Nato verdoppelt schnelle Eingreiftruppe


nato-soldaten-proben-auf-einem-truppenuebungsplatz-in-der-naehe-des-polnischen-ortes-sagan-den-ernstfall-Der Westen setzt den russischen Präsidenten Wladimir Putin weiter unter Druck: Nachdem die USA angekündigt haben, schweres Gerät und Truppen in osteuropäischen Nato-Staaten zu stationieren, verdoppelt die Nato die Stärke ihrer schnellen Eingreiftruppe.

Abschreckungsmaßnahmen gegenüber Russland stehen im Zentrum des zweitägigen Nato-Verteidigungsministertreffens, das am Mittwoch in Brüssel beginnt. Künftig soll die schnelle Eingreiftruppe auf 30.000 bis 40.000 Soldaten zurückgreifen können, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ankündigte.

Den Kern der Truppe bildet eine 5000 bis 7000 Soldaten starke Speerspitze, die der Nato-Gipfel im vergangenen September in Wales als Reaktion auf die neuen Spannungen mit Russland beschlossen hatte. Sie wird derzeit von Deutschland geführt.

Bei dem Treffen in Brüssel geht es auch darum, den Landstreitkräften nun Einheiten von Marine, Luftwaffe und Spezialkräften an die Seite zu stellen.

Die Soldaten der NATO Response Force (NRF) können im Krisenfall sehr viel schneller stationiert werden als herkömmliche Truppen. Insbesondere die Speerspitze soll Russland demonstrieren, dass die Nato ihre östlichen Bündnispartner nicht im Stich lässt. Dieses Jahr wird das neue Konzept getestet. 2016 soll die Speerspitze dann voll einsatzbereit sein.

Angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine sorgen sich mehrere osteuropäische Nato-Staaten um ihre Sicherheit und fordern eine stärkere Präsenz der Allianz.

„Vorübergehende“ Stationierung

Washington hatte erklärt, die Ausrüstung für eine bewaffnete Kampfbrigade „vorübergehend“ in den Nato-Staaten Mittel- und Osteuropas stationieren zu wollen.

Russland wiederum reagierte auf Berichte zu den Militärplänen der USA mit der Ankündigung, sein Atomwaffenarsenal ausbauen und bis zum Jahresende mehr als 40 neue Interkontinentalraketen für die Atomstreitkräfte des Landes anschaffen zu wollen.

Deutschland verfehlt zugesagten Wehretat

Bei dem Treffen der Nato-Minister will Stoltenberg die Mitgliedsstaaten auch an ihre Zusage von Wales erinnern, die Wehretats auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen. Nur fünf Bündnispartner erreichen dieses Ziel nach Einschätzung der Nato dieses Jahr. Deutschland ist trotz der geplanten Aufstockung seines Verteidigungsbudgets nicht darunter.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_74477984/ukraine-krise-nato-erhoeht-druck-auf-russland.html

Gruß an die wehrlosen Deutschen

TA KI

Deutschland wird künftige Nato-Elitetruppe anführen


Die Nato-Staaten wollen ab 2015 eine Schnelle Eingreiftruppe aufbauen – und damit auch ein „klares Zeichen an Moskau“ senden. Ihre Führung soll beim Deutsch-Niederländischen Korps in Münster liegen.

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Angesichts der zunehmenden Zahl russischer Militärmanöver will die Nato Stärke demonstrieren und schnell handeln. Die Außenminister der Nato-Staaten planen nach „Welt“-Informationen, bereits bei ihrem nächsten Treffen Anfang Dezember eine sogenannte Schnelle Eingreiftruppe ins Leben zu rufen – mit Deutschland an der Spitze. „Das ist ein klares Zeichen an unsere Verbündeten im Osten. Und ein klares Zeichen an Moskau“, sagte ein hoher Nato-Vertreter.

Deutschland führt 2015 turnusgemäß die Landstreitkräfte in der sogenannten Nato Response Force (NRF), einer speziellen Eingreiftruppe der Allianz, die 2004 für Krisenfälle eingerichtet wurde. Der Nato-Gipfel Anfang September in Wales hatte beschlossen, diese Truppe signifikant auszubauen und sie um eine schnell einsatzfähige „Speerspitze“ zu erweitern. Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit des Bündnisses massiv zu erhöhen, damit es sich binnen weniger Tage gegen eine Bedrohung des Bündnisgebietes durch Moskau verteidigen kann.

