10 Natürliche Hausmittel für Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)


10 Natürliche Hausmittel für Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Drüse, die sich im Nacken unterhalb des Adamsapfels befindet. Sie gilt als die “Hauptdrüse”, die die Energie und den Stoffwechsel des Körpers reguliert. Wenn die Schilddrüse überaktiv ist und übermäßige Mengen des Hormons Thyroxin produziert, wird die Erkrankung als Hyperthyreose bezeichnet.

Häufige Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion ist die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow, eine abnormale Sekretion von Schilddrüsen-stimulierenden Hormonen (TSH), eine übermäßige Aufnahme von Jod oder gutartige Klumpen oder Knötchen in der Schilddrüse.

Während jeder an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden kann, tritt die Erkrankung bei Frauen achtmal häufiger auf als bei Männern. Es kann sich bereits in den 30er Jahren entwickeln, aber die Symptome sind bei Frauen über 60 häufiger.

Mehrere Anzeichen können auf eine Hyperthyreose hindeuten, wie z.B. drastische Gewichtsabnahme, unregelmäßiger Herzschlag, Nervosität, übermäßiges Schwitzen, Veränderungen im Menstruationszyklus, Schwellungen im Nackenbereich, Müdigkeit, Muskelschwäche und Schlafstörungen.

Da viele der Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion bei anderen Erkrankungen auftreten, kann es etwas schwierig sein, das Problem schnell zu diagnostizieren.

Je früher eine überaktive Schilddrüse diagnostiziert wird, desto leichter wird es sein, sie mit Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensstiländerungen wieder unter Kontrolle zu bringen. Hyperthyreose kann auch mit einigen natürlichen Inhaltsstoffen behandelt werden.

Hinweis: Konsultiere einen Arzt für die richtige Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung. Verwende die Hausmittel nur als Zusatzbehandlung.

Hier sind 10 Natürliche Hausmittel für Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

1. Wolfsfuß

Wolfsfuß, auch bekannt als Lycopus Virginicus, kann bei leichter Hyperthyreose helfen. Dieses spezielle Kraut reduziert die Menge des Hormons, das von der Schilddrüse produziert wird.

Studien haben herausgefunden, dass es hilft, den TSH-Spiegel zu senken und die Schilddrüsenhormonsynthese zu beeinträchtigen. (1) Außerdem hilft es, T4-Niveaus zu senken und blockiert die Umwandlung von T4 in T3.

  • Bereite einen Kräutertee zu, indem Du einen halben Teelöffel (oder etwas weniger) Wolfsfuß in eine Tasse kochendes Wasser gibst und ihn einige Minuten ziehen lässt. Abkühlen lassen und den Tee einmal täglich genießen.
  • Du kannst dieses Kraut auch als Tinktur einnehmen (2 bis 6 ml pro Tag). Darüber hinaus ist eine Kombination aus Wolfsfuß, Mutterkraut und Zitronenmelisse sehr wirksam bei der natürlichen Behandlung von Schilddrüsenüberfunktion.

Hinweis: Verwende dieses Kraut nicht bei Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) oder einer vergrößerten Schilddrüse. Außerdem ist es möglicherweise nicht für schwangere und stillende Frauen geeignet.

2. Zitronenmelisse

Zitronenmelisse, auch bekannt als Melissa officinalis, ist ein Kraut, das helfen kann, eine überaktive Schilddrüse zu normalisieren, indem es den TSH-Spiegel reduziert. Es enthält Flavonoide, Phenolsäuren und andere nützliche Verbindungen, die die Schilddrüse regulieren.

Tatsächlich blockiert es die Aktivität von Antikörpern, die die Schilddrüse stimulieren und Morbus Basedow verursachen, eine häufige Form von Hyperthyreose. (2) Um die Schilddrüse wieder auf ein gesundes Niveau zu bringen, empfiehlt es sich, täglich Zitronenmelissentee zu trinken.

  1. Zwei Esslöffel Zitronenmelisse in eine Tasse kochendes Wasser geben.
  2. Etwa fünf Minuten ziehen lassen.
  3. Diesen Tee 3 mal täglich abseihen und trinken.

Du kannst die Behandlung mit einer geringeren Dosierung, etwa einem halben oder einem Teelöffel Zitronenmelisse beginnen und die Menge allmählich auf zwei Esslöffel erhöhen.

3. Mutterkraut

Mutterkraut, auch bekannt als Tanacetum parthenium, wirkt als natürlicher Beta-Blocker und hilft, Tachykardie (hohe Herzfrequenz) und Herzklopfen zu kontrollieren. Es hat auch eine gewisse Anti-Schilddrüsen-Aktivität, was es für diejenigen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, noch vorteilhafter macht.

  1. Einen halben Teelöffel Mutterkraut in einer Tasse kochendem Wasser mindestens fünf Minuten lang ziehen lassen.
  2. Abseihen und abkühlen lassen.
  3. Trinke diesen Tee dreimal täglich.

Es ist wichtig zu beachten, dass dieses Kraut vermieden werden muss, wenn Du irgendeine Art von sedierenden Medikamenten nimmst.

4. Omega-3-Fettsäuren

Wenn der Körper nicht genügend Omega-3-Fettsäuren bekommt, kann es zu einem hormonellen Ungleichgewicht kommen, einschließlich der Schilddrüsenhormone. Diese essentiellen Fettsäuren sind die Bausteine für Hormone, die die Immunfunktion und das Zellwachstum steuern und die Fähigkeit, auf Schilddrüsenhormone zu reagieren, verbessern.

  • Du kannst die Menge an Omega-3-Fettsäuren in Deiner Ernährung erhöhen, indem du mehr Fisch, grasgefütterte tierische Produkte, Leinsamen und Walnüsse isst.
  • Alternativ kannst Du Omega-3-Kapseln einnehmen, nach Absprache mit einem Fachmann.

5. Brokkoli

Brokkoli ist ein Kreuzblütler, der Substanzen enthält, die als Isothiocyanate und Goitrogene bekannt sind. Diese helfen, die Schilddrüse davon abzuhalten, zu viel Hormone zu produzieren. Wer an Schilddrüsenüberfunktion leidet, muss daher versuchen, so viel ungekochten Brokkoli wie möglich zu essen.

Andere Kreuzblütler, die hilfreich sein können, sind Rosenkohl, Blumenkohl, Rutabaga, Rüben, Kohlrabi, Grünkohl, Senf und Radieschen.

6. Antioxidantien und Proteine

Eine antioxidansreiche Ernährung ist hilfreich bei der Behandlung von Hyperthyreose. Ein erhöhter Gehalt an Schilddrüsenhormonen aufgrund von Schilddrüsenüberfunktion steht im Zusammenhang mit Schäden durch freie Radikale und oxidativen Stress.

Antioxidantien sind vorteilhaft, um den oxidativen Stress zu reduzieren. (3) Verzehre Lebensmittel, die reich an Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Selen und Magnesium sind. Um diese Nährstoffe zu erhalten, nimm frisches Obst und Gemüse wie Beeren, Trauben, Tomaten, Kürbis und Paprika in Deine Ernährung auf.

Außerdem solltest Du mehr Eiweiß in Deine Ernährung aufnehmen. Eine Überfunktion der Schilddrüse führt zu einem leichteren Abbau der Muskeln. Proteine steigern die Muskelmasse und die Kraft.

Du kannst 1 oder 2 Esslöffel Proteinpulver in Deine Smoothies geben, um das Protein zu bekommen. Darüber hinaus solltest Du mehr pflanzliche Proteine essen, indem Du Bohnen, Nüsse, Erdnussbutter und Samen in Deine Ernährung mit einbeziehst.

7. Meeresgemüse

Meeresgemüse ist eine gute Quelle für Jod, ein wichtiges Mineral für die Gesundheit der Schilddrüse. Das in Meeresgemüse enthaltene natürliche Jod kann Schilddrüsenerkrankungen wie Gewichtsschwankungen und Lymphsystemstauungen normalisieren. Diese Gemüsesorten enthalten auch eine gute Menge an Vitamin K, B-Vitamin, Folat, Magnesium, Eisen und Kalzium.

Einige der Meeresgemüse, die Du bei der Behandlung von Hyperthyreose verwenden kannst, sind Kelp, Kombu, Hijiki, Nori, Arame, Seepalme, etc. Sie sind in der Regel in getrockneter Form in Lebensmittelgeschäften oder im Internet erhältlich.

Du kannst dieses Gemüse verwenden, indem du jede beliebige Mischung von trockenem Meeresgemüse in Dein Essen oder Smoothies hinzugibst.

8. Kohl

Kohl ist eines der nützlichsten Nahrungsmittel, das bei der Behandlung von Hyperthyreose eingesetzt werden kann. Kohl enthält eine gute Menge an natürichen Goitrogenen, Substanzen, die helfen, die Produktion von Schilddrüsenhormonen zu reduzieren. Für beste Ergebnisse, iss ungekochten Kohl.

9. Beeren

Beeren sind reich an Vitaminen und verschiedenen Antioxidantien, die helfen können, die Entzündung der Schilddrüse zu reduzieren. Du kannst verschiedene Beerensorten wie Blaubeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Kirschen und andere essen.

10. Indische Stachelbeere

Indische Stachelbeere, auch bekannt als Amla, kann viele gesundheitliche Probleme einschließlich Hyperthyreose behandeln. Die indische Stachelbeere kann aufgrund ihrer lindernden Wirkung auf die Schilddrüse helfen, die Produktion von Schilddrüsenhormonen zu kontrollieren.

  • Indisches Stachelbeerpulver mit Honig zu einer dicken Paste mischen und morgens vor dem Frühstück essen.

Quelle

Gruß an die Besseresser

TA KI

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9 gute Gründe, täglich 2 Eier zu essen.


„Iss bloß nicht täglich Eier. Die erhöhen deinen Cholesterinspiegel!“ – Diesen Satz kennt wohl jeder Eierliebhaber nur zu gut. Auch bei Abnehmwilligen gelten Eier oft als No-go-Lebensmittel auf dem Speiseplan. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass du überhaupt nicht auf dein geliebtes Frühstücksei oder das leckere Omelett verzichten musst. Ganz im Gegenteil: 2-3 Eier pro Tag sind außerordentlich gesund für deinen Körper. Schwer zu glauben, oder?

Wenn du diese 9 Fakten kennst, wirst du nie wieder ein schlechtes Gewissen beim Verzehr von Eiern haben:

1. Du senkst dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Hühnereier sind mit 400 Milligramm pro Stück ziemlich reich an Cholesterin. Ein zu hoher Cholesterinspiegel im Körper steigert das Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen enorm. Entgegen vielen Meinungen treiben Eier den Cholesterinspiegel jedoch nicht in die Höhe. Der Grund dafür ist, dass die Produktion des Gallenfettes bei einer hohen Cholesterinzufuhr gedrosselt wird. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass nur ein Drittel des in den Blutgefäßen abgelagerten Cholesterins aus der zugeführten Nahrung kommt. Den größten Teil davon produziert der Körper nämlich ganz von selbst.

Diese Tatsache erklärt auch das Ergebnis einer Studie des Biomedical Research Center in Baton Rouge (Louisiana, USA). Die 152 übergewichtigen Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste durfte zum Frühstück alles essen, was sie wollte, bei der zweiten standen zum Frühstück 2 Eier auf dem Speiseplan und für die dritte gab es jeden Morgen Bagels. Die Beobachtungen der Wissenschaftler waren erstaunlich: Nicht nur, dass die Eier-Esser 65 Prozent mehr Gewicht und 35 Prozent mehr Bauchfett verloren als die Bagel-Esser – der Cholesterinspiegel änderte sich bei ihnen überhaupt nicht. 

Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren in Eiern sorgt zudem dafür, dass der Triglycerid-Spiegel im Blut gesenkt wird. Somit verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da erhöhte Triglycerid-Werte das Risiko erhöhen, Krankheiten dieser Art zu bekommen.

2. Du verhinderst folsäuremangelbedingte Fehlentwicklungen deines Ungeborenen. 

Ein Ei enthält 0,7 mcg (Mikrogramm) Vitamin B9, auch Folsäure genannt. Besteht während der Schwangerschaft ein Mangel an Folsäure, kann das zentrale Nervensystem des ungeborenen Babys einen erheblichen Schaden nehmen. Das führt im schlimmsten Fall zu Fehlbildungen des Rückenmarks, der Wirbelsäule und des Gehirns. Daher sind Eier ein gutes Nahrungsmittel, um einem Folsäuremangel vorzubeugen.

3. Du verlangsamst deinen Alterungsprozess. 

 

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In einer Studie der Charité Berlin hat sich gezeigt, dass der Verzehr von Eiern aus Grünlandhaltung die Hautalterung verlangsamen und Hautkrebs vorbeugen kann. Die Forscher Dr. Karoline Hesterberg und Professor Jürgen Lademann konnten zeigen, dass die Eier von Hühnern mit viel Auslauf besonders viele gelbe Farbstoffe enthalten. In jenen Farbstoffen sind besonders viele Karotinoide (Antioxidantien) enthalten, welche den Alterungsprozess entschleunigen können. Karotiniode können nicht selbst vom Körper gebildet werden, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie haben die wichtige Funktion, freie Radikale aufzufangen und unschädlich zu machen.

Um noch mehr von dem verjüngendem Effekt zu profitieren, solltest du auch auf die richtige Zubereitungsart achten: „Ein gekochtes Ei besitzt mehr wertvolle Karotinoide als ein rohes Ei, da beim Erhitzen Umwandlungsprozesse ablaufen“, erklärt Professor Lademann.

4. Du senkst dein Krebsrisiko. 

In einer im Fachmagazin „Breast Cancer Research“ veröffentlichten Studie konnte gezeigt werden, dass Frauen, die in ihrer Jugend täglich Eier essen, ihr Brustkrebsrisiko um 18 Prozent senken können. Eier enthalten viele Aminosäuren, Mineralstoffe sowie Vitamine und binden das Sexualhormon Östrogen im Körper. Da ein erhöhter Östrogenspiegel als ein möglicher Auslöser für Brustkrebs gilt, könnte dies der Grund für den krebsvorbeugenden Effekt sein. 

5. Du tust deiner Haut, deinen Haaren und deiner Leber etwas Gutes. 

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Eier sind reich an Biotin, Vitamin B12 und Proteinen. Diese Nährstoffe sind wichtig für gesunde Haare und eine schöne Haut. Besonders die Eiweiß-Schwefel-Verbindung im Eidotter hilft erstaunlich gut dabei, stumpfes und brüchiges Haar wieder glänzend und kräftig werden zu lassen.

Zudem enthalten Eier viel Lezithin, welches die Darmschleimhaut schützt und der Leber bei der Entgiftung behilflich ist.

6. Du erhältst deine Augengesundheit. 

Hast du gewusst, dass du mit dem Essen von Eiern deine Sehkraft maßgeblich beeinflussen kannst? In Eiern steckt viel Vitamin A, Lutein und Zeaxanthin. Vitamin A ist wichtig für das Hell-Dunkel-Sehen, wohingegen Lutein und Zeaxanthin das Auge vor freien Radikalen schützen sowie eine hohe Bedeutung für das Farb- und Tagessehen haben.

Ist im Auge zu wenig Lutein und Zeaxanthin enthalten, steigt das Risiko, destruktive Veränderungen im Augengewebe und Augenkrankheiten zu erleiden, wie zum Beispiel Makuladegeneration oder Grauen Star.

7. Du nimmst schneller ab. 

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Kohlenhydrate haben einen höheren glykämischen Index als Eiweiße. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index führen dazu, dass der Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt. Ein hoher Blutzuckerspiegel sinkt jedoch sehr schnell wieder ab. Das führt zu einem starken Heißhungergefühl. Abnehmwillige sollten daher bei der Wahl ihrer Lebensmittel auf einen niedrigen glykämischen Index achten. Eier sind in der Hinsicht perfekt, da sie einen glykämischen Index von 0 aufweisen und damit nicht nur optimal sättigen, sondern auch beim Abnehmen helfen. Das liegt unter anderem auch daran, dass der Körper wesentlich mehr Energie beim Verdauen von Eiweißen benötigt, als dies bei Kohlenhydraten und Fetten der Fall ist.

8. Du schützt dein Gehirn und sorgst für einen gesunden Stoffwechsel.  

Eier enthalten den Nährstoff Cholin, welcher für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper sowie einen gesunden Fettstoffwechsel notwendig ist. Cholin wird im Gehirn und in den Nerven zu dem Neurotransmitter Acetylcholin umgewandelt, welcher für die Reizübertragung eine große Bedeutung hat. Ein Mangel an Cholin kann die Erinnerungsfähigkeit negativ beeinträchtigen und bei schwangeren Frauen eine Frühgeburt oder ein zu niedriges Geburtsgewicht des Ungeborenen zur Folge haben. Deinen Bedarf an Cholin kannst du beispielsweise ganz einfach mit zwei Eiern täglich decken.

9. Du hältst deine Knochen gesund und füllst deine Kalziumspeicher auf. 

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Fast jeder weiß, dass Vitamin D und Kalzium sehr wichtig für gesunde Knochen und Zähne sind. Das hat nun auch eine Studie des National Center for Biotechnology Information in Bethesda (Maryland, USA) nachgewiesen. Die Forscher konnten zeigen, dass das Kalzium und die Proteine in engem Zusammenspiel für den Kalziumspeicher und einen gesunden Knochenstoffwechsel eine große Bedeutung haben. Zudem enthalten Eier reichlich Vitamin D, welches dabei hilft, das Kalzium besser zu absorbieren. 

Wie du siehst, sind Eier also alles andere als schädlich für die Gesundheit. Du solltest jedoch darauf achten, dass deine Eier aus Biohaltung stammen, da Eier aus Hühnerfarmen mit industrieller Käfighaltung oft Medikamentenrückstände enthalten. Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten 3 Eier wöchentlich auf deinem Speiseplan stehen. Ein gesunder Mensch kann jedoch 2 bis 3 Eier täglich essen, ohne gesundheitliche Schäden befürchten zu müssen. Diabetiker und herzkranke Menschen sind hierbei jedoch ausgenommen und sollten 3 Eier pro Woche nicht überschreiten.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/eier-essen-2/

Gruß an die Wissenden

TA KI

8 Gründe, die gegen den Verzehr von Thunfisch sprechen.


Viele Menschen schätzen Fisch als delikate Speise. Was geht schon über den Genuss eines köstlichen Lachsfilets oder einer frischen Forelle? Thunfisch hingegen kennen die meisten Menschen nur aus der Dose. Zudem wissen sie oft nicht, dass der Verzehr durchaus ungesund sein kann.

ooddysmile stocker/ shutterstock

Die folgenden 8 Gründe werden dich womöglich zukünftig davon abhalten, Thunfisch jemals wieder anzurühren.

1. Hoher Natriumgehalt

Besonders bei Sportlern ist Thunfisch wegen seines hohen Eiweißanteils sehr beliebt, um die Muskeln effektiv aufzubauen. Jedoch enthält eine einzige Dose im ungünstigsten Fall bis zu 600 mg Natrium. Das kann zu Bluthochdruck und in manchen Fällen sogar zu Schlaganfällen führen. 

2. Aufnahme von Schwermetallen  

Da Thunfische Raubtiere sind und sich von kleineren Fischen ernähren, nehmen sie häufig viele Schwermetalle wie Quecksilber auf, die sich bereits in der Nahrungskette angesammelt haben. Verzehrt der Mensch nun den Thunfisch, gilt diese Tatsache auch für ihn. Bereits kleinste Mengen an Quecksilber sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schädlich für den menschlichen Körper. Es kommt zu Problemen mit dem Verdauungssystem, den Augen, den Nieren, dem Nerven- und dem Immunsystem sowie der Haut. Zu viel Quecksilber kann zudem nicht nur das Herzinfarktrisiko um bis zu 70 % erhöhen, sondern auch das Gehirn schädigen, was sich durch Konzentrationsschwierigkeiten und andere kognitive Beeinträchtigungen bemerkbar macht. In den meisten Fällen ist zwar die Quecksilberkonzentration in den Fischen für den Menschen unbedenklich, jedoch gibt es immer wieder Ausnahmefälle.

3. Grausame Fischerei

Mit riesigen Netzen gehen die Fischer auf die Jagd nach den Thunfischen. Viele gehen jedoch schon dabei qualvoll zugrunde, weil sie von den anderen Fischen in den sich zusammenziehenden Fangnetzen zerquetscht werden. An Bord werden sie oft erschlagen, damit sie sich nicht mehr wehren, bevor sie in eine Gefriertruhe geworfen werden. Kleinere Thunfische werden einfach nur auf Eis gelegt und sterben so einen langsamen, qualvollen Tod durch Ersticken oder Erfrieren.

