er den Prozess der fast vollständigen Trennung der DNA Stränge überlebt hatte, welche die normale Universelle Menschliche Form ausmachen. Sobald seine genetische Matrix feststand, wurde ihm eine Partnerin erschaffen, wofür man seine eigene DNA und sein Fleisch benutzte.

Danach wurden viele Hunderte mehr gemacht, und sie alle lebten unter der Obhut der Hybriden, die, es ist einfach so passiert, einen “Gott-Komplex” hatten und sich sehr darauf freuten von ihren neuen Haustieren verehrt und bewundert zu werden.

Bedauerlicherweise, Adams Partnerin (nach einem Gespräch mit einem Genesis Wissenschaftler), einem Hybrid namens Enki, und dessen Symbol eine Schlange war, wurde gesagt, dass sie genetisch erschaffen wurden, und dass ihre sogenannten Götter überhaupt nicht wirklich “Götter” waren. (Er empfand Mitleid für die Menschen). Sie rannte sofort los, um dies Adam zu sagen, und bald wollte die ganze Gruppe plötzlich ihre Annunaki Schöpfer nicht mehr länger “verehren”. ( Ich meine, würdest du ? )

Also wurden alle Haustiere (da sie jetzt völlig ruiniert waren)  vom Haupt Reptil Hybriden namens Enlil verbannt, und gezwungen etwas, was sehr wahrscheinlich eine sehr fortgeschrittene Zivilisation war, zu verlassen, hinaus in die kalte, harte Wildnis, um selber zu überleben. (Keine sehr netten “Götter”, oder? )

Z. Sitchen zufolge, wurde die Stadt, aus der sie verbannt wurden “E.din” (Sumerische Schreibweise) genannt, und lag am unteren Ende des heutigen Irak.

Diese letzte genetische Veränderung am aktuellen menschlichen Körper geschah NACH dem Fall von Atlantis, irgendwann zwischen dem Zeitraum vor 13 000 Jahren und dem Beginn der Sumerischen Zivilisation, vor etwa 7 000 Jahren. Also hat diese letzte (rein genetische) Änderung wahrscheinlich (hier spekuliere ich) im Zeitraum zwischen 9 500 bis etwa 5 000 vor unserer Zeitrechnung stattgefunden.

Es wurden viele andere genetische Änderungen am Menschen zuvor vorgenommen (einige davon tatsächlich hilfreich), aber keine so tiefgründig, und  keine so schwächend wie die letzte.

Zurück zum HAUPTPLAN der okkulten Schwarzmagier.

Nun, FALLS sie tatsächlich die menschliche Rasse in alle Ewigkeit versklaven wollten (und es fertig brächten, damit durchzukommen), müssten sie ganz vorsichtig vorgehen, und bei JEDEM SCHRITT in dem Prozess die Menschen dazu bringen, dass diese selbst DARUM BITTEN und ZUSTIMMUNG ZU ihrer Versklavung erteilen. (Folglich kann der Ur-Schöpfer sich nicht einmischen) – (oder so dachten sie).

HMMM, hinterhältig, das gebe ich zu, aber das klingt nicht einfach für mich.

Ich meine – wer mit einem “rechten Verstand” würde einer solchen Sache zustimmen?

Schnellvorlauf zur Gegenwart, und sieh dich um. Der grosse BETRUG an der Menschheit ist nun in vollem Gang.

Wenn man genau hinsieht, welche dunklen und magischen Werkzeuge siehst du jene Menschen benutzen, die zur Zeit die Welt beherrschen?

Vertrag und Zustimmung!

Aber die Verwendung von sowohl Vertrag  und Zustimmung geht viel tiefer, und ist sehr viel subtiler als die meisten von euch, die dies lesen, je hätten erraten oder sich gar vorstellen können. Der Grad der Versklavung (meist noch verborgen) ist sowohl erschreckend und atemberaubend in seiner Bandbreite. Nur wenige, wenn überhaupt, realisieren wie sie selber dabei helfen und ihre eigene ewige Sklaverei unterstützen, indem sie den Dunklen Zauberern helfen.

Um genau zu verstehen, wo die Versklavung der Menschheit steht, müssen wir uns zuerst den Vatikan ansehen, welcher eine Fraktion der Neuen Weltordnung ist.

Ich wurde unter katholischer Tradition erzogen …, also lass mich dir etwas über die besonderen Zaubersprüche erzählen, denen kleine Kinder in dieser Kirche unterworfen sind.

Taufe

Die Taufe ist ein Zauberspruch! Es ist ein Coven-ant. Das Wort Coven (Hexenzirkel) bezieht sich auf Hexen und Hexenmeister. Ein Coven-ant ist daher eine Vereinbarung, die man mit einem Hexenzirkel macht. Diese besondere Vereinbarung [Verpflichtung (Kontrakt)], genannt Taufe, verspricht den Körper, den Geist und die Seele eines neugeborenen Kindes dem Hexenzirkel, über den Weg der “Zustimmung” der Eltern.
Siehe die nachfolgenden drei hilfreichen Definitionen.

COVENANT [kuhv-uh-nuh nt] – VERPFLICHTUNG

Name
1. eine Vereinbarung, in der Regel offiziell, zwischen zwei oder mehreren Personen etwas Spezifisches zu tun oder nicht zu tun.
2. Gesetz. eine zufällige Klausel in einer solchen Vereinbarung.
3. Kirchlich. eine feierliche Vereinbarung.
4. Die “bedingten Versprechen” von Gott an die Menschheit, wie in der Schrift offenbart.
5. Gesetz. eine formelle rechtsgültige Vereinbarung, besonders eine unter Siegel.
eine frühe englische Form von übereinstimmendem Handeln unter Einbezug besiegelter Verträge 

COVEN [kuhv-uh n, koh-vuh n]  HEXENZIRKEL
Name
1. eine Versammlung von Hexen, vorzugsweise eine Gruppe von dreizehn.

-ANT
1. eine Nachsilbe, die Adjektive und Namen prägt (pleasant (angenehm); constant (konstant); servant (Diener)) und zielführend im Englischen bei diesem Modell; -ant, hat den allgemeinen Sinn von “gekennzeichnet durch, oder in der Kapazität zu dienen”, welche durch den Stamm genannt wird   

Ableitend aus den obigen Definitionen im Wörterbuch, bedeutet das Wort covenant (Verpflichtung):

“das, was gekennzeichnet ist, oder in der Kapazität eines Hexenzirkel dient” und ist “eine Vereinbarung, in der Regel offiziell, zwischen zwei oder mehreren Personen”.

Demnach IST ein Covenant (Verpflichtung) per Definition des Wortes Covenant, UND den Wörtern: Coven (Hexenzirkel) plus ant eine Vereinbarung mit einem Coven (Hexenzirkel).

Konfirmation

Ein weiterer Zauberspruch. Mit 12, dem Alter, wo man für sich selbst spricht, muss die Kirche ihren magischen Griff auf seine Seele, oder Geist, nochmals bestätigen, indem “Zustimmung” wieder-gewonnen wird – du musst darum bitten – bei ihrem Hexenzirkel. Dies muss von dir persönlich kommen, weil deine Eltern bald nicht mehr für dich sprechen können. So wird die Vereinbarung re-konfirmiert (Vertrag), die deine Eltern ursprünglich gemacht haben, aber diesmal bekommen sie DICH persönlich dazu dem Hexenzirkel  “zuzustimmen” (Vertrag). Daher das Wort Konfirmation.

[Was du gerade getan hast, ist deiner eigenen Versklavung “zustimmen”]

HMMM, vielleicht ist es einfacher als ich vorhin dachte.

Nun, für diejenigen unter euch, die sich beeilen die “Kirche” zu verteidigen, und diese Definitionen bemängeln könnten und sagen: ” … diese beschriebenen Dinge sind “Sakramente”; sie sind keine “Verpflichtungen” (covenants).”

Okay, für diese Leute, seht euch bitte unten stehende Definition an. Überspringen wir alle rein “religiösen” und dogmatischen Bedeutungen des Wortes und kommen an der Grundbedeutung dessen an, was es ursprünglich bedeutete, wir enden auf der 6. Ebene der Definition, welche lautet:

sacrament [sak-ruh-muh nt] – Sakrament

Name
1. übersprungen
2. übersprungen
3. übersprungen
4. übersprungen
5. übersprungen
6. ein Eid; Gelöbnis, oder Vereinbarung

Weiterhin, wenn man in den Ursprung des Wortes geht, findet man dies:

1150-1200; Mittelenglisch < Mitteralterliches Latein: sacrāmentum – Verpflichtung, Eid, Spätes Latein: Geheimnis, Ritus, entspricht im Latein sacrā (re) sich hingeben + -mentum – Menschen
(1150-1200; Middle English < Medieval Latin: sacrāmentum – obligation, oath, Late Latin: mystery, rite, equivalent to Latin sacrā (re) to devote + -mentum -men)

In diesem Fall also bedeutete das Wort Sakrament ursprünglich: Verpflichtung (Schulden) oder Eid um die Jahre 1100 unserer Zeitrechnung und wurde erst SPÄTER geändert, um die Idee widerzuspiegeln, es sei ein Mysterium oder religiöses Ritual!

Nur um vollkommen klar zu sein, ob das wirksame Instrument ein Sakrament oder ein Covenant (Verpflichtung) ist, diese Sachen sind immer noch “Vereinbarungen”, welche KONTRAKTE sind! Und “warum” sollte jemand einen Vertrag mit dem Ur-Schöpfer BENÖTIGEN?

In Baptism (baph-o-met-ism) –  In der Taufe

Die Eltern sind die, welche der Kirche die Seele des Kindes versprechen. Somit versprechen sie die ewige Seele des Kindes dem schwarzmagischen Hexenzirkel … (unwissentlich natürlich), weshalb diese “archon infizierte” (archon = Anführer, Regent) Reptilien und Menschen (Annunaki und ihre Lakaien), die derzeit die Regierungs-Systeme der Welt betreiben, (und geschickte schwarze Magier sind) uns LEGAL als ihr Eigentum beanspruchen können.

