Paul Craig Roberts: Washington führt die Welt in den Krieg


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Von Paul Craig Roberts

paul craig robertsWas muss die Welt denken, wenn sie sich die US-Präsidentschaftskampagnen anschaut? Mit der Zeit sind politische Kampagnen in den USA unwirklich geworden und haben keinen Bezug mehr zu den Belangen der Wähler – aber die aktuelle Kampagne ist so unwirklich, dass es schon absurd ist.

Die Verlagerung amerikanischer Arbeitsplätze ins Ausland durch Konzerne und die Deregulierung des US-Finanzsystems haben zum wirtschaftlichen Scheitern Amerikas geführt. Man sollte meinen, dass dies im Präsidentschaftswahlkampf ein Thema ist.

Die neokonservative Ideologie der US-Weltherrschaft treibt die USA und ihre Vasallen in einen Konflikt mit Russland und China. Die Risiken eines nuklearen Schlagabtauschs sind höher, als sie jemals in der Geschichte gewesen sind. Man sollte meinen, dass dies ebenso ein Thema im Präsidentschaftswahlkampf ist.

Stattdessen wird sich mit Trumps legaler Anwendung der Steuergesetze und seiner nicht-feindseligen Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten Putin auseinandergesetzt. Man sollte meinen, dass es ein Thema ist, dass Hillary eine extrem feindselige Einstellung gegenüber Putin hat (“der neue Hitler“), welche einen Konflikt mit einer großen Atommacht verspricht.

Was wir über die beiden Präsidentschaftskandidaten wissen ist folgendes: Hillary hat eine lange Liste von Skandalen, von Whitewater und Vince Foster, über Benghazi, bis zur Verletzung nationaler Sicherheitsprotokolle. Sie ist von den Oligarchen der Wall Street, den Megabanken, dem militärisch-industriellen Komplex und ausländischen Interessen gekauft. Der Beweis ist Clintons persönliches Vermögen in Höhe von $ 120 Millionen und die $ 1.600 Millionen in ihrer Stiftung. Goldman Sachs hat Hillary nicht um ihrer weisen Worte wegen $ 675.000 für drei 20-minütige Reden bezahlt.

Was wir über Trump wissen ist, dass das oligarchische Establishment ihn nicht ausstehen kann und dem Propagandaministerium, auch bekannt als die US-Medien, den Auftrag gegeben hat ihn zu zerstören. Hillary ist ganz klar die Kandidatin des Einen Prozent und Trump der Kandidat für den Rest von uns. Leider ist etwa die Hälfte der 99 Prozent zu dumm dies zu begreifen.

Außerdem, falls Trump am Ende im Weißen Haus landet, dann bedeutet dies nicht, dass er die Oligarchie besiegt hat. Diese ist in Washington fest verwurzelt und kontrolliert die wirtschaftlichen und außenpolitischen Positionen, die Think Tanks und andere Lobbyisten, sowie die Medien. Das Volk kontrolliert nichts.

Was mag die Welt denken, wenn sie sieht wie Donald Trump verdammt wird, weil er keinen Krieg mit Russland oder die Verlagerung der amerikanischen Wirtschaft ins Ausland will?

Wo sehen Washingtons europäische, britische, kanadische, australische und japanische Vasallen eine amerikanische Führerschaft, die ihre gebrachten Opfer in Sachen Souveränität und unabhängiger Außenpolitik wert sind? Wo sehen sie auch nur ein Mindestmaß an Intelligenz?

Warum schaut die Welt zur dümmsten, abscheulichsten, arrogantesten, korruptesten und mörderischsten Regierung des Planeten als Führer auf?

Es gibt nur eine Bestimmung, zu der Washington sie führen kann und die lautet: Krieg.

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/10/paul-craig-roberts-washington-fuehrt-die-welt-in-den-krieg/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Paul Craig Roberts: Ist die Saudi-9/11-Story ein Teil der Ablenkung?


Paul Craig Roberts: Ist die Saudi-9/11-Story ein Teil der Ablenkung?

Von Paul Craig Roberts

paul craig robertsJames Jesus Angleton, drei Jahrzehnte lang Chef der CIA-Gegenspionage, hat mir vor langer Zeit erklärt, dass die Geheimdienste Geschichten innerhalb von Geschichten erschaffen. Jede enthält ihre vorsichtig konstruierte Belegspur, um auf diesem Weg falsche Spuren zur Ablenkung zu legen.

So eine mühevolle Arbeit kann einer Reihe von Zwecken dienen. Sie kann benutzt werden, einen Unschuldigen oder eine Organisation in Verlegenheit zu bringen oder zu diskreditieren, die eine nicht hilfreiche Position zu einem wichtigen Thema vertritt und der Agenda im Weg ist. Sie kann als Täuschungsmanöver benutzt werden, um die Aufmerksamkeit von einer versagenden Erklärung eines Ereignisses abzulenken, indem man eine alternative falsche Erklärung erschafft.

Ich habe vergessen, wie Angleton sie nannte, aber die Strategie ist es, innerhalb einer falschen Geschichte weitere einzubauen, welche vorhanden sind, aber aufgrund von “nationaler Sicherheit“ oder “politisch sensitiven Aspekten“ zurückgehalten werden. Wenn dann die offizielle Geschichte in Schwierigkeiten gerät, kann die Sicherungsgeschichte herausgelassen werden, um die Aufmerksamkeit auf eine neue falsche Geschichte zu lenken oder die originale Geschichte damit zu stützen. Angleton sagte, dass Geheimdienste ihre notwendigen Missetaten schützen, indem sie sie in miteinander konkurrierenden Erklärungen vergraben.

Als ich mir die gekonnte Handarbeit der “die Saudis haben 9/11 durchgeführt“-Geschichte angeschaut habe, habe ich mich gefragt, ob die Saudi-Story das ist, was Angleton als Geschichte innerhalb einer Geschichte beschrieb.

Die offizielle 9/11-Story hat zu viele Schläge einstecken müssen, als dass sie aufrechterhalten werden konnte. Der Zusammenbruch von Gebäude 7, welcher im 9/11 Commission Report überhaupt nicht erwähnt wurde, hat sich als kontrollierte Sprengung herausgestellt. Gebäude 7 kollabierte im freien Fall, was nur durch eine kontrollierte Sprengung erreicht werden kann.

Über 100 Feuerwehrleute, Polizisten und Wartungspersonal, die sich vor dem Kollaps innerhalb der zwei Türme befanden, berichteten von mehreren Explosionen. Laut William Rodriguez, einem Wartungsmitarbeiter im Nordturm, gab es in den Untergeschossen des Turms noch vor dem Zeitpunkt Explosionen, an dem die Flugzeuge die Türme getroffen haben sollen.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern fand im Staub der Türme sowohl reagierte, als auch nicht reagierte Spuren von Explosivstoffen und Substanzen, die in der Lage sind augenblicklich ausreichend extreme Temperaturen zu erzeugen, um Stahl zu schmelzen. Eine große Zahl von sowohl kommerziellen, als auch militärischen Piloten haben die Fähigkeiten der angeblichen Flugzeugentführer in Frage gestellt, mit unterdurchschnittlichen Flugfähigkeiten die erforderlichen Manöver der Flugzeuge umzusetzen.

2.500 Architekten und Ingenieure haben eine unabhängige Untersuchung des Zusammenbruchs der Türme gefordert, welchen ursprünglich bescheinigt wurde, dem Einschlag von Flugzeugen standhalten zu können.

Die Aufdeckung, dass die Anschläge vom 11. September von der saudischen Regierung finanziert wurden, hat den Effekt die durchhängende offizielle Story zu stützen, während sie zugleich die wachsende Erkenntnis befriedigt, dass an der offiziellen Geschichte irgendwas nicht stimmt.

Kommentatoren und Medien behandelt die Geschichte um die Finanzierung der Saudis als große Enthüllung, welche das Bush-Regime verurteilt, aber die Enthüllung behält nicht nur die offizielle Version bei, dass Osama bin Laden die Anschläge mit genau den in der originalen Geschichte identifizierten Entführern durchgeführt hat, sondern stützt sie darüber hinaus weiter. Das Bush-Regime wird lediglich dafür verurteilt, seine saudischen Freunde beschützt und Beweismittel über die Finanzierung der Saudis zurückgehalten zu haben.

Die Beweise für die Finanzierung durch die Saudis stellt die Glaubwürdigkeit der originalen Geschichte wieder her. Nichts ändert sich an der offiziellen Version des Zusammenbruchs der drei WTC-Gebäude, dem Anschlag auf das Pentagon und dem abgestürzten Airliner in Pennsylvania. Der amerikanische Zorn richtet sich nun gegen die Saudis, weil sie die erfolgreichen Anschläge finanziert haben.

Die Geschichte um die Saudis aufzubauschen, unterstützt die offizielle Geschichte. Eine Reihe von Kommentatoren, welche der Regierung ungewöhnlich argwöhnisch gegenüberstehen, machen vor Freude Kopfsprünge, weil sie jetzt etwas haben, was sie Bush anhängen können. Sie haben nicht bemerkt, dass das was sie ihm anhängen die offizielle 9/11-Version stützt.

Weiter wurde nicht erläutert, warum die saudische Regierung einen Anschlag auf genau das Land finanzieren würde, von welchem es beschützt wird. Saudi Arabien ist ein langfristiger Partner. Sie akzeptieren Papier für ihr Öl und benutzen dieses dann, um die US-Staatsschulden zu finanzieren und US-Waffensysteme zu kaufen – Käufe, die zu größeren Waffenverkäufen in den USA führen und folglich die Kosten für Forschung und Entwicklung auf ein größeres Volumen verteilen.

Was haben die Saudis davon, die USA zu blamieren, indem sie das totale Versagen der nationalen Sicherheit der USA demonstrieren? Im Ernst, wenn ein paar Flugzeugentführer die NSA, die CIA und den nationalen Sicherheitsstaat austricksen können, dann sind sie ihr Geld eindeutig nicht wert und wir liefern unsere bürgerlichen Freiheitsrechte ohne Gegenwert aus.

Die Finanzierung durch die Saudis erklärt nicht, wer Zugang zu den Gebäuden zur Verkabelung der Sprengung hatte oder wer für den 11. September eine simultane Attacke planen konnte – was unter einigen Behörden Verwirrung darüber anrichtete, was nun real war und was nicht.

Die Finanzierung durch die Saudis erklärt die tanzenden Israelis nicht, die dabei gesehen wurden, wie sie die Anschläge auf die Türme gefilmt und später im israelischen Fernsehen gesagt haben, dass sie nach New York geschickt worden seien, um die Anschläge zu filmen. Woher wussten die Israelis das? Hat Prinz Bandar es ihnen erzählt? Bush hat uns nichts über die Saudis gesagt und die Israelis haben uns nichts über die Anschläge gesagt. Was ist wohl schlimmer?

Diese Enthüllung über die Saudis kommt der offiziellen Geschichte viel zu gelegen. Woher wissen wir, dass die Enthüllung nicht als Geschichte innerhalb der Geschichte ausgeheckt wurde, als die offizielle Geschichte in Schwierigkeiten geriet? Die Saudis wären die logische Wahl für eine solche Position, da der originale neokonservative Plan für den Umsturz der Regierungen im Mittleren Osten auch den Sturz Saudi Arabiens umfasste. Jetzt haben wir eine Ausrede.

Ich bezweifle, dass die angeblichen Entführer irgendeine andere Rolle spielten, denn als Deckgeschichte für die kontrollierte Sprengung der Gebäude zu dienen. Ob die Beweise echt oder zurechtgelegt sind, die Entführer und die sie finanzierenden Saudis waren sich ihrer Rolle womöglich nicht bewusst und dachten, sie würden Teil einer weiteren Täuschung sein.

Werden wir wieder einmal mit einer in einer Geschichte verborgenen Geschichte getäuscht? Wird es so kommen, wie Angleton es erklärt hatte? Oder wird es möglicherweise zurückschlagen? Wenn die US-Regierung einen Teil der Wahrheit von vor 13 Jahren vor uns verbirgt, warum nicht gleich die ganze Wahrheit? Was ist an der offiziellen Geschichte noch alles falsch?

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/paul-craig-roberts-ist-die-saudi-911-story-ein-teil-der-ablenkung/

Gruß an die Aufdecker

TA KI

Paul Craig Roberts: Wird Russland Washingtons wirtschaftlichem Angriff standhalten?


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Von Paul Craig Roberts

paul craig robertsGestern erinnerte der stellvertretende Propaganda-Sprecher des Außenministeriums Mark Toner US-Unternehmen daran, dass es wirtschaftliche und Reputationsrisiken in Zusammenhang mit Geschäften mit Russland gibt, bis Russland die Krim an die Washingtoner Marionettenregierung in Kiew zurückgibt.

Ich sehe die Angelegenheit anders, als das US-Außenministerium. Das einzige Risiko für amerikanische Konzerne in Bezug auf Geschäfte in Russland geht von der US-Regierung aus. Washington will US-Unternehmen bestrafen, es sei denn natürlich, die Unternehmen sind Teil der Firmen-Oligarchie, welcher Immunität gegenüber den Sanktionen gewährt wurde.

Das Risiko liegt bei Russland. Hier einige der Risiken:

– Wenn ein russisches Unternehmen Geschäfte mit einem amerikanischen macht, dann erlangt die amerikanische Firma wirtschaftliche Informationen über Russland, welche an die CIA weitergereicht werden.

– Wenn die russische Zentralbank russische Staatsanleihen verkauft, kann die Wall Street – im Auftrag der CIA – diese Bonds kaufen und sie dann zu unpassender Zeit abstoßen, um Russland in Verlegenheit zu bringen, indem der Preis heruntergetrieben wird. Der Preisrückgang wird dann zu Propaganda-Zwecken genutzt werden, dass Russland in Not ist und seine Bonds wertlos sind.

– Wenn die russische Regierung erlaubt, dass der Rubel in Devisenmärkten gehandelt wird, dann versetzt die russische Regierung Washington in die Lage, gegen Russlands Währung zu spekulieren und ihren Wert herunterzutreiben. Der Rückgang des Rubels wird dann durch die Propaganda verstärkt, dass der Rubel wertlos ist.

– Wenn die russische Regierung ausländische Investitionen gestattet, kann Washington das Geld zu unpassenden Zeiten aus Russland abziehen und folglich die russische Wirtschaft destabilisieren.

Die russische Regierung sollte Washingtons Sanktionen vergessen. Tatsächlich haben die Sanktionen Russland ungemein geholfen. Vor den Sanktionen hatte Washington Russland zum Drittwelt-Lieferant für Rohstoffe gemacht und es war abhängig von ausländischen Importen. Dies war Washingtons Weg, Russland zu kontrollieren. Eine Folge der Sanktionen war, dass Russland eigenständiger geworden ist und sich auf die Produktion für den eigenen Bedarf konzentrierte, anstatt auf die Bedürfnisse des Westens.

Statt sich über Washingtons Sanktionen zu sorgen, sollte die russische Regierung Sanktionen gegen russische Unternehmen erlassen, wenn sie Geschäfte mit den USA machen. Bei ihren Auslandsaktivitäten sind amerikanische Unternehmen Agenten für die CIA und sie sind Agenten im Auftrag von Washingtons Politik zur Destabilisierung Russlands und Chinas.

Dass dies wirklich so ist, zeigt die Geschichte Latein-Amerikas. Jede Reform-Regierung in jedem latein-amerikanischen Land, in dem die USA eine geschäftliche Präsenz hat, wurde destabilisiert und abgesetzt.

Russlands Ziel sollte es sein, sich selbst vom Westen zu isolieren, nicht sich in den Westen zu integrieren. In den Westen integriert zu sein, bedeutet ein Vasallenstaat zu sein. Zusammen umfassen Russland, China und Indien den mit Abstand größten potenziellen Markt der Welt und zugleich das größte geografische Gebiet. Diese drei Länder sollten sich darauf konzentrieren, ihre Volkswirtschaften miteinander zu verbinden und sich vom Westen abschotten.

Moderne Geldtheorie, wie sie mit hervorragenden Ökonomen wie Michael Hudson assoziiert wird, zeigt eindeutig, dass Staaten ihre Infrastruktur und jedwede produktive Investition durch die Schaffung von Geld finanzieren sollte, nicht durch Schuldenaufnahme. Die Aufnahme von Schulden durch die Regierung erlaubt es privaten Banken einfach nur das Geld zu schöpfen und die Schulden müssen mit Zinsen an die Banken zurückgezahlt werden, was die Kaufkraft der Wirtschaft austrocknet. Darüber hinaus können die Schulden in Feindeshand enden und zur Destabilisierung der Wirtschaft eingesetzt werden.

Wenn Russland dem Westen gestattet seine Volkswirtschaft zu kontrollieren, dann kann es Washington auch gleich die Kontrolle über seine Streitkräfte geben.

Zum Unglück für die russische Regierung und das russische Volk, sind Russlands Zentralbank und die neoliberalten Volkswirtschaftler zu naiv und leichtgläubig, um Russland vor der Destabilisierung zu schützen. Bis Russland erheblich bessere wirtschaftliche Beratung findet, bleibt die Zukunft des Landes ungewiss.

Hinweis: In dem weiter oben verlinkten Sputnik-Artikel heißt es: »Toner fügte hinzu, dass Washington ein “klares Signal“ durch “kombinierte Sanktionen, restriktive Maßnahmen und reduzierte diplomatische Betätigung“ in Richtung Moskau gesandt hat, dass es seine Verpflichtungen aus dem Minsker Waffenstillstandsabkommen erfüllen und die “Besetzung der Krim“ beenden solle.«

Ist dies einfach nur schlampige Redaktionsarbeit oder erliegt auch Sputnik Washingtons Propaganda? Russland hat keinerlei Verpflichtung aus dem Minsker Abkommen die Krim an Washington auszuliefern. Darüber hinaus “besetzt“ Russland die Krim nicht. Die Krim hat eine russische Bevölkerung und war Jahrhunderte eine Provinz Russlands. Die Bevölkerung entschied sich bei einem Referendum mit annähernd 100 % für die Rückkehr zu Russland, dem die Provinz von Chruschtschow entrissen wurde, als Russland und die Ukraine noch Teil desselben Landes waren.

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Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/05/paul-craig-roberts-wird-russland-washingtons-wirtschaftlichem-angriff-standhalten/

Gruß an die Russen

TA KI

Paul Craig Roberts: Kann Russland Washingtons Angriff überleben?


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Von Paul Craig Roberts

paul craig robertsNicht nur amerikanische Generäle sind unverantwortlich und erklären ohne jeglichen Beleg, dass »Russland eine existenzielle Bedrohung für die Vereinigten Staaten« ist; sowie für das Baltikum, Polen, Georgien, die Ukraine und ganz Europa. Auch britische Generäle beteiligen sich an der Kriegstreiberei. Sir Richard Shirreff, General a.D., ehemaliger NATO-Kommandant und bis 2014 stellvertretender Oberbefehlshaber der Allianz in Europa, hat jüngst erklärt, dass ein nuklearer Krieg mit Russland innerhalb eines Jahres »gänzlich möglich« sei.

Meine loyalen Leser wissen, dass ich selbst seit einiger Zeit vor der Möglichkeit eines Atomkrieges gewarnt habe. Allerdings gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen mir und den westlichen Generälen. Ich sehe den Krieg als Konsequenz des neokonservativen Drangs nach der US-Weltherrschaft. Der neokonservative Drang nach der Weltherrschaft wird von den Neokonservativen selbst in ihren öffentlichen Positionspapieren bestätigt und hat eine 15-jährige Vorgeschichte der Umsetzung in Amerikas vielen und fortlaufenden Kriegen im Mittleren Osten und Afrika. Obwohl die presstituierten Medien ihr Bestes geben unseren Fokus von den bekannten Fakten fernzuhalten, so bleiben die Fakten doch bekannt.

Die Position der westlichen Generäle ist, dass die »russische Aggression« ein unschuldiges Amerika, samt der NATO, in einen nuklearen Krieg treibt. Hier die Liste der »russischen Aggressionen« von General Shirreff:

»Er [Putin] ist in Georgien einmarschiert, er ist auf der Krim einmarschiert, er ist in der Ukraine einmarschiert. Er hat Gewalt angewendet und ist damit durchgekommen. In einer Zeit der Spannungen ist ein Angriff auf die baltischen Staaten … gänzlich plausibel.«

Shirreff redet über vorgespiegelte Ereignisse, die selbst wenn sie real wären innerhalb dessen stattfinden würden, was bis vor nicht allzu langer Zeit Russlands seit langem bestehende nationalen Grenzen waren. General Shirreff scheint mir entweder schlecht informiert oder ein Heuchler zu sein.

Es sind die Vereinigten Staaten und Israel, welche Gewalt anwenden und damit durchkommen. Die russische Invasion der ehemaligen russischen Provinz Georgien war eine Reaktion auf die Invasion Süd-Ossetiens durch die Marionetten-Regierung der Amerikaner, wo die von Amerikanern und Israelis trainierten und ausrüsteten georgischen Truppen russische Friedenstruppen und eine große Zahl süd-ossetischer Zivilisten getötet haben, während sich die russische Regierung bei den Olympischen Spielen in Beijing aufhielt.

Ein kleiner Bruchteil der russischen Armee benötigte nur wenige Stunden, um die von Amerikanern und Israelis trainierte georgische Armee zu überrollen. Putin hatte die ehemalige russische Provinz in seiner Hand. Er hätte den Marionetten-Präsidenten Amerikas aufhängen und Georgien wieder Russland angliedern können, wo es vermutlich hingehört, nachdem es die gesamte moderne Geschichte dazugehört hatte.

Aber Putin hat Georgien nicht als Beute gesehen und nachdem er seinen Punkt gemacht hatte, gab er den Amerikanern ihren Marionetten-Staat zurück. Der seinerzeitige Präsident, ein schäbiger Schurke, wurde von den Georgiern aus dem Land geworfen und dient nun im amerikanischen Marionetten-Staat Ukraine – wie so viele andere Nicht-Ukrainer. Anscheinend findet Washington nicht genügend Ukrainer, die bereit sind ihr Land für Washington zu verraten und muss folglich Ausländer hereinbringen, die Washington dabei helfen die Ukraine zu beherrschen.

Leider gab es auch keine Invasion der Ukraine. Putin wollte nicht einmal das Gesuch der russischen Bevölkerungsmehrheit in den abtrünnigen Provinzen Donezk und Luhansk akzeptieren, welche wieder zu Russland gehören wollten, wo sie auch hingehören. Wenn Putin die Ukraine wirklich haben wollte, dann bräuchte er keine Armee zu schicken. Er kann den östlichen und südlichen Teil einfach dadurch zu Russland zurückholen, indem er das Gesuch der Bevölkerung akzeptiert, dass sie wieder ein Teil Russlands sein möchten.

Das einzige Gesuch das Putin akzeptierte, was das der Bewohner der Krim, welche sich mit einem extrem hohen Ergebnis – wie es von “westlichen Demokratien“ noch niemals erlebt wurde – von 97,6 Prozent dafür entschieden, sich Russland wieder anzuschließen – zu dem die Krim länger gehörte als die USA überhaupt existierten, bis der Ukrainer Chruschtschow die Krim von der Russischen Sowjetrepublik zur Ukrainischen Sowjetrepublik transferierte, als beide noch Teil der Sowjetunion waren.

Es ist kaum anzuzweifeln, dass Putin das Gesuch der Krim akzeptierte, weil die russische Marinebasis auf der Krim Russlands einziger Warmwasser-Hafen und Zugang zum Mittelmeer ist und es ist auch kaum anzuzweifeln, dass Putin die Gesuche aus Donezk und Luhansk abgelehnt hat, um propagandistische Anklagen aus Washington zu vermeiden, wie jene des ehemaligen Generals Shirreff. Putin nahm – meiner Ansicht nach fälschlicherweise – an, dass seine Verweigerung gegenüber Donezk und Luhansk Washingtons NATO-Marionetten-Staaten beschwichtigen und Washingtons Einfluss in Europa mindern würde. Für die korrupten Europäer haben Fakten jedoch keine Konsequenzen, Washingtons Geld ist wichtiger.

Putin versteht die Macht des Geldes aus Washington nicht. Im gesamten Westen zählt nur Geld. Es gibt nicht so etwas wie Washingtons Wort, eine integre Regierung, Wahrheit oder gar empirische Fakten. Es gibt nur bestens propagandierte Lügen. Der gesamte Westen ist eine Lüge. Der Westen existiert nur für ein Ziel: Konzernprofite.

General a.D. Shirreff behauptet ohne Belege, was typisch ist, dass Putin »Gewalt« angewendet habe »und damit durchgekommen« sei. Von welcher Gewalt redet dieser General? Kann er die Gewalt benennen? Die unabhängigen internationalen Beobachter des Referendums auf der Krim berichten, dass es vollkommen gerecht zuging, dass es keinerlei Einschüchterung gab, keine Truppen oder irgendeine Bedrohung von Seiten der Russen vorlag.

Der ehemalige NATO-General Shirreff glaubt, dass ein russischer Angriff »auf die baltischen Staaten gänzlich möglich« sei. Aus welchem Grund? Die baltischen Staaten, ehemaligen Provinzen der Sowjetunion, stellen für Russland überhaupt keine Bedrohung dar. Die Russen haben keinerlei Grund die baltischen Staaten anzugreifen. Es war Russland, welches den baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit gab. Genau wie es auch Russland war, welches der Ukraine und Georgien ihre Unabhängigkeit gab.

Das imperiale Washington hebelt die Angemessenheit der russischen Regierung aus, um Russland in ein propagandistisches Licht zu rücken. Die russische Regierung hat zugelassen in die Defensive gedrängt zu werden und Washington die Offensive überlassen.

Russland hat niemanden angegriffen, außer die Terroristen-Gruppe ISIS. Angeblich stellt sich Washington gegen den Terrorismus, aber Washington hat ISIS benutzt, um die syrische Regierung durch Terrorismus zu stürzen. Russland hat dies gestoppt. Die Frage ist, ob die russische Regierung sich derart wünscht vom Westen akzeptiert zu werden, dass Putin die Zersplitterung Syriens durch Washington/Israel zulassen wird, um zu zeigen, dass Russland für den Westen ein guter Partner ist?

Wenn Russland nicht über seine Zuneigung für den Westen hinwegkommt, dann wird Russland seine Unabhängigkeit verlieren.

Nach meinem Verständnis ist Russland als christliches Land mit moralischen Prinzipien wieder auferstanden, vielleicht als das einzige auf der Welt. Die Frage, die sich das russische Volk und seine russische Regierung dringend stellen müssen lautet: Wollen wir mit dem kriegsverbrecherischen Westen zusammenarbeiten, der nicht nur seine eigenen, sondern auch internationale Gesetze missachtet?

Der überwiegende Teil des Bösen auf der Welt weilt im Westen. Es ist der Westen mit seinen Lügen und seiner Gier, der im 21ten Jahrhundert Millionen von Menschen in 7 Ländern verheert hat. Dies ist der bedrohlichste Beginn eines neuen Jahrtausends in der Neuzeit.

Nachdem die westlichen Kapitalisten mit der Plünderung der Dritten Welt, Süd-Amerikas, Griechenlands, Portugals, Lettlands, Argentiniens und jetzt Brasiliens nicht zufrieden sind, haben sie jetzt Russland, China, Indien und Süd-Afrika im Visier.

Was für eine Trophäe wäre Russland mit all seiner Ausdehnung in Sibirien, welche für kapitalistische Profite ökologisch vergewaltigt und zerstört werden kann. Das Angebot der russischen Regierung, freies Land in Sibirien zu erhalten, wäre besser auf russische Bürger beschränkt worden. Sonst wird das Land wahrscheinlich vom Westen aufgekauft, der seine Besitztümer in Russland zur Zerstörung des Landes benutzen wird.

Die Russen und die Chinesen sind blind ob der Tatsache, dass sie seit Jahrzehnten unter unterdrückenden und gescheiterten Regimes gelebt haben. Sie halten den Westen für einen Erfolg. Ihre Missdeutung des Westens gefährdet ihre Unabhängigkeit.

Weder Russland noch China suchen den Konflikt. Es ist eine überflüssige und rücksichtslose Handlung Washingtons, Russland und China die Botschaft zu senden, dass sie sich zwischen Krieg und Vasallentum entscheiden müssen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/05/paul-craig-roberts-kann-russland-washingtons-angriff-ueberleben/

Gruß nach Russland

TA KI

 

Was ist eine Konspirationstheorie? Was ist die Wahrheit?


Prof. Michel Chossudovsky

5. Februar 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Unwissenheit ist Stärke, Freiheit ist Sklaverei, Krieg ist Frieden!

Obama sucht den heißen Krieg. Die westliche Zivilisation wird vom Islamischen Staat bedroht. Der “Globale Krieg gegen den Terrorismus” wird als eine humanitäre Maßnahme  gepriesen. Wir haben eine “Verantwortung zum Schuützen”.

Humanitärer Krieg ist die Lösung.

Böse Leute liegen auf der Lauer. “Erledigt sie”, sagte George W. Bush. Die westlichen Medien schlagen die Kriegstrommel. Obamas Kriegsagenda wird von einem riesigen Propaganda-Apparat unterstützt.
Eins der Hauptziele der Kriegspropaganda ist es, “einen Feind zu erzeugen”. Da die politische Legitimität der Obama-Verwaltung wankt, müssen die Zweifel über die Existenz dieses “äußeren Feindes”, nämlich Al Qaida und ihr Netzwerk von (CIA geförderten) Filialen zerstreut werden.

Der Zweck ist, insgeheim durch ad nauseam wiederholte Medienberichte ins inneren Bewusstsein der Leute die Vorstellung zu träufeln, dass die Moslems eine Bedrohung für die Sicherheit der westlichen Welt darstellen. Humanitärer Krieg wird an mehreren Fronten geführt: Russland, China und dem Nahen Osten sind gegenwärtig die Hauptziele.

Fremdenfeindlichkeit und die militärische Agenda

Die Welle der Fremdenfeindlichkeit gegen die Moslems, die  über Westeuropa hinwegschwappte, ist mit Geopolitik verbunden. Sie ist Teil der militärischen Agenda.  Sie besteht aus der Dämonisierung des Feindes.

Die Moslem-Länder besitzen mehr als 60 % aller Öl-Reserven. Im Gegensatz dazu haben die USA kaum 2 %. Irak hat fünfmal mehr Öl als die USA. (Siehe Michel Chossudovsky “The Demonization” of  Muslims und the Battle for Oil”, Global Research, 4. Januar 2007)

Ein großer Teil der Ölreserven der Welt liegt in moslemischen Ländern. Das Ziel des US-geführten Krieges ist es, diese Ölreserven zu stehlen und sich anzueignen. Und um dieses Ziel zu erreichen, werden diese Länder angegriffen: mit Krieg, Geheimoperationen, ökonomischer Destabilisierung, Regime Change.

Die amerikanische Inquistition

Der Prozess der Konsens-Bildung, um Krieg zu führen, ist ähnlich der spanischen Inquisition. Er erfordert soziale Unterwerfung und der politische Konsens darf nicht in Frage gestellt werden. In seiner gegenwärtigen Version fordert und verlangt die Inquisition die Unterwerfung unter den Begriff, dass Krieg ein Mittel zur Verbreitung der westlichen Werte und Demokratie ist.
Es gilt die Dichotomie des Guten gegen das Böse. Wir müssen die bösen Jungs verfolgen.

Krieg ist Frieden

Die ‘große Lüge’ ist jetzt zur Wahrheit geworden … und die Wahrheit ist zur ‘Verschwörungstheorie’ geworden.

Jene, die der Wahrheit verpflichtet sind, werden als “Terroristen” eingestuft.
Laut Paul Craig Roberts (2011) hat das Konzept der Verschwörungstheorie “eine Orwell’sche Neudefinierung erfahren”.

Eine “Verschwörungstheorie” bedeutet nicht mehr ein Ereignis, das mit einer Verschwörung erklärt wird. Stattdessen bedeutet sie jetzt jede Erklärung oder sogar eine Tatsache, die nicht mit der Erklärung der Regierung und jener der Medien-Zuhälter übereinstimmt …

Mit anderen Worten ist Wahrheit für die Regierung und ihr Propaganda-Ministerium unbequem geworden; Wahrheit wird als Konspirationstheorie neu definiert, womit eine absurde und lächerliche Erklärung gemeint ist, die wir ignorieren sollen.

Dichtung wird Tatsache

Forschender Journalismus wurde auf den Müll geworfen. Tatsachenanalysen der sozialen, politischen und ökonomischen Fragen sind Verschwörungstheorien, weil sie den Konsens herausfordern, der auf Lügen basiert.

Was ist die Wahrheit?

Die wahre Bedrohung der globalen Sicherheit erwächst aus der US-NATO-ISRAEL Allianz, doch wurden die Realitäten in dem Inquisitions-Umfeld auf den Kopf gestellt: die Kriegshetzer sind dem Frieden verpflichtet, die Opfer des Krieges werden als die Protagonisten des Krieges präsentiert.

Die Heimat ist bedroht

Die Medien, die Intellektuellen, Wissenschaftler und die Politiker vernebeln im Chor die unausgesprochene Wahrheit, nämlich dass der US-NATO geführte Krieg die Menschheit zerstört.

Wenn die Lüge zur Wahrheit wird gibt es keine Umkehr.

Wenn der Krieg als humanitäre Bemühung hochgehalten wird, Gerechtigkeit und das ganze internationale Rechtsystem auf den Kopf gestellt wird, werden Pazifismus und die anti-Kriegs-Bewegung kriminalisiert. Gegen den Krieg zu sein, wird ein krimineller Akt. Mittlerweile haben die Kriegsverbrecher an höchster Stelle eine Hexenjagd befohlen gegen jene, die ihre Autorität in Frage stellen.

Die Große Lüge muss entlarvt werden als das, was sie ist und was sie tut.
Sie sanktioniert die willkürliche Tötung von Männern, Frauen und Kindern. Sie zerstört Familien und Menschen. Sie zerstört die Verpflichtung der Menschen gegenüber ihren Mitmenschen.

Sie hält die Menschen davon ab, ihre Solidarität für jene auszudrücken, die leiden. Sie hält den Krieg  und den Polizeistaat am Leben als einzigen Ausweg.

Sie zerstört sowohl den Nationalismus als auch den Internationalismus. Die Lüge zu zerschlagen bedeutet, ein kriminelles Projekt der globalen Zerstörung zu zerschlagen, in dem das Streben nach Profit die alles überragende Kraft ist.

Diese vom Profit angetriebene militärische Agenda zerstört die menschlichen Werte und verwandelt die Menschen in unbewusste Zombies.

Lasst uns die Flut umkehren

Fordert die Kriegskriminellen in den hohen Ämtern heraus und die mächtigen Lobby-Gruppen, die sie unterstützen. Zerschlagt die amerikanische Inquisition.

Unterminiert den US-NATO-ISRAEL militärischen Kreuzzug. Schließt die Waffenfabriken und die Militärbasen.

Bringt die Truppen nachhause.

Die Mitglieder der bewaffneten Streitkräfte sollten den Befehlen nicht gehorchen und sich weigern, an einem kriminellen Krieg teilzunehmen.

Quelle – källa – source

Quelle: http://vineyardsaker.de/usa/was-ist-eine-konspirationstheorie-was-ist-die-wahrheit/

Gruß an die Verschwörungstheoretiker

TA KI

Verloren in der eigenen Propaganda


New York Times

Verloren in der eigenen Propaganda

Vorbemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag wurde im Original schon am Samstag, dem 24. Januar 2015 veröffentlicht, nachdem die New York Times ein geschichtsklitterndes Hintergrundstück zum »Einjährigen« der Ukraine-Krise brachte. Relevant ist das auch für europäische Bürger, da die New York Times vielen deutschen Medien als Quelle dient. Ergänzend dazu möchte ich auf ein Stück von Paul Craig Roberts verweisen, das in deutscher Sprache auf der Propagandaschau veröffentlicht wurde. Der ausgewiesene Volkswirt und langjährige Berater der US-Regierung warnt: »Meinungsfreiheit in westlichen Medien bedeutet immer nur die Meinungsfreiheit Washingtons.«

Vorliegende Analyse von Robert Parry erschien bevor Barack Obama CNN das entlarvende Interview gab, worin er die direkte Beteiligung seiner Beamten am gewaltsamen Staatsstreich vom 21./22. Februar 2014 in Kiew zugab:

»Putin […] wurde von den Protesten auf dem Maiden überrascht, Janukowitsch ist geflohen, nachdem wir in der Ukraine einen Machtwechsel eingefädelt haben.«

[Passus: »after we had brokered a deal to transition power in Ukraine«; Interview-Transkript vom 1. Februar 2015]

Sprachlicher Hinweis: Im Deutschen ist der Begriff »Narrativ« bislang eher ein Fachbegriff für Sprachwissenschaftler. Er entspricht dem Englischen »Narrative«, für den es kein geeignetes deutsches Wort gibt. Wir sollten ihn uns angewöhnen, da kein anderer Begriff besser die eigentliche Bedeutung aus »Darstellung« und »Schilderung« einerseits sowie »Absicht« und »(manipulativem) Vorsatz« andererseits vereint.

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Eine Gefahr der Lüge besteht darin, sie über eine länger andauernde Berichterstattung hinweg berücksichtigen zu müssen — die Lüge muß irgendwie passen.  Das gleiche gilt für die Propaganda der New York Times, die damit kämpft, ihr eigenes Narrativ über den Konflikt in der Ukraine widerlegen zu müssen, schreibt Robert Parry.

Für den späten Februar des Jahres ist in New York ein Symposium anberaumt.  Thema ist die Gefahr eines Atomkrieges, wenn Computer ein derartiges Niveau künstlicher Intelligenz erreichen, mit dem sie Entscheidungen der Hand des Menschen entreißen könnten.  Dabei besteht bereits die altmodische Gefahr des Atomkriegs, die aus menschlicher Fehleinschätzung rührt, die sich wiederum aus Selbstüberhebung und Propaganda speist.

Dieses mögliche Szenario findet statt in der Ukraine, wo die EU und die USA im November 2013 eine politische Krise an der Grenze Rußlands provozierten, anschließend im Februar 2014 einen Staatsstreich unterstützten und eine einseitige Schuldzuweisung für den folgenden Bürgerkrieg präsentierten, nach der an allem alleine Rußland schuld sei.

Übelster Überbringer dieser Propaganda im Stile des Kalten Kriegs ist seitdem wahrscheinlich die New York Times, die ihren Lesern täglich eine Dosis von einseitigen Meldungen und Hintergrundberichten verabreicht, einschließlich der Beschuldigung der Russen für das Wiederaufflammen der Kämpfe.

Beispielsweise hatte die Times ihr falsches Ukraine-Narrativ gestützt, indem sie die Ursprünge der Krise einfach auf später datierte — Monate, nachdem die Krise eigentlich begonnen hatte. Dadurch ignorierte ein Samstagsaufmacher die tatsächliche Chronologie der Ereignisse und begann die Zählung mit dem Auftauchen russischer Truppen auf der Krim im Frühling 2014. Der Artikel von Rick Lyman und Andrew E. Kramer wörtlich:

»Der brüchige Waffenstillstand ist spurlos verschwunden. Rebellenführer geloben frische Angriffe. Zivilisten werden an Bushaltestellen von tödlichen Mörsern getroffen. Über verschneite Straßen, die in Richtung der von Rebellen besetzten Gebiete führen, rollen Panzer, auf deren Geschütztürmen in ungekennzeichneten grünen Uniformen Soldaten sitzen, die Passanten zuwinken — eine beunruhigende Wiederkehr der ›kleinen grünen Männchen‹, deren Auftritt auf der Krim diesen störrischen Konflikt im Frühjahr eröffnete.«

Mit anderen Worten: Die Geschichte beginnt nicht im Herbst 2013 mit der sonderbaren US-Einmischung in innenpolitische Angelegenheiten der Ukraine, angeführt von amerikanischen Neocons, wie dem National Endowment for Democracy, vertreten durch deren Präsident Carl Gershman, Außenamtsstaatssekretärin für europäische Angelegenheiten Victoria Nuland und Senator John McCain.  Auch beginnt die Geschichte nicht mit dem US-gestützten Putsch vom 22. Februar 2014, der den gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch absetzte und einen von Nulands auserkorenen Führern, Arseni Jazenjuk, in das Amt des Premierministers hievte.

