Erstaunliche Eigenschaften des Sonnenlichts, von denen du möglicherweise noch nie gehört hast


Von  Sayer Ji, gefunden auf wakeup-world.com; übersetzt von Taygeta

Vom Sonnenlicht wissen wir, dass es uns Vitamin D liefert, aber wusstest du, dass es Schmerzen tötet, uns am Abend wach hält, Fett verbrennt und einiges mehr….

Unsere biologische Verbindung und Abhängigkeit von der Sonne ist so tief, dass die Variation der menschlichen Hautfarbe von afrikanischer, melaningesättigter dunkler Haut bis zur relativ melaninarmen, kaukasischen helleren Haut sich als ein Nebenprodukt ergab durch die Wanderung der Nachkommen unserer letzten gemeinsamen Vorfahren aus Afrika (bestimmt durch mitochondriale DNA) in Richtung sonnenlichtarme höhere Breiten (vor etwa 60.000 Jahren). Um die geringere Verfügbarkeit von Sonnenlicht auszugleichen, hat sich der Körper schnell angepasst, was im Wesentlichen die Entfernung des natürlichen „Sonnenschutzmittels“ Melanin aus der Haut erfordert, was die Vitamin-D-Produktion stört; Vitamin D ist in natürlicher Weise an der Regulation von über 2.000 Genen beteiligt und ist daher eher ein Hormon, ohne dass dabei unsere gesamte genetische Infrastruktur destabilisiert wird.

Während die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin D gut dokumentiert sind (GreenMedInfo.com hat über 200 Gesundheitsfaktoren identifiziert, die von der Optimierung des Vitamin D-Spiegels profitieren können, und auf der Seite Vitamin D Health Benefits sowie Henry Lahore’s Vitamin D Wiki findet man noch viel mehr), werden die therapeutischen Eigenschaften des Sonnenlichts erst seit Neuem in grösserer Tiefe von der Forschungsgemeinschaft erforscht.

Nachfolgend sind fünf bemerkenswerte Eigenschaften der Sonneneinstrahlung aufgeführt:

1) Sonnenlicht hat schmerzstillende (analgetische) Eigenschaften:


Eine 2005 in der Zeitschrift Psychosomatic Medicineveröffentlichte Studie mit dem Titel „The effect of sunlight on postoperative analgesic medication use: a prospective study of patients undergoing spinal surgery“ („Die Wirkung von Sonnenlicht auf den postoperativen Einsatz schmerzstillender Medikamente: eine prospektive Studie an Patienten, die sich einer Wirbelsäulenoperation unterzogen“) analysierte Patienten, die sich auf verschieden hellen Seiten des Krankenhausgebäudes aufhielten, wobei die Patienten auf der hellen Seite durchschnittlich 46% mehr Sonnenlicht erhielten. Diese Patienten, die einer erhöhten Intensität des Sonnenlichts ausgesetzt waren, empfanden weniger Stress, nahmen 22% weniger schmerzstillende Medikamente und hatten 21% weniger Kosten für Schmerzmittel. [i]

2) Sonnenlicht verbrennt Fett:

Eine Studie aus dem Jahr 2011, veröffentlicht im Journal of Investigative Dermatology, wies auf eine bemerkenswerte Tatsache des Stoffwechsels hin: Die Exposition der menschlichen Haut gegenüber UV-Licht führt zu einem erhöhten subkutanen Fettstoffwechsel. Während subkutanes Fett, anders als viszerales Fett, nicht als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen angesehen wird, ist jedoch bekannt, dass ein Mangel an einem der bekanntesten nützlichen Nebenprodukte des Sonnenlichts, Vitamin D, mit eröhtem viszeralem Fett assoziiert ist [ii]. Ausserdem es gibt eine solide Forschungsbasis die zeigt, dass ein Mangel an Vitamins D mit Korpulenz verknüpft ist. Es gibt 9 solchen Studien auf unserer Korpulenz-Forschungsseite.

