Natürliche Nährstoffversorgung: Was der Körper wirklich braucht


„Wir verhungern vor vollen Tellern.“ Was bewirken die einzelnen Nährstoffe wirklich und was passiert, wenn sie fehlen? Warum leiden unsere Zellen Mangel, obwohl wir im Überfluss leben?

Wie kommt es dazu, dass Regulationsmechanismen unseres Körpers, die über Jahrtausende hervorragend funktioniert haben, durch unsere veränderte Lebensweise nicht mehr zur Wirkung kommen?

Welche Ernährungstrends sind wirklich empfehlenswert? Welche Nahrungsergänzungsmittel machen Sinn? Wie kann in Zeiten wie diesen eine alltagstaugliche gesunde Ernährung überhaupt aussehen und welche kleinen Veränderungen bewirken schon einen großen Unterschied?

Selbst wenn Sie sich bereits ausführlich mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt haben, wird Ihnen das Buch “Natürliche Nährstoffversorgung: Was der Körper wirklich braucht” noch viele Aha-Effekte liefern.

Die Autorin Alexandra Stross versteht es wie keine Zweite, komplizierte Sachverhalte verständlich und einprägsam zu vermitteln sowie Ihre Leser zu motivieren, Ihren Körper mit anderen Augen zu sehen und Veränderungen wirklich umzusetzen.

Einführung

Wie jedes meiner anderen Bücher, spiegelt auch dieses einen Abschnitt meines ganz persönlichen Heilungs- und Entwicklungsweges. Er begann vor fast zwanzig Jahren in schwerer chronischer Krankheit, ziemlicher Verzweiflung und weit entfernt von der Idee, selbst etwas zu meiner Gesundheit beitragen zu können.

Ich war Tierärztin, sah die Schulmedizin als einzige Möglichkeit, meinen Körper zu unterstützen, und befolgte den Rat meiner Ärzte genauso bedingungslos, wie ich mir das von den Besitzern meiner Patienten in der Tierarztpraxis wünschte.

Doch ich wurde nicht gesund dadurch, sondern – im Gegenteil – immer kränker. Aus heutiger Sicht Gott sei Dank, denn so hatte ich die Gelegenheit, noch viel mehr über den Körper und seine Reaktionen, aber auch über das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele zu erfahren.

Nach langer gefühlter Hilflosigkeit entdeckte ich Werkzeuge, mit denen ich mir effektiv selbst helfen konnte, verlor dadurch meine tiefsitzenden Ängste und gewann stattdessen einen gesunden Selbstwert.

Ein völlig neues Leben begann. Zuerst lernte ich, meine Haltung dem Leben gegenüber zu verändern, an mir selbst statt an anderen zu schrauben und meine starken Emotionen zu kontrollieren, die bis dahin mich kontrolliert hatten. Dieser Prozess erforderte mehrere Jahre lang meine volle Aufmerksamkeit und bereits während dieser Zeit verschwanden meine Beschwerden nahezu vollständig, ohne dass ich mich jemals direkt um meinen Körper gekümmert hätte (Unseren Nahrungsmitteln gehen die Mineralstoffe und Spurenelemente aus – chronische Krankheiten nehmen zu).

Doch wie es so ist, wenn es einem besser geht, stellt man erstens höhere Ansprüche und zweitens treten andere Dinge in den Vordergrund, die vorher von noch schlimmeren überlagert waren. Der nächste Schritt für mich war, mich mit meinem Körper anzufreunden, den ich bisher immer nur als Hindernis wahrgenommen hatte.

Ich lernte seine Zeichen zu deuten, mich besser um ihn zu kümmern und ihn in seinen Vorhaben zu unterstützen. Nachdem ich längere Zeit immer wieder dem Thema Entgiftung begegnet und ausgewichen war, probierte ich es schließlich doch und war nicht nur extrem fasziniert über die Effektivität der einfachen Möglichkeiten, ich konnte mich auch von den letzten Resten meiner Symptome verabschieden.

Doch bevor ich übermütig werden konnte, zeigte mir das Leben, in welchen Bereichen noch weiterer Entwicklungsbedarf bestand. Immer noch tappte ich in die immer gleichen Fallen, verhielt mich in vielen Situationen anders, als ich eigentlich wollte, sah mir selbst dabei zu und wusste nicht, wie ich damit aufhören konnte. Schließlich entwickelte ich pragmatische Schritt-für-Schritt-Programme, nach denen ich vorgehen konnte, übte konsequent täglich – und auf einmal klappte es.

Alles, was ich für mich selbst lernte, gab ich auch an meine Klienten weiter und bekam so die Bestätigung, dass es wirklich funktionierte. Und ich schrieb es auf. Mit meinen Büchern stellte sich der Erfolg ein und gleichzeitig der nächste Lernprozess. Plötzlich war ich gänzlich überfordert, wurde nie mehr fertig mit all der Arbeit, die es zu tun gab, schlief nachts unruhig und war morgens schon müde.

Als ich mir die Frage stellte, in welche Richtung ich nun gehen wollte, war schnell klar, dass ich mir mehr Leistungsfähigkeit und Effektivität wünschte und ich auch bei einem höheren Arbeitspensum entspannt bleiben wollte. Einerseits griff ich wieder auf meine erprobten Strategien zurück, baute sie aus und achtete verstärkt auf eine konsequente Anwendung, andererseits stellte ich ein weiteres Mal meine Ernährung um und bildete mich auf diesem Gebiet umfassend weiter.

So ist die Idee zu diesem Buch entstanden, vor allem auch deswegen, weil ich bei meiner Recherche mit keinem Werk so richtig zufrieden war. Ich langweilte mich halb zu Tode beim Durcharbeiten der einzelnen Nährstoffe und ihren Wirkungsweisen, alles war im Aufzählstil notiert und trotz meiner Vorbildung gelang es mir am Ende des Tages kaum, etwas von dem zu behalten, was ich gelesen hatte.

Teilweise waren die Beschreibungen so kompliziert, dass ich fünf Wiederholungen benötigte, um überhaupt etwas zu verstehen, während andere Bücher nur absolut banales Laienwissen weitergaben. Einen vernünftigen Gesamtüberblick über die Nährstoffe und vor allem ihr Zusammenwirken anstatt loser Aneinanderreihungen fand ich genauso wenig, wie praktikable Tipps zum Ausgleich diverser Mängel auf möglichst natürlichem Wege.

Das motivierte mich zusätzlich, dieses Buch zu schreiben und ich halte es für sehr wichtig, da in Sachen sinnvoller Nährstoffversorgung enorme Wissenslücken bestehen, die sich erheblich auf die Gesundheit auswirken können. Oft stelle ich fest, dass nicht einmal das absolute Basiswissen vorhanden ist und dann wieder begegnen mir Menschen, die an sich sehr gut informiert sind und sich sehr bemühen, gesund zu leben, durch den einen oder anderen Missing Link aber doch grobe Fehler begehen.

Generell muss man sagen, dass wir wesentlich weniger gut versorgt sind, als wir glauben und als es möglich wäre. Als moderne Menschen der westlichen Welt haben wir uns ziemlich weit von unserer Natur entfernt. Man macht uns gerne weis, dass die Lebenserwartung steigt, denn schließlich verfügen wir über eine fantastische medizinische Versorgung, erstklassige Hygienestandards, müssen uns keine Sorgen um die Erfüllung unserer Grundbedürfnisse machen und unser Nahrungsangebot ist so vielfältig wie nie.

Und dennoch kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Generation unserer Kinder so alt wird wie die unserer Großeltern, denn bei genauem Hinsehen steigt die Zahl der chronischen Erkrankungen ins Unermessliche. In kaum einer Volksschulklasse finden sich noch fünf völlig gesunde Kinder. Stattdessen leiden schon die ganz Kleinen unter Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Neurodermitis, Asthma, Rheuma, Migräne, nervalen Störungen wie ADHS, Depressionen oder Panikattacken und vielem anderen mehr.

Ich habe bereits eine Achtjährige kennengelernt, die einen Schlaganfall hinter sich hatte, und mehrere ebenso alte Mädchen, die bereits regelmäßig unter Vaginalpilzen litten. Die Lage unter den Erwachsenen ist noch wesentlich dramatischer, oder wie viele Leute jenseits der 30 kennen Sie, die rundum gesund sind? Und wie viele kennen Sie im Gegensatz dazu, die regelmäßig unter Beschwerden leiden, vielleicht sogar unter einer potentiell tödlichen Erkrankung wie Krebs?

Müsste man nicht eigentlich davon ausgehen, dass in den reichsten Ländern der Welt eine gesunde und glückliche Bevölkerung zu Hause ist?

Tatsächlich ist es jedoch so, dass bei den meisten von uns nicht einmal das grundlegendste aller Bedürfnisse erfüllt ist, nämlich die Versorgung aller Körperzellen mit ausreichend Vitalstoffen. In dem, was wir essen, sind sie nicht in ausreichender Menge enthalten, und das, was drin ist, kann oft nur unzureichend aufgenommen werden oder erreicht aufgrund von Gewebeverschlackung die Zellen der Peripherie nicht.

Dadurch bleiben Bereiche des Körpers unterversorgt, der Mangel wird an das Gehirn gemeldet und eine erneute Nahrungsaufnahme veranlasst, die den Bedarf an wichtigen Substanzen wieder nicht deckt. So essen wir viel zu viel vom Falschen und die Lage spitzt sich mehr und mehr zu, wenn auch relativ lange unbemerkt, weil die Regulationsmechanismen des Körpers ganz hervorragend sind und er evolutionsbiologisch darauf programmiert ist, gerade in Notsituationen alles zu geben.

Die Mineralstoffdepots, wie zum Beispiel die Knochen, werden entleert und parallel dazu häufen sich immer mehr Substanzen im Gewebe an, die dort nicht hingehören. Sie verstopfen wichtige Transportwege und erschweren zusätzlich sowohl die Zellversorgung als auch den Abtransport von Stoffwechselabfällen. Die tägliche Giftstoffmenge, der wir ausgesetzt sind, tut ihr Übriges.

Dass man auch nicht glücklich sein kann, wenn es dem Körper nicht gut geht, versteht sich von selbst und das ist tatsächlich auch oft das erste, was wahrgenommen wird. Man fühlt sich kraft- und lustlos, ist häufig müde und bei schlechter Stimmung. Viele bitten mich auch um einen Termin, weil sie ihr Gewicht nicht in den Griff bekommen. Sie glauben, etwas falsch zu machen, dabei sind Übergewicht und Heißhungerattacken die logische Folge der unzureichend versorgten Zellen.

Ein weiteres Anzeichen für ernstzunehmende Defizite fällt den Betroffenen selbst oft gar nicht auf, wenn man sie nicht explizit darauf hinweist: Der Verlust der Fähigkeit zu fühlen, was einem guttut. Es ist nicht normal, wenn man ständig Gelüste nach Ungesundem hat und erst recht nicht, wenn der Körper schon paradox reagiert, das heißt, wenn Gesundes wie Obst und Gemüse schlecht vertragen wird, zu Blähungen oder vielleicht sogar zu Durchfall führt, während es einem nach dem Hamburger mit Pommes blendend geht.

Erst wenn man derartige Anzeichen lange ignoriert, kommt es zu „echten“ Krankheitssymptomen oder zu ernsten nervalen Störungen, wie zum Beispiel Depressionen, Panikanfälle, Zwangsneurosen oder ADHS/ADS bei Kindern.

Dabei ist es eigentlich ganz leicht, diesen Prozess umzukehren, indem einerseits gründlich entschlackt und andererseits der Lebenswandel verändert wird. Nur leider bedarf es beim Großteil der Bevölkerung eines enormen Leidensdrucks, um die Bereitschaft hierfür aufzubringen. Zu Ihrer Ermutigung möchte ich gleich vorausschicken, dass das bei weitem nicht so schwer ist, wie es zunächst scheint, solange man sich noch nicht mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandergesetzt hat.

Es geht lediglich um das Etablieren neuer Gewohnheiten, die innerhalb kurzer Zeit in Fleisch und Blut übergehen und dann auch nicht mehr als Verzicht wahrgenommen werden. Vieles von dem, was sich davor über Jahre und Jahrzehnte automatisiert hat, wurde völlig unbewusst vom Umfeld übernommen und wird von ganz alleine keinen Spaß mehr machen, wenn man erfährt, wie es sich für den Organismus eigentlich auswirkt.

Schnell merkt man dann, dass jeder einzelne Schritt, den man in diese Richtung geht, jede einzelne Maßnahme, die man ergreift, durch mehr Lebensqualität, Gesundheit und Schönheit reich belohnt wird. Die Phase der Umgewöhnung wird leichter, wenn man nicht von heute auf morgen alles verändert, sondern sich kontinuierlich, dafür aber gemächlich, nach vorne wagt und sich immer erst dann neuen Herausforderungen stellt, wenn man mit den vorangegangenen bereits wirklich gut zurechtkommt.

Und das Allerbeste ist, dass Sie auch dann bereits eine Verbesserung erfahren werden, wenn Sie nur einen einzigen von den unzähligen Tipps beherzigen, die ich Ihnen in diesem Buch gebe. Vielleicht lecken Sie dann Blut und wollen mehr.

Zunächst einmal lade ich Sie ein, das was Sie lesen, einfach auf sich wirken zu lassen, dann werden Sie sehr schnell wissen, was davon Sie tatsächlich umsetzen wollen.

Ich möchte Ihnen in diesem Buch beschreiben, warum ich glaube, dass unser Körper einfach nicht dafür gemacht ist, was wir ihm täglich zuführen. Im ersten Teil werde ich Ihnen die verschiedenen Nährstoffgruppen näher vorstellen, Ihnen also zeigen, was Sie genau brauchen und wofür, aber auch, warum bei vielen Menschen unserer Gesellschaft wichtige Bedürfnisse eben nicht befriedigt sind. Anschließend wenden wir uns nachhaltigen Lösungswegen zu. Ich werde Ihnen eine Menge Vorschläge machen, wie Sie – ohne zu verzichten – Schädliches weglassen und vorhandene Defizite auf natürlichem Wege ausgleichen können.

Nachdem ich die körperliche Ebene ungern völlig losgelöst von der geistig-seelischen Ebene betrachte, werden Sie auch etwas über die geistig-seelische Bedeutung von Mangelerscheinungen lesen.

Es würde mich riesig freuen, wenn ich Sie mit diesem Buch berühren, zum Nachdenken anregen oder sogar dazu motivieren könnte, neue gesunde Gewohnheiten zu etablieren. Es ist mir ein echtes Anliegen, Informationen zu verbreiten, die jeder haben sollte, die teilweise jedoch – vielleicht sogar absichtlich – zurückgehalten werden.

Womöglich, weil wir als kränkliche, ängstliche Bürger, die von den vergifteten Nahrungsmitteln bis zu den haarsträubendsten Medikamentencocktails und Therapien bereitwillig alles Vorgesetzte konsumieren, viel bequemer und gewinnbringender sind als solche, die selbst denken.

Wie bei all meinen anderen Büchern, aber auch bei meinen Vorträgen und jedem anderen öffentlichen Auftritt, sage ich deshalb stets dazu: Meine Inhalte sind vielleicht höchst plausibel und am eigenen Körper unmittelbar nachvollziehbar, jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen. In Vielem widersprechen sie sogar gänzlich der wissenschaftlichen Lehrmeinung, was ihnen aus meiner Sicht jedoch nichts von ihrem Wahrheitsgehalt nimmt.

Erstens währt selten etwas so kurz wie das, was die Wissenschaft als die einzige Wahrheit erachtet, bevor sie sich selbst in vielen Fällen bereits zehn Jahre später das Gegenteil beweist, und zweitens ist die herrschende Wissenschaft stets nur die Wissenschaft der Herrschenden.

Last but not least aber gibt es für mich keine absolute Wahrheit, sondern jeder muss seine eigene finden und das tun, was ihm stimmig erscheint. In diesem Sinne: Haben Sie viel Freude beim Lesen und glauben Sie mir nichts, sondern probieren Sie es aus.

Herzlich, Alexandra Stross

Vitamine

Die Vitamine sind keine einheitliche Nährstoffgruppe, sondern der Begriff umfasst organische Substanzen, die in der Nahrung enthalten sind, jedoch nicht den Fetten, Kohlenhydraten oder Eiweißen zugeordnet werden können. Definitionsgemäß werden sie für den Stoffwechsel benötigt, sodass es bei ungenügender Aufnahme zu Mangelerscheinungen kommen kann, weil der Organismus nicht in der Lage ist, sie selbst in ausreichender Menge herzustellen. Es werden fettlösliche von wasserlöslichen Vitaminen unterschieden.

Die fettlöslichen sind die Vitamine A, D, E und K, wasserlöslich sind die B- Vitamine und das Vitamin C. Erstere benötigen die gleichzeitige Anwesenheit von hochwertigen Fetten und ausreichend Gallensäuren, um im Verdauungssystem aufgenommen werden zu können. Nach der Aufnahme können sie gut in der Leber gespeichert werden, was bei den wasserlöslichen Vertretern in der Regel nicht funktioniert.

Es ist diese Nährstoffgruppe, die einem als erstes in den Sinn kommt, wenn es um wertvolle Ernährung geht. Vitamine sind gesund, das weiß jedes Kind. Doch dass das so tief in unserem Bewusstsein ist, ist weder Zufall, noch die reine ungeschminkte Wahrheit.

Vitamine als Geschäftsmodell

Der Hype begann Anfang der Dreißigerjahre des letzten Jahrhunderts. Nach dem Börsencrash von 1929 ging es der Wirtschaft schlecht, so auch einer großen Schweizer Pharmafirma. Mindestens ein Viertel der Belegschaft musste entlassen werden, und man suchte händeringend nach einer Strategie, das Geschäft wieder anzukurbeln.

Wie es der Zufall will, bietet ein Chemiker ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Vitamin C an. Zunächst ist man selbst nicht von dessen Nutzen überzeugt, doch man kommt auf die Idee, Ärzte in den Vertrieb einzubinden, die einen Mangel wittern und das Präparat vorsichtshalber verschreiben sollen. Dazu passend entwickelt die Firma einen Test, mit dem dieser Mangel angeblich im Urin nachgewiesen werden kann.

Bald schon erobert das neue Produkt die Welt. Die deutschen Soldaten gehören zu den Ersten, die im Überfluss damit versorgt werden. Der Pharmaindustrie ist damit ein Durchbruch gelungen, der bis dahin unvorstellbar schien und sich so bequem auf viele andere Themenbereiche übertragen ließ.

Zum ersten Mal nehmen nicht nur Kranke, sondern auch Gesunde Medikamente ein, und zum ersten Mal wird den Menschen mit einem nicht nachvollziehbaren Test plausibel gemacht, dass ihnen etwas fehlt, obwohl sie sich eigentlich gut fühlen (Mineralstoffmangel: Die Diagnose).

Doch nicht nur die Pharmaindustrie profitiert immens von der neuen Vitaminwelle, die im Endeffekt nichts anderes als eine geniale Geschäftsidee ist. Man beginnt damit, alle möglichen Lebensmittel mit Vitaminen zu versetzen, weil man sehr schnell merkt, dass das den Absatz steigert. Bis heute kaufen die Leute mit Begeisterung den größten Mist, nur weil die Verpackung mit der Angabe diverser Vitaminzusätze einen gesunden Inhalt suggeriert.

Denken Sie zum Beispiel an die ganzen bunten Limonaden, an die Bonbons in gelb und orange, von denen man nie nur eines essen sollte, oder an diverse Frühstückszerealien, die mit gesundem Getreide so viel zu tun haben wie ein Nil- mit einem Rennpferd. Und – ist so viel Glück auf einmal überhaupt zu fassen – die genialen Substanzen sind nicht nur gesund, sie verlängern teilweise auch noch die Haltbarkeit der Lebensmittel oder fungieren als Farbstoffe.

Es könnte nichts Schöneres geben, als wenn Wirtschaftstreibende und Konsumenten von einer Idee gleichermaßen profitieren könnten, doch leider sind die Dinge auch in diesem Fall anders gelagert. Bis heute wurde nämlich die Nützlichkeit künstlich hergestellter Vitamine nicht nachgewiesen, sehr wohl jedoch die Schäden, die sie in vielen Fällen anrichten.

So hat man zum Beispiel mit Menschen experimentiert, die unter der bekannten Vitamin C-Mangelkrankheit Skorbut litten, und festgestellt, dass sich durch die Verabreichung von synthetischer Ascorbinsäure – egal in welcher Dosierung – überhaupt keine Verbesserung erzielen ließ.

Gleichzeitig trat schon bald nach dem Genuss von nur wenigen Orangen oder Paprika eine deutliche Linderung ein. Man konnte sogar feststellen warum, denn man fand heraus, dass das Vitamin C in den natürlichen Lebensmitteln immer mit einer zweiten Substanz vergesellschaftet auftritt, die man Vitamin C2 nannte. Ob es nicht gelang, auch dieses herzustellen, oder ob man es gar nicht versuchte, weil es in dem ganzen Prozess ja niemals wirklich um die Gesundheit von Hinz und Kunz ging, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls geriet ganz offensichtlich das C2 wieder in Vergessenheit, oder haben Sie schon einmal etwas davon gehört? Selbst wenn, werden Sie nichts davon in irgendeinem Vitamin-Präparat finden. Und ganz im Vertrauen: Würde das künstliche Vitamin C eine Wirkung haben, bräuchten Sie gar keine Pillen, denn industriell gefertigte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel die beliebte Extrawurst, enthalten so viel Ascorbinsäure als Konservierungsmittel, dass Derartiges als Quelle absolut ausreichen würde. Tut es aber nicht.

Auch bei den anderen Vitaminen bringt es wenig bis gar nichts, zu Pillen oder Tropfen zu greifen, weil der Körper die natürliche Form der Substanz in Kombination mit den anderen Wirkstoffen aus gesunden Lebensmitteln ganz anders verwerten kann. Außerdem ist es nahezu unmöglich, festzustellen, ob überhaupt ein Bedarf besteht.

Der Vitaminbedarf ist individuell stark unterschiedlich und schwer zu erfassen

Wie viel man von all den Mikronährstoffen wirklich benötigt, ist schwer festzustellen. Die empfohlenen Tagesdosen sind Pi mal Daumen berechnet und aus meiner Sicht nicht wirklich seriös, da sie sich individuell gravierend unterscheiden, je nach vorhandenem Versorgungszustand, Verschlackungsgrad, insgesamter körperlicher Verfassung, Lebensumständen, Geschlecht, Größe und Körpergewicht.

So ist es also kein Wunder, dass in Frankreich zum Beispiel für Vitamin C eine völlig andere Aufnahmeempfehlung gegeben wird als in Amerika. Offensichtlich hat man keine Ahnung, weil man es gar nicht wissen kann.

Ein Test, der einen Mangel aufdeckt, muss nicht bedeuten, dass dieser auch tatsächlich existiert, denn wie wir gehört haben, dienen diverse Nachweismethoden manchmal in erster Linie den Herstellern, die dann auch gleich das entsprechende Präparat zur Behebung des scheinbaren Problems anbieten. Blutspiegel sind sehr oft wenig aussagekräftig, weil sie – wie bei den Mineralien – keinerlei Information über den Füllungsgrad diverser Speicher liefern.

Selbst wenn Symptome vorhanden sind, ist es gar nicht leicht zu eruieren, ob ein Zusammenhang zu einem Defizit besteht und wenn ja, zu welchem, da sich Vitamine untereinander genauso beeinflussen wie Vitamine und Mineralien. Viele gängige Beschwerden können theoretisch auf den Bedarf an mehreren Stoffen hinweisen.

So kann zum Beispiel eine Blutarmut ebenso gut aus Mangel an Eisen wie an Vitamin B12 resultieren, und bei Krankheitserscheinungen wie chronischer Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder diffusen Schmerzen ist es nahezu unmöglich, die genaue Ursache auszumachen.

Was macht man in so einem Fall? Einfach auf Verdacht alles gleichzeitig zuführen? Manchmal wird tatsächlich so vorgegangen, wozu gibt es schließlich die praktischen Multivitamin-Präparate? Ich halte jedoch wenig von dieser Vorgehensweise, denn die allgemeine Haltung „lieber zu viel als zu wenig“ muss nicht stimmen. Wer sagt uns, dass das richtig ist?

Es ist bekannt, dass gerade die fettlöslichen Vitamine Vergiftungen auslösen können, weil sie nicht einfach ausgeschieden werden, wenn es im Organismus zu viele von ihnen gibt. Doch auch die wasserlöslichen, die den Körper leichter verlassen können, bleiben nicht wirkungslos.

Lieber zu viel als zu wenig. Stimmt das?

Vitamine sind starke Säuren, und Sie haben im Laufe des Buches bereits eine Idee davon bekommen, wie sich starke Säuren auswirken. Ganz abgesehen davon kommen Mangelsymptome bei weitem nicht immer davon, dass tatsächlich zu wenig von etwas zugeführt wird. Manchmal scheitert die Aufnahme im Verdauungstrakt, weil Gallensäuren und Enzyme fehlen, oft kann der Transport zum Bestimmungsort nicht stattfinden, weil das Gewebe verschlackt ist oder Transportmoleküle nicht verfügbar sind.

Und dann gibt es natürlich noch den Fall, dass die bedürftige Zelle nicht in der Lage ist, etwas aufzunehmen, weil sie mit Giftstoffen überladen ist. In all diesen Fällen würde eine erhöhte Aufnahme eher schaden als nützen. Nicht zu unterschätzen ist auch der stimulierende Effekt, wenn der Körper mit Vitaminen versorgt wird, die er gar nicht benötigt oder nicht verwerten kann.

Sehr schnell nach der Einnahme bemerkt man, dass man sich leistungsfähiger fühlt als gerade noch vor ein paar Minuten. Das stellt einen weiteren Grund dar, warum solche Präparate gerne geschluckt werden. Man glaubt, sofort die wohltuende Wirkung zu spüren, doch in Wahrheit passiert das gleiche wie nach einer Tasse Kaffee: Das Immunsystem wird stimuliert, Stresshormone werden freigesetzt und der Körper wird gezwungen, Kräfte aus seinen eisernen Reserven zu aktivieren und seine Leistungsgrenze zu überschreiten.

Die Lösung, mit der Sie wesentlich weniger falsch machen können als mit dem Doping aus der Apotheke, werden Sie wahrscheinlich schon erraten. Meine erste Maßnahme bei jeder Art von Beschwerden ist eigentlich immer die Entgiftung, die unmittelbar die Aufnahmebereitschaft an sämtlichen Vitalstoffen erhöht und gleichzeitig deren Bedarf deutlich senkt. Und in Bezug auf die Aufnahme alles richtig zu machen, ist bei weitem nicht so schwer wie es scheint – ganz im Gegenteil.

Gerade bei den Vitaminen gilt aus meiner Sicht noch mehr als bei den Mineralien, dass sie uns nur dann nützen, wenn sie aus natürlicher Quelle kommen. Dann gibt es auch keine Nebenwirkungen, Überdosierungen oder gar Vergiftungen. Man braucht sich auch überhaupt keine Gedanken zu machen, wie viel genau von einem Vitamin in einem Stück Obst oder Gemüse enthalten ist, weil auch das – abhängig von Reifegrad, Bodenbeschaffenheit, Wetterlage im ganzen Jahr, Erntezeitpunkt und Pestizidbehandlung – komplett unterschiedlich ist (Die Heilkraft von Vitamin D: Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs und anderen Krankheiten schützt).

Nach einer gewissen Umstellungszeit wird sich bei Ihnen ohnehin einstellen, worüber jedes Lebewesen natürlicherweise verfügt, solange es ihm nicht abgewöhnt wurde: Ein untrügliches Gefühl dafür, was der Körper braucht, das sich in Appetit auf bestimmte Nahrungsmittel äußert. Welches Tier schert sich denn um Ernährungstabellen und Bedarfswerte? Und welches Tier, das sich so ernähren kann, wie es will, leidet unter Übergewicht und Zivilisationskrankheiten? Ich nehme hier ganz explizit vom Menschen gehaltene Tiere aus, denn die leiden Großteils unter genau denselben Problemen wie ihre Besitzer.

Wir können es uns einfach gar nicht mehr vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man gut versorgt ist. Mein Glücksgefühl ist immer noch unbeschreiblich, wenn ich beim Gang durch den Garten genau spüre, dass ich schon den dritten Tag hintereinander unbedingt eine größere Portion Brennnesseln brauche, während ich am vierten Tag nicht einmal daran denke, mir davon zu pflücken.

Und ich liebe das wunderbare Gefühl, nach meinen Essen gesättigt und befriedigt zu sein, während ich früher den ganzen Tag von undefinierbaren Gelüsten geleitet war…

Auszug aus dem Buch “Natürliche Nährstoffversorgung: Was der Körper wirklich braucht” von Alexandra Stross.

Literatur und Produkte:

Handbuch Nährstoffe: Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Gesund durch Vitamin-D: Der Ratgeber zum Vitamin-D und Vitamin-D-Mangel

Vitamin D3 Depot 20.000 I.E. Nur eine Vegan Tablette / 20 Tage (120 Vegane Tabletten)

Gesund mit Vitamin D: Wie das Sonnenhormon hilft und schützt

Quellen: PublicDomain/CreateSpace Independent Publishing Platform/Alexandra Stross am 09.05.2018

Quelle

Gruß an die Wissenden

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TA KI

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Sanddorn (Hippophae rhamnoides) – eine nützliche Heilpflanze


Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

gehört zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) und stammt ursprünglich aus Nepal. Durch eiszeitliche Verschiebungen, beginnend etwa vor 17.000 Jahren, kam es von dort zur weiteren Verbreitung. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich heute überwiegend in Ost- und Westasien, jedoch auch in Mitteleuropa und im nordwestlichen Europa, mit der nördlichsten Grenze in Norwegen. Sanddorn ist ein dorniger sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 6 m. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, weidenähnlich und mit kurzen Stielen. Erste Früchte bildet Sanddorn nach sechs bis acht Jahren. Er blüht im April und Mai, vor dem Laubaustrieb oder gleichzeitig mit ihm. Von Anfang August bis Anfang Dezember reifen 6 bis 8 mm lange, ovale, orangerote bis gelbe Steinfrüchte, deren Duft an den Geruch von Zitrusfrüchten erinnert, und in denen sich ein dunkelbrauner Samen befindet. Wild wächst Sanddorn in Tälern, Auen von Flüssen und Seen, auf nährstoffreichen Sand- und Kiesböden, aber auch auf salzhaltigen Böden am Meer.
Weltweit genießt Sanddorn die besondere Aufmerksamkeit der Gärtner, da seine Früchte außergewöhnliche biologische Eigenschaften besitzen. Die verschiedenen Kultursorten sind produktiver als die Wildsorten, haben weniger Dornen und die Früchte sind größer und süffig.

Geschichte

Sanddorn hatte als Nahrungs- und Heilpflanze wahrscheinlich bereits in der Antike eine Bedeutung. Besonders in weiten Teilen Asiens und im Mittelmeerraum werden seine Früchte als Nahrungs- und Heilpflanze seit alten Zeiten und bis heute gesammelt. Die Früchte werden frisch verzehrt oder zu vitaminreichen Säften, Sirupe, Kompotte, Gelees, Bonbons, Gelees, Marmeladen, Liköre und Weine verarbeitet.

Inhaltsstoffe

Die Früchte von Sanddorn enthalten etwa 3,5% Zucker, sind reich an organischen Säuren (Apfelsäure, Weinsäure, Oxalsäure, an Vitamin – C, weiterhin an den Vitaminen B1, B2, Folsäure, PP, K, P und E. Ebenfalls enthalten sie Carotin und Carotinoide, viele Flavonoide sowie die Spurenelemente Eisen, Bor und Mangan. Auch sind Tannine, Fettsäuren (Oleinsäure, Linolsäure) und flüchtige Stickstoffverbindungen enthalten. Früchte und Samen enthalten weiterhin Serotonin und die Blätter sind reich an Ascorbinsäure, flüchtigen Tanninen und Spurenelementen.

Anwendung in der Volksmedizin

Die heilenden Eigenschaften von Sanddorn resultieren aus seinem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und organischen Säuren, die besonders wertvoll für die Vorbeugung und Behandlung vieler Krankheiten sind. Deshalb wird Sanddorn in der Volksmedizin breit für die Behandlung von verschiedensten Erkrankungen verwendet.

Sanddornbeeren erhalten sich gut im gefrosteten Zustand. Auch können frische Beeren mit Zucker im Verhältnis 1 zu 1 konserviert werden.

Weit verbreitet ist die Herstellung und Verwendung von Sanddornöl, einem einzigartigen Multivitamin-Präparat, das auch in der Medizin vielfältig verwendet wird. Es besitzt unter anderen antibakterielle Eigenschaften, fördert die Epithelisierung des Gewebes, heilt gut Wunden, Verletzungen der Schleimhäute, der Haut und lindert den Schmerz. Dieses Öl von rötlich-oranger Farbe, seinem charakteristischen Geruch und Geschmack, ist reich an Karotin und Carotinoide, Vitamin E und Vitamin F, die den Stoffwechsel der Haut regeln, sowie Sterole, Mineralstoffe und Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Silber, Silizium, Mangan, Kobalt, Nickel, Vanadium, etc.), sowie Glyceride der Oel-, Linol-, Palmitin-und Stearinsäure.

Das Sanddornöl wird äußerlich und innerlich verwendet.

R E Z E P T E 

Herstellung von Sanddornöl – Variante 1

Entsaften Sie frische Beeren vom Sanddorn und trennen den Saft ab. Den trockenen Rückstand aus Fruchtfleisch und Samenkernen zermahlen Sie in einer Schlagmühle zu einem Brei, geben ihn in eine Thermoskanne und übergießen die Masse im Verhältnis von 1 zu 2 (1 Teil Brei und 2 Teile Pflanzenöl) mit auf 60 °C erwärmten Pflanzenöl. Die fest verschlossene Kanne lassen Sie etwa 1 Woche stehen und sieben dann das Öl vorsichtig ab.
Den Rückstand übergießen sie wieder mit Pflanzenöl und verwenden den zweiten Abguss als Zusatz zu Salaten, für Gesichtsmasken und Cremes.

Herstellung von Sanddornöl – Variante 2

Entsaften Sie frische Beeren vom Sanddorn und trennen den Saft ab. Den trockenen Rückstand aus Fruchtfleisch und Samenkernen zerhacken Sie, geben die Masse in ein Glas und übergießen sie im Verhältnis von 1 zu 2 (1 Teil Masse und 2 Teile Pflanzenöl) mit Pflanzenöl. Das fest verschlossene Glas lassen Sie 3 Wochen bei Zimmertemperatur stehen und sieben dann das Öl vorsichtig ab.

Sanddornöl sollte an einem kühlen, dunklen Ort in einer Flasche gelagert und nach einigen Wochen nochmals gefiltert werden.

Hypo-und Avitaminose, Vitaminmangel und Anämie

Sanddornbeeren und Sanddornsaft gehören mit zu den besten Mitteln, zwecks Vorbeugung und Behandlung von Hypo-und Avitaminose, Vitaminmangel und Anämie.
Die Getränke mit Sanddorn wirken angenehm erfrischend und durstlöschend.

Magenerkrankungen

Bei Magenerkrankungen wird ein Sud aus Sanddornbeeren empfohlen. Dazu übergießen Sie 3 EL Beeren mit 0,5 Liter heißem Wasser, lassen den Aufguss aufkochen, noch für 10 Minuten unter schwacher Hitze köcheln und dann abkühlen. Vom Sud trinken Sie 2 bis 3-mal täglich 200 ml.

Magengeschwüre und Zwölffingerdarmgeschwüre

Für die Behandlung von Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren ist in vielen Fällen Sanddornöl ein wirksames Heilmittel. Dafür sollte 2 bis 3-mal täglich 1 TL 30 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Hautkrankheiten

Frischer Sanddornsaft und Sude aus den Früchten des Sanddorn gelten als ein wirksames Mittel zur Behandlung von Hautkrankheiten, wie allergische Hauterkrankungen (Dermatitis, Ekzem), venöse Geschwüre und Strahlungs-Dermatitis.

Hinweis: Sanddornöl ist bei akuter Cholezystitis, akuten Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kontraindiziert.

Quelle: http://russische-volksmedizin.info/sanddorn-hippophae-rhamnoides/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Schüßler-Salze


Mineralstofftherapie mit den Schüßler-Salzen

Die Mineralstofftherapie mit den Schüßler-Salzen ist bereits mehr als 100 Jahre alt und ihr bei ihrer Entwicklung orientierte sich Dr. Schüßler an modernster medizinischer Forschung. Mit dem Einzug von Antibiotika, Geräte- und schließlich evidenzbasierter Medizin nahmen die Funktionsmittel nach und nach ihren Platz in der Naturheilkunde ein, den sie bis heute fest besetzen. Die Nachfrage an natürlichen, individuell auf den Menschen abgestimmten Therapiemöglichkeiten steigt nämlich angesichts der wachsenden Resistenzen gegen Antibiotika und der Nebenwirkungen sonstiger konventioneller Medikamente in der Bevölkerung stetig an. Vor allem zur Behandlung und Selbstbehandlung von leichteren Beschwerden, etwa Erkältungsinfekten, Muskelkrämpfen, Hautproblemen, aber auch zur Prophylaxe werden übersichtliche und risikoarme Therapieverfahren wie die Biochemie nach Dr. Schüßler, gern angenommen.

Dr. Schüßler: Forschung zwischen Homöopathie und Zellularpathologie

Ihren Namen tragen die „Schüßler-Salze“ nach dem deutschen Arzt Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898), der zunächst sehr an der Homöopathie interessiert war, in seiner Forschungsarbeit jedoch bald das Hauptaugenmerk auf anorganische (d.h. kohlenstofffreie) Mineralsalze und deren Bedeutung im menschlichen Organismus, insbesondere im Stoffwechsel der Zellen, richtete. Er folgte er dem Grundsatz des bekannten Zellpathologen Virchow, nach dem die Krankheit des Körpers gleichzusetzen sei mit der Krankheit der Zelle sowie der Annahme, dass Krankheit erst durch den Verlust anorganischer Mineralsalze entstünde.

Mineralstofftherapie mit Schüssler Salze. (Bild: semevent-fotolia)
Mineralstofftherapie mit Schüssler Salze. (Bild: semevent-fotolia)

Zwölf Mineralstoffverbindungen zur Heilung aller Betriebsstörungen

Schüßlers Forschungen ergaben, dass insgesamt zwölf „Betriebsstoffe“ (Mineralsalze) für den gesunden Zellbetrieb notwendig seien, deren gestörte Verteilung und Verwertbarkeit im Körper zu Krankheiten führten. Im Umkehrschluss bildete Schüßler seinen Leitsatz, dass „die im Blut und in den Geweben vertretenen anorganische Stoffe […] zur Heilung aller Krankheiten [genügen], die überhaupt heilbar sind.“ („Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler“, Deutsche Homöopathie-Union, Ausgabe 2004). Die Auswahl umfasst je drei Kalzium-, Kalium- und Natriumverbindungen sowie je eine Eisen-, Magnesium und Siliziumverbindung, die Schüßler zu biochemischen Funktionsmitteln verarbeitete.

Die Zelle erhält den Impuls zum Auffüllen des Mineralstoffdepots

Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, werden die Mineralstoffe potenziert, d.h. als homöopathische Verdünnungen verabreicht. Die Verwertungsblockaden sollen aufgehoben werden, indem den Zellen die Information zur vermehrten Aufnahme gegeben und somit die (Selbst-) Heilung des Organismus eingeleitet werden. Es werden also nicht etwa die Mineralsalze selber zugeführt, sondern der Impuls zur besseren Verwertung gegeben. Aufgrund der Potenzierung sowie der übersichtlichen Arzneimittelanzahl (im Gegensatz zum riesigen Arsenal) der Homöopathie beschrieb Schüßler sein Verfahren zunächst als „abgekürzte homöopathische Therapie“, grenzte es später jedoch als „biochemische Therapie“ wieder schärfer davon ab.

Die Qual der Wahl: Welches Mittel in welcher Form?

In der Selbstbehandlung erfolgt die Wahl der Funktionsmittel in der Regel nach in Büchern veröffentlichten Registern, in denen die passenden Mineralstoffe bestimmten Beschwerden zugeordnet werden. In der Naturheilpraxis ermitteln Heilpraktiker die Salze nach deren physiologischer Funktion im Organismus, aber auch mithilfe von Anlitzdiagnostik, Kinesiologie, Tensortestung und anderen bioenergetischen Messverfahren.

Die von Schüßler entwickelten Funktionsmittel wurden bis heute um zwölf zusätzliche Mineralsalze erweitert. Inzwischen sind sie neben der Tablettenform einzeln auch als Tropfen, Globuli und zur äußeren Anwendung als Cremes, Gels und Salben erhältlich, wo sie neben den medizinischen auch kosmetische Aufgaben erfüllen sollen. Einige Apotheken mischen die individuell benötigten Salze zu einem Pulver zusammen, was die Einnahme erheblich erleichtern kann. Zur kurmäßigen Anregung des Stoffwechsels, z.B. im Rahmen einer Frühjahrskur, gibt es auch ein Komplexpräparat, welches die zwölf „originalen“ Schüßler-Salze enthält. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/mineralstofftherapie-mit-den-schueler-salzen-9512.php

Gruß an die Naturheilkundler

TA KI

Erstaunliche Entdeckung: Pflanzensaft ermöglicht Euren Zellen, die Energie des Sonnenlichts einzufangen


Dieser Artikel ist urheberrechtlich geschützt von GreenMedInfo LLC, 2015

Was wäre, wenn das herkömmliche Wissen über unseren grundlegendsten Energiebedarf von jeher falsch war und wir uns die Energie der Sonne direkt nutzbar machen können, indem wir „Pflanzensaft“ zu uns nehmen?

Chlorophyll 1

Pflanzen sind erstaunlich, nicht wahr? Sie haben kein Verlangen danach, auf der Jagd nach anderen Kreaturen für ihre Nahrung umherzustreifen, weil sie eine Möglichkeit gefunden haben, die Sonnenenergie direkt durch diese kleinen lichtsammelnden Moleküle, genannt Chlorophyll, einzufangen. Chlorophyll ist übrigens ein Molekül, das verblüffende Ähnlichkeit mit dem menschlichen Blut aufweist, weil es baulich dem Hämoglobin ähnlich ist; mit Ausnahme von dem Magnesiumatom in seinem Kern statt Eisen im roten Blut bei Tieren.

Chlorophyll 2

Die Energie-Selbstverwaltung bei Pflanzen macht diese natürlich vergleichsweise friedlich und pflegleicht im Vergleich zum Tierleben; Letzteres ist immer damit beschäftigt, die nächste Mahlzeit zu finden – manchmal gewaltsam und manchmal mit passiveren Mitteln. Tatsächlich sind diese beiden Gattungen so unterschiedlich, dass die ersten, die Pflanzen, als autotrophe (selbsternährende) Lebewesen bekannt sind, das heisst ihre Nahrung selbst produzieren und die Tiere als heterotroph (sich von anderen ernährend), also von anderen Kreaturen als Futterquelle abhängig sind.

Chlorophyll 3

Während diese beiden zoologischen Einstufungen als sich nicht überlappend betrachtet werden, wurden wichtige Ausnahmen bestätigt. Beispielsweise können Pflanzen mit photoheterotrophem Stoffwechsel – eine Hybridsorte zwischen autotroph und heterotroph –Licht als Energie verwerten, aber kein Kohlendioxid aufnehmen, wie es Pflanzen tun, die ausschliesslich von der Kohlenstoffquelle leben; das heisst sie müssen andere Dinge „essen“.

Einige klassische Beispiele photoheterotropher Pflanzen beinhalten grüne und violette nicht-schwefelproduzierende Bakterien, Heliobacteriaceae und – jetzt wird es interessant – eine besondere Art von Blattläusen, die Gene von Pilzen [1] aufnehmen, um ihre eigenen pflanzenähnlichen Carotinoide zu produzieren, welche wiederum dafür verwendet werden, um Lichtenergie nutzbar zu machen, damit deren Energiebedarf ergänzt wird!

Um mehr über dieses erstaunlichen Lebewesen zu erfahren, lest die Studie, die im Jahr 2012 im Journal Scientific Reports unter dem Titel “Light-induced electron transfer and ATP synthesis in a carotene synthesizing insect“ veröffentlicht wurde.

Chlorophyll 4Eine grüne mit Carotinoid gefärbte Blattlaus, die in der Lage ist, Sonnenlicht einzufangen, um Energie zu produzieren, interessant, oder? Aber wir müssen nicht nach exotischen Bakterien oder Insekten suchen, um Beispiele für Photoheterotrophie zu finden. Es stellt sich heraus, dass bei Tieren, darunter Würmer, Nager und Schweine (das der menschlichen Physiologie nächstgelegene Tier) vor kurzem die Fähigkeit entdeckt wurde, dass sie Chlorophyll-Stoffwechselprodukte in ihre Mitochondrien aufnehmen können. Das ermöglicht ihnen, die Energie des Sonnenlichts zu nutzen, um das Tempo (bis zu 35% schneller) und die Menge (bis zum 16-fachen) an Adenosintriphosphat [ATP = der universelle und unmittelbar verfügbare Energieträger in Zellen und wichtiger Regulator energieliefernder Prozesse], das in ihren Mitochondrien produziert wird, „super aufzuladen“.

Mit anderen Worten, eine gehörige Menge des Tierreichs ist fähig, sich „von Licht zu ernähren“ und sollte als photoheterotrophisch neu eingeteilt werden!

Die wirklich bahnbrechende Entdeckung, auf die ich mich oben bezogen habe, wurde letztes Jahr im Journal of Cell Science in einer Studie mit dem Titel „Light-harvesting cholorphyll pigments enable mammalian mitochondria to capture photonic energy and produce ATP“ veröffentlicht. Für die vollständige Version, von der ich kürzlich berichtete, könnt Ihr mich unter sayerji@greenmedinfo.com anschreiben. Diese Studie wirft die klassische Definition von Tier und Mensch als ausschliesslich heterotrophe Wesen um.

Tiere sind nicht nur glukoseverbrennende Biomaschinen, sondern lichtsammelnde Hybriden

Seit mindestens einem halben Jahrhundert wurde in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weitgehend angenommen, dass Menschen einfach nur glukoseabhängige Biomaschinen sind, die nicht in der Lage seien, die praktisch grenzenlose Energiequelle zu nutzen, welche durch Sonnenlicht zur Verfügung steht, um unseren Energiebedarf zu ergänzen. Und dennoch: wäre es innerhalb der äusserst intelligenten und ungeheuer komplexen Lebensgestaltung nicht einleuchtend, dass sich eine Methode entwickelt hat, eine so offensichtlich ausgiebige Energiequelle wie Sonnenlicht zu nutzen; selbst wenn es nur um den klaren Vorteil des Überlebens geht, den diese Energiequelle verleiht und nicht um irgendeine ethische Notwendigkeit? (Was aber eine Möglichkeit bietet, die es durchaus wert ist zu überdenken… Veganer/Jainisten, hört Ihr zu?).

Wie der Philosoph Karl Popper erklärte: eine Theorie kann nur als wissenschaftlich bezeichnet werden, wenn sie widerlegbar ist. Und tatsächlich wurde die wissenschaftliche Theorie, dass Menschen ausschliesslich heterotrophe Wesen sind, in Anbetracht der empirischen Beweise umgestossen, die belegen, dass Säugetiere auf direktem Wege Energie aus Sonnenlicht gewinnen können.

Tiefere Bedeutung der neuen Studie:

Lasst uns damit beginnen, die abstrakte Studie zu lesen, da sie prägnant zusammenfasst, was die erstaunlichsten Entdeckungen unserer Zeit sein können:

Sonnenlicht ist die am reichlichsten vorhandene Energiequelle auf dem Planeten. Von der Fähigkeit, Sonnenlicht in biologische Energie in der Form von Adenosin-59-Triphosphat umzuwandeln, glaubte man jedoch, dass sie auf Chlorophyll enthaltende Chloroplasten [= Organellen, die Pflanzen und Algen ihre typisch grüne Farbe verleihen] in photosynthetischen Organismen beschränkt sei. Hier zeigen wir, dass die Mitochondrien von Säugetieren ebenfalls Sonnenlicht einfangen und ATP aufbauen können, wenn sie mit einem lichtsammelnden Stoffwechselprodukt aus Chlorophyll vermischt sind. Das gleiche Stoffwechselprodukt, mit dem die Caenorhabditis elegans (Rundwürmer) gefüttert wurden, führt zu einer Steigerung der ATP-Synthese unter Lichteinfluss zusammen mit einer Zunahme der Lebensdauer. Zudem beweisen wir, dass die Fähigkeit, Licht in Energie zu wandeln, in Säugetieren existiert, da sich Chlorophyll-Stoffwechselprodukte in Mäusen, Ratten und Schweinen ansammeln, wenn sie mit einer chlorophyllreichen Kost gefüttert werden.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass chlorophyll-taugliche Moleküle mitochondriales ATP anpassen, indem sie den Rückgang des Coenzyms Q katalysieren, was einen langsamen Schritt in die Synthese des mitochonrialen ATP darstellt. Wir stellen fest, dass durch den Konsum pflanzlicher Chlorophyll-Pigmente auch Tiere in der Lage sind, Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen.

Rückblickend fand die neue Studie also heraus, dass das Tierleben (einschliesslich wir, auch „Säugetiere“) in der Lage ist, dem Pflanzensaft die lichtsammelnden Fähigkeiten zu entleihen, sprich: Chlorophyll und seine Stoffwechselprodukte zu nutzen, um mitochondriale ATP-Produktion zu photo-energetisieren.

Das hilft nicht nur, die Energieleistung zu erhöhen, sondern es wurden einige weitere wichtige Dinge in der Studie festgestellt:

  • Abgesehen von der erhöhten Leistung wurde die erwartete Zunahme der reaktiven  Sauerstoffspezies (ROS), die normalerweise bei mitochondrialer Aktivität und ATP vermehrt auftritt, nicht beobachtet; tatsächlich wurde ein leichter Rückgang verzeichnet. Dies ist eine höchst signifikante Feststellung, weil lediglich steigende mitochondriale Aktivität und ATP-Abgabe (obwohl aus Sicht der Energie positiv) das Altern und andere oxidative stressbezogene (ROS), nachteilige zelluläre und physiologische Effekte beschleunigen kann. Daher schien Chlorophyll die tierische mitochondriale Funktion auf eine gesündere Art durchzuführen.
  • Zur Unterstützung der oben genannten Feststellung wurde bei Würmern, denen eine optimale Bandbreite an Chlorophyll verabreicht wurde, eine beträchtlich verlängerte Lebensspanne festgestellt. Dies steht, übereinstimmend mit gutbekannten Mechanismen, in direktem Zusammenhang mit einer optimierten mitochondrialen Funktion (bei Fehlen von gesteigerter ROS), welche die Lebensdauer von Zellen erhöht.

Der letzte Punkt der Zusammenfassung ist für mich besonders interessant. Als Fan der Coenzym Q10-Ergänzung, die ich irgendwann mal eingenommen habe, habe ich tiefgreifende qualitative Unterschiede zwischen Unbichinon (der oxidierten Form) und Ubichinol (der reduzierten, elektronenreichen Form) festgestellt. Letztere hat mir mehr Energie und Wohlbefinden verschafft als das erste Produkt – und das sogar bei weit geringeren Mengen (das molekulare Gewicht eines USP-Isolats verrät weder die Bioverfügbarkeit, noch die biologische Aktivität). Die Studie zeigt jedoch, dass man kein zusätzliches Coenzym Q10 einnehmen muss, nicht mal in seiner reduzierten Form als Ubiquinol, weil eine durch Chlorophyll vermittelte Sonnenlichtaufnahme und anschliessende Photo-Energetisierung der Elektronentransportkette naturgemäss Ubichinon „reduziert“ (das heisst, Elektronen spendet) und in Ubichinol verwandelt, was in einer erhöhten ATP-Produktion und Effektivität resultiert. Das mag auch erklären, warum sie keine Zunahme von ROS (Reaktive Sauerstoff-Spezies) während der zunehmenden ATP-Produktion feststellten: Coenzym Q10 als Ubichinol in reduzierter Form ist ein starkes Antioxidans und in der Lage, ein Elektron zu opfern, um freie Radikale abzuschrecken bzw. zu neutralisieren. Das wäre eine biologische Win-win-Situation: eine durch erhöhte oxidative Phyosphorylierung (umkehrbares Anhängen einer Phosphatgruppe an ein organisches Molekül, insbesondere an Proteine) vermittelte Energieleistung ohne erhöhte oxidative Schäden.

Chlorophyll 5

Um die Wichtigkeit der Studie letztendlich zu begreifen, muss man die Zusammenfassung des Autors lesen:

Sowohl erhöhte Sonneneinstrahlung (Dhar and Lambert, 2013; John et al., 2004; Kent et al., 2013a; Kent et al., 2013b; Levandovski et al., 2013) als auch der Konsum von grünem Gemüse (Block et al., 1992; Ferruzzi and Blakeslee, 2007; van’t Veer et al., 2000) stehen in Beziehung zu insgesamt besseren gesundheitlichen Auswirkungen auf eine Vielzahl von altersbedingte Erkrankungen. Diese Vorteile sind üblicherweise zurückzuführen auf eine Zunahme von Vitamin D durch Sonneneinstrahlung und dem Verzehr von Antioxidantien aus grünem Gemüse. Unsere Arbeit deutet darauf hin, dass diese Erklärungen unvollständig sein könnten. Sonnenlicht ist die am reichlichsten vorhandene Energiequelle auf diesem Planeten. Durch die Evolution der Säuger werden die inneren Organe der meisten Tiere, einschliesslich die der Menschen, in der photonischen Energie der Sonne gebadet. Haben Tiere metabolische Leitbahnen, die es ihnen ermöglichen, einen grösseren Vorteil aus dieser ausgiebigen Energiequelle zu ziehen?

Die Demonstration, dass:

1.    lichtempfindliche chlorophyllartige Moleküle im tierischen Gewebe abgesondert sind.
2.    bei Lichteinwirkung im Wellenlängenbereichen, die von P-a absorbiert werden, in Gegenwart des Chlorophyll-Stoffwechselprodukts P-a ein Anstieg von ATP in den isolierten tierischen Mitochondrien, eine Homogenität im Gewebe und in C. Elegans festzustellen ist,
3.  und Licht in der Gegenwart von P-a die Biologie grundlegend verändert, was bei den C. Elegans zu einer Verlängerung der Lebensspanne um bis zu 17% führt. Das legt nahe, dass auch Tiere, ähnlich wie Pflanzen und photosynthetische Organismen, über Stoffwechselvorgänge verfügen, um Energie aus Sonnenlicht zu beziehen. Weitere Analysen sollten diese Zusammenfassungen bestätigen.

Ich denke, es ist offensichtlich, dass es ein breites Spektrum an Schlussfolgerungen gibt, die diese Entdeckung für die Bereiche der Ernährung, Medizin und Zell- und Evolutionsbiologie bereit hält, um nur ein paar Wissenszweige zu nennen, welche zwangsläufig tiefgreifend beeinflusst, wenn nicht gänzlich umgewandelt werden.

Was zum Beispiel Schlussfolgerungen zu diesem heiss umstrittenen Thema beim Ermitteln der idealen, menschlichen Diät, basierend auf den Vorfahren, angeht:  wenn tierische Zellen sich so entwickelten, dass sie im Stande sind, sich die Sonnenenergie mit Hilfe des Pflanzensaftes zunutze zu machen, ist es dann nicht angemessen zu glauben, dass wir, um einen Vorteil aus dem Sonnenlicht für unseren Energiebedarf zu ziehen, eine bestimmte Menge an Chlorophyll brauchen? Und vermeiden wir vielleicht damit, uns rein auf die glukoseabhängigen Energiebahnen unseres Körpers zu verlassen, deren Überexpression und kohlenhydratreiche Ernährung im direkten Zusammenhang mit Leiden wie Krebs, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen?

Wenn man das Potential von Sonnenlicht betrachtet (eine regelmässige, täglich garantierte Energiequelle), das zu unserem täglichen metabolischen Energiebedarf beiträgt (und damit den Überlebensvorteil bietet, der mit einem regelmässigen Konsum von chlorophyllreichen Pflanzen übertragen wird), sollte nun die Steinzeit-Gemeinschaft, die sehr auf den Konsum von tierischem Gewebe fixiert ist, nicht dazu verdonnert werden, Chlorophyll auf eine höhere Stufe der Bedeutung zu setzen statt die konventionelle „Paleo“/nichtgrünen Quelle des Lebensunterhalts, wie zum Beispiel nachgemachte/gejagte Nahrung?

Was also sind die Auswirkungen für die zunehmende Zwiespältigkeit innerhalb des allgemeinen Bewusstseins bezüglich der Bestrahlung mit Sonnenlicht? Auf der einen Seite wird die Sonne als eine lebensnotwendige, wenn nicht lebensrettende Quelle von Vitamin D betrachtet, während sie auf der anderen Seite als Todesgefahr durch das Verursachen von Hautkrebs gilt, insbesondere bei mangelhaft pigmentierten Rassen, die sich mit dick aufgetragenen petrochemischen Präparaten dagegen schützen. Was, wenn Sonnenlicht (wie es im Versuch mit dem Rundwurm bewiesen wurde) giftig ist, wenn in unserer Ernährung und im Gewebe kein Chlorophyll vorhanden ist, es jedoch erhöhtes ATP und Langlebigkeit begünstigt, sobald es darin in optimalem Masse vorkommt? Das sind nur ein paar der Fragen, die den jüngsten Entdeckungen folgen und jetzt im Raum stehen.

Natürlich gibt es viele andere Schlussfolgerungen der Studie, und jetzt wahrscheinlich weit mehr Fragen als Antworten, die nun weiter untersucht werden sollten. Ich hoffe, Ihr Leser werdet mithelfen, eure zusätzlichen Erkenntnisse mit uns in unseren untenstehenden oder nachfolgenden Artikeln zu teilen. Ihr könnt Euch hier gerne für Veröffentlichungen per E-Mail eintragen. info@greenmedinfo.com

Wie wendet man die Recherche praktisch an?

Wie übersetzen wir diese Studie so, dass wir sie im täglichen Leben anwenden können?
Dies war eine übliche Frage für die treuen Leser von Greenmedinfo.com: „Ich liebe diese Nachforschung, nur – was kann ich damit anfangen?“

Chlorophyll 6

Zuerst sollten grünes Gemüse und deren Säfte nicht länger nur als Quellen für Antioxidantien, alphabetisch aufgezählte Vitamine, Nährstoffe, Mineralstoffe, etc. angesehen werden, sondern vielmehr als Träger für unentbehrliche mitochondriale Co-Faktoren, ohne die unser Körper nicht optimal und effizient ATP produzieren und sein biologisches Potential für maximale Lebensdauer erkennen kann. Wenn ihr seit langem zu unserer Leserschaft gehört, wisst ihr natürlich, dass wir auch ererbte Nahrung (das heisst die, die in der menschlichen Ernährung seit über 10.000 Jahren vorkommen) als äusserst dichte und überaus wichtige Quellen biologisch nützlicher Informationen betrachten, die unverzichtbare Regulatoren der Genexpression wurden [Genexpression: bezeichnet, wie die genetische Information eines Gens zum Ausdruck kommt und in Erscheinung tritt]. Was bedeutet, wenn ihr beispielsweise ein Glas grünen Gemüsesaftes trinkt, dann ist es vermutlich das wertvollste gesundheitsfördernde Elixier auf dem Planeten. Wir sollten es als so etwas wie eine „Ernährungsbrücke“ betrachten, die wir Heterotrophen überqueren können, um photoheterotroph oder ein lichtgewinnender Organismus zu werden, sollten wir uns dafür entscheiden. (An weiteren Zusammenhängen zwischen Mensch und Licht interessiert? Biophotons: The Human Body Emits, Communicates with, and is Made from Light.)

Hier ist mein Vorschlag: Zusätzlich zum steigenden Konsum von grüner Nahrung und/oder Gemüsesäften fügt ihr eine Ergänzung in flüssiger oder Kapselform hinzu, die täglich mindestens 200mg zusätzliches Chlorophyll liefert. Sorgt ausserdem dafür, dass ihr darüber hinaus Sonnenlicht abbekommt und betreibt gleichzeitig intensive Aktivitäten im Freien. Wenn ihr wollt, visualisiert Sonnenlicht, das in das Gewebe eures Körpers eintritt und tief hinein in eure von Chlorophyll gesättigten Mitochondrien hineinreicht. Dann beobachtet und stellt fest, wie ihr euch energetisch fühlt, wenn ihr diese Übung macht. Spürt ihr mehr Energie? Seid ihr danach weniger erschöpft? Bitte berichtet über eure Erfahrungen in der Kommentarfunktion, damit wir Notizen vergleichen und mit den Forschungen weitermachen können, wie wir diese Erkenntnis auf nützliche Weise in unserem täglichen Leben anwenden können.

Diese Studie, zusammen mit verschiedenen anderen aktuelleren Beiträgen, repräsentiert eine kopernikanische Wende in der zellulären Bioenergetik. Was, wenn Chlorophyll, Wasser und unser körpereigenes Melanin in der Lage wären, den grössten Energiebedarf unseres Körpers zu produzieren? Bleibt dran, um weitere Berichte zu diesem Thema zu lesen, einschliesslich der Kommentare bekannter Wissenschaftler und klinischen Forscher, die sich ebenfalls der Wichtigkeit dieser Recherche bewusst sind und mithelfen möchten, die theoretischen Folgerungen und Anwendungen für die menschliche Gesundheit in der wirklichen Welt auszuarbeiten.

Chlorophyll 7

Literaturhinweis:
[1] Moran, N. A. & Jarvik, T. Lateral transfer of genes from fungi underlies carotenoid production in aphidsScience (New York, NY) 328, 624–627 (2010)

Quelle: http://trans-information.net/erstaunliche-entdeckung-pflanzensaft-ermoeglicht-euren-zellen-die-energie-des-sonnenlichts-einzufangen/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Die 9 stärksten Gesundheitseffekte von Grünen Smoothies


 

Grüne Smoothies

 

Die Wirkung und 10 Vorteile des süß-grünen Zaubertrunks für mehr Gesundheit und Wohlbefinden!

Was sind grüne Smoothies?

Grüne Smoothies sind fein pürierte Zaubertrunks aus einem Standmixer. Sie bestehend aus süßen Früchten, kraftvollem Pflanzengrün wie Salat oder Spinat und sauberem Wasser. Die Früchte verleihen dem Smoothie den angenehm süßen Geschmack und durch das Pflanzengrün erhält er seine magisch-grüne Farbe. Bei der Zubereitung verwendet man die ganze Frucht, manchmal auf mit Schale und Kerngehäuse. Dadurch entsteht um einiges weniger Abfall als im Vergleich zu Säften.

Die Magie kommt also vom Pflanzengrün, denn es enthält besonders viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe. In der Vergangenheit wurde die bereits die Wichtigkeit der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente unterschätzt. Die sekundären Pflanzenstoffe wie Chlorophyll, der grüne Pflanzenfarbstoff, liefern ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.

Durch die Zubereitung in einem leistungsstarkem Standmixer erhält der grüne Smoothie eine besonders sämige (engl. “smooth”) Konsistenz. Die Pflanzenfasern werden dabei fein aufspalten, wodurch das typisch „weiche“ Gefühl auf der Zunge entsteht. Außerdem wird die Nährstofffreisetzung durch das Mixen optimiert.

 

Wer hat es erfunden?

Victoria Boutenko „erfand“ die magischen grünen Smoothies im Jahr 2004 und wird als die Mutter der grünen Smoothies bezeichnet.

Victoria Boutenko

Sie kommt aus Russland und wanderte 1990 mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in die USA aus. Weil die gesamte Familie unter schweren chronischen Krankheiten und Übergewicht litt, die durch die durch die Schulmedizin nicht geheilt oder gelindert werden konnten, stellte sie ihre Ernährung auf vegane Rohkost um.

Im Jahr 2004 verbesserte sich der Gesundheitszustand der Familie nicht mehr weiter. Sie begann zu forschen und studierte dabei die Ernährungsgewohnheiten der Schimpansen. Dabei entdeckte sie, dass sich die Gene von Menschen und Schimpansen ungefähr zu 99,4% gleichen. Die in der Wildnis lebenden Affen waren allerdings nicht von Zivilisationskrankheiten betroffen. Erst die in der Gefangenschaft lebenden Tiere entwickelten die klassischen Symptome der modernen Zivilisationserkrankungen. Ihre Schlussfolgerung war: Es muss an der Ernährung liegen, denn frei lebende Schimpansen essen verhältnismäßig viel Pflanzengrün. Dabei arbeiten sie mit einem Trick. Sie wickeln Blätter um die Bananen, um so das Blattgrün schmackhafter zu machen. Dieses Prinzip probierte Victoria Boutenko ebenfalls aus und mixte Früchte gemeinsam Pflanzengrün. Der grüne Smoothie war somit im Jahr 2004 geboren.

Heute arbeitet Victoria Boutenko als Autorin, Lehrerin, Erfinderin, Forscherin und Künstlerin.

 

Pflanzengrün: Die kraftvollste aller Zutaten!

Pflanzengrün Salat Spinat

Was macht den grünen Smoothie zum Zaubertrunk? Es ist das Pflanzengrün! Also zum Beispiel Salate, Spinatgemüse wie Babyspinat oder Mangold, Kohlgemüse wie Grünkohl oder Schwarzkohl, Blätter von Bäumen oder Sträuchern oder Wildkräuter. Dieses einfache “Grünzeug” und vermeintliche Nahrungsmittel der Armen und Tiere sind die Lebensmittel mit der höchsten Nährstoffdichte auf unserem Planten. Gemessen an seinem Energiegehalt (Kalorien), enthält Pflanzengrün sehr viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Vitalstoffe oder auch Mikronährstoffe.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse / Tag, um eine ihrer Meinung nach ausreichende Versorgung sicher zu stellen. Das sind etwa 400 g Gemüse oder 250 g Obst täglich.

Eine Tagesration entspricht dabei

  • einem Apfel,
  • zwei Handvoll Beeren,
  • zwei Handvoll Salat,
  • zwei Handvoll Kohl
  • drei Strauchtomaten.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2014 vom University College London rät im „Journal of Epidemiology and Community Health“ sogar zu sieben oder mehr Portionen pro Tag. Das Ergebnis: Die Probanden, die sieben oder mehr Portionen Gemüse und Obst verzehrten, hatten ein um 42 Prozent niedrigeres Sterberisiko bei allen gesundheitlich bedingten Sterbeursachen. Die Wahrscheinlichkeit, vorzeitig an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, scheint also sinken, je mehr Obst und Gemüse man isst.

Das Tolle ist: Durch den Konsum von nur 1 Liter grünen Smoothie kannst du bereits 4 Portionen Obst und Gemüse zu dir nehmen. Du müsstest als nur noch 1 Portion über den restlichen Tag essen um die Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung erfüllen. Das soll jetzt kein Freifahrtschein für andere ungesunde Mahlzeiten sein, aber für mich persönlich sind grüne Smoothies der einfachste, schnellste und leckerste Weg um seinen Obst- und Gemüsekonsum zu steigern.

 

Die magische Grüne-Smoothies-Formel

Grüne Smoothies Formel Konzept

Wie funktionieren jetzt grüne Smoothies? Das Konzept ist leicht verständlich und einfach zu merken. Man stellt sich einen Mixerbehälter vor.

Die untere Hälfte füllt man mit Früchten und die obere Hälfte mit Pflanzengrün (Salat oder Spinat). Abschließend gießt man Wasser auf, bis die Früchte unter Wasser stehen.

Danach ergibt sich folgendes Gewichtsverhältnis:

  • ca. 500g Früchte (2-3 ganze Früchten)
  • ca. 100-120g Pflanzengrün (2 große Handvoll)
  • ca. 350ml Wasser (1 Glas)

Dadurch erreicht man eine cremige Konsistenz und der grüne Smoothie schmeckt supersüß und sehr lecker.Dies ist hilfreich, wenn man den bitteren Geschmack des Salates noch nicht gewohnt ist.

(…)
 

Der Mixer-Effekt und der Mythos von 30.000 Umdrehungen!

Welchen Einfluss hat das Mixen auf die Nährstofffreisetzung? Und benötigt man unbedingt einen Hochleistungsmixer mit über 30.000 Umdrehungen um in den Genuss der gesundheitlichen Wirkung zu kommen?

Fest steht: Manche Karotinoide (eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe) wie Beta-Carotin aus Karotten, Kürbis oder Süßkartoffeln, Lycopin aus Tomaten oder Chlorophyll aus dem Pflanzengrün können als mikroskopisch kleine Kristalle von Zellwänden eingeschlossen sein. Für den Körper sind sie nur verfügbar, wenn sie aufgeschlossen werden. Das geschieht durch Kauen, Kochen und/oder Mixen.

Chlorophyll

Wer ordentlich kaut trägt wesentlich zur Freisetzung zusätzlicher Nährstoffe bei. Allerdings nicht nur das Kauen sondern auch das Zerhacken von Spinat mit dem Messer hat einen positiven Effekt auf die Aufnahme von Folsäure hat. Das ist ein Vitamin, das für Frauen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft sehr wichtig ist.

Kann es also sein, dass mehr Nährstoffe zur Aufnahme bereit stehen, wenn wir die Nahrung vorher in einem Mixer zerkleinern? Die Antwort ist: Manchmal ja und manchmal nein.

Der Wissenschaftler Dr. Michael Greger erklärt in einer Reihe von Videos im Internet, warum grüne Smoothies so gesund sind. In einem erklärt er abschließend: „Blending vegetables – raw or cooked – into soups, sauces or smoothies can maximize nutrient absorption.“ In einem weiteren Video erklärt der Experte: „Chewing is good, but blending is better, in terms of digestive efficiency and absorbing nutrients.“ Die sinngemäße Übersetzung lautet: Das Pürieren von Gemüse, egal ob roh oder gekocht, für Suppen, Soßen oder Smoothies kann die Nährstoffaufnahme verbessern.

Dr. Michael Greger

Denn nach dem Kauen sind die Nahrungsteilchen immer noch zwei Millimeter groß und größer. Die enthaltenen Pflanzenzellen darin sind jedoch oft kleiner, nämlich im Durchschnitt nur etwa 0,1 Millimeter groß. Ein 40-Sekunden-Mixvorgang kann dafür sorgen, die Nahrungsteilchen auf ein subzelluläres Level aufzuspalten, sprich die Nahrungsteilchen im Smoothie sind dann kleiner als die Pflanzenzellen. So steht dem Körper ein Maximum an aufgeschlossenen Nährstoffen zur Aufnahme bereit.

Hier ein erfundenes Beispiel zum besserem Verständnis. Nehmen wir an 100g Spinat enthält 100mg Chlorophyll-a.

  • Durch 10 Mal Kauen werden 50mg Chlorophyll-a freigesetzt.
  • Durch 35 Mal Kauen werden 70mg Chlorophyll-a freigesetzt.
  • Durch Mixen mit einem Haushaltsmixer werden 90mg Chlorophyll-a freigesetzt.
  • Durch Mixen mit einem Hochleistungsmixer werden 98mg Chlorophyll-a freigesetzt.

Das Fazit: Aus der gleichen Menge an Früchten und Gemüse steht deinem Körper dann mehr Chlorophyll-a zur Aufnahme bereit. Das große Aber ist: Nicht bei allen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen tritt dieser Effekt ein. Für manche Vitamine wie Vitamin-C spielt es keine Rolle für andere wie zum Beispiel Chlorophyll eine große Rolle. Die Gegner der grünen Smoothies behaupten der Mixer Effekt ist ein Blödsinn und berufen sich auf die Vitamine, wo es keine Rolle spielt und die Befürworter der grünen Smoothies berufen sich auf das Chlorophyll. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte. Fest steht, du kannst tatsächlich die Freisetzung mancher Nährstoffe maximieren und es spielt keine so große Rolle, ob du dabei mit einem Haushaltsmixer und Hochleistungsmixer mixt.

Und dann wäre dann noch die Frage wie viel schlussendlich von deinem Körper aufgenommen, wozu es leider kaum wissenschaftliche Literatur gibt. Wir dürfen auf weitere Forschungsergebnisse zu diesem Thema gespannt sein.

Am wichtigsten ist, dass du generell mehr Obst und Pflanzengrün zu dir nimmst, egal ob gut gekaut oder gemixt!

Quelle: http://www.gruene-smoothies.info/gruene-smoothies/

Die 9 stärksten Gesundheitseffekte von Grünen Smoothies

Fühlst du dich müde und energielos? Würdest du gerne ein paar Kilos abnehmen? Willst du deine aktuellen gesundheitlichen Beschwerden lindern? Willst du deine Ernährung umstellen um schwerwiegende Zivilisationskrankheiten zu vermeiden? Dann lies dir diese 9 Gesundheitseffekte durch um dich zum Konsum von Grünen Smoothies zu motivieren!

 

1. Grüne Smoothies helfen dir beim Abnehmen

Der vermehrte Konsum von Obst und Blattgemüse, mit weniger Kalorien und mehr Nährstoffen, führt zu einer negativen Kalorienbilanz. Das heißt, du verbrauchst mehr als du isst und dadurch fangen die Pfunde an zu purzeln (vor allem wenn du damit eine Hauptmahlzeit ersetzt).

 

2. Grüne Smoothies geben dir Energie

Durch die Früchte erhält dein Körper schnell verwertbaren, natürlichen Zucker, den dein Gehirn benötigt, um konzentriert zu arbeiten. Allerdings ist der Anstieg und der Abfall bei weitem nicht so drastisch wie bei Mehlspeisen oder anderen Süßigkeiten, denn Grüne Smoothies enthalten viele Ballaststoffe, die den Anstieg und Abfall des Blutzuckerspiegels sanft abdämpfen.

 

3. Grüne Smoothies geben dir Klarheit und Leichtigkeit

Fühlst du dich antriebslos, betrübt, unmotiviert oder sogar ein wenig depressiv? Deinem Körper fehlen wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese sorgen dafür dass der Hormonhaushalt im Körper optimal funktioniert. Grüne Smoothies klären also deine geistigen Wolken und sorgen für Sonnenschein in deinem Körper. Du fühlst dich klarer und leichter nach dem Konsum Grünen Smoothies!

 

4. Grüne Smoothies lassen dein Verlangen nach Süßigkeiten, Kaffee und anderem Fast Food verschwinden

Wenn du häufig minderwertige Nahrung konsumierst wird dein Verlangen nach minderwertiger Nahrung immer größer. Du begibst dich in eine Abwärtsspirale, die langfristig zu mehr Kilos, weniger Bewegung, schlechterer Grundstimmung und mehr gesundheitlichen Beschwerden führt. Grüne Smoothies helfen dir aus dieser Abwärtsspirale auszubrechen und deine Gesundheit in eine Aufwärtsspirale zu verwandeln. Das Verlangen nach gesunder Ernährung wird steigen, weil du am eigenen Leib spürst, wie gut sich frische, vitalstoffreiche Lebensmittel in deinem Körper anfühlen.

 

5. Grüne Smoothies verbessern die Haut und reduzieren langfristig Akne und Mitesser

Denn Grüne Smoothies regen deine Ausscheidungsorgane an, vor allem wenn du auch bitteres Blattgemüse einbaust. Dein Körper muss dadurch nicht deine Haut als Notfall-Ausscheidungsorgan verwenden. Pickel oder Ausschläge sind zum Beispiel ein Zeichen dass dein Darm, die Nieren, die Leber und die Lunge überlastet sind.

 

6. Grüne Smoothies reduzieren Falten

Die Früchte im Grünen Smoothie enthalten viel Wasser. Außerdem enthält das Grüne Blattgemüse gesunde Fette (wenn auch in geringen Mengen) die aber ausreichen um gemeinsam mit dem Wasser deiner Haut Feuchtigkeit zu spenden und die Spannkraft zu verbessern.

 

7. Grüne Smoothies verbessern deine Verdauung

Die Bitterstoffe harmonisieren deine Magensäureproduktion, was im Allgemeinen deine Verdauungskraft im Magen erhöht und dazu führt, dass weniger Unverdautes in den Darm gelangt. Die Ballaststoffe fördern ein positives Bakterienklima im Darm, was wiederum eine starke positive Auswirkung auf dein Immunsystem hat. Die Stärke deines Immunsystem hängt wesentlich von einer gesunden Darmflora ab. Darmablagerungen lösen sich nach und nach auf und aus dem Körper ausgeschieden. Dies erhöht die Nährstoffaufnahme über die Darmzotten, dein Körper kann so mehr Nährstoffe aus der Nahrung wirklich verwerten.

 

8. Grüne Smoothies reduzieren das Risiko von ernsthaften Erkrankungen

Es ist bekannt dass ein vermehrter Verzehr von Obst und Gemüse dein Risiko auf die Zivilisationserkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes uvm. wesentlich reduziert.

 

9. Grüne Smoothies reduzieren deine gesundheitlichen Beschwerden

Egal welche gesundheitlichen Beschwerden dich im Moment plagen, Grüne Smoothies helfen dir unterstützend um die Beschwerden nach und nach zu lindern. Gib dem Körper natürliche, unbehandelte, frische Lebensmittel, die ihm helfen sich selbst schneller zu heilen!

Quelle: http://www.gruene-smoothies.info/die-9-staerksten-gesundheitseffekte-von-gruenen-smoothies/

Gruß an die Natur

TA KI

 

Das Rohmilch-Revival!


Rohmilch

Gesundes und sicheres Naturprodukt?

von Markus Kienappel
EQUAPIO.com Redakteur

Das Rohmilch-Revival!

 Die jahrzehntelange Versorgung mit pasteurisierter, homogenisierter und ultrahocherhitzer Milch aus dem Supermarkt hat dazu geführt, dass die Masse der Menschen heute gar nicht mehr weiß, was echte Milch eigentlich ist und wie sie schmeckt. Diejenigen, denen Rohmilch ein Begriff ist, reagieren auf den Konsum auch noch erschrocken: „Rohmilch kann man doch gar nicht trinken, das ist gefährlich!“ Ein Zeichen wie erfolgreich die Werbemaßnahmen der Milchindustrie und deren politischer Einfluss in der Vergangenheit waren und auch heute noch sind (Rohmilch ist schnell verderblich und kann nicht weltweit vermarktet werden und erfordert die Einhaltung höherer Hygiene- und Gesundheitsauflagen). Obwohl der Milchkonsum noch nie so umstritten war wie heute, steigt die Zahl der Rohmilch-Anhänger kontinuierlich. Wie ist dieses Rohmilch-Revival zu erklären? Diese Abhandlung wird Aufschluss darüber geben.

Milch ist nicht gleich Milch

Das Thema Milch wird in den Medien kontrovers diskutiert. Die einen loben Milch in den Himmel während andere die Milch als Übeltäter ausgemacht haben und sie als schädlich und allergieauslösend bezeichnen. Stimmt wohlmöglich beides?

Milch ist nicht gleich Milch. Eine Tatsache, die die Medien nicht berücksichtigen. Sei es aus Unwissenheit oder absichtlicher Missachtung. Wie wichtig es ist, zwischen behandelter Milch und naturbelassener Milch (Rohmilch) zu unterscheiden, werden Sie im Laufe dieser Abhandlung besser verstehen. Daher spreche ich, wenn ich das Wort Milch ohne ein beschreibendes Adjektiv verwende, von der behandelten Milch und nicht von Rohmilch, vorausgesetzt eine Unterscheidung ist relevant! Bei Benutzung des Wortes Rohmilch, gehe ich von der qualitativ hochwertigsten und frischesten rohen Kuhmilch aus.

Warum eine Abhandlung über Rohmilch?

Der Zweck dieser Abhandlung ist nicht Sie davon zu überzeugen Milch oder Rohmilch zu trinken und den Milchkonsum zu steigern. Das Trinken von u. a. Kuhmilch verstößt gegen naturgesetzliche Regeln. In der Natur gibt es keinen artübergreifenden Milchaustausch, weshalb davon auszugehen ist, dass Menschen ohne tierische Milch bestens auskommen können. Allerdings zu glauben, dass die Menschheit aufhört Tiermilch zu konsumieren ist meines Erachtens Utopie, das zeigt auch unsere Vergangenheit. Aber selbst wenn dies vorstellbar wäre, wird dies nicht von heute auf morgen geschehen. Es wäre ein langer Prozess, bei der das Umsteigen auf Rohmilch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung darstellt. Durch das Umsteigen wird erstens, gezwungenermaßen durch die schwierigere Beschaffung und leicht höheren Preise, weniger Kuhmilch konsumiert. Zweitens der Gesundheit nicht geschadet und drittens die biologische Landwirtschaft gefördert. Es ist möglich Tiermilch zu trinken und mit den milchgebenden Tieren in Symbiose zu leben. So richtet sich diese Abhandlung an all diejenigen, die tierische Milch trinken und nicht darauf verzichten möchten. Für diese Gruppe ist es wichtig zu wissen, was für eine Milch konsumiert wird, wie sie verarbeitet wurde und was sie im Körper bewirkt.

Was ist Rohmilch?

Rohmilch ist frisch gemolkene Milch u a. von der Kuh, Ziege, Stute oder vom Schaf. Sie wird weder pasteurisiert (erhitzt) noch homogenisiert (Zerkleinerung der Fettmoleküle) und ist daher völlig naturbelassen. Sie wird einzig nach dem Melken gefiltert und gekühlt. Landwirte trinken die echte, unbehandelte Milch mit Begeisterung seit Generationen, und das nicht nur wegen ihrem unverwechselbaren, frischen Geschmack. Bei Rohmilch wird zwischen Ab-Hof-Milch und Vorzugsmilch unterschieden.

Ab-Hof-Milch und Vorzugsmilch

Ab-Hof-Milch und Vorzugsmilch sind beide ausgenommen von der Pflicht zur Wärmebehandlung.

Ab-Hof-Milch darf nur unmittelbar in der Betriebsstätte abgegeben werden und muss am selben Tag oder am Vortag gewonnen werden. Die Abgabe von Rohmilch muss der Hof zuvor bei der zuständigen Behörde (Veterinäramt) anzeigen. Immer mehr Höfe haben mittlerweile Selbstzapfsysteme (Rohmilchautomaten) mit Flaschenerwerb, wo die Rohmilch lose abgegeben wird. [1] An der Abgabestelle muss ein Hinweisschild angebracht sein mit der Info: “Rohmilch vor dem Verzehr abkochen”. [2,3]

Vorzugsmilch dagegen darf auch in den Handel gebracht werden (jedoch noch selten zu finden), muss allerdings fertig abgepackt bzw. die Behältnisse müssen verschlossen sein. Für die Gewinnung und Behandlung von Vorzugsmilch gelten strenge Hygiene- und Qualitätsanforderungen, und die Milcherzeuger brauchen eine Genehmigung der zuständigen Behörde. [4] Auf den Verpackungen muss folgender Hinweis stehen: Rohmilch – verbrauchen bis … aufbewahren bei höchstens +8 °C. Es gilt eine Verbrauchsfrist von maximal 96 Stunden nach dem Melken. [5]

Die Geschichte der Milch – Nahrungsmittel seit 7500 Jahren?

Ein Teil der Ursache für die steigende Beliebtheit der Rohmilch ist in der Geschichte zu finden. So war die rohe Milch von Muttertieren nämlich schon vor tausenden von Jahren in vielen Kulturkreisen ein kostbares Nahrungsmittel. Sumerische Reliefe, die bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Ur entdeckt wurden, belegen bildlich, dass vor 5000 Jahren die Sumerer schon Milchprodukte herstellten. [6] Erst kürzlich fanden britische und polnische Forscher Spuren von Milch-Fettsäuren in ca. 7500 Jahre alten Tonscherben im nordpolnischen Kujawien. Die Forscher nehmen an, dass es sich bei den Spuren der Milch um eine haltbar gemachte Form handelt, denn Rohmilchreste zersetzen sich sehr schnell. Daher der Verdacht, dass es Käse gewesen sein muss. [7]

Andere Kulturen wie die Griechen, Römer, Ägypter, Inder, Kelten und später die Germanen entdeckten die Rohmilch für sich und entwickelten die Milchverarbeitung weiter. So wurde Sauermilch, Quark und Käse nicht nur aus Kuhmilch hergestellt, sondern es wurden auch Ziegen, Schafe, Pferde-, Esel-, Yak-, Lama- und Kamelstuten, Rentier- und Büffelkühe gemolken. Im Mittelalter beschäftigten sich besonders die Klöster mit der Milchverarbeitung und Käseherstellung und schrieben ihre Erkenntnisse nieder. [6]

Milchverarbeitung und Haltbarmachung der Rohmilch zu früheren Zeiten

Die Erhitzung der Rohmilch zur Haltbarmachung ist in der Geschichte eine relativ neue Sache. Tiermilch wurde seit Jahrtausenden roh und kurz nach dem Melken konsumiert. Um große Mengen Rohmilch länger aufbewahren zu können, wurden sie u.a. in flache Gefäße an der Sonne getrocknet. Auch das Dicklegen (Ansäuerung durch Milchsäuregärung) der Rohmilch wird seit tausenden von Jahren in verschiedenen Ländern und Kulturen praktiziert. Die Kunst der Quark- und Käseherstellung entstand. Rohmilch hat die Eigenschaft mit der Zeit besser zu werden. Quark und Käse waren daher Delikatessen und wurden hergestellt ohne die Rohmilch zu erhitzen.

Pasteurisierung von Rohmilch

Was ist Pasteurisierung und welche Verfahren gibt es?

Pasteurisierung ist die Erhitzung von Stoffen. Bei der Rohmilch werden drei verschiedene Verfahren angewendet und anschließend gekühlt. Bei der Kurzzeiterhitzung wird die Rohmilch für 15-30 Sekunden auf 72°C bis 75°C erhitzt. Diese Milch wird trotz Erhitzung noch “Frischmilch” genannt und hält gekühlt 8-10 Tage. Die “längerfrische” wird für ein paar Sekunden auf mindestens 85°C bis 127°C erhitzt. Nach der Hocherhitzung ist die Milch gekühlt ca. drei Wochen haltbar. H-Milch wird ultrahocherhitzt für eine bis vier Sekunden auf 135°C bis 150°C. Diese Milch ist ungeöffnet bis zu vier Monate haltbar. [8]

Was passiert mit der Rohmilch bei der Pasteurisierung?

Bei der Erhitzung werden Mikroorganismen und Milchsäurebakterien abgetötet. Nicht nur schädliche Krankheitserreger werden vernichtet, sondern auch die harmlosen, nützlichen Bakterien. Rohmilch enthält zudem viele wertvolle Nährstoffe, die hitzeunbeständig sind und beim Pasteurisierungsprozess verringert bzw. inaktiviert werden. Rohmilch wird denaturiert und verliert ihre wertvollen Eigenschaften, ja ist danach sogar unverträglich bzw. schädlich. So wird unter anderem das Enzym Laktase aufgespalten, das bei der Verdauung des Milchzuckers hilft. Erhitzte Milch wird damit unverträglich, während das Verdauen von Rohmilch gewöhnlich keine Probleme bereitet. Rohmilch wird durch die Pasteurisierung haltbarer gemacht.

Pasteurisierte Milch nicht steril

Wer glaubt durch den Genuss von pasteurisierter Milch auf der sicheren Seite zu sein, irrt. Pasteurisierte Milch ist nicht frei von krankmachenden Erregern, eher ist sie frei von nützlichen Nährstoffen. Milch, um steril zu sein, muss bei mindestens 110°C für 10-20 Minuten erhitzt werden! So können Krankheitserreger, u.a. auch eine Art des Campylobacter (häufigster Erreger in Deutschland, noch vor den Salmonellen), eine Pasteurisierung überstehen. [9] Daher kommt es auch immer mal wieder zu Infektionen durch pasteurisierte Milch. [10]

Offizielle Gründe für die Pasteurisierung von Rohmilch

Offizielles Argument für das Pasteurisieren war im letzten Jahrhundert die Angst vor Typhus und eine mögliche Übertragung von Rinder-Tuberkulose auf den Menschen sowie die hohe Säuglingssterblichkeit. Rohmilch sollte vorübergehend pasteurisiert werden, bis sich die hygienischen Verhältnisse der rohmilcherzeugenden Betriebe verbesserten. Es war nur eine Übergangslösung. Später begründete man das Pasteurisieren dann mit der allgemeinen Hygiene- und Seuchenvorbeugung, denn angeblich ist die Rohmilch, und nicht der Kontakt zum Bauernhof oder verseuchte Wasser, Verursacher von Infektionen durch EHEC, E. coli, Campylobacter, Salmonellen oder Listerien.

Der wahre Grund der Pasteurisierung

Ist das Eliminieren von krankmachenden Erregern in der Rohmilch heute nur noch ein Vorwand? Eine Pasteurisierung tötet nicht alle krankheiterregenden Mikroorganismen ab und ist auch nicht darauf abgezielt. Es sollen lediglich die Anzahl der Erreger verringert werden um die Wahrscheinlichkeit eines Krankheitsausbruches zu vermindern. Pasteurisierung ist kein Prozess, der die Rohmilch sicher macht. Es ist ein Prozess der das Wachstum von Mikroorganismen verlangsamt [11] und die Milch haltbarer macht. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Milchindustrie vielmehr an der Haltbarmachung der Milch interessiert ist.

Pasteurisierungszwang zum Schutze des Verbrauchers?

Um die Verbraucher vor gesundheitlich bedenklichen Milchprodukten zu schützen, wurde 1930 der Pasteurisierungszwang für Rohmilcherzeuger und Händler erlassen. Tatsächlich war die Pasteurisierung Teil der Standardisierung und diente der Absatzförderung und somit wirtschaftspolitischen Zielen.

“Die Zwangspasteurisierung war ebenso wie der Anlieferungszwang eine Rationalisierungsmaßnahme um den Molkereien den Rohstoff Milch zu sichern, und um die Haltbarkeit der Milch zu verbessern.” Dr. Andrea Fink-Keßler, Agraringenieurin [12] 

Die Pasteurisierung und damit längere Haltbarkeit der Produkte ist einer der Gründe, die es der Milchindustrie ermöglicht ihre Milchprodukte mittlerweile weltweit zu vermarkten.

Zweifel an der Notwendigkeit der Pasteurisierung

Während die Milchwirtschaft das Pasteurisieren als Lösung des Milchproblems ausmachte, sahen andere sie in sauberem Wasser, gesundheitlichen Kontrollen der Tiere, des Stalls und in der Milch. [12] Denn gesunde Milch sei nur von gesunden Tieren und einer hohen Reinlichkeit zu erwarten. Heutzutage weiß man auch, dass das Futter (Gras) und regelmäßiger Weidenzugang eine wesentliche Rolle für eine gesunde Rohmilch spielen. Eine Studie von Greenpeace besagt, dass Kraftfutter nicht selten zu Krankheiten bei Kühen führt. [13]

Rohmilch hemmt Krankheitserreger

Enzyme, Proteine, weiße Blutkörperchen, mittelkettige Fettsäuren und nützliche Bakterien, die in Rohmilch enthalten sind, haben eine schützende Eigenschaft und zerstören Krankheitserreger auf natürliche Weise. Während diese Erkenntnis noch relativ neu ist, ist seit 1938 bekannt, dass Rohmilch das Wachstum von vielen verschiedenen, krankmachenden Erregern nicht unterstützt. Dagegen wird das Wachstum schädlicher Bakterien in pasteurisierter Milch unterstützt, denn die schützenden Faktoren der Rohmilch wurden durch die Erhitzung inaktiv. [14]

Homogenisierung der Milch

Warum wird Milch homogenisiert?

Frisch gemolkene Rohmilch rahmt. Das heißt, die Fettmoleküle steigen nach oben auf, schwimmen an der Oberfläche und bilden dort eine Schicht. Dieser entstandene Fettpfropf ist ein Qualitätsmerkmal für natürliche, frische Milch und kann durch kräftiges schütteln wieder mit der Milch vermischt werden. Ein Großteil der heutigen Endkunden empfinden den Rahm, den man zu Sahne und Butter verarbeiten kann, aber als etwas ekliges und glaubt die Rohmilch ist verdorben. Eine Homogenisierung schafft hier Abhilfe. Die Milch kann nach der Homogenisierung zwar immer noch aufrahmen, allerdings braucht sie für eine sichtbare Aufrahmung deutlich länger. Diese so genannte Aufrahmungsstabilität täuscht eine längere Produktlebensdauer vor und kann dadurch besser vermarktet werden.

Was passiert bei der Homogenisierung?

Die Milch wird unter hohem Druck durch winzige Düsen gepresst um die Fettmoleküle zu zerkleinern. Durch den Aufprall auf eine Metallplatte (Wand des Homogenisators) werden die Fettkügelchen zerrissen. Sie sind nun weniger als ein Mikrometer klein und setzen sich zu kleineren Einheiten wieder neu zusammen. Die stark reduzierten Fettkügelchen bilden damit automatisch eine größere Gesamtoberfläche. Die biologische Membran (MFGM) kann nun aber die Gesamtoberfläche nicht mehr abdecken, weshalb auch die Kaseine (Milcheiweiß) die zerkleinerten Fettglobule absorbieren. [15] Dadurch ändert sich die Zusammensetzung und Struktur der Eiweiße.

Homogenisierte Milch im Körper

Naturbelassene Fettmoleküle der Rohmilch werden im Darm aufgespalten. Die auf unnatürliche Weise stark reduzierten Fettkügelchen dagegen können viel leichter die Darmwände passieren und damit die Verdauung umgehen. Eine bessere Verdaulichkeit daraus zu schließen ist ganzheitlich betrachtet trügerisch, denn durch die Zerkleinerung können die Fettmoleküle und andere oberflächenaktive Komponenten in den Blutkreislauf gelangen. Besonders die angelagerten Kaseine gelangen dabei unverdaut ins Blut. Dies regt die Bildung von Antikörper an und der Körper wird sensibilisiert. Beim nächsten Genuss von homogenisierter Milch kann der Körper allergisch reagieren. Das Immunsystem wird durch die artfremden Eiweiße im Blut extrem belastet. Homogenisierte Milch kann auch so genannte Sekundärallergien verursachen, also Allergien gegen andere Lebensmittel.

Macht homogenisierte Milch krank?

Bei Tieren ist ein Zusammenhang von Milchallergien und Intoleranz zu homogenisierter Milch bekannt. Beim Menschen gilt die Homogenisierung offiziell aber als unbedenklich, da es diesbezüglich keine belegbaren Studien gibt. [16] Die Milchindustrie dürfte auch kein Interesse haben, solche Studien zu finanzieren oder zu veröffentlichen. Eltern stellten aber fest, dass während ihre Kinder auf gewöhnliche, homogenisierte Milch allergisch reagierten, sie Rohmilch vom Bauernhof vertrugen. [17]

Letztendlich wird bei der Fetttröpfchenzerkleinerung die Anordnung aller Komponenten der Milch verändert. Des Weiteren ist deutlich, dass die homogenisierte Milch eine Fehlsteuerung bei der Verdauung auslöst. Inwieweit diese Veränderungen nun für das Entstehen von Krankheiten verantwortlich sind, ist umstritten.

“Jede mögliche Bearbeitung der Milch bedeutet aber ein Zurückdrängen des Lebendigen. Dies findet bei der Homogenisierung in erheblichem Ausmaß statt, wie bildschaffende Methoden zeigen.“ – Alexander Beck [17]

“Nicht homogenisiert” ist auch homogenisiert

Nur weil Milch als “nicht homogenisiert” deklariert wurde und der Homogenisator nicht zum Einsatz kam, bedeutet dies nicht, dass sie nicht auch zu einem Teil homogenisiert ist. Denn bei der Verarbeitung der Milch in den Molkereien wird die Milch mit Druck durch Rohre gepumpt, wodurch die Fettmoleküle ebenfalls zerkleinert werden. Auf diese Weise kann nicht homogenisierte Milch über 80% homogenisiert sein. [17] Mit einem einfachen Test können Sie herausfinden, ob Milch homogenisiert ist. Stellen Sie einfach ein Glas Milch über Nacht in den Kühlschrank. Bei unbehandelter Milch schwimmt am nächsten Morgen viel Rahm oben auf.

Ist Rohmilch gesund, und nährstoffreicher als herkömmliche Milch?

Offizielle Meinung über die Rohmilch

Offiziell heißt es, eine Erhitzung verursacht keine “nennenswerten” Verluste an Nährstoffen.” [18] Bei Wikipedia steht zudem geschrieben:

“Rohmilch bietet gegenüber hitzebehandelter Milch keine ernährungsphysiologischen Vorteile und kann mit schädlichen Keimen belastet sein.” [19]

Erfahrungen und Studien (alte sowie aktuelle) deuten jedoch auf das Gegenteil hin.

Erfahrungsberichte von Rohmilch-Konsumenten

Es gibt viele positive Erfahrungsberichte über das Trinken von Rohmilch. Hier ein paar Auszüge übersetzt aus dem englischen. [20]

“Mein Sohn, der nach der Geburt viele gesundheitliche Probleme hatte, brauchte etwas um ihn aufzubauen. Mein Ernährungberater, der fest an alle natürlichen Nahrungsmittel glaubt, riet mir Rohmilch auszuprobieren. Im ersten Monat hat mein Sohn fast ein Kilo zugenommen! Er hat sich innerhalb dieses Monats nicht erkältet und fühlte sich allgemein besser. Es scheint seinen Darm geheilt zu haben.” (Cortney aus New York, September 2011)

“Als der Schultherapeut meines Sohnes, Familienmitglieder und Freunde andeuteten, dass mein Sohn Symptome des Asperger-Syndroms (Autismus) und ADHS zeigte, begann ich im Internet nachzuforschen. Ich stieß auf eine Studie, die besagte, dass Rohmilch bei diesen Krankheiten helfen könnte und probierte es aus. Seine beiden Therapeuten fragten mich was wir verändert hatten, da er eine völlig andere Person war. Er war viel konzentrierter in seinen Therapiesitzungen und machte zum ersten Mal Augenkontakt. Er flatterte seine Arme nicht mehr beim Gehen und war in der Lage still zu sitzen. Die Therapeuten sahen innerhalb eines Monats weitere Verbesserungen. Als ich für drei Wochen keinen Zugang zur Rohmilch hatte, traten seine alten Symptome wieder auf. Nachdem ich ihm wieder Rohmilch gab, war alles wieder gut. Der Sohn einer Freundin hatte eine ernste Milchallergie und ich sagte ihr, dass meine Recherchen ergaben, dass Menschen nicht gegen Milch an sich allergisch reagieren, sondern gegen pasteurisierte Milch. Ich gab ihr meine Rohmilch zum ausprobieren. Er zeigte absolut keine allergischen Reaktionen gegen Rohmilch.” (Michelle Peters aus Illinois, Februar 2007)

“Meine ersten beiden Kinder wuchsen mit hormongefüllter, pasteurisierter Milch auf und hatten Probleme mit wiederkehrenden Ohrenentzündungen, Milchallergien, Hautausschlägen und Koliken. Als wir die Empfehlungen der FDA und der Medien ignorierten, bezüglich was gesund ist, verbesserte sich unser Gesundheitszustand enorm. Wir mussten seit 3-4 Jahren nicht mehr wegen einer Krankheit zum Arzt gehen. Ich kann mich nicht einmal mehr erinnern meine jetzt 4 Jahre, 3 Jahre und 18 Monate alten Kinder, außer zu den jährlichen Kontrolluntersuchungen, welche stets eine gute Gesundheit bescheinigten, zum Arzt gebracht zu haben. Mein 18 Monate altes Kind, welches völlig mit Rohmilch aufwuchs, ist das gesündeste und zufriedenste Baby, das ich hatte.” (Mary Seguin Des Plaines aus Illinois, Januar 2007)

Alte Studien über Rohmilch untermauern neueste Erfahrungen

Tierstudien [14]
Schon 1931 gab es Versuche an Ratten von Dr. Ernest Scott and Professor Lowell Erf. Ratten, die Rohmilch bekamen hatten ein gutes Wachstum, klare Augen, geschmeidiges Fell, eine sehr gute Veranlagung und genossen es gestreichelt zu werden. Ratten dagegen, die pasteurisierte Milch bekamen hatten ein langsames Wachstum, raues Fell, Anämie, keinen Glanz in den Augen, Vitalitäts- und Gewichtsverluste, waren sehr reizbar und zeigten eine starke Tendenz zu Beißen.

Die Randleigh Farm Ratten-Studien von 1935-1940 ergaben zudem, dass Ratten, gefüttert mit pasteurisierter Milch, kürzere Knochen, eine geringere Knochendichte, ein geringeres Gewicht, haarlose Körperstellen, einen Vitamin-B6-Mangel, sowie eine Verfärbung und eine mangelnde Funktionsfähigkeit der inneren Organe zeigten. Studien mit Katzen und Meerschweinchen ergaben ähnlich erschreckendes. Schlimmer waren die Ergebnisse bei Kälbern. Bei einer Studie über 90 Tage vom West of Scotland Agricultural College, 1941, starben 3 von 8 Kälbern, die mit pasteurisierter Milch gefüttert wurden. Alle anderen waren krank. Die 8 Kälber die Rohmilch bekamen überlebten alle bei guter Gesundheit.

Kinderstudien [14]
Eine Vergleichsstudie (Rohmilch/pasteurisierte Milch) an 122 Babys 1929 ergab, dass die Babys, die pasteurisierte Milch bekamen, schlechter wuchsen, öfter Rachitis (Erkrankung der Knochen) und Durchfall hatten. Auch die Sterberate war höher.

Die Studie eines britischen Waisenhauses aus dem Jahr 1937, die 1500 Kinder umfasste und über einen Zeitraum von fünf Jahren ging, kam zu folgendem Ergebnis:
Die eine Hälfte (Gruppe 1) bekam Rohmilch, die andere Hälfte (Gruppe 2) pasteurisierte Milch. Gruppe 2 hatte 14 Fälle von Tuberkulose, bei nur einem Fall in Gruppe 1. Die Kinder aus Gruppe 1 waren sehr fit und widerstandsfähiger gegen Infektionen. Frostbeulen waren ausgemerzt und Verfallserscheinungen der Zähne traten kaum auf.

“In bestimmten Institutionen, wo Kinder mit Rohmilch aufwuchsen, hatten sie perfekte Zähne und keinen Zerfall.” – Dr. Evelyn Sprawson, 1943

Heilung durch Rohmilch

Nach einem Artikel von J.R. Crewe aus dem Jahr 1929, war Milch in den frühen 1900er Jahren, wie sie zu der Zeit verfügbar war (roh und von grasgefütterten Weidenkühen), ein anerkanntes Heilmittel, an dessen Wirkung die Menschen glaubten, da die Behandlung mit Rohmilch bei den verschiedensten Krankheiten hervorragende Ergebnisse erzielte. Die Behandlung war eine Kombination aus schneller Entgiftung und einer Ernährung aus nährstoffreicher Rohmilch. Sie sorgte für den Aufbau des Immunsystems und einer neuen, besseren Erzeugung des Blutes im Körper. J.R.Crewe, der Dr. William Osler zitierte, bezeichnete Rohmilch als “weißes Blut”, da es diesem sehr ähnlich sei. Blut wiederum ist das Hauptmittel beim Zellstoffwechsel. In der damaligen medizinischen Literatur galt Rohmilch als ein sehr nützliches, vollwertiges Nahrungsmittel. [21]

Weniger Allergien: Schützende Eigenschaften der Rohmilch

Was für Bauern seit langem eine Binsenweisheit ist, konnte nun auch durch neuere Studien belegt werden. Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, erkranken viel seltener an Allergien und Asthma und entwickeln bessere Abwehrkräfte. Das liegt aber nicht nur daran, dass die Kinder schon früh in Kontakt mit Tieren, Ställen und dadurch mit Keimen kommen und so eine natürliche Resistenz bilden können [22], sondern auch am frühen Konsum von Rohmilch. Wissenschaftler sind sich sicher, nicht pasteurisierte Milch schützt vor Allergien und halbiert das Asthma-Risiko. [22,23]

Rohmilch hat folgende schützende Eigenschaften: [14]

  1. Krankheitserreger werden auf natürlichem Wege durch Enzyme (Lactoperoxidase, Lysozym, Vitamin B12), Proteine (Immunoglobulin, Lactoferrin), weiße Blutkörperchen (Leukozyten, Makrophages, Neutrophile), mittelkettige Fettsäuren und nützliche Bakterien (Bifidus, Laktobazillus) zerstört.
  2. Eine gesunde Darmwand wird durch Kohlenhydrate (Polysaccharide, Oligosaccharide), Mikroorganismen (Mucine), Proteine (Fibronektin, Glykomakropeptin) und nützliche Bakterien (Bifidus, Laktobazillus) aufgebaut.
  3. Das Immunsystem wird durch Antikörper, weiße Blutkörperchen, Hormone und Wachstumsfaktoren gestärkt.
  4. Einer Aufnahme von Krankheitserregern und Gift über den Darm wird unterbunden.
  5. Eine Verwertung aller Nährstoffe wird gewährleistet.

Die Nährstoffe und Nährwerte der Rohmilch

Das Milcheiweiß in der Rohmilch

Rohmilch enthält alle lebensnotwendigen Aminosäuren. Das erspart unserem Körper die Arbeit die Eiweiße in eine vom Körper nutzbare Form umzuwandeln. Die größte Proteinfraktion in der Rohmilch sind Kaseine (ca. 80%), welche relativ hitzebeständig sind und leicht verdaulich. Die zweite Fraktion, ca. 20 %, besteht aus Whey Protein (Molkenproteine). Molkenproteine, die ernährungsphysiologisch als sehr hochwertig eingestuft werden, sind leicht verdaulich aber sehr hitzeempfindlich. [24] 10 % der Molkenproteine bestehen aus Immunoglobulinen, auch Antikörper genannt. Antikörper sind zentrale Bestandteile des Immunsystems und dienen dem Körper im Kampf gegen Viren, Bakterien und giftigen Stoffen. [25]

Der Milchzucker (Laktose) in der Rohmilch

Laktose ist das Hauptkohlenhydrat in der Kuhmilch. Laktose verbessert die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und anderen Mineralstoffen aus dem Darm und wirkt verdauungsfördernd, da es dem Körper bei der Ansiedlung von nützlichen Darmbakterien unter die Arme greift. In Rohmilch ist der Laktobazillus (hilft bei der Verdauung von Laktose) noch intakt. Alle Menschen haben ab einem bestimmten Alter eine Laktoseintoleranz, da sie das Enzym Laktase nicht mehr bzw. nur noch unzureichend bilden. Rohmilch wird aber gewöhnlich vertragen, da sie selbst Verdauungsenzyme enthält.

Das Milchfett und der Fettgehalt der Rohmilch

Rohe Kuhmilch enthält durchschnittlich 3,5 – 4,5 % gut bekömmliches und leicht verdauliches Fett. Alle Fette haben immer eine bestimmte Zusammensetzung aus gesättigter, einfach ungesättigter und mehrfach ungesättigter Linolsäure und Linolensäure. Zweidrittel des Milchfettes besteht aus gesättigten Fettsäuren (kurz- und mittelkettige). Gesättigte Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für viele Funktionen in unserem Körper. Sie sind beim Aufbau von Zellstrukturen und Schlüsselhormonen beteiligt, werden zur Energieversorgung benötigt und polstern durch Speicherung empfindliche Organe. Des Weiteren sind sie Träger von wichtigen fettlöslichen Vitaminen. [26] Das Milchfett von grasgefütterten Weidenkühen hat auch reichlich konjugierte Linolsäuren (CLA). [27] Linolsäure ist eine, bisher gut erforschte, mehrfach ungesättigte Omega-6 Fettsäure, mit einem vielversprechenden gesundheitlichen Nutzen. Sie soll vor Krebs schützen und beim Fettabbau helfen. [14]

Die Vitamine in der Rohmilch

Bestandteile der Rohmilch sind die wasserlöslichen Vitamine (B1, B2, B6, B12, Folsäure) sowie die fettlöslichen Vitamine A und D. Die Vitamine B1, B2 und B6 regeln den Stoffwechsel der Hauptnährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Vitamin B12, nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden, ist wichtig für die Zellteilung und Blutbildung sowie die Funktion des Nervensystems. [28] Das reichlich vorhandene Vitamin A ist bedeutend für Wachstum, Funktion und Aufbau von Haut und Schleimhäuten, Blutkörperchen, Stoffwechsel sowie für den Sehvorgang. Vitamin A ist Licht- und Sauerstoffempfindlich. [29] Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Kalzium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. [30]

Die Mineralstoffe und Spurenelemente in der Rohmilch

Mineralien und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Phosphor, Jod, Zink, Kalium und Eisen kommen in der Rohmilch vor. Das Interessante an Mineralstoffen ist, dass sie, um ihre volle Funktion zu entfalten, eine spezielle Balance mit anderen Mineralien brauchen. Kalzium benötigt z.B. eine bestimmte Menge an Magnesium und Phosphor um richtig vom Körper genutzt zu werden. Rohmilch hat eine perfekte Balance an Mineralstoffen. [31]

Die Enzyme in der Rohmilch

Besonders für die Verdauung sind Enzyme notwendig. Rohmilch enthält reichlich intakte, lebende Enzyme, die bei einer Erhitzung völlig zerstört werden. Die meisten Enzyme sind von Natur aus in der Rohmilch, während andere durch “gute” probiotische Bakterien erst entstehen. Laktase ist ein Enzym, dass bei der Verdauung des Milchzuckers (Laktose) hilft. Wenn wir Nahrungsmittel wie Rohmilch zu uns nehmen, die Enzyme enthalten, welche sich der Verdauung widmen, dann muss die Bauchspeicheldrüse weniger arbeiten. Bestimmte Enzyme wie Katalase, Lysozym und Lactoperoxidase schützen die Rohmilch sogar vor einer ungewollten Verunreinigung mit krankmachenden Erregern.

Die Probiotika in der Rohmilch

Probiotische und coliforme Bakterien, sind Mikroorganismen, die dem Körper bei der Verdauung (Laktobazillus) und dem Aufbau des Immunsystems helfen. Die Probiotika in der Rohmilch hauchen diesem Nahrungsmittel wahrhaftig Leben ein. Während die meisten Lebensmittel mit der Zeit schlechter werden, ist dies bei der Rohmilch teilweise genau umgekehrt. Durch Gärung verbessert sich die Enzymverdauung und es erhöht sich der Vitamin- und Mineraliengehalt. Dem Kefir, der durch den Gärungsprozess (durch Milchsäurebakterien) von Rohmilch entsteht, wird nachgesagt eine lebensverlängernde Wirkung zu haben. [32] Coliforme Bakterien gelten als ein Indikator für Hygiene in der Lebensmittelherstellung und für die sanitäre Qualität von Wasser. [33] Sie verhindern das Wachstum von krankmachenden Erregern. Ein veraltetes Denkmuster besagt, dass der menschliche Körper steril ist und von Mikroorganismen, die uns krank machen, angegriffen wird. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist aber bewiesen, dass der menschliche Körper mit Mikroorganismen in einer Zweckbeziehung (Symbiose) zusammenlebt. [14] Sie haben wichtige Aufgaben im Körper. Die Pasteurisierung zerstört die meisten Mikroorganismen und bringt daher das natürliche Gleichgewicht durcheinander.

Das Cholesterin in der Rohmilch

Cholesterin ist eine lebenswichtige, fettartige Substanz, die für den Aufbau bzw. die Reparatur der Zellmembran und der Blutbahnwände benötigt wird. Es ist notwendig für die Bildung von Schlüsselhormonen und den Fett-Transport. Muttermilch und Rohmilch beinhalten reichlich Cholesterin. So wie mit vielen Nährstoffen, produziert der Körper auch Cholesterin selbst, wenn nicht genügend über die Nahrung zugeführt wird.

Liste: Nährstoffe und Nährwerte der Rohmilch in 100g

Rohmilch ist ein Naturprodukt. Genaue Angaben über die Nährstoffe schwanken daher und sind abhängig von der Jahreszeit, dem Futter und der Rasse. Zur Orientierung dient diese durchschnittliche Zusammensetzung der Vorzugsmilch: [34]

  • Wasser: 87,2 g
  • Kohlenhydrate (inkl. Laktose): 4,8 g
  • Eiweiß: 3,3 g
  • Fett: 3,5-4,5 g
  • Kalzium: 120 mg
  • Magnesium: 12 mg
  • Phosphat: 93 mg
  • Eisen: 0,1 mg
  • Zink: 0,4 mg
  • Jod: 3,3 µg
  • Fluorid: 17 µg
  • Vitamin A: 43 µg
  • Vitamin B2: 0,2 mg
  • Vitamin B12: 0,4 µg
  • Vitamin C: 1,7 mg
  • Vitamin D: 0,06 µg
  • Vitamin E: 0,1 mg
  • Folsäure: 5 µg

Zu den enthaltenen Nährstoffen Kalium, Natrium, Chlorid, Niacin, Vitamin B1, Vitamin B6 und anderen gibt es keine Angaben.

Vergleich: Nährstoffe, Nährwerte und Co. der Ziegenmilch, Schafmilch, Stutenmilch, Eselsmilch und Kamelmilch

Ziegenmilch
Viele Nährstoffe der Ziegenmilch haben ähnliche Werte wie die Muttermilch beim Menschen. Zur Kuhmilch unterscheidet Sie sich kaum. Laktose 4,4 %, Eiweiß 2,8 – 3,5 % und Fett 2,7 – 3,5 %. [35] Allerdings ist sie durch den minimal geringeren Gehalt an Laktose und Kasein (Alpha 1) verträglicher als Kuhmilch. Der wichtigste Unterschied liegt aber in der Zusammensetzung der Fettsäuren. Kurz- und mittelkettige Fettsäuren können besser in körpereigene Stoffe umgewandelt werden. Bei der Ziegenmilch ist der Gehalt höher als bei der Kuhmilch, wodurch sie schneller verdaut werden kann. Eine wissenschaftliche Studie von 2006 belegt, dass Ziegenmilch speziell bei Personen mit einer Eisenmangel-Blutanämie, die Genesung verbessert. [36]

Schafmilch
Rohe Schafmilch wird generell nicht als Trinkmilch vermarktet, sondern zu Schafskäse weiter verarbeitet. Sollte auch rohe Kuhmilch nicht vertragen werden, dann ist eine Unverträglichkeit gegen Schafmilch auch wahrscheinlich, da sie eine ähnliche Zusammensetzung der einzelnen Nährstoffe hat (bei Fettsäuren z.B. der Anteil an ungesättigte / gesättigte und bei Protein der Anteil an Kasein / Whey). Schafmilch hat einen fast doppelt so hohen Fettanteil wie Kuhmilch (6,8 %), mit einem mehrfach höheren Anteil an konjugierten Linolsäuren (CLA). Eiweiß 6,0 %, Laktose 5,0 %. Wesentlich höher ist auch der Anteil an Vitamin A, B1, B2, B6, B12, C, D, E und Niacin. [37]

Stutenmilch
Die physiologischen Eigenschaften der Stutenmilch unterscheiden sich am deutlichsten zu denen anderer Tiere. Stutenmilch kommt mit ihren Inhaltsstoffen und Eigenschaften der Muttermilch am nächsten. Daher hat sie einzigartige Wirkungen. Im Vergleich zur Kuhmilch hat sie einen höheren Wasseranteil (89,5 %), weniger Fett (1,5 %), weniger Eiweiß (1,8 %) und mehr Milchzucker (6,1 %), wodurch sie süßer schmeckt. Stutenmilch hat weniger Keime und enthält weniger allergieauslösende Stoffe. Um die Wirksamkeit der empfindlichen Inhaltsstoffe zu erhalten wird die Stutenmilch nicht pasteurisiert, sondern zur Haltbarmachung in kleinen Portionen schockgefroren. Sie ist teurer als Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch, da die Gewinnung von Stutenmilch erheblich aufwändiger ist. [38]

Eselsmilch
Die Milch von Eselstuten war, seid Alters her, noch vor allen anderen Milchen die Ersatzmilch für mütterlose Säuglinge. Sie ist, wie die Stutenmilch, der Muttermilch am ähnlichsten. Das Risiko von Unverträglichkeiten und Allergien, kann wie bei der Stutenmilch, auf ein Minimum reduziert werden. Die Nährstoffanteile sind: Wasser 90,47 %, Fett 1,16 %, Eiweiß 1,57 % und Laktose 6,33 %. [39] Eselsmilch ist relativ teuer, da es in Europa nur noch wenige Esel gibt und Eselstuten nur sehr wenig Milch abgeben. Reine Eselsmilch ist ein Kosmetikprodukt und wird für Heilbehandlungen (speziell bei Hauterkrankungen und Allergien) verwendet.

Kamelmilch
Rohe Kamelmilch ist angeblich die verträglichste unter allen Milchen, da sie sich in ihren Eiweißen unterscheidet (enthält kein Beta-Lactoglobulin). Sie ist in der Gesamtbetrachtung der Muttermilch ähnlicher als der Kuhmilch. Kamelmilch wird eine heilende Wirkung nachgesagt, welche nach einer Wärmebehandlung verloren geht. Therapien bei Kindern mit schweren Nahrungsmittel-Allergien belegen einen schnellen und andauernden Effekt. Kamelmilch enthält wenig Fett (2%) und hat einen Laktoseanteil von 4,8 %. Weiter hat sie antibakterielle Eigenschaften und ist reich an Vitamin C, Kalzium und Eisen. Der Pasteurisierungszwang für Milch aber macht eine Nutzung der Kamelmilch in Europa fast unmöglich. [40,41]

Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums nahm an, dass Esels-, Pferde- und Ziegenmilch abführend, Kuh- und Schafsmilch dagegen stopfend wirken.

“Eselsmilch und Frauenmilch, zum Teil auch Ziegenmilch, enthalten den geringsten Anteil des Käsichten, und lassen sich daher ziemlich leichte verdauen. Hingegen Kuh- und Schafmilch enthalten sehr viel käsichte Bestandteile und sind daher sehr übel bei geschwächter Verdauung.” – Hippokrates von Kos, um 460 – 370 v. Chr. [42]

Für Säuglinge und Kleinkinder sollte natürlich die Muttermilch die erste Nahrungsquelle sein und keine Tiermilch, da Muttermilch in Bezug auf die Nährstoffe, Verwertbarkeit und Verdaubarkeit das optimalste Nahrungsmittel für den Menschen ist. Vorausgesetzt die milchgebende Mutter ernährt sich artgerecht und gesund.

Wie sicher oder gefährlich ist Rohmilch?

Keine Seuchengefahr

In entwickelten Ländern sind schon seit Jahrzehnten praktisch alle gesundheitlichen Risiken durch schlimme Seuchen wie Rinder-Tuberkulose und Brucellose bei Viehherden beseitigt. Dies wird gerne der Pasteurisierung zugeschrieben, während wohl eher die strengen Vorschriften, Kontrollen und Auflagen bei der Tierhaltung, hohe Hygieneauflagen, reines Wasser und die eingeführte, umgehende Kühlung der Rohmilch für die erfolgreiche Eindämmung von Seuchen verantwortlich sind.

Übertriebene Gefahr – unglaubwürdige Studien und Statistiken

Folgt man den Massenmedien, so entsteht der Eindruck, dass es gefährlich ist Rohmilch zu konsumieren. Obwohl Rohmilch, wie auch andere Lebensmittel, krankmachende Bakterien und Keime (Salmonellen. E. coli, Campylobacter, Listerien) enthalten kann, wird bei der Gefahr vom Rohmilch-Konsum deutlich übertrieben. So sind gemeldete Infektionen in der Regel gar nicht auf Rohmilch zurückzuführen, sondern auf pasteurisierte Milch oder andere Auslöser (Krankheitserreger können auch durch schmutziges Wasser und den Kontakt zu Landwirten, Tieren, Ställen und Tierkot übertragen werden). Viele statistische Analysen sind falsch oder nicht aussagekräftig. So werden zum Beispiel Erkrankte, die keine Rohmilch getrunken haben nicht in Studien mit einbezogen oder es wird Rohmilch untersucht, die überhaupt nicht für den Verzehr bestimmt ist. Des Weiteren fehlen für eine Überprüfung häufig die mit Erregern kontaminierten Milchproben und machen einen Rückschluss unmöglich. [43]

Andere Nahrungsmittel gefährlicher

Obwohl vor dem Rohmilch-Konsum gewarnt wird, ist es viel wahrscheinlicher sich über andere Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren mit krankmachenden Erregern zu infizieren, was durch verschiedene Statistiken belegt wird. [10] In Deutschland gibt es bei Rohmilch seit Jahren keine Berichte, die auf eine konkrete Gefahr hindeuten. Bei anderen Lebensmitteln wie Fleisch- und Wurstwaren, Gewürze, Nüsse und haltbargemachte Produkte in Gläsern und Konserven, sieht es allerdings anders aus. [siehe lebensmittelwarnungen.de]

Selbst pasteurisierte Milch nicht sicher

In der Vergangenheit hat es auch zahlreiche Lebensmittelinfektionen durch pasteurisierter Milch gegeben. So litten in Amerika 1984-85 fast 200.000 Menschen an Infektionen. 2007 starben dort drei und 2009 sogar sieben Menschen durch kontaminierte pasteurisierte Milch. [10] Eine Kontamination mag seltener vorkommen, doch wenn sie vorkommt, dann erwischt es eine große Anzahl an Personen, aufgrund des sehr großen Vertriebs der Molkereien. Unmöglich bei kleinen Bauernhöfen die Rohmilch verkaufen.

Interessant ist zudem, dass laut amerikanischen Studien über Lebensmittelinfektionen, in denen Rohmilch als Ursache ausgemacht wurde, 93% der Fälle nicht durch eine Pasteurisierung verhindert worden wären. [43]

Erstmaliger Rohmilch-Genuss

Menschen, die auf dem Lande mit Rohmilch aufgewachsen sind haben nie Probleme mit Infektionen und der Verträglichkeit. Sie entwickeln durch das Landleben und den Kontakt zu Tieren in ihren frühen Jahren ein starkes Immunsystem und eine Immunität gegen Erreger, die Tiere in sich tragen. Kinder und Erwachsene, die nicht auf dem Lande aufgewachsen sind, haben höchstwahrscheinlich geringere Abwehrkräfte. So zeigte sich bei “Stadtmenschen” eine Gefahr besonders beim erstmaligen Genuss von Rohmilch. Diese müssen sich dann erst an die Rohmilch gewöhnen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Mensch gegen Bakterien, denen er ausgesetzt ist, immun wird.

Symptome: Ist das Trinken von Rohmilch ein Gesundheitsrisiko wert?

Durch die hohen Standards ist das Infektionsrisiko heute geringer als je zuvor. Selbst wenn es jemanden erwischt ist die Gefahr schwer zu erkranken sehr gering. In der Regel bleibt es bei kurzzeitigem Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und erwischt einem auch gewöhnlich nur nach dem erstmaligen Konsum von Rohmilch. Fragen Sie sich selbst, ob Sie sich einer gesünderen Haut, einer besseren Verdauung, einem stärkeren Immunsystems und damit geringerer Wahrscheinlichkeit krank zu werden verwehren wollen, um sich im unwahrscheinlichen Fall ein paar Tage Durchfall bzw. Bauchweh zu ersparen?

Rohmilch für Kleinkinder und in der Schwangerschaft

Die Gesundheitsbehörde empfiehlt, dass Rohmilch besser nicht von Kleinkindern und Schwangeren verzehrt werden sollte. Auf der anderen Seite zeigten viele unabhängige Studien, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen und von Beginn an Rohmilch trinken widerstandsfähiger sind. Prof. Dr. Ton Baars vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) sagt dazu:

“Es sei erwiesen, dass der Konsum von Rohmilch vor und während der Schwangerschaft einen positiven Effekt auf das Immunsystem des Säuglings habe. Gerade für werdende Mütter, Kleinkinder und ältere Personen wäre es deshalb vorteilhaft, Rohmilch zu trinken.“ [44]

Es ist besser für die Gesundheit mit Keimen in Berührung zu kommen, da der Körper in einer sterilen Umwelt keine Abwehrkräfte entwickeln kann. Daher gilt, je früher damit begonnen wird, desto besser (zurück zur Natur solange es sie noch gibt!). Rohmilch-Konsum während der Schwangerschaft und in den frühen Kinderjahren kann den Unterschied zwischen einem gesunden, produktiven Leben und einem ungesunden, unglücklichen Leben ausmachen.

Qualität: Rohmilch ist nicht gleich Rohmilch

Die Herkunft der Rohmilch ist entscheidend

Eine Kuh, die in ihrem natürlichen Lebensraum aufwachsen darf (auf der Weide), sich artgerecht und genfrei ernährt (Gras), frei von Medikamenten ist und ein glückliches Leben hat, schenkt eine bessere Rohmilch als eine Kuh aus Massentierhaltung. [13] Die Milchwirtschaft mit dem Ziel die Produktion immer ökonomischer und effizienter zu gestalten, zerstört die Qualität der Rohmilch. Um eine Rohmilch von höchster Qualität zu erwerben, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

Die Milchleistung der Kühe

Wie hoch ist die Milchleistung der Kühe? 1930 produzierte die durchschnittliche Milchkuh 5-6 Liter Rohmilch am Tag. In etwa die Menge, die ein Kalb benötigt um heranwachsen zu können. 1988 produzierte die Milchkuh schon ca. 15 Liter Rohmilch. Heute bringt sie es auf bis zu 50 Liter am Tag! [45] Dies ist der Milchwirtschaft aber immer noch nicht gut genug. Die Leistung einer heutigen “Hochleistungskuh” liegt an der Rasse (selektive genetische Zucht), am Futter und, zumindest in Amerika, an verabreichten synthetischen Wachstumhormonen. [46] In der Schweiz gilt eine Milchkuh als von guter Qualität bei einer Milchleistung von ca. 20 Litern pro Tag. [45]

Haben die Kühe artgerechte Lebensumstände?

Die Mehrheit der Milchkühe wird in großen Betrieben in Massentierhaltung gehalten. Die Kühe haben keinen Weidezugang und leben in kleinen Ställen. 10 Monate lang werden sie in einer überfüllten Beton- und Stahlumgebung gezwungen Milch zu produzieren. Sie werden künstlich besamt und das Kalb wird der Mutter nach der Geburt weggenommen. Die Produktion ist komplett durchstandardisiert. Das Melken geschieht maschinell und führt zu Euterentzündungen. Milchkühe in Großbetrieben haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 4 Jahren, verglichen mit mindestens 25 Jahren bei Weidekühen.

Futter: Bekommen die Kühe Kraftfutter und Silage?

Die Qualität der Rohmilch wird besonders über die Fütterung bestimmt. Je artgerechter die Nahrung der Kuh, desto nahrhafter und gesünder die Inhaltsstoffe der Rohmilch. Kühe fressen von Natur aus Grünfutter (Gras auf der Weide). Daher ist es auch logisch, dass dieses Futter zu einem Anstieg des Gehalts an Nährstoffen (insbesondere den gesunden Omega-3-Fettsäuren und Linolsäuren) in der Rohmilch führt. Dies kann heute analytisch nachgewiesen werden. Statt Weidezugang und einer Grünfütterung bekommen Kühe aber immer mehr Getreide, Kraftfutter und Silage mit Gen manipuliertem Soja und Mais. Futter, das Kühe normalerweise nicht essen würden. Kraftfutter ist für die Tiere z.B. eine enorme physiologische Belastung und führt häufig zu Krankheiten wie Pansenacidose, Calciumparese, Euterentzündungen oder Klauengeschwüren. Kraftfutter ist außerdem stark belastet (Pestizide etc.) und erhöht den Einsatz von Antibiotika. [13] Je weniger Kraftfutter, Silage und Getreide die Kuh bekommt, desto besser.

Grasfütterung und Stallfütterung

Die Rohmilch der Kühe, die im Sommer Gras fressen, und Rohmilch von denselben Kühen, die im Winter im Stall gefüttert werden, ist sehr unterschiedlich. Die Rohmilch-Qualität variiert mit den Jahreszeiten. Besonders der Vitamingehalt ist im Sommer höher. [14]

Werden Arzneimittel wie Antibiotika verwendet?

Der große wirtschaftliche Druck dem die Milcherzeuger unterliegen hat dazu geführt, dass immer mehr Arzneimittel eingesetzt werden. Offiziell aus therapeutischen Gründen, in Wahrheit aber viel mehr aus prophylaktischen und wirtschaftlichen Gründen, bekommen Milchkühe, – vor allem in Massentierhaltung – , Antibiotika, Beruhigungsmittel (gegen Stress) und andere Arzneimittel. Das Problem dabei ist, dass Rückstände der Arzneimittel immer in die Milch gelangen. Antibiotika übersteht die Pasteurisierung, wodurch es beim Verbraucher zu einer regelmäßigen Aufnahme von Antibiotika kommen kann. Eine daraus entstehende Antibiotikaresistenz ist ein ernsthaftes gesundheitliches Problem. Eine artgerecht gehaltene und gefütterte Kuh braucht keine Arzneimittel!

Kommen Wachstumshormone zum Einsatz?

Rinder produzieren in der Hirnanhangdrüse ein Wachstumshormon, das Somatotropin genannt wird. Die Firma Monsanto hatte es geschafft, das Rinderwachstumhormon zu isolieren und es mit genetisch veränderten Bakterien zu produzieren. Heute wird das künstlich hergestellte “recombinant bovine somatotropin” (rBST) mit dem Produktnamen Posilac in Amerika den Kühen injiziert um die Milchproduktion erheblich zu erhöhen. [47] In Europa ist die Verwendung des Hormons für Milchkühe verboten, da die Verabreichung bei Rindern zu Erkrankungen (Euterentzündungen etc.) und Fortpflanzungstörungen führt und weil dadurch mehr Antibiotika verabreicht werden muss. [48] Somatotropin übersteht die Pasteurisierung und den Verdauungprozess und gelangt ins Blut. Dies erhöht beim Menschen den dem Insulin ähnlichen Wachstumsfaktor (IGF-1), welcher in Zusammenhang mit Krebs steht. Das synthetische rBST kann in der Milch nicht vom natürlichen Rinderwachstumshormon unterschieden werden, was einen Nachweis schwierig macht. Dieser Umstand, und die Tatsache, dass Gesetze nicht selten missbräuchlich ausgelegt werden (Verwendung als Masthilfsmittel oder aus therapeutischen bzw. prophylaktischen Gründen), machen es möglich, dass auch Kühen in Europa verbotene Hormone und Arzneimittel injiziert werden.

Wie schaut es aus mit der Hygiene?

Die Sauberkeit des Milcherzeugers spielt eine wichtige Rolle im Umgang mit der Rohmilch. Nicht umsonst haben Höfe, die Rohmilch als Trinkmilch vertreiben, hohe hygienische Anforderungen zu erfüllen. Krankmachende Bakterien können sonst die Rohmilch kontaminieren. Großbetriebe, die Rohmilch erzeugen und diese zur Pasteurisierung an die Molkereien geben, unterliegen keinen vergleichbar strengen hygienischen Anforderungen. Achten Sie beim Erwerb von Ab-Hof-Milch auf saubere Räume, Toiletten etc.!

Rohmilch von (herkömmlichen) Betrieben nicht zu empfehlen

Nun wissen Sie warum Rohmilch aus Massentierhaltung bzw. von Großbetrieben gar nicht erst für den Verbraucher zum Trinken bestimmt ist und nur zur Erhitzung an die Molkereien gegeben wird. Diese Rohmilch hat schon vor der Erhitzung eine schlechte Qualität. Mikrobiologische Analysen dieser Rohmilch dienen dann der Milchgroßwirtschaft um die Rohmilch schlecht darzustellen. [49] Inwieweit diese Rohmilch nach der Pasteurisierung und Homogenisierung noch als ein gesundes Nahrungsmittel gelten kann, ist nicht nachvollziehbar.

Rohmilch kaufen

Abgabe von Rohmilch verboten

Die Abgabe von Rohmilch oder Rohrahm ist in Deutschland grundsätzlich verboten. [2] Ausnahmen bilden für Milcherzeuger, unter bestimmten Bedingungen, die Ab-Hof-Milch und Vorzugsmilch. Die zuständige Behörde muss dem Betrieb dafür eine Genehmigung erteilen.

Rohmilch-Verbot ein Witz

Gesundheitliche Risiken sprachen einst für das Verbot, Rohmilch an Verbraucher abzugeben. Die erfolgreiche Seuchenbekämpfung, reines Wasser und die eingeführte Hofkühlung machen dieses Verbot heute unnötig. Die Tatsache, dass krebserregende Kosmetikprodukte, Alkohol, Zigaretten, Getränke mit Aspartam und Lebensmittel verarbeitet mit synthetischen Chemikalien wie MNG (Mononatriumglutamat, englisch MSG) ohne Weiteres erhältlich sind, machen das Rohmilch-Verbot geradezu lächerlich. Sie sollen glauben, dass natürliche Nahrungsmittel wie Rohmilch gefährlich und schlecht für Sie sind. In Amerika wird, sonst könnte der Mensch ja einen klaren Kopf behalten, Rohmilch wie eine Droge behandelt und der Verbraucher diskriminiert. In vielen Staaten werden Direktvermarkter verfolgt und festgenommen. [50] Die Milchindustrie, die vom Verbot profitiert, hat hier ganze Arbeit geleistet!

Direktvermarktung der Rohmilch

Für Großbetriebe mit Hochleistungskühen ist es nicht leicht auf eine Direktvermarktung von Rohmilch umzustellen. Sie müssen bestehende Lieferverträge mit Molkereien einhalten, deutlich höhere Anforderungen (Hygiene, Weidezugang etc.) erfüllen und vor allem die Ernährung der Kühe umstellen, was allerdings einem Raubbau gleichkäme, da die Kühe an Kraftfutter gewöhnt sind. Das, und die steigende Nachfrage an echten Naturprodukten, schafft dafür aber wieder einen Markt für die Direktvermarktung von Rohmilch und Rohmilchprodukten. So bieten immer mehr Bauernhöfe mittlerweile einen Lieferdienst von Vorzugsmilch an.

Rückverfolgbarkeit wichtig

Molkereien holen mittlerweile ihre Rohmilch von tausenden Erzeugern aus riesigen Gebieten in riesigen Mengen zusammen. Bei einem Krisenfall ist es unmöglich zu ermitteln, welcher Betrieb für die kontaminierte Rohmilch verantwortlich ist. Eine Rückverfolgbarkeit bzw. Transparenz ist nicht gegeben. Auch über die Qualität der Rohmilch und den Lebensumständen der milchgebenden Kühen kann der Verbraucher nichts in Erfahrung bringen. Eine Rückverfolgbarkeit vom Teller bis zum Stall und zum Acker muss aber gewährleistet sein. Direktvermarkter bzw. kleine Höfe machen dies möglich und eventuelle Probleme mit der Rohmilch sind leicht rückzuverfolgen und eingrenzbar.

Besuch beim Bauernhof

Während viele Höfe einen Lieferdienst für Vorzugsmilch anbieten ist es auch möglich die Ab-Hof-Milch direkt beim Bauern zu beziehen. Viele Landwirte betreiben sogar einen eigenen Hofladen mit einem Selbstbedienungsautomaten. Beim Besuch des Hofes kann man sich von der Arbeit, den Umständen und der Qualität der Rohmilch selber überzeugen. Sprechen Sie die Landwirte an und stellen Sie Fragen! Wenn Sie keinen Direktvermarkter in Ihrer Nähe haben, dann machen Sie doch mal einen Ausflug. Viele Höfe bieten speziell dafür Tage der offenen Tür an.

Rohmilchverkauf in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Vorzugsmilch kann häufig bei Direkterzeugern bestellt werden (Lieferservice), gibt es aber immer öfter auch in Bioläden/Naturkostläden zu kaufen. Die Meisten kommen aber nicht drum herum, sich ihre Rohmilch direkt beim Erzeuger abzuholen. Immer mehr Betriebe verkaufen ab Hof im eigenen Hofladen. Scheuen Sie nicht die etwas höheren Kosten und längeren Besorgungzeiten. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken. Unter den nachfolgenden Links können Sie schauen, ob sich ein Bioladen oder Milcherzeuger in Ihrer Nähe/Region befindet.

Rohmilchkäse und andere Rohmilch-Produkte

Alle Lebensmittel, die aus Rohmilch hergestellt wurden, müssen gekennzeichnet werden. Butter, Joghurt, Frischkäse und Quarkprodukte sind roh im Handel nicht zu bekommen. Vielleicht haben Sie Glück und der nächstliegende Milchbauer verkauft eigene Produkte Ab-Hof. Ansonsten, stellen Sie sie selber her! Rohmilchkäse dagegen ist schon eher im Handel zu finden. Obwohl auf diesen Produkten “Aus Rohmilch hergestellt” steht, sind die meisten trotzdem nicht roh. Rob Hundscheit warnt, dass selbst Rohmilchkäse zwischen 43-70° erhitzt wird. Herr Hundscheit hat eine Liste mit Rohmilchkäsesorten zusammengestellt, die in Deutschland und Holland gekauft werden können. Rohmilchkäse darf aber auch aus Frankreich importiert werden.

Zusammenfassung und Fazit über Rohmilch

Obwohl es keine andere lebende Spezies gibt, die die Milch einer anderen Spezies trinkt, dürfen wir nicht außer acht lassen, dass Rohmilch und Rohmilch-Produkte von Menschen aus gewissen Gründen seit tausenden von Jahren konsumiert werden. Vielen mütterlosen Säuglingen rettete sie gar das Leben. Rohmilch hat, bei aller Kontroverse, wertvolle und nahrhafte Nährstoffe, die bei einer Mangelernährung den Unterschied von einem ungesunden zu einem gesunden Leben ausmachen können. Rohmilch hat gar die Eigenschaft, dass der Mensch ausschließlich davon leben kann. Die Heilwirkungen der Rohmilch sind bei der Kuhmilch, Schafmilch, Ziegenmilch, Stutenmilch, Eselsmilch und Kamelmilch wissenschaftlich bewiesen. Bei letzteren ist bekannt, dass eine Pasteurisierung die Heilwirkung, sowie wertvolle Nährstoffe zerstört. Der rohen Kuhmilch soll dies nach Meinung der Mainstreammedien aber nichts gravierendes Anhaben können. Dies entbehrt jeder Logik. Die pasteurisierte und homogenisierte Milch ist ein denaturiertes, totes Produkt, welches dem menschlichen Körper schadet. Dank der Behandlung kann die Milch heutzutage aber weltweit vermarktet werden und so liegt es im Interesse der großen Molkereien Rohmilch schlecht zu machen und als gefährlich, bezüglich einer Kontamination mit krankmachenden Erregern, hinzustellen. Gesundheitliche Risiken haben sich jedoch, seit dem es strenge Hygienevorschriften, regelmäßige gesundheitliche Kontrollen, sauberes Wasser und eine umgehende Kühlung nach dem Melken gibt, fast in Luft aufgelöst. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Rohmilch übersteigen bei weitem das kleine Restrisiko (welches im übrigen auch bei vielen anderen Nahrungsmittel besteht). Inwieweit aber nun die Milch einer anderen Spezies getrunken werden sollte, muss jeder für sich selber entscheiden. Fällt jedoch eine Entscheidung für den Konsum von tierischer Milch, dann ist es ratsam, NUR die unbehandelte rohe Milch zu trinken! Bedenken Sie bitte auch, Rohmilch nur in Maßen zu trinken. Sie kann die Ernährung wunderbar ergänzen, sollte aber nicht als Grundnahrungsmittel betrachten werden. Nur dann kann der Mensch trotz Milchkonsum mit den milchgebenden Tieren in Symbiose leben.

Quelle: http://equapio.com/de/gesundheit/rohmilch-gesundes-und-sicheres-naturprodukt/

Gruß an die Wissenden

TA KI