Auf diese Weise wurde der freie Wille nicht durchkreuzt, und der Ur-Schöpfer (Quelle) kann nicht hineingezogen werden.
WARUM? Du gabst deine Zustimmung per VERTRAG versklavt zu sein

Ich werde es jetzt noch einmal wiederholen. Vielleicht wird es mehr Sinn für dich ergeben, so wie wir voran gehen. Diese hinterhältigen Wesen müssen …, sie müssen buchstäblich deine Zustimmung zu Protokoll haben, um dir IRGENDETWAS ANZUTUN. Punkt.

Wenn du dich weigerst zuzustimmen, (durch Benutzen deines FREIEN WILLENS) sind sie mausetot, und sie WISSEN das.

Falls du jemals einem der Schreiben von Richter Dale, einem pensionierten Bundesrichter, begegnet bist, er legt ganz ausdrücklich dar, dass ALLE Richter ihre Autorität vom Vatikan erhalten, nicht von der Regierungs Firma USA. [Anm. d.Ü.: wie ALLE anderen Richter und BAR Anwälte auch, sie sind weltweit alle CROWN BAR Franchise Unterzeichner]

Hier ist ein Link zu seinem e-book, The Great American Adventure (Das Grosse Amerikanische Abenteuer)

(UK)  http://www.stopthecrime.net/docs/THE-GREAT-AMERICAN-ADVENTURE.pdf

Richter Dale legt auch dar, dass der Vatikan, durch einen Vertrag mit Großbritannien irgendwann in ferner Vergangenheit, alle Vermögenswerte der Briten erwarb und auf ewig alle zukünftigen Besitztümer, weshalb die USA Korporation direkt unter die Kontrolle des Vatikan fällt. Diese Kontrolle ist selbstverständlich nicht offensichtlich, aber ganz geheim und versteckt. Daher behauptet der Vatikan die ganze Erde zu besitzen, und alle Menschen, die auf ihr leben, was eure Köper und Geister einschliesst, (Dinge, die sie als handfest ansehen).

Der einzig klebrige Teil an ihrem Hauptplan der Menschlichen Versklavung ist, wie man dich dazu kriegt ihnen deine SEELE zu übergeben. Welche sie, ohne deine Zustimmung nicht bekommen können.

Auf der höchsten Ebene, nach Richter Dale, wissen alle Richter, dass ihre Macht magisch ist, und dass, WENN sie die Grenzlinie auch nur ein wenig überschreiten, und dir irgendetwas ohne deine Zustimmung antun, der Ur-Schöpfer sofort ihren Hals in der Schlinge hätte.

Daher sagt Richter Dale in seinen Schreiben, dass NIEMALS jemand ins Gefängnis gebracht wird, ohne vorher dessen Zustimmung erhalten zu haben. Wie sie diese Zustimmung von dir bekommen? Mit hinterhältigen Tricks und Zauber!

Quelle: http://removingtheshackles.blogspot.ca/2014/11/the-great-con-of-man.html


Anmerkungen und weiterführende Links:

Das e-book von Judge Dale ist absolut lesenswert, es betrifft nicht nur Amerika.  


Zaubersprüche (Wortmagie) und magische Rituale – 
aus dem Codex des kanonischen Rechts:

KAPITEL 1  DIE RECHTSSTELLUNG PHYSISCHER PERSONEN
Can. 96 — Durch die Taufe wird der Mensch der Kirche Christi eingegliedert und wird in ihr zur Person (!) mit den Pflichten und Rechten, die den Christen unter Beachtung ihrer jeweiligen Stellung eigen sind, soweit sie sich in der kirchlichen Gemeinschaft befinden und wenn nicht eine rechtmäßig verhängte Sanktion entgegensteht.

Quelle: Auszug s. 28 im PDF (DE) Der Codex des kanonischen Rechts
http://www.documenta-catholica.eu/d_1983-01-25-%20Codex%20Iuris%20Canonici%20-%20GE.pdf

Der Mensch wird mit der Taufe zur Person. Und eine “Person” hat Rechte und Pflichten, Rechte, die ihr von einer äusseren Autorität zugestanden werden und natürlich auch wieder weggenommen werden können.
Ein Mensch hat ihm angeborene Menschenrechte. Kein Mensch hat Autorität über einen anderen Menschen, alle Menschen sind gleich. 

“Person” stammt vom Wort “persona” ab.

1175-1225; mittelenglish: persone < Latein persōna Rolle (im Leben, einen Spiel oder einer Geschichte) ( Spätes Latein: Mitglied der Dreifalitgkeit), orig. Maske des Schauspielers< Etruscanphersu (< Griechisch prósōpa Gesicht, Maske) + -na  eine Nachsilbe

1175-1225; Middle English persone < Latin persōna role (in life, a play, or atale) ( Late Latin: member of the Trinity), orig. actor’s mask < Etruscanphersu (< Greek prósōpa face, mask) + -na a suffix

Das mit “unter Beachtung der jeweiligen Stellung”  hat sich inzwischen durch das Motu Proprio des Papstes vom 11.7.2013 geändert. ALLE Schafe sind nun vor dem “Gesetz” gleichgestellt, auch wenn man ihnen gesagt hat, sie seien Schäferhunde! Verbrechen gegen die Menschlichkeit von öffentlichen Bediensteten werden seitdem geahndet. Die “Wölfe” haben einen “Diplomatenpass” und stehen immer noch ausserhalb jeglicher (weltlicher oder kirchlicher = 2 Seiten derselben Medaille) Gerichtsbarkeit. Den kosmischen Gesetzen können sie aber nicht entkommen.

Can. 845 — § 1. Die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Weihe können nicht wiederholt werden, da sie ein Prägemal eindrücken.  ( s.180)

Can. 849 — Die Taufe ist die Eingangspforte zu den Sakramenten; ihr tatsächlicher Empfang oder wenigstens das Verlangen danach ist zum Heil notwendig; durch sie werden die Menschen von den Sünden befreit, zu Kindern Gottes neu geschaffen und, durch ein untilgbares Prägemal Christus gleichgestaltet, der Kirche eingegliedert; sie wird nur durch Waschung mit wirklichem Wasser in Verbindung mit der gebotenen Form der Taufworte gültig gespendet.  (s. 180)

Can. 850 — Die Taufe wird nach der in den gebilligten liturgischen Büchern vorgeschriebenen Ordnung gespendet; wenn aber ein dringender Notfall besteht, muß nur das beachtet werden, was zur Gültigkeit des Sakramentes erforderlich ist.
Can. 851 — Die Feier der Taufe muß in der gebotenen Weise vorbereitet werden;  (s. 181)

Can. 880 — § 1. Das Sakrament der Firmung wird gespendet durch die mit Chrisam auf der Stirn erfolgende Salbung, die unter Auflegung der Hand vollzogen wird, und durch die in den gebilligten liturgischen Büchern vorgeschriebenen Worte.
§ 2. Das Chrisam, das beim Sakrament der Firmung zu verwenden ist, muß vom Bischof geweiht sein, auch wenn das Sakrament von einem Priester gespendet wird. (s. 186)

Religionen sind ein Macht- und Kontrollinstrument. 
http://removetheveil.net/2014/08/10/real-lies-religionen/

Re-Inkarnation oder Seelen-Recycling, das was, es wirklich ist
(DE) http://wirsindeins.org/2013/12/23/sagt-den-herren-des-karmas-das-ihr-souverane-seid-kein-lichtarbeiter-mehr-teil-2/

Z. Sitchin und die sumerischen Tafeln
(DE)   http://www.matrixseite.de/Texte/enkishaushtml.html

.

Quelle: http://removetheveil.net/2014/11/30/der-grosse-betrug-an-der-menschheit-teil-2/

Gruß an die Erwachten

TA KI

Der große Betrug an der Menschheit, Teil 1


Hier die Artikelserie von Bradley Loves, ursprünglich erschienen auf Jean Haines Webseite und jetzt von Claudine wunderbar übersetzt.
Vielen Dank Claudine!
http://removetheveil.net

The Great CON of Man
Quelle: http://removingtheshackles.blogspot.ca/2014/11/the-great-con-of-man.html

Übersetzung: claudine

Dies ist eine ausgezeichnete Artikelserie, die ich sehr empfehle. Bradley beschreibt einige der tiefsten Tiefen des Betruges und den Zauber der Irreführung, Schwindel und Täuschung, die in uns einprogrammiert und uns auferlegt wurden. Um zu verstehen, was getan wurde, um vorwärts zu kommen und uns von dieser Traumwelt-Matrix frei zu schütteln, in der wir gehalten wurden, dazu müssen wir zuerst das verlernen, was uns gelehrt wurde.
D

yodaJean Haines hat eine Artikelserie von Bradley Loves veröffentlicht mit dem Titel: Der grosse Betrug an der Menschheit – Esoterik, das Übernatürliche, Magier, Bewusstseinskontrolle und die Neue Welt Ordnung ‘ The Great CON of Man – Esoteric’s, the Supernatural, Magicians, Mind Control, and the New World Order’

Dies ist eine höchst empfehlenswerte Serie, Bradley hat grossartige Arbeit geleistet, um die Feinheiten der komplexen Matrix in der wir leben, zu erklären, viele der Themen berührend, die uns alle bewusst sein sollten. Er schliesst einiges ein, was in den Bereich des Fantastischen geht, das jedoch macht dieses nicht weniger real.
Diese Artikel sind ein grossartiges Werkzeug, das man mit anderen auf ihrer aufklärerisch/erwachenden Reise teilen sollte. Bis heute gibt es 11 Teile des Artikels.

Bradley Loves:

Der grosse Betrug an der Menschheit – Esoterik, das Übernatürliche, Magier, Bewusstseinskontrolle und die Neue Welt Ordnung. – Teil 1

Veröffentlicht am 26. Oktober 2014

Den grossen Betrug (“CON”) an der Menschheit findet man nicht innerhalb von einigen Geheimgesellschaften, oder schlau in einem Bild versteckt, wie viele euch glauben lassen möchten. Stattdessen ist es das CON (der Betrug), welches versteckt ist in einem kleinen Wort – CONSENT – Zustimmung.

