Beeren für Leib und Seele


Dieser Artikel  erschien hier bereits am 01.07.2016

Naturgeister erzählen uns über das Wesen der Beeren und ihren Nutzen für unsere Körper und Seelen. Wir blicken für einmal hinter den Vorhang der physischen Welt – damit wir von Neuem schätzen lernen, welchen großen Dienst Heidelbeere, Himbeere, Erdbeere & Co. uns Menschen leisten.

Aus Sport und Kultur wissen wir: Alles, was leicht und mühelos aussieht, tut dies nur, weil sehr viel Anstrengung und Arbeit dahintersteckt. In der Natur ist es dasselbe: Blätter sprießen scheinbar mühelos jeden Frühling, und ebenso zwangsläufig wird die Blüte zur Frucht. Doch auch hier steckt eine Menge Arbeit dahinter, nur leider wissen das die meisten Menschen nicht mehr. Es ist nicht nur eine Abfolge biochemischer Kettenreaktionen, die uns am Ende den Teller füllt – es braucht die Zusammenarbeit und Hingabe sehr vieler feinstofflicher Wesen, damit ein Grashalm sprießt, eine Buche wächst oder eben ab jedem Frühjahr eine üppige Schale leckerer Beeren unsere Herzen und unsere Körper erfreuen kann. Blicken wir also einmal hinter den Vorhang der physischen Welt – damit wir von Neuem schätzen lernen, welchen großen Dienst Heidelbeere, Himbeere, Erdbeere & Co. uns Menschen leisten.

Die norddeutsche Baronin Verena Staël von Holstein, gelernte Vermessungstechnikerin und Hydrographin, steht seit vielen Jahren in Kontakt mit verschiedenen Elemental- und Naturgeistern, welche in und um ihre Mühle leben. Schon als Kind waren die Naturgeister, die sie sehen konnte, ihre Spielgefährten. In der Pubertät kommunizierte sie dann mehr auf einer seelischen Ebene mit ihnen, indem sie beispielsweise Gedichte über sie schrieb. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium und ihrem Einzug in die Mühle nahm sie dann bewusst den Kontakt mit ihnen auf.

Sie „spricht“ mit den Naturwesen nicht im wörtlichen Sinn, sondern erfasst das, was sie meinen, in einem übersprachli-chen Begriffsraum, gewissermaßen auf der Ebene der Ideen oder der reinen Begriffe. Sie musste erst durch lange Übung lernen, in diese Ebene hineinzureichen und jene Mitteilungen dann in unser menschliches Deutsch zu übersetzen. „Ich habe also auf dieser höheren Begriffsebene einen Begriff, suche dann das ihm entsprechende Bild und übersetze dann dieses Bild in die Wortbegriffe der Sprache. Diese Begriffe und Ideen sind absolut konkret. Sie haben auch etwas von Logik, denn viele der Naturwesen besitzen etwas streng Logisches.“

Dieses Projekt, sagten die beteiligten Naturgeister einmal, sei von großer Bedeutung, da es wichtig sei, dass die Menschen das Naturreich wieder neu verstehen lernten. Es habe eine nicht weniger als fünfhundertjährige Vorbereitungszeit gehabt. Die „Gespräche“ wurden und werden in den Flensburger Heften publiziert.

Nachfolgend sind ihre Gesprächspartner immer das jeweilige geistige „Ich“ einer Beerenart. Jede einzelne Pflanze ist wie eine Abschnürung dieses großen „Ichs“. Es befindet sich in einem höheren geistigen Bereich und führt die gesamte zu ihm gehörende Spezies. Daher nennt man sie beispielsweise „Die Große Erdbeere“.

Johannisbeeren

Die Johannisbeere hat ihren Namen, weil sie mit zu den ersten Obstsorten gehört, die nach der langen Winter- und Frühlingspause reif wird. Darüber freute man sich früher so sehr, dass man sie dem Heiligen widmete, der in diese Zeit gehört. Ursprünglich kam sie aus Nordwestasien und aus dem Nordosten von Europa in unsere Gegend. In Mitteleuropa kannte man sie höchstwahrscheinlich nicht vor dem Ende des 15. Jahrhunderts. Ihre „Wanderung“ nach Mitteleuropa mag als Zufall erscheinen, wurde jedoch von den Pflanzenwesen angeleitet, entspricht also einem Plan, der auf höheren Ebenen entworfen wurde. „Eigentlich sind meine Büsche anspruchslose Sträucher, die auch auf kargen Böden wachsen und somit auch für die ärmeren Menschen gut anzubauen waren. So wurde es meine Aufgabe, auch den ärmeren Schichten in Mitteleuropa eine früh reifende Frucht zu bringen“, erklärt die Große Johannisbeere. Dass dies um das 15. Jahrhundert geschah, hängt damit zusammen, dass die Wahrnehmungsfähigkeit des mitteleuropäischen Menschen zu dieser Zeit sprunghaft anstieg – was auch den Beginn der Neuzeit markiert.

Anders als die sehr mit dem wässrigen Element verbundene Stachelbeere ist die Johannisbeere vom Luftelement geprägt. Ihre großen, weichen und lappigen Blätter sind ein Hinweis dafür, ebenso die Rispenform ihrer Früchte: Weil das Luftelement überall hindurchgleiten soll, sitzen viele kleine Früchte an einer Rispe, welche die Luft umspielen kann, statt dass nur eine große Frucht ausgebildet wird. Eigentlich ist die Rispe eine einzelne Beere.

„Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere sind sehr heilkräftig, denn durch die enge Zusammenarbeit mit den Sylphen (Luftgeister) wirken sie auf den menschlichen Organismus sehr wohltuend. Allerdings muss man sie vorher trocknen, dann haben sie eine harnreinigende Wirkung, und sie wirken gegen Entzündungen“, erläutert die Große Johannisbeere.

Das Saure in der Johannisbeere hat einen aufweckenden Gestus: „Wenn man das Säuerliche oder auch bittere Nahrung zu sich nimmt, wird man wach. Wer süße Nahrung zu sich nimmt, kann bewusstseinsmäßig leicht etwas wegrutschen. Süßes geht in die Richtung des Träumerischen, Saures öffnet dich so, dass das Ich besser hindurchkommen kann. Es war auch eine der Aufgaben des Johannes, das Wesen des Christus vorzubereiten und erkennbar zu machen. Er hat die Menschen also aufgeweckt.“

Die Schwarze Johannisbeere ist die Mildeste und hat den höchsten Anteil an Vitamin C – dreimal mehr als beispielsweise Zitronen. Da sie auch viele Tannine und Anthocyane enthält, ist sie ein sehr effektiver Radikalenfänger. In dieser Rolle werden ihr Helferkräfte im Kampf gegen Krebs, besonders Leberkrebs zugeschrieben.
Wie in jedem Pflanzenwesen arbeiten auch im Johannisbeerstrauch unzählige Naturwesen verschiedenster Ebenen zusammen, um dem Menschen schließlich eine wohltuende Frucht zu bescheren. Jede kleine Einzelbeere ist von einem Naturwesen beseelt – allerdings ist dieses noch sehr unbewusst. Die Rispe indes besitzt ein bereits bewussteres Wesen, dessen Aufgabe es ist, von der Knospenanlage bis zum Reifwerden der Frucht bzw. ihrer Auflösung den Werdegang der Frucht zu begleiten und zu leiten. Der Strauch selbst wird von einer kleinen Dryade beseelt. Bilden Johannisbeeren – wie früher oft üblich – ganze Hecken, entsteht dadurch auch ein Heckenwesen, welches sich um alle dort wachsenden Sträucher kümmert. Heute, wo Johannisbeeren oft auf Feldern angebaut werden, gibt es auch ein Wesen, welches jedes dieser Felder betreut, ein „Plantagenwesen“. Dies sei schon ziemlich gewaltig. „Selbstverständlich wirken auch die Undinen (Wasser), die Sylphen (Luft) und die Salamander (Feuer) in einem Johannisbeerstrauch mit, genauso wie die Gnomen in der Erde. Dann gibt es die Wesen, die die Blätter gestalten, also die sogenannten Blattwesen, ferner die Blütenwesen und das Holzwesen. […] Mit einem einzelnen Johannisbeerbusch ist also eine ungeheure Wesensfülle verbunden“, erklärt die Große Johannisbeere. „Auf der ätherischen Ebene hat man es mit den Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamandern zu tun – den lebendigen Grundbausteinen der elementaren Welt. Dann gibt es aber
die Ebene des gesamten Strauchwesens, es gibt die Ebene, auf der sich der Strauch in die Landschaft bettet, und letztlich gibt es meine Ebene, die Ebene der Großen Johannisbeere, also die Ebene der geistigen Welt. Und darüber gibt es auch noch die Ebene der Engel der Pflanzen. […] Schaut man vom astralen oder geistigen Plan aus, ist man eher bei den Hirtenwesen, den übergeordneten Wesen; schaut man von der festen oder ätherischen Ebene aus, ist man bei den Grund-Elementarwesen und ihrer jeweiligen Tätigkeit.“

Befragt, welcher Eigenschaften im Menschen die Johannisbeeren entsprächen, antwortet die Große Johannisbeere: „Das Wachwerden an einer einzelnen Frucht, das bewusste Genießen von unkomplizierten Dingen, das sind die Eigenschaften, die sie im Menschen anregen wollen – unabhängig davon, ob es Weiße, Rote oder Schwarze Johannisbeeren sind.“

Himbeeren

Die Himbeere ist eine sehr luftige Dame, die auch eine phänomenale Konzentrationsfähigkeit besitzt. Ziemlich anspruchslos wächst sie fast überall – gerne auch auf Ödflächen (die sie ge­­sunden lässt) – und legt dabei ein beträchtliches Tem-po vor. „Mit unseren Ranken ranken wir uns kriechend durch die Luft und über den Boden. Wenn wir an einen Baum stoßen, wachsen wir nicht weiter, aber wenn es eine freie Fläche gibt, dann ranken wir uns auf sie zu. An diesen Ranken wachsen Beeren, irgendwann fallen sie herunter, und dann wächst dort wieder ein neuer Himbeerstrauch. Auf diese Weise bewegen wir uns direkt über den Boden vorwärts.“

Dabei die Beeren zu verlieren macht ihr gar nichts aus, denn brauchen tut sie sie nicht. Blatt und Blüte stehen ihr viel näher, ohne die kann sie ihre Aufgabe nicht vollbringen. Dass die Himbeere ihre Früchte gerne loswird, zeigt sich auch daran, dass diese so locker auf dem Blütenboden sitzen. „Ich gebe sie locker und freundlich hin“, sagt das Himbeer-Wesen.

Quelle: https://www.zeitenschrift.com/artikel/beeren-fuer-leib-und-seele

Gruß an die Sehenden

TA KI

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Beeren für Leib und Seele


Naturgeister erzählen uns über das Wesen der Beeren und ihren Nutzen für unsere Körper und Seelen. Wir blicken für einmal hinter den Vorhang der physischen Welt – damit wir von Neuem schätzen lernen, welchen großen Dienst Heidelbeere, Himbeere, Erdbeere & Co. uns Menschen leisten.

Aus Sport und Kultur wissen wir: Alles, was leicht und mühelos aussieht, tut dies nur, weil sehr viel Anstrengung und Arbeit dahintersteckt. In der Natur ist es dasselbe: Blätter sprießen scheinbar mühelos jeden Frühling, und ebenso zwangsläufig wird die Blüte zur Frucht. Doch auch hier steckt eine Menge Arbeit dahinter, nur leider wissen das die meisten Menschen nicht mehr. Es ist nicht nur eine Abfolge biochemischer Kettenreaktionen, die uns am Ende den Teller füllt – es braucht die Zusammenarbeit und Hingabe sehr vieler feinstofflicher Wesen, damit ein Grashalm sprießt, eine Buche wächst oder eben ab jedem Frühjahr eine üppige Schale leckerer Beeren unsere Herzen und unsere Körper erfreuen kann. Blicken wir also einmal hinter den Vorhang der physischen Welt – damit wir von Neuem schätzen lernen, welchen großen Dienst Heidelbeere, Himbeere, Erdbeere & Co. uns Menschen leisten.

Die norddeutsche Baronin Verena Staël von Holstein, gelernte Vermessungstechnikerin und Hydrographin, steht seit vielen Jahren in Kontakt mit verschiedenen Elemental- und Naturgeistern, welche in und um ihre Mühle leben. Schon als Kind waren die Naturgeister, die sie sehen konnte, ihre Spielgefährten. In der Pubertät kommunizierte sie dann mehr auf einer seelischen Ebene mit ihnen, indem sie beispielsweise Gedichte über sie schrieb. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium und ihrem Einzug in die Mühle nahm sie dann bewusst den Kontakt mit ihnen auf.

Sie „spricht“ mit den Naturwesen nicht im wörtlichen Sinn, sondern erfasst das, was sie meinen, in einem übersprachli-chen Begriffsraum, gewissermaßen auf der Ebene der Ideen oder der reinen Begriffe. Sie musste erst durch lange Übung lernen, in diese Ebene hineinzureichen und jene Mitteilungen dann in unser menschliches Deutsch zu übersetzen. „Ich habe also auf dieser höheren Begriffsebene einen Begriff, suche dann das ihm entsprechende Bild und übersetze dann dieses Bild in die Wortbegriffe der Sprache. Diese Begriffe und Ideen sind absolut konkret. Sie haben auch etwas von Logik, denn viele der Naturwesen besitzen etwas streng Logisches.“

Dieses Projekt, sagten die beteiligten Naturgeister einmal, sei von großer Bedeutung, da es wichtig sei, dass die Menschen das Naturreich wieder neu verstehen lernten. Es habe eine nicht weniger als fünfhundertjährige Vorbereitungszeit gehabt. Die „Gespräche“ wurden und werden in den Flensburger Heften publiziert.

Nachfolgend sind ihre Gesprächspartner immer das jeweilige geistige „Ich“ einer Beerenart. Jede einzelne Pflanze ist wie eine Abschnürung dieses großen „Ichs“. Es befindet sich in einem höheren geistigen Bereich und führt die gesamte zu ihm gehörende Spezies. Daher nennt man sie beispielsweise „Die Große Erdbeere“.

