Mumijo – Das schwarze Gold der Berge


Mumijo ist ein altes Naturheilmittel aus den Gebirgen Zentralasiens. Wie Mumijo genau entsteht, ist bis heute nicht bekannt. Die meist schwarzbraune harzähnliche Substanz wird in den Bergen des Himalaya gesammelt und soll insbesondere aufgrund ihres hohen Gehalts an Fulvo- und Huminsäuren zahlreiche heilende Wirkungen haben – zunächst auf den Magen-Darm-Trakt, aber auch auf das Gehirn, die Knochen, das Immunsystem und die Fruchtbarkeit. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften machen Mumijo ausserdem zu einer grossen Hilfe bei der Wundheilung.

Mumijo – Ein altes Naturheilmittel aus Zentralasien

Mumijo ist eine rätselhafte Substanz. Es gibt sie nur an wenigen Stellen der Erde und nur erfahrene Sammler erkennen bei ihrem Anblick, ob es sich um Mumijo handelt oder nicht. Es ist eine harzähnliche, zähe Natursubstanz mit glatter, glänzender Oberfläche und rauchigem Aroma. Meist ist Mumijo schwarz-braun, doch kennt man auch gelbliche und sogar rote oder blaue Varianten.

Mumijo wurde im alten Russland Maumasil genannt und bedeutet: Das vor Krankheit Schützende. In anderen Regionen wird Mumijo auch als Shilajit bezeichnet. Weitere Namen sind Kao-tun, Brogschaun oder Arakul dshibal. Alle diese Bezeichnungen deuten auf die Herkunft des Mumijos hin und können mit „Ausschwitzung der Berge“ oder „Blut der Berge“ oder auch „Öl der Berge“ übersetzt werden. Denn Mumijo wird insbesondere in Höhlen und Felsspalten Zentralasiens gefunden, insbesondere im Himalaja, Altai und in den Gebirgen Kasachstans

Bei Mumijo handelt es sich um ein sehr altes Naturheilmittel, das in den Ländern seiner Fundstätten seit Jahrtausenden als Heil- und Stärkungsmittel eingesetzt wird und im heutigen Russland eines der wichtigsten Mittel in der Hausapotheke darstellt.

Meist wird Mumijo traditionell mit Honig verabreicht, da der Honig das spezifische Aroma des Mumijo etwas überdeckt. Gleichzeitig will man die Mumijotherapie mit den Heilwirkungen des Honigs kombinieren. Besonders für Kinder ist die Mumijo-Gabe mit Honig eine gute Idee.

Die Entdeckung des Mumijo – Die Sage von der verwundeten Gazelle

Laut einer alten Überlieferung aus Kirgistan soll Mumijo folgendermassen entdeckt worden sein: Ein wohlhabender Khan war mit seinen Gefolgsleuten auf der Jagd nach Wild. Dabei verletzten sie eine Gazelle, die jedoch entkam. Sie suchten das Tier tagelang und fanden es schliesslich in einer sehr grossen und tiefen Höhle. Es schien trotz der Wunden bereits auf dem Weg der Besserung zu sein. Sie sahen, wie es von einem schwarzbraunen Stein leckte und daran auch seine gut heilenden Wunden rieb. Der Khan liess etwas von dem Stein mitnehmen und übergab ihn seinen Ärzten. Ab sofort sollen viele Kranke mit dem mysteriösen Stein – den wir heute Mumijo nennen – geheilt worden sein.

Mumijo im Altertum und Mittelalter

Mumijo gelangte im Laufe der Geschichte auch in die Hände des grossen griechischen Gelehrten des Altertums, Aristoteles (384 – 322 v. Chr.). Gemeinsam mit seinem Schüler, Alexander dem Grossen, erforschte Aristoteles die Wirkungen des Mumijo und fertigte davon auch Aufzeichnungen an.

Viele weitere berühmte Ärzte und Philosophen beschäftigten sich ebenfalls mit Mumijo, etwa der persische Arzt Avicenna. Er schrieb im 11. Jahrhundert, dass Mumijo äusserlich gut bei Wunden und Prellungen helfe, innerlich gut für den Magen und die Atemwege sei und – in die Gehörgänge gegeben – auch bei Ohrentzündungen helfe.

In der traditionellen Volksheilkunde Zentralasiens wird Mumijo inzwischen bei etlichen Leiden eingesetzt – vom Magengeschwür bis zum Knochenbruch. Da Mumijo auch in Indien gefunden wurde und wird, ist es seit langer Zeit genauso im Ayurveda fester Bestandteil vieler Therapien und wird dort bei fast allen chronischen Beschwerden eingesetzt – ob es sich um ein Venenleiden handelt, eine Blasenschwäche oder um Depressionen.

Die Heilwirkungen von Mumijo

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts erschienen immer mehr wissenschaftliche Studien – zumeist aus der damaligen Sowjetunion oder Indien – die sich den Heilwirkungen des Mumijo widmeten und auch Erstaunliches feststellten:

Strahlenschutz durch Mumijo

Das sowjetische Militär setzte Mumijo beispielsweise auf den Speiseplan seiner Elitetruppen, um deren körperliche und seelische Belastbarkeit zu stärken und sie unempfindlicher gegen Stress zu machen. Auch die russischen Astronauten erhielten Mumijo. Sie sollten auf diese Weise besser vor der erhöhten Strahlung im All schützen.

Mumijo schützt überdies vor den negativen Auswirkungen radioaktiver Strahlung. Denn als man nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl die Strahlengeschädigten mit Mumijo behandelte, besserte sich ihr Blutbild auffallend.

Schnellere Genesung mit Hilfe von Mumijo

Sowjetische Sportmediziner berichteten ferner von einer zunehmenden Muskelmasse, mehr Kraft und Ausdauer bei Sportlern sowie von einer schnelleren Genesung nach Verletzungen inkl. Knochenbrüchen, wenn Betroffene eine Mumijo-Kur durchgeführt hatten.

In einer Studie in den 1960er Jahren zeigte sich, dass die zweimal tägliche Gabe von 200 – 300 mg Mumijo über 30 Tage hinweg die Heilung von Knochenbrüchen deutlich beschleunigte. Die Knochenkallusbildung trat in der Mumijo-Gruppe durchschnittlich 14 Tage eher ein. Der Gehalt an natürlichem Strontium soll ein massgeblicher Grund für diese Wirkung sein. Denn Strontium aktiviert die Mineralisierung des Knochens, weshalb Mumijo auch in der Schulmedizin gelegentlich bei Osteoporose gegeben wird.

Offenbar soll noch heute in manchen russischen Kliniken Mumijo vor komplizierten chirurgischen Eingriffen verordnet werden, um den Körper entsprechend zu stärken. Selbst der einstige russische Präsidenten Boris Jelzin soll vor seiner Herzoperation in den 1990er Jahren eine Mumijo-Kur durchgeführt haben – so Dr. Wolfgang Windmann, Pharmakologe, Chemiker, Mumijo-Experte und Autor des Büchleins Mumijo – Das schwarze Gold des Himalaya.

Die unterschiedlichen Einsatzgebiete des Mumijo in der Volksheilkunde lassen sich leicht erklären. Denn die meisten Krankheiten haben ihren Ursprung in einem kranken Verdauungssystem und gehen mit Entzündungsprozessen einher. Mumijo nun scheint beide Probleme zu beheben. Es bringt eine entzündungshemmende sowie stark antioxidative Wirkung mit sich und wirkt sich überdies sehr heilend auf den Magen-Darm-Trakt aus.

Mumijo entgiftet – und heilt Magen und Darm

Im Journal of Ethnopharmacology erschien im April 1990 eine indische Studie, die bestätigte, dass Mumijo aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung Arthritis und Ödeme bessere und ausserdem bei Magengeschwüren heilend wirke, da es die Magenschleimhaut stärke.

Dr. Windmann beschreibt dazu eine Studie aus zwei St. Petersburger Kliniken. Dort gab man Patienten mit Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwüren zweimal täglich 200 mg Mumijo – 30 Minuten vor den Mahlzeiten in warmem Wasser aufgelöst. Nach 26 Tagen legte man eine Pause von 10 Tagen ein, bevor man erneut 26 Tage Mumijo gab. Anschliessend waren alle Patienten beschwerdefrei. Nebenwirkungen zeigten sich keine.

Besonders die in Mumijo enthaltenen Huminsäuren sowie die Fulvosäure sind für den Magen-Darm-Trakt eine Wohltat. Die beiden Säuren wirken ähnlich wie Mineral- und Heilerden. Sie adsorbieren Giftstoffe und überschüssige Magensäure, so dass der Darm entlastet wird und sich daraufhin in aller Ruhe regenerieren kann.

Eine iranische Studie aus dem Jahr 2015 bestätigte, dass Mumijo den Magen schützen könne, da die Substanz die Säuremenge im Magen reduziere und auf diese Weise vor säurebedingten Verletzungen der Magenschleimhaut bewahre. Derartige säurebedingte Schleimhautschäden und Magengeschwüre sind nicht selten die Folge vieler Medikamente (z. B. Cortison, Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Aspirin u. ä.)).

Die Forscher empfahlen Mumijo hier als Möglichkeit, den Magen vor den Nebenwirkungen dieser Medikamente zu schützen. Normalerweise werden in diesen Fällen Säureblocker verschrieben (z. B. Omeprazol, Pantoprazol u. ä.). Diese jedoch können starke Nebenwirkungen mit sich bringen, wie wir hier beschrieben haben: PPI – Der Teufelskreis der Säureblocker

Auch bei Hämorrhoiden kann Mumijo eingesetzt werden. Dazu gibt es in manchen Apotheken auf Bestellung Mumijo-Zäpfchen. Diese wirken juckreizstillend, entzündungshemmend, zusammenziehend und schleimhautaufbauend – und versorgen folglich mit allen Eigenschaften, die es (neben einer entsprechenden Ernährung) zur Heilung eines Hämorrhoidalleidens braucht.

Mumijo reguliert die Blutfettwerte und reduziert oxidativen Stress

Eine weitere Studie aus Indien zeigte im Oktober 2003 an freiwilligen Studienteilnehmern, dass sich die Einnahme von 2 Gramm Mumijo täglich über 45 Tage hinweg äusserst positiv auf die Blutfettwerte auswirkte und zudem den Antioxidantienstatus der Probanden deutlich verbesserte.

Mumijo: Ein Mittel gegen die Höhenkrankheit

Im Januar 2010 erschien im International Journal of Ayurveda Research eine Untersuchung zum Thema Höhenkrankheit. Die Höhenkrankheit kann auftreten, wenn man sich in Höhen ab 4000 Meter begibt. Sie geht mit Sauerstoffmangel, Schlaflosigkeit, Lethargie, Appetitmangel, demenzähnlichen Symptomen bis hin zu Ödemen im Gehirn (Höhenhirnödem) einher.

Diese Probleme – die lebensbedrohlich werden können – entstehen aufgrund des in grossen Höhen herrschenden niedrigeren Luftdrucks, den grossen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, den üblicherweise starken Winden und der hohen Intensität der Sonnenstrahlung.

Mumijo verbessert hier nun die körpereigene Fähigkeit, mit höhenbedingtem Stress klar zu kommen, optimiert die Nährstoffaufnahme über den Darm und stimuliert gleichzeitig das Immunsystem. Auf diese Weise kann Mumijo dabei helfen, die chronische Müdigkeit und Lethargie zu überwinden, die mit der Höhenkrankheit für gewöhnlich einhergehen. Mumijo wird daher als Nahrungsergänzung empfohlen, wenn man in grosse Höhen reist oder reisen muss.

Mumijo erhöht die Fruchtbarkeit und Samenqualität

Schon im 12. Jahrhundert hatte der damals angesehene Arzt Muhammed Tabib geschrieben, dass Mumijo die Fruchtbarkeit des Menschen erhöhen könne und sogar Frauen, die als unfruchtbar galten, plötzlich Kinder gebären könnten, wenn sie Mumijo (gemeinsam mit Karottensaft) einnähmen. Ganz so sensationell sind die Ergebnisse entsprechender aktueller Studien zwar nicht, doch zeigt Mumijo auch in Sachen Fruchtbarkeitsstärkung durchaus eine beeindruckende Wirkung.

Im Jahr 2010 erklärten Forscher im Fachmagazin Andrologia, wie Mumijo die Spermienqualität bei 28 ursprünglich unfruchtbaren Männern verbessern konnte. Die Männer erhielten 90 Tage lang zweimal täglich je 100 mg Mumijo in einer Kapsel zum Einnehmen.

Nach Ablauf der drei Monate zeigte sich, dass die Männer über 60 Prozent mehr Spermien hatten und die Spermienbeweglichkeit deutlich zugenommen hatte. Auch der zuvor erhöhte oxidative Stresspegel in den Spermien nahm ab, während der Testosteronspiegel stieg. Gleichzeitig blieben die Nieren- und Leberwerte völlig normal, so dass Mumijo als vollkommen sicher und ungefährlich eingestuft wurde.

Mumijo stärkt das Immunsystem

Aus Beobachtungen weiss man ferner, dass Mumijo auf das Immunsystem eine stärkende und stimulierende Wirkung hat. Wer regelmässig Mumijo nimmt, erleidet z. B. seltener Infekte der Harnwege sowie auch seltener Infekte der Atemwege und der Ohren. Wer unter chronischem Stress leidet, der zu den immunschwächenden Faktoren zählt, kann ebenfalls Mumijo nehmen, um auf diese Weise die Schwächen des Immunsystems zu kompensieren und weniger stressanfällig zu werden.

Die Entstehung von Mumijo – noch immer ungeklärt

Wie Mumijo genau entsteht und ob es nun rein pflanzlich ist oder doch auch tierische Bestandteile enthält, ist noch nicht vollständig geklärt. Man weiss nur, dass zur Entstehung von Mumijo offenbar eine intensive und lange Sonneneinstrahlung erforderlich ist, die Luft besonders sauber sein muss und in der Region bestimmte Pflanzen (z. B. Wolfsmilchgewächse) vorkommen müssen.

Jene Wissenschaftler, die der Meinung sind, Mumijo sei etwas rein Pflanzliches, geben an, dass in Mumijo Stoffe enthalten sind, die es nur im Pflanzenreich nicht aber im Tierreich gäbe, z. B. Alkaloide und Faserstoffe.

Die Theorie, Mumijo enthalte auch tierische Komponenten (fossile Exkremente), ist dagegen kaum haltbar. Denn Mumijo wird auch in Höhen von über 4000 Metern gefunden, wo es keine Tiere gibt, die zu einer derartigen Exkrementansammlung beitragen könnten. Auch müssten dann in Mumijo viel mehr typisch tierische Inhaltsstoffe enthalten sein, als es augenblicklich der Fall ist. Denkbar ist, dass die wenigen gefundenen tierischen Bestandteile auch auf eine Verunreinigung der untersuchten Proben zurückgeführt werden könnten – so Dr. Windmann in seinem Mumijo-Buch.

Windmann zitiert jedoch eine Definition des Mumijo aus dem Jahr 1995, die wohl bis heute noch Gültigkeit hat (und auch bei Wikipedia erscheint): Mumijo sei

ein komplexes hochmolekulares organisch-mineralisches Stoffwechselprodukt aerober Mikroorganismen, entstanden aus dem Verwesungsprozess von Pflanzenresten, Flechten und Harzen aus den Wurzeln der Tanne, Fichte und Kiefer.“

Daneben ist wiederum bekannt, dass es – je nach Fundort – ganz unterschiedliche Mumijoarten geben kann. Sie unterscheiden sich in Bezug auf Konsistenz (mal verkrustet, mal flüssig bis wachsartig) und die Zusammensetzung (mal aus Flechten, dann wieder aus Algen oder aus Wurzelsäften).

Es wundert daher bei den beschriebenen Unsicherheiten und Diskussionen um die genaue Zusammensetzung von Mumijo nicht, dass in der Vergangenheit immer wieder auch Fälschungen oder Produkte minderwertiger Qualität auf den Markt kamen. Mit einer mumijoähnlichen Substanz aus der Antarktis wurden sogar bereits erste Studien durchgeführt, die zeigen, dass es vielleicht gar nicht das EINE WAHRE Mumijo gibt…

Mumijo aus der Antarktis

Im Jahr 2011 las man im Fachmagazin Evidence-Based Complimentary And Alternative Medicine, dass ein mumijoähnliches Material in grossen Mengen in der Antarktis auffindbar sei. In diesem Fall handelte es sich jedoch eindeutig um ein tierisches Produkt, nämlich um ein fossiles Magenöl antarktischer Schneesturmvögel.

Das antarktische Mumijo nun habe immunstärkende, antiallergische und überdies neuroprotektive Wirkungen. Es aktiviere das Nervenzellwachstum und verhindere das Absterben der Nervenzellen durch senile Plaques, wie sie bei Demenz häufig gefunden werden.

Angespornt von diesen Untersuchungen wollten Forscher ein Jahr später wissen, ob das „echte“ (also zentralasiatische) Mumijo – gemeinsam mit B-Vitaminen – bei der Alzheimer-Prävention hilfreich sein könnte und sind der Meinung, dass dies durchaus der Fall ist, so dass die genannte Kombination ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel sei, das bei der Prävention der Demenz eingesetzt werden könnte.

Die Gewinnung von Mumijo

Nur speziell ausgebildete Sammler suchen in den Gebirgen nach Mumijo. Es handelt sich dann um sog. Rohmumijo, das anschliessend erst gereinigt und aufbereitet werden muss. In preiswerten Produkten ist manchmal auch einfach nur das gemahlene Rohmumijo in Kapseln gefüllt. Zwar kann man diese Mumijopräparate als ganzheitlicher betrachten. Die Heilwirkung jedoch soll beim gereinigten Mumijo deutlich stärker sein. Auch wachse sie mit der Qualität des Reinigungsverfahrens noch weiter. Dieses sollte selbstverständlich ohne bedenkliche Lösungsmittel durchgeführt werden.

Die Zusammensetzung von Mumijo

In Mumijo finden sich

  • anorganische Bestandteile:
    • Mineralien
  • organische Bestandteile:
    • Fulvosäuren
    • Huminsäuren
    • Aminosäuren (der Anteil soll bei teilweise über 20 Prozent liegen)
    • Vitamine in Spuren
    • typisch pflanzliche Stoffe, wie z. B.
      • Alkaloide
      • Pflanzliche Fette
      • Ätherische Öle
      • Wachse
      • Polyphenole

Mumijo – Dosierung und Anwendung

Meist nimmt man bei Krankheiten täglich zwei- bis dreimal jeweils 200 bis 300 mg Mumijo in Kapselform etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten. Nach etwa 20 bis 30 Tagen legt man eine zehntägige Pause ein und nimmt dann weitere 20 bis 30 Tage Mumijo ein.

Vorbeugend kann man auch dieses Einnahmeschema anwenden: Zehn Tage Mumijo, fünf Tage Pause, zehn Tage Mumijo, fünf Tage Pause, zehn Tage Mumijo. Dann legt man eine Pause von 20 Tagen ein und beginnt von vorn.

Kinder bis 14 Jahren nehmen die Hälfte der Dosis ein, Kinder über 14 Jahren nehmen die Erwachsenendosis ein.

Denken Sie immer an einen ausreichenden zeitlichen Abstand zwischen Mumijo und anderen Medikamenten (2 bis 3 Stunden – bzw. in Absprache mit dem Arzt), da Mumijo u. U. die Wirkung der Medikamente abschwächen könnte.

Für die äusserliche Anwendung gibt es Mumijolösungen oder auch Mumijocremes. Diese können bei Hautverletzungen die Wundheilung beschleunigen.

Für weitere Informationen und Anwendungsmöglichkeiten von Mumijo empfehlen wir das kleine Buch Mumijo – Das schwarze Gold des Himalaya von Dr. Wolfgang Windmann.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/mumijo.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Hochfrequenz biologische Wirkung


Biologische Wirkung elektromagnetischer Felder (am Beispiel Mobilfunk, DECT, UMTS ) auf den Menschen ( Frequenzbereich von 0 bis 3 GHz )

Die Wahrheit lebt ein unglückliches Leben, aber sie überlebt dennoch, unter großen Opfern, stets die Lüge.

 

Gunther Daumenlang

Vizepräsident Tox Center e. V.

 

 

Vorwort:

 

Die Mobilfunktechnik greift immer weiter um sich und immer mehr Menschen sind davon gesundheitlich betroffen.

Verantwortliche in Politik und Wirtschaft ignorieren die Warnungen internationaler Wissenschaftler.

Das Vorsorgeprinzip wird ausgehebelt und die Verantwortlichkeit aus reiner Profitgier ignoriert.

Alte und neueste Erkenntnisse kommen einheitlich zu dem Schluss, dass die heute etablierte Technologie ein Gefährdungspotential von ungeheuren Ausmaß für das Leben auf unserer Erde bedeutet.

Das ist der Grund dafür, dass Verantwortungsträger aus der breiten Palette unserer Gesellschaft sich öffentlich zu Wort melden und sich gegen die Widerstände eines etablierten Machtkartells, mit viel persönlichem Engagement, der Wahrheit verpflichtet fühlen.

Erstaunlich dabei ist, dass die Befürworter der Mobilfunktechnik nur eine gleichlautende wenig aussagefähige Standardargumentation vorzuweisen haben.

Die Argumentation der Kritiker hingegen ist sachlich und fachlich versiert und schließt eine Vielfalt an Argumentationen ein. Diese ergänzen sich und führen im Gesamtbild zu einer faktisch, glaubwürdigen Darstellung.

Hinweis:

Bundesgerichtshofurteil vom 23.06.1993 Az ZR 135 / 92

Die so genannte Wissenschaftsklausel ist unwirksam und verstößt gegen § 9 AGBG. Das heißt, dass die von der Hochfrequenztechnik ausgehende Gefahr nicht erst durch umfassende wissenschaftliche Forschung bewiesen werden muss, ( Argument der Befürworter um ein Verbot möglichst lange hinauszuschieben und um wirtschaftliche Interessen, dem Gesundheitsschutz, den Vorrang zu geben ) sondern es reichen die in der Praxis und im Alltag gemachten Erfahrungen aus um daraus schließen zu können das eine Technologie eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt ( Interpretation desVerfassers ) und damit verboten werden muss.

 

Was bedeutet uns, den politisch Verantwortlichen und den in der freien Wirtschaft Verantwortlichen die Verfassung ?

 

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 2 / Absatz 2

JEDER hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Verfassung des Freistaates Bayern Artikel 125

Gesunde Kinder sind das köstlichste Gut eines Volkes. JEDE Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge des Staates.

Die Kurzfassung einer der wichtigsten Studien zur biologischen Wirkung elektrischer Felder soll als Argumentationshilfe dienen um Interessierte aufzuklären und um Unbelehrbare mit Fakten zu widerlegen. Die Beiträge sind zum Teil aus dem Verteiler des parteilosen Abgeordneten im Bayerischen Landtag Herrn Volker Hartenstein zusammengestellt.

Besonderen Dank gebührt Herrn Hartenstein für sein Engagement und die Einrichtung einer Verteilerliste ( voha@12move.de ) die sich als Sprachrohr unabhängiger Wissenschaftler, engagierter Selbsthilfegruppen und Einzelpersonen bestens bewährt hat.

Diese Argumentationshilfe will die Verfasser der Beiträge nicht in ihren Rechten einschränken bzw. sich fremdes Gedankengut aneignen. Mit der Bitte um Richtigstellung, Anregung und Ergänzung !

Eine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Beiträge kann nicht übernommen werden.

 

München, den 05.11.2002 / 20.07.2004

 

Zitat :

Wobei sich die Frage stellt, ob die diesbezüglich so blinden und taubstummen Entscheidungsträger der nationalen und internationalen Grenzwertkommission für die Nichtbeachtung dieser gesicherten Erkenntnisse im Sinne der millionenfachen, fahrlässigen Körperverletzung nicht strafrechtlich zu belangen wären.

Prof. Volger

Was ist Elektrosmog ?

 

Der Ausdruck „Elektrosmog“ ist ein künstlicher Begriff, der in den 70er Jahren geprägt wurde. Hierbei setzt sich der Wortbestandteil „smog „ aus den beiden englischen Worten smoke ( Rauch ) und fog ( Nebel ) zusammen.

„Smog bedeutet hierbei im weitesten Sinne „Dreck“. Elektrosmog heißt also ungefähr so viel wie „Elektro – Dreck“.

„Elektrosmog“ ist nicht durch unsere Sinnesorgane erfassbar. Deshalb können wir Elektrosmog nur mit Hilfe von besonderen „Elektrosmog – Messgeräten“ aufspüren. In der Regel unterscheidet man zwischen 2 Arten von Elektrosmog. Elektrische Wechselfelder, entstehen durch eine zwischen zwei Polen anliegende Spannung. Je näher diese Pole sich gegenüber liegen und je höher die Spannung zwischen ihnen ist, desto höher ist auch die sich zwischen ihnen bildende elektrische Strahlung. Somit muss für elektrische Strahlung kein Strom fließen, das heißt, auch wenn Sie z. B. Ihre Lampe / Fernseher ect. Ausschalten haben Sie die elektrische Strahlung dennoch in voller Stärke vorhanden !

Jedes Kabel, besonders die versteckten Kabel im Mauerwerk, ist eine potentielle Strahlungsquelle. Ausschlaggebend ist hierbei sowohl die elektrische Feldstärke in V / m als auch die Frequenz Hz des elektrischen Feldes. Magnetische Wechselfelder, entstehen, wenn durch einen Leiter Strom fließt. Je höher dieser Strom ist und je näher die Leiter zueinander angeordnet sind desto höher ist die elektromagnetische Strahlung die entsteht. Ausschlaggebend ist hierbei die sogenannte magnetische Flussdichte nT und die Frequenz Hz

 

Elektrische und magnetische Felder

Der physikalische Begriff der elektromagnetischen Felder bzw. Wellen umfasst nicht nur die nieder- und hochfrequenten Felder zwischen den Frequenzen von 0 Hz bis 300 GHz ( Milliarden Hertz ), sondern auch das Licht und die Röntgen-   bzw. Gammastrahlung. Die Frequenz in Hz einer Welle gibt an, wie viele Schwingungen pro Sekunde erfolgen.

Kommunikationssysteme:

Der digital gepulste Mobilfunk

 

Sendeanlagen, die elektromagnetische Wellen verschiedenster Art aussenden, haben wir ja schon seit Jahrzehnten. Herkömmliche Sender wie Radio und Fernsehen strahlen so genannte analoge elektromagnetische Wellen aus. Das sind Variationen von Sinus- wellen, die ununterbrochen ausgesendet werden. Dazu gehören auch die alten C- Netze der Mobilfunkbetreiber. Selbst bei diesen analogen Wellen sind schädigende athermische Wirkungen bekannt ( z. B. Kurzwellensender Schwarzenburg ).

Neu am Mobilfunk des digitalen GSM-Standards ist die Tatsache, dass er niederfrequent gepulst ist. Mikrowellen im Bereich von 900 Mega- Hertz bis 1,9 Giga- Hertz ( 1,9 Milliarden Hertz ) sind hierbei die hochfrequenten Trägerwellen. Diese werden durch eine so genannte niederfrequente Modu- lation mit einer Nachricht beladen. Damit meint man, dass das Signal beim Handy und bei der Basisstation viele hundert Mal in der Sekunde ein- und ausgeschaltet wird. Es ist wie eine Lampe, die man ständig ein- und ausknipst. Deshalb ist die Digitaltechnik gepulst.

Konkret wird bei einem Anruf die Gesprächsinformation im Handy komprimiert und während eines Zeitschlitzes von 0,577 Millisekunden an die Basisstation gefunkt. Danach folgen sieben Zeitschlitze Pause, bevor das nächste Informationspaket übertragen wird. Dieses periodische Funken des Handys ergibt ein gepulstes Signal im Zeitabstand von 4,6 Millisekunden; somit schießt das kleine Telefon während eines Gesprächs jede Sekunde 217 Energieblitze weg. Dies entspricht einer Pulsfrequenz von 217 Hertz. In den sieben verbleibenden Zeitschlitzen kann die an den Handymast angeschlossene Basisstation weitere Gespräche zu anderen MobilfunkTeilnehmern aufbauen. Daraus folgt, dass jeder Sender am Handymast je Nach Gesprächsaufkommen 217 bis 1.736 Informationspakete in der Sekunde abstrahlt. Diese digitale gepulste Strahlung ist viel gefährlicher als die analoge, nicht gepulste Strahlung. Ein Beispiel mit anderen elektromagnetischen Wellen zeigt dies bildhaft auf. Die ungepulste analoge Strahlung kann mit Scheinwerfern in einem Fernsehstudio verglichen werden, die digital gepulste Strahlung mit einem Stroboskop- Licht in der Disco. Das Scheinwerferlicht im Studio wirkt nicht störend, obwohl die Lampen 50.000 Watt Leistung haben. Die Stroboskop- Blitze in der Disco weisen hingegen nur eine Leistung von 20 Watt auf, können aber bereits nach kurzer Zeit zu negativen Auswirkungen bis hin zu epileptischen Anfällen führen.

So hat auch die niederfrequente Pulsung eine wesentlich stärkere biologische Wirkung als die analogen Wellen. Dennoch wollen vor allem europäische Firmen das gepulste, digitale GSM- Mobilfunksystem massiv vorantreiben. Das sind bei uns die sogenannten D- und E- Netze, In den USA kennt man indes die biologisch weniger gefährliche CDMA- Technik, welche mit ungepulsten, rauschähnlichen Analogsignalen arbeitet. Doch aus patentrechtlichen Gründen wird diese Technik in Europa nicht genutzt.

Das heißt, man will nicht Lizenzgebühren für fremde Patente bezahlen, sondern den GSM- Standard trotz gesundheitlicher Risiken schnellstens weltweit ausbauen, um für die nächsten Jahre ungeschmälerte Milliardengewinne einzufahren.

 

Schnurlose Heimtelefone:

Was leicht vergessen wird: Die modernen schnurlosen Digitaltelefone für die Wohnung sind ebenfalls gepulst. Sie schießen einhundert Energieblitze in der Sekunde weg ( 100 Hz ). Die Trägerfrequenz dieser Geräte liegt bei 1,8 GHz ( 1,8 Milliarden Hertz ). Solche digitalen Heimtelefone entsprechen dem DECT- oder GAP Standard. Schockierend daran ist, dass rund um die Uhr (24 Std. / Tag) gepulste Wellen abgestrahlt werden, auch wenn man nicht telefoniert. Die Feststation beginnt ununterbrochen zu senden, sobald sie an das Stromnetz angeschlossen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hörer aufgelegt ist oder nicht.

Die Geräte senden zwar nur mit einer DIN- Leistung von 0,01 Watt, erreichen aber selbst in zehn bis fünfzehn Meter Entfernung von der Feststation noch Werte von 1 nW/qcm. Bei diesem Wert können erwiesenermaßen bereits gesundheitliche Störungen auftreten. Zimmerwände und Böden stellen keine nennenswerten Hindernisse dar, da die gepulsten Signale selbst Stahlbetonmauern durchdringen. Somit haben bereits Millionen von Menschen kleine Mobilfunksender bei sich in der Wohnung, womöglich sogar im Schlafzimmer.

Alte schnurlose Heimtelefone basieren meist auf analoger Technologie. Selbstverständlich sind auch sie nicht unbedenklich; doch immerhin strahlen sie keine gepulsten Wellen ab und die Feststation sendet nur, wenn auch wirklich telefoniert wird. Solche Analog- Geräte arbeiten nach dem CT1+ Standard.

 

Bluetooth

Kabelloser- Kurzstrecken- Funk

 

Bluetooth ist eine Funktechnik die Geräte zu Hause oder im Büro kabellos miteinander verbinden z. B. Die PC- Tastatur mit dem PC, den Drucker mit dem PC oder den Laptop mit dem PC usw. Es können auch zukünftig Haushaltsgeräte mit einem Funktaster über einen Computer in Betrieb genommen werden. Die Reichweite reicht von ca. 10 Metern bis ca. 100 Metern. Bluetooth sendet auch im Mikrowellenbereich mit einer Frequenz von 2400 bis 2480 MHz und ist auch gepulst (1600 Hz ).

 

UMTS die Handy- Zukunft

 

Die Mobilfunkgesellschaften bieten ab 2003 die UMTS ( Universal Mobile Telecommunications System ) Dienstleistungen an. Dieser Mobilfunkstandard soll bis 2015 den jetzigen weltweiten GSM- Standard ablösen. Fotografieren mit dem Handy.

 

Achtung:  

Der UMTS Standard nutzt Frequenzen bis 2100 Megahertz. Mikrowellenherde nutzen Frequenzen schon um 2300 Megahertz. Lassen sie die Türe ihres Mikrowellenherdes, bei Umgehung der Sicherheitseinrichtung, offen und stellen sie sich davor sind sie tödlichen Strahlen ausgesetzt. Trotzdem sprechen, in unverantwortlicher Weise, Hersteller, Betreiber, so genannte Fachleute, wirtschaftlich und politisch Verantwortliche von einer Unbedenklichkeit dieser hochgefährlichen Technologie. Was sie möglicherweise nicht wissen ist, dass die Hochfrequenztechnologie in Amerika als Waffe entwickelt worden ist.

Stellen sie sich vor, jemand würde ihnen versichern, dass sie bei 90 Grad Celsius heißem Wasser keine Verbrühungen erleiden sondern dies nur bei 100 Grad heißem Wasser der Fall ist, dann haben sie die Parallele zur Hochfrequenz.

 

Mobilfunk- Sender

 

Mobilfunk- Sender senden hochfrequente, elektromagnetische Wellen mit niederfrequenter Pulsung. Zwischen Sender und Handys wird mittels der hochfrequenten elektromagnetischen Wellen ständig Kontakt aufgenommen. Mit einem Handy im Standby- Modus nimmt der Sender im Abstand von wenigen Minuten immer wieder Kontakt auf. Mit UMTS, 2100 MHz, wird die dritte Mobilfunk- Generation multimediafähig, die mit Video- Clips und Musik große Datenmengen übertragen kann. Die Strahlenbelastung durch die Sendeanlagen wird bei Vollauslastung vergleichbar hoch sein wie die von bisherigen GSM- Anlagen. Durch die geplanten mindestens 15.000 zusätzlichen Sender- Standorte wird die Strahlenbelastung für Anwohner steigen.

Mobilfunk- Sender sind nicht immer leicht erkennbar. Sehr häufig sehen Mobilfunk- Sender aus wie schmale, längliche, meist graue Laut-Sprecherboxen mit einer Länge von ca. 1- 2 Meter. Andere Sender ähneln Fahnenstangen von ca. 5 cm Dicke und einer Länge von 1.3  Metern.

Manche Sender sind sehr klein mit einer Länge von ca. 30 cm. Diese gibt es in unterschiedlichen Farben so das sie sich Hausfassaden anpassen.

Viele Sender werden in Gebäudeteile versteckt oder in extra angefertigten Attrappen. Sie können also nie sicher sein ob in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld nicht doch Mobilfunk- Sender installiert sind Hier hilft nur das Ausmessen, möglichst durch einen vertrauenswürdigen Fachmann.

Übersicht über die Zuordnung der UMTS/IMT-2000 Frequenzblöcke

 

FDD Frequenzblöcke in MHz

 

MHz

1920,3                 1930,2          1940,1            1950,0               1959,9             1969,8          1979,7

FDD 1:

Mannesmann

Mobilfunk

9,9 MHz

FDD 2:

Group 3 G

9,9 MHz           FDD 3:

E- Plus 3G

Lux

9,9 MHz           FDD 4:

Mobil Com

Multimedia

9,9 MHz           FDD 5:

VIAG

9,9 MHz           FDD 6:

T- Mobil

9,9 MHz

 

 

MHz

2110,3                 2120,2         2130,1           2140,0               2149,9           2159,8       2169,7

FDD 1:

Mannesmann

Mobilfunk

9,9 MHz

FDD 2:

Group 3G

9,9 MHz           FDD 3:

E- Plus 3G

Lux

9,9 MHz           FDD 4:

Mobil Com

Multimedia

9,9 MHz           FDD 5:

VIAG

9,9 MHz           FDD 6:

T- Mobil

9,9 MHz

 

 

TDD Frequenzblöcke in MHz

 

MHz

1900,1                 1905,1          1910,1            1915,1               1920,1             2019,7          2024,7

TDD Block 1:

Group 3 G

5 MHz

TDD

Block 2:

Mobil Com

Multimedia

5 MHz  TDD

Block 3:

T- Mobil

5 MHz  TDD

Block 4:

Mannesmann

Mobilfunk

5MHz               E- Plus 3 G

Lux

5 MHz

 

 

Wie kann man sich schützen ?

 

Bevor Sie die Ursache Ihrer gesundheitlichen Beschwerden elektromagnetischer Einwirkung zuordnen überzeugen Sie sich ob dazu Anlass besteht. Eine ganze Reihe organischer Krankheiten, Holzschutzmittel, Umweltgifte in Kleidungen, Umweltgifte z. B. Dioxine, Zahnmetalle, Gifte am Arbeitsplatz, usw. haben gleiche oder ähnliche Beschwerdebilder. Messen Sie, oder lassen von einem Fachmann messen, Ihr Wohnumfeld, Ihren Arbeitsplatz mit einem geeigneten Gerät aus. Orientieren Sie sich nicht an den in der Bundesrepublik gültigen Grenzwerten. Diese sind willkürlich den techn. Möglichkeiten der Gerätehersteller angepasst. Nehmen Sie die Salzburger Grenzwerte als max. Orientierung.

Sind sie nachgewiesener Massen elektrosensibel gilt für sie der Grenzwert Null. Das trifft auch auf alle Allergiker zu, die auf irgendeinen Stoff allergisch reagieren.

Verhindern Sie in Ihrem Wohn- und Lebensumfeld den Bau von Mobilfunkmasten und ähnlichen Einrichtungen. Machen Sie in Ihrem Arbeitsumfeld auf die problematische Technologie aufmerksam.

Gründen Sie eine Selbsthilfegruppe oder engagieren Sie sich in bestehenden Gruppen. Nutzen Sie keinesfalls Handy, Schnurlos Telefone ( z. B. DECT = Digital Enhanced Cordless Telecommunications ) ect. im Alltag.

Tragen Sie Ihr Handy nicht am Körper. Nutzen Sie ein Handy nur für Notfallsituationen ( stets ausschalten ). Benutzen Sie privat und beruflich nur ein Schnurtelefon. Halten Sie besonderen Abstand zu folgenden Geräten und Installationen.

Billige Netzsteckteile ( Diese sind wahre Elektrosmog – Weltmeister )

Halogenleuchten ( Sie erzeugen durch die hohen fließenden Ströme extrem hohe magnetische Felder )

Heizdecken ( Eine einfachere Bestrahlung ist wohl kaum möglich )

Radiowecker ( Hier entseht in der Regel extremer Elektrosmog )

Im Schlafzimmer sollten Sie so wenig Verbraucher wie möglich betreiben.

Überprüfen Sie die Lage der Steckdosen und Kabel im Schlafzimmer und den übrigen Räumen. Sie sollten nicht in Kopfhöhe liegen. Sie setzen sich einer enormen Belastung aus.

Wenig Sinn macht es Hochfrequenzbelastungen ( Elektrosmog ) mit Abschirmgewebe, Abschirmfolien oder Strahlenschutzbekleidung zu begegnen. Abschirmungen sollten wirklich nur in Ausnahmesituationen durch einen Fachmann vorgenommen werden. Nur aus dem Haus dürfen Sie dann auch nicht mehr gehen. Das kann und darf natürlich nicht unsere Zukunft sein. Es muss, durch ge- eignete Technik oder durch Verzicht auf diese Technik, alles getan werden um gesundheitliche Beeinträchtigungen definitiv auszuschließen.

Elektrosmog – Messgeräte

Die Messgeräte werden benötigt um die Stärke und den genauen Ort des Elektrosmog festzustellen. Wichtig ist hierbei dass die Elektrosmog – Messgeräte eine professionelle Messung ermöglichen.

Netzfreischalter / Stromsensor

Netzfreischalter ( auch Stromsensor genannt ) sind eine sehr elegante und preisgünstige Lösung Elektrosmog zu vermeiden. Netzfreischalter erkennen automatisch, ob elektrische Verbraucher, wie z. B. Fernseher oder Lampe, ein- oder ausgeschaltet sind. Sind die Verbraucher ausgeschaltet unterbricht der Netzfreischalter automatisch das 220 V Wechselstrom – Netz. Lediglich eine geringe 15 V bzw. 5 V Gleichspannung bleibt weiterhin zur Überwachung angelegt. Somit schützt der Netzfreischalter außerordentlich wirkungsvoll vor Elektrosmog. Wenn die Verbraucher wieder eingeschaltet werden erkennt dies der Netzfreischalter in Bruchteilen einer Sekunde und schaltet automatisch die 220 V Netzspannung wieder an.

Schlafräume und Kinderzimmer sollten in jedem Haushalt mit einem Netzfreischalter versehen werden.

In bestimmten Fällen darf das Netz allerdings nicht abgeschaltet werden

  1. B. wenn Dauerverbraucher angeschlossen sind. Zu diesen Verbrauchern gehörenz. B.

Telefonanlagen

Alarmanlagen

Türklingel

Kühlschränke

Sonstige Geräte die im sog. Standby – Betrieb arbeiten müssen.

Abgeschirmte Kabel :

Wenn Netzfreischalter nicht eingesetzt werden können bieten speziell abgeschirmte Kabel einen vergleichbaren Schutz. Normale Kabel erzeugen nach außen ungehindert sowohl elektrische als auch elektromagnetische Felder, auch wenn die Kabel im Mauerwerk verlegt sind. Wird der Verbraucher eingeschaltet entsteht zusätzlich noch ein magnetisches Feld. Magnetfelder durchdringen jegliche Materie, daher sind wir ihnen ständig ausgesetzt. Der Nachteil abgeschirmter Kabel ist der hohe Aufwand, wenn alte Kabel durch abgeschirmte Kabel ersetzt werden sollen. Abgeschirmte Kabel bieten aber die einzige Möglichkeit Verbraucher strahlungsfrei zu betreiben, die Tag und Nacht mit dem Stromnetz verbunden sein müssen.

 Grenz- und Richtwerte

„Hochfrequenter Strahlung“

 

Grenz- u. Richtwerte                                                                            [mW 1m2]        [J..IW1m2]

ICNIRP / WHO / EU-Ratsempfehlung (1800 MHz zB GSM)          9000                 9 000 000

Deutschland (1800 MHz zB GSM)                                                         9000                9 000 000

Belgien (exklusive Wallonien)                                                                 1 115                1 115 000

Wallonien                                                                                                     24                    24 000

Österreich – –

Russland (Summe Hochfrequenz)                                                         100                  100 000

China (Summe Hochfrequenz)                                                              100                  100 000

Schweiz OeGSM-Mobilfunkanlage 1800 MHz)(Innen)                     95                    95 000

Liechtenstein OeGSM-Mobilfunkanlage 1800 MHz) (Innen)          95                   95 000

Luxembourg                                                                                                95                    95 000

Italien (SummeHochfrequenz)                                                            100                  100 000

Italien (Qualitätsziel je Anlage) .                                                             1                      1000

Wien (Gemeindebauten Summe GSM, Innen u. Außen)                10                    10 000

Salzburg 1998 (Summe GSM Außen)                                                      1                      1000

EU-Parlament, GD Wissenschaft, STOA zu GSM (2001)                        0,1                   100

Salzburg 2002 (Summe GSM Außen)                                                 0,01                 10

Salzburg 2002 (Summe GSM Innen)                                                  0,001                1

Standard der Baubiologie 2001 für gepulste Strahlung

für Schlafbereiche (Innen)

Extreme Anomalie                                                                               >0,1                 > 100

Starke Anomalie                                                                                  0,1-0,005          100-5

Schwache Anomalie                                                                            0,005-0,0001     5-0,1

Keine Anomalie                                                                                   0,0001 0,1

Bürgerforum „Elektrosmog“ d. BMU BRD (1999)                         0,001                1

Wachbereich (Innen)

Bürgerforum „Elektrosmog“ d. BMU BRD (1999)                         0,00001            0,01

Schlafbereich (Innen)

 

 

 

Technik

 

Konzessionsbedingung Mindestversorgungspegel

Schweiz (i. Freien) GSM 900                                                    0,000000084     0,000 084

GSM 1800                                                                                          0,000000334     0,000 334

DECT-Schnurlostelefon 1,5 m Entfernung                                               11                    11 000

 

 

Prof. Dr.- Ing. Alexander H. Volger

 

Mobilfunk und seine Technikfolgen

Sachstand und Handlungsbedarf

(Aktualisierte Fassung Sept.2002)

 

 

Die Situation der derzeit angewandten und der beabsichtigten Sendetechnologien des Mobilfunks ist im Spannungsfeld der Betreiber und der gesetzlichen Regelungen einerseits, und der bekanntgewordenen gravierenden und zahlreichen Gesundheitsschäden andererseits trotz des Schutzanspruches der Menschen leider immer noch umstritten – zum schweren Nachteil der Bevölkerung, dabei u.a. auch mit der Folge der Steigerung der Gesundheitskosten.

Daher diese aktualisierte Darlegung.

Ausgangslage

Der Mobilfunk verfügt derzeit über 4 bestimmungsgemäß flächendeckende Netze mit zusammen rd. 55.000 Basisstationen (weitere 40.000 für UMTS sind geplant) und ca. 35 Millionen Handys. Angewandte Technologie ist das seinerzeit (vor 1996) innovative Zeitschlitzverfahren (GSM) mit niederfrequent periodisch gepulsten elektromagnetischen Hochfrequenzwellen. Dazu kommen weitere Millionen sog. Schnurlos-Telefone nach dem ebenfalls gepulsten DECT-Prinzip. Nutzung und Nutzen sind bedeutend, man kann von einem erheblichen Wirtschaftsfaktor und einer echten Infrastruktur-Komponente sprechen.

Schlüssel für Genehmigung von Bau und Betrieb der Sendeanlagen ist die 26. BImSchV., die u.a. Grenzwerte für die zugelassene Abstrahlung aus Sendeanlagen und indirekt dann den erforderlichen Abstand von Personen von diesen Anlagen vorsieht. Dies und z.B. die Tatsache, dass Anlieger und Kommunen bei der Planung und Genehmigung nicht zu beteiligen waren, wird als bekannt vorausgesetzt und hier nicht weiter dargestellt. Für Handys und Schnurlose gibt es keine entsprechenden Normen.

Die Frage einer eventuellen oder tatsächlichen Gesundheitsgefährdung durch die derzeit angewandte Technik des Mobilfunks beschäftigt seit längerem außerordentlich viele Menschen. Handys und Schnurlose kann man ja noch in eigener Entscheidung nutzen oder nicht, aber der Sendestrahlung der Basisstationen ist jedermann ständig ausgesetzt.

Wegen der aufgetretenen gravierenden Schäden (bis hin zu Todesfällen, vergl. auch die Berichte aus Spanien über die Leukämieerkrankungen in Schulen in der Nähe von Basisstationen, usw.) und der zahlreichen wissenschaftlichen Berichte über gesundheitsschädliche Wirkungsketten, und zugleich eines weiterhin erkennbaren „Bau-Booms“ von Antennen besteht zunehmend erhebliche Besorgnis in der Bevölkerung; es gründeten sich deshalb u.a. weit über 6.000 Bürgerinitiativen, und viele Gerichtsverfahren zeigen, dass sich die Bürger ernsthaft wehren. Da die offiziellen Stellen stereotyp „es ist alles in Ordnung, höchstens besteht Forschungsbedarf…“ signalisieren, fühlen sich viele Menschen schutzlos und sind verärgert – so muss leider auch bereits über Bau-Blockaden und Sendemast-Beschädigungen berichtet werden. Eine Politisierung der Bürgerinitiativen ist absehbar. Bedauerlicherweise wird die Diskussion durch massiven Interesseneinfluss sehr „gelenkt“ und hat in Politik und auch in wissenschaftlichen Kreisen noch immer nicht (überall) oder wieder den kritischen Stellenwert und die notwendige Unabhängigkeit erreichen können, die angesichts der Gefahren und bereits eingetretenen Schäden erforderlich ist. Bedauerlich ist auch eine „Beharrungs-Energie“ in Berichten und Veröffentlichungen der offiziellen Stellen und interessierten Kreise, die trotz inzwischen besseren Wissens immer weiter desinformieren, verwässern und sozusagen „mauern“.

Stand der Wissenschaft zur Gesundheitsgefährdung

Soweit bisher erkennbar, dürfte die angewandte periodische niederfrequente Pulsung auch bei sehr geringen Einstrahlungsdosen einen oder den entscheidenden Beitrag zur Schädlichkeit ausmachen.

Die Schutzbehauptung, „die Schädlichkeit sei nicht erwiesen“, es fehle an der wissenschaftlichen Qualitätshöhe (z.B. Veröffentlichung und Verteidigung auf Kongressen, Reproduzierbarkeit), ist schlicht falsch und sogar absurd: Die Einzelwirkungen sind von renommierten Wissenschaftlern erforscht und dargestellt, und sie sind reproduzierbar (wenn man es nur machen wollte…), die epidemologischen Studien sind ausreichend statistisch abgesichert, die berichteten Schadensfälle sind absolut zahlreich, aber z.B. einen Tumorfall sollte man wohl besser nicht reproduzieren wollen. Außerdem: Wo gibt es das sonst, dass die „Beschuldigten“ für die Misere (Betreiber, Bundesregierung, Bundesämter, Strahlenschutzkommission) selbst die Beweiskriterien festlegen und die Beweise aussortieren dürfen?

Ein besonderes Problem (zahllose Berichte über Gesundheitsschäden incl. deren sofortige Behebung durch Außerbetriebnahme der Geräte) stellen hierbei die DECT-Schnurlos-Telefone dar, die bekanntlich dauernd senden (auch wenn der Hörer aufliegt); aber hier ist ja eine wesentlich gefahrlosere Ersatztechnik (CT1+) verfügbar und soweit erkennbar, wieder im Vordringen.

Schutzwirkung der Grenzwerte

Die bestehenden Grenzwerte in der maßgeblichen 26. BImSchV. beruhen ausschließlich auf der Untersuchung von thermischen Wirkungen der Sendestrahlung auf das Gewebe, sie sind also nur rein energetisch-integrierend und glätten die Pulsungseffekte. Die biochemisch-neurologischen Wirkungen der periodisch gepulsten Senderstrahlung (d.h. nicht ein energetischer, sondern ein Steuerungs- und Resonanzeinfluss) auf den lebenden Organismus wurden nicht untersucht, ein vorgesehenes Projekt dazu nicht in Auftrag gegeben; vorgelegte warnende Berichte wurden ignoriert bezw. (GUS-Unterlagen) weggelegt.

Der seinerzeitige „Stand der Technik“ war formal gekennzeichnet durch die Äußerung von Prof. Dr. Bernhardt (Leiter der Deutschen Strahlenschutzkommission) 1996: „… hinsichtlich der athermischen Wirkungen besteht noch Forschungsbedarf …“

Die Grundlagen sind also lückenhaft und hinsichtlich der Behauptung, für alle Wirkungen gültig zu sein, gefälscht ! Weiterhin ist in der Verordnung die Pulsung nicht parametrisiert, der erforderliche und mögliche (3-stufige) Nachweis der generellen Unbedenklichkeit ist nicht bzw. nicht korrekt durchgeführt, Langzeitwirkungen sind nicht berücksichtigt, Vorsorgewerte fehlen.

Daher ist durch die 26. BImSchV. die behauptete Schutzwirkung nicht gegeben, die gesetzliche Regelung ist damit ohne substantiellen Gehalt. Trotzdem wurde die Verordnung in Kraft gesetzt und der Sendebetrieb aufgenommen.

Prof. Dr.-Ing. A. Volger, Bad Münstereifel: Zur Schutzwirkung der 26. BImSchV. bezüglich Senderleistungen im Mobilfunkbereich

Zusätzlich ist darauf hinzuweisen, dass die oft zitierte internationale Basis ICNIRP, deren Grenzwerte-Empfehlung unverändert in die deutsche Regelung übernommen wurde, keinerlei Mandat hat (auch nicht von der WHO), sondern lediglich ein privater e.V. ist.

Die neuerdings mehr in Rede stehenden sog. SAR-Werte (Specific Absoption Rate) für Handys sind ebenfalls ungeeignet; sie sind nur energie-summarisch und sagen nichts aus über die biologischen Wirkungen der gepulsten Hochfrequenz und deren Resonanzerscheinungen innerhalb von Personen und in deren Umgebung.

Rechtslage

Bau und Betrieb der Sendeanlagen sind formalrechtlich durch die 26. BImSchV. privilegiert und voll abgedeckt; konsequenterweise gibt es auch ein OVG-Urteil (Koblenz) dahingehend, dass „… der Bürger die Sender-Einwirkungen zu dulden habe, solange die Grenzwerte eingehalten werden…“

Jedoch lt. Prof. Kniep: Der bestehende vorsorgelose Zustand und die Praxis von Genehmigung und Betrieb der Mobilfunkstationen sind wegen der Verletzung des ranghohen Grundrechtes der Unversehrtheit sowie der Untätigkeit der zuständigen Behörden demgegenüber verfassungswidrig.

  • Prof. Dr. Kniep, Rechtsanwalt, Heilbronn: Die Vereinbarkeit von neuen wissenschaftliche Erkenntnissen über Mobilfunksendeanlagen mit der Grenzwertfestlegung in der 26. BImSchV.

Die Regierung und wir alle haben die Pflicht zur Vorsorge; deshalb kann es nicht sein, dass einem wirtschaftlichen Interessenfeld das Recht einer Unschädlichkeitsvermutung eingeräumt wird. Es muss also zur Beweiskorrektheit zurückgekehrt werden: Nicht der Gefährdete oder Geschädigte hat die Schädlichkeit zu beweisen, sondern die Anlagenbetreiber sind originär zum korrekten Nachweis der Unbedenklichkeit verpflichtet; alles andere bedeutet unzulässige und quasi rechtsbeugende Beweislastverschiebung. Vergl. dazu auch die Regelungen im Produkthaftungsgesetz.

Angesichts der offenkundigen Unkorrektheit in der 26.“Schutz“-Verordnung müsste beweissystematisch eigentlich eine „Plausible Anscheinsvermutung für die Schädlichkeit“ ausreichen (wie sie beispielsweise beim Auffahrunfall regelmäßig gegeben ist).

Zusätzlich wird auf die vielen, auch internationalen Gerichtsurteile verwiesen, die sich auf die Schädlichkeit der Mobilfunkstrahlung als bewiesene Grundlage für ihre Entscheidung stützen (u.a. Österreichischer Bundesgerichtshof).

Es gibt einen gewissen „Nebenschauplatz“, nämlich das Baurecht und die rechtliche Eigenschaft einer Basisstation, ein „gewerblicher Betriebsteil“ zu sein. Das bedeutet u.a., dass Sendeantennen auf Gebäuden, die nicht für gewerbebetriebliche Nutzung zugelassen sind (z.B. Wohngebäude, analog auch öffentlich-rechtliche getragene Gebäude wie Schulen und Kirchen), unzulässig, ggf. zumindest baugenehmigungspflichtig sind; hierzu gibt es verschiedene Urteile von OVGs. Die Frage ist nur, ob die Bauordnungsbehörden nun mit Stilllegungsverfügungen o.ä. tätig werden; aber Anträge kann jeder stellen. Außerdem kann man sich privat gegen die Immission aus Nachbargrundstücken wehren; hierzu ist jedoch die Rechtsprechung noch uneinheitlich.

 

Wirkungen auf die Bevölkerung

Eine epidemologische Vorstudie des Landes Kärnten mit der Universität Wien weist auch in der Fläche eindeutig nach, dass die Strahlung der Mobilfunk-Basisstationen rd. 70% aller immittierten Strahlungsenergie ausmacht und ganz eindeutig korreliert beeinträchtigende bzw. schädigende Wirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hat.

  • Univ.Prof. Dr. M. Kundi, Wien, Dr. M.-L. Mathlaschitz, Klagenfurt, Erste Ergebnisse der Studie über Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen auf Gesundheit und Wohlbefinden

Vergleiche hierzu im Tierbereich die sog. „Rinderstudie“ in Bayern und neuerdings z.B. eine Studie aus Skandinavien, die zum Ergebnis einer 80%igen Erhöhung des allgemeinen Krebsrisikos kommt.

Weiterhin darf u.a. hingewiesen werden auf die kürzlich erschienene Studie der Universität Mainz, in der Beeinträchtigungen der Gedächtnis-Regeneration durch Mobilfunk-Einstrahlung nachgewiesen werden; das bedeutet u.a. die Übertragbarkeit von entsprechenden Ergebnissen aus Tierversuchen auf den Humanbereich.

Bevölkerungs- und gesundheitspolitische Relevanz

Die weiteren zunehmenden Schäden an der Unversehrtheit der Bevölkerung sind also nicht nur bereits vorhanden, sondern wegen der nun vollendeten Flächenausdehnung und der zutage tretenden Langzeitwirkungen progressiv programmiert. Welcher Umstand könnte wohl noch in Zweifel ziehen, dass die von vielen Wissenschaftlern geäußerten schweren Befürchtungen sämtlich so eintreten werden?

Demgegenüber sind die Mobilfunk-Betreiber nicht gegen Schadensersatzansprüche aus dem Sendebetrieb versichert; die Versicherungswirtschaft hat dies wegen der unüberschaubaren Risiken abgelehnt. Bilanzielle Rückstellungen dafür wurden nicht gemacht; der Teil des Anlagevermögens, der sich auf Basisstationen bezieht, deren gewerbebetriebliche Zulässigkeit inzwischen (länderweise) negiert werden muss, ist nicht mehr werthaltig und muss abgeschrieben werden  hier wären sicher Wirtschaftsprüfer und auch der Bundesrechnungshof gefragt. D.h. also auch, dass die Betreiber beim Stand ihrer derzeitigen Verbindlichkeiten, wenn sie denn mit den Forderungen konsequent konfrontiert würden (schon jetzt geben Tausende Ihre „Verletzung“ als Unfallmeldung an die Krankenkassen), nicht mehr zahlungsfähig wären.

Die Betreibergesellschaften sind offenbar wissentlich und vornehmlich „lobbybasiert“ ein ungeheures Risiko eingegangen. Ob die niedrigen Aktienkurse bereits auch bedeuten, dass die Anleger diese Situation ahnen? Jedenfalls beobachtet man auch tendenziell einen gewissen „Rückzug“ großer Konzerne aus der Technologie des Mobilfunks.

Das alles würde letztlich bedeuten, dass die Umsätze und Ergebnisse an die Shareholder gegangen sind und die Folgekosten der Allgemeinheit zugemutet werden. Die gesundheits- und wirtschafts-politischen Folgen sind also jetzt schon erkennbar, und ein Desaster muss befürchtet werden.

Forschungsbedarf und Herstellung von Unabhängigkeit und Mitwirkung

Leider sind die bereits ab 1993 verfügbaren Forschungsergebnisse und Warnhinweise sämtlich unterdrückt worden, Forscher wurden verunglimpft, und eigene Projekte zur Erforschung der Wirkung der gepulsten Sendestrahlung wurden wissentlich nicht unternommen; z.B. tauchen die damals übergebenen Unterlagen aus den GUS-Staaten erst jetzt wieder auf …

Unbestritten ist natürlich der generelle Bedarf an weiterer Forschung, insbesondere zu den eigentlichen biologischen Wirkungsketten, den Wirkungen aus Langzeitexposition, und natürlich zur Erreichung einer verträglichen Technologie oder Technik-Variante.

Nicht erforderlich jedoch ist Forschung, um die Schädlichkeit der derzeit angewandten Technik überhaupt zu beweisen, sie ist Tatsache, und zwar weit deutlicher bewiesen, als durch die allenfalls erforderlichen „begründeten Zweifel“  etwas pointiert formuliert: Eine nasse Wand in einem Bau ist nicht deshalb einstweilen nicht nass, weil man noch nicht weiß, woher das Wasser kommt … !

Die derzeitigen Regelungen müssen daher als ohne Basis und daher obsolet angesehen werden. Keinesfalls dürfen Forschungsprogramme zum Aufschieben der Revision der prekären gesetzlichen und praktischen Situation führen; außerdem: Wer garantiert denn, dass diese Ergebnisse dann nicht wiederum irgend vorgeschobenen „Wissenschaftskriterien“ nicht genügen? – Es besteht also statt legalistischen Aufrechterhaltens ein sofortiger Bedarf zur Revision der 26.BImSchV.

Die bestehenden Vereinbarungen der Betreiber mit den kommunalen Spitzenverbänden sind absolut unzureichend: Die bisher in der Standortfrage der Sender praktisch entmündigten Kommunen erhalten keinerlei „echte Rechte“, sondern erfahren jetzt nur früher, was sie nicht ändern können; aber sie sollen die Auseinandersetzung mit den Bürgern führen … Die entsprechenden Vereinbarungen des Kanzleramtes mit den Betreibern liegen leider auf dem gleichen unzulänglichen Niveau; die als wesentlicher Punkt zugesagte Transparenz (Planungsinformation, Anlagenkataster) kommt schon wegen Datenschutz bei der Regulierungsbehörde nicht zustande.

In der Tat besteht dagegen möglicherweise ein ganz anderer Ermittlungs-Bedarf: Wer hat das alles zu verantworten, und wer hat dem pflichtwidrig Vorschub geleistet?

Erforderlich ist wohl auch eine sorgsame neue, paritätische bzw. unabhängige Besetzung der entsprechenden verantwortlichen Gremien (z.B. Bundesämter, Strahlenschutzkommission), die die jetzige Situation zumindest mit geduldet haben.

Auch folgendes sollte überdacht werden: Die Aufteilung unserer Wissenschaftslandschaft in sehr viele Einzel-Kompetenzbereiche sowie die zu geringe Basis-Finanzausstattung machen diese abhängig von Drittmittelprojekten, wobei Aufgabe und Ergebnisverwendung nicht mehr unabhängig sind, und in der übergreifende Projekte (wie sie z.B. im Mobilfunkbereich von der Technik bis zur Medizin hätten stattfinden sollen) kaum interessenfrei zustandekommen.

Die Zukunft: Gesetzgeberischer Handlungsbedarf

Es geht ganz sicher nicht um die Abschaffung des Mobilfunks, sondern bei Erhalt von dessen unbestrittenem Kern-Nutzen (vielleicht bei einigen Komfort-Einschränkungen) um das Erreichen einer gefährdungsminimalen unbedenklichen Technik.

Benötigt wird dazu ein klares Umdenken im politischen Bereich, nämlich Wiederherstellen des rechtlichen Gleichgewichts:

Nicht alleinige Wertschätzung der derzeitigen Regelungen, die ja offenkundig unkorrekt basiert sind und die Schutzwirkung nur fälschlich behaupten, und demgegenüber systematisch-beharrliches Ignorieren aller anderslautenden Berichte und schutzweises Anfordern immer neuer wissenschaftlicher Beweise, sondern gleichgewichtiges rechtliches Gehör für alle Argumente, sowie Vorrang der Gesundheits- und Unversehrtheits-Vorsorge vor Wirtschaftlichen Interessen.

Konkret sind gesetzgeberische Sofortmaßnahmen folgender Art zu veranlassen, wobei durchaus eine Vermeidung unökonomischer Sprünge anzustreben ist:

  • Außerkraftsetzen der 26. BImSchV., insbesondere Stop für Bau und Betrieb neuer Basisstationen nach „bisheriger Technik und bisherigem Recht“,
  • Vorläufiger Weiterbetrieb vorhandener Stationen, unter Senkung der derzeitigen Sendeenergien auf ein zu diskutierende Niveau (denkbar ist z.B. 1/100, in bebautem Gebiet 1/1000),
  • Mitsprache- und Genehmigungsrecht der Kommunen, auch rückwirkend,
  • Rückbau von Sendern auf „sensitiven“ Standorten (Kindergärten, Schulen usw.) und bei Errichtung auf nicht-gewerbebetrieblichen Gebäuden,
  • Sammelverfahren für Schadensmeldungen, z.B. über die Gesundheitsämter und Krankenkassen, sowie Klärung der Kostenverantwortung,
  • Rechtskonforme Vorgaben zur Regelung der Beweislasten (bei den Betreibern),
  • Versicherungspflicht für die Betreiber gegen Schadensansprüche aus dem Sendebetrieb,
  • Keine Werbung, sondern Warnung vor Handys (insbes. für Kinder),
  • Verbot der DECT-Schnurlos-Telefone (stattdessen verfügbar: CT1+ Geräte)

Als Langfristige Maßnahmen für einen nachhaltig unbedenklichen Zustand sind erforderlich:

  • Einrichtung einer wirklich unabhängigen paritätisch besetzten Strahlenschutz-Kommission zur Lenkung der weiteren Aktivitäten,
  • Forschung und Sichtung der bisherigen Erkenntnisse besonders zu Wirkungen der periodischen Pulsung (ggf. auch dann deren Verbot),
  • Entwicklung und Aufbau schadensminimaler Technik, dazu Richtlinien-Erarbeitung,
  • Revision bzw. Novellierung der 26. BImSchV., Festlegung eines Überprüfungs-Rhythmus,
  • Richtlinien auch für die Handys und die SchnurlosTelefone,
  • Regelung des Rechts auf individuelle Abschirmmaßnahmen bei Betroffenen,
  • Übergangsfrist derzeitiger Zustand – Neue Lösung.
  • Die Bürger haben Anspruch auf ungeteilte Sicherheitsanstrengungen der Politik, gegen wen oder was auch immer. Im Bereich Mobilfunk bedeutet das: Ende der bevölkerungsweiten Vernachlässigung der Unversehrtheit und der Desinformation, sondern ein klares Bekenntnis der Verantwortlichen zur Vorsorge und der Absicht, die Dinge nunmehr aufzuarbeiten  alles andere ist eine Beschädigung unserer Zukunft und wäre unseres Rechtsstaates und unserer technologischen Leistungsfähigkeit unwürdig.

Niemand darf das noch treiben lassen !

 

Zitat:

 

Bis in jüngster Zeit wurden wissenschaftliche Hinweise als nicht relevant abgetan, da sie keine wissenschaftlichen Nachweise von Risiken darstellen. Entsprechend wurden die Sorgen und Ängste der Bevölkerung behandelt. Die nüchterne Bewertung des Erkenntnisstandes aber zeigt, dass wissenschaftliche Hinweise auf mögliche Risiken tatsächlich bestehen. Daher setze ich mich mit Nachdruck dafür ein, dass dem Vorsorgegedanken verstärkt Rechnung getragen wird.

 

Aus dem Vortrag von Wolfram König- Präsident des Bundesamtes Für Strahlenschutz- an der Evangelischen Akademie Loccum im Februar 2002

Prof. Dr.- Ing.Alexander H. Volger

11.09.2001

Zur Schutzwirkung der 26.BImSchV. bezüglich Senderleistungen im Mobilfunk

Wer eine Anlage herstellt und/oder betreibt, muss neben dem Funktionsbeweis gegenüber seinen Kunden auch sicherstellen und nachweisen, dass durch den Betrieb keine schädlichen oder gefährlichen (Neben-)Wirkungen bestehen. Diese Pflicht ist originär und kann nicht weitergegeben werden.

Der Nachweis dazu kann als Einzelfall erfolgen (z.B. durch TÜV-Prüfung) oder dadurch, dass der repräsentierte Stand der Technik in Genehmigungsverfahren und dann entsprechende Vorschriften eingeht und damit generell abgedeckt ist.

Für den Mobilfunkbereich ist das nicht anders. Dem seinerzeitigen Stand der Wissenschaft (aber soweit bekannt nicht unabhängigen Institutionen oder kritischen Forschern) folgend wurden hier von dem Verein ICNIRP (international tätig, jedoch ohne offizielles Mandat) Richtlinien und Grenzwerte empfohlen, auf die sich dann die deutsche Strahlenschutzkommission ohne eigene Forschungen abstützte. Das Ergebnis war letztlich 1997 mit der Umsetzung in deutsches Recht die 26. BImSchV., nach der jeder Sender bestimmte Grenzwerte in seinem Standort (anhand sog. Standortbescheinigungen) einzuhalten hat. Bei Einhaltung sei eine Gefährdung auszuschließen; es kann damit jeder Betreiber seine Sender bauen, wohin er will. Anlieger, Betroffene sowie lokale Behörden haben keine Einspruchsrechte; über das Baurecht besteht meist keine substantielle Einflussmöglichkeit.

Herleitung und Anwendung der Verordnung werden wegen der inzwischen zahlreichen Berichte über tatsächliche Wirkungseffekte und über Gesundheitsschädigungen zunehmend kritisiert.

Im folgenden wird daher zusammengestellt, ob und in welchen Bereichen die sog. Standortbescheinigung nach der 26.BImSchV. eine Schutzwirkung für die Benutzer und für die umliegende Bevölkerung gegenüber gesundheitlichen Gefahren und Schäden garantiert. Dies wird in folgenden Schritten dargestellt:

A: Begriffsklärung bezüglich Frequenzen, Pulsung oder nicht und den Wirkungsbereichen thermisch und biochemisch/neurologisch,

B: Nachweisstufen Basisinformation, Generalisierung und Einbezug des Vorsorgeprinzips,

C: Vorliegende Nachweise der Schutzwirkung gegenüber Gesundheitsgefahren beim Mobilfunk-Sendebetrieb.

 

  1. Frequenz- und Wirkungs-Bereiche

Zur Erläuterung: Die infrage kommenden Sendeleistungen unterscheiden sich nach

  • Frequenzen und
  • Sendeabstrahlung kontinuierlich / gepulst.

Dabei liegen die Frequenzen im MegaHertz- und GigaHertz-Bereich, technisch/

organisatorisch eingeteilt in sog. Frequenzbänder, die im Mobilfunkbereich den 4 derzeit bestehenden Netzen D1- und D2-Netz sowie E1- und E2-Netz (demnächst UMTS-Netze) zugeordnet sind. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ordnet den Bereich und „verkauft“ die Lizenzen.

Eine wesentliche Rolle spielt bei der in Deutschland angewandten Technik die Pulsung, d.h. die Abstrahlung in kleinen Frequenz-Stößen innerhalb von Zeitschlitzen als Mittel u.a. zur „Adressierung“ der mobilen Geräte (Handys). Diese Pulsung hat zur Folge, dass die Energieübertragung gewisse kleine Lücken hat, die bei gleicher Gesamt-Abstrahlungsenergie mit etwas größerer Amplitude wettgemacht werden muss. Wichtiger aber ist die Taktfrequenz der Pulsung, die im Bereich von nur 217 bis 1.736 Hertz liegt, und die insbesondere aufgrund der Nähe zu biologischen Vorgängen im Menschen (z.B. Gehirnwellen, Steuerungs-Mechanismen auf sehr viel geringerem Energieniveau) gesondert zu betrachten wäre. Ohne die gesonderte Betrachtung und auch parametermäßige Berücksichtigung in Regelungen ist der Bereich der Frequenzen von vorneherein unvollständig abgebildet.

Die Wirkungsseite, also die Einwirkung der elektromagnetischen Strahlung auf den menschlichen und tierischen Organismus, erstreckt sich nach derzeitigem Erkenntnisstand auf 2 Bereiche

  • Thermische Wirkungen auf das Körpergewebe,
  • Biochemische/neurologische (athermische) Wirkungen auf den lebenden Organismus.

Dabei sind die thermischen Wirkungen stets integrierend, d.h. sie summieren die ggf. variablen oder gepulsten Einstrahlungen in ihrer Wärmeerzeugung über einen bestimmten Zeitraum; ein Rückschluss auf evtl. punktuell starke Impulse oder Taktwirkungen ist vom Prinzip her unmöglich, ggf. aus praktischen Gegebenheiten ableitbar. Die thermischen Wirkungen sind intensiv untersucht.

Die nicht-thermischen, besser gesagt die biochemisch/neurologischen Wirkungen sind das derzeit in starker Diskussion befindliche Feld. Sie sind nicht explizit im Zuge der Vorarbeiten zur 26.BImSchV. untersucht und ausgewertet worden, insbesondere der Begriff der Pulsung kommt in diesem Zusammenhang nicht vor. In zunehmendem Umfang liegen jedoch Berichte aus Forschung und Praxis vor, die diese Wirkungen als die gravierenderen ansehen und sie als schädlich in verschiedenster Hinsicht, auch oder insbesondere bei sehr kleinen Energieeinträgen nachweisen. Das Feld und seine Zusammenhänge u.a. auch bei Langzeit-Exposition sind noch längst nicht abgearbeitet, was aber nicht bedeutet, dass sie einfach vernachlässigt werden dürfen.

 

Hinweis: Die ebenfalls in der Diskussion über schwere Gesundheitsschäden stehende Radar-Technik liegt ebenfalls im GigaHertz-Bereich; die Schäden sind inzwischen bewiesen und auch in der Rechtsprechung anerkannt. Wenn auch nicht alle Parameter vergleichbar sind, ist mindestens die Tatsache, dass Frequenzen im GigaHz-Bereich schädlich sein können, positiv nachgewiesen und nicht bestreitbar.

Weiter ist zu befürchten, dass auch die Langzeit-Exposition zu weiteren schweren gesundheitlichen Schäden führt. Hierzu lagen keine Erkenntnise zu Zeit der relevanten Regelungen vor, aber das heißt ja nicht, dass dieser Sektor einfach übergangen werden darf.

 

In der folgenden Tabelle wird der Zusammenhang verdeutlicht:

 

 

*) Die Grenze bei 10 MHz ist gewählt anhand der von Prof. Bernhardt (Anhörung Bayr. Landtag) berichteten Basisuntersuchungen.

**) Die Freqenzen der Pulstakte selbst liegen bei 217 bis 1736 Hz.

 

 

B          Nachweis-Stufen bei Ausschlussbeweisen

Zur Erläuterung: Bei technischen Beweisen spielen die sog. Ausschlussbeweise eine wichtige Rolle; z.B. bei Fragen nach der Fehlerfreiheit von Geräten, Unschädlichkeit von Immissionen, oder Nebenwirkungen von Medikamenten ist der direkte Nachweis logisch nicht möglich. Stets gibt es nur die beweiskräftige Feststellung, dass „kein Fehler aufgetreten ist“, „keine Schäden bekannt wurden“ oder „bisher keine Nebenwirkungen berichtet wurden“. Um in Gerichts- oder Genehmigungs-Verfahren dennoch weiter zu kommen und auch „utopische“ Blockierungen des Fortschritts zu vermeiden, muss zur Feststellung „kein Fehler aufgetreten“ noch eine Generalisierungsaussage kommen, die den Restraum überbrückt: Es handelt sich dabei um eine Hypothese der Art, dass etwa gesagt wird „… bestehen keine begründeten und vernünftigen Zweifel, dass von einer generellen Fehlerfreiheit / Unschädlichkeit / Nebenwirkungsfreiheit gesprochen werden kann“. Kein Sachverständigenbeweis vor Gericht kommt ohne eine solche „saubere“ Trennung von Fakten und Annahmen aus.

Es gibt weitere Felder, wo ebenfalls eine solche Restergänzungs-Hypothese erforderlich ist: z.B. bei unteren Wirkungsschwellen, wo erklärt wird, dass die zwar auftretenden, aber derart gering gehaltenen Wirkungen unterhalb der Wahrnehmungs bzw. Gefährdungsschwellen, allgemeinen Umwelteinwirkungsdosen usw. liegen; oder z.B. bei Stichprobenergebnissen, wo zwar mathematisch die Repräsentanz nachgewiesen werden kann, aber doch über den damit gegebenen Vertrauensbereich (z.B. 99,5%) hinaus die hypothetische Aussage getroffen werden muss, dass man damit zufrieden sein könne.

Die Folge ist in jedem Fall, dass eine solche Hypothese automatisch zusammenbricht allein schon, wenn ernste oder begründete Zweifel gegen die Annahmen („bestehen keine Zweifel“) auftauchen; erst recht, wenn sogar gesicherte Beweise dagegen vorgebracht werden.

Im Mobilfunkbereich haben wir eine solche Beweis-Situation: bei thermischen Wirkungen besteht die Hypothese darin, dass man Erwärmungen von weniger als 0,1 °C als für den menschlichen Körper vernachlässigbar ansehen kann (z.B. gegenüber üblichen Erwärmungen durch Sonnenbaden, Beruf oder Fiber). Bei biochemischen/neurologischen Wirkungen liegt eine entsprechende Hypothese nicht vor, müsste jedoch explizit formuliert werden. Zusätzlich gehörte hierhin zumindest vorläufig eine Annahme zu Langzeitwirkungen.Über den durch die Hypothese verallgemeinerte Unschädlichkeitsaussage hinaus sind dann noch Sicherheitsabstände erforderlich. Es genügt ja bekanntlich nicht, dass ein Bauwerk theoretisch gerade eben hält, sondern man muss noch einen Zuschlag machen, ggf. gegliedert nach der Häufigkeit von Last-Konstellationen, und ggf. abhängig von einen gesellschaftlichen Konsens, was man sich und der Bevölkerung zumuten kann; man vergleiche die sehr kritische Situalion im Atombereich, wo ggf. offensichtlich sehr geringen Häufigkeiten jedoch eine unermessliche Wirkung im Schadensfall gegenübersteht. Letztlich dient diese Abstandsvorgabe auch dem verfassungsmäßigen primären Recht auf Unversehrtheit und dem Gebot der Vorsorge und des Schutzes von Menschen, anderen Lebewesen und des Lebensraumes (Umwelt mit Boden, Wasser, Luft und Raum/Äther).

Der Zusammenhang wird in einem Schema verdeutlicht; es enthält den Aufbau von Unschädlichkeitsaussagen in folgende Stufen:

  • Technische Basisaussage,
  • Generalisierungs-Hypothese,
  • Sicherheits-/Vorsorge-Abstand.

 

 

Entsprechend gilt dies für den Senderbetrieb im Mobilfunkbereich. Zu den thermischen Wirkungen sind dabei z.B. solche Abstände formuliert, der biochemisch/neurologische Sektor wurde jedoch nicht behandelt, ebenso nicht die Frage von Langzeitwirkungen.

C          Schutzwirkung der 26.BImSchV.

Eine vollständige und reale Schutzwirkung ist selbstverständlich nur dann gegeben, wenn sie für alle v.g. Bereiche tatsächlich vorliegt.

Die tatsächlichen Verhältnisse der Schutzwirkung im Mobilfunkbereich durch die 26.BImSchV. und ihrer zugundeliegenden Nachweis-Stufen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Soweit bekannt, werden die gesetzten Grenzwerte durch die Betreiber der Sendeanlagen in praxi eingehalten, viele Sendeanlagen strahlen sogar wesentlich geringere Leistungen ab. Die Leistung ist jedoch je nach Betriebsanforderung variabel und steuerbar, und es kommt je nach Abstrahlungs-Charakteristik besonders in Sender-Nähe und zeitweilig dann doch ggf. zu höheren Energien.

 Zitat:

40 Millionen Handynutzer sind potentielle Versuchskaninchen in Deutschland

Prof. Dr. Werner Mäntele Universität Frankfurt

 Zusammenfassung und Folgerungen

Bei der festgestellten Sachlage ist die Schutzwirkung im Mobilfunkbereich (betreffend Sendeanlagen) also nicht vollständig behandelt und in wesentlichen Bereichen nicht nachgewiesen. Da sie auch ersatzweise nicht durch Sicherheitsfaktoren erreicht ist, muss festgestellt werden, dass durch die 26. BImSchV. und damit durch die Standortbescheinigung keine Schutzwirkung gegeben ist.

Die Netze sind definitionsgemäß flächendeckend angelegt, niemand kann sich der Strahlenbelastung entziehen. Es stehen inzwischen über 40.000 Sendemasten im Land.

Die Situation ist unschwer auf Handys und schnurlose Telefone übertragbar; hier bestehen zudem keine offiziellen Grenzwerte. Es sind Millionen Geräte verkauft.

Die Hersteller und Betreiber der Anlagen haben, wie bereits ausgeführt, die originäre und nicht abwälzbare Nachweispflicht der Unschädlichkeit. Die dazu dienenden generellen Regelungen (wie z.B. die 26.BImSchV.) stehen jedoch aufgrund der dargelegten Unvollständigkeit, erst recht bei vorliegenden begründeten Zweifeln an der Unschädlichkeit und bei Schadensberichten ohne Basis da, sind also substantiell obsolet. Letztlich fehlt also der notwendige Unschädlichkeitsnachweis für die Anlagen. Die Frage ist nur, wie weit sinnloser oder durch wirtschaftliche Interessen begründeter Legalismus die Gültigkeit der Verordung aufrecht hält.

Es muss beklagt werden, dass die in den Empfehlungen der Strahlenschutzkommission (158. Sitzung am 17./18.12.98) formulierte Verpflichtung, aufkommende Berichte sorgsam zu prüfen und ggf. die inkraft gesetzten Grenzwerte zu revidieren, nachhaltig nicht eingehalten wird. Kommission wie zuständige Behörden haben bisher trotz vorliegender Berichte, Warnungen und Proteste nicht reagiert, sondern nur abgewiegelt, fehlinformiert und in der zahlreichen Korrespondenz stets und regelmäßig „gemauert“.

Die öffentlich verbreitete Behauptung, dass die Schutzwirkung gegeben sei, stammt im übrigen nicht von Laien, sondern ist von zuständigen Behörden (incl. Strahlenschutzkommission) aufgestellt und daher als wissentliche Falschinformation anzusehen. Dies entspricht rechtlich allen Merkmalen des Betrugs (Unterschiebung/Verbreitung falscher Informationen, Herbeiführung von Fehlentscheidungen, vollendeter Gesundheits- und stets auch Vermögensschaden); der Vorgang schließt grob fahrlässige bis absichtliche Gefährdung und Körperverletzung ein. Auch die andauernde Verwässerung z.B. über die Medien, hier handele es sich nur um einen „Meinungsstreit“ der Forscher über noch nicht spruchreife Effekte, liegt in diesem Bereich der wissentlichen Desinformation.

