Stephen Leeb: Unruhen voraus, Goldstandard in China kommt – »Jeder Investor sollte Gold kaufen«


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Am 19. Februar 2017 veröffentlichte King World News ein aktuelles Interview mit dem langjährigen und erfahrenen Finanzmarktexperten Stephen Leeb. Dieser bringt darin zum Ausdruck, dass »Amerikas wachsende Unfähigkeit langfristig zu sehen, denken oder planen« ihn buchstäblich »zu Tode erschreckt«.

Leeb rechnet mit erheblichen Rohstoff-Engpässen, welche zu einem neuen Geldsystem führen werden und das »gespaltene und kurzsichtige Amerika« habe keine Antwort darauf. Obwohl man in Amerika glaube, dass der Kalte Krieg gegen die Sowjetunion unter Reagan gewonnen worden sei, werde zunehmend klarer, dass Russland und China schlichtweg einen Umweg in kauf genommen hätten.

»Es sollte offensichtlich sein, dass man die meisten Probleme nicht über Nacht lösen und für die Zukunft vorbauen kann«, sagt Leeb. Stattdessen müsse man langfristig denken und vorausplanen. Insbesondere China habe dies getan: »Im Jahr 1996 lag Chinas BIP bei rund $ 860 Milliarden – etwa 1/9 dessen der USA. Bis 2016 ist Chinas Wirtschaft nominal in Dollars um mehr als das 13-fache auf rund $ 16 Billionen angewachsen – nur 15 Prozent kleiner, als das der Vereinigten Staaten.« Jedoch habe China bereits 1996 vorausschauend auf das 21. Jahrhundert und darüber hinaus geblickt und »Pläne für die Dominanz des Ostens, wenn nicht gar der gesamten Welt« entwickelt, sagt Leeb.

»Im Jahr 1996 haben China, zusammen mit Kasachstan, Kirgistan, Russland und Tadschikistan eine militärische, wirtschaftliche und politische Allianz gebildet, welche die “Shanghai Five“ genannt wurde.« Weiter sei 2001 auch Usbekistan der Gruppe beigetreten, welche dann in “Shanghai Cooperation Organization“ (SCO) umbenannt wurde. Leeb führt weiter aus: »Diese sechs Länder stellen 60 Prozent der eurasischen Landmasse und ein Viertel der Weltbevölkerung. In diesem Jahr werden wahrscheinlich auch Indien und Pakistan beitreten.«

Abgesehen von China und Russland seien die derzeitigen Mitglieder allesamt Teil der ehemaligen Sowjetunion gewesen und sind der Kern Zentralasiens, stellt Leeb fest. »Zentralasien ist eine Region mit langer Geschichte. Seine Wichtigkeit stammt von seiner Nähe zu großen historischen Mächten auf allen Seiten und wichtigen Routen, welche diese Mächte miteinander verbinden.« Darunter befinden sich China, Russland, Pakistan, Indien, die Türkei, Ost-Europa, der Iran und nun auch weitere Staaten im Mittleren Osten. Darüber hinaus betont Leeb, dass diese »unentwickelten Länder« erhebliche Bodenschätze besitzen.

Um eine derart große Landmasse zu kontrollieren, sei eine Marine-Präsenz entlang der europäischen Küste, des arabischen Meers und Ostasiens erforderlich, so Leeb. Hierfür sei eine dominante Seemacht notwendig und Chinas Marine sei zwar auf Weltklasse-Niveau, jedoch sei die US-Marine derzeit nach wie vor größer und somit mächtiger.

Dennoch habe China fortschrittliche Technologien im Angebot, »darunter Überschallraketen«, und ist aus Leebs Sicht durchaus in der Lage, das eigene Territorium und darüber hinaus gehende Gebiete zu verteidigen. Dazu gehören »militär-strategische Häfen wie Piräus in Griechenland, welcher ein Tor zu Ost-Europa ist, Gwadar am Fuße Pakistans, welcher ein Tor zum Mittleren Osten ist, und diverse Häfen an Afrikas Ost- und Westküste.«

Leeb weist darauf hin, dass viele Großmächte bei der Ausübung der Kontrolle über Eurasien daran gescheitert seien, dass zentralasiatische Länder sich durch Unterschiede in Kultur, Religion und Sprache auszeichnen. Selbst Russland habe es nicht vermocht eine solide Kontrolle über die Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu erlangen. »Jetzt aber, mit militärischer und wirtschaftlicher Rückendeckung durch China und Russland, haben sich die Länder zusammengetan.«, so Leeb. Es gäbe zwar immer noch Probleme, welche jedoch durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durch die SCO gelöst werden, insbesondere da die SCO durch die neue chinesische Seidenstraße, oder “One Belt – One Road“-Initiative, ergänzt werde.

