Kapuzinerkresse


Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) gehört zu der Apotheke, die die spanischen Eroberer von ihrer Suche nach Indien im 16. Jahrhundert aus Südamerika mitbrachten. Man gab ihr deshalb auch den Namen „Blutblume aus Peru“ oder Indianerkresse.

Kapuzinerkresse© silencefoto – adobe

In die Nähe der Kresse wurde sie gerückt, weil ihr Geruch und Geschmack unserer Brunnenkresse ähnelte. Bei den seefahrenden Engländern wurde die Heilpflanze hochgeschätzt, weil ihre Samen als wirksames Mittel gegen den gefürchteten Skorbut galten. Traditionell wurde sie bei Genitalinfektionen zur Keimhemmung eingesetzt.

Ursprünglich also aus Südamerika stammend, findet man Kapuzinerkresse heute in unseren Breiten häufig auf Balkonen oder im Garten, wo sich die hübsche einjährige Pflanze gut aus Samen ziehen lässt. Dabei macht sie sich als Bodenbedecker wie als rankende Variante sehr gut und ist auch für schattige Stellen durchaus geeignet.

Namensgebend für die im Sommer leuchtend gelborange blühende und pfefferartigen Duft verströmende Zierpflanze ist der zipfelartige Blütensporn – ein Anhängsel, das entfernte Ähnlichkeit zur Kopfbedeckung von Kapuziner-Mönchskutten aufweist.

Durch die Oberflächenstruktur der schildförmigen Blätter kommt es zu einem Lotus-Effekt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche eher ab, anstatt diese zu benetzen und nehmen dabei Schmutzpartikel mit.

Wirkung von Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ist eine Heilpflanze ersten Ranges; sie ist besonders reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen und ein bewährtes Mittel zur Blutreinigung, denn sie unterstützt den Körper bei der Ausscheidung von Giftstoffen.

  • Die Heilpflanze stimuliert außerdem Appetit und Verdauung.
  • Sie fördert die Durchblutung
  • und ruft ein Gefühl des Wohlbefindens hervor.
  • Der Pflanze wird eine sanfte Stimulation fast aller Organe nachgesagt.

Kapuzinerkresse enthält Senföle, die in der Pflanze eigentlich eine Schutzfunktion einnehmen. In den pflanzlichen Zellen liegen Senföl-Glycoside vor, die erst bei einer Zerstörung der Zellen – z. B. durch Kauen oder Zerreißen – mit dem Enzym Myrosinase in Kontakt kommen und dann zu den scharfen Senfölen gespalten werden.

Senföle wirken sich hemmend auf das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen aus. Die Kapuzinerkresse enthält v. a. Benzyl-Senföl, dessen Eigenschaften der Pflanze ihren medizinischen Wert verleihen.

Außerdem gilt Kapuzinerkresse als natürliches Antibiotikum. Inzwischen ist auch nachgewiesen worden, dass die natürlichen Antibiotika aus Kapuzinerkresse bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso wirksam wie synthetische Mittel sind – mit deutlich weniger Nebenwirkungen.

Und so wurde wurde die vielseitige Pflanze vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt.

Anwendung

Die Kapuzinerkresse ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern entfaltet je nach Anwendungsgebiet auch ihre heilende Wirkung und dies besonders bei Erkältungen und Husten. Welche Anwendungsformen es gibt und wie Sie die Kapuzinerkresse richtig anwenden, können Sie hier nachlesen.

Kapuzinerkresse© RalfenByte – adobe

Die Kapuzinerkresse wirkt am besten, wenn Sie noch frisch ist. Deshalb empfiehlt es sich, mit ihr vor allem den Speiseplan zu bereichern. Der Genuss der Pflanze macht den Organismus allerdings etwas empfindlicher gegen die Wirkungen von Alkohol.

Wenn Sie die Kresse nicht selbst ziehen wollen oder können, erhalten Sie sie auch in gut sortierten Gemüsegeschäften oder auf Wochenmärkten. Äußerlich kommt sie als Packung zum Einsatz. Dazu bereiten Sie sich einen Aufguss, geben nach dem Erkalten ein sauberes Tuch hinein, auswringen und auf die gewünschten Stellen – wie kleinere Wunden – legen.

Für einen Aufguss nehmen Sie ein bis zwei Teelöffel frisch zerzupfte Blätter und übergießen sie mit einer Tasse kochendem Wasser. Nach zehn bis fünfzehn Minuten abseihen. Dreimal täglich eine Tasse trinken. Das hilft bei Bronchitis, Grippe, Erkältungen, Blasen- und Genitalinfektionen.

Wenn Haut und Haare unter Mangelerscheinungen leiden, eignet sich der Aufguss ebenfalls als Spülung. Sie können auch aus den Pflanzenteilen einen Saft pressen. Ein Aufguss zu gleichen Teilen aus Kapuzinerkresse, Eichenrinde und Brennnesseln – regelmäßig in die Kopfhaut massiert – soll gegen drohenden Haarausfall helfen.

Einsatzgebiete

  • Durch ihren schleimlösenden und antibakteriellen Effekt wirkt sich Kapuzinerkresse hilfreich bei der Behandlung von Infekten der oberen Atemwege oder Nasennebenhöhlen-Entzündungen aus.
  • Aber auch bei bakteriellen Infekten der Harnwege kann Kapuzinerkresse eingesetzt werden.
  • Weiterhin stärkt die hohe Vitamin C-Konzentration in dieser Pflanze die Abwehrkräfte.
  • Bei Prellungen kann Kapuzinerkresse überdies äußerlich zur Förderung der Durchblutung angewendet werden.

Senföle als natürliches Antibiotikum

Natürliche Antibiotika werden aus Pflanzen gewonnen, die sich mit diesen Stoffen selbst vor schädlichen Keimen schützen. Im menschlichen Körper wirken sie hemmend auf das Wachstum von Keimen wie Bakterien und Viren, wobei sie gleichzeitig Entzündungsreaktionen bremsen können. Die wirkungsvollsten pflanzlichen Antibiotika enthalten:

  • Meerrettich
  • Kapuzinerkresse
  • Salbei
  • Thymian
  • Knoblauch

Die keimhemmende Wirkung dieser Pflanzen beruht auf den in ihnen enthaltenen Schwefelverbindungen und ätherischen Ölen. Besonders potente „Keimtöter“ sind Meerrettich und Kapuzinerkresse. Die Glucosinolate in ihren Senfölen hemmen nicht nur das Keimwachstum sondern gelangen bereits in den oberen Darmabschnitten ins Blut.

Kapuzinerkresse© TwilightArtPictures – adobe

Dadurch können sie im Gegensatz zu chemischen Antibiotika die für das Immunsystem wichtige Darmflora nicht angreifen. Beide Pflanzen haben sich vor allem im Einsatz gegen Nebenhöhlenentzündungen, Bronchitis, Blasenentzündungen und grippale Infekte bewährt.

Zwar sind in jeder Apotheke Fertigpräparate mit Meerrettich- und Kapuzinerkresse-Extrakten erhältlich – genau so gut können Sie jedoch auch die frischen Pflanzen nutzen.

Verrühren Sie z. B. bei einer Bronchitis einen Teelöffel frisch geriebenen Meerrettich mit zwei Teelöffeln Waldhonig. Lassen Sie die Mischung ein paar Stunden ziehen, und nehmen Sie davon dreimal täglich einen Teelöffel ein.

Nicht nur hübsch und gesund, sondern auch lecker

Dass man die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus L.) essen kann, ist vielen bekannt. Wussten Sie jedoch, dass sie sogar in allen Teilen essbar ist? Denn nicht nur deren Blüten, sondern auch die Blätter sind essbar.

So gibt es viele leckere Varianten für Kapuzinerkresse-Rezepte. Die Pflanze verleiht Speisen eine angenehme Schärfe, die durch die bereits angesprochenen Senföle hervorgerufen wird – ähnlich wie Kresse, Meerrettich, Radieschen und Senf.

Rezept mit Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse wirkt am besten, wenn Sie noch frisch ist und Sie diese essen. Deshalb empfiehlt es sich, v. a. Ihren Speiseplan mit ihr zu bereichern. Wenn Sie sie nicht selbst ziehen wollen oder können, erhalten Sie sie auch in gut sortierten Gemüsegeschäften oder auf Wochenmärkten.

Kapuzinerkresse-Salat

Neben den klassischen Darreichungsformen der Kapuzinerkresse können Sie auch ruhig einmal einen Salat mit der Heilpflanze ausprobieren. Ein schmackhaftes Rezept haben wir hier für Sie zusammengestellt. Beachten Sie auch durchaus unsere Tipps zur Variation.

Kapuzinerkresse Salat© agenturfotografin – adobe

Für 4 Personen brauchen Sie:

  • 1 Handvoll Blütenblätter
  • 1 Handvoll ganze Blüten
  • 1 Handvoll Blätter
  • 2 EL kleingezupfte Rauke (Ruccola)
  • 1 gewaschener und kleingezupfter Kopfsalat
  • 1 EL Himbeeressig
  • 3 EL Olivenöl (probieren Sie es zusätzlich auch einmal mit 1 – 2 Tropfen Walnussöl aus)
  • 1 durchgepresste oder ganz feingehackte Knoblauchzehe
  • etwas Estragonsenf
  • Salz, Pfeffer

Alle Salatzutaten vorsichtig mischen, die Saucenzutaten gut verrühren, abschmecken und darüber geben, mit den ganzen Blüten verzieren. Als Variante können Sie auch einige feingeschnittene Pell- oder neue Kartoffeln dazugeben. Hervorragend schmecken die Blätter auch mit Frischkäse und Eiergerichten.

 

Pflegehinweis

Die Pflege der Pflanze ist nicht besonders aufwendig. Sie wächst und blüht sehr zuverlässig. Leider ist die Kapuzinerkresse aber auch anfällig für Horden von Blattläusen und Raupen.

Bei leichtem Befall reicht es, wenn Sie sie kräftig mit dem Wasserschlauch abbrausen. Bei starkem Befall müssen Sie sie behandeln, lassen Sie sich ein biologisches Mittel empfehlen und halten Sie die angegebenen Wartezeiten bis zum nächsten Verzehr ein.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/kapuzinerkresse/

Gruß an die Besseresser

TA KI

Rettich – Heilpflanze und Gemüse in einem


Rettich, oder „Radi“ wie der Bayer sagt, sieht im Grunde aus wie eine zu groß geratene weiße Karotte. Spätestens wenn man hinein beißt, wird einem aber schnell klar: Mann, ist das scharf! Das liegt an den heilsamen Ölen im Rettich. Warum heilsam? – Das erfährst Du hier.

Weißer, geputzter Rettich

Rettich regt den Stoffwechsel an

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rettich ist reich an gesundem Vitamin C und bringt Verdauung und Stoffwechsel in Schwung
  • Rettich wird bei Erkältungen und schmerzen im Rachenraum empfohlen
  • Rettich ist sehr reich an Kalium, welches zahlreiche Stoffwechselaufgaben erfüllt
  • Ist ein tolles Diät-Lebensmittel

Woher kommt der Rettich?

Der Rettich oder „Radi“ gilt immer noch als traditionelle bayerische Spezialität. Die meisten Rettiche werden in Deutschland auf den Feldern der großen deutschen Anbaugebiete in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz angepflanzt. Rettiche besitzen durchschnittlich 30 cm Länge. Die deutschen Retticharten werden aufgeteilt in den weißen, rosafarbenen, roten, braunen, schwarzen und violetten Rettich. Tatsächlich stammt er aber aus dem alten Ägypten. Von dort verbreitete sich das Gemüse dann nach China, Griechenland und auch in das antike Rom. In Deutschland kennt man den Rettich nun schon seit dem 13. Jahrhundert.

Wann hat Rettich Saison und wie wächst er?

Die Erntezeit für einen Rettich wird je nach Sorte unterschieden. Ab Mai bis Juli werden die rosafarbenen und weißen Mairettiche geerntet und ab Juli bis September folgen dann die weißen Sommer- und Herbstrettiche. In der übrigen Jahreszeit bekommt man weiße und rote Rettiche nur aus dem Glashaus. Ab Oktober werden alle braunen, violetten oder schwarzen Rettiche angeboten, die man dann bis März des kommenden Jahres kaufen kann. Rettiche werden der Familie der Kreuzblütengewächse zugeordnet. Alle Rettich-Arten sind einjährige bis zweijährige Krautpflanzen. Die dünnen Wurzeln bilden je nach Wachstum eine unterschiedlich große Rübe aus, die sich in Größe, Form und Farbe von den anderen Sorten unterscheidet. Die oberirdischen Pflanzenteile können flaumig, borstig oder mit Trichomen behaart sein. Die aufrechten Stängel besitzen mehrere lang- oder kurzstielige Laubblätter. Die gelappten Blätter sind zahnartige Blattränder. Der Blütenstand enthält mehrere Blüten mit vier freien Kelchblättern.

Wie schmeckt Rettich?

Rettiche gelten als heilungskräftige Nahrungspflanze und beinhalten drei verschiedene Senföle, die diesem Gemüse den typischen, pikanten bis brennend scharfen Geschmack verleihen. Die Schärfe dieser Öle haben nachweislich eine heilsame Wirkung auf Leber, Galle und Verdauung. Der rote Rettich hat besonders viele ätherische Öle und schmeckt deshalb sehr scharf.

Weißer, gesäuberter Rettich mit Blattgrün

Rettich – scharf im Geschmack & bringt den Stoffwechsel auf Trab

 

Wie gesund ist Rettich?

Der Rettich wird schon seit Jahrhunderten als wirksame Medizin gegen Gicht, Rheuma, Husten und Heiserkeit eingesetzt. Rettiche besitzen 14 Kalorien, 1 Gramm Protein, 0,2 Gramm Fett und etwa 1,9 Gramm Kohlehydrate pro 100 Gramm. Ein ganzer Rettich kann den Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen abdecken. Außerdem liefert er viel Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen und wertvolle Enzyme. Die scharfen Komponenten eines Rettichs entstehen durch das schwefelhaltige Öl Raphanol, und Senfölglykoside. Auch verschiedene Bitterstoffe enthält der Rettich, die antibiotisch, gallentreibend und schleimlösend sind.

So wird Rettich zum Genuss

Wer beim Einkaufen einen leicht bearbeitbaren Rettich sucht, sollte auf einen geraden Wuchs, eine schöne, glatte Schale und auf ein festes Fleisch des Frühlingsgemüses achten. Auch ein gerader Wuchs der Wurzel kann die Zubereitung erleichtern. Wenn das Laub saftig grün ist, hat der Rettich den besten Verarbeitungszustand erreicht. Sollten die Blätter aber gelb, schlapp und welk sein, sollte man von einem Kauf Abstand nehmen. Ein Rettich kann problemlos etwa zehn Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Besonders knackig bleibt der Rettich, wenn die Blätter entfernt werden und der Rettich in ein feuchtes Tuch gewickelt wird.

Ein Rettich wird wie jedes Wurzelgemüse zubereitet. Es wird gewaschen, abgetrocknet und von der Schale mit einem Sparschäler befreit. Danach kann er in dünne Scheiben geschnitten oder durch Hobeln oder Raspeln zerkleinert werden. Damit der Rettich nicht so scharf schmeckt, salzt man das Gemüse und lässt ihn etwa fünf Minuten in kaltem Wasser ziehen. Das Salz entzieht dem Rettich sowohl die Flüssigkeit wie auch die scharfen Senföle.

Der Rettich wird fast immer roh gegessen. Ideal ist er als frischer Salat oder als Beilage zu gebratenem Fisch. Anrichten kann man den Rettich auch unter Quark, der dann als Brotaufstrich oder als Beilage zu Pellkartoffeln gegessen werden kann. Weitere Zubereitungsformen sind zum Beispiel als scharfe Füllung in chinesischen Frühlingsrollen. Auch in einem Nudelsalat bringt der Rettich eine pikante Schärfe. Für den Sportler eignet er sich in selbst gemachten Gemüsedrinks wie z.B. in einem Kartoffel-Möhren-Drink oder einem Kohlrabi-Drink. Durch den Rettich bekommen die Drinks eine angenehme Schärfe und wirken als Vitaminbomben vor und nach dem Training.

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Quelle: https://www.gymondo.de/magazin/gesund-abnehmen/rettich-heilpflanze-und-gemuese

Gruß an die Wissenden

TA KI