Gipfel in Wales: Nato plant Eingreiftruppe an Grenze zu Russland


Newport ( Wales) NATO gipfel 04.09.2014

Die Nato will bei ihrem gestern begonnenen Gipfel in Newport (Wales) mit der Stationierung von Schnellen Eingreiftruppen in Osteuropa auf Konfrontationskurs mit Russland gehen, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ in ihrer Freitagausgabe.

Angesichts der Ukraine-Krise will Washington das westliche Militärbündnis, das sich seit den 1990er-Jahren vor allem als politisches Bündnis positionierte, wiederbeleben. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf Quellen behauptet, wurde in Newport eine Neuerung am Nato-Vertrag informell erörtert, der zufolge die USA jenen Nato-Ländern „keine Sicherheitsgarantie“ geben werden, die weniger als zwei Prozent ihres BIP für Verteidigungszwecke ausgeben. (In den meisten Ländern sind es derzeit höchstens 1,5 Prozent.)

Die beim Gipfel geplanten Entscheidungen sind im Grunde schon bekannt. Es wird erwartet, dass die Nato-Mitglieder dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko ihre Unterstützung zusichern werden, was sie jedoch zu nichts verpflichten wird. Besprochen werden möglicherweise finanzielle Hilfen, deren Höhe allerdings unbekannt ist. Eine militärische Einmischung des Bündnisses in die Ukraine-Krise scheint ausgeschlossen. Trotz der scharfen Kritik an Moskau wird niemand zugunsten der Ukraine einen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen. Wie der stellvertretende Nato-Generalsekretär Alexander Vershbow sagte, gilt die „neue Solidarität“ nicht für die Ukraine. Der US-Diplomat Stephen Krasner formulierte es wie folgt: „Wir sollten nicht so tun, als könnten wir die Ukraine verteidigen, wenn wir nicht dazu in der Lage sind“. Deshalb beziehen sich die geplanten Beschlüsse vor allem auf den Schutz der baltischen Länder, wobei sich jedoch die Frage stellt, von wem diese bedroht werden.

Quellen berichten über Kontroversen unter den Nato-Mitgliedsstaaten beim Thema Waffenlieferungen an die Ukraine. Während die Westeuropäer mit Frankreich und Deutschland an der Spitze Militärhilfen für Kiew für unangebracht halten, fordert die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite die Entsendung von Panzern und Kampfjets in die Ukraine.

Auch in Washington gibt es Bedenken bezüglich Waffenlieferungen an die Ukraine. Nach Angaben der „Financial Times“ will das Weiße Haus nicht, dass die Regierung in Kiew ernsthaft daran glaubt, den Krieg im Donezbecken gewinnen zu können. Ein von der Zeitung namentlich nicht genannter Diplomat zitierte den französischen Präsidenten Francois Hollande, dass der Westen durch Waffenlieferungen an die Ukraine „in ein Wettrüsten hineingezogen werden könnte, das er nicht unbedingt gewinnen würde.“

Dennoch hat die Nato das Thema Waffen für Kiew auf die Tagesordnung des Gipfels gesetzt. Wenn es zu keinem einheitlichen Beschluss kommt, könnten die Nato-Mitgliederländer individuell entscheiden, ob sie Poroschenko mit Waffen unterstützen.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Wales steht die Bildung der Schnellen Eingreiftruppe. Heute wird ein entsprechender Beschluss erwartet. Sieben Länder (Großbritannien, Dänemark, Lettland, Litauen, Estland, Norwegen und die Niederlande) haben bereits zugesagt, der neuen Einheit Soldaten zur Verfügung zu stellen. Die Eingreiftruppe soll aus 4000 Soldaten bestehen. Geplant ist, dass diese Kräfte innerhalb von 48 Stunden weltweit eingesetzt werden können. Die Mitglieder machen keinen Hehl daraus, dass sie vor allem an der russischen Grenze stationiert werden. Das Kommando soll London übernehmen, Stützpunkte sind in Polen, Rumänien und den baltischen Ländern geplant.

Quelle: http://de.ria.ru/zeitungen/20140905/269476302.html

Gruß an die Russen

TA KI

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Russland: US-GPS-Stationen abgeschaltet; Nato-Truppenaufstockung an der Grenze; 150 US-amerikanischen Fallschirmjägern nach Polen entsandt; Russland entwickelt neue Atomrakete


Russland hat die US-amerikanischen GPS-Stationen auf seinem Territorium vorläufig außer Betrieb gesetzt

GPS abgeschaltet

Russland hat die US-amerikanischen GPS-Stationen auf seinem Territorium vorläufig außer Betrieb gesetzt, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

Laut einer Pressemitteilung der russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos) wurden entsprechende Maßnahmen am 1. Juni „im Auftrag der Regierung“ ergriffen.Mitte Mai hatte Vizepremier Dmitri Rogosin gewarnt, dass die GPS-Stationen in Russland außer Betrieb gesetzt würden, falls die Verhandlungen mit den USA über die Aufstellung der russischen GLONASS-Stationen bis zum 31. Mai kein Ergebnis bringen sollten. Sollte bis zum 31. August keine Einigung erreicht werden, dann würden die GPS-Anlagen endgültig außer Betrieb gesetzt, ergänzte er.Aber warum gibt es überhaupt Bodenstationen des US-amerikanischen Navigationssystems in Russland?Es geht um eine rein technische Sache: Für einen sicheren Empfang der Signale von Navigationssatelliten und ihre Verbreitung unter den Nutzern ist ein umfassendes Netzwerk von bodengestützten Kommunikationsstationen nötig.Bereits seit mehr als 25 Jahren errichten die Amerikaner ihre GPS-Stationen weltweit.

In Russland gibt es sie seit den frühen 1990er-Jahren. Die meisten von ihnen wurden in Sibirien und im Fernen Osten aufgestellt und sind für den einfachen Bürger somit kaum von Bedeutung. Militärexperten sind sich bewusst, dass diese Stationen für die präzise Erfassung von Raketen erforderlich sind. Doch unmittelbar nach dem Zerfall der Sowjetunion dachte das freie und demokratische Russland, keine Feinde mehr zu haben.

Außerdem hatten die USA damals versprochen, die Aufstellung von Stationen des russischen Navigationssystems GLONASS auf ihrem Territorium zuzulassen, wenn dieses in Betrieb genommen würde. Seit den frühen 2000er-Jahren gibt es GLONASS-Anlagen in Russland, Kasachstan, Brasilien und sogar in der Antarktis.In den USA sollten fünf Stationen errichtet werden, und zwar in Honolulu (Hawaii), auf Guam, in Denver (Bundesstaat Colorado), Los Angeles (Kalifornien) und Greenbelt (Maryland). Überraschend erklärte Washington jedoch, diese Stationen würden die nationale Sicherheit gefährden.

Deshalb musste Moskau auf die Absage der Amerikaner reagieren.Die von den Russen geplanten Maßnahmen sehen eine Verlangsamung der Signalversendung der GPS-Stationen vor, was das Erfassen von Raketen beinträchtigt. Da US-Raketen jedoch nicht über Sibirien fliegen, bräuchte sich das Pentagon keine Sorgen zu machen. Die Autofahrer können ihre GPS-Geräte problemlos weiter verwenden. Außerdem können sie auch auf das GLONASS-System zurückgreifen. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

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Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2014_06_03/Russland-schaltet-GPS-Stationen-ab-1979/

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Russland reorganisiert Streitkräfte wegen Nato-Truppenaufstockung an der Grenze

nato

Russland will angesichts der Aufstockung der Nato-Truppen unweit der Grenze des Landes die eigenen Streitkräfte reorganisieren, teilte der Vorsitzende des Duma-Verteidigungskomitees Wladimir Komojedow Journalisten mit.

Er fügte hinzu, das Militärpotenzial werde in allen Bereichen gefördert, ob im All, auf der Erde oder im Meer.

„Wir finden, dass die Streitkräfte zurzeit bereit sein sollen, auf neue Gefahren an der russischen Grenze, von Kaliningrad bis zur Kamtschatka, zu reagieren“, sagte Komojedow.

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Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2014_06_03/Russland-reorganisiert-Streitkrafte-wegen-Nato-Truppenaufstockung-an-der-Grenze-7165/

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Polen kann aufgestocktes Nato-Kontingent aufnehmen

polska

Das aufgestockte Militärkontingent aus den USA und Europa soll in Polen stationiert werden, erklärte der polnische Außenminister Radosław Sikorski in einem Interview für US-amerikanische Journalisten.

Zuvor stockte die Nato seine Truppen angesichts der Ukraine-Krise an der russischen Grenze auf, indem sie ein Kommando aus fast 150 US-amerikanischen Fallschirmjägern nach Polen entsandte.

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Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2014_06_03/Polen-bereit-ausgeweitetes-Nato-Militarkontingent-zu-stationieren-3679/

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Moskauer Antwort ans Pentagon: Russland entwickelt neue Atomrakete

Nesawissimaja Gaseta

Russlands strategische Raketentruppen werden in diesem Jahr 50 taktische Übungen, darunter Taktik-Spezialübungen, absolvieren, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

Am Montag gab das russische Verteidigungsministerium bekannt, dass der Raketenverband des Militärbezirks West und das Kommando der Fernfliegerkräfte vom 27. Mai bis zum 5. Juni taktische Übungen abhalten. Bei den Übungen soll die Genauigkeit der Langstrecken-Hochpräzisionswaffen geprüft werden, die auch mit Atomgefechtsköpfen bestückt werden können.

An der Übung ist ein Raketenverband beteiligt, der über einen Iskander-M-Komplex und  über Langstreckenbomber verfügt.

Bis Jahresende würden insgesamt 12 Interkontinentalraketen gestartet, teilte der Sprecher der strategischen Raketentruppen, Oberst Igor Jegorow, am Montag mit.

Dem Sprecher zufolge sollen im Sommer mehr als 40 Stabs- und 20 Kommandostabstrainings, rund zehn Kommandostabsübungen sowie 50 taktische Übungen und Taktik-Spezialübungen durchgeführt werden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gehört die Indienststellung der Raketenregimenter der Verbände Koseljsk, Tagil und Nowosibirsk mit dem Jars-Raketenkomplex zu den wichtigsten Ereignissen in diesem Jahr.

Laut Vizeverteidigungsminister Juri Borissow sollen die strategischen Raketentruppen bis 2020 komplett umgerüstet werden.

Einen besonderen Platz in den Raketentruppen wird die neue schwere Flüssigkeits-Interkontinentalrakete ‚Sarmat’ einnehmen. Laut dem ehemaligen Chef des Hauptstabs der strategischen Raketentruppen, Viktor Jessin, wird sie die aus ukrainischer Produktion stammende Rakete RS-20W ersetzen.

Borissow zufolge handelt es sich um einen einzigartigen Waffentyp. Selbst die USA verfügen über nichts Vergleichbares. Die Nutzlast der neuen Rakete bestünde aus manövrierfähigen Gefechtsköpfen. Die Rakete verfüge über verbesserte Energiekennwerte, weshalb sie mit zusätzlichen Mitteln zur Überwindung der US-Raketenabwehr ausgerüstet werden kann. Die Rakete kann in alle Richtungen gestartet werden und auch über den Nord- bzw. Südpol fliegen. Die Entwicklungsarbeiten sollen 2018/2020 abgeschlossen werden.

Laut dem Generalleutnant a.D. Anani Polizy sind die Ereignisse in der Ukraine nicht nach den Vorstellungen der USA verlaufen. Sie hätten Russland theoretisch demonstrativ bestrafen können, einschließlich Bombenangriffe nach dem Jugoslawien-Szenario. Doch Russlands Atomwaffen haben Washington davon abgehalten.

Die neue Atomwaffe wird in Russland wegen der auch von den USA ausgehenden Bedrohungen entwickelt. Die „Sarmat“-Rakete könnte als Antwort an das Pentagon bezeichnet werden.

Quelle: http://de.ria.ru/zeitungen/20140603/268664150.html

Gruß an die Säbelrasseler

TA KI