Terroranschläge und Massenmorde werden zum täglichen Ereignis


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Von Michael Snyder

Michael Snyder IMGTerroranschläge und Massenmorde geschehen jetzt so schnell hintereinander, dass es wirklich schwierig ist Schritt zu halten. Wie Sie weiter unten sehen werden, gab es allein in dieser Woche eine ganze Reihe davon. Der jüngste Anschlag in Frankreich, bei dem ein radikaler islamischer Terrorist einem katholischen Priester die Kehle durchgeschnitten hat, war besonders verstörend.

Gerade erst vor ein paar Tagen hatte ich davor gewarnt, dass Kirchen in der westlichen Welt das Ziel von Anschlägen werden und nun passiert es. Laut thereligionofpeace.com gab es 2016 bisher 1.274 islamistische Terroranschläge. Diese Anschläge verteilen sich auf 50 verschiedene Nationen und dabei wurden mehr als 11.000 Menschen getötet und mehr als 14.000 verletzt. Wann wachen wir endlich auf und begreifen, wie ernst diese Bedrohung wirklich ist?

Nur sehr wenige Menschen haben sich vorstellen können, dass eine verschlafene katholische Kirche in Frankreich zum Ziel eines islamistischen Terroranschlags werden würde, aber genau das geschah am Dienstagvormittag. Die folgende Beschreibung des Anschlags kommt von der New York Times:

Die Messe endete gegen 9:30 Uhr, als zwei junge Männer mit Messern hereinplatzten. Sie zwangen den Priester Jacques Hamel, 85, sich hinzuknien. Als er sich wehrte, schnitten sie ihm die Kehle durch. Sie nahmen mehrere Gläubige und mindestens eine Nonne als Geisel, während eine weitere Nonne entkam. Beamte einer Spezialeinheit drangen in die Kirche ein. Kurze Zeit später erschossen die Beamten die jungen Männer, als sie aus der Kirche kamen.

Wir alle haben Bilder gesehen, wie ISIS die Kehlen von Christen im Mittleren Osten durchschneidet, aber jetzt passiert es in Europa. Als die Terroristen aus der Kirche kamen, haben sie Berichten nach “Allahu Akbar“ gerufen, bevor sie von der Polizei erschossen wurden.

ISIS hat bereits die Verantwortung für den Anschlag übernommen und nennt diese zwei jungen Männer “zwei Soldaten des Islamischen Staats“. Und Frankreich wusste, dass einer von ihnen zweimal versucht hatte, sich ISIS in Syrien anzuschließen und trotzdem wurde ihm gestattet, sich zumindest zeitweise frei zu bewegen:

Einer der beiden ISIS-Messermänner, die eine Kirche in der Normandie gestürmt und einem älteren Priester die Kehle durchgeschnitten hatten, stellte sich als die bekannte Terrorbedrohung Adel Kermiche heraus. Der 19-jährige “ISIS-Soldat“ wurde mit einer elektronischen Fußfessel überwacht, nachdem er zweimal beim Versuch aus Frankreich zu fliehen und sich der Terrorgruppe in Syrien anzuschließen verhaftet wurde. Neben seiner vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis erlaubten es Keriches Kautionsauflagen, dass er sich zwischen 8:30 und 12:30 Uhr unbehelligt herumtreiben konnte. Dies gab ihm die Möglichkeit den Priester bei dem Anschlag zu ermorden, welcher zwischen 9 und 11 Uhr morgens stattfand.

Dieser schreckliche Anschlag in Frankreich kam kurz nach einer unglaublichen Tragödie in Japan. Massenmorde sind dort ausgesprochen selten und folglich steht praktisch die ganze japanische Nation im Moment unter Schock. Das Folgende stammt aus der Washington Post:

Am frühen Dienstagmorgen griff ein Mann, der als Satoshi Uematsu identifiziert wurde, ein Heim für Schwerbehinderte in Sagamihara, rund 35 Meilen westlich von Tokio, an. Bewaffnet mit drei Messern und Kabelbindern tötete der Angreifer 19 Menschen und verletzte viele weitere, bevor er sich in einer nahegelegenen Polizeistation stellte.