Die Forderung nach hieb- und stichfesten Schadensbeweisen (die es dann nie gibt oder geben darf…) Geschädigter oder Gefährdeter ist gegenüber der originären Beweispflicht der Betreiber als Versuch zur Beweislast-Verschiebung anzusehen. Eine Duldung oder evtl. Durchführung dieser Verschiebung durch staatliche Stellen muss als grobe Pflichtverletzung und Rechtsbeugung beklagt werden. Man vergleiche dazu die Situation mit der Produkt-Haftung, wo der Gesetzgeber die Beweispflicht wegen deren regelmäßiger Unmöglichkeit gerade nicht bei den Geschädigten sieht.

Die Bevölkerung ist kein Versuchsfeld, weder technisch-biologisch, noch wirtschaftspolitisch (Betreiber-Umsätze vs. Gesundheitskosten). Leider kann man sich auch der Frage nach Befangenheit und Interessenhörigkeit zuständiger Fachstellen nicht mehr entziehen. Wir brauchen endlich eine Berücksichtigung der inzwischen bewiesenen Schädlichkeit der derzeitigen Technik, eine objektive Behandlung der Sache und eine Reduzierung der Sendetechnik und -leistungen auf ein Maß, das der Vorsorge in der verfassungsmäßig gebotenen Verantwortung durch Politik und Wirtschaft tatsächlich Rechnung trägt.

 

Zitat :

Dabei besteht die Pflicht aus Artikel 20 a GG nicht nur Eingriffe in die Umwelt zu unterlassen, sondern auch Eingriffe von Privatpersonen durch Einschreiten entgegenzuwirken.

RA Prof. Dr. jur. Klaus Kniep

 

Dr. Neil-Cherry

ICNIRP – Richtlinien

Kritik an einem privaten Verein

 

Auszug aus dem Bulletin Nr. 6 des VGM Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk

 

Die ICNIRP ist die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protecton (Internationale Kommission für den Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen). Prof. Dr. Neil Cherry von der Lincoln University in Neuseeland hat schon vor rund 2 Jahren Kritik an den zum Teil verharmlosenden Einschätzungen der Hochfrequenz und Mikrowellenstrahlung (100 kHz bis 300 GHz) geübt. Sein Bericht ist weltweit bekannt, weil er sich in streng wissenschaftlicher Weise gegen Richtlinien der ICNIRP als verbindliche Rechtsgrundlage zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung bezüglich der Strahlenbelastung der   Mobilfunk-Sendeanlagen   wendet. Richtlinien der internationalen Kommission sind nach diesem Bericht einseitig an den Vorstellungen und Berechnungen der Mobilfunkbetreiber orientiert. Diese Berechnungen sind einzig und allein auf eine absolute und kostengünstigste Machbarkeit einer Technik   ausgerichtet, die   – wie wissenschaftlich nachgewiesen ist – gesundheitsschädlich ist.

Der Neil-Cherry-Bericht gibt generelle Hinweise auf die zum Schutz der Bevölkerung und der Umgebung   mit   Tieren   und   Pflanzen zulässigen Strahlenintensität.   Er   ist     darauf   ausgerichtet,   die   primär epidemiologischen Nachweise und sekundär die Ergebnisse aus Tierstudien zu nutzen (thermische   und   athermische   Wirkungen). Neil Cherry konnte nachweisen, dass die unter der Führung internationaler Organisationen und sicher unter dem Einfluss   einer   wirtschaftlichen Lobby berechneten Grenzwerte fehlerhaft und   auch   die   wissenschaftlichen Erkenntnisse anfechtbar sind. Sowohl die grundlegenden Ansätze der ICNIRP als auch die Art, in der die wissenschaftlichen Erkenntnisse bearbeitet wurden, weisen schwerwiegende   Fehler   auf. Die   ICNIRP-Bewertung   verschweigt   alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die   mit der einseitigen thermischen Hochfrequenz-Sicht in Widerspruch stehen. So verfehlen die Grenzwerte, die für nicht-ionisierende Strahlen   je   nach der reduzierten Grenzwerte NIS-Methode berechnet wurden, den Gesundheitsschutz. Sie gehen um mehrere Größenordnungen an den erforderlichen gesundheitsschützenden Grenzwerten vorbei, weil nur die thermischen Auswirkungen berücksichtigt werden. Es ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen, dass nicht-ionisierende Strahlen, die in der NIS-Verordnung verhandelt werden, krankheitserzeugend sind. Trotz zwingenden Labor- und epidemiologischen Nachweisen ist die erwähnte einseitige thermische HF-Sicht stur beibehalten worden. Nach einer stark reduzierten Methode wurden   die   Wirkungen   von   Starkstromleitungen, Mobilfunk, Fernseh- und Radioantennen von der ICNIRP basierend nur auf dem biologischen   Mechanismus   erstellt.   Dieser   berücksichtigt   die Gewebeerwärmung, welche in Laborexperimenten am Menschen ermittelt wurde. Die ICNIRP-Richtlinie wurde bereits vor mehr als 5 Jahren erstellt und berücksichtigt daher nicht die   in   der Zwischenzeit sich häufenden wissenschaftlichen Kenntnisse und Warnungen vor der Gefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung. Die einseitige thermische Hochfrequenz-Sicht wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder von der wissenschaftlichen Forschung und von führenden Biologen und Medizinwissenschaftlern in Frage gestellt. Diese legen sehr überzeugend Nachweise und Beweise vor, dass biologische Systeme schon bei geringer Strahlenexposition durch elektromagnetische Strahlung gestört werden. Diese biologischen Wirkungen haben nichts mit der Erwärmung und der Hitze zu tun sondern mit nicht linearen Wechselwirkungen. Es ist bewiesen, dass die nicht thermischen biologischen Wirkungen zu einer signifikanten Veränderung der zellulären Kalziumionen / Homöostase, zu einer Senkung des Melatoninspiegels, zu gefährlichen Resonanzen im Gehirn und sogar zu Chromosomenaberrationen führen können.

 

 

 

Zitat :

„Nachdem ich verschiedene Studien   gelesen habe, habe ich für mich beschlossen, mich den Feldern von Mobiltelefonen maximal 5 Minuten pro Jahr auszusetzen. In anderen Worten, ich vermeide jeden Kontakt mit ihnen.“

Dr. Joseph Mercola, Umweltmediziner, Osteopath, Ausbildung in konventioneller

und Naturmedizin, 07.11.2002

 

 

 

Prof. em. Prof. Dr. med. Karl Hecht

Institut für Psychosoziale Gesundheit Gbr Berlin Stress- Schlaf- Umwelt- und Raumfahrt (Im Auftrag des Bundesministeriums für Telekommunikation)

( Auszugsweise )

Objektive Befunde:

Neurasthenie, neurotische Symptome

( Hirnleistungsschwäche )

 

Arterielle Hypotonie, Bradykardie oder Tachykardie ( arterieller Unterdruck, Stoffwechselsyndrom, Herzjagen )

Vagotone Verschiebung des Herz- Kreislaufsystems ( anhaltender Erregungszustand des Herz- Kreislaufsystems )

EEG- Veränderungen ( Zerfall der Hirnströme im Alpha bis Theta und vereinzelt Delta- Rhythmus )

Überfunktion der Schilddrüse

Potenzstörungen

Störungen im hypothalamischen- hypophysären- Nebenrindensystem ( Nebenrindensystems des Zwischenhirns- Hirnanhangdrüse )

Verdauungsstörungen

Schlafstörungen

Verlangsamung der Sensormotorik

Ruhetremor der Finger ( Bewegungsstörungen, Zittern )                         usw.

Prof. em. Prof. Dr. med. Karl Hecht

Subjektive Beschwerden:

Erschöpfung, Mattigkeit

Konzentrationsschwäche

Kopfschmerzen

Schwindelgefühl

Schweißausbrüche

Spontane Erregbarkeit aus hypotoner Reaktionslage

Herzschmerzen

 

 

Objektive Befunde und subjektive Beschwerden treten im Laufe  der ersten 3 Jahre der Einwirkung auf.

 

Zitat :

Es gibt gewichtige Hinweise für Schäden durch Mobilfunk. Ich halte es für sorglos, wenn man an den bestehenden Grenzwerten festhält.

Die Behörden werden von uns dringend aufgefordert, sich mit den wissenschaftlichen Ergebnissen, es handelt sich um seriöse Forschung das sei hier betont, auseinanderzusetzen.

Prof. Dr. Heyo Eckel, Bundesärztekammer

 

 

 

Dr. G. J.Hyland

Assoziiertes Mitglied – Abteilung Physik Universität von Warwick Coventry, England

Leitendes Mitglied – Internationales Institut für Biophysik

Neuss – Holzheim, Deutschland

( Auszugsweise )

 

Befunde:

 

EEG – Veränderungen

Beeinflussung der Blut – Hirnschranke ( Durchlässigkeit chemischer Gifte )

Störungen des Immunsystems

Kopfschmerzen

Schlafstörungen ( Hemmung der nächtlichen Sekretion von Melatonin )

Konzentrationsprobleme

Epileptische Anfälle (sind besonders bei Kindern möglich )

Chromosomen Abweichungen / Mikronuklei – Deformation

Entwicklung von Krebs

Beeinträchtigung des Kurzzeit – Gedächtnisses

Kinder sind besonders verletzlich wegen ihres schwächeren Immunsystems und der schnelleren Zellteilungsrate

Die Anfälligkeit ist abhängig von der genetischen Neigung, dem physiologischen Status der Robustheit des Immunsystems und der Einwirkdauer.

 

 

Zitat :

Die Strahlungswerte der Mobilfunknetze liegen zwar unter den Grenzwerten, aber sie orientieren sich nicht an der Gesundheit der Menschen.

Prof. Dr. Käs Universität der Bundeswehr München

 

Dipl. Phys. Dr. Peter Nießen

Nova – Institut für Ökologie und Innovation

EMF – Abteilung, Hürth

Gutachten Zur Feststellung der Belastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung durch Funk – Netzwerke an der Universität Bremen

Auftraggeber:

Universität Bremen. Der Kanzler

( Auszugsweise )

 

 

Athermische Effekte:

 

Schädigende Wirkung auf das Immunsystem

Augentumore

Tumorbildung

Erhöhte Krebssterblichkeit

Beeinflussung der Blut – Hirnschranke

 

 

Zusammenfassung:

 

Auch die Bundesärztekammer warnt vor Mobilfunkstrahlen ! Es gibt gewichtige Hinweise aus Tierversuchen, dass die Strahlen auch unterhalb der Grenzwerte schädigen können. Wir fordern das Bundesamt für Strahlenschutz auf, sich mit den seriösen Wissenschaftlichen Ergebnissen auseinander zusetzen.

 

 

 

Zitat :

Die Grenzwerte sind liederlich und fahrlässig.

Prof. Knasmüller Tumorbiologe Universität Wien

Dr. Fiorenzo Marinelli

Wissenschaftler und Forscher im

Nationalen Forschungsrat CNR, Bologna

( Auszugsweise )

 

Die zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen, welche vom Institut für Zellmorphologie vorgenommen werden, verweisen einerseits auf biologische Effekte der Zellen durch die Strahlung von Handys und Mobilfunkantennen. Anderseits konnte auch eindeutig eine Alteration in der Zellenregulierung infolge gepulster Strahlung nachgewiesen werden.

 

Die Thesen werden durch zahlreiche internationale Studien untermauert, auch nicht zuletzt durch solche, die von den Betreiberfirmen selbst in Auftrag gegeben wurden.

Was all diese Studien gemeinsam haben ist nicht nur die Erkenntnis, dass bereits bei sehr geringer Exposition von 0,19 Volt/m biologische Effekte festgestellt werden, sondern auch, dass diese Ergebnisse von den zuständigen Behörden konsequent ignoriert werden.

In diesem Zusammenhang hat Dr. Marinelli auch die Widersprüchlichkeit der Internationalen Strahlenschutzkommission ICNIRP unter die Lupe genommen, welche letztlich dafür verantwortlich ist, dass kein wirklicher Schutz der Bevölkerung vor schädlicher Strahlung aus Handys und Mobilfunkantennen greifen kann.

In einigen Originalzitaten aus Unterlagen der ICNIRP geht hervor, dass sich die Kommission, welche übrigens kein offizielles Mandat hat, sondern vielmehr ein selbsternannter Verein ist, sich auf lange Frist für den Schutz der Gesundheit nicht verantwortlich fühlt.

 

Dr. H. Peter Neitzke

ECOLOG – Institut

Aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisstand zu Auswirkungen elektromagnetischer Felder ( Auszugsweise )

Wirkung / Effekt:           Konsistenter Hinweis / Hinweis / Schwacher Hinweis

Krebs insgesamt                                                                                                         X

Leukämie                                                                           X

Lymphdrüsenkrebs                                                         X

Gehirntumor                                                                     X

Lungenkrebs                                                                                                               X

Brustkrebs                                                                                                                  X

Augenkrebs                                                                                                                X

Hodenkrebs                                                                        X

Hautkrebs                                                                                                                   X

Neuroendokrines Syst.                                             X

Blut- Hirn- Schranke                                               X

Gehirnfunktion                          X

Lernverhalten                            X

Immunsystem                                                         X

Herz- Kreislauf                                                        X

Hormonsystem                         X

Vermehrung                                                                        X

Erbmaterial                                          X

Zelluläre Prozesse                                X

 

 

Dr. Neil Cherry

Environmental Management and Design Division Lincoln University Canterburry, New Zealand ( Auszugsweise )

 

 

Befunde:

 

Änderung der Gehirnaktivität                              Gedächtnisverlust

Kopfschmerzen                                                Erschöpfung und Konzentrationsschwäche

Schwindel                                                                    Verschlechterung der Schlaf- und Lernfähigkeit

Erhöhte Durchlässigkeit der Blut- Hirnschranke

Veränderung im Hirnstoffwechsel

Neurodegenerativer Erkrankungen ( z. B. Alzheimer )      Herzerkrankungen

Schwächung des Immunsystems                                  Reduzierte Spermienzahl

Vermehrte Fehlgeburten und Missbildungen        Brechen von DNA Strängen

Chromosomenschäden                                                 Verstärkte Zellwucherungen

Vermehrtes Auftreten vieler Arten von Krebs

 

 

Zitat

Im Laufe der Zeit wurde hinter der demokratischen Fassade ein System etabliert, in dem völlig andere Regeln gelten als die des Grundgesetzes.

Hans Herbert von Arnim / Das System

Prof. Dr. med. Rainer Frentzel- Beyme

Bremer Institut für Präventionsforschung

 

Indizien und Befürchtungen zu den Folgen hochfrequenter Radiowellen

( Auszugsweise )

Beschwerden / Symtome:

 

Müdigkeit                                             Reizbarkeit

Kopfschmerzen                         Übelkeit

Appetitverlust                            Schlafstörungen

Depressivität                                        Befindlichkeitsstörungen

Konzentrationsstörungen                       Gedächtnisverlust

Hautprobleme                           Sehstörungen

Hörstörungen ( Tinnitus )                       Schwindelgefühl

Bewegungsstörungen                Herzkreislaufstörungen

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Michael Kundi

Universität Wien Institut für Umwelthygiene

 

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit ist die Beschränkung auf das Thermische Effektprinzip, wie es die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht- ionisieren- der Strahlung ICNIRP pflegt, nicht mehr haltbar. Es wird verwiesen auf die methodischen Mängel dieser Ableitung und auf die Fülle an wissenschaftlichen Daten, die biologische und gesundheitliche Effekte im nicht Thermischen Bereich belegen.

Seit Jahrzenten ist bekannt, dass die Exposition gegenüber hohen Intensitäten hochfrequenter EMF zu einem Anstieg der Körpertemperatur führt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass biologische Systeme verlustbehaftete Dielektrika sind. Wenn elektromagnetische Wellen sich im Gewebe fortpflanzen , dann interagieren sie mit den Molekülen des Mediums und es findet eine Übertragung von Energie statt. Das Ergebnis ist eine Abschwächung des Feldes und eine Erhöhung der kinetischen Energie der Moleküle, die sich in Temperaturerhöhung niederschlägt. Es wurde nach- gewiesen, dass hohe Intensitäten der Exposition entweder direkt infolge der Erwärmung zu gesundheitlichen nachteiligen Effekten führen ( Verbrennungen, Hämorrhagie, Gewebsnekrosen ) oder aufgrund eines Zusammenbruchs der systemischen oder lokalen Temperaturregulation. Sorgfältige Untersuchungen der Regulationsvorgänge und von Auswirkungen auf das Verhalten ergaben, dass eine Temperaturzunahme durch eine Exposition mit HF EMF. die 1 Grad Celsius übersteigt, zu einer Zunahme der Wahrscheinlichkeit unmittelbarer thermischer Effekte führen würde. Eine solche Temperaturzunahme würde dann auftreten, wenn ein ruhender Erwachsener einer SAR von etwa 4 W / kg eine halbe Stunde lang ausgesetzt wird.

 

 

 

Übersicht über Studien zur Wirkung hochfrequenter Felder ( mit Relevanz für die Mobilkommunikation und Daten ) Cindy Sage Sage Associates California USA

HAMBURGER UMWELT INSTITUt 13. August 2002 Hamburger Umweltinstitut warnt vor Elektrosmog durch Mobilfunksendeanlagen

Anlässlich der in Hamburg und vielen anderen Städten bevorstehenden bzw. bereits vorgenommenen Errichtung von UMTS- fähigen Sendemasten, stellt Prof. Dr. Michael Braungart, wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts, Folgendes fest:

„Das Hamburger Umweltinstitut warnt vor möglichen Gesundheitsgefährdungen durch Elektrosmog im Niedrigdosisbereich bei Dauerexposition Untersuchungen haben gezeigt, dass elektromagnetische Wellen auch unterhalb der Schwelle für akut schädliche Auswirkungen schwerwiegende negative Folgen für die menschliche Gesundheit haben können. Dies gilt insbesondere für Veränderungen der Blut Hirnschranke, aber auch für die Bildung von Hormonen und Enzymen sowie die Beeinträchtigung des menschlichen Immunsystems.

Vor allem ist eine Langzeitbelastung als problematisch anzusehen. Auch eine krebserzeugende Wirkung kann nicht ausgeschlossen werden. AhnIich wie bei radioaktiver Niedrigdosis-Belastung können solche Auswirkungen erst nach mehreren Jahrzehnten genau quantifiziert werden. Es sollte daher vorsorglich der Schlaf und Wohnbereich von Menschen weitgehend von Elektrosmog- auch in niedriger Dosis – freigehalten werden. Deshalb ist es unverantwortlich, dass für die neuen Sendemasten nur geringe Sicherheitsabstände von wenigen Metern zum Wohnbereich eingehalten werden.

Gleichzeitig wird von den Betreibern der Sendemasten keine verschuldensunabhängige Risikohaftung akzeptiert. Im Flugzeug gilt das Vorsorgeprinzip. Obwohl bisher kein Absturz durch angeschaltete Mobiltelefone  zweifelsfrei nachgewiesen wurde, müssen Handys im Flugzeug abgeschaltet sein. Erstaunlicherweise gilt das Vorsorgeprinzip nicht für den Menschen, obwohl elektromagnetische Strahlung von solchen Mobilfunkanlagen gerade in einem Frequenzbereich liegt, in dem Nervenimpulse übertragen werden bzw: hormonelle oder enzymatische Prozesse beeinflusst werden können. Obwohl das technische System Flugzeug vom Menschen gestaltet werden kann, lässt sich ein Risiko durch Mobiltelefone nicht ausschließen. Deshalb ist beim biologischen System Mensch, das noch weit komplexer ist, größte Vorsicht geboten.

Hier könnte man sarkastisch feststellen: Der finanzielle Vorteil durch die Errichtung solcher Anlagen in unmittelbarer Nähe zu Wohnungen ist privatisiert, das Risiko für die Gesundheit der Menschen trägt die Allgemeinheit und jeder einzelne Betroffene in der Umgebung solcher Anlagen. Eine merkwürdige Form von sozialer Marktwirtschaft.“

 

Hamburger Umweltinstitut

Zentrum für soziale und ökologische Technik e.V.

 

Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e. V.

Bad Säckingen

 

Ende September 2002 wird der Freiburger Appell unter Mithilfe von 22 Ärzten Und weiteren Unterstützern in seiner Endfassung vorbereitet. Inzwischen haben eine große Anzahl von verantwortungsbewussten Medizinern Und eine Vielzahl von Unterstützern den Freiburger Appell unterzeichnet.

 

Freiburger Appell

( Auszugsweise )

 

Aus großer Sorge um die Gesundheit unserer Mitmenschen wenden wir uns als niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen speziell der Umweltmedizin , an die Ärzteschaft, an Verantwortliche in Gesundheitswesen und Politik sowie an die Öffentlichkeit. Wir beobachten in den letzten Jahren bei unseren Patientinnen und Patienten einen dramatischen Anstieg schwerer chronischer Erkrankungen, insbesondere Lern-, Konzentrations- und Verhaltungsstörungen bei Kindern ( z. B. Hyperaktivität ) Blutdruckentgleisungen, die medikamentös immer schwerer zu beeinflussen sind.

Herzrhythmusstörungen.

Herzinfarkte und Schlaganfälle immer jüngerer Menschen.

Hirndegenerative Erkrankungen ( z. B. Morbus Alzheimer ) und Epilepsie.

Krebserkrankungen wie Leukämie und Hirntumore.

Wir beobachten außerdem immer zahlreicheres Auftreten von unterschiedlichen, oft bei Patienten als psychosomatisch fehlgedeutete Störungen wie

Kopfschmerzen und Migräne                             Chronische Erschöpfung

Innere Unruhe                                                   Schlaflosigkeit und Tagesmüdigkeit

Ohrengeräusche                                                           Infektanfälligkeit

Nerven und Weichteilschmerzen die mit üblichen Ursachen nicht erklärlich sind.

Um nur die auffälligsten Symptome zu nennen. Da uns Wohnumfeld und Gewohnheiten unserer Patienten in der Regel bekannt sind, sehen wir, speziell nach gezielter Befragung, immer häufiger einen deutlichen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Erkrankungen und dem Beginn einer Funkbelastung z. B. in Form einer Installation einer Mobilfunkanlage im näheren Umkreis der Patienten

Intensive Handynutzung

Anschaffung eines DECT – Schnurlos Telefons im eigenen Haus oder in der Nachbarschaft.

Wir können nicht mehr an ein rein zufälliges Zusammentreffen glauben, denn zu oft beobachten wir eine auffällige Häufung bestimmter Krankheiten in entsprechend funkbelasteten Gebieten oder Wohneinheiten. Zu oft bessert sich die Krankheit oder verschwinden monate- bis jahrelange Be- schwerden in relativ kurzer Zeit nach Reduzierung oder Eliminierung einer Funkbelastung im Umfeld des Patienten. Zu oft bestätigen zudem baubiologische Messungen außergewöhnlicher elektromagnetischer Funkintensitäten vor Ort unsere Beobachtungen.

 

Jährliche Konferenz der Gesellschaft für Bioelektromagnetik 23. bis 27. Juni in Quebec / Kanada

Dr. Belyaev Department of Genetic and Cellular Toxicology, Stockholm University Department of Environmental Health, Karolinska Hospital Stockholm Department of Radiation Physics, Lund University          ( alle Schweden )

 

 

  1. Belyaev untersuchte mit Kollegen den Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf menschliche Lymphozyten ( weiße Blutkörperchen ) im Frequenzbereich von 8 Hz , 50 Hz , 915 MHz .

Die Frequenz von 8 Hz wird im Stromsparmodus ( CTX- Modus ) von modernen Handys gesendet, wenn man zwar telefoniert, aber selbst nichts sagt.

50 Hz ist im Vergleich dazu die Frequenz des normalen Haushalt Wechselstroms. Mit 915 MHz ( MHz=Millionen Hertz ) senden GSM- Mobilfunksender des D- Netzes. Menschliches Blut, das mit 8 Hz bestrahlt wurde, zeigte Veränderungen in der Struktur der Erbsubstanz ( des Chromatins ), die erst 19 Stunden nach der Bestrahlung wieder zurück gingen. Dabei beobachteten die Forscher eine Zerstörung der DNA ( apoptotische DNA Fragmentierung ), genau so wie sie auch nach der Bestrahlung durch radioaktive Gammastrahlen auftritt, die z. B. nach der Explosion von Atomwaffen entstehen. Unter Apoptose verstehen Wissenschaftler den vorzeitigen Zelltod durch Selbstmord. Eine Zelle geht in die Apoptose, wenn ihr positive Signale entzogen werden die sie für ihr Überleben benötigt, oder wenn ihr ein internes oder externes negatives Signal den Selbstmord befiehlt. Umgekehrt kann auch vorzeitige oder verstärkte Apoptose pathologische Zustände verursachen. Hierzu gehören Anämien, Mutiple Sklerose oder Zelluntergänge nach Schlaganfällen, Herzinfarkten und neurodegenerativen Erkrankungen. Setzt man die Blutproben dem 50 Hz- Feld oder den Mikrowellen eines Mobilfunksenders aus ( 915 MHz ), so führt dies zu einer signifikanten Verklumpung des Erbmaterials.

 

 

 

Dr. von Klitzing Medizinphysiker ( Auszugsweise aus einem Gespräch mit BIO )

 

Vor der Einführung des Mobilfunks gab es keine hinreichend abgesicherte Forschung. Darin besteht der Skandal. Der Skandal setzt sich beim super- schnellen UMTS ( Universal Mobile Telecommunication System ) fort. Die Industrie hat versprochen, noch vor der Lizenzversteigerung Grundlagen- forschung zur biologischen Verträglichkeit zu betreiben. Dies wäre verantwortungsbewusst gewesen.

Vor 2 Jahren hat man- auf EU Ebene- die Erkenntnisse einer schwedischen Forschergruppe unter den Tisch fallen lassen, die besagen, dass selbst kurzzeitige Handy- Emissionen die Durchlässigkeit der Blut- Hirnschranke erhöhen. Es gibt eine Fülle von Material die, die Zunahme von Erkrankungen unklarer Genese, die sehr wahrscheinlich mit Feldemissionen zusammenhängen, belegen weil sie nach der Inbetriebnahme von GSM- Stationen auftraten. Das ist nicht mehr zu übersehen. Es wird immer häufiger über Schlaflosigkeit geklagt, über Kopfschmerzen, Ohrensausen, Herzrhythmusstörungen und Konzentrationsstörungen bis hin zu Aggressionen, vor allem bei Kindern.

Oft hat sich das Blutbild verändert. Nicht ausgereifte Erythrozyten ( rote Blut- körperchen ) verursachen eine mangelnde Sauerstoffversorgung der Gewebe. Das alles ist meiner Ansicht nach erst die Spitze des Eisbergs, weil in den meisten Fällen das biologische System erst nach einer längeren Einwirkzeit aus den Angeln gehoben wird. Offenbar bedarf es erst einer mittleren gesundheitlichen Katastrophe, ehe der Staat seine Vorsorgepflicht wahrnimmt und die Risiken auf gesetzlichem Wege minimiert. Bislang haben die Gewinninteressen der Industrie jedoch Vorrang.

