Hochfrequenz Beeinflussung des Schlafes durch gepulste EMF


Schweizer Wissenschaftler fanden bei gesunden Probanden eine Beeinflussung des Schlafes und der Hirnströme durch gepulste hochfrequente elektromagnetische Felder, wie sie beim GSM-Standard für Mobiltelefone Verwendung finden. Der Schlaf wurde verbessert und das Schlaf-EEG modifiziert.


Bereits früher waren Studien zum Einfluss elektromagnetischer Felder auf den Schlaf durchgeführt worden (Pasche 1996, Mann 1996) – mit inkonsistenten Ergebnissen. So hatte eine Arbeitsgruppe um Boris Pasche von der Firma Symtonic (USA) eine günstige Beeinflussung von Schlafqualität und Schlafdauer bei experimenteller Verwendung amplitudenmodulierter Hochfrequenzstrahlung ermittelt, während eine deutsche Arbeitsgruppe um Klaus Mann von der Universität Mainz eine ungünstige Beeinflussung der REM-Schlaf-Phase (Traumschlaf) bei Frequenzen, wie sie beim Mobiltelefonieren Verwendung finden, beobachtet hatte (siehe Elektrosmogreport, August 1996). Beide Untersuchungen zeigten, dass amplitudenmodulierte HF-Strahlung mit Intensitäten unterhalb der ICNIRP-Grenzwertempfehlungen biologische Prozesse des Gehirns beeinflussen kann.
Auch in der neuen Studie von Alexander A. Borbély und Kollegen vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich wurden solche Effekte bei vergleichsweise geringen Intensitäten nachgewiesen. Die Forscher verwendeten elektromagnetische Felder, wie sie bei Mobiltelefonen nach dem GSM-Standard genutzt werden (900 MHz, moduliert mit Frequenzen von 2, 8, 217 und 1736 Hz). Die maximale Exposition im Kopfbereich blieb sicher unter 1 Watt pro kg, gemittelt über 10 g (ICNIRP-Grenzwertempfehlungen: 2 W/kg). 24 gesunde männliche Probanden im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, die nach eigenen Angaben gesund und frei von Schlafstörungen waren, wurden in einer Nacht diesen Feldern ausgesetzt und in einer anderen Nacht scheinexponiert. Dazwischen lag eine einwöchige Pause. Weder Untersucher noch Probanden wussten, wann die echte Exposition erfolgte (doppelblindes Cross-over-Design). Die EMF-Felder wurden während der untersuchten Zeit zwischen 23 und 7 Uhr automatisch in Intervallen von 15 Minuten an- und ausgeschaltet, beginnend mit einer An-Phase. Beim EEG wurden die üblichen Frequenzbänder (Delta, Theta, Alpha, Sigma, Beta) sowie das 10-11 Hz-Band und das 13,5-14 Hz-Band getestet.

 

Reduzierung der Wachzeit nach Schlafbeginn

 

Die EMF-Exposition reduzierte die Dauer des Wachseins nach Schlafeintritt von durchschnittlich 18,2 Minuten auf 12,1 Minuten (p<0,01). Dieser Effekt war signifikant sowohl für die gesamte Schlafzeit als auch für das erste und das zweite 4-Stundenintervall. Auffällig war, dass bei Personen, die zuerst schein- und dann EMF-exponiert wurden, dieser Unterschied sehr deutlich ausfiel (Scheinexpositon: 23,9 min; EMF-Exposition: 13,4 min), während bei Personen mit der umgekehrten Reihenfolge kein relevanter Unterschied auftrat.
Diese Beobachtung einer Reduzierung der Wachzeit nach Schlafbeginn wurde in dieser Studie erstmals gemacht. Die Forscher vermuten, dass die EMF-Exposition den leichten Schlafstörungen entgegenwirkt, die mit der ungewohnten experimentellen Umgebung zusammenhängen.

 

Beeinflussung des Elektroenzephalogramms (EEG)

 

Die EMF-Exposition beeinflusste die mit dem EEG gemessenen Hirnströme während der Nicht-REM-Phasen, also den Phasen des Schlafes, die traditionell als die Phasen ohne Träume (bzw. geringerer Traumintensität) gelten. In der Spektralanalyse des EEG wurden zwei Spitzen der Aktivitätszunahme ermittelt, bei 10-11 Hz und bei 13,5-14 Hz. Die erste Spitze fällt in den Bereich der Alpha-Aktivität der Hirnströme und der niederfrequenten Schlafspindeln, die zweite Spitze korrespondiert mit hochfrequenten Schlafspindeln. Bei der Testung der fünf traditionellen Frequenzbänder fiel eine signifikante Zunahme im Alpha-Band (8-12 Hz) und im Sigma-Band (12-15 Hz) auf. Die REM-Phasen wurden nicht durch eine EMF-Exposition beeinflusst.
Es ist bekannt, dass die Amplitude im hier betroffenen 13,5-14 Hz-Band, die das Auftreten ’schneller Spindeln‘ wiederspiegelt, leicht von einer Vielzahl pharmakologischer und physiologischer Faktoren beeinflusst werden kann, beispielsweise durch Kaffeegenuss oder den Menstruationszyklus. Offenbar können auch hochfrequente Felder von Mobiltelefonen einen messbaren Effekt ausüben. Auffällig war, dass eine EEG-Beeinflussung bereits während der ersten 15-30 Minuten der EMF-Exposition feststellbar war. Es wurden eine Anzahl weiterer detaillierter Studienergebnisse beschrieben, deren Darstellung hier zu weit führen würde.

 

Kurzzeitige Expositionen reichen für messbare Effekte aus

 

Zusammenfassend stellten die Autoren fest, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Veränderungen auf thermischen Effekten beruhten, da die Zunahme der Hirntemperatur sicher unter 0,1 ºC blieb. Bereits eine kurze Exposition von 15 Minuten könne zu messbaren Effekten führen. Im Schlafverlauf trat eine gewisse Abnahme der EMF-Effekte auf, was auf einen Adaptationsmechanismus schließen lasse. Da keine relevanten Unterschiede der Veränderungen der Hirnstromaktivitäten zwischen den An- und Auszeiten auftraten, sei zu vermuten, dass die elektromagnetischen Felder eine Kette biologischer Ereignisse auslösten und nicht eine direkte und sofortige Wirkung.

Literatur:

 

  • Borbély, A. A., Huber, R., Graf, T., Fuchs, B., Gallmann, E., Achermann, P.: Pulsed high-frequency ekectromagnetic field affects human sleep and sleep electroencephalogramm. Neurosci. Lett. 275, 207-210 (1999).
  • Pasche, B., et al.: Effects of low energy emission therapy in chronic psychophysiological insomnia. Sleep 19, 327-336 (1996).
  • Mann, K., Röschke, J.: Effects of pulsed high-frequency electromagnetic fields on human sleep. Neuropsychbiology 33, 41-47 (1996).

(…)

Quelle: http://datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/esmog/es_97_11.htm

Gruß an die Warner

TA KI

Forschern gelingt Ortung von Smartphones anhand des Stromverbrauchs


Der Stromverbrauch der Geräte ist von der Entfernung zur nächsten Basisstation abhängig. Forschern der Stanford University zufolge ist alleine diese Information in zwei Drittel der Fälle ausreichend, um die Position eines Geräts zu ermitteln. Das ergaben Tests mit einem von ihnen entwickelten Schadprogramm.

Forscher der Stanford University ist die Ortung von Smartphones lediglich anhand ihres Stromverbrauchs gelungen. Dieser hängt bei Mobiltelefonen auch von der Entfernung zu einer Mobilfunk-Basisstation ab. Alleine diese Daten sind demnach ausreichend, um die Position eines Geräts zu ermitteln. Andere Faktoren, wie Mobilfunknutzung und Nutzung von Apps, haben die Forscher nach eigenen Angaben herausgefiltert.

google-plus-standortfreigabe-ios-335x251

“Der Gesamtstromverbrauch eines Telefons hat durch die Vielzahl an Komponenten und Anwendungen, die gleichzeitig Energie benötigen, sehr viele Hintergrundgeräusche”, schreiben Yan Michalevsky, Dan Boneh und Aaron Schulman von der Fakultät für Computerwissenschaften in ihrem Bericht (PDF). “Wir zeigen jedoch, wie es durch die Verwendung von Machine-Learning-Techniken möglich ist, den Standort abzuleiten.”

Den Wissenschaftlern ist es zudem gelungen, ein PowerSpy genanntes Programm zu schreiben, das in zwei Drittel aller Versuche in der Lage war, den genauen Standort eines Nutzers zu ermitteln. Die App benötigte dafür keine Rechte für den Zugriff auf GPS, WLAN, Mobilfunknetz oder andere Standortdaten – sie fragte lediglich nach einem Netzwerkzugang und Zugriff auf Daten über den Akkuverbrauch.

“Das sind häufig benutzte Berechtigungen für Anwendungen, die wahrscheinlich auf Seiten des Opfers keinen Verdacht wecken”, so die Forscher weiter. “Durch das Auslesen des Stromverbrauchs über einen Zeitraum von wenigen Minuten kann eine Anwendung den Standort eines Nutzers erkennen.” Das Verfahren wurde unter realen Bedingungen mit Smartphones mit einem “erheblichen Marktanteil” getestet. Die Technik lasse sich durch weitere Daten noch verfeinern, heißt es in dem Bericht.

In ihm fordern die Forscher auch einen besseren Schutz für die Privatsphäre von Smartphone-Besitzern. “Unsere Arbeit zeigt, dass die Sicherheit verbessert werden muss, bevor man Anwendungen von Drittanbietern den Zugriff auf Sensoren gestattet.”

Quelle: http://www.itespresso.de/2015/02/25/forschern-gelingt-ortung-von-smartphones-anhand-des-stromverbrauchs/

Gruß an die Georteten

TA KI

Massive Handynutzung kann zu Hirntumoren führen


Erhöht Handystrahlung das Risiko von Hirntumoren? Hunderte Studien haben bisher kein endgültiges Urteil zugelassen. Experten streiten. Eine neue Studie aus Frankreich zeigt abermals:

Entscheidend ist, wie viel man telefoniert.

mobil-telefonieren

Neue Daten aus einer französischen Studie mit mehr als tausend Probanden legen einen Zusammenhang zwischen bestimmten Hirntumoren und massivem Handy-Gebrauch nahe. Forscher um Gaelle Coureau und Isabelle Baldi von der Université Bordeaux Segalen beschreiben im Fachmagazin „Occupational and Environmental Medicine“, wie sie die schon lange kontrovers diskutierten Hypothese, elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen könnte krebsauslösend wirken, hinterfragten: Die Fälle von 253 Gliom-Patienten und 194 Meningiom-Patienten wurden ebenso in die von 2004 bis 2006 durchgeführte Studie aufgenommen wie eine Kontrollgruppe von 892 repräsentativen Personen aus der Normalbevölkerung. Alle Teilnehmer der Studie stellten sich einem detaillierten Interview, das die Wissenschaftler in einem Vieraugengespräch vornahmen. Sie gaben dabei zu Protokoll, in welcher Form sie in der Vergangenheit und Gegenwart mit Handys telefonierten und telefoniert hatten, also etwa wie oft und wie lange.

Risiko durch berufliche Nutzung

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass tatsächlich ein statistisch belegbarer Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs vorhanden war:

Und zwar bei Menschen, die besonders viel mit dem Handy telefonierten. Sie hatten ein erhöhtes Risiko für die Entstehung der beiden Tumorarten im Gehirn. Als massive Handynutzer und damit gefährdet gelten demnach vor allem Personen, die in ihrem Leben bisher mehr als 900 Stunden telefoniert hatten oder mehr als 18.000 Anrufe getätigt hatten. Oder anders gesagt: Menschen, die ihr Handy mehr als fünfzehn Stunden pro Monat über fünf Jahre hinweg nutzen, hatten ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, einen Hirntumor zu entwickeln. Dabei bestand ein besonders hohes Risiko durch berufliche Handynutzung und für Menschen, die Handys im städtischen Umfeld nutzten. Das größte Risiko besteht am Kopf im Bereich der Schläfe. Der Zusammenhang von Handynutzung und Tumorentstehung war etwas stärker ausgeprägt was Gliome angeht – mehr als im Fall der Meningeome. Die Forscher rechneten auch andere Risiken für Hirntumore mit ein.

Schon zuvor hatten einige Studien die Vermutung genährt, dass möglicherweise von Handys eine Gefahr ausgeht im Hinblick auf die Entstehung von Hirntumoren. Die meisten dieser Studien stammten aus nordeuropäischen Ländern, vor allem aus Schweden. Besonders bekannt geworden ist die Interphone-Studie, die im Jahr 2000 von der International Agency for Research on Cancer (IARC) mit dem Ziel initiiert wurde, mögliche Risiken für die Entstehung von Hirntumoren durch den Gebrauch von Mobiltelefonen zu ermitteln. An dieser Studie beteiligten sich Wissenschaftler aus dreizehn Ländern, auch aus Deutschland. Auch in dieser Studie konzentrierte man sich auf Gliome und Meningeome. Gliome sind Tumoren der Gliazellen, des Unterstützungsgewebes der Nervenzellen. Meningeome sind Entartungen der Hirnhaut; sie sind häufig gutartig.

Offene Fragen

Die große Interphone-Studie kam aber in einer ersten, breit wahrgenommenen Bilanz im Jahr 2010 zu dem Schluss, dass Handynutzung kein generell erhöhtes Risiko für Hirntumore nach sich zieht. Es gab zwar auch Hinweise auf ein erhöhtes Gliom-Risiko, aber als einen richtigen Beleg werteten die Autoren diese Hinweise aufgrund von möglichen Fehlern und Verzerrungen nicht. Immerhin 2700 Patienten mit einem Gliom und 2400 Patienten mit einem Meningeom sowie Kontrollpersonen waren in die Studie, die ebenfalls auf ausführlichen Interviews fußte, eingebunden gewesen. Allerdings konnte die Studie nicht klären, wie sich Handynutzung auf Kinder auswirkt und welche Folgen besonders intensive Nutzung von Mobiltelefonen haben kann.

Im Hinblick auf Letzteres birgt die neue französische Studie einige Brisanz. Die Forscher um Coureau betonen aber auch, dass Menschen, die Handys in „normalem“ Umfang nutzen, also regelmäßig, aber nicht exzessiv mobil telefonieren, kein erhöhtes Risiko haben gegenüber Menschen, die gar nicht mit Handys telefonierten. Sie liefern zudem eine Charakterisierung der „Heavy User“, also derjenigen Studienteilnehmer, die massiv auf ihr Mobiltelefon zurückgriffen: Fast die Hälfte hatten zum Studienzeitpunkt schon vier bis neun Jahre ein Handy. Vierzig Prozent telefonierten sogar schon zehn Jahre oder länger mobil. 62 Prozent telefonierten beruflich so viel mobil. Im Mittel telefonierten sie eine knappe Stunde täglich, im Maximum sogar mehr als sechs Stunden. Viele waren im Handel tätig oder organisierten in Managerpositionen Produktionsabläufe.

Das Festnetz wählen?

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlichte schon nach der Veröffentlichung der Daten aus der Interphone-Studie Empfehlungen für den Umgang mit Handys. Man solle Handytelefonate möglichst kurz halten, heißt es hier. Zudem sei es geboten, das Festnetztelefon zu nutzen, wenn man die Wahl hat. Zudem wird empfohlen, SMS zu schicken – wenn möglich -, weil dabei das Handy nicht direkt an den Kopf gehalten wird.

Die Autoren der neuen Studie aus Frankreich betrachten eine wichtige Frage noch als offen. Die von Handys emittierte Strahlung hat in den vergangenen Jahren wegen technischer Weiterentwicklungen abgenommen. Im Hinblick darauf müsste auch noch weiter erforscht werden, was die Langzeitnutzung von Mobiltelefonen wirklich für Menschen bedeutet.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wissen/studie-mit-tumorpatienten-fuehrt-massive-handynutzung-zu-hirntumoren-12941229.html

Gruß an die Verschwörungspraktiker

TA KI