Eine kernige Angelegenheit: Renaissance der Kernseife – Haut, Haare & mehr


Neulich las ich im Internet, dass Kernseife gerade eine Renaissance erlebt – und zwar als Kosmetik- und Reinigungs-Produkt. Kernseife? Da sehe ich vor meinem geistigen Auge immer meine Oma, wie sie mit eben jener Seife die Küchenzeile blitzblank schrubbt.

Kernseife ist nämlich ein super Haushaltsmittel und wurde früher als eine Art Universalreiniger eingesetzt. Aber als Kosmetik- und Reinigungs-Produkt? Aber man will ja nicht dumm sterben, also habe ich ein bisschen recherchiert.

Und siehe da, jetzt liegt ein Stück Kernseife bei mir in Bad und Haushalt. Warum? Das erkläre ich euch jetzt.

Zunächst mal unterscheidet sich Kernseife schon in der Herstellung von anderen Seifen. Während der Produktion wird nämlich Kochsalz zugegeben, das die Seife von Glycerin und anderen Inhaltsstoffen trennt.

Zurück bleibt die reine Kernseife, die – im Gegensatz zu herkömmlicher Seife – kein Parfum und keine pflegenden Inhaltsstoffe enthält. Dadurch löst sie kaum allergische Reaktionen aus, was ja schon mal super ist.

Außerdem hat Kernseife einen hohen alkalischen pH-Wert, der für ihre herausragende Reinigungskraft verantwortlich ist. Und die entfaltet sie eben nicht nur im Haushalt, sondern auch auf der Haut.

Zum Beispiel beim Kampf gegen Pickel und Hautunreinheiten. Kernseife beseitigt überschüssiges Fett auf der Haut und nimmt Bakterien, die Pickel und Mitesser verursachen, den Nährboden.

Bei der Gesichtsreinigung mit Kernseife müsst ihr nur beachten, dass sie, wie andere Seifen, der Haut Feuchtigkeit entzieht und auch keinerlei rückfettende und pflegende Eigenschaften besitzt. Wenn eure Haut trocken ist, solltet ihr Kernseife keinesfalls täglich verwenden und im Anschluss die Haut auf jeden Fall immer mit viel Feuchtigkeit versorgen.

Gleiches gilt, wenn ihr euch mit Kernseife die Haare waschen möchtet. Das ist vor allem bei fettiger Kopfhaut super, bei trockenen Haaren solltet ihr lieber keine Kernseife verwenden. Und nach der Anwendung müsst ihr auf jeden Fall auch beim Haar für Feuchtigkeit sorgen, beispielsweise mit einem Haaröl.

Auch zur Fuß- und Handpflege eignet sich Kernseife bestens. Wenn ihr einfach ein kleines Eckchen Kernseife in warmem Wasser auflöst und eure Hände und Füße darin badet, repariert das kleine Entzündungen an den Nagelbetten und weicht sowohl die Nagelhaut als auch die Hornhaut auf, die sich im Anschluss ganz einfach entfernen lassen (Natron & Kernseife: Hornhaut entfernen und Schweißfüße beseitigen – 3 Schritte zu gesunden Füßen).

Kernseife bekämpft fettige Haare und unreine Haut, ist geeignet für Fußpflege und ein vielseitiger Helfer im Haushalt

Kernseife ist eine Mischung aus Wasser, Natronlauge, Kochsalz, und Tierfett. Sie ist nicht nur parfümfrei und daher besonders für Allergiker geeignet, sondern hat auch eine enorme Reinigungskraft, wegen der sie vor allem zu Zeiten unserer Großeltern häufig genutzt wurde.

Geht man heute jedoch durch den Supermarkt oder die Drogerie, fällt die Kernseife in ihrer schlichten Verpackung neben all den bunten Duschgel- und Putzmittelverpackungen gar nicht auf — dabei ist sie die kostengünstigste und umweltschonendste Lösung für viele Probleme:

1.) Unreine Haut

Wenn du genervt von deinen Pickeln und Mitessern bist oder sogar unter Akne leidest, wasche die betroffenen Stellen einfach mit Kernseife. Diese befreit die Haut nämlich von überschüssigem Fett, das für die Entstehung von Hautunreinheiten verantwortlich ist. Du solltest während der Anwendung deine Haut jedoch genau beobachten, da die Seife sie reizen oder gar austrocknen kann.

2.) Fettige Haare

So wie Kernseife die Haut von überschüssigem Fett befreit, wirkt sie auch bei fettigen Haaren wahre Wunder. Das Haar sollte mit dem ungewöhnlichen „Shampoo“ zwei- bis dreimal pro Woche gewaschen werden. Wer jedoch von Natur aus trockene Haare hat, muss mit Kernseife vorsichtig sein, da die Längen durch sie stumpf werden können; in diesem Fall helfen Spülungen oder Öle.

3.) Fußpflege

Wenn du deinen strapazierten Füßen etwas Gutes tun möchtest, gönn ihnen ein wohltuendes Fußbad aus heißem Wasser und Kernseife. Diese Behandlung heilt nicht nur entzündete Nagelbetten, sondern erleichtert auch das anschließende Entfernen von Hornhaut und Splittern.

4.) Körperreinigung

Die wohl bekannteste Anwendung für Kernseife ist die Körperreinigung, denn die Seife entfernt zuverlässig hartnäckigen Schmutz, z.B. angetrocknete Farbreste. Wenn du jedoch empfindliche oder sehr trockene Haut hast, solltest du Kernseife nur selten zum Waschen verwenden, da sie die Haut stark entfettet und gegebenenfalls austrocknen kann.

5.) Zahnpasta

Sich mit einem Stück Kernseife die Zähne putzen? Diese Vorstellung mag dir zunächst widerlich vorkommen, doch du wirst erstaunt darüber sein, wie mild die – übrigens unschädliche – Seife schmeckt und wie angenehm sie beim Putzen aufschäumt.

Darüber hinaus entfernt sie auch noch zuverlässig Zahnstein und Zahnbelag und steht so herkömmlicher Zahnpasta in Nichts nach – wie auch zahlreiche Leute bestätigen, die es probiert haben. Übrigens sparst du so auch noch Geld, denn von einem Stück Kernseife kannst du dir etwa ein Jahr lang die Zähne putzen.

6.) Wadenkrämpfe

Wirst du auch häufiger von schmerzhaften Wadenkrämpfen aus dem Schlaf gerissen und fragst dich jedes Mal, wie du die unangenehmen Muskelspannungen in Zukunft vermeiden kannst? Nun, dann solltest du folgenden Trick ausprobieren: Wickle ein Stück Kernseife in ein kleines Tuch und lege es auf Wadenhöhe unter dein Laken.

Bereits nach ein bis zwei Nächten wirst du von den lästigen Krämpfen befreit sein. Dafür sorgt nämlich der hohe Natriumgehalt in der Kernseife, der durch die Wärmeentwicklung unter dem Laken und der Bettdecke abgegeben wird; denn neben einem Mangel an Magnesium und Kalium ist Natriummangel eine der häufigsten Ursachen für Wadenkrämpfe.

7.) Flecken entfernen

Abgesehen von der Körperpflege ist Kernseife jedoch auch im Haushalt ein zuverlässiger Helfer. Besonders beim Vorbehandeln von hartnäckigen Verschmutzungen wie Gras- oder Kirschsaftflecken ist die Seife eine wahre Wunderwaffe. Befeuchte die Schmutzstellen einfach mit etwas Wasser und reibe sie danach großzügig mit Kernseife ein, bevor du sie wie gewohnt in die Waschmaschine legst.

8.) Putzen

Auch zum Putzen eignet sich Kernseife hervorragend, denn sie entfernt in Verbindung mit Wasser zuverlässig starke Verschmutzungen von diversen Oberflächen. Du kannst aus der Seife sogar im Handumdrehen ein Spülmittel herstellen, um schmutziges Geschirr abzuwaschen.

9.) Motten

Motten sind eine absolute Plage im Schrank, denn sie fressen gnadenlos Löcher in deine Lieblingskleidung. Handelsübliche Mottenkugeln, die die Insekten vertreiben, verströmen jedoch häufig einen unangenehmen Geruch im Kleiderschrank. Ein Stück Kernseife hingegen, das beispielsweise in einen Waschlappen gesteckt im Kleiderschrank hängt, hält lästige Motten fern, ohne einen unangenehmen Duft zu verströmen.

10.) Blattläuse

Auch gegen blumenschädigende Blattläuse ist Kernseife eine zuverlässige Waffe. Um die lästigen Schädlinge endlich loszuwerden, musst du nur 10-15 g Kernseife in einem Liter Wasser auflösen und damit vorsichtig die Blätter der befallenen Pflanze abwischen. Alternativ kannst du die Pflanze aber auch besprühen. Mische dafür einfach 50-60 g Kernseife mit einem Liter Wasser und fülle die Flüssigkeit in eine Sprühdose.

Fazit

Sich mit Kernseife die Zähne zu putzen, Motten loszuwerden oder Wadenkrämpfe zu verhindern – die genannten Verwendungsmöglichkeiten für Kernseife klingen zunächst zwar etwas ungewöhnlich, sind aber überaus effektiv. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert (Was Oma noch wusste: Unterschätztes Hausmittel Kernseife – erstaunliche Anwendungsbeispiele).

In der heutigen Zeit wünschen sich viele Verbraucher Produkte mit überschaubaren Inhaltsstoffen. Man möchte sicher sein können, dass es zu keinen allergischen Reaktionen kommt. So kommt es, dass nicht nur Allergiker zu Kernseife greifen, um Körper und Haare zu reinigen.

Diese Seife ist extrem preiswert und man kann damit sogar Flüssigseife mit einer ganz persönlichen Duftnote herstellen. Immer mehr Kunden greifen wieder aus verschiedensten Gründen zu dieser altbewährten Seife.

Quelle

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Bulletin für Lichtarbeiter für Februar und März 2016


Liste von Orten, die Reinigung und Heilung benötigen

Wir bringen hier zwei Listen mit bedeutungsvollen Orten, deren Reinigung und Heilung in dieser Zeit von besonderer Wichtigkeit ist.

Jeder von uns hat seine eigene beste Einschätzung in Bezug die Orte, die aus der eigenen Sicht besonders viel Licht-Energie benötigen und deren Reinigung besonders wichtig ist. Diese Liste umfasst eine globale Zusammenstellung von Orten, die von den dunklen Energien gereinigt werden müssen, Orte wo Hass und Gewalt geschürt werden, wo Missverständnisse und Intoleranz herrschen, wo wenig Gerechtigkeit zu finden ist. Denke beim Betrachten dieser Liste daran, dass wenn du eine persönliche Bindung zu einem dieser Orte hast dir das zusätzliche Kraft gibt um dich mit ihm zu verbinden und ihn zu heilen. Dann hat ein solcher Ort den Vorrang vor den anderen.

Lichtarbeiter-Bulletin 2

Diese Liste wird jedes Quartal wiederholt werden und die Reihenfolge wird geändert werden, wobei es sein kann, dass einige Standorte fallen gelassen und andere hinzugefügt werden.

Allgemeine Standorte, geordnet nach Priorität:
  • Long Island (Stützpunkte der Chimera)
  • Syrien
  • Irak
  • Afghanistan (Krieg, bedeutender Göttinnen-Vortex)
  • Kongo (Völkermord und Krieg um das Land zu entvölkern zum Zweck der besseren Ressourcennutzung, Ort der Archon-Invasion im Jahr 1996)
  • Tschetschenien (Krieg, Gewalt, Ort der ersten zwei Archon-Invasionen)
  • Ukraine (Krieg, bedeutender Göttinnen-Vortex)
  • CERN
  • Israel/Palästina
  • Kaschmir (Krieg, Gewalt)
  • China (Gewalt mit finanziellem Hintergrund, Diktatur)
  • Nordkorea
  • Nigeria (Gewalt)
  • Washington DC
  • London (wichtiges Zentrum der Kabale und der Archons)
  • Rom (wichtiges Zentrum der Kabale und der Archons)
  • Paris (wichtiges Zentrum der Kabale und der Archons)
  • Grönland/Thule (Luftwaffenstützpunkt/negative Militärbasis, wichtiger Akupunkturpunkt)
  • Ägypten und
  • Griechenland (beide mit grossen Wirbelzentren, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen)
  • Moskau (ungelöste lokale Probleme, Beseitigung von Manipulationen durch die Kabale)
  • Japan (Kreuzungspunkt zwischen östlicher Allianz und westlichen Mächten)

Einige zusätzliche Schlüssel-Akupunkturpunkte von Gaia, die nicht unbedingt in gleichem Mass Reinigung und Heilung benötigen, die aber verwendet werden können um die planetaren Energien zu heilen, indem du dorthin Licht sendest:

  • Kreta
  • Malta
  • Ibiza
  • Azoren
  • Karibik
  • Tahiti
  • Uluru
  • Bali
  • Titicacasee
  • Mount Kailash
  • Pamir
  • Mount Shasta
  • Sedona
  • Osterinsel
  • Orkney (Inselgruppe nördlich von Schottland)
  • Hügel von Tara (Irland)
  • Avebury
  • Niagara-Fälle

Lichtarbeiter-Bulletin 1

Unsere PfC-Mitglieder teilen weiterhin ihr Wissen über die Licht-Arbeit mit uns, und hier sind einige ihrer Techniken:

Jerry Dragg aus Minnesota sendet folgenden Satz von Reinigungs-Anrufungen.

[Im Original-Text wird der Begriff ‚nonchristed energy’ verwendet, eine Bezeichnung, die im Englischen nicht verbreitetet ist. Wir übersetzen sie mit Anti-Christuskräfte oder Anti-Christusenergie; jeder Lichtarbeiter, der sich angeleitet fühlt die folgende Anrufung in seine Licht-Arbeit aufzunehmen ist frei, einen anderen Begriff zu verwenden – so wie dieser Beitrag als Ganzes auch nur als Anregung gedacht ist.]  

„Ich rufe jetzt die Violette Tornado-Flamme, damit sie aufflammt in mir, durch mich und um mich, um mich zu reinigen und mein Energiefeld zu klären. Möge jeder Aspekt meines Wesens gereinigt werden von allen Anti-Christusenergien, allen Entitäten und negativen Einflüssen, im Namen des Ich Bin der Ich Bin. Ich erbitte, dass dies andauert und beständig wird, und ich bitte die Violette Flamme von mir aus nach aussen zu strahlen in alle Richtungen in einer fünft-dimensionalen Frequenz. Zu diesem Zweck rufe ich Erzengel Metatron, Erzengel Sandalphon und meine eigene Ich Bin – Präsenz, um diese fünft-dimensionale Frequenz aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus erbitte ich alle Anti-Christusenergien, Anti-Christus-Anhaftungen und negativen Technologien zu umschliessen, zu binden und durch die Engel der Violetten Flamme der grossen Zentralsonne zuzuführen, zum sofortigen Richtspruch und zur Täuschungs-Befreiung. Darüber hinaus erbitte und gebiete ich, dass mein Wesen mit dem goldenen Christus-Licht versiegelt und geschützt werde vor allen weiteren dunklen Kraft oder antichristlichen Einflüssen und oder Technologien.“

„Ich rufe jetzt Erzengel Michael an mit seinen Legionen von Engeln und bitte alle die folgenden Kräfte und Gruppen zu umschliessen, zu binden und von der Erde zu entfernen, jetzt, auf allen Ebenen und für alle Zeiten: die Chimera-Gruppe, die Illuminati, die Kabale, alle antichristlichen, dunklen Geheimgesellschaften und alle ihre Technologien. Ausserdem ist es meine feste Absicht und meine Anweisung, sie in die grosse Zentralsonne zu führen zur sofortigen Aburteilung und Auflösung. Ausserdem ist es meine Absicht und meine Anordnung, indem ich jetzt die Violette Tornado-Flamme des Lichtes, das kobaltblaue Christus-Licht und 12 Strahlen der aufgestiegenen Meister anrufe, dass das Eintreten des Event und der Offenlegungen beschleunigt werde – dies ist jetzt meine Intention und mein Befehl. Ich verlange dies, ich verlange dies, ich verlange dies jetzt. Es ist so und so sei es.“

Julien Drouin (julien.drouinristori@gmail.com) schreibt uns, um folgende Übung zu empfehlen, mit der Ängste verarbeitet werden können:

Hallo, mein Name ist Julien, von der PFC-Gruppe in Marseille, Frankreich. Es gibt ein Werkzeug, das ich den PFC-Mitgliedern empfehlen möchte, um unsere kollektive Manifestation zu beschleunigen. Es ist eine Angst-Verarbeitungs-Übung, erstellt von Inelia Benz.

Ich fand, dass viele Mitglieder, die aktiv an PFC-Treffen und -Meditationen mitmachen, eigentlich immer noch mit viel Angst oder Wut in gewissen Bereichen belastet sind. Deshalb möchte ich mit euch diese Gratis-Meditation teilen:

Angst-Verarbeitungs-Übung

von Inelia Benz, ascension101.com

Du kannst diese Übung jederzeit machen, wann immer du Angstgefühle hast.

Um die besten Ergebnisse zu erzielen ist es am günstigsten, dies in einem ruhigen und privaten Raum zu tun und eine Liste der Ängste, die du vorher nieder geschrieben hast, durchzuarbeiten.

Setze dich oder lege dich bequem hin, mit einem geraden Rücken, und schliesse die Augen.

Atme tief und langsam in deinen Bauch ein, und dann atme schnell aus.

Wiederhole dies, atme langsam ein, dann so schnell wie möglich aus.

Und noch einmal, atme tief und langsam ein, und dann schnell aus.

Atme im eigenen Rhythmus weiter.

Scanne deinen physischen Körper vom Kopf bis zu den Zehen ab, um die Energie der Angst zu finden.

Suche die Angst. Wenn du sie nicht finden kannst, lese eines deiner Angst-Elemente aus deiner Liste aus und scanne erneut deinen Körper ab.

Sobald du Angst in deinem Körper gefunden hast, schaue sie dir einfach an.

Analysiere nicht, schaue sie einfach nur an.

Erlaube ihr, dort zu sein.

Lasse sie existieren.

Lasse zu, dass sie wächst und da ist.

Sie könnte sich durch ein körperliches Unbehagen ausdrücken, etwa einen Knoten, einen Schmerz, einen Energiepunkt, oder sie könnte durch einen Gedanken in dein Gedächtnis kommen, oder es könnte einfach nur eine Emotion der Angst sein.

Schaue sie dir an.

Beobachte sie.

Erfühlen sie.

Ermögliche ihr, hier zu sein.

Und sage ihr, „Angst, du bist hier willkommen.“

Herzlich willkommen.

Heisse die Angst willkommen und lasse sie wachsen.

Lasse sie grösser und immer grösser werden.

Erlaube es ihr zu wachsen… so gross wie möglich zu werden.

Lasse sie so gross werden wie es nur möglich ist.

Lasse zu, dass sie sich dir gegenüber äussern kann.

Aber analysiere nicht.

Lasse einfach zu, was kommt.

Ob es Wörter, Gedanken, oder Erinnerungen sind, folge ihr einfach, auch dann wenn sie sich in eine andere Emotion verwandelt, oder ihren Standort in deinem Körper verändert.

Was immer sie tut, begrüsse ihren neuen Ausdruck.

„Du bist willkommen hier, Gedanke … , ihr seid willkommen hier Emotionen, Worte, Erinnerungen, du bist willkommen hier Angst.“

Du bist willkommen hier.

Schaue auf sie. Beobachte sie.

Gestatte dir nun, näher heranzugehen, und umarme die Angst – welchen Ausdruck sie auch immer gewählt hat.

Gebe ihr Licht und Liebe, und erlaube ihr zu existieren.

Was auch immer für einen Job sie für dich bisher gemacht hat, bedanke dich an dieser Stelle bei ihr dafür und dass sie dich bisher begleitet hat.

Und nun entlasse sie in die Einheit. Lasse sie frei zur Quelle zurückkehren.

Atme nun tief eine und aus.

Wenn du einatmest, atme Licht und Liebe ein. Und wenn du ausatmest, dann lasse das Licht und die Liebe den Raum ausfüllen, wo vorher die Angst zuhause war.

Atme jetzt einfach tief und langsam.

Atme Licht und Liebe ein, und wenn du ausatmest, dann lasse das Licht und die Liebe sich über deinen Körper hinaus ausdehnen in deine Umgebung hinein.

Jetzt scanne deinen Körper von den Zehen bis zum Kopf und schaue, ob irgend eine Angst übrig geblieben ist. Wenn ja, dann wiederhole die Übung sogleich ein weiteres Mal. Wenn dies nicht der Fall ist, kannst du deine Liste nehmen und dann die Übung wiederholen. Oder beende die Übung, indem du jetzt deine Augen öffnest und dich bewegst und streckst.

Wiederhole diese Übung jeden Tag, bis es keine Angst mehr in deinem Leben gibt.

Beste Grüsse Julien

Lichtarbeiter-Bulletin 3

Weitere Informationen und Techniken findest du auf der Seite ‚Licht-Arbeit’ von PrepareForChange

Gruß an die, die immer gut abwägen

TA KI

Ayahuasca


 

Ayahuasca: die Reise zum Ursprung der Kultur

 

»Keine äußerliche Kulthandlung bietet ein so eindringlich als Realität geschautes Drama wie die sich gleichermaßen vor dem inneren und äußeren Auge vollziehenden Mythen im Ayahuasca-Rausch.«
WALTER ANDRITZKY
(1989: 194)

Der Zaubertrank der Schamanen

Ayahuasca, der psychoaktive, vi­sionäre und emetische »Zaubertrank« vom Amazonas, steht im Zentrum des Scha­manismus vieler dort ansässiger Indianerstämme.

Ayahuasca ist unter folgenden Namen bekannt:

Ambihuasca, Ambiwáska, Ayahuasca (Quetschua »Ranke der Seelen«) Ayawáska, Biaxíi, Cají, Caapi, Calawaya, Camaramti (Shipibo), Chahua (Shipibo), Cipó, Daime, Dapa, Dapá, Djungle Tea, Djunglehuasca, Doctor, Dschungel-Ambrosia, El remedio (Spanisch »das Heilmittel«), Hoasca, Honi, Iyaona (Zapara), Kaapi, Kahi, Kahpi, La droga (Spanisch »die Droge«), La purga (Spanisch »das Reinigende«), La soga, Masha (Shipibo), Metí, Mihi, Mii (Huaorani), Moca jene (Shipibo »bittere Brühe«), Muka dau (Cashinahua »bittere Medizin«), Natem (Achuar), Natema, Natemá, Natemä, Nepe, Nepi, Nichi cubin (Shipibo »gekochte Liane«), Nishi sheati (Shipibo »Lianengetränk«), Nixi Honi, Nixi paé, Notema, Ohoasca, Ondi (Yaminahua), Pilde, Pildé, Pinde, Pindé, Rao (Shipibo »Medizinalpflanze«), Remedio, Sachahuasca, Santo Daime, The brew, Uni (Conibo), Vegetal (Brasilianisch »Gemüse«), Yagé, Yajé, Yaxé

Bei den Siona und Secoya, die im ecuadorianischen Amazonas-Tiefland leben, heißt der Schamane yagé unkuki, »der Ayahuasca-Trinker«. Der Schamane der benachbarten Cashinahua wird moca-ya, »einer, der Ayahuasca hat«, genannt. Der Schamane der im peruanischen Amazonas-Tiefland heimischen Shipibo-Indianer wird als nishi sheamis, »Ayahuasca-Trinker« bezeichnet. Daraus hat sich im lokalen Spanisch das Wort ayahuasquero – heute meist als »Ayahuasca-Schamane« übersetzt – entwickelt. Ein Mensch wird zum Schamanen, wenn er von den Pflanzengeistern dazu berufen wird – entweder im Traum oder in einer Ayahuasca-Vision.[1]

Obwohl in der Gegend um die peruanische Dschungelstadt Pucallpa (Laguna Yarinacocha, Río Ucayali) fast jeder Mensch, ganz gleich ob Indianer oder Mestize, Ayahuasca-Erfahrungen gemacht hat, werden doch nur wenige Ayahuasca-Trinker zu Schamanen. Der Schamane bezieht seine schamanische Heilkraft (ani shinan) von seinem Wissen (onanti), daß er durch seinen häufigen, mitunter täglichen Ayahuasca-Genuß erhält. Manche Ayahuasqueros verfügen über eine geradezu unglaubliche Erfahrung. So trinkt Guillermo Arévalo seit über 25 Jahren fast täglich seinen legendären und höchstpotenten Trank, während Do Agustín Rivas über 3000 mal Ayahuasca genommen hat!

