Neue Spannungen: Nato „übt“ in der Ukraine


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Die Ukraine und ihre Nato-Partner beginnen eine Serie von gemeinsamen Militärübungen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

Gestern hat im nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres das Marinemanöver „Sea Breeze 2014“ begonnen, an dem die Ukraine, Georgien und die Nato beteiligt sind.

Vom 16. bis 26. September ist im Gebiet Lwow die internationale Militärübung „Rapid Trident“ („Schneller Dreizack“) geplant.

Beide Übungen waren schon vor längerer Zeit vereinbart worden. Dennoch machen die Nato und Kiew keinen Hehl daraus, dass sie zum Teil auch mit dem andauernden Konflikt in der Ostukraine verbunden sind.

Seit dem vergangenen Samstag halten sich im Schwarzen Meer zwei Nato-Kriegsschiffe auf: die kanadische Fregatte „Toronto“ und die spanische Fregatte „Almirante Juan de Borbon“. Die US-Fregatte „Ross“ und die französische Korvette „Commandant Birot“ sollen demnächst eintreffen. Darüber hinaus werden sich Schiffe aus der Türkei, Rumänien und Georgien an dem Manöver beteiligen.

Wie der Sprecher des Informationszentrums beim ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrat, Wladimir Polewoi, mitteilte, handelt es sich um insgesamt zwölf Kriegs- und Versorgungsschiffe, darunter fünf ukrainische. Zudem kämen Fliegerkräfte der Marine zum Einsatz.

Das Ziel des Manövers sei „das Trainieren von Sicherheitsmaßnahmen bei der Schifffahrt in einem Krisengebiet“.

In der Nähe des Manövergebietes befindet sich die von der ostukrainischen Volkswehr belagerte Hafenstadt Mariupol. Dort wurden in den letzten Tagen mehrere ukrainische Militärboote versenkt.

Die Nato beteuert, in den Ukraine-Konflikt nicht einzugreifen. Nicht auszuschließen ist aber, dass während des „Sea Breeze“-Manövers nicht nur im nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres, sondern auch im Grenzgebiet des Schwarzen und des Asowschen Meeres „Sicherheitsmaßnahmen“ geübt werden. Vor dem Krim-Beitritt zu Russland hatte die Ukraine dieses Gebiet kontrolliert.

Die Situation wird dadurch zusätzlich belastet, dass bei einer Eroberung Mariupols durch die Aufständischen die Kohle-, Metall-, Weizenversorgung usw. der Ukraine unterbrochen werden könnte. Die Behörden in Kiew würden dagegen vorgehen, und damit könnte dort ein neues Konfliktgebiet entstehen.

In der nächsten Zeit werden die Nato-Schiffe wohl kaum im Asowschen Meer auftauchen. Niemand weiß jedoch, wie sich die Situation weiter entwickelt.

Das russische Außenministerium zeigte sich besorgt über die Aktivitäten der Nato und der Ukraine, weil sie „die Spannungen fördern“.

In der kommenden Woche treffen etwa 1300 Soldaten aus insgesamt 15 Ländern, darunter aus mehreren Nato-Mitgliedsländern, in der Westukraine ein. Pentagon-Sprecher Stephen Warren kündigte die Entsendung von 200 US-Soldaten an, die in Italien stationiert sind. Das alles trägt wohl kaum zur Entspannung der Lage bei.

Quelle: http://de.ria.ru/zeitungen/20140909/269503592.html

Gruß nach  Rußland

TA KI