An einem heiligen Ort kämpft Deutschland um den Titel


Das Maracanã, der Ort des WM-Finales, zählt zu den berühmtesten Fußball-Stadien. Es ist eine geradezu mythische Stätte, die schon die größten Tragödien und die größten Triumphe gesehen hat.

Rio-de-Janeiro

Es hätte besser laufen können für das Maracanã. Der Fußballtempel hat den Fall Spaniens bezeugt (beim 0:2 gegen Chile) und die Starwerdung des jungen Kolumbianers James Rodríguez (beim 2:0 gegen Uruguay), aber insgesamt gehörten die Partien in Rio de Janeiro zu den faderen dieser WM. Die eigene Seleção bekam man erst gar nicht zu sehen. Dafür könnte heute Erzrivale Argentinien werden, wovon dessen Fans seit Wochen singen: Weltmeister im Heiligtum Brasiliens. Ein Alptraum.

Es hätte allerdings auch noch schlimmer laufen können. Dann, wenn Brasilien das Finale erreicht, dort gegen Argentinien gespielt und verloren hätte. Dann hätten sich alle bestätigt gefühlt, die das Maracanã immer schon für einen verfluchten Ort hielten. Dann, das war in den letzten Wochen hier wirklich zu hören, hätte es abgerissen gehört, wie der greise Fußball-Pate João Havelange schon vor ein paar Jahren forderte. Am besten noch vor den Olympischen Spielen, die in zwei Jahren hier eröffnet werden.

Maracanã, Stätte des Schicksals: Heute wird es als erstes Stadion zum zweiten Mal einen Weltmeister küren. Bei seiner Eröffnung bewegte es einst die Phantasien. Auf den Tag genau einen Monat später schrieb es schon Geschichte. Und immer noch erzählt es so viel über das Land und den Fußball.

Das erste Tor im Maracanã erzielte Didi

 

Am 16. Juni 1950 schoss der junge Spielmacher Didi bei einem Spiel zwischen Stadtauswahlen aus Rio de Janeiro und São Paulo das erste Tor im neuen Rund. Er wurde dabei auch von den Bauarbeitern bejubelt, die während des Spiels an der Fertigstellung für die acht Tage später beginnende WM werkelten. Organisatorisch war alles mit heißer Nadel gestrickt. Beim Feuerwerk vor dem Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Mexiko ließ die Erschütterung unfertigen Beton über die Köpfe der Zuschauer regnen. Vor dem zweiten Spiel der Gastgeber schnitt sich ein Stürmer des Gegners Jugoslawien den Kopf an einem ungeschützten Stahlträger, seine Mannschaft musste die ersten 20 Minuten zu zehnt spielen.

Sportlich dagegen lief zunächst alles nach Plan. Am 16. Juli 1950 brauchte Brasilien nur noch einen Punkt gegen Uruguay zu seinem ersten WM-Titel. Vor dem Stadion wurden Zeitungen verteilt, auf denen zu Fotos der Nationalelf stand: Das sind die Weltmeister. Die Siegermedaillen waren schon graviert, eine eigene Hymne komponiert.

Vor einer Zuschauerzahl, die Historiker mit 199.854 angeben, ging Brasilien kurz nach der Pause in Führung, kassierte den Ausgleich und in der 79. Minute, um 16.33 Uhr Ortszeit, das 1:2 durch Alcides Ghiggia. Der „Maracanazo“: Ein Schock, der zu Selbstmorden führte und zum Wechsel der brasilianischen Trikotfarbe von weiß auf gelb.

250.000 Fans sahen ein Kiss-Konzert

 

Dabei sollte das Stadion eigentlich Stärke und Aufbruch der jungen Nation versinnbildlichen. Das Maracanã, in zwei Jahren von zehntausend Arbeitern aus dem Boden gestampft, stand für die Hoffnung auf eine gelobte Zukunft, ähnlich wie die zur selben Zeit geplante Hauptstadt Brasilia. Die runde Form, die allen Besuchern dieselbe Sicht garantierte, war ebenso vom Demokratieideal inspiriert wie die Größe – 200.000 Zuschauer bedeuteten damals ein Zehntel der Stadtbevölkerung – und der Standort exakt an der Grenze von Rios reicher, weißer Südzone und dem armen, schwarzen Norden. So wie der Fußball als erstes die Rassentrennung im Land aufhob, so sollte seine ikonischste Spielstätte für alle da und für alle gleich sein.

Wo sich die Vision von einer gerechten Gesellschaft in anderen Bereichen schnell als Utopie herausstellte, funktionierte sie im Maracanã lange ziemlich gut. Bis ins neue Millennium hinein gab es für das gemeine Volk die Stehtribünen („geral“), für die der Eintritt weniger als ein Euro kostete. Zur guten Sitte gehörte es außerdem, den Bettlern vor dem Stadion ein Ticket zu spendieren. Und so konnten selbst die ärmsten Cariocas – die Einwohner Rios – ab und an mal die größten Stars sehen.

Die Arena wurde zum Wembley der neuen Welt, zur Bühne unzähliger Anekdoten und Heldentaten. Pelé erzielte bei einem Gastspiel mit Santos per Elfmeter sein umjubeltes 1000. Tor, inklusive subtiler Hommage an das Maracanã: mit einem Zwischenschritt beim Anlauf kopierte er einen Trick von Didi, dem Jungferntorschützen. Die Harlem Globetrotters führten ihre Basketballtricks vor, ein Volleyballspiel zwischen Brasilien und Russland zog 1983 fast 100.000 Zuschauer an, ein Konzert der legendären Rockband „Kiss“ im selben Jahr sogar 250.000 Fans. Zico schoss hier 333 Tore, Romário beerdigte 1993 ein paar Dämonen von 1950, als er Brasilien im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Uruguay mit zwei Toren zur WM schoss.

„Das Maracanã ist völlig entstellt“

 

Heute betätigt sich Romário in der Politik, als Quälgeist der Eliten und Kläger gegen die Korruption. Bei der WM ist er sehr aktiv, unter anderem sammelt er Beschwerden von Mitarbeitern, Polizisten oder Besuchern über die Bedingungen am Maracanã. Was er von diesem inzwischen hält, hat er wiederholt sehr deutlich gemacht. „Es müsste seinen Namen ändern, es hat nichts mehr mit dem alten Stadion zu tun. Der Glamour ist weg, der Charme verloren. Das Maracanã ist völlig entstellt.“

Romário steht mit dieser Kritik nicht allein, nachdem das Stadion für die WM einer Komplettrenovierung unterzogen wurde. Die klassischen Ober- und Unterringe gingen in einer Tribünenform auf, das Betondach, das nur wenige – und nicht die besten – Plätze vor Regen schütze wurde durch eine umfassende Fiberglaskonstruktion ersetzt. Die Stehplätze wurden abgeschafft, Vip-Logen gebaut, Kosten: rund 400 Millionen Euro. Neues Fassungsvermögen: nur noch knapp 80.000. Finanziert wurde das mit öffentlichen Geldern, betreiben darf das Stadion für die nächsten 30 Jahre gegen geringe Pacht ein Konsortium von Eike Batista, dem reichsten Brasilianer.

„Gebt uns das Maracanã zurück“, war eine Forderung bei den Millionenprotesten im vorigen Sommer. Aber die Gentrifizierung in den Stadien schreitet voran, wie die WM sehr deutlich machte. Dunkelhäutige Brasilianer gab es fast nur auf dem Platz zu sehen, die Zuschauer hingegen waren so weiß wie die Nachrichtensprecher oder Werbefiguren im Land. Offenkundig verliert nach dem Karneval – verlegt von der Straße in die Sambodrome – auch der Fußball seine Sonderrolle als Begegnungsstätte der Schichten; und mit ihm das Maracanã. Die billigen Tickets kosten jetzt zehn Euro.

Doch bevor am 27. Juli die Lokalrivalen Flamengo und Botafogo den regulären Spielbetrieb wieder aufnehmen, gibt es ja noch ein WM-Finale, und für das hat jedenfalls der Deutsche Thomas Müller klare Vorstellungen. Auch wenn sich das Maracanã verändert habe, bleibe es doch ein „heiliges Stadion für jeden, der mit Fußball zu tun hat. Ich sehe es als den idealen Ort, um den WM-Pokal zu gewinnen.“

Quelle: http://www.welt.de/sport/fussball/wm-2014/article130083131/An-einem-heiligen-Ort-kaempft-Deutschland-um-den-Titel.html

Gruß an die Daumendrücker der Deutschen Mannschaft

TA KI

 

 

„Não vai ter copa!“ = „Die WM wird es nicht geben“!!


Widerstand gegen Fußball-WM: „Die Revolution in Brasilien hat Feuer gefangen“

In Brasilien hat eine Revolution begonnen. Auslöser ist die Fußball-WM, die die Probleme der Brasilianer nicht löst, sondern verschärft. Im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten erklären Aktivisten, wie sie den Widerstand organisieren wollen. Die Folgen könnten weit über Brasilien hinaus zu spüren sein.

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Als Brasiliens 2007 als Organisator der Fußball-WM 2014 präsentiert wurde, schien man das ideale Gastgeberland gefunden zu haben. Eine aufstrebende Wirtschaftsmacht, Fußballbegeisterung, brasilianische Lebensfreude. Inzwischen kommen Zweifel auf.

„Não vai ter copa!“ („Die WM wird es nicht geben“) lautet der Slogan der Protestbewegungen, die sich in allen Gastgeberstädten gebildet haben. São Paulo, wo am 12. Juni das Eröffnungsspiel angepfiffen werden soll, ist neben Rio de Janeiro die Hochburg der Protestbewegung. Am Samstag (31. Mai) gehen wieder Zehntausende in Brasiliens größter Stadt gegen die Fifa, die brasilianische Regierung, gegen Korruption, Misswirtschaft und soziale Ungerechtigkeit auf die Straße.

Der renommierte Investigativ-Journalist Antonio Cascais begleitet für die Deutschen Wirtschafts Nachrichten in den kommenden Wochen die Entwicklung in Brasilien. In der Rubrik „Das andere Tagebuch von der Fußball WM“ wird Cascais über die sozialen Probleme und die Proteste der Brasilianer gegen das Kommerz-Spektakel berichten. Cascais hatte zuletzt mit seiner TV-Dokumentation „die story – Geschäfte wie geschmiert?“ (mit Marcel Kolvenbach) für Aufsehen gesorgt. In der Doku zeigten die Autoren die Hintergründe eines U-Boot-Deals in Portugal auf. Der Film ist in der Mediathek des WDR abrufbar.

In der ersten Ausgabe des Anderen Tagebuchs spricht Cascais im Folgenden mit zwei Aktivisten, die den Widerstand in Brasilien organisieren.

Fábio Chap (23) und Vinicius Fiorentino (24), zwei Aktivisten aus São Paulo, erklären den Deutschen Wirtschafts Nachrichten was sie tun, um die Fußball-WM zu verhindern.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Warum seid Ihr gegen die Copa?

Fábio: Wir lehnen dieses Großereignis komplett ab. 2007 wurde Brasilien zum Gastgeber bestimmt und von Anfang hatten wir und das Volk im Allgemeinen den Verdacht, dass uns die Regierung belügt. Wir wussten, dass die Bauarbeiten teurer werden, als angekündigt. Wir wussten, dass öffentliche Gelder umgeleitet werden würden. Ein riesengroßer Diebstahl von öffentlichen Ressourcen würde vonstatten gehen. Das war uns von Anfang an klar. Aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass der Betrug so groß sein würde, wie er sich jetzt darstellt! Anfang hieß es, die Copa (WM) würde mit einem Etat von 2 Milliarden US-Dollar auskommen. Nun sind bereits über 10 Milliarden US-Dollar ausgegeben worden! Deswegen ist das Volk außer sich!

Vinícius: Eine große Schande! Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass wir Brasilianer im Allgemeinen große Fußball-Liebhaber sind. Ich persönlich liebe den Fußball. Es wird zwar sehr schwer für mich sein, gegen die brasilianische „Seleção“ zu sein. Aber ich kann und will die Nationalmannschaft nicht unterstützen! Es geht auch nicht in erster Linie darum, für oder gegen die Seleção zu sein. Trotzdem möchte ich, dass unsere Nationalmannschaft möglichst früh ausscheidet. Wenn die Seleção verliert, dann nutzt es unserer „Revolution“. Eine Niederlage von Brasilien wird gut sein für die Revolution, die uns vorschwebt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Ist das, was in Brasilien vor sich geht tatsächlich eine „Revolution“?

Vinícius: Ja, wir erleben hier eine Revolution und stehen erst am Anfang. Unsere Revolution hat etwas verschüchtert angefangen, Anfang 2013. Im Juni 2013 während des Confederations Cup in Brasilien hat sie dann Feuer gefangen. Und seitdem hat es nicht mehr aufgehört. Und das versetzt die brasilianische Regierung und auch die Regionalregierungen in den Bundesstaaten in Panik.

Fábio: Unsere Veranstaltungen reißen nicht ab. Wir sind sehr gut organisiert, haben alles gut geplant. Und wir werden weitermachen. Die Revolution geht weiter: Jetzt, im Vorfeld der WM und auch während der WM; dann auch im Vorfeld und während der Wahlen, die im Oktober stattfinden werden. Und dann nähern sich auch wieder die Olympischen Spiele, die für 2016 in Rio vorgesehen sind. Viele Anlässe für uns, mit unseren Aktionen weiterzumachen. Und Pech für die Politiker-Kaste in unserem Land. Die Revolution ist im Gange.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Euer Ziel ist es die Copa zu verhindern? Wird es es eine Copa geben?

Vinícius: Wir sind uns bewusst, dass es praktisch unmöglich sein wird, die WM als solche zu verhindern. Wir Aktivisten haben folgendes verinnerlicht: Das Turnier wird stattfinden, Spiele werden angepfiffen und auch wieder abgepfiffen, aber eines können wir jetzt schon sagen: Es wird nicht die WM geben, die sich die Fifa vorgestellt hat. Es wird nicht die Copa geben, die sich der CBF (Brasilianischer Fußball-Verband) gewünscht hat. Es wird nicht die Copa geben, die der TV-Sender Globo oder Unternehmen wie Nike, Coca Cola, Adidas und all die anderen offiziellen Sponsoren sich gewünscht haben. Dieses Ziel haben wir bereits jetzt erreicht!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Was wird an diesem Wochenende in São Paulo passieren, dem Wochenende an dem der WM-Pokal in der Stadt angekommen ist? Greift nicht doch das WM-Fieber um sich?

Fábio: Nein! Wir antworten darauf mit einer Riesen-Demo! Wir nennen die Aktion „Ato 9“ (9. Akt.): Es gab schon den ersten, den zweiten, dritten Akt. Nun sind wir beim neunten Akt angekommen! Etwa 15 verschiedene Sozialbewegungen haben sich zusammengeschlossen, um Protestmärsche überall in der Stadt zu organisieren. Wir fordern ein besseres Schulsystem, bessere Wohnungen, günstigere Bus- und Bahntickets. Es wird eine der größten Demos bisher überhaupt sein!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wird es Streiks geben?

Fábio: Klar wird es Streiks geben. Alles wird stillstehen, wie in letzter Zeit schön öfter! Es gab Tage, wo kein Bus fuhr! Am 5. Juni, genau eine Woche vor der feierlichen Eröffnung der WM, wird das gesamte U-Bahnsystem stillgelegt. Die städtischen Schulen bleiben geschlossen. Auch die Stadtpolizei von São Paulo will streiken. Auch das ist in der Vergangenheit schön öfter passiert. Auch Angehöriger anderer Polizeieinheiten werden streiken: Leute von der „Polícia civil“, von der „Polícia fededal“ und sogar von der „Polícia militar“.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wird es Gewalt geben? Die berüchtigten Anarchisten von „Black Bloc Brasil“ stehen sicherlich bereit…

Vinícius: Wir kennen die Black Blocs. Sie wollen zweierlei. Erstens: Widerstand leisten, ihre eigenen politischen Ziele durchsetzen. Und zweitens: Sie wollen die „tropa de choque“ (die „Stoßtruppe“) des Volkes sein. Wenn die Polizei anrückt sind sie ganz vorn in den ersten Reihen. Sie sind schwarz gekleidet und maskiert. Und falls nötig wenden sie Gewalt an.

Fábio: Aber es geht nicht um die Gewalt um ihrer selbst willen. Man will vor allem darauf vorbereitet sein, die Taktik des Feinds, in diesem Fall der Polizei, zu zerstören, falls sie sich entschließen sollte, ihrerseits Gewalt anzuwenden. Manche Aktionen der Black Blocs schießen übers Ziel hinaus. Fensterscheiben und Schaufenster kaputt machen ist Sachbeschädigung, wenn es sich nicht gerade um Schaufenster von Banken oder andere Institutionen handelt, die uns ausbeuten wollen. Aber solche Aktionen, die nicht ok sind, finden nur selten statt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Steht ihr in Kontakt zu den Black Blocs?

Vinícius: Es ist sehr kompliziert unsere Beziehung zu den Black Blocs öffentlich zu beschreiben. Zu sagen, dass man sich mit ihnen koordiniert bedeutet automatisch, dass man diesen Gruppen angehört. Die Polizei und die großen Mainstream-Medien stellen immer wieder diese Gleichung auf. Sie fassen alle, die mit den Black Blocs sprechen zusammen und nennen es „Vandalismus“. Eine grobe Vereinfachung der Situation!

Fábio: Zu den Black Blocs ist zu sagen, dass sie – zumindest hier in Brasilien – aus Leuten mit anarchistischen Idealen bestehen. Hinter ihren Aktionen steht eine politische Logik: Es wäre zu einfach, das nur unter Gewalt zusammenzufassen. Sie greifen Symbole der Macht an und verteidigen die normalen Demonstranten. Im vergangenen Jahr hat die Lehrergewerkschaft von Rio ein Dankesbrief an die Black Blocs verfasst, weil sie verschiedene Demos der Lehrer abgesichert hatten. Die großen Mainstream-Medien behaupten, es sei bloß rohe Gewalt, Vandalismus. Dem ist nicht so: Wir haben eine Militärpolizei die Menschen angreift und auf der anderen Seite haben wir die Black Blocs die normalerweise nur Fensterscheiben anzugreifen. Gewalt ist, wenn man Menschen angreift.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Die Politiker rechtfertigen den massiven Polizeieinsatz oft mit der Gewalt, die von militanten Gruppen auf Seiten der Demonstranten ausgeübt wird…

Vinícius: Ja das ist wahr. Aber nicht selten geht die Gewalt auch von der Polizei selbst aus. Oder von Agenten, die von einigen Politikern engagiert werden. Letztes Jahr haben alternative Medien zwei Polizisten in Zivil dabei gefilmt, wie sie Molotow-Cocktails in Richtung der Polizei warfen, damit die Polizei einen Anlass zum Angriff hatte. In Rio wurde auch ein Demonstrant namens „Bruno“ verhaftet, der fälschlicherweise als derjenige hingestellt wurde, der die Molotow-Cocktails geworfen hatte! Die Version wurde natürlich von den Mainstream-Medien kritiklos übernommen. Die großen Sender, wie Globo, unterstützen ja die Regierung und Polizei, denn sie haben ja die Übertragungsrechte der WM und wollen bei ihrer Party nicht gestört werden. Es ist also eine große Unterwanderung der Aktivisten und Demonstranten zu verzeichnen.

(…)

 

Lesen Sie den ganzen Artikel hier:http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/31/widerstand-gegen-fussball-wm-die-revolution-in-brasilien-hat-feuer-gefangen/

Gruß an die „Brot und Spiele“ Verweigerer

TA KI