Und dieser Massenmord in Japan kam unmittelbar nach einem Selbstmordanschlag in Ansbach am Sonntag:

Der syrische Mann, der sich außerhalb einer Bar in Ansbach selbst in die Luft sprengte, versprach dem deutschen Volk in einem vor dem Anschlag aufgezeichneten Video: »Ihr werden nicht mehr friedlich schlafen können«.

Ermittler sagten, dass der Selbstmordattentäter, der nur als Mohammad D. bezeichnet wurde, dem Islamischen Staat in der Aufnahme seine Loyalität bekundete und »einen Racheakt gegen Deutsche« ankündigte, »weil sie dem Islam im Wege stehen«.

Weitere Details über den 27-jährigen kamen ans Licht, welcher 15 Menschen verletzte – vier davon schwer -, als er einen mit Sprengstoff und Schrapnell gefüllten Rucksack detonierte, nachdem ihm der Eintritt zu einem Musik-Festival verweigert wurde, bei dem tausende Menschen zugegen waren.

Natürlich gab es nur kurz vor dem Selbstmordanschlag in Ansbach zwei weitere Terroranschläge in Deutschland, welche auf der ganzen Welt Schlagzeilen machten:

Der Selbstmordanschlag hat die deutsche Öffentlichkeit verunsichert, nachdem es in Süddeutschland zu einer Welle der Gewalt gekommen war. Diese begann am 18. Juli, als ein Immigrant im Teenager-Alter offensichtlich durch ISIS inspiriert Passanten in einem Zug in Würzburg erstochen hatte.

Dem folgte ein Amoklauf am Freitag, bei dem neun Menschen in der bayrischen Landeshauptstadt München getötet wurden, bevor ein syrischer Asylbewerber nur Stunden vor dem Anschlag in Ansbach eine Frau in Reutlingen tötete.

 

 

Beginnen Sie zu verstehen?

Im Sommer 2016 gab es einen Terroranschlag nach dem anderen, einen Massenmord nach dem anderen. Und in diesem Artikel habe ich Orlando, Dallas, Nizza oder Baton Rouge noch nicht einmal angesprochen.

Ich habe ausgiebig darüber geschrieben, dass wir in eine Zeit eintreten, in der unsere Welt verrückt zu werden scheint. Die Liebe unter den meisten Menschen hat sich abgekühlt und wir werden jetzt fast täglich mit Schlagzeilen über schreckliche Gewaltakte überhäuft. Die Terroristen greifen nicht nur militärische und politische Ziele an, tatsächlich scheint es ihnen Freude zu machen, uns genau dort zu treffen, wo wir am verwundbarsten sind.

Erst kürzlich schrieb ich darüber, dass alle Mitglieder einer bestimmten Kirche hier in Amerika nun auf der ISIS-Todesliste stehen. Es macht den Anschein, dass ISIS Namen aus Kirchenverzeichnissen und Synagogenverzeichnissen sammelt, welche sie im Internet finden. Wenn Sie also eine Kirche oder Synagoge leiten, dann sollten sie dies zur Kenntnis nehmen.

Noch größere Anschläge als bisher werden kommen. Irgendwann werden islamistische Terroristen chemische, biologische und womöglich sogar nukleare Waffen in ihre Hände bekommen und sie werden nicht zögern, diese auch einzusetzen.

Viele unserer Politiker versprechen die Welt von diesen Terroristen zu befreien, aber ich glaube nicht, dass sie überhaupt wissen, womit wir es hier wirklich zu tun haben oder wie man diese Schlacht wirklich führen muss. Nach eineinhalb Jahrzehnten Bombardierungen und Billionen von ausgegebenen Dollars für den Kampf im Mittleren Osten, ist die Bedrohung durch islamistischen Terror größer denn je. Und selbst Nationen, die nie besonders in den “Krieg gegen den Terror“ involviert waren, erleben den beispiellosen Anstieg islamistischen Terrors.

Die Blinden führen die Blinden und derweil werden die Terroranschläge und Massenmorde einfach weitergehen und immer schlimmer werden.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/terroranschlaege-und-massenmorde-werden-zum-taeglichen-ereignis/

Gruß an die Erwachenden

TA KI

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Grenzen der inneren Sicherheit


Die Serie von Gewalttaten erschüttert die deutsche Politik und Öffentlichkeit. In den Debatten dominieren eher Nebenschauplätze.

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Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach – es scheint, als hole Deutschland in kurzer Zeit nach, was andere Länder in Europa bereits durchgemacht haben. Der Umstand, dass die Tat von Ansbach offenbar einen islamistischen Hintergrund hat und damit der erste Selbstmordanschlag in Deutschland gewesen ist, wirkt wie der Beweis dafür – auch wenn der Anschlagort knapp einer viel grösseren Katastrophe entging.

Ratlosigkeit der Politik

Flüchtlinge, die sich zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekennen, sind in zwei Fällen die Täter. Die deutsche Regierung hat sich am Montag eher schwergetan mit einer Reaktion. Ihre Vertreter warnten aber davor, die Gewaltakte in einer Linie zu sehen.

Was für die politische Bewertung der Ereignisse von grosser Bedeutung ist, kümmert die Öffentlichkeit zunächst weniger. In den Diskussionen der vergangenen Tage vermengten sich allgemeine Fragen der inneren Sicherheit mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Regierung und deren Durchsetzung. Viel mehr als Worte der Betroffenheit hatte die in der Uckermark weilende Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht auszurichten: Sie sei immer im Dienst und stehe im Kontakt mit allen zuständigen Ministern, besonders Innenminister Thomas de Maizière und dem Kanzleramtsminister Peter Altmaier.

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Die Politiker und Publizisten, die nun im Internet ihre Flüchtlingspolitik pauschal für den Verlust an Sicherheit und Kontrolle des Staates verantwortlich machen – unter ihnen auch die Co-Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Sahra Wagenknecht –, sehen sich in ihrer Skepsis bestätigt. Die Alternative für Deutschland spricht gar von einer Politik, die sich als die grösste Bedrohungslage für Deutschland und Europa seit dem Ende des Kalten Krieges erweise. Von jenen, die mit wenig Sinn für Nüchternheit und Realismus die «Willkommenskultur» bejubelt haben, ist dagegen wenig zu vernehmen. Angesichts der Ferienzeit war es nur Innenminister de Maizière, der sich in Berlin ausführlich selbst zu Wort meldete. Er rief zu Besonnenheit und Wachsamkeit auf und beschwor die Stärke des Rechtsstaats. Mit einer erhöhten Präsenz von Polizisten an Bahnhöfen und Flughäfen und im Hinterland der Grenzgebiete will er auch das subjektive Sicherheitsgefühl unterstützen. Ähnliches kündigte für Bayern dessen Innenminister Joachim Herrmann an.

Anschläge wie jene von Würzburg und Ansbach sind einerseits gewiss nur schwer zu verhindern. Anderseits werden sich auch die bundesweiten Sicherheitsbehörden fragen müssen, warum Personen, die, wie der Selbstmordattentäter von Ansbach, psychisch labil waren und Zutaten für Sprengstoff zu Hause horteten, nie weiter auffielen. Der Konsum gewaltverherrlichender islamistischer Videos dürfte dagegen ein geringes Indiz für deren Gefährlichkeit sein. Sehr viele gerade der jungen Flüchtlinge aus Syrien schauen sich die Filme ganz selbstverständlich an.

Wettlauf um Rückführungen

De Maizière wies aber auch darauf hin, dass Sicherheitsüberprüfungen von Flüchtlingen, wie sie jetzt aus Bayern gefordert wurden, nur bedingt Ergebnisse zeitigen. Wenn die Möglichkeit zum Abgleichen der erhobenen Daten fehlt, helfen auch Fingerabdrücke nicht viel. Ob jemand mit terroristischer oder anderswie gefährdender Absicht als Flüchtling ins Land gekommen ist, lässt sich damit nicht belegen. Die im Winter erfolgte Wiedereinführung individueller Asylverfahren auch für Syrer erachtet der Innenminister dagegen als sinnvoll. Die fehlenden Einreisepapiere vieler Flüchtlinge machen vor allem den Leitern der deutschen Sicherheitsbehörden grosse Sorgen.

Die politischen Debatten, die aus der Beklommenheit über die Anschläge und den Münchner Amoklauf folgten, sind wenig ergiebig. Weil der Täter von Ansbach eigentlich hätte ausgeschafft werden müssen, dreht sich eine davon um Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber. Das ist seit Beginn der Flüchtlingskrise ein bei Politikern beliebtes Thema, mit dem sie ihrer Milde gegenüber Neuankömmlingen die Strenge des Rechtsstaats entgegensetzen. Um die Rückführungen ist deshalb seit Monaten eine Art Wettlauf der dafür zuständigen Bundesländer im Gange – begleitet von einer Polemik unter Flüchtlingshelfern.

Auf Bundesebene haben Innen- und Aussenministerium Vereinbarungen mit Herkunftsländern von Flüchtlingen abgeschlossen, etwa mit den Maghreb-Staaten. Im Innenministerium ist eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Bundesländer bei freiwilligen und zwangsweisen Rückreisen unterstützen soll. Mehrmals haben sich Verantwortliche, auch de Maizière, frustriert über Hindernisse, etwa ärztliche Atteste, geäussert. Plötzliche Fortschritte bei all diesen vielfältigen Hürden im In- und Ausland sind nicht zu erwarten.

Nicht ergiebiger ist die im Zusammenhang mit der über Stunden unklaren Lage am Freitagabend in München aufgekommene Diskussion über den Einsatz der Bundeswehr im Innern. Dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die solche Einsätze zu einer Normalität werden lassen will, am Freitag gemeinsam mit dem Generalinspekteur Volker Wieker eine Feldjäger-Einheit in Bereitschaft hatte versetzen lassen, löste bei den deutschen Medien etliche Irritationen aus. Kritiker meinten, die Polizei habe den Bedarf gar nicht angemeldet, und vermuteten eine demonstrative Aktion, um von der Leyens Politik voranzutreiben. Innenminister de Maizière verteidigte seine Ministerkollegin: In unübersichtlichen Lagen müssten sich Sicherheitsbehörden auf den denkbar schlechtesten Fall einstellen. Überflüssig sind aber auch die Stimmen jener, die diese Einsätze auf neue rechtliche Grundlagen stellen wollen.

Sicherheitsfragen überhört

Die innere Sicherheit geniesst seit geraumer Zeit, nicht erst seit den Attacken der vergangenen sieben Tage, grössere Aufmerksamkeit im ganzen politischen Spektrum. Die Bewältigung der Flüchtlingskrise und die allmählich auch Deutschland erreichende Welle des islamistischen Terrorismus haben auch Sozialdemokraten, Grüne und Linke dafür eingenommen. Anti-Terror-Gesetze wurden verschärft, Ressourcen verstärkt. Mit ihren skeptischen Einschätzungen der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel fanden die Chefs der Sicherheitsbehörden aber kaum Gehör bei der Politik – allzu offenherzige Interviews und Äusserungen hinter vorgehaltener Hand waren die Folge des Frusts. Nun sind sie selbst angesichts der als Serie empfundenen Gewalttaten unter erhöhter Beobachtung.

Quelle: http://www.nzz.ch/international/europa/nach-den-gewaltakten-in-deutschland-grenzen-der-inneren-sicherheit-ld.107548

Gruß an die, die wissen, daß „SO“ der Polizeistaat errichtet wird!

TA KI