Sauerkraut – ein wahres Powerkraut


Schon die Griechen und Römer wussten, was gut schmeckt und gesund ist. Sie schätzten den Weisskohl und das daraus hergestellte Sauerkraut wegen seiner heilenden Wirkung.

Heute schlucken wir häufig Vitaminpillen, um fit durch den Winter zu kommen. Das ist überflüssig, wenn Gesundes auf den Teller kommt. Vor allem gut für die Abwehrkräfte ist das Vitamin C, das in Sauerkraut enthalten ist – auch wenn es gekocht ist. Eine Portion deckt etwa 40 Prozent des Tagesbedarfs. Es enthält aber auch wichtige B-Vitamine und Vitamin K.

Aber nicht nur wegen seiner Vitamine ist Sauerkraut so gesund für uns. Andere Gründe sind, dass es eben durch die saure Vergärung und den Gehalt an Milchsäurebakterien eine besonders gute Wirkung auf unsere Darmflora hat. Das ist zum einen wichtig für eine geregelte und gesunde Verdauung. Auf der anderen Seite aber natürlich auch dafür, dass wir überhaupt eine gesunde Darmschleimhaut haben. Es gibt noch andere Stoffe, die wichtig für den Darm sind. So etwa Ballaststoffe oder die so genannten Glukosinolate. Das sind Substanzen, die den Geruch und den Geschmack vom Sauerkraut ausmachen. Sie wirken zum einen antibakteriell, also gegen Infektionen. Ausserdem vermutet man, dass Glukosinolate eine Wirkung gegen Krebs haben.

Ganz besonders an Sauerkraut und einzigartig für Pflanzen ist auch der hohe Gehalt an Vitamin B12. Vitamin B12 kommt normalerweise nur in tierischen Lebensmitteln vor. Durch die Milchsäurevergärung ist es aber so, dass der Anteil an Vitamin B12 aufgrund des Gehaltes an Milchsäurebakterien ansteigt. Man kann sich also gut mit Vitamin B12 versorgen. Das ist insbesondere wichtig für Personen, die sich vegetarisch oder rein vegan ernähren.

Da 100 Gramm rohes Sauerkraut nur 17 Kilokalorien haben, ist es auch das ideale Nahrungsmittel für eine kalorienarme Ernährung. Sauerkraut muss nicht die Beilage von Rippchen oder Bratwürsten sein, sondern schmeckt auch als Auflauf in Kombination mit Kartoffeln ausgezeichnet.

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Ich mache immer Ananas und Apfeldirektsaft ans Kraut- Himmlisch…

TA KI

Kefir – ein natürliches traditionelles Heilmittel


Traditioneller Kefir

Kefir, auch Milchkefir genannt, wird mit Kulturen vom tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellt. Dem Aussehen nach erinnert der gesunde Milchpilz mit seiner weißen Farbe an gekochte Reiskörner. Am Anfang hat er die Größe von 5 bis 6 mm und er wird im Laufe seiner fortlaufenden Teilung bis zu 50 mm groß, oft zerfällt er jedoch von selbst in kleinere Pilzknollen. Je nach den Umgebungsbedingungen verdoppelt er die Masse bei Raumtemperatur in etwa 2 bis 4 Wochen.

Der Pilz lebt und pflanzt sich in Milch fort, dabei entsteht der Milchkefir, zu dessen Inhaltsstoffen die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C und D sowie Kalzium, Eisen, Jod, Niacin, Folsäure, Proteine, Polysaccharide, Milchsäurebakterien (auch genannt: Lactobacillales, Laktobazillen oder Sauermilchbakterien), Hefepilze und eine minimale Menge Alkohol gehören.

Kefir wurde erstmals durch den russischen Zoologen, Anatomen und Bakteriologen Professor Ilja Iljitsch Metschnikow um 1900 erforscht, dem Begründer der Probiotik. Im Jahre 1908 erhielt er für seine Forschungen im Bereich der Immunologie den Nobelpreis und gilt seither als einer der Begründer der modernen Immunologie.

In Russland gilt der Kefir seit langer Zeit als ein Elexier der Gesundheit

wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, die Darmflora und insgesamt die Gesundheit unseres Körpers als Ganzes positiv zu beeinflussen. Die Kefirpilze enthalten eine ganze Kolonie von verschiedenen Organismen, Streptokokken, Bazillen, Bakterien und Hefen. Alle diese Mikroorganismen wirken zusammen gegen die schädliche krankheitserregende Flora im Körper. Das Getränk hilft bei Darminfektionen und Tuberkulose, da es einige Krankheitserreger abtöten kann und läßt auch wieder eine gesunde Darmflora bei einer Dysbakterie entstehen, die beispielsweise durch Antibiotika verursacht wurde.
Der Gebrauch von Kefir kann ein ausgezeichneter Begleiter für das Immunsystem sein. Auch kann er das Problem von chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen und Nervosität lösen.
Dem Kefir werden viele Heilwirkungen nachgesagt, so bei Allergien, Erkrankungen der Leber, Gallenblase, löst Gallensteine, Herzerkrankungen, Magengeschwür und Darmkrämpfe auf, hält die Arteriosklerose der Blutgefäße an, hat eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung, reguliert den Blutdruck, kann die Entwicklung von Krebszellen anhalten, reguliert den Zustand von Müdigkeit und Verschleiß des Organismus, hält das Altern der Zellen im Organismus an, behandelt die Parodontitis, reinigt den Organismus vollständig von Schlacken, führt schädliche Stoffwechselprodukte, Cholesterin, Schwermetallsalze und Radionuklide heraus, erhöht die Leistung und die inneren Reserven des Organismus, verbessert das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit und stärkt das Immunsystem.

