Blicke in eine Parallelwelt?


Gruß an die Sehenden
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Nahtoderfahrungen und das Rätsel des Bewusstseins | Godehard Brüntrup im Gespräch


Prof. Dr. Godehard Brüntrup ist Philosoph, Jesuit und seit 2003 Professor für Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Seine thematischen Schwerpunkte sind Metaphysik, Philosophie des Geistes und Sprachphilosophie. In dem Gespräch geht es unter anderem um die Frage, wie Nahtoderfahrungen (nicht) erklärt werden können, welchen Bezug sie zu religiösen Vorstellungen haben sowie um das „harte Problem“ des Bewusstseins: Wie entsteht es? Prof. Brüntrup vertritt dabei nicht nur sehr klare weltanschauliche Standpunkte, sondern verrät auch, wodurch sein eigenes, lebenslanges Interesse am „Leib-Seele-Problem“ befeuert wurde: Er hatte vor Jahren selbst ein tief gehendes Nahtoderlebnis – eine Erfahrung, die sein Denken nachhaltig beeinflusste …

Gruß an die Sehenden- immer achtsam den Jesuiten lauschen…
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50 Jahre Forschungen über Nahtoderfahrungen weisen nach, dass die „Seele“ real ist (Videos)


Nachfolgend werden die Ergebnisse von 50 Jahren Forschung durch Wissenschaftler über Nahtoderfahrungen zusammengefasst. Die Forschungen weisen nach, dass das Bewusstsein, die Seele oder irgendetwas, das den „Tod“ überdauert, immer noch Bewusstsein hat.

Beweise für sensible und heikle Themen in der Wissenschaft wurden immer wieder abgelehnt und lächerlich gemacht. Warum werden Entdeckungen verspottet oder unter den Teppich gekehrt, egal wie eindeutig die Beweise dafür sind? Haben wir uns etwa geistig abgeschottet?

Nikola Tesla sagte einmal: „Der Tag, an dem die Wissenschaft anfängt, nicht-physische Phänomene zu untersuchen, wird dazu führen, dass in einem Jahrzehnt mehr Fortschritte erzielt werden als in all den vorangegangenen Jahrhunderten ihrer Existenz.“

Heutzutage gibt es mittlerweile Hunderte von weltweit renommierten Wissenschaftlern, die sich mit „nicht-materieller“ Wissenschaft beschäftigen. Seit der Geburtsstunde der Quantenmechanik standen die Mysterien des Bewusstseins an vorderster Front der wissenschaftlichen Erforschung, und wir wissen heute, dass das Bewusstsein auf verschiedene Weise eine entscheidende Rolle spielt, wenn es darum geht, das zu erfassen, was wir unsere physische materielle Welt nennen.

Die meisten der geistigen Väter unserer Wissenschaft, insbesondere der Physik, waren alle spirituelle Mystiker. Max Planck, ein Physiker, der die Quantentheorie begründete, betrachtete das Bewusstsein als „fundamental“, und die Materie als „Abkömmling des Bewusstseins“.

Er sagte: „Wir können nicht das Bewusstsein ausklammern. Alles, worüber wir sprechen, alles, was wir als existent ansehen, setzt Bewusstsein voraus.“

Eugene Wigner, ein Physiker und Mathematiker, verkündete der Welt, dass „es nicht möglich ist, die Gesetze der Quantenmechanik ohne Verweis auf das Bewusstsein völlig zusammenhängend zu formulieren.“

Trotz alledem gibt es immer noch Widerstände gegen die neuen Erkenntnisse der nicht-materiellen Wissenschaft, insbesondere wenn es um Themen aus dem Bereich der Parapsychologie geht, wie Telepathie und Fernwahrnehmung (die von der US-Regierung 25 Jahre lang zu Geheimdienstzwecken genutzt wurden), oder zum Beispiel Nahtoderfahrungen (NTE) und vieles mehr.

Hier ist ein Video, in dem der für die CIA arbeitende Physiker Russel Targ sein ganzes Wissen über außersinnliche Wahrnhemung (ESP) weitergibt.

