Löwenzahn


Von wegen Unkraut und Kaninchenfutter: Das in ganz Europa heimische Wildkraut Löwenzahn, vielfach als Unkraut verpönt, erlebt eine Renaissance, denn es ist nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin vielseitig verwendbar. Seine über 500 Rufnamen weisen darauf hin, dass der Löwenzahn, dessen botanische Bezeichnung Taraxacum officinale („bitteres Kraut“) lautet, eine sehr bekannte Pflanze ist. Der Umgangsname „Bettpisser“ bzw. „Beddschissa“ ist vermutlich auf seine harntreibenden Eigenschaften zurückzuführen; außerdem wird er u. a. auch Hunde-, Schäfchen-, Schweine-, Teufelsblume und Saurüssel genannt. Daneben hat er auch etwas weniger herbe Namen wie Butter- oder Pusteblume oder Bayerischer Enzian.

 

Löwenzahn – zauberhafte Heilpflanze

 

Wenn man sich mit Löwenzahn den Körper einrieb, erfüllte sich nach altem Hexenglauben jeder Wunsch. Die Indianer Nordamerikas rauchten die getrockneten Blätter bei ihren schamanischen Ritualen. In der Nacht vor Allerheiligen (…) gehört Löwenzahn zum so genannten „Samhain-Ritual“ mit Weissagungen und Totenbeschwörungen.

Ist der Löwenzahn erstmal abgeblüht, bildet er hunderte kleine Schirmchen aus – die beliebte Pusteblume entsteht. Auch diese eignet sich als „Prophetin“. So orakelten früher vor allem junge Mädchen und Frauen aus der Anzahl der verbleibenden Früchte, wie viele Jahre es noch bis zur Hochzeit dauern würde, oder man deutete die nach dem Pusten verbliebenen Fruchtschirmchen als Auskunft über die Lebensjahre.

Ein weiterer Aberglaube bezieht sich auf die Farbe des Fruchtbodens nach dem Auspusten: Ist dieser weiß, kommt man in den Himmel, ist er schwarz, ins Fegefeuer. Wer alle Früchte auf einmal wegpusten kann, ist ein Glückskind, vielleicht sogar ein Engel. Wer es nach dem dritten Pusten schafft, dessen Wünsche gehen in Erfüllung. Löwenzahn sollte angeblich auch Warzen zum Verschwinden bringen, wenn diese am dritten Tag bei abnehmendem Mond mit Löwenzahnsaft beträufelt wurden.

Löwenzahn als Gemüse

Heute wird Löwenzahn eher als Gemüse denn als Zukunftsdeuter verwendet. Man kann ihn andünsten, roh als Salat verzehren oder auch mit Brennnesseln zusammen als Suppe zubereiten; er schmeckt in jedem Fall ausgezeichnet. Verwendet wird beim Löwenzahn alles: die Blätter, die vor der Blüte zarter sind, die Wurzeln und auch die Blüten. Sie sind reich an Bitterstoffen, Vitaminen und Mineralien.

In der Medizin wurde und wird der Löwenzahn gegen viele Beschwerden eingesetzt. Löwenzahn wirkt stimulierend auf den gesamten Zellstoffwechsel, regt die Leberfunktion an, aktiviert die Hormonproduktion und wird generell zur Vorbeugung von Leber- und Gallenblasenproblemen empfohlen. Durch die Bitterstoffe wird die gesamte Verdauung, vor allem die Produktion des Gallensaftes und damit die Fettverdauung erleichtert.

Tipps rund um den Löwenzahn

Besonders gut eignet sich der Löwenzahn wegen seiner entschlackenden Wirkung für eine Kur zum Sommer hin. Wer zum Ziel hat, den im Winter angesammelten „Stoffwechselmüll“ auszuscheiden und das Blut zu reinigen, sollte ein Kur mit naturreinem Heilpflanzensaft Löwenzahn durchführen.

  • Positiver Nebeneffekt: Löwenzahnsaft verbessert auch das Hautbild.
  • Der zartbittere Geschmack passt hervorragend zu würzigen Soßen und gegrilltem Fleisch.
  • Dressing: Mit Zitrone, Knoblauch; im Quark
  • Heimische Ware: Von April bis Oktober
  • Tipp: Je jünger (=heller, weicher) die Blätter, desto milder der Löwenzahn. 

Quelle

Gruß an die Besseresser

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TA KI

 

 

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Feuerfeste der Kelten


Eine kurze Vorstellung der 4 keltischen Feuerfeste Samhain, Imbolc, Beltane und Lughnassadh. Aus dem Buch „Die Kelten“, Verlag Neue Erde.