Chinas langfristige Planung hat Leebs Ansicht nach bereits in den späten 1970er Jahren mit dem Aufstieg Deng Xiaopings begonnen. Die Pläne seien facettenreich gewesen und es habe eine Menge Raum für Versuche und Fehler gegeben. Jedoch sei das beständigste Element der chinesischen Pläne stets die Akkumulation von Gold gewesen. Allein die chinesische Goldproduktion sei von den späten 1970ern bis heute von rund 10 Tonnen auf über 400 Tonnen jährlich angewachsen. Doch obwohl die heutige Goldproduktion in China die größte der Welt sei, so sei die geförderte Menge dennoch nur ein relativ kleiner Teil der jährlich zusammengetragenen Menge.

»Die klare Botschaft lautet«, so Leeb, »dass der Osten sich auf irgendeinen Goldstandard zubewegt«. Dieser werde den Preis für Gold ohne Probleme in den 5-stelligen Bereich befördern und angesichts der wachsenden Unruhen auf der Welt schlussfolgert Leeb:

»Jeder Investor sollte Gold kaufen.«

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/02/stephen-leeb-unruhen-voraus-goldstandard-in-china-kommt-jeder-investor-sollte-gold-kaufen/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Stephen Leeb: Für den Westen gilt bald “friss oder stirb“


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Stephen Leeb im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 07.01.2017


Stephen Leeb: »Der Grund, warum ich in Sachen Gold und goldbezogener Investments so bullisch bin, hat mit den tiefsitzenden Ungleichheiten und dem aggressiven Drängen sie anzusprechen zu tun. Und nein, trotz der Kampagnen-Rhetorik rede ich nicht über die USA oder die kommende Trump-Administration, deren Politik ausgesprochen unausgegoren ist. Tatsächlich sind Trumps offensichtliche Pläne die Steuern zu kürzen, bevor sich mit der Lücke in der Infrastruktur auseinandergesetzt wird, und seine Pläne Importe mit Zöllen zu belegen schlichtweg die falsche Medizin.

Ich spreche eher über die Welt als Ganzes. Man kann unsere Erde grob in zwei Teile aufteilen: den Westen und den Osten. Der Westen hat eine Bevölkerung von etwa 1,5 Milliarden Menschen mit einem Prokopfeinkommen von geschätzten $ 40.000 im Jahr. Die 6 Milliarden Menschen im Osten haben ein Prokopfeinkommen von etwa $ 4.000. Das ist ein großer Abstand, aber dieser hat sich seit Beginn des Jahrhunderts stetig verringert, weil der Osten rapide gewachsen ist – hauptsächlich in China – und sich das Wachstum im Westen verlangsamt hat.

In den vergangenen 1 ½ Jahrzehnten lag das Wachstum in den USA bei 1,8 Prozent – verglichen mit 3,8 Prozent zwischen 1949 und 1999. Für den Westen insgesamt sieht das Bild ähnlich aus: starkes Wachstum bis zum Beginn dieses Jahrhunderts und dann ein starker Rückgang.

Der Osten steigt auf, während der Westen fällt

Man könnte viele Gründe dafür benennen, warum der Osten den Westen nun weit hinter sich lassen wird. Aber eine Tatsache sticht für mich besonders hervor: Zwischen 1949 und dem Beginn des Jahrhunderts sind die Rohstoffpreise um weniger als 1 Prozent im Jahr gestiegen, derweil sie seit dem Jahr 2000 – trotz all der Volatilität – um jährlich 3,8 Prozent angestiegen sind. Dies hat den Osten erheblich begünstigt und den Westen zugleich heruntergezogen.

Der Osten profitiert auf mehreren Wegen von steigenden Rohstoffpreisen. Zum Einen ist er der wichtigste Rohstoffproduzent, denn etwa 80 Prozent der Ölproduktion – der wichtigste Rohstoff – findet sich im Osten. Wichtiger noch ist, dass der Osten die Rohstoffe zum Aufbau der Infrastruktur genutzt hat. Dies ist einer der sichersten Wege zur Steigerung von Produktivität und Wachstum und für den Bau von Fabriken und Städten, welche dann massive Mengen an Gütern herstellen, die an den Westen verkauft werden.

