Schwedisches Urlaubsparadies wird militärisch aufgerüstet: Zum Schutz vor dem Russen


Schwedisches Urlaubsparadies wird militärisch aufgerüstet: Zum Schutz vor dem Russen

Sonnenuntergang auf Gotland, Schweden, 2. Juli 2006.

„Wir zeigen auf Gotland, dass wir über militärische Stärke verfügen“, so der schwedische Ministerpräsident. Schweden investiert in seine Verteidigung und stockt die militärische Präsenz auf Gotland auf. Auf der Urlaubsinsel könnte der Russe einfallen.

Das Gotland-Regiment soll wieder ins Leben gerufen werden, nachdem dieses im Jahr 2015 eingestellt wurde. Die Abrüstung nach Ende des Kalten Krieges ist passé, Schweden rüstet wieder auf und wähnt sich in Gefahr. Es ist das erste mal seit 70 Jahren, dass ein Regiment wieder ins Leben gerufen wird. Den Feind vermutet die schwedische Regierung im Osten. Rund 350 Soldaten soll das Regiment auf Gotland umfassen. Bei der Eröffnungsfeier waren auch der schwedische König Carl Gustaf sowie der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist und Ministerpräsident Stefan Löfven anwesend, der sich an die Truppen wandte:

Wir haben gesehen, was in der Ukraine geschehen ist, wo die Krim annektiert wurde und wir einen andauernden Konflikt im östlichen Teil des Landes haben. Es gibt mehr Aktivität im Ostseeraum, nicht zuletzt russische. Das müssen wir tun, Schweden muss sicher sein. Wir werden sehen, ob mehr benötigt wird.

Falls nötig, werde die Truppe von 350 Soldaten weiter aufgestockt, so Löfven. Hultqvist kommentierte:

Was wir hier machen, hat direkte Auswirkungen auf das Baltikum, Finnland und das schwedische Festland. Es ist sehr wichtig für eine dauerhafte militärische Vertretung auf Gotland.

Was würde Russland bei einem Angriff auf Schweden gewinnen?

Diese Frage wurde schon seit Jahren nicht beantwortet. Die Antwort auf die Frage liege wohl in der Gegenfrage „Was verliert Russland bei einem Angriff auf Schweden“, so ein Kolumnist der schwedischen Zeitung Aftonbladet:

Kein einziger Liberaler konnte erklären, warum Russland einen solchen wirtschaftlichen und politischen Selbstmord begehen wollte, doch sie hielten an ihrem Säbelrasseln hartnäckig fest.

Die Idee eines Angriffs auf Gotland basiert auf der Theorie, dass Russland einen oder mehrere baltische Staaten angreift und erobert. Derzeit ist Schweden NATO-Gastland. Diejenigen, so der Autor Jan Guillou, die sich gegen eine NATO-Mitgliedschaft Schwedens aussprächen, liefen Gefahr, als Agenten Putins gebrandmarkt zu werden.

Quelle

Gruß an die Menschen

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TA KI

 

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Kurs auf Kaliningrad Neue Kriegsschiffe gen Osten


Autor: U. Gellermann

Wenn das der Kaiser wüßte! Wilhelm II., der Flottenkaiser, der dem Deutschen Reich mit dem Aufbau seiner Flotte Weltgeltung verschaffen wollte, hätte fünf Gründe zur Freude: Denn genau fünf neue Korvetten stellt die Bundeswehr in den nächsten Jahren in Dienst. Und damit kein Irrtum entstehen kann, haben zwei Koalitionspolitiker, Eckhardt Rehberg (CDU) und Johannes Kahrs (SPD), der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, dem Zentralorgan für NATO-Botschaften, diesen Beschaffungsakt persönlich begründet: „Um den neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen im Ostseeraum, im Mittelmeer und in globaler Hinsicht nachzukommen“. Das relativ Neue ist die Verschärfung der Vorkriegslage im Ostseeraum: Erst im Juni dieses Jahres fanden in der Ostsee die größten Nato-Manöver seit dem Zweiten Weltkrieg statt: 50 Kriegsschiffe, 60 Flugzeuge und Hubschrauber und mehr als 6.000 Marinesoldaten aus zwölf Ländern spielten Krieg mit Russland.

Die fünf neuen Kriegsschiffe werden, wie ihre Vorgänger, wieder bei den traditionellen Kriegsschiffswerften Blohm + Voss und der Bremer Fr. Lürssen Werft auf Kiel gelegt werden. Die früheren Konkurrenten werden gerade in diesen Tagen im Rahmen einer freundlichen Übernahme zusammenlegt. Lürssen hatte für den Kaiser und dessen Ersten Weltkrieg ferngelenkte Boote (FL-Boote) geliefert. Die Boote waren eine Art Torpedo-Ersatz und sollten mit Sprengstoff beladen zum Rammen gegnerischer Schiffe verwendet werden. Auch für die Schwarze Reichswehr, den illegalen Probelauf der Nazi-Wehrmacht, lieferte Lürssen im Geheimen Schiffe für den künftigen Einsatz als Torpedoschnellboote.

Die Partner-Werft Blohm + Voss, schon im Ersten Weltkrieg führend im U-Bootsbau, begrüßte die Machtergreifung der Nazis öffentlich und nachdrücklich, auch weil in Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges öffentliche Mittel in den Schiffbau flossen und im Zuge der Aufrüstung die Zahl der Aufträge wieder zunahm. Einer der Inhaber, Rudolf Blohm, stieg sogar zum Leiter des Hauptausschusses Schiffbau des von Albert Speer geleiteten Reichsministeriums für Bewaffnung und Munition auf. Noch im Februar 1945 arbeiteten 16.339 Beschäftigte – großenteils Zwangsarbeiter und die aus dem KZ Neuengamme zwangsrekrutierten Häftlinge – auf der Werft. Aber die Firmenleitung ahnte was: Im April 1945 ließ sie von der SS das Außenlager auf Steinwerder räumen und transportierte die noch lebenden Häftlinge zurück in das Stammlager. Anders als die Mehrheit der Häftlinge überlebte die Inhaberfamilie. Von einer Zerschlagung der Firma und einer Bestrafung ist nichts bekannt. Bekannt ist, dass eine 1953 vom Betriebsrat angebrachte Gedenktafel für elf in Konzentrationslagern ermordete ehemalige Werftarbeiter bis heute spurlos verschwunden ist.

Mit den Korvetten-Briefträgern für die SÜDDEUTSCHE, den Haushaltpolitikern Eckhardt Rehberg (CDU) und Johannes Kahrs (SPD) wird die historische Blutspur der Kriegsschiffs-Produzenten in bester demokratischer Manier verwischt: Eckhardt Rehberg, ein gescheiterter Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern, war schon Mitglied der Ost-CDU und darf, wegen seiner Herkunft als Block-Flöte, als besonders anpassungsfähig gelten. Johannes Kahrs ist schon in der zweiten Generation Berufspolitiker: Sein Vater war Justiz-Senator in Bremen, seine Mutter in der selben Stadt Bildungs-Senatorin. Über Kahrs flossen im Bundestagswahlkampf 2005 rein zufällig mehr als 60.000 Euro Parteispenden aus der Rüstungsindustrie an seinen SPD-Kreisverband. Die Gesichter der neuen Bürokratie sind glatt, keine Blutflecken zieren ihre Westen, der alte Krieg wartet noch auf seine Neuauflage.

Keine 600 Kilometer Luftlinie oder 409 Seemeilen Entfernung liegen zwischen dem Marinekommando der Bundeswehr und Kaliningrad, dem Stützpunkt der Baltischen Flotte Russlands. Denn dort wird das künftige Einsatzgebiet der neuen Korvetten liegen: In „multinationalen Verbänden der Krisenreaktionskräfte“ sollen sie im Ernstfall auf die von der NATO hergestellten „Krisen“ in der Ostsee reagieren. Da trifft es sich, dass in diesen Tagen der Flugkörper RBS-15 Mk 3, ein Untersystem der Korvette, auch für den Einsatz gegen Landziele freigegeben wurde. Geradezu euphorisch stellt die Bundesmarine fest: „Damit steht der Deutschen Marine erstmals uneingeschränkt ein Waffensystem zur Verfügung, das einen weitreichenden Waffeneinsatz von See aus gegen Ziele an Land ermöglicht.“ Und die Rüstungsfirma Diehl Defence stellt fest: „Dass der weitreichende, allwetterfähige Fire-and-Forget-Flugkörper . . . eine hohe Manövrierfähigkeit demonstriert“. Fire and Forget: Vergessen machen soll der elegante Werbetext, dass die 250-Kilo-Bombe des Flugkörpers nach dem Aufschlag demonstriert, wie zermanschte Menschen aussehen. Bei jedem Wetter.

Anders als Wilhelm II. genießt die aktuelle deutsche Kaiserin US-Waffenhilfe: Gerade erst hat Präsident Obama seiner Freundin Angela Merkel telefonisch Unterstützung für „eine harte Reaktion“ zugesagt. Noch sind nur weitere Sanktionen gegen Russland gemeint. Jenes Land, dass schon im Ersten und erst recht im Zweiten Weltkrieg zum Kampfziel deutscher Armeen wurde. In beiden Fällen ist es Deutschland nicht bekommen.

Quelle: http://www.rationalgalerie.de/home/kurs-auf-kaliningrad.html

Gruß an die Klardenker

TA KI

Putins scharfe NATO-Kritik auf deutsch


russland.RU

Für die aus Sicht der russischen Regierung aggressive Politik der NATO hatte Präsident Putin bei einer heutigen Rede vor hochrangigen Diplomaten viel deutliche Kritik übrig.

Dabei sparte er kein Thema aus, das die Welt in den letzten Monaten und Jahren bewegte, sei es Syrien, Libyen oder die Ukraine, sei es die Osterweiterung oder die Aufrüstung im Ostseeraum. Wie es schon fast Tradition ist: Zahlreiche auch deutsche Presse berichtete über die Rede – das Original gibt es aber irgendwie immer nur bei uns unkommentiert in deutscher Übersetzung. Diese wird unterstützt von den Sprachschulen Liden & Denz, wo auch Ihr in Moskau und Sankt Petersburg richtig gutes Russischer lernen könntet – http://www.lidenz.ru

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Gruß an Präsident Putin

TA KI