Autoren: Momo Edel & Bertram Wallrath. Danke an „sesguenara“ für die Jahreskreis-Animation.

Video- und Bildquellen in chronologischer Reihenfolge:

The Hill of Tara From The Skys Above https://youtu.be/XnK1wVXyJLs

Keltisches Kreuz https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…

Die heilige Brigid von Kildare https://www.historicmysteries.com/cel…

Der Kalender von Coligny http://icalendrier.fr/calendriers-sag…

The birth of Samhain and the first Halloween https://youtu.be/bNBsHwsS6lY

Tara: Voices from Our Past – a recent discovery https://youtu.be/aBdJKLrEYF0

History of Halloween (The History Channel) https://youtu.be/amPLNo7SOwg

Das Totenfest der alten Ägypter (Wag-Fest) https://www.quora.com/Was-Jagannath-R…

Saint Brigid of Kildare http://omniumsanctorumhiberniae.blogs…

Celebrating Imbolc https://youtu.be/qFWWKaUgtX4

Saint Brigid of Kildare 2 https://www.historicmysteries.com/cel…

2017 Beltaine Celebrations in Glastonbury https://youtu.be/VypND0Gp564

Beltane 2016 – Fire Festival – Edinburgh https://youtu.be/ipBj0sKffgU

Festa Celta do Lugnasad bretoña 2015 (Lugo, Galicia, Spain) https://youtu.be/27_ZxKp2nkg

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Gruß an die Sehenden
TA KI

Crom – Cruchach – Kult


Crom Cruach war die Hauptgottheit der frühen irischen Kultur und wurde noch von den Firbolg verehrt und in der ersten Schlacht Magh Tuiredh gegen die entfesselten Kräfte der Morrigna zur Hilfe gerufen.

Seine Name bedeutet blutige Sichel oder blutiger Bogen, als welcher er auch in den Buch von Leinster Erwähnung findet.
St. Patrick bezeichnete ihn als Cenn Cruaic (blutiger Kopf) und ein weiterer Name und zugleich Titel war rig-iodal h-Eireann (Königsikone Irlands).

Jedoch wurde sein Name in vielen Formen ausgedrückt und kann dadurch auf viele verschiedene Arten interpretiert bzw. übersetzt werden:
„Crom“ oder auch „Cromm“ bedeutet sowohl „gebogen“, „verkrüppelt“ oder „gewunden“. „Cenn“ dahingegen bedeutet „Kopf“.
Cruach kann man dann wieder sowohl als Adjektiv „blutig“ oder „mörderisch“ als auch als Substantiv, dass ja nach Quelle „Schlächter“ oder „Ährenbündel“ oder aber auch „Pfahl“, „Haufen“, „Halde“ oder „Hügel“.
Häufig verwendete Übersetzungen sind „Der blütige Verkrüppelte“, „Kopf des Ährenbündels“ oder „Haupt der Hügel“.

Die Überlieferungen in denen Crom Cruach Opfer dargebracht wurden, im Austausch für Milch und Korn legen nahe, dass er ein Fruchtbarkeitsgott war.
Die Beschreibung seines Bildes als goldene Figur, die von zwölf Steinen oder Bronzefiguren umgeben ist, wurde dahingegen häufig als Sinnbild der Sonne, die von den zwölf Zeichen des Zodiac umgeben war, was Crom zu einer Sonnengottheit machte.

Die frühen Iren opferten ihm ein Drittel ihrer Kinder zu Samhain im Gegenzug f&uumL;r Milch und Getreide und natü,rlich gutes Wetter, das die Fruchtbarkeit von Vieh und Korn sichern sollte.

Crom wurde gefürchtet und man sagte, dass es sogar gefährlich war ihn zu verehren, denn seine Verehrer verendeten oft während ihrer Anbetung.
Außerdem wird gesagt, dass sein Kult von Tigernmas, einem antiken irischen König, eingeführt wurde, doch während der Kulthandlungen einer Samhainnacht töteten er und drei Viertel seiner Anhänger sich selbst.3

Schädelkult

Schädelkult, die Verehrung der Schädel Verstorbener, wobei der Schädel als Sitz der außerordentlichen übernatürlichen Kräfte angesehen wird, deren Träger die Verstorbenen waren.
Hinweise auf eine kultische Behandlung von Kopf und Schädel des Menschen finden sich bereits in der Altsteinzeit. Auch heute eine wichtige Rolle spielt der Schädelkult bei Völkern Melanesiens. In der Religionsgeschichte wurde er vielfach mit dem Brauch verbunden, sich der im Schädel lokalisierten numinosen Kräfte durch rituelles Essen des Hirns zu bemächtigen.

Doch es ist natürlich auch eine Art der Abschreckung gewesen, die sehr gerne im Kampf verwendet wurde. So wurde eben den gefallenen Feinden die Köpfe abgeschlagen und den eigenen Pferden, an den Hals, geh&aml;ngt. Die erbeuteten Waffen übergaben die Sieger ihren Dienern, und obwohl alles blutverschmiert war, wurden die Trophäen unter Hymnen und Siegesgesängen mit sich geführt.
Diese Kriegsbeute wurde dann an die Eingänge der eigenen Häuser genagelt, gerade so, als ob auf der Jagd Wild erlegt wurde.
Die Köpfe der vornehmsten Feinde balsamiere man ein und man bewahrte sie sorgfältig in einer Truhe auf. Wenn die Sieger den eigenen Gastfreunden die Köpfe zeigten, dann brüsten sie sich, dass für diesen Kopf einem ihrer Vorfahren, ihrem Vater oder auch ihnen selbst viel Geld geboten worden sei, sie es aber nicht genommen hätten. Einige von ihnen sollen sogar damit geprahlt haben, dass sie Gold im gleichen Gewicht für den Kopf nicht angenommen hätten.
Damit wurde eine aus heutiger Sicht zwar barbarische Art von edler Gesinnung gezeigt, doch war es damals normal, denn die Beweisstücke der Tapferkeit, welche nicht verkauft wurden zeigten den Respekt gegenüber der eigenen Tat. Außerdem wurden die Trophäen nicht mehr als Wesen gleicher Gattung angesehen, denen man noch nach ihrem Tod feindselig gegenüber sein muss, sondern einfach als Kriegsbeute.
Es ist immer so, dass die jeweils vorherrschenden Moral- und Wertvorstellungen darüber entscheiden, ob und in welcher Art und Weise ein Volk bzw. eine Kultur Schädelkulte zulässt.

Es ist im Grunde logisch, dass es wahrscheinlich kaum ein Volk gab, dass nicht in irgendeiner Form die zeremonielle Einflechtung des menschlichen Kopfes oder Schädels in kultische Rituale oder Gebräuche kannte und auch eine zeitlang praktizierte.
Dabei ist es sehr wichtig Unterscheidungen zu treffen, Unterscheidungen die auf die Beweggründe und Praktiken des jeweiligen Schädel- oder Kopfkultes sich beziehen, z.B. ob er aus religiösen Gründen praktiziert wurde, oder ob er eine kriegerisch motivierte Maßnahme darstellt. Wobei es natürlich auch in kombinierter Form oft vor kam, sodass in diesen Kriegsmaßnahmen eine Art von Ritualisierung steckte.

Ferner ist es wichtig, dass man die Begriffe „Kult“ und „Kultgegenstand“ auseinander hält, da im Schädelkult beispielsweise der Schädel im Zentrum des Kultes stand, und gleichzeitig der Schädel bzw. Schädelteile auch Kultgegenstände waren, wie z.B. Fetische, welche nur ein Mittel für die Durchführung eines Rituals waren.
Letzteres zeigt sich etwa im tibetischen Buddhismus – hier wurden in tantrischen Zeremonien Schädelbecher verwendet um dämonische Gottheiten zu identifizieren, da sie Attribute dieser Gottheiten repräsentieren sollen.

In archäologischen Befunden ist diese Differenzierung allerdings schwer zu treffen.
Wenn man nun etwas weiter gehen will, findet man Beweise, dass es etwa in Ahnenkulten, in deren Zentrum die Anbetung des Schädels steht bzw. bei denen der Schädel durch Aufbewahrung in Beinhäusern einen Sonderstatus erhält, eine große Häufung dieser rituellen Handlungen gab!
Man muss nur an die im Alpenraum lange Zeit üblichen Karner, wie etwa in Hallstatt, wo die Schädel liebevoll bemalt aufeinander geschlichtet wurden denken.
Eine besondere Form der Ahnenverehrung pflegen z.B. die Andamaner, welche auf einer Inselgruppe im Golf von Bengalen leben. Sie tragen den Schädel eines verstorbenen Verwandten an einem Band befestigt am Rü,cken mit sich.