 

 

Prof. Dr. Dr. habil Max Daunderer Internist, Umweltarzt, Klinischer Toxikologe TOX CENTER / Grünwald ( Auszugsweise aus einem Referat )

In nächster Zeit soll die Zahl der Handy- Funktürme explosionsartig vermehrt werden. Dies ist um so tragischer, als die bisherigen Anlieger schon unter erheblichen Hirn- Vergiftungs- Symptomen leiden, die man nur versteht, wenn man Ursache und Wirkung exakt kennt. Die eigentlichen irreversiblen Langzeitschäden, wie Hirntumore kennt man erst nach Ablauf der Latenzzeit von 30 Jahren, also frühestens ab 2020. Dann ist alles zu spät. Bis dahin müssen wir uns von der Industrie noch viele Ausreden anhören. Bis dahin werden die Psychiater die einzigen Gewinner der Geheimhaltungspolitik sein. Daher machen Chefärzte der Klinischen Toxikologie eine Psychotherapie- Zusatzausbildung anstelle sich mit mächtigen Vergiftern anzulegen. Die Geheimhaltung der Bedeutung der Metalle in Zahnflickstoffen ist für alle ein Ärgernis.

 

Voraussetzung für Elekrosmogschäden:

Metalle die eingeatmet ( z. B. Quecksilber im Amalgam ) oder über den Blutweg in das Gehirn eingelagert wurden ( Zahnmetalle ). Umgiftung durch Vitamine. Häufige Elektro- Funk- und Smog- Belastung.

Noch nie hatte in der Vergangenheit ein Elektrosensibler kein Amalgam im Mund oder von der Mutter im Stammhirn. Meist trat Palladium im Spargold hinzu, in schweren Fällen in Form eines Wurzelstiftes.

Zahmmetallwirkung:

 

Zahnmetalle wirken je nach Zusammenhang als, Antenne, Diode, Reflektor in das Gehirn ( Brennglaswirkung ) Spule, Batterieelement, Aufnahme- Tunnel in das Gehirn ( Schneide- und Weisheitszähne ).

Wirkungsverstärkung:

Neugeborene von metalltragenden Müttern, Zahnmetalle, Eiter unter den Zähnen, wurzeltote Zähne, eingeatmete Allergene, Wohngifte, ( z. B. Formaldehyd, Pestizide ) Nahrungsgifte, Verkehrsgifte ( z. B. Auto )

 

Dauernder

 

Metallarbeiter, Elektroarbeiter, Vitamine ( C, B, transportieren Gifte in das Gehirn !! ), Calcium ( fördert Ioneneinstrom in das Gehirn )

 

Symtome:

Nervenausfälle                                                  Angst, verstärktes Atmen

Schlafstörungen, Unruhe                                               Müdigkeit, Erschöpfung

Verspannungszustände                                     Nervosität, Reizbarkeit

Depressive Verstimmungen                               Unfallneigung

Kopfschmerzen, Migräne                                              Schwindel, Tinnitus

Konzentrationsstörungen                                              Gedächtnisstörungen

Lernstörungen                                                  erhöhter Blutdruck

Herzrhythmusstörungen                                    Potenz u. Fruchtbarkeitsstörungen

Blutbildveränderungen                                       Allergien Immunschwäche

Grauer Star                                                                  Krebswachstum

Hirntumor                                                                    Erbgutschäden

 

 

 

 

Dr. rer. nat. et med. habil Rüdiger Maier Klinik für Kommunikationsstörungen Universität Mainz ( Auszugsweise aus einer Pilotstudie )

 

 

Die Fragestellung hinsichtlich einer elektromagnetische Verträglichkeit / Unverträglichkeit der Mobilfunk- Emissionen wird in den Medien zunehmend thematisiert, was für eine allgemeine Verunsicherung in der Öffentlichkeit spricht. Spätestens, seit die Telekommunikationsindustrie als wirtschaftlicher Faktor sich etablieren konnte und ein wahrer Handy –Boom zu beobachten ist, wird vielerorts auch die Frage nach den Technik- Folgeabschätzungen gestellt und die gesundheitlichen Begleiterscheinungen der digitalen Signalübertragung auch unter diesem Gesichtspunkt diskutiert. Die Befürchtung wird geäußert, dass patho- physiologische Prozesse durch die gepulsten elektromagnetischen Felder der Mobil- Telefone, aber auch durch Basis- Stationen, ausgelöst werden auf die Möglichkeit der Auslösung eines intraokularen Tumors, des malignen Uveamelanoms, durch Handy- Emissionen verweist eine epidemiologische Studie , wie sie jüngst an der Universität Essen vorgelegt wurde.

Da aber die Zeitbasis der induzierten kognitiven Prozesse das Ergebnis einer Verrechnung auf neuronaler Ebene ist und die verrechnenden neuronalen Strukturen externen Einflüssen unterliegen, ist auch zu erwarten, dass eine Dämpfung der informationsverarbeitenden, elektrochemischen Prozesse auftreten kann. Unter dieser Voraussetzung ist zu erwarten, dass auch die gepulsten Felder als systembeeinträchtigende Störgrößen auf die kognitiven Prozeduren einwirken. Diese Annahme wird auch gestützt durch Befunde, wie sie von v. Klitzing vorgestellt wurden. Danach ist eine Beeinträchtigung der neuronalen Aktivität durch niederfrequente gepulste HF- Felder zu beobachten. Auf Grund der Feldbelastung weist das EEG in seinen Komponenten Veränderungen auf. Dass eine Beeinflussung der kreislauf- physiologischen Parameter durch gepulste Felder auftritt, kann übereinstimmend den Studien entnommen werden.

 

 

 

 

Prof. Dr. Klaus Buchner Atomphysiker Mobilfunk : „ Das ist Mord „

Mobilfunkanlagen geraten wegen der von ihrer gepulsten hochfrequenten Strahlung ausgehenden Gefahren zunehmend in Kritik. Die davon ausgelösten Gesundheitsschäden wie die Schädigung von Hirnzellen und der Erbsubstanz sowie Blutbildveränderungen seien bestens dokumentiert, sagt der Atomphysiker Prof. Dr. Klaus Buchner. Bezogen auf die jüngst von der Bundesregierung bestätigten, aus seiner Sicht entschieden zu hohen Grenzwerten für Mobilfunkstrahlung betonte Prof. Buchner:

Das ist Mord ( auf einer Protestkundgebung in Coburg ). Es werden Menschen daran sterben . Zum Schutz des Lebens sei es nötig, die  erantwortlichen wegen Menschenrechtsverletzungen zu bestrafen.

Möchten Sie so ein Ungetüm in Ihrer Nachbarschaft haben ?

Die Antwort wäre „nein“ Aber verzichten Sie deswegen auf Ihr Handy ?

 

 Prof. Dr.med. D. Nowak Institut und Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin der LMU München

 

 

Auswirkungen auf den Menschen:

 

Faktoren mit konsistenter Assoziation       Erhöhung des Unfallrisikos bei Nutzung von Mobiltelefonen während der Autofahrt Faktoren mit eingeschränkt konsistenter Assoziation           Leukämien bei Kindern bei häuslicher niederfrequenter Magnetfeldexposition

Faktoren mit vereinzelten Hinweisen auf eine Assoziation      Amyotrophischer Lateralsklerose (ALS)

Alzheimer- Erkrankungen bei EMF- Exposition am Arbeitsplatz Leukämie bei Erwachsenen bei EMF- Exposition am Arbeitsplatz

Brustkrebs bei EMF- Exposition am Arbeitsplatz Hirntumoren bei EMF- Exposition am Arbeitsplatz

Leukämien im Umkreis von Sendeanlagen für TV , Radio und Kommunikation Faktoren mit inkonsistenter fehlender Assoziation

Andere Krebserkrankungen

Andere neurodegenerative Erkrankungen

Auswirkungen auf den Fötus oder den Verlauf einer Schwangerschaft

Arteriosklerose und chronische Herzkrankheiten

Suizid undDepressionen

Faktoren, für die bisher nur wenige Ergebnisse vorliegen und erhöhter Forschungsbedarf besteht

Gesundheitsschädigende Effekte bei der Nutzung von Mobiltelefonen

Auftreten von Befindlichkeitsstörungen im Umkreis von Mobilfunk- Basisstationen

Akuter Myokardinfarkt bei EMF- Exposition am Arbeitsplatz

Gesundheitsschädigende Wirkungen durch niederfrequente elektrische Felder

Elektrische Hypersensitivität

 

Die passiv zu erduldende, ungewollte Befeldung nehmen viele Menschen als Bedrohung war. Ein Nachweis vollständiger Unbedenklichkeit kann naturwissenschaftlich niemals belegt werden. Das Gefühl den Interessen der Betreiber ausgeliefert zu sein, bestimmt oft die öffentliche Diskussion. Eine transparente ehrliche Risikokommunikation ist deshalb dringend vonnöten. Dabei ist es ein absolut nachvollziehbares, ethisch gegenüber den nachwachsenden Generationen gebotenes Anliegen, mangels Langzeiterfahrungen vorsichtig mit elektromagnetischen Feldern wie sie u. a. beim Mobilfunk vorkommen, umzugehen.

 

Verkannte Gefahr „Elektrosmog“

Jedes Jahr kommt es in Deutschland durch Elektrosmog zu 10 Millionen Tinnitus- Neuerkrankungen!

Ergebnisse einer Fragebogenaktion an 110 HNO-Patienten mit Ohrgeräuschen. Allergien, Nervenkrankheiten, Epilepsie, psychiatrische Erkrankungen

Prof. inv. Dr. med H. J. Wilhelm HNO-Facharzt

Stimm- und Sprachstörungen

Plastische Operationen

Stellvertretender Präsident d. Gesundheitsforum Rhein-Main e. V.

Sportmedizin

 

Der im Januar 2002 vom Sozialministerium Hessen veröffentlichte Gesundheitsbericht stellt unter anderem fest, dass in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme bei Allergien und Nervenkrankheiten zu verzeichnen ist. So hat die Zahl der Epilepsiebehandlungen seit 1993 um die Hälfte zugenommen, ebenso die Zahl der psychiatrischen Behandlung um 30 %. Die ist ebenfalls ein Phänomen, dass wir im Hals- Nasen-Ohren-Bereich bei jungen Menschen beobachten, die in den letzten Jahren zunehmend mit Ohrgeräuschen zur Behandlung in den Facharztpraxen erscheinen. Nach einer Erhebung der Deutschen Tinnitusliga 1998 leiden ca. 3 Millionen Erwachsene an einem chronischen Ohrgeräusch. Jährlich kommt es bei 10 Millionen Deutschen zu einem Tinnitus (Neuerkrankungen), bei dem ca. 340.000 in eine chronische Form übergehen. 37 %dieser Patienten fühlen sich im persönlichen Bereich beeinträchtigt. 9 % machen sich darüber beträchtliche Sorgen. Das sind Zahlen, die PD Dr. Goebel 2002 in seinem Artikel „Psychische Aspekte des chronisch-komplexen Tinnitus“ veröffentlicht hat. Das es sich bei den über Ohrgeräusche klagenden Patienten um immer jüngere Patienten handelt, denen kein Lärmtrauma zuzuordnen ist, müssen wir uns Gedanken machen, woher diese neue Beeinflussung in den letzten Jahren kommt. Dies hat dazu geführt, in einer großen Hals, Nasen, Ohren-Praxis mit Therapieschwerpunkt akuter/chronischer Tinnitus eine Fragebogenaktion eine Fragebogenaktion zu starten. Hintergrund dieser Fragestellung war, ob möglicherweise Handys, schnurlose Telefone Zuhause bzw. Mobilfunksendemasten (Basisstation) möglicherweise eine Rolle spielen.

Von den befragten 110 Patienten gaben 49 %einen Tinnitus rechts als auch links an. Auffällig war, daß 68 %von diesen in der Nähe (sichtbar) von Mobilfunkantennen bzw. Starkstrommasten wohnen, 32 % sowohl mit Handy als auch mit einem schnurlosen Telefon Zuhause telefonieren. ~}:Ir20 % der Befragten telefoniert nicht mit einem Handy oder einem schnurlosen Telefon. Von diesen 110 Patienten klagten 38 % nach dem telefonieren mit einem Handy bzw. schnurlosen Telefon:

über ein warmes Ohr, eindumpfes Gefühl im Kopf, Kopfschmerzen

Nackensteifigkeit. Bei den meisten befindet sich die Ladestation für Handy – Schnurlostelefon (DECT) im Wohnzimmer bzw. Flur, bei 13 % im Schlafzimmer.

Des weiteren wurden die Patienten angehalten versuchsweise über eine Woche sowohl Handy als auch das schnurlose Telefon auszuschalten.

Hierbei zeigte sich, daß 40 % der Patienten, die diesen versuch unternommen haben, der Tinnitus leiser bzw. subjektiv nicht mehr als störend empfunden wurde. Das heißt, für diese zeit konnte auf weitere therapeutische Maßnahmen verzichtet werden.

Hier sehen wir medizinisch sicherlich Zusammenhänge, nicht nur zwischen den Telefoniergewohnheiten, sondern auch, dass Mobilfunksendeanlagen sowie tragbare schnurlose Telefone nach dem DECT- Standard eine Beeinflussung der Lebensqualität bedeuten können. Bei dieser hohen Anzahl an Neuerkrankungen pro Jahr stellt dies sicherlich auch einen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen dar, der nicht zu unterschätzen ist. Vergessen sollte man auch nicht, dass es bei den 8 Millionen Schwerhörigen in der Bundesrepublik und größtenteils Hörgeräteversorgten Menschen in der Nähe von Basisstationen zu erheblichen Rückkoppelung und Störung im Hörgerät kommen kann.

 

 

Prof. Dr. Bernd Kröplin

Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktion

Universität Stuttgart

Wie Mobilfunk- Hochfrequenzen die Struktur von Körperflüssigkeiten verändern.

 

 

Am Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktion ( ISD ) der Universität Stuttgart forschen wir seit einigen Jahren an der Informationsübertragung im Wasser. Ursprünglich hervorgegangen ist dieses Gebiet aus den Bemühungen eine einfache Raumfahrtmedizin für die Astronauten an Bord zu entwickeln, mit der sie sich auf bioenergetischer Behandlungsbasis bei kleinen gesundheitlichen Verstimmungen selbst versorgen können. Dabei ist uns aufgefallen, dass sich schwache Feldwirkungen, die mit üblichen Messmethoden nicht feststellbar sind , im Wasser abbilden und unter dem Mikroskop betrachtet und dokumentiert werden können. Die Methode wurde neben natürlichen Wässern auch auf Körperwässer angewandt z. B. Speichel, Urin, Blut und hat zu einem eigenen Forschungszweig geführt. Inzwischen gibt es über 10.000 Bilder in unserer Wasserdatenbank.

Neben Forschungsberichten zum Thema haben wir auch das Buch „ Welt im Tropfen „ veröffentlicht. Dieses Buch geht in seinem Inhalt weit über die Exponate hinaus und vertieft die Themen der Ausstellung. Die Ausstellung zunächst als externes Projekt der Expo gezeigt, wurden unsere außergewöhnlichen Forschungsergebnisse zu einer interessanten, interaktiven Ausstellung rund um das Thema Wasser und diese fand in Stuttgart derart große Resonanz, dass sie terminlich verlängert wurde.

Nachfolgende Bilder zeigen den Einfluss von Mobiltelefonen auf die Tropfenstruktur von Speichel die oberen 3 Bildpaare und auf Bodenseewasser das untere Bildpaar. Auch hier wird das Bild strukturloser. Wir haben bei unserem ersten Versuch, nachdem eine Kontrollaufnahme des Speichels der Person ohne elektromagnetischen Einfluss gemacht wurde, dieselbe Person ein zweiminütiges Handygespräch führen lassen. Eine sofortige Kontrolle des Speichels nach dem Gespräch ergab im mikroskopischen Bild eine deutliche Veränderung der Speichelstruktur, wobei eine Art Rigidität und Herabsetzung der Vielfalt der Speichelstruktur zu beobachten waren.

 

Anmerkung: Die lebende Zelle besteht zu mehr als 70 % aus Wasser.

 

 

Betr.: Mobilfunk

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

 

Ende September trafen wir, 22 Ärzte und Unterstützer, uns in der weiteren Umgebung Freiburgs mit dem erklärten Ziel, den jetzt in seiner Endfassung vorliegenden FREIBURGER APPELL gemeinsam vorzubereiten. Bei der mittlerweile hohe Wellen schlagenden Diskussion, ob und wie stark eine Gefährdung von unmittelbar betroffenen Menschen durch Mobilfunkstrahlung möglich ist, müssen besonders wir Ärzte öffentlich Stellung beziehen! Wir sind überzeugt davon, dass es zu unseren ärztlichen Aufgaben gehört, uns nicht nur therapeutisch für unsere Patienten einzusetzen, sondern auch den Vorsorgeaspekt im Blick zu halten, vor allem dann, wenn dieser Aspekt gesundheitspolitisch auf dem Altar des sogenannten Fortschritts geopfert wird.

Sollten Sie unsere Auffassungen im FREIBURGER APPELL teilen, möchten wir Sie bitten, diesen Aufruf mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.

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 Zitat

Zu allen Zeiten haben die Kleinen für die Dummheiten der Grossen büssen müssen.

La Fontaine

Datum:

 

Arztstempel

 

Ich unterstütze den FREIBURGER APPELL ausdrücklich mit meiner

 

Unterschrift…………………………………………………………………………………………..

 

O   Bitte schicken Sie mir nähere Informationen zu dem nächsten geplanten Treffen

(voraussichtlich 28./29.3.2003) zu. (nur bei Interesse)

 

Achtung: Spenden sind rein freiwillig und für die Unterschrift nicht erforderlich!

 

Ich werde einen Unkostenbeitrag von

…………… €

auf das IGUMED- Konto überweisen:

Sparkasse Hochrhein, BLZ 68452290, Konto Nr. 39-006275.

Die Spendenbescheinigung wird Ihnen automatisch zugeschickt.

 

Meine Anschrift:

 

Name,Vorname,evtl.Titel:………………………………………………………………………………………………

 

Berufsbezeichnung:………………………………………………………………………………………………………………….

 

Straße:…………………………………………………………………………………………………………………………………..

 

Wohnort:……………………………………………………………………………………………………………………………….

 

Tel und Fax:…………………………………………………………………………………………………………………………..

 

E-mail:…………………………………………………………………………………………………………………………………..

 

 

 

Wir haben den FREIBURGER APPELL an unsere Standesvertreter, an sämtliche Bundestagsabgeordnete, an alle Krankenkassen, an die evangelische und katholische Kirche und ihre Umweltbeauftragten, an Gewerkschaften, an Umweltorganisationen, Selbsthilfegruppen und natürlich an die Presse, Rundfunk, Fernsehen und Fachzeitschriften gesandt.

Schon jetzt sind wir überwältigt von dem Echo, das wir sowohl in unserem Land als auch im Ausland ausgelöst haben. Allerdings reicht die Anzahl der bisher erreichten Menschen, die unsere Auffassung teilen, noch nicht aus, um den Entscheidungsträgern damit deutlich machen zu können, wie ernst es uns mit diesem FREIBURGER APPELL , insbesondere mit unseren Forderungen ist!

Daher werden wir unseren Aufruf über all diejenigen weiterverbreiten, die sich entschließen, uns dabei zu unterstützen.

 

Somit wird das Sammeln weiterer Unterschriften zum FREIBURGER APPELL vorerst bis Anfang Dezember laufend fortgesetzt werden, sowohl bei interessierten Ärztinnen und Ärzten, als auch bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern ( Bürgerinitiativen, Betroffene, andere in das   Thema Mobilfunk Involvierte wie Tierärzte, Angehörige von Pflegeberufen, Heilpraktiker, Erzieher, Architekten, usw.).

 

Auch im europäischen Ausland beginnen momentan ähnliche Aktionen. Wir sind Ihnen daher für eine Vervielfältigung und Verbreitung des FREIBURGER APPELLS       sehr dankbar!

Bitte das Unterschriftenblatt (bei Weiterverbreitung bitte zuerst kopieren) gut leserlich, ausfüllt und unterschrieben entweder per E-Mail (igumed@gmx.de), Fax (07761/913491) oder per Post (IGUMED, Bergseestr.57, 79713 Bad Säckingen) zurücksenden!

 

Mit freundlichem Gruß

 

Die Erstunterzeichner

 

 

Die Erstunterzeichner:

Dr. med. Thomas Allgaier, Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Heitersheim

Dr. med. Christine Aschermann, Nervenärztin, Psychotherapie, Leutkirch

Dr. med. Waltraud Bär, Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Wiesloch

Dr. med. Wolf Bergmann, Allgemeinmedizin, Homöopathie, Freiburg

Dr. med. H. Bernhardt, Kinderheilkunde, Schauenburg

Dr. med. Klaus Bogner, Allgemeinmedizin, Friedrichshafen

Dr. Karl Braun von Gladiß, Allgemeinmedizin, Ganzheitsmedizin, Teufen

Hans Brüggen, Internist, Lungen- und Bronchialheilkunde, Umweltmedizin, Allergologie, Deggendorf

Dr. med. Christa-Johanna Bub-Jachens, Allgemeinärztin, Naturheilverfahren, Stiefenhofen

Dr. med. Arndt Dohmen, Innere Medizin, Bad Säckingen

Barbara Dohmen, Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Bad Säckingen

Verena Ehret, Ärztin, Kötzting

Dr. med. Joachim Engels, Innere Medizin, Homöopathie, Freiburg

Karl-Rainer Fabig, Praktischer Arzt

Dr. med. Gerhilde Gabriel, Ärztin, München

Dr. med. Karl Geck, Psychotherapie, Murg

Dr. med. Jan Gerhard, Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Ahrensburg

Dr. med. Peter Germann, Arzt, Umweltmedizin, Homöopathie, Worms

Dr. med. Gertrud Grünenthal, Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Bann

Dr. med. Michael Gülich, Arzt, Schopfheim

Julia Günter, Psychotherapie, Korbach

Dr. med. Wolfgang Haas, Innere Medizin, Dreieich

Dr. med. Karl Haberstig, Allgemeinmedizin, Psychotherapie, Psychosomatik, Inner-Urberg

Prof. Dr. med. Karl Hecht, Spezialist für Streß-, Schlaf-, Chrono- und Raumfahrtmedizin, Berlin

Dr. med. Bettina Hövels, Allgemeinmedizin, Lörrach

Walter Hofmann, Psychotherapie, Singen

Dr. med. Elisabeth Höppel, Naturheilverfahren, Orthopädie, Dorfen

Dr. med. Rolf Janzen, Kinderheilkunde, Waldshut-Tiengen

Dr. med. Peter Jaenecke , Zahnarzt, Ulm

Beate Justi, Psychiatrie, Psychotherapie, Hannover

Michaela Kammerer, Ärztin, Murg

Karl Kienle, Praktischer Arzt, Homöopathie, Chirotherapie, Naturheilverfahren, Schongau

Dr. med. Monika Kuny, Psychotherapie, Grünwald

Dr. med. Michael Lefknecht, Allgemeinmedizin , Umweltmedizin, Duisburg

Dr. med. Volker zur Linden, Innere Medizin, Bajamar

Dr.med. Martin Lion, Arzt, Homöopathie, Ulm

Dr. med. Dagmar Marten, Ärztin, Ochsenfurt

Dr. Rudolf Meierhöfer, Zahnarzt, Roth

Dr. med. Rudolf Mraz, Psychotherapie, Naturheilverfahren, Stiefenhofen

Dr. med. Otto Pusch, Nuklearmedizin, Bad Wildungen

Dr. med. Josef Rabenbauer, Psychotherapie, Freiburg

Elisabeth Radloff-Geck, Ärztin, Psychotherapie, Homöopathie, Murg

Dr. med. Anton Radlspeck, Praktischer Arzt, Naturheilverfahren, Aholming

Barbara Rautenberg, Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Kötzting

Dr. med. Christof Rautenberg, Internist, Kötzting

Dr. med. Hans-Dieter Reimus, Zahnarzt, Oldenburg

Dr. med. Ursula Reinhardt, Allgemeinmedizin, Bruchköbel

Dr. med. Dietrich Reinhardt, Innere Medizin, Bruchköbel

Dr. med. Andreas Roche, Allgemeinmedizin, Kaiserslautern

Dr. med. Bernd Salfner, Kinderheilkunde, Allergologie, Waldshut-Tiengen

Dr. med. Claus Scheingraber, Zahnarzt, München

Dr. med. Bernd Maria Schlamann, Zahnarzt, Heilpraktiker, Ahaus-Wessum

Dr. med. Hildegard Schuster, Psychotherapie, Lörrach

Norbert Walter, Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Bad Säckingen

Dr. med. Rosemarie Wedig, Ärztin, Psychotherapie, Homöopathie, Düsseldorf

Dr. med. Günter Theiss, Allgemeinmedizin, Frankfurt

Prof. Dr. med. Otmar Wassermann, Toxikologie, Schönkirchen

Prof. Dr. med. H.-J. Wilhelm, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Phoniater, Frankfurt

Dr. med. Barbara Würschnitzer-Hünig, Dermatologie, Allergologie, Umweltmedizin, Kempten

Dr. med. Ingo Frithjof Zürn, Allgemeinmedizin, Phlebologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Nordrach

Erste Unterstützerliste des FREIBURGER APPELLS:

Dr. med. Wolfgang Baur, Allgemeinmedizin, Psychotherapie, Umweltmedizin, Vienenburg

Prof. Dr. Klaus Buchner, Physiker, München

Volker Hartenstein, MdL Bayerischer Landtag, Ochsenfurt

Maria und Bruno Hennek, Selbsthilfegr. der Chemikalien- und Holzschutzmittelgeschädigten, Würzburg

Dr. Lebrecht von Klitzing, Medizinphysiker, Stokelsdorf

Wolfgang Maes, Baubiologie und Umweltanalytik, Neuß

Helmut Merkel, 1.Vorsitzender des Verband Baubiologie, Bonn

Peter Neuhold, Heilpraktiker, Berlin

Prof. Dr. Anton Schneider, wissenschaftl. Leiter des Institut für Baubiologie und Ökologie, Neubeuern

Dr. Birgit Stöcker, Vorsitzende des Selbsthilfevereins für Elektrosensible, München

Prof. Dr. Alfred G. Swierk, Mainz

Dr. Ulrich Warnke, Biophysik, Biopsychologie, Biomedizin, Saarbrücken

 

Zitat :

Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen !

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen warum ein so großer Teil der Menschen , nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben und warum es anderen so leicht wird sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.

Immanuel Kant

 

REFLEX STUDIE 2004

 

Projektleitung Prof. Dr. Adlkofer Universität Wien

Forscher der Reflex- Studie haben nachgewiesen, dass elektromagnetische Felder ( Mobilfunk ) die Chromosomen schädigen. In den Chromosomen sind die Erbgutinformationen von Lebewesen gespeichert. Die Versuche wurden an Zellkulturen durchgeführt.

In den Versuchsreihen wurden verschiedene Zelltypen elektromagnetischen Feldern unterschiedlicher Frequenzen ausgesetzt. Bei bestimmten Expositionsintervallen zeigten sich Brüche in den Chromosomen.

Diese gentoxischen Effekte können Krebs auslösen ! Menschliche Chromosomen

 

Professor Adlkofer:

gefährlich sind vor allem die Doppelstrangbrüche weil sie vom Körper oft falsch repariert werden. Denn Veränderungen am Erbgut führen in der Regel zu Krebs !