Eine dieser Studien trägt den Titel „Association of plasma vitamin D levels with adiposity in Hispanic and African Americans“ (Über den Zusammenhang des Plasma Vitamin D Spiegels mit Fettleibigkeit bei Hispanoamerikanern und Afroamerikanern) und wurde in der Zeitschrift Anticancer Researchim Jahr 2005 veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass die Vitamin-D-Spiegel bei Hispanoamerikanern und Afroamerikanern in umgekehrtem Verhältnis mit Fettleibigkeit (einschliesslich abdominaler Fettleibigkeit) in Verbindung stehen [iii]. Der Grund? Wenn man einer UVB-Strahlung ausgesetzt ist, wobei diese am grössten ist in den zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Sonnenhöchststand, kann das eine wichtige Rolle spielen bei der Fettverbrennung auf natürliche Weise. Die UVB-Strahlung ist für die für die Produktion von Vitamin D verantwortlich.

3) Das Sonnenlicht kann über die Sonnenzyklen die Lebenserwartung des Menschen direkt regulieren:

Im Jahr 2010 wurde in der Zeitschrift Medical Hypotheses eine Untersuchung mit dem Titel „The effect of solar cycles on human life in the 50 United States: variation in light affects the human genome“ (Die Wirkung von Sonnenzyklen auf das menschliche Leben in den Vereinigten Staaten: Die Lichtveränderungen beeinflussen das menschliche Genom), veröffentlicht, in der die Forscher die Möglichkeit überprüfen, dass Sonnenzyklen sich direkt auf das menschliche Genom auswirken.  Die Forschern stellten fest:

„In der vorliegenden Studie berichten wir, dass jene Personen, die während der Spitzen (MAX, Dauer ca. 3 Jahre) des ca. 11-jährigen Sonnenzyklen gezeugt und wahrscheinlich geboren wurden, durchschnittlich 1,7 Jahre weniger lang lebten als jene, die während der Nicht-Spitzen gezeugt und wahrscheinlich geboren wurden (MIN, Dauer ca. 8 Jahre). Die erhöhte Energie am solaren MAX, auch wenn sie nur relativ geringfügig, um 0,1% , gegenüber MIN abweicht, verändert offenbar das menschliche Genom/Epigenom und erzeugt Veränderungen, die für verschiedene Krankheiten prädisponieren und dadurch die Lebensdauer verkürzen. Es ist wahrscheinlich, dass dieselbe Energie die vorteilhafte Auswahl im Genom erhöht, was die Anpassungsfähigkeit an eine sich verändernde Umgebung verbessern kann.“

Die Sonneneinstrahlung kann sich daher direkt auf die Dauer unseres Lebens auswirken und sogar genetische Veränderungen beschleunigen, die uns einen Überlebensvorteil verschaffen können[iv].

4) Das sich dem Tageslicht aussetzen verbessert die Aufmerksamkeit am Abend:


In der Studie „Effects of prior light exposure on early evening performance, subjective sleepiness, and hormonal secretion“ (Effekte der vorherigen Lichtexposition auf die Leistung am frühen Abend, auf subjektive Schläfrigkeit und hormonelle Sekretion), veröffentlicht im Jahr 2012 in der Zeitschrift Behavioral Neuroscience, wurde festgestellt, dass Probanden sich zu Beginn des Abends deutlich wacher fühlten, nachdem sie zuvor 6 Stunden lang hauptsächlich dem Tageslicht ausgesetzt waren, während sie am Abend schläfriger waren, wenn sie vorher künstlichem Licht ausgesetzt waren.

5) Sonnenlicht kann sich in Stoffwechselenergie umwandeln:

Wenn eine im Jahr 2008 im Journal of Alternative and Complementary Medicineveröffentlichte neue Hypothese richtig ist [vi], wird nun eine langjährige Annahme in Frage gestellt, nämlich dass Tiere [und Menschen] nicht in der Lage seien, Lichtenergie direkt zu nutzen.  Mit anderen Worten, unsere Haut kann eine Art Melanin-„Solarzellen“ enthalten, und es kann möglich sein, Energie, wie dies Pflanzen tun, direkt von der Sonne „aufzunehmen“.