Zur Bereitung des Kefir

werden die Pilzknollen für 1 bis 2 Tage, aber auch bis 3 Tage, in Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch (Kondensmilch ist nicht geeignet) gegeben. Die optimalen Temperaturen für die Arbeit des Pilzes liegen im Bereich von 10 °C bis 25 °C (die Temperatur sollte 30 °C nicht überschreiten, denn das verträgt der Pilz schlecht). Dabei wird die Milch fermentiert und je nach Gärdauer und Temperatur bekommt das Getränk einen Alkoholgehalt von 0,2 Prozent bis etwa 2 Prozent. Das cremige Getränk hat einen leicht säuerlichen Geschmack und erinnert an frische Buttermilch. Nach Abschluss der Gärung wird der Kefir durch ein Kunststoffsieb geschüttelt und dabei von den Pilzknollen (die Pilzknollen niemals mit Metall in Berührung bringen, denn das würde sie zerstören) getrennt. Die Pilzknollen werden erneut mit Milch angesetzt und dabei 1 bis 2-mal wöchentlich mit lauwarmem Wasser abgespült. Für eine „Kefirpause“ können die Knollen in 1 l Milch gelegt und dann 2 bis 3 Wochen ohne Probleme im Kühlschrank lagern. Dazu sollte immer ein fest geschlossenes Glas verwendet werden.
Eine andere Empfehlung ist die Einlagerung der Pilzknollen in einer Wasser-Milch-Mischung (empfohlen wird das Verhältnis von 65% Wasser und 35% Milch). In dieser Form sollen die Pilzknollen auch bis zu 3 Wochen im Kühlschrank überdauern können. Danach benötigt der Milchpilz jedoch einige Tage, bis er wieder zu vollen Kräften kommt.
Das Einfrieren der Pilzknollen wird nicht empfohlen, da es meist zur Zerstörung des Pilzes führt.

Bei der Anwendung

von Kefir sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass sofort mit der ersten Aufnahme eine spürbare Heilwirkung empfunden wird. Meist treten derartige Empfindungen erstmals nach etwa 2 bis 3 Monaten auf. Als traditionelles Heilmittel ist Kefir ein natürliches Probiotikum und zählt zu den Lebensmitteln, die über heilende Eigenschaften verfügen. Wie alle traditionellen Heilmittel wird Kefir für die Entfernung der Ursachen einer Erkrankung eingesetzt. Eine seiner Haupteigenschaften ist die Aktivierung des Körperstoffwechsels, was dem Körper hilft, sein eigenes Reparaturprogramm zur Bekämpfung einer Krankheit aufzunehmen und erfolgreich durchzuführen. Bei dieser „Reparaturarbeit“ hilft der Kefir dem Körper. Längerfristige kurmäßige Anwendungszeiträume, die unter Umständen bis zu 1 Jahr und darüber hinaus währen können, um beispielsweise eine gestörte Darmflora (Dysbakterie) wieder zu reparieren, sind in diesem Zusammenhang völlig normal und stehen in Übereinstimmung mit den Erfahrungswerten der traditionellen Medizin. Im Einzelfall kann auch eine individuell auf den Patienten abgestimmte Dosierung und Anwendungsempfehlung nötig sein.

R E Z E P T E

Im Folgenden einige Beispiele für die Anwendung des Kefir als natürliches Heilmittel in der traditionellen russischen Medizin:

Wenn der Kefir ungewohnt ist, dann wird in den ersten Tagen der Kefiraufnahme die Aktivität des Magens heftig erhöht, es tritt verstärkte Gasbildung im Darm auf und flüssiger Stuhl ist möglich. Bei Vorhandensein von Erkrankungen der Leber und Nieren können unangenehme Empfindungen im Gebiet der kranken Organe auftreten. Allerdings werden diese Erscheinungen als normal angesehen und die Einnahme des Kefirs soll nicht unterbrochen werden. Nach 10 bis 12 Tagen hört die stürmische Reaktion des Organismus auf und es tritt die Verbesserung des allgemeinen Zustandes ein.
In dieser Gewöhnungsphase sollen täglich nur 0,25 l Kefir getrunken, auf alkoholische Getränke verzichtet und fette sowie scharfe Lebensmittel einschränkt werden.
Bei bestimmten Erkrankungen ist Kefir nur mit Vorsicht in der Ernährung zu verwenden. Beispielsweise kann ein dreitägiger starker Kefir ernsthafte Schwierigkeiten bei Patienten mit Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, erhöhtem Magensäurespiegel, Gastritis und Pankreatitis verursachen.

Kefir zur Prophylaxe

Zur Prophylaxe werden täglich 0,5 bis 0,8 l Kefir empfohlen. Die Menge wird in 4 Portionen aufgeteilt und vor dem Essen getrunken. Kinder sollen nicht mehr als 0,5 l Kefir am Tag trinken.
Für eine Kur wird von 3 Wochen bis zu 3 Monaten die Aufnahme von Kefir empfohlen. Nach einer monatlichen Pause kann die Kur wiederholt werden.

Kefir bei einer Dysbakterie

Bei einer Dysbakterie wird über 1 Jahr täglich 1 bis 2-mal 30 Minuten vor dem Essen oder 90 Minuten vor dem Schlaf 0,25 l Kefir empfohlen. Dabei soll nach jeweils 20 Tagen Kefir-Aufnahme eine Pause von 10 Tagen sein.