Kurz gesagt, der Osten war trotz steigender Rohstoffpreise in der Lage zu wachsen, weil seine Fähigkeit zur Nutzung der Rohstoffe für die Anhebung des Lebensstandards die höheren Preise für die benötigten Ressourcen mehr als wettgemacht hat. Der Westen hat dagegen höhere Rohstoffpreise bezahlt und bei der Nutzung dieser zur Verbesserung der Produktion und Infrastruktur versagt. Auf diesem Weg sind die höheren Preise einfach nur als Steuer zu betrachten, welche das Wachstum zurückgehalten haben.

Und der Osten zeigt keine Anzeichen des Zögerns. Während sich Chinas eigenes Wachstum verlangsamt hat, so hat das Land doch eindeutig erkannt, dass sein Wachstum in der Zukunft von der weiteren Entwicklung des Ostens abhängig ist. Daher auch die “One Belt, One Road“ (OBOR), oder auch Seidenstraßen-Initiative.

China plant zunächst $ 4 Billionen für die Infrastruktur der OBOR-Länder auszugeben, welche rund 70 Prozent der Weltbevölkerung stellen und im Schnitt wahrscheinlich weniger als $ 4.000 Prokopfeinkommen haben. Dies kommt zusätzlich zu der $ 1 Billion im Jahr, welche China für seine eigene Infrastruktur-Entwicklung ausgibt.

Ein Ergebnis wird sein, dass es einen hochgradig miteinander verbundenen Osten geben wird, wobei einige Verbindungen sich bis in ressourcenreiche westliche Länder wie Ecuador, Kolumbien und Chile ausdehnen werden. Eine Studie von McKinsey schätzt, dass dies in den hochgradig vernetzten Ländern zu zusätzlichem Wachstum von mehr als 40 % führen wird.

Der Westen: “friss oder stirb“

Was bleibt dem Westen dabei? Er findet sich in einer “friss oder stirb“-Situation wieder. Bereits im Jahr 1999 habe ich in meinem Buch “Defying the Market: Profiting in the Turbulent Post-Technology Market Boom“ vorausgesagt, dass es zu einem Crash bei den Technologie-Aktien kommen wird. Noch wichtiger jedoch war, dass ich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass unsere Informationstechnologien zu unzureichend waren, um mit der Rohstoffknappheit umzugehen – was ich als das drängendste Problem ansah. Bis zu diesem Punkt hatte ich leider recht und durch Chinas Seidenstraße wird nun sichergestellt, dass die Rohstoffe noch knapper werden. Aber die USA steckt nach wie vor den Kopf in den Sand.

Ein kürzlicher Bericht der American Society of Engineers (ASCE) ist im Zusammenhang einer langsam wachsenden Wirtschaft beängstigend. Dort heißt es, dass die Infrastrukturlücke in den USA mehr als $ 1,4 Billionen beträgt. Diese Lücke sei jährlich um rund $ 35 Milliarden gewachsen. Der Bericht warnt:

Von 2016 bis 2025 wird jeder Haushalt aufgrund von Infrastrukturmängeln jährlich $ 3.400 an verfügbarem Einkommen verlieren. Falls diese Investitionslücke in den Infrastrukturbereichen der Nation nicht bis 2025 angepackt wird, dann ist zu erwarten, dass die Wirtschaft annähernd $ 4 Billionen an BIP einbüßt, was bis 2025 zum Verlust von 2,5 Millionen Arbeitsplätzen führen wird.

Um zu verstehen, wie eine Infrastrukturlücke derartige Verluste verursacht, denken Sie einfach an massive Staus auf unzureichenden Straßen, gesperrte Brücken, Blackouts, und so weiter.

Ursprünglich wurde China in dem 30-seitigen Bericht nicht erwähnt – sprich: diese Projektion zieht China nicht einmal ins Kalkül. China lauert aber im Hintergrund, nicht weil es uns in Sachen Handel schlägt, sondern wegen seiner eigenen Entwicklung und die auf diesem Weg im ganzen Osten angefachte Entwicklung wird die Rohstoffpreise weiter steigen lassen – wahrscheinlich mit zunehmender Geschwindigkeit.