4. Massenfischzucht

Der weltweite Bedarf an Fisch ist nach wie vor extrem hoch, doch die Bestände in den Meeren sind inzwischen stark geschrumpft. Deswegen wird zunehmend auf Intensivhaltung gesetzt, bei der kleine Thunfische auf engstem Raum gefangen gehalten und gemästet, anschließend getötet und verkauft werden.

5. Gefährliche Chemikalien

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Die Ozeane sind inzwischen leider stark verunreinigt und enthalten zahlreiche giftige Chemikalien, welche natürlich zwangsläufig auch von den Fischen aufgenommen werden. Dazu gehören beispielsweise polychlorierte Biphenyle (PCB) oder Dioxine. Diese krebserregenden Stoffe wurden im Fettgewebe verschiedenster Fischarten gefunden.

6. Drohende Lebensmittelvergiftungen

Der Verzehr von Fisch kann gefährlich werden. Laut der Amerikanischen Seuchenschutzbehörde werden 75 Prozent aller weltweiten Lebensmittelvergiftungen durch den Verzehr von Meeresfischen verursacht. Dabei spielten natürlich auch die Frische und die Zubereitung eine wichtige Rolle.

7. Thunfischfang als Grund für Delfinsterben 

Beim Fischfang gehen nicht nur Thunfische, sondern auch Delfine, Haie und andere, eigentlich nicht gewollte Fische ins Netz, die darin oft qualvoll verenden.

8. Verschmutzung der Ozeane 

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Viele Netze und andere Fanggeräte sind aus Metall, Kunststoff oder anderen problematischen Materialien. Wenn beim Fischfang davon etwas in die Meere und Ozeane gelangt, schadet das der Umwelt generell, insbesondere den Meerestieren sowie Vögeln.

Wie du siehst, ist letztendlich nicht nur der Fang und Verzehr von Thunfisch problematisch. Der grausame Fischfang und die gesundheitlichen Nachteile treffen auch auf viele andere Fischarten zu. Viele Menschen begründen ihren häufigen Fischkonsum mit den wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Dabei gibt es wesentlich gesündere Alternativen, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, z.B. Leinsamen, Chia-Samen, Rapsöl oder Walnussöl. Wenn du dennoch nicht auf Fisch verzichten möchtest, solltest du darauf achten, besonders nachhaltigen Fisch zu kaufen. 

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/thunfisch/

Gruß an die Wissenden

TA KI

So gut sind Leinsamen für deinen Körper.


Schon der Name verrät es: Auf Latein heißen Leinsamen „Linum usitatissimum“ – übersetzt bedeutet dies „nützlicher Leinen“. Wer hätte gedacht, dass in dieser Pflanze so viel Energie und Gutes steckt?

Wikipedia

Aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit und Inhaltsstoffe können Leinsamen vielen Krankheiten vorbeugen und Beschwerden lindern. Von Verstopfung bis hin zu Herzproblemen.

Flickr/healthaliciousness

Gleichzeitig sind Leinsamen eine super Unterstützung für alle, die Diät machen. Der Grund dafür sind die reichlich enthaltenen Ballaststoffe und guten Fette, die dazu führen, dass du schneller satt wirst und deine Verdauung und Stoffwechsel angeregt werden. Das hilft beim Abnehmen.

Twitter/FitnessDaily19

Die gesundheitsförderliche Wirkung lässt sich auf die drei Hauptinhaltsstoffe zurückführen: Omega-3-Fettsäuren (eine der höchsten Konzentrationen überhaupt), mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Lignane. Diese Stoffe sind gut für Gelenke und die Abwehrkräfte. Auch das Gehirn profitiert sehr stark von den Omega-3-Fettsäuren. Ein Mangel kann spürbaren Beeinträchtigungen des Denkvermögens führen, bis hin zu Verhaltensänderungen und Depressionen. Leinsamen können dem entgegenwirken.

Lignane können zudem gerade für Frauen sehr wichtige Funktionen einnehmen. Da die Lignane im Aufbau sehr nahe mit Östrogen verwandt sind, werden sie mit einem verminderten Brustkrebs- und Osteoporoserisko in Verbindung gebracht.

Flickr/germantenorio

Dazu kommen noch zahlreiche Vitamine und Mineralien wie B-Vitamine, Kalzium, Zink, Eisen und noch vieles mehr.

Flickr/K B

Sogar im Kampf gegen Diabetes bewähren sich Leinsamen. Denn mit Hilfe wichtiger Antioxidantien verringern sie die Insulinresistenz und verbessern die Blutzuckerwerte. So schützen Leinsamen vor der Entstehung von Diabetes.

Flickr/ansesgob

Um wirklich das meiste aus den Leinsamen herauszuholen, solltest du sie mahlen (geht sehr gut in einer Kaffeemühle oder einem Mixer). Mindestens 30 Minuten bevor du sie isst, solltest du sie dann in Wasser einweichen und anschließend gut abtropfen lassen.

Flickr/sandy Poore

Wenn du die Samen trocken und lichtgeschützt lagerst, halten sie sich bis zu ein paar Monaten – als ganze Körner noch länger als die gemahlenen. So hast du immer einen schnell verfügbaren Vorrat dieses großartigen Lebensmittels.

Am Besten schmecken sie in selbst gebackenem Brot oder als Zutat in deinem Müsli. So machen sie länger satt, schmecken gut und lassen sich natürlich super mit Früchten kombinieren.

Flickr/Luz

Innerhalb von nur zwei Wochen wirst du Ergebnisse sehen können. Bessere Haut, bessere Verdauung und mehr Energie den ganzen Tag über. Dazu noch die ganzen vorbeugenden Effekte und man hat ein echtes Superlebensmittel. Jeder sollte diese nützlichen Samen in seinen Speiseplan einbauen. Damit tust du dir richtig gut.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/taeglich-leinsamen/

Gruß an die Gesunden

TA KI

Naturheilmittel mit Wirkung auf den Blutdruck – Update 2016


Ist eine Blutdrucksenkung durch Naturheilmittel möglich?

 

Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Welche Naturheilmittel und Wirkstoffe natürlichen Ursprungs können den Blutdruck reduzieren?
  • In welchem Ausmaß senken pflanzliche Wirkstoffe den Blutdruck?
  • Können Naturheilmittel chemisch definierte Antihypertensiva ersetzen?
  • Sind Naturheilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zur unterstützenden Behandlung einer Hypertonie geeignet?
  • Welche Dosierungen von Naturheilmitteln sind für eine Blutdrucksenkung notwendig?
  • Bei welchen Phytopharmaka kann es zu einem Blutdruckanstieg kommen?

 

Hintergrund

Für zahlreiche pflanzliche Wirkstoffe konnte in Studien eine blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen werden. In der Regel ist das Ausmaß der Blutdrucksenkung durch Naturheilmittel eher gering ausgeprägt. Trotzdem sind verschiedene natürliche Wirkstoffe zur unterstützenden Behandlung bei erhöhtem Blutdruck geeignet. Besonders in Kombination mit einer Lebensstiländerung und diätetischen Maßnahmen sind bestimmte Naturheilmittel geeignet, hoch-normale Blutdruckwerte (systolisch 130-139 mmHg, diastolisch 85-89 mmHg) zu senken. Bei einer manifesten Hypertonie ist eine Blutdrucksenkung allein mit Naturheilmitteln nicht ausreichend. Ein Bluthochdruck ist definiert als ein systolischer Blutdruck größer als 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck von größer 90 mmHg.

Auch eine Blutdrucksenkung innerhalb des Normalbereichs durch diätetische Maßnahmen kann Folgeerkrankungen verhindern (5). Unklar ist bisher, ob durch die Kombination verschiedener Naturheilmittel eine additive Blutdrucksenkung erreicht werden kann.

Für die folgenden Naturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel konnte in klinischen Studien eine unterschiedlich stark ausgeprägte Blutdrucksenkung nachgewiesen werden:

• Coenzym Q10

• Omega-3-Fettsäuren

• Granatapfel

• Kakao

• Knoblauch

• Lycopin

• L-Arginin

• Kalium

• Grüner Tee

• Hibiskus

• Weißdorn

• Rote Beete

• L-Carnitin

• Zimt


Um abschätzen zu können, in welchem Ausmaß diese Naturheilmittel oder Wirkstoffe natürlichen Ursprungs den Blutdruck senken, wurde eine Literaturrecherche durchgeführt, deren Ergebnisse im Folgenden dargestellt sind.

An Ende dieses Beitrages wird über gängige Naturheilmittel berichtet, die zu einem Blutdruckanstieg führen können und daher von Patienten mit einer Hypertonie nicht angewendet werden sollten.

Coenzym Q10

Coenzym Q10, auch als Ubichinon bekannt, ist ein Antioxidans, das über seine Wirkung auf das Gefäßendothel blutdrucksenkend wirken könnte. Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz. Als Bestandteil der Atmungskette ist Coenzym Q10 essenziell für die Energiebereitstellung.
Die Autoren einer Metaanalyse klinischer Studien kommen zu dem Schluss, dass Coenzym Q10 das Potential besitzt, den Blutdruck bei Menschen mit Bluthochdruck zu senken (54).

Studien zur Wirkung von Coenzym Q10 auf den Blutdruck
Die zusätzliche Gabe von Coenzym Q10 bei Bluthochdruck-Patienten wirkt sich günstig auf den systolischen und diastolischen Blutdruck aus (21). Mehrere kleinere klinische Studien konnten einen blutdrucksenkenden Effekt einer Supplementation mit Coenzym Q10 bei Patienten mit essenzieller Hypertonie nachweisen (32).
Bei Diabetes-Patienten konnte unter einer Coenzym-Q10-Einnahme neben einer Reduktion der HBA1c-Konzentration auch eine geringe Abnahme sowohl beim systolischen als auch beim diastolischen Blutdruck dokumentiert werden (13).

Bei Patienten mit niedrigen Coenzym-Q10-Spiegeln konnte nach einer 12-wöchigen Behandlung mit täglich 100 mg Coenzym Q10 zusätzlich zur normalen blutdrucksenkenden Therapie eine signifikante Abnahme des systolischen Blutdrucks dokumentiert werden (von 169 auf 148 mmHg). Der diastolische Blutdruck veränderte sich hingegen nicht statistisch signifikant (33).

In einer placebo-kontrollierten Studie an 52 Herzinfarkt-Patienten mit einer Hyperlipidämie wurde die Wirkung einer 12-wöchigen Einnahme von 200 mg Coenzym Q10 pro Tag u.a. auf den Blutdruck analysiert. Dabei zeigte sich eine signifikante Reduktion der Blutdruckwerte (von 143/90 mmHg auf 131/82 mmHg) im Vergleich zur Placebo-Einnahme (55).

In einer weiteren Placebo-kontrollierten Untersuchung an 32 jungen Athleten konnte unter einer intensiven Trainingsbelastung eine signifikante Abnahme des diastolischen Blutdrucks im Vergleich zu Placebo nach einer Supplementation von 600 mg Coenzym Q10 über 11 Tage beobachtet werden (56).

Dem gegenüber stehen Studien, in denen keine blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen werden konnte. In einer Placebo-kontrollierten Crossover-Studie über 12 Wochen an 30 Patienten wurde die Wirkung von 2x täglich 100 mg Coenzym Q10 ergänzend zur konventionellen antihypertensiven Behandlung auf den 24-Stunden-Blutdruck untersucht. Im Ergebnis zeigte sich kein signifikanter Unterschied von Coenzym Q10 im Vergleich zur Placebo-Gabe (34).

Die Daten zusammenfassend, deuten die bisher veröffentlichten Daten darauf hin, dass Bluthochdruck-Patienten mit einer unzureichenden Coenzym Q10-Versorgung, aber auch Patienten mit Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes von einer Supplementation profitieren könnten.

Neuere Daten weisen hingegen darauf hin, dass eine Supplementation von Coenzym Q10 unter Alltagsbedingungen sich auch ungünstig auf den Blutdruck auswirken könnte: In einer großen Real-life-Study mit auswertbaren Daten von 9,732 Personen wurde geprüft, ob die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln einen Einfluss auf den Blutdruck hat (53). Bei einer Supplementation von Coenzym Q10 zeigte sich eine geringfügige, aber statistisch signifikante Erhöhung der systolischen Blutdruckwerte (127,3 mmHg vs. 125.3 mmHg) bei einer nicht-signifikanten Veränderung der diastolischen Werte (73,1 vs. 73.6 mmHg).

Weitere Informationen zur Wirkung von Coenzym Q10:

 

Coenzym Q10 – Wirksam oder unwirksam?

 

Omega-3-Fettsäuren

Bisherige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Fischöl-Supplementierung den Blutdruck reduziert. Für die antihypertensive Wirkung von Fischöl verantwortlich sind wahrscheinlich die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). In einer Metaanalyse wurde geprüft, ob eine Zufuhr von langkettigen Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl (EPA, DHA) den Blutdruck relevant senkt (40).

Nach der Metaanalyse der 70 kontrollierten Studien verringert sich der systolische Blutdruck im Vergleich zu Placebo unter EPA+DHA um durchschnittlich 1,52 mmHg und der diastolische Blutdruck um 0,99 mmHg. In der Analyse der Daten von Bluthochdruckpatienten wurde eine signifikante Verringerung der systolischen (-4,51 mmHg) und diastolischen Blutdruckwerte (-3,05 mmHg) beobachtet. In Untersuchungen von Personen mit normalen Blutdruckwerten fanden sich ebenfalls verminderte systolische Blutdruckwerte (-1,25 mmHg).

Der Analyse zufolge gibt es keine klare Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen EPA/DHA und dem systolischen Blutdruck. Eine signifikante Reduktion wurde mit Dosen von 1 bis 2 g / Tag (-1,81 mmHg) und 3 bis 4 g / Tag (-3,85 mmHg) beobachtet. Bezogen auf den diastolischen Blutdruck wurde keine offensichtliche Wirkung für Dosierungen von weniger als 2 g / Tag beobachtet, wohingegen Dosierungen von 2 bis 3 g / Tag (-1,09 mmHg) und 3 bis 4 g / Tag (-1,86 mmHg) zu einer signifikanten Reduktionen des diastolischen Blutdrucks führten.

Zusammenfassend belegen bisherige Studien, dass die Anwendung von EPA+DHA in einer Dosierung von mehr als 2 g pro Tag sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck geringfügig senkt. Der stärkste blutdrucksenkende Effekt wurde bei Patienten mit manifestem Bluthochdruck beobachtet, die noch keine blutdrucksenkenden Medikamente erhalten hatten. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass eine geringe Dosis (zwischen 1 und 2 g pro Tag) zwar den systolischen Blutdruck, nicht aber den diastolischen Blutdruck senkt (40).

Weitere Informationen zur Wirkung von Omega-3-Fettsäuren:

Omega-3-Fettsäuren (Teil 1) – Welchen Stellenwert haben Omega-3-Fettsäuren zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

 

Granatapfel

Möglicherweise schützen Wirkstoffe des Granatapfels vor kardiovaskulären Erkrankungen. Untersuchungen legen nahe, dass sich Inhaltsstoffe des Granatapfels günstig auf die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) auswirken. Wesentlich entscheidender für die Schutzwirkung von Granatapfelsaft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen scheint aber die blutdrucksenkende Wirkung zu sein.
Es liegen deutliche Hinweise vor, dass der Konsum von Granatapfelsaft zu einer Blutdrucksenkung führt und damit möglicherweise auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eines Schlaganfalls vermindert.

Studien zur Wirkung von Granatapfelsaft auf den Blutdruck
Erste orientierende Untersuchungen deuten auf eine signifikante Abnahme des systolischen Blutdrucks unter der täglichen Zufuhr von Granatapfelsaft hin (4, 5). In einer Untersuchung von 10 Personen zeigte sich beispielsweise nach 12 Monaten eine Abnahme des systolischen Blutdrucks um 12 % im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe (5). Bei Patienten mit einer Hypertonie konnte durch eine tägliche Zufuhr von 50 ml Granatapfelsaft nach 2 Wochen eine Reduktion des systolischen Blutdrucks um 5 % dokumentiert werden (4). Bestätigt wurden diese Befunde durch aktuelle Untersuchungen: In einer kleinen Studie mit 21 Bluthochdruck-Patienten konnte gezeigt werden, dass der tägliche Konsum von 150 ml Granatapfelsaft über 2 Wochen im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Reduktion sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks führt (3). In einer weiteren Untersuchung konnte durch die Aufnahme von Granatapfelsaft direkt vor einer fettreichen Mahlzeit, der sich normalerweise einstellende Anstieg des systolischen Blutdrucks vermindert werden (17). Dass es auch bei gesunden Personen, ohne Bluthochdruck, zu einer leichten Abnahme des Blutdrucks unter der täglichen Aufnahme von 330 ml Granatapfelsaft kommt, konnte in einer Placebo-kontrollierten Studie an 51 gesunden Erwachsenen nachgewiesen werden. Nach 4 Wochen konnte in der Granatapfel-Gruppe eine signifikante Abnahme des systolischen (-3,1 mmHg) und des diastolischen Blutdrucks (-2,3 mmHg) beobachtet werden (16).

In einer Placebo-kontrollierten Studie an 101 Dialyse-Patienten wurde geprüft, ob die dreimal wöchentliche Aufnahme von 100 ml Granatapfelsaft (0,7 mmol Polyphenole) über einen Zeitraum von einem Jahr sich positiv auf kardiovaskuläre Risikofaktoren, wie z.B. den Blutdruck auswirkt (50). Ergebnis: Der systolische Blutdruck nahm in der Granatapfelsaft-Gruppe signifikant um 6,8 % ab. Das entsprach einer Reduktion von 9,8 mmHg, während sich der systolische Blutdruck in der Placebogruppe nicht signifikant veränderte. Darüber hinaus nahm die Zahl der antihypertensiven Medikamente in der Granatapfelsaft-Gruppe im Studienverlauf um durchschnittlich 22,7 % ab, während sie in der Placebogruppe nur um 8,6 % zurückging. Ein Anstieg der antihypertensiven Medikation wurde bei 10,6 % der Patienten in der Granatapfelsaft-Gruppe und bei 31,4 % in der Placebogruppe dokumentiert. Auffällig war das schnellere Ansprechen auf die Behandlung von Patienten mit systolischen Blutdruckwerten von größer 140 mmHg zu Studienbeginn. Bereits nach 6 Monaten Therapie war der systolische Blutdruck um 5,3 % gesunken, nach 12 Monaten Behandlung lag die Abnahme des systolischen Blutdrucks bei 8,7 % (50).

Weitere Anwendungen von Granatapfel:

 

Granatapfel – Granatapfelsamenöl zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden

 

Kakao

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass kakaoreiche Produkte das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass eine höhere durchschnittliche Aufnahme von Schokolade (7,5 gegenüber 1,7 g pro Tag, davon 24 % als dunkle Schokolade) mit einem niedrigeren Blutdruck und mit einem um 10 % verminderten Schlaganfall-Risiko einhergeht.

Studien zur Blutdrucksenkung

Mehrere Metaanalysen hatten bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass kakaoreiche Lebensmittel den Blutdruck senken können. In einer kürzlich erschienen Metaanalyse wurden die Daten aus 20 Studien mit 856 Teilnehmern analysiert (24). Bei den überwiegend gesunden Teilnehmern konnte eine statistisch signifikante blutdrucksenkende Wirkung von Kakao-Produkten im Vergleich zu Kontrollgruppen nachgewiesen werden. Die Studien hatten mit 2 bis18 Wochen eine relativ kurze Dauer. Die Blutdrucksenkung fiel im Durchschnitt gering aus (systolisch: -2,8 mmHg; diastolisch -2,2 mmHg). Bemerkenswert war, dass der blutdrucksenkende Effekt in der Mehrzahl der Studien bereits nach 14 Tagen nachweisbar war.

Weitere Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass auch Patienten mit einem Bluthochdruck von einem erhöhten Konsum dunkler Schokolade profitieren könnten. Bei Patienten mit Hypertonie konnte eine signifikante Abnahme des systolischen (-5.0 mmHg) und diastolischen Blutdrucks (-2.7 mmHg) dokumentiert werden (24, 35).

Zusammenfassend weisen die Studienergebnisse darauf hin, dass dunkle Schokolade schon in relativ geringen Mengen den Blutdruck senken kann. Dieser gut belegte blutdrucksenkende Effekt von dunkler Schokolade könnte wesentlich zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Weitere Details zur Wirkung von dunkler Schokolade:

 

Gesundheitsfördernde Eigenschaften von dunkler Schokolade

 

Knoblauch

Neben seiner Bedeutung als Küchengewürz wird Knoblauch auch aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung verwendet. In der wissenschaftlichen Literatur werden insbesondere die blutdrucksenkende und die cholesterinsenkende Wirkung durch den Verzehr von Knoblauch diskutiert.

Knoblauch zur Blutdrucksenkung

Knoblauch ist ein weitverbreitetes pflanzliches Produkt zur Behandlung von Bluthochdruck. Die große Zahl publizierter Studien zur Wirkung von Knoblauch wurde in verschiedenen Metaanalysen zusammengefasst. Eine Auswertung von 11 Studien aus dem Jahre 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass Knoblauch den systolischen Blutdruck im Vergleich zu Placebo um 4,6 mmHg senkt. Werden nur Patienten mit einem Bluthochdruck betrachtet, so fällt die Blutdrucksenkung etwas stärker aus: 8,4 mmHg systolisch und 7,3 mmHg diastolisch. Je höher die Blutdruckwerte zu Behandlungsbeginn, desto ausgeprägter war die blutdrucksenkende Wirkung von Knoblauch in einer Untersuchung (23).

Insgesamt zeigen Übersichtsarbeiten zur Wirkung von Knoblauch auf den Blutdruck keine einheitlichen Ergebnisse (20). Die zum Teil widersprüchlichen Ergebnisse könnten auf methodische Mängel der betrachteten Studien zurückgeführt werden. Eine weitere Analyse einer niederländischen Forschergruppe hat sich mit der methodischen Qualität, insbesondere mit der Beschreibung der Blutdruckmessung, auseinandergesetzt (26): Es wurden insgesamt 32 Studien analysiert. Im Ergebnis stellten die Autoren fest, dass die methodische Qualität der Studien insgesamt unzureichend sei. Die Autoren kommen zu dem Fazit, dass eine blutdrucksenkende Wirkung von Knoblauch auf Basis der bisherigen Daten nicht zu belegen sei. Aus ihrer Sicht könne daher Knoblauch nicht zur antihypertensiven Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck in der täglichen Praxis empfohlen werden (20, 26).

Dem gegenüber stehen neuere Studien bei Bluthochdruck-Patienten, in denen jeweils eine klinisch relevante Blutdrucksenkung dokumentiert werden konnte (27): Eine Studie umfasste 47 Hypertonie-Patienten und zeigte, dass Knoblauch den systolischen Blutdruck um 12 mmHg und den diastolischen Blutdruck um 9 mmHg im Vergleich zu Placebo reduzierte. Die Autoren stellten zudem fest, dass Knoblauch keine ernsten Nebenwirkungen verursacht. Erwartungsgemäß wurden mehrere Fälle von Knoblauch-Mundgeruch bzw. -Körpergeruch berichtet.

In der zweiten Placebo-kontrollierten Studie wurden Hochdruck-Patienten mit 3x täglich 200 mg Knoblauchpulver zusätzlich zu einer Diuretika-Basistherapie behandelt. Diese ergänzende Behandlung führte zu einer mittleren Reduktion des systolischen Blutdrucks von 10 – 11 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 6 – 8 mmHg im Vergleich zu Placebo.
Da im Studienbericht keine Konfidenzintervalle für die Blutdruck-Änderungen angegeben wurden und die Unterschiede im Blutdruck in den Bereich der bekannten Variabilität von Blutdruckmessungen fallen, ist es schwierig, das tatsächliche Ausmaß der Wirkung von Knoblauch auf Blutdruck zu bestimmen (27).

Trotz der nicht eindeutigen Studienlage zur Beeinflussung des Blutdrucks durch Knoblauch, überwiegen die Ergebnisse, die dem Knoblauch bei regelmäßiger Zufuhr in ausreichender Menge eine relevante Blutdrucksenkung zuschreiben.

Weitere Details zur Wirkung von Knoblauch:

 

Einfluss von Knoblauch auf den Blutdruck und die Cholesterinwerte

 

Lycopin

Epidemiologische Studien liefern Hinweise auf einen blutdrucksenkenden Effekt von Lycopin. Ein regelmäßiger Verzehr von Tomaten-Produkten könnte aufgrund der damit verbundenen Lycopin-Zufuhr zu einer Abnahme des Blutdrucks beitragen (40).

Lycopin ist der farbgebende Bestandteil vieler roter Früchte und Gemüsesorten, wie z.B. Tomaten. Lycopin ist ein Carotinoid, das eine strukturelle Ähnlichkeit zum Beta-Carotin aufweist.

Eine Blutdrucksenkung als Folge einer Lycopin-Supplementation wurde in mehreren kleinen Studien dokumentiert (10, 19, 22). Dabei wurde insbesondere eine Reduktion des systolischen Blutdrucks beobachtet (22).

In einer Metaanalyse wurden die Daten aus 6 relativ kleinen Studien zusammengeführt (48). Wesentliches Ergebnis war die signifikante Reduktion des systolischen Blutdrucks um 4,9 mmHg. Hingegen war die Abnahme beim diastolischen Blutdruck nicht statistisch signifikant. Auffällig war, dass eine höhere Dosis an Lycopin (>12 mg/Tag) zu einer stärkeren Abnahme des systolischen Blutdrucks führte, besonders bei Personen mit einem Blutdruck von größer 120 mmHg (48). 
In drei der fünf Lycopin-Studien wurde eine Dosierung von 15 mg pro Tag über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen geprüft. Die Senkung des Blutdrucks in diesen Studien war besonders bei Patienten mit einer Hypertonie im Stadium 1 erfolgreich. Hingegen berichten zwei weitere Studien mit ähnlicher Lycopin-Dosierung über keine Veränderungen beim Blutdruck (49).

Weitere Informationen zur Wirkung von Lycopin:

 

 

Aminosäure L-Arginin

L-Arginin ist eine semi-essentielle Aminosäure und das natürliche Substrat der Stickstoffmonoxid (NO)-Synthase und damit verantwortlich für die Bildung von NO, einem Molekül, das entscheidend zur Gefäßweitstellung beiträgt. Zu L-Arginin-reichen Lebensmitteln zählen Fisch, Soja, Vollkornprodukte, Bohnen und Nüsse.

In einer Cochrane-Metaanalyse wurde die blutdrucksenkende Wirkung von L-Arginin geprüft (41). Insgesamt wurden 11 randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studien mit 387 Teilnehmern in diese Auswertung eingeschlossen. Die Dauer der Studien lag zwischen 2 bis 24 Wochen mit einem Median von 4 Wochen. Die tägliche Dosierung von L-Arginin in Form von Tabletten, Kapseln oder Pulver lag bei 4 bis 24 g (Medianwert: 9 g).
Ergebnisse: Im Vergleich zu Placebo konnte durch die L-Arginin-Gabe der Blutdruck gesenkt werden: Der systolische Blutdruck sank um 5,39 mmHg (95 % CI -8,54 bis -2,25, P = 0,001) und der diastolische Blutdruck verminderte sich um durchschnittlich 2,66 mmHg (95 % CI -3,77 bis -1,54, p <0 .001=““ arial=““ face=““ font=““ helvetica=““ sans-serif=““>)
In einer Studie zeigten sich Hinweise, dass die Blutdrucksenkung unter L-Arginin-Gabe bei Bluthochdruck-Patienten deutlicher ausfällt als bei Teilnehmern mit normalen Blutdruck (systolischer Blutdruck: −5.6 vs. −1.8 mmHg, diastolisch: −3.8 vs. −1.8 mmHg). Die blutdrucksenkende Wirkung von L-Arginin wurde sowohl bei Patienten, die bereits antihypertensiv behandelt wurden als auch bei Personen ohne blutdrucksenkende Medikation beobachtet (41).
Die Höhe der optimalen Dosierung von L-Arginin zur Blutdrucksenkung ist noch unklar.

Kalium

Die empfohlene tägliche Aufnahme von Kalium für Erwachsene und Jugendliche liegt in Deutschland bei 2 Gramm pro Tag. Epidemiologische Untersuchungen geben Hinweise, dass eine höhere Kaliumaufnahme zu einer Blutdrucksenkung beitragen kann.

Von der Cochrane-Collaboration wurden eine systematische Überprüfung der Literatur und eine Metaanalyse durchgeführt, u.a. um die Auswirkung einer Kaliumzufuhr auf den Blutdruck zu objektivieren. Insgesamt wurden 22 randomisierte kontrollierte Studien mit zusammen 1.606 Teilnehmern in die Analyse eingeschlossen (42).
Eine erhöhte Kaliumaufnahme vermindert den Daten zufolge den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 3,49 mmHg (95 % Konfidenzintervall 1,82 bis 5,15 mmHg) und den diastolischen Blutdruck um 1,96 mmHg (0,86 bis 3,06 mmHg) bei Erwachsenen mit Bluthochdruck, nicht jedoch bei Personen ohne Hypertonie. Bei einer noch höheren Kaliumzufuhr von 90-120 mmol / Tag verringerte sich der systolische Blutdruck sogar um durchschnittlich 7,16 mmHg (1,91 – 12,41 mmHg) und der diastolische Blutdruck um 4.01 mmHg (0.42 – 8.44 mmHg). Eine Zufuhr von 90 bis 120 mmol Kalium pro Tag entspricht einer täglichen Aufnahme von ca. 3,5 bis 4,6 Gramm Kalium.
Eine erhöhte Kaliumzufuhr hatte keinen negativen Einfluss auf die Nierenfunktion und die Blutfette (Cholesterin, Triglyceride).
Die beschriebenen Effekte auf den Blutdruck wurden in der Regel nach einer Behandlungsdauer von 2 bis 4 Monaten beobachtet.

Zusammenfassend belegen überzeugende Studiendaten, dass eine hohe Kaliumzufuhr den Blutdruck bei Patienten mit Hypertonie ohne nachteilige Auswirkung auf die Blutfette oder die Nierenfunktion senkt (42).

Grüner Tee

Die positiven Wirkungen des Teekonsums gelten insbesondere für den Grünen Tee mit seinem hohen Gehalt an Catechinen. Catechine zählen zu den Flavonoiden, diese wiederum gehören zur Gruppe der Polyphenole, denen gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.

Bisherige Untersuchungen zur Wirkung von grünem Tee auf den Blutdruck haben inkonsistente Ergebnisse erbracht. Eine kürzlich erschiene Metaanalyse hat die bisher veröffentlichten Daten zusammengefasst (47). Dreizehn Studien mit insgesamt 1.367 Patienten wurden in die Metaanalyse eingeschlossen. Nach dem Ergebnis der Analyse führt ein Grüntee-Konsum im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Abnahme des systolischen (-1,98 mmHg) und diastolischen Blutdrucks (-1,92 mmHg). Subgruppenanalysen erbrachten weitere interessante Ergebnisse. Demnach führt auch die Zufuhr von Grüntee-Polyphenolen (als Grüntee-Extrakt) zu einer Blutdrucksenkung, jedoch nur bei Anwendung in geringer Dosierung. Diese Beobachtung lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass hohe Dosen von Grüntee-Extrakt erhebliche Menge an Koffein enthalten, für das ein blutdrucksteigernder Effekt in Metaanalysen überzeugend belegt ist (43). Je höher der Koffeingehalt von Tee, desto unwahrscheinlicher ist ein blutdrucksenkender Effekt. Weiterhin zeigte sich, dass insbesondere Personen mit einer Vorstufe zur Hypertonie (Prä-Hypertonie) und leichten Formen des Bluthochdrucks (Stufe 1) von der Blutdrucksenkung durch Grünen Tee profitieren (47).

Eine weitere Übersichtsarbeit hat die Daten zur Wirkung von Grünen Tee auf den Blutdruck von Personen mit Übergewicht oder Adipositas bewertet. Nach Auswertung von 14 Studien mit zusammen 971 Teilnehmern kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Grüner Tee oder Grüntee-Extrakt zu einer geringen, aber signifikanten Abnahme beim systolischen (-1,42 mmHg) und diastolischen Blutdruck (-1,25 mmHg) führt (46).

Weitere Informationen zur Wirkung von Grünen Tee

Gesundheitsfördernde Eigenschaften von grünem Tee – welche Wirkungen sind belegt?

Hibiscus oder Roselle (Hibiscus sabdariffa) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Malvengewächse und stammt aus dem Südosten Asiens. Als Arzneimittel wird Hibiscus traditionell als Tee zusammen mit Hagebutte angewendet. Die regelmäßige Zufuhr von Hibiscus kann Untersuchungen zufolge blutdrucksenkend wirken.

Mit Blick auf die blutdrucksenkenden Eigenschaften zählt Hibiscus sabdariffa zu den am besten untersuchten Pflanzen. Tierexperimentelle Studien haben wiederholt gezeigt, dass der Verzehr von Hibiscus-sabdariffa-Extrakt den Blutdruck in einer dosisabhängigen Weise senkt (39). Kontrollierte Studien belegen, dass der tägliche Verzehr von Tee oder Hibiscus-sabdariffa-Blütenextrakt den systolischen Blutdruck bei Erwachsenen mit mittelschwerer essentieller Hypertonie und Typ-2-Diabetes in einem relevanten Ausmaß vermindert (62, 63). Darüber hinaus erwies sich Hibiscus-sabdariffa-Tee bei der Senkung des Blutdrucks als ebenso wirksam wie das häufig verwendete Blutdruck-Medikament Captropril (ACE-Hemmer), jedoch im Vergleich zu Lisinopril als weniger wirksam (39).
In den meisten Studien konnte nur eine Abnahme des systolischen, nicht aber des diastolischen Blutdrucks nachgewiesen werden. Beispielsweise sank der systolische Blutdruck unter der 3x täglichen Aufnahme von 240 ml Hibiscus-Tee nach 6
Wochen um -7,2 mmHg im Vergleich zu -1,3 mmHg in der Placebo-Gruppe (38).

Während in einer weiteren Studie unter der regelmäßigen Zufuhr von Schwarzem Tee der systolische Blutdruck innerhalb eines Monats geringfügig anstieg, konnte in der Hibiscus-Gruppe eine signifikante Abnahme dokumentiert werden. Auch in dieser Untersuchung blieb der diastolische Blutdruck unverändert (37).

In einer Placebo-kontrollierten Studie an 80 Patienten mit Hypertonie (Ausgangs-Blutdruck: ca. 150/100 mmHg) gelang der Nachweis, dass eine 4-wöchige Behandlung mit Hibiscus sabdariffa mindestens genauso wirksam den Blutdruck senkt wie eine Standard-Behandlung mit dem Diuretikum Hydrochlorothiazid (25 mg). Am Ende der Behandlungsphase konnte beim systolischen Blutdruck unter dem Diuretikum eine Abnahme um 12,9 mmHg im Vergleich zu 17,1 mmHg unter Hibiscus sabdariffa dokumentiert werden (diastolischer Blutdruck: -9,5 mmHg Diuretikum vs. -11,1 mmHg Hibiscus sabdariffa)(63).

Diese umfassenden Daten lassen darauf schließen, dass Hibiscus eine vielversprechende nicht-medikamentöse Behandlungsoption zur unterstützenden Behandlung der Hypertonie darstellt. Es sind aber weitere qualitativ hochwertige Studien notwendig, um diese Befunde zu sichern.

Weißdorn

Weißdorn wird aufgrund seiner herzschützenden Eigenschaften zur unterstützenden Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz eingesetzt.
Kontrollierte Studien deuten darauf hin, dass Weißdorn darüber hinaus einen blutdrucksenkenden Effekt aufweist und den Fettstoffwechsel günstig beeinflusst (9, 30).

Einfluss von Weißdorn auf den Blutdruck

In einer Placebo-kontrollierten Untersuchung einer englischen Forschergruppe wurden erste Hinweise auf einen blutdrucksenkenden Effekt von Weißdorn-Extrakt bestätigt (30). 79 Diabetes-Patienten erhielten in dieser Studie über 16 Wochen zusätzlich zu ihrer antihypertensiven Standardtherapie entweder täglich 1200 mg Weißdorn-Extrakt oder Placebo. Am Ende der Behandlungsphase zeigte sich im Vergleich zu Placebo ein signifikant geringerer diastolischer Blutdruck bei gleichzeitig unveränderten systolischen Blutdruck (30).
In einer kleinen Studie an Erwachsenen mit milder Hypertonie wurde nach einer Behandlung mit Weißdorn über 16 Wochen eine Reduktion des systolischen und diastolischen Blutdrucks um 13 mmHg bzw. 8 mmHg beobachtet (2).

In Studien zur Wirksamkeit von Weißdorn bei Herzinsuffizienz wurden bei den sekundären Parametern auch blutdrucksenkende Wirkungen festgestellt (29, 31).

In einer Crossover-Studie wurden verschiedene Dosierungen von Weißdorn-Extrakt im Vergleich zu Placebo an 22 Personen mit leicht erhöhten Blutdruckwerten untersucht. Die Kurzzeit-Behandlung (3,5 Tage) mit Dosen zwischen 1.000 und 2.500 mg zeigte dabei keine Beeinflussung der Blutdruckwerte (57).

Alle Weißdorn-Studien, in denen eine Blutdrucksenkung dokumentiert werden konnte, hatten mindestens eine Studiendauer von 10 Wochen. Auch die deutsche Kommission E empfiehlt eine Behandlungsdauer von mindestens 6 Wochen (6).

Die bisherigen klinischen Untersuchungen zur Wirkung von Weißdorn-Extrakt auf den Blutdruck haben zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt, sodass derzeit noch keine abschließende Bewertung möglich ist.

Weitere Informationen zur Wirkung von Weißdorn:

 

Ist Weißdorn-Extrakt zur Behandlung der Herzinsuffizienz wirksam?

 

Rote Beete

Über die Ernährung aufgenommenes Nitrat kann den Blutdruck senken. In der Nahrung ist Nitrat vor allem in grünem Blattgemüse und Roter Bete enthalten. In zwei Untersuchungen an Patienten mit Hypertonie wurde geprüft, ob die regelmäßige Zufuhr von Rote-Beete-Saft eine blutdrucksenkende Wirkung hat.

In einer Placebo-kontrollierten Doppelblind-Studie erhielten 68 Patienten mit Bluthochdruck über 4 Wochen täglich entweder 250 ml Rote-Beete-Saft oder ein Placebo-Getränk (58). Die Patienten waren entweder medikamentös vorbehandelt oder Therapie-naiv. Die Blutdruckveränderung wurde über drei verschiedene Messmethoden dokumentiert. Ergebnisse: Die Behandlung mit Rote-Beete-Saft führte nach 4 Wochen zu einer signifikanten Reduktion der in der Klinik gemessenen Blutdruckwerte, der 24-Stunden-Blutdruckwerte und der zu Hause gemessenen Werte. Bei der Messung in der Klinik verringerte sich der mittlere systolische Blutdruck im Vergleich zum Ausgangswert deutlich um 7,7 mmHg, der mittlere diastolische Blutdruck sank um 2,4 mmHg (p = 0,05). Eine ähnliche, signifikante Abnahme konnte beim Zuhause gemessenen Blutdruck und bei der ambulanten 24-Stunden-Blutdruckmessungen sowohl für den systolischen und diastolischen Blutdruck in der Rote-Beete-Saft-Gruppe dokumentiert werden. Im Studienverlauf wurde keine Tachyphylaxie der blutdrucksenkenden Wirkung nach wiederholter Aufnahme von Rote-Beete-Saft beobachtet (58).

Eine weitere Untersuchung mit der Fragestellung, ob eine erhöhte Nitrataufnahme durch Verwendung von Rote-Bete-Saft für eine Woche den Blutdruck bei behandelten Patienten mit Bluthochdruck senkt, kommt zu einem gegensätzlichen Ergebnis (60). In dieser Placebo-kontrollierten Crossover-Studie an 27 Patienten wurde nach einer Wochen Behandlung mit Rote-Beete-Saft zwar ein Anstieg der Serum-Nitrat und -Nitrit-Spiegel beobachtet, die Blutdruckwerte, gemessen über eine 24-Studen-Blutdurckmessung, zeigten jedoch keinen signifikanten Unterschied zu Placebo (60).

In einer weiteren Untersuchung wurde geprüft, ob der Konsum von nitrathaltigen Rote-Beete-Saft die Blutdruckvariabilität in der 24-Stunden-Bludruckmessung beeinflusst. Beim Ergebnis war bemerkenswert, dass in der Subgruppe der über 65-jährigen keine Veränderung in der Blutdruckvariabilität beobachtet wurde, während bei den Patienten jünger als 65 Jahre die nächtliche systolische Blutdruckvariabilität unter der Rote-Beete-Behandlung signifikant abnahm (-2,8 mmHg). Es wird vermutet, dass die durch Nitratzufuhr induzierte Freisetzung von NO aus dem Gefäßendothel im Alter nur noch eingeschränkt funktioniert.

Obwohl die Mehrzahl der Studien zur Wirkung einer erhöhten Nitrataufnahme durch Rote-Beete-Saft auf den Blutdruck eine relevante Verminderung der Blutdruckwerte nachweisen konnte, bleiben weiterhin Zweifel an der Wirksamkeit von Rote-Beete-Saft. Möglicherweise ist für eine anhaltende Blutdrucksenkung eine Behandlungsdauer von mindestens 4 Wochen erforderlich, zudem scheinen eher jüngere Hochdruck-Patienten von einer Nitratgabe zu profitieren.