Kefir bei einem Magengeschwür

Bei Magengeschwür und Darmkrampf wird sofort nach dem Schlaf 1 Glas Wasser vermischt mit ½ EL Honig, vor dem Essen jeweils 125 ml frischer Weißkohlsaft und nach dem Essen 125 ml Kefir empfohlen. Vor dem Schlaf kann zusätzlich ½ TL Olivenöl eingenommen werden.

Kefir bei Erkrankungen der Leber

Bei Erkrankungen der Leber wird vor jedem Essen 125 ml frischer Gurkensaft und vor dem Schlaf 125 ml Kefir empfohlen.

Hinweis: Industriell hergestellter und im Handel angebotener Milchkefir entspricht in seiner Zusammensetzung leider nicht dem traditionell mit dem tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellten Getränk, denn es wird in der Industrie mit anderen Bakterienkulturen gearbeitet. Ursächlich dafür ist, dass sich die traditionelle Pilzkultur für eine Verwendung in der industriellen Produktion nicht eignet. Dadurch fehlen dem industriell hergestellten Milchkefir viele wichtige Inhalte, die die gesundheitlichen Wirkungen des traditionellen Kefir begründen.

Das traditionelle Getränk ist nach angemessener Gärdauer frei von Laktose. Aufgrund seiner Eigenschaften ist er in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker auch für Diabetiker geeignet.

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TA KI

Darmflora aufbauen


Natürlich die Darmflora wieder aufbauen

Meist nach einer Antibiotika-Therapie sagen viele Heilpraktiker oder Ärzte, dass Patienten die Darmflora aufbauen sollen, da diese existentiell für das körpereigene Immunsystem ist. In diesem Artikel beschreiben wir zunächst die Aufgaben der Darmflora und zeigen im zweiten Abschnitt, wie sie wieder reanimiert werden kann

Bedeutung der Darmflora

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, ist der Darm noch steril. Doch im Laufe der ersten beiden Lebensjahre lassen sich dort, bedingt durch die Nahrungsaufnahme, zwischen einhundert und vierhundert verschiedenen Bakterienarten nieder. Diese sogenannte Darmflora, das heißt das miteinander Leben verschiedenster Bakterien, kann sich im Laufe des Lebens, je nach Bedarf, verändern.

Hausmittel-Darmflora
Beim Aufbau der Darmflora können verschiedene natüriche Hausmittel helfen. (Bild: sigrid rossmann/pixelio.de)

Die im Darm ansässigen, physiologischen Darmbakterien leben in einer Symbiose mit dem Wirt, also mit dem Mensch. Sie leben vom Darminhalt, nutzen ihn aber auch auf vielfältigste Art und Weise.
Die Bakterien in der physiologischen Darmflora übernehmen lebenswichtige Aufgaben. Sie bilden eine Barriere, um das Niederlassen pathologischer Keime zu verhindern. Da die Zellwandstrukturen der „guten“ Darmbakterien als sogenannte Antigene wirken können, verursachen sie eine physiologische Entzündungsreaktion, was wiederum dazu führt, dass das darmspezifische Immunsystem aktiviert und dadurch der Körper zur Abwehr angeregt wird. Die „guten“ Darmkeime führen körpereigenes Recycling durch, in dem sie bereits verwendete Gallensalze und Sexualhormone wieder dem Organismus zurückgeben. Die physiologischen Darmbakterien besitzen ihren eigenen Stoffwechsel, bei dem sie Vitamine, wie K,B2 ,B12, Folsäure und Biotin selbst herstellen.

Etwa drei Viertel aller Körperzellen, die mit der Abwehr beschäftigt sind und Abwehrstoffe bilden, sind im Darm beheimatet und in den Darmfalten angesiedelt. So befinden sich in den Darmwänden mehr weiße Blutkörperchen als in der Blutbahn. Diese Zellen produzieren ständig Antikörper gegen Eindringlinge. Der Darm schickt Abwehrzellen in die Blutbahn und warnt andere Organe vor den fremden Stoffen. Eine gesunde Darmflora verhindert, dass sich schädliche Keime einnisten, die zu Störungen des Immunsystems führen können. Normalerweise verfügt der Körper über ein hervorragendes Selbstregulationssystem, welches vor allem bei kurzfristigen Belastungen schnell reagiert. Dauern jedoch negative Einflüsse über längere Zeit an, kann dies zu einer Verdrängung der Darmflora führen. Pathogene Keime können sich dann immer mehr ausbreiten und die nützlichen Darmbakterien verdrängen.

Die Darmflora ist nicht bei jedem Menschen gleich. Sie ändert sich mit der Nahrung und auch im Laufe des Lebens, vor allem im Alter. So ist zum Beispiel die Zusammensetzung der dort angesiedelten Bakterien bei Personen, die viel tierisches Eiweiß zu sich nehmen eine andere als bei jenen, die sich vorwiegend vegetarisch ernähren.

Aufgaben der Darmflora

Der Darm besitzt eine riesige Oberfläche. Sie beträgt circa 200 – 300 Quadratmeter und stellt damit die größte Kontaktfläche des Körpers dar. Diese Oberfläche entsteht durch die vielen Darmfalten der Darmwand. Im Vergleich dazu beträgt die Hautoberfläche nur circa zwei Quadratmeter.