Sind die menschlichen Zellen bereits geschädigt, wird dies durch den Einfluss der Strahlung um ein Vielfaches verstärkt. Mit Handystrahlung wird ja die Entstehung von Hirntumoren, auch die Entstehung der Alzheimer´schen Krankheit in Zusammenhang gebracht. Die Erkenntnissen die wir jetzt hinzugefügt haben, sprechen dafür, dass die Entstehung solcher Krankheiten durch elektromagnetische Felder möglich ist.

Die Grenzwerte liegen bei 2 SAR. Das heißt, Specific Absorption Rate / Watt pro Kilo Energieeintrag. Wir finden Veränderungen aber weit unterhalb der Grenzwerte für Handys, schon bei 0,3 SAR ohne Temperaturanstieg. Da muß man sich schon fragen, ob die Methode der Grenzwertbestimmung überhaupt korrekt ist.

In dem von der EU finanzierten Reflex- Projekt arbeiteten 12 Teams europäischer Grundlagenforscher zusammen.

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Zitat

Niemand, auch wirklich niemand wird Ihnen die Folgen Ihrer Erkrankung zurücknehmen, niemand wird Ihr Leid mildern und niemand wird Sie für die folgen der Mobilfunktechnik entschädigen ! Nur Sie selbst haben heute noch die Chance Änderungen herbei zu führen ! Von verantwortungslosen Ärzten , Politikern und Industriebossen werden aber immer noch weitere Forschungen gefordert ! Eine brutale Vorgehensweise die, die laut Grundgesetz garantierte körperliche Unversehrtheit mit Stiefeln trittt. Jeder der auf seinem Grundstück, Gebäude, ob privat oder öffentlich, einen Mobilfunksender betreibt bzw. als Vermieter auftritt haftet möglicherweise für die gesundheitlichen Folgen die von diesem Sender ausgehen. Damit werden sie sich ein Leben lang selbst ruinieren !

Die Betreibergesellschaften werden sich der Haftung entledigen

Die Versicherer gehen kein unkalkulierbares Risiko ein

Wie sieht das z. B. die Schweizerische Rückversicherungs- Gesellschaft

Postfach

CH – 8022 Zürich / Schweiz

Elektrosmog – Ein Phantomrisiko ?

( Auszugsweise 1996 )

 

Mit Blick auf die Zukunft sind zwei Fragen zu klären: Unter welchen Bedingungen kann Versicherungsschutz gewährt werden ? Und zu welchem Preis ?

Unabdingbare Voraussetzung für die Deckung von Haftpflichtrisiken sind eindeutige Haftungsverhältnisse. Dazu bedarf es einer politischen Entscheidung darüber, was künftig im haftungsrechtlichem Sinne unter Ursachen zu verstehen ist und wie naturwissenschaftliche Wahrscheinlichkeitsaussagen über die Mitursächlichkeit einzelner Krankheitsfaktoren juristisch zu bewerten sind. Voraussetzung dafür ist wiederum ein gesellschaftlicher Konsens über den Umgang mit kollektiven Risiken sowie ein gerechter Lastenausgleich zwischen den Nutznießern einer Technik und denjenigen die vermutlich oder tatsächlich in irgendeiner Weise durch diese geschädigt wurden.

Solange darüber nur gestritten, nicht aber entschieden wird, fehlt jede kalkulatorische Grundlage für einen Versicherungsschutz.

Warnungen aus Naila

Juli 2004

 

Eine Ärztegruppe aus Naila im Frankenwald warnt nachdrücklich vor Mobilfunk.

Seit 1993 steht in Naila ein Mobilfunkmast. Die örtlichen Hausärzte haben Daten von 1000 Patienten in den letzten 10 Jahren genauer ausgewertet und sie mit ihren Krebsdaten verglichen. Dabei erkannten sie einen Zusammenhang zwischen der wachsenden Zahl von Krebserkrankungen und der Mobilfunkstrahlung.

Die Ärzte unterschieden 2 Patientengruppen.

 

  1. Jene die im Umkreis von bis 400 m von der Antenne entfernt leben.
  2. Jene die weiter weg wohnen.

 

Die Mediziner haben festgestellt, das in den 10 Jahren der Untersuchung im Innenbereich ( 1 ) das relative Risiko neu an Krebs zu erkranken doppelt so hoch ist.

Zwischen 1999 und 2004 dreifach so hoch war. Außerdem sind die Krebspatienten im Innenbereich wesentlich jünger, im Durchschnitt um 8,5 Jahre. Das Zentrum für Umweltforschung- und technik der Universität Bremen bescheinigt den Ärzten aus Naila eine solide Forschungsarbeit. Eine sofortige Abschaltung der Mobilfunk anlage ist unumgänglich.

 

Valley feiert Ende des US Senders

 

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative „Sender freies Oberland“ Georg Paul appellierte an die Sendergegner, den Kampf gegen Mobilfunkstrahlung nicht aufzugeben. Die USA haben Ende 2003 nach jahrelangem Kampf der Sendergegner den Sender abgeschaltet .Die Leistung des Senders betrug bis zu einer Million Watt. Laut der Bürgerinitiative lag das Krebsrisiko in Valley 40 % über dem bayerischen Durchschnitt. Anwohner litten an Migräne, Rheuma, Schlaflosigkeit usw.

 

Hamburger

Umweltinstitut

Leiter: Prof. Dr. Michael Braungart

 

Es besteht ein fatales Kartell zwischen der klassischen Wissenschaft, der Politik und der Industrie – gerade im Bereich des Verbraucherschutzes – nicht zielgerichtet und lösungsorientiert zu forschen. Nur solange Dinge als ungeklärt gelten, gibt es Forschungsgelder für Hochschulen. Also werden oftmals Projekte künstlich als Probleme erhalten, die längst gelöst sind. Dadurch werden neue verbraucherrelevante Fragestellungen nicht bearbeitet.

Die Politik braucht solange nicht zu handeln, wie vermeintlich kontroverse wissenschaftliche Auffassungen bestehen. Die Industrie hat kein Haftungsproblem , den es wird ja erst noch geforscht.

 

 

Industrienahe – Gutachter

Industriehörig, Menschenverachtend, Skrupellos ?

 

 

Dr. Norbert Blüm, Öffentliche Mitteilung

Dr. Norbert Blüm:

Öffentliche Mitteilung

Gutachter führen Ärzte in die Irre – zum Schaden durch Nervengifte schwer Erkrankter

Rente für durch Chemikalien geschädigte – BK 1317

 

1996 wurde meinem Ministerium die Empfehlung gegeben, für alle Berufe, die einen Kontakt mit Lösungsmitteln und anderen organischen flüchtigen Stoffen mit sich bringen, eine anerkannte Berufskrankheit einzuführen. Diese wurde ein Jahr darauf mit der Berufskrankheiten -Nr. 1317 umgesetzt. Der wissenschaftliche Sachverständigenbeirat hatte für diese Empfehlung eine große Anzahl von Studien gesammelt, die für entsprechende Berufe wie Maler, Lackierer, Kfz-Mechaniker, Tankwarte, Arbeiter in Schuhfabriken, Teppichleger, Metallverarbeitung (Entfettung), chemische Reinigungen, Drucker etc. Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems nachgewiesen haben.

Die Erkrankung trägt die Bezeichnung toxische Enzephalopathie (TE) und toxische Polyneuropathie. Leichte Fälle leiden unter Störungen der Psyche – Angst, Depression, Stimmungsschwankungen, Affektlabilität – und der Lern- und Denkfähigkeit, besonders das Kurzzeitgedächtnis, Planausführung, Texterfassung, begleitet von Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Extremitäten. Hinzu können Koordinationsstörungen, Ataxien und Tremor auftreten.

In schweren Fällen können sich Demenzen entwickeln. Die Studien weisen auch nach, dass diese neurotoxischen Stoffe präsenilen Demenzen förderlich sind.

Die BK 1317 sollte diesen Menschen die Rente sichern.

Die Studien aus den 70er Jahren beweisen die Nervenschäden dieser Berufsgruppen auch bei Einhaltung der Grenzwerte (MAK). Damit müssen die Betroffenen keinen Nachweis der Grenzwertüberschreitung führen. Die Diagnose TE genügt. Diese wurde bereits 1985 durch die WHO definiert.

 

Keine Rente wegen organisierter Falschdarstellung

 

Vor wenigen Wochen wurde ich von der Initiative kritischer Umweltgeschädigter darauf aufmerksam gemacht, das bisher nur schwerste Fälle anerkannt worden sind und der Mehrheit der Geschädigten die Anerkennung verweigert wird. Die Initiative kennt hunderte harter Schicksale, die oft noch obendrein wegen ihrer Krankheit diskriminiert werden. Sie vermutet eine hohe Dunkelziffer, da die Erkrankung nur in seltenen Fällen erkannt wird. Die Ursache dafür ist eine prägnant falsche Darstellung der Erkrankung -insbesondere der Krankheitsverlauf – im Merkblatt für Ärzte zur Berufskrankheitanzeige, so dass schon die Verdachts anzeige in der Regel unterbleibt. Die Minderheit, die durch Eigeninitiative bis zu einem Gerichtsverfahren durchdringen, werden dort abgelehnt, da die arbeitsmedizinischen Gutachter sich ebenfalls an diesem Merkblatt orientieren.

Das Merkblatt steht im krassen Gegensatz zu den wissenschaftlichen Grundlagen wie sie durch den Sachverständigenbeirat dargelegt wurden – obwohl einer der Autoren des Merkblatts, Prof. Johannes Konietzko, selbst Mitglied des Beirats war. Andere Mitglieder des Beirats haben mittlerweile die Sache überprüft und festgestellt, dass das Merkblatt inhaltlich falsch ist.

Diese Falschdarstellung war wohlorganisiert. Der BK-Report (3/99) des Hauptverbandes der gewerblichen Berufgenossenschaften (HVBG) belegt einen solchen Verdacht. Dort werden wissenschaftliche Quellen angegeben, die das genau Gegenteil von dem enthalten, was sie angeblich belegen sollen. Die angegeben Quellen zeigen, dass die Nervenschäden meist irreversibel sind und auch nach Ende der Exposition sich noch verschlimmern können, der Report und das Merkblatt schließen letzteres aus und sprechen von Heilung. So wird der diagnostizierende Arzt in die Irre geführt.

 

Dringend notwenige Information für Ärzte

 

Das Merkblatt muss umgehend geändert werden zur Sicherung einer angemessenen medizinischen Versorgung und des rechtliche Schutzes wohl zehntausender beruflich bedingt Erkrankter. Vor allem muss dringend die Ärzteschaft an geeigneter Stelle flächendeckend über die Fehlinformation unterrichtet werden.

 

Enorme Kosten – enorme Schäden

 

Ich erachte es als unerträglich, dass eine kleine Gruppe gut organisierter Gutachter mittels Fälschung der wissenschaftlichen Grundlagen eines Spezialgebietes die Beschlüsse der Bundesregierung und die gerichtliche Überprüfung unterlaufen, um das Einzelinteresse der Versicherungen (Berufsgenossenschaften), das im Sachverständigenbeirat sich wegen der eindeutigen wissenschaftlichen Informationslage nicht hatte durchsetzen können, doch noch über das Allgemeinwohl zu stellen.

Ein Gutachter, der es gewohnt ist, solchen Widersprüchen nachzugehen, hat mich davon in Kenntnis gesetzt, dass solche Fälschungen auf dem Gebiet umweltbedingter Erkrankungen notorisch sind, so dass ein bereinigtes Wissenschaftsbild entsteht. Das Risiko erscheint viel kleiner und verhindert so flächendeckend Prävention, unterdrückt diagnostische Instrumente und verhindert angemessene Therapien. Der Wegfall von Prävention und falschen Therapien, Z.B. produziert chronische Kranke eine Explosion der Kosten.

Auf diesem Wege fügt der Hauptverband der Berufsgenossenschaften und seine Autoren Einzelnen und der Gemeinschaft enormen Schaden zu. Dies führt alljährlich vermutlich bei tausenden von Menschen regelmäßig zum sozialen Ruin und die Kosten der Solidarkassen werden zugunsten von organisierten Einzelinteressen aufgebläht.

Gegenüber der menschlichen Niederträchtigkeit einer solchen Karrierepflege kann ich nur Abscheu empfinden.

 

Kontrolle und Regress

 

Dieser Vorgang muss Folgen haben im Sinne von unmittelbaren Regress in Bezug auf den entstandenen Schaden und im Sinne von Kontrolle. Denn der Vorgang zeigt, das Expertengremien allein keine Gewähr bieten, dass der Stand der Wissenschaft zum Wohl und Schutz der Allgemeinheit genutzt wird. Protokolle solcher Gremien müssen öffentlich zugänglich sein und eine Wiederbefassung muss im Wege der Öffentlichkeit erzwingbar sein. Andernfalls werden die Kosten der Solidarkassen weiter explodieren. Allein die Verlagerung der Nichtanerkennung der BK 1317 ist mit 3 Mrd € per anno noch sehr vorsichtig geschätzt. Eine Reform der Solidarkassen wird nicht gelingen können, wenn sie solche Kosten übernehmen müssen. Eine verursachergemäße Zuordnung dieser Kosten würde zu einer massiven Entlastung der Beitragszahler (Lohnnebenkosten) fuhren. Eine rechtzeitige Prävention fuhrt zur Entlastung der Frühverrentungsquote.

 

 

Norbert Blüm

Unterschrift

 

Stellungnahme von Frau Dr. med. Christine Aschermann im Deutschen Ärzteblatt Heft 19 vom 7. mai 2004 zum Beitrag

Gesundheitliche Auswirkungen hochfrequenter Strahlenexposition

von

Dr. biol.- hum. Gabriele Berg, MSP

Dr. PH Jürgen Breckenkamp, MPH

Prof. Dr. rer. nat. Maria Blettner

 

 

Sehr erfreulich dieser Artikel, der in ungewohnter Deutlichkeit Studien zitiert, die auf die Gefährlichkeit des Mobilfunks hinweisen. Bisher wurden ja Risiken schlicht verneint und Stimmen die das Gegenteil behaupteten als Panikmacher abgetan.

Nicht aufgeführt wird allerdings die Belastung durch niederfrequente gepulste DECT- Telefone und auch die neueren Studien über gesundheitliche Störungen im Bereich von Mobilfunksendern werden nicht erwähnt. Angesichts der Brisanz der bisher bekannt gewordenen Studienergebnisse ist eine abwartende Haltung von Medizinern und Politikern gar nicht mehr zu vertreten.

Vor kurzem durften wir im Deutschen Ärzteblatt lesen, dass es zwei Arten von Beweisführung gibt. Die eine, die den Wirkmechanismus darlegt. die andere, die auf Beobachtung beruht ( gleiche Ursachen führen zu gleichen oder ähnlichen Folgen ) . Wenn weltweit zu beobachten ist, das Tiere ( Kühe und andere ) sterben oder Missgeburten zur Welt kommen, wenn Bäume verkümmern und sterben ( deutlich zu sehen entlang den Autobahnen ) nachdem ein Mobilfunksender in Betrieb gegangen ist- sind wir so engstirnig in unserer Denkweise, dass wir glauben, wir Menschen würden nicht beeinflusst ? Unsystematisch von mir zusammengestellte Informationen aus verschiedenen Studien geben mir zu denken: Zunahme von Muskel- und Skeletterkrankungen, von psychischen Erkrankungen laut Jahresbericht von AOK und TK, von Depressionen ( Volker Faust 2002 ), von Frühberentungen aus psychischen Gründen ( laut Verband der Vertragspsychotherapeuten Südwürttemberg<), von Früh- und Fehlgeburten in der benachbarten Frauenklinik ( persönliche Mitteilung ), von Schwangerschaftstoxikosen ( eigene Klientel, die in den letzten Jahren entbunden hat ).

Als Psychotherapeutin habe ich im Laufe von sieben Jahren viele Fälle gesammelt von Gesundheitsproblemen aller Art bei Menschen, die im Umfeld eines Mobilfunksenders leben. Die häufigsten Symptome sind zunächst einmal – wie bei anderen umweltbedingten Störungen auch- die zum Teil extreme Vergesslichkeit, auch bei jüngeren Personen, und die Tendenz zu Fehlhandlungen ( meist sehr schambesetzt, deshalb verschwiegen ), die den Psychiatern gut bekannt, den übrigen Ärzten wohl nicht so auffallende – reduzierte, affektive Schwingungsfähigkeit und die herabgesetzte Flexibilität der Persönlichkeit in der Art zu reagieren.

Später können Syndrome wie Fibromyalgie, Chronique- Fatigue- Syndrom, Multiple Chemical Sensitivity hinzutreten, Syndrome die in meiner Klientel explosionsartig zugenommen haben und im weitern Verlauf kommen Leukämie und Tumoren hinzu. Zur besseren Risikoabschätzung bei meinen Patienten frage ich gezielt nach Erkrankungen in der Umgebung ( Angehörige, Nachbarn ) meiner Klientel. Neben einer Häufung von Tumoren wird über Gefäßprozesse ( Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen ), Allergien, Rheuma und Hormonstörungen ( Wachstumsstillstand bei Kindern ) berichtet.

Leider ist der Ausbau des Mobilfunks und die Versorgung mit DECT- Telefonen in der Bevölkerung schon soweit fortgeschritten, dass man kein unbelastetes Kollektiv mehr findet. Unter diesen Umständen lässt sich im Grunde keine saubere wissenschaftliche Studie mehr durchführen. Angesichts dieser Sachlage ist zu fordern, dass sofort gehandelt wird, bevor neue Studienergebnisse vorliegen: Stopp des Ausbaus von Mobilfunk, Verbot von Handy für Kinder und Jugendliche, Verbot der Technik nach DECT- Standard.

 

 

 

 

Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.

Kurt Tucholsky 1919

 

 

Niederlage für Anwohner im Mobilfunk- Streit.

 

Karlsruhe (mm) – Anwohner können bis auf Weiteres kein Verbot von Mobilfunkanlagen durchsetzen. Das entschied der Bundesgerichtshof in letzter Instanz. Es gebe keinen wissenschaftlich begründeten Zweifel an den vom Bund festgelegten Grenzwerten für die Strahlung.

Zwei Kläger aus Hanau waren durch alle Instanzen gezogen, um den Betrieb einer Sendeanlage auf einem benachbarten Kirchturm zu verhindern. Vergeblich: Anwohner, die ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch die Strahlung geltend machten, müssen dem Gericht neue wissenschaftliche Erkenntnisse darlegen, befanden die Richter. Ähnlich hatte auch schon das Bundesverfassungsgericht geurteilt.

Im Zentrum des Prozesses stand die Frage, wer in der Nachweispflicht steht: Ob also die Anwohner die Gesundheitsgefahr beweisen müssen oder der Betreiber der Anlage deren Unbedenklichkeit. Dafür ist laut den Richtern die Einhaltung der Grenzwerte entscheidend. Werden sie eingehalten , dann können Betroffene sich nicht ins Blaue hinein auf Gesundheitsrisiken berufen. Sie müssten stattdessen neue Forschungsergebnisse vorlegen, die die Grenzwerte in Frage stellen. Durch die ständige Zunahme elektrischer Anlagen, vor allem der Mobilfunknetze, hat sich der Strahlenpegel zuletzt ständig erhöht. Kritiker verlangen strengere Grenzwerte. Neue Erkenntnisse werden unter anderem von einer großen internationalen Analyse erhofft, deren erste Ergebnisse noch in diesem Jahr vorgestellt werden sollen.

 

 

Weiterkämpfen:

Rechtsanwalt Jürgen Ronimi, Oberursel

 

Dieses Urteil des Bundesgerichtshofs bietet keinen Anlass zur Resignation. Zwar ist die Reaktion der betroffenen Bürgerinitiative verständlich, die dieses Urteil als einen harten Rückschlag empfindet, denn für die betroffenen Bürger ist der Rechtsweg, bis auf die meiner Ansicht nach nicht gebotene Anrufung des Bundesverfassungsgerichts, erschöpft.

Immerhin ist doch jetzt höchstrichterlich festgestellt, dass die untergeordneten Gerichte aufgefordert sind, nach eigenem Ermessen die Beweise Recht suchender Bürger für durch Mobilfunksendeanlagen zu befürchtende Gesundheitsgefährdungen zu prüfen und zu einem eigenen individuellen Ergebnis im Einzelfall zu kommen. Die Vorgaben des Bundesgerichtshofs sind insoweit eindeutig.

Danach haben die Grenzwerte der 26. Bundes- Immissions- Schutzverordnung (BImSchV) zunächst die Indizwirkung , dass die Bürger durch in der Nähe ihrer Wohnungen befindliche Mobilfunksendeanlagen diese nur unwesentlich beeinträchtigen. Diese Indizwirkung kann jedoch bei wissenschaftlich begründeten Zweifel und dem fundierten Verdacht bestehender Gesundheitsgefährdung , die nicht ins Blaue hinein von betroffenen Bürgern vorgetragen werden, durchaus erschüttert werden und zwar durch Vorlage neuerer Forschungsergebnisse , die die Grenzwerte in Frage stellen und deshalb dazu führen, dass die untergeordneten Gerichte auf eine Umkehr der Beweislast dahingehend zu erkennen haben, dass nunmehr die Mobilfunkbetreiber die Ungefährlichkeit der von ihren Anlagen ausgehenden Strahlung nachweisen müssen.

Genau dies war bisher nicht der Fall. Nur allzu gerne haben sich bisher die untergeordneten Gerichte auf die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts zurückgezogen und diese dahingehend interpretiert, dass ihnen eine eigene Beweisaufnahme verboten sei, solange die Grenzwerte der BImSchV noch gelten. Von Recht suchenden Bürgern vorgelegte, neueste wissenschaftliche Ergebnisse und Beurteilungen unabhängiger Wissenschaftler weltweit wurden unter diesem Gesichtspunkt einfach nicht beachtet.

Dies ist nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs nun nicht mehr möglich. Vielmehr ist jeder einzelne mit einer Mobilfunkstreitigkeit befasste Richter aufgerufen nach seinem eigenen Gewissen und Ermessen die ihm vorgelegten wissenschaftlichen Ergebnisse zu prüfen und zu entscheiden, ob diese begründete Zweifel und den fundierten Verdacht bestätigen, dass die Grenzwerte der BImschV die Bürger gerade nicht vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunksendeanlagen schützen. Keineswegs fordert der Bundesgerichtshof also den Beweis für eine Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunksendeanlagen, sondern von den betroffenen Bürgern nur noch den Nachweis wissenschaftlich begründeter Zweifel und den eines fundierten Verdachts derartiger gesundheitlicher Beeinträchtigungen.

Nach alledem bleibt es den untergeordneten Gerichten vorbehalten, in Einzelfällen künftig unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Erwägungen bürgergerechter die ihnen vorgelegten Beweismittel zu entscheiden. Dies setzt allerdings den grundsätzlichen Wissen unserer Gerichte voraus, die Gesundheit unserer Bürger den wirtschaftlichen Interessen der Lobbyisten und Politiker voranzustellen, denn der Unterschied zwischen einem demokratischen Rechtsstaat und einem Bananenstaat ist und bleibt die Unabhängigkeit der Justiz.

 

Kommentar:

 

Degeneriertes Rechts- und Demokratieverständnis ist nicht nur in der Bevölkerung weit verbreitet sondern im besonderem Maße im Bundesdeutschen Rechtssystem bei politischen Verantwortungsträgern und besonders ausgeprägt bei den wirtschaftlich Verantwortlichen.

Umwelterkrankungen werden verstärkt psychiatrisiert . Toxikologische Abteilungen beschäftigen zunehmend Psychiater statt Toxikologen und Ärzte um Patienten die oft genug nachweislich durch Umweltgifte erkrankt sind in ihrer menschlichen Würde zu demütigen.

Bekannt ist, dass in vielen Unrechtssystemen, siehe auch ehemalige Sowjetunion , Regimekritiker als psychisch Kranke in Anstalten eingeliefert werden und einer medikamentösen ( Psychopharmaka ) Behandlung unterzogen werden. Diese Vorgehensweise hält nun wohl, nach Öffnung des Eisernen Vorhangs, auch in westlichen Demokratien Einzug.

 

 Zitat :

 

Es ist ein Skandal, dass gerade in München eine Ärztin der Psychiatrie ohne jegliche toxikologische oder gar umweltmedizinische Kenntnisse die Umweltambulanz der toxikologischen Abteilung der Technischen Universität München seit 8 Jahren leitet und sich mit der Meinung, MCS sei psychisch, habilitiert hat.

Der Chef der Abteilung lehrt in der Vorlesung, dass es außer Alkohol keine chronischen Vergiftungen gäbe. Umweltvergiftungen gibt es nicht. Dies fördert die Psychiatrisierung der Vergifteten und ihre Hoffnungslosigkeit.

 

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Max Daunderer

 

 

 

 

Dr. med.univ. Y Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Psychosomatik, Psychotherapie und Psychosoziale Medizin attestiert seinem Patienten der durch Mobilfunksender schwererkrankte eine „ Magnetismus Phobie „

 

Kommentar:

Dieses Attest zeigt wieder ganz deutlich wie miserabel der Bildungsstand vieler, angeblicher, namhafter Ärzte und Wissenschaftler ist. Magnetismus Phobie ist die

Erfindung unfähiger Ärzte.

 

Empfehlung :

 

Handeln sie selbst und lassen sie sich nicht behandeln !

 

 

 

Das Hessische Amt für

Versorgung und Soziales in Gießen

Bescheid nach § 4 Abs. 1 u. 4 des Schwerbehindertengesetzes

 

Sehr geehrte Frau C. S. ,

 

auf Ihren Antrag vom ………. Ergeht nachstehender Bescheid.

 

Die Behinderungen werden wie folgt neu bezeichnet.

Elektrosensibilisierung

 

______________________

 

 

Frage an Herrn Prof. Dr. jur. S. Bundesverfassungsrichter a. D.

( durch einem Mobilfunk- Sender gesundheitlich geschädigt ) :

 

„ Was geschieht in einem demokratischen, rechtsstaatlichen System wenn die Recht-

sprechung, wie geschehen bei der Mobilfunktechnik, versagt ?

 

Antwort:

Diese Frage stelle ich mir natürlich auch, ohne eine Antwort zu wissen.

 

 

 

Zur Erinnerung :

 

Erinnern sie sich noch an BSE ?

 

An die Notiz, eines Beamten der EU, die 1996 der Presse zugespielt wurde.

„Man muß die Angelegenheit herunterspielen, indem man die Leute desinformiert“, hieß

es in dem Aktenvermerk aus dem Jahre 1990. Außerdem wolle man Großbritannien bitten, seine wissenschaftlichen Ergebnisse nicht weiter zu veröffentlichen : „ Es ist besser zu sagen, dass die Presse zur Übertreibung neigt“.

 

 

 

 

 

Was Sie tun können:

Entnommen aus dem Buch von Rosalie Bertell

„Keine akute Gefahr ? „

 

Lehrer

müssen lernen, den von Staat und Industrie in den Schulen verteilten Propaganda- schriften Widerstand entgegenzusetzen , indem sie deren Inhalt an anderen, unabhängigen, Aussagen messen und kritisch diskutieren. Sorge vor zu viel Mühe oder Angst für die Karriere dürfen niemanden dazu verleiten, Verharmlosung, Manipulation und gar Lügen resigniert hinzunehmen und weiterzureichen. Lehrer haben eine hervorgehobene Funktion bei der sachlichen Aufklärung zukünftiger Generationen.

