Inhaltsstoffe von Hautcremes, die für Gesundheit und Umwelt bedenklich sind.


„Niveau ist keine Hautcreme“, heißt ein mittlerweile in die Jahre gekommener Witz. Pflegeprodukte für unsere Haut stehen allerdings immer noch hoch im Kurs – zumal die Männerwelt beim Eincremen erheblich aufholt. Wer Niveau ausstrahlen möchte, greift zu Tiegel und Tube.

Gerade jetzt im Winter unterstützen Lotionen und Cremes die Hautregeneration. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch auch, dass das, was wir regelmäßig auf unser größtes Organ schmieren, immer wieder bedenkliche Stoffe enthält. Auf die folgenden 7 Signale solltest du daher achten, um zu entscheiden, ob du bei deiner Hautcreme bleiben möchtest:

1.) Silikon

Die einen denken bei Silikon an Brustvergrößerung, die anderen an Fugenmasse. Die wenigsten wissen jedoch, dass Silikone auch in manchen Feuchtigkeitscremes stecken. Dort sollen sie einen wasserabweisenden Schutzfilm bilden, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Für die Gesundheit ist das in der Regel unbedenklich, aber nicht für die Umwelt. Silikone können nämlich nicht vollständig aus dem Abwasser gefiltert werden. Auf der Inhaltsangabe erkennst du Silikone an Bezeichnungen wie „Polysiloxane“, „Dimethicone“ oder „Cyclomethicone“.

2.) Mineralöl

In vielen Kosmetikartikeln sind Mineralöle enthalten. Sie verstecken sich hinter Begriffen wie „Petrolatum“, „Paraffinum“, „Microcrystalline Wax“, „Ceresin“ oder „Vaseline“.  In einer Untersuchung der Stiftung Warentest kam heraus, dass mit dem Mineralölanteil in den Produkten auch der Anteil an aromatischen Kohlenwasserstoffen steigt, die als potenziell krebserregend eingestuft werden. In Lebensmitteln sind solche Stoffe längst verboten, doch gibt es ernst zu nehmende Hinweise, dass sie auch über die Haut aufgenommen werden und sich in Organen ablagern. Gerade bei Lippenbalsam ist zudem eine Aufnahme über den Mund fast unvermeidlich.

3.) „Ohne Konservierungsstoffe“

Hautcremes sind ein Paradies für Bakterien und Schimmelpilze. Einige verwendet man monatelang, sie stehen im feuchtwarmen Badezimmer und täglich taucht der Finger in sie hinein. Kein Wunder, dass Konservierungsstoffe bei vielen Cremes eine große Rolle spielen. Synthetische Konservierungsstoffe sind aber nicht unkritisch: Sie können resistente Erreger und Allergien begünstigen. Deshalb verzichten manche Hersteller ganz auf sie, was allerdings einen sorgsameren Umgang erfordert.

Grundsätzlich sind Hautcremes ohne Konservierungsstoffe also gut, nur sollte man sie ausschließlich mit gewaschenen Händen oder mit einem sauberen Spatel auftragen. Tiegel und Tuben müssen immer dicht verschlossen gelagert werden.

4.) „Ohne Parabene“

Parabene sind eine besondere Art der Konservierungsstoffe. Sie sind vor einigen Jahren in Verruf gekommen, Brustkrebs auszulösen. Dieser Verdacht konnte nicht bestätigt werden. Darüber hinaus sollen Parabene aber eine hormonähnliche Wirkung haben, was wiederum nur auf bestimmte Parabene zutrifft, die seit 2014 in der EU verboten sind. Wer eine Hautcreme mit dem Hinweis „Ohne Parabene“ kauft, sollte daher genau hinsehen: Nicht selten versteckt sich hinter dem Hinweis nämlich nichts anderes, als dass die Parabene durch synthetische Konservierungsstoffe ausgetauscht wurden.

5.) Große Versprechungen

Das Online-Magazin der Zeit bringt es auf den Punkt: „Alles, was nachhaltig im Körper wirkt, gilt als Medikament und unterliegt strengen Auflagen. Alles, was Kosmetik heißt, darf genau solche Wirkungen nicht haben.“ Wenn eine Hautcreme also mit großen Versprechungen wirbt, sollte man aufhorchen. Formulierungen wie „Dermatologisch geprüft“ oder „Hautverträglichkeit getestet“ besagen überhaupt nichts. Viele der angeblich wissenschaftlichen Studien sind gekauft oder in ihrer Aussagekraft mangelhaft. Beim berühmten Coenzym Q10 geht selbst die industrienahe Deutsche Apotheker Zeitung davon aus, dass der Stoff nicht in die relevanten Hautschichten vordringen kann. Hyaluronsäure glättet die Haut optisch, dringt aber ebenso wenig in die Hautzellen ein. Viel Wasser zu trinken und übermäßige Sonnenbäder zu vermeiden, sind da wohl die effektiveren Maßnahmen zur Hautverjüngung.

6.) Mikroplastik

Vom Kaffee über die Stadtluft bis zur Arktis – fast überall finden sich die Spuren winziger Plastikteilchen. In der Kosmetik werden sie sogar immer noch bewusst als Bindemittel eingesetzt oder, um ein besonders geschmeidiges Gefühl auf der Haut zu erzeugen. In manchen Cremes haben Forscher bis zu 10 % Mikroplastik entdeckt! Als Laie erkennt man den Inhaltsstoff, der in zig Varianten vorkommen kann, nur schwer. Da Polymere der Hauptbestandteil von Kunststoffen sind, sind Angaben mit der Vorsilbe „Poly-“ zumindest verdächtig, ebenso der Wortbestandteil „Acryl-“. Im Internet gibt es auch kostenfreie Apps, die bei der Suche helfen.

7.) Pickel

Manche Hautcremes sollte man schlicht deshalb wechseln, weil sie nicht zu einem passen. „Reichhaltige“ Gesichtscremes bringen nämlich nichts, wenn man ohnehin zu fettiger Haut neigt. Umgekehrt kann eine sehr wasserhaltige Feuchtigkeitscreme die trockene Haut sogar noch verschlimmern, da die Creme an der Luft zu schnell verdunstet. Überhaupt sollte man vor einem zu intensiven Gebrauch von Hautcremes Abstand nehmen. Die Haut braucht auch Gelegenheit, sich selbst zu regenerieren.

Wer schön sein will, muss leiden. Doch sollte der Wunsch nach schöner Haut nicht auf Kosten von Gesundheit und Umwelt gehen. Mach die Wahl deiner Creme deshalb nicht vom Verpackungsdesign oder von hohlen Versprechungen abhängig. Das wird dir im Nachhinein sogar dein Geldbeutel danken.

Quelle

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr!


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Quelle: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/meere/131119_bund_meeresschutz_mikroplastik_produktliste.pdf

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI