Zwei Pflanzenstoffe gegen Darmkrebs


Curcumin aus Kurkuma ist eindeutig krebshemmend. Silymarin aus der Mariendistel ebenfalls. Beide zusammen aber toppen die Wirkung ihrer Einzelstoffe noch deutlich – wie eine Studie mit Darmkrebszellen zeigte. Wer also Curcumin einnimmt, kann höchstwahrscheinlich die krebsfeindliche Wirkung des gelben Pulvers noch weiter verstärken, wenn er gleichzeitig zu Silymarin greift.

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Curcumin und Silymarin töten Darmkrebszellen

In einer Studie der Saint Louis University stellte man fest, dass die Kombination von Curcumin und Silymarin die Ausbreitung von Darmkrebszellen hemmte und gleichzeitig zu einem verstärkten Absterben der Krebszellen führte.

Silymarin

Silymarin ist der entscheidende Wirkstoff aus der Mariendistel, die besonders für ihre leberregenerierende Wirkung bekannt ist. Aber auch in Sachen Darmkrebs gibt es bereits erste Hinweise dafür, dass die Mariendistel hilfreich sein könnte: Mariendistel blockiert Darmkrebs

Curcumin

Curcumin ist der aktive Wirkstoff aus Kurkuma, der gelben Wurzel, die sich als wichtige Zutat in der beliebten Gewürzmischung namens Curry befindet.

Curcumin ist als hochwirksames Antioxidans eher unspezifisch wirksam, was bedeutet, dass es bei unendlich vielen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen kann:

Auch zur krebshemmenden Wirkung von Curcumin liegen längst Belege vor, z. B. bei Oralkrebs oder Prostatakrebs.

In der aktuellen Studie (Juni 2016, Journal of Cancer) ging es nun konkret um Darmkrebs und wie die beiden Pflanzenstoffe mit gemeinsamen Kräften den Krebs bekämpfen können.

Curcumin und Silymarin wirken am besten kombiniert

Die Forscher untersuchten menschliche Darmkrebszellen und ihre Reaktion auf die Behandlung mit Curcumin und Silymarin.

Dabei stellten sie fest, dass die alleinige Behandlung mit Curcumin oder mit Silymarin nicht annähernd so effektiv war wie eine kombinierte Anwendung.

Wurden die Darmkrebszellen nämlich erst mit Curcumin und dann mit Silymarin behandelt, wurde der Krebs viel schneller und nachhaltiger zurückgedrängt als mit einer Einzelstofftherapie, erklärte Dr. Uthayashanker Ezekiel, Professor an der Saint Louis University.

„Die Kombination der beiden Stoffe verhindert, dass sich die Krebszellen vermehren und ausbreiten können. Wenn die Zellen erst mit Curcumin und anschliessend mit Silymarin behandelt wurden, dann konnte man eine deutlich höhere Zahl an Krebszellen sterben sehen.“

Curcumin und Silymarin – Krebstherapie ohne Nebenwirkungen?

Pflanzliche Substanzen (Phytochemikalien) wie die beschriebenen bieten laut Ezekiel bald alternative Möglichkeiten zur Krebstherapie. Er sagt: „Im Gegensatz zur Chemotherapie führen Behandlungen mit pflanzlichen Stoffen nicht zu den chemotypischen Vergiftungserscheinungen und sonstigen Nebenwirkungen.“

Ezekiel sieht hier ein enormes Potential für die Therapie von Darmkrebs beim Menschen. Natürlich seien noch weitere Studien erforderlich. Doch sei der Einsatz der beiden Pflanzenstoffe – Curcumin und Silymarin – äusserst vielversprechend, nicht zuletzt auch in der Prävention von Darmkrebs, der – so Ezekiel – in den allermeisten Fällen die Folge von bestimmten ungünstigen Lebensgewohnheiten (Bewegungsmangel) und ungesunder Ernährung ist.

Curcumin – Wie einnehmen?

Natürlich können auch Curcumin und Silymarin Nebenwirkungen haben, wenn man sie in zu hoher Dosis zu sich nimmt.

Curcuma kann nun sehr unproblematisch in Speisen gemischt werden. Allerdings sind dazu 3 bis 5 Gramm pro Tag nötig, damit eine merkliche Wirkung entsteht – und es ist nicht leicht, so viel dieses Gewürzes täglich zu essen.

Interessante Anregungen zum küchentechnischen Einsatz von Curcuma finden Sie hier: Curcumin – Sechs Tipps zur richtigen Anwendung

Bei einer Nahrungsergänzung nun können Sie auf das konzentrierte Curcumin zurückgreifen, wovon natürlich nicht annähernd so viel erforderlich ist wie vom Curcumapulver, denn der Curcuminanteil in Curcuma beträgt gerade einmal 3 Prozent.

Wenn Sie Curcuma als Gewürz verwenden oder Curcumapulver in Kapseln nehmen möchten, dann verwenden Sie gleichzeitig auch schwarzen Pfeffer bzw. achten bei den Kapseln darauf, dass eine Beimischung von Piperin enthalten ist (Pflanzenstoff aus dem schwarzen Pfeffer), das die Bioverfügbarkeit des Curcuma stark erhöhen kann.

Silymarin – Wie einnehmen?

Hochwertige Produkte mit Silymarin aus der Mariendistel sind ebenfalls nicht leicht zu finden. Viele Präparate enthalten lediglich die gemahlenen Samen der Mariendistel oder sind aus anderen Gründen sehr niedrig dosiert.

Kein Wunder gibt es immer wieder Studien, die behaupten, die Mariendistel wirke nicht. Das Problem ist hier nicht die Mariendistel, sondern höchstwahrscheinlich die viel zu niedrigen Dosen, die zum Einsatz kamen. Oder aber die Anwendungsdauer war zu kurz.

Silymarin aus der Mariendistel sollte als Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt eingenommen werden, z. B. mit Kapseln, die zwischen 200 und 300 mg Trockenextrakt enthalten und um die 160 mg Silymarin.

Davon können nun täglich 2 x 1 Kapsel eingenommen werden (z. B. zur allgemeinen Regeneration der Leber). Liegen konkrete Beschwerden vor, muss die Dosis natürlich entsprechend angepasst werden.

Bis zu 800 mg Silymarin können aufgeteilt in bis zu 3 Dosen pro Tag eingenommen werden – idealerweise kurweise bis zu 6 Wochen. Anschliessend kann man eine niedrigere Erhaltungsdosis nehmen.

Bei eindeutigen Beschwerden (z. B. Hepatitis) wird Silymarin sogar fünf Monate und länger eingenommen.

Curcumin und Silymarin bei Darmkrebs – Dosis noch unbekannt

Eine adäquate Dosis bei Darmkrebs oder zur Vorbeugung desselben ist leider noch nicht bekannt. Am besten besprechen Sie die Anwendung der beiden Pflanzenstoffe bei konkreten Beschwerden mit Ihrem Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker.

Weitere einfache Massnahmen, die bei Darmkrebs oder zur Darmkrebsprävention umgesetzt werden können, finden Sie hier:

Walnüsse verhindern bei Darmkrebs

Äpfel gegen Darmkrebs

Dörrpflaumen schützen vor Darmkrebs

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Probiotika beugen Darmkrebs vor

Mariendistel blockiert Darmkrebs

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/silymarin-und-curcumin-gegen-darmkrebs16070152.html

Gruß an die Gesunden

TA KI

Mariendistel blockiert Darmkrebs


Die Mariendistel ist besonders als natürliches Stärkungsmittel der Leber bekannt. Beim jährlichen Treffen der American Association for Cancer Research(AACR) stellten Forscher vom Krebszentrum der Universität von Colorado hochinteressante Neuigkeiten vor. Der Einsatz der Mariendistel ist somit nicht länger auf die Leber beschränkt. Offenbar kann sie den Körper auch in anderen Belangen unterstützen – zum Beispiel im Kampf gegen Darmkrebs.

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Mariendistel für Leberschutz und -regeneration

Die Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler und ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet.

Doch auch in nördlicheren Regionen hat die lila blühende Distel inzwischen eine Heimat gefunden und fühlt sich hier besonders auf steinigem Boden wohl, weshalb sie gerne an Feld- oder Wegrändern gedeiht.

Schon lange ist die Mariendistel als Leber-Heilpflanze bekannt.

Ihr Hauptwirkstoff – das Silymarin – schützt die Leberzellen vor toxischen Stoffen und fördert die Leberregeneration.

In der Homöopathie findet die Mariendistel ebenfalls Anwendung. Carduus marianus ist als Urtinktur erhältlich sowie in den Potenzen D1 bis D6. Erfolgreiches Einsatzgebiet ist auch hier die regenerative und entgiftende Zellunterstützung bei Lebererkrankungen.

Mariendistel gegen Lungen- und Darmkrebs

Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Mariendistel sogar gegen die Ausbreitung von Lungenkrebs helfen könnte.

Und auch in Sachen Darmkrebs scheint Silymarin bzw. die Mariendistel hilfreich zu sein.

So zeigten beispielsweise Studien der letzten Jahre, unter anderem von Dr. Agarwal und Kollegen, dass Silymarin Zellsignale beeinflusst, die für die Bildung und das Wachstum von Darmkrebszellen verantwortlich sind.

Diese Studien gingen jedoch nicht über einfache Zellkulturen hinaus. In einer neuen Untersuchung ergab sich, dass die Mariendistel bzw. das Silymarin auch bei Tieren Darmkrebs bekämpfen kann.

Dazu hatte man Mäusen, die an Darmkrebs erkrankt waren, Silymarin ins Futter gegeben. Eine Kontrollgruppe, die ebenfalls an Darmkrebs erkrankt war, erhielt kein Silymarin.

Die Ergebnisse waren deutlich. Die Tiere, denen Silymarin gefüttert wurde, hatten nicht nur weniger Krebs-Stammzellen, die Tumore waren auch kleiner und hatten ausserdem einen niedrigeren Stoffwechsel. Ebenso zeigten die Tumore eine reduzierte Neigung, neue Blutgefässe zu bilden.

Mit anderen Worten: Das Tumorwachstum war merklich verlangsamt.

Silymarin aus der Mariendistel stoppt Metastasenbildung

Versuche im Stadium der Metastasenbildung zeigten, dass Tumore von Tieren, die einst Silymarin erhalten hatten, ihre Fähigkeit zum Wachstum und auch zur Metastasenbildung verloren hatten – und das, obwohl die Mäuse längst kein Silymarin mehr erhielten.

Das ist vor allem deshalb interessant, weil der Haupttumor im Allgemeinen als weniger problematisch gilt als die Metastasen. Wenn also die Metastasenbildung gestoppt werden kann, ist die Hoffnung gross, den Krebs heilen zu können.

Aus der Studie lässt sich ableiten, dass Haupttumore, die mit Silymarin behandelt werden, langsamer wachsen und/oder keine Metastasen bilden, sodass eine problematische Ausbreitung der Krebskrankheit gehemmt oder sogar verhindert werden kann.

Silymarin gilt damit sogar als potenziell krebsvorbeugendes Mittel und könnte künftig als alternative Therapie zur üblichen Chemotherapie in Erwägung gezogen werden.

Mariendistel – Anwendungsmöglichkeiten

Silymarin ist schwer wasserlöslich und geht daher nur in sehr geringen Mengen in Teeaufgüsse über.

Mariendisteltee ist daher nicht sehr reich an Wirkstoffen.

Sinnvoller sind Fertigpräparate mit hohen Silymarindosen. Experten empfehlen etwa 200 bis 400 mg Silymarin pro Tag.

In Drogerien und Supermärkten gibt es oft ebenfalls Mariendistelpräparate, doch sind diese nicht selten völlig unterdosiert, enthalten also sehr häufig viel zu geringe Dosen, als dass hiervon noch eine Wirkung erwartet werden könnte.

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Quellen:

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Gruß an die Heilenden
TA KI