Paar aus Oregon wird gesagt, dass es keine Wasserrechte besitzt und wird gezwungen, seinen eigenen Teich zu zerstören


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… weil der Regen der anmaßenden Regierung gehört, weil die Konzerne aufgrund ihrer Habgier behaupten, dass Wasser kein Menschenrecht sei, und weil Amerikaner nicht berechtigt sind, auf ihrem Privatgrundstück zu tun was sie wollen…

Erinnert ihr euch an den “Regenmann” Gary Harrington aus Oregon – der für 30 Tage ins Bezirksgefängnis von Jackson geschickt und zu einer 1.500-Dollar-Geldstrafe verdonnert wurde, weil er auf seinem 170 Acre [687.966 m2] Grundstück Regenwasser gesammelt hatte? Es wurde angeordnet, dass er seine Dämme durchbrechen und seine Teiche trockenlegen muss, die mehr als 13 Millionen Gallonen [49,21 Millionen Liter] Wasser fassten – genug, um 20 Schwimmbecken von Olympia-Größe zu füllen.

Nun sieht ein Paar aus Oregon einem ähnlichen Schicksal entgegen wie Gary Harrington, weil der Regen der anmaßenden Regierung gehört, weil die Konzerne aufgrund ihrer Habgier behaupten, dass Wasser kein Menschenrecht sei, und weil Amerikaner nicht berechtigt sind, auf ihrem Privatgrundstück zu tun was sie wollen.

Das Büro des Bezirkswassermeisters von Jackson hat Jon und Sabrina Carey ausgerichtet, ihren 2 Acre [8093,71 m2] großen Teich zu zerstören – der vor 40 Jahren angelegt wurde, lange bevor sie vor zweieinhalb Jahren das 10 Acre [40.468,6 m2] große Grundstück vor dem Butte Falls Highway kauften -, weil sie über keinerlei Wasserrechte verfügen.

Im Grunde genommen hätte ich einen schlechten Kauf gemacht. So haben sie es mir erklärt.

Der Bezirk hatte keine Probleme mit dem Teich, bis Jon versuchte, auf legale Weise medizinisches Cannabis auf seinem Grundstück anzubauen. Daraufhin wurde von ihm verlangt, nachzuweisen, dass er über eine funktionsfähige Wasserquelle für den Cannabis-Anbau verfüge.

Obwohl Aufzeichnungen des Bezirks ganz klar den Teich zu erkennen geben, behauptete das Büro des Wassermeisters, dass die vorherigen Eigentümer keine Erlaubnis für den Teich erhalten hätten, so dass die Careys nun gegen die Bestimmungen Oregons verstoßen würden – und sie die Kosten für die Ableitung des Wassers tragen müssen. Daher hörten die Careys damit auf, das Wasser aus dem Teich zu benutzen und griffen darauf zurück, Wasser für ihren Haushalt und Garten von den Butte Falls heranzuschaffen.

Da die Medford Water Commission die Rechte an der Wasserscheide um Careys Grundstück besitzt – wo sich Medfords Hauptwasserquelle Big Butte Springs befindet – lehnten deren Mitarbeiter Careys Antrag ab, den Teich zu übernehmen und ihn als eine städtische Wasserquelle einzustufen, damit das Wasser im Notfall zum Feuerlöschen, für Wildtierlebensräume und als zusätzliche Quelle für städtische Bedürfnisse verwendet werden kann.

Obwohl die Regierung die Eigentümerschaft über das Regenwasser als Teil der öffentlichen Wasserversorgung beansprucht, wies sie dennoch das Gesuch der Careys ab, ihren Teich als Teil öffentlichen Eigentums zu behandeln. Mail Tribune berichtet:

Mitarbeiter der Wasserkommission fanden mehrere Probleme mit dem Ansinnen der Careys, einschließlich des Schaffens eines Präzedenzfalles, der zu ähnlichen Anträgen führen und die staatlichen Statuten schwächen könnte, während die Definition einer ‘städtischen Wasserquelle’ nicht erfüllt ist. Die Mitarbeiter befanden, es wäre sehr schwierig, aus städtischen Beweggründen Zugang zum Wasser zu bekommen, das im Teich gespeichert ist, und weitere Beaufsichtigungen und Nachuntersuchungen von Regelbefolgungsproblemen wären für die Kommission schwierig und kostspielig.