Im Darm befindet sich das sogenannte darmassoziierte Immunsystem, dessen Entwicklung gleich nach der Geburt beginnt. Bestimmte Zellen im Darm sind in der Lage Eindringlinge zu binden und diese dem lymphatischen Gewebe im Darm zu präsentieren. Daraufhin werden dort sogenannte B- und T-Zellen zur Abwehr erstellt. Der Darm lernt immer mehr dazu, das heißt, er merkt sich eindringende Fremdkörper, erkennt diese wieder und kann deshalb schnell zur Abwehr aufrufen. Diese Mechanismen arbeiten mit dem gesamten Körper zusammen.

Die gesunde Darmflora ist ungeheuer wichtig für die Entwicklung eines intakten Immunsystems. Funktioniert die Abwehr im Darm nicht mehr richtig, kann die Funktion des Immunsystems nicht aufrecht erhalten werden.

Eine weitere Aufgabe der Darmflora ist der Abbau der Ballaststoffe. Durch Darmbakterien im Dickdarm werden diese aufgeschlüsselt. Daraus entstehen kurzkettige Fettsäuren, die sehr energiereich sind. Patienten, die unter einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden, haben einen Mangel an dieses Fettsäuren. Dadurch wird die Nährstoffaufnahme behindert und die Neigung zu Verstopfung nimmt zu. Um rundum gesund zu sein und dies auch zu bleiben, ist der Blick auf eine ausgeglichene Darmflora äußerst wichtig. Hierbei spielt eine ausgewogene, basische Kost eine große Rolle.

Physiologische Darmbakterien

Im Mund und der Speiseröhre befinden sich vor allem Nahrungskeime. Magen und Dünndarm sind relativ keimarm, das heißt hier leben circa 101 und 104 Keime pro Milliliter Inhalt. Dies sind vor allem Laktobazillen, Streptokokken, Enterokokken und verschiedene Bacteroides Arten. In den unteren Darmabschnitten leben die gleichen Bakterienarten, jedoch in anderer Zusammensetzung und Menge. So bringen Dickdarm und Rektum eine Keimzahl von 1010 bis 1012 pro 10 Milliliter Darminhalt hervor. Die ersten Bakterien, die sich im Darm niederlassen sind Escherichia coli. Von den Bifidobakterien und Bacteroides sind am meisten vorhanden. Die nächst größere Anzahl stellen die Enterobakterien, Enterokokken und Laktobazillen dar. Hinzu kommen noch Clostridien, Fusobakterien und Veillonellen.

Pathologische Darmbakterien

Zu den pathologischen Darmbakterien, das heißt krank machenden Bakterien, gehören zum Beispiel Salmonellen, Shigellen. Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) und Yersinia enterocolitica.

Störungen der Darmflora

Viele Faktoren können eine Darmflora ins Ungleichgewicht bringen. So zum Beispiel Infektionen, ausgelöst durch Erreger aus der Gattung der Streptokokken, Staphylokokken, Pilze und Amöben. Ebenso kann eine ungesunde Ernährung dazu beitragen, dass die Darmflora gestört ist. Zuviel Eiweiß und Fett in der Ernährung fördert das Entstehen von Fäulnisbakterien und behindert somit die nützlichen Milchsäurebakterien. Durch die Gärung entstehen Toxine, die die Darmwand durchdringen können und dann in den Organismus gelangen. Zuckerhaltige Lebensmittel machen pathologischen Hefepilzen die Bahn frei zu Niederlassung.

Verschiedene Medikamente können physiologische Microorganismen im Darm vernichten und schädigen somit die Darmflora. Dazu gehören Antibiotika, Glucocorticoide, und die Pille. Somit wird pathologischen Keimen Tür und Tor geöffnet, um sich im Darm fest zu setzten. Umweltschadstoffe, wie zum Beispiel Cadmium und Blei behindern das Wachstum der physiologischen Darmbakterien. Fehlen dem Körper Gallensäure, Magensäue oder Pankreasenzyme (Enzyme der Bauchspeicheldrüse), verändert sich das Nährstoffangebot für die nützlichen Microorganismen. Daraus kann ebenfalls ein Ungleichgewicht in der Darmflora entstehen. In der Naturheilkunde gilt eine gestörte Darmflora als Ursache einer Vielzahl von Erkrankungen.

Gestörtes Gleichgewicht in der Darmflora – Dysbios

Dysbiose beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Arten der Microorganismen, die den Darm besiedeln. Auf diese Weise werden die nützlichen Darmbakterien geschädigt, wodurch sich die pathologischen Keime besser ausbreiten können. Verschiedenste Symptome können einen Hinweis auf eine Dysbiose darstellen. Dazu gehören Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, wiederkehrende Magen-Darm-Störungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen und vieles mehr.

Die Fremdkeime sind in der Lage, Toxine auszuscheiden, die nicht nur vor Ort, also im Darm zu Schäden führen, sondern auch systemisch wirken können. So leidet in erster Linie das Immunsystem darunter, was zu häufigen, wiederkehrenden Infekten führen kann. Das Entstehen von Darmmykosen (Pilzinfektionen des Darms) wird durch eine gestörte Darmflora begünstigt, die Neigung zu Durchfällen und/oder Verstopfung nimmt zu. Auch können sich krebsfördernde Stoffe entwickeln. Wenn zu viel Schadstoffe in den Organismus gelangen, verschlackt zusehends das Gewebe. Besteht solch ein Ungleichgewicht schon länger oder ist dieses sehr ausgeprägt, werden über kurz oder lang die Entgiftungsorgane Leber und Nieren überfordert, der Stoffwechsel wird geschwächt und auch die Abwehrkräfte werden in Mitleidenschaft gezogen. Der Körper ist anfälliger für Allergien, Rheuma und Hauterkrankungen. Fällt der Verdacht auf eine Störung der Darmflora, so kann dies sehr gut absolut schmerzfrei mit Hilfe einer Stuhluntersuchung überprüft werden. Je nach Auswertung und Labor können hier die verschiedenste Microorganismen und Verdauungsrückstände in Menge und Ausprägung ermittelt werden, wobei das Ergebnis anschließend die Basis für eine passende Therapie darstellt.

