US-Bundesstaat Arizona prüft, Gold und Silber als Geld zuzulassen


8.3.2017 – von Ron Paul.

Wenn die Menschen die Freiheit hätten, selbst zu bestimmen, was sie als Geld verwenden möchten, würden sie sich wahrscheinlich für Gold oder Silber entscheiden – das hat die Geschichte gezeigt.

Politiker heute und ihre Keynesianischen Steigbügelhalter verachten natürlich den Gold- oder Silberstandard. Denn die Bindung einer Währung an ein Edelmetall beschränkt die Fähigkeit der Zentralbanken, das Wachstum des Wohlfahrtsstaates und der Militärausgaben über die Inflationssteuer zu finanzieren. Das wiederum zwingt Politiker, Staatsausgaben vor allem mit dem direkten Mittel der Besteuerung zu finanzieren.

Trotz der Feindseligkeit der Politik gegenüber Gold spielte das Edelmetall in der US-Geldpolitik nach der Gründung der Federal Reserve (Fed) sechzig Jahre lang  eine Rolle. Dann, im Jahr 1971, als Bedenken über die ansteigenden Defizite der US-Regierung viele ausländische Regierungen veranlasste, ihre US-Dollar-Bestände in Gold umzuwandeln, schloss Präsident Nixon das Goldfenster, wodurch in Amerika erstmals eine reine Fiat-Währung geschaffen wurde.

Amerikas 46-jähriges Papiergeld-Experiment hat sich genauso entwickelt, wie es die Anhänger der Österreichischen Schule vorhergesagt haben: ein anhaltender Rückgang der Kaufkraft des Dollars, begleitet von einem Rückgang des Lebensstandards der US-amerikanischen Mittelschicht und der Arbeiterklasse, einer Reihe von durch die Fed geschaffenen Booms, gefolgt von zunehmend schlimmeren Busts und einem explosionsartigen Wachstum der Staatsausgaben. Darüber hinaus ist die Fed-Politik auch verantwortlich für den Anstieg der Ungleichheit bei den Einkommen.

Seit der Wirtschaftskrise 2008 werden sich immer mehr Bürger der Verantwortung der Federal Reserve für die wirtschaftlichen Probleme Amerikas bewusst. Diese wachsende Anti-Fed-Stimmung ist einer der Schlüsselfaktoren für das Wachstum der Freiheitsbewegung und stellt die größte Herausforderung für die Legitimation der Fed in ihrer Geschichte dar. Diese Bewegung hat „Audit the Fed“ zu einer großen nationalen Frage gemacht, die sich so nahe wie nie davor befindet, zum Gesetz zu werden.

Aber nicht nur „Audit the Fed“ steht im Fokus der wachsenden Anti-Fed-Bewegung. Beispielsweise wird am Mittwoch im Arizona Senate Finance and Rules Committee ein Gesetz beraten (HB 2014), mit dem Gold, Silber und andere Edelmetalle als gesetzliche Zahlungsmittel definiert würden. Das Gesetz würde auch Edelmetall-Transaktionen von staatlichen Kapitalgewinnsteuern befreien, so dass die Menschen von der Steuerbehörde nicht mehr für die Ablehnung staatlichen Geldes zugunsten von Gold oder Silber bestraft würden. Da die Inflation den Wert der Edelmetalle erhöht, stellen diese Steuern für die Regierung nämlich einen weiteren Weg dar, um von der Geldentwertung durch die Fed zu profitieren.

HB 2014 ist ein sehr wichtiges und zeitgemäßes Gesetz. Dass es der Fed selbst mit rekordniedrigen Zinsen nicht gelungen ist, die Wirtschaft seit dem letzten Crash in Schwung zu bringen, ist ein Zeichen dafür, dass wir bald den Zusammenbruch des Dollars werden sehen können. Es ist daher zwingend notwendig, dass das Gesetz das Recht der Menschen schützt, als Geld Alternativen zu nutzen, statt etwas, das bald praktisch wertlos sein wird.

Die Verabschiedung von HB 2014 wäre auch eine Botschaft an den Kongress und die Trump-Regierung, dass die Anti-Fed-Bewegung an Einfluss gewinnt. Die Verabschiedung des Gesetzes wird nicht nur die Bewegungen in anderen Staaten verstärken, ähnliche Gesetze zu verabschieden; es wird auch eine Stütze für das Audit-the-Fed-Gesetz und die Aufhebung bundesstaatlicher Zahlungsmittel-Gesetze sein.

An diesem Mittwoch werde ich in Arizona sein, um die Verabschiedung von HB 2014 zu unterstützen – um 9 Uhr werde ich vor dem Arizona Senate Finance Committee sprechen. Außerdem werde ich mittags bei einer Kundgebung im Arizona State Capitol eine Rede halten. Ich hoffe, alle Unterstützer von „gutem Geld“ in der Region um Phoenix werden sich mir anschließen, um ihre Unterstützung für das Ende des Fed-Geldmonopols zu zeigen.

*****

Der Originalbeitrag mit dem Titel Arizona Challenges the Fed’s Money Monopoly ist am 5.3.2017 auf der website des Ron Paul Institute erschienen.

Quelle: http://www.misesde.org/?p=15186

Danke an Elisabeth

Gruß an die Klardenker

TA KI

Ron Paul: Trumps unbeständige außenpolitische Positionen


donald-trump-cia

Von Ron Paul

Während des Präsidentschaftswahlkampfes waren Donald Trumps außenpolitische Positionen alles andere als beständig. An einem Tag hörten wir, dass die NATO obsolet sei und die USA bessere Beziehungen mit Russland anstreben müssen. Bei seiner nächsten Rede wurden diese sensiblen Positionen aufgegeben oder eine gegensätzliche Position eingenommen. Trumps unbeständige Rhetorik warf die Frage auf, welche Form der Außenpolitik er denn verfolgen würde, falls er gewählt würde.

Die Antrittsrede des Präsidenten war diesbezüglich nicht anders. Auf der einen Seite machte es Mut, als er sagte, dass die USA unter seiner Administration »Freundschaft und Gewogenheit mit den Nationen der Welt anstreben« werde und dass er »das Recht aller Nationen, ihre eigenen Interessen zuvorderst stellen« verstehe. Er klang gar noch besser, als er sagte, dass die USA unter Trump »niemanden unsere Lebensart aufzwingen wollen, sondern als Beispiel strahlen lassen wollen. Wir werden strahlen, auf dass alle uns folgen mögen.« Dies wäre wahrlich ein erster Schritt in Richtung Frieden und Prosperität.

Bereits im nächsten Satz versprach er allerdings einen weltweiten Krieg – nicht gegen ein Land, sondern gegen eine Ideologie. Er sagte: »Wir werden alte Bündnisse stärken und neue formen und wir werden die Welt vom radikalen islamistischen Terrorismus befreien, welchen wir vom Antlitz der Erde tilgen werden.«

Dieser unbeständige und gefährlich harte Kurs wird den »radikalen islamistischen Terrorismus« nicht besiegen, sondern ihn weiter steigern. Terrorismus ist kein Ort, es ist eine Taktik als Reaktion auf Invasion und Besetzung durch Außenstehende, wie Professor Robert Pape es in seinem wichtigen Buch “Dying to Win“ erläutert hat.

Die Neocons wiederholen die Lüge, dass ISIS deshalb gebildet wurde, weil das US-Militär sich aus dem Irak zurückgezogen habe, statt das Land weiter besetzt zu halten. Aber wo war ISIS vor dem US-Angriff auf den Irak? Nirgendwo. ISIS war eine Reaktion auf die US-Invasion und -Besetzung des Irak. Dasselbe Phänomen wiederholte sich allenorts, wann immer die interventionistischen Handlungen der USA Länder und Gesellschaften destabilisiert haben.

Der radikale islamistische Terrorismus ist zum größten Teil eine Reaktion auf ausländischen Interventionismus. Er wird niemals besiegt werden, solange diese einfache Wahrheit nicht verstanden wurde.

Wir haben auch Berichte vernommen, dass Präsident Trump vorhat die US-Geheimdienstgemeinde im großen Stil zu verändern. Mit einem vermutlich annähernd $ 100 Milliarden umfassenden Budget ist die Geheimdienstgemeinde der geheime Arm des US-Imperiums. Die CIA und andere US-Dienste untergraben Wahlen und stürzen Regierungen in Übersee, während zugleich Milliarden darauf verwendet werden, zuhause amerikanische Bürger auszuspionieren. Weder das Eine noch das Andere macht uns sicherer oder erfolgreicher.

Aber das ganze Gerede um große Veränderungen bei der CIA unter Trump war schnell aus der Welt, als der Präsident die CIA gleich an seinem ersten vollen Arbeitstag besuchte. Hat er der CIA gesagt, dass jetzt ein neuer Sheriff in der Stadt ist und sie vor einer großen, lange überfälligen Reform steht? Nein. Er sagte bloß, dass er »1.000 Prozent« hinter ihr steht.

Ein Grund, warum Trump sich in seinen politischen Positionen so widersprüchlich anhört ist, dass er keine Regierungsphilosophie besitzt. Seine Philosophie ist nicht gegen ein US-Militär-Imperium gerichtet, also hört es sich manchmal an, als befürworte er weitere Kriege und manchmal, als stelle er sich dagegen.

Wird Präsident Trump in diesem Fall mehr von jenen beeinflusst, welche er für seine wichtigsten Positionen ausgewählt hat? Wir können nur hoffen, dass dies nicht so ist – zumindest wenn man deren Angriffslust in den jüngsten Anhörungen im Senat zu Rate zieht. Trump kann nicht zugleich für und gegen den Krieg sein. Hoffen wir, dass er, sobald sich einmal das Gewicht seines Amtes bei ihm gesetzt hat, verstehen wird, dass die von ihm versprochene Prosperität nur durch eine konsequent friedliche Außenpolitik zu erreichen ist.

***

zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/01/ron-paul-trumps-unbestaendige-aussenpolitische-positionen/

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Ron Paul: Warum schicken wir dem reichen und mächtigen Israel 38 Milliarden Dollar?


usrael_aipac

Von Ron Paul

Ron Paul Weekly ColumnDie Bekanntgabe eines alle Rekorde brechenden US-Hilfepakets für Israel in der vergangenen Woche unterstreicht, wie gefährlich töricht und wirklichkeitsfremd unsere interventionistische Außenpolitik ist. In den kommenden zehn Jahren wird der US-Steuerzahler gezwungen, ganze $ 38 Milliarden an Militärhilfe an Israel zu bezahlen. Wir können es uns nicht leisten, dieses Geld an ein Land zu geben, welches keinerlei Unterstützung zur Aufrechterhaltung seines Status als mächtigste Militärmacht im Mittleren Osten benötigt.

Jedwede US-Auslandshilfe ist unmoralisch und kontraproduktiv. Wie ich oft gesagt habe, ist es Geld, welches den armen Menschen in den USA genommen und an reiche Menschen in Übersee gegeben wurde. Diese Hilfsgelder der USA gehen an Regierungen im Ausland, die es nach Gutdünken einsetzen. Oft genug werden diese Gelder unverblümt gestohlen oder sie gehen an die politisch Verbandelten im Empfängerland.

Genau so schlimm ist die Tatsache, dass ein Großteil dessen, was wir “Auslandshilfe“ nennen, in Wirklichkeit eine Stütze für die Wohlhabenden hierzulande ist. Das Hilfepaket für Israel ist ein sehr gutes Beispiel. Laut der Vereinbarung werden diese $ 38 Milliarden an US-Waffenhersteller fließen. Die wahren Profiteure sind also nicht die Menschen in Amerika, noch nicht einmal die Bürger Israels, die wahren Profiteure sitzen im militärisch-industriellen Komplex in den USA. Vielleicht wird das Geld Washington nicht einmal verlassen – es könnte auch einfach quer durch die Stadt geschickt werden, von der FED direkt zu den Bombenherstellern an der Ringautobahn.

Während bereits US-Hilfsgeldern an verzweifelt arme Länder aufgrund moralischer und praktischer Gründe widersprochen werden sollte, so ist es noch schwerer zu verstehen, dass die USA relativ reiche Länder unterstützt. Mit einem nominellen Pro-Kopf-BIP von über $ 35.000 ist Israel reicher als Japan, Italien und Süd-Korea. Vor nicht allzu langer Zeit hat der Business Insider einen Bericht des “Institute for the Study of War“ veröffentlicht, welcher aufzeigt, dass Israel die mächtigste Militärmacht im Mittleren Osten ist. Wir wissen, dass sie hunderte von Atomwaffen haben, dazu eine hochentwickelte Luftwaffe, Drohnen und selbst mit Nuklearwaffen bestückte U-Boote.

Warum also geben die USA einem reichen und ausgesprochen gut bewaffneten Land einen Rekordbetrag als Militärhilfe?

Zum Teil liegt das daran, dass die US-Regierung glaubt, sie könne Israel so nötigen auf Washingtons Geheiß im Mittleren Osten zu agieren. Wenn überhaupt, so subventioniert die US-Hilfe die Verletzung der Menschenrechte in Gaza und andernorts durch die Israelis.

Ein weiter Grund ist die mächtige Lobby in Washington, AIPAC, welche die Kongressmitglieder unter Druck setzt, sich auf Israels Interessen anstatt auf US-Interessen zu konzentrieren. Die Kongressmitglieder sollten sich einmal unsere Wirtschaft ansehen; mit effektiven Nullzinsen, einer kraftlosen Nicht-Erholung vom Crash 2008, historisch niedriger Erwerbsquote und einer Inflation, die den Wert des Dollars erodiert. Sie sollten zu der Schlussfolgerung kommen, dass dies womöglich nicht die beste Zeit dafür ist, Milliarden von Dollars an Auslandshilfe zu vergeben. Leider ist es für die meisten Kongressmitglieder unmöglich, speziellen Interessengruppierungen wie AIPAC gegenüber Nein zu sagen.

Hier ein besseres Hilfspaket für Israel: freier Handel, Reisen, freundschaftliche Beziehungen und keine Verwicklungen in Allianzen. Israel sollte es freistehen, seine nationalen Interessen zu verfolgen und uns sollte es freistehen, die unsrigen zu verfolgen. Falls einzelne Amerikaner sich genötigt sehen, Israel oder irgendein anderes Land in Übersee zu unterstützen, dann sollte ihnen das erlaubt sein. Der Rest von uns sollte jedoch nicht dazu gezwungen werden. Handel, keine Hilfsgelder.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/09/ron-paul-warum-schicken-wir-dem-reichen-und-maechtigen-israel-38-milliarden-dollar/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Ron Paul: Narrenstreich – NATO verspricht weitere vier Jahre Krieg in Afghanistan


Ron Paul: Narrenstreich - NATO verspricht weitere vier Jahre Krieg in Afghanistan

Von Ron Paul

Ron Paul Weekly ColumnDer längste Krieg in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ist gerade noch länger geworden. Auf dem Warschauer Gipfel der NATO 2016 stimmte die Organisation zu, die afghanischen Sicherheitskräfte bis zum Jahr 2020 zu finanzieren. Hand in Hand mit dem Geld gehen natürlich Truppen der Vereinigten Staaten von Amerika und der NATO, und Tausende von Kontraktoren, Ausbildern und so weiter.

Präsident Obama sagte letzte Woche, dass die Vereinigten Staaten von Amerika 3.000 Soldaten mehr als geplant in Afghanistan behalten müssen. Der wahre Grund liegt auf der Hand: der Einsatz ist gescheitert, und Washington kann das nicht zugeben. Obama sagte allerdings nicht das. Er sagte:

„Es liegt im Interesse unserer nationalen Sicherheit, besonders nach all dem Blut und Geld, das wir die Jahre hindurch investiert haben, dass wir unseren Partnern in Afghanistan die beste Chance bieten, zum Erfolg zu kommen.

So irrational ist die Logik Washingtons. Wo sonst außer in einer Regierung würde man das Argument hören, dass man nicht aufhören kann, Geld für ein Projekt auszugeben, weil man schon so viel nutzlos ausgegeben hat? In der realen Welt tun Menschen, die ihr eigenes schwer verdientes Geld in ein gescheitertes Unternehmen gesteckt haben etwas, was „die eigenen Verluste begrenzen“ heißt. Die Regierung tut das nie.

Reichen 15 Jahre „Blut und Geld” der Vereinigten Staaten von Amerika nicht für eine „beste Chance“, um zum Erfolg zu kommen?

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte auf dem Gipfel an, dass dank einer weiteren Milliarde Dollar aus Zuwendungen der NATO-Länder die Organisation fast die $5 Milliarden pro Jahr zusammenbekommen hat, die sie der afghanischen Regierung versprochen hat. Sie können raten, wer den Löwenanteil dieser $5 Millarden bezahlt. Ja richtig, wir. Wir überweisen $3,45 jährlich an das laut Transparency International drittkorrupteste Land der Welt, während Amerikaner mit Arbeitslosigkeit, stagnierenden Einkommen und Inflation kämpfen. Deswegen sage ich immer, dass Auslandshilfe Geld ist, das von armen Leuten in den Vereinigten Staaten gestohlen und an reiche Leute im Ausland geschickt wird.

NATO-Vorstand Stoltenberg sagte: „Unsere Botschaft ist klar: Afghanistan steht nicht allein. Wir sind auf lange Sicht verpflichtet.“ Wie nett von dem norwegischen Politiker, die Amerikaner zur Finanzierung des Kriegs in Afghanistan „auf lange Sicht“ zu verpflichten.

Als ich neulich in einem Interview darauf hinwies, dass die einzige vernünftige Politik der Vereinigten Staaten von Amerika in Afghanistan ist, alle Soldaten nachhause zu holen, fragte der Interviewer, ob ich mir Sorgen mache, dass die Taliban dann das Vakuum füllen würden. Das ist schon geschehen, sagte ich. Die Taliban sind in Afghanistan stärker denn je. Sie kontrollieren mehr Territorium als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Einmarsch der Vereinigten Staaten von Amerika 2001. Trotz 15 Jahren US-Interventionismus, fast 2.500 toten amerikanischen Soldaten und gut einer Billion Dollars ist Afghanistan keinen Schritt weiter in Richtung einer Modelldemokratie gekommen, als es vor 9/11 war. Es ist eine gescheiterte Politik. Es ist ein zweckloser Krieg. Es ist ein gescheitertes Programm.

Die Neokonservativen sagen, dass Irak, Libyen und andere Interventionen der Vereinigten Staaten von Amerika in die Binsen gegangen sind, weil die Vereinigten Staaten von Amerika nicht lange genug geblieben sind. Wie üblich liegen sie daneben. Sie sind gescheitert und werden weiterhin scheitern, weil sie keinen Erfolg haben können. Man kann nicht in ein Land einmarschieren, seine Regierung stürzen und von Grund auf ein neues Land errichten. Das ist ein Narrenstreich, und Washington hat die meisten Amerikaner zu Narren gemacht. Es ist Zeit, dieses Spiel zu beenden und zurückzukehren zu der weisen Außenpolitik der Gründer: keine Einmischung in die Angelegenheiten anderer.

***

Dieser Beitrag wurde übersetzt und erstveröffentlicht von Antikrieg.com

>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/ron-paul-narrenstreich-nato-verspricht-weitere-vier-jahre-krieg-in-afghanistan/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Was möchte die US-Regierung in der Ukraine tun?


Die Meinung eines aufrechten Amerikaners:
Ron Paul: What does the U.S. government want in Ukraine?
Was möchte die US-Regierung in der Ukraine tun?

Published by by Jersey Journal Guest Columnist
on May 12, 2014 at 8:30 PM, updated May 12, 2014 at 8:34 PM

http://www.nj.com/hudson/voices/index.ssf/2014/05/ron_paul_what does the_us_gove.html
übersetzt von Katja Korun

Ron PaulRon Paul

In mehreren ostukrainischen Städten eröffnete das Militär im Laufe der letzten Woche das Feuer auf die eigenen Bürger des Landes. Dutzende Menschen können durch die Gewaltanwendung getötet worden sein. Obwohl die US-amerikanische Regierung im Allgemeinen den Gebrauch von militärischer Gewalt eines Landes gegen seine eigene Bevölkerung besonders dann verurteilt, wenn es sich um unbewaffnete Demonstranten handelt, machte die US-amerikanische Regierung dieses Mal die Opfer verantwortlich. Nachdem sogar 20 unbewaffnete Protestierende am 9. Mai, einem Feiertag, in der Ukraine getötet wurden, äußerte der Sprecher des Außenministeriums, „wir verurteilen den Ausbruch der von den Pro-Russland Separatisten verursachten Gewalt.“
Warum protestieren Leute in der östlichen Ukraine? Weil sie nicht glauben, daß die Regierung, die durch den US-amerikanisch unterstützten Aufstand im Februar an die Macht kam, rechtmäßig ist. Sie erkennen die Autorität eines nichtgewählten Präsidenten und Premierministers nicht an. Die Vereinigten Staaten betrachten das als eine von den Russen gesponserte Destabilisierungskampagne, aber ist es denn so schwer zu verstehen, daß die Leute in der Ukraine über die Vereinigten Staaten und die EU wegen ihrer Beteiligung an der Regimeänderung in ihrem Land verärgert sein können? Würden wir so bereitwillig sein, eine nichtgewählte Regierung in Washington zu akzeptieren, die mit der Unterstützung der Chinesen und Iraner an die Macht gekommen ist?

cartoon

Das US-amerikanische Außenministerium (State Departement) stellte denjenigen Kräften, die an den Aktionen zum Sturz der ukrainischen Regierung beteiligt waren, vor dem jetzigen Jahr viel Hilfe zur Verfügung. Die Vereinigten Staaten warnten die ukrainische Regierung damals davor, irgendwelche Maßnahmen gegen diejenigen auf den Straßen zu ergreifen, als diese Kräfte gerade Gewalt anwendeten und Regierungsgebäude besetzten. Aber nun, wo jene früheren Demonstranten an die Macht gekommen sind, vertreten die Vereinigten Staaten eine andere Ansicht bezüglich der Proteste. Jetzt unterstützen sie das blutige, harte Vorgehen gegen die Protestierenden im Osten. Der Sprecher des State Departements sagte letzte Woche: „Wir fahren fort, jene Gruppen aufzufordern, die die öffentliche Ordnung gefährdet haben, indem sie zu den Waffen griffen und in Übertretung des ukrainischen Gesetzes öffentliche Gebäude besetzten, die Waffen niederzulegen und die von ihnen besetzten Gebäude zu räumen.“ Das ist das Gegenteil von dem, was sie im Februar erklärten. Denken sie, dass der Rest der Welt diese Heuchelei nicht durchschaut?

Die Einwohner der östlichen Ukraine sind seit langem Rußland näher als den Vereinigten Staaten und der EU gewesen. Tatsächlich ist dieser Teil der Ukraine ein Bestandteil Russlands gewesen. Nach der Regimeänderung im Februar gaben die Beamten im Osten bekannt, dass sie Referenden abhalten würden, um zu sehen, ob die Bevölkerung die Autonomie von der durch die Vereinigten Staaten unterstützten Regierung in Kiew wünsche. Die Vereinigten Staaten forderten, daß der russische Präsident Putin die östliche Ukraine daran hindere, über die Frage der Autonomie abzustimmen, und in der letzten Woche handelte der russische Präsident entsprechend: er rief dazu auf, dass die Abstimmungen nicht wie vorgesehen, abgehalten werden sollen. Die Ostukrainer ignorierten ihn und sagten, dass sie die Abstimmungen irgendwie durchführen würden. So viel zu den Behauptungen der Vereinigten Staaten, daß Rußland die Opposition in der Ukraine kontrolliert.
Wenn auch der russische Präsident US-amerikanischen Anforderungen folgte und die Ostukrainer nötigte, sich von der Abstimmung fernzuhalten, gab die US-State Department bekannt, daß die Vereinigten Staaten zusätzliche Sanktionen gegen Rußland anwenden würden, wenn die Abstimmungen durchgeführt werden! Hat das irgendwelchen Sinn?
Die wirkliche Frage ist, warum die US-amerikanische Regierung in der Ukraine die erste Geige spielt. Wir sind am Zusammenbrechen. Wir können uns sogar nicht leisten, unsere eigene Wirtschaft zu sanieren. Und dennoch wollen wir die Ukraine führen? Ist es wirklich von Bedeutung, für wen sich die Ukrainer entscheiden, sie zu vertreten? Ist das wirklich eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit, ob die Ukraine für mehr Regionalautonomie und eine schwächere Zentralregierung stimmt? Ist es nicht das, was sich die Vereinigten Staaten ursprünglich vorgestellt haben? Lohnt es sich, dafür einen Atomkrieg mit Russland zu riskieren?
Hat die US-amerikanische Administration die Arroganz zu denken, sie solle die Welt führen und uns an den Rand eines weiteren großen Krieges in Europa treiben? Lassen Sie uns hoffen, daß sie dieses gefährliche Spiel beenden und ihr Bewusstsein wieder in die Bahnen der Vernunft lenken wird. Ich sage, wir wollen keinen Krieg wegen der Ukraine haben!
ANMERKUNG DES REDAKTEURS: Ron Paul ist ein ehemaliger Kongressabgeordneter und Präsidentschaftskandidat. Der Kommentar von Paul wird durch Cagle Cartoons verteilt. Er kann auf RonPaulChannel.co erreicht werden.

…Danke an Katja Korun

Gruß an die Russen

TA KI