 

Ärzte

müssen erreichen, dass die Diskussion über gesundheitliche und genetische Folgen nicht weiterhin vor allem von den Verkäufern beherrscht wird. Vor allem müssen sie ständige epidemiologische Untersuchungen fordern ( und notfalls, wie jetzt etwa die Ärztegruppe IPPNW bei der Atomkraft selbst organisieren ), damit Erkenntnisse über schädliche Techniken gewonnenen werden. Ärzte sollen ihre Standesvertretung zur Rechenschaft ziehen, die sich als Beschwichtigungsinstrument missbrauchen lässt und in allen Medien mit ungesicherten oder gar unwahren Aussagen für die Interessen der Industrie wirbt.

 

Professoren

dürfen nicht aus falscher Kollegialität hinnehmen, dass leichtfertige oder gar korrupte Wissenschaftler Karriere machen, weil ihre höchst unzuverlässigen oder gar schon widerlegten Forschungsergebnisse den Mächtigen in den Kram passen, diese als wissenschaftliche Tatsachen ausgegeben und zur Grundlage von Gesetzen gemacht werden. Es muss also in der Wissenschaft wieder mehr offener Streit ausgefochten werden, auch wenn es weh tun kann.

  1. B. Die Aktion Münchner Physiker gegen die WAA Wackersdorf war hier ein Lichtblick . Dort wurde nachgewiesen, dass keine guten Gründe für das Durchpeitschen der Wiederaufarbeitungsanlage existieren und dass die Propagandabehauptung der Betreiber und ihrer Freunde in der Regierung falsch sind. Wissenschaftler können übrigens auch aus der öffentlich bezahlten Forschung aussteigen und versuchen, freiberuflich für Vereine und Bürgerinitiativen oder Gemeinden zu arbeiten. Einrichtungen wie das sehr wichtig gewordene Öko- Institut Freiburg oder das IFEU und das aus ihm hervorgegangene IPU oder das auch nach Tschernobyl rasch wachsende Umweltinstitut München zeigen dies.

 

 

Ingenieure

sollten z. B. die Methoden der sogenannten Risikoanalyse unter die Lupe nehmen, sie an ihrem gesunden Menschenverstand messen, ohne zuviel Ehrfurcht vor dem was Spezialisten sagen und schreiben und schauen was dabei herauskommt. Sie sollten sich, statt die Schlagworte von der Unverzichtbarkeit wiederzukäuen, mit dem Vergleich von Großtechniken und mittleren und angepassten Techniken beschäftigen, vor allem mit den vielen Möglichkeiten z. B. der Sonnnenenergienutzung. Auch hier wird der Markt für Freiberufliche wachsen.

 

 

Ökonomen

müssen lernen, bei Kosten- Nutzen- Betrachtungen auch jene Kosten und Schäden zu berücksichtigen, die wir auf Nachbarn und Nachkommen , oft sogar nur auf die nahe Zukunft abwälzen. Sie müssen über Steuerungsmöglichkeiten nachdenken, mit denen die Gesellschaft diese verborgenen Kosten offen legen und den schädlichen Produkten aufbürden könnte, damit sie durch langfristige bessere vom Markt verdrängt werden können. Auch die Ansätze, bei der Geldanlage auf die politisch- ökologische Richtung der gewählten Bank zu achten, sind Hoffnungszeichen.

 

Juristen

müssten darauf hin arbeiten, dass wir endlich ein Gesetz ähnlich dem amerikanischen Freedom of Information Act erhalten, aufgrund dessen Regierungen gezwungen werden könnten, Daten offen zulegen, an denen ein öffentliches Interesse besteht. Dann könnte z. B. die bayerische Staatsregierung nicht jahrelang die Originaldaten einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie über die Verteilung von kindlichen Krebserkrankungen und Missbildungen der Öffentlichkeit und sogar dem Parlament vorenthalten. Juristen müssen auch daran arbeiten, endlich die Möglichkeit der Verbandsklage zu eröffnen, damit als Kläger gegen tödlicher Bedrohungen von Mensch und Natur nicht nur jemand auftreten kann, der seine eigenen egoistischen Ziele auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzen will sondern der Allgemeinheit das Recht zugesteht unmittelbare Bedrohungen nachweisen zu können. Natürlich können Juristen als Richter, Staatsanwälte und Anwälte täglich darauf achten, dass das Recht nicht offensichtlich dem Unrecht dient. Richter müssen dafür auch etwas wagen.

 

 

Versicherungsvertreter

Könnten ihre Klienten auf die Merkwürdigkeit hinweisen, dass sie ihr Eigentum nicht gegen Schäden z. B. auch aus Atomunfällen versichern können. Warum ist eine jahrzentelange Verseuchung eines Feldes oder Wohngrundstückes durch Fall out kein versicherbares Risiko ? Weil es angeblich nicht eintreten kann.

 

 

Redakteure

dürfen sich nicht im Dienst der Karriere den Herrschenden anbiedern. Die ständige Wiederholung der Verlautbarungen offizieller Kreise muss der Darstellung und Diskussion der wirklichen Probleme weichen. Nicht die Ausgewogenheit, sondern offener, scharfer Streit um ungeklärte Fragen muss die wichtigste Aufgabe der Medien werden.

 

 

Funktionäre

in den Parteien und anderen gesellschaftlichen Gruppen sollen zurücktreten und Menschen Platz machen, die in schöpferischer Arbeit etwas über die Welt erfahren haben und hieraus zu ihren Urteilen kommen statt aus Linientreue und anderen machtstrategischen Erwägungen. Das ganze Verfahren, nach dem heute die Parteien ihre Kandidaten auf den Listen placieren, muss also erneuert werden.

 

Kommunalpolitiker

sitzen, fast wie die Bauern, nahe den Wurzeln der Gesellschaft. Sie können z. B. in Gemeinden und Städten entscheidenden Einfluss nehmen. Auch in vielen anderen Bereichen können sie durch gemeinsamen Druck auf die Gesetzgeber dezentralere Strukturen ansteuern.

 

Bauern

können, weil sie noch am nächsten an den Lebensgrundlagen sind, besonders wichtige Beiträge zur Entwicklung leisten. Sie können ganz konkret daran arbeiten, sich aus vielerlei Abhängigkeiten zu befreien und sich mit gleichgesinnten Produzenten, Verbrauchern in lokalen Märkten organisieren und wertvolle Aufklärungsarbeit leisten, siehe Rinderstudie.

 

Pfarrer

dürfen sich nicht von Bischöfen daran hindern lassen, Verbrechen gegen die Schöpfung als solche zu kennzeichnen und zum Widerstand gegen sie aufzurufen. Die Zerstörung der Grundbedingungen evolutionären Fortschritts durch größenwahnsinnige Planung in Eile und Einfalt ist ein solches Verbrechen. Die Kanzel ist der rechte Ort, darüber aufzuklären und in der Gemeinde muss darüber gestritten werden. Oberhirten verstehen es nicht etwa besser. Auch den Kirchen muss von unten her ihre Macht genommen werden.

Bürger

gehen sie in die Parteien und in lokale und regionale Bürgerinitiativen. Nicht um dazuzugehören, sondern um mitzugestalten. Vertrauen sie keinem Sachverständigen, schon gar nicht dem mit dem höchsten Einkommen. Auch in das sogenannte exestierende Recht dürfen sie nicht zu viel Vertrauen setzen. Rechtliche Lösungen dienen selten der Allgemeinheit sondern viel öfter der dem effizienteren Machtausübung. Versuchen sie immer noch etwas hinzuzulernen und rühren sie sich mit ihren Kenntnissen und Überzeugungen bei Parlamentariern und Medien. Aber natürlich auch bei Kollegen und Vorgesetzten, bei Lehrern und Pfarrern, Eltern und Schülern, bei Freunden und Ehepartnern und bei ihren Nachbarn.

 

 Adressen:

Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

 

Aus der Politik

 

Bundespräsidialamt                                                      Europäisches Parlament

Herrn Bundespräsidenten                                              Petitionsausschuss

Horst Köhler ( ab 1.7.04 )                                              Abteilung Tätigkeit der Mitglieder

Spreeweg 1                                                                 L- 2929 Luxemburg

D- 10557 Berlin

 

 

Deutscher Bundestag                                       Bundesministerium

Petitionsausschuss                                                      für Umwelt, Naturschutz

Platz der Republik 1                                         und Reaktorsicherheit

D- 11011 Berlin                                                Herrn Umweltminister

Jürgen Trittin B. 90 / Grüne

Alexanderplatz 6

D- 10178 Berlin

 

 

 

Volker Hartenstein                                                        Tel. 09331- 2825

Mitglied des Bayerischen Landtages                  Fax 09331- 803189

Roßhirtstr. 11

97199 Ochsenfurt

 

 

Wolfram König

Präsident des Bundesamtes

für Strahlenschutz

Willy Brandt- Str. 5

D- 38226 Salzgitter

 

 

Aus der Wissenschaft

 

Prof. Dr.- Ing. Alexander H. Volger                                 Tel. 02257- 950432

Lanzerath

Hochtürmer- Str. 5

53902 Bad Münstereifel

 

 

Prof. em. Prof. Dr. med Karl Hecht                                 Tel. 030- 67489325

Stress-, Schlaf-, Chrono-, Umwelt-, Raumfahrtmedizin     Fax 030- 67489325

Büxensteinallee 25

12527 Berlin

 

 

Dr. med. Karl- Heinz Braun von Gladiß                           Fax 0041- (0) 71- 3334828

Paracelsus- Klinik Lustmühle                                        e- mail gladiss@notiz.ch

Stofelweid 16

CH- 9035 Teufen

 

 

Dr. H.- Peter Neitzke                                                    Tel. 0511- 9245646

Geschäftsführer ECOLOG                                                         http://www.ecolog-institut.de

Institut für soziale- ökologische Forschung

und Bildung GmbH

Nieschlagstr. 26

D- 30449 Hannover

 

 

Dr. Lebrecht von Klitzing                                                           Tel. 0451- 496292

PhD, Prof. (CN)                                                            Fax 0451- 8805761

Lohstr. 170 A

D- 23617 Stockelsdorf

 

 

 

Prof. Dr. med. Dr. med. habil Max Daunderer                  Tel. 089- 64914949 (nachmittags)

Tox Center                                                                              Fax 089- 64914950

Hugo Junkers- Str. 13

D- 82031 Grünwald

 

 

Dr. Michael Kundi                                                                    e- mail michael.kundi@univie.qc.at

Universität Wien

Institut für Umwelthygenie

Kinderspitalgasse 15

A- 1095 Wien

 

 

 

Dr. rer. nat. et med. habil Rüdiger Maier                         Tel. 06131- 17-2202

Klinik für Kommunikationsstörungen                              Fax 06131- 17-472202

Universität Mainz

 

Prof. Dr. Klaus Buchner ( als Referent )                          Tel. 089- 3516114

Fax o89- 35757480

 

Dr. med. Scheiner                                                                    Tel. 089- 8204228

Franz Wülnerstr. 39

81247 München

 

 

Cindy Sage                                                                             e- mail sage@silcom.com

Sage Associates

1225 Coast Village Road / Suite G

Santa Barbara

USA California 93108

 

Dr. Ulrich Warnke

Universität des Saarlandes

Postfach 151150

66041 Saarbrücken

 

Dr. med. Wolfgang Baur                                                Tel. 089- 1218-3709 od. 3711

Institut für Toxikologie und                                                        Fax 089- 1218- 3713

Umwelthygiene der TU München

Projektgruppe Umwelt und Gesundheit

 

Prof. Dr. Werner Mäntele                                                          Tel. 069- 6301-5835

Institut für Biophysik der Universität Frankfurt                  Fax 069- 6301-5838

Theodor Stern- Kai 7, Haus 74/75

60590 Frankfurt am Main

 

Rechtsanwälte:

 

Prof. Dr. Kniep                                                             Tel. 07131- 888666

Gymnasiumstr. 33                                                                   Fax 07131- 888667

74072 Heilbronn

 

RA Krahn- Zembol                                                                    Tel. 04131- 935656

Lüneburgerstr. 36                                                                     Fax 04131- 935657

21403 Wendisch Evern

 

RA Sommer                                                                            Tel. 089- 555583

Sonnenstr. 16                                                              Fax 089- 5503695

80331 München

 

RA Jürgen Ronimi                                                                    Tel. 06171-52091

Erich Ollenhauer- Str. 29                                                          Fax 06171-52092

61440 Oberursel

 

RA Dietmar Freund                                                                  Tel. 06181-71087

Innerer Ring 1c                                                             Fax 06181-77296

63486 Bruchköbel

 

 

 

 

 

Firmen:

 

ROM- Elektronik GmbH                                                Tel. 08282- 7385

Grasiger Weg 12                                                                      Fax 08282- 7305

D- 86488 Nattenhausen                                                http://www.rom-elektronik.com

Meßgeräte

 

Schwille- Elektronik                                                                  Tel. 089- 904868-0

Produktions und Vertriebs GmbH                                              Fax 089- 90486810

Benzstr. 1A      e- mail schwille_elektronik

D- 85551 Kirchheim bei München           @t-online.de

Meßdurchführung und Beratung

Im Bereich von 9 KHz- 2.500 KHz

 

 

 

biologa                                                                        Tel. 07742- 919110

Produkte für gesundes Bauen und Leben                        Fax 07742- 919111

Dorfstr. 42                                                                               Schutzfolien, Feldfreischalter,

D- 79801 Hohentengen/ Stetten                                     abgeschirmte Kabel usw.

 

 

Aaronia AB                                                                              Tel. 06556- 93033

Kauthenbergstr. 14                                                                   Fax 06556- 93034

D- 54597 Euscheid                                                                   e- mail mail@elektrosmog.de

http://www.elektrosmog.de

Meßgeräte, abgeschirmte Kabel

Abschirm- Gewebe usw.

 

Institute :

 

Umweltinstitut München e. V.                                        Tel. 089- 307749

Schwere- Reiter- Str. 35 / 1b                                         Fax 089- 307749-20

80797 München                                                           http://www.umweltinstitut.org

Beratung, Messung, Wohnberatung

 

Hamburger Umweltinstitut e. V.                                     Tel. 040- 4392091

Feldstr. 36                                                                               Fax 040- 431349-49

20357 Hamburg

 

Institut für Baubiologie + Oekologie IBN                          Tel. 08035- 2039

Holzham 25                                                                             Fax 08035- 8164

83115 Neubeuern

 

 

 

 

 

Internationale Gesellschaft für

Elektrosmogforschung

Seebach 137                                                                           Tel. ++43 (0) 5356- 64354

A- 6370 Kitzbühel                                                                    Fax ++43 (0) 5356- 63454-4

http://www.elektrosmog.com

 

Internationale Gesellschaft für inter-                               Kontakt: Herr Ekkehard Friebe

disziplinäre Wissenschaften ( Interdis )                          e-mail: ekkehard@ekkehard

Hurster Str. 2                                                               -friebe.de

Postfach 1168                                                              http://www.interdis-wis.de

D- 51556 Windeck / Sieg

 

Interdisziplinäre Gesellschaft für                                    Tel. 07761- 913490

Umweltmedizin e. V. ( IGUMED )                                              Fax 07761- 913491

Bergseestr. 57

79713 Bad Säckingen

 

 

 

 

Literatur :

 

Reduzierung hochfrequenter Strahlung im Bauwesen.

Dr. Moldan Umweltanalytik                                            Tel. 09323- 870810

Am Henkelsee 13                                                                    Fax 09323- 870811

D- 97346 Iphofen                                                                      e- mail info@drmoldan.de

http://www.drmoldan.de

 

Stress durch Strom und Strahlung

Von Wolfgang Maes

Sachverständigenbüro für Baubiologie                            Tel. 02131- 43741

und Umweltanalytik                                                                  Fax 02131- 44127

Schorlemerstr. 87

41464 Neuss

 

Machen Handys und ihre Sender krank ?

Von Mara Marken

ISBN 3-00-010930-7

 

Handbuch der Umweltgifte ( 6 bändig )

Von Dr. med. Dr. med. habil. Max Daunderer

Ecomed Verlag                                                            Tel. 08191- 125- 0

Justus von Liebig- Str. 1                                                http://www.ecomed.de

86899 Landsberg / Lech

 

 

 

 

Internet

 

www.elektrosmognews.de                                                        www.gigaherz.ch

 

www.buergerwelle.de                                                  www.esmognetzwerk.de

 

www.funkenflug.de                                                                www.ohne-elektrosmog-

wohnen.de

www.interdis-wis.de

 

 

 

Anmerkung aus rechtlichen Gründen :

Für alle Internetadressen gilt folgendes, ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte dieser Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich von den Inhalten aller genannten Adressen und gelinkten Seiten und mache mir ihren Inhalt nicht zu Eigen.

Diese Erklärung gilt für alle in dieser Dokumentation genannten Adressen und deren Links.

Bitte beachten Sie, dass wir nicht alle wichtigen und relevanten Informationen oder Adressen wiedergeben können. Sollten Sie dennoch der Meinung sein, dass eine Ergänzung wichtig sei so wenden Sie sich bitte an das Tox Center.

Vielen Dank !

Quelle: http://toxcenter.org/artikel/Hochfrequenz-biologische-Wirkung.php

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abkürzungen :

 

DECT digital enhanced cordless telecommunication

UMTS               universal mobile telecommunications system

GSM                global system for mobile communication

DCS                 digital communication system

CT                    cordless telephone

GAP                 generic acces profile

Bluetooth          kabellose Kurzstrecken Funktechnik

WLAN              wireless local area network

Hz                    Hertz = Schwingungen pro Sekunde

W / m²              Watt pro Quadratmeter ( Elektr. Arbeit )

mW /m²            Milliwatt pro Quadratmeter

nW /cm²           Nanowatt pro Quadratzentimeter

 

ICNIRP International Commission on Non- Ionising Radiation Protection

Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung

26.BImSchV     26. Verordnung zur Durchführung des Bundes- Immissions-

schutzgesetzes. Verordnung über elektromagnetische Felder.

EMF                 Elektromagnetische Felder

WHO                World Health Organisation

Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen

 

 

 

 

 

 

 

Einheiten im Meßwesen

 

Name                                            Zeichen                                           Beziehung

 

Giga     G         1.000.000.000 Milliarde

Mega    M         1.000.000       Million

Kilo      k          1.000               Tausend

Milli      m         0,001               Tausenstel

Mikro    µ          0,000.001       Millionstel

Nano    n          0,000.000.001 Milliardstel

 

 

 

 

 

 

 

 

Physikalische Begriffe

 

Zeichen Name                                       Begriff

 

A          Ampere Maßeinheit für den Strom

As        Amperesekunde            Maßeinheit für die Ladung

A/m      Ampere pro Meter         Maßeinheit für die magnetische Feldstärke

A/m²     Ampere pro Quadratmeter          Maßeinheit für die Stromdichte

Hz        Hertz    Maßeinheit für die Frequenz

SAR     Watt pro Kilogramm      Maßeinheit für spezifische Absorptionsrate

T          Tesla    Maßeinheit für die magnetische Induktion

V          Volt      Maßeinheit für die Spannung

V/m      Volt pro Meter   Maßeinheit für die elektrische Feldstärke

W         Watt     Maßeinheit für die Leistung

 

 

 

 

Zitat

 

Wer die Wahrheit nicht kennt, der ist ein Dummkopf.

Wer die Wahrheit kennt und sie Lüge nennt ist ein

Verbrecher.

Galileo Galilei

 

ANHANG

Hintergrundinfo

 

Auszug aus dem Buch von Rosalie Bertell ( Ausgezeichnet mit dem Alternativen Nobelpreis ) zum Thema Internationale Strahlenschutzkommission ICRP.

 

Keine akute Gefahr ?

Die radioaktive Verseuchung der Erde

 

Die International Commission

on Radiological Protection ICRP

 

Eine schöne neue Welt, die auf nukleare Technologie angewiesen ist, muß systematisch lernen, radioaktive Spaltprodukte als eine zum Leben gehörende Tatsache zu akzeptieren. Obwohl die medizinische Anwendung von Röntgenstrahlen schon vor langer Zeit akzeptiert worden war, machte die Erfahrung von Hiroshima und Nagasaki eine ganz neue >Erziehung< der Bevölkerung notwendig, um sicherzustellen, daß auch das >friedliche< Atomprogramm akzeptiert würde. Diese öffentliche Akzeptanz war wichtig, wenn das militärische Programm verwirklicht werden und die es unterstützende nukleare Industrie gedeihen sollte. Nur wenn eine große Anzahl von Menschen bereitwillig mitarbeitete, konnten die grandiosen Pläne verwirklicht werden. Einige Länder hatten schon in den zwanziger Jahren Grenzwerte für den Strahlenschutz festgelegt, aber trotzdem waren noch 1950 keine einheitlichen internationalen Empfehlungen für >zulässige< Grenzwerte der Exposition für Menschen vorhanden. >Zulässig< bedeutet buchstäblich, daß man auch jede Schädigung der Gesundheit hinnimmt, die durch eine Exposition innerhalb der zulässigen Grenzwerte verursacht wird. Damals wie heute erkannten Wissenschaftler (obwohl viele es nicht öffentlich zugaben), daß jede Exposition, bei der man ionisierender Strahlung ausgesetzt ist, eine biologische Schädigung verursacht. 1950 hat sich die International X-ray and Radiation Protection Commission (die Internationale Kommission für Schutz vor Röntgenstrahlung und anderer Strahlung), die seit 1928 bestand, neu organisiert und in International Commission on Radiological Protection (ICRP; Internationale Kommission für Strahlenschutz) umbenannt. Einige Mitglieder bildeten eine weitere damit verbundene Organisation, die International Commission on Radiological Units (ICRU; Internationale Kommission für radiologische Maßeinheiten). Obwohl ICRP und ICRU unabhängige Organisationen wurden, erhielten beide weiterhin vom International Congress of Radiology finanzielle Unterstützung, wobei dieser den Schriftverkehr erledigte und neue Mitglieder vorschlug. Mitglieder von ICRP und ICRU stellten ihre professionellen Dienste für gewöhnlich >gratis<zur Verfügung, da sie ja von den Regierungen, die sie abordneten, oder von Arbeitgebern der Atomindustrie bezahlt wurden. Im Frühjahr 1956wurden ICRU und ICRP in Genf formell der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine regierungsunabhängige Organisation angeschlossen. ICRU und ICRP haben für das United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR)Informationen geliefert und dafür finanzielle Hilfe von ihr erhalten. Die ICRP hat die Strahlengrenzwerte und deren Anwendung empfohlen, die heute allgemein auf der ganzen Welt akzeptiert und praktiziert werden. Die Mitgliedschaft in der ICRP wird nach strenger Auswahl und Kontrolle erworben. Künftige Mitglieder müssen entweder von derzeitigen ICRP- Mitgliedern oder von Angehörigen des International Congress of Radiology empfohlen und dann vom International Executive Committee bestätigt werden. Durch diese Struktur nehmen an derBestimmung von Grenzwerten vorwiegend Kollegen aus dem Militär, aus den Kreisen der zivilen Atomindustrie und aus den medizinischen radiologischen Gesellschaften teil, die sich alle gegenseitig nominieren. Die Teilnahme von Ärzten an der ICRP beschränkt sich auf Mediziner, die Radiologen sind. Menschen diese rKategorien haben ein unabdingbares Interesse daran, Strahlung zu nutzen und gegen die Risiken der Anwendung zu sprechen. Dazu kommt noch das Problem der Geheimhaltung schädlicher Strahlenwirkung in vielen Ländern, einschließlich den USA, da diese Wirkungen den Folgen einer Atombombe gleichen. Dies beschränkt wiederum das Reservoir von >Experten<,die für die ICRP zur Verfügung stehen. Es existiert keine unabhängige Organisation, nicht einmal die WHO, die jemanden in die ICRP bringen kann. Die ICRP ist in jedem Sinn dieser Bezeichnung ein >geschlossenerKlub<,aber keineswegs eine Vereinigungunabhängiger wissenschaftlicherExperten.59

Der ICRP könnte eine breitere Einbeziehung medizinischer und naturwissenschaftlicher Disziplinen nützen (etwa Kinderärzte, Internisten, Zellforscher unter den Biologen usw.). Sie hätte auch jene Ärzte und Naturwissenschaftler einbeziehen sollen, deren Forschungsergebnisse und Erklärungen ihrer Philosophie und/oder ihren Empfehlungen widersprechen, wie etwa Epidemiologen, Biostatistiker, Spezialisten für Volksgesundheit; aber alle, die eine Bilanz aus den Vorhersagen der ICRP ziehen könnten, sind von der Mitgliedschaft ausgeschlossen. Die ICRP sollte sich aus Vertretern, gewählt aus verschiedenen anderen Organisationen, zusammensetzen, statt so wie jetzt eine selbstbestätigende, nur auf den eigenen Fortbestand bedachte Gruppe von Nutznießern der Atomenergie zu sein.

In ihrer Arbeit seit 1950 hat die ICRP nie öffentlich Stellung bezogen zugunsten des Schutzes der Volksgesundheit, wenn irgendeines der mit Strahlung zusammenhängenden Probleme auftauchte: sie ist nicht gegen die oberirdischen Atomwaffentests aufgetreten; sie hat die Strahlenexperi- mente mit Menschen (mit Gefangenen, Soldaten und todkranken Patienten) nicht verdammt; sie hat in den Uranminen keine Verringerung der Exposition von Bergleuten durch Radon-Gas gefordert und hat keine stärkere Entlüftung verlangt; sie hat keine Verringerung der medizinischen Anwendung von Strahlen für Diagnosezwecke gefordert; sie hat keine Reduktion der Schwellenwerte für eine Exposition von Arbeitern in atomtechnischen Anlagen verlangt, als Erfahrungen und Forschung bewiesen, daß man die Gefahr unterschätzt hatte; sie hat nicht Stellung bezogen gegen die Praxis der Atomindustrie, Arbeiter von einem Arbeitsplatz mit hohem Strahlenrisiko von einem Betrieb zum nächsten ziehen zu lassen, ohne ausreichende Kontrolle, ob sich die Expositionen dadurch aufsummierten. Die Wasserstoffbombe, die am 1.März 1954auf dem Bikini-Atoll explodierte, bildete einen Höhepunkt im Wettrüsten mit Atomwaffen. Sie war das Zeichen, daß sich die westliche Welt endgültig auf >Frieden< durch militärische Stärke festgelegt hatte, ohne Rücksicht auf den Preis an persönlichem Leid und an Zerstörung des lebenerhaltenden Systems. Es war die Antwort des Westens auf die Detonation der ersten Atombombe der Sowjetunion 1949in Sibirien. Wie sich voraussagen ließ, folgte darauf 1955 die Explosion einer Wasserstoffbombe der Sowjets. Wasserstoffbomben wurden auch in Australien, auf der Christmas-Insel und auf Nowaja Semlja im Eismeer gezündet.

Die ICRP wurde zu einem Teil der kunstvollen Struktur, die geschaffen wurde, um das atomare Wettrüsten zu fördern, auch wenn einige der Mitglieder das nicht erkannten.

 

 

Quelle: http://toxcenter.org/artikel/Hochfrequenz-biologische-Wirkung.php

Gruß an die Wissenden

TA KI

 

Handys und Mobilfunk Gesundheitsschäden durch Telefonieren?


