Fremdenfeindliches Schild am Ortseingang in Thüringen


sonderhausen-asylsuchende-bitte-weiterfluecIm thüringischen Sondershausen haben Unbekannte Schilder am Ortseingang montiert: „Liebe Asylschwindler, bitte flüchten Sie weiter, es gibt hier nichts zu wohnen!“ Rund 150 Asylsuchende leben in dem Ort, der Bürgermeister ist schockiert.

Diese fremdenfeindliche Botschaft brachten Unbekannte an sechs verschiedenen Stellen des 20.000-Einwohner-Städtchen Sondershausen an. Die Polizei vermutet, dass die Schilder in der Nacht angebracht wurden. Hinweise auf die Täter gebe es bislang keine, sagte Polizeisprecher Thomas Soszynski Spiegel Online. Ein Polizist habe am Morgen eine der Tafeln bemerkt und seine Kollegen informiert. „Wir gehen davon aus, dass die Schilder maximal ein paar Stunden hingen“, so Soszynski.

In der kleinen Stadt leben derzeit rund 150 Asylsuchende, der Großteil stammt aus Eritrea, andere aus Syrien und Tschetschenien. Das Wohnheim, in der die Mehrheit der Flüchtlinge Zuflucht gefunden hat, ist zentral in einem ehemaligen Wohnheim für Kinder und Jugendliche gelegen.

Unterschiedliche Reaktionen im Netz

Auf der Facebook-Seite „Sonderhausen ist Bunt“, die 1792 Abonnenten hat, wurde das Bild mit folgender Überschrift gepostet: „Dumm-Bürger aus Sondershausen „in Aktion“: Wir hoffen, dass unsere deutschsprachigen eritreischen, syrischen und Pkw-fahrenden Asylbewerber diesen Schwachsinn genau wie wir nur der dümmsten Minderheit aus Sondershausen zuschreiben.“ Marion Feltmann reagierte schockiert auf den Post: „Uns in Deutschland wurde in Notsituationen (z.B. nach dem 2. Weltkrieg, den wir selbst angezettelt hatten) auch geholfen. Warum sollten wir heute so arrogant sein und anderen Menschen nicht helfen? Das steht uns nicht zu, finde ich. Uns geht es hier gut.“ Deutlich mehr los war jedoch auf der Facebook-Seite „Sondershausen gegen Asylmissbrauch“, die 2461 Abonnenten hat. Die Fotos von den Schildern wurden fast vierhundertmal geteilt. Überschrieben ist der Post mit: „Hoffen wir mal das es sich die Asylschwindler zu Herzen nehmen und zukünftig einen großen Bogen um unser Sondershausen machen!!!“ 882 Menschen klickten auf „Gefällt mir“.

Nur eine Ordnungswidrigkeit?

Inzwischen wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das Delikt ist trotz des fremdenfeindlichen Inhalts wohl nur eine Ordnungswidrigkeit und fällt wohl unter wildes Plakatieren. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) sagte dem Nachrichtenportal, er sei schockiert über den Vorfall. Für Kreyer, seit fast 15 Jahren Bürgermeister von Sonderhausen, sind die Schilder eine „verabscheuungswürdige, fremdenfeindliche Tat“, die keinesfalls der Stimmung in Sondershausen entspreche. Im Gegenteil, er erlebe in der Bevölkerung viel Hilfsbereitschaft für Asylbewerber.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/fremdenfeindliches-ortsschild-in-th%C3%BCringen-141947272.html

Gruß an die Stimmungsmacher

TA KI

 

Frankreich entsorgt hochgiftigen Müll in Deutschland


Frankreich hat mit der Lieferung von Tonnen toxischer Abfälle nach Deutschland begonnen. Weil es dort kein Endlager mehr für den quecksilber- und arsenhaltigen Müll gibt, kommt er nun nach Thüringen.

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Elf Jahre nach Schließung der einzigen Deponie für hochgiftige Industrieabfälle in Frankreich hat der Abtransport des dort gelagerten Sondermülls nach Deutschland begonnen.

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, verließ ein Lastwagen mit Spezialbehältern am Montagnachmittag die Deponie Stocamine in Wittelsheim im Südelsass, die im September 2003 nach einem Brand geschlossen worden war. Der Transport auf dem Sattelschlepper umfasste rund 18 Tonnen Müll.

Seit der Schließung von Stocamine hatten Politiker, Experten, Umweltschützer und Vertreter der Betreiberfirma über die beste Lagermöglichkeit für die sogenannten ultimativen Abfälle gestritten; zu diesen Abfällen zählen zyanidhaltige Härtesalze, dioxinverseuchte Filterrückstände aus Verbrennungsanlagen und schwermetallbelastete Klärschlämme.

Bis 2020 knapp 9000 Tonnen nach Thüringen

Die Wahl fiel schließlich auf eine Untertagedeponie in Thüringen, die sich im ehemaligen Salzbergwerk Glückauf in Sondershausen befindet. Dort werden nach Angaben der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) vor allem Abfallstoffe aus anorganisch-chemischen wie thermischen Prozessen, Bau- und Abbruchabfälle sowie Müll aus Abfallbehandlungsanlagen gelagert – verpackt als Big Bag, in Stahlblechfässern oder anderen Containern.

Frankreich will nach Angaben seiner Umweltministerin Ségolène Royal aus der im Jahr 1999 eröffneten Deponie Stocamine „ein Maximum“ der quecksilber- und arsenhaltigen Abfälle entfernen – etwa ein Fünftel der 44.000 Tonnen Sondermüll, die in den Gruben der ehemaligen elsässischen Kalisalzmine (MDPA) eingelagert wurden. Nach bisheriger Planung dürften sich die Transporte in Richtung Thüringen bis zum Jahr 2020 hinziehen.

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article134682996/Frankreich-entsorgt-hochgiftigen-Muell-in-Deutschland.html

Danke an Denise

Gruß an die geschundene Heimat

TA KI