Wie die Eliten die Welt beherrschen


Michael Snyder ist ein US-amerikanischer Buchautor und Netzseitenbetreiber, der seit Jahren über Missstände in der US-Gesellschaft und -Politik aufklärt. Er ist gläubiger Christ und hat sich im laufenden Jahr als Kandidat im US-Bundesstaat Idaho für den US-Kongress beworben, dies mit durchaus überraschend guten Aussichten auf Erfolg. Auf seiner Wahlkampfnetzseite schreibt er:

Als Wähler bin ich derart frustriert mit professionellen Politikern, welche sich den Anstrich eines “Republikaners“, “Konservativen“ und “Lebensbejahrenden“ geben um unsere Stimmen zu bekommen, unsere Werte dann aber verraten sobald sie im Amt sind. Wir brauchen jemanden, der für das kämpft woran wir glauben und das ist genau das, was ich zu tun gedenke.

Wenn Sie einen professionellen Politiker wollen, der einfach nur Teil des “Clubs“ sein will, dann haben sie mehrere davon zur Auswahl. Wenn Sie jedoch jemanden wollen, der in Washington “die Tische auf den Kopf stellt“, dann bin ich Ihr Mann.

Mit seiner Kandidatur für den US-Kongress folgt Michael Snyder gewiss seinen persönlichen Idealen. Doch zugleich stellt er sich mit seinem zusammengetragenen Wissen über die Strukturen des derzeit herrschenden Systems auch einer nicht ganz ungefährlichen Aufgabe.

Auf seiner bekannten Netzseite “The Economic Collapse Blog“ hat er unlängst eine mehrteilige Beitragsreihe veröffentlicht, in welcher er durchaus schlüssig ein Stück weit in den Kaninchenbau vordringt und erläutert, was es mit den “Eliten“ so auf sich hat, woher sie ihre Macht nehmen und wie sie selbige zur Anwendung bringen.

Diese Beitragsreihe darf als guter Einstieg in die seit Jahrhunderten alles beherrschenden Machtstrukturen angesehen werden. Auch wenn wichtige Aspekte nicht zur Sprache kommen und Snyder sich eher dicht unter der sichtbaren Oberfläche bewegt, werden die über die Welt herrschenden Strukturen grundsätzlich recht gut und umfassend erklärt.

Somit ist die Snyder-Reihe ein passender Einstieg in die “große Weltverschwörung“, in die Strukturen, die systemische und systematische Führung und Ausbeutung der Menschheit und durchaus auch in die strukturellen Schwachstellen des Systems. Auch für bereits “Aufgewachte“ kann die Beitragsreihe zur Auffrischung recht dienlich sein, vor allem wenn es darum geht, seine Mitmenschen an das Thema heranzuführen.

Im Folgenden werden die einzelnen Beiträge in deutscher Übersetzung wiedergegeben:


Wie die Eliten die Welt beherrschen

Von Michael Snyder

Schulden als Werkzeug zur Versklavung

Während der gesamten Menschheitsgeschichte hat die herrschende Klasse verschiedene Wege gefunden, diejenigen unter sich zu zwingen, für ihren [der herrschenden Klasse] wirtschaftlichen Vorteil zu arbeiten. In unserer heutigen Zeit jedoch, versklaven wir uns willentlich selbst.

Der Schuldner ist der Diener des Gläubigers und es hat noch niemals mehr Schulden auf der Welt gegeben, als dies jetzt der Fall ist. Laut dem Institute of International Finance haben die weltweiten Schulden eine Höhe von $ 217 Billionen erreicht, wenn auch andere Schätzungen diese Zahl deutlich höher ansetzen.

Natürlich weiß jeder, dass unser Planet in Schulden ertrinkt, doch die meisten Menschen halten niemals inne und fragen sich, wem hier etwas geschuldet wird? Diese beispiellose Schuldenblase repräsentiert die größte Vermögensverschiebung der menschlichen Geschichte und diejenigen, welche dadurch reich werden, sind die extrem wohlhabenden Eliten am ganz, ganz obersten Ende der Nahrungskette.

Wussten Sie, dass 8 Männer jetzt genauso viel Vermögen besitzen, wie die ärmsten 3,6 Milliarden auf dem Planten lebenden Menschen zusammengenommen?

Jedes Jahr wird der Abstand zwischen den Ultrareichen des Planeten und den Armen größer und größer. Dies ist etwas, über das ich regelmäßig geschrieben habe und die “Finanzialisierung“ der Weltwirtschaft spielt bei diesem Trend eine entscheidende Rolle.

Das gesamte Weltfinanzsystem basiert auf Schulden und in diesem schuldenbasierenden System fließen die Vermögen der Welt endlos zu denjenigen ganz oben in der Pyramide. Von Albert Einstein heißt es, dass er einst gesagt habe:

»Zinseszins ist das Achte Weltwunder. Wer es begreift, verdient, wer nicht, zahlt.«

Ob er dies selbst gesagt hat oder nicht, die Wirklichkeit ist, dass es wahr ist. Indem wir alle in tiefe Verschuldung gebracht werden, kann die Elite sich entspannt zurücklehnen und langsam aber sicher mit der Zeit immer reicher werden. Derweil ist die Wahrheit, dass während wir endlose Stunden zum Zahlen unserer Rechnungen arbeiten, wir unsere besten Jahre damit verbringen, jemand anderen reich zu machen.

Viel wurde über die Männer und Frauen geschrieben, welche die Welt kontrollieren. Ob Sie sie nun “die Eliten“, “das Establishment“ oder “die Globalisten“ nennen wollen; in Wahrheit verstehen die Meisten von uns, wer sie sind und ihre Kontrolle über uns alle ist nicht irgendeine gigantische Verschwörung. Letztlich ist es im Grunde ganz einfach:

Geld ist eine Form gesellschaftlicher Kontrolle und indem sie uns dahin bekommen, dass wir uns größtmöglich verschulden, vermögen sie uns für ihren wirtschaftlichen Vorteil arbeiten zu lassen.

Es beginnt bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Wir ermutigen unsere jungen Menschen aufs College [US-Hochschule] zu gehen und wir sagen ihnen, dass sie sich über die Kosten keine Sorgen machen sollen. Wir versichern ihnen, dass großartige Arbeitsplätze für sie zur Verfügung stehen, sobald sie ihre Schule abgeschlossen haben und dass sie kein Problem damit haben werden, die von ihnen angehäuften Studentenkredite zurückzuzahlen.

Nun, in den vergangenen 10 Jahren sind die Studentenkredite in den Vereinigten Staaten um 250 Prozent angewachsen und stehen jetzt bei insgesamt atemberaubenden $ 1,4 Billionen. Millionen unserer jungen Menschen betreten die “echte Welt“ bereits finanziell verkrüppelt und viele werden buchstäblich Jahrzehnte mit der Rückzahlung dieser Schulden verbringen. Doch dies ist nur der Anfang.

Um in unserer Gesellschaft zurechtzukommen, benötigt praktisch jeder von uns zumindest ein Auto und Autokredite sind dieser Tage sehr einfach zu bekommen. Ich erinnere mich, als Autokredite nur für höchstens vier oder fünf Jahre gewährt wurden, doch im Jahr 2017 ist es recht üblich, dass Kredite für neue Fahrzeuge sich über sechs oder sieben Jahre erstrecken.

Die Gesamtschulden für Autokredite in den Vereinigten Staaten haben inzwischen die Größenordnung von einer Billion Dollar überschritten und diese gefährliche Blase wächst immer noch weiter.

Falls Sie ein eigenes Haus haben möchten, dann bedeutet dies, sich noch weiter zu verschulden. Früher liefen Hypotheken allgemein über 10 Jahre, doch heute sind 30 Jahre der Standard. … Und jetzt, da die meisten Hypotheken über 30 Jahre laufen, werden viele dafür zahlen, bis sie buchstäblich tot umfallen.

Leider erkennen die meisten Amerikaner überhaupt nicht, wie sehr sie diejenigen bereichern, welche ihre Hypotheken halten. Wenn Sie beispielsweise eine Hypothek für ein $ 300.000-Haus zu 3,92 % aufnehmen, dann zahlen Sie am Ende $ 510.640 zurück.

Kreditkartenschulden sind sogar noch hinterhältiger. Zinsen für Kreditkartenschulden bewegen sich oftmals im zweistelligen Bereich und einige Verbraucher zahlen letztlich ein Vielfaches von dem zurück, was sie sich geliehen haben. Laut der Federal Reserve haben die Kreditkartenschulden in den Vereinigten Staaten insgesamt jetzt die Marke von einer Billion Dollar überschritten und wir bewegen uns auf eine Jahreszeit zu, in welcher die Amerikaner ihre Kreditkarten am Häufigsten benutzen.

Insgesamt sind die US-Verbraucher heute in Höhe von fast $ 13 Billionen verschuldet. Als Schuldner sind wir Diener der Gläubiger und die Meisten von uns verstehen nicht einmal wirklich, was uns angetan wurde.

Wir verbringen so viel Zeit mit den Symptomen, doch wenn wir jemals dauerhafte Lösungen haben wollen, dann müssen wir anfangen die Wurzel unserer Probleme anzusprechen. Schulden sind ein Werkzeug der Versklavung und die Tatsache, dass die Menschheit jetzt mit mehr als $ 200 Billionen verschuldet ist, sollte uns alle zutiefst alarmieren.

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99,9 % der Weltbevölkerung lebt in einem Land mit einer Zentralbank

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Quelle: http://n8waechter.info/2017/10/wie-die-eliten-die-welt-beherrschen/

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Schäuble schlägt Insolvenzverfahren für EU-Staaten vor


Der scheidende Bundesfinanzminister Schäuble hinterlässt seinen Kollegen aus den anderen Eurostaaten ein Konzept für den Umbau des europäischen Rettungsschirms ESM zu einem europäischen Währungsfonds.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hinterlässt seinen Kollegen aus den anderen Eurostaaten ein Konzept für den Umbau des europäischen Rettungsschirms ESM zu einem europäischen Währungsfonds.

 Zu dessen Aufgaben soll künftig auch gehören, ein neues Insolvenzverfahren für zahlungsunfähige Mitgliedsländer zu überwachen, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf ein dreiseitiges inoffizielles Arbeitspapier des Bundesfinanzministeriums, einem sogenannten Non-Paper.

Dieser „Mechanismus zur Schuldenumstrukturierung“ soll demnach im Falle einer Staatspleite eine „faire Lastenteilung zwischen ESM und privaten Gläubigern“ gewährleisten.

Der ESM wäre damit verantwortlich „für künftige Umschuldungsmaßnahmen und ihre Koordinierung“. Damit aus dem Rettungsschirm ein europäischer Währungsfonds werden könne, müsse der ESM mehr Ressourcen auf die Prävention von Krisen verwenden, heißt es in dem Papier weiter. Dazu fehle ihm bislang aber das Mandat.

„Es ist deshalb wichtig, die ESM-Befugnisse auszuweiten und ihm eine größere Rolle bei der Beobachtung von länderspezifischen Risiken zuzuweisen.“ Voraussetzung dafür sei, dass der ESM über den Stabilitätspakt wache, was bislang Aufgabe der EU-Kommission ist. (dts)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/schaeuble-schlaegt-insolvenzverfahren-fuer-eu-staaten-vor-a2234750.html

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Gruß

TA KI

John Embry: Weltweite Geld- und Kreditschöpfung – Auf dem Weg in einen entsetzlichen Zusammenbruch


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John Embry im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 31.05.2017


John Embry: »Eric, an der Oberfläche erweckt es den Anschein, als würde nur wenig passieren, denn die wichtigsten Aktien- und Bondmärkte werden von den üblichen Verdächtigen bis zu dem Punkt manipuliert, an dem sich die Volatilität nahe historisch niedriger Niveaus bewegt. Die Regierungen geben weiterhin weltweit unverhohlen gefälschte Berichte über den Zustand ihrer Volkswirtschaften heraus. Die Chinesen sind jetzt genauso schuldig, wenn inzwischen nicht gar mehr, als ihre westlichen Gegenstücke.

Es finden sich mittlerweile zunehmend Zeichen, dass der weltweit geschaffene Überschuss an Geld und Kredit die Preise beeinflusst, was zu explosiven Bewegungen bei attraktiven Immobilien, Sammlerobjekten und Aktien wie Amazon, Google, Apple, usw. führt. Dies sollte niemanden überraschen, denn Geld und Kredit müssen irgendwo einen Abnehmer finden.

In den meisten Fällen sind die Verbraucher jedoch über alle Maßen verschuldet und folglich ist ihre Fähigkeit noch mehr Schulden aufzunehmen begrenzt. Dies zeigt sich in den trostlosen Verbraucherausgaben in den meisten Ländern und in den insgesamt schwachen wirtschaftlichen Ergebnissen. Sofern man in einem Ausmaß an die Österreichische Nationalökonomie glaubt wie ich, erkennt man, dass es in einem von Schulden angeheizten wirtschaftlichen Wachstum immer größerer Mengen an Schulden bedarf, um dasselbe Wirtschaftswachstum zu erreichen – denn jeder Zyklus ist irgendwann reif.

Global gesehen befinden wir uns bereits jenseits des Punktes, an dem es kein Zurück mehr gibt und die fortlaufende Zunahme von Geld und Kredit hat immer weniger Einfluss auf die Realwirtschaft. Japan liegt bei diesem bedauerlichen Trend an vorderster Stelle und hat die Stagnation nun seit fast drei Jahrzehnten bekämpft. Allerdings holen die anderen Länder rasch auf, wobei China die Verfolger nach einer historischen Schuldenausweitung infolge der Finanzkrise 2007/2008 anführt.

Historisch gesehen enden diese von Schulden angefeuerten Expansionen ausnahmslos schlecht. Und diese, welche eine wahrlich weltumspannende Dimension hat, wird sogar noch katastrophaler enden. Innovationen im Finanzbereich haben bislang ungeahnte Hebelwirkungen im System ermöglicht und Algorithmen, Hochfrequenzhandel, Derivate, und dergleichen haben diese Entwicklung gefördert.

Ich glaube weiterhin daran, dass sich reale Werte von der letztlichen Zerstörung aller reinen weltweiten Fiatwährungen loslösen und am Ende die bevorzugten Wertanlagen sein werden. Die Explosion bei den Preisen für Kryptowährungen, Kunst, Diamanten, usw. werden letztendlich zu einem dramatischen Anstieg der Preise für Gold und Silber führen, sobald sie endlich die Fesseln der von den westlichen Zentralbanken gestützten Preisdrückung abstreifen.

Es gibt einige Vorzeichen, dass die Bullionbanken ihre Positionen umschichten und auf diese Entwicklung vorbereitet sind. Allerdings können Investoren nicht sicher sein, bis Gold und Silber Preissteigerungen in einer Form erleben, wie es kürzlich den Kryptowährungen ergangen ist. Einfach gesagt: Gold und Silber waren über Jahrtausende Wertspeicher und werden sich bald wieder behaupten. Also ist Geduld angesagt.«

***

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

>> zum englischsprachigen Originalbeitrag

Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/john-embry-weltweite-geld-und-kreditschoepfung-auf-dem-weg-in-einen-entsetzlichen-zusammenbruch/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Egon von Greyerz: Die weltweiten Schulden können niemals zurückgezahlt werden


Am 27. Mai 2017 veröffentlichte King World News ein aktuelles Gespräch zwischen Seitenbetreiber Eric King und dem Edelmetallexperten Egon von Greyerz. Dieser stellt in dem Gespräch fest, dass »die Welt zwei große chronische Probleme« habe.

Dabei handele es sich einerseits um Schulden und zum Anderen um den US-Dollar. Die weltweiten Schulden belaufen sich laut von Greyerz auf $ 2,5 Billiarden, ein Betrag, welcher neben den offiziellen Staatsschulden auch ungedeckte Verbindlichkeiten und Derivate miteinschließe. $ 2,5 Billiarden entsprächen überdies dem 35-fachen des weltweiten BIP und »wir alle wissen, dass diese Schulden niemals zurückgezahlt werden können«, sagt von Greyerz.

»Die Welt kann dieses Problem nicht lösen und die erste Reaktion, welche wir bekommen werden, ist die Währungsreaktion, was selbstverständlich der Dollar sein wird, welcher seinen Fall bereits begonnen hat«, stellt er weiter fest.

Neben den enormen Problemen im Finanzmarktsektor sieht der Goldfachmann ein zusätzliches Problem im politischen Bereich, namentlich US-Präsident Donald Trump. Dieser sei »für die bereits zerbrechliche US-Wirtschaft leider zu einer Bürde geworden, denn der Tiefe Staat in den USA wird alles erdenkliche tun um ihn zu stoppen«. Von Greyerz schätzt die »politische Seite in den USA als massives Problem« ein, was jedoch für jeden politischen Führer so wäre, denn die USA seien das verschuldetste Land unter den Industrienationen und es gäbe Blasen in allen Märkten, was »die Chancen auf Erfolg« für den US-Präsidenten sehr einschränke.

Weiter führt von Greyerz aus, dass »die Regierungen der Welt die totale Kontrolle über die Menschen und das System übernehmen«. Der Westen verwandele sich, seiner Ansicht nach, in »totalitäre Staaten« und ein Beispiel dafür sei die Bargeldverfügbarkeit. »Ein Land nach dem anderen hat die Menge Bargeld eingeschränkt, welche man vom Bankkonto abheben kann«, sagt er und »viele Länder schaffen Bargeld zunehmend ab«, wobei er Schweden als Beispiel nennt, wo bereits heute überwiegend mit elektronischem Geld bezahlt werde.

Die Regierungen täten dies, weil »das Bankensystem pleite ist« und sie im Fall eines Bankrun einfach auf Knopfdruck den Zugang zu Geld stoppen könnten. Dies sei auch einer der Gründe, warum die Nachfrage nach BitCoin so hoch sei. »BitCoin ist heute vollkommen unkontrolliert, doch ich bezweifle, dass dies so bleiben wird«, sagt von Greyerz. Ab einem gewissen Punkt werden Regierungen einschreiten und BitCoin regulieren, womit es »einfach zu einer anderen Form von Fiatgeld« werde. Zur Vermögenssicherung sei BitCoin ungeeignet, doch als spekulatives Investment könne es möglicherweise für einige Menschen interessant sein.

In seinen Gesprächen mit den Gold-Raffinerien stelle sich regelmäßig heraus, so von Greyerz, dass es einen stetigen Fluss von Gold hauptsächlich nach China und auch nach Indien gäbe. »Die ganze weltweite Goldproduktion wird von China und Indien aufgenommen und sie (die Raffinerien) sehen niemals irgendwelche Exporte aus China«, sagt er. Die Raffinerien würden demnach davon ausgehen, dass das in China geförderte Gold auch im Land bleibe, welches rund 400 Tonnen jährlich ausmache.

»Jede einzelne Unze der weltweit jedes Jahr geförderten 3.000 Tonnen (Gold) wird verkauft«, sagt von Greyerz und die Minen bräuchten nicht einmal eine Werbeabteilung dafür, »denn es gibt eine konstante Nachfrage nach allem Gold, welches gefördert wird«. Es laufe vollautomatisch, »sobald Gold abgebaut wird, wird es vorverkauft – alles«.

Der Papiermarkt sei bis zu 600 Mal größer, als der physische Markt für Gold, weshalb »dieser Papiermarkt nichts mit dem wahren Preis für Gold zu tun hat«, stellt von Greyerz fest. Mit dem Papiermarkt werde nur der Goldpreis manipuliert, was beim 600-fachen des physischen Marktes auch einfach sei. Doch er ist sich sicher, dass »dies in den kommenden Monaten und Jahren scheitern wird«. Die ersten Anzeichen dafür seien mit der Trendwende beim US-Dollar bereits sichtbar geworden, »der Abwärtstrend des Dollars hat begonnen und dies ist ein starkes Zeichen dafür, dass Gold sich nach oben bewegen wird«, resümiert der Goldexperte.

Von Greyerz geht davon aus, dass die Aktien- und Bondmärkte spätestens im Herbst deutlich einbrechen werden und die Edelmetallmärkte im Gegenzug erheblich steigen werden. Für regelmäßige Marktbeobachter mag diese Einschätzung durchaus Sinn ergeben, doch könnte hier unter Umständen auch die Rechnung ohne den Wirt gemacht werden!?

Hier das Gespräch in voller Länge:

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter
***

Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/egon-von-greyerz-die-weltweiten-schulden-koennen-niemals-zurueckgezahlt-werden/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Egon von Greyerz: Kollaps-Risiko größer, als jemals zuvor in der Weltgeschichte


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Von Egon von Greyerz

Egon von GreyerzDie US-Wirtschaft befand sich für den Großteil der vergangenen 100 Jahren im Wunderland. In der ersten Hälfte dieses Zeitraums war das Wirtschaftswunder echt. Es gab echtes Wachstum und Investitionen wurden primär aus Ersparnissen finanziert. Die Reallöhne stiegen und der Haushalt befand sich im Gleichgewicht. Dazu gab es einen Handelsüberschuss und einen nur moderaten Anstieg der Schulden.

In den 1960ern fing das US-Wirtschaftswunder allmählich an schwächer zu werden. 1961 begannen die USA einen Rekordlauf von 55 Jahren an Haushaltsdefiziten – ein katastrophaler Trend, welcher in den nächsten zehn Jahren kaum enden wird. Die Überschüsse der Clinton-Ära waren ein Schwindel, da die Schulden in jener Zeit weiterhin anstiegen.

Die Kosten für Kriege sind immer eine große Belastung für die Finanzen von Imperien. Der Vietnam-Krieg war teuer und der Leistungsbilanzüberschuss der USA begannen schrittweise zu sinken, was zu einem fallenden Dollar führte. Da der Dollar durch Gold gedeckt war, war es schwieriger Geld zu schöpfen. Weil souveräne Nationen, angeführt von de Gaulle in Frankreich, sich weigerten den sich abschwächenden Dollar als Zahlungsmittel der USA zu akzeptieren und stattdessen Gold forderten, schloss Nixon letztlich das Goldfenster am 15. August 1971. Dies war eine katastrophale Entscheidung und der Anfang vom Ende des US-Wirtschaftswunders.

Und heute, 45 Jahre später, sind die USA immer noch ein Wunder. Nun, dass ist eine massive Untertreibung. Die USA sind ein absolutes Mirakel. Denn es ist vollkommen unverständlich, wie ein Land mit chronischen Haushalts- und Handelsdefiziten und exponentiell steigenden Schulden überleben kann, welche niemals in heutigem Geld zurückgezahlt werden.

Wie war es also den USA möglich, ihre absolut einzigartige Position zu erhalten, anhand derer sie fähig waren Schulden zu emittieren und zu verkaufen, die nach allen gegebenen Maßstäben wertlos sind und nur dadurch bedient werden können, dass noch mehr Schulden aufgenommen werden?

Eine Grundvoraussetzung war es, dem Rest der Welt die Nutzung des Dollars für den internationalen Handel aufzuerlegen. Damit dies jedoch funktionieren konnte, war es für die USA jedoch auch notwendig, das globale Finanzsystem zu kontrollieren und jedes Land, jede Bank oder jede Person zu bestrafen, welche die finanziellen Gesetze und Regulationen der USA nicht einhielten. Eine weitere wichtige Grundvoraussetzung war eine starke Militär-Maschinerie, wie sie die USA mit insgesamt 800 Basen in über 100 Ländern haben.

Die Saat der eigenen Zerstörung

Das Dilemma ist, dass ein Imperium stets die Saat der eigenen Zerstörung in sich trägt. So ist es allen gefallenen Imperien ergangen, ob es die Perser, die Römer, die Mongolen oder die Briten waren. Um es mit einfachen Worten auszudrücken: sobald die billigen oder kostenlosen Güter und Ressourcen des eroberten Landes geplündert sind, zusammen mit billiger Arbeitskraft oder Sklavenarbeit, verliert der Eroberer seinen Fokus samt seiner Kontrolle und fängt an über seine Verhältnisse zu leben, während zugleich die Ressourcen aufgebraucht werden.

Der Eroberer glaubt nach wie vor, dass er den hohen Lebensstandard für sein Land aufrechterhalten kann, muss jedoch nun Geld drucken und leihen, um dies zu erreichen. Am Ende geht das Geld aus und der Niedergang der erobernden Nation offenbart sich. Der letzte Akt der Verzweiflung eines Imperiums mit massiven Schulden im Niedergang, ist oftmals der Beginn eines Krieges. Dies lenkt die Aufmerksamkeit vom finanziellen Zustand des Landes ab und macht es möglich, in einem letzten Versuch das Land zu retten, noch mehr Geld zu leihen.

Die USA waren natürlich niemals ein Imperium in dem Sinne, dass es sein Territorium in irgendeiner nennenswerten Art ausgeweitet hat – einmal abgesehen von temporären Eingriffen oder Einmischungen in anderen Ländern. Das US-Imperium war ursprünglich auf Unternehmergeist aufgebaut, was es zu einem sehr mächtigen Land und der größten Volkswirtschaft der Welt machte. Die USA wurden zum größten Produzenten der Welt und dominierten sie für viele Jahrzehnte.

Der Abstieg der USA begann in den 1960ern

Wie jedoch bereits erwähnt, begann in den 1960ern allmählich der Abstieg und dieser beschleunigte sich in den 1970ern während der Dollar fiel. Die starke Produktion in den USA ging in den letzten paar Jahrzehnten stufenweise zurück und die meisten Produktionsarbeitsplätze wurden nach China und in andere Schwellenländer ausgelagert.

Eine der Folgen war, dass die Durchschnittslöhne in den USA real seit den 1970ern gefallen sind. Dies ist durchaus eine Ironie, denn während die US-Arbeiter billigere Produkte von den Chinesen kauften, fielen ihre Löhne und lösten so den Vorteil der billigeren Importe wieder auf. Nicht nur das, da die chinesischen Arbeiter ihren Lebensstandard erhöhen und einen großen Teil ihres Einkommens sparen, fällt es Arbeitern in den USA schwer über die Runden zu kommen und sie leihen sich folglich Geld, um ihren Lebensstandard aufrechterhalten zu können.

Die Gesamtschulden der USA, inklusive der unfundierten Verpflichtungen wie Medicare und Versicherungen, haben sich in den vergangenen 30 bis 40 Jahren enorm aufgebläht und stehen nun bei rund $ 300 Billionen. Das sind fast 1.700 % des US-BIP, was dramatisch schlechter ist, als bei irgendeiner anderen Nation. Aber selbst wenn wir uns die US-Schulden ohne die unfundierten Verpflichtungen anschauen, sind es immer noch 400 %, was in jedweder Hinsicht massiv und unhaltbar ist.

Der “Zauberer der Schulden“: Ben Bernanke

Gibt es also irgendeine Chance für die USA ihre Schulden in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten zu reduzieren?

Nun, man kann sicher garantieren, dass nichts von den Schulden jemals zurückgezahlt werden wird. Man nehme nur die US-Bundesschulden von $ 19 Billionen. Ben Bernanke schaffte es, die Schulden zwischen 2006 und 2104 von $ 8 Billionen auf $ 17 Billionen mehr als zu verdoppeln. Bisher hatte Janet Yellen das Glück, nur $ 2 Billionen zusätzlich beizutragen. Aber dies ist nur der Anfang.

Das CBO (Congressional Budget Office [=Haushaltsbudget-Behörde des US-Kongresses]) sagt voraus, dass die US-Schulden in den kommenden zehn Jahren um weitere $ 9 Billionen auf $ 28 Billionen steigen werden. Dies ist jedoch eine “optimistische“ Prognose, welche davon ausgeht, dass die Einkommen und Steuereinnahmen weiterhin normal steigen werden.

Wenn wir dagegen ein unterdurchschnittliches Wachstum bei den Einkommen und auch bei den Steuereinnahmen annehmen, dann könnte sich das Defizit problemlos über $ 2 Billionen im Jahr ausweiten und die Schulden auf $ 38 bis $ 50 Billionen treiben. Mir ist klar, dass dieser Prognose nur wenige zustimmen werden, aber nennen Sie mir irgendjemanden der vorausgesagt hat, dass die US-Schulden sich zwischen 2006 und 2014 verdoppeln würden.

In diesem Jahrhundert hat bisher jede einzelne Prognose, sei es vom IWF, der Weltbank, der OECD, der FED oder anderen Zentralbanken und Regierungen regelmäßig daneben gelegen und war zudem viel zu optimistisch. Und da wir uns dem Höhepunkt der größten Wirtschafts- und Finanzblase der Weltgeschichte nähern, werden sie mit ihren Prognosen dramatisch falsch liegen.

Was haben also Druckenmiller, Dalio, Paulson, Singer, Bass und viele andere Hedgefond-Gründer gemein?

Nun, sie sind allesamt Milliardäre geworden, indem sie die Risiken identifiziert und die Trends und Investitionsgelegenheiten erkannt haben. Und jeder einzelne dieser Herren sieht die Risiken, welche ich oben beschrieben habe und empfiehlt Gold als wichtigste Wertanlageklasse, um sich gegen diese beispiellosen globalen Risiken abzusichern.

Das Risiko eines weltweiten Zusammenbruchs ist heute größer, als jemals zuvor in der Weltgeschichte

Was absolut klar ist, ist dass die globalen Risiken, sowohl wirtschaftlich, als auch finanziell und geopolitisch, heute größer sind, als zu irgendeiner Zeit der Weltgeschichte. Wir wissen ganz offensichtlich nicht, wann diese Risiken sich zu einem globalen Kataklysmus einer Magnitude entwickeln, welche die Welt noch zu keiner Zeit erlebt hat. Was wir aber wissen ist, dass man seine Absicherung, wie bei einer Brandschutzversicherung, vor Eintritt des Ereignisses kaufen muss.

Gold ist die perfekteste Absicherung, die man besitzen kann, solange es in physischer Form und außerhalb des Finanzsystems gehalten wird. Denn unter welchen Umständen auch immer, Gold hat jede Krise der Weltgeschichte überdauert und im Laufe der Zeit stets seine Kaufkraft aufrechterhalten. Bedenken Sie auch, dass Gold die einzige erwerbbare Absicherung ist, welche mindestens seine Kaufkraft erhalten wird oder im Fall einer wirtschaftlichen Katastrophe jede andere Anlageklasse bei Weitem hinter sich lassen wird.

Ich schließe mit den Worten des Milliardärs und Hedgefond-Managers Ray Dalio:

»Wenn Sie kein Gold besitzen,
dann haben Sie weder Geschichte noch Wirtschaft verstanden.«

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle:http://n8waechter.info/2016/05/egon-von-greyerz-kollaps-risiko-groesser-als-jemals-zuvor-in-der-weltgeschichte/

Gruß an die Erwachenden

TA KI

 

 

 

So funktioniert der globale Neustart


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Goldbarren: Die Notenbanken könnten über Nacht erklären, alles Gold der Welt zu einem bestimmten Preis aufzukaufen. Damit würde auch das Gold in den Bilanzen der Notenbanken auf einen Schlag wertvoller. Eine solche Gold-Neubewertung ist ein radikaler Schnitt – birgt aber Chancen, der Schuldenfalle zu entkommen

Was kommt früher? Der deflationäre Crash unseres globalen Schuldenturms oder die inflationäre Geldentwertung? Statt noch auf Jahre in der wirtschaftlichen Eiszeit gefangen zu bleiben, spricht viel für einen globalen Neustart. So könnte er funktionieren.

Die westliche Welt befindet sich in einem gigantischen Ponzi-Schema . In den dreißig Jahren bis zum Ausbruch der Finanzkrise hat sich die Verschuldung der westlichen Welt mehr als verdoppelt. Laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich stieg die reale Verschuldung der Nicht-Finanz-Unternehmen um den Faktor drei, die der Staaten um den Faktor vier und jene der privaten Haushalte um den Faktor sechs.

Seit 2008 hat sich der Trend dank tiefer Zinsen und aktiver Geldpolitik weiter beschleunigt. Laut McKinsey wachsen die Schulden von Staaten (9,3 Prozent per anno), privaten Haushalten (2,8 Prozent) und Nicht-Finanzunternehmen (5,9 Prozent) seit 2007 weltweit weiterhin drastisch und immer noch schneller als die Wirtschaft.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Politiker, die fundamentale Probleme lieber mit neuen Schulden verdecken, als echte Reformen durchzuführen . Notenbanken, die bei jeder Krise die Zinsen zwar senken, sie danach jedoch nicht mehr erhöhen . Ein Bankensystem, welches ungebremst Schulden und damit Geld produzieren kann.

Während das Volumen an Ausleihungen für produktive Zwecke, also Investitionen, seit Jahren relativ zum Bruttoinlandsprodukt stagniert, haben sich die Ausleihungen für Konsum und Spekulation vervielfacht. Immer mehr Kredite dienen dazu, vorhandene Vermögenswerte wie Immobilien zu immer höheren Preisen zu kaufen.

Je höher das System geleveraged, also verschuldet ist, desto geringer der realwirtschaftliche Impuls neuer Schulden. Immer mehr Schulden dienen nur noch dazu, die Illusion der Bedienung der vorhandenen Schulden aufrecht zu erhalten. Die Verschuldungskapazität ist zunehmend ausgeschöpft. Die faulen Schulden und die Fehlinvestitionen drücken das Wirtschaftswachstum und führen zu deflationärem Druck. Im ganzen System wimmelt es von Zombies: Banken und Unternehmen, die nur noch mit Tiefstzinsen am Leben gehalten werden.

Unser Ponzi-Schema ist am Ende

Damit nähert sich der Endpunkt unseres Ponzi-Schemas. Die Schulden sind völlig außer Kontrolle geraten, während die Realwirtschaft in einer Eiszeit verharrt – nicht zufällig der Titel meines neuen Buches.

Welche Lösung gibt es für das Problem der Überschuldung? Letztlich sind die Optionen überschaubar:

· Am rationalsten wäre ein geordneter Schuldenschnitt , der mit entsprechender Besteuerung und Vermögensabgaben einhergehen müsste. Schließlich stehen den Schulden entsprechende Vermögenswerte gegenüber. Dieses Vorgehen wäre am effizientesten und würde den Schaden in Grenzen halten. Ich selbst habe dies bereits 2011 in die Diskussion gebracht . Mittlerweile findet es auch anderswo Unterstützung, so zum Beispiel bei McKinsey .

· Da Schuldenschnitte und Besteuerung nicht populär sind, setzt die Politik auf die klassische Lösung: die Entwertung der Schulden durch Inflation . Doch wenn Inflation leicht zu erzeugen wäre, hätten wir sie längst. Es zeigt sich aber, dass die Geldpolitik im Umfeld von Überschuldung nicht wirkt. Zu stark ist der deflationäre Druck von faulen Schulden und Überkapazitäten. Nicht zufällig diskutieren wir heute Helikopter-Geld und Bargeldverbot als nächste verzweifelte Versuche, Inflation anzuheizen.

· Gelingt es nicht Inflation zu erzeugen, drohen Pleiten und Chaos . Auslöser dafür könnte eine Welle von Bankpleiten sein, die im Zuge der neuen Bail-in Regeln für eine Panik unter den Gläubigern sorgen. Realistischer ist jedoch eine politische Radikalisierung, die dazu führt, dass beispielsweise in Italien oder Frankreich eine Euro-kritische Regierung an die Macht kommt, die in Austritt und Schuldenschnitt eine Lösung für die ökonomische Misere sieht . Das Ergebnis wäre eine tiefe Rezession, die durchaus so schlimm werden könnte wie die deflationäre Depression der 1930er Jahre.

Weil die Politik sich nicht traut, unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen, um die Überschuldungssituation zu entschärfen, fällt die Weltwirtschaft immer mehr in die Eiszeit. Schwaches Wachstum, steigende Schulden, zunehmende Volatilität an den Märkten und immer verzweifeltere Maßnahmen der Notenbanken.

Mittelfristig laufen wir auf zwei Szenarien zu: Chaos und Depression oder massive Inflation. Je länger es nicht gelingt, die Inflation zu erzeugen, desto größer ist die Gefahr eines Unfalls. An den Finanzmärkten schwindet bereits der Glaube an die Allmacht der Notenbanken.

Der Neustart geht nur global

Dabei ist die Überschuldung keineswegs nur ein Problem von Europa. Es ist fast schon ein weltweites Problem. Allen voran Japan, wo nach fast dreißig Jahren Eiszeit die Monetarisierung der Schulden über die Notenbankbilanz bevorsteht . Doch auch die USA, Kanada, Australien, weite Teile Südamerikas und China leiden unter zu hohen Schulden.

Helikopter-Geld und weitere drastische Maßnahmen werden nur verzögert kommen. Zugleich verfestigt sich die Eiszeit immer mehr. Wohin man auch blickt: Die Welt braucht einen Schuldenschnitt. Wie beim Computer der sich aufgehängt hat, brauchen wir einen Neustart. Idealerweise machen wir den gleich weltweit.

Gerüchteweise sollen sich die G20 bei ihrem letzten Treffen auf eine Waffenruhe im globalen Währungskrieg verständigt haben. Dies ist ein ermutigendes Zeichen, weil eine Fortsetzung von einseitigen Abwertungen den Weg geebnet hätte für Chaos und tiefe Krise. Besser wäre es, die G20 verständigten sich auf eine gemeinsame Lösung der Schuldenkrise. Möglich wäre es, allerdings auch gewagt.

Die Notenbanken sind in der Bewertung ihrer Aktiva weitgehend frei. Mit selbst geschaffenem Geld, welches sie unbegrenzt herstellen können, können die Notenbanken alles kaufen was sie wollen, egal zu welchem Preis. Idealerweise ein Gut, welches einen dauerhaften Wert hat und nicht verfällt. So könnten die Notenbanken Öl kaufen und einlagern. Angesichts der weltweiten Ölvorräte und der Lagerkosten keine effiziente Idee. Besser wäre es ein homogenes Gut zu nehmen, welches zudem nur begrenzt verfügbar und leicht zu lagern ist. Wie beispielsweise Gold.

Praktischerweise halten viele Notenbanken trotz der Verkäufe der letzten Jahrzehnte noch einige Goldvorräte. Länder wie Russland und China haben sie sogar noch deutlich erhöht. Die Notenbanken könnten über Nacht erklären, alles Gold der Welt zu einem bestimmten Preis aufzukaufen. Damit würde auch das Gold in den Bilanzen der Notenbanken auf einen Schlag wertvoller. Den dadurch entstehenden Gewinn könnten die Notenbanken umgehend an die Anteilseigner, also die Staaten, ausschütten.

Nehmen wir vereinfacht an, die Notenbanken der Welt würden ihren Goldbestand um 10.000 US-Dollar pro Unze aufwerten. Basierend auf den Goldbeständen von März 2016 ergäben sich dann folgende einmalige Aufwertungsgewinne der Notenbanken (überschlägig und gerundet):

· USA: 2615 Milliarden Dollar

· Deutschland: 1087 Milliarden Dollar

· Italien: 788 Milliarden Dollar

· Frankreich: 783 Milliarden Dollar

· Griechenland: 36 Milliarden Dollar

Das erschreckende ist, dass es allerdings mit einer Aufwertung um 10.000 Dollar nicht getan wäre. Zu groß ist die Schuldenlast. Um die Staatschulden der USA auf einen Schlag zu tilgen, bräuchte es eine Aufwertung der Goldbestände um 70.000 US-Dollar pro Unze. Für Italien und Frankreich genügten 25.000 US-Dollar um alle Schulden zu tilgen, während Deutschland schon bei 18.000 US-Dollar alle Staatsschulden los wäre. Griechenland könnte erst bei einer Aufwertung um 80.000 US-Dollar je Unze alle Schulden tilgen, bei 40.000 wäre immerhin schon fast eine Halbierung drin. Japan besitzt hingegen eindeutig zu wenig Gold relativ zur Staatsverschuldung, um seine Probleme auf diesen Weg zu lösen. Immerhin müsste der Goldwert um rund 410.000 US-Dollar steigen, damit der Aufwertungsgewinn genügt die Staatsschulden zu tilgen.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/stelter-gold-hebel-so-funktioniert-der-neustart-a-1089022-3.html

Gruß an die Klardenker

TA KI

Kroatien streicht ärmeren Bürgern alle Schulden


kroatien

Das jüngste EU-Mitglied, Kroatien, hat Medien zufolge ein ungewöhnliches soziales Experiment in Angriff genommen, um die Armut im Land zu lindern und den privaten Konsum anzufachen.

Laut einem Bericht des kopp-verlags will Kroatien ärmeren Bürgern alle Schulden streichen.
Wie es dort dazu weiter heißt, können 60.000 Kroaten die Streichung ihrer privaten Schulden bis einschließlich Mai 2015 beantragen, falls diese umgerechnet nicht 4.550 Euro übersteigen und das monatliche Einkommen höchstens 325 Euro erreicht.
Anspruch auf den Schuldenerlass haben nur jene Bürger, die keine Immobilien oder andere Vermögen besitzen und deren Bankkonto seit einem Jahr wegen der Schulden gesperrt ist. Finanziert wird das auch mit Hilfsgeldern der EU.
 .
Gruß an die Entschuldeten
TA KI

Ukraine und Russland schließen Frieden im Gas-Streit


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EU-Energiekommissar Günther Oettinger (Mitte), schaut sich den Handschlag von Russlands Energieminister Minister Alexander Novak (links) und seinem ukrainischen Kollegen Juriy Prodan an. (Quelle: AP/dpa)

Die Gasversorgung Europas im kommenden Winter ist ein gutes Stück sicherer: Die Ukraine und ihr Lieferant Russland haben sich nach monatelangem Gezerre auf die Versorgung bis zum März geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten gemeinsam mit der EU-Kommission entsprechende Vereinbarungen. Darin geht es um alte Schulden und die Bezahlung künftiger Lieferungen – wobei auch europäisches Geld helfen soll. Seit Juni erhält das Land kein russisches Gas mehr.

„Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Energiesicherheit auf dem europäischen Kontinent“, sagte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. „Es gibt jetzt keinen Grund dafür, dass die Menschen in Europa es in diesem Winter kalt haben.“ Ein Großteil des Gases, das Europa aus Russland bezieht, fließt durch die Ukraine. Es gab Befürchtungen, das Land könnte dieses Gas im Ernstfall anzapfen – und damit die Versorgung in der EU gefährden.

Gas nur noch auf Vorkasse

Bis März soll die Ukraine einen Preis von weniger als 385 US-Dollar (etwa 305 Euro) je tausend Kubikmeter russisches Gas zahlen. Sowohl der russische Energieminister Alexander Nowak als auch sein ukrainisches Gegenüber Juri Prodan nannten einen Preis von 378 US-Dollar (knapp 300 Euro). Nowak erklärte, damit gewähre die russische Seite „eine Minderung um 100 Dollar“. Russland will aber nur Gas liefern, das bereits per Vorkasse bezahlt worden ist.

Die Ukraine plant laut EU-Kommission bis Ende des Jahres Gaskäufe von ungefähr vier Milliarden Kubikmeter, im Wert von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro). Zur Begleichung alter Schulden soll das Land bis Ende des Jahres 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) an den russischen Energieversorger Gazprom zahlen. „Dieses Geld liegt auf einem Sonderkonto bei der ukrainischen Staatsbank und ist damit eine sichere Erwartung für Gazprom“, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Eine erste Tranche von 1,45 Milliarden US-Dollar solle bereits „in den nächsten Tagen“ bezahlt werden.

Ukraine zahlt auch mit EU-Geld

Bis zuletzt war offen gewesen, wie das quasi insolvente Land seine Rechnungen zahlen kann. Dazu sagte Oettinger, die Ukraine habe „im Haushalt Mittel für den Gaseinkauf bereitgestellt“. Zudem verwies er auf Hilfsprogramme, die die EU und der Internationale Währungsfonds in diesem Jahr bereits beschlossen haben. Weitere Programme könnten vielleicht im nächsten Jahr folgen.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_71604552/ukraine-und-russland-legen-gas-streit-bei-europaeer-koennen-aufatmen.html

Gruß nach Rußland

TA KI

Gas-Verhandlungen in Brüssel: Wer gibt Kiew Geld fürs Gas?


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In Brüssel findet am Mittwoch eine weitere Runde der Gas-Verhandlungen zwischen der EU, Russland und der Ukraine statt. Bei der jüngsten Verhandlungsrunde am 21. Oktober schien es, dass alles Erforderliche abgestimmt sei: der Gaspreis für Kiew, die Summe der zu zahlenden Schulden für den russischen Brennstoff, die Höhe der Vorauszahlung. Allerdings war aus dieser „Gas-Gleichung“ ein solches Detail wie die Antwort auf die Frage herausgefallen: Wer für das alles zahlen wird?