„Trotz des unübertroffenen empirischen Erfolgs der Quantentheorie trifft die bloße Andeutung, dass sie als Naturbeschreibung tatsächlich wahr sein könnte, immer noch auf Zynismus, Unverständnis und sogar Wut.“

– (T. Folger, Quantum Shmantum, Discover 22, 37-43, 2001)

Dies ist wiederum vielleicht der Grund dafür, warum sich so viele Wissenschaftler zusammenschließen, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen und einige sehr wichtige Punkte über die nicht-materielle Wissenschaft zu betonen.

Nahtoderfahrungen (NTE) sind ein Studienbereich der Parapsychologie und nicht-materiellen Wissenschaft. Was passiert, wenn wir sterben? Überlebt ein Teil von uns den Tod? Ein nicht-materieller Aspekt, wie zum Beispiel das Bewusstsein? Entsteht das Bewusstsein im Gehirn oder ist Letzteres nur ein Empfänger davon?

Im 20. Jahrhundert ist dies zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden und es wird in der Philosophie und Theologie seit Jahren darüber diskutiert. Einer der Verantwortlichen für den Beginn dieser Initiative war Ian Stevenson, der 1967 als Vorsitzender der Abteilung für Psychiatrie an der Universität von Virginia eine Forschungseinheit innerhalb der Abteilung gründete, um zu untersuchen, ob die menschliche Persönlichkeit den Tod überdauert (Nahtod … und nichts ist mehr so, wie es war).

Im Rahmen seiner Forschungsarbeit wurden mehrere Hundert Kinder untersucht, die sich angeblich an vergangene Leben erinnern, und es gibt viele Beispiele dafür. Diese Kinder sind in der Lage, bemerkenswerte Einzelheiten aus ihren früheren Leben anzugeben, und in einigen Fällen wird beschrieben, wie sie gestorben sind, dass sie ehemalige Familienmitglieder lokalisierten, die noch lebten, und weitere Einzelheiten, die unmöglich auf andere Weise beschrieben werden können.

Hier ist ein Video von Dr. Bruce Greyson, der auf einer Konferenz der Vereinten Nationen sprach. Er gilt als einer der „Väter“ der Nahtod-Studien. Er ist ein emeritierter Professor für Psychiatrie und Neuroverhaltenswissenschaft an der University of Virginia (UVA).

Im Video beschreibt er dokumentierte Fälle von Personen, die klinisch tot waren (keine Gehirnaktivitäten aufwiesen), aber gleichzeitig unten auf dem medizinischen Tisch alles beobachteten, was ihnen widerfuhr. Er beschreibt, dass es viele Fälle gab – bei denen Individuen Dinge beschreiben konnten, die [nach der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung] unmöglich zu beschreiben waren.

Eine weitere bedeutsame Aussage von Dr. Greyson unterstellt, dass versucht wurde, diese Art von Studie aufgrund unserer Tendenz, Wissenschaft als völlig materialistisch zu betrachten, zu verhindern. In der wissenschaftlichen Gemeinschaft heißt sehen sozusagen glauben.

Es ist bedauerlich, dass etwas sofort diskreditiert werden muss, nur weil wir es nicht mit materialistischen Mitteln erklären können. Die einfache Tatsache, dass „Bewusstsein“ selbst eine nicht-physische „Sache“ ist, macht einigen Wissenschaftlern das Verständnis schwer, und weil sie nicht-materiell ist, glauben sie, dass sie nicht wissenschaftlich untersucht werden kann .

Nachfolgend finden Sie eine Vorlesung, die von der medizinischen Abteilung der University of Virginia gefilmt wurde. Sie beinhaltet Jim B. Tucker Bruce Greyson von Edward F. Kelly J. Kim Penberthy von der Division of Perceptual Studies [Abteilung für Wahrnehmungsstudien].

Ausgedehnte Studien haben gezeigt, dass eine beträchtliche Anzahl von Menschen, die klinisch tot waren, in dieser Zeit eine Art „Bewusstsein“ erfuhren. Zum Beispiel erinnerte sich ein Patient – ein damals 57-jähriger Mann – an die Beobachtung des gesamten Verlaufs seiner Wiederbelebung, obwohl er als „tot“, völlig bewusstlos und ohne nachweisbare biologische Aktivität erklärt wurde.

Nebenbei bemerkt hat der zertifizierte Meister-Hypnotherapeut Michael Newton eine Technik entwickelt, um seine Klienten in die Vergangenheit zurückzuführen, damit sie sich an Begebenheiten aus ihren vergangenen Leben erinnern.

Während dieses Prozesses stieß er auf eine Entdeckung von enormen Ausmaßen. Er konnte die Seelen an den Ort zurückbringen, an den sie vor ihrem nächsten Leben kommen – sozusagen ein Leben zwischen den Leben. Von 7.000 Rückführungen hatte eine große Mehrheit unheimlich ähnliche Erinnerungen an einen Ort, den viele von ihnen als ihre „Heimat“ bezeichneten.

Die Beweise für die Existenz von Welten jenseits dieser Welt gehen weit über dieses Thema, diesen Artikel und die zitierten Forschungen hinaus .

Ein neuer bahnbrechender Dokumentarfilm über postmaterialistische Wissenschaft

Das ist interessant, weil die Statistikprofessorin Jessica Utts von der University of California, Irvine, bereits 1999 einen Artikel veröffentlicht hat, der zeigt, dass parapsychologische Experimente viel bessere Ergebnisse erbracht haben als diejenigen zeigen sollten, dass die Einnahme einer täglichen Dosis Aspirin Herzinfarkte verhindert. Utts zeigte auch, dass diese Ergebnisse viel stärker sind als die Forschung in Bezug auf verschiedene Medikamente wie zum Beispiel Thrombozytenaggregationshemmern.

Dieser neue Film mit dem Titel Expanding Reality ist hier erhältlich.

Expanding Reality handelt vom zunehmend aufkommenden postmaterialistischen Paradigma und der nächsten großen wissenschaftlichen Revolution. Warum ist dies wichtig? Weil dieses Paradigma weitreichende Konsequenzen hat. Es gibt zum Beispiel der Welt ihren Zauber wieder, verändert tiefgreifend die Vision, die wir von uns selbst haben, und gibt uns unsere Würde und Kraft als Menschen zurück.

Das postmaterialistische Paradigma fördert auch positive Werte wie Mitgefühl, Respekt, Fürsorge, Liebe und Frieden, weil es uns klar macht, dass die Grenzen zwischen dem Selbst und den anderen durchlässig sind. Dieses Paradigma fördert dabei das Bewusstsein für die tiefe Verbindung zwischen uns und der Natur insgesamt. In diesem Sinne kann das mit dem postmaterialistischen Paradigma verknüpfte Modell der Realität der Menschheit helfen, eine nachhaltige und aufzublühende Zivilisation zu schaffen.

– Dr. Mario Beauregard von der University of Arizona (Nahtoderfahrung: Niederösterreicher berichtet über andere Dimensionen und körperloses Bewusstsein).

Fazit

Was wir daraus mitnehmen können, ist, die vorhandenen Beweise dafür zu erkennen, dass die Seele oder das Bewusstsein oder eine Art von Wahrnehmung nach dem Tod weiterexistiert. Nun, was zum Bewusstsein gehört, könnte sich von der Seele usw. unterscheiden, aber dies sind viel tiefgehendere Diskussionen, die noch geführt werden müssen.

Wann wird die Wissenschaft endlich etwas erkennen, das angesichts der Zeugenaussagen und der Ähnlichkeit der Erfahrungen eindeutig beobachtbar ist, und dass Phänomene, die nicht erklärt werden können, dennoch real sein können?.

Die Parameter der modernen Wissenschaft hindern uns wirklich daran, voranzukommen, weshalb wir eine so große Zunahme der nicht-materiellen Wissenschaft erfahren, die den nächsten Schritt nach der Quantenphysik darstellt.

Videos:

Quellen: PublicDomain/maki72 für PRAVDA TV am 17.12.2018

Quelle

Gruß an die Begreifenden

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Nichtlokales Bewusstsein — Ein Konzept über die Kontinuität unseres Bewusstseins (Pim van Lommel)


Der Kardiologe Pim van Lommel behauptet: Das Bewusstsein ist nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung nicht im Körper lokalisierbar und es hört nach dem Tod nicht auf zu existieren. Van Lommels Erkenntnisse beruhen auf internationalen wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen und Berichten tausender Patienten, die Nahtoderfahrungen erlebten. Gibt es also ein Bewusstsein außerhalb unseres physischen Körpers? Ein globales Bewusstsein? Und welchen Einfluss hat dieses auf uns, auf unser Ich-Bewusstsein und umgekehrt?

Gruß an die Erwachenden
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Die Nahtoderfahrungen von Frau Sabine Amrhein


Frau Sabine Amrhein erlebte zwei Nahtoderfahrungen, später dann auch noch eine ausserkörperliche Erfahrung. Die Besonderheit ist, dass sie zuerst eine positive und dann nachfolgend eine beängstigende und unschöne Erfahrung machte. Auch die spätere, ausserkörperliche Erfahrung stand mit den vorangehenden Erlebnissen in einem inneren Zusammenhang. Frau Amrhein erzählt in diesem Interview von ihren Erfahrungen und die Auswirkungen auf ihr Leben. Sie ist heute als Sterbeamme (Sterbe- und Trauerbegleitung) tätig und macht auch Befreiungsarbeit, die eine Beseitigung von feinstofflichen Fremdeinflüssen und eine Sensibilisierung der betroffenen Person umfasst.

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Gruß an die Nachdenklichen
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Leben nach dem Tod: Wissenschaftliche Beweise – Bernard Jakoby


Wenn ein Mensch sich anschickt zu sterben, treten eine Reihe von Phänomenen auf, die sich Angehörige teils nur schwer erklären können. Der Sterbende beginnt plötzlich, Personen im Raum wahrzunehmen, die andere nicht sehen. Er beschreibt zuweilen Eingänge ins Jenseits. In den letzten Stunden vor seinem Tod, so berichten Angehörige, sind Sterbende meist von einem starken innerlichen Licht erfüllt, das die Familienmitglieder als eine plötzliche Besserung des Gesundheitszustandes fehldeuten. Doch mit dem Tod ist es noch lange nicht vorbei. Der renommierte Sterbeforscher Bernard Jakoby berichtet  über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Nahtoderfahrungen. Das Bewusstsein existiert unabhängig vom Körper weiter und erfährt eine Erweiterung der Wahrnehmung.

Welt im Wandel.TV

Gruß an die Erkennenden
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Der große Abschied- Was geschieht, wenn wir sterben?


Es gibt zwei unverrückbare Wahrheiten: Alles ist im steten Wandel. Und wir alle werden sterben. Die zweite allerdings erzeugt bei den meisten Menschen große Ängste, denn es ist ein Schritt ins Unbekannte. Was geschieht, wenn wir sterben? Ist das Leben dann zu Ende, oder erlebt die Seele einen Übergang in ein anderes Sein? Gesicherte Antworten gibt es nicht, aber viele Wissensbausteine aus Religion und Sterbeforschung, meist mit tröstender Botschaft: Wenngleich der Weg zum Übergang schmerzlich sein kann, so geschieht das Sterben selbst meist friedlich – auch für die Begleiter.

Unterschiedliche Sterbeprozesse

So, wie jedes Leben andere Spuren zeichnet, so unterschiedlich verlaufen die Sterbeprozesse. Rein biologisch lässt sich der Sterbevorgang eindeutig definieren – allerdings nur, was den Tod einzelner Zellen oder Organe betrifft.
Schon während der Embryonalentwicklung kommt es immer wieder zum „programmierten Zelltod“, wenn überschüssige Zellen, die bei der Entwicklung nicht mehr nötig sind, sich selbst eliminieren. Später sorgen die T-Lymphozyten, weiße Blutkörperchen, für die Entfernung von Zellen, die für den Organismus schädlich sind. Auch ganze Organe wie Gliedmaßen oder die Milz können sterben, während der Mensch selbst weiterlebt.

Wann endet das Leben?

Erstaunlicherweise aber gibt es kaum Untersuchungen darüber, was wirklich den Tod des Gesamtorganismus verursacht, wie Gian Domenico Borasio, einer der führenden Palliativmediziner Europas, zugibt.1 Das Herz-Kreislauf-Versagen, das oft als Grund angegeben wird, ist meist die Folge anderer Gegebenheiten. Ist es die Seele selbst, deren Lebensenergie gemäß ihrem Seelenplan langsam zum Erliegen kommt, wie manch spirituelle Weisheitslehren beteuern?
Durch die Transplantationsmedizin rückt derzeit die Frage in die Öffentlichkeit, ob der Tod des Menschen tatsächlich durch Hirntod definiert werden kann. Im deutschen Recht gibt es jedenfalls keine gesetzliche Definition des Todes. Der Gesamthirntod wurde lediglich als notwendige Bedingung für die Organentnahme festgeschrieben (dazu mehr in der raum&zeit-Ausgabe 179).

Geburt und Tod – beide haben einiges gemeinsam:

„Beide laufen in den meisten Fällen am besten ab, wenn sie durch ärztliche Eingriffe möglichst wenig gestört werden“, erläutert Borasio und bedauert: „In beiden Vorgängen greift die moderne Medizin zunehmend häufiger, zunehmend invasiver und teilweise zunehmend unnötiger ein.“

Tatsächlich könnten circa 90 Prozent aller Sterbevorgänge in Begleitung von geschulten Hausärzten und Hospizhelfern zuhause stattfinden, und ebenfalls 90 Prozent aller Menschen würden gerne zuhause sterben. 25-30 Prozent erleben dies tatsächlich so, 43 Prozent sterben im Krankenhaus, 15-25 Prozent im Heim, Tendenz steigend.

Kleine und große Abschiede

Zum Glück weiß man heute viel mehr über die richtige Sterbebegleitung, spätestens seit dem Klassiker „Interviews mit Sterbenden“ von Elisabeth Kübler-Ross, die damit ein Tabuthema in die Öffentlichkeit holte.2
Ja, Sterben sei ein natürlicher Prozess, man könne mit Sterbenden sprechen, die Sterbebegleitung sei ein bewegendes Erleben für den Sterbenden wie für die Begleiter. Sie erarbeitete fünf Phasen des Sterbeprozesses3, die im seelischen ablaufen und bei jedem anders gewichtet vorkommen: Nichtwahrhabenwollen, Zorn, Verhandeln – „nur noch dies erledigen…“ –, Depression, ausgelöst durch Trauer um den Verlust des Lebens, der Mitmenschen, der Ziele und schließlich Zustimmung. Nicht alle erreichen diesen letzten Schritt, der eine Versöhnung mit dem Unvermeidlichen bedeutet.
Solche Phasen erleben wir auch in „kleinen Toden“ – beim Abschied eines Partners, Trennung von Kindern oder ersehnten Zielen, die wir nicht erreichen können. Und so empfehlen manche spirituelle Lehrer, sich immer mal wieder die Frage zu stellen: Was wäre, wenn ich nur noch drei Tage hätte? Von wem müsste ich mich verabschieden, wem müsste ich verzeihen, was müsste ich erledigen und klären?

„Du musst manchen Tod zuvor sterben, wenn Dir der letzte glücken soll“,

so der Mystiker Jakob Böhme.

Wie es Beat Imhof umschreibt, befindet sich während des Sterbeprozesses „der Körper im Abbruchsstimmung“ und „die Seele in Aufbruchsstimmung“.4 Nach und nach werden die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft im Körper abgebaut. Das Hungergefühl schwindet, die Körpersubstanz (Erde) nimmt ab. Der Körper verliert an Wasser, der Durst versiegt. Das Feuer-Element, zuständig für Körpertemperatur und Wärmehaushalt, lässt nach. Der Blutdruck sinkt, der Puls wird schwächer, die Haut wird blass. Schließlich fällt das Atmen schwer und hört irgendwann auf. Oft fehlt Medizinern schon dieses fundamentale Wissen. Borasio versichert:

„Die von uns in der Sterbephase betreuten Patienten mit Demenz oder Wachkoma, bei welchen – entweder aufgrund einer fehlenden Indikation oder eines eindeutig festgestellten Patientenwillens – die künstliche Ernährung und Flüssigkeitsgabe nicht eingeleitet oder nicht fortgeführt wurde, sind ausnahmslos friedlich verstorben.“

Geistesklarheit vor dem Übergang

Sterben ist immer ein zutiefst bewegendes seelisches Erleben. Neben den schon erwähnten fünf Phasen geschieht gleichzeitig ein Verarbeiten und Vorbereiten. Die Aufmerksamkeit geht ganz nach innen. In den letzten Stunden wechseln sich verschiedene Bewusstseinszustände ab helle, klare Stadien mit dämmernden, träumerischen, als würde die Seele schon ins Jenseits blicken.
Der Moment des Sterbens ist oft begleitet von einem tiefen inneren Licht, einer Klarheit, die auch die Begleiter tief berührt. Das ist sogar bei dem Übergang von Menschen zu beobachten, die jahre- oder jahrzehntelang im Koma lagen oder deren Gehirn irreparabel geschädigt war. Michael Nahm nennt dies „Terminale Geistesklarheit“ und sammelte dazu Zeugnisse aus den letzten 250 Jahren.5 Mittlerweile bestätigten dies viele Pflegerinnen. Trotz Demenz oder psychischen Krankheiten richtet sich der Mensch dann auf, spricht plötzlich völlig klar und bewusst, bedauert Versäumnisse, erkundigt sich noch einmal nach den Verwandten oder verabschiedet sich eindeutig und liebevoll von den Angehörigen, die ihn auf die letzte Reise begleiten.

„In solchen Momenten löst sich die unsterbliche Seele des Menschen von den Banden der physischen Materie und erhält ihr ureigenes individuelles Potenzial zurück, das auch ohne die Anbindung an die Gehirnmaterie weiter existiert.“, folgert Nahm.

Reise in die Welt des Geistes

Was nun im Sterbeprozess tatsächlich geschieht, ist eine der großen Fragen, die wir alle irgendwann persönlich beantwortet bekommen. Vielleicht aber ist es hilfreich, schon jetzt sichmit den möglichen Szenarien zu befassen, die uns in religiösen Texten, Nahtoderfahrungen, Gesprächen mit Sterbenden, Erlebnissen von Sterbebegleitern und den Zeugnissen Hellsichtiger begegnen. Im Grunde sind sich all die genannten Quellen einig: Es ist mit dem Tode nicht zu Ende, Sterben ist ein Übergang. Wohin – darin unterscheiden sich wiederum die Deutungen.
Hier ein mögliches Bild der einzelnen Phasen, wie sie Lothar Hollerbach6 und Beat Imhof7 aus spirituellen Texten und medialen Aussagen zusammengetragen haben:

Laut dieser haben wir einen feinstofflichen Seelenkörper, der aus mehreren Hüllen besteht und sich im Moment des Todes aus dem physischen Körper löst. Dies kann einige Minuten, aber auch Stunden dauern. Was von Beobachtern oft als „Todeskampf“ gesehen wird, nimmt der Sterbende oft gar nicht mehr wahr. Dem voraus gehen oft Sterbebett-Visionen: Der Mensch wird plötzlich wach in seiner terminalen Geistesklarheit und nimmt Verwandte wahr, die schon verstorben waren und ihn nun liebevoll abholen. Manche nehmen dabei eine wunderschöne Musik oder Bilder wahr und sind ganz erstaunt, dass dies die Begleiter, die um sie herum sind, nicht hören können.

„Erst jetzt fange ich an, in der Kunst die ersten Schritte zu machen“,

sollen die letzten Worte von Michelangelo gewesen sein.

Hellsichtige und spirituelle Texte sprechen von einer Silberschnur, die normalerweise den feinstofflichen mit dem physischen Körper verbindet. So sind Austritte, Ausflüge möglich, die unsere Seele beispielsweise im Schlaf macht. Im Moment des Todes wird nun diese Silberschnur getrennt – so wie die Nabelschnur bei der Geburt getrennt wurde. Nun, so würde der Hellsichtige sagen, ist der Tod tatsächlich eingetreten.
Der Ätherleib, eine Art Bindeglied zwischen physischen und geistigen Körper, löst sich nun innerhalb von drei Tagen auf. Vielleicht ist das der Grund für die dreitägige Totenwache, die es lange auch bei uns gegeben hat. In diesen ersten Tagen erhalten die engsten Angehörigen mitunter innere Bilder oder Botschaften vom Verstorbenen. Auch wenn sie Kontinente entfernt waren, erhielten sie oft im Augenblick des Dahinscheidens des oder der Liebsten eine innere Botschaft, einen Traum. Manchmal hören sie sogar die Stimme desjenigen, der sich so noch einmal verabschiedet.
Weiter können wir uns nur an spirituelle und religiöse Texte halten. Der Scheidende wird in eine neue Welt begleitet – über eine Brücke, eine Barke, durch ein Tunnel. Die Begegnung mit verstorbenen Verwandten und Freunden intensiviert sich. Die Seele ändert dabei nicht sofort ihre Gewohnheiten und psychischen Eigenheiten und gerät zunächst in eine Art Zwischenwelt, die der irdischen sehr ähnlich ist. Dort hat die Seele Zeit, sich zu erholen und nach und nach die Themen des Lebens noch einmal zu verarbeiten. Wohin die Seele kommt, hängt von ihrem Bewusstseinszustand ab. Schwer haben es, laut Aussagen Hellsichtiger wie von dem wohl derzeit bekanntesten Medium Pascal Voggenhuber jene, die überzeugt waren, dass nach dem Tode nichts mehr kommt. Sie dämmern eine ganze Weile in fast bewusstlosem Zustand herum, bis sie irgendwann von einem Licht oder einem Wesen liebevoll aufgeweckt werden.
Nach und nach gerät die Seele in feinere Ebenen des Seins, in denen sie noch mehr im Licht, und damit im Bewusstsein und in der Liebe ist – bis sie nach einer Lebensrückschau und einer Art innerem Gericht, das aber nichts mit Strafe zu tun hat, sich mit ihrer geistigen Führung entschließt, ein neues Leben zu beginnen – oder sich ganz mit Gott zu verbinden …

Leben nach dem Leben?

Glauben Sie dies? Nun, niemand kennt die Wahrheit. Und so gibt es viele Interpretationen darüber, ob und wie ein Leben nach dem Leben aussehen könnte. Aus den christlichen Religionen kommen zu diesem Thema erstaunlich wenig konkrete Informationen. Wiedergeburt wird freilich ausgeschlossen, aber von einer Ganztod-Theologie bis zum persönlichen Gericht, das über den anschließenden Verbleib der Seele im Himmel oder in der Hölle entscheidet, scheint alles möglich und nichts konkret. Für Karl Rahner war eine von der Materie getrennte Seele nicht möglich.8

„Die Mehrzahl der christlichen Theologen nimmt heute an, dass im Moment des Todes der ganze Mensch mit Leib und Seele stirbt, dass er aber im Jenseits sogleich zu neuem Leben erweckt wird. Dadurch würde die individuelle Auferstehung nicht am Jüngsten Tag erfolgen, sondern unmittelbar nach dem Tod jedes Menschen stattfinden.“, so Imhoff.

Am schwierigsten zu verstehen ist vielleicht die Ansicht vieler Gläubiger, dass nach dem Ableben ein Verhandeln, eine Rückschau stattfinden soll, die über den zukünftigen Verbleib der Seele für alle Zeiten entscheidet. Man stelle sich vor, der Mensch hat endlich den Todeskampf überstanden und muss nun plötzlich die allerwichtigste Entscheidung fällen – für oder gegen Gott, für oder gegen die Liebe. Natürlich wird diese Ansicht heute zum Glück nicht mehr so eindringlich gelehrt, galt aber lange Zeit als verbindlich für Gläubige, wohl auch, um sie anzuhalten, schon im Leben liebevoll miteinander umzugehen. Religion ist immer auch Spiegel ihrer Zeit.
Es gibt aber weitere Zeugnisse, die eher für die oben beschriebene Reise ins Jenseits sprechen. So erlebten in Deutschland allein vier Millionen Menschen Nahtoderfahrungen9 – Erlebnisse während eines plötzlichen Unfalls oder Herzschlags. Sie befanden sich plötzlich außerhalb des Körpers, sahen ebenfalls einen Tunnel und an seinem Ende ein helles Licht, auf das sie sich mit liebevollen Begleitern hinbewegten, erfuhren eine Lebensrückschau – bevor sie zurück in ihren Körper mussten. Ein lebensveränderndes Ereignis (siehe dazu „Besuch im Jenseits“ raum&zeit 176). Sterbende machen vielleicht ebenso diese Reise, überschreiten aber die Schwelle, bekommen keinen Rückruf ins irdische Leben, während sich ihre Silberschnur löst.

Auch die uralten Weisheitstexte sollen nicht unerwähnt bleiben. So beschreibt das „Bardo Thödol“, das tibetische Totenbuch, genau und minutiös die Himmelswelten, in die die Seele einst gehen wird, angeblich erschaut von tibetischen Mönchen, die solch eine Reise im voll bewussten Zustand durch tiefe Meditation vollführen konnten und können. Vielleicht, so vermutet Raymond Moody kühn, sind auch die ägyptischen Texte, die ähnliche Jenseitswelten inklusive dem Tunnel beschreiben, eigentlich von Menschen geschrieben worden, die solche Nahtoderfahrungen erlebt haben.

Empathische Erlebnisse in der Sterbebegleitung

Raymond Moody, der über Nahtoderfahrungen erstmals in den 1970er Jahren berichtete und eine Flut spannender Forschungsarbeiten dazu auslöste, erstaunt nun mit neuen Forschungen und Erlebnissen, die in den letzten Jahren zusammengetragen wurden: Nahe Begleiter Sterbender erlebten selbst die ersten Phasen dieser Reise mit!10 Den Beginn seiner Forschungen löste die Erzählung einer Ärztin aus, die ihre Mutter in den Tod begleitet hatte. Plötzlich erlebte sie sich selbst aus ihrem Körper erhoben, sah ihren und den Körper ihrer Mutter nebeneinander – und zugleich ihre Mutter in geistiger Form neben sich, die ihr zulächelte.

„Ich sah in die Zimmerdecke und bemerkte eine offene Stelle im Universum, aus der Licht strömte wie Wasser aus einer defekten Röhre. Aus diesem Licht kamen Menschen, die ich jahrelang gekannt hatte, verstorbene Freunde meiner Mutter.“,

ebenso andere, ihr fremde Menschen, die vermutlich Freunde der Mutter gewesen sind.

Noch verrückter klingt die Geschichte einer Frau, die ihren schwer kranken Mann begleitet. Eine Weile wie in eine andere Dimension versetzt, erlebt sie mit ihm seine eigene Lebensrückschau. Auch sie erkennt gemeinsame Erlebnisse wieder – aber auch Geschichten aus dem Leben ihres Mannes vor ihrer Beziehung. So sieht sie ihn zusammen mit unbekannten jungen Frauen. Erst Jahre später fand sie diese Gesichter wieder, als sie alte Schulabschlussbücher ihres Mannes durchblätterte.
Auch Krankenschwestern berichteten Moody immer häufiger von hellen Lichtern oder einer Wolke, die sie über dem Körper Sterbender wahrnahmen. Und es gibt Geschichten von Geschwistern, die ihre Mutter in den letzten Tagen begleiteten und ebenfalls eine Raumveränderung oder andere Wesen wahrnahmen.

Der Schleier lichtet sich

Wie bei Nahtoderfahrungen waren diese empathischen Begleiterlebnisse für die Betroffenen fast immer lebensverändernd und führten zur Überzeugung, dass das Leben unendlich und geführt ist. Spannende Fragen ergeben sich: Ist es nun für uns Menschen leichter geworden, hinter den Schleier zu schauen? Konnten dies ehemals nur fortgeschrittene Meditationsmeister und tibetische Mönche, so scheint es nun vielen Menschen durch Nahtoderlebnisse und durch noch „ungefährlichere“ Zustände wie solche empathische Erlebnisse möglich.
Viel gäbe es noch zu diesem faszinierenden Thema zu berichten, und so werden wir in einer einer der nächsten Ausgaben über Wiedergeburt und moderne Hospizarbeit berichten, die dieses alte Weisheitswissen mit moderner Sterbebegleitung verbindet.
So finden wir langsam durch innere und äußere Forschung wieder zu dem, was früher selbstverständlich war: Der Tod gehört zum Leben, der Sterbevorgang ist natürlich und geführt. Darum zu wissen, kann uns die Angst nehmen und uns stattdessen sogar voller Neugier jener letzten großen Reise unseres Lebens auf Erden entgegensehen lassen.

Der Autor

Thomas Schmelzer beschäftigt sich seit vielen Jahren als Moderator, Autor und Redakteur in TV, Web und Print mit bewusstseinsfördernden Themen.
Er leitet das Onlinemagazin http://www.MYSTICA.TV und arbeitet als Redakteur für raum&zeit.

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Quelle

Gruß an die Nachdenklichen

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