In neun von zehn Privathaushalten wird mit dem Handy telefoniert, so das Statistische Bundesamt, und meist ist mehr als ein Mobiltelefon vorhanden. Immer mehr Menschen verzichten ganz auf einen Festnetzanschluss und nutzen nur noch das Handy.
Ob klassische Mobiltelefone oder moderne Smartphones gesundheitsschädlich sind und möglicherweise sogar Tumoren des Gehirns auslösen können, diese Frage hat die Mobilfunk-Technologie von Anfang an begleitet. Bisher fanden Wissenschaftler aber keinen eindeutigen Zusammenhang mit der Entstehung von Hirntumoren. Abgeschlossen ist das Thema jedoch noch nicht: Ein Risiko lässt sich letztendlich auch nicht zweifelsfrei ausschließen.
Der Krebsinformationsdienst fasst die Daten zusammen, die zurzeit verfügbar sind, und nennt weitere Informationsquellen.

(…)

Mobil telefonieren: Lösen Handys oder Smartphones Krebs aus?

Seit der Einführung des Mobilfunks untersuchen Wissenschaftler,  ob diese Technologie schädlich für die Gesundheit ist. Wie die Strahlung von Handys oder Sendeanlagen Krebs auslösen könnten, ist nicht bekannt – bisher konnten keine entsprechenden biologischen Mechanismen gefunden werden: Laborversuche ergaben keine aussagekräftigen Hinweise auf eine Zellschädigung.

  • Auch die Mehrzahl der weltweiten Beobachtungsstudien bei Handynutzern hat keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko erbracht. Besonders achteten Forscher dabei auf das Risiko für Leukämien, Hodentumoren, Augentumoren und andere Tumoren in der Kopf-Hals-Region.
  • Die wenigen vorliegenden Daten, die auffällige Häufungen bestimmter Hirntumoren bei Vieltelefonierern andeuten, werden von Experten kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet.

Einstufung der Weltgesundheitsorganisation

Die aktuell gültige internationale Risikoeinstufung stammt vom Frühsommer 2011, sie wurde 2013 veröffentlicht. Damals bewertete die Internationale Krebsforschungsagentur IARC, eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation WHO, Mobiltelefone  als „möglicherweise krebserregend“ (englischsprachige Pressemitteilung unter www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2011/pdfs/pr208_E.pdf).

Wie ist diese Kategorisierung zu verstehen? Die IARC arbeitet bei der Bewertung von Krebsrisiken mit insgesamt fünf Gruppen (http://monographs.iarc.fr/ENG/Classification/index.php):

  • 1 = krebserregend für den Menschen (englisch: carcinogenic to humans)
  • 2a = wahrscheinlich krebserregend (englisch: probably carcinogenic to humans)
  • 2b = möglicherweise oder auch vielleicht krebserregend (englisch: possibly carcinogenic  to humans) – in diese Kategorie wurde das Telefonieren mit Handys eingestuft.
  • 3 = eine Bewertung des Krebsrisikos ist nicht möglich (englisch: not classifiable as to its carcinogenity to humans. Diese Einstufung wird zum Beispiel vergeben, wenn die Daten zur Bewertung nicht ausreichen.)
  • 4 = wahrscheinlich nicht krebserregend für den Menschen (englisch: probably not carcinogenic to humans)

 

Ihre  Einstufung bezüglich der Handynutzung stützte die IARC vor allem auf Hinweise aus vergleichsweise wenigen Studien:
Auch nach deren Daten waren die meisten Nutzer nicht gefährdet.
Es gab aber Hinweise auf eine Steigerung des Risikos für Vieltelefonierer, die schon sehr früh und sehr lange ein Handy nutzten. Auch diese Risikosteigerung bezog sich ausschließlich auf eine bestimmte Form von Gehirntumoren, die sogenannten Gliome, und bestimmte von Hirnnerven ausgehende Tumoren (Akustikusneurinome).
Ganz einig war sich das Expertengremium der IARC selbst darüber nicht.

Wichtig: Die zugrundeliegende Bewertung gilt nicht nur für Handys. Die IARC befasste sich insgesamt mit dem  Risiko hochfrequenter elektromagnetischer Felder, unabhängig von der Strahlungsquelle.

Vorsorge ist möglich

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät, beim Telefonieren mit dem Handy auf einige einfache Dinge zu achten (www.bfs.de/de/elektro/strahlenschutz_mobilfunk/schutz/vorsorge/empfehlungen_handy.html):

  • „Nutzen Sie das Festnetztelefon, wenn Sie die Wahl zwischen Festnetz und Handy haben.“
  • „Halten Sie Telefonate mit dem Handy möglichst kurz.“
  • „Telefonieren Sie möglichst nicht bei schlechtem Empfang, wie zum Beispiel im Auto ohne Außenantenne. Je schlechter die Verbindung zur nächsten Basisstation ist, desto höher muss die Leistung sein, mit der das Handy sendet – und damit die Stärke (Intensität) des hochfrequenten Feldes. Die Autokarosserie zum  Beispiel verschlechtert die Verbindung und das Handy sendet deshalb mit einer höheren Leistung.“
  • „Verwenden Sie Handys, bei denen Ihr Kopf möglichst geringen Feldern ausgesetzt ist. Je geringer der SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) Ihres Handys ist, desto geringer das Feld. Die SAR-Werte der verfügbaren Handy-Modelle finden Sie auf den Internet-Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz unter www.bfs.de/sar-werte-handy. Die Hersteller der Handys geben die unter festgelegten Bedingungen ermittelten SAR-Werte in der Regel in der Gebrauchsanweisung an. Auch auf den Internetseiten der Handyhersteller sind oftmals entsprechende Angaben zu finden.“
  • „Nutzen Sie Head-Sets. Die Intensität der Felder nimmt mit der Entfernung von der Antenne schnell ab. Durch die Verwendung von Head-Sets wird der Abstand zwischen Kopf und Antenne stark vergrößert. Der Kopf ist beim Telefonieren deshalb geringeren Feldern ausgesetzt.“
  • „Nutzen Sie die SMS-Möglichkeiten, da Sie dann das Handy nicht am Kopf halten.“

Für Smartphones gelten ähnliche Verhaltenstipps

Auch beim Umgang mit modernen Smartphones lässt sich die Strahlenbelastung senken (www.bfs.de/de/elektro/strahlenschutz_mobilfunk/schutz/vorsorge/smartphone_tipps.html):

  • „Telefonieren Sie mit Kopfhörern. Das gilt für Smartphones genauso wie für klassische Mobiltelefone.“
  • „Surfen im Internet und E-Mails abrufen sollten Sie möglichst nur bei gutem Empfang oder über WLAN. Bei WLAN ist die Sendeleistung in der Regel niedriger als bei den Mobilfunkstandards UMTS, GSM oder LTE.“
  • „Rufen Sie E-Mails nur bei Bedarf manuell ab.“
  • „Vermeiden Sie den Abruf von E-Mails, während Sie telefonieren.“
  • „Wenn Sie Ihre persönliche Strahlenbelastung besonders gering halten möchten, schalten Sie den Hintergrunddatenverkehr ab.“
  • „Wenn Sie Ihr Smartphone am Körper tragen, achten Sie auf den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand. Verwenden Sie das dazu mitgelieferte Tragezubehör.“

Schutz für Kinder

Ganz besonders wichtig ist es, die Strahlenbelastung bei Kindern zu minimieren, die Smartphones benutzen. Sie befinden sich noch in der Entwicklung und könnten deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt daher:

  • „Deaktivieren Sie beim Smartphone Ihres Kindes ‚Datenverbindungen über Mobilfunk‘. Damit ist es telefonisch erreichbar und kann unterwegs offline spielen. Wer unbedingt auf dem Smartphone online spielen will, sollte das zuhause über eine WLAN-Verbindung tun.“

Die Spieldauer sollte nicht nur aus Gründen des Strahlenschutzes in Grenzen gehalten werden.

Studien: Wie sieht die wissenschaftliche Datenlage aus?

Die überwiegende Zahl der heute vorliegenden Daten stammt aus sogenannten epidemiologischen Studien: Wissenschaftler analysieren dabei die Telefoniergewohnheiten großer Bevölkerungsgruppen. Sie untersuchen zum Beispiel, ob sich die Krebsrate bei Handynutzern von derjenigen von Nicht- oder Wenignutzern unterscheidet. Aus diesem Vergleich lassen sich Rückschlüsse ziehen: Hätten Menschen, deren Lebensumstände und -gewohnheiten sich ausschließlich durch die Handynutzung unterscheiden, nicht die gleiche Krebsrate, wäre dies ein ernst zu nehmender Hinweis auf ein Risiko.
Bereits im Sommer 2006 hatten Wissenschaftler eine vorsichtige, wenn auch nicht endgültige Entwarnung ausgesprochen. Grundlage waren Daten aus der INTERPHONE-Studie. In dieser bisher weltweit größten Untersuchung zum Thema wurden insgesamt rund 2.700 Patienten mit Hirntumoren vom Gliom-Typ nach ihrem Gebrauch von Mobiltelefonen befragt, weiter rund 2.400 Patienten mit Meningeomen des Gehirns oder der Hirnhäute. Zum Vergleich dienten die Angaben von knapp 7.700 gesunden Menschen mit vergleichbaren Lebensgewohnheiten. Bis zum Frühjahr 2010 konnten Daten aus dreizehn Ländern vorgelegt werden.

Aktuelle Daten: Kein Risiko bei durchschnittlicher Nutzung

In ihrem Abschlussbericht von 2011 kamen die beteiligten Wissenschaftler zu dem Schluss, dass zumindest von einer durchschnittlichen Handy-Nutzung kein gesteigertes Hirntumorrisiko auszugehen scheint.

Vieltelefonierer: Noch offene Fragen zum Krebsrisiko

Vor allem für Menschen, die besonders viel und lange mit dem Handy telefonieren, bleiben jedoch einige Fragen offen.
Als „Vielnutzer“ erfassten beispielsweise die INTERPHONE-Befragungen Menschen, die zum Zeitpunkt der Befragung auf mehr als 1.640 Telefonstunden kamen. In dieser bisher größten Studie zum Thema waren unter den „Vieltelefonierern“ auch Nutzer vertreten, die bereits in den frühen 80er Jahren mobil telefoniert hatten: damals mit noch sehr strahlungsstarken Geräten, etwa im längst abgeschalteten „C-Netz“. Die heute verfügbaren Geräte und Netze arbeiten hingegen deutlich strahlungsärmer.

Die  Forscher waren sich bei der Interpretation der Daten dieser Gruppe nicht einig. Zwar weicht die Hirntumorrate dieser Gruppe ab. Wie verlässlich diese Angaben sind, darüber diskutierten die Wissenschaftler allerdings intensiv: Einige gingen davon aus, dass sich bei den „Vieltelefonierern“ methodische Probleme in der Datenauswertung zeigen und auch die Angaben der Befragten nicht wirklich nachvollziehbar sind. Andere gehen davon aus, dass sich hier möglicherweise doch ein höheres Risiko zeigt. Diese Diskussion floss ebenfalls in die Bewertung durch die IARC im Auftrag der WHO ein, wo nach wie vor bei den beteiligten Experten unterschiedliche Meinungen vorherrschten.

Eine ausführliche Zusammenstellung der INTERPHONE-Daten mit Details zu den Zahlen bietet das Bundesamt für Strahlenschutz auf seinen Internetseiten unter www.bfs.de/de/elektro/strahlenschutz_mobilfunk/weitere_informationen/stellungnahmen/interphonestudie.html. Die Originalveröffentlichungen, der Abschlussbericht und weitere Hintergründe sind abrufbar unter http://interphone.iarc.fr. Diese Informationen richten sich allerdings vorwiegend an Fachkreise und sind nur in englischer Sprache verfügbar.

 

Weitere deutsche und internationale Studien

Im Sommer 2011 wurden Daten aus der internationalen CEFALO-Studie vorgelegt. Durchgeführt wurde diese Studie in Dänemark, Schweden, Norwegen und der Schweiz. Wissenschaftler verglichen die Telefongewohnheiten von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren mit denen gesunder Kontrollpersonen. Ein Zusammenhang konnte nicht belegt werden. Allerdings mussten die Forscher wie in vielen anderen Untersuchungen auf die Erinnerung der Probanden vertrauen, und der untersuchte Zeitraum ist vergleichsweise kurz.

Weitere Forschung halten alle Experten für notwendig: Dazu gehören weitere, bereits angelaufene Studien, etwa die internationale MOBI-KIDS-Studie (www.mbkds.net): Sie soll  die Auswirkungen der Handy-Nutzung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersuchen. Die COSMOS-Studie (Cohort Study on Mobile Communications) wird in Großbritannien, Dänemark, Schweden, Finnland und den Niederlanden durchgeführt. Bei den Teilnehmern soll genau erfasst werden, wie lange und wie oft sie telefonieren.

Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) hatte zum Ziel, die geltenden Grenzwerte zum Schutz vor Elektrosmog zu überprüfen. In 54 Studien wurden Fragen zur Strahlenbelastung im Alltag aufgegriffen. In Wiederholungsstudien gingen die Forscher gezielt Hinweisen auf  Wirkungen jedweder Art von hochfrequenten Feldern auf Mensch und Tier nach. Solche Hinweise hatten zu Beginn des Forschungsprogramms vorgelegen, konnten aber nicht bestätigt werden. Erstmals gab es zudem Studien darüber, wie die Bevölkerung die Risiken der Mobilfunktechnologie wahrnimmt.
Auch der Punkt „Elektrosensibilität“ wurde untersucht, also die Frage, ob es Menschen gibt, die empfindlicher als andere auf elektromagnetische Strahlung reagieren.
Ergebnisse und Hintergründe sind im Internet abrufbar unter www.deutsches-mobilfunk-forschungsprogramm.de.

Physik und Biologie: Welche Art von Strahlung könnte problematisch sein?

Im Zusammenhang mit Handys oder Smartphones fällt häufig das Wort „Elektrosmog“. Fachleute sprechen dagegen von sogenannten elektromagnetischen Felder oder Radiowellen.
Im Gegensatz zur ionisierenden Strahlung, wie zum Beispiel der Röntgenstrahlung, reicht die Energie dieser Strahlung nicht aus, um Atome und Moleküle elektrisch aufzuladen bzw. zu ionisieren.
Ihre Frequenz reicht von 100 Kilo-Hertz (kHz) bis 300 Giga-Hertz (GHz). Zur Übertragung von Telefongesprächen strahlen die Sendemasten der Mobilfunk-Anbieter Funkwellen um 900 Megahertz im D-Netz und um 1800 Megahertz im E-Netz ab. Die Sender haben meist eine Leistung um zehn Watt bis maximal 50 Watt. Das neuere UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) Übertragungssystem sendet mit einer Frequenz von 1900 bis 2170 MHz und mit einer Senderleistung von zehn bis 50 Watt.

Handys selbst senden und empfangen über eine eingebaute Antenne mit einer Leistung von maximal zwei Watt im D-Netz und einem Watt im E-Netz. Zwei Watt sind die gesetzlich erlaubte Obergrenze. Moderne Geräte liegen meist darunter. Die maximale Sendeleistung wird zudem nicht immer voll ausgeschöpft, gesendet wird nur mit der Leistung, die für einen guten Empfang nötig ist. Je schlechter die Verbindung, desto mehr nähert sich die tatsächliche Leistung der maximal möglichen an. Das Signal wird nicht gleichmäßig geschickt, sondern „gepulst“ mit 217 Hertz (entspricht 217 Pulsen pro Sekunde), also sozusagen aufgeteilt in kleine Portionen.

Moderne Mobiltelefone, mit denen man auch ins Internet gehen kann, bieten außer der eigentlichen Telefonverbindung meist auch noch die Verbindung über ein WLAN an, also ein drahtloses Netzwerk (englisch Wireless Local Area Netzwork). Die meisten Smartphones, aber auch viele klassische Geräte sind außerdem „Bluetooth“-fähig und können mit anderen Geräten über diese Form der Datenübertragung kommunizieren. Beide Standards nutzen ebenfalls hochfrequente elektromagnetische Wellen. Die Leistung liegt allerdings um Klassen niedriger als beim Telefonieren mit dem Handy. Eine Übersicht bietet ein Informationsblatt (PDF) des Bundesamtes für Strahlenschutz unter www.bfs.de/de/bfs/publikationen/broschueren/elektromagnetische_felder/moderne_kommunikation/INFO_Bluethooth_und_WLAN.pdf.

Grenzwerte: Welche Schutzmaßnahmen gelten heute?

Bereits 1974 beschäftigten sich internationale Gremien mit Grenz- und Richtwerten für elektromagnetische Felder. 1992 wurde eine wissenschaftliche Kommission zum Schutz vor nicht-radioaktiven Strahlen (auch vor „Elektrosmog“) gegründet, die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection ICNIRP (www.icnirp.de). Sie arbeitet als nicht-staatliche Organisation mit der Weltgesundheitsorganisation WHO (www.who.int) zusammen und legt wissenschaftliche Ergebnisse und Empfehlungen vor, die als Grundlage für nationale Gesetze herangezogen werden können.

Basis des gesetzlich festgelegten Schutzes ist die Messung des so genannten SAR-Wertes. Er gibt die maximale Strahlungsintensität eines Handys an. SAR steht dabei für „Spezifische Absorptions-Rate“ und wird in Watt/Kilogramm (W/kg) angegeben. Gemessen wird, wie groß der im Körper tatsächlich ankommende Strahleneffekt ist.

Die aktuellen SAR-Werte gängiger wie auch älterer Handy-Modelle stellt das Bundesamt für Strahlenschutz unter www.bfs.de/de/elektro/oekolabel.html online zur Verfügung. Anhand dieser Auflistung können sich Verbraucher selbst informieren, wie strahlungsarm ihr Telefon tatsächlich ist.

Prüfsiegel für strahlungsarme Handys?

Seit Mitte 2002 könnten Handyhersteller in Deutschland für besonders strahlungsarme Handys den blauen Umweltengel beantragen. Der „Blaue Engel“ wird bei einem SAR-Wert von bis zu höchstens 0,6 Watt pro Kilogramm vergeben und verlangt damit weit niedrigere Strahlungsintensitäten, als sie gesetzlich vorgeschrieben sind: Der Grenzwert für die höchstzulässige Belastung für Teilkörperbereiche – wie den Kopf – liegt bei zwei Watt pro Kilogramm. Etwa ein Drittel der modernen Handys würde die Kriterien für die Vergabe des Blauen Engels erfüllen. Bisher habe die Industrie allerdings von der Möglichkeit der Kennzeichnung kaum Gebrauch gemacht, so das Bundesamt für Strahlenschutz: Bis August 2009 hatte gerade einmal ein Handy-Modell den „Blauen Engel“ erhalten (weitere Informationen zum aktuellen Stand unter www.blauer-engel.de).

DECT: Arbeiten schnurlose Telefone für zu Hause mit der gleichen Technik?

Ältere Geräte strahlen ein gleichmäßiges schwaches Signal ab. Moderne schnurlose Telefone arbeiten jedoch immer häufiger ebenfalls „gepulst“ mit einer ähnlichen Technik wie Handys, dem sogenannten DECT-Standard (die Abkürzung steht für engl.: Digital Enhanced Cordless Telephone). Die Sendeleistung schnurloser Telefone liegt mit etwa 0,01 Watt allerdings deutlich unter der von Handys.
Laut Bundesamt für Strahlenschutz liegen keine wissenschaftlich belegten Risiken durch die Verwendung dieser Geräte vor – auch nicht für empfindliche Personen oder Kinder.

Zum Weiterlesen: Linktipps, Fachinformationen, Quellen (Auswahl, Stand: 8/2014)

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bietet auf seinen Internetseiten umfangreiche Informationen zum vorsorglichen Verhalten für Erwachsene, Jugenliche und Kinder bei der Handynutzung. Auch Hintergründe zur Diskussion um die Mobilfunkanlagen auf größeren Häusern oder öffentlichen Gebäuden sind hier aufgeführt. Die Texte sind abrufbar unter www.bfs.de, Stichwort „Elektromagnetische Felder“.

Die Zusammenfassung der INTERPHONE-Ergebnisse findet sich ebenfalls dort, ebenso ein Überblick zum Thema Mobilfunk und zu neueren Techniken wie Bluetooth, WLAN und weiteren modernen Datenübertragungsstandards
(www.bfs.de/de/bfs/publikationen/broschueren/elektromagnetische_felder/moderne_kommunikation/
INFO_Bluethooth_und_WLAN.pdf
).

Interessierte und Eltern finden Tipps, was sie zur Strahlenminimierung bei den Smartphones ihrer Kinder tun können unter www.bfs.de/en/bfs/presse/pr14/pm06.html.

Eine Umfrage zur Nutzung und Wahrnehmung des Mobilfunks in Deutschland ist ebenfalls in deutscher Sprache verfügbar: Lauff H, Wachenfeld A. Ressortforschungsberichte zur kerntechnischen Sicherheit und zum Strahlenschutz: Differenzierte Betrachtung der Nutzung und der Wahrnehmung des Mobilfunks – Vorhaben FM8854 (2014), urn:nbn:de:0221-2014022811170. Der Bericht ist im Internet als PDF-Dokument kostenlos abrufbar unter http://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2014022811170/3/BfS_2014_FM8854.pdf.

Wer sich über die Verbreitung von Mobilfunk in Deutschland informieren möchte, kann sich auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de) informieren. Das Stichwort „Mobiltelefon“ liefert jeweils aktuelle Erfassungsdaten, entweder aus der Rubrik „Zahl der Woche“ oder in größeren Übersichten.
Fachinformationen in englischer Sprache
Die letzte offizielle Einstufung elektromagnetischer Felder der International Agency for Research On Cancer (IARC) von 2011 ist 2013 erschienen als Band 102 der sogenannten „IARC Monographs on the Evaluation of carcinogenic risks to humans: Non-ionizing Radiation, part 2 – radiofrequency electromagnetic fields“.
Sie ist abrufbar in englischer Sprache unter  http://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol102/index.php.

Die Internationale Krebsforschungsagentur informiert auch über die INTERPHONE-Studie in einer Pressemitteilung, abrufbar unter www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2010/pdfs/pr200_E.pdf.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO informiert online in englischer Sprache über die internationalen Forschungen unter www.who.int/peh-emf/en/.

Die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung, kurz ICNIRP ist mit englischen Informationen im Internet vertreten, unter www.icnirp.de.
Weitere Studien (Auswahl)
Erst nach der derzeit gültigen Einstufung der IARC sind weitere Studien erschienen, mit zum Teil sehr widersprüchlichen Ergebnissen. Ihre Ergebnisse beeinflussen die offiziell gültige Einschätzung durch die IARC derzeit jedoch noch nicht.
Hier zwei Beispiele:

Eine Untersuchung aus Dänemark findet keine Hinweise auf eine Hirntumorgefahr durch Mobilfunk: Frei P (2011): Use of mobile phones and risk of brain tumours: update of Danish cohort study: BMJ 2011; 343:d6387, doi: 10.1136/bmj.d6387.

Eine französische Fall-Kontroll-Studie sieht dagegen Zusammenhänge bei Vieltelefonierern sowohl mit gutartigen wie mit bösartigen Hirntumoren: Coreau G et al. (2014): Mobile phone use and brain tumours in the CERENAT case-control study. Occup Environ Med doi:10.1136/oemed-2013-101754, online vor print Mai 2014, http://oem.bmj.com/content/early/2014/05/09/oemed-2013-101754.short?rss=1

Quelle: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/mobilfunk-und-handys.php

Gruß an die Vieltelefonierer

TA KI

 

Mobilfunk und Medien: Funkstille über Strahlungsschäden


dees_celltowerDer folgende Artikel über das totale Schweigen von Industrie und Medien bezüglich der nachgewiesenen Gefahren des Mobilfunks stammt bereits von April 2007 und beschreibt die Schwierigkeiten von Journalisten, kritische Berichte über dieses Thema zu veröffentlichen.

An dieser Situation hat sich bis heute leider rein gar nichts geändert – deshalb wollen wir unseren Lesern die Lektüre dieses Beitrags, gefunden auf Initiative.cc, eindringlich empfehlen.

Wer als Journalist über Gesundheitsschäden durch Mobilfunk berichten will, erlebt merkwürdige Dinge. Von umgeschriebenen Artikeln, Sendetermin-Problemen und gekippten Enthüllungsstorys.

Ein Artikel von Uwe Krüger aus der internationalen Zeitschrift für Journalismus “message“.

 

 

Niemand will über Mobilfunk berichten

Der Stein des Anstoßes war eine etwas esoterisch anmutende Zeitschrift namens Raum und Zeit. Marc Lutz, Werbefilm-Student an der Filmakademie Ludwigsburg, war zu Besuch bei einer Freundin, die von Beruf Heilpraktikerin ist. Bei ihr lag immer viel eigenartige Literatur herum, und nun zeigte sie dem 24-jährigen einen Artikel über Mobilfunkstrahlung. Skeptisch begann er zu lesen. Ein Physiker kritisierte eine Broschüre des bayrischen Umweltministeriums, die Sendemasten völlige Unbedenklichkeit bescheinigte. Lutzens Skepsis schwand, als der Physiker ein Argument nach dem anderen sezierte und widerlegte. Ein Funkmast arbeite nur mit der lächerlichen Leistung von 2 oder 3 Watt, beruhigte die Broschüre. Falsch, sagte der Physiker: Unten gehen zwar nur wenige Watt hinein, oben kommen aber 80.000 Watt heraus. Marc Lutz war elektrisiert und begann, neben seinem Studium und den Werbefilm-Dreharbeiten zu recherchieren – über ein Problem, das offiziell nicht existiert.

mobilfunkmast_01-e1364131066823“Ich fand heraus, dass viele Menschen schon krank geworden sind, dass Deutschland einen der höchsten Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung weltweit hat und dass dieser Grenzwert auf einen industrienahen Wissenschaftler-Verein in München zurückgeht”, erzählt der heute 31-Jährige, “es war ein Skandal ersten Ranges.” Er schrieb ein Exposé für einen Film, fand in seinem Bekanntenkreis eine Kamerafrau und zwei Produzenten und ging auf die Suche nach Geldgebern. Seine erste Station war RTL Explosiv, dort arbeitete eine gute Bekannte. Die sagte: “Super Thema – aber überleg mal, wer bei uns die Werbespots schaltet.”

Er klopfte beim Südwestrundfunk an, dort arbeitete ein Freund. Der fand das Thema spannend, wurde aber von seiner Redaktion bald ausgebremst. Beim Bayrischen Rundfunk wenig später dasselbe. “Es hieß immer, das Thema haben wir ständig in kleinen Beiträgen”, erzählt Lutz, “aber diese Beiträge endeten ja immer dort, wo es richtig brisant wird – beim Hintergrund der Grenzwerte.” Irgendwann wollte Lutz sein Material nur noch einem anderen Journalisten übergeben, der es möglichst öffentlichkeitswirksam herausbringt. Er rief bei der dpa an. “Der für Mobilfunk zuständige Redakteur fragte gleich, woher ich das alles habe. Er schien das alles schon zu wissen und wollte nur meine Quellen erfahren”, so Marc Lutz. Danach wandte er sich an den Stern. Auch dort reagierte der Redakteur zurückhaltend, vertröstete ihn auf nach seinem Urlaub, und der Kontakt verlief im Sande.

Im Volk brodelt es

mobilfunk_zitat_rtlFür die Redaktionen ist das Thema Mobilfunkstrahlung offenbar wