Psychische Erkrankungen durch Spiritualität?


Wie entsteht Identität? Die Gefangenschaft im Seelenlabyrinth einer psychischen Erkrankung und der schizophrene Zusammenbruch des Ich wirft diese Frage unausweichlich auf. Die schizoaffektive Psychose ist eine Mischung aus zwei relativ häufigen Krankheitsbildern der Psychiatrie: In ihr vereinen sich sowohl Symptome der Schizophrenie als auch der bipolaren Störung.

Eine eindeutige, differenzierte Definition dieser Symptome, die die Psychiatrie für sich als „Krankheitsbild“ ersonnen hat, ist bis heute nicht gelungen. Susan Otto, die Autorin des Buches „Schizoaffektiv – überbordende Innenwelten“, stellte sich 15 Jahre nach Diagnosestellung die Frage, ob die als wesensfremd empfundenen Gedankeninhalte während einer Wahnvorstellung wirklich nur durch ein Ungleichgewicht der Botenstoffkonzentration entstehen oder ob es nicht viel wahrscheinlicher ist, dass die Gedankenwelt bruchstückhaft ein „Bedeutungserlebnis“ darstellt. In ihrer Psychose erfährt sie, dass eine Symbolik, an der sie jahrelang gedanklich festhielt und die vorher rein geistiger Natur war, also als „Idee“ vorlag, Jahre später Gestalt annimmt und ein zweites Mal mit einer durchschlagenden Kraft in ihr Leben tritt und schließlich zu einer Persönlichkeitsveränderung führt. Für sie ist es der Beweis, dass Konzentration dazu führt, dass Ideen lebendig werden und dass man sich durch die Kraft der Gedanken seine eigene Wirklichkeit schafft. Susan hat selbst mindestens viermal den positiv und negativ gepolten Zusammenbruch und den Wiederaufbau ihrer Identität erlebt und war innerhalb von 6 Jahren mehr als zwanzig Mal in stationärer und teilstationärer psychiatrischer Behandlung. Sie geht davon aus, dass sie sich ihre „Erkrankung“ selbst durch schwarzmagische Rituale, die sie während ihrer Jugend über mehrere Jahre -damals noch nichts von Ursache-Wirkung wissend- herangezogen hat. Später erhielt sie die Bestätigung ihrer Annahme durch Literatur aus dem Bereich „Okkultismus“ sowie „Exorzismus und Besessenheit“. Immer mehr Menschen, die aufgrund einer Persönlichkeitsveränderung einer psychiatrischen Therapie ausgesetzt sind, kommen unabhängig von anderen Betroffenen zu dem Resümee, dass ihr Leiden einen von der Psychiatrie unbeachteten Nebeneffekt hat, nämlich die Erweiterung von Bewußtseinsräumen, die Fähigkeit zur außersinnlichen Wahrnehmung, sowie Verbundenheitserfahrungen, die in der Physik als Verschränkungskorrelation bekannt sind. Das Besondere an Susann Ottos Buch ist, dass sie sowohl hoch authentisch ihre persönlichen Erfahrungen schildert , als auch einen fundierten Überblick über die Forschungsansätze in der Psychiatrie gibt. Literatur von Susan Otto: “Schitzoaffektiv – Überbordende Innenwelten”

Gruß an die Nachdenklichen
TA KI
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Der gesteuerte Mensch: Toxoplasma Gondii – die unterschätzte Gefahr


Ein gefährlicher Parasit ist in der Lage die Blut-Hirnschranke zu überwinden. Mit einem tückischem Kniff gelingt es den superschlauen Parasiten der Gattung Toxoplasma Gondii in das Gehirn von Menschen vorzudringen.

Liebe Freunde,

wie Forscher der Universität von Stockholm unter der Leitung von Professor Antonio Barragan nun nachweisen konnten, nützt der Parasit die dritische Zellen des Immunsystems, deren Steuerung sie übernehmen, um die Gehirn-Blutschranke zu passieren. Die gekaperten Zellen nisten sich danach im zentralen Nervensystem ein und sind wohl auch in der Lage Teile der Gehirnsteuerung zu übernehmen.

Noch nicht vollständig erforscht ist bisher, ob dabei die Ausschaltung der GABAergen Synapsen als Ursache für diesen Prozess zu betrachten sind. Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist inzwischen an der Aufklärung dieser Vorgänge mit einem Forschungsvorhaben in Magdeburg beteiligt.

Am 30. April 2018 veröffentlichte Focus online ein Video über die „Meister der Tarnung kann Persönlichkeit verändern: Parasit befällt unbemerkt jeden dritten Deutschen“

Etwa eine Woche zuvor, also am 19. April 2018, strahlte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) einen Bericht über dieses sehr unerfreuliche Thema aus. Unter „Toxoplasmose – Auswirkungen der Erkrankung“ werden wir über Hintergründe dieser Parasiten aufgeklärt.
Der Parasit Toxoplasma gondii kann infizierte Mäuse auf unheimliche Weise fremdsteuern. Von ihm befallen finden die kleinen Nager plötzlich den Geruch von Katzenurin faszinierend und verlieren so die Angst vor ihrem Fressfeind. Toxoplasma befällt auch Menschen. Ist er in der Lage unser Verhalten ebenfalls beeinflussen?“

Die ersten Antworten erfahren wir über den wissenschaftlichen Hintergrund.

Es ist der am weitesten verbreitete Parasit der Welt – Toxoplasma gondii. Jeder dritte Mensch ist mit ihm infiziert. Seine Hauptwirte sind Katzen – und nur in ihnen kann er sich vermehren. Andere Tiere wie Mäuse, Vögel, aber auch Menschen, werden nur als Vehikel benutzt, um von einer Katze zur nächsten zu gelangen.

Wie der Parasit etwa eine Maus zum Zwischenwirt umfunktioniert, das ist schon gespenstisch. Da Mäuse naturgemäß Angst vor Katzen haben, wendet der Parasit einen Trick an, um zum Ziel zu gelangen. Einmal im Körper des Wirtes angelangt, verschanzt er sich in der Leber und im Gehirn seines Opfers, um von dort seinen Terrorfeldzug anzutreten. Infizierte Mäuse fühlen sich nahezu magisch angezogen von Katzen, fliehen vor ihrem Fressfeind nicht, sondern laufen ihm direkt in die Arme. Die britische Parasitologin Joanne Webster konnte dieses Verhalten in einer Studie auch im Labor nachweisen.

Der Parasit programmiert seine Wirte auf Selbstmord.

Höherer Infektionsrate bei Schizophrenie-Patienten

Als ein weiterer Hinweis auf den Einfluss des Parasiten auf unser Bewusstsein könnten die in Kooperation von der Ruhruniversität in Bochum und der Universität Monastir in Tunesien durchgeführten Forschungen aufzeigen.

Studien ergaben, dass die Rate der IgG-Antikörper bei den Schizophrenie-Patienten 74,8% im Vergleich zu 53,8% in den Kontrollen betrug. Das bedeutet, dass Patienten mit Schizophrenie einen signifikant höheren Mittelwert von T. gondii Antikörpern im Vergleich zu Kontrollgruppen hatten.

Man vermutet, dass diese Ergebnisse auf eine höhere Schwere der klinischen Symptome bei männlichen Patienten mit Schizophrenie hindeuten. Diese Studie liefert darüber hinaus weitere Beweise für die Hypothese, dass die Exposition gegenüber Toxoplasma ein Risikofaktor für Schizophrenie sein könnte.

Freude als Waffe – Jeden Tag eine große Freude

Erstaunlicherweise sind in der bereits von mir mehrfach erwähnten Syrischen Steppenraute genau diejenigen Wirkstoffe (beta-Carboline) enthalten, die ihre Anti-Toxoplasma-Wirkungen bei einer Toxoplasmose entfalteten. In einer aufsehenerregenden Studie wurde erstmals festgestellt, dass Patienten, die an einer Toxoplasmose erkrankt waren, durch die beta-Carboline der Steppenraute geheilt wurden.

Ich möchte noch einmal in Erinnerung rufen, dass es sich bei einer Toxoplasmose um eine ganz besondere Krankheit handelt. Bei dieser Krankheit sind die Betroffenen von einem Protozoon befallen, den man aufgrund des Spektrums an Symptomen, das er auszulösen vermag, als „Verstandesparasiten“ bezeichnen kann.

Heute gehe ich fest davon aus, dass die eigentliche therapeutische Wirkung der Steppenraute, dadurch zustande kommt, dass ihre beta-Carboline im menschlichen Körper dafür sorgen, das körpereigene DMT, zu produzieren bzw. zu aktivieren. Meiner Ansicht nach werden die Parasiten durch die Ekstase, die im Zusammenhang mit der – durch die Wirkstoffe der Steppenraute ausgelösten – bewusstseinserweiternden Wirkung erlebt wird, aus dem befallenen Körper getrieben.

Ganz offensichtlich wird den Parasiten durch unsere bewusstseinserweiterten Zustände und die mit ihnen verbundene Freude ihre Existenzgrundlage entzogen. Offenbar meiden Toxoplasma gondii-Parasiten unsere Freude und höhere Bewusstseinszustände wie der Teufel das Weihwasser.

Liebe Freunde,

wir können durch unsere Geisteshaltung und unsere Gefühle von Freude mindestens das gleiche erreichen wie mit der Einnahme der Substanzen wie der Steppenraute. Ich bin davon überzeugt, dass bereits wenige Minuten der Freude pro Tag ausreichen können, sich vor möglichen Geistes-Parasiten zu schützen, oder sie aus unserem Körper zu verbannen oder zumindest in Schach zu halten. Hierdurch würden wir zusätzlich noch unsere Zirbeldrüsenfunktionen unterstützen und somit auch unser Bewusstsein erweitern, um einen umfassenderen Überblick „dem was ist“ zu erhalten.

Me Agape

Euer Dieter Broers

(…)

Quelle

Gruß an die Wissenden

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TA KI

Wenn Psychopillen das Gehirn schrumpfen lassen


Mittel gegen Schizophrenie haben offenbar schwerere Nebenwirkungen als lange angenommen. In einem Fachartikel äußern Psychiater nun ihre Besorgnis. Wann tragen die Leitlinien den Risiken Rechnung?

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Wenn Patienten mit einer Schizophrenie – sogar gegen ärztlichen Rat – nach rund einem Jahr ihre antipsychotischen Medikamente absetzen, nimmt ihre Erkrankung in den folgenden zwanzig Jahren – und damit ihr Leben – vermutlich einen deutlich besseren Verlauf, als wenn sie weiter die verordneten Neuroleptika erhalten. Das förderte eine der wichtigsten Langzeitbeobachtungen von Psychosekranken, die Chicago-Studie, im vergangenen Jahr zutage. Es sind solche und zahlreiche weitere Beobachtungen, die die jahrzehntelange Behandlungspraxis bei Schizophrenie mit Neuroleptika fragwürdig erscheinen lassen. Und es sind solche Studienergebnisse, die Psychiater wie Volkmar Aderhold von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und Stefan Weinmann vom Vivantes-Klinikum in Berlin-Kreuzberg dazu veranlassen, die hierzulande weitverbreitete Verschreibungspraxis zu kritisieren und dringend eine längst überfällige Neufassung der Behandlungsleitlinien zu fordern.

Immerhin gehen auch bei der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) die Bedenken inzwischen so weit, dass die wichtigste deutsche Fachvereinigung für Psychiater ein äußerst heikles und wenig geliebtes Thema unlängst auf ihrem Jahreskongress in Berlin ins Programm aufnahm: die sich immer mehr erhärtende Befürchtung, dass die auch als Antipsychotika bezeichneten Neuroleptika bei Menschen mit einer Schizophrenie zur Hirnatrophie, also zu einer Verminderung der Gehirnsubstanz, beitragen. Aderhold, Mitarbeiter am Institut für Sozialpsychiatrie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald, hat dazu einen beunruhigenden Beitrag mit dem Titel „Frontale Hirnvolumenminderung durch Antipsychotika?“ für den „Nervenarzt“ geschrieben. Es gibt den Artikel online bereits seit dem Frühjahr 2014, abgedruckt hat ihn die Redaktion der Fachzeitschrift allerdings noch nicht (http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00115-014- 4027-5).

Die Sichtung der bisher zu dieser Frage veröffentlichten Fachliteratur lässt erkennen, dass Dauer und Dosis einer Antipsychotikatherapie mit einer erkennbaren Volumenminderung an Hirnsubstanz in Beziehung stehen. Zwar wurde immer wieder zur Entlastung der Medikamente angeführt, dass bereits eine schizophrene Erkrankung als solche mit einem gegenüber psychisch gesunden Vergleichspersonen verminderten Gehirnvolumen einhergehe. Aber das erklärt nicht alles, wie man inzwischen weiß: „Es gibt deutliche Hinweise, dass diese Substanzen einen eigenen volumenmindernden Effekt haben, vor allem im Bereich des Vorderhirns“, hält Aderhold fest. Diese Schlussfolgerungen gehen nicht zuletzt auf die Iowa Longitudinal Study zurück, deren Auswertung die psychiatrische Fachwelt im Jahr 2011 nachhaltig alarmierte. Seither sind etliche bestätigende Befunde hinzugekommen. Nicht nur die Tatsache, dass manche Patienten mit Verringerung der Dosis und Absetzen der Medikamente besser fahren als mit Fortführung der Therapie, gehört dazu. Es mehren sich überdies die Hinweise, dass mit der Hirnvolumenminderung offensichtlich kognitive Fähigkeiten verlorengehen: Die Betroffenen zeigen in entsprechenden Tests eine schlechtere Orientierung, Defizite bei verbalen Aufgaben, nachlassende Aufmerksamkeit und ein geringeres Abstraktionsvermögen. Erst vor kurzem haben die Finnen die Erkenntnisse aus der amerikanischen Iowa-Studie in einer Langzeitbeobachtung von neun Jahren bestätigt und zudem zeigen können, dass es einen Dosiseffekt gibt: Je höher die verabreichte Menge an Antipsychotika, desto gravierender die kognitiven Einbußen („Schizophrenia Research“, Bd. 158, S. 134).

Konsequent überdenken

Aderhold fordert deshalb in einem gut fünfzig Seiten umfassenden, programmatischen Aufsatz (http://dgsp-ev.de/neuroleptikadebatte), den Einsatz von antipsychotischen Medikamenten viel konsequenter als bisher zu überdenken und die Dosis so gering wie möglich zu halten – und zwar ausnahmslos für alle Antipsychotika, nicht nur für diejenigen der sogenannten zweiten Generation. Letztere werden von manchen als Atypika bezeichnet und wurden vor rund zwanzig Jahren in Stellung gebracht, um den seinerzeit nicht mehr zu leugnenden Nebenwirkungen der frühen Neuroleptika-Ära zu entgehen. Substanzen wie Haloperidol, Flupentixol, Perazin und andere Neuroleptika der ersten Generation ziehen mitunter schwere und in der überwiegenden Mehrzahl nicht mehr beeinflussbare Spätdyskinesien nach sich. Diese äußern sich in unwillkürlichen Zuckungen, Tics und auffälligen Bewegungsanomalien an der Zunge, im Gesicht sowie im Bereich von Hals- und Rumpfmuskeln. Sie können ein solches Ausmaß annehmen, dass die Betroffenen allein deswegen schon stigmatisiert werden. Es wird geschätzt, dass weltweit bis zu 86 Millionen Menschen an diesen Folgen psychiatrischer Medikation leiden. Entgegen früher geäußerter Hoffnungen ließ sich bislang nicht überzeugend nachweisen, dass die neueren Substanzen der zweiten Generation wie Clozapin, Risperidon, Olanzapin oder Quetiapin in Bezug auf ihr Nebenwirkungspotential eine bessere Bilanz aufweisen, letztlich auch nicht, was die Hirnvolumenminderung angeht.

Die Überarbeitung der DGPPN-Leitlinien zur Schizophrenie und zum Einsatz von Antipsychotika ist seit 2009 überfällig. Die alten Empfehlungen gehen vor allem noch von überhöhten Dosierungen aus, die insbesondere angesichts der aktuellen Studienlage überdacht gehören. Die niedrigstmögliche Dosis ist dabei viel geringer, als im Praxisalltag berücksichtigt wird. „Täglich sehe ich problematisches Verschreibungsverhalten: zu lange, zu hohe Dosen von Neuroleptika. Fälschlich als Rückfälle gedeutete Nebenwirkungen führen oft dazu, dass die Medikamente nicht mehr reduziert oder abgesetzt werden“, beschreibt Stefan Weinmann, einer der Mitautoren des Beitrags im „Nervenarzt“, den Teufelskreis, aus dem viele der Kranken nicht mehr herauskommen. Der Psychiater und Gesundheitswissenschaftler erklärt: „Es ist auch für die Therapeuten viel einfacher, alles auf die Erkrankung zu schieben. Schwer psychisch Kranke haben keine gute Lobby, und oft denken sie dann selbst nach einer gewissen Zeit, alles gehe auf ihre Erkrankung zurück. Die Chronifizierung durch Psychopharmaka wird so häufig übersehen.“ Dabei lassen verlässlich konzipierte Studien immer deutlicher erkennen, wie gut frühe, flexible Dosisreduktionen und ein ärztlich überwachtes Absetzen der Antipsychotika den Patienten tun. So zeigte unlängst eine wichtige Untersuchung einmal mehr, dass dann doppelt so viele der Erkrankten ihren Alltag wieder selbständig bewältigten, als wenn die Medikation fortgeführt wurde („Jama Psychiatry“, Bd. 70 (9), S. 913). Das offenbarte sich zwar erst nach etlichen Jahren, aber: „Es kommt schließlich nicht darauf an, kurzfristig Symptome zu unterdrücken, sondern dass diese Menschen langfristig ihren Alltag meistern“, betont Weinmann.

Viel zu hohe Dosierung

Besonders tragisch wirkt sich aus, dass nicht nur zu Beginn der Therapie bereits eine viel zu hohe Dosierung gewählt wird, beklagt Aderhold: „Es wird auch wider besseres Wissen häufig vorschnell die Dosis gesteigert, wenn die erhoffte Wirkung ausbleibt. Dabei ist längst bekannt, dass dies in den meisten Fällen allenfalls die Nebenwirkungen erhöht und man sogar Gefahr läuft, eine Überempfindlichkeit am Dopaminrezeptor und damit letztlich durch die Medikamente eine Psychose zu induzieren.“ Wenn Antipsychotika wirken, dann tun sie dies über ganz bestimmte Bindungsstellen im Gehirn, die Dopamin-2-Rezeptoren. Diese sprechen in aller Regel schon auf sehr niedrige Dosen an. Wenn nicht, bringt eine weitere Dosiserhöhung meist nur noch Nachteile. Für die unangemessen hohe Dosierung von Antipsychotika gibt es zwar schon einen eigenen Fachbegriff – „Overshooting“ -, Abhilfe zu schaffen ist aber weit schwieriger. Dazu ist es wichtig, bereits zu Beginn der Behandlung bei einer neu aufgetretenen Schizophrenie das gesamte Arsenal anderer, psychosozialer und psychotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten miteinzubeziehen. Gut vierzig Prozent der erstmals an einer Psychose Erkrankten könnten auf Dauer ohne Antipsychotika behandelt werden, so das Fazit zahlreicher Studien.

Das britische Institut für klinische Exzellenz NICE empfiehlt zum Beispiel, dem Betroffenen eine Einzelpsychotherapie oder Interventionen in der Familie anzubieten. Ob und wie sich die jüngsten Studienergebnisse in den deutschen Leitlinien niederschlagen werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/neuroleptika-wenn-psychopillen-das-gehirn-schrumpfen-lassen-13379742-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Gruß an die Quaksalber

TA KI