L-Carnitin

Carnitin ist eine natürlich vorkommende, körpereigene Verbindung. Für das L-Carnitin wurde nur in wenigen Untersuchungen ein Einfluss auf den Blutdruck beschrieben. Zwei Forschergruppen bescheinigen L-Carnitin eine geringe Abnahme des systolischen Blutdrucks (25).

Studien zur Wirkung von L-Carnitin auf den Blutdruck

In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden Crossover-Studie über 8 Wochen zeigte sich, dass durch die kombinierte Gabe von α-Liponsäure und L-Carnitin bei Patienten mit metabolischem Syndrom und erhöhten Blutdruckwerten eine signifikante Reduktion des systolischen Blutdrucks (von 151 ±20 auf 142 ±18 mm Hg) erreicht werden konnte (18).
Eine Abnahme des Blutdrucks wurde in einer weiteren Untersuchung über 24 Wochen unter der täglichen Einnahme von 2 g L-Carnitin dokumentiert. Bei Patienten mit gestörter Glukosetoleranz verbesserten sich die arterielle Hypertonie, die Insulinresistenz und die gestörte Glukosetoleranz. Der systolische Blutdruck verminderte sich von 144.0 ±13.6 auf 135.1 ±8.4 mmHg (25).

In einer Studie an 176 Hämodialyse-Patienten wurde geprüft, ob eine orale L-Carnitin-Supplementation (20 mg/kg/Tag) über 12 Monate sich positiv auf die Pulswellen-Geschwindigkeit als Marker für eine Atherosklerose auswirkt (51). Alle Patienten wiesen zu Beginn der Studie erniedrigte Plasma-Carnitin-Spiegel auf. Wesentliches Ergebnis war eine Verminderung der Progression der Atherosklerose durch L-Carnitin, allerdings zeigten sich keine Veränderungen der Blutdruckwerte. Bei einem mittleren Ausgangs-Blutdruck von 151/82 mmHg war nach 12 Monaten Therapie weder der systolische noch der diastolische Wert signifikant verändert (149/81 mmHg).

In einer weiteren Studie erhielten 30 übergewichtige Personen parallel zu einer 7-tägigen Fastenperiode täglich 4 g L-Carnitin intravenös. In Bezug auf die Blutdruckwerte konnte nur in der Kontrollgruppe eine signifikante Reduktion beobachtet werden, während in der L-Carnitin-Gruppe die Blutdruckwerte sich nicht signifikant änderten (52).

Unter Berücksichtigung neuerer Studien scheint es unwahrscheinlich, dass eine L-Carnitin-Supplementation in einem relevanten Ausmaß zur Blutdrucksenkung beiträgt.

Weitere Informationen zur Wirkung von Carnitin:

Zimt

Zimt weist einen geringen blutzuckersenkenden Effekt bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 auf. Darüber hinaus liegen Hinweise für einen blutdrucksenkenden Effekt von Zimt vor (61). Nach Auswertung von drei Studien kommt eine kanadische Arbeitsgruppe zu dem Schluss, dass Zimt im Mittel den systolischen Blutdruck bei Diabetes-Patienten um 5,4. mmHg und den diastolischen Blutdruck um 2,6 mmHg reduziert (1).

Weitere pflanzliche Wirkstoffe mit einem möglichen Effekt auf den Blutdruck

Für die folgenden Wirkstoffe konnte ein blutddrucksenkender Effekt entweder nur in unkontrollierten, kleineren Studien am Menschen oder in tierexperimentellen Untersuchungen beobachtet werden. Zur Bestätigung sind weitere randomisierte, kontrollierte Studien notwendig.

Die Wirkung von Chia (Salvia hispanica), eine Pflanzenart aus der Gattung der Salbei, auf den Blutdruck wurde nur in einer kleinen Placebo-kontrollierten Studien untersucht. Bei 20 Typ-2-Diabetikern wurde unter der einer durchschnittlichen täglichen Aufnahme von 37 g Chia-Samen nach 12 Wochen eine Reduktion des systolischen Blutdrucks um 6,3 mmHg beobachtet (Vuksan 2007). Weitere Untersuchungen konnten diesen blutdrucksenkenden Effekt bisher nicht bestätigen.

Für Koriander und Kardamom zeigten sich in tierexperimentellen Untersuchungen erste Hinweise auf einen blutdrucksenkenden Effekt (11, 14). Bisher konnte diese Wirkung am Menschen jedoch nicht bestätigt werden.

Für Sellerie wurde über eine blutdrucksenkende Wirkung beim Menschen berichtet (65).

 

Die tägliche Einnahme von 15 g Indian plantago kann zu einer Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks führen (65, 66). 

 

Auch für Sojabohnen konnte eine blutdrucksenkende Wirkung dokumentiert werden (65). 

Tierexperimentelle Untersuchungen deuten auf einen blutdrucksenkenden Effekt von Französischen Lavendel hin (65).

Für Basilikum in einer Dosierung von 30 mg/kg wurde ebenfalls über eine Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks berichtet (65, 66).   

Rauwolfia gilt als eine der wirksamsten Arzneipflanzen mit blutdrucksenkender Wirkung. Als wirksamer Inhaltsstoffe wurde Reserpin, ein Alkaloid, identifiziert, das als erstes wirksames Arzneimittel zur langfristigen Behandlung der Hypertonie eingesetzt wurde (65).

Für Sesam und insbesondere Sesamöl wurde beschrieben, dass bei Bluthochdruck-Patienten den oxidativen Stress vermindert, u.a. durch eine Erhöhung der Glutathion-Peroxidase-Aktivität. Daher sei Sesamöl möglicherweise geeignet zur Prävention einer Hypertonie (65).

Wilde Tomaten (Solanum sisymbriifolium) weisen bei Anwendung in Tieren einen blutdrucksenkenden Effekt auf (65).

Möglicherweise besitzt auch Mistelextrakt eine blutdrucksenkende Wirkung (65).

Für die Anwendung von Ingwer wurde in Untersuchungen an Tieren eine blutdrucksenkende Wirkung dokumentiert. Untersuchungen am Menschen haben bisher keine eindeutige Wirkung gezeigt (65, 66).

 

 

Hingegen keine Wirkung auf den Blutdruck beim Menschen zeigten Studien zufolge Ginkgo biloba (7) und Spargel (8).

Pflanzliche Wirkstoffe, die zu einem Blutdruckanstieg führen können

 

Curcumin

Kurkuma ist ein Gelbwurzelextrakt und als wesentlicher Bestandteil von Curry-Mischungen bekannt. Curcumin (Diferuloylmethan) ist der farbgebende Bestandteil der Curcuma-Pflanze.

Studien zur Wirkung von Curcumin auf den Blutdruck

Erst Untersuchungen deuten darauf hin, dass Curcumin den negativen Folgen einer Bluthochdruckerkrankung vorbeugen kann. In einer tierexperimentellen Studie zeigte sich, dass Curcumin den strukturellen Umbau der Blutgefäße als Folge einer Hypertonie hemmt und damit den weiteren Anstieg des Blutdrucks verhindern kann (12).
In einer klinischen Untersuchung bestätigte sich der positive Einfluss von körperlichem Training und der gleichzeitigen Einnahme von Curcumin auf hämodynamische Parameter und den Blutdruck nach einer 8-wöchigen Behandlung bei 45 postmenopausalen Frauen (28). Die bisherigen Daten deuten darauf hin, dass Curcumin die langfristig negativen Folgen einer Hypertonie vermindern kann. Die direkt blutdrucksenkende Wirkung scheint hingegen sehr gering ausgeprägt, in Einzelfällen wurde sogar eine vorübergehende Erhöhung des Blutdrucks beobachtet.

Weitere Informationen zur Wirkung von Curcumin:

 

Curcumin bei Tumorerkrankungen

 

Welche Wirkungen hat Curcumin beim Menschen?

 

Curcumin bei entzündlichen Erkrankungen – Wirksam oder unwirksam?

 

Ginseng

Ginseng werden eine Reihe von positiven Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System zugeschrieben. Verschiedene tierexperimentelle und In-vitro-Untersuchungen sprechen dafür, dass Ginseng kardioprotektive (herzschützende) und antihypertensive (blutdrucksenkende) Wirkungen aufweist.
Demgegenüber stehen mögliche unerwünschte Wirkungen einer Ginseng-Behandlung. Als Nebenwirkung einer Behandlung mit Panax Ginseng kann es zu einem Blutdruckanstieg kommen. Verschiedene Übersichtsarbeiten (15, 21) zu dieser Fragestellung kommen zu dem Schluss, dass die Ginseng-Einnahme in Einzelfällen zu einem relevanten Blutdruckanstieg führen kann.

Weitere Informationen zur Wirkung von Ginseng:

 

 

Kaffee

Einfluss von Koffein auf den Blutdruck

Aus den bisherigen Studien zur Wirkung von Koffein auf den Blutdruck lässt sich ableiten, dass ein Kaffee/Koffein-Konsum unmittelbar den Blutdruck erhöht (43). Diese Blutdruckerhöhung wurde bei nahezu allen bisher untersuchten Bevölkerungsgruppen beobachtet und zwar unabhängig von der Höhe des Ausgangsblutdrucks, bei Erwachsenen mit regelmäßigem Koffein-Konsum oder nach einem Koffein-Entzug. Der Blutdruckanstieg wurde dabei weder durch das Alter, das Geschlecht noch durch den Hormonstatus beeinflusst. Dieser blutdrucksteigernde Effekt wurde nach Einzeldosen von Koffein im Bereich von 80 bis 300 mg beobachtet. Am häufigsten in Studien getestet wurden Dosen von 200 – 300 mg Koffein, die zu einem mittleren Anstieg des Blutdrucks von ungefähr 3 – 8 mmHg systolisch und von etwa 4 – 6 mmHg diastolisch führten. Auffällig war eine hohe interindividuelle Variabilität des Blutdruckanstiegs. Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass sich der Blutdruck in der Regel 30 Minuten nach dem Konsum von Koffein erhöht, der maximale Blutdruckanstieg wird nach 60 – 90 Minuten beobachtet und die Blutdruckwerte erreichen nach etwa zwei bis vier Stunden wieder das Ausgangsniveau. Ein besonders ausgeprägter Blutdruckanstieg unter Koffein wurde bei Personen mit hohem Blutdruck und nach einem Koffein-Entzug beobachtet.

Weitere Untersuchungen dokumentieren, dass die wiederholte Gabe von Koffein (250 mg alle 4 Stunden) eine Erhöhung des Blutdrucks von ca. 3 – 4 mmHg induziert, die ca. 9 – 12 Stunden andauern kann. Dieser Blutdruckanstieg wird insbesondere nach einem Koffein-Entzug beobachtet (43).

Weitere Informationen zur Wirkung von Kaffee:

Wie viel Koffein vertragen Kinder und Jugendliche?

Diskussion und Fazit

In einer Metaanalyse zur Wirksamkeit von chemisch definierten blutdrucksenkenden Medikamenten wurde festgestellt, dass die durchschnittliche Blutdrucksenkung unter einer Standard-Dosierung dieser Medikamente bei 9,1 mmHg systolisch und 5,5 mmHg diastolisch liegt (36). Bezogen auf diese Werte kann die blutdrucksenkende Wirkung von pflanzlichen Wirkstoffen wie Hibiscus, Weißdorn, Knoblauch, Granatapfelsaft und dunkler Schokolade als klinisch relevant angesehen werden. Auch wenn für viele dieser Naturheilmittel die optimale Dosis zur Blutdrucksenkungen noch nicht bekannt ist, so können diese Wirkstoffe dennoch als unterstützende Maßnahme zur Blutdrucknormalisierung beitragen.

Literatur

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Quelle: http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/2015/12/naturheilmittel-blutdruck-senken.html

Gruß an die, die sich stets weiterbilden

TA KI

 

6 effektive und natürliche Alternativen zu Ibuprofen


6 Alternativen

Es gibt mehrere Gründe zu vermeiden, Aspirin oder Ibuprofen häufig zu nehmen. Sie können nach Alternativen suchen, wenn Sie Schmerz haben, aber lieber herkömmlichen Arzneimitteln fernbleiben. Andererseits könnten Sie jemand sein, der gerade von den potenziellen Gefahren erfahren hat, die mit der Einnahme des Aspirins und Ibuprofen regelmäßig auftreten und zu etwas anderem bereit sind. Ibuprofen und Aspirin sind mit Anämie, DNA-Schädigung, Herzerkrankung, Gehörverlust, Hypertonie, Fehlgeburt und sogar Grippesterblichkeit in Verbindung worden (das sind gerade mal 7 von mehr als 24 nachteiligen Gesundheitseffekten, die damit im Zusammenhang stehen).

“Langfristiger hochdosierter Gebrauch von schmerzstillenden Mitteln, wie Ibuprofen oder Diclofenac, ist in Bezug auf die Gefahr von Herzanfällen ‚ebenso gefährlich‘ wie der Gebrauch des Rauschgifts Vioxx, das wegen seiner potenziellen Gefahren zurückgezogen wurde.” (Reuters)

synthetische PillenObwohl es einige nachteilige gesundheitliche Auswirkungen gibt, die mit Ibuprofen in Zusammenhang stehen, hören wir nicht auf, es in riesengroßen Mengen einzunehmen, weil wir eine Gesellschaft sind, häufig gewöhnt an schnelle Lösungen und kurzfristige Resultate. In Übereinstimmung mit verschiedenen aufgezeichneten Statistiken, wurden allein 1998 mehr als 500.000 Pfund Azetylsalizylsäure (der Hauptbestandteil, der im Aspirin verwendet wird) in den Vereinigten Staaten hergestellt. Diese Menge ist jetzt wahrscheinlich noch größer. Der Gebrauch solcher Arzneimittel kann zurückgeführt werden auf eine kulturelle Konditionierung, bei der wir vergessen, gutes Essen zu schätzen, auf unseren geistigen und emotionalen Zustand achtzugeben, so wie auf unseren physischen Körper.

Die natürliche Methode

Viele von uns könnten überrascht sein zu erfahren, dass die meisten herkömmlichen Arzneimittel aus natürlichen Quellen inspiriert wurden. Pharmaunternehmen werden Tests und Studien über die Wirksamkeit von einer natürlichen Substanz für eine bestimmte Krankheit durchführen. Sobald sie erfahren, dass die Ergebnisse gut sind, werden sie eine synthetische Version des gleichen Stoffes erstellen und patentieren, damit es verkauft werden kann. Manchmal kann die synthetische Version schneller wirken, und je nachdem, ob Sie eine Version mit sehr geringer Qualität der natürlichen Substanz verwenden, kann die synthetische sogar viel besser funktionieren. Die Gesundheitskosten jedoch, die mit den synthetischen Versionen entstehen, lohnen meist nicht den kleinen Vorteil, der eintreten kann oder auch nicht. Da die Natur uns bereits mit allem versorgt, was wir benötigen, um mit unseren möglichen Beschwerden umzugehen – warum versuchen wir sie nicht als beste Lösung für den Körper, gegenüber den synthetischen Varianten?

1. Weiße Weidenrinde: Dieses Kraut war das ursprüngliche Aspirin. Es enthält eine Substanz namens Salicin, die sich im Magen zu Salicylsäure verwandelt. Salicylsäure ist der Hauptbestandteil des Aspirins und hat irritierende Wirkungen auf den Magen, wenn es synthetisch verwendet wird. Weiße Weidenrinde ist wirksam in der Linderung von Schmerz, Entzündung und Fieber. Die empfohlene Dosis ist 1 bis 2 Pipettenfüllungen der Weißen Weidenrinden-Tinktur täglich.

Peperoni2. Capsaicin: Dieses Heilmittel wird gegenwärtig hauptsächlich wirksam angewendet in der Verringerung von Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen durch die Wirkung einer Chemikalie im Körper, die als Substanz P bekannt ist, die Schmerzsignale zum Gehirn überträgt. Es kommt oft in Gel- oder Cremeform vor und mit einer Vielfalt an Wirkstoffen. Dieses Heilmittel kann drei bis vier Mal täglich verwendet werden. Da Capsaicin aus Chilipfeffer gewonnen wird, haben Erstbenutzer bei anfänglicher Anwendung einen leicht stechenden Schmerz gemeldet. Der verringert sich und verschwindet meist beim weiteren Gebrauch.

Boswellia3. Boswellia: Sie ist auch als „indischer Weihrauch“ bekannt und als eine Ergänzung und aktuell als Creme erhältlich. Es enthält entzündungshemmende Eigenschaften, die von den Boswelliasäuren herrühren, welche aus dem Baum extrahiert werden. Sie verbessert den Blutfluss zu den Gelenken und verhindert Entzündungen durch das Eindringen weißer Blutkörperchen in beschädigtes Gewebe. Die empfohlene Dosis bei Schmerzen ist zwischen 450 und 750 mg täglich für 3 bis 4 Wochen.

Katzenkralle4. Katzenkralle: Auch bekannt als Uncaria tomentosa oder Una de gato wächst die Katzekralle in Südamerika und ist bekannt, ein entzündungshemmende Reagenz zu enthalten, das im Blockieren der Produktion des Hormons Prostaglandine hilft, das zu Entzündungen und Schmerz innerhalb des Körpers beiträgt. Die vorgeschlagene Dosis für Katzenkralle sind Kapseln von 250 bis 1.000 Mg, ein bis dreimal täglich. Wenn man zu viel an einem einzelnen Tag nimmt, kann das zu Diarrhoe (Anm.: Durchfall) führen.

5. Omega-3-Fettsäuren: Die Omega-3-Fettsäuren sind dafür bekannt, entzündungshemmende Eigenschaften zu besitzen, die vorteilhaft für Menschen sind, die an Arthritis, anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen und entzündlichen Darmerkrankungen leiden. Zusammen mit ihren Schmerz- und entzündungshemmenden Eigenschaften sind sie auch bekannt für die Risiko-Minimierung von Herz-und Kreislauferkrankungen. Dies ist nicht nur hilfreich für Menschen mit rheumatischer Arthritis, die ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen ist, es hilft auch dabei, die Todesursache Nummer eins in der Welt – die Herzerkrankung zu stoppen. Die empfohlene Dosis für Omega-3-Fettsäuren, wie beispielsweise Fischöl, ist 1.000 mg täglich.
Veganer, die auf der Suche nach diätetischem Omega 3 sind, können Hanfsamen, Chia-Samen, Leinsamen, verschiedene Beeren, Seetang, Blattgemüse und weiteres versuchen.

6. Kurkuma: Zuweilen auch bezeichnet als Tumeric ist Kurkuma ein Bestandteil der Heilpflanze Tumeric und als ein starkes schmerzstillendes Mittel bekannt. Wie Capsaicin hilft es, Schmerzsignale zu blockieren, die zum Gehirn laufen. Studien haben gezeigt, dass Kurkuma wirksam ist beim Auftreten von Schmerzen, sogar chronischen Schmerzen und, wenn es zum Behandeln rheumatischer Arthritis kommt. Eine empfohlene Dosis ist 400 bis 600 mg dreimal täglich eingenommen bei Schmerz und Entzündung.
Wie man auch herausgefunden hat, ist Kurkuma ebenso wirksam gewesen wie Prozac in der Behandlung von Depression, jedoch ohne schlimme Nebenwirkungen.

Warum Schmerzen?

Ich finde, dass es wichtig ist sich zu erinnern, dass manchmal, wenn wir die Erfahrung des physischen Schmerzes haben, es mehrere Gründe geben kann, warum er da ist. In unserer Gesellschaft fühlen wir Schmerz und wollen es sofort loswerden, wir denken nicht daran herauszufinden, warum wir den Schmerz haben könnten. Schmerz kann aus verschiedenen Gründen im Körper als einfache physische Beschwerden bis hin zu emotionalen Spannungen auftreten. Beim nächsten Mal, wenn Sie Schmerz fühlen, denken Sie daran, sich einen Moment Zeit zu nehmen und sich zu entspannen. Setzen Sie sich mit Ihrem Körper in Verbindung und fühlen Sie, was los ist. Je mehr wir uns mit unserem körpereigenen Bewusstsein in Kontakt treten, desto mehr erfahren wir darüber, was in uns diese Beschwerden verursacht hat. Schmerz ist wie die Art von Mutter Natur, die uns sagt, dass manches, das möglicherweise transformiert werden müsste, ausschließlich physisch oder sogar etwas Emotionales ist. Es gibt sehr viel, das wir aus unseren Erfahrungen lernen können, wenn wir ihnen Aufmerksamkeit schenken.

Übersetzt von Frank

Quellen:
http://www.collective-evolution.com/2014/06/07/6-effective-natural-alternatives-to-ibuprofen/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov
http://www.reuters.com/article/2013/05/29/us-painkillers-risks-idUSBRE94S1FV20130529

Bildquellen:
peruvillage.com
collective-evolution.com
de.wikipedia.org

Quelle: http://www.oppt-infos.com/index.php?p=6_effektive_und_natuerliche_alternativen_zu_ibuprofen