Die Wiederentdeckung der Spiritualität – Rupert Sheldrake


Götz Wittneben im Gespräch mit dem englischen Biologen und Bewusstseinsforscher Dr. Rupert Sheldrake. Dass dieses Gespräch in Leipzig stattfand, der Stadt, in der der Biologe und Philosoph Hans Driesch in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts erstmals die Hypothese des „Morphogenetischen Feldes“ formuliert hat, ist mehr als ein Zufall.

Das Gespräch in Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=AdDjo…

Seit der Verdammung seines Erstlingsbuches „Das schöpferische Universum“ im Jahre 1981 durch den damaligen Herausgeber des führenden internationalen Wissenschaftsmagazins „Nature“, Sir John Maddox, auf der Titelseite mit der Überschrift „Ein Buch zur Verbrennung“ hat sich im Wissenschaftsbereich viel getan. Unbewusst trug Sir Maddox damals durch seine drastische Verurteilung seines Buches als „Häresie“ dazu bei, dass Sheldrakes Buch ein Bestseller wurde und er die Laienforschung im Bereich des Bewusstseins wiedererweckt hat. Tausende Menschen auf der ganzen Welt – das Internet kam hier zur rechten Zeit – haben sich an den genial einfachen und nahezu kostenfreien Experimenten Sheldrakes beteiligt und tun es noch heute (sei es zum Beispiel zum Gefühl, von hinten angestarrt zu werden oder im Bereich Telefon-Telepathie) Zwar gibt es immer noch Ewiggestrige, die aufgrund ihres materialistischen Weltbildes glauben, dass man mit der Struktur der Gene alles erklären kann, aber die lange Zeit vorherrschende Arroganz und Selbstsicherheit dieser Gruppe bröckelt immer mehr. Neue Forschungszweige haben sich entwickelt wie die Epigenetik oder die sogenannte „Positive Psychologie“. Nicht zuletzt letzterer ist es zu verdanken, dass spirituelle Praktiken wie zum Beispiel Meditation, Dankbarkeit, Kontakt mit der Natur oder Pilgerfahrten mittlerweile in ihrer positiven Auswirkung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der praktizierenden Menschen untersucht wurden. In seinem neuen Buch „Die Wiederentdeckung der Spiritualität“ stellt Rupert Sheldrake sieben dieser Praktiken vor, sieben weitere werden in einem Folgebuch beschrieben. Das schöne an diesem Buch ist, dass dem Leser gleich praktische Übungen an die Hand gegeben werden, die für sie stimmigen Praktiken in ihren Alltag zu integrieren.

Weitere Informationen zu Rupert Sheldrakes Forschung, an der mensch sich auch beteiligen kann: https://www.sheldrake.org/deutsch

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Gruß an die Erwachenden
TA KI
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„Die Seele will frei sein“: Von Leben, Tod und Wiedergeburt im Zeitalter der Unwissenheit


Zur Verabschiedungszeremonie für Thomas Kirschner, den langjährigen Chefredakteur und Herausgeber des NEXUS-Magazins, fahre ich mit Amara, einem vedischen Priester, nach Immenstadt. Die achtstündige Autofahrt vergeht wie im Flug; zweimal verpassen wir die Abfahrt, weil wir derart ins Gespräch vertieft sind. Wir unterhalten uns über das Weltbild der Veden, und wir reden, als würden wir uns schon ein halbes Leben kennen. Vielleicht ist es nur das, was er sagt, denn es weckt vertraute Erinnerungen. Für eine Stunde, in der wir über Leben, Tod und Wiedergeburt, über das Kali-Yuga und das bevorstehende Ritual sprechen, schalte ich spontan mein Aufnahmegerät ein.

Die hier publizierten Passagen sind daher manchmal etwas sprunghaft, wurden aber für eine bessere Lesbarkeit nachbearbeitet.

Amara: Wir nehmen uns ja meist, wie wir jetzt sind – du, ich, als Mensch, mit all seinen Ecken und Kanten. Aber es gibt da noch eine andere Realität, nämlich die Realität der Seele. In uns steckt ja auch der Wunsch nach ewigem Leben, nach einem Leben voller Freude, voller Wissen. Und das ist eigentlich ein Indiz für die Seele.

Daniel: Du meinst, dass dieser Wunsch in uns aufkommt, dass es ihn überhaupt gibt?

Amara: Ja, genau. Wo kommt dieser Wunsch her? Er hat seinen Ursprung in der Seele. Und die Seele ist ewig – voller Wissen und voller Freude. Wir haben das nur vergessen. Es ist wie so eine Bedeckung: Der Körper, durch den die Seele sich manifestiert, der ist eigentlich wie ein Vehikel, wie ein Fahrzeug. Ich sage ja nicht: Ich Hand. Ich Kopf. Ich Bein. Sondern es ist meine Hand, es ist mein Kopf. Und was ist dieses Ich? Es ist etwas Transzendentes – etwas, das nicht wahrnehmbar erscheint, nicht wahr? Genauso verhält es sich mit der Persönlichkeit. Die ist ja immer formbar, sie kommt und geht und wird durch bestimmte Ereignisse geprägt. Sie hat keinen ewigen Aspekt. Aber die wahre Persönlichkeit, das wahre Ich, das ist eben voller Wissen, voller Freude, voll ewigem Leben, sozusagen.

Und die Suche nach dem ewigen Leben, nach dem ewigen Glück, die gab es schon immer, in allen Kulturen. Denn es ist eigentlich die Suche nach der Seele. Das ewige Leben ist ihr Ursprung; es gehört eigentlich zur Seele. Und das Sterben – oder besser: das Sterben des Körpers – ist ein ganz wichtiger Teil des Lebens, denn das Leben arbeitet ja sozusagen darauf hin. Wir werden geboren, und durch Krankheit oder durch andere Umstände werden wir wieder zum Tod geführt. Das heißt: Nach unserer Geburt, die wir annehmen, werden wir zum Tod geführt, um dann schlussendlich alles wieder abzulegen. Dieses Annehmen und Ablegen ist ein wichtiger Aspekt der Zeitweiligkeit. Aber die Ablegung kann ganz schwierig werden, wenn du nicht vom Körper losgelöst bist. Deswegen gibt es diese Reinigungsrituale. Man geht davon aus, dass der Mensch sehr stark an seinen Umständen angehaftet ist. Deshalb gibt es in den vedischen Traditionen das Ritual des Loslassens und des Sichergebens in das eigene Schicksal.

Im Grunde unterliegen wir ja alle der Natur, den Naturgesetzen, von denen wir völlig abhängig sind. Aber unser Bewusstsein strebt nach Unabhängigkeit. Das ist auch so ein Indiz für die Seele: Die Seele will frei sein, sie will nicht in dieser Materie gefangen sein. Aber das sind wir – durch unsere Wünsche, unsere Bedingungen, unsere Geburt und unsere Umstände. Und dafür gibt es diese Rituale, die man apara prayoga nennt. apara heißt „nach dem Tod“. Die anderen nennt man purva prayoga – „vor dem Tod“. Das heißt, die vedische Sichtweise auf das Leben war immer gekennzeichnet durch diesen starken Einschnitt des Todes und seinen Einfluss auf das Lebewesen. Denn der ist endgültig, absolut – zumindest für dieses Leben. Daher unterliegen diese Rituale auch dem Konzept von Loslösung, Transformation.

Daniel: Kann man das vielleicht so verstehen, dass man in seinem Leben eine gewisse „Energie“ um sich geschart hat – so eine Schale aus Denken, Handeln, Besitz –, und dass diese Rituale dazu da sind, diese Umstände loszulassen?

Amara: Schau mal, da gibt es ja auch Ähnlichkeiten. Im tibetischen Buddhismus gibt es das tibetische Totenbuch, es gibt das ägyptische … und im Hinduismus gibt es auch so etwas: das preta kalpapreta heißt „Geist“, kalpa heißt so etwas wie „Vorgang“, „Ritual“ oder auch „Ablauf“. Frei übersetzt also: „Wie wird man ein Geist“ oder „Wie geht man mit dem Leben nach dem Tod um?“ Es geht im Grunde immer um die Auseinandersetzung mit etwas, das wir nicht sehen können. Im tibetischen oder ägyptischen Totenbuch wird ja darauf hingewiesen, wie die Seele reist, und das hast du auch im preta kalpa. Da steht ganz genau drin, unter welchen Umständen was wie passiert. Das ist eine sehr wissenschaftliche Herangehensweise … oder sagen wir lieber, eine analytische. Das Buch ist natürlich auch mit Metaphern behaftet und mit Mythologie verwoben – deshalb würde ich es auch eher als „codiert“ bezeichnen. Man kann es nicht einfach lesen, und dann versteht man es. Sondern es ist auch ein Text, bei dem es dazugehört, dass man sich mit ihm auseinandersetzt … und dass man, wegen den verschiedenen Aspekten, auch einen Lehrer hat, der einem das richtig erklärt.

Daniel: Wie genau wird denn das Ritual vonstattengehen? Was machst du da genau und welche Substanzen verwendest du?

Amara: In den vedischen Traditionen ist ja eins ganz wichtig: mantramantra ist der Klang, das Urelement allen Seins. Es steht für das Element des Raumes – auch akasha genannt –, und die Mantren, die ich da chante, haben eine spezielle Wirkung, natürlich in Zusammenhang mit den anderen vier Elementen, die man so einem Ritual hinzufügt. Das heißt Feuer, Erde, Wasser, Luft – all diese Elemente sind ein Teil des Rituals. Und bei diesen apara prayoga-Pujas macht man alles aus zeitweiligen Sachen. Ein paar habe ich dabei, ein paar nehmen wir von den Hausbewohnern. Das Feuer ist allgemein ein ganz wichtiges Element, denn es transformiert. Man sagt ja nicht umsonst: der Phönix aus der Asche – der entsteht aus der Asche. Das alles dient jedenfalls dazu, dass der Seele ein Weg bereitet wird. Deswegen schaut man auch in Richtung Süden. Der Süden ist für den Bereich der Transformation, der Loslösung; er ist sozusagen das Reich des Todes.

Daniel: Stehen da für jedes Element bestimmte Früchte?

Amara: Nun, alle Elemente sind vertreten, wie gesagt. Die Früchte, der Reis, Sesam, all das steht für die Erde. Weihrauch steht für Luft. Feuer für Feuer, klar, und Wasser für Wasser. Das Mantra steht eben für Raum.

Daniel: Genau, da haben wir die fünf.

Amara: Das alles hat seine Bedeutung, jedes Element, jedes Mantra. Im Ritual an sich steht eigentlich Vishnu oder Gott – in meiner Tradition heißt Vishnu der, der alles durchdringt; alle seine Gesetze, alles was wir hier sehen, ist von ihm, geht von ihm aus – im Zentrum, weil die Seele ein Teil von ihm ist. Und da die Seele sich jetzt in einem Zwischenstatus befindet, also noch nicht reinkarniert ist, noch keinen neuen Körper, noch keine neue Aufgabe bekommen hat … steht sie sozusagen noch da und wartet. Meistens ist es so, dass sie nicht sofort reinkarniert, sondern in den ersten 13 Tagen in einer Art Schockzustand oder in einem Zustand der langsamen Auflösung ist. Alle Elemente, die ja auch in unserem Körper enthalten sind, werden ja aufgelöst, wenn der Körper verbrannt wird. Dadurch hat die Seele ja sowieso schon weniger Anhaftung an den Körper. Aber dann gehören ja noch die feinstofflichen Ebenen dazu: der Geist, die Intelligenz und das falsche Ego. Die Loslösung von diesen Umständen, die braucht mehr Zeit. Dazu nimmt man das Ritual: um der Seele zu zeigen, in welche Richtung es geht. Deswegen wird es auch Richtung Süden durchgeführt – damit sie neu inkarnieren oder einen neuen Lebensweg finden kann, weil das Leben der Seele ja nicht damit endet, dass der Körper stirbt. Die Bhagavad Gita sagt, dass das wie das Ablegen von Kleidern ist, wenn der Tod eintritt: Die alten Kleider werden abgelegt, und neue werden wieder angelegt.

Daniel: Sagen die Veden eigentlich auch etwas darüber, ab wann eine Inkarnation stattfindet?

Amara: Da gibt es genaue Zeiten, ja. Also normalerweise spricht man von einem Zeitraum von 10 bis 15 Tagen, nach denen sich die nächste Inkarnation vollzieht, aber das ist nur eine Art Richtwert. Schlussendlich hängt es von deinem persönlichen Karma ab, wie lange du brauchst, um vollständig zu reinkarnieren. Es ist ja so: Du streifst den grobstofflichen Körper ab, aber dein feinstofflicher Körper trägt dich in deine nächste Inkarnation. Dieser feinstoffliche Körper besteht ja auch aus deinem falschen Ego – und das falsche Ego ist das letzte, was sich auflöst. Das ist ein krasses Wort, aber gemeint ist das, was sich in wahres Ego transformiert, wenn du Befreiung erlangst. Wenn du aus dem materiellen Bewusstsein, aus der materiellen Welt herausgehst. Dann transformiert sich dein falsches Ego durch die verschiedenen Elemente und die verschiedenen Schichten in dein wahres Ego, und du erlangst Befreiung. Vorher nicht. Das heißt, das falsche Ego ist immer da, und es trägt dich sozusagen in deine nächste Bestimmung.

Daniel: Das heißt, der Karmazyklus existiert so lange, wie es das falsche Ego gibt?

Amara: Genau. Und deswegen nimmt jemand, der stirbt, zwar seine schlechten und seine guten Reaktionen mit, aber am Ende dieses Lebens, hier, da passiert das, was ich vorhin gesagt habe: Deine guten Eigenschaften, deine Qualifikationen und deine Segnungen, die verteilst du an deine Freunde, deine Familienmitglieder – denn die haben auch einen Segen davon, dass du gehst. Deswegen wird das in Indien auch wie ein Fest gefeiert – natürlich nicht so wild wie in Mexiko, wo sie mit den Skeletten tanzen … Allerdings gibt es da auch so eine bestimmte Zeit, die nennt man ashaucha. In der Zeit trauert man, man hat keine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft. Man darf trauern, man darf der Person nachweinen.

Die Befreiung, das ist nochmal ein anderes Thema, da hole ich mal etwas aus: Das Karma, also, wenn du jetzt schlechtes Karma vollzogen hast, dann überträgt sich das über viele Generationen. Da können sich bestimmte Traumata bilden. Man spricht da von bis zu neun Generationen, über die sich so ein Trauma fortsetzen kann. Also wenn etwas Schlechtes innerhalb der Familie gelaufen ist, dann überträgt sich dieses Trauma zunächst mal auf die nächsten Generationen. Wenn nun aber jemand Befreiung erlangt, dann ist das etwas wirkliche Seltenes. Für die Seele ist es nichts Normales, Befreiung aus diesem materiellen Zyklus hier zu erlangen, denn samsara – der Kreislauf von Geburt und Tod – ist ein System, das sehr schwierig zu überwinden ist. Wir sehen das ja an uns selbst, mit allen Anhaftungen, allen Barrieren und Problemen, die wir haben. Aber wenn eine Person es doch schafft, durch diese letzte Barriere, das falsche Ego, hindurchzustoßen, dann erlangt sie Befreiung. Und die Segnungen dieser Befreiung, die verspüren innerhalb der Familie noch Generationen nach ihr.

Daniel: Das Thema hat mich in letzter Zeit öfter bewegt. Ich habe viel darüber nachgedacht, was man so als „Familienkarma“ mit sich herumschleppt. Was man über das Blut und über die Erziehung mitbekommt, Knoten, die manche Familienmitglieder mit sich herumtragen – über die du dir Gedanken machst, und die manchmal auch unbewusst in der Erziehung an die nächste Generation weitergegeben werden. Aber neun Generationen? Das ist schon echt krass. Man erinnert sich ja bewusst höchstens an das, was die Großeltern erzählt haben – und über die eigentlichen Probleme, die Ursachen des Traumas, wird ja selten geredet.

Amara: Ja, genau. Und wir haben alle viele Traumata in unseren Familien, gerade hier in Europa, wo so viel Kriege durchgezogen sind. Das heißt: Unsere Familien sind alle durch Krieg so erschüttert worden, dass es sehr schwierig ist, diese Traumata einfach zu lösen. In der Tradition des vedischen Kontexts – ich möchte das nicht so doktrinär sagen – ist die spirituelle Praxis jedenfalls ein ganz wichtiger Aspekt, und dass man sich als einen ganz kleinen Teil des Ganzen betrachtet. Schlussendlich so, wie in der alten vedischen Tradition: als dasa, also als Diener Gottes, als Diener der Menschheit. Das klingt jetzt zwar nach einem Gutmenschen, aber gemeint ist damit eben: zum Wohle der Menschheit. Man dient der gesamten Menschheit, nicht nur einem kleinen Teil. Letztlich geht es darum, dass man eben bewusst handelt – und da kannst du Traumata durchstoßen.

Daniel: Ich frage mich ja sowieso schon eine ganze Weile, wie man so ein Trauma, wenn man es denn erkannt hat, verarbeitet. Ich meine, die Erkenntnis ist schon ein wichtiger Punkt – aber so etwas kann man doch nicht loslassen. So etwas beschäftigt einen doch.

Amara: Genau, man kann das nicht einfach so auflösen. Wir tragen das alle irgendwie mit uns rum, die einen mehr, die anderen weniger. Deshalb ist die spirituelle Praxis ein ganz wichtiges Element, etwas, das dir dabei helfen kann, Traumata erst zu erkennen, und sie dann neu zu bewerten. Du musst verstehen, dass du nicht nur der Körper bist, und dass du damit auch nicht nur zu dieser „körperlichen Familie“ gehörst. Dass alle diese Dinge, diese Traumata der Familie in deinem Mechanismus sind – und der bestimmt, wie du auf gewisse Dinge in deiner Umwelt reagierst. Und dieser Mechanismus ist eben getränkt durch deine Vorfahren. Ob du nun mit Zorn auf etwas reagierst, oder mit Mitleid, vielleicht auch mit Selbstmitleid – dass du denkst: „Ach, ich armer Mensch“ – das alles sind eben bestimmte Mechanismen. Und die kannst du durchstoßen …

Daniel: … indem du anders handelst.

Amara: Genau. Indem du eben darauf nicht mehr so reagierst, wie Generationen vor dir. Aber es ist auch von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Jeder reagiert ja nach seinem Karma. Das ist auf jeden Fall ein sehr komplexes Thema.

Daniel: Wir hatten ja schon davon gesprochen, dass das alles eigentlich eine Wissenschaft ist – die des Geistes, oder der Seele, wenn man so will. Wo wir gerade bei Familien sind: Gibt es denn in den Veden dann auch so ein Konzept der Familienseelen? So etwas wie Gruppeninkarnationen?

Amara: Ja, auch. Das ist dann aber anders zu sehen, als wir es vielleicht wahrnehmen. Es gibt Gemeinschaftskarma – das ist ja ganz klar –, und dass du als Familie innerhalb der Familie wieder inkarnierst, um dein eigenes gesätes Getreide zu ernten, ist auch klar. Wie sich das dann staffelt – ob du jetzt der Uropa warst oder so –, das lässt sich nicht pauschal sagen. Wenn du als kleines Kind zum Beispiel schon die Sachen von deinem Opa anziehen wolltest, kann das ein Hinweis sein. So werden ja auch die Lamas in Tibet ausgewählt, die haben genaue Indikatoren, die wissen genau, wo der Verstorbene inkarniert, weil er das vorher schon festgelegt hat. Wenn du so ein Mystiker bist, schaffst du das auch, dann kannst du dir wünschen, wo du inkarnierst, bei wem und unter welchen Umständen. Da ist der freie Wille noch gegeben. Wir haben ja alle ein bestimmtes Maß an freiem Willen, die einen mehr, die anderen weniger, ganz abhängig davon, was deine Bestimmung ist, welche Rolle du in der Weltgeschichte spielst. Am Ende hängt es davon ab, wie die Konstellation ist, wie dein Karma ist.

Daniel: Klar, weil es eben ein individueller Prozess ist.

Amara: Genau. Jeder hat sein eigenes Schicksal, und das ist nicht komplett festgelegt. Wer in der vedischen Astrologie geschult ist, also in diesen jyothisha shastras, der kann das auch sehen, ob die Seele sich inkarniert, schon inkarniert hat, wo sie sich inkarnieren wird und was ihre nächste Aufgabe ist. Das kann man alles genau errechnen.

Daniel: Gibt es denn laut den Veden dann so etwas wie junge und alte Seelen? Oder wie ist das zu sehen? Gibt es unterschiedliche Seelenalter?

Amara: Eine Seele ist zuallererst ewig. Die Frage ist bloß, wann sie hier, auf dieser Erde, auf diesem Planeten, oder in diesem Bewusstseinsraum inkarniert ist. Es ist ja so: Das Universum ist unterteilt in 14 lokas, 14 Hemisphären, 14 Bewusstseinsebenen. Und die Erde ist der Mittelpunkt von diesen Universen – diesem einen Universum, in dem wir uns gerade befinden. Und da gibt es Schichten, die sind oberhalb, und Schichten, die sind unterhalb. Seelen, die sich hier auf dieser Bewusstseinsebene inkarnieren, die können schon lange auf dieser Erde verweilen – oder sie können von höheren Schichten kommen.

Daniel: Man muss das also in Relation zum Erdenleben sehen. Dann ist es ja irreführend, von jungen oder alten Seelen zu sprechen. Man müsste dann eher von „junger Erdeninkarnation“ oder Ähnlichem sprechen.

Amara: Es ist halt so: Die Seele hat keinen Anfang. In den Veden und im Sanskrit wird sie als anadi beschrieben, ohne Anfang. Macht ja auch Sinn. Beim Schöpfungsvorgang gehen die Seelen alle aus dembrahman, aus der Ursuppe, hervor, aber sie sind eigentlich schon da, als Samenform sozusagen. Sie übernehmen dann nur ihr altes Karma, das sie in der letzten Inkarnation, in ihrem letzten Leben in verschiedenen Bewusstseinsebenen hinterlassen haben. Nicht ganz leicht zu erklären.

Daniel: Das kann ich mir gerade schwer vorstellen. Also, du redest jetzt davon, was die Seele – die ja ewig ist und auch meinen jetzigen inkarnierten Leib enthält –, was die mit dem Karma, das sie produziert, macht, oder wie?

Amara: Genau. Wie sie es abnimmt, oder aufnimmt. Wenn du jetzt deinen Körper verlieren würdest, hast du ja trotzdem noch Karma. Es ist ja nicht so, dass mit deinem Körper auch das Karma verloren geht. Es gibt ja verschiedene Arten von Karma – aparapta karma zum Beispiel, das, was noch nicht zur vollen Blüte gekommen ist. Das ist versteckt, in Samenform. Aber es gibt noch verschiedene andere Formen von Karma. Und dieses eine, das sich dann eben in Form von Aktion und Reaktion manifestiert, das bestimmt dein jetziges Leben. Aber du hast trotzdem noch sehr viel aparapta karma, also Karma, das sich noch in der Zukunft manifestieren wird. Nur dadurch inkarnierst du, nur dadurch hast du überhaupt einen Körper. In dem Fall einen Körper aus grober Materie, einen Erdenkörper, auf der Erde. Aber wenn du viele fromme, viele wohlwollende Handlungen ausführst, dann kannst du auch in höheren Sphären inkarnieren, und dort vielleicht ein ruhigeres, ein einfacheres, schöneres Leben führen, ohne den Druck der Materie der Erde. Das Ganze ist, wie du merkst, ein sehr tiefes Thema.

Daniel: Es heißt aber schon, dass die Erde ein ziemlich taffes Ding ist, oder?

Amara: Genau. Hier auf der Erde, das nennt man auch karma bhumi. Bhumi, das heißt „Erde“, und karma heißt „Der Ort, an dem du deine Handlung erfährst“ – also besonders neues Karma ansammeln kannst und altes Karma, als Ausgleich sozusagen, erlebst. Bei anderen Planeten, anderen Planetensystemen oder auf anderen Bewusstseinsebenen – in höheren oder tieferen Schichten – wirst du das Karma nur erfahren. Dort ist keine Ansammlung möglich. Also besonders auf den himmlischen, oder auf den höheren Planetensystemen – die sogenannten svarga loka –, da erfährt die Seele nur Glück, bis es aufgebraucht ist. Und dann muss sie wieder in diesen Erdenbereich zurück, um neues Karma anzusammeln.

Daniel: Das heißt, du kannst das Glück nur erleben, wenn du genügend gelitten hast? Oder wie?

Amara: Nein, anders: Wenn du hier gut, wenn du fromm gehandelt hast, oder gute Dinge für die Menschheit getan hast, aber nicht frei bist von deinem falschen Ego – weil da immer noch etwas in dir drin steckte, was sehr selbstsüchtig war –, kannst du dieses Karma trotzdem auf anderen Ebenen genießen. Weil so ein Erdenleben sozusagen nicht reicht, um zu erfahren, was du hier angehäuft hast. Dann kommst du auf eine höhere Bewusstseinsebene, in eine höhere Sphärenregion, wo du mehr genießen kannst, wo du die positiven karmischen Handlungen, die du hier getätigt hast, voll genießen kannst.

Daniel: Noch eine etwas schwierigere Frage, die mir immer durch den Kopf spukt, wenn es um Reinkarnation geht. Die Seele ist doch zeitlos?

Amara: Die Seele ist zeitlos.

Daniel: Was ich da immer nicht verstehe, ist, wie man von linearen Inkarnationen sprechen kann, wenn die Seele außerhalb der Zeit existiert.

Amara: Das hat mit der Materie zu tun. Also die Seele ist zunächst erstmal immer aktiv, das ist das erste Prinzip. Die Seele ist nie passiv. Aber sie unterliegt nicht der Zeit, nicht ihrem Wandel – sie hat die Materie nur angelegt. Also dein Ich, deine Persönlichkeit oder das, was dich ausmacht, ist ja so ein kleiner Spiegel deines wahren Selbst, deiner Seele … das ist jetzt gar nicht so einfach zu formulieren.

Daniel: Versuchs mal.

Amara: Also, ihre ursprüngliche Natur ist, Gott zu dienen. Weil sie ein Teil davon ist. Das ist vergleichbar mit dem Feuer und den Funken. Die Funken haben die gleiche Qualität, aber nicht die Quantität; der Funke ist das Element Feuer, aber er ist nicht das Feuer an sich. So ungefähr ist das mit der Seele auch zu sehen: Sie ist Göttlichkeit, sie ist ein Teil der Göttlichkeit, aber sie ist nicht Gott selbst. Sie ist nicht das komplette Feuer, sie hat nicht die kompletten 64 Opulenzen, die sechs Vollkommenheiten und all diese Sachen. Da gibt es zig Details, die das Wesen der Seele so genau beschreiben. Deshalb sind die Veden ja ein analytisches Wissen. In keinem anderen Text der Welt wirst du so etwas finden, weil es eben über die Jahrhunderte oder Jahrtausende ausgeklammert wurde. Weil man damit ja Menschen kontrollieren kann: Wenn sie das vergessen, ihre ursprüngliche Aufgabe, ihre ursprüngliche Natur, dann hast du sie in deinen Fängen, dann sind sie auch manipulierbar. Die Seele ist also, einfach aus ihrer Natur heraus, spirituell. Aber: Sobald sie sich in dem Raum der Materie befindet, beginnt die Bedeckung.

Daniel: Das ist wie eine Schicht, die um die Seele gelegt wird, oder? Wie so eine Art Raum-Zeit-Körper, mit dem man in die Zeitlichkeit hineinkommt.

Amara: Genau. Du kommst in die Zeitlichkeit. Die funktioniert nur hier, in der Materie. Weil alles einen Anfang, eine Mitte und ein Ende hat – wie der Stau da drüben. Innerhalb der Materie, mit der Bedeckung, ist die individuelle Seele immer tatashta – das ist ein Sanskritwort und bedeutet „dazwischen“. Sie ist tatashta-shakti, sie ist sozusagen zwischen Materie und der Spiritualität. Sie ist noch nicht vollkommen. Vollkommenheit erlangt sie erst dann, wenn sie sich durch die Materie gearbeitet hat. Das ist eben die Aufgabe des Menschen: seinen Weg zurückzufinden zu der Ursprünglichkeit und zu der Natürlichkeit der Seele. Und nur das macht auch wirklich glücklich. Ich meine, das klingt jetzt so wie mit erhobenem Finger, aber gemeint ist damit: Weil die Seele ja ewig ist, voller Freude, voller Glück, ist sie der Ursprung. Und da musst du auch suchen: an der Quelle. Du kannst nicht an den Blättern suchen, um beim Baum die Wurzeln zu finden. Du wirst immer nur die Blätter finden, das Chlorophyll. Aber das Wasser wird hauptsächlich durch die Wurzeln aufgenommen. Deswegen geht es um das Zurückführen, darum, dass man sich erinnert.

Daniel: Aber ist die Materie denn eine Art Spielraum Vishnus? Mir fällt da gerade die Philosophie der Gnostiker ein, die ja die Materie als „Fehler“ oder „Ausrutscher“ der geistigen Welt betrachten und die daher nur aus dieser falschen Welt herausgelangen wollen. Es ist ein ähnliches Konstrukt – aber wie sehen die Veden diese Welt der Materie?

Amara: Also die materielle Welt unterliegt der Zeit, der Wandlung, der Auflösung, der Erschaffung und der Erhaltung, und das alles unterliegt diesem Gesetz, dem sich keiner entziehen kann. Nur die Seele, der Kern, das Leben sozusagen – wir nennen es jetzt mal Leben, weil „Seele“ für viele so abstrakt ist –, das ist es, was die Materie belebt. Ohne Leben hätte die Materie keine Bedeutung. Und deswegen ist sie auch wie ein Spielball für das Leben zu sehen – obwohl „Spielball“ ziemlich sarkastisch klingt. Denn natürlich gibt es da bestimmte Aufgaben zu lösen. Das ist wie so ein großes Rätsel, in dem es darum geht, hinter die Materie zu schauen, dort die Gesetzmäßigkeiten dieses Systems zu erkennen und dann seine richtigen Schlussfolgerungen draus zu ziehen. Der erste Vers des Vedanta-Sutra – athato brahma jijnasa – bedeutet „Ich fange an, nach der wahren Identität zu suchen.“ Man könnte es auch anders formulieren: „Wer bin ich?“ Das ist so der Urkern aller vedischen Texte, und das ist das Vermächtnis, das die indische Kultur, die vedische Kultur hinterlassen hat – für alle. Das ist universal. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es ein universales Wissen ist, das früher auf der ganzen Welt, in allen Kulturen zu finden war. Es ist nur mit der Zeit, durch das Kali-Yuga, durch den Einfluss der Zeit, verloren gegangen. Und im Kali-Yuga wird die Frage nach dem athato brahma jijnasa – „Wer bin ich?“ oder „Wo solls hingehen?“ – mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

Daniel: Apropos: Laut den Veden stecken wir ja tatsächlich mittendrin, im Kali-Yuga, dem dunkelsten aller Zeitalter. Wie lange gibt es das jetzt eigentlich schon? Wann hat das eigentlich offiziell angefangen?

Amara: Man spricht so von circa 5.000 Jahren.

Daniel: Also im Grunde die Zeit, die wir als offizielle Geschichtsschreibung kennen?

Amara: Ja, genau, ungefähr seit der Zeit der Ägypter, so in der Richtung, ja.

Daniel: Also das, was wir Zivilisation nennen, sind nur die Auswüchse des Kali-Yuga, oder wie?

Amara: Na, schau dir zum Beispiel Babylonien an, das waren Sklavenhalter, Kriegsführer, sehr dominante Menschen, es gab harte Strafen, eine patriarchalische Gesinnung, Frauen wurden unterdrückt, all diese krassen Dinge. Es war keine Gesellschaft, die auf Augenhöhe geführt wurde. Das ist der Beginn des Kali-Yuga.

Daniel: Hmm. Interessant. Und seitdem gab es dann auch Machtpositionen, die veranlasst haben, dass ihre Geschichte niedergeschrieben wurde. Vielleicht so?

Amara: Die Sieger schreiben die Geschichte, ja.

Daniel: Genau. Und dadurch gibt es bei uns ja auch nur die Erinnerung an eine bestimmte Version der Geschichte. Aber, wenn man die Sache aus einer höheren Warte betrachtet, dann ist doch auch der ganze Prozess des Kali-Yuga ein Teil Vishnus, oder?

Amara: Ja, klar. Das ist ein Zyklus. In den Ritualstexten rufen wir sogar dieses Zeitalter mit an, mit allen anderen Yugas. Es ist ein Teil des Ganzen. Es gehört mit dazu, es wird mit erwähnt, es wird mit rezitiert, es gehört mit in den asana – den Platz, wo Vishnu residiert, wo sich das Zentrum des Universums befindet. Das Schöne an dem Kali-Yuga mit all seinen Fehlern und all seinen Problemen ist, dass die spirituelle Praxis eine sehr einfache ist. Sie ist sehr einfach, weil es eben so schwer ist, sich hier überhaupt an Gott zu erinnern oder sich mit Gott zu verbinden. Deshalb genügt ist, einfach nur seinen heiligen Namen zu rezitieren, am besten auf sehr devotionale Art und Weise. Das bedeutet jetzt nicht Lack und Leder, sondern einfach mit seinem Herzenswunsch nah bei Gott zu sein. Und ich glaube, das ist die Quintessenz aus dem Kali-Yuga: Es ist für jeden etwas da, und wenn er nur etwas singt, oder nur mit den Gedanken dabei ist, dann hat er schon den größten Nutzen. Und das ist der Unterschied zu den anderen Yugas: Da ist einfach viel mehr tapasya, so viel mehr Entsagung, viel mehr Meditation. Da geht es mehr darum, die Sinne zurückziehen. Die ganze Yogapraxis, die ist eigentlich aus einem anderen Zeitalter.

Daniel: Im Grunde wirkt die spirituelle Praxis ja dann so wie eine Erinnerung. Man hält quasi die Schwingung dieser alten Zeitalter aufrecht.

Amara: Genau. Man versucht da sozusagen, die Uhr anzuhalten. Aber die Zeit rast uns davon, der Sand läuft uns durch die Finger. Wir sehen gar nicht, wie wir unsere Zeit verplempern. Es ist so, als wenn du ein Glas vor dir hättest, auf dem Yoga draufsteht und in dem sich das Yogawasser befindet, und du leckst nur draußen am Glas. Wirklich: Die Yogapraxis ist eigentlich eine ganz, ganz schwere. Mit einmal pro Woche Yoga ist es nicht getan. Das ist jetzt natürlich kein Vorwurf oder so, aber du weißt, worauf ich hinauswill.

Daniel: Natürlich. Jedenfalls kann ich es mir ganz gut vorstellen, gerade mit dem Gedanken, dass wir in so einem Zeitalter leben, in dem man so weit von der Gotteserkenntnis entfernt ist. Aber es ist schon krass. Ich meine, es gibt ja auch anderslautende Aussagen, nämlich, dass wir kurz vor dem Goldenen Zeitalter stehen. Die Vorstellung ist da ungefähr, dass hier nur genügend Menschen erwachen müssen, und dann schaffen wir eine neue Welt. Und die Veden sagen hier genau das Gegenteil, oder?

Amara: Naja, nicht ganz, denn es gibt innerhalb des Kali-Yugas auch so ein Goldenes Zeitalter. Aber das ist natürlich noch viel kürzer als das echte Goldene Zeitalter, das Satya-Yuga oder Krita-Yuga. satyaheißt „wahrhaft“ oder „Wahrheit“. In diesem Yuga gibt es nur wahrhaftige, ehrliche, aufrichtige Menschen – Menschen, von denen wir im Kali-Yuga träumen würden. Und dieses Goldene Zeitalter innerhalb des Kali-Yugas, das hat längst begonnen sich zu manifestieren, so ungefähr seit dem 16. Jahrhundert. Man könnte sagen, ab dem Zeitpunkt, ab dem die Vedas in Schriftform erhältlich waren. Man weiß zwar, da ist viel verloren gegangen, und die orale Tradition, also die Tradition der Übertragung, ist damit eigentlich schon kaputt – aber trotzdem: Es hilft Leuten im Kali-Yuga, Bücher zu haben und zu lesen. Also mit Beginn der Reformation und des Buchdrucks, die beide fast gleichzeitig kamen, begann dieses Goldenen Zeitalter. So wird das auch nach der vedischen Zeitrechnung gesehen. In Indien gab es zum Beispiel sehr viele Pioniere, die das erkannt haben, und die haben das Yuga-Dharma, also die Praxis in diesem Zeitalter eingeleitet. Dabei geht es um das Rezitieren des heiligen Namens Gottes, das Yuga-Dharma des Kali-Yuga. Und das begann eben Mitte des 16. Jahrhunderts.

Daniel: Das heißt, wir leben also innerhalb des Goldenen Zeitalters innerhalb des Kali-Yuga?

Amara: Genau.

Daniel: Und das läuft dann aber wieder aus …

Amara: Das läuft aus, so nach 10.000 Jahren.

Daniel: 10.000 Jahre!

Amara: Ja, das sind schon Zahlen. Aber du musst auch sehen, das Kali-Yuga ist natürlich, auf die Masse gesehen, in den letzten 150 Jahren erst so richtig in Fahrt gekommen. Trotzdem passt auch hier das alte Gleichnis: Du kannst ein Messer nehmen und jemandem damit die Kehle durchschneiden, oder du kannst damit Orangen oder Äpfel schneiden und die verteilen, um Gutes damit zu tun. Also, gemeint ist damit auch das Computerzeitalter: Wir vernetzen uns alle, wir haben plötzlich Zugang zu Menschen, zu denen wir sonst nie hinkommen würden. Wir lernen Leute kennen, die auf der anderen Seite des Globus leben und können dort Freundschaften entwickeln. Aber es kann natürlich auch eine riesengroße Herausforderung sein. Wir wissen ja alle, wie schnell wir von diesem System abhängig werden, wie wir süchtig werden nach unserem Telefon und nach unseren Informationen, die wir aus dem Telefon oder aus dem Netz erhaschen.

Man kann es so ausdrücken: Wenn der Kopf fehlt, dann sind alle anderen Teile unnütz, oder sie haben keine Wertigkeit mehr. Dabei haben wir eigentlich alles. Du kannst heute in die Bibliotheken gehen, da kannst du so viele Sachen finden, so viele Bücher. Aber es ist totes Wissen, weil es keiner mehr richtig liest und keiner mehr richtig praktiziert. Alle hängen sie an dem Nabel der Zeit, Fake News zu lesen. Weit weg von der eigentlichen Bedeutung der Schrift und des Lesens: Wissen zu übermitteln.

Es geht eben um die Anwendung des Messers. Du kannst damit viel Blut, Massaker auslösen, oder du kannst halt jemandem helfen, Brot zu schneiden oder Essen zu verteilen. Und deswegen meine ich ja: Kali-Yuga, okay, man muss das differenziert sehen. Auf der einen Seite passiert zwar geistig weltweit eine Menge – in den letzten 30, 40 Jahren, aber auch vorher schon, schon mit Blavatsky und so im 19. Jahrhundert –, viele lassen sich nicht mehr so einfach vorführen. Auf der anderen Seite … die schlafen auch nicht. Die dunkle Seite schläft genauso nicht, und dann gibt es eben andere Sachen, wo du denkst: Das Kali-Yuga, das ist so schnell vorangekommen in den letzten fünf Jahren, dass du gar nicht mehr weißt, was hat das jetzt mit dem Goldenen Zeitalter zu tun?

Die Erde war immer schon ein Zentrum des Kampfes zwischen Licht und Dunkelheit. Auch in den Veden, speziell in den puranas, wird das immer wieder betont. Die puranas beschreiben ja eher so die Geschichte der Erde und verbinden dabei Mystik mit Mythologie und den wahren Ereignissen – zeitunabhängig. Die Ereignisse, die da beschrieben werden, können 1.000 Jahre her sein, aber auch 20.000 Jahre. Und da wird das immer wieder betont: Die Erde ist das Zentrum des Kampfes zwischen Licht und Dunkelheit. Und nur hier auf der Erde ist das auch so extrem zu sehen, weil es eben auch mrtyu lokaist, der Ort des Todes, wo der Tod so wichtig ist. Er wird auf der einen Seite zelebriert, auf der anderen Seite wird getrauert. Der Umgang mit Tod ist ein sehr, sehr schwieriges Thema auf der Erde, weil wir durch den Erdkörper eine sehr starke Anhaftung haben.

Daniel: Aber eigentlich ist es doch nur wegen der Unwissenheit schwierig, oder?

Amara: Unwissenheit, du sagst es, genau. Die Unwissenheit ist eine von diesen drei Elementen – sattva guna, rajas guna und tamas guna – und tamas guna ist sozusagen die Unwissenheit. Die Leute befinden sich in dieser Unwissenheit, weil tamas guna – die Erscheinungsweise dieser Unwissenheit, oder der Kampf zwischen tamas guna und sattva guna – der ist auf dieser Erde eben sehr deutlich zu sehen. Das Sterben ist eben auch so ein Aspekt der tamas guna, der Unwissenheit, und Leute, die sich weigern, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, unterliegen auch automatisch dem Einfluss der Unwissenheit. Denn damit ist das Leben nicht beendet. Es ist auch nichts Absolutes. Es ist nur etwas Absolutes für diesen Körper, der eben ganz normal, wie alle anderen Dinge auch, geschaffen, erhalten und zerstört wird, wie alle andere Materie auch. Aber das hat mit der Seele nichts zu tun – denn die ist ewig und unzerstörbar.

Über den Interviewten

Marcus Amara Hugk wurde 1969 in Berlin geboren und hat sich vor 25 Jahren in eine vedische Priesterlinie einweihen lassen. Durch freies Eigenstudium der vedischen Philosophie und deren Anwendung in Ritualpraxis und Yogameditation hat er sich einen tiefen Zugang zu den verschiedenen Traditionen Indiens erarbeitet.

2006 erschien sein erstes Buch „Klangreise Südindien“; seitdem führt er kleine Reisegruppen zu den besonderen Pilger- und Kultorten des Landes – unter anderem auch in die Palmblattbibliotheken. Seine Websites finden Sie unter http://www.Malola.Reisen und www.Samskaras.com. Sie können Amara auch via malola@gmx.de kontaktieren.

Quelle

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Paul Dienach: Seine merkwürdigen Berichte über die Zukunft


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Von 1921-1922 lag der Schweizer Sprachlehrer Paul Dienach in einem Genfer Krankenhaus im Koma und als er wieder erwachte, besaß er nicht nur ein neugewonnenes Verständnis in Physik, sondern hatte als der berühmte Physiklehrer namens Andrew Northam im Jahre 3906 gelebt und verfügte gleich über das Wissen über 1.984 Jahre kommender Menschheitsgeschichte.

Nachdem er seine Erlebnisse niedergeschrieben hatte, veröffentlichte er diese in seinem Buch “Valley of the Roses“. Das Buch stieß jedoch auf viel Widerstand durch Kirche, Militär, Freimaurer und Wissenschaft und diese Instanzen schafften es, dass das Buch lange in Vergessenheit geriet… Im Jahre 3906 hatte der Professor der Physik Andreas Northam aufgrund eines Unfalls eine Nahtoderfahrung. Als er nach dieser Erfahrung erwachte, war er plötzlich Paul Dienach und sprach in einer unbekannten Sprache, die in der Zukunft als das veraltete Schweizerdeutsch identifiziert wurde. Zur gleichen Zeit lag nämlich Paul Dienach 1922 im Koma und konnte nicht mehr aufwachen. Andrew/Paul erkannte seine Familie nicht wieder und litt fortan Insomnia, blieb 24 Stunden am Tag wach und besaß Probleme, sich in der neuen Gegenwart zurechtzufinden. Die Wissenschaftler in 3906 konnten sich den Zustand gleich erklären, in dem sich Northam befand und diagnostizierten dies als ‘Bewusstseinsentgleisung’ (Conscious Slide) und waren damit vertraut.
Sie erklärten ihm Vieles aus der Menschheitsgeschichte vom 21. bis zum 40. Jahrhundert, aber erklärten ihm, dass es nicht günstig für ihn wäre, über das unmittelbare Geschehen nach seinem Koma im Jahre 1922 Bescheid zu wissen. Somit enthielten sie ihm das Wissen seiner persönlichen Geschichte aus dem 20. Jahrhundert vor. Alles andere durfte er wissen und auch recherchieren.
Paul Dienach schrieb somit sein einjähriges Erlebnis in der Zukunft nach seinem Erwachen aus dem Koma direkt auf. Nach seinem Tod vererbte er seine gesammelten Notizen seinem Lieblingsstudenten George Papahatzis. George war ziemlich überrascht, dass Paul ihm seine Notizen vererbt hatte. Zuerst glaubte er, er hätte es mit einem Roman zu tun, aber dann erkannte er immer mehr, um welches Material es sich hier wirklich gehandelt hatte. In diesen Notizen waren sogar Zeichnungen vom ersten und zweiten Weltkrieg enthalten, die verblüffende Ähnlichkeiten zu Bildern aus unseren Kriegszeiten besitzen. Interessanterweise existierten die Originalnotizen in Pauls Muttersprache, nämlich in Deutsch. George übersetzte daher diese erst einmal ins Griechische. Immerhin hatte George es mit einer großen Menge an Aufzeichnungen zu tun, für dessen Übersetzung er sich vierzehn Jahre Zeit nahm. Im Jahre 1944 wurden Pauls Notizen, die dann in Georges Besitz waren, vom Militär konfisziert, da diese in deutscher Sprache verfasst waren.
Weitere große Mengen an Notizen hatte er an einige Freunde gegeben. Unter denen war ein Freimaurer, der die Daten für höchst brisant hielt und sich weigerte, diese wieder herzugeben. George hatte darum die Notizen nie wieder zurückerhalten. Nur einige Tagebucheintragungen waren ihm in griechischer Sprache verblieben, die er unter dem Titel “Valley of the Roses” veröffentlichte. Erst viele Jahre später gelang es einem Freimaurer namens Achilleas Syrigos die Notizen wieder ausfindig zu machen und hat sich gegenwärtig dazu entschlossen, diese Stück für Stück ins Englische zu übersetzen, gleichzeitig zu veröffentlichen und erschient unter dem Titel “Chronicles from the Future“. In diesem Buch schildert Paul u.a. den Werdegang der Menschheit für die kommenden 2000 Jahre. Man muss dabei bedenken, dass er in seiner Rolle als Andreas im Jahre 3906 auf fast alle Daten Zugriff besaß und mit diesen Erinnerungen wieder 1922 aus dem Koma erwachte. Im Folgenden eine kleine Übersicht seiner angegeben Informationen:

Jahr 2000-2300:

Die Menschheit beginnt das Problem der Überbevölkerung, der ökologischen Zerstörung, Treibhauseffekt, Klimawandel, Hungersnot, Kriegshetzerei und regionale Konflikte zu lösen. Außerdem wird in den Naturwissenschaften elektromagnetische Energie weiträumig genutzt, die Schwerkraft überwunden, Antigravitation künstlich erzeugt und genutzt, aber auch die Etherodynamik (spirituelle Energie) wird entdeckt und eingesetzt. Die Wissenschaft ist in der Lage, spirituelle Energien zu fotografieren und erkennen darauf auch deutlich Verstorbene, die sich bewegen und von der physischen in die jenseitige Welt überwechseln. Bezeichnet wird dies in der Zukunft als “Ätherische Vision” bzw. “Psychischer Kanalwechsel”. Das Ökologische System ist wesentlich humaner und weiser geworden und die Menschen sind aus dem Sklavensystem des finanziellen Überlebens aufgestiegen zu spiritueller Entwicklung und innerer Persönlichkeitsarbeit. Das Währungssystem wurde erfolgreich abgeschafft, der Kindestod weitgehend besiegt und fossile Brennstoffe durch nachhaltige Energien ersetzt. Die meisten Menschen sind Vegetarier und Fleischkonsum wird nur noch selten praktiziert. Der Mars wurde im Jahre 2204 kolonisiert, aber die Kolonisierung im Jahre 2265 aufgrund einer gewaltigen Naturkatastrophe abgebrochen.

Jahr 2300-2400:

Trotz der Lösung der Kriegshetzerei bricht im Jahr 2309 ein weiterer Weltkrieg aus mit einer großflächigen Zerstörung der Menschheit. Sie überlebt jedoch und wird 2396 unter einer Weltregierung zusammengeführt. Erst durch die Vereinigung aller Nationen konnte es gelingen, dass nie wieder ein Krieg ausbrechen konnte. Die Präsidenten werden durch direkte Wahlen gewählt und sind meistens Naturwissenschaftler, Ingenieure oder Menschenfreunde. Politiker und Geschäftsleute werden erst dann nicht mehr gewählt. Der Ausgleich für die Kräfteverteilung wird durch eine Allianz im privaten Sektor auf internationaler Ebene gewährleistet, die die nationalen Regierungen und die Weltregierung unterstützen. Banken und die Börsen existieren nicht mehr in der bekannten Form, sondern es wird eine Art Wahlgeld eingesetzt, das dem reellen Wert eines jeden Produktes, Ressource oder Energie beträgt. Auch ist noch Privatbesitz vorhanden, obwohl die Gesamtressourcen unter den Menschen gerecht verteilt wurden, sodass niemand mehr Hunger erleiden muss und einen gesunden Lebensstandard führen kann. Konflikte gibt es nur noch lokaler Art und sind sehr selten geworden. Auch hat es bereits einen First Contact mit außerirdischen Zivilisationen gegeben und die Öffentlichkeit wird über jeden Schritt mit den Außerirdischen informiert. Die Geheimhaltung im Umgang mit Außerirdischen wurde abgeschafft.

Jahr 2400-2600:

Die Bedrohung eines globalen Totalitarismus beginnt sich zu zeigen, als mehrere wilde Gruppen die Weltregierung mittels Cyber-Piratismus attackiert. Im Jahr 2600 spielt der gegründete private Sektor und die nationalen Regierungen nur noch eine Nebenrolle bezüglich globaler Interessen und es wird ein planetarisches Bewusstsein erreicht. Die Weltregierung funktioniert erstaunlich gut. Das globale Transportwesen wird mittels ätherischer Energien und Flugscheiben bewerkstelligt. Jahr 2600-3400: Immer mehr Menschen entwickeln die Fähigkeit der Telepathie und die Naturwissenschaft macht erstaunliche Fortschritte. Vieles wird auch über die innere Sonne, Atmosphäre und dessen Geschichte von Milliarden Jahren in Erfahrung gebracht. Städte werden auch im Inneren der Erde errichtet. In der Medizin spielen Medikamente nur noch eine geringe Rolle, denn die neue Behandlungsform basiert vielmehr auf Klang, Farbe, Licht und Meditation. Trotz dieser Errungenschaften liegt der Fokus der meisten Menschen noch immer auf Technologie, persönlichen Erfolg und Besitz, die Spiritualität hingegen hängt noch etwas hinterher. Jahr 3400-4000: Erst im Jahre 3382 beginnt eine spirituelle Renaissance und breitet sich rasend schnell aus und bewirkt eine Art Hypervision, die bei den meisten Menschen eine Verbindung mit dem direkten inneren Wissen und dem spirituellen Licht ermöglicht. Die Menschen gelangen in einen Zustand, in dem sie einfach durch ihre Absichten Dinge erschaffen können, in dem sie sich mit feineren spirituellen Ebenen verbinden. Sie betreten ein neues goldenes Zeitalter der Weltzivilisation.
Viele der Anführer innerhalb der Weltregierung sind nun universelle Schöpfer, mehr noch als Naturwissenschaftler und Ingenieure. Sie kombinieren die Qualitäten eines Philosophen, Wissenschaftler, Künstler, Mystiker und vielen anderen kreativen Köpfen. Die globale Sprache besteht nun aus dreidimensionalen innervisionären Bildern, die mental, ohne Töne oder Schrift im Internet, projiziert wird. Die Naturwissenschaftler entdecken auch eine Möglichkeit, die zweistrangige DNA zu erweitern. Jeder besitzt freie Kleidung, Nahrung, ein Dach über dem Kopf, freien Transport und Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, Produkten aller Art und Unterhaltung. Es existiert kein Privatbesitz mehr. Jeder ernährt sich vegetarisch und es gibt keine Zoos mehr. Tiere werden nicht mehr domestiziert, geschlachtet oder anderweitig missbraucht. Die Flugscheiben sind mittlerweile veraltet und wurden durch eine neue Transportmöglichkeit ausgetauscht, welche auf Feldtoren basieren, die Menschen sehr einfach von einem Ort zum anderen befördern. Diese spirituelle Technologie wurde durch den Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation möglich gemacht und beschert den Menschen absolute Transportfreiheit auf Erden. Verhüllungen und Geheimhaltung sind in keinster Weise mehr möglich und die Menschen sind aufgrund gesteigerter empathischer und telepathischer Fähigkeiten in der Lage, Gefühle und Absichten anderer sofort zu erkennen. An Arbeitszeit kommen auf jeden Menschen durchschnittlich nur zwei Jahre während seiner Lebenszeit auf ihn zu und erlaubt ihm, viel Freizeit zu besitzen. Erfolg wird auch nicht länger an materiellem Besitz gemessen, sondern an spiritueller Arbeit an sich selbst.
Dies ist ein kleiner Überblick über die Notizen von Paul Dienach, die mittlerweile von Achilleas Syrigos schrittweise übersetzt werden. In seinem Buch “Chronicles from the Future: A True Story Kept Hidden by the Masons now Revealed” (dt.: “Chroniken der Zukunft: Eine wahre Geschichte, von Freimaurern verborgen, wird nun enthüllt) ist gerade in der partiellen Übersetzung. Wer diese Übersetzung mitverfolgen möchte, kann dies auf der folgenden Webseite: Ancient Origins. Dort werden immer mehr übersetzte Teile hinzugefügt und sind frei erhältlich. Wer sich ein PDF wünscht, dem habe ich extra eines zusammengestellt und kann am Ende des Textes frei heruntergeladen werden. Man beachte bitte das Urheberrecht. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass Paul Dienach dieses Erlebnis wirklich erfahren hatte. Seine unzähligen Notizen und detaillierten Beschreibungen sind einfach zu komplex, zu authentisch und zu bestechend. Somit wäre es unsinnig, diese als Fälschung (Fake, Hoax) darzustellen und wäre nur wieder ein weiterer Versuch, spirituelles Wissen in ein negatives Licht zu rücken.
Doch denke ich, dass es sich hier um eine mögliche bzw. wahrscheinliche Zukunft handelt, die die Menschen in den nächsten 1984 Jahre erwartet. Ob diese genau so eintrifft oder nur Teile davon, ist natürlich aus unserer Zeitperspektive erst dann deutlicher zu erkennen, sobald die erwähnten Ereignisse eintreten. Leicht verdaulich sind Pauls Notizen sicherlich nicht, denn seinen Erlebnissen nach ist mit dem offiziellen First Contact erst in 200 Jahren zu rechnen und mit einer spirituellen, friedvollen und einheitlichen Weltregierung wohl erst in 1500 Jahren. Äußerst deprimierend, wenn man sich diese Zahlen einmal vor Augen hält und dabei liest, welche verheerenden Kriege und Streitereien zwischenzeitlich noch auf uns zukommen sollen. Paul verstarb 1924 an Tuberkulose.

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Gruß an die Sehenden
TA KI

Das Weltgeschehen im Innen & Aussen – Traugott Ickeroth


Autor Traugott Ickeroth inkarnierte 1962 in Saarbrücken. Er besuchte das humanistische Gymnasium, später Vorlesungen in Psychologie und Philosophie und begann sich zu dieser Zeit sehr für Spiritualität und später auch für die okkulten Seiten des Lebens zu interessieren. Es folgte eine Weltreise sowie längere Auslandsaufenthalte, z.B. in Indiens diversen Ashrams.

Gruß an Traugott

TA KI

Ursprung und Weg des Menschen


Ursprung und Weg des Menschen

Ein Vortrag mit Wolf-Dieter Storl über die Ursprünge des Menschseins, die Evolution unseres Bewusstseins und die Entwicklung von Spiritualität und Religion von der Jungsteinzeit bis heute, von der Höhlenmalerei bis zur Kathedrale.

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was können wir von alten Wegen lernen? Wie kann unsere Spiritualität aussehen, wenn wir die Botschaften der Alten hören und ihnen in unserem Leben Raum geben?

Die großen Fragen werden mit seinen Erfahrungen bei indigenen Völkern, besonders den amerikanischen Indianern, verbunden und in den Kontext unserer modernen Welt gestellt.

Ausblicke in vorstellbare oder wünschenswerte Entwicklungen der Zukunft runden diesen Vortrag ab.

Gruß an die Aufmerksamen
TA KI

Psychische Erkrankungen durch Spiritualität?


Wie entsteht Identität? Die Gefangenschaft im Seelenlabyrinth einer psychischen Erkrankung und der schizophrene Zusammenbruch des Ich wirft diese Frage unausweichlich auf. Die schizoaffektive Psychose ist eine Mischung aus zwei relativ häufigen Krankheitsbildern der Psychiatrie: In ihr vereinen sich sowohl Symptome der Schizophrenie als auch der bipolaren Störung.

Eine eindeutige, differenzierte Definition dieser Symptome, die die Psychiatrie für sich als „Krankheitsbild“ ersonnen hat, ist bis heute nicht gelungen. Susan Otto, die Autorin des Buches „Schizoaffektiv – überbordende Innenwelten“, stellte sich 15 Jahre nach Diagnosestellung die Frage, ob die als wesensfremd empfundenen Gedankeninhalte während einer Wahnvorstellung wirklich nur durch ein Ungleichgewicht der Botenstoffkonzentration entstehen oder ob es nicht viel wahrscheinlicher ist, dass die Gedankenwelt bruchstückhaft ein „Bedeutungserlebnis“ darstellt. In ihrer Psychose erfährt sie, dass eine Symbolik, an der sie jahrelang gedanklich festhielt und die vorher rein geistiger Natur war, also als „Idee“ vorlag, Jahre später Gestalt annimmt und ein zweites Mal mit einer durchschlagenden Kraft in ihr Leben tritt und schließlich zu einer Persönlichkeitsveränderung führt. Für sie ist es der Beweis, dass Konzentration dazu führt, dass Ideen lebendig werden und dass man sich durch die Kraft der Gedanken seine eigene Wirklichkeit schafft. Susan hat selbst mindestens viermal den positiv und negativ gepolten Zusammenbruch und den Wiederaufbau ihrer Identität erlebt und war innerhalb von 6 Jahren mehr als zwanzig Mal in stationärer und teilstationärer psychiatrischer Behandlung. Sie geht davon aus, dass sie sich ihre „Erkrankung“ selbst durch schwarzmagische Rituale, die sie während ihrer Jugend über mehrere Jahre -damals noch nichts von Ursache-Wirkung wissend- herangezogen hat. Später erhielt sie die Bestätigung ihrer Annahme durch Literatur aus dem Bereich „Okkultismus“ sowie „Exorzismus und Besessenheit“. Immer mehr Menschen, die aufgrund einer Persönlichkeitsveränderung einer psychiatrischen Therapie ausgesetzt sind, kommen unabhängig von anderen Betroffenen zu dem Resümee, dass ihr Leiden einen von der Psychiatrie unbeachteten Nebeneffekt hat, nämlich die Erweiterung von Bewußtseinsräumen, die Fähigkeit zur außersinnlichen Wahrnehmung, sowie Verbundenheitserfahrungen, die in der Physik als Verschränkungskorrelation bekannt sind. Das Besondere an Susann Ottos Buch ist, dass sie sowohl hoch authentisch ihre persönlichen Erfahrungen schildert , als auch einen fundierten Überblick über die Forschungsansätze in der Psychiatrie gibt. Literatur von Susan Otto: “Schitzoaffektiv – Überbordende Innenwelten”

Gruß an die Nachdenklichen
TA KI

BEWUSSTSEIN – sind wir mächtiger als wir denken? Spiritualität meets Wissenschaft


Spiritualität & Wissenschaft: wer ist wem auf der Spur?

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Gruß an die Begreifenden
TA KI