Melanin hat verschiedene Rollen in verschiedenen Organismen. Von der Tinte des Kraken bis hin zu den Melanin-basierten Schutzfarbstoffen von Bakterien und Pilzen bietet Melanin Schutz vor einer Vielzahl von Bedrohungen: vor Raubtieren oder biochemischen Bedrohungen (Wirtsabwehr gegen eindringende Organismen), sowie Schutz vor UV-Licht und anderen chemischen Belastungen (z.B. Schwermetalle und Oxidationsmittel). Häufig übersehen wird jedoch die Fähigkeit von Melanin, Gamma- und Ultraviolettstrahlung innerhalb lebender Systeme in Stoffwechselenergie umzuwandeln.

Einzellige Pilze konnten beispielsweise in dem eingestürzten Kernreaktor von Tschernobyl in der Ukraine gedeihen, wobei die Gammastrahlung als Energiequelle genutzt wurde. Bei Albino-Pilzen ohne Melanin wurde festgestellt, dass sie nicht in der Lage sind, Gammastrahlung auf diese Weise zu verwenden, was beweist, dass Gammastrahlen einen noch unbekannten Prozess von Energieproduktion innerhalb des der Strahlung ausgesetzten Melanins einleiten.

Auch Wirbeltiere können mit Hilfe von Melanin Licht direkt in Stoffwechselenergie umwandeln. In einer Rezension mit dem Titel „Melanin wandelt Licht direkt für die Verwendung im Stoffwechsel von Wirbeltieren um: heuristische Gedanken über Vögel, Ikarus und dunkle menschliche Haut“ bieten Geoffrey Goodman und Dani Bercovich eine zum Nachdenken anregende Reflexion über das Thema. Es lohnt sich, die Zusammenfassung der Arbeit in ihrer Gesamtheit zu lesen:

„Pigmente erfüllen offenkundig viele visuelle, animalische Funktionen (z.B. in Haaren, Haut, Augen, Federn, Schuppen). Das eine ist „Melanin“, ungewöhnlich in seiner Absorptionsfähigkeit über das UV- und sichtbare Spektrum hinweg, was aber kontrovers diskutiert wird. Jede polymere oder Makrostruktur von Melanin-Monomeren ist eigentlich ‚Melanin‘. Seine Rolle ergibt sich aus komplexen strukturellen und physikalisch-chemischen Eigenschaften wie z.B. Halbleiter, stabile Radikale, Leiter, Radikalfänger oder Ladungstransfer.
Kliniker und Forscher sind gut vertraut mit Melanin im Zusammenhang mit Haut- und Augenerkrankungen. Sie werden nun zunehmend mit internen, mit Melanin versehenen, krankheitsassoziierten Stellen konfrontiert, die nicht offensichtlich der Bestrahlung mit Licht ausgesetzt sind (z.B. Gehirn, Ohrschnecken). Bei beiden Arten von Standorten geben die Ergebnisse einige Rätsel auf: positive und negative Effekte bei Parkinsons; unerwartete Melanozyten-Aktion in der Ohrschnecke bei Taubheit. Melanin reduziert DNA-Schäden, kann aber Melanome (Hautkrebse) fördern (…).
Ein wenig bekanntes anatomisches Rätsel bei Vögeln kann helfen, Melanin-Paradoxien zu lösen. Eine von vielen einzigartigen anatomischen Anpassungen zur Flugfähigkeit ist das Pecten, ein seltsames intra-okulares Organ mit ungelöster Funktion(en), ist bei Vögeln stark vergrössert und enthält viel Melanin. Vögel müssen  bei ihren Langdistanz-Nonstop-Wanderflügen gegen Schwerkraft, Sauerstoffmangel, Durst und Hunger kämpfen, und das oft bei Unternull-Temperaturen. Das Pecten könnte helfen, den Energie- und Nährstoffbedarf unter jenen extremen Bedingungen zu decken und zwar durch eine marginale, aber entscheidende, Melanin-initiierte Umwandlung von Licht in Stoffwechselenergie, gekoppelt mit lokalem metabolischem Recycling.
Ähnlich könnte in Zentralafrika die Reduktion der Körperbehaarung und der Anstieg des Melaninspiegels zu einem „Photo-Melanin-Metabolismus“ geführt haben, der, obwohl in kleinem Umfang, insgesamt eine stark erhöhte Entwicklung des energiehungrigen Kortex (Grosshirnrinde) und ein verbessertes menschliches Überleben ermöglicht hat. Traditionell wird immer noch angenommen, dass Tiere unfähig sind, Lichtenergie direkt zu nutzen. Melanin und das Pecten könnten aber auch für die menschliche Physiologie und Medizin unerwartete Lektionen bereit halten.“