Je eher wir dies begreifen, umso besser. Die Steuern zu kürzen, bevor wir uns mit der Infrastrukturlücke auseinandersetzen, bedeutet den Karren vor die Pferde zu spannen und dies ist zum Scheitern verurteilt. Eine Steuerkürzung mag das Wachstum beflügeln, aber dieses Wachstum geht nicht mit Produktivitätssteigerungen einher. Nicht vorhandene Investitionen in die Infrastruktur erhöhen die Lebensstandards nicht und die Inflation wird vermutlich mehr als die vom typischen Arbeiter zusätzlich verdienten Dollars aufsaugen.

Chinas Geisterstädte werden zu Megastädten

China versteht, dass Rohstoffe rar sind und immer knapper werden – das zeigen seine Initiativen. Erinnern Sie sich an das ganze Gerede über Chinas Geisterstädte? Davon hört man kaum noch etwas. Warum? Weil diese Geisterstädte zu Teilen von Megastädten werden. Das Gebiet um das Jangtse-Delta, mit Shanghai als größter Stadt, soll bis Ende der 2020er Jahre von 170 Millionen auf mehr als 250 Millionen Einwohner wachsen. Diese dichtbewohnten Megastädte erlauben erhebliche Einsparungen bei Rohstoffen und höhere Produktivität der Arbeiter. Dies wird ultraschnellen Zügen, geringerem Bedarf an Wasser- und Stromleitungen pro Person, besserer Erreichbarkeit von Krankenhäusern und vielem mehr zu verdanken sein.

Also ja, China ist in der Tat eine massive Bedrohung. Nicht wegen des Handels, sondern weil es sich vorgenommen hat die 10-fache Lücke zwischen den Reichen und den Armen in der Welt zu schließen. Das Trump-Lager hat seine Wahl als Auslöser für Infrastrukturbau und damit einhergehende höhere Produktivität und steigende Lebensstandards gefeiert. Ich bin dagegen besorgt, dass es anstatt der Infrastruktur zunächst zu einem Steuernachlass und/oder einem Handelskrieg kommt – in dem Fall wird die ASCE wahrscheinlich Recht behalten. Für den Westen würde dies kein gutes Ende nehmen.

Der größte Schock im Jahr 2017

Nun zu den Auswirkungen der Investitionen. Viele Szenarios gehen von einer Deflation aus, vermutlich als Ergebnis einer weiteren Krise wie 2008 – was immer gut für Gold ist. China wird seine Seidenstraßen-Strategie wahrscheinlich mit Hilfe eines goldgedeckten Geldsystems beschleunigen. Die Welt könnte durch den Osten aufgebrochen werden, welcher nach wie vor relativ arm ist, aber sehr schnell reicher wird. Ein einst reicher Westen würde vom Osten überholt werden.

Die begehrteste Wertanlage, in praktisch allen Szenarios die mir einfallen, wird Gold sein. Es wird entweder ein sicherer Hafen in einem deflationären Sturm oder das einzige Mittel zum Kauf immer knapperer Rohstoffe sein. Wie dem auch sei, Gold wird erheblich weiter steigen.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/01/stephen-leeb-fuer-den-westen-gilt-bald-friss-oder-stirb/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Stephen Leeb: Chinas Plan zur Übernahme der wirtschaftlichen Weltmacht


Stephen Leeb: Chinas Plan zur Übernahme der wirtschaftlichen Weltmacht

Stephen Leeb im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 02.07.2016


Dr. Stephen LeebStephen Leeb: »Psychologen haben einen Begriff dafür: Verleugnung. Es ist die perfekte Beschreibung für das ganze wiederholte, reflexartige Gerede westlicher Analysten über ein schuldenüberladenes China unmittelbar vor einer Bruchlandung, welche das politische und soziale Gewebe dieses Landes bedroht und möglicherweise zerstören wird.

Für die USA, welche für so lange Zeit die weltweit unwidersprochene Nummer 1 in beinahe jedem Bereich war, ist es schwierig, der Realität ins Auge zu blicken, dass China sie nun auf wirtschaftlichen, geopolitischen und selbst militärischen Spielfeldern herausfordert. Kein Grad der Verleugnung kann jedoch die Fakten ändern. Eine einschlägige Tatsache ist, dass China seine Entwicklungspläne nachweislich einen Gang höher geschaltet hat, was das riesige Reich der Mitte bestens auf die erfolgreiche Bewältigung des 21sten Jahrhunderts vorbereitet.

