Keltische Symbole


Das Horn

Da ließ Llevelys ein langes Horn aus Bronze fertigen, und durch dieses Horn besprachen sie sich.

Die Geschichte von Lludd und Llevelys

Das Horn war ein besonders wichtiges Symbol für die Kelten, da es männliche und weibliche Eigenschaften in sich vereinigt: Aufgrund seiner phallusähnlichen Form symbolisiert es zunächst männliche Qualitäten wie Wildheit, Stärke und Kampfeskraft. Doch außerdem wurde die Form des Horns mit der einer Mondsichel in Verbindung gebracht und stand daher für weibliche Eigenschaften wie Fortpflanzung und Fruchtbarkeit – aus diesem Grund besitzt die Muttergöttin auch ein Füllhorn, aus dem sie ihre Gaben verteilt. Aufgrund der wichtigen symbolischen Kraft des Horns stellten die Kelten viele Lebewesen, die normalerweise kein Horn besitzen, mit einem oder mehreren Hörnern auf der Stirn dar: So finden sich z.B. in der keltischen Mythologie gehörnte Schlangen und gehörnte Wasservögel. Außerdem erhielten Tiere wie z.B. Eber und Stiere, die von Natur aus gehörnt sind, oft ein zusätzliches drittes Horn, um ihre Kraft noch mehr zu betonen.

Auch keltische Götter und Menschen trugen Hörner – meistens in Form von gehörnten Helmen. Oft haben die Hörner auf diesen Helmen ein rundes Ende, welches möglicherweise einen Apfel smybolisiert, der vom Horn aufgespießt wurde und so dessen Gefährlichkeit abschwächt, ohne ihm seine Kraft zu nehmen, sodass die Macht des Hornes in den Dienst des Menschen gestellt werden kann.

Hörner spielen eine wichtige Rolle in vielen keltischen Sagen. So verwendeten z.B. die Brüder Lludd und Llevelys, die berühmte Herrscher über Großbritannien und Frankreich waren, ein Horn als Sprachrohr im Krieg gegen die dämonischen Coranier. Da diese Wesen aus der Anderswelt jedes geflüsterte Wort hören konnten, sobald es ihnen durch den Wind zugetragen wurde, hielten die beiden Brüder ein bronzenes Horn zwischen Mund und Ohr, wenn sie ihre Kriegstaktiken besprachen. Aufgrund dieser Vorsichtsmaßname gelingt es Lludd und Llevelys schließlich auch, die Dämonen zu überlisten.

Schon dieses Beispiel zeigt, dass Hörner auch häufig für militärische Zwecke verwendet wurden. Besonders deutlich wird dies in der Sage um den irischen König Fergus McEirc, in der ein Trinkhorn als Waffe dient: Ceallach, ein besonders treuer Gefolgsmann des Königs, bewachte diesen Tag und Nacht und kümmerte sich um sein Wohlergehen. Als eines Tages ein Nordmann, der in der Kunst des leisen Tötens und in der Zauberei bewandert war, in das Schlafgemach des Königs eindrang und diesen töten wollte, hatte Ceallach keine Waffe zur Hand. Er ergriff daher das mächtige Trinkhorn des Königs und spießte den Meuchelmörder damit auf, so dass dieser elend verblutete.

Auch in der romantischen Liebesgeschichte zwischen Dermat und Grania spielt ein Horn eine entscheidende Rolle:

Der berühmte irische Feldherr und Clanführer Finn suchte nach dem Tode seiner Frau eine neue Gefährtin. Seine Freunde rieten im, Grania, die Tochter des Königs Dermat-und-GraniaCormac von Tara, zu erwählen, da sie die schönste, wohlerzogenste und edelste Frau Irlands war – und es war völlig klar, dass jede Frau mehr als geehrt sein würde, wenn sie Finns Frau werden durfte. Um Finn zu ehren, wurde in Tara eine große Feier abgehalten. Doch Grania erfuhr den Grund für Finns Besuch von den Druiden und war gar nicht glücklich, da Finn älter als ihr eigener Vater war und sie daher lieber einen der jungen Krieger ehelichen wollte, die Finn begleiteten. Daher ließ sie sich alle Krieger aus Finns Gefolge durch die Druiden vorstellen. Als sie dabei den wunderschönen Dermat erblickte, verliebte sie sich sofort in ihn. Sie bat daher ihre Diener, ihr ihr mächtiges Trinkhorn zu bringen. Grania ließ das Horn füllen und schickte ihre Diener damit zu Finn, damit er davon trinke. Finn war sichtlich geehrt, nahm einen tiefen Schluck und reichte das Horn an König Cormac weiter, der es, nachdem er daraus getrunken hatte, an seine Königin weitergab. Auch der Sohn des Königs und alle anderen Anwesenden tranken aus Granias Horn. Kurz darauf fielen alle in einen todesähnlichen Schlaf. Endlich konnte Grania so zu Dermat gehen und ihn bitten, sie zu heiraten. Dieser willigte glücklich ein, und beide begaben sich auf eine lange Flucht vor Finn.

Trinkhörner und Hörner in der Schlacht

Aus einem Horn zu trinken war für die Kelten ein Symbol für Erneuerung und Wiederbelebung der eigenen Vitalität. Seit der sogenannten Hallstattperiode, die nach der berühmten Keltenstadt in der Nähe von Salzburg (Österreich) benannt wurde und ca. 800 v. Chr. datiert wird, bis hinein ins Mittelalter, waren Trinkhörner ein Statussymbol für ihren Besitzer und alle, die daraus tranken. Wie jede Nahrungsaufnahme konnte auch das Trinken aus einem Horn zeremoniellen Zwecken dienen und bestimmten Regeln unterliegen. Aus diesem Grund wurden Trinkhörner auch oft in der Runde herumgereicht, und die Reihenfolge, in der aus dem Horn getrunken wurde, spiegelte den Status der anwesenden Gäste wider.

Wie bereits erwähnt waren Hörner aber auch wichtige Symbole im Krieg und für militärische Taten. Dies hat auch damit zu tun, dass die Kelten Hörner einsetzten, um die Bewohner des Dorfes vor einem drohenden Angriff zu warnen oder Signale während der Schlacht zu geben.

Da Hörner in der keltischen Sagenwelt mit Kriegen und Schlachten verbunden sind, tauchen sie auch als Ziel von oder Preis für gewaltige Heldentaten auf, wie z.B. in der Sage um die Heirat von Culhwch und Olwen: Culhwch war verflucht und konnte nur erlöst werden, wenn er Olwen, die Tochter des Riesen Ysbaddaden heiratete. Diese Aufgabe war schwierig, da Ysbaddaden sterben würde, sobald seine Tochter heiratete. Daher stellte er allen potentiellen Kandidaten unmögliche Aufgaben, um eine Heirat Olwens zu verhindern. Culhwch konnte aber auf die Unterstützung von König Arthus zählen, und so war es ihm möglich, alle vierzig verlangten Taten zu erfüllen, eingeschlossen die Eroberung des Trinkhorns von Gwlgawd Gododdin.

Keltische Helden und Krieger trugen Hörner und vor allem gehörnte Helme in der Schlacht, und dies könnte ein Ursprung für die mittelalterliche Darstellung des Teufels sein, der ähnlich wie ein Krieger mit gehörntem Helm die Macht der Zerstörung in sich trägt.

Das Horn als Symbol für Ehre und Ruhm spielt heute noch im walisischen Fest von Esteddfod eine Rolle, welches das größte Literatur- und Kunstfestival in Europa ist. Es wird jedes Jahr in der ersten Augustwoche abgehalten und kann bis in das Jahr 1176 zurückverfolgt werden, wo es zum ersten Mal in Aberteifi abgehalten wurde. Der traditionsreichste und berühmteste Teil dieses Festivals besteht in der Wahl des besten Barden. Während dieser Wahl wird seit viktorianischen Zeiten ein Trinkhorn als Willkommensgruß an den höchsten walisischen Druiden überreicht.

SignalhornQuelle: http://www.amulette-kelten.de

Gruß an die Ahnen

TA KI

 

Die Göttin Holla


Die alte germanische Muttergöttin trägt viele Namen : Holle, Holda, Hollermutter, Hel. Hulda, Brechta ,Percht , usw…ihr Name wir angeblich von dem Wort hold  ( günstig , gnädig,…) abgeleitet und wird von Tacitus mit der Göttin Isis verglichen , Holla ist ganz klar die himmel-und erdumspannende Muttergöttin des alpenländischen Siedlungsraumes , sie regiert über die Jahreszeiten, und ist Haus-Schutz und Heilungsgöttin , sie ist den Menschen freundlich zugeneigt, schützt Mensch, Tier , Pflanze und Haus vor Unglück und Schaden, sie sie kann vor allem Krankheiten heilen, sie ist die Weise Frau schlechthin, vielleicht der Grund warum sie so sehr verehrt wurde.
Holla ist die strahlende Himmelskönigin, die beherrscht die Elemente, das Wetter und die Jahreszeiten, all diese Fähigkeiten kommenim Volksglauben zum Ausdruck : wenn Holla ihre Haare kämmt sind das die Sonnenstarhlen die zur Erde fließen, wenn sie kocht ist die Welt von Nebel umhüllt, die Wolekne sind die Schafe der Holla, und wenn es regnet macht sie große Wäsche, das es schneit, wenn sie ihre Betten schüttelt, weiß spätestens seit den Brüdern Grimm jedes Kind …
Ihr jährlicher Umzug zur Weihnachtszeit ( Rauhnächte) bringt Fruchtbarkeit und Segen über das Land.

Holla

Historiker und Forscher kommen zu dem Schluß, dass Holla die Große Muttergöttin der Jungsteinzeit, die Große Mutter Erde sein muss, auch wird die Holla oft mit der germansischen Totengöttin Hel identifiziert, sie kann gestaltwandeln, manchmam ist sie die uralte mütterliche Weise, dann wieder die fürchterliche schreckenseinflößende Alte, aber auch als wunderschöne , langhaarige weiße Frau tritt sie auf….

