Lautlose Naturgefahr Forscher rätseln über monatelange Erdbeben


radarbild-aus-dem-suedost-iran-verschiebungsmessungen-haben-gezeigt-dass-sich-der-boden-der-region-unmerklich-bewegt-hat-Stille Erdbeben stehen noch nicht im Lehrbuch, doch sie können ganze Landstriche versetzen – ohne dass es jemand merkt. Dabei baut sich gefährliche Spannung auf, warnen Forscher.

Alle zwei Jahre bebt die Erde im Nordosten Neuseelands so gewaltig, dass Häuser kollabieren könnten. Doch nicht mal Kaffeetassen zittern, wenn sich im Untergrund auf einer Fläche so groß wie Hamburg und Berlin zusammen Abermillionen Tonnen Gestein verschieben – niemand spürt das geisterhafte Ruckeln.

Während stiller Erdbeben geschieht Spukhaftes: GPS-Sensoren verraten, dass ganze Landschaften verrutschen. Gegenden im Nordosten Neuseelands schieben sich dann binnen drei oder vier Wochen um mehrere Zentimeter nach Westen. Auch in Costa Rica, im Westen der USA, in Mexiko und Japan dokumentieren GPS-Geräte Wanderungen ganzer Landstriche.

Dabei kann sich so viel Gestein bewegen wie bei einem Starkbeben. Es verschiebt sich allerdings so langsam, dass keine Erschütterungswellen ausgelöst werden; die Felsplatten gleiten nahezu reibungslos übereinander oder aneinander vorbei – und zwar weitaus schneller als im Zuge der üblichen Erdplattenbewegungen.

Stille Erdbeben stehen noch nicht im Lehrbuch, Wissenschaftler kennen das Phänomen erst seit ein paar Jahren. Das lautlose Ruckeln galt als erfreulich, baut es doch Spannung im Boden ab ohne gefährlichen Ruck. Doch die Kriechbeben können neuen Studien zufolge bedrohlich werden: Sie übertragen Spannungen in die Nachbarschaft, wo dann Starkbeben zuschlagen können.

Quelle:http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_74771894/-stille-erdbeben-versetzen-unbemerkt-landstriche.html

Gruß an HAARP & Co.

TA KI