Amerikas Verleugnung, welche inzwischen zu Selbstgefälligkeit geworden ist, könnte fatale Auswirkungen auf unsere Zukunft haben. Sofern unser nächster Präsident nicht sowohl den intellektuellen Verstand, als auch die politischen Fähigkeiten hat, diese Selbstgefälligkeit aufzubrechen und massive Wirtschaftsprogramme zur Kurskorrektur zu starten, sind unsere wirtschaftlichen Aussichten ausgesprochen trübe.

China hat einen Gang höher geschaltet

Die jüngsten Zugewinne bei Silber und Gold nach dem Brexit und aufgrund anderer Ungewissheiten in den westlichen Volkswirtschaften repräsentieren weit mehr, als eine Flucht in die Sicherheit. Es sind eher unfehlbare Anzeichen dafür, dass China seinen Wirtschaftsmotor einen Gang höher geschaltet hat.

Ich glaube, dass Investitionen in Gold und Silber, welchen von den Finanzberatern in den USA vollkommen die kalte Schulter gezeigt wird, womöglich die wichtigsten Ergänzungen sind, die man in seinem Portfolio machen kann. Und dies obwohl sie zuletzt unglaublich zugelegt haben – besonders Silber, welches im laufenden Jahr um 40 Prozent gestiegen ist und Goldaktien, von denen sich viele über die letzten 6 Monate verdoppelt haben. Es ist eine Korrektur zu erwarten und kurzfristig wird diese besorgniserregend sein, auf lange Sicht ist sie jedoch bedeutungslos.

Bedenken Sie, dass Goldaktien nach wie vor mehr als 50 Prozent unter dem Hoch der letzten 10 Jahre stehen und Silber ganze 60 Prozent unter seinem Hoch von $ 50 – welches es 1980 erreichte und 2011 beinahe wieder. Als Führungseinheit ist Gold ebenfalls weit unter seinen vergangenen Hochs, trotz der Tatsache, dass das gelbe Metall jede andere Anlageklasse in diesem Jahrhundert monumental hinter sich gelassen hat. Seit Mitte 2001 haben Gold und Silber das Rennen gemacht, obwohl Aktien und Bonds rund 70 Prozent gestiegen sind. Unsere Finanzplaner sollten sich schämen, dass sie die Metalle ignorieren.

China unter Volldampf: Kupfer und das chinesische Stromnetz

Die Statistik, die in der vergangenen Woche meine größte Aufmerksamkeit hatte, waren Chinas Kupferimporte. Es ist nicht sehr bekannt, dass selbst in den vergangenen paar Jahren, als China angeblich vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stand, seine Nachfrage nach Kupfer und anderen Rohstoffen weiter angestiegen ist, wenn auch in deutlich reduziertem Maß. Dieser deutliche Einbruch ist Chinas Anti-Korruptionskampagne zuzuschreiben, durch die einige wichtige Agenturen – wie jene im Bereich Energie, Stromversorgung und selbst Teile des Militärs – führerlos gemacht wurden.

Unter neuer und vertrauenswürdigerer Führung laufen diese Agenturen jetzt mit Volldampf voraus. Währen der ersten fünf Monate im Jahr 2016 sind die Kupferimporte um 34 Prozent zum Vorjahresniveau gestiegen. Die letzte Monatsvergleichszahl, April auf Mai, zeigte einen Anstieg von 13 Prozent. Die Gesamtzuwächse bei den Importen sind die über Vergleichsperioden höchsten jemals erzielten und selbst der prozentuale Anstieg steht dem der Zeit, als China seine beispiellose industrielle Expansion begann, in nichts nach.

Diese ungezügelte, vollkommen unerwartete und kaum berichtete Beschleunigung hat zweifellos eine Reihe von Ursachen, aber im Mittelpunkt steht der Plan des Landes, ein Stromnetz des 21sten Jahrhunderts aufzubauen, bevor die wichtigen Rohstoffe wie Kupfer und Silber knapp werden. Anders als die USA, welches weniger als 25 Prozent seines Kupfers für Stromkabel nutzt, nutzen die Chinesen fast 50 Prozent ihres viel höheren Angebots für ihren Stromsektor.

Stromnetze im Vergleich: USA vs. China

Was die Stromnetze angeht, schneiden die USA im Vergleich zu China schrecklich ab. Dies geht so weit, dass dies in einer rationellen Welt das Thema überhaupt für jeden US-Politiker sein müsste. Der Abstand fordert beinahe den Glauben heraus: Zwischen 2015 und 2020 plant China aktuell Ausgaben von annähernd 400 Milliarden Dollar für sein Stromnetz, um die Hochspannungsleitungen auf rund 625.000 Meilen [~1.005.840 km] und seine Stromleitungen auf 2,5 Millionen Meilen [~4.023.360 km] auszubauen.

Im Gegensatz dazu misst das amerikanische Stromnetz derzeit rund 200.000 Meilen [~321.869 km], während die für den Transport von Elektrizität über lange Distanzen erforderlichen Hochspannungsleitungen nicht einmal als Teil des Netzes registriert sind. Unsere geplanten Ausgaben in den kommenden fünf Jahren liegen bei weniger als einem Viertel derer Chinas.

Was soll ich sagen, nehmen Sie noch ein Valium und machen Sie einen Mandarin-Kurs. Und beten Sie, dass wer auch immer [zum Präsidenten] gewählt wird, unerwarteten Tiefgang und außergewöhnliches Charisma hat und diese einst große Nation dazu inspiriert, seine Größe wiederzufinden.

Nur Gold wird knappes Silber kaufen

Kupfer wird jedoch nicht das erste Metall sein, welches knapp wird. Diese Ehre gebührt Silber. Wie ich in der Vergangenheit bereits angemerkt hatte, hat die Silberproduktion ihren Höchststand bereits überschritten. Derweil lagert China sich Silber im Rekordtempo ein, weil Silber eine wichtige Komponente für erneuerbare Energien des 21sten Jahrhunderts sein wird. Und ja, Chinas Solarenergieplanungen, für welche Silber unabdingbar ist, stellen alles andere in den Schatten und werden zu erheblichen Engpässen führen.

Was Gold betrifft, versuchen wir es mit einer “rhetorischen“ Frage im Stile Warren Buffets. Wenn Silber fast unmöglich zu haben sein wird, glauben Sie dann, dass es sinnvoller ist in Dollar zu sparen oder in Gold, um in der Lage zu sein, das weiße Metall zu kaufen? Es würde mich kein Stück überraschen, würden wir, wenn Buffet die Bühne verlässt, in den überdimensionierten Tresoren bei Berkshire Hathaway einen riesigen Vorrat an Gold finden.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/stephen-leeb-chinas-plan-zur-uebernahme-der-wirtschaftlichen-weltmacht/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Stephen Leeb: »Verabschieden Sie sich von Fiat-Währungen«


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Stephen Leeb im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 14.05.2016

Stephen Leeb: »Sie mögen denken, dass Gold – von Warren Buffet so verächtlich als “barbarisches Relikt“ bezeichnet – im heutigen Dr.-Stephen-Leeb-e1456910580281Informationszeithalter strikt in den Bereich von Schmuck und anderen dekorativen Zwecken verbannt wäre, welche keinerlei Rolle in unserem Geldsystem spielen. Denken Sie nochmal drüber nach.

Wenn Sie sich anschauen, was wirklich in der heutigen Welt abläuft, dann wird Ihnen klar, dass es die USA sind, welche dem Risiko ausgesetzt sind zu einem Relikt zu werden – und Sie müssten schon verrückt sein, nicht in der einen oder anderen Form eine Menge Gold zu besitzen.

Wie John Embry in seinem Interview kürzlich auf KWN gesagt hat: »Ignorieren Sie den Lärm«. Gold ist heute nicht einfach nur ein weiteres Investment. Es sollte als das Investment angesehen werden, weil es essentiell für Ihre Absicherung gegen ein finanzielles Desaster ist. Wenn Gold fällt, dann kaufen Sie zu. Und wenn Sie wirklich große Zuwächse haben wollen, dann schauen Sie sich den bemerkenswerten auf KWN veröffentlichten Chart an, in dem das Metall mit den Goldminen-Aktien verglichen wird. Goldaktien sind im Vergleich zu Gold lächerlich unterbewertet. Dieser Bullenmarkt beim Gold wird wahrscheinlich der größte Bullenmarkt aller Zeiten für Goldminen-Aktien werden.

Kann Ihr Geld in einem Wimpernschlag ausgelöscht werden?

Heute zählen wir [Amerikaner] unser Geld in Dollars. Aber die Dinge haben sich in nur einem Jahrzehnt dramatisch verändert. Es war einmal so, dass wir eine Fiat-Papierwährung hatten. Heutzutage ist dieses ganze Papiergeld aber nicht wirklich Papiergeld, es sind Nullen und Einsen in Computern. Dies bedeutet, es kann von jedem Land eingesammelt und kontrolliert werden, welches sich jener Computer bemächtigen kann.

Die Schlagzeile eines Hauptartikels im Wall Street Journal vom Freitag sollte Ihnen einen Schauer über den Rücken jagen: »Wieder einmal haben Hacker Zugriff auf das weltgrößte System zum Geldtransfer unter Banken genommen, eine Lücke, von der der Netzwerkbetreiber sagte, dies weise auf umfassende Bemühungen hin, in das Finanzsystem einzudringen.« Man weiß kaum noch, was beunruhigender ist, der Inhalt des Satzes oder dass er als Tatsache formuliert wurde welche zum Ausdruck bringt, dass dies die neue Normalität ist.

Jetzt zucken Sie womöglich mit Ihren Schultern, weil Sie annehmen, dass die mächtigen USA die besten Hacker der Welt haben müssen. Leider ist dies nicht annähern der Fall. Wir konnten nicht einmal das Apple iPhone für eine Terror-Ermittlung knacken, ohne die Israelis zur Hilfe zu holen.

China beherrscht das Internet

Gestern gab es einen weiteren schauderhaften Artikel, welcher sich auf die Cyber-Sicherheit konzentrierte – dabei ging es ausschließlich um China. Hier die Kernaussage direkt von Bloomberg: »China nutzt seine Cyber-Fähigkeiten um die geheime Datensammlung gegen die US-Diplomatie, US-Wirtschaft und die industriellen Sektoren für Verteidigung zu vergrößern, welche die nationalen Verteidigungsprogramme der USA unterstützen«.

Mit anderen Worten, wenn es um Cyber-Sicherheit geht, dann lässt China uns aussehen wie Schulkinder. Wenn Sie denken das sei schroff, dann schauen Sie sich an was Israel mit seinen 8 Millionen Einwohnern gemacht hat. Die israelische Elite-Cyber-Einheit 8200 – über welche Sie im Internet nachforschen sollten – hat mehr gemacht, als nur Leute hervorzubringen die iPhones knacken können. Diese Einheit hat die Gründer unserer führenden Cyber-Sicherheitsunternehmen gemacht. Jetzt stellen Sie sich vor diese 8 Millionen mit 175 zu multiplizieren, dann bekommen Sie eine Ahnung davon, was China – welches Spionage seit Jahrtausenden als entscheidend für die nationale Sicherheit angesehen hat – mit ihren Cyber-Fähigkeiten anzustellen vermag.

Und nehmen Sie die Schwere der Cyber-Bedrohung nicht einfach nur hin, weil ich es Ihnen sage. Der ehemalige NSA-Chef Keith Alexander hat Cyber-Diebstahl als den »größten Vermögenstransfer der Geschichte« bezeichnet – und damit meinte er die ganze Menschheitsgeschichte.

Das Ende der Fiat-Währungen

Wie wird China seine Cyber-Expertise nutzen? Chinas Zentralbank, die People’s Bank of China, hat bei mehreren Gelegenheiten gesagt, dass sie eine sogenannte Bit-Währung erschaffen will, sobald es praktikabel ist. Das große Problem mit einer Bit-Währung ist die Kontrolle der herausgegebenen Menge. Hier kommt Gold ins Spiel.

China ist seit langer Zeit in Gold verliebt und sieht es als Teil seiner Identität. Es wird Gold nicht nur für die Deckung einer Bit-Währung nutzen, sondern höchstwahrscheinlich auch zur Deckung des Yuan. Und dann können Sie sich von den Fiat-Währungen verabschieden.

Gold und Vergleichbares wie Silber werden einen Ehrenplatz im weltweiten Geldsystem einnehmen. Sie sollten besser etwas davon besitzen und nicht nur eine symbolische Menge, denn wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der Ihr Dollar nicht nur weniger wert sein wird, als das Papier auf dem er gedruckt ist, sondern weniger als ein Atom im Computer.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/05/stephen-leeb-verabschieden-sie-sich-von-fiat-waehrungen/

Gruß an die Erkennenden

TA KI