Oft sind Viren oder Keime verantwortlich für Beschwerden im Darm oder Magen.
Oft sind Viren oder Keime verantwortlich für Beschwerden im Darm oder Magen. (Bild: PrettyVectors/fotolia.com)

Darmflora wieder aufbauen

Um eine gestörte Darmflora wieder aufzubauen existieren die unterschiedlichsten Methoden. Meist wird jedoch im ersten Schritt der Darm von den pathologischen Darmbakterien befreit, um dann im Anschluss den Verdauungstrakt wieder mit „guten“ Darmbakterien zu besiedeln. Für eine Darmreinigung werden zum Beispiel Pulver eingesetzt, die den Darm reinigen sollten. Diese werden über einen bestimmten Zeitraum eingenommen. Solche Mittel enthalten häufig Ballaststoffe, Algen, Kräuter und Ähnliches.

Nach dieser ersten Stufe wird die Darmflora mit „guten“ Darmbakterien gefüttert. Dies erfolgt meist mit probiotischen Kulturen. Probiotik bedeutet „für das Leben“. Zu den probiotischen Stoffen zählen vor allem lebende aktive Milchsäurebakterien, die gegen die Magen- und Gallensäure widerstandsfähig sind. Diesen probiotischen Kulturen werden gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Dazu gehören Bifidobakterien, und verschiedene Arten von Lactobazillen. Probiotika können das Wachstum pathogener Keime hemmen und durch ihre Ansiedelung im Darm, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen. Diese Milchsäurebakterien sind auch in der Lage, die Konzentration toxischer Substanzen im Darm zu verringern und bakterielle bedingte Durchfallerkrankungen abzuschwächen oder dazu beizutragen, diese zu verhindern.

Zusätzlich werden häufig noch Praebiotika eingesetzt. Praebiotika sind pflanzlicher Herkunft und dienen den angesiedelten Milchsäurebakterien als Nahrung, was das Wachstum dieser nützlichen Darmbewohner unterstützt. Dies trägt dazu bei, das Gleichgewicht der Darmflora zu stabilisieren. Zu den Praebiotika gehören Ballaststoffe, wie zum Beispiel Inulin, Oligofructose und Tobinambur.

Dies allein reicht aber nicht aus um eine gesunde Darmflora zu gewährleisten. Die Ernährung sollte ausgewogen, gesund und vor allem vorwiegend basisch sein. Eine basische Kost enthält vor allem Gemüse und Obst. Tierisches Eiweiß dagegen gehört zur sogenannte „sauren“ Kost und sollte nur selten verzehrt werden. Zuckerhaltige Speisen, Süßigkeiten und Weißmehl tragen, wenn in Übermaß genossen, dazu bei, dass sich Pilze im Darm sehr wohl fühlen können.

Ein gesunder Tee, der die Darmflora beim Wiederaufbau unterstützt ist der sogenannte „Vier-Winde-Tee“. Er besteht aus Koriander, Fenchel, Kümmel und Anis, jeweils zu gleichen Teilen. Diese Teemischung schmeckt köstlich, unterstützt den Darm und wirkt gegen Blähungen.

Mit Hilfe der Naturheilkunde die Darmflora aufbauen.
Mit Hilfe der Naturheilkunde die Darmflora aufbauen. (Bild: Sonja Birkelbach/fotolia.com)

Darmflora aufbauen mit Homöopathie

Die Schüssler Salz Therapie arbeitet mit dem Grundsatz, dem Körper fehlende Mineralstoffe zuzuführen. Um den Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen werden zum Beispiel die Schüssler Salze Nr. 4, Nr. 9 und Nr.10 kurweise eingesetzt. Das Salz Nr.4 Kalium chloratum ist das Salz für die Schleimhäute, Nr. 9 Natrium phosphoricum bindet Säuren im Körper und Nr. 10 Natrium sulfuricum besitzt die Fähigkeit, die gebunden Säuren auszuscheiden.

Soll die Darmflora wieder aufgebaut werden, kommt auch die Homöopathie zum Einsatz. So lindert zum Beispiel Chamomilla Darmkrämpfe, Natrium sulfuricum wirkt bei Blähungen und und Nux vomica kommt bei Verstopfung oder Durchfall zum Einsatz. (sw)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/darmflora-aufbauen.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Hausmittel gegen Candida


Candida in aller Munde – was bedeutet dies? Mit dem Begriff Candida ist in der Regel Candida albicans gemeint. Dies ist ein Hefepilz, der sich vor allem auf Schleimhäuten, wie im Mund-Rachen-Raum, im Genitalbereich, und bevorzugt im Darm niederlässt.

In der Regel ist der Pilz kein gesundheitliches Problem, so lange er nicht überhand nimmt. Befindet sich der Körper jedoch in einem Ungleichgewicht, kann der Pilz sich massiv ausbreiten und die verschiedensten Probleme nach sich ziehen. Eine solche Candida Besiedelung benötigt in der Regel eine Behandlung. Dafür sind verschiedene schulmedizinische Arzneimittel auf dem Markt. Aber auch die Naturheilpraxis hält ein Portfolio an wirksamen Therapien für die Bekämpfung des Heftpilzes parat. Hausmittel gegen Candida können sowohl bei leichten Formen, aber auch als zusätzliche Unterstützung der schulmedizinischen Behandlung bei schwereren Pilzinfektionen zum Einsatz kommen.

Hausmittel aus der Küche

Verschiedensten Hausmittel, die bei einer Candida-Erkrankung Hilfe bringen können, sind nahezu in jeder Küche vorhanden und noch dazu einfach in der Anwendung.

 

So gesund ist Sauerkraut


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Sauerkraut könnte krebsvorbeugend wirken, vermuten Experten. Es enthält viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Foto: PA/Arco

Sauerkraut ist kalorienarm, ballaststoffreich und enthält viel Vitamin C. Forscher vermuten, dass es sogar eine krebsvorbeugende Wirkung hat.

„Dass sie von dem Sauerkohle, eine Portion sich hole“, heißt es bei Wilhelm Busch in „Max und Moritz“. Witwe Bolte machte ihr Sauerkraut noch selber ein, in einem Holzfass im Keller. Sie tat gut daran, denn Sauerkraut ist energiearm, ballaststoffreich und enthält viel Vitamin C. Eine Portion (130 g) deckt ein Viertel des Tagesbedarfs ab. Die im Sauerkraut enthaltene Milchsäure „unterstützt die Bakterienflora im Darm und sorgt dort für einen optimalen ph-Wert“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Evelyn Bosse.

Das saure Kraut entsteht durch einen Gärprozess: Der in Streifen geschnittene Weißkohl wird in einem Gefäß geschichtet, gestampft und mit Salz bestreut. Durch das Zerstampfen tritt Zellsaft aus, dieser Vorgang wird durch das Salz beschleunigt. Den auf dem Kohl vorhandenen Milchsäurebakterien bietet diese Lake ein attraktives Milieu. „Sie verarbeiten den im Kohl enthaltenen Zucker zu Milchsäure“, so Bosse, die in der Entwicklungsabteilung eines großen Sauerkraut-Herstellers im Südwesten Deutschlands arbeitet.

Milchsäurebakterien machen Sauerkraut bekömmlich

Zugleich zersetzen die Bakterien auch einen Teil der Pflanzenfasern, wodurch der Kohl leichter verdaulich wird. Die Milchsäurebakterien können nur gut arbeiten, wenn keine Luft an die Kohlschnitze gelang. Sonst gewinnen anderen Bakterien-Arten die Überhand und das Sauerkraut  beginnt zu faulen. Das Gefäß muss also gegen eindringende Luft abgeschlossen sein, zugleich muss das Kohlendioxyd, das beim Gären des Kohls entsteht, entweichen können.

Durch die entstandene Milchsäure enthält das Kraut seinen typischen sauren Geschmack. Stoppt man die Aktivitäten der Bakterien bei einem Milchsäuregehalt von 1 Prozent (durch Erhitzen) schmeckt das Sauerkraut eher mild. Ansonsten können bis zu 2 Prozent erreicht werden, dann ist Schluss: „Irgendwann ist der ganze Zucker verstoffwechselt“, so Evelyn Bosse.

Einziges Gemüse, das Vitamin B12 enthält

Sauerkraut enthält viele Ballaststoffe: „Die vergrößern das Stuhlvolumen, was die Darmbewegung anregt. Giftstoffe und Gallensäuren werden dabei gebunden und ausgeschleust“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin.

Bei der traditionellen Herstellung wird das Kraut in einem großen Behälter mit den Füßen gestampft (zum Vergrößern bitte klicken). Foto: PA/ZB

Zu den Nährstoffen, die im Sauerkraut enthalten sind, zählen neben dem abwehrkräftesteigernden Vitamin C das Vitamin B12. Dieses Vitamin wird benötigt für die Blutbildung und den Aufbau der Zellkerne. Es kommt sonst nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor (Fleisch, insbesondere Leber, Fisch, Milch, Eier). Im Sauerkraut ist es als bakterielles Abfallprodukt vorhanden.

Naturheilkundler preisen weitere gesunde Inhaltsstoffe im Sauerkraut: Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium, Spurenelemente wie Jod, Eisen und Zink sowie die Vitamine B6 und K. „Die sind aber nicht in nennenswerter Menge vorhanden“, schränkt Bosse ein.

Seefahrer früherer Zeiten setzten auf Sauerkraut

Sauerkraut stand auf dem Speiseplan der römischen Legionäre und gehörte bei langen Seefahrten zum Proviant, weil es durch seinen Vitamin-C-Gehalt gegen Skorbut schützte. Der Entdeckungsreisende Captain Cook hatte angeblich 60 Fässer Kraut an Bord.

Wird das Sauerkraut roh verzehrt, enthält es noch lebende Milchsäurebakterien, die ebenfalls förderlich auf die Darmflora wirken sollen. Ernährungswissenschaftlerin Bosse bezweifelt aber, dass genug Bakterien den Säureangriff im Magen überstehen und lebend im Darm ankommen, um dort zu wirken.

Sauerkraut nur bissfest kochen

Sauerkraut wird aus fein geschnittenem Weißkohl hergestellt. Foto: PA/ZB

20 Prozent des Sauerkrauts gehen in Deutschland roh über die Ladentheke, eingeschweißt oder lose aus dem Eimer. Die restlichen 80 Prozent, ob eingeschweißt, im Glas oder der Dose, sind pasteurisiert. Das heißt, das Kraut wird durch das kurzfristige Erhitzen auf 75 bis 90 Grad haltbarer gemacht. Dadurch sterben die Milchsäurebakterien ab.

Das passiert übrigens auch, wenn man das rohe Kraut zu Hause kocht. Es sollte daher nur leicht bissfest geköchelt werden, rät Daniela Krehl, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. So bleibt auch mehr vom hitzeempfindlichen Vitamin C im Kraut erhalten.

Hat Sauerkraut krebsvorbeugende Wirkung?

Doch nicht nur Vitamine, Milchsäure und Ballaststoffe wirken sich positiv auf die Gesundheit aus: Im Sauerkraut sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, Isothiocyanate. Finnische Forscher fanden heraus, dass die Isothiocyanate im Tierversuch das Krebswachstum in Lunge, Brust, Leber und Darm bremsen.

Einer Studie der Universität Gießen zu folge wirkt Sauerkraut auch vorbeugend gegen Dickdarmkrebs, weil es durch die Effekte auf die Enzymaktivitäten der Darmbakterien „positive Voraussetzungen für krebsregulierende Faktoren“ schafft. Das funktioniert allerdings nur bei regelmäßigem Sauerkrautgenuss von 200 bis 300 Gramm pro Tag.

Koreanische Sauerkraut-Variante ist noch wirksamer

Die Gießener Forscher untersuchten zugleich auch Kimchi. Das ist die koreanische Variante des Sauerkrauts, das von Asien aus nach Europa gelangte. Kimchi wird aus Chinakohl hergestellt. Vor dem Gären werden noch andere Gemüse wie Gurke, Rettich, Ingwer, Chili und Knoblauch, eventuelle Fischsauce oder Austern dazugegeben. Das pikante Kimchi erwies sich dabei als noch wirksamer als das deutsche Kraut.

Hierzulande geben einige Hersteller zur Geschmacksverfeinerung noch Weißwein hinzu, der wird aber erst dem fertigen Sauerkraut beigemengt.

Es gibt viele Varianten, das Sauerkraut zuzubereiten. Als Beilage wird es traditionell wird es mit Zwiebeln, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren, Äpfeln oder Ananas gedünstet. Evelyn Bosse hat es aber auch schon als Wrap oder Auflauf verarbeitet: „Das schmeckt dann ganz anders als man denkt.“

Sauerkraut selber machen

Zubehör Gefäß aus glasiertem Steingut oder Glas, Krautstampfer aus Holz (Löffel, Fleischklopfer gehen auch) eignen sich besonders für Sauerkraut. Spezielle Sauerkraut-Töpfe (ab 25 Euro) besitzen einen Deckel, der mit Wasser gefüllt wird und so keine Luft hinein-, aber die Gase hinaus lässt. Steine zum Beschweren sind dabei.

Rezept Auf 1 Kilo Weißkohl kommen 10 g Salz. Beim Weißkohl zieht man die äußeren Blätter ab und schneidet das Herz heraus. Der Kohl wird in feine Streifen geschnitten und mit dem Salz vermengt. Eine Schicht in das Gefäß legen und mit einem Holzlöffel oder hölzernen Fleischklopfer stampfen, bis der Kohl mit der austretenden Flüssigkeit bedeckt ist. Dann kommt die nächste Lage aufs Sauerkraut, die genauso behandelt wird. Zum Schluss ein gebrühtes Handtuch auf den Kohl legen, Teller oder Brettchen darauf und mit einem Stein oder einem anderen schweren Gegenstand beschweren. Der gärende Kohl sollte stets mit Flüssigkeit bedeckt sein. Bei Bedarf abgekochtes, leicht gesalzenes Wasser nachgießen. Luft darf nicht an das Kraut, zugleich müssen die Gase entweichen können. Nach drei bis vier Wochen (Raumtemperatur) oder fünf bis sechs Wochen (Kellertemperatur) ist das Sauerkraut fertig.

Quellen

Gespräch mit Evelyn Bosse, Ernährungswissenschaftlerin, Januar 2013
Daniela Krehl, Fachberaterin Lebensmittel und Ernährung, Verbraucherzentrale Bayern, Nov. 2014

Quelle: http://www.onmeda.de/g-ernaehrung/sauerkraut-1185.html

Gruß an die Besseresser

TA KI

Probiotika entgiften Schwermetalle


Probiotika können zur Entgiftung von Schwermetallen eingesetzt werden. Eine bestimmte Art von Milchsäurebakterien zeigte in einer kanadischen Studie an Schwangeren und Kindern entgiftende Wirkung. Schmermetalle können zum Beispiel über kontaminierte Nahrung oder Zahnfüllungen in den Körper gelangen und dort schwerwiegende Schäden hervorrufen. Eine Schwermetallbelastung ist oft nicht einmal mit einer Blutuntersuchung nachweisbar, die Entgiftung schwierig. Eine Nahrungsergänzung mit hochwertigen Probiotika kann hier helfen.

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Gesundheitsschädigende Schwermetalle

Schwermetalle können über die Umwelt oder die Ernährung in den Körper eindringen und sich dort ablagern. Das kann beispielsweise am Arbeitsplatz passieren, wenn Sie mit Schwermetallen zu tun haben.

Gemüse aus konventionellem Anbau kann aus mit Schwermetallen belasteten Böden stammen, und Zahnfüllungen aus Amalgam geben Quecksilber an den Körper ab.

Eine Schwermetallvergiftung ist nur im akuten Fall mit einer Blutuntersuchung nachweisbar. Befindet sich das Schwermetall schon länger im Körper, ist das mit den gängigen Methoden nicht mehr feststellbar.

Die Schwermetalle haben sich dann längst aus dem Blut in die Gewebe (Organe, Gehirn, Bindegewebe) verlagert und können folglich zu schwerwiegenden Langzeitschäden führen.

Dazu gehören unter anderem Herzerkrankungen, Schilddrüsenprobleme, aber auch Depressionen, Konzentrationsstörungen und weitere ganz unspezifischen Symptome, die meist so gut wie nie mit Schwermetallbelastungen in Zusammenhang gebracht werden.

Milchsäurebakterien binden Schwermetalle

Eine Gegend, die besonders stark mit Schwermetallen belastet ist, befindet sich rund um den afrikanischen Victoriasee.

Infolgedessen fand auch dort eine Studie zu Entgiftungsmöglichkeiten mit Hilfe von Milchsäurebakterien statt. Das Forscherteam des Canadian Centre for Human Microbiome and Probiotics um Dr. Gregor Reid nutzte Essensausgabestellen in Tansania, um schwangeren Frauen und Kindern eine Nahrungsergänzung mit einem speziellen Milchsäurebakterium (Lactobacillus rhamnosus) verabreichen zu lassen.

Aus Forschungen im Labor wussten die kanadischen Wissenschaftler bereits, dass dieser probiotische Bakterienstamm hervorragend giftige Schwermetalle binden kann. Daraus schlossen sie, dass eine Nahrungsergänzung mit L. rhamnosus die Schwermetallaufnahme aus der Nahrung verhindern könne.

Probiotika gegen Schwermetalle

Dr. Reid und sein Team analysierten die Schwermetallbelastungen jener Frauen und Kinder, die die Nahrungsergänzung mit L. rhamnosus erhielten und verglichen sie mit den Werten einer Kontrollgruppe, die keine Supplementierung bekam.

Dabei zeigte sich, dass die Milchsäurebakterien die Schwermetallbelastung der schwangeren Studienteilnehmerinnen drastisch reduzierten.

Der Victoriasee und seine Umgebung sind stark mit Pestiziden und Schwermetallen, unter anderem Arsen und Quecksilber, verseucht. Die Nahrungsergänzung mit den Milchsäurebakterien war hier also lebenswichtig – auch für die ungeborenen Kinder. Eine Schwermetallvergiftung kann nämlich zu dramatischen Geburtsfehlern führen.

Auch bei den teilnehmenden Schulkindern liessen sich diese positiven Effekte feststellen.

Nun ist die Schwermetallbelastung in unseren Breiten nicht ganz so extrem wie am Victoriasee, doch lauern auch bei uns Schwermetalle aus den eingangs erwähnten Quellen. Besonders schwermetallhaltige Zahnfüllungen (Amalgam) sind hier problematisch.

Und so sind auch hierzulande viele Menschen auf der Suche nach sinnvollen und gleichzeitig einfach anzuwendenden Massnahmen zur Entgiftung.

Probiotika sollten spätestens nach der vorliegenden Studie eine wichtige Komponente eines jeden Programms zur Schwermetallausleitung darstellen.

Abgesehen davon bringt die Aufnahme von ausreichend Probiotika derart zahlreiche positive Effekte mit sich, dass nicht nur eine vermutete Schwermetallbelastung zum Griff nach einem hochwertigen Probiotikum führen sollte.

Mehr zu all den gesundheitlichen Vorteilen von Probiotika lesen Sie hier: Probiotika für die Gesundheit

Doch Achtung! Nicht jedes als probiotisch ausgelobte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel ist auch wirklich empfehlenswert.

Probiotika in Joghurt?

In den Kühlregalen der Supermärkte findet sich ein breit gefächertes Angebot an so genannten „probiotischen“ Joghurts“.

Ob diese überhaupt ausreichend Probiotika enthalten, um eine gesundheitsfördernde Wirkung zu erzielen, ist fraglich. Oft enthalten sie jedoch Zucker und andere gesundheitsschädliche Zusatzstoffe. Details dazu finden Sie hier: „Probiotische“ Joghurts

Abgesehen davon sind Milchprodukte – und dazu noch in der heute üblichen Qualität – nicht für jeden Menschen gleichermassen verträglich, wobei es hier nur am Rande um die Lactoseintoleranz geht.

Die subtile Milcheiweissunverträglichkeit ist deutlich weiter verbreitet und äussert sich häufig in chronischen Atemwegsbeschwerden, einer erhöhten Infektanfälligkeit, Hautproblemen (Neurodermitis) oder sogar in Kopfschmerzen und bei Kindern in häufigen Mittelohrentzündungen und ständigen Erkältungen.

Besser hochwertige Probiotika

Zwar setzten Dr. Reid und Kollegen einen Joghurt ein, um die Studienteilnehmer mit L. rhamnosus zu versorgen. Diesen Bakterienstamm mussten sie dem Joghurt jedoch zunächst künstlich beifügen.

Deutlich sinnvoller sind daher hochwertige Probiotika (Nahrungsergänzungsmittel), die L. rhamnosus in relevanten Mengen enthalten, wie z. B. Combi Flora (Kapselprobiotikum) oder Hulup (Flüssigprobiotikum).

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Quelle:

Dr. Gregor Reid et al., “Randomized Open-Label Pilot Study of the Influence of Probiotics and the Gut Microbiome on Toxic Metal Levels in Tanzanian Pregnant Women and School Children”, mBio, Oktober 2014, (“Randomisierte offene Studie zum Einfluss von Probiotika und dem Darmmikrobiom auf den Spiegel giftiger Schwermetalle bei tansanischen Schwangeren und Schulkindern”) (Studie als PDF)

Gruß an die Rohmilchverzehrer
TA KI