Rätselhaftes Phänomen: Verschwundene Sonne über Sibirien


Die Einwohner einer großen Region Sibiriens wurden am vergangenen Freitag verängstigt, als eine rätselhafte Dunkelheit über das Gebiet hereinbrach, die stundenlang anhielt.

Am vergangenen Freitag verdunkelte sich der Himmel in den Regionen um Eveno-Bytantaisky und Zhigansky in der russischen Republik Sacha (Jakutien) für mehrere Stunden – obwohl es dort zu dieser Jahreszeit eigentlich 24 Stunden am Tag hell ist.

In der Mittagszeit zwischen 11 und 14 Uhr wich das Sonnenlicht plötzlich der Finsternis, sodass die Einwohner gezwungen waren, Taschenlampen zu benutzen und innerhalb von Gebäuden das Licht einzuschalten.

Nach rund drei Stunden war der Spuk zwar wieder vorbei, doch noch immer rätselt man, was die Ursache des ungewöhnlichen Phänomens gewesen sein könnte.

Die Einwohner suchten Schutz in ihren Häusern, denn draußen hatten sie das Gefühl, etwas Schweres in der Luft würde kräftig gegen ihre Brust pressen.

Erst als die Sonne wieder zu sehen war und das Tageslicht die Straßen erhellten, trauten sich die Menschen wieder nach draußen, wo sie feststellen mussten, dass eine dicke Staubschicht alles bedeckt hatte. Auch das Wasser in den unbedeckten Fässern sowie in den Seen waren danach dunkel und trüb geworden.

Laut der Siberian Times gibt es verschiedene Theorien, die jedoch alle im Bereich der Spekulation angesiedelt sind.

So glauben einige, dass es eine plötzliche Sonnenfinsternis gewesen sein könnte, doch dies scheint sehr unwahrscheinlich, da sie nicht nur auf zwei Regionen begrenzt gewesen wäre und außerdem keine erwartet wurde.

Auch Waldbrände, die in einem nahegelegenen Gebiet gewütet hatten, standen in der Diskussion, allerdings berichteten die Einwohner, dass während der Dunkelheit kein Rauch zu sehen war.

Zudem befinden sich weder die Region Eveno-Bytantaisky noch Zhigansky in der Nähe der Waldbrandgebiete und der Morgen war völlig windstill.

© Fernando Calvo für Terra-Mystica.Jimdo.com am 28.07.2018

Augenzeugen berichten der Siberian Times:

“Die Sonne ging gegen 11 Uhr aus und kam erst gegen 14 Uhr zurück. Ich konnte nichts sehen, ohne das Licht einzuschalten. Wir haben Fackeln genommen, um draußen zu gehen, aber eigentlich wollte niemand auf der Straße sein, weil das Gefühl war, als ob etwas Schweres in der Luft auf deine Brust drücken würde”, sagte ein Bewohner (Sonnensturm: Nationale Regierungen planen erste Maßnahmen – „Der ‚Big One‘ könnte bald die Erde treffen“).

Nachdem die Sonne zurückgekehrt war, fanden Einheimische eine dicke Staubschicht, die alles überdeckte.

“Wasser in offenen Straßenfässern wurde zu einer schmutzigen Brühe. Wasser in Seen ist wegen Staub schwarz geworden”, sagte ein Augenzeuge.

Die Sonne war in zwei benachbarten Bezirken im äußersten Norden von Jakutien nicht sichtbar, aber kein anderes Gebiet der Republik berichtete von der Katastrophe (Unsere Sonne verändert sich).

Literatur:

Löcher im Himmel

What in the world are they spraying – Die Wahrheit über Chemtrails und Geo-Engineering

Das HAARP-Projekt: Über Mobilfunk zur Strahlenwaffe über Wetterveränderung zur Bewußtseinskontrolle

Video:

Quellen: PublicDomain/siberiantimes.com am 28.07.2018

Quelle

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

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“Super-Sofi“ in den USA am 21.08.2017: Kennen Sie Reiner? Reiner zu Fall?


Für den morgigen Montag, den 21. August 2017, wird mit großer Spannung eine totale Sonnenfinsternis über dem gesamten nord-amerikanischen Kontinent erwartet. So soll der “Kernschatten“ die US-Westküstenstadt Newport in Oregon als Erstes treffen und dann seinen Weg quer über die USA nehmen, bis er an der Südostküste South Carolinas auf den Atlantik gleitet und dort im weiteren Verlauf mit dem Sonnenuntergang verschwindet.

In US-amerikanischen alternativen Medien wird derweil ausgiebig über dieses bevorstehende Großereignis spekuliert. Der Grund sind gewisse Zahlenspielereien, Prophezeiungen und der vorhergesagte Verlauf des “Kernschattens“ – auch im Zusammenhang mit der nächsten Sonnenfinsternis in den USA, welche im Jahr 2024 stattfinden wird.

Eine totale Sonnenfinsternis über kontinentalem Festland ein eher seltenes Ereignis, die Mehrzahl findet über den Ozeanen statt und ist somit nur für sehr wenige Menschen zu beobachten. Alte Schriften, wie beispielsweise einzelne Bücher der Bibel, nehmen immer wieder Bezug auf Himmelsphänomene und auch in vielen Prophezeiungen finden sich zum Teil recht dramatische Vorhersagen im Zusammenhang mit “Zeichen im Himmel“.

Der US-Blog Countdown Report hat am 12. August 2017 einige sehr interessante Informationen über die totale Sonnenfinsternis in den USA zusammengetragen, welche durchaus nachdenklich machen.

Der “Kernschatten“ trifft im US-Bundesstaat Oregon auf Land und dieser ist der 33. Staat, welcher im Jahr 1859 Teil der Vereinigten Staaten von Amerika wurde. Die kontinentale Schattenbahn endet in South Carolina auf dem 33. Breitengrad und der 21. August 2017 ist der 233. Tag des Jahres. Zudem soll es 33 Tage nach der Sofi, am 23. September 2017, zu einer besonderen Himmelskonstellation kommen, welche angeblich in der biblischen Offenbarung vorhergesagt wurde.

Countdown Report in diesem Zusammenhang weiter:

Nur des Spaßes halber: Es ist 99 Jahre (3 x 33) her, seit im Jahr 1918 die letzte totale Sonnenfinsternis in den USA von Küste zu Küste verlief. Vom 23. September 2017 (Offenbarung 12-Zeichen) bis zum Ende des Jahres am 31. Dezember 2017 sind es 99 Tage (3 x 33).

Die Anzahl Tage von der Sonnenfinsternis 1918 bis zur Sonnenfinsternis am 21. August beläuft sich auf 26.234 (2+6+2+3+4=17, 2017?).

Vom 12. August 2017, dem Tag, an welchem wegen [der Vorfälle in] Charlottesville, Virgina, der “Notstand“ ausgerufen wurde, bis zur Großen Sonnenfinsternis am 21. August 2017 sind es 9 Tage (3+3+3) und die Daten sind zudem gespiegelt – 12 und 21 [welche addiert wieder 33 ergeben].

Die Zahl 33 dürfte den Meisten als vermeintlich höchster Einweihungsgrad in der Freimaurerei bekannt sein. In dem Artikel wird weiter darauf hingewiesen, dass die 33 auch in der Richterskala eine spezielle Bedeutung habe. Jeder Magnitudenschritt entspreche dabei einer Erhöhung um das 33-fache. Weiter wird die Totalitätszone Oregon um 10:16 Uhr Ortszeit erreichen und South Carolina um 15:49 Uhr Ortszeit verlassen. Berücksichtigt man die betroffenen Zeitzonen, dauert das Ereignis 1 Stunde und 33 (!) Minuten.

Die erste größere Stadt, über die sich der “Kernschatten“ bewegt, wird die Stadt Salem in Oregon sein und der Name der Stadt hat offenbar einen direkten Bezug zu Jerusalem. Die Sonnenfinsternis beginnt in Salem genau in dem Moment, in welchem in Jerusalem die Sonne untergeht, also quasi ein doppelter Sonnenuntergang:

Der “Kernschatten“ durchquert insgesamt 12 US-Bundesstaaten. Die Zahl 12 ist allgegenwärtig, so gibt es 12 Monate, 12 Thyrkreiszeichen, Jesus soll 12 Jünger gehabt haben, Artus 12 Tafelritter, selbst unsere Tageszeiten werden in (2 x) 12 Stunden gemessen und die Vereinigten Staaten von Amerika, wie sie im Jahr 1776 gegründet wurden, umfassten 12 Bundesstaaten. Im Jahr 1776 fand zudem ebenfalls eine Sonnenfinsternis über Nord-Amerika statt.

Am 8. April 2024 kommt es zu einer weiteren Sonnenfinsternis in den USA, welche von Mexiko durch die Vereinigten Staaten bis nach Kanada verlaufen wird und von 2017 bis 2024 sind es 7 Jahre. Dem Artikel nach soll die kombinierte Zeit dieser beiden Finsternisse genau 7 Minuten betragen und die jeweiligen Pfade kreuzen sich im Bundesstaat Illinois in der Ortschaft Makanda – wo sich eine Salem (!) Road befindet:

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Die Ortschaft Makanda wiederum führte im frühen 20. Jahrhundert die Bezeichnung “Star of Egypt“ – “Stern von Ägypten“ – und im biblischen Exodus heißt es:

 

 

Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Ägyptenland, daß man’s greifen mag. Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage, …

Am 7. August 2017 kam es bereits zu einer partiellen Sonnenfinsternis, welche über Ost-Europa, Afrika, Asien und Australien sichtbar war. Vom 7. bis zum 21. August sind es genau 14 Tage, welche halbiert 7 ergeben. Diese 7 findet sich im sogenannten Saroszyklus 145 wieder, welcher genau 77 Ereignisse umfasst und mit einer partiellen Sonnenfinsternis am 17. April 3009 endet.

Die Zu-fälle nehmen hier jedoch noch kein Ende. So kam der amtierende US-Präsident beispielsweise während einer Sonnenfinsternis zur Welt und der “Kernschatten“ überquert in seinem Verlauf eine Reihe auffälliger Wegmarken, wie die Georgia Guidestones und die St. Louis Gateway Arches, und verläuft zudem über einige für Erdbeben bekannte Verwerfungslinien (33 und die Richterskala …).

Und am 23. August 2017 findet passenderweise auch noch eine großangelegte Stromausfallübung der FEMA mit der Bezeichnung “EarthEX2017“ (“die Erde nach 2017“) statt, in welcher die Rede von “Black Sky“ – dem “schwarzen Himmel“ – ist und dieser werde die “Gesellschaft in die Knie zwingen“.

Abschließend: Wir befinden uns im Jahr 5777 des jüdischen Kalenders, welches am 22. September 2017 mit dem Ende des Rosch HaSchana vollendet ist. Genau 40 Tage nach der Sonnenfinsternis ist Jom Kippur, der jüdische “Tag der Sühne“. Auch die Zahl 40 spielt in jüdisch-christlichen Schriften eine bedeutende Rolle.

Hier noch einige Anmerkungen vom Bondaffen zu diesem Thema:

Nostradamus, Centurie 1/Vers 48:

Zwanzig Jahre der Herrschaft des Mondes sind vorbei – wenn zu Beginn des 7. Jahrtausends ein anderer die Herrschaft antritt – wenn die Sonne ihre dunklen Tage hat – dann wird sich meine Prophezeiung erfüllen und überholen.

Hierzu Autor Kurt Allgeier. Auszug: Das 7. Jahrtausend ist nach Nostradamus der Beginn des 3. Jahrtausends, weil er entsprechend der Zeitangaben in der Bibel davon ausging, daß dann seit Erschaffung der Welt 6 Jahrtausende vergangen sind.

Ich meine, hier sieht man im Vers eine Sonnenfinsternis beschrieben. Und 20 Jahre der Herrschaft des Mondes, sprich Islam, sind vorbei. Ein anderer tritt die Herrschaft an, ein gewisser Chiren, der große Erlöser, der den Laden aufräumt und die Musels beseitigt.

In 1/56 heißt es:

Früher oder später werdet ihr große Veränderungen wahrnehmen – extreme Schrecken und Haßtiraden – wenn der Mond (Islam) von seinem Engel geführt wird – nähert sich der Himmel den Neigungen

Der geneigte Himmel kann durchaus die Sonnenfinsternis sein, aber der früher immer wieder diskutierte Polsprung darf nicht vergessen werden.

Interessant ist noch 5/25:

Der arabische Machthaber wird dann, wenn Mars, Sonne, Venus im Zeichen Löwen stehen – die Regierung der Kirche über das Meer hinweg überwinden – bei Persien stehen gut eine Million bereit – mit Schlangen und Würmern über Byzanz und Ägypten herzufallen.

Die Sternkonstellationen kommen immer wieder vor, das nächste Mal ist September dieses Jahr, also 2017. Die Millionen sind Soldaten und Terroristen und es ist von einem großen Krieg die Rede in Nahen und Mittleren Osten die Rede. Der arabische Machthaber, also der islamische, wäre aktuell Erdogan.

Ist also davon auszugehen, dass diese Vielzahl an Zu-fällen vollkommen zusammenhangslos sind und sie schlichtweg keine Rolle in der natürlichen Ordnung der Schöpfung spielen? Oder bahnt sich hier eine vorbestimmte Ereigniskette ihren Weg und wer sie sehen will, dem wird sie auch offenbart? Spätestens Ende September werden wir es wissen.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/08/super-sofi-in-den-usa-am-21-08-2017-kennen-sie-reiner-reiner-zu-fall/

Gruß an die Sehenden

TA KI

USA: Im August wird es finster


Am 17. August werden die USA eine Jahrhundertfinsternis erleben. Zum ersten Mal seit 1918 wird die Sonne in ihrem Lauf quer über den gesamten nordamerikanischen Kontinent verfinstert. Fast 2 Stunden wird das Spektakel insgesamt dauern und der Kernschatten, mit einer Verfinsterung von 2 Minuten und 40 Sekunden Dauer, wird dabei 14 Bundesstaaten von der US-West- zur Ostküste überqueren.

Die letzte große Sonnenfinsternis fand im Jahr 1999 über Kern-Europa statt und der Kernschatten überquerte seinerzeit auch Deutschland, wobei in den meisten Teilen des Landes eine dichte Wolkendecke die Sicht behinderte. In den Vereinigten Staaten kam es zuletzt im Jahr 1979 zu einer totalen Sonnenfinsternis, welche jedoch nicht von Küste zu Küste ging – dies geschah zuletzt vor 99 Jahren.

Das Ereignis ruft naturgemäß die NASA auf den Plan und es sind eine große Zahl an Forschungsprojekten geplant. The Daily Sheeple meldet dazu:

Mindestens drei NASA-Flugzeuge, 11 weitere Raumfahrzeuge und mehr als 50 Höhenballone sowie die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation [ISS] werden Fotoaufnahmen machen.

Was der Öffentlichkeit im Anschluss präsentiert werden wird, bleibt abzuwarten. Insbesondere die NASA hat sich in der Vergangenheit bekanntlich auf Bildbearbeitungstechniken verlassen, welche erhebliche Fragen aufwerfen.

Zeichen der Zeit

Ein weiterer durchaus bemerkenswerter Aspekt ist der Zeitpunkt der anstehenden Sonnenfinsternis im Sommer des laufenden Jahres. Viele Zeichen deuten darauf hin, dass die bestehenden Strukturen – insbesondere das Finanzsystem – vor einer ausgesprochen dunklen Zeit stehen. Der Sommer 2017 erweckt auf vielen Ebenen den Anschein einer Zeitenwende.

Manche US-amerikanische Alternativmedien sehen zudem eine Verbindung zu der am 23. September 2017 stattfindenden “kosmischen Konvergenz himmlischer Größenordnung“, wenn es zu einer nur alle 7.000 Jahre auftretenden Konstellation von Sonne, Mond und den Planeten Merkur, Mars und Venus im Sternbild Löwe kommt. Diese Konstellation wird von einigen in der biblischen Offenbarung als Omen für die Jetztzeit wiedererkannt:

 

¹ Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf goldenen Sternen. ² Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual zur Geburt. (Offenbarung 12.1,2)

Der Sommer des Jahres 2017 wird gewiss noch einige Überraschungen für die Welt bereithalten und überraschend können Ereignisse nur sein, wenn sie im Vorfeld als solche nicht bekannt sind. Die ganze Welt ist voller Geheimnisse und damit zu rechnen, dass sich einige von ihnen recht bald offenbaren, ist sicherlich nicht nur für Aluhutträger ein nachvollziehbarer Gedanke.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

 

Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/usa-im-august-wird-es-finster/

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

So verändern Sonnenfinsternisse die Geschichte


An die Sonnenverdunkelung am 20. März knüpfen sich dunkle Zukunftserwartungen. Schon die Politikberater des Altertums sahen große Veränderungen voraus. Die Frage ist immer nur: Wer ist das Opfer?

Gustave-Dore-Die-Finsternis

Das Nachdenken über die Aussagekraft einer Sonnenfinsternis ist so alt wie die Geschichtswissenschaft. Im ersten Buch seiner „Historien“ berichtet der Grieche Herodot (um 490–424), der nicht umsonst „Vater der Geschichtsschreibung“ genannt wird, von dem lange unentschiedenen Krieg zwischen den kleinasiatischen Lydern und den Medern, die ihr Reich im Iran errichtet hatten. Sechs Jahre dauerte der Konflikt bereits, als sich in einer Schlacht etwas Merkwürdiges ereignete: Bei Tage wurde es plötzlich Nacht.

„Diese Sonnenfinsternis“, schreibt Herodot, „hatte Thales den Ioniern vorausgesagt, und zwar gerade für das Jahr, in dem sie wirklich eintrat. Wie die Lyder und die Meder sahen, dass es bei Tage Nacht wurden, stellten sie den Kampf ein und hatten nichts Eiligeres zu tun, als miteinander Frieden zu schließen.“

Diese Nachricht ist für moderne Historiker gleich aus mehreren Gründen von großer Bedeutung. Zum einen liefert sie ein wichtiges Datum für die Chronologie. Denn bei dem Himmelszeichen muss es sich um die Sonnenfinsternis vom 28. Mai 585 v. Chr. gehandelt haben. Zum anderen bietet Herodot, der selbst aus Ionien (westliches Kleinasien) stammte, ein Hinweis auf den geistesgeschichtlichen Hintergrund, in dem Naturforscher wie Thales wirkten. Der gilt nicht nur als erster Philosoph des Abendlandes, auf den der nach ihm benannte geometrische Satz benannt ist. Sondern er war auch ein Politikberater, der tief in das Wissen mesopotamischer Zukunftsdeuter eingedrungen war.

thales von miletNicht umsonst galten die Chaldäer des Zweistromlandes als begnadete Astronomen, die (fast) alles über den Lauf der Sterne erforscht hatten. Dabei trieb sie allerdings weniger naturwissenschaftliche Neugier als vielmehr die Hoffnung, aus Konstellationen der Sterne Rückschlüsse auf die Zukunft auf der Erde ziehen zu können.

So haben sich in den Keilschriftarchiven altorientalischer Herrscher regelrechte Handbücher erhalten, die astrologische Fallsammlungen enthielten und ihre möglichen Deutungen dafür. So lieferte ein gewisser Akkullanu, ein Priester aus Assur, dem assyrischen Großkönig in Ninive eine Liste von möglichen Ereignissen, die nach einer „Finsternis des Mondes und der Sonne stattfinden“ könnten. Selbstredend, dass eine derart seltene Himmelserscheinung größtes Unglück bedeutete: „Ein großer König wird sterben.“

Wer und wo das sein würde, ließen die Kommentatoren allerdings offen. Da gelte es, die Richtung, welche die Mondsichel nehmen würde, zu analysieren und ihren Ort am Firmament und ob zur gleichen Zeit vielleicht ein weißes Lamm mit ungewöhnlicher Leber geboren wurde. Schließlich wollten sich die Priester nicht allzu sehr festlegen für den Fall, dass ihr König doch überleben würde. „Auf diese Weise taten sich immer wieder neue Möglichkeiten auf, im astralen Geschehen ein Spiegelbild von globalen politischen, wirtschaftlichen oder militärischen Wechselbeziehungen zu sehen“, beschreibt der Heidelberger Assyriologe Stefan M. Maul den Diskurs der „Wahrsagekunst im Alten Orient“.

Weil die altorientalischen Herrscher ihre Politik nach derartigen Orakeln ausrichteten, war es für ihre Berater geradezu lebenswichtig, außergewöhnliche Erscheinungen wenn nicht zu deuten, so doch wenigstens vorhersagen zu können. Aus diesem Grunde hatten die Babylonier schon früh die sogenannten Saroszyklen entdeckt, mit denen aufeinanderfolgende Sonnen- und Mondfinsternisse einigermaßen präzise terminiert werden konnten. Der Ionier Thales muss sich beizeiten dieses Wissen angeeignet haben.

Dass sich die Griechen in Kleinasien schon früh mit außergewöhnlichen Himmelsphänomenen beschäftigten, zeigt eine Stelle in der „Odyssee“, deren Autor (Homer und/oder andere) gemeinhin in Ionien verortet wird. Darin beobachtet Odysseus eine seltene Himmelskonstellation, welche die Sonnenfinsternis vom 16. April 1178 über der Ägäis gewesen sein könnte. Anschließend kehrte der Held in sein Königreich zurück und brachte alle Konkurrenten um.

Recke deine Hand gen Himmel, dass eine solche Finsternis werde in Ägypten, dass man sie greifen kann. Und Mose reckte seine Hand gen Himmel

Mose 2.10

Welche Folgen es für Astrologen haben konnte, wenn sie ihren Herrscher nicht rechtzeitig über die plötzliche Verdunkelung der Sonne in Kenntnis setzten, mussten zwei hohe Beamte am Hof eines chinesischen Fürsten erleben. Da sie die Finsternis vom 13. Oktober 2128 v. Chr. nicht vorhergesagt hatten, wurden sie umgehend hingerichtet. Das berichtet zumindest eine alte Chronik.

In der Bibel spielt eine Sonnenfinsternis eine wichtige Rolle. Im Streit über den Auszug der Juden aus Ägypten sprach Jahwe zu Mose: „Recke deine Hand gen Himmel, dass eine solche Finsternis werde in Ägypten, dass man sie greifen kann. Und Mose reckte seine Hand gen Himmel.“ (Mose 2.10). Der entsetzte Pharao aber rief: „Ziehet hin und dienet dem Herrn.“ Leider verzog sich der Schrecken mit der Rückkehr des Lichts, sodass es noch der zehnten Plage der Erstgeburt-Tötung bedurfte, bis die Israeliten endlich die Sklaverei fliehen durften.

Der Trick, mit dem Wissen um den rechten Zeitpunkt einer Sonnenfinsternis die Geschichte zu verändern, hat Schule gemacht, als Tragödie und als Farce. Am 16. Juni 1806 nutzte der Shawnee-Häuptling Tecumseh die Information, dass die Weißen an jenem Tag eine Verdunkelung der Sonne erwarteten, um seine Autorität gegenüber seinen Stammesbrüdern zu stärken. Als Führer der indianischen Truppen im Krieg gegen die USA geriet er aber auf die Seite der Verlierer.

Ähnlich erging es dem schwarzen Sklaven Nat Turner im US-Bundesstaat Virginia. Der sah in der Sonnenfinsternis vom Februar 1831 ein Zeichen Gottes, dass er zum Anführer einer Revolte bestimmt sei. Allerdings endete sein Aufstand am Galgen, was Turner in der Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre eine bemerkenswerte Renaissance bescherte.

Vermutlich kannte der Schriftsteller Mark Twain die Geschichten von Tecumseh und Turner. In seinem Buch „Ein Yankee am Hof des Königs Artus“ kann sich die Hauptfigur vor der Hinrichtung retten, weil er eine Sonnenfinsternis als Zeichen seiner magischen Fähigkeiten ausgibt. Umgehend wird er zum Chefberater des Königs mit dem schönen Titel „Sir Boss“.

ludwig der frommeAuch in der deutschen Geschichte haben Verdunkelungen der Sonne ihre Spuren hinterlassen. So soll die Finsternis vom Mai 840 den Sohn Karls des Großen, Ludwig den Frommen, so entsetzt haben, dass er umgehend starb. Nüchterne Historiker vermuten allerdings eine Krebserkrankung als Todesursache. Auf jeden Fall wurde danach das Frankenreich unter den drei Söhnen des Kaisers aufgeteilt, wobei das östliche Los Ludwigs des Deutschen zur Grundlage des Heiligen Römischen Reiches wurde.

Nach dessen Untergang sorgte der Schriftsteller Adalbert Stifter dafür, dass sich eine Sonnenfinsternis in die deutsche Literaturgeschichte einschrieb. Was er am 8. Juli 1842 „bei günstigstem Himmel“ in Wien erlebte, hat er in einem berühmten Bericht beschrieben:

„Es war ein so einfach Ding. Ein Körper leuchtet einen andern an, und dieser wirft seinen Schatten auf einen dritten: aber die Körper stehen in solchen Abständen, das wir in unserer Vorstellung kein Maß mehr dafür haben, sie sind so riesengroß, dass sie über alles, was wir groß heißen, hinausschwellen – ein solcher Komplex von Erscheinungen ist mit diesem einfachen Dinge verbunden, eine solche moralische Gewalt ist in diesen physischen Hergang gelegt, dass er sich unserem Herzen zum unbegreiflichen Wunder auftürmt.“

So viel Aufklärung war vielen Zeugen der Sonnenfinsternis abhanden gekommen, die am 11. August 1999 die Gemüter vieler Mitteleuropäer bewegte. Von bösen Vorzeichen für das dritte Jahrtausend bis zum Kollaps der Computeroberfläche Windows war die Rede. Dieser blieb aus, und die Kapriolen der Finanzmärkte hatten damals nicht einmal überzeugte Apokalyptiker auf dem Zettel. Immerhin folgt die Menschheit immer noch dem Rat der alten Babylonier. Es ist immer gut zu wissen, wann es dunkel wird. Das nächste Mal am 20. März 2015. Den Rest wissen die Sterne.

Quelle: http://www.welt.de/geschichte/article138487057/So-veraendern-Sonnenfinsternisse-die-Geschichte.html

Gruß an die Mystiker

TA KI