Eine versunkene Stadt bei Marseille


Die Entdeckung des Pierre Vogel

von Robert Charroux

Abb. 1 Die französische Mittelmeer-Küste an der Insel Planier bei Marseille. Hier entdeckte der französische Kaufmann Pierre Vogel eine versunkene Stadt aus weit prähistorischer Zeit.

Abb. 1 Die französische Mittelmeer-Küste an der Insel Planier bei Marseille. Hier entdeckte der französische Kaufmann Pierre Vogel eine versunkene Stadt aus weit prähistorischer Zeit.

Pierre Vogel, der im Hafen von Marseille ein Geschäft mit Taucherartikeln betreibt [der Text erschien erstmals 1974; d. Red], verbringt jede freie Minute auf dem und im Meer. Eines Tages, als er wieder einmal zwischen der Insel Maire und der Insel Planier (Abb.1) kreuzte, kam er auch über die von den Schiffern gefürchtete Untiefe von Veyron. Hier ist der in etwa 13 m Tiefe gelegene Meeresboden durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Eine Höhle reiht sich an die andere zu einem sonderbar geordneten Ganzen. Mit einem mal fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Veyron war eine versunkene Stadt!

Die Anordnung der Tunnels, die sich über das ganze Plateau hinziehen„, erklärte er uns, „hatte mich von Anfang an frappiert.“ Manches war so eigenartig, daß man kaum umhinkomme, die ordnende Hand des Menschen dahinter zu sehen, so etwa ein Kreuzungssystem aus bedeckten Gängen, die sich im rechten Winkel schneiden, oder die von zylindrisch zulaufenden Schloten überragten Halbkugeln. Und tatsächlich erbrachten die vorgelegten mineralogischen Proben mit Sicherheit, daß es sich im Fall von Veyron um eine alte prähistorische Stadt handelt, in der Eisen und Gußeisen hergestellt wurde.

Die Halbkugeln entpuppten sich durch die bei Schmelzprozessen unweigerlich anfallenden Schlackenablagerungen als Hochöfen, und die Tunnelmauern wiesen bei den mineralogischen Untersuchungen einen Gußeisengehalt auf, der sich nur durch das Vorhandensein geschmolzenen Metalls erklären läßt. Offensichtlich hatte sich im Westen der Stadt eine Fabrik befunden. Im Osten dagegen stieß man auf keine Öfen und Schlote mehr, sondern lediglich auf Tunnels, in die in einem ringsum nirgends sonst auffindbaren schwarzen Felsen Anker gehauen waren.

Abb. 2 Pierre Vogel (am Steuer), Professor Dujardin, Geologe, und der Taucher Jacques Mayol (rechts) haben der submarinen Stadt von Veyron zahlreiche Besuche abgestattet.

Abb. 2 Pierre Vogel (am Steuer), Professor Dujardin, Geologe, und der Taucher Jacques Mayol (rechts) haben der submarinen Stadt von Veyron zahlreiche Besuche abgestattet.

Die litorale Zone„, berichtet Pierre Vogel weiter, „ist, gut 20 m unter dem Wasserspiegel, reich an submarinen Grotten, die von den Prähistorikern sogar offiziell anerkannt worden sind. So z.B. die Grotte von Tremies bei Port-Miou, die vor dreißigtausend Jahren bewohnt war, dann aber von den steigenden Fluten des Meeres verschlungen wurde. Also muß es, sagte ich mir, vor 30 000 Jahren, 6 km vom Strand und ca. 800 m von einem Felsenmassiv entfernt (der heutigen Klippe von Planier), eine Insel gegeben haben, auf der prähistorische Menschen Eisen hergestellt und Steine aus 350 km entfernten Steinbrüchen (in der Umgebung von Collioure) bearbeitet haben. Diese Entdeckung nannte ich, ohne es beweisen zu können, in Anlehnung an Homer die >Kultur von Basilea<.[1]

Mittlerweile interessiert sich Prof. Valentine, einer der Forschungsexperten von Bimini (USA), für „Basilea“ und die von den meisten Prähistorikern verworfene These der Amateur-Archäologen und Traditionalisten vom Untergang ganzer Welten im Lauf der Zeiten. Während der Spiegel des Mittelmeeres, laut Professor Henri de Lumley von der Universität Marseille, vor 300 000 Jahren 26 m über dem heutigen lag, senkte bzw. hob er sich in der Folge aufgrund von Erdbeben und anderen geologischen Erschütterungen mehrfach.

So war, wie man heute aufgrund des bei Port-Miou gefundenen Materials mit ziemlicher Genauigkeit angeben kann, vor 30 000 Jahren der in rund 30 m Tiefe gelegene Meeresboden noch Land. Nichts wäre logischer, als Pierre Vogels >Basilea< in diese Periode zu verlegen, was allerdings auch bedeuten würde, daß die Eisenzeit nicht erst, wie unsere Schulbücher ungeachtet der Funde im armenischen Medzamor und in den Anden ungeniert behaupten, um 1500, sondern bereits um 27 000 v. Chr. einsetzte.

Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Robert Charroux erschien erstmals 1974 unter den Kapitelbezeichnungen „Pierre Vogel findet eine versunkene Stadt“ und „Homers Basilea“ in Charroux´ Buch „L’énigme des Andes, Les Pistes de Nazca, La bibliothèque des Atlantes“ beim Verlag Robert Laffont, Paris. Entnommen wurde der Text der deutschsprachigen Übersetzung von Siglinde Summerer und Gerda Kurz, die unter dem Titel „Das Rätsel der Anden“ 1979 in der Taschenbuch-Reihe ‚Grenzwissenschaften‘ vom Verlag Goldmann veröffentlicht wurde.

Leider war es uns trotz langwieriger und umfassender Recherchen nicht möglich, den derzeitigen Inhaber der Rechte an Robert Charroux´ Werken in deutscher Sprache zu ermitteln. Daher erscheint dieser Beitrag bei Atlantisforschung.de vorläufig, in einer leicht gekürzten und redaktionell bearbeiteten Fassung, als wissenschafts- und atlantologie-geschichtliche Dokumentation zu Lehr- und Studienzwecken.

  1. Anmerkung des Autors: Homer spricht in der Odyssee von einer griechisch-pelakischen Stadt auf einem Felsen in Ufernähe, auf der die Schmiede des Vulkan, die einäugigen Zyklopen, in Grotten Eisen schmiedeten.

Bild-Quellen

(1) rixheim free, unter: http://cps.rixheim.free.fr/images/2001_05_niolon/leve_soleil_vers_Planier.jpg

(2) Robert Charroux, „Das Rätsel der Anden“, Goldmann, 1979, Seite 147

Quelle: http://atlantisforschung.de/index.php?title=Eine_versunkene_Stadt_bei_Marseille

Gruß an die Geheimnisse

TA KI

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Die ägyptischen Priester und ihre „Zauberkünste“


von Robert Charroux

levitation

Südamerikanische Überlieferungen versicherten […], „daß in alten Zeiten alle Menschen fliegen konnten. Ohne Anstrengung konnten ungeheuer schwere Steine bewegt werden.“ In Ägypten erkannte man die Berufung eines echten Priesters daran, daß er imstande war, sich nach Belieben in die Lüfte zu schwingen.

Nach einer arabischen Überlieferung waren die Ägypter im Besitz eines Geheimnisses, das sie befähigte, ihre Tempel und ihre Pyramiden zu bauen. „Sie legten unter die Steine Papyrusblätter, auf die Zauberworte geschrieben waren, und schlugen die Steine mit einem Stäbchen. Die Blöcke erhoben sich in die Luft und legten eine Strecke zurück, die ein Pfeil durchfliegen kann. Auf diese Weise gelangten sie zu den Bauplätzen der Pyramiden.“ Wir mögen lachen über eine solche Erklärung. Doch auch Jaques Weiss versichert in seinem Buch La Synarchie, daß die ägyptischen Eingeweihten sich der Levitation bedienten, um die Pyramiden zu bauen. Die riesigen, bis zu 600 Tonnen wiegenden Steinblöcke sind auf gewissen Flächen konvex, damit sie sich vollkommen in die konkaven Flächen der angrenzenden Blöcke einfügten und ein jeder Belastung gewachsenes, einheitliches Ganzes bilden.

Die Schwerkraft ist ein rätselhaftes Phänomen. Seit kurzem weiß man, daß sie auf einem gegebenen Breitengrad nicht überall gleich ist. Sie hängt von der dicke der Erdkruste ab, denn sie ist auch an das Phänomen der Isostasie gebunden. Bei gleicher Höhe ist die Schwerkraft auf dem Festland geringer als auf dem Meer. Anderseits wird das Prinzip der Schwerkraft selbst in Zweifel gezogen.

Nach Maxwell üben Wärme-, Licht- und andere Strahlungen auf die Körper, auf die sie auftreffen, einen wirklichen Druck aus. Andere Physiker – z.B. Dr. Pagès aus Perpignan – sind der Meinung, daß der „Schwerkraft“ genannte Effekt in Wirklichkeit ein Druck ist, der vom Kosmos ausgeht, was auf das selbe hinausläuft. Wir glauben, daß Jesus wirklich auf dem Wasser des See Genezareth gewandelt ist. Wir glauben das, weil sicherlich nicht einzig und allein von physikalischen Gesetzen abhängt – sie kann durch andere unbekannte Gesetze modifiziert werden -, weil es zweitens feststeht, daß durch Begeisterung verwandelte, d.h. verklärte Wesen nicht mit dem gleichen Gewicht schreiten wie normale Menschen und drittens, weil solche volkstümlichen Redensarten wie „er ging nicht, sondern flog förmlich“ oder „die Furcht (beziehungsweise die Freude) verleiht Flügel“ einer exakten Wirklichkeit entsprechen.

serapis tempel

Ein durch Begeisterung verklärter Mensch kann eine Lebhaftigkeit, eine Intelligenz, eine strahlende Heiterkeit, eine Gewandtheit, eine Beschwingtheit zur Schau tragen, die einfach verblüffend und bis heute unerklärlich sind. Die geheimnisvollen Levitationen können nicht bezweifelt werden […]. Plinius spricht von gewissen rätselhaften Levitationen, die die Ägypter ausführen konnten, und erzählt, der Architekt Dinokrates habe es unternommen, den Tempel von Arsinoë mit Magnetsteinen zu überwölben, um damit in der Luft schwebende Truggebilde zu demonstrieren.

Die ägyptischen Priester verstanden es sehr gut, Zauberkünste vorzutäuschen, die auf wissenschaftlichen Phänomenen beruhten. Eine besonders augenfällige ihrer Kraftleistungen bestand darin, daß sie eine die Sonne darstellende Metallscheibe in dem großen, in der Nähe von Alexandria gelegenen Serapis-Tempel emporschweben ließen. Der Mönch Rufinus aus Aquileia, der es mit eigenen Augen gesehen hat, vermutet, daß mehrere starke, in der Decke verborgene, Magneten die Sonnenscheibe an einem Gleichgewichtspunkt in der Luft schwebend halten konnten.

Lukian, von Natur skeptisch veranlagt, versichert, er habe gesehen, wie syrische Priester öffentlich das Zauberkunststück vorgeführt hätten, ihr Götterbild zur Decke aufsteigen oder in der Luft schweben zu lassen. Auch dies zweifellos eine geniale Verwendung des Magneten. Cassiodorus spricht von einem eisernen Cupido, der im Tempel der Diana frei in der Luft schwebte, ohne irgendetwas zu berühren, genau wie bei den Zauberkünsten der Ägypter. Auch der Sargschrein Mohammeds hing einst an der Decke der Moschee von Medina, ohne daß irgend etwas Sichtbares ihn anzuziehen oder zu halten schien. Chalkondylas vermutet, daß man auch hier die Anziehungskraft eines Magneten zunutze machte.

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levitation durch magnetismus

Heutzutage hört man nichts mehr von Levitationen. Man muß sich klarmachen, daß selbst unsere Wissenschaft, unsere ungeheuren Elektrizitätswerke uns nicht in den Stand setzen würden, mit Magneten, mit Elektrizität oder sonstwie uns den Nimbus zu schaffen, der den schwebenden Stab von Bizan [1], die Levitation des Tsong-kha-pa [2] oder auch nur die im Tempel der Diana hängende Eisenstatue umgab.

Im letzteren Fall wäre ein Experiment möglich. Man müßte aber, um die dazu nötige Energiemenge zu erzeugen, ein ganzes Elektrizitätswerk einsetzen. Das läuft darauf hinaus zuzugeben, daß im 20. Jahrhundert die Wissenschaft solche „Tricks“ nicht zustande bringen kann. Ein Historiker meint dazu: „Was die Alten von diesen Kräften – von der Elektrizität und dem Magnetismus – und von ihrer Anwendung zur Aufhebung der Schwerkraft wirklich gekannt haben, wird man nie feststellen können, da besonders in Ägypten die Handlungen der Eingeweihten von einem religiösen Geheimnis umgeben waren.

Dennoch versichert Pater Leurechon in seinem 1626 in Paris erschienenen Récréations mathématiques, daß man noch zu seinen Lebzeiten das Geheimnis kannte, auf Gegenstände einen Magneten wirken zu lassen, so daß sie frei in der Luft hängen blieben, ohne irgend etwas anderes zu berühren […]. „Nichts kann leichter Erstaunen hervorrufen, als wenn man inmitten eines Gebäudes eine schwere Eisenmasse schweben sieht, ohne daß sie mit irgend etwas anderem in Berührung steht als mit der Luft.

Nun, der Meinung des Pater Leurechon ungeachtet glauben wir, daß im 17. Jahrhundert das antike Geheimnis der Levitation seit langem verloren gegangen war, wenigstens was die unbelebte Materie betrifft. Dafür sind die Nachrichten von Levitationen menschlicher Körper im christlichen Zeitalter überaus häufig.

Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Robert Charroux wurde seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“ entnommen, das 1969 im Verlag Herbig erschienen ist. (Orig: „HISTOIRE INCONNUE DES HOMMES DEPUIS CENT MILLE ANS“, Robert Laffont, Paris). Leider war es uns trotz langwieriger und umfassender Recherchen nicht möglich, den derzeitigen Inhaber der Rechte an Robert Charroux´ Werken in deutscher Sprache zu ermitteln. Daher erscheint dieser Beitrag bei Atlantisforschung.de vorläufig, in einer leicht gekürzten und redaktionell bearbeiteten Fassung, als wissenschafts- und atlantologie-geschichtliche Dokumentation zu Lehr- und Studienzwecken.

Quelle: http://atlantisforschung.de/index.php?title=Die_%C3%A4gyptischen_Priester_und_ihre_%22Zauberk%C3%BCnste%22

Gruß an die Trickser

TA KI