Um zu verstehen, wie dies geht, beachte, dass „Con“ eine Negierung bedeutet.

Pro ist positiv and con ist negativ. Daher die Wörter: Pro und Con(tra).

Wenn man dieser Idee etwas tiefer folgt, haben wir Wörter in der englischen Sprache wie: Contrary (Gegenteil), Contraband (Schmuggel), Control (Kontrolle), Condescending (herablassend), Convoluted (verschachtelt), Con-man (Hochstapler), und schlussendlich Consent (Zustimmung), direkt neben seinem üblen Zwilling – Contract (Kontrakt /Vertrag).

Das Kosmische Gesetz legt fest, dass alle SEELEN, wenn ursprünglich erschaffen, vollständig freien Willen von ihrem SCHÖPFER erhalten haben. Es legt ebenfalls fest, dass keine erschaffene SEELE mehr freien Willen als eine andere erschaffene Seele hat. Der UR-SCHÖPFER, der originale ERSCHAFFER von SEELEN, setzt jedes einzelne SEINER KOSMISCHEN GESETZE wortwörtlich durch! Demnach, jene die SEINE kosmischen Gesetze übertreten, bekommen vom „Universellen Rechtssystem“ den Hintern „versohlen“, – in einer sehr unangenehmen Weise. Diese Tatsache ist jenen bestens bekannt, die mit Kosmischen Gesetzen arbeiten.

Quelle: http://revealthetruth.net/2014/11/27/der-grosse-betrug-an-der-menschheit-teil-1/

Gruß an die Unbetrügbaren

TA KI

Seidhr und Völva


Kurt Oertel

Der Begriff Seidhr und die damit vorgeblich zusammenhängenden Techniken erfreuen sich im modernen Ásatrú zunehmender Beliebtheit. Allerdings scheint der Begriff anders aufgefasst zu werden, als die originalen Quellen ihn meinen. Dieses Problem versucht der folgende Artikel von Kurt Oertel aus quellenkundlicher Sicht zu lösen.

Der Begriff Seidhr (oder richtig: seiðr) und die damit angeblich zusammenhängenden Techniken erfreuen sich im modernen Ásatrú zunehmender Faszination und Beliebtheit, wobei der Begriff heute aber ganz anders verstanden zu werden scheint, als es die Quellenlage hergibt. Es scheint da einige Missverständnisse zu geben, die ich hier einmal richtigstellen möchte. Natürlich kann man den Begriff heute neu definieren und mit neuen Inhalten füllen. Man muss sich dann aber auch darüber klar sein, dass es sich um eine gänzliche Neudefinition handelt, die nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Begriff zu tun hat und das auch immer deutlich machen, um Missverständnisse bei Quellenkundlern zu vermeiden.

Es hat sich offenbar die Meinung herausgebildet, Seidhr sei eine spezielle Form magischer Praxis, die irgendwie „schamanisch“ geprägt sei, darüber hinaus etwas speziell weibliches an sich habe und ganz eng mit der Praxis der Seherinnen (Völven oder Völvas) zusammenhänge. Das wird dann oft von anderen Praktiken abgegrenzt, wie z.B. der Runenmagie oder dem „Galdr“ (wörtlich: Zaubergesang), die eher in „ritualmagischer“ Richtung aufgefasst werden, wo es also auf Beherrschung genauer Formeln oder strenger Ritualvorgaben ankäme, während Seidhr eher „aus dem Bauch“ heraus funktioniere und vor allem mit Geistreisen und veränderten Bewusstseinszuständen zu tun habe.

Diese Meinung ist schlicht und einfach falsch. Das Wort „seiðr“ ist im Altnordischen ganz eindeutig der völlig umfassende Oberbegriff für Magie insgesamt und fasst genau all jene (oft sehr unterschiedlichen) Praktiken zusammen, die wir auch heute unter dem Begriff „Magie“ verstehen. Es bezeichnet keine spezielle magische Unterabteilung, Sonderdisziplin oder Einzeltechnik. An dieser umfassenden Bedeutung des Wortes gibt es keinen Zweifel und darüber herrscht auch sprachwissenschaftlich völlige Einigkeit.

Gerade die schamanischen Techniken der vielfach bezeugten Seherinnen werden in den Quellen aber durchweg mit dem ganz anderen Begriff „spá“ bezeichnet, der als in scharfem Gegensatz zu „seiðr“ stehend erscheint.

Die Frage, wie es zu diesem populären Missverständnis kommen konnte, scheint dabei relativ einfach beantwortbar zu sein. Sie beruht vor allem auf der immer wieder zitierten Stelle von Snorri aus der Ynglinga Saga, Kap. 7, in der er seiner Meinung über Magie Ausdruck gibt:

„Odin praktizierte und beherrschte die Kunst, die am mächtigsten ist, und Magie („seiðr“) genannt wird, und dadurch kannte er das Schicksal der Menschen und die Gefahren der Zukunft und ebenso, wie man einem Menschen den Tod oder Unglück oder eine Krankheit bringt und wie man die Menschen um Kraft und Verstand bringt und sie jemand anderem gibt. Aber mit dieser Weisheit war so große Schande verbunden, dass die Männer meinten, sie könnten sie nicht ohne Schande ausüben und darum brachte man diese Kunst den Priesterinnen bei.“

In Kap. 4 erwähnt er weiterhin, dass es Freyja gewesen sei, die als Lehrerin der Magie diese erst zu den Asen gebracht hätte. Hier haben wir also in beiden Aussagen einen weiblichen Bezug, der ein weiterer Grund für das Missverständnis gewesen sein dürfte. Bereits aus Snorris Zitat geht aber hervor, dass hier eine große Palette von Magie gemeint ist, die hier (und das ist sehr bezeichnend) auch noch ausschließlich als Schadenszauber verstanden wird, nicht aber auf irgendwelche speziellen Techniken zu reduzieren ist. Wenn es überhaupt stimmt, dass Magie unter Männern verachtet war, dann aus dem Grund, weil der Einsatz von Magie als „Waffe“ gegen Menschen – und vor allem eben als Schadenszauber – ganz klar dem germanischen Ideal der Kriegerehre widersprochen hat, nicht aber etwa deshalb, weil sie mit irgendwelchen speziell weiblichen Mysterien verbunden gewesen wäre, wie es heute manchmal gerne hineingelesen zu werden scheint.

Wer die Ynglinga Saga kennt, wird sich angesichts all der dort von Snorri erzählten Seltsamkeiten sowieso wundern. Die ganze mythische Vorgeschichte ist hier eine solch krause Mischung aus mythologischer Überlieferung (die allerdings einige interessante Details enthält), vielleicht nicht richtig Verstandenem und von Snorri Zusammengeführtem, dass es kaum glaubhaft scheint, dass derselbe Autor auch Gylfaginning verfasst haben soll, wo inhaltlich krass Gegensätzliches behauptet wird. Hier werden die nordischen Götter nämlich als frühe menschliche Könige Schwedens geschildert, die sich mit List und Magie einen solchen Ruf erarbeitet hätten, dass sie als Götter verehrt worden seien. Natürlich könnte man argumentieren, dass Snorri hier rein schwedische Traditionen wiedergibt, die in dem Fall aber ganz erheblich von norwegisch-isländischen Mythen abgewichen sein müssten (was allerdings plausibel sein könnte). Als „Quelle“ ist den Angaben deshalb mit einigem Misstrauen zu begegnen, und zudem macht gerade das obige Zitat (erst recht im Zusammenhang) seine christliche Ablehnung dieser Praktiken klar. Unklar bleibt auch, wer „die Priesterinnen“ sein sollen, für die es in der Form keinen einzigen anderen Beleg gibt. Natürlich gab es Gyðjas, also weibliche Goden, aber es gibt keine einzige Stelle, in der Goden oder Gyðjas mit Seidhr oder Völventum in Verbindung gebracht werden. Vor allem steht die Angabe, dass die Fähigkeit der Zukunftsschau und Weissagung (Spá) ebenfalls dem Bereich der Magie (Seidhr) zuzurechnen sei, im Widerspruch zur Gesamtheit der übrigen Quellenlage. Leider findet sich nun auch in Simeks (sonst sehr empfehlenswertem) „Lexikon der germanischen Mythologie“ unter dem Eintrag „Seherinnen“ der folgenschwere Satz:

„Die in den Sagas beschriebenen Praktiken der Seherinnen werden als Seiðr „Zauber“ bezeichnet und unterscheiden sich nur unwesentlich von solchen des andernorts erwähnten Schadenszaubers“. (S. 347 der 1. Aufl.)

Diese Behauptung ist eine wörtliche Übernahme der oben zitierten Meinung Snorris, und sie ist mehr als problematisch. Wenn man sich nämlich einmal die Mühe macht, alle Stellen genau im Original zu prüfen, in denen von Seherinnen (Völven und „spákonur“) und Zauberinnen/Hexen (seiðkonur) die Rede ist, gerät diese Behauptung erheblich ins Wanken. Dazu später mehr. Zunächst weiter zum Thema Seidhr (Hexerei, Zauberei):

Gerade die Quellen machen klar, dass Seidhr keine rein weibliche Domäne gewesen sein dürfte, denn das Wort „seiðmaðr“ (Zaubermann, also Zauberer oder Magier) ist genauso belegt wie das weibliche „seiðkona“ (Zauberfrau). Richtig aber ist, dass sich der Begriff tatsächlich durchweg auf ausschließlich schadenszauberische Tätigkeiten beschränkt, die sich als psychischer Zwang auf andere Menschen äußert, der zu geistiger Verwirrung und sogar Tod führen kann. Wenn es dagegen z.B. um Beruhigung eines Unwetters, Schutz für einen Krieger oder ähnlich Positives ging, findet sich häufiger der Begriff „galdr“. Die Frage, ob es nun seinerseits eine solche strenge Trennung zwischen Seidhr und Galdr den damaligen Realitäten entsprach, sollte man zwar nicht zu voreilig heutigen Theoretisierungsversuchen unterwerfen, dennoch werden in den Quellen Seidhr-Leute fast durchgängig als boshaft und verabscheuungswürdig dargestellt. Nie wird der Begriff für Heilzauber oder andere positive Techniken benutzt. Als einzige Ausnahme könnte der Fall der Þuríðr sundafyllir stehen, die ihren Beinamen „Sundfüllerin“ deshalb trug, weil sie in Zeiten des Hungers Seidhr anwandte, so dass eine Meerenge im Hálogaland von Fischen nur so wimmelte. Aber auch hier finden wir das in anderen Belegen nachweisbare Muster psychischer Manipulation (auch wenn es hier nicht auf Menschen angewandt wird).

Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass die negative Darstellung von Seidhr bereits einen christlichen Einfluss widerspiegeln könnte. Aber Snorris spätere Einschätzung und Ablehnung finden sich auch schon in heidnischen Quellen, so in Völuspá 22, wo von der Zauberin Heiðr gesagt wird: „Sie praktizierte Seidhr, wo immer sie konnte, praktizierte Seidhr und verstörte die Sinne. Stets war sie die Wonne übler Weiber.“ Auch hier also wieder das Merkmal psychischer Manipulation als Merkmal von Seidhr und die eindeutige Aussage, dass der Dichter der Völuspá Seidhr offenbar als negativ und sogar verabscheuungswürdig empfand. Da die Entstehung des Gedichtes auf ca. 1000 n.d.Z. geschätzt wird und der Dichter hier alles Heidnische positiv darstellt, darf man daraus durchaus ableiten, dass sein Verständnis des Begriffes dem in der heidnischen Gesellschaft entsprochen haben dürfte. In dem Preislied Sigurðardrápa des Skalden Kormákr Ögmundarson (ca. 960 n.d.Z.) wird erwähnt, dass „seið Yggr til Rindar“ (Yggr Seidhr gegen Rindr anwandte). Da wir wissen, dass Yggr (Odin) Rindr in einen vorübergehenden Wahnsinn trieb, um sie zu vergewaltigen und Vali zu zeugen, dürfte auch diese Erwähnung nicht unbedingt als leuchtendes Vorbild gemeint sein. Beide Belege sprechen also gegen die Meinung, Seidhr sei eine in heidnischem Kontext positive Bezeichnung gewesen, die erst in den späteren Sagas durch christlichen Einfluss in Verruf geriet.

Die Stellung dieser Seidhr-Kundigen in der Gesellschaft dürfte dabei genauso ambivalent gewesen sein, wie zu allen Zeiten und in vielen Kulturen: Man bediente sich ihrer gerne, wenn man sie brauchte oder sie einem nützlich sein konnten. Andererseits waren sie auf Grund ihres Rufes auch gefürchtet und dadurch auch die naheliegendsten Sündenböcke, wenn einem das Vieh wegstarb, und sie wurden bei entsprechendem Verdacht genauso verfolgt und getötet (vorzugsweise verbrannt), wie die angeblichen Hexen der Neuzeit (nur das zutiefst christliche Mittelalter war weitgehend frei von „Hexenverfolgungen“). Dennoch ist das Gesamtbild eindeutig: Seidhr war nicht Teil irgendeiner religiösen Praxis, sondern zauberisches und im allgemeinen böswilliges Treiben gesellschaftlicher Außenseiter.

Bevor wir uns jetzt dem Thema „Völventum“ zuwenden, muss noch einmal deutlich gemacht werden, dass die „Quellen“ (die auch ich bisher so bezeichnet habe) zum Thema Seidhr und Völventum diesen Ausdruck eigentlich nicht verdienen, denn die spärlichen Hinweise finden sich fast ausschließlich in den Sagas. Das soll nicht heißen, dass die gänzlich ohne Quellenwert sind, aber man darf nie vergessen, dass es sich dabei eben nicht um historische Aufzeichnungen, sondern um „Romane“, um pure Unterhaltungsliteratur im besten heutigen Sinne handelt. So wertvoll und verlässlich sie in der Beschreibung gesellschaftlicher Zustände und Gegebenheiten auch sein mögen, so sind das Thema „heidnische Religionsausübung“ und erst recht die Details zu den uns hier interessierenden Themen stets hoch verdächtig, in vielen Einzelheiten der Fabulierlust der Dichter zu entspringen. Denn die Sagas sind ja erst sehr spät entstanden, als heidnische Praxis nur noch eine ferne Erinnerung war. Aber auch da muss man natürlich nach Einzelfall differenzieren.

Die glaubhaft klingenden Berichte sind an Zahl und Umfang leider sehr dünn. Die ausführlichste Quelle ist der Auftritt einer Völva namens Thorbjörg in der grönländischen Saga von Erich dem Roten (Eiríks saga rauða, Kap. 4), die ihrer Wichtigkeit wegen hier im Wortlaut vorgestellt werden soll. Die nachfolgende Übersetzung von Thomas Grothe wurde von mir noch einmal genau mit dem Originaltext verglichen und die entscheidenden Begriffe in Klammern im Original aufgeführt:

„Zu dieser Zeit herrschte eine große Hungersnot auf Grönland; die Männer, die zur Jagd und auf Fischfang gegangen waren, hatten wenig Beute gemacht, einige kamen sogar gar nicht zurück. Die Frau war dort in der Gegend, die Þorbjörg hieß; sie war eine Seherin [spákona] und wurde kleine Seherin [lítil-völva] genannt. Sie hatte neun Schwestern gehabt, die allesamt auch Seherinnen [spákonur] waren, aber nur sie allein lebte noch. Im Winter war es Þorbjörgs Gewohnheit, sich zu Festgelagen zu begeben, zu denen sie von den Menschen eingeladen wurde, die neugierig darauf waren, wie ihre Versorgung oder die Ernte sein würden. Und weil Þorkell der größte Bauer war, dachte man, man könne an ihm erkennen, wann diese Missernte, die andauerte, aufhören würde. Þorkell lud die Zauberin zu sich ein. Sie wird dort gut empfangen, wie es Gewohnheit war, wie eine Frau empfangen werden sollte. Für sie war ein Hochsitz errichtet worden, auf dem sich ein Kissen befand, das mit Hühnerdaunen gefüttert werden sollte. Und als sie und der Mann, der ihr entgegen geschickt worden war, am Abend eintrafen, war sie dergestalt gekleidet, dass sie einen blauen Mantel trug, der bis zum Rockschoß zur Gänze mit Steinen gesäumt war; sie trug Glasperlen am Hals und auf dem Kopf eine schwarze Lammfellhaube, die innen mit weißem Katzenfell gefüttert war; auch hatte sie einen Stab, auf dem sich ein Knauf befand. Er war aus Messing gemacht und auf dem Knauf befand sich ein Stein. Sie trug einen Zundergürtel, an dem eine große Ledertasche befestigt war, in der sie ihre Zaubergegenstände [töfr] aufbewahrte, die sie zur Zauberei [fróðleiks] benötigte. Sie trug zottelige Kalbfellschuhe mit langen Schnürriemen, an deren Enden sich große Zinnknöpfe befanden. An den Händen trug sie Handschuhe aus Katzenfell, die innen weiß waren. Und als sie eintrat, dachten alle Menschen, sie sollten ihr angemessene Begrüßungen gewähren. Sie nahm diese entgegen, je nachdem wie die Männer ihr nach dem Sinn waren. Der Bauer Þorkell nahm sie bei der Hand und führte sie zu dem Sitz, der ihretwegen errichtet worden war. Þorkell bat sie, einen Blick auf Leute und Vieh zu werfen und ebenso auf die Wohnstätte. Sie sagte wenig über alles. Am Abend wurde Tische aufgestellt, und es ist davon zu berichten, was für die Seherin zubereitet wurde: ihr wurden Ziegenmilchgrütze und Herzen von allen Tiere kredenzt, die dort vorhanden waren. Sie hatte einen Messinglöffel und ein Messer mit einem Griff aus Walrosszahn, eingefasst mit zwei Kupferringen und an der Spitze abgebrochen. Und als die Tische abgeräumt worden waren, trat der Bauer Þorkell vor Þorbjörg und fragt, wie angenehm ihr die Wohnstätten oder die Art und Weise der Männer erschienen, und wie schnell er Gewissheit darüber bekommen würde, wonach er sie gefragt hat und wonach es den Männern am meisten zu wissen verlangt. Sie sagte, sie werde es nicht vor dem Morgen kundtun, nachdem sie zuerst eine Nacht geschlafen hat. Und Tags darauf, am Ende des Tages, wurde ihr diese Vorbereitung erwiesen, derer sie bedurfte, um ihre Zauberei auszuüben [fremja seiðr]. Sie bat auch darum, solche Frauen herbeizuholen, die das Gedicht beherrschen, das Varðlokur heißt, und das für den Zauber [seiðsins] nötig war. Aber es fand sich keine einzige Frau. Dann wurde die Suche auf das ganze Gehöft ausgedehnt. Da sagt Guðríðr: ‚Ich bin weder zauberkundig [fjölkunnig] noch eine Seherin [vísindakona], aber doch lehrte mich Halldís, meine Ziehmutter, auf Island das Gedicht, das sie Varðlokur nannte. Þorkell sagt: “Dann besitzt du hilfreiches Wissen.‘ Sie sagt: ‚Es verhält sich aber so, dass ich nicht vorhabe, Beistand zu gewähren, da ich eine Christin bin.‘ Þorbjörg sagt: ‚Es ist doch möglich, dass du den Menschen hier helfen könntest und dadurch keine schlechtere Frau als zuvor würdest; und Þorkell gegenüber werde ich abwägen, die Unterstützung zu erhalten, die ich brauche.‘ Þorkell bedrängt nun Guðríðr solange, bis sie sich dazu bereiterklärt, das zu tun, was er wollte. Dann zogen Frauen einen Kreis um den Hochsitz, auf dem Þorbjörg saß. Guðríðr sagte dann das Gedicht so schön und gut auf, dass alle dachten, das Gedicht noch nie mit schönerer Stimme gehört zu haben, als jener hier. Die Spá-Frau dankte ihr für das Gedicht und sagte, viele Geister, ‚die uns vorher meiden und keine Untertänigkeit erweisen wollten‘, haben sie nun aufgesucht und ihnen schien es schön zu hören, dass das Gedicht so ausgezeichnet vorgetragen worden war.‘ Aber nun sind mir viele Angelegenheiten offensichtlich, die mir und manchen anderen zuvor verborgen waren. Und ich kann dir, Þorkell, sagen, dass diese Missernte nicht länger als den Winter über dauern und sich der Ertrag im Frühjahr verbessern wird.'“

Auch hier hat man Skepsis bei Details angemeldet und Fabulierlust des Dichters vermutet, aber dafür gibt es kaum plausible Argumente. Nichts an dem Bericht wirkt grell, übertrieben oder gar phantastisch, sondern er ist von nüchterner Genauigkeit und verzeichnet sogar solche Nebensächlichkeiten wie die abgebrochene Spitze ihres Messers. Weitere vernünftig klingende Berichte (wie z.B. in der Vatnsdœla saga) können in Details zwar nicht mit dem Auftritt der Thorbjörg mithalten, bestätigen ihn aber in Details.