(…)

Für die Referenzen (zitierte wissenschaftliche Abhandlungen, in englisch) bitte im Originalartikel nachschlagen.

Quelle

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Gruß an die Sonne

TA KI

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Die besten Tricks gegen Pigmentflecken.


Pigmentflecken können bräunlich, rötlich oder auch gelblich aussehen. Meistens treten die dunklen Hautflecken auf der Stirn, den Händen und dem Dekollete auf. Doch diese Störung unseres ebenmäßigen Hautbildes ist nicht durch eine Krankheit bedingt, sondern lässt sich ganz einfach erklären.

Was sind Pigmentflecken?

YouTube/Ooobacht

Wenn wir ungeschützt in die Sonne gehen, verfärbt sich unsere Haut braun und wird dunkler. Dies ist eine Schutzreaktion des Körpers auf die schädliche UV-Strahlung. Die Melanozyten in der Haut produzieren dann mehr des Hautfarbstoffes Melanin. Die Melaninproduktion unserer Haut gibt vor, ob wir einen helleren oder einen dunkleren Teint haben. Pigmentflecken entstehen dann, wenn unsere Melanozyten gestört sind und an einzelnen Stellen unserer Haut mehr Melanin produzieren als an anderen. Das Hautbild wird fleckig. Obwohl sie auch häufiger als Altersflecken bezeichnet werden, treten Pigmentflecken auch bei jüngeren Menschen auf. Im Alter kommen die Flecken jedoch öfter vor, da die Störung der Melaninproduktion in der Haut, durch hormonell bedingte Veränderungen, häufiger auftritt.

Wikipedia/Solarium – Tristanb

Besonders häufig treten Pigmentflecken bei hormonellen Veränderungen auf. Schwangerschaft, die Einnahme der Anti-Baby-Pille, oder die Wechseljahre führen besonders oft zu dieser Störung. Generell kann man die Bildung von Pigmentflecken also nicht vermeiden. Jedoch gibt es gewisse Faktoren, die diese Hautstörungen begünstigen. Deshalb sollte man eine starke UV-Strahlung eher meiden, also keine Solariumgänge und die Haut im Sommer durch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen.(***) Doch auch manche Medikamente können Pigmentflecken hervorrufen, wie etwa das Johanniskraut, das als pflanzliches Beruhigungsmittel eingesetzt wird. Das Kraut erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut und begünstigt eine Hyperpigmentierung.

Was kann ich dagegen tun?

Es gibt viele Produkte auf dem Markt die gegen Pigmentflecken helfen sollen. Allerdings bekämpfen diese Kosmetika nicht die Ursache für die Flecken, sondern hellen sie nur auf. Das Gleiche kann man aber genauso gut mit Naturprodukten erreichen. Das ist schonender für empfindliche Haut und hat den selben Effekt.

Zitrone

Zitronensäure ist dafür bekannt, dass sie eine bleichende Wirkung hat. Eine Behandlung der Pigmentflecken mit dieser Säure hat einen ähnlichen Effekt wie ein Fruchtsäurepeeling beim Kosmetiker.