Johannisbeeren

Die Johannisbeere hat ihren Namen, weil sie mit zu den ersten Obstsorten gehört, die nach der langen Winter- und Frühlingspause reif wird. Darüber freute man sich früher so sehr, dass man sie dem Heiligen widmete, der in diese Zeit gehört. Ursprünglich kam sie aus Nordwestasien und aus dem Nordosten von Europa in unsere Gegend. In Mitteleuropa kannte man sie höchstwahrscheinlich nicht vor dem Ende des 15. Jahrhunderts. Ihre „Wanderung“ nach Mitteleuropa mag als Zufall erscheinen, wurde jedoch von den Pflanzenwesen angeleitet, entspricht also einem Plan, der auf höheren Ebenen entworfen wurde. „Eigentlich sind meine Büsche anspruchslose Sträucher, die auch auf kargen Böden wachsen und somit auch für die ärmeren Menschen gut anzubauen waren. So wurde es meine Aufgabe, auch den ärmeren Schichten in Mitteleuropa eine früh reifende Frucht zu bringen“, erklärt die Große Johannisbeere. Dass dies um das 15. Jahrhundert geschah, hängt damit zusammen, dass die Wahrnehmungsfähigkeit des mitteleuropäischen Menschen zu dieser Zeit sprunghaft anstieg – was auch den Beginn der Neuzeit markiert.

Anders als die sehr mit dem wässrigen Element verbundene Stachelbeere ist die Johannisbeere vom Luftelement geprägt. Ihre großen, weichen und lappigen Blätter sind ein Hinweis dafür, ebenso die Rispenform ihrer Früchte: Weil das Luftelement überall hindurchgleiten soll, sitzen viele kleine Früchte an einer Rispe, welche die Luft umspielen kann, statt dass nur eine große Frucht ausgebildet wird. Eigentlich ist die Rispe eine einzelne Beere.

„Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere sind sehr heilkräftig, denn durch die enge Zusammenarbeit mit den Sylphen (Luftgeister) wirken sie auf den menschlichen Organismus sehr wohltuend. Allerdings muss man sie vorher trocknen, dann haben sie eine harnreinigende Wirkung, und sie wirken gegen Entzündungen“, erläutert die Große Johannisbeere.

Das Saure in der Johannisbeere hat einen aufweckenden Gestus: „Wenn man das Säuerliche oder auch bittere Nahrung zu sich nimmt, wird man wach. Wer süße Nahrung zu sich nimmt, kann bewusstseinsmäßig leicht etwas wegrutschen. Süßes geht in die Richtung des Träumerischen, Saures öffnet dich so, dass das Ich besser hindurchkommen kann. Es war auch eine der Aufgaben des Johannes, das Wesen des Christus vorzubereiten und erkennbar zu machen. Er hat die Menschen also aufgeweckt.“

Die Schwarze Johannisbeere ist die Mildeste und hat den höchsten Anteil an Vitamin C – dreimal mehr als beispielsweise Zitronen. Da sie auch viele Tannine und Anthocyane enthält, ist sie ein sehr effektiver Radikalenfänger. In dieser Rolle werden ihr Helferkräfte im Kampf gegen Krebs, besonders Leberkrebs zugeschrieben.
Wie in jedem Pflanzenwesen arbeiten auch im Johannisbeerstrauch unzählige Naturwesen verschiedenster Ebenen zusammen, um dem Menschen schließlich eine wohltuende Frucht zu bescheren. Jede kleine Einzelbeere ist von einem Naturwesen beseelt – allerdings ist dieses noch sehr unbewusst. Die Rispe indes besitzt ein bereits bewussteres Wesen, dessen Aufgabe es ist, von der Knospenanlage bis zum Reifwerden der Frucht bzw. ihrer Auflösung den Werdegang der Frucht zu begleiten und zu leiten. Der Strauch selbst wird von einer kleinen Dryade beseelt. Bilden Johannisbeeren – wie früher oft üblich – ganze Hecken, entsteht dadurch auch ein Heckenwesen, welches sich um alle dort wachsenden Sträucher kümmert. Heute, wo Johannisbeeren oft auf Feldern angebaut werden, gibt es auch ein Wesen, welches jedes dieser Felder betreut, ein „Plantagenwesen“. Dies sei schon ziemlich gewaltig. „Selbstverständlich wirken auch die Undinen (Wasser), die Sylphen (Luft) und die Salamander (Feuer) in einem Johannisbeerstrauch mit, genauso wie die Gnomen in der Erde. Dann gibt es die Wesen, die die Blätter gestalten, also die sogenannten Blattwesen, ferner die Blütenwesen und das Holzwesen. […] Mit einem einzelnen Johannisbeerbusch ist also eine ungeheure Wesensfülle verbunden“, erklärt die Große Johannisbeere. „Auf der ätherischen Ebene hat man es mit den Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamandern zu tun – den lebendigen Grundbausteinen der elementaren Welt. Dann gibt es aber
die Ebene des gesamten Strauchwesens, es gibt die Ebene, auf der sich der Strauch in die Landschaft bettet, und letztlich gibt es meine Ebene, die Ebene der Großen Johannisbeere, also die Ebene der geistigen Welt. Und darüber gibt es auch noch die Ebene der Engel der Pflanzen. […] Schaut man vom astralen oder geistigen Plan aus, ist man eher bei den Hirtenwesen, den übergeordneten Wesen; schaut man von der festen oder ätherischen Ebene aus, ist man bei den Grund-Elementarwesen und ihrer jeweiligen Tätigkeit.“

Befragt, welcher Eigenschaften im Menschen die Johannisbeeren entsprächen, antwortet die Große Johannisbeere: „Das Wachwerden an einer einzelnen Frucht, das bewusste Genießen von unkomplizierten Dingen, das sind die Eigenschaften, die sie im Menschen anregen wollen – unabhängig davon, ob es Weiße, Rote oder Schwarze Johannisbeeren sind.“

Himbeeren

Die Himbeere ist eine sehr luftige Dame, die auch eine phänomenale Konzentrationsfähigkeit besitzt. Ziemlich anspruchslos wächst sie fast überall – gerne auch auf Ödflächen (die sie ge­­sunden lässt) – und legt dabei ein beträchtliches Tem-po vor. „Mit unseren Ranken ranken wir uns kriechend durch die Luft und über den Boden. Wenn wir an einen Baum stoßen, wachsen wir nicht weiter, aber wenn es eine freie Fläche gibt, dann ranken wir uns auf sie zu. An diesen Ranken wachsen Beeren, irgendwann fallen sie herunter, und dann wächst dort wieder ein neuer Himbeerstrauch. Auf diese Weise bewegen wir uns direkt über den Boden vorwärts.“

Dabei die Beeren zu verlieren macht ihr gar nichts aus, denn brauchen tut sie sie nicht. Blatt und Blüte stehen ihr viel näher, ohne die kann sie ihre Aufgabe nicht vollbringen. Dass die Himbeere ihre Früchte gerne loswird, zeigt sich auch daran, dass diese so locker auf dem Blütenboden sitzen. „Ich gebe sie locker und freundlich hin“, sagt das Himbeer-Wesen.

Quelle: https://www.zeitenschrift.com/artikel/beeren-fuer-leib-und-seele

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Höre, Mensch, wenn die Natur spricht!


Weshalb es glückliche und unglückliche Häuser gibt. Weshalb im Wasser Musik wohnt. Weshalb Stroh geronnene Sonne ist und die Luft schwerer durch das Christuslicht. Weshalb Erdbeben eine Gnade sein können und die Natur jeden Karfreitag den Atem anhält: Die Naturgeister sagen es uns.

Von: Ursula Seiler

Verena S.v.H. kann seit ihrer Jugend Naturgeister sehen. Die Ingenieurin mit anthroposophischem Hintergrund und Mutter zweier Kinder lebt mit ihrem Ehemann seit 1995 in einer sehr alten, norddeutschen Wassermühle. Nach und nach nahmen die Elementar- und Naturgeister in ihrem Umfeld Kontakt zu ihr auf, d.h., sie waren anwesend und warteten darauf, von ihr angesprochen zu werden. „Da es für die Entwicklung der Erde und der Menschheit offensichtlich an der Zeit ist, daß immer mehr Menschen den Kontakt zur Ätherwelt wieder aufnehmen, haben auch die Geistwesenheiten das Bedürfnis, sich der Menschheit mitzuteilen“, schreibt Verena S. in ihrem Buch ‚Gespräche mit Müller‘ (siehe ZS-Buchmarkt). Müller ist übrigens der Hausgeist, der seit vielen Jahrhunderten die Wassermühle betreut. Die Idee, die Gespräche zu protokollieren und als Buch herauszugeben, wurde auch von den beteiligten Elementar- und Naturgeistern begeistert aufgenommen. Ein ganzes Jahr lang notierte Verena praktisch täglich die Gespräche mit verschiedenen Mitgliedern des (für die meisten) unsichtbaren Bereichs der Natur, dann schickt sie die Manuskripte an den Verlag der ‚Flensburger Hefte‘. Diese gaben die Protokolle schließlich als Bücher heraus und veröffentlichen zwei ihrer ‚Flensburger Hefte‘ mit selbst geführten Interviews mit Müller und seinen ‚Genossen‘. Aus diesen Publikationen, die Sie alle im ZS-Buchmarkt bestellen können, stammen die folgenden Auszüge.

Auch wenn Sie vom Gelesenen vielleicht sehr berührt sind und den Wunsch verspüren, die ‚Kontaktperson‘ Verena S. kennenzulernen, bitten wir Sie eindringlich, davon abzusehen. Verena S. wünscht keinerlei Öffentlichkeit und bittet, sie weder anzurufen, noch zu schreiben oder gar in ihrer Mühle zu besuchen. Sie möchte ihr Leben unbelästigt weiterführen wie bis anhin. Sollte der Kontakt mit den Naturgeistern weitergeführt werden, wäre dies auch die Vorbedingung dazu!

Müller spricht

„Guten Tag, hier spricht der Hausgeist des Hauses, in dem meine Familie und ich leben. Dieses Haus liegt in einem kleinen Ort in Niedersachsen. Das Haus ist eine alte Wassermühle in Fachbauweise. Es liegt an einem Fluß. Die Wassermühle ist seit einigen Jahren nicht mehr als Mühle in Betrieb. Zuletzt war sie eine Turbinenmühle, die durch eine Flügelradturbine angetrieben wurde. Die Turbine wurde von den Wassergeistern nicht gerne betrieben.“

Der Hausgeist heißt übrigens auf eigenen Wunsch Müller – sehr passend, wenn man bedenkt, daß sein Haus eine Mühle ist! In seiner Jugend vor über 700 Jahren war Müller eine Eiche und stand im Bayerischen Wald. Im besten Mannesalter wurde er durch eine Gruppe von sieben Männern mit Handsägen gefällt. Die Eichen wurden damals relativ früh geschlagen, da man sie als einzelne lange Stämme brauchte. Aus den Stämmen wurden Mühlbalken hergestellt. Müller gelangte teils auf Ochsenkarren, teils auf dem Fluß nach Norddeutschland. Das Flößen ist für die langsam sterbenden Baumgeister sehr unangenehm, doch Müller gelang es, lebend anzukommen. Der Müller-Baum wurde dort in die entstehende Mühle eingebaut. Da er der lebendigste Baumgeist war, übernahm er die Leitung des Baues. Seit dem Jahre 1310 „west er hier im feinstofflichen Sein und quält sich mit den menschlichen Besitzern der Mühle herum“.

Der Hausgeist

Die meisten Hausgeister gehen aus den Balken oder Steinen des Hauses hervor, waren also zuvor Baum- oder Steingeister. Kirchen haben in der Regel ein Wesen aus der Engelhierarchie als beseelenden Geist.
„Ich sorge dafür, daß das Haus ein Haus bleibt“, erklärt Müller. „Ich sorge dafür, daß es nicht auseinanderfällt, daß der Boden gerade bleibt und daß die Balken gerade bleiben – die Balken sind meine wichtigste Aufgabe. Ich bin dazu da, alles zu überprüfen. Ich überprüfe in meinem Haus jeden Tag alles, jedes einzelne Stück von oben bis unten. Dabei schaue ich nach, ob das jeweilige Stück noch gebrauchsfähig ist, ob die Menschen es noch brauchen, oder ob nur ich es noch brauche. Dann kümmere ich mich um den Kontakt mit den Angrenzenden: Das sind einerseits die Menschen, andererseits ist es z.B. Etschewit, der Nasse. Dieser Kontakt zu den angrenzenden Bereichen muß gut sein.“

Dabei gilt es zu bedenken, daß alles im Haus ebenfalls von niedriger stehenden Naturgeistern betreut wird – die Heizung, der Ofen, das Klavier, die Wasserrohre etc. Sie sind die Untergebenen des Hausgeistes. Diese weist er auch an, was zu tun ist, um das Haus tipptopp in Stand zu halten. Der Hausgeist bezieht einen Teil seiner Energie von den Bewohnern des betreffenden Hauses. Kümmern sie sich selbst nicht darum; geben sie dem Haus also keine Lebensenergie, dann kann er es nicht auf demselben Standard halten wie sonst. Steht ein Haus leer, „verschwindet dort die Notwendigkeit der Anwesenheit des Hauses. Dann kann ich es nicht mehr prüfen und heilen. Dann kommen die von den Anderen, die Wesenheiten des Verfalls, die dann für diesen Teil des Hauses zuständig werden bzw. Zugriff darauf erhalten.“ Das ist also der Grund dafür, daß ein leerstehendes Haus schneller zerfällt als eines, das bewohnt ist – obwohl man doch denken könnte, daß Bewohner einem Gebäude mehr Schäden zufügen.

Bei Gebäuden mit anderer Zweckbestimmung gelten andere Regeln. Da eine Scheune beispielsweise nicht die Aufgabe hat, Menschen zu beherbergen, ist deren Anwesenheit für die Erhaltungsfähigkeit des betreffenden Hausgeistes nicht vonnöten. „Dieses Geistwesen kann sein Gebäude ohne Menschen oder Tiere erhalten. Deswegen halten manche Scheunen, in denen etwas vor sich hin lagert oder so, auch so verblüffend lange.“
Hausgeister verlassen ihr Haus normalerweise nicht. Im Buch ‚Gespräche mit Müller‘ berichtet dieser aber von einer notwendigen kleinen Reise im Auto. Er benutzte dann ein Stück Holz seines Hauses als Aufenthaltsmedium. Mit zunehmender Entfernung von seinem Haus wird seine Substanz immer dünner. Entfernen sich die Hausgeister zu weit, schaffen sie es nicht, allein zurückzukommen. Doch wie gesagt, Hausgeister sind überaus hausgebunden in ihrer schützenden und erhaltenden Funktion.

Hausgeister kennen zwei Formen der Ruhe: Etwas ähnliches wie den menschlichen Schlaf sowie ein Zurückziehen von allen Lebensaktivitäten, vergleichbar dem menschlichen Koma, eine Art ‚Eingefrorensein‘. In diesem Zustand befinden sich beispielsweise im Winter die Pflanzengeister, wenn ihre Pflanze ruht. Manchmal begibt sich Müller am Sonntag in diesen erholsamen Zustand. Müller wechselt häufig seine Größe und Bekleidung. Letztere paßt er den Umständen an. Da es seiner Menschin, die ihn sehen kann, gefällt, wechselt er die Kleider öfters und auch die Stilepoche.

Hausgeister haben meistens ein Problem mit ‚ihren‘ Bewohnern, weil diese unwissentlich Dinge tun, die sie nicht mögen. Sie lieben es nicht, Nägel in die Wände gehauen zu bekommen; das tut ihnen weh. Schrauben sind glimpflicher.

Müller: „Das wichtigste aber ist, daß man den Hausgeistern sagt, was man am Haus tun will. Es reicht, einfach mit normaler Lautstärke in den Raum zu sprechen. Denken reicht am Anfang nicht. Dazu muß erst ein Grundkonsens da sein.“

Hausgeister mögen es gar nicht, wenn Menschen ständig ihre Einrichtung verändern, Möbel umstellen und Schubladen umräumen. Für den Hausgeist bedeutet dies ja, daß er ständig etwas in sich ändern muß. Während der griechischen und römischen Epoche opferten die Menschen auf ihren Altären den Hausgeistern. Müller: „Die Priesterinnen nannte man damals Vestalinnen. Uns Hausgeister nannte man Laren. Denen wurden Speis- und Trankopfer dargebracht. Vielleicht denkst du gleich mal an ein Trankopfer…“

Den Hausgeist verwöhnen

Müller sagt, daß er von anderen Hausgeistern beneidet werde, „weil meine Menschen mit mir umgehen“. Für die Natur- und Elementargeister ist es oft sehr frustrierend, für eine Menschheit wirken zu müssen, die sie hartnäckig ignoriert. Um so mehr freuen sie sich an kleinen Gesten der Wertschätzung und Anerkennung – gerade auch von Menschen, die sie nicht sehen können. Einem Hausgeist könne man ab und zu etwas Nettes hinstellen und sagen: ‚Das ist für Dich. Das finde ich schön. Und deshalb stelle ich es Dir hin.“ Gefragt, was Müller denn am liebsten möge, antwortet er: „Ich mag das am liebsten, was der Mensch am liebsten mag. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn ein Mensch sehr gerne Wasser trinkt, dann sollte er dem Hausgeist Wasser hinstellen, wenn er unheimlich gerne Champagner trinkt, sollte er ihm ein Glas Champagner hinstellen.“ Es könne auch Zwieback oder Kaviar sein, sagt Müller – je nach den Vorlieben des Menschen. „Ich teile Eure Sympathien und Antipathien. Wenn Ihr mir sympathisch entgegenströmt, macht Ihr mich dick und rund.“ Essenswaren, die für den Hausgeist bestimmt sind, solle man solange auf irgendein Regal stellen, bis sie verschimmeln, Getränke, bis sie ausgetrocknet sind oder Schimmelschichten bekommen. Dann sollte man sie schnell entfernen.

Hausgeister, die Fertigbauhäuser betreuen, hätten in der Regel gerne etwas Süßes, verrät Müller. Grund: Ihr Haus sei mit zuwenig Liebe gebaut worden.

Im Einklang mit den Naturgeistern bauen

Ein Fundament mußte früher immer einige Zeit ruhen – manchmal jahrelang, bevor weitergebaut wurde. Dies ist notwendig, damit sich die eingebauten Steine an ihre neue Umgebung gewöhnen und sich mit den ortsansässigen Naturgeistern in Kontakt und Konsens begeben können. Die Dauer des erforderlichen ‚Brachliegens‘ des Fundaments hängt davon ab, mit welcher inneren (geistigen) Einstellung das Haus gebaut wurde. Um ein gutes Fundament zu gründen, muß der ‚regionale‘ Naturgeist beteiligt werden. Besonders, wenn dieses Fundament in der Nähe oder direkt am Ufer eines Flusses liegt. Dieser Naturgeist beteiligt dann alle anderen Wesenheiten, welche mit dem Bau in Berührung kommen.

Wenn Häuser am falschen Platz gebaut werden, herrscht kein Friede in ihnen. Die ortsansässigen Naturgeister vertragen sich nicht mit dem Hausgeist und seinen Untergebenen (die ‚Subs‘ genannt werden). Müller: „Früher wußten die Menschen noch, wo Häuser am besten stehen. Das Wissen kam aus einer unbewußten, mehr träumenden Hellsichtigkeit. Die ist jetzt leider weg. Nun müssen wir uns so oft mit falsch gesetzten Bauwerken herumquälen. Viele Neubaugebiete sind feinstofflich eine Katastrophe.“

Die Naturgeister sprechen noch über viel mehr, beispielsweise über den Charakter und das Bewußtsein der Naturwesen, warum Wassergeister keine Turbinen mögen, über den Nöck und die Arbeit mit den geistigen Hierarchien, über die ätherische Welt, Musik, Licht, Gespenster, die Zeit, das Wort und die Sprache, den Kaffeegenuß und das Rauchen, über die Gentechnologie, die Geister der vier Elemente, das Vieh oder das geronnene Sonnenlicht im Stroh.

— Ende des Artikelauszugs —

Island nimmt Rücksicht auf Elfen


Jeder zweite Isländer glaubt an Elfen, und dieser Glaube versetzt in Island Berge. Oder zumindest Felsen. In dem Städtchen Garðabær legte Ragnhildur Jónsdóttir Ende 2013 gemeinsam mit zwei Dutzend anderen den Bau einer Straße lahm, weil die künftige Trasse genau durch eine kleine Elfenkirche – einen Lavasteinbrocken – führen sollte.

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Garðabær. Der Glaube an Elfen versetzt in Island Berge. Oder zumindest Felsen. In dem Städtchen Garðabær legte Ragnhildur Jónsdóttir Ende 2013 gemeinsam mit zwei Dutzend anderen den Bau einer Straße lahm, weil die künftige Trasse genau durch eine kleine Elfenkirche – einen Lavasteinbrocken – führen sollte. „Die Bulldozer kamen, und wir haben uns davor geworfen, um sie zu stoppen“, sagt die 54-Jährige. Zwei Verhaftungen und viele Briefe an hochrangige Politiker später wird die Straße trotzdem gebaut. Der Fels soll aber aus Respekt vor den Naturgeistern nun umziehen. Ein Kran hievt den viele Tonnen schweren Stein an eine andere Stelle.

„Es wäre natürlich besser gewesen, sie hätten den Bau der Straße gestoppt“, erzählt Jónsdóttir. „Aber immerhin sind die Politiker bereit, das hier zu tun, und dafür haben sie viel Ärger auf sich genommen.“ Die Kapelle im Lavafeld sei ein Ort, zu dem Menschen und Elfen kämen, um Rat zu suchen. Bis zum Winter soll der Fels neben einen anderen gerückt werden – eine „heilige Kirche“, um die die Straße dank Jónsdóttir schon einen Bogen macht. Die Arbeiten gehen derweil erst einmal am anderen Ende der Baustelle weiter.

Elfen in Island

Es ist nicht das erste Mal, dass der Schutz von Elfen und angeblich verborgener Wesen – Huldufolk – ein Bauprojekt behindert. 2012 bat ein isländischer Politiker Jónsdóttir um Rat: Bei einem schlimmen Autounfall war er wie durch ein Wunder unverletzt geblieben. Ein Hügel hatte seinen Wagen nach fünf Überschlägen gebremst.

„Er war überzeugt, dass Elfen in dem Fels wohnten“, sagt Jónsdóttir. Als die Straßenführung geändert werden sollte und der Hügel in Gefahr war, halfen sie und ihr Sohn dem Parlamentsabgeordneten, den riesigen Stein aus dem Weg zu wuchten und auf das Grundstück des Politikers zu versetzen.

Mit seinen skurrilen Lavalandschaften und moosreichen Wäldern erweckt Island leicht den Eindruck eines verwunschenen Ortes. In Buchläden liegen Karten mit den Lieblingsplätzen der angeblich verborgenen Wesen aus. Gerade im ansonsten unscheinbaren Hafnarfjörður ist das Interesse für die Naturgeister über die Jahrzehnte unverändert groß geblieben.

Anders in Islands Hauptstadt Reykjavik. Viele der jungen Städter glauben nicht an Elfen – oder sprechen einfach nicht darüber. Trotzdem kennt jeder Inselbewohner mindestens eine Anekdote, in der die Fabelwesen vorkommen. „Jeder hat so eine Geschichte in seiner Familie“, sagt Pétur Matthíasson von der isländischen Straßenbaubehörde. „Das ist einfach Teil unseres kulturellen Erbes.“

Er ist zwar selbst nicht von der Existenz der Naturwesen überzeugt. Trotzdem hat sich in seiner Behörde schon so manches Bauprojekt in die Länge gezogen, weil andere es sind. Wenn Elfen angeblich an einem Ort auf der Baustelle wohnten, warteten die Bagger so lange, bis die Naturgeister umgezogen waren – solange es den Staat nicht zu viel Geld kostete. „Das tut ja nicht weh“, sagt Matthíasson pragmatisch.

„Unbestritten ist der Glaube an das Übernatürliche gelegentlich Anlass für die Befürchtungen von Menschen vor Ort, und diese Meinungen werden berücksichtigt“, schreibt Matthíassons Kollege Viktor Arnar Ingólfsson in einem fünfseitigen Papier, das er extra verfasst hat, weil es so viele Anfragen von Journalisten zu den Elfen gab. Darin berichtet er unter anderem von einem Fluch, der vor Jahren ein Bauprojekt heimgesucht haben soll.

Ein Medium hatte davor gewarnt, dass die Steine an einer geplanten Straße nicht gesprengt werden sollten. Zugleich passierten Unfälle, Bulldozer stellten aus unerklärlichen Gründen den Betrieb ein. Am Ende blieben die Steine stehen. „Manche Leute glauben, dass die Elfen die Straßennutzer beschützen – zum Dank für die Rücksichtnahme.“

Von Julia Wäschenbach

Quelle: http://www.maz-online.de/Nachrichten/Buntes/Island-nimmt-Ruecksicht-auf-Elfen

Gruß an die Fabelhaften

TA KI