IWF kündigt Ukraine Milliardenhilfe an


Ukrainische Finanzministerin will erste Tranche für dringende makroökonomische Stabilisierung verwenden

Kiew – Vor einer richtungsweisenden Entscheidung des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die finanziell angeschlagene Ukraine erneut ihren enormen Kreditbedarf betont. Sollte der IWF eine Zahlungszusage erteilen, werde die Führung in Kiew die erste Tranche für die dringende makroökonomische Stabilisierung der früheren Sowjetrepublik verwenden, sagte Finanzministerin Natalia Jaresko.

Der IWF will am Mittwoch über ein neues längerfristiges Kreditpaket von 17,5 Milliarden US-Dollar (etwa 16,3 Milliarden Euro), gestreckt über vier Jahre, an die vom Krieg ausgezehrte Ukraine entscheiden. 2014 erhielt das zweitgrößte Land Europas schon mehr als acht Milliarden Dollar vom IWF und anderen internationalen Organisationen.

Treffen zwischen Merkel und Lagarde

Vom Schritt des IWF sind weitere Finanzhilfen der Europäischen Union, der Weltbank und anderer Geber an die prowestliche Führung in Kiew abhängig. Ebenfalls am Mittwoch will sich IWF-Direktorin Christine Lagarde in Berlin mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Die deutsche Regierung hatte angekündigt, sich mit 500 Millionen Euro an Kreditbürgschaften für den Wiederaufbau in der Ukraine zu beteiligen.

IWF-Bedingung für Kredite ist unter anderem eine Stabilisierung der Budgetlage. Dafür hat die Regierung in Kiew bereits die Tarife für Energie massiv erhöht und auch Pensionen gekürzt. Kritiker beklagen aber eine weit verbreitete Korruption in der Ukraine. Bei der Stabilisierung der Finanzen will auch Ex-Vizekanzler, Ex-Außen- und -Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) helfen. Er wird mit weiteren Experten wie etwa dem deutschen Ex-Finanzminister Peer Steinbrück aus dem Westen für die neue „Agentur zur Modernisierung der Ukraine“ arbeiten. (APA, 11.3.2015)

Quelle: http://derstandard.at/2000012770696/IWF-kuendigt-kuendigt-Milliardenhilfe-fuer-Ukraine-an

Gruß an die Kriegsfinanzierer

TA KI

Finanzielle Repression: Die Enteignung der Sparer ist erst der Anfang


Der globale Schulden-Zyklus neigt sich dem Ende zu. Die Verlierer werden die deutschen Sparer sein: Niedrige Zinsen, Lebensversicherungen rasiert, höhere Bankgebühren, Zwangsabgaben. Wir stehen erst am Anfang des Einsatzes eines nie dagewesenen Arsenals der finanziellen Repression.

Lagarde und Draghi

Es wird langsam kritisch für die Sparer in Deutschland. Jeder, der ein kleines Vermögen für das Alter zurückgelegt hat, muss auf der Hut sein. Bei den Lebensversicherungen ist es schon passiert: Die Ausschüttungen können gekürzt werden. Mit dem Sparbuch verlieren die Kunden wegen der Kaufkraft reales Geld. Das Risiko von Banken-Crashs ist längst nicht vom Tisch.

Wir nähern uns dem Endspiel in einem noch nie dagewesenen, globalen Schuldenzyklus. Jeder spürt: Das ist alles erst der Anfang. Vor einigen Jahren hatten Angela Merkel und Peer Steinbrück die Spareinlagen noch garantiert. Heute ist nur eines sicher: Die Ersparnisse schmelzen wie der Schnee unter der Sonne (das wussten Merkel und die SPD damals übrigens auch – mehr zu der abenteuerlichen Aktion hier).

Wie kommt das?

Die meisten Leute haben ihr Leben lang hart gearbeitet. Sie haben nie an der Börse spekuliert. Der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes spricht von der Enteignung der Sparer (hier). Diese ist die Folge der jahrelangen Schuldenmacherei, die die Wirtschaft auf der ganzen Welt angeheizt hat. Nun ist Zahltag. Die Schuldenstaaten von Amerika bis Deutschland, von Griechenland bis Japan müssen die letzten Ersparnisse plündern, um das System am Laufen zu halten. Sie suchen auf der ganzen Welt nach Werten.

Jetzt wird klar: Wir haben Jahrzehnte des massiven Misswirtschaft hinter uns. Weder die Politik noch die Banken oder die Konzerne haben verantwortungsvoll gewirtschaftet. Alle haben Schulden gemacht und sich eingeredet, sie können aus den Schulden „herauswachsen“.

Doch in alternden Gesellschaften wie Deutschland ist es eine Illusion zu glauben, man könne den Schulden entwachsen: Es gibt zu wenig junge Leute, die dafür sorgen könnten. Die Rentner wollen ihr Geld. Die Banken wollen ihr Geld. Die Regierungen wollen weiter Geld verschenken. Die jungen Volkswirtschaften – Indien, Afrika, Türkei – sind noch nicht weit genug und ebenfalls zu hoch verschuldet. Das passt alles nicht zusammen.

In der Geschichte hat es immer solche Phasen der finanziellen Repression gegeben: Regierungen haben zu viele Schulden gemacht, weil sie Kriege finanzieren oder Wahlen gewinnen wollten. Am Ende hat es nie gereicht. Die Ersparnisse wurden geplündert. In Deutschland hieß das dann „Reichsnotopfer“ (1919), „Vermögensabgabe“ (1949) oder „Investitionshilfeabgabe“ (1982).

Die Politik verkauft eine solche Plünderung als „Neustart“ oder „Reform“. Doch was wir erleben, ist eine dramatische Umverteilung. Sie trifft die Deutschen ganz besonders hart: Die deutschen Spareinlagen betrugen noch bis vor kurzem fast 5.000 Milliarden Euro. Auf diese Spareinlagen hat die Welt-Schuldengemeinschaft ihre begehrlichen Blicke geworfen. Sie sollen geplündert werden, um die Welt vor dem Finanz-Kollaps zu retten. Der IWF und die Bundesbank sprechen bereits ganz offen von einer „Vermögensabgabe“ von 10 Prozent auf alle europäischen Netto-Vermögen.

Die Zentralbanken spielen bei dieser Plünderung eine verheerende Rolle: Durch die massiven globalen Finanzströme entstehen Netzwerke-Effekte. Die Billionen aus künstlichem Geld haben diese Entwicklung dramatisch beschleunigt. Computer-Simulationen beweisen: Die Kapitalströme machen die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer – weltweit. Je mehr Geld ins System gepumpt wird, desto größer ist der Effekt. Mario Draghi hat vergangene Woche gesagt: Wir sind noch nicht am Ende angekommen.

Die deutschen Sparer müssen das als gefährliche Drohung verstehen.

Sie sollten sich schleunigst schützen.

(…)

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/10/finanzielle-repression-die-enteignung-der-sparer-ist-erst-der-anfang/

Gruß an die Vorsorger

TA KI