Anwendung:

Schneide eine Zitrone in 2 Hälften und drücke den Saft einer Hälfte in eine saubere Schüssel. Die andere Hälfte kannst du bis zu ihrem Einsatz mit Frischhaltefolie im Kühlschrank lagern. Dann tauchst du ein Wattebällchen in den Zitronensaft und tupfst ihn auf deine Pigmentflecken. Diese Anwendung solltest du mehrmals täglich wiederholen. Bald darauf werden die Flecken nach und nach aufhellen.

Buttermilch

Buttermilch wirkt durch die enthaltene Milchsäure ähnlich wie der Zitronensaft. Die Säure hellt die Flecken auf.

Anwendung:

Tauche ein Wattebällchen in Buttermilch und betupfe die Pigmentflecken damit. Wiederhole diese Anwendung mehrmals am Tag.

Knoblauch

Der Knoblauch enthält eine Vielzahl von ätherischen Ölen, die ebenfalls eine bleichende Wirkung haben und Pigmentstörungen aufhellen können.

Anwendung:

Schäle eine Knoblauchzehe und schneide sie in der Mitte auf. Nun reibst du die geschnittene Seite der Zehe auf die Hautpartien an denen du die Pigmentflecken loswerden möchtest. Das Ganze solltest du mehrmals täglich wiederholen.

Zink und Selen

Zink ist besonders wichtig für die Haut, die Haare und die Fingernägel. Um Pigmentflecken vorzubeugen oder zu reduzieren können zinkhaltige Lebensmittel unterstützend wirken.

Zinkhaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Nüsse, Haferflocken, Mais, Linsen, Fisch, Meeresfrüchte und Rindfleisch.

Selen ist ein Spurenelement, das unser Körper durch Nahrungsaufnahme braucht. Es kann vorzeitige Zellalterung vorbeugen und ist besonders wichtig für die Haut, damit sie sich vor UV-Strahlung schützen kann. Damit kannst du der Bildung von Pigmentflecken vorbeugen.

Selenhaltige Lebensmittel sind zum Beispiel in Milch, Nüssen, Fisch, Leber, Sesam und in vielen Getreideprodukten.

Pigmentflecken können nicht einfach verschwinden, aber mit diesen Mitteln kannst du sie so aufhellen, dass du sie so gut wie gar nicht mehr siehst. Probiere es doch selbst einmal aus!

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/pigmentflecken-loswerden/

(***) iCH kann nur dringend davor warnen die Haut mit Sonnenschutzcremes einzuschmieren- fast alle sind hochgradig gesundheitsschädlich- und es ist für uns lebensnotwendig uns so oft wie nur möglich, in der Sonne aufzuhalten, denn nur so produzieren wir Vitamin D.

Daß sich niemand solange der Sonnenstrahlung aussetzen soll bis er so aussieht:

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…versteht sich von selbst…

TA KI

Sonnen schützt vor Hautkrebs!!!


Schützt viel Sonne vor Melanomen? Es scheint paradox: Wer von Kind an häufig in der Sonne ist, hat offenbar ein geringes Melanomrisiko.

Von Thomas Müller

Schützt viel Sonne vor Melanomen?

Arbeit auf dem Bauernhof und dadurch von Kindheit an viel in der Sonne – das hat erstaunlicherweise kein erhöhtes Melanomrisiko zur Folge.

Viel Sonne, viel Hautkrebs: auf diese einfache Formel wird allgemein der Zusammenhang zwischen UV-Exposition und dermatologischen Tumoren gebracht. Doch so einfach lässt sich das Hautkrebsrisiko wohl nicht erklären, sonst wären wir vermutlich schon ausgestorben.

Schließlich arbeiteten unsere Vorfahren weder vor der Sonne geschützt in abgedunkelten Büros, noch cremten sich die Bauern vor 100 Jahren mit Lichtschutzfaktor 50 ein, bevor sie aufs Feld gingen.

Das Problem scheint ein anderes zu sein: Wir verbringen so wenig Zeit in der Sonne, dass wir kaum noch die üblichen Schutzmechanismen gegen die UV-Strahlung ausbilden. Das rächt sich dann im Urlaub.

