Messerstecherei in Wiesbaden: Ein Toter und zwei Verletzte


Bei einer Messerstecherei in Wiesbaden ist Focus Online zufolge in der Nacht auf Sonntag ein Mann ums Leben gekommen. Laut Polizeiberichten sollen dabei zwei weitere Männer verletzt worden sein.

Zunächst wollte die Polizei keine näheren Informationen mitteilen.

Zuvor hatte das Portal „Wiesbaden 112“ berichtet, dass es gegen 3.30 Uhr MESZ in der Wiesbadener Fußgängerzone zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Menschengruppen gekommen sei, die tragisch ausgegangen sei. Eine Gruppe junger Männer wurde bei der Auseinandersetzung mit einem oder mehreren Messern angegriffen. Die am Vorfallort eingetroffenen Rettungskräfte versuchten einen jungen Mann zu reanimieren. Er erlag jedoch noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

​Zwei weitere junge Männer aus der Gruppe mussten mit schweren und teils lebensbedrohlichen Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Fußgängerzone war bis in die Morgenstunden gesperrt. Am Ort des Geschehens sind zurzeit Polizei, Notärzte sowie Feuerwehrleute tätig.

Quelle: https://de.sputniknews.com/panorama/20170611316116928-deutschland-messerstecherei-tote/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Mehr Sicherheit für „Polizei „, jedoch nicht für Notärzte …


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Polizei rüstet auf – Notärzte sind oft auf sich allein gestellt

Seit den Terroranschlägen von Paris legt Sachsen mehr Wert auf die Sicherheit der Beamten. Rettungsdienste erhalten diese Fürsorge eher nicht.

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Chemnitz. Sie sind etwa drei Kilogramm schwer und schützen nicht wie bisher nur vor Pistolenkugeln, sondern auch vor Hieb- und Stichwaffen: die neuen Unterziehwesten, die alle Polizeibeamten Sachsens erhalten werden. Und: Die Polizisten müssen sie nicht mehr selbst kaufen, sie gehören fortan zur Grundsicherung im täglichen Dienst. Das sagte gestern Innenminister Markus Ulbig (CDU) bei der Übergabe der ersten Westen an Dresdner Beamte. Zwei Millionen Euro stelle der Freistaat zur Verfügung, um 12.000 solcher Schutzwesten zu kaufen.

Der Stichschutz sei nur ein Baustein in einem Paket von Maßnahmen „zur technischen Modernisierung“ der sächsischen Polizei, so Ulbig. Ab 2016 erhalten alle Beamten binnen zwei Jahren neue Dienstwaffen der Marke Heckler & Koch.

Anlass für das „Terrorabwehrpaket“ sind nicht nur die jüngsten Anschläge in Paris. Auch in Sachsen gerieten Beamte zunehmend in Bedrohungssituationen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Zahl der Gewaltdelikte gegenüber Polizisten hätte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. 2014 waren es mit 1284 Übergriffen bereits knapp sieben Prozent mehr als 2013. Für 2015 nannte das Ministerium noch keine konkreten Zahlen.

Bedrohlichen Situationen ausgesetzt fühlen sich aber nicht nur Polizisten, sondern auch die Einsatzkräfte von Rettungsdiensten. In Chemnitz läuft seit Monaten ein Streit darüber, ob nicht auch Notärzte und anderes Einsatzpersonal mehr Selbstschutz haben sollten. Der Chemnitzer Mediziner Thomas Morgner, der für den Rettungszweckverband Chemnitz/Erzgebirge tätig ist, fordert, dass alle Notarzteinsatzfahrzeuge Sicherheitswesten dabei haben sollten. Rettungspersonal erlebe immer wieder kritische Situationen. Auch er sei schon in bedrohliche Lagen geraten. Als Morgner im Juli nachts zu einem Einsatz in die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Chemnitz-Ebersdorf geschickt wurde, bat er um Schutzwesten. Weil das nicht möglich war, lehnte er den Einsatz ab. Er verständigte sich stattdessen mit der Leitstelle, ein Fahrzeug der Chemnitzer Berufsfeuerwehr zu schicken. Die hat ihre Notarztwagen längst eigenverantwortlich mit Schutzwesten ausgerüstet. Für Morgner war der Fall damit aber nicht erledigt.

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Leiter: Bürgermeister / Stadtkämmerer Sven Schulze

Bürgermeister Sven Schulze / Foto: Thomas Hermsdorf

Sven Schulze, Jahrgang 1971, ist Diplom-Kaufmann. Er absolvierte sein BWL-Studium an der TU Chemnitz und war seit 2011 Leiter des Bereiches Unternehmenskommunikation/ Umfeldmanagement bei enviaM.

Von 2001 bis 2010 war er leitender Angestellter im Bereich Unternehmensentwicklung und zuvor seit 1999 Teamleiter, u.a. für Beteiligungsmanagement und Unternehmensentwicklung, bei der envia AG Chemnitz. Begonnen hatte er seine berufliche Laufbahn beim Energieversorger Südsachsen AG Chemnitz. Sven Schulze ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Chemnitz.

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.Sein Dienstherr, der Chemnitzer Bürgermeister Sven Schulze, erstattete Anzeige gegen den Mediziner unter anderem wegen unterlassener Hilfeleistung. Zwar wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt, doch der eigentliche Streit währt fort. Bürgermeister Schulze sieht keinen Grund, auf die Forderung der Rettungskräfte einzugehen. Ihm lägen keine konkreten Anhaltspunkte für eine Gefährdung bei Notarzteinsätzen vor, sagte er auf Anfrage. Die Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter seien mehrfach gebeten worden, Vorfälle zu melden. Das sei nicht erfolgt. Sollten Informationen eingehen, würde über Konsequenzen beraten. „Grundsätzlich gilt, dass die persönliche Sicherheit Vorrang hat“, sagte Schulze. Am Eingang der Chemnitzer Erstaufnahmeeinrichtung in Ebersdorf würden Schutzwesten bereitgehalten, die auch die Rettungskräfte nutzen könnten. Als weiteren Grund für die Ablehnung führte er „Kosten in fünfstelliger Höhe“ an.

Auch der Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Chemnitz/Erzgebirge, Boris Altrichter, kritisiert: „Stets wird pauschal und leider unspezifisch auf eine angebliche Bedrohungslage in der Erstaufnahmeeinrichtung verwiesen.“ Ihm sei kein konkreter Fall bekannt, in welchem es tatsächlich zu einer Bedrohung oder gar Übergriffen auf Rettungsdienstmitarbeiter oder Notärzte gekommen wäre. Deshalb sei eine Anschaffung von Schutzwesten derzeit nicht geplant. „Ich kann naturgemäß aber nicht ausschließen, dass es unklare oder tatsächlich gefährliche Situationen gegeben hat oder gibt“, räumt Altrichter ein.

Zugleich verweist er darauf, dass die meisten Notärzte in Sachsen freiberuflich tätig sind. Entsprechend müssten sie sich auch ihre Einsatzkleidung selbst beschaffen. Eine Stichschutzweste, die ohnehin keinen kompletten Schutz biete, koste um die 100 Euro. Andere Stellen sprechen von 500 Euro.

 

Was können Schutzwesten?

Für Polizisten gibt es Schutzwesten in vier Klassen. Die jetzt georderten für jeden Beamten entsprechen der Schutzklasse 1. Sie halten Pistolenschüsse ab und bieten Schutz vor Hieb- und Stichwaffen. Arme und Halsbereich bleiben ungeschützt. Sie dienen der Grundsicherung im täglichen Außendienst. Nicht nur die Schutz-, auch die Kriminalpolizei sowie Auszubildende erhalten so eine Weste in ihrer Konfektionsgröße. Westen der höchsten Schutzklasse 4 bekommen nur bestimmte Einheiten und Einsatzkräfte. Sie schützen sogar vor Maschinengewehrschüssen. (gt)

Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Polizei-ruestet-auf-Notaerzte-sind-oft-auf-sich-allein-gestellt-artikel9380242.php

Gruß an die Notärzte

TA KI