Holla liebt Flüsse und Seen, und sie liebt es zu baden, Menschenkinder können durch Wasser in ihr Reich vordringen , denkt nur mal an den Sprung in den Brunnen im Märchen von Goldmarie und Pechmarie….

 

Der Lieblingsbaum der Holla ist der Hollerbusch, der für die Göttin selbst steht ( vor einer Hollerstaudn muasst den Huat ziagn, sagen die Bauern in unserer Gegend) dessen  Blüten, Früchte , Rinde,… in der Volksheikunde reichlich zum Einsatz kommen, früher galt der Hollerbusch als die bäuerliche Hausapotheke .

Opfergabe für die Göttin Holla werden und wurden  immer unter einem Hollunderstrauch bereitgestellt
Nach der Verbreitung des Christentums wurde der alte Brauch, an Quellen und unter Holunderbäumen zu beten und zu opfern, mit hohen Strafen belegt. Und bald wurde nach dem Willen der christlichen Kirchenväter aus der gütigen Muttergöttin ein böser Dämon und Spukgestalt über die Schauergeschichten erzählt wurden….

.hollunder

Volksheilkunde

Man kann vom Holunder fast alles verwenden: Blätter, Blüten, Rinde und natürlich die Früchte.

bei allen Erkältungskrankheiten wie Grippe, Schnupfen, Bronchitis und Lungenentzündung

als beruhigendes und schmerzlinderndes Mittel bei Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen, Geschwülsten, Wassersucht, Leber- und MilzleidenvStoffwechsel anregend und leicht abführen.

Die Beeren werden zu Saft, Mus, Wein und Marmelade und Likör  verarbeitet

Die  Rinde und die zerkleinerten Wurzeln  bei Harnverhalten und zum Entwässern bei Ödemen

Bei Ohrenschmerzen wird ein kleines Leinensäckchen mit Holunderblüten überbrüht und warm aufs Ohr gelegt.

Quelle: http://evalution.over-blog.de/article-die-gottin-holla-46004560.html

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Holda auch Holla

Germ. Mythologie

Ursprünglich eine freundliche, milde Göttin der alten heidnischen Deutschen, ohne Zweifel diejenige, welche Tacitus Nerthus nennt und mit der Isis vergleicht, nach mehreren Spuren auch Eins mit der nordischen, Frigga. Der Name ist gewiss abzuleiten von dem Worte hold, Huld.

Nach Einführung des Christenthums ward die Göttin zum unheimlichen Spukgeist, der indessen, der alten Idee getreu, doch weit mehr freundliche als bedrohliche Eigenschaften hat. Die dahin einschlagenden Sagen sind nirgends so verbreitet, wie in Hessen und Thüringen; indessen kommt der Volksglaube an Holda (Frau Holle) vor bis ins Voigtland, über die Rhön hinaus ins nördliche Franken, in der Wetterau bis zum Westerwald, und in dem an Thüringen angrenzenden Niedersachsen. Frau Holle wird als ein himmlisches, die Erde umspannendes Wesen vorgestellt: wenn es schneit, so macht sie ihr Bett, dass die Federn fliegen.

Sie liebt den Aufenthalt in Seen und Brunnen; zur Mittagszeit sieht man sie, als schöne weisse Frau, in der Flut baden und verschwinden; Sterbliche gelangen durch einen Brunnen in ihre Wohnung.

Ihr jährlicher Umzug in der Weihnachtszeit bringt dem Lande Fruchtbarkeit, aber sie fährt auch mit dem wütenden Heer, oder führt es an; so ist sie auf unserem Bild dargestellt. Hieran knüpft sich, dass sie statt der schönen göttlichen Gestal,t das Aussehen einer hässlichen, langnasigen, grosszahnigen Alten, mit struppigen, engverworrenen Haaren, annimmt. Hingegen ist sie auch wieder Schutzgeist des Flachsbaus und der Spinnerei; fleissigen Dirnen schenkt sie Spindeln und spinnt sie bei Nacht voll, Faulen zündet sie den Rock an oder besudelt ihn. Manche Spuren weisen den Zusammenhang dieser deutschen Gottheit mit nordischem Glauben nach. Snorri Sturleson gedenkt einer Zauberin Namens Huldr, und eine im 14. Jahrh. abgefasste isländische Sage erzählt umständlich von dem Zauberweib Hulda, einer Geliebten Odins. Norwegische und dänische Volkssagen reden von einer Bergoder Waldfrau Hulla, die sie bald jung und schön, bald alt und finster darstellen. In blauem Kleid und weissem Schleier naht sie sich den Weideplätzen der Hirten und dem Tanz der Menschen, an dem sie Teil nimmt; ihre Gestalt wird aber durch einen Schwanz entstellt, den sie sorgsam zu verbergen sucht. Sie liebt Musik und Gesang, ihr Lied hat aber eine traurige Weise. Dieser letztere Umstand erinnert an die Elfen.

Quelle: http://www.vollmer-mythologie.de/holda_auch_holla/

Gruß an den Hollunder

TA KI