Nun taucht allerdings auch in der Thorbjörg-Episode der Begriff „fremja seiðr“ (Seidhr betreiben) auf, was die Argumentation dieses Artikels angreifbar erscheinen lassen mag. Das sagt zunächst aber einmal nicht mehr aus, als dass bei Spá auch der zusätzliche Einsatz von Seidhr möglich war. Und in diesem Sinne hat auch Kveldulf Gundarsson das so zu erklären versucht, dass der Begriff hier gezielt deshalb gebraucht wird, weil Thorbjörg ein spezielles Gedicht benötigt, um externe Geistwesen zu befriedigen, die sich versammelt hatten, um Thorbjörg Wissen zu vermitteln, was er als speziellen Sonderfall einschätzt.

Ich neige zu einer anderen Erklärung: Der Kontakt zu Hilfsgeistern, der ja kennzeichnend für schamanische Trancetechniken ist, dürfte im Gegenteil gerade für Spá kennzeichnend gewesen sein, wohingegen Seidhr als Magie/Zauberei auf ganz anderen Techniken beruhte. Die germanische Magie funktionierte anders, als die orientalische, die so großen Einfluss auf das neuere magische Weltbild Europas genommen hat und Pate bei dem ritualmagischen Magieverständnis stand, das so typisch für die okkult-hermetischen Strömungen des 18. und 19. Jahrhunderts war und wie es praktisch als Konzentrat von einer Figur wie Crowley verkörpert wird. Während letztere häufig Geister, Dämonen oder andere übernatürliche Wesenheiten in den Dienst des Magiers zu zwingen versucht, geht die alte europäische Magie von einer Automatik der Kräfte aus, die die Welt bewegen. Hier ging es um rein handwerkliche Praktiken, mit denen die unsichtbaren Mechanismen beeinflusst werden sollten. Götter oder andere Wesenheiten spielten dabei keine Rolle, diese Magie basierte viel mehr auf quasi naturgesetzlicher Empirik. Sie war äußerst pragmatisch ausgerichtet, hatte also ausschließlich das Resultat vor Augen. Heutige Ansichten von Magie als Weg zu persönlicher Weiterentwicklung oder Welterkenntnis mögen ja gerne ihre Berechtigung haben, mit der germanischen Auffassung von Magie/Seidhr aber haben sie nichts zu tun.

Wenn Thorbjörgs Spá also mit Seidhr in Erwähnung gebracht wird (und das nur in einem einzigen beiläufigen Nebensatz), wird das möglicherweise überschätzt. Zwar sollte man das heute nicht besser wissen wollen, als damalige Zeitgenossen, dennoch sollte man bedenken, dass die grönländische Kolonie damals schon lange christianisiert war und der Bericht darüber noch viel später niedergeschrieben wurde.

Insgesamt lassen die Quellen nämlich vielmehr nur den Schluss zu, dass entgegen Snorris (und Simeks) oben zitierter Behauptung Spá und Völventum gerade eben nichts mit Magie und Zauberei (also Seidhr) zu tun hatten. Im Gegenteil. Die beiden Bereiche scheinen sich sogar gegenseitig ausgeschlossen zu haben. Die nun folgenden Indizien dafür springen in den Quellen geradezu ins Auge.

Alle auftretenden Seherinnen werden entweder als Völva (wörtlich: Stabträgerin) oder aber als spákona (Seherin) bezeichnet, nie aber als seiðkona (also Zauberin). An keiner ernst zu nehmenden Stelle macht eine Völva irgendetwas anderes, als in die Zukunft zu sehen. Nirgendwo wird erwähnt, dass sie weitere Fähigkeiten besitzt, die etwas mit Seidhr zu tun hätten. Umgekehrt üben Personen, die als Seidhr Ausübende geschildert werden, nie die Funktion einer Seherin oder eines Sehers aus, und es wird auch nie von ihnen gesagt, dass sie die Fähigkeiten dazu hätten. Das wird auch durch die Wortwahl in der Thorbjörg-Episode gestützt. Dort antwortet Guðríðr auf die Frage nach Kenntnis des Gedichtes ja bezeichnenderweise, dass sie selbst „WEDER zauberkundig, NOCH eine Seherin sei“, woraus ebenfalls klar wird, dass Seidhr (also Zauberei und Magie) und Spá (Völventum) zwei völlig unterschiedliche Bereiche waren, die sich gegenseitig ausschlossen. Dieses Gesamtbild ist sehr eindeutig, auch wenn es in den sehr späten Sagas aus dem 14. Jahrhundert zwei einzelne „Ausrutscher“ gibt (Örvar-Odds saga and Hrólfs saga kraka), wo gesagt wird, eine Frau sei „Völva UND Seiðkona“. Aber bezeichnenderweise wird ja selbst hier noch genau unterschieden. Wäre die Bedeutung beider Begriffe deckungsgleich (wie es sich heute eingebürgert hat), wäre die getrennte Bezeichnung hier ja gar nicht nötig. Zudem sind es nur diese späteren und zu fantastischer Ausschmückung neigenden Sagas, die Seherinnen zusätzlich als „seiðkonur“ bezeichnen, so dass wir hier eine nachheidnische Übergangsstufe erkennen, die als Endpunkt in jene grelle Verzerrung mündete, wie sie das folgende Zitat aus der Thidreks Saga darstellt:

„Hierauf sammelte sich um König Hertnit ein großes Heer. Und seine Frau Ostacia ging hinaus und rief ihre Götter an, das heißt, sie ging hin zu beschwören, so wie es in der Vorzeit geschah, dass zauberkundige Frauen, die wir Völven nennen, zu beschwören pflegten. Und so weit trieb sie es in der Zauberkunst und Beschwörung, dass sie allerlei Tiere, Löwen, Bären und große fliegende Drachen beschwor. Die zähmte sie alle, bis dass sie ihr gehorchten und sie gegen ihre Feinde hetzen mochte. Und es wird gesagt […], dass ihr Heer dem bösen Feinde selber gleich war und sie selber erschien wie ein fliegender Drache.“

Hier haben wir also die für christliche Zeit typische Dämonisierung, wo die Seherin alter Zeiten mit der Hexe und Zauberin zu einer literarischen Standardfigur zusammengeflossen war, die offenbar mit dem Teufel verbündet ist und als Allround-Magierin daherkommt. Leider sind auch Snorris Erwähnungen in seinen pseudo-historischen Werken von dieser Sorte, wie sein obiges Zitat schon befürchten ließ, das von Unverständnis und christlicher Ablehnung geprägt ist. Und leider haben auch heutige „Hexen“ dieses rein christliche und undifferenzierte Bild übernommen und es lediglich mit positivem Selbstverständnis versehen.

Aus den Quellen geht ebenfalls hervor, dass Seherinnen im Gegensatz zu Seidhr-Leuten geachtete Mitglieder der Gemeinschaft waren und ihre Tätigkeit als „ehrbares Handwerk“ eben im Dienst und zum Nutzen dieser Gemeinschaft betrachtet wurde. Dieser Eindruck aus der Thorbjörg-Episode wird auch aus anderen Quellen deutlich, so in Nornagests þáttr, wo berichtet wird:

„Völven, die man auch als Seherinnen [spákonur] bezeichnete, zogen durch das Land und sagten die Schicksale [ørlög] der Menschen voraus, weshalb viele Männer sie auf ihre Gehöfte einluden, Feste für sie ausrichteten und sie zum Abschied reich beschenkten.“ (Flateyjarbók I, Ólafs saga Tryggvasonar).

In mythologischen Belegen steht das Wissen um die Zukunft mit Frigg und Gefion in Verbindung (Lokasenna, Gylfaginning), von denen gesagt wird, sie würden alle Schicksale kennen, die aber gerade keine Verbindung zu hexerischen Seidhr-Künsten à la Freyja aufweisen. Und wenn mythologische Details als weitere Indizien dienen dürfen, sollte man beachten, dass der Seidhr-kundige Odin entgegen Snorris Behauptung gerade nicht mit der Spá-Kunst in Zusammenhang gebracht wurde. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass er in der Unterwelt eine Seherin aufwecken musste, um Details über Baldrs Schicksal zu erfahren und dass er auch in Völuspá der Dienste einer Völva bedarf. Auch die darüber hinaus in der Edda auftretenden Seherinnen (Baldrs Träume, Hyndlalied) haben keinerlei Bezug zur Magie, der Begriff „Seiðr“ wird in Verbindung mit ihnen sorgfältig vermieden (mit Ausnahme der undurchsichtigen Heiðr in Völ. 22). Sie sehen in die Zukunft, sonst nichts.

Ganz im Gegensatz dazu steht die Beschreibung der Seidhr-Kundigen, die argwöhnisch als gesellschaftliche Außenseiter betrachtet wurden und deren Tätigkeit durchweg als Schadenszauberei dargestellt wird, die teilweise auch noch egoistischen Zielen diente. Trotz der besagten wenigen „Ausrutscher“ aus schon christlicher Sagazeit ist das Gesamtbild also eindeutig, dass es auch schon in heidnischer Zeit einen bedeutsamen Unterschied zwischen der positiv empfundenen Spá-Kunst und der negativ betrachteten Seidhr-Praxis gab. Und es gibt einen weiteren eddischen Beleg, der sehr aussagekräftig ist, und der die strikte Trennung der Bereiche endgültig belegt:

„Alle Seherinnen [völur] stammen von Viðólfr ab, alle Zauberer [vitkar] von Vilmeiðr, und alle Seidhr-Kundigen [seiðberendr] von Svarthöfði“ (Hyndlalied 33).

Hier werden also sogar ganz unterschiedliche Genealogien mit jeweils eigenen Urahnen postuliert, was bei der damaligen Bedeutungsfülle von Abstammungslinien ein deutliches Indiz für das zeitgeschichtliche Verständnis der Unvereinbarkeit (oder zumindest der strikten Trennung) dieser drei Bereiche war, die den Begriffen Spá, Galdr und Seidhr entsprochen haben dürften. Wie die Unterscheidung zwischen Seidhr und Galdr ausgesehen und ob sie lediglich in Schadens- und Gutzauberei oder in weiteren Details gelegen hat, kann und soll hier nicht erörtert werden. Ihre Trennung von Spá aber ist offensichtlich.

Beide Begriffe haben übrigens bis ins heutige Isländische überlebt, und auch heute noch steht „spá“ für Wahrsagung, Prophezeiung und „seiðr“ für Hexerei, Zauberei. Das ist angesichts der häufigen Bedeutungswandel von Begriffsinhalten für sich genommen zwar kein Beweis, im Fall der extrem konservativen isländischen Sprache aber immerhin ein weiteres und gewichtiges Indiz.

Soweit die Quellenlage, die insgesamt sehr eindeutig ist. Natürlich kann man nicht kategorisch ausschließen, dass eine Völva auch in magischen Künsten bewandert war. Genauso wenig kann man ausschließen, dass die Grenze zwischen Völventum, Seidhr und Galdr vielleicht doch nicht so streng war, wie die Quellen diesen Eindruck vermitteln. Aber darum ging es ja ursprünglich auch gar nicht, sondern nur um das heutige Missverständnis, Seidhr sei ein vor allem oder gar ausschließlich mit dem Völventum zusammenhängendes magisches Spezialgebiet, das als Sonderform im Gegensatz zu anderen Formen der Magie stehe. Und das ist so eben in keiner Weise richtig.

Wie eingangs erwähnt, kann man das im deutschsprachigen Ásatrú gerne anders definieren, und das ist ja auch bereits in einem kaum mehr umkehrbaren Maß erfolgt. Das aber beruht vor allem darauf, dass der von Diana L. Paxson neu geschaffene Begriff „oracular seidh“ hierzulande durch geflissentliche Ignoranz des entscheidenden Adjektivs in seiner Bedeutung verfälscht wurde, denn dessen Betonung liegt klar auf dem ersten, nicht auf dem zweiten Wort. Und insofern will sich dieser Artikel auch weder als Haarspalterei noch gar als Polemik gegen heutige Seidhr-Praktizierende verstanden wissen. Man muss sich dabei hierzulande nur im Klaren darüber bleiben, dass ein solches Verständnis in völligem Gegensatz zu den Quellen steht.
Quod erat demonstrandum.

Quelle: http://www.eldaring.de/pages/artikel/seidhr/seidhr-und-voelven.php

Gruß an die Sagen

TA KI

Weißer und schwarzer Pfad- universelle Lehre Franz Bardon I.


Auf dem modernen Esoterikmarkt herrscht eine mittlere Verwirrung über die vielen angebotenen Pfade. Ganz grob kann zwischen fünf Pfaden unterschieden werden, die der energetischen Höhe des letztendlichen Zieles entsprechen :

  • 1. Der göttlich spirituelle Pfad der völligen Selbstentsagung
  • 2. Der spirituelle Pfad der Selbsterlösung (auch : Samtan – Pfad )
  • 3. Der Pfad der weissen Magie
  • 4. Der schwarze Pfad mit dem Endziel des Verschmelzens in der MAYA – bei Mitbeanspruchnung der spirituellen Kräfte
  • 5. Der Pfad der niederen schwarzen Magie

 

1. Die erste Richtung, die von den göttlichen Hierarchien gewünscht wird, gibt später auch das höhere atmisch-spirituelle EGO auf und ist an eine Tradition wie die Weisse Bruderschaft des Kumara, die Hierarchie des planetarischen Logos oder des EINEN gebunden.
Diese Meister können auf den ganz hohen Einweihungen (dh. 6 und 7 bzw Stufe 21 und 22) – sofern sie sich soweit entwickeln dürfen – nur noch für das Göttliche wirken. Sie haben keine Handlungsfreiheit sondern sind auf ihrer Ebene ein verlängerter Arm zB. eines göttlichen Wesens oder eines Logosses wie des Kumara oder des Einen geworden, der sie überschattet bzw. beherrscht.
Im Hinduismus sagt man dann, der Meister sei Krishna oder Shiva oder eine Maha-Devi. Bei diesen Meistern war die Erleuchtung bzw. die Meisterschaft die völlige Selbstentsagung und evtl. sogar das Aufgehen in den Kräften einer kosmischen Gottheit oder eines höheren Meisters. Das kann soweit gehen, daß der Meister nur noch beobachten kann, was von oben mit ihm geschieht.
Eine ähnliche Ichaufgabe kannte auch das Urchristentum als Paulus sagte :“ Ich muss abnehmen, Christus in mir muss zunehmen“.
Diese höhere Ichaufgabe in ein All-Ich ist aber auch Voraussetzung für die Stufen 21 und 22 der Universellen Lehre, da der Meister sonst nicht in diese Ebene gelassen wird, jedenfalls nicht in absehbaren Zeiten.
Sri Aurobindo sagte beispielsweise : „In meiner ersten Zeit wirkte ich noch mit meinen Kräften für die Menschheit. Jetzt arbeite ich nur noch für das Göttliche“, und er sagte weiter: „Ich kann nicht euer Guru sein“.


2. Die andere Seite des spirituellen Pfades, der sog. SAMTAN-Pfad(Selbsterlösung), führt über die Erleuchtung zur Meisterschaft in die höchsten spirituellen Himmel der fünften Ebene . Wenige Meister kommen hier noch höher auf die Stufe 20 mit der 5ten Einweihung(Agama bedeutet ohne Zugang).
Dieser Pfad reicht meist nicht bis in die göttlich-gnostischen Ebenen des höchsten Sat-Chit-Ananda sondern „nur“ bis in die höchsten spirituellen Himmel bzw. bestimmte hohe Buddha-Länder (Tapo-Loka, 4te Einweihung, Stufe 19)).
Diese Meister wirken soweit es zulässig ist für die Menschheit und nicht für die Interessen einer Bruderschaft oder einer viel höheren Gottheit.
Das höchsten göttlichen Hierarchien, insbesondere die EINEN, lieben sie nicht wegen ihres ICHs und ihres potentiell hilfreichen Wirkens, das sie noch einzuschränken versuchen („Eingriff in das Karma„) und sie lassen sie nicht in die höchsten Ebenen( Machtteilung, Weltenplan ).
Unser Leben steht im Zusammenhang mit einem mehrdimensionalem KARMA, das seine letzte Ursache im allerhöchsten Göttlichen hat, und daher müssen die Dinge so sein wie sie sind !
In diese Kategorie gehören auch die verschiedenen Richtungen des Buddhismusses sowie natürlich der höhere Taoismus und große Teile des Hinduismusses und auch die Kabbalah.

Avatar Buddha Gautama, der ein Lehrer und nicht ein Guru war, warnte die Schüler aus Erfahrung : „Alle grossen Götter und Gurus wollen Euch nur benutzen.“ Deshalb sind die meisten Meister nicht gut auf ihn zu sprechen, aber auch, weil der Buddhismus nur einen unpersönlichen höchsten Geist vergleichbar mit dem EN-Sop(-Aur) der Kabbalah kennt und anerkennt – auch aus Unwissenheit über viel höhere Welten!
Sri Aurobindo hielt ihm ein überflüssiges Aufbäumen des ICHS vor (was nur teilweise zutrifft) , und selbst der den Christus verherrlichende Rudolf Steiner hielt dem Buddhismus Weltflucht vor.
Besonders ärgerlich sind viele hinduistische Schulen darüber, daß der Buddhismus den „höchsten Herrscher“ (Ishvara, Narayana) nicht als „Gott“ anerkennen will, der dieser ja letztendlich aus anderem Grunde auch nicht ist. Selbst Sri Krishna ist als überkosmische Gottheit des höchsten Ananda ist nur Teil des Göttlichen und nicht einmal ein Teil des SAT.
Allerdings endet der heutige Buddhismus mit der Erleuchtung (Stufe 19) des Mahparinirvana, erreicht also die Meisterschaft(Stufe 20) nicht, und er erkennt auch nur den unpersönlichen „Geist“(die grosse Leere) als Ursprung aller Dinge an. Der interplanetare Buddhismus endet vor der Agama-Sphäre(Para-Nirvana) auf der Stufe 20 bzw. der fünften Einweihung. Höhere Buddhas existieren nur in der Sonnenhierarchie.<br< Ähnlich=““ ergeht=““ es=““ dem=““ vom=““ buddhismus=““ beeinflussten=““ taoismus,=““ der=““ maximal=““ stufe=““ 19=““ erreicht.=““ <br=““> Erst Frau H. Blavatsky erwähnt in ihren Schriften weitere Entwicklungsstufen bis zum Parasamvit.