Careys Anwältin, Sarah Liljefelt, die beim Bezirk Jackson einen Antrag einreichte, um dem Paar eine Erlaubnis zur Wasserspeicherung beschaffen, sagt dazu:

Das Reservoir auf Herrn Careys Eigentum ist trotz seiner geringen Größe eines der größten in diesem Gebiet. In der Vergangenheit wurde der Teich zum Feuerlöschen benutzt und ist für Feuerwehrautos vom Butte Falls Highway aus zugänglich. Der Teich ist eine wichtige Wasserquelle für Bieber, Otter, Elche, Rotwild, Bären, Pumas, Rotluchse, Weißkopf-Fischadler, Kanadareiher, Schmuckreiher, Kanadagänse und Pazifische Sumpfschildkröten.

Tweet: “Der größte Wahnsinn überhaupt. Das ist ein weiteres Beispiel für Amerika, das “land of the free”

Das Paar hat zugestimmt, das Wasser nicht für die Bedürnisse seines Haushalts und Gartens zu benutzen und den Teich für Wildtiere, zum Feuerlöschen und irgendwelche Zwecke zu behalten, die durch die Wasserkommission von Medford präzisiert sind. Sie haben zugestimmt, die Größe des Teichs von ungefähr 12 auf 9,2 Acre Wasser zu verkleinern, der Stadt Medford das Recht einzuräumen, das Grundstück zu fluten, Zugang zum Reservoir zu erhalten und das Reservoir zu jedem Zeitpunkt zu entwässern, den die Stadt für notwendig erachtet sowie alle Kosten zu übernehmen, die mit der Erlaubnis, Konstruktion, Instandhaltung und Haftung in Verbindung stehen. Jedoch ist die Wasserkommission von Medford davon unbeeindruckt.

Ich bin jetzt erschreckt… Ich versuche, mit den verschiedenen Regierungsbehörden zusammenzuarbeiten und dieses Problem zu lösen, damit das Grundstück nicht eines seiner wertvollsten Vermögensposten verliert. Wir versuchen es einfach, indem wir uns an die Regeln halten. Ich versuche, zu kooperieren.

Das Paar erhielt kürzlich Unterstützung von den Brandschutzbehörden, die das Wasser gegen Waldbrände benötigen. In einem Brief an die Wasserkommission sprach sich die Forstbehörde von Oregon (OFD) für eine Erhaltung des Reservoirs aus, das bei der Bekämpfung von Waldbränden helfen und genug Wasser für einen mehrere Tage anhaltenden Einsatz zur Verfügung stellen könne. Neal Laugle, staatlicher Flugverkehrsleiter für die ODF, schrieb:

Ich möchte die Medford-Wasserkommission dazu anhalten, die Erhaltung des Reservoirs an Ort und Stelle mit seiner derzeitigen Kapazität zum Zweck einer langfristigen Wasserquelle für Brandbekämpfung bei Waldbränden in Betracht zu ziehen. Ohne das Wasser könnte die Dauer eines Waldbrandes in die Länge gezogen werden und es könnte zu mehr verheerenden Waldbränden kommen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/oregon-couple-told-no-water-rights-forced-destroy-pond/

Quelle: http://derwaechter.net/paar-aus-oregon-wird-gesagt-dass-es-keine-wasserrechte-besitzt-und-wird-gezwungen-seinen-eigenen-teich-zu-zerstoren

Gruß an die Erwachten

TA KI

WIR SIND DIE ERDE


ier wieder ein Artikel von Vandana Shiva, die einen unermüdlichen Kampf für das Leben führt. Aber gleichzeitig möchte ich noch eure Aufmerksamkeit auf den Artikel auf   ‚Gegenmeinung‘ vom gestrigen Tag lenken: Wichtige Vereinbarung zwischen Syrien und Russland. Das ist ein Meilenstein internationaler Solidarität.

Lebendige Erde

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WIR SIND DIE ERDE

Vandana Shiva
27. Mai 2014

‚Kreative Arbeit als Begleiter des Erdbodens und Mit-Schöpfer eines lebenden Bodens ist kein „Input“ in das Nahrungssystem, sondern der bedeutendste Output einer guten Landwirtschaft‘, schreibt Shiva.
(Public Domain)
The Asian Age

Wir sind aus denselben fünf Elementen  – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum – gemacht, die das Universum bilden. Wir sind die Erde. Wir sind der Boden. Was wir für den Boden tun, das tun wir für uns selbst. Und es ist kein Zufall, dass die Wörter „Humus“ und „Human“ (im Englischen Mensch) dieselbe Wurzel haben.
Diese ökologische Wahrheit ist in dem herrschenden Paradigma vergessen worden, weil es auf Öko-Apartheid basiert, der falschen Idee, dass wir von der Erde getrennt und unabhängig sind, und auch, weil es Erde als tote Materie definiert. Wenn Erde tatsächlich tot ist, dann kann menschliche Tätigkeit ihr Leben nicht zerstören. Sie kann nur die Erde „verbessern“ mit chemischem Düngemitteln. Und wenn wir die Herren und Eroberer der Erde sind, bestinmen wir das Schicksal der Erde. Dann kann Erde nicht unser Schicksal bestimmen.

Die Geschiche jedoch ist Zeuge der Tatsache, dass das Schicksal der Gesellschaften und Zivilisationen sehr eng damit verbunden ist, wie wir den Boden behandeln – ob wir  mit dem Boden durch das Gesetz des Zurückgebens oder durch das Gesetz der Ausbeutung und Extraktion verbunden sind.

Das Gesetz der Rückgabe – des Zurückgebens – hat sichergestellt, dass Gesellschaften fruchtbaren Boden schaffen und erhalten und über Jahrtausende von lebender Erde ernährt werden können. Das Gesetz der Ausbeutung – des Nehmens ohne Geben – hat zum Kollaps der Zivilisationen geführt.

Zeitgenössische Gesellschaften in der ganzen Welt stehen am Rande des Kollaps, da die Böden erodiert, verschlechtert, vergiftet, unter Beton begraben und des Lebens beraubt worden sind. Die industrielle Landwirtschaft, die auf einem mechanistischen Muster beruht und der Verwendung von fossilen Brennstoffen hat eine Ignoranz und Blindheit gegenüber dem lebendigen Prozess, der einen lebenden Boden schafft, hervorgerufen. Statt sich auf das Erde-Nahrungs-Netz zu konzentrieren, war man auf externe Inputs von chemischen Düngemitteln versessen – was Sir Albert Howard die NPK-Mentalität nannte. Biologie und Leben sind mit Chemie ersetzt worden.

Externe Inputs und Mechanisierung sind zwingend für die Monokulturen. Indem der Boden dem Wind, der Sonne und dem Regen ausgesetzt wird, setzen die Monokulturen ihrerseits die Erde der Erosion durch Wind und Wasser aus. Erde geht 10 bis 40 mal schneller verloren als die Rate, mit der sie natürlich wieder aufgefrischt werden kann. Dies bedeutet 30 Prozent weniger Nahrung in den nächsten 20 bis 50 Jahren. Die Bodenerosion spült die Bodennährstoffe hinweg. Eine Tonne Erdkrume entspricht im Schnitt 1-6 kg Nitrogen, 1-3 kg Phosphor, 2-30 kg Kalium, während erodiertes Land nur 0.1 – 0.5 % Nitrogen aufweist. Die Kosten dieses Nährstoffverlusts betragen 20 Milliarden jährlich.

Fruchtbare Böden enthalten 100 Tonnen organisches Material auf 1 Hektar. Die Reduktion von organischem Material im Boden durch 1.4 bis 0.9 % verringert das Ertragspotential um 50 %. Chemische Monokulturen machen den Boden auch anfällig für Trockenheit und tragen zur Nahrungsunsicherheit bei.

Außerdem absorbieren erodierte Böden und Böden ohne organisches Material 10 – 300 mm Regenwasser per Hektar im Jahr. Das bedeutet 7 – 44 % Verminderung des Wassers für die Nahrungsproduktion, was zur Verminderung der Produktivität um 10-25 % beiträgt.

Keine Technologie kann behaupten, die Welt ernähren zu können, indem sie das Leben im Boden zerstört und ihn nicht auf der Basis des Gesetzes der Rückgabe ernährt. Daher ist die Behauptung, dass die Grüne Revolution oder das genetische Engineering die Welt ernähren könne, falsch.

Diese Technologien erfordern zwangsläufig Monokulturen mit chemischen Inputs, ein Rezept zur Tötung des Lebens in der Erde und zur Beschleunigung der Bodenerosion und Degradierung. Degradierte und tote Böden, Böden ohne organisches Material, Böden ohne Bodenorganismen, Boden ohne Wasserrückhalt-Kapazität schaffen Hungersnöte und eine Nahrungskrise; sie schaffen keine Nahrungs-Sicherheit.

Dies trifft insbesondere in Zeiten des Klimawandels zu. Nicht nur, dass die industrielle Landwirtschaft für 40 % der Treibhausgase verantwortlich ist, sondern sie ist ihm auch stärker ausgeliefert.

Böden mit organischem Material sind widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Klimaextreme. Und Vermehrung von organischem Material durch intensive Systeme der Biovielfalt, die in Wirklichkeit intensive Systeme der Photosynthese sind, sind die effektivste Methode, das Kohlendioxyd aus der Atmosphäre zu bekommen und in die Pflanzen und dann in die Böden durch das Gesetz der Rückerstattung.

Im Boden, nicht im Öl liegt die Zukunft der Menschheit. Die Erdöl-basierte, fossile Treibstoff intensive industrielle Landwirtschaft hat drei Prozesse freigesetzt, die den Boden töten und dadurch unsere Zukunft beeinflussen.

Erstens zerstört die Agroindustrie lebende Böden durch Monokulturen und Chemikalien. Zweitens intensiviert das ölbasierte Muster den Input von fossilen Brennstoffen und schafft ein falsches Maß von Produktivität, das ein unproduktives System als produktiv darstellt.

Der Trick liegt in der Reduzierung der kreativen produktiven Arbeit auf „Lohnarbeit“ als Ware sowie die Menschen und die Arbeit als „Input“ anzusehen, aber fossilen Brennstoff nicht als Input zu betrachten. Intensive Brennstoffnutzung entspricht mehr als 300 „Energie-Sklaven“, die unsichtbar hinter jedem Arbeiter auf intensiven industriellen Farmen stehen.

Menschen als Input bedeutet, je weniger Leute auf dem Land, desto „produktiver“ wird die Landwirtschaft. Bauern werden zerstört, ländliche Ökonomie werden zerstört, das Land wird geleert und mit Giftstoffen gefüllt. Die kreative Arbeit der Bauern als Hüter und Erneuerer des Bodens und der Biovielfalt werden ersetzt durch tödliche Chemikalien.

Kreative Arbeit als Begleiter des Erdbodens und Mit-Schöpfer eines lebenden Bodens ist kein „Input“ in das Nahrungssystem, sondern der bedeutendste Output einer guten Landwirtschaft. Sie kann nicht auf „Lohnarbeit“ als Ware reduziert werden. Land ist ebensowenig eine Ware. Lebendingen Boden schaffen, bewahren, verjüngen in einen fruchtbaren und lebenden Boden ist das wichtigste Ziel der Zivilisation. Es ist regenerativer Output.

Drittens überfluten vertriebene Bauern die Städte. Das ist kein natürliches oder unvermeidbares Phänomen. Es ist Teil des eigentlichen Kerns der Agroindustrie. Die Explosion der Städte begräbt den fruchtbaren Boden unter Zement. In jeder Minute wird das Äquivalent von 30 Fußballplätzen von Zement und Beton verschlungen.

Die Save our Soils (SOS) Bewegung, zu deren Förderern ich gehöre, ist von vielen Organisationen gegründet worden, darunter die FAO, IFOAM, Nature and More, um die Menschheit über den Bodennotstand zu wecken, was ein Notstand der Menschheit ist.

Wir müssen menschlichen Fortschritt nicht auf Basis von unter Zement begrabenem Boden messen, sondern wieviel Boden zurückgewonnen und befreit worden ist. Das ist es, was „saugandh mujhe is mitti ki“ bedeuten sollte. Lebendes Saatgut und lebende Böden sind die Grundlage des Lebens und dauerhafter Gesellschaften.

Quelle: http://einarschlereth.blogspot.de/2014/05/wir-sind-die-erde.html

Gruß an das Leben

TA KI