Türkei fahndet nach IS-Frauen aus Deutschland


vollverschleierte-frauen-auf-einer-salafistenkundgebung-im-letzten-jahr-in-offenbach-Zwei Frauen aus Deutschland stehen einem Medienbericht zufolge auf der Fahndungsliste der Türkei. Sie sollen sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben und stehen im Verdacht, Selbstmordattentate zu planen.

Insgesamt werde nach 21 Menschen gesucht. Die türkische Polizei, der Geheimdienst MIT sowie die türkische Gendarmerie arbeiten demnach mit Hochdruck daran, die 15 Männer und sechs Frauen zu ergreifen. Das geht aus einem Bericht von WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ hervor.

Laut dem Bericht ist eine der gesuchten Frauen eine Deutsche aus Mönchengladbach. Eine gesuchte türkische Staatsbürgerin soll nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen ebenfalls aus Mönchengladbach stammen und mit der Deutschen befreundet sein.

Die Polizei aus Mönchengladbach bestätigt die Recherchen. „Sie waren uns bekannt aus dem salafistischen Umfeld. Seitdem sie ausgereist sind, haben wir keine Erkenntnisse mehr, was mit ihnen passiert ist“, wird ein Polizeisprecher zitiert. Auch bei der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf läuft demnach bereits seit Monaten ein Verfahren gegen die beiden Frauen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Teenager wollten Dschihadisten heiraten

Dem Berichte zufolge beschäftigten sich die damals 17-jährigen Freundinnen schon seit 2013 intensiv mit dem Islam. Über einschlägige Webseiten und Besuche in der salafistischen Szene in Köln hätten sie sich zunehmend radikalisiert. Ende 2013 sollen die beiden Minderjährigen dann in die Türkei gereist sein – um sich in Syrien dem IS anzuschließen und einen Dschihadisten zu heiraten, wie die Sicherheitsbehörden vermuten.

Die Reise endete für die Frauen jedoch zunächst in der Türkei, wo sie von Sicherheitsbehörden Anfang 2014 aufgegriffen wurden, wie es weiter heißt. Die Türkin sei schließlich auf freien Fuß gesetzt, die Deutsche nach Deutschland abgeschoben worden.

Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt

Zurück in Mönchengladbach soll sie zunächst von deutschen Behörden betreut worden sein. Ihr Versuch, wieder eine Schule zu besuchen, scheiterte wohl daran, dass sie nicht auf das Tragen des Gesichtsschleiers verzichten wollte. Im Sommer 2014 soll die Deutsche erneut in Richtung Syrien ausgereist sein.

Hintergrund der landesweiten Fahndungsaktion ist demzufolge offenbar das Selbstmordattentat von Suruc im türkisch-syrischen Grenzgebiet, bei dem am 20. Juli 32 Menschen getötet worden waren. Die Opfer waren zu einem prokurdischen Treffen für den Wiederaufbau Kobanes gekommen.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_75397646/tuerkei-fahndet-nach-is-frauen-aus-deutschland.html

Gruß an die Aufgewachten

TA KI