Die hinduistischen spirituellen Pfade unterscheiden drei grosse Richtungen entsprechend den 3 Hauptstrahlen, vergleichbar mit dem Karma-Yoga, dem Bhakti-Yoga und dem Jnana-Yoga:

  • Der Weg des Willens oder der Tat (Das Ich wird zum Werkzeug, zum selbstlosen Arbeiter)
  • Der Weg des Herzens oder der Liebe (der spirituelle Mensch wird geboren und entwickelt sich zum Heiligen)
  • Der Weg des Intellekts oder des Wissens (Das Denken wird zum Denken des spirituellen Weisen )

 

Das gleichzeitige Beschreiten aller drei Wege führt zum Licht und zum spirituellen Selbst, zur höheren Vollkommenheit. Es muss aber noch eine höchste spirituelle Umformung zur seelisch-spirituellen Umformung hinzukommen.
Diese wird später von einer göttlich-spirituellen Phase abgelöst, die die Fundamente der Natur des Unwissens in uns verwandelt.

3. Unter obigen beiden steht der Pfad der okkulten „weissen Magie“, der zB. in den Büchern des verstorbenen Adepten Franz Bardon systematisch beschrieben ist, allerdings unter dort beschriebener ethischer Kontrolle bzw. Introspektion , sowie natürlich als Diener der göttlichen Vorsehung, sonst entwickelt sich schnell ein Schwarzmagier oder zumindest ein Okkultist, der nur für die Wünsche seines kleinen ICHS lebt und seine Fähigkeiten entsprechend einsetzt und evtl. mißbraucht.
Dieser Pfad entwickelt die durch die Naturevolution vorhandene Seele (Astral,Mental) und wirkt mit den vier Elementen der 4 unteren Ebenen, dem Prana oder Chi, den polaren Kräften, dem Allicht, der Allenergie und den verschiedenen Akashas bzw. Äthern.

Der Pfad der reinen WEISSEN MAGIE endet vergleichbar parallel zur Stufe 14 der UNIVERSELLEN LEHRE – dann verzweigt er auf gleicher Ebene (in die kleine mittlere Einweihungskammer der Cheops – Pyramide ) und vollzieht eine Breitenentwicklung mit Höhepunkt im Akasha. (Dazu auch noch “ A.A. Bailey : Eine Abhandlung über weisse Magie“)
Die Weiterentwicklung im Akasha ähnelt etwas der Erleuchtung, der Moksha, der Befreiung aus den drei unteren Welten. Er ist evtl. sogar durch das Maharloka mit einem nicht permananten kosmischen Bewusstsein verbunden, es ist aber nicht Vereinigung mit dem Paramatma-Purusha.
Daher sind auch die höchsten Adepten keine wahren Meister. Auch weist Meister D.K. von A.A. Bailey warnend darauf hin, dass auf unserem Planeten auf der Astralebene, welche viele Magier irrtümlich besuchen und deren Verblendungen erliegen, die schwarze Loge dominiert.
Der Pfad des weissen Magiers geht über die Mentalebene und nicht über die Astralebene, die nur der positive Pol des Negativen ist, während die Materie der negative Pol des Negativen ist. Fr. Bardon deutet in seinem Magiebuch in einem Bild auf eine Art Vajrasattwa als Vollendung hin.

In der bekannten gnostischen Schrift „Pistis Sophia“ werden diese Mächte als Äonen bezeichnet. Diese versuchen dort die Entwicklung der Pistis Sophia zu behindern, allerdings ohne Erfolg. Am Ende vereinigt Sie sich mit „Jesus“.

Die „Mutter“(im Sri Aurobindo Ashram) sprach diesbezüglich vom Druck der Götter(Devas) und dem Ansturm der Dämonen(Asuras), die dem Schüler auf dem Pfade begegnen können.
Sri Aurobindo sprach von etwa 20 % der Strebenden, die Probleme mit solchen und auch mit negativen Mächten bekommen, die dem gefährlichen Zwischenbreich zwischen Materie und Spirit entstammen (Sri Aurobindo : On yoga I-II).

Franz Bardon weist auch darauf hin, dass die positiven Genien(indisch : Suras) der mentalen Sonnenspäre in strahlendem goldenen Licht leuchten. Allerdings unterscheiden sich die negativen Sonnenwesen nur durch eine etwas dunklere Lichtstrahlung. LICHT allein ist also noch kein Kriterium ! Es ist nur eine Energieform von vielen.
„Die grössten Asuras sind die grössten Lichtwesen“, Die Mutter(Aurobindo), Gespräche, 17.2.1951
Auch der shivaistische Zerstörer Rudra ist solch ein ätherisches Lichtwesen (Ru bedeutet „Licht“).
Daher meine Warnung an fortgeschrittene Sucher, das Licht der „Meister“ zu prüfen. Auch die schwarzen Meister(mit allen Möglichkeiten des Menschen) sind auf Erden Lichtwesen mit Anteilen der buddhischen und atmischen Ebene !)
A.A. Bailey schrieb : „Ein Meister hat keine Aura“.

Auch die höchsten Adepten der Akasha der Sphären (Sephiroth) sind noch keine Meister, da ihnen der Transformationsprozess der Synthese der Sephiroth fehlt(“ Das Erscheinen der 10 Sephiroth ist wie ein Blitz ohne Ende“, Kabbalah).

Der schwarze Pfad hat ebenfalls zwei Richtungen :

4. Die aufwärtsstrebende Richtung des schwarzen Pfades führt über die buddhische Ebene in die „materiellen“ Akasha der Maya . Es ist der breite schwarze Pfad der Persönlichkeit und der persönlichen Erfüllung ohne Moral – zum „schwarzen Meister“(Chi Ru, Meister des KAL, die „Meister mit dem schwarzen Gesicht“). Ein indisches Beispiel ist die schwarze (Kala-)Kali im Gegensatz zur hellblauen Kali. Im Hinduismus ist dieser Pfad als ‚Schwarzer Tantra‘ bekannt.
Die dunklen zornigen Buddhas, die allerdings auch oft einen Yidam darstellen, dienen aber der Beherrschung solcher Kräfte.

Die schwarzen Meister haben eine lange Erfahrung mit der Menschheit und wissen genau, mit welchen Versprechungen sie die Menschen auf ihren Pfad locken können.
Der schwarze Pfad entwickelt die Persönlichkeit…..die schwarzen Meister können ihr Selbst nicht überwinden …..auch die schwarzen Meister streben nach Reinheit……auch die schwarzen Meister sind mächtige Wesen……die schwarzen Meister arbeiten mit der Polarität……der schwarze Meister arbeitet mit Täuschung(Maya)…
Das Wirken der schwarzen Meister dient immer versteckt einem bösen Zweck …. ..Erst auf der vierten Einweihung trennen sich der weisse und der schwarze Pfad völlig.
Am Ende eines kosmischen Zyklusses lösen sich die schwarzen Meister zusammen mit der Maya auf.
(Zitate aus den Büchern von A.A.Bailey)
(Dazu : A.A.Bailey : Briefe über okkulte Meditation S. 143 und S. 201, Rohm-Verlag ).

Diese „aufwärtsstrebende Richtung“ des schwarzen Pfades benutzt den buddhischen Shabda und den Atman mit ihren Möglichkeiten ebenfalls, das heilige OM, die heilige Kuh Krishnas, das naturgemäss auf der buddhischen Ebene als Pranava eine Schwingungsform der Maya darstellt.
Hierhin gehören zB. auch jene Gruppierungen, die Yoga und Meditation nur zum „besser leben“ oder „um aus allem den größten Nutzen zu ziehen“ benutzen, und dann später dem kleinen Ich die Krone der Erleuchtung aufzusetzen beabsichtigen. Ihnen wird dann die eigene Selbstsucht zum Fallstrick.
Ein unbewusstes modernes Musterbeispiel für die Entwicklung der Persönlichkeit und des kleinen ICHS sind ja der „HERR“ oder die „DAME“, die gekonnt und gewinnend auftreten, und dabei genau ihre Bedürfnisse und Rechte kennen – unsere Kultur hat ja ihre Wurzeln im Samsara. Dies ist auch nicht mein persönliches Vorurteil. Auch A. A. Bailey(Meister D.K.) spricht sich gegen die Verbreitung von OM-Atemtechniken an feine Damen und Herren aus, damit sich diese es sich damit noch bequemer machen können.
Solche selbstbezogenen Gruppen finden trotz praktischer Unterdrückung der spirituellen Bewegungen heute manchmal Anklang, weil sie dem Zeitgeist entsprechen. Es ist ein grosser Unterschied, ob ein Schüler das Wissen nur für sich ausnutzt oder sich auch innerlich dem Göttlichen unterwirft(Sadhana) und es auch innerlich vertritt.

Einige schwarze Meister verbreiten eine Mixtur von „guten und bösen“ Techniken und Mantrams . Zudem lässt der schwarze Meister die Schüler oft unbewusst mit seinen ätherischen Kräften wie Satelliten um sich kreisen.

Damit kommen wir zur letzten Sorte schwarzer Meister, nämlich derer, die ihre „Meisterschaft“ durch Überschattung eines schwarzen Meisters oder von negativen Genien von einer höheren Ebene erlangten und (evtl. sogar unfreiwillig) ihre niederen Körper zur Verfügung stellten.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts liessen sich einige üble tibetische Bön-Lamas (Tibet hatte sich damals bis zur Zerstörung der Klöster durch die Chinesen in zwei Lager aufgespalten) während ihrer Überschattung durch Dämonen filmen.