Doch der endgültige Aufbau der neuen Nato-Elitetruppe wird – entgegen ursprünglicher Planungen – voraussichtlich frühestens im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein, möglicherweise auch später. Damit bis dahin kein Vakuum entsteht, soll Anfang 2015 als Überbrückung eine vorläufige Schnelle Eingreiftruppe eingerichtet werden. Die Führung soll beim Deutsch-Niederländischen Korps in Münster liegen, das sich ein Jahr lang mit mehreren tausend Landstreitkräften beteiligen wird und unter dem Kommando von Generalleutnant Volker Halbauer steht.

2015 wird die Testphase für die neue Speerspitze sein

Diese Landstreitkräfte werden – je nach Bedarf – durch Luft- und Marineeinheiten aus Frankreich und Spanien ergänzt. „2015 wird die Testphase für die neue Speerspitze sein“, hieß es in Nato-Kreisen. Die neue Speerspitze unter deutscher Führung soll vor allem Übungen durchführen und im September 2015 am Nato-Großmanöver „Trident Juncture“ in Italien, Spanien und Portugal teilnehmen. Im Ernstfall würde sie aber auch in den Grenzgebieten zu Russland schnell zum Einsatz kommen.

Besonders die US-Regierung macht vor dem Hintergrund russischer Aggression Druck, so schnell wie möglich eine starke Nato-Präsenz in den östlichen Staaten sicherzustellen. In Polen und den baltischen Staaten herrscht Angst, dass Russland nach dem Vorbild Ukraine auch die russische Minderheit in den Nato-Staaten zu instrumentalisieren versucht, um das Militärbündnis und die Europäische Union zu destabilisieren. Deshalb drängen neben Amerikanern auch Franzosen und Briten darauf, schon jetzt ein handfestes Signal Richtung Moskau zu senden.

Nicht Deutschlands erste Führungsaufgabe

Für die Bundeswehr sind Führungsaufgaben innerhalb des Bündnisses kein Neuland. Deutschland hat bereits im Rahmen des Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan die Aufgabe einer Führungsnation übernommen und das Kommando im Norden des Landes inne. Nach dem Abschluss dieses Einsatzes und angesichts der durch Russland verursachten Bedrohungslage soll die Bundeswehr jetzt erneut an führender Stelle Verantwortung übernehmen.

Nach der Krim-Annexion und Russlands militärischer Unterstützung der prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine hat die Bundeswehr bereits das Kommando bei der Luftraumüberwachung der baltischen Staaten übernommen. Zudem hat Berlin sein Personal im Multinationalen Korps Nord-Ost im polnischen Stettin verdoppelt. Deutschland steht auch hinter einem neuen Nato-Konzept, nach dem „Rahmennationen“ ihre Fähigkeiten anderen Alliierten anbieten, deren Verteidigungsfähigkeit ansonsten nicht ausreichend wäre – wie im Fall der baltischen Staaten gegenüber Russland.

Die Schnelle Eingreiftruppe ist Teil eines neuen umfassenden Einsatzplanes (Readiness Action Plan), mit dem das Bündnis Verteidigungsbereitschaft und Abschreckung demonstrieren will, um auf die neuen Bedrohungen in Osteuropa und im Baltikum durch die russische Aggression zu antworten. Dieser Plan wurde beim Gipfel in Wales von den 28 Nato-Regierungschefs verabschiedet. Der Inhalt des mehr als 20 Seiten starken Dokuments ist streng geheim. „Dieser Plan stärkt die kollektive Verteidigung der Nato. Er stärkt auch die Fähigkeit, Krisen zu managen“.

Der neue Einsatzplan trägt laut Nato dazu bei, dass das Bündnis auch künftig „stark, bereit, robust und reaktionsfähig“ bleibt. Wesentliche Bestandteile der neuen Strategie sind neben der Einrichtung einer Schnellen Eingreiftruppe die verstärkte Überwachung von Land-, See- und Luftraum und die Einrichtung von festen Stützpunkten in Osteuropa. Die neuen Maßnahmen werden dazu führen, dass finanzstarke Nato-Länder wie Deutschland ihre Verteidigungsausgaben mittelfristig erhöhen müssen. Berlin gibt derzeit mit rund 30 Milliarden Euro deutlich weniger für Verteidigung aus, als man der Nato ursprünglich zugesagt hatte.

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article134344245/Deutschland-wird-kuenftige-Nato-Elitetruppe-anfuehren.html

Gruß an die Zeichen der Zeit

TA KI