Russland will Kiew nicht mehr finanzieren. Die EU hegt ebenfalls keinen solchen Wunsch, aber offenbar wird Brüssel dennoch für Kiew „Geld zusammenlegen“ müssen. Hier hat Europa keinen Ausweg: Entweder es muss zumindest die Hälfte des erforderlichen Geldes auftreiben, oder aber es wird erneut zusehen müssen, wie Kiew Gas aus der Transitpipeline entnimmt und Europa frieren lässt. So war es bereits im Jahr 2009.

Die Seiten hatten am 21. Oktober vereinbart, dass die Ukraine bis zum Jahresende 3,1 Milliarden US-Dollar zur Tilgung der Schulden für bereits erfolgte russische Gaslieferungen zahlt. Diese Summe wurde übrigens aus einem ermäßigten Preis errechnet. Zur Vorauszahlung für Gaslieferungen zum Preis von 385 Dollar je 1.000 Kubikmeter Gas bis zum Frühjahr sind 1,6 Milliarden Dollar erforderlich. Die EU ist bereit, nur eine Milliarde zu garantieren. Keiner weiß, woher das restliche Geld kommen soll.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel erklärte bereits, Europa werde das Gas für die Ukraine nicht in voller Höhe bezahlen und auch nicht deren Schulden begleichen. Aber dennoch werden die Europäer zusammenlegen müssen für die Gas-Vorauszahlung.

Interessant ist, dass sich vor der Verhandlungsrunde des 29. Oktober weder die Position der EU noch die Position Moskaus zu den Gasverhandlungen mit der Ukraine geändert hat. Es gibt hier seit dem Frühjahr überhaupt keine Veränderungen. Kiew habe die Sache jetzt bis an den Rand einer Gas-Katastrophe im Winter getrieben – für sich selbst und ebenso für die EU, sagt Rustam Tankajew vom Verband der russischen Öl- und Gasindustriellen und fährt fort:

„Jetzt geht es schon darum, die Ukraine im Winter vor einer humanitären Katastrophe zu retten. Und die Tatsache, dass die Verhandlungen ständig zum Vertrag von 2009 abgleiten, zeigt nichts anderes als ein völlig verantwortungsloses Verhältnis Kiews dem eigenen Volk gegenüber.“

Nach den Parlamentswahlen in der Ukraine werde es viel leichter sein, die Gas-Problematik zu regeln, meint der Präsident des Russischen Gasverbandes Sergej Tschishow und motiviert das so:

„Europa wird bezahlen, weil Europa keinen anderen Ausweg hat. Die Ukraine befindet sich real im Zustand der Zahlungsunfähigkeit. Sie hat kein Geld. Es wird ein gebundener Kredit sein, oder einen Anleihe von der EU oder vom IWF, der streng und ganz an die Gaslieferungen gebunden sein wird. Mit dem Kredit hat man bis zu den Parlamentswahlen gezögert. In Europa will man jenen Leuten Geld geben, die für lange und ernsthaft kommen werden. Wichtig sind verantwortungsvolle Leute, etwa wie Präsident Poroschenko, der zumindest eine gewisse Zeit lang legitim sein wird.“

Die Gas-Pessimisten glauben nicht sehr an ein positives Ergebnis des bevorstehenden Zusammentreffens in Brüssel. Europa schreckt nicht so sehr die Höhe der Kredite für Kiew, sondern vielmehr dessen volle finanzielle Unzuverlässigkeit. Der Gas-Experte Nikolaj Podlewskich sagt hierzu Folgendes:

„Die Summen, die die Ukraine für die Vorauszahlung braucht, sind für die Europäische Union nicht so belastend. Doch in Europa will man keinen Präzedenzfall schaffen, wo man Kiew einen Kredit gewährt, dessen Zurückzahlungschancen sehr gering sind.“

Bisher haben sich Deutschland und Österreich geäußert, teilweise helfen zu wollen. Wie der österreichische Kanzler Werner Faymann sagte, sei es sehr wichtig, im Winter kontinuierliche Gaslieferungen nach Europa zu gewährleisten. Die Höhe dieser Finanzhilfe wird noch nicht genannt, man wird das bei den Verhandlungen in Brüssel vereinbaren.

Quelle: http://german.ruvr.ru/2014_10_28/Die-Gas-Verhandlungen-in-Brussel-Wer-gibt-Kiew-Geld-furs-Gas-6974/

Gruß an die Spender der Welt

TA KI

Parteien haben trotz Krise 450 Millionen Euro Vermögen angehäuft


In Deutschland gibt es einen Staat im Staate, der sich mitten in der Wirtschaftskrise bisher ungeahnte Vermögen zugeschanzt hat: Die politischen Parteien haben ihre Position genutzt, den Steuerzahlern Millionen abzunehmen. Eine öffentliche Diskussion oder gar eine wirksame Kontrolle findet nicht statt.

Merkels 60.

Die Vermögen der deutschen Parteien haben sich trotz Sparkursen und Krisen in den vergangenen Jahren vervielfacht. Einen großen Anteil daran hat der Staat: Fraktionsgelder und Parteizuschüsse spülen jährlich Millionenbeträge in die Parteikassen und machen inzwischen über die Hälfte der Parteieinnahmen aus. Ein Grund für die Politiker, die Geldflüsse mit immer neuen Tricks zu verschleiern.

Sie wissen auch, warum sie ihre Vermögen besser nicht an die große Glocke hängen. Denn während in ganz Europa Sparkurse verordnet werden, haben die Parteien Methoden gefunden, sich beim Steuerzahler zu bedienen.

Das Ergebnis der Sparkurse ist für viele EU-Länder katastrophal: Massenarmut, Massenarbeitslosigkeit, Rezession, steigende Schulden. Obwohl die Bundesregierung ihre Austeritätspolitik in europäischen Finanzfragen durchsetzt – besser gesagt gerade deswegen – ist die gewöhnlich zu erwartende robuste Erholung nach einer Rezession nicht eingetreten. Derzeit gibt es lediglich schwache Anzeichen einer Verbesserung.

Doch während viele kleine Familien nicht wissen, wovon sie in den kommenden Jahren leben werden, gibt es eine kleine Gemeinschaft, die sich weigert, zu sparen: Die politischen Parteien in Deutschland haben mehr Vermögen angehäuft als je zuvor. 

Schon zu Beginn der neuen Legislaturperiode erhöhten die Parlamentarier die unmittelbaren staatlichen Mittel, die ihre Parteien erhalten. Zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode lag die Summe bei 133 Millionen Euro. Jetzt steigt sie auf fast 157 Millionen. Doch damit nicht genug. Ihren eigenen Bundestagsfraktionen gegenüber waren sie auch großzügig. Im selben Zeitraum stockten sie deren Fraktionsgelder von 78.7 Millionen Euro auf rund 84,7 Millionen auf. Immer noch nicht genug. Gleichzeitig erhöhten sie den Etat für „Leistungen, Zuschüsse und Unterstützungen an Mitglieder und ehemalige Mitglieder“ des Bundestags von 287 Millionen Euro auf 332,5 Millionen. Dies könnte unaufhaltsam weitersteigen, da der gegenwärtige Bundestag kurz nach seiner Konstituierung nochmal aus dem Vollen schöpfte und die Diäten erneut um 830 auf 9.082 Euro monatlich anhob (Anfang 2010 waren es noch 7.668 Euro). In vielen Landtagen herrscht traditionell ebenfalls Großzügigkeit im Dienst der eigenen Partei und dem Privatkonto.

Da ist es kein Wunder, dass die öffentliche Hand inzwischen dank einer ganzen Reihe von Tricks weit über die Hälfte der Einkünfte der Parteien beisteuert, direkt und indirekt. Während viele Parteien unter dramatischem Mitgliederschwund und sinkenden Spendeneinnahmen leiden, ist es der Staat, der die Parteien zunehmend alimentiert – und ausgerechnet die Politiker selber entscheiden darüber.

Es geht den politischen Parteien hierzulande finanziell so gut wie nie. Wenn man das Reinvermögen der Parteien betrachtet, die in der vergangenen Legislaturperiode vertreten waren, gewinnt man erstaunliche Erkenntnisse: Laut den jüngsten Zahlen aus 2012 – die Finanzberichte der Parteien gibt es fast immer erst eineinhalb Jahre nach Jahresende – ist dieses Vermögen in den vergangenen zehn Jahren um über 60 Prozent auf 450 Millionen Euro angewachsen. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass dazwischen eine schwere Wirtschaftskrise stattfand. Führend war die CDU, deren Reinvermögen sich in der Zeit von 74 auf 135 Millionen Euro fast verdoppelt hat. Die SPD konnte ihr Vermögen von 135 Millionen Euro auf 207 Millionen steigern. Die FDP hat vorgemacht, wie man sich die eigene Regierungszeit vergolden kann, wie bei den Affären um Mövenpick und der Gauselmann Gruppe: Nach der Bundestagswahl 2009 hatte die Partei noch Schulden auf dem Konto. Ende 2012 (ein Jahr vor dem Ende der Legislaturperiode) hatte die FDP schon ein Vermögen von fast elf Millionen Euro angehäuft.

***

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten dokumentieren in einer Serie das Wirken der Parteien. Vertreten Politiker wirklich den Willen des Volkes? Oder arbeiten sie auf eigene Rechnung?