Der schwarze Pfad entwickelt die vierfache Persönlichkeit und damit den Kausalkörper, der weisse Pfad unterwirft sie der spirituellen Seele.
Es ist für einen Anfänger leider praktisch nicht möglich, einen getarnten schwarzen Meister zu unterscheiden, denn insbesondere dieser benutzt und beherrscht die Kräfte der buddhischen und atmischen Ebene, damit auch den Pranava und die Macht und das niedere Licht des NADA-BRAHMAN, und er verfügt neben seiner stofflich-ätherischen Entwicklung über etwas ähnliches wie die Erleuchtung (eine Art von Moksha mit Befreiung aus den drei unteren Welten).
Er ist also hochentwickelt und fusst in den materiellen Akashas mit ihren Siddhis, nur endet sein Pfad in der Maya und nicht im Paramatma bzw. noch höher – und dementsprechend ist auch seine Aspiration.
Im Hinduismus gibt es vergleichbar die kosmische Gottheit SHIVA – den lichten göttlichen Zerstörer – und die Akasha-Zerstörer-Gottheit RUDRA. Sie sind beide kosmische selbstbewusste Schöpfungskräfte. Hier offenbaren sich zwei polare Wirkungen des ersten Strahls. Auch die unreine Maya als Produkt des zweiten Strahls hat sich ja nicht selbst geschaffen.

Die unterste Stufe der negativen Aspiration ist der sog. Schwarzmagier der sich mit den Unterwelten befasst, die im Hinduismus als die 7 Kapalas bekannt sind. Dieser entwickelt sich standardmässig über die Astralebene, wo die schwarze Loge dominiert und mißbraucht u.a. die Kräfte des Muladhara – Chakrams.

5. Die andere abwärtsstrebende Richtung der schwarzen Pfades ist die sog. involutionäre schwarze Loge der unteren negativen Welten, über die sich die Meister ausschweigen.
A.A. Bailey spricht hier von altem kosmischen Übel(als letztendliche Manifestation grosser dunkler Wesenheiten hoher Ebenen), das sich in unserem Sonnensystem eingenistet hat. Im Sirius-Sytem gebe es zB. keine schwarze Loge.
Im Hinduismus sind es die Pisatchas, der Islam spricht von 12 Oberteufeln, Rudolf Steiner nannte sie „arimanische Mächte“.
Natürlich arbeiten viele schwarze Meister jener hohen dunklen Ebenen okkult mit dieser schwarzen Loge zusammen bzw. bedienen sich solcher Kräfte.
Schüler dieses Pfades bedienen sich insbesondere der negativen Aspekte der Elemente und der Kräfte des untersten Chakrams, die für den Evolutionsprozess nicht benötigt werden. Ich will das hier nicht weiter ausführen (nicht wegen des zu erwartenden Spottes über einen solchen „Glauben“).

Schwarzmagier gibt es heutzutage zB. unter den Woodoo-Priestern, im schwarzen Tantra, aber auch in der tibetischen Bön-Religion, die sich früher ganz offen in die Gelbmützen und die Rotmützen aufgespaltete, deren eine Richtung sich früher offen zur schwarzen Magie bekannte. Weiterhin gibt es weltweit kleine Gruppen und getarnte schwarze Magier.

Ich erwähne die beiden schwarzen Pfade insbesondere deshalb, weil wir auf unserer Erde auf einem negativen Planeten wohnen, und daher sollte der Schüler nicht blauäugig auf die allschützende Wirkung des Lichtes vertrauen. Die Welt ist aus Kräften aufgebaut und nicht aus Ideen.

Es gibt also viele Entwicklungswege entsprechend den vielen positiven und negativen Energien auf allen Schöpfungsebenen. Das Göttliche ist natürlich die höchste Erfüllung und Herrlichkeit, aber die Erleuchtung und die Meisterschaft werden vom Göttlichen nicht verschenkt, für das der Mensch nur ein Werkzeug ist, dessen es sich beliebig bedient – leider für Ziele die auf unserem Planeten nicht dem Fortschritt der bevölkerungsmässig explodierenden Menschheit dienen.

 “ Tiefste Gedanken „

Aber ich habe trotzdem auch noch unbeantwortete Fragen : Falls es einen letztendlichen Gott (im Satyaloka) gibt, so müsste er doch aus einer wie immer gearteten Substanz bestehen. Wie entstand diese Substanz und warum gibt es nicht GAR NICHTS ? Es wäre doch normal, dass gar nichts existierte – weil das Existierende logisch aus etwas kommen muss, und dieses wiederum usw.
Ich denke, also bin ich und fühle, also bin ich. Aber warum existiere ich und warum existiere ich überhaupt ?
Ist es die Begrenztheit des Bewusstseins, das nur kausal in Raum und Zeit denken kann und bei „NULL“ und „UNENDLICH“ Denkprobleme hat, oder liegt die synthetische Wahrheit auf einer Ebene, auf der es weder Existenz noch Nichtexistenz gibt ?

Gibt es Freiheit ?

Das Göttliche ist als letzter Schöpfer allwissend und allmächtig (das sagen alle Traditionen).
ABER 1. : Wie kann es Freiheit geben, wenn Gott allmächtig ist. Wenn freie dh. unbestimmte Entscheidungen möglich sind, sind diese Gott diesbezüglich ausser Kontrolle geraten. In diesem Punkt wäre er dann nicht mehr allmächtig.

ANDERERSEITS : 2. Ist Gott allwissend, so weiss er um die Zukunft. Gäbe es freie Entscheidungen, so könnte er die Zukunft nicht mehr wissen und wäre nicht mehr allwissend in diesem Punkt (mit allen Konsequenzen).

UND 3. : Ist Gott wirklich allwissend und allmächtig, so lenkt er alles, und es gibt keine Freiheit. Dann kann aber niemand anders sein als er ist – dh. nur Gott ist letztendlich verantwortlich.
Das „Inch Allah“, „es fällt kein Spatz vom Dach ohne den Willen Gottes“ und Stellen aus dem Jap Ji der Sikhs über die Determinierung durch Shabda wären dann verständlicher. (Andererseits gilt : Wo kein Richter ist. Wer wollte Gott richten für sein Handeln.)

ABER 4. : Wenn Gott die Dinge festlegt und allwissenderweise die Zukunft kennt, so muss er die Dinge exakt so lenken, dass sie genauso kommen, wie er die Zukunft sieht : Was aber legt dann die Zukunft vorher fest ? Wird Gott von einer höheren Instanz gelenkt ?

Die Logik unseres Verstandes ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen, denn der Verstand vergleicht und entscheidet sich oft für das Plausible : Das Existierende müsste aus etwas nicht Existierendem entstanden sein. Aber eine Fläche ist in der Dimension des Raumes unendlich oft enthalten, ebenso der Raum in der 4.ten Dimension. Sollte es nur 7 Dimensionen geben (genau wie die 7 Strahlen mit den 3 Hauptstrahlen), so könnte der Hintergrund eine uns nicht bekannte höhere Physik sein. Auch stellt sich die Frage, warum sich periodisch alles innerhalb der 5 unteren Ebenen nach Äonen langsam wieder auflöst und dann wieder entsteht. Hier wäre irgendwie noch die Zeit im Spiel, allerdings mit einer unverständlichen Periodizität, die die höhere göttliche Freiheit zu ichlosen periodischen Schöpfungsakten reduziert.

Auch das Christentum hatte ursprünglich eine Antwort auf die Frage nach der Schuld.
Paulus sagt in Römer 8.9 :
Folgt daraus, dass Gott ungerecht ist ? Keineswegs ! Er sagte ja zu Moses : Ich erweise meine Gunst, wem ich will und ich schenke mein Erbarmen, wem ich will. Es kommt also nicht auf den Willen des Menschen an, sondern nur auf Gottes Erbarmen. So liess Gott auch dem Pharao sagen : Ich habe dich zum König gemacht, um an dir meine Macht zu zeigen und meinen Namen der ganzen Welt bekanntzumachen. Gott verfährt also ganz nach seinem freien Willen : Dem einen schenkt er seine Gnade, und den anderen macht er so starrsinnig , dass er sich gegen ihn verschliesst.
Man wird mir entgegenhalten : Warum zieht uns Gott denn dann für unser Tun zur Rechenschaft ? Wenn er einfach über uns verfügt, dann können wir ja nicht anders. Aber bedenkt doch, wer wir sind ! Wie dürfen wir uns anmasssen, Gott zu kritisieren ! Sagt vielleicht ein Werk zu seinem Schöpfer : Warum hast Du mich so gemacht ? Denkt an den Töpfer. Er hat das Recht seinen Ton nach Belieben zu verwenden. Er kann aus ein und demselben Tonklumpen zwei ganz verschiedene Gefässe machen : Eines für die festliche Tafel, ein anderes als Behälter für den Abfall.
Später sagt Paulus : Freuen wir uns, dass wir nicht Gefässe des Zornes Gottes sind.

Auch in JESAJA 45,9 findet sich diese Gott-Tongefäss-Beziehung ähnlich beschrieben.

Die Antwort eines Paulus kann mich aber nicht befriedigen : Einmal hat Gott alles direkt und indirekt geschaffen und verursacht, andererseits wird er schnell zornig und produziert die niedrige (Maya-)Zornes-Energie der unteren Welten, wenn Ihm etwas nicht passt, also auch das Böse.
Mir erscheint das persönlich als Mangel an Erhabenheit und Wahrhaftigkeit, also als Mangel an Vollkommenheit.
Auch ist die Angewiesenheit eines Paulus auf das Erbarmen Gottes nicht unbedingt ein Fall von harmonischem Schöpfungsaufbau ! Der erleuchtete Mensch hat als Abbild Gottes einmal die Fähigkeit zur klaren Erkenntnis auch der für Gott nicht schmeichelhaften Wahrheit.
Zudem ist der Zorn unverständlich, das er ja durch seine Allmacht der Drahtzieher aller Geschehnisse und damit auch aller Verbrechen ist.

Aus dem Buddhismus kommt die Antwort : Wie kann Vollkommenes unvollkommenes erschaffen oder wollen ?

A. A. Bailey(Meister D.K.) spricht davon, dass wir hier die Unvollkommenheiten des Sonnenlogos sehen, im Zusammenhang mit dem Wirken der sieben kosmischen Avatare oder Strahlenherren, und dass die höchste überkosmische Gottheit im SAT nicht bekannt sei, die jenseits aller höchsten Logosse der vielen Universen existieren muss.

Quelle:http://www.universelle-lehre.de/

…danke an Wilfried S.

Gruß an die Erkennenden

TA KI