Selber machen statt kaufen: Natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen (Video)


Vergiss künstliche, ungesunde und umweltbelastende Pflegeprodukte aus dem Supermarkt, denn viele bessere Alternativen kann jeder leicht zu Hause selber machen! 137 unserer besten Rezepte und Ideen für Haut und Haar zeigen, wie einfach es geht.

Darum lohnt es sich, all diese Dinge nicht mehr zu kaufen, sondern am besten selber zu machen:

Gut für die Gesundheit: Statt ungesunder und künstlicher Inhaltsstoffe enthalten die selbst hergestellten Alternativen natürliche Zutaten, die dem Körper helfen, zum gesunden Gleichgewicht zurückzufinden, anstatt ihn von synthetischer Pflege immer abhängiger zu machen.

Gut für die Umwelt: Selbermachen spart jede Menge Plastik und anderen Verpackungsmüll. Außerdem kannst du für viele Rezepte regionale, nachwachsende Zutaten verwenden.

Gut für die Haushaltskasse: Selbst hergestellte Alternativen sind fast immer deutlich preiswerter.

Gut für dich: Selbermachen bereitet Freude, regt die Kreativität an, stärkt das Selbstvertrauen und macht dich außerdem ein bisschen unabhängiger.

Für beinahe jeden Körperteil finden sich in Drogerie und Supermarkt ganze Regalreihen spezialisierter Reinigungs- und Pflegeprodukte. Doch was verbirgt sich alles in den Spraydosen, Plastiktuben und Fläschchen, codiert in langen Zutatenlisten?

Bei der Mehrzahl der Produkte sind es überwiegend synthetische Inhaltsstoffe, häufig auf Basis von Mineralölen, die im Verdacht stehen, Abhängigkeitserscheinungen hervorzurufen und Allergien, Krebs und andere Erkrankungen auszulösen. Zudem verursacht die Flut spezialisierter Fertigprodukte eine gewaltige Menge Verpackungsmüll.

Die meisten von ihnen lassen sich jedoch sehr einfach durch nachhaltige, selbst gemachte Alternativen ersetzen. Mit gesunden, oft sogar essbaren Zutaten kannst du Shampoo, Zahncreme, Salben, Deo und vieles mehr in kurzer Zeit selbst zubereiten. Lass dich inspirieren, und mach auch dein Leben ein bisschen grüner! (Selber machen statt kaufen: 137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen)

Warum selbst gemachte Pflegeprodukte?

Die Haut bedeckt unseren Körper nahezu vollständig, ihre Oberfläche beträgt bei Erwachsenen durchschnittlich circa 1,75 Quadratmeter. Über die Haut treten wir mit unserer Umwelt in Kontakt. Dabei ist sie Druck, Kälte, Wärme, Spannung, Reibung, Wasser, Luft, aber auch Krankheitserregern und vielen anderen Reizen ausgesetzt.

Von Natur aus besitzt die Haut die erstaunliche Fähigkeit, sich ständig von selbst zu regenerieren und zu verjüngen, wenn man sie nur lässt und dabei unterstützt. Selbst das Haar, das einen mehr oder weniger großen Teil unseres Körpers bedeckt, wächst ständig nach und erneuert sich auf diese Weise natürlich von innen.

So sind schöne, gesunde, weiche Haut und gepflegtes Haar nicht nur wichtig für unser persönliches Wohlbefinden und eine starke Abwehr gegen schädliche äußere Einflüsse, sondern auch ein deutlich sichtbarer Ausdruck von Vitalität und Stärke. Mit den besten Absichten verwenden wir deshalb immer mehr Pflege-
produkte – Cremes, Lotionen, Gesichtswässer, Waschgels, Duschgels, Schaumbäder, Shampoos, Haarspray und viele andere.

Leider bestehen diese jedoch zu einem zunehmenden Teil aus synthetischen Zusätzen, oft auf Basis von Mineralölen. Sie haben immer gleiche, reproduzierbare Eigenschaften, sind leicht verfügbar, machen die Pflegeprodukte einfacher industriell verarbeitbar und lange haltbar.

Der Schwerpunkt moderner Shampoos, Lotionen usw. liegt oft darauf, augenblicklich ein gutes Haut- und Haargefühl zu hinterlassen, damit man sie möglichst regelmäßig anwendet. Die langfristigen, teils nachteiligen Folgen treten dabei in den Hintergrund und führen manchmal sogar zu einem erhöhten Pflegebedarf. Ein Beispiel für diese schleichende Art der Abhängigkeit liefern Lippenpflegeprodukte, die dazu verleiten, die Lippen in kurzen Abständen nachzucremen, weil sie sich ohne einfach nicht mehr gut anfühlen.

Haarpflege

Schöne, gepflegte Haare sind für viele ein Statussymbol, für dessen Pflege viel Zeit und Geld aufgebracht wird. Herkömmliche Haarpflegeprodukte enthalten jedoch oft Silikone, irritierende Tenside, künstliche Farbstoffe und andere Zusätze, die auf Dauer mehr schaden als nutzen. Sie lösen zum Teil Allergien aus, können Haar- und Kopfhautprobleme hervorrufen oder verschlimmern und belasten den Organismus, anstatt seinen natürlichen Selbstschutz und seine Selbstheilungskräfte zu bewahren und zu stärken.

Die wohl einfachste Alternative zu Shampoo ist Haarseife, eine auf die Bedürfnisse der Haare und der Kopfhaut angepasste Naturseife, die sich sogar selbst herstellen lässt. Aber auch viele andere Mittel, größtenteils aus der Küche, sind denkbar, um die Haarwäsche und -pflege natürlicher, sanfter und gesünder zu gestalten. In diesem Kapitel zeigen wir dir unsere besten Alternativen zu konventionellen Haarpflegeprodukten und geben Tipps, wie die Umstellung auf natürliche Alternativen und Methoden am besten gelingt.

Jedes Haar und jede Kopfhaut sind anders, deshalb gibt es nicht die eine perfekte Lösung für alle. Es lohnt sich jedoch, verschiedene Methoden auszuprobieren, um die für die persönlichen Bedürfnisse am besten geeignete Methode zu finden.

Haarwäsche mit Roggenmehl

Eines der natürlichsten, schonendsten und zugleich effektivsten Haarwaschmittel findet sich womöglich auch in deiner Küche: einfaches Roggenmehl, das mit Wasser zu einer Art flüssigem Teig verrührt und als Shampoo-Alternative verwendet werden kann.

Im Roggenmehl-Shampoo reinigt vor allem die Stärke, die ein milder Emulgator ist und Wasser mit Fetten verbindet. Nebenbei verfügt Roggen über zahlreiche pflegende Inhaltsstoffe, unter anderem Vitamin E, Proteine, reichlich B-Vitamine (z. B. Folsäure und Pantothensäure) und Mineralien wie Eisen und Zink.

Selbst für empfindliche Haut und Babyhaut ist das Roggenmehl-Shampoo gut geeignet.

Geeignete Mehlsorten

Roggenmehl enthält sehr wenig Gluten und verklebt nicht. Weizen- oder Dinkelmehl verfügen dagegen über einen hohen Glutenanteil und sollten nicht verwendet werden. Vor allem für dicke und lockige Haare eignet sich Roggenvollkornmehl, in dem die Körner zusammen mit allen Schalenbestandteilen vermahlen wurden. Es enthält den höchsten Anteil an pflegenden Substanzen aus dem Korn.

Aber auch das etwas feinere Mehl (z. B. Typ 1150) kann verwendet werden, da es sich nach der Haarwäsche einfacher rückstandsfrei auswaschen und ausbürsten lässt. Diese Mehlsorte empiehlt sich vor allem bei dünnen, glatten oder besonders dichten Haaren.

Anwendung des Roggenmehls zur Haarwäsche Du benötigst je nach Haarlänge für eine Haarwäsche:

250–300 ml lauwarmes Wasser
4–5 EL Roggenmehl oder Roggenvollkornmehl

Zubereitung:

1. Mehl und Wasser ausgiebig verrühren, bis eine glatte, geleeartige Konsistenz erreicht ist, ähnlich wie bei herkömmlichem Shampoo. Sehr gut und klumpenfrei geht das mit einem Schüttelbecher.

2. Einige Minuten bis zu mehreren Stunden (siehe Erläuterungen zu den Standzeiten) stehen lassen, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe lösen und die groben Kornanteile ebenfalls weich werden und nicht kleben.

Anwendung:

  1. Die Masse wie Shampoo im Haar verteilen und leicht einmassieren.
  2. Bei längeren Haaren eventuell obere Haarschichten hochnehmen und untere Lagen mit der Masse separat behandeln.
  3. Die Roggenmehlmasse etwa für fünf Minuten einwirken lassen.
  4. Danach gut ausspülen.

Nach dem Trockenrubbeln oder Föhnen fühlt sich das Haar bereits sauber, gepflegt und spürbar weicher an. Nicht vollständig ausgewaschene Mehlreste lassen sich mit einer Haarpflegebürste leicht ausbürsten.

Standzeiten und deren Auswirkung

Durch die Standzeiten verändert sich das Verhältnis von Stärke und pflegenden Inhaltsstoffen. Ein frisch angerührtes Shampoo verfügt über wenig gelöste Pflegeanteile, aber sehr hohe Stärkeanteile, die nicht nur Fette, sondern auch Wasser binden. Mit einer verlängerten Standzeit verliert die mit Wasser aufgequollene Stärke ihr Vermögen, Fette auf dem Kopf aufzusaugen. Eine kurze Standzeit von bis zu zehn Minuten erbringt deshalb die beste Waschleistung, allerdings auch eine geringere Pflege als bei längeren Standzeiten.

Für den Einstieg eignen sich stärkelastige Versionen mit kurzer Standzeit. So können sogar vorhandene fettige oder wachsige Rückstände des vorherigen Shampoos entfernt werden.

Je nach Reinigungsergebnis kannst du für die nachfolgenden Reinigungen die Standzeit zugunsten der Pflege und zulasten der Reinigung auf ein bis zwei Stunden oder auch über Nacht erhöhen.

Kleines Lexikon der Öle – Hautp ege für jeden Typ

Pflanzenöle sind aus Pflanzenteilen gewonnene fette Öle, im Gegensatz zu den ätherischen Ölen, und sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Zudem beinhalten sie weitere gesundheitsfördernde Stoffe, zum Beispiel Vitamine und Polyphenole. Diese Stoffe wirken antioxidativ, entzündungshemmend und antimikrobiell – für die Haut ein Jungbrunnen.

Sie schützen und pflegen die Haut und verlangsamen den Alterungsprozess. Daher sind Öle als Hauptbestandteile in zahlreichen Biocremes, Salben und Massageölen enthalten. Aber nicht nur in diesen Produkten, auch in selbst hergestelltem Deo, dekorativer Kosmetik oder beim Zähneputzen finden die wertvollen Öle ihre Anwendung.

Bei diesen vielfältigen Möglichkeiten ist es wichtig, das für den jeweiligen Zweck optimale Öl zu finden. Anders, als man vielleicht annehmen könnte, sind Öle nicht nur für trockene Haut geeignet, sondern bringen aufgrund ihrer vielfältigen Eigenschaften Vorteile für die verschiedensten Hauttypen mit sich. Sie können hervorragend für die Pflege trockener, empfindlicher, reifer bis hin zu fettiger oder unreiner Haut genutzt werden und so teure oder synthetische Pflegeprodukte ersetzen.

Für die Hautpflege werden reine Pflanzenöle immer äußerst sparsam auf die feuchte Haut aufgetragen. Nur so bilden sie eine Emulsion, können optimal von der Haut aufgenommen werden und hinterlassen keinen fettigen Film.

Aber auch bei Rezepturen für Cremes, Salben & Co. lohnt es sich, einen genauen Blick auf bewährte, regionale Öle zu werfen. Die folgende Au istung wird dir helfen, deine Zutaten für selbst gemachte Naturkosmetik bewusster zu wählen.

Pflanzenöle für DIY-Naturkosmetik

Um die Wirkung verschiedener Öle besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich mit den verschiedenen Eigenschaften auseinanderzusetzen:

Lichtexponiertheit – gibt Auskunft darüber, ob ein Öl eher für die Tages- oder die Nachtpflege geeignet ist. Während einige Öle problemlos dem Sonnenlicht ausgesetzt werden können, beginnen andere – zumindest ohne den Zusatz eines stabilisierenden Öls – schnell zu oxidieren.

Spreitverhalten – informiert darüber, wie schnell sich ein Öl auf der Haut verteilt. Wir verwenden das Spreitmodell von Heike Käser, das sich speziell für selbst gerührte Naturkosmetik als praktikabel erwiesen hat. Die idealen Rezepturen enthalten eine Mischung von Ölen aus einem niedrig-, einem mittel- und einem hochspreitenden Öl. Sie versprechen einerseits, schnell einzuziehen und ein angenehmes Hautgefühl zu hinterlassen und bringen andererseits lang anhaltende Pflege.

Komedogenität – sagt aus, wie sehr ein Öl dazu neigt, Komedonen (Mitesser) hervorzurufen, also porenverstopfend zu wirken. Stark komedogene Öle sind nicht für unreine Haut geeignet, können reifer und trockener Haut aber eine ganze besonders reichhaltige Pflege bieten.

Öle für trockene Haut

Trockene Haut juckt oder schuppt sich, neigt zu Rötungen und Spannungsgefühlen. Deshalb ist es wichtig, trockene Haut besonders reichhaltig zu nähren und ihre Schutzbarriere regelmäßig zu erneuern. Die folgenden Öle sind dafür besonders gut geeignet.

Olivenöl

Olivenöl hilft der Haut, zur Ruhe zu kommen. Es wirkt leicht entzündungshemmend, fördert die Elastizität und unterstützt das Bindegewebe. Da Olivenöl langsam in die Haut ein- zieht, ist es auch als Massageöl gut geeignet.

Hautpflege

Konsistenz

flüssig, als Basisöl geeignet

Lichtexponiertheit

für die Tagespflege geeignet

Komedogenität

stark komedogen

Spreitverhalten

mittelspreitend

Eigengeruch

sehr stark, aber in verschiedenen Ölmischungen leicht abzuschwächen

Inhaltsstoffe

hauptsächlich einfach ungesättigte Fettsäuren, Polyphenole, Vitamin A, E und K

Herkunft

Südeuropa und Nordafrika

Leinöl

Das Öl der Leinsamen wirkt entzündungshemmend, leicht desinfizierend und verbessert die Hautdurchblutung. Wegen seiner zellregenerierenden Wirkung ist Leinöl auch bei kleinen Hautrissen und Hautschädigungen oder nach einem intensiven Sonnenbad eine gute Wahl.

Konsistenz

flüssig, ideal in kleinen Anteilen in Ölmischungen

Lichtexponiertheit

für die Tagesp ege geeignet

Komedogenität

stark komedogen

Hier die gesamte Leseprobe von dem Buch “Selber machen statt kaufen – Haut und Haar: 137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen” als PDF.

Literatur:

The Glow – Naturkosmetik selber machen (GU Kreativ Spezial)

Wurst selber machen, so gelingt es garantiert!: Schritt für Schritt erklärt von der Fleischauswahl bis zum Räuchern

Bienenwachs Werkstatt: Kerzen, Seifen, Kosmetik und Deko selber machen

Fermentieren: Gemüse einfach und natürlich haltbar machen. Praktische Grundlagen. Bewährte Methoden. 140 köstliche Rezepte

Video:

Quellen: PublicDomain/smarticular.net am 18.04.2018

Weitere Artikel:

Selber machen statt kaufen: 137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen

Selbstversorgung: Aus eigenem Anbau – Gemüse im Garten ziehen

Quelle: https://www.pravda-tv.com/2018/04/selber-machen-statt-kaufen-natuerliche-pflegeprodukte-die-geld-sparen-und-die-umwelt-schonen-video/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Haarwachstums-Shampoo selbst gemacht- Shampoo selbst gemacht


Wussten Sie, dass selbst gemachte Shampoos aus Brennnessel und Rosmarin das Haarwachstum unterstützen? Probieren Sie es aus und machen Sie sich Ihr Haarwachstums-Shampoo einfach selbst. Wir erklären Ihnen wie.

Haarwachstums-Shampoo © Alliance – Shutterstock.com

 

Shampoos für das Haarwachstum

Immer mehr Menschen leiden heutzutage an Haarausfall und das Angebot an Haarwachstums-Shampoos wird immer grösser. Die Hersteller von Shampoos werben meist mit tollen Inhaltsstoffen, die das Haarwachstum fördern sollen.

Was jedoch meistens nicht erwähnt wird, sind die vielen anderen Inhaltsstoffe, die herkömmliche Shampoos sonst noch enthalten.

Formaldehyd, Silikone, Parabene, Emulgatoren oder Weichmacher, die in vielen Shampoos enthalten sind, schaden nämlich unserem Haarwuchs eher, als dass sie es unterstützen.

Unsere Kopfhaut bekommt mit jeder Haarwäsche eine ganze Ladung dieser Stoffe ab.

Formaldehyd steht in Verdacht, Krebs zu verursachen, Parabene lösen häufig Allergien aus, viele Weichmacher sind gesundheitsschädlich und Silikone überziehen die Kopfhaut mit einem Film, der das Haarwachstum ebenfalls negativ beeinflussen kann.

Selbst gemachte Haarwachstums-Shampoos

Viele gesundheitsbewusste Menschen versuchen aus diesen Gründen chemische Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten und Kosmetika zu meiden und sind auch bereit, für ein natürliches Shampoo etwas mehr zu bezahlen.

Doch es gibt auch eine kostengünstigere Variante, wie man seine Haare pflegen, bedenkliche Inhaltsstoffe vermeiden und gleichzeitig das Haarwachstum unterstützen kann: Man stellt sich sein Haarwachstums-Shampoo einfach selbst her.

Die Basis für das Haarwachstums-Shampoo

Als Basis für ein natürliches und selbstgemachtes Haarwachstums-Shampoo verwendet man am besten eine milde Naturseife, die beispielsweise auf der Basis von Olivenöl besteht.

Die Naturseife hat die Aufgabe, Fette und Schmutz von der Kopfhaut auf eine milde Weise abzuspülen. Eine saubere Kopfhaut ist eine gute Grundlage für ein gesundes Haarwachstum.

Eine hochwertige Naturseife wird nur aus natürlichen Pflanzenölen und aus Natronlauge hergestellt. Hochwertige, natürliche Seifen sollten daher weder Erdöl noch andere chemische Inhaltsstoffe enthalten, die das Haarwachstum behindern könnten.

Ätherische Öle für das Haarwachstums-Shampoo

Ätherische Öle können einem selbst hergestellten Shampoo nicht nur einen angenehmen Duft verleihen, sondern sie können auch die Gesundheit der Kopfhaut und damit das Haarwachstum unterstützen.

Man sollte jedoch nur 100% naturreine ätherische Öle aus Glasfläschchen verwenden, die man im Reformhaus oder in manchen Drogerien kaufen kann. Synthetisch hergestellte Duftöle enthalten niemals die gleichen wertvollen Inhaltsstoffe, die ein echtes ätherisches Öl ausmachen.

Für die Herstellung von Shampoos eignen sich bestimmte ätherische Öle besonders gut.

Das ätherische Zedernöl hilft beispielsweise gegen schnell fettendes Haar, die ätherischen Öle aus Eukalyptus, Rosmarin, Lavendel, Lorbeer, Melisse, Rosinengeranien und Teebaum helfen gegen Schuppen und die aus Birke, Cajeput, Kamille, Lavendelsalbei, Muskatellersalbei, Wacholder und Rosmarin fördern das Haarwachstum.

Kräuterauszüge für das Haarwachstums-Shampoo

Auch Kräuterauszüge können zu selbst hergestellten Shampoos zugegeben werden, um den Haarwuchs zu stimulieren.

Kräuter- und Pflanzentinkturen können sowohl aus frischen wie auch aus getrockneten Pflanzen zu Hause hergestellt werden, denn Kräuterauszüge sind eigentlich nichts anderes als hochkonzentrierte Kräutertees.

Man verwendet für die Herstellung eines Kräuterauszugs lediglich weniger Wasser und mehr Kräuter als beim Teekochen. Ein gutes Verhältnis ist hierbei etwa drei Teelöffel Kräuter auf 200ml Wasser.

Man lässt die Kräuter etwa 15min in dem heissen Wasser ziehen, bevor man den Kräuterauszug mit Hilfe eines feinen Siebs filtert.

Vor allem Kräuterauszüge aus Brennnessel und Rosmarin eignen sich besonders gut für die Verwendung in Haarwachstums-Shampoos, denn beide Pflanzen enthalten Stoffe, die sich stimulierend auf das Haarwachstum auswirken.

Herstellung des Haarwachstums-Shampoos

Für die Herstellung eines eigenen Haarwachstums-Shampoos löst man zunächst die Naturseife in etwas warmem Wasser auf und stellt so die Basis des Shampoos her.

Die Seife löst sich besonders gut, wenn man sie mit Hilfe einer Reibe in feine Raspeln hobelt. Zu dieser Seifenlösung kann man nun nach Belieben ätherische Öle und Kräuterauszüge zugeben.

Doch man sollte vor allem bei der Dosierung der ätherischen Öle sehr sparsam sein. Hier reichen bereits wenige Tropfen aus.

Die Kräuterauszüge können etwas grosszügiger dosiert werden.

Wer gleich etwas mehr Shampoo herstellen möchte, sollte allerdings beachten, dass selbstgemachte Kräuter-Shampoos bei Raumtemperatur nicht sehr lange haltbar sind.

Am besten lagert man solche Shampoos in Glasflaschen im Kühlschrank, da die wertvollen Inhaltsstoffe nicht mit Glas reagieren können und bei kühlen Temperaturen länger stabil sind.

Da Glasflaschen jedoch schnell zerbrechen können, sollte man für die Dusche allerdings eine kleine Plastikflasche verwenden, die man alle 2 Tage neu befüllt.

Selbstgemachte Pflegespülung für glänzendes Haar

Haare, die lange Zeit mit herkömmlichem Shampoo gewaschen wurde, muss sich erst an eine Umstellung auf natürliche Produkte gewöhnen.

Manchen Menschen bekommen daher nach den ersten Haarwäschen mit selbstgemachtem Shampoo etwas stumpfes Haar. Diese Erscheinung kommt durch den basische pH-Wert des selbstgemachten Shampoos.

Ein basischer pH-Wert öffnet nämlich unsere Haut- und Haarschuppen wie bei einem Tannenzapfen, den man auf die Heizung legt.

Ein basisches Shampoo trägt so einerseits zur Entsäuerung der Kopfhaut bei und ermöglicht andererseits durch das Öffnen der Haut- und Haarschuppen den wertvollen Inhaltsstoffen des Shampoos besser wirken zu können.

Ein leicht saurer pH-Wert führt hingegen dazu, dass sich die Haarschuppen wieder schliessen.

Um glänzendes und geschmeidiges Haar zu bekommen, kann man deshalb nach der Haarwäsche eine natürliche Pflegespülung in Form von Zitronensaft oder Apfelessig in die Haarspitzen einmassieren.

So kann man einerseits von der positiven basischen Wirkung des Shampoos profitieren und vermeidet dennoch, dass die Haare spröde aussehen.

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Shampoo selbst gemacht

Wer sein Shampoo selber macht, vermeidet nicht nur eine Menge schädlicher Chemikalien, sondern kann mit den entsprechenden natürlichen Zusätzen ganz gezielt für besseres Haarwachstum und gesunde Kopfhaut sorgen.

Shampoo selbst gemacht © BillionPhotos.com – Fotolia.com

 

Shampoos können krank machen

Ein Shampoo soll Haar und Kopfhaut säubern, pflegen und gesund erhalten sowie etwaige Probleme wie Haarausfall oder Schuppen beheben. Für all das benötigt man aber weder krebsverdächtiges Formaldehyd noch gesundheitsschädliche Weichmacher noch überflüssige Parabene(1) noch PEGs (2) und auch keine Silikone(3). Silikone überziehen die Kopfhaut mit einem Kunststofffilm, was zu Haarausfall und einer Menge anderer Erkrankungen führen kann. Diese chemischen Stoffe aber (und unendlich viele mehr) sind in vielen Shampoos enthalten und gelangen mit jeder Haarwäsche über die Kopfhaut in den Körper.

Nicht alle Do-it-yourself-Shampoo-Rezepturen sind natürlich und gesund

Nun gibt es auf vielen Kosmetik-Seiten im Internet Rezepturen für Shampoos. Doch ist die Zutatenliste dafür oft nicht bedeutend kürzer als die von herkömmlichen gekauften Shampoos. Es werden u. a. Tensidmischungen und Konservierungsstoffe verwendet. Letztendlich erreicht man aber keine sonderlich bessere Shampoo-Qualität – was aber doch das ursprüngliche Ziel war.

Zwei gesunde Haarpflege-Möglichkeiten

Die einfachste und gesündeste Möglichkeit, Haar und Kopfhaut zu pflegen, ist das Waschen mit Lavaerde, die es in Bioläden zu kaufen gibt. Man rührt diese Erde mit Wasser an und wäscht damit das Haar. Hier sind keinerlei Reizstoffe oder sonstigen Zusätze enthalten.

Eine weitere einfache und gesunde Lösung sind sog. Naturseifen für Haut und Haar. Diese Seifen bestehen aus pflanzlichen Ölen und sind mit natürlichen ätherischen Ölen beduftet. Bei beiden Methoden fühlt sich Haar, das jahrelang mit chemischen Mitteln gewaltsam auf „schön“, kämmbar und glänzend getrimmt wurde, erst spröde an. Es ist glanzlos und lässt sich schlecht frisieren.

Nach einigen Haarwäschen jedoch gesundet das Haar langsam und entwöhnt sich von künstlichen Shampoos. Normalerweise kehren bald darauf die natürliche Spannkraft, Kämmbarkeit und der natürliche Glanz zurück.

Natürliche Haarspülung und Haarkur

Statt gewöhnlichen Haarspülungen oder Haarpackungen, die genau wie herkömmliche Shampoos meistens sehr viele gesundheitsschädliche und für die Haarpflege völlig überflüssige und unnötige Chemikalien enthalten, gibt es viele vollkommen natürliche Rezepturen, die im Handumdrehen zubereitet sind. Hier zwei Beispiele:

Verdünnen Sie Apfelessig oder Zitronensaft mit Wasser und spülen Sie damit das gewaschene, noch feuchte Haar. Das Haar wird weich und glänzend.

„Eine Haarpackung aus 1 Eigelb, 3 Esslöffeln Mandelöl und 1 Teelöffel Zitronensaft hilft gegen stumpfes und glanzloses Haar. Dazu rührt man das Öl unter das Eigelb und gibt dann den Zitronensaft dazu. Die Masse wird in das gewaschene und leicht vorgetrocknete Haar gründlich einmassiert. Nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten werden die Haare noch einmal gewaschen und gut ausgespült. Oft genügt auch schon allein das Auftragen und Einwirkenlassen eines Eigelbs (ohne die anderen Zutaten), um das Haar weich und geschmeidig zu machen.

Natürlicher Haarfestiger

Um Haar fester und besser frisierbar zu machen, wird Bier in einen Zerstäuber gefüllt und auf das Haar gesprüht. Keine Sorge, wenn das Haar getrocknet ist, riecht man vom Bier nichts mehr.

Shampoo aus reiner hochwertiger Seife

Bei einem selbst hergestellten flüssigen Shampoo, dessen Rezeptur so natürlich wie möglich gehalten wird, umgeht man – wie bei Lavaerde und Haarwaschseife – sämtliche bedenklichen und überflüssigen Stoffe, die in herkömmlichen Shampoos routinemäßig enthalten sind. Außerdem ist ein selbst gemachtes Shampoo bei hervorragender Qualität außerordentlich kostengünstig.

Stellen Sie aus einer reinen und natürlichen Olivenseife eine Seifenlauge her. Sie entfernt schonend Fett und Schmutz und kann sogar dabei helfen, das Haarwachstum anzuregen. Verwenden Sie auf keinen Fall eine Billigseife. Diese werden gewöhnlich aus Erdöl hergestellt und enthalten außerdem viele zusätzlichen chemischen Bestandteile, die das Haar beschädigen und zusätzlich das Haarwachstum verlangsamen können.

Ätherische Öle und Kräuterauszüge

Zur Seifenlauge können Sie jetzt verschiedene Kräuterauszüge oder ätherische Öle geben. Wählen Sie solche Kräuter aus, die sich für Ihr Haarproblem eignen. Ätherisches Zedernöl beispielsweise hilft gegen fettendes Haar. Bei einem Schuppenproblem bieten sich ätherische Öle aus Eukalyptus, Lavendel, Lorbeer, Melisse, Rosengeranie oder Teebaum an.

Konkret gegen Haarausfall helfen ätherische Öle aus Birke, Cajeput, Kamille, Lavendelsalbei, Muskateller-Salbei und Wacholder, wobei besonders Birke, Kamille, Wacholder und der weiter unten genannte Rosmarin gleichzeitig auch haarwuchsfördernd wirken.

Bei ätherischen Ölen achten Sie bitte darauf, dass auf dem Fläschchen „100 Prozent naturreines ätherisches Öl“ steht. Wenn möglich sollten Sie sowohl ätherische Öle als auch die Kräuter, aus denen Sie Kräuterauszüge herstellen möchten, in kontrolliert biologischer Qualität erwerben.

Ätherische Öle werden – wenn Sie Ihr Shampoo für jede Haarwäsche frisch zubereiten – tropfenweise, also vorsichtig dosiert, in die Seifenlauge gegeben. Wenn Sie eine größere Shampoomenge für mehrere Haarwäschen im Voraus herstellen, dann geben Sie in 120 Milliliter Seifenlauge höchstens ein kleines Teelöffelchen des ausgewählten ätherischen Öls.

Kräuterauszüge können ganz einfach zu Hause hergestellt werden. Dieser Prozess ähnelt dem des Teekochens, mit dem Unterschied, dass ein Kräuterauszug höher konzentriert ist als ein Tee. Mischen Sie drei Teelöffel der entsprechenden Heilpflanze mit etwa 200 Milliliter Wasser. Lassen Sie die Kräuter circa 15 Minuten ziehen und gießen Sie dann den Kräuterauszug durch einen Sieb. In 120 Milliliter Seifenlauge mischt man 60 Milliliter Kräuterauszug.

Brennnessel und Rosmarin lassen das Haar wachsen

Brennnesseln haben sich als sehr stimulierend für das Wachstum der Haare erwiesen. Diese einheimische Pflanze kann im Frühling und im Sommer gepflückt werden und sowohl im frischen als auch im getrockneten Zustand verarbeitet werden. Außerhalb der Saison können Sie getrocknete Brennnesseln im Laden kaufen. Bereiten Sie daraus einen Kräuterauszug wie oben beschrieben.

Rosmarin wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin als Haar-Tonikum verwendet. Diese nach der Bergwelt des Mittelmeerraumes duftende Heilpflanze wirkt nicht nur gegen Schuppen, sondern stimuliert auch die Haarfollikel(4). Da das Wachstum des Haares im Follikel beginnt, regt der Rosmarin in einem selbst gemachten Shampoo sowohl das Wachstum des vorhandenen Haares als auch das Neuwachstum bereits ausgefallener Haare an. Rosmarin kann nach dem Pflücken direkt zu einem Auszug verarbeitet werden. Sie können Rosmarin auch trocknen und dann getrocknet für einen Kräuterauszug verwenden.

Lagerung Ihres Shampoos

Am allerbesten wäre es, Sie könnten Ihr Shampoo vor jeder Haarwäsche frisch zubereiten. Gerade Kräuterauszüge entfalten frisch hergestellt eine besonders starke Wirkung. Falls Sie jedoch Ihr Haar täglich waschen, bereiten Sie sich Shampoo jeweils für höchstens ein bis zwei Wochen zu.
In diesem Falle müssen Sie sich auch keine Gedanken um ein verträgliches Konservierungsmittel machen, da Sie gar keines brauchen werden.

Möchten Sie Ihr Shampoo unbedingt länger aufbewahren, sollten Sie auf Glas-Behälter zurückgreifen, da Glas langfristig nicht mit den Kräutern reagiert. Bei der Benutzung unter der Dusche kann Glas jedoch schnell zerbrechen. Daher sollten Sie das Shampoo in einem Einmachglas aufbewahren und nur kleine Mengen zur Benutzung unter der Dusche in Plastikfläschchen umfüllen. Diesen Vorrat füllen Sie wöchentlich auf.

Bitte lagern Sie Ihr Kräutershampoo kühl, da seine natürlichen Inhaltsstoffe nicht so haltbar sind wie die eines kommerziellen Shampoos, das eine Konserve ist und praktisch nie verdirbt. Dennoch sollte selbst gemachtes Shampoo nicht länger als vier Wochen aufbewahrt werden.

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Gruß an die Aufklärer
TA KI