Das sind die 13 Foltermethoden der CIA- Die Psychologen des Grauens


Auf Hunderten Seiten berichtet der US-Senat über den Umgang des Auslandsgeheimdienstes CIA mit Terrorverdächtigen nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Diese Foltermethoden wurden praktiziert.

foltermethoden

Im Zentrum der Berichts des US-Senats zu den Methoden, die der Auslandsgeheimdienst CIA nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 gegen Gefangene einsetzte, stehen 13 sogenannte erweiterte Verhörtechniken. In dem Bericht heißt es, die Behandlung von Häftlingen in Geheimgefängnissen sei vor zehn Jahren schlimmer gewesen, als es die Regierung vor dem Kongress oder der Öffentlichkeit dargestellt habe. Diese Methoden mussten die Gefangenen ertragen:

1. Schläge in den Unterleib

Zweck dieser Methode war es, Angst und Hoffnungslosigkeit bei den Häftlingen auszulösen, die Gefangenen zu erniedrigen und zu beleidigen, heißt es in einer Beschreibung in Regierungsdokumenten. Der Vernehmungsbeamte steht dabei knapp 30 Zentimeter vor dem Bauch des Inhaftierten und schlägt mit dem Handrücken zu. Die Peiniger wurden angewiesen, die Hand bei den Schlägen in den Unterleib ausgestreckt und die Finger zusammen zu halten. Die CIA nutzte diese Technik vor 2004 mit Genehmigung des US-Justizministeriums.

2. Aufmerksamkeit erzwingen

Der Befrager greift den Gefangenen dabei mit beiden Händen am Kragen und zieht ihn zu sich heran, wie der frühere CIA-Mitarbeiter John Rizzo berichtet. Diese Technik wurde Rizzo zufolge etwa bei dem Al-Qaida-Mitglied Abu Subajdah angewendet.

3. Einsperren in engen Boxen

Der Vernehmer sperrt den Häftling für bis zu 18 Stunden in eine Box, in der ein ausgewachsener Mensch in der Regel stehen kann – oder aber er wählt eine Box, die gerade einmal groß genug ist, um eingerollt darin auszuharren. Hierin verbrachten Häftlinge bis zu zwei Stunden, wie Rizzo in seinem Buch „Company Man“ schreibt. Der zugewiesene Beamte hatte demnach darüber hinaus die Möglichkeit, ein „harmloses“ Insekt in die kleinere der Boxen zu stecken. Dies sei zum Beispiel bei Subajdah gemacht worden, weil dieser Käfer gehasst habe, sagte Rizzo.

4. Nahrungsmanipulation

Diese Maßnahme beinhaltete, von fester Nahrung auf flüssige umzusteigen. Subajdah wurde im August 2002 nach Angaben des Senatsberichts in eine Diät mit Flüssignahrung versetzt, die aus einem Nahrungsergänzungsmittel und Wasser bestand.

5. Haltegriff ums Gesicht

Der Vernehmungsbeamte hält den Kopf des Gefangenen so, dass er nicht bewegt werden kann. Er legt jeweils eine Hand auf beide Seiten des Gesichts und hält die Fingerspitzen laut Rizzo vor die Augen des Häftlings.

6. Der Schlag ins Gesicht

Mit gespreizten Fingern wird dem Häftling mitten ins Gesicht zwischen Kinn und Ohrläppchen geschlagen, wie Rizzo in seinem Buch beschreibt. Auch hiermit sollte das Opfer gedemütigt werden. Damit sollte der Gefangene „von der irrtümlichen Vorstellung befreit werden, dass er nicht körperlich verletzt würde“.

7. Nacktheit

Diese Technik wurde kombiniert mit anderen Methoden genutzt. Der Häftling wurde gezwungen, lange Zeit nackt zu stehen.

8. Druckbelastungen

Zweck dieser Technik ist es laut einem Regierungsdokument, dem Häftling mit Hilfe von ausgedehntem Muskelgebrauch Unbehagen zuzufügen. Eine Position war, mit nach vorn ausgestreckten Beinen zu sitzen, während die Hände über dem Kopf gehalten wurden. Eine andere war laut Rizzo, auf dem Boden zu knien und sich dabei in einem 45-Grad-Winkel zurückzulehnen.

9. Tagelanger Schlafentzug

Häftlinge wurden bis zu 180 Stunden lang wach gehalten, meistens, indem sie eine aufrechte oder unangenehme Stellung einnehmen mussten. Manchmal wurden dabei gar die Hände der Gefangenen über dem Kopf festgebunden. Wegen dieser Technik hatten mindestens fünf Opfer „verstörende Halluzinationen“, wie es in dem Bericht heißt – in zwei Fällen setzte die CIA die Praxis dennoch fort. Ein Inhaftierter, Arsala Khan, halluzinierte im Oktober 2003 nach 56 Stunden Schlafentzug im Stehen. Anschließend kam der Auslandsgeheimdienst zu dem Schluss, dass der Mann offenbar nicht in geplante Aktivitäten gegen die USA verwickelt ist. Statt ihn wie anschließend von der CIA geplant freizulassen, wurde Khan in militärische Einrichtungen gebracht, wo er für vier weitere Jahre inhaftiert war.

10. Vor der Wand stehen

Dabei muss das Opfer mit ausgestreckten Armen und dem Gesicht zur Wand aufrecht stehen, so dass es mit den Fingern die Mauer berührt. Wie Rizzo berichtet, musste der Gefangene diese Position unbefristet lang halten. Auch Subajdah war dieser Methode ausgesetzt.

11. Walling

Dies war eine der brutalsten Methoden. Die Vernehmungsbeamten schleudern den Häftling dabei gegen eine Wand. Laut Senatsbericht war dies eine der unzähligen Techniken, die bei Subajdah angewendet wurden. Auch der Al-Qaida-Anführer Chalid Scheich Mohammed war am 22. März 2003 „intensiven“ Befragungen und Walling ausgesetzt. Als das nichts brachte, nutzten die Vernehmenden eine noch härtere Methode, das Waterboarding.

12. Waterboarding

Nach einer Stunde des Waterboardings war der besagte Al-Qaida-Mann „bereit zu reden“, wie es bei der CIA hieß. Bei dieser wohl berüchtigsten CIA-Technik wurde der Häftling an einem Tisch oder einer Bank festgeschnallt. Anschließend wurde Wasser über das Gesicht des Gepeinigten gegossen, was ihm das Gefühl gab, zu ertrinken. Laut dem Senatsbericht sorgte diese Methode für Erbrechen, unmittelbare Aufnahme der Flüssigkeit und unfreiwillige Krampfzustände in Bein, Brust oder Arm. Abu Subajdah wurde demnach „vollkommen unempfänglich, mit Blasen, die aus seinem offenen, vollen Mund hochkamen“. Er sei anschließend „hysterisch“ und unfähig zum Kommunizieren gewesen. Chalid Scheich Mohammed wurde zwischen dem Nachmittag des 12. März 2003 und dem darauffolgenden Morgen insgesamt 65 Mal der Prozedur des Waterboardings ausgesetzt.

13. Eisbäder

Nackte Häftlinge wurden dem Senatsbericht zufolge auf einer Plane festgehalten. Die Plane wurde daraufhin an seinen Enden hochgezogen, so dass sich eine Art Badewanne bildete. Eiskaltes Wasser wurde anschließend über den Gefangenen gekippt. Manchmal wurden die Opfer dabei zudem stundenlangem Schlafentzug ausgesetzt.

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article135213691/Das-sind-die-13-Foltermethoden-der-CIA.html

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gefangene-in-guantanamo-bay-mussten-sich-speziellen-verhoermethoden-unterziehenDer US-Bericht über die CIA-Folter von Terrorhäftlingen enthüllt: Viele Verhöre wurden an zwei ehemalige Militärpsychologen „outgesourct“. Sie bekamen dafür rund 81 Millionen Dollar.

Der erschütternde Bericht über Folter unter US-Präsident George W. Bush enthält viele Namen. Die Namen der mindestens 119 Gefangenen. Die Namen der CIA-Folterknechte, penibel geschwärzt, um sie zu schützen. Die Namen der damaligen höchsten Verantwortlichen: Pentagon-Chef Donald Rumsfeld, Justizminister John Ashcroft oder CIA-Direktor George Tenet.

Militärpsychologen entwickeln Folterpraktiken

Zwei Männer geistern jedoch mit fantasievollen Pseudonymen durch die 499 Seiten der Zusammenfassung, die die Demokraten im Geheimdienstausschuss des US-Kongresses am Dienstag vorlegten: „Dr. Grayson Swigert“ und „Dr. Hammond Dunbar“.

Bei „Dr. Swigert“ und „Dr. Dunbar“ handelt es sich um zwei Militärpsychologen, die die CIA beauftragte, die schlimmsten Foltermethoden zu entwickeln und sogar persönlich durchführen zu lassen. Obwohl bis dahin ohne jede praktische Erfahrung mit „verschärften Verhörmethoden“, habe das Duo schließlich eine so zentrale Rolle gespielt, dass die CIA ihr Folterprogramm ab 2005 fast ganz an die Privatfirma der Männer „outgesourct“ habe.

Ihre Klarnamen, von Geheimdienstkreisen bestätigt, waren auch schon mal im „Spiegel“ zu lesen: James Mitchell und Bruce Jessen.

Sie sprachen nicht mal Arabisch

Erstmals offenbart der Bericht jetzt, dass die beiden mit der sadistischen, und oft sinn- wie zwecklosen Quälerei ein Vermögen verdienten: Rund 81 Millionen Dollar habe die CIA dem Unternehmen der beiden Männer gezahlt, das diese im Jahr 2005 eigens für ihre Arbeit in den Folterlagern gegründet hätten und das seither als Mitchell Jessen & Associates im US-Bundesstaat Washington identifiziert wurde. Seit 2007 hätten sie weitere 1,1 Millionen Dollar bekommen, um sie „vor gesetzlicher Haftung“ abzuschotten.

Der Report bestätigt frühere Berichte, wonach „Swigert“ und „Dunbar“ für ein geheimes Trainingsprogramm der US-Armee gearbeitet haben (Survival, Evasion, Resistance, Escape, kurz: SERE). Dieses bereitet US-Soldaten auf mögliche Folter nach einer Gefangennahme durch den Feind vor. Beide Männer hätten aber weder Erfahrung mit Verhören gehabt noch irgendwelche „Spezialkenntnisse über al-Qaida“ – geschweige denn „andere relevante, kulturelle oder linguistische Expertise“. Will heißen: Sie sprachen nicht mal Arabisch.

Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein, die den Bericht vorstellte, nannte das einen „klaren Interessenkonflikt und eine Verletzung professioneller Richtlinien“. Die Pseudonyme der Psychologen ziehen sich durch den gesamten Horror-Report, Seite für Seite, Fußnote für Fußnote. Sie zeigen auch, dass die CIA das Foltern gern suspekten Menschen überließ. Ab dem Jahr 2008 seien 85 Prozent aller „Verhör-Führer“ keine CIA-Leute gewesen, sondern private Vertragsarbeiter.

Lieblingstechniken: Ohrfeigen und an die Wand werfen

„Die Verhöre waren keine anspruchsvolle Informationserfassung“, resümiert das Magazin „New Yorker“ entsetzt. „Es waren Leute, die wild drauflos gingen, in der vagen Hoffnung, dass irgendetwas dabei herauskommt.“

Die CIA entwickelte ihre „verschärften Verhörmethoden“ nach „Konsultationen“ mit diesen Psychologen. Der Report zitiert einen Bericht „Swigerts“ und „Dunbars“ über ihre Lieblingstechniken: „Kapuzen, Einsatz lauter Musik, Schlafentzug, Kontrolle von Dunkelheit und Licht, Ohrfeigen, an die Wand werfen.“

Abu Zubaydah war der erste von vielen US-Häftlingen, an denen die beiden diese Mittel oft auch „persönlich ausübten“, in geheimen CIA-Folterlagern im Ausland. Die FBI-Agenten, die Zubaydah zuerst verhört hatten, hätten heftig protestiert.

Auch mit der Foltermethode Waterboarding hätten „Swigert“ und „Dunbar“ keinerlei Erfahrungen gehabt, da es im SERE-Training nicht vorgekommen sei, heißt es weiter. Trotzdem hätten sie es als „absolut überzeugende Technik“ beschrieben – und als notwendig, um die „Widerstandsfähigkeit“ von Zubaydah und anderen Gefangenen zu „brechen“.

Psychologen führten Techniken selbst aus

Am häufigsten wurde 9/11-Drahtzieher Khalid Sheikh Mohammed dem Waterboarding unterzogen: 183 Mal. „Swigert“ und „Dunbar“ hätten die Prozeduren meist persönlich durchgeführt. 2006 wurde Scheich Mohammed ins US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba überführt. Im Jahr darauf löste die CIA ihren Vertrag mit dem Psychologen-Duo auf.

Am Dienstag stöberten US-Reporter „Dr. Swigert“ alias James Mitchell in Florida auf, wo er im Ruhestand lebt. „Warum können Sie mich nicht in Ruhe lassen?“, bellte er einen Reuters-Journalisten am Telefon an. „Sprechen Sie mit der CIA.“

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_72118882/erfinder-der-cia-foltermethoden-die-psychologen-des-grauens-.html

Gruß an die Gepeinignten

TA KI

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