Krieg in Syrien Nato erwägt Truppen-Einsatz in der Türkei


Angesichts der Eskalation im Syrien-Krieg kann die Nato sich vorstellen, ihre schnelle Eingreiftruppe in die Türkei zu schicken. Derweil droht die Türkei Russland, und das Asad-Regime setzt seine Bodenoffensive fort.

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(dpa/Reuters) Die Nato erwägt angesichts des Syrien-Konflikts eine Aufrüstung im Süden. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte am Donnerstagmorgen vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel: «Unsere militärischen Befehlshaber haben bestätigt, dass wir bereits jetzt die nötigen Fähigkeiten und die Infrastruktur haben, um die schnelle Eingreiftruppe (NRF) in den Süden zu schicken.» Denkbar sei zum Beispiel eine Stationierung von Truppen auf dem Territorium des Allianzpartners Türkei. Zudem würden die Verteidigungsminister darüber nachdenken, was zusätzlich getan werden könne.

Erdogan droht Russland

Die Türkei ihrerseits warnte Russland nach der Verletzung des türkischen Luftraums am Wochenende vor einer Aufkündigung der Gaslieferverträge. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan betonte in einem Gespräch mit der Zeitung «Sabah» und weiteren Medien, die Türkei sei Russlands grösster Gasabnehmer. Sollte sich das ändern, wäre das ein erheblicher Verlust für Russland. «Falls nötig, kann die Türkei ihr Gas von vielen anderen Orten bekommen», sagte Erdogan. Auch das geplante erste Atomkraftwerk im Land könnte von einem anderen Partner als Russland gebaut werden.

Derweil nahmen syrische Bodentruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe weitere Rebellenstellungen im Westen Syriens unter Beschuss. Die schweren Angriffe am Donnerstag hätten Aufständischen in der strategisch wichtigen Ghab-Ebene gegolten, teilte die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unklar war zunächst, ob es sich bei den Angegriffenen um Extremisten des Islamischen Staats (IS) oder um andere Gruppen handelte.

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USA beschuldigen Russland

Die amerikanische Regierung hatte am Mittwoch (Ortszeit) mitgeteilt, dass 90 Prozent der russischen Luftangriffe in Syrien nicht dem IS oder mit Al-Kaida verbündeten Terroristen gelten würden. Stattdessen seien die Luftschläge weitgehend gegen Oppositionsgruppen gerichtet, die für ein Ende des Regimes von Präsident Bashar al-Asad kämpften, sagte der Sprecher des amerikanischen Aussenministeriums, John Kirby, in Washington.

Russland weist diese Vorwürfe zurück und gibt an, Extremisten wie den IS zu bombardieren. Inzwischen seien 19 Kommandopunkte und zwölf Waffendepots der Terroristen zerstört worden, sagte Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Mittwoch.

Leichter Zwischenfall in der Luft

Nach amerikanischen Angaben hat ein US-Kampfflugzeug in mindestens einem Fall seinen Kurs geändert, um eine «sichere Trennung» von russischen Maschinen zu gewährleisten. Das sagte Marine-Kapitän Jeff Davis am Mittwoch (Ortszeit) im Pentagon. Wie nah die Flugzeuge sich kamen sowie wann und wie oft es bisher zu Ausweichmanövern kam, sagte Davis nicht. Laut seinen Ausführungen wurden die USA nicht über die Flugbahnen russischer Marschflugkörper informiert, die Russland vom Kaspischen Meer aus auf Syrien abfeuerte .

Quelle: http://www.nzz.ch/international/nato-erwaegt-truppen-in-der-tuerkei-1.18626391

Gruß an Bashar al-Asad

TA KI

 

Tote bei Gefechten in der Ostukraine – Putin droht mit ernsten Konsequenzen!


Bei Gefechten zwischen ukrainischen Truppen und pro-russischen Separatisten sind in der Ost-Ukraine mehrere Menschen getötet worden. Russlands Präsident Putin bezeichnet das Vorgehen als „sehr ernstes Verbrechen“ und droht mit Konsequenzen.

Tote in der Ukraine- Russland droht mit Vergeltung

Bei dem Einsatz der ukrainischen Streitkräfte gegen pro-russische Kämpfer im Osten des Landes sind am Donnerstag mehrere Separatisten getötet worden. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden „bis zu fünf Terroristen“ bei der Beseitigung von Straßensperren der Separatisten in Slawjansk erschossen.

Eine Sprecherin der Separatisten sprach von zwei toten Kämpfern nach einem Gefecht an einer Straße von Slawjansk nach Swiatogorsk. Die ukrainische Regierung hatte am Mittwoch die Rückeroberung von Swiatogorsk gemeldet.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat direkt auf die neue Situation in der Ostukraine reagiert: Das Vorgehen der ukrainischen Truppen bezeichnete er als „sehr ernstes Verbrechen“ gegen das eigene Volk. Er drohte mit Konsequenzen.

Am Morgen hatten Reuters-Journalisten beobachtet, wie ukrainische Soldaten mit fünf Schützenpanzern einen Kontrollpunkt im Norden von Slawjansk übernahmen. Separatisten hatten die Stellung aufgegeben und Reifen angezündet, um durch den Rauch ihre Verfolgung zu erschweren. Im Süden von Slawjansk Übernahmen ukrainische Soldaten einen Kontrollpunkt an der Straße nach Donezk und verstärkten anschließend ihre Stellungen.

Ukrainische Soldaten haben nach Angaben der Übergangsregierung in Kiew in der Nacht zu Donnerstag einen Angriff auf einen Militärstützpunkt im Osten des Landes abgewehrt. Ein Soldat sei bei dem Überfall auf die zwischen den Städten Donezk und Slawjansk gelegene Basis Artemiwsk verletzt worden, teilte Innenminister Arsen Awakow via Facebook mit. Die rund 70 Angreifer seien von russischen Soldaten angeführt worden, sagte Awakow. Über Opfer in den Reihen der Angreifer sei nichts bekannt.

In der Schwarzmeerstadt Mariupol hätten pro-russische Separatisten dagegen das Rathaus wieder geräumt, erklärte der Minister. Der Bürgermeister sei wieder in seinem Büro. Dies stehe im Einklang mit den bei den Genfer Verhandlungen mit Russland vor einer Woche erzielten Vereinbarungen.

Die ukrainische Regierung hatte am Mittwoch die Wiederaufnahme der „Anti-Terror-Aktion“ gegen pro-russische Kämpfer angekündigt, die sie nach der Genfer Vereinbarung zur Deeskalation der Lage über die Oster-Feiertage ausgesetzt hatte. Russland hat mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollten Russen getötet werden (mehr hier).

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Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/24/tote-bei-gefechten-in-der-ostukraine/

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Gruß an Wladimir Putin und das russische Volk

TA KI