Nein, denn wäre diese Vorgeschichte Teil des Artikels, dann hätten die Times-Leser vielleicht eine Chance auf ein ausgewogenes Verständnis dieser unnötigen Tragödie.  Um der Propaganda willen ist es besser, den Film dort anfangen zu lassen, wo die Krimbevölkerung sich mit überwältigender Mehrheit für eine Sezession des Failed State namens Ukraine aussprach und dafür, sich mit Rußland wiederzuvereinigen.

Ganz abgesehen davon, daß die Times nicht einmal das schiefe Referendum oder den Willen der Krimbevölkerung anspricht, ist es besser, einfach vorzugeben, daß russische Truppen — die »kleinen grünen Männchen« — einfach in die Krim einfielen und die Insel gegen den Willen der Bevölkerung in Beschlag nahmen.  Dabei waren die russischen Truppen längst auf der Krim, als Teil eines Vertrages mit der Ukraine zur Unterhaltung eines russischen Marinestützpunkts bei Sewastopol.

Was zum nächsten Absatz der Times-Geschichte führt:

»Die erneuten Kämpfe verdrängten jegliche Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Waffenstillstandsabkommens von September [2014], das seither eher auf dem Papier stand, statt der Realität zu entsprechen. Gleichzeitig wurde die Vorstellung begraben, daß der russische Präsident Wladimir Putin sich derart von dem Doppelschlag aus westlichen Sanktionen und dem niedrigen Ölpreis beeindrucken ließe, die Separatisten aufzugeben, um bessere Beziehungen zum Westen aufzubauen.«

Dieser letzte Punkt führt uns zu der Gefahr, die aus menschlicher Fehleinschätzung durch Selbstüberhebung rührt.  Der von der EU begangene und von den USA verschärfte Schlüsselfehler lag in der Annahme, ein unverschämtes Angebot an die Ukraine zur Aufgabe ihrer langjährigen Rußland-Beziehungen und zur Aufnahme in die Nato würde keine entschlossene russische Reaktion nach sich ziehen.

Rußland sieht die Aussicht auf die Präsenz von Nato-Streitkräften und deren Atomwaffen an seiner Grenze als strategische Gefahr, besonders mit Kiew in der Hand tollwütiger Politiker des rechten Flügels einschließlich Neonazis, die Rußland als historischen Feind sehen.  Mit solch einer Gefahr konfrontiert — besonders angesichts dem tausendfachen Abschlachten ethnischer Russen in der Ukraine — grenzte es an Gewißheit, daß die russische Spitze sich keinesfalls widerspruchslos westlichen Sanktionen und Forderungen beugen würde.

Ja, so lange die USA der Knechtschaft propagandistischer Berichterstattung unterliegen, die die New York Times und andere US-Massenmedien drehen, wird Präsident Barack Obama ziemlich sicher weiterhin die Spannungsschraube anziehen.  Das Gegenteil würde Obama dem Vorwurf der »Schwäche« preisgeben.  In seiner Rede zur Lage der Nation posierte Obama als Friedensstifter.  Davon wich er ein einziges Mal massiv ab, als er mit dem Leiden prahlte, das die von den USA organisierten Sanktionen über Rußland gebracht hatten, dessen Wirtschaft, so Obama mit Schadenfreude, »zerfetzt« sei [»in tatters«].

Während der Westen sich also großspurig damit brüstet, was Rußland als schwerwiegende strategische Bedrohung sieht, ist es unschwer vorstellbar, daß diese Krise in der Ukraine eine gewaltvolle Auseinandersetzung zwischen Kräften der Nato und Rußlands heraufbeschwören könnte — auch mit der Möglichkeit einer weiteren Fehleinschätzung, die dann atomare Waffen ins Spiel brächte.

Das tatsächliche Narrativ

Es gibt keine Anzeichen dafür, daß die New York Times es bereuen würde, sich in ein krudes Propagandaorgan verwandelt zu haben.  Aber nur für den Fall, daß tatsächlich jemand bei dem Leitmedium zuhört: Laßt uns die eigentliche Berichterstattung zur Ukraine-Krise wiederholen.  Sie begann nicht im letzten Frühjahr, wie Sie die Times glauben machen will, sondern im Herbst 2013.  Damals wog Präsident Viktor Janukowitsch die Kosten eines EU-Assoziierungsabkommens gegen einen wirtschaftlichen Bruch mit Rußland ab.  Dieser Teil der Geschichte wurde ausführlich vom Spiegel beleuchtet, obwohl dieser eine deutlich antirussische Haltung einnimmt.  Aber im englischsprachigen Rückblick zum Einjährigen der Krise spricht Der Spiegel die EU und die deutsche Regierung der Fehleinschätzungen schuldig, die zum Bürgerkrieg in der Ukraine beitrugen, besonders im Hinblick auf die Unterschätzung der enormen finanziellen Kosten für die Ukraine, sollte sie ihre wirtschaftlichen Verbindungen nach Rußland kappen.

Im November 2013 erfuhr Janukowitsch von Experten an der Akademie der Wissenschaften der Ukraine: Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten für das Land beliefen sich bei einer Trennung der Wirtschaftsbeziehungen nach Rußland auf rund 160 Milliarden US-Dollar — das 50-fache dessen, was die EU kalkuliert hatte, so der Spiegel.

Janukowitsch war schockiert von dieser Zahl, er, auf der Suche nach finanzieller Hilfe, die die EU nicht leisten konnte, so das Magazin. Westliche Finanzspritzen müßten sodann vom Internationalen Währungsfonds kommen, der wiederum schmerzhafte »Reformen« für die ukrainische Wirtschaft forderte, strukturelle Veränderungen, die das harte Leben für den durchschnittlichen Ukrainer noch härter machen würden, einschließlich einer Preissteigerung für Erdgas um 40 Prozent und einer Abwertung der ukrainischen Währung Hrivna um 25 Prozent.

Mit Putins Angebot einer großzügigeren Finanzspritze in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar im Rücken nahm Janukowitsch Abstand vom Vertrag mit der EU.  Zugleich sagte er weiteren Verhandlungen zu, für den EU-Partnerschaftsgipfel im litauischen Vilnius am 28. November 2013.  Bundeskanzlerin Angela Merkel antwortete »mit einem Satz, triefend vor Mißgunst und kühlem Sarkasmus, direkt an den ukrainischen Präsidenten gerichtet. ›Ich komme mir vor wie auf einer Hochzeit, auf der der Bräutigam in letzter Minute neue Entscheidungen fällt‹«, so Der Spiegel in seiner Chronologie der Krise.

Nach dem Zusammenbruch des EU-Deals gingen US-Neocons ans Werk, mit einem weiteren Regime Change, dieses Mal in der Ukraine, unter Einsatz der breiten Enttäuschung in der Westukraine über das gescheiterte EU-Abkommen. Es wurde zum Mittel, Janukowitsch abzusetzen, den verfassungsgemäß gewählten Präsidenten, der seine politische Basis in der Ostukraine hatte.

Staatssekretärin Nuland, ein prominentes Neocon-Überbleibsel — sie hatte Vizepräsident Dick Cheney beraten — verteilte Plätzchen auf dem Kiewer Maidan an Anti-Janukowitsch-Demonstranten und erinnerte einflußreiche ukrainische Geschäftsleute an die Investition der USA über 5 Milliarden Dollar in deren »europäische Bestrebungen«.

Senator McCain, der ziemlich überall einen Krieg befürwortet, suchte den Schulterschluß mit ukrainischen Rechten auf der Bühne auf dem Maidan und stachelte so die Proteste an.  Und Gershmans US-finanzierter National Endowment for Democracy (NED) entsendete seine ukrainischen Polit- und Medienprofis zur Unterstützung der Unruhen.  Bereits im September 2013 machte der NED die Ukraine als den »größten Preis« und wichtigen Schritt zur Absetzung Putins in Rußland aus.

Anfang Februar 2014 unterwies Nuland den US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, »auf die EU zu scheißen«.  Sie berieten, wie sie »dieses Ding« zu Ende führen könnten, während sie die neuen politischen Führer der Ukraine handverlas: »Yats is the guy«, ›Jaz‹ ist der Mann, befand sie über Arseni Jazenjuk.

Als die gewaltsamen Unruhen auf dem Maidan eskalierten — mit gutorganisierten Neonazi-Milizen, die Brandsätze auf Polizisten warfen — beschuldigten sowohl das US-Außenamt als auch US-Nachrichtenmedien Janukowitsch.  Am 20. Februar, als mysteriöse Scharfschützen — offenbar von solchen Positionen, die vom Rechten Sektor kontrolliert waren — Polizisten und Demonstranten zu Tode schossen, geriet die Lage außer Kontrolle. Abermals beschuldigte die US-Presse Janukowitsch.

Obwohl Janukowitsch am 21. Februar 2014 ein Abkommen mit drei EU-Staaten unterzeichnete, womit er weniger Macht und frühere Wahlen akzeptierte, war das den Putschmachern nicht genug.  Am 22. Februar zwang ein Staatsstreich, angeführt von Neonazi-Milizen, Janukowitsch und seine Offiziellen in die Flucht um ihr Leben.

Es ist bemerkenswert, wie die Times in ihrer vorgeblichen Revue dieser Geschichte in einem Artikel vom Januar 2015 die erdrückenden Beweise für einen US-gestützten Putsch ausblendet, samt den Ergebnissen der Politprojekte des NED, der Stimmungsmache McCains und den Planungen Nulands.  Die Times informierte ihre Leser schlicht und ergreifend: Es gab keinen Putsch.

Die Propaganda der Times über die Ukraine ist nicht nur erbärmlicher Journalismus, sondern gleichermaßen eine gefährliche Zutat für das, was in eine atomare Konfrontation münden könnte, sofern Amerikaner einer falschen Berichterstattung Glauben schenken und folgerichtig weiteren provokanten Aktionen ihrer politischen Führer folgen, die sich im Gegenzug genötigt sehen könnten, »hart« zu agieren, um sich nicht als »weich« angreifbar zu machen.

Mit anderen Worten: Selbst wenn die Computer keine Kontrolle über menschengemachte Atomwaffen erlangen, könnte die Menschheit in ein atomares Armageddon taumeln — nicht geleitet von künstlicher Intelligenz, sondern vom Fehlen menschlicher Wärme.

* * *

Robert Parry ist investigativer Journalist. Er berichtete mehrfach über die Iran-Kontra-Affäre und schrieb in den 80ern für die Nachrichtenagentur Associated Press und das Nachrichtenmagazin Newsweek.  Heute schreibt er auf consortiumnews.com.

Quelle: http://vineyardsaker.de/analyse/nyt-propaganda-parry/

Gruß an die US- finanzierten Neonazis in Miliz und Medien- euer „Stuhl“ kippt

TA KI

Ist die Neue Entwicklungs Bank (NEB) der BRICS-Staaten ein Betrug?


Einar Schlereth
1. August 2014

Ich habe hier einen Artikel vor mir, den zu übersetzen mir widerstrebt. Er wurde von Patrick Bond verfasst, Professor in Südafrika, Berater verschiedener Regierungen und sonst noch einer Menge Meriten. Er antwortet auf ein Papier von Horace Campbell, den er zwar als großartigen Analytiker ansieht, der aber in diesem Fall die Sache völlig falsch verstanden habe. Campbell hat geschrieben, dass „die NEB nicht auf den IWF und seine betrügerischen Bedingungen hereinfalle …“ Doch genau dies tue sie schreibt Bond.

BRICS 2014Wir alle, von Michel Chossudovsky bis James Petras, Paul Craig Roberts bis Valentin Mândrăşescu, Pepe Escobar bis hin zu uns kleinen Bloggern haben die NEB begeistert begrüßt als Instrument, das von Anfang als Mittel zur Zerschlagung der schädlichen Dollar-Vorherrschaft gedacht war, aber auch für günstige Kredite für bedeutende Infrastruktur-Maßnahmen an Entwicklungsländer.
Ich hatte zwar anfangs ein mulmiges Gefühl – bei Banken sowieso aber vor allem bei dem Gedanken, dass Indien und Südafrika mit dabei waren, zwei der korruptesten Länder der Welt und eingefleischte Anhänger des Kapitalismus, glaubte aber, dass China, Russland und Brasilien sicher gegensteuern werden und Indien sowie  Südafrika auf den richtigen Weg schubsen würden. Doch bei Patrick Bond gewinnt man das genau umgekehrte Bild, dass diese beiden Länder die anderen auf den falschen Weg schubsten. Haben wir alle uns von einem Wunschbild leiten lassen?

Bond schreibt, dass laut ‚China Daily‘: „…  die BRICS den westlichen Forderungen entgegenkommen … um den globalen Finanzmarkt zu stabilisieren“. Die BRICS würden mit der NEB die Rolle eines ‚Sub-Imperialismus‘ spielen, der „den westlichen Kapitalismus und seine destruktiven Exzesse ermöglicht“. Und dabei würden Delhi und Pretoria, „blind loyal von Washington abhängig“ eine verhängnisvolle  Rolle einnehmen.

Sodann geht Patrick Bond auf die verschiedenen Machinationen und finanzpolitischen Tricks ein, von denen ich nur die Hälfte verstehe. Deswegen möchte ich den Artikel nicht übersetzen, sondern fände es gut, wenn wir alle die Augen offen behielten, um vielleicht einen Bericht zu finden, der diese Dinge allgemeinverständlich darlegt. Wir dürfen nicht vergessen, dass sowohl in Moskau als auch Beijing Oligarchen sitzen, die nichts lieber wünschen, als ihre Länder in den Globalisierungs-Rummel voll einzugliedern. Es gilt also, den Anfängen zu wehren.

Quelle: http://einarschlereth.blogspot.de/2014/08/ist-die-neue-entwicklungs-bank-neb-der.html

Gruß an Einar

TA KI