Mathew D. Rose ist einer der angesehensten investigativen Journalisten in Deutschland. In seinem Buch “Korrupt? Wie unsere Politiker und Parteien sich bereichern – und uns verkaufen” folgt der Spur des Geldes und wirft einen Blick hinter die Finanzkulissen von Parteien und Politikern. Er enthüllt, dasss Politik nach den Gesetzen des Big Business funktioniert. Geld und Macht bestimmen immer öfter die politischen Entscheidungen. Die Demokratie droht auf der Strecke zu bleiben.

(…)

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/20/parteien-haben-trotz-krise-450-millionen-euro-vermoegen-angehaeuft/

Gruß an die Schacher-er

TA KI

 

Sparer, aufgepasst: Mario Draghi kämpft gegen die unsichtbare Hand


Mario Draghi dürfte am Donnerstag bei der EZB-Pressekonferenz außergewöhnliche Maßnahmen verkünden. Mit fast gleichlautenden Worten wollte 1931 der Chef der Bank of England, Montague Norman, den Kapitalismus retten. Die Geschichte wiederholt sich: Die Sparer werden enteignet, damit die Regierungen weiter Schulden machen können. Am Ende steht das böse Erwachen.

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Am Donnerstag treten die heimlichen Herrscher Europas zusammen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ein ganzes Maßnahmen-Bündel im Abwehrkampf gegen eine angeblich drohende Deflation beschließen. Beobachter erwarten, dass die Notenbanker unter anderem den Leitzins weiter senken und erstmals einen Strafzins für Banken einführen, die Geld lieber bei der Zentralbank parken als es an mittelständische Unternehmen zu verleihen. Zudem werden sie mit einer milliardenschweren Geldspritze versuchen, die Kreditvergabe anzukurbeln. Mit dem historischen Griff in die Trickkiste der Geldpolitik soll erreicht werden, dass Konjunktur und Preise wieder anziehen, damit es nicht zu einer ruinösen Abwärtsspirale fallender Preise, sinkender Löhne und nachlassender Investitionen kommt.

Die ersten Opfer der hemmungslosen Schuldenpolitik sind die Besitzer von Lebensversicherungen. Die Bundesregierung ebnete am Mittwoch den Weg zu ihrer Enteignung (mehr dazu hier).

Schulden werden mit neuen Schulden bekämpft.

Die Geschichte wiederholt sich.

Manchmal sogar wörtlich.

Im Sommer des Jahres 1931 schrieb Montagu Norman, der Chef der Bank of England, also der englischen Zentralbank, einen Brief an seinen Kollegen bei der französischen Zentralbank. Norman war damals der mächtigste Mann Englands. Die New York Times nannte ihn den »Monarchen eines unsichtbaren Imperiums«. Norman war eine auffallende Erscheinung, ein »Mann mit einem spitzbübischen Lächeln, der theatralisch-geheimnisvollen Aura, dem Van Dyke-Bart und der Verschwörerbekleidung: breitkrempiger Hut, wallender Umhang und funkelnde Smaragd-Krawattennadel.« Normans Brief an den Chef der Banque de France war ein Appell zum entschlossenen Handeln. Mitten in der ersten großen Bankenkrise in Europa schrieb Norman: »Wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden, um es zu retten, wird das kapitalistische System innerhalb eines Jahres in der gesamten zivilisierten Welt zugrunde gehen. Ich sollte diese Aussage archivieren, um später darauf verweisen zu können.«

Wir wollen die Finanzkrise der 1930er-Jahre hier nicht weiter im Detail betrachten, sie wurde in einem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Buch von Liaquat Ahamed wie ein Krimi beschrieben. Ahamed schildert die verzweifelten Bemühungen der damaligen internationalen Zentralbanker, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln den Crash zu verhindern, der – und das wussten die Banker sehr gut – zu gewaltigen sozialen Verwüstungen führen würde. Ahamed kommt in seiner Analyse jener Zeit, die verblüffend viele Ähnlichkeiten zu unserer Zeit aufweist, zu einer bemerkenswerten Schlussfolgerung: »Einer der Gründe für das Ausmaß des weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruchs war, dass es sich nicht nur um eine Krise handelte, sondern um eine Abfolge von Krisen, die sich immer wieder von einer Seite des Atlantiks auf die anderen ausbreiteten.«

Genau dieses Phänomen haben wir um die Jahrtausendwende erlebt: New Economy, Subprime, Eurokrise. Eine Krise jagt die nächste. Und die einzige Konstante aller Krisen: Durch die »drastischen Maßnahmen«, die die Regierungen im Verein mit den Zentralbankern beschließen, wird die Lage immer schlimmer.

Es gibt eine gängige Theorie, die besagt: Blasen gehören zum Wirtschaftsleben. Dinge werden aufgeblasen, dann platzt die Blase – und es geht weiter. Solche Dinge seien in einer Marktwirtschaft normal.

Das stimmt nicht: Blasen treten nur auf, wenn künstlich Geld in die Märkte gepumpt wird.

Eine echte Marktwirtschaft, in der innovative Unternehmer Produkte entwickeln und vertreiben, kann ohne jede Blase auskommen. Wenn die Kunden seine Produkte kaufen, gewinnt der Unternehmer und wird reich. Wenn die Kunden die Produkte nicht brauchen, geht der Unternehmer pleite und verliert, was er investiert hat. Viel komplizierter ist die Realwirtschaft im Grunde nicht.

Blasen entstehen allerdings, wenn Staaten und Zentralbanken einen Markt mit Ozeanen aus Papiergeld und Krediten aus heißer Luft in ein Kasino verwandeln.

Das Internet hätte sich auch durchgesetzt, wenn Alan Greenspan den Markt nicht mit Falschgeld geflutet hätte. Google hätte sich etabliert, weil die Idee innovativ, die Technologie überzeugend und das Geschäftsmodell einleuchtend sind. Google wäre allerdings ohne das wahnwitzig viele Geld vielleicht nicht zu einem globalen Monopolisten geworden. Wir verzichten an dieser Stelle auf eine Betrachtung des Aufstiegs von Google. Interessant ist allerdings, dass die US-Regierung Google massiv gefördert hat – unter anderem mit Geld von den Geheimdiensten und dem Pentagon. Interessant ist auch, dass das Internet, wie wir es heute kennen, ursprünglich eine militärische Einrichtung war. Es ist schwer zu sagen, wie sich das Internet ohne jegliche US-Steuergelder und ohne Alan Greenspans Falschgeld entwickelt hätte. Möglicherweise gäbe es einige Monopolstrukturen heute nicht und wir müssten weltweit kein Steuergeld aufbringen, um Google über Kartellrechtsverfahren in seiner Marktmacht zu beschneiden.

Die »drastischen Maßnahmen« der Zentralbanken bewirken in der Regel, dass von erfolgreichen Innovationen vor allem die Finanzwirtschaft profitiert. Wenn die Innovationen scheitern, tragen die Anleger oder die Steuerzahler die Verluste. Die Intervention einer Regierung durch die Produktion von Schuldgeld führt zwangsläufig dazu, dass die Probleme nicht gelöst, sondern nur immer größer werden.

Ahamed benennt die Politiker der Pariser Friedenskonferenz 1919 als Schuldige der Katastrophen in den folgenden Jahren, weil sie den besiegten europäischen Feinden »eine gigantische Last an internationalen Schulden« auferlegt hatten.

Die zweite Gruppe seien die Zentralbanker gewesen. Dass sich die »Krise zu einer weltweiten Katastrophe auswuchs«, sei »unnötig« gewesen: »Die europäischen Zentralbankiers hatten schon seit mehr als einem Jahrhundert mit Finanzkrisen zu tun gehabt. Eine wichtige Lektion hatten sie längst verinnerlicht: Während die Wirtschaft, geführt von einer unsichtbaren Hand, die meiste Zeit sehr gut funktioniert, scheint diese Hand in Zeiten der Panik ihren Halt zu verlieren. Die Märkte, vor allem die Finanzmärkte, wurden irrational und ängstlich. Um unter solchen Umständen zur Vernunft zurückzukehren und wieder eine Art Gleichgewicht herzustellen, war ein gut sichtbarer Kopf erforderlich, der die unsichtbare Hand führte. Mit anderen Worten: Führerschaft war gefragt.«

Doch wie soll man eigentlich »führen«, wenn eine »unsichtbare Hand« erschlafft? Es ist völlig normal, dass Panik ausbricht, wenn jemand in die Insolvenz rutscht. Niemand scheitert gerne. Der österreichische Verleger Fritz Molden schildert bewundernswert ehrlich, wie er sich gefühlt hat, als ihn der Masseverwalter nach der Pleite seines Verlagsimperiums mit den Worten begrüßte: »Betrachten Sie sich in etwa in der Position eines unmündigen Kindes.«

Die Finanzmärkte sind nicht weniger irrational und ängstlich als alle anderen Märkte. Die Beteiligten der Finanzmärkte wissen jedoch, dass die Regierungen extrem irrational und ängstlich sind, wenn es um ihre Staatsschulden geht. Droht man ihnen mit dem Crash und mit der unerfreulichen Aussicht, dass sie bei der nächsten Wahl mit bescheideneren Geschenken an die Bürger herantreten müssen, sind die Regierungen seit der Erfindung des Falschgeldes immer bereit gewesen, die Druckerpresse anzuwerfen. Dies geschieht stets in der irrationalen Hoffnung, dass die »unsichtbare Hand« bis zum Wahltermin ihren Liebesentzug beendet und wieder die »Führung« der Wirtschaft übernimmt.

Das klingt sehr nach Aberglaube.

Die Untergangsstimmung, die sich während der aktuellen Krise hinter verschlossenen Türen ausbreitet, erinnert durchaus an die Ängste der 1930er-Jahre, wie folgende Episode aus dem Dezember 2013 zeigt. In einer Sitzung der Regierungschefs der EU wurde wieder einmal heftig darüber gestritten, wie man die EU aus der nun seit Jahren anhaltenden Finanzkrise herausführen könne. Nachdem sich die meisten Politiker so ziemlich in allen Punkten widersprochen hatten und ein tiefes Zerwürfnis drohte, platzte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Kragen: Sie komme aus einem Land, das von der Bundesrepublik Deutschland gerettet werden musste. Für die Europäer werde in der Eurokrise niemand aufstehen, um sie zu retten. Merkel nannte die Griechenlandrettung als Beweis dafür, dass die EU sehr wohl Krisen bewältigen könne, und forderte Taten: »Wenn wir uns alle so verhalten wie das im Kommunismus der Fall war, dann sind wir verloren. Ohne verstärkte Integration wird unsere Währung früher oder später explodieren.« Merkel sagte, dass sie bei der Lektüre des Buchs Die Schlafwandler von Christopher Clark über den Vorabend des Ersten Weltkriegs ähnliche Phänomene erkannte hätte wie heute in der EU. Alle Bemühungen, die zu einer politischen Lösung hätten führen können, seien gescheitert – und das habe zum Krieg geführt. »Das Leben ist ungerecht«, sagte Merkel. Es sei besser, jetzt drei Milliarden Euro zu bezahlen, als die EU in einigen Jahren mit zehn Milliarden Euro retten zu müssen (mehr dazu hier).

Nur Politiker, die stets das Geld der anderen ausgeben, können so etwas sagen.

Das Dilemma, in dem sich Angela Merkel zum Zeitpunkt dieser Bemerkung befand, und das der europäischen Politik heute immer noch zu schaffen macht, führt zu fortlaufenden Verwerfungen bei der Lösung der Krise. Es gibt in der Währungsunion unterschiedliche Auffassungen über das Tempo, mit der die Schulden weginflationiert werden sollen. Deutschland fürchtet um seinen guten Ruf bei den Investoren. Den Südländern ist die Möglichkeit genommen, durch laufende Abwertungen ihre nationalen Produkte wettbewerbsfähig zu halten. Ständig tauchen neue Probleme auf: Slowenien muss seine Banken retten, Österreich sieht sich auf einmal mit einem 19-Milliarden-Euro-Bankendesaster konfrontiert.

Da kann man sich schon mal höhere Mächte wünschen.

In solch einer Lage richten sich alle Augen immer wieder auf Mario Draghi, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank.

Und wie Montagu Norman ist auch Mario Draghi entschlossen, »drastische Maßnahmen« zu ergreifen, um das System zu retten.

Wie wir bei der Geschichte der BIZ gesehen haben, waren die Zentralbanker immer schon der Meinung, es sei besser, sie übernehmen das Ruder, wenn sich die Politiker auf offener Bühne streiten. Die politische Führerschaft ist allerdings nicht die Aufgabe einer Zentralbank.

Eines der Probleme der Zusammenarbeit der Zentralbanken liegt darin, dass sich die meisten wichtigen nationalen Zentralbanken in einem entscheidenden Punkt von der Deutschen Bundesbank unterscheiden: Viele Notenbanken sind in privater Hand. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass diese Banken Maßnahmen ergreifen, die ihren Eigentümern schaden.

Die Federal Reserve in den USA ist eine private, gewinnorientierte Bank. Eigentlich ist sie so etwas wie eine Privatbank mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag. Sie soll die Geldwertstabilität sicherstellen, der Regierung bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit helfen und dem amerikanischen Finanzminister am Ende des Jahres auch noch ordentliche Gewinne überweisen. Die Europäische Zentralbank dagegen ist von der Politik der Eurostaaten per Gesetz vollständig abgekoppelt. Es ist ihr verboten, die Staaten zu finanzieren.

Die EZB wurde nach dem Vorbild der Deutschen Bundesbank gegründet. Die Deutschen hatten in den 1930er-Jahren schlechte Erfahrungen mit der damaligen Zentralbank, der Reichsbank, gemacht: Die Bank war, wie heute die Fed, eine private Bank mit staatlichen Aufgaben gewesen. Erst in seinen Erinnerungen im Jahr 1953 räumte ihr Präsident Hjalmar Schacht ein, dass die Reichsbank an der Katastrophe entscheidend mitgewirkt hatte: Sie hatte, um Profit zu machen, Geld an die internationalen Spekulanten verliehen. Die Spekulanten verwendeten dieses Geld, um gegen die deutsche Währung zu spekulieren – einer der Gründe, warum die Weimarer Republik schließlich zusammenbrach und Adolf Hitler an die Macht gelangte.

Bei der Gründung der Bundesbank im Jahr 1957 wollte man genau diesen Fehler vermeiden. Die Deutschen, die noch die Hyperinflation in Erinnerung hatten, gaben der Bundesbank eine einzige Aufgabe: die Preisstabilität der D-Mark zu sichern. Mit diesem Konzept ist Deutschland bis zur Einführung des Euro sehr gut gefahren. Es gelang der deutschen Wirtschaft durch ihre Innovationskraft und Produktivität, ihre Waren trotz der legendär »harten Mark« auf den Weltmärkten zu verkaufen.

In den Jahren zwischen 1948 und 1989 lag der Leitzins der Bundesbank immer zwischen drei und acht Prozent. Die Bundesbank hielt Distanz zur Politik, auch wenn es Konflikte gab. So sagte Bundesbankpräsident Helmut Schlesinger 1992 dem Spiegel nach Kritik von Bundesfinanzminister Theo Waigel an den hohen Zinsen: »Ein Finanzminister, der Schulden hat und weitere machen muss, ist nie über eine Zinserhöhung erfreut.«

Die Notenbanken Italiens und Frankreichs agierten dagegen als chronische Weichspüler: Wann immer italienische oder französische Produkte unter Druck gerieten, werteten die Zentralbanken die Lira und den Franc ab, um die Waren wieder wettbewerbsfähig zu machen – ein durchaus legitimes Mittel, für deren Wirkung im Inland (höhere Kosten bei Importen) eben die Regierungen geradestehen mussten. Interessant sind die Eigentümerstrukturen: Die Eigentümer der Banca d’Italia sind die großen italienischen Banken und Versicherungen sowie einige Pensionsfonds. Auch die französische Notenbank gehört den französischen Banken. Die Banque de France wurde 1993 »mit Hinblick auf die Euroeinführung privatisiert«.

Mit der Errichtung der EZB als Zentralbank der Eurostaaten haben wir es mit einer Mischform von eigentlich unvereinbaren Kulturen zu tun: Die Vertreter der einzelnen nationalen Notenbanken wollen das Schiff in entgegengesetzte Richtungen steuern.

Die logische Folge: Die Richtung wird in einem Machtkampf entschieden. Die Vertreter der Tradition der Bundesbank sind in de Minderheit (mehr dazu hier).

Was immer die EZB an diesem Donnerstag verkündet, wird den Schulden-Staaten und den Investment-Banken nutzen.

Bezahlen werden die Sparer.

Leidtragende der Politik der niedrigen Zinsen sind nach Auffassung der Verbandspräsidenten vor allem die Sparer. »Die anhaltende Niedrigzinspolitik beschädigt die dringend notwendige Altersvorsorge. Sie fördert Kapitalfehlleitungen, bepreist Risiken falsch und schafft gravierende Stabilitätsgefahren«, sagt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. Gerade die Menschen in Deutschland legten ihr Geld traditionell sicher an und litten daher besonders unter den Niedrigzinsen. Die Verbände sehen mit Sorge, dass die Sparquote in Deutschland zurückgeht: »Die Menschen leben immer länger, doch die gesetzliche Rente leistet immer weniger. Deshalb muss gerade die junge und mittlere Generation vermehrt privat vorsorgen«, betont Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die lockere Geldpolitik setze gefährliche Fehlanreize: »Weniger Sparanstrengungen bei gleichzeitig niedrigen Zinsen reißen massive Lücken in der Altersversorgung künftiger Rentner«, warnt Erdland.

Die Geschichte wiederholt sich.
Mit einschläfernder Monotonie.
Doch fast immer gibt es am Ende das böse Erwachen.

(…)

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/05/sparer-aufgepasst-mario-draghi-der-fuerst-europas-kaempft-gegen-die-unsichtbare-hand/

Gruß an die Geschichtswiederholer

TA KI