So lassen sich zumindest die Daten interpretieren, die Dermatologen um Dr. Margit Huber von den Unikliniken Ulm und Dresden nun veröffentlicht haben: Dabei scheint eine chronische Sonnenbestrahlung mit einem geringeren, eine sporadische Bestrahlung, also etwa der Badeurlaub mit käseweißer Haut am Mittelmeer, mit einem erhöhten Melanomrisiko einherzugehen (JEADV 2014; online 31. März).

Draußen aktiv, geringes Melanomrisiko

Die Forscher haben in einer Fall-Kontroll-Studie 291 Patienten mit einem Melanom, 212 mit einem Basalzellkarzinom sowie knapp 330 Patienten ohne dermatologische Erkrankungen (Kontrollgruppe) nach ihrer Sonnenexposition und einer Reihe weiterer Risikofaktoren befragt. Alle Patienten stammten aus Kliniken in Ulm und Dresden.

Nach diesen Daten hatten sich Patienten ohne Hautkrebs vor 20 Jahren viel häufiger im Freien bewegt als Melanomkranke: Tennisspielen, Segeln, Bergsteigen, Wandern, Fußballspielen, Skifahren – all diese Aktivitäten hatten die Hautgesunden häufiger angegeben.

Vor allem waren die Patienten ohne Melanom in der Kindheit viel häufiger draußen. Faktoren wie Bergwandern in der Kindheit gehen nach diesen Berechnungen mit einem etwa 70 Prozent geringeren Melanomrisiko einher.

Etwas verstörend wirkt, dass sich für häufigen Solariumbesuch gar ein um 90 Prozent reduziertes Melanomrisiko berechnen ließ. Eine Dauerkarte fürs Sonnenstudio zur Melanomprävention wollen die Autoren der Analyse aber trotzdem nicht empfehlen.

Auch wenn es plausibel klingt, dass eine regelmäßige UV-Exposition auf der Sonnenbank ähnlich protektiv wirken könnte wie eine regelmäßige Sonnenbestrahlung, verweisen sie bei diesem Punkt auf andere Untersuchungen, die für Freunde des künstlichen Sonnenlichts ein eher erhöhtes Melanomrisiko ergaben.

Eine reduzierte Melanomgefahr ließ sich aus den Patientenangaben im Einklang mit anderen Untersuchungen auch für einen dunklen Hauttyp und Träger brauner Augen ableiten. Erstaunlich ist auch ein 65 Prozent reduziertes Risiko für Patienten mit einer Atopie. Kein erhöhtes Risiko ergibt sich für Vollzeitbauern.

Wenig überraschend ist hingegen das erhöhte Melanomrisiko für Sonnenbrände in der Kindheit (plus 84 Prozent) und Gartenarbeit (110 Prozent). Auch Schwimmen und der häufige Gebrauch von Sonnencreme geht nach diesen Daten mit einem erhöhten Melanomrisiko einher – hier kommt wohl der Badeurlaub ins Spiel.

Wirkt Atopie protektiv?

Etwas anders sieht es bei den Risikofaktoren für ein Basalzellkarzinom aus. Hier scheint die Lebenszeitdosis ein wichtiger Faktor zu sein. Für ein hohes Maß an Aktivitäten im Freien ergeben die Umfragewerte ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, bei Vollzeitbauern bis um den Faktor vier.

Protektiv scheinen jedoch wie auch beim Melanom ein dunkler Hauttyp und eine atopische Erkrankung zu sein. Die Autoren um Huber vermuten bei der Atopie krebshemmende Effekte einer gesteigerten Mastzellaktivität.

Da die Daten der Analyse nicht prospektiv ermittelt wurden, sondern auf rein subjektiven Angaben der Patienten beruhen, sind sie mit großer Vorsicht zu genießen. Außerdem sind die Fallzahlen in der Studie sehr klein, sodass es auch aus diesem Grund zu Verzerrungen kommen kann.

Für belastbare Aussagen zu dem Thema sollte man also lieber auf große prospektive Kohortenstudien setzen.

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Gruß an die Gesundheit

TA KI