In Pucallpa gibt es eine Reihe von sehr angesehenen Mestizen-Ayahuasqueros, die Ayahuasca-Therapien auf einem synkretistischen Hintergrund ausüben.[2] Auch die peruanischen Mestizo-Ayahuasqueros achten die Ayahuasca-Pflanzen als »Lehrmeister« (plantas maestras) ihrer Heilkunst. Besonders ein­drucksvoll sind die Darstellungen solcher »Meisterpflanzen« auf den Malereien des ehemaligen Ayahuasqueros Pablo Amaringo. Er bildet auf seinen visionären Bildern die ganze Aya­huasca-Mythologie, auch die synkreti­stischen Elemente, die Regenwald-Pharmakopöe und die andere Wirk­lichkeit des schamanischen Univer­sums dar (LUNA & AMA­RINGO 1991).

Zur Ayahuasca-Chemie

Der Ayahuasca-Trank ist eine einzigartige pharmakologische Kombination aus der harmalinhaltigen Ayahuasca-Liane Banisteriopsis caapi und den DMT-haltigen Chacruna-Blättern (Psycho­tria viridis). Harmalin ist ein MAO-Inhi­bitor; er hemmt die Auschüttung des körpereigenen Enzyms Monoaminooxidase (kurz: MAO). Die MAO baut normalerweise den visionär-psychedelischen Wirkstoff DMT (= N,N-Dimethyltryptamin) ab, noch bevor er über die Blut-Hirn-Schanke in das zentrale Nervensystem eindringen kann. Nur durch diese Kombination von Wirkstoffen kann der Trank seine bewußtseins­erweiternde Wirkung ausüben und Visionen auslösen.

 

Die Kultur der Ayahuasca-Menschen

»Dort, in den Welten der Götter,
werde ich euch lehren.
Wo die Welt mit Musterstreifen verziert ist…«
Ayahuasca-Lied der Shipibo
(ILLIUS 1991: 313)

Der Ayahuasca-Schamanismus wird bis heute von den Shipibo-Indianern gepflegt und als kostbares Erbe altindianischer Weisheit gehütet. Die Shipibo-Conibo siedeln im peruanischen Ucayali-Gebiet. Das fried­liche Volk umfaßt etwa 28000 Menschen. Sie leben vom Fischen, Jagen, Sammeln und vom Feldbau. Sie kultivieren Maniok, Mais, Bananen und verschiedene Knollengewächse. Die Männer ziehen auf die Jagd in die unendlichen Weiten des Amazonas-Regenwaldes oder fischen von ihren wendigen Einbäumen. Nur die Frauen betätigen sich als Töpfer, Weber, Stoffmaler und Kunsthandwerker.

Alle materiellen Kulturgüter werden von den Frauen mit den soge­nannten quené verziert. Die quené sind charakteristische Muster, die auf vereinfachte Weise die unter Ayahuasca-Einfluß sichtbaren geometrischen und graphischen Strukturen, Energielinien und psychedelischen Muster andeuten. Die quené sind aber mehr als nur Zierde oder Ornamentierung; sie stellen ein Kommunikationssystem, eine Art Schrift, als Medium mit der an­deren Wirklichkeit, dar. So lernen die Schamanen von den Tieren des Waldes, z.B. vom Kolibri, die Bedeutungen der Muster. Der Kolibri (pino ehua) gilt als besonders begabter Maler und Bote aus der »wahren Wirklichkeit«; er zieht die Muster mit seinem Schnabel:

 

»Die Kolibris haben Muster,
die goldenen Kolibris haben Muster,
an den Spitzen ihrer Schnäbel haben sie Muster.
Damit lasse ich sie den Körper reinigen.
Eine mächtige Bläte!
Eine mächtige Ayahuasca-Blüte.«
(Ayahuasca-Gesang, n. ILLIUS 1991: 61)

Der Kolibri ist ein wichtiger Lehrer der Schamanen und Künstlerinnen:
»Im Kern ist die Shipibo-Conibo-Therapie eine Sache der Anwendung eines visionären Designs in Verbindung mit der Wiederherstellung der Aura. Da sich alle Individuen seit der frühen Kindheit therapeutischer Behandlung unterziehen, kann man davon ausgehen, daß sich jede Person mit den Design-Mustern durchtränkt fühlt. Die Muster sind dauerhaft und bleiben sogar nach dem Tod bei der Seele einer Person und helfen ihr, sich als Shipibo-Conibo in der anderen Welt zu identifizieren.« (GEBHART-SAYER 1985: 144f.)

Die geistige und materielle Kultur der Shipibo ist total von Ayahuasca geprägt bzw. durchtränkt. Ihre Gesänge handeln von den Erfahrungen unter Ayahuasca-Einfluß. Ihre Kunst ist ein ständiger Versuch, das durch Ayahuasca Geschaute graphisch mitzuteilen; es somit in den Alltag, in die Alltags-Wirklichkeit hinüberzubringen, ja, den Alltag mit der visionären Ayahuasca-Welt zu erfüllen und zu bereichern. Und das seit alters her: »Gute quené zu besitzen, bedeutet, Shipibo-Conibo zu sein.« (ILLIUS 1991: 172)

Die Shipibo sind echte »Ayahuasca-Menschen«. Als ich Alberto, einen älteren Schamanen in dem Ort San Francisco (an der Laguna Yarinacocha) nach der Religion der Shipibo fragte, sah er mich mit erstauntem Lächeln an und antwortete: »Religion? Wir haben keine Religion; wir trinken Ayahuasca«. D.h. die Shipibo verzichten auf Priester, die Gottes Wort verkünden und teuer verkaufen. Stattdessen trinken sie ihren heiligen Trank und erfahren die Göttlichkeit des Waldes, des Wassers, der Sterne, der Pflanzen, Tiere und Menschen. Das Trinken von Ayahuasca stellt die eigentliche Therapie dar. Wenn man Ayahuasca trinkt wird man direkt ins Herz der Dinge geführt und vom Geist des Waldes empfangen. Von ihm erhält man Wissen, Gesundheit und Liebe.

»Gesundheit bedeutet für den Shipibo-Conibo vor allem, mit seinen Mitmenschen in Frieden und Harmonie zu leben, ein ebenso gesundes geistiges wie physisches Leben zu führen«, erklärt der für seine besonders starke Ayahuasca berühmte Schamane Guillermo Arévalo (1989: 179). Zur Heilung einer Krankheit müssen deshalb auch immer sowohl der Körper als auch der Geist behandelt werden. Dafür gilt den Shipibo der geheimnisvolle Ayahuasca-Trank als ideale Medizin. Ayahuasca hat zum einen eine extrem starke psychoaktive Wirkung auf den Geist bzw. das Bewußsein, welche sich in fantastischen Visionen und magische Reisen in andere Welten ausdrückt. Andererseits wird der Körper durch den bitteren, adstringierenden Trank derart in Aufruhr versetzt, daß sich die Organe durch heftiges Erbrechen und plötzliche Durchfälle von allen Krankheitskeimen befreien. Ayahuasca ist kein Hausmittel, es ist das mächtigste Instrument im traditionellen Schamanismus der Amazonas-Indianer. Ayahuasca ist auch keine »sanfte Medizin«; Ayahuasca ist drastisch und extrem; knallharte Pharmakologie.

Für die Shipibo-Schamanen ist Ayahuasca oder moca jene, »bittere Brühe«, untrennbar mit dem Regenwald verbunden; Trank gilt als »Essenz des Waldes«. Durch die Kraft der Ayahuasca sieht der Schamane die Geistwesen (yoshinbo) oder »Pflanzenmütter«, die in den Pflanzen und Tieren des Waldes, aber auch in den angebauten »Meister- oder »Lehrer«-Pflanzen, wie z.B. Tabak (Mapacho) und Ipadú (Coca), sind. Mit ihnen kom­muniziert er, von ihnen erhält er das Wissen um ihr innerstes Wesen. Er lernt so die Bedeutung jedes einzelnen Tieres, jeder einzelnen Pflanze, jeden einzelnen Pilzes, versteht warum jede Art ihren notwendigen Platz im »Kreis des Leben­digen« hat. Von den Baumgeistern kann man auch Gesänge empfangen oder erlernen. Es gehört zu den kulturell geförderten Zielen, daß man als Individuum bei einer Ayahuasca-Zeremonie einen eigenen, ganz persönlichen Gesang empfängt, der einem bei späteren Ritualen Kraft verleiht und die Zentriertheit bewahrt, sowie die Visionen strukturiert und deutlicher erscheinen läßt.

Besonders wichtig für die Reise in das Land der Visionen ist der shono, der Weltenbaum, bei den Shipibo meist als Lupuna bezeichnet, dem höchsten Dschungelriesen (bis 50 m hoch), gedeutet.[3] Wenn der Schamane auf die Reise geht, sieht er eine Treppe, die am Stamm des Weltenbaumes hochläuft. Er schreitet auf ihr durch den Baum hindurch in die heilige Welt des Waldes, oder auch durch den hohlen Stamm in das Totenreich acuron. Durch den Stamm des Weltenbaumes erreicht er ebenfalls die Dörfer der Himmelsgeister, und schließlich die Spitze des Universums. Als besonders gefährlich gilt die Reise zu der jenseitigen Welt acuron, die von einer riesigen Anaconda beherrscht wird. Der Eingang wird von einem gewaltigen Stachelrochen, ihui, gebildet. Der große Süßwasserfisch liegt über einer Mulde, die mit kostbaren Edelsteinen und Gold gefüllt ist. Wenn der reisende Schamane acuron betreten will, muß er sich zum einen vor dem Maul des Stachelrochens schützen, zum anderen sich nicht von den verlockenden Reichtümern versuchen lassen. Das finstere Reich acuron ist der Ort, an den das Traumego (caya) schlafender Menschen reist. Manchmal bleibt es dort gefangen; bei einem derartigen Verlust wird der betroffene Mensch krank. Dann muß der Schamanen – natürlich mit Hilfe von Ayahuasca – ebenfalls dorthin reisen und das Seelenteil zurückerobern. Dazu erhält der Schamane von der Ayahuasca das »Nacht-Licht«; es bringt Helligkeit in die Dunkelheit, es befähigt den Schamanen, in der Finsternis zu sehen und zu handeln.

 

Heilen mit Ayahuasca

»Ayahuasca ist ein Auflöser von Problemen.«
DON AGUSTÍN RIVAS
(in einem Radiointerview,
Österreichischer Rundfunk, 6/94)

Die Shipibo-Schamanen verlassen sich vollständig auf ihren Ayahuasca-Trank. Er hat sich über undenkliche Zeiten bewährt. Noch niemals ist irgendjemandem ein echtes Leid durch seinen Genuß wider­fahren. Ayahuasca ist der eigentliche Heiler; der Schamane bietet ledig­lich seine Hilfestellung an. Der Schamane strukturiert das nächtliche Ritual (Vollmondnächte gelten als besonders »stark«). Er inszeniert die kollektive Reise in die andere Welt. Die Teilnehmer bilden einen Kreis, meist im Freien auf einem Rasen oder einer Lichtung, manchmal unter einem Dach, seltener in einem Haus. Der Schamane teilt jedem Teilnehmer eine angemessene Dosis zu, nachdem er den Trank mit Gebeten und Tabakrauch geweiht hat. Er trinkt selbst Ayahuasca und bietet es auch seinen Gehilfen und Sängern ordentliche Portionen an. Die Schamanen müssen Ayahuasca zu sich nehmen um wirklich sehen zu können, was mit den Teilnehmern bzw. Patienten los ist. Wenn alle ihre Dosis eingenommen haben, geht der Schamane oder der Sänger mit einer Tabakspfeife, gestopft mit dem einheimischen, nikotinreichen Mapacho-Tabak, im Kreis herum und bläst jedem Teilnehmer eine Rauchwolke auf den Kopf. Dadurch soll die Trennung zwischen den Welten durchlässig gemacht werden, sowie der Teilnehmer von negativen Energien befreit werden.

Wer Ayahuasca trinken will, muß die eigene Verantwortung übernehmen. D.h., er muß sich aus freien Stücken der rituellen Behandlung anvertrauen. Er muß begreifen, daß er in Bezug auf seine Leiden und Krankheiten ebenfalls Selbstverantwortung überneh­men muß. Der Kranke ist es, der zu handeln hat, nicht der Schamane. Der Ayahuasca-Schamane hilft dem Kranken, wenn er es für nötig hält. Der Schamane überläßt es aber seinem Patienten, mit Hilfe der eigenen Visionen sein Problem zu erkennen. Außerdem ist Ayahuasca ein Mittel der Selbsterkenntnis; ebenso wie ein Zugang zum Jenseits: »Menschen, die Ayahuasca, Tabak oder andere Pflanzen konsumieren, gewinnen Einfluß auf die Geister des Jenseits, z.B. auf die schwarzen Schatten Verstorbener, auf tausendjährige Geister oder auch auf boshafte Naturgeister. Die magische Welt der Shipibo-Conibo kennt eine Vielzahl halb­göttlicher guter und schlechter Geister. Die guten bekämpfen die Krank­heiten und Schäden, die von den schlechten verursacht werden«. Darin sieht Guillermo Arévalo eine der herausragenden Qualitäten der Ayahuasca (1989: 181).

Der Shipibo-Schamane benutzt während seiner Zeremonie als wichtigstes Werkzeug seiner Kunst bestimmte Gesänge (huehua) und gepfiffenen Melodien.[4] Sie strukturieren die psychedelische Erfahrung der Teilnehmer.

Bei den Shipibo werden gewöhnlich drei Gesänge[5], die vor allem der Erzeugung und Nutzung von Obertönen dienen, vorge­tragen.

Der erste Gesang öffnet die Tore zur visionären Welt:

»Die Welt des Lichts öffnet sich.
Dort habe ich Freunde.
Ich lasse euch heilen…«
(ILLIUS 1991: 319f.)

Der zweite Gesang bewirkt Erbrechen, Durchfall und allgemeine Katharsis. Dieser Gesang ist therapeutisch am wichtigsten, er dient der Reinigung von Körper und Geist. Vor allem wird das Erbrechen durch messerscharfe Obertöne stimuliert.

Der dritte Gesang führt die Teilnehmer zu sich selbst zurück, zurück in die »nor­male«, »gewohnte« Welt. Haben noch einige Teilnehmer an dem Ritual Probleme, werden sie gesondert behandelt, meist besungen oder mit ätherischen Ölen oder billigen Parfüms bestäubt.

Aber »in komplizierten Behandlungsfällen bittet der Schamane den Pflanzengeist, die Krankheit zu bekämpfen. Hierfür sind gewisse Vorleistungen an den Pflanzengeist erforderlich, spezielle Regeln zu beachten: z.B. Verzicht auf Geschlechtsverkehr, auf Essen und Trinken (Abstinenz von Salz und Chilipfeffer), sich während der Behandlung zurückziehen, um nicht gesehen zu werden, ebenso wie beim Sammeln oder bei der Ver­ehrung der Pflanze«, kommentiert Guillermo Arévalo diese Aktivitäten. Er hat in 25jähriger Praxis als Ayahuasquero gelernt, daß er sich auf die »Meisterpflanzen« verlassen darf:

»Noch existiert die zeremonielle Praxis, insbesondere mit Ayahuasca, aber auch mit Toe [canachiari auf Shipibo = Engelstrom­pete; Brugmansia suaveolens]. Tabak [rome = Nicotiana tabacum] ist ein weiterer Bestandteil von Mischun­gen aus Meisterpflanzen, der hilft, die Wirkung zu beschleunigen. Diese Meisterpflanzen helfen dem Er­krankten, positive Energien zurückzuge­winnen und von physischen und psychischen Krankheiten geheilt zu werden. Der geistige Teil der Meisterpflanzen spielt hierbei eine beson­dere Rolle.« (ARÉVALO 1989: 181)[6]

Die Schamanen des amazonischen Regenwaldes haben über die Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg zahlreiche Pflanzen mit stark pharmakologischen Wirkungen mit Hilfe der Ayahuasca entdeckt und oft sehr erfolgreich eingesetzt. Bei der Behandlung von Patienten mit bestimmten Krankheiten wird die Ayahuasca für den Kranken mit einer für ihn geeigneten Heilpflanze zubereitet. Im Ritual tritt der Patient nicht nur dem Geist des Waldes gegenüber, zu­sätzlich zu der Katharsis wird sein Körper von dem Heilkraut durchspült. Es heißt, der Ayahuasca-Trank würde zudem die Heilwirkung der hinzu­gefügten Pflanzen potenzieren.[7]

Die Heilkraft des Ayahuasca liegt wahrscheinlich in der Offenbarung der visionären Welt und der damit verbundenen Schau vom Ursprung der eigenen Kultur.

Ayahuasca übt zunehmend eine starke Faszination aus. Menschen verschiedenster Herkunft, Profession und Weltanschauung können vom Zaubertrank der peruanischen Schamanen profitieren: »In Peru gibt es viele Intelektuelle, die Ayahuasca angewendet haben, um sich künstlerisch inspirieren zu lassen, und im Ausland gibt es Psychiater und Chirurgen, die diese Pflanze anwenden, um den Erfolg ihrer Operationen zu sichern. Heute werden auf der ganzen Welt Forschungen durchgeführt, um mehr über dieses erstaunliche Halluzinogen, das man Ayahuasca nennt, zu erfahren.« (RIVAS 1989: 183)

Ayahuasca-Ritualstruktur der Shipibo

Vorbereitung

Kochen der Ayahuasca (moca jene, rau)
Wahl des Ortes und des Zeitpunktes
1. Phase – Die Reise in die visionäre Welt

Ansprache des Schamanen (nishi sheamis, »Ayahuasca-Trinker«)
Gebet an die »Meister-Pflanzen« (plantas maestras) des Ortes
Weihe der Ayahuasca mit Worten und Tabakrauch
Verteilung der Ayahuasca-Dosen
Beblasen der Teilnehmer mit Tabakrauch
Singen des ersten Ayahuasca-Liedes (huehua)
ggf. Behandlung mit Duftstoffen (Aroma-Therapie)
Diagnose mit »Röntgenblick«
2. Phase – Katharsis (Reinigung)

Singen des zweiten Ayahuasca-Liedes
Auslösen von Erbrechen
ggf. Einzelbehandlungen mit speziellen Heilgesängen
Extraktion von Krankheitsursachen (chonta-Pfeile etc.)
Eingriff des Schamanen in psychische Strukturen [durch seine schamanische Heilkraft (ani shinan)]
Tabakrauch-Therapie
ggf. Empfang eines eigenen persönlichen Ayahuascagesanges
3. Phase – Rückkehr in die sichtbare Welt

Singen des dritten Ayahuasca-Liedes
ggf. Behandlung mit Duftstoffen (Aroma-Therapie)
Beendigung des Rituals
Nachbesprechung am nächsten Vormittag

Gemeinsame Gespräche und Kommentare des Schamanen im Kreis
Folgezeit

(künstlerische) Umsetzung der Visionen (mitquené-Mustern)

Literaturverzeichnis (Auswahl)
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Abbildungen/Dia-Legenden
1) Die Shipibo befahren die Laguna Yarinacocha und die anschließenden Wasserwege des auslaufenden Amazonasbeckens mit ihren archaischen Einbäumen.
(Foto: C. Rätsch)
2) Shipibo-Frauen tragen mit Ayahuasca-Mustern bestickte Wickelröcke.
(Foto: C. Rätsch)
3) Shipibo-Schamanen bei der Suche nach Meister- und Heilpflanzen im Dschungel.
(Foto: C. Rätsch)
4) Die Ayahuasca-Liane (Banisteriopsis caapi) wächst zwar auch wild im Wald, wird aber wegen der großes Bedarfs von Schamanen in ihren Hausgärten oder sogar auf Plantagen kultiviert.
(Foto: C. Rätsch)
5) Der Chakruna-Strauch (Psychoatria viridis) wird wegen seines DMT-Gehaltes kultiviert.
(Foto: C. Rätsch)
6) Der eingekochte Ayahuasca-Trank hat eine braune Farbe und schmeckt bitter und adstringierend. Man hat das Gefühl, die Essenz des Waldes zu trinken.
(Foto: C. Rätsch)
7) Der Lupuna genannte Weltenbaum überragt alle anderen tropischen Baumriesen.
(Foto: C. Rätsch)
8) Bei indianischen und synkretistischen Ayahuasca-Ritualen wird viel Tabak geraucht. Bevorzugt wird der sehr nikotinhaltige Mapachotabak, eine amazonische Spezialität. Die daraus gedrehten Zigaretten werden liebevoll mapachitos genannt.
(Foto: C. Rätsch)
9) Der berühmte peruanische Ayahuasquero Don Agustín Rivas spielt zugleich eine Panflöte und eine Trommel bei einer nächtlichen Zeremonie.
(Foto: C. Rätsch)
10) Eine Shipibo-Frau bemalt aus freier Hand ein großes Stück Baumwollstoff für die Herstellung einer Tunika mit den typischen Ayahuasca-Mustern.
(Foto: C. Rätsch)
11) Gemalte Ayahuasca-Muster auf einem Stoff der Shipibo.
(Foto: C. Rätsch)
12) Eine mit Ayahuasca-Mustern verzierte Holzpuppe der Shipibo.
(Foto: C. Rätsch)
13) Die Malerei eines jungen Künstlers aus der Malschule von Pablo Amaringo (USKO-AYAR in Pucallpa) zeigt die Dschungelwelt mit einer Hütte für Ayahuasca-Rituale.
Dieser Text ist eine überarbeitete und ergänzte Fassung von
Christian RÄTSCH, »Ayahuasca, oder: die Reise zum Ursprung der Kultur – Psychoaktive Therapie bei den Shipibo-Indianern«, in: Christine GOTTSCHALK-BATSCHKUS & Christian RÄTSCH (Hg.), Ethnotherapien – Ethnotherapies, Berlin: VWB (Curare Sonderband 14/98), S. 136-144, 1998.

[1] Die folgenden Ausführungen basieren hauptsächlich auf eigenen Beobach­tun­gen und Ayahuasca-Erfahrungen, die ich im Sommer 1997 an der Laguna Yarinacocha machen konnte. Dabei bin ich vor allem Guillermo Arévalo zu tiefstem Dank verpflichtet. Seine Ayahuasca ist besonders stark.
[2] siehe dazu DOBKIN DE RIOS 1970, 1972, 1981 und 1992, LUNA 1984, 1986 und 1991, MCKENNA 1993.
[3] In Amazonien werden verschiedene Bäume volkstümlich lupuna genannt; bei den Shipibo wird meist Chorisia speciosa als shono bzw. lupuna bezeichnet (ILLIUS 1991: 243).
[4] siehe dazu BELLIER 1986, KATZ & DOBKIN DE RIOS 1971, LUNA 1992; spezielle Musik (Trommeln, Obertongesänge, Techno/Psychedelic Trance, Acid Rock usw.) wird weltweit zu Vertiefung der visionären Erfahrung eingesetzt.
[5] Diese Gesänge heißen bei den urbanen Mestizo-Ayahuasqueros icaros. Die Shipibo mögen dieses Wort nicht gerne benutzen, denn ihre Gesänge sind voll­kommen anders als die europäisch beeinflußten Lieder der Mestizen (LUNA 1992).
[6] Auch westliche Psychiater und Psychotherapeuten haben begonnen, Ayahuasca – nach mehr oder weniger indianischem Modell – therapeutisch zu nutzen, u.a. bei Suchtkrankheiten (CALLA­WAY 1995, WEISKOPF 1995).
[7] vgl. ARÉVALO 1994, BIANCHI & SAMORINI 1993, LIGON 1998, MCKENNA et al. 1995, OTT 1995, RÄTSCH 1997a.

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