Den Ahnenkulten sehr ähnlich sind Reliquienkulte, wie sie etwa im Mittelalter in Europa verstärkt aufkamen.
Hier sprach man den Gebeinen, von denen man verbissen glaubte, sie würden von Heiligen stammen, heilende und schützende Wirkung zu.
Man hüllte Heiligenhäupter in edle und verzierte Stoffe und verehrte sie als Personifizierung des verstorbenen Würdenträgers. Dabei galt der Schädel als besonders wertvolle Reliquie, da man den Kopf als Hauptsitz der Kräfte sah.

Kopf- oder Schädelkulte nehmen mitunter recht obskure Erscheinungsformen an.
Von Henriette de Cléves etwa wird berichtet, sie hätte den einbalsamierten Kopf ihres Geliebten als Andenken aufbewahrt. Dieser war aufgrund seiner Teilnahme an revolutionären Umtrieben 1574 enthauptet worden.

Zwar aus dem Reich der Legenden, nämlich der alt-isländischen Völsunga-Saga entsprungen, jedoch auch ein eigenartiger Schädelfetisch ist der Kopf des weisen Eruliers, den Sigmund, einer der Wälsungen-Zwillinge, in einer Höhle findet, den er in einer Holzkiste aufbewahrt und der Sigmund prophetische Antworten auf seine Fragen gibt.

Diesen Totenverehrungsriten gegenüber stehen jedoch Trophäenkulte wie die Zurschaustellung der Köpfe von Enthaupteten , die Anfertigung von Schrumpfköpfen der Feinde, wie beispielsweise bei den Dajak auf Borneo oder bei den Jivaro in Südamerika , oder das Verspeisen des Gehirns, wie es von anthropophagen Kulturen berichtet wird.

Von den nordindischen Nagas, welche die Kopfjagd bis in die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts pflegten, wird berichtet, dass die jungen Männer erst dann als erwachsen galten, wenn sie den Kopf eines getöteten Feindes vorweisen konnten.
Insofern galt die Kopfjagd als eine Art des Initiationsritus.
Die erbeuteten Köpfe wurden anschließend auf Bambusstangen gespießt und an Bäume gelehnt, damit die Weichteile besser verwesen konnten. Es wurden häufig auch Bambusspießchen in die Augen der Köpfe gesteckt und manche erhielten sogar noch einen Kopfschmuck aus Hörnern oder Grasbüscheln aufgesetzt.
Wenn die Köpfe verwest waren, wurden sie zur weiteren Aufbewahrung in die Wohnhäuser gebracht.

Zur Enthauptung ist generell zu sagen, dass diese bis in die jüngere Neuzeit übliche Form der Todesstrafe sich möglicherweise aus dem Tier- bzw. Menschenopfer herauskristallisiert hat.
Insofern besitzt sie auch eine Art Ritualcharakter – sie ist die eindrucksvollste Disziplin der Todesstrafe, welche seit der Antike als Bestrafung von Kapitalverbrechen galt .
Natürlich ist mit der Enthauptung das Präsentieren des abgeschlagenen Kopfes immer verbunden, was zu dem Kult einfach dazuzählt. Dies gilt für den Mythos genauso wie in der historischen Wirklichkeit politisch-juridischer, militärischer oder kultisch-religiöser Zusammenhänge.
Indem der Kopf vom Rumpf getrennt wird, geht die organische Einheit des lebendigen Körpers verloren, und der Kopf, in dem vor dem Schnitt zugleich alles enthalten war, was man sich vorstellen konnte, ging vollständig in der Funktion des Wunsche auf.

Die Enthauptung an sich war eine Strafe um schwere Vergehen, wie etwa Hochverrat öffentlichkeitswirksam zu rächen, zum anderen ist sie ein Machtmittel, das etwa in Kriegszeiten immer wieder angewendet wird um unterlegene Gegner zu vernichten und als Personen auszulöschen.
Erst wenn der unversehrte Körper oder Leichnam durch das Abtrennen des Kopfes, in dem der Geist des Opfers weilt, quasi entehrt wurde, wurde auch die betreffende Person als solches vernichtet.
Solange dies nicht geschieht, könnte der Tote an seine Leichenstätte zurückkehren und die Lebenden heimsuchen – insofern bemächtigt sich der Sieger seines unterlegenen Feindes durch Schändung dessen Integrität.
Wahrscheinlich liegt in diesem Ursprung auch der Aberglaube begraben, dass sich gewisse Vampire und Dämonen nur durch Enthaupten auslöschen lassen, was sich heutzutage im Horrorgenre wiederspiegelt.

Einen besonderen Augenmerk bekommt die Selbstenthauptung, wie sie aus indischen Höhlentempeln bekannt ist. Es ist zwar schwer vorzustellen, dass dieses Unterfangen überhaupt möglich ist, doch gibt es Fakten, die dies beweisen.

Wenn man nun den Begriff Schädelkult sehr weitläufig fächert, dann muss mann natürlich auch die Weiterverarbeitung von Teilen des Schädels zu Artefakten oder Arzneien hinzurechnen.
Bekannt sind z.B. Trinkschalen aus Schädelkalotten, wie sie von der Steinzeit bis in die Neuzeit herauf in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen zu finden sind. Auf solche Trinkgefäße trifft man meist im Kontext von religiösen Riten – vom tibetischen Buddhismus, über das Christentum zum Satanskult.
Apotheker-Ordnungen des 16. – 18. Jahrhunderts verweisen auf eine Verwendung von Teilen der Hirnschale für diverse Arzneien, was den Gedanken nahe legt, dass dem Schädel auch außerhalb des Reliquienkultes heilende Wirkung zugesprochen wurde.

Ob man Schädeltrepanationen auch noch als kultische Handlungen bezeichnen könnte, ist fraglich. Sie haben einerseits medizinische Gründe, zum anderen ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch rituelle Gründe zu diesen Trepanationen geführt habe, z.B. um einen bösen Geist aus dem Schädel schlüpfen zu lassen.
Fest steht, dass die Öffnung des Schädels am lebenden Menschen seit dem Neolithikum bekannt ist und aus Beobachtungen bei Naturvölkern wie etwa den Kisii weiß man, dass ein relativ großer Heilungserfolg besteht.
Es gibt auch Belege, dass aus den Trepanationsscheiben mitunter Amulette hergestellt wurden, z.B. das urnenfelder zeitliche Schädelamulett aus der Lupberghöhle in der Oberpfalz, das seinerseits mit 64 Lochungen versehen ist, oder eine dreifach gelochte Trepanationsscheibe aus Büchenbach .

Der keltische Schädelkult:

Sehr gute Untersuchungen gibt es inzwischen zum Schädelkult der Kelten:
Sehr bekannt sind z.B. Heiligtümer wie Gournay-sur-Aronde, Ribemont-sur-Ancre, Roquepertuse, Entremont.
In ihnen wurden zum einen Menschen in religiösen Zeremonien den Göttern geopfert, zum anderen wurden dort auch die Köpfe ganzer Gruppen von getöteten Feinden ausgestellt.

Das Heilgtum von Gournay-sur-Aronde (nordöstlich von Paris, Frankreich):

Das Heiligtum war von einem Graben und Palisaden umgeben, die mit Menschen- und Tierschädeln geschmückt waren.
Innerhalb dieser Anlage befanden sich diverse Opfergruben, in denen sich die Reste von verzehrten Opfertieren erhalten haben.
Neben der Opferung von Waffen und Tieren wurden aber auch Menschen geopfert.
Die in der Anlage aufgefundenen menschlichen Skelettreste wiesen Spuren von Enthauptungen auf. Bei den abgetrennten Schädeln wurde das Hinterhauptloch jeweils erweitert um Gehirn und Weichteile zu entfernen. Anschließend wurden die Schädel zur Schau gestellt und teilweise auch in der Nähe des Eingangs aufgehängt.

Quelle: http://www.morrigann.de/mythologie/kult/kultus.htm

Gruß an die Ahnen

TA KI

Germanische und keltische Feste


 

 

Die Fruchtbarkeit und die Jahreszeiten spielten dabei eine zentrale Rolle

 

Januar = Hartung – Perchtenfest
Das neue Jahr wird mit einem Umzug begrüßt. Dabei ziehen 12 hässliche (das alte Jahr) und 12 schöne (das neue Jahr) Perchten mit. Die christliche Ausgabe davon sind die drei Königsumzüge. Diese sind allerdings auch rein heidnisch, denn damit sind die drei Schöpfungsgötter Odin, Hönir und Loki gemeint.
Mittwinteropferfest: Zu Ehren Thors – Mitte Januar; Thor kämpfte zu dieser Jahreszeit mit den Eis/Frostriesen (Eisheiligen).

Januar = Hartung – Fröblot
Dieses Fest ist hauptsächlich Frey, dem Licht und Fruchtbarkeitsgott gewidmet. Bei diesem Fest wird eine Puppe aus Stroh oder Heu auf einem Berg angezündet. Sie symbolisiert den Winter. Das Vieh wird mit Hasel und Birkenzweigen berührt, um fruchtbarer zu werden.  
Fastnacht:
Vollmond nach dem 03.01. – hier wird das Ende des Eises gefeiert. Es war im Allgemeinen üblich, sich zu diesem Fest mit einer Tiermaske zu verkleiden.

Februar = Hornung
Disenopfertag: Vor allem in Schweden – Verehrung der Ahnen & Naturgottheiten (höhere Wesen) und ihrer Herrscherin Freyja in der ersten Februarwoche.
Frühlings Tag und Nacht gleiche: 20.2.

März = Lenzing – Sigrblot
Dieses Fest wurde rund drei Tage gefeiert. Es ist gleich mit dem christlichen Ostern. Die Tage sind nun länger als die Nächte.
Feier der Jugend: Göttin Iduna wurde gegen der 3. Märzwoche ein Fest veranstaltet.
Frühlingsbeginn: Im März (Tag ungenau) findet die Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus statt. Ihr zuliebe gab es auch einen Umzug (Karneval), der mit einem geschmückten Wagen, sowie einem Abbild Ihrer stattfand. Dieses Fest zu Ehren Nerthus sollte für eine ertragreiche Ernte im nächsten Jahr sorgen.
Ostern: Zum 20.03. hin wurde Ostara, die Göttin der Fruchtbarkeit, mit verschiedenen Opferritualen verehrt. Als Fruchtbarkeitssymbole zu diesem Fest, galten insbesondere Eier und Kaninchen. Die Eier wurden oftmals bemalt und vergraben. Das Wiederauffinden dieser, durch nahestehende Personen, sollte für einen reichen Kindersegen im folgendem Jahr sorgen. Die Kaninchen wurde verbrannt oder verspeist. Im 19. Jahrhundert kam der Brauch zum heutigen Ostern wieder auf.

April = Wandelmond
Dieses Fest hängt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mit dem vorausgegangenen Sigrblot zusammen. An diesem Tag war es üblich, mit anderen Scherze zu treiben.
Begrüßung des Sommers: In der ersten Aprilhälfte wurden besonders der Alben und ihrem Herrscher Frey gedacht.
Walpurgisnacht: 30.04. (Beltane), den Namen Walpurgisnacht verdankt das keltische Beltane eigentlich der germanischen Göttin Walpurga, der Großen Göttin, für die es viele Bezeichnungen gibt. Die Hexen feierten in der Nacht zum 1. Mai traditionell die Heilige Hochzeit zwischen der Großen Göttin und ihrem Gefährten, die dadurch für fruchtbare Felder, Kindersegen und reichlich Jungvieh sorgten.

Mai = Hohe Maien – blota i moti sumri
Gefeiert wird hier die Vereinigung von Odin mit der Göttin Frigg. Es ist das Fruchtbarkeitsfest. Es fanden Jungfernversteigerungen statt, wo sich die jungen Männer ihre Braut ersteigern konnten. Natürlich mussten die Mädchen nicht teilnehmen – alles auf freiwilliger Basis. Junge Paare wälzten sich nackt im Tau auf der Wiese, um die Fruchtbarkeit der Natur auf sich zu übertragen.

Juni = Brachet – blota at midhjum sumri
Sommersonnenwende: Zum Mittsommer am 21.06. wurden Sunna und Baldur im Juni zu den Feierlichkeiten der Tag- und Nachtgleiche geehrt. Die Sonne (Baldr) befindet sich auf ihrem Höhepunkt, um danach zu „sterben“. Er wird von Loki, dem Gott der Lügen und des Feuers, mit einer Mistel umgebracht. Es wurden Teiche und Brunnen geschmückt, zu Ehren der Göttin des Wassers und der Weisheit, Saga.

Juli = Heuert
Leinenernte: 2. Vollmond nach Mittsommer (12. Ernting), hier wird der Erfolg der begonnenen Ernte gefeiert.
Getreide Feste: Zu Ehren Freys, Sif und Thors wurden zum August hin Feste an den Abenden zur Getreideernte ausgelegt.

August = Ernting – Hörmeitidr
Thor wird gerufen, um gutes Wetter zu bekommen, damit die Ernte nicht vernichtet wird.

September = Scheiding – Haustblot
Herbstopferfest (Tag und Nacht gleiche): Es wurde ursprünglich der Beginn der Jagd gefeiert (23.09).
Erntedankfest: Eines der wenigen germanischen Feste, dessen Bedeutung bis in unsere Zeit noch nicht verloren ist. Es findet im September (30.09.) nach dem Einholen der Ernte statt. Verehrung von Thor, Sif und Frey. Wird 3 Tage lang gefeiert. Den Göttern wird dabei für die Ernte gedankt. Baldr sinkt in die Unterwelt Hel (die Tage werden kürzer). Als Opfer wird der letzte Apfel am Baum hängen gelassen. Außerdem wird ein Eber geopfert und Wodelsbier gebraut. Aus den letzten Korngarben auf dem Feld wird ein Kranz geflochten.

Oktober = Gilbart
Samhain / Halloween: Samhain findet in der Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November statt. Es ist ein Totenfest, an dem man den Ahnen gedenkt. Zu Samhain öffnet sich die Unterwelt und die Geister der Ahnen erwachen.
Zweites Disenopferfest: 14.-15. Oktober. Zu diesem Herbstfest wird den Wesen der Natur, den Elfen und Disen für eine erfolgreich Ernte im nächstem Jahr, Kinderwunsch und ein friedliches Jahr geopfert. Der 14.10. galt besonders den eigenen Ahnen.

November = Neblung – blota i moti vetri
Allerheiligen: 01.11.(Samhain / Halloween)
Winteranfang. Die Germanen dachten damals, dass die Natur stirbt. Deshalb wird den Ahnen, Göttern und den Toten gedacht, indem sie Opfer brachten. Sie schmückten die Gräber mit Getreide, Nüssen und anderen Sachen. Es wurden keine menschlichen Opfer gebracht, hingegen aller Behauptungen. Die Krieger in Walhalla wurden gerufen, um in der bevorstehenden Götterdämmerung (Kampf der Götter mit den Riesen) auf Seiten der Götter zu kämpfen. Walhalla war so eine Art Himmel für die nordischen Kulturen (besonders der Kelten), in die alle im Kampf gefallenen Krieger kamen. „Normal“ gestorbene Männer kamen in die Hel.

Dezember = Julmond – Sonarblot
Zu diesem Zeitpunkt muss alle Arbeit für dieses Jahr getan sein. Anschließend werden 12 Nächte durchgefeiert, wobei jede Nacht für einen Monat steht. Im Kampf gegen die Riesen verlieren außer Vidar und Vali alle Götter ihr Leben. Diese rächen ihren Vater (Odin) und zeugen einen neuen Gott, der als Reinkarnation von Odin bzw. Baldr angesehen wird. Das Licht siegt über die Dunkelheit und neues Leben wird entstehen.

Julfest /Wintersonnenwende: Ende Dezember (21.- 22.12.) / erste Januar Woche. Jul bedeutet soviel wie Sonnenrad / Besprechung mit den Toten. Einige im Norden gepflegte Weihnachtsbräuche haben ihren Ursprung in dem Julfest – z.B. das Verbrennen des Julblockes am Herdfeuer oder das zauberkräftige Julbrot. In Schweden gibt es heute noch den Julklapp, ein Geschenk das heimlich vorbereitet und anschließend mit einem lautem Schrei in die Stube geworfen wird. Während der Jultage wurden auch die Juleide ( Eidsbruderschaften, Gemeinschaftsbindungen und Militärische Bündnisse) neu geschworen, damit sie auch im neuen Jahr Bestand hatten. Im Allgemeinen wurden Frey und Odin sehr verehrt. Der letzte Tag des Julfestes jedoch war der Frigg oder Freyja gewidmet.

Diese beiden wichtigen Daten im Jahr geht man seit Ur-Zeiten mit den sogenannten Sonnenwendfeiern an. Die Sonnenwendfeier gilt heute vor allem als altgermanisches Volksfest, da sie in Mitteleuropa bis zur Neuzeit sehr beliebt war. Neben den Germanen gelten auch die Kelten und Slawen als eifrige Sonnenwendfeierer. Im Laufe der Christianisierung Europas wurden die Kulte um die Sonnenwende von kirchlicher Seite bekämpft und verboten.

Doch der Sonnenwendkult war im Bewusstsein der Menschen so stark verankert, dass man ihn nicht auslöschen konnte. Deshalb drückte die Kirche der Sonnenwendfeier einen christlichen Stempel auf. Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest Johannis des Täufers auf die Sommersonnenwende gelegt und in das Johannisfest umbenannt.
Der mit der Sommersonnenwende verbundene Brauch des Sonnenfeuers wurde zum Johannisfeuer. Auch für die Wintersonnenwende wusste die Kirche ein Ersatz zu finden. So wurde aus dem germanischen Julfest das christliche Weihnachtsfest mit dem kleinen Jesus in der Krippe. Diese Idee kam den Kirchenfürsten um das 4. Jahrhundert.
Das germanische Jul war also am Tag der Wintersonnenwende.
Rauhenächte 
Darauf folgten die 12 Rauhenächte. Mit dem Julfest haben die Germanen das vollendete Sonnenjahr gefeiert. Das Sonnenjahr geht von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch das Mondjahr hatte bei den Germanen auch eine große Bedeutung. Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage. So ergab sich für die Germanen eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhenächte. Diese 12 Rauhenächte liegen somit sprichwörtlich „zwischen den Jahren“ und sind gewissermaßen zeitlos.

Für die Germanen hatten die 12 Rauhenächte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die Träume in diesen Nächten Aufschluss darüber geben, was passieren wird. Es wurden in diesen Nächten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten. Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten. Es heißt, dass in den Rauhenächten die Seelen der Verstorbenen als wilde Horde, angeführt von Odin, durch die Luft brausen. Mit dem zu Jul entzündeten Räucherwerk wollte man die verstorbenen Seelen vom Heim fernhalten. Es wird allgemein angenommen, dass vom Rauch dieses Räucherwerkes der Name Rauhenächte abgeleitet wurde.

Frau Holle, ist wahrscheinlich mit die germanischen Freyja, manche vermuten Hel, gleichzusetzen, sie gilt als Schutzpatronin in diesen Tagen. Frau Holle mag es nicht, wenn jemand faul und unnütz in den Tag hinein lebt, doch in diesen 11 Tagen und 12 Nächten möchte sie, dass der Mensch sich ausruht und sich auf sein inneres Wesen besinnt. Zu Jul soll er deshalb alle Gedanken und Verhaltensweisen, die nicht zu ihm gehören, fallen lassen. Symbolisch heißt es, dass diese fremden Eigenschaften von Odins wildem Geisterheer der 12 Rauhenächte aufgenommen und für immer fortgetragen werden. Des weiteren sollen die Menschen in diesen Tagen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und sich auf das Folgende vorbereiten und sich für dieses auch gute Vorsätze machen.
Die Kirche hat die 12 germanischen Rauhenächte in ihrem Weihnachtsfest übernommen. Daher folgt auf die 12 Nächte nach dem ersten christlichen Weihnachtstag am 25. Dezember, der 6.Januar als Dreikönigstag. Dieser ist nach den drei Magiern aus dem Morgenland benannt, welche dem Stern von Bethlehem folgten und so das Jesuskind fanden. Die Kirche verlegte also das Fest drei Tage nach vorne. Da der Beginn der 12 Rauhenächte seit Ur-Zeiten immer die erste Nacht nach der Wintersonnenwende war, hatten neben den Germanen auch Völker, wie die Inder, Iraner, Griechen und Römer dieses alte Datum.

Thing: Im Februar, zu Beginn des Frühjahres, hauptsächlich aber im Sommer abgehaltenes Gericht während des Julis. In Island wurde es auch schon im Juni, vor oder nach Einholen der Ernte, abgehalten. Tyr wird in dieser Zeit sehr verehrt.

Wochentage

Montag:       Tag des Mondes – Mani (Mond).
Dienstag:     (Schwedisch Tisdag – English Tiwesdeag) – Tag des Tyr.
Mittwoch:     (Schwedisch Onsdag – English Wednesday) – Tag des Wodan / Odin.
Donnerstag: Thor/Donarstag – English Thursday – Tag des Thor.
Freitag:         (English Friday ) – Tag von Freyja oder Frigg.
Samstag:      dän.:Lördag, altnordisch/Norwegisch:Laugadag bedeutet „Laugentag“= Badetag
Sonntag:       Tag der Sunna/Sol (Sonne).

Quellen:
http://www.sagengestalten.de/lex/germ_A.html   von A – Z
http://www.odinownsyouall.de
http://home.freiepresse.de/freis/feste.htm
http://www.berserks.de/Wikinger/wikingerkalender.htm
Germanische Göttersagen – Reclam Verlag – Reiner Tetzner
Die Enzyklopädie der Mythologie – Edition XXL GmbH – Arthur Cotterell
Bildatlas der Weltkulturen “ Die Wikinger“ – Bechtermünz Verlag – J. Graham- Campbell
Mythen der Welt “ Mythologie der Wikinger“ – Athenaion Verlag – Morgan J. Roberts
Runen-Welten – Schirner Verlag – Igor Warneck
Die Edda – Bechtermünz Verlag – Manfred Stange
Die Edda – Eugen Diederichs Verlag – Manfred Günther

Quelle: http://www.berel-am-ries.de/seiten/Chronik/Forschungen-bis-808-nChr/germanische-feste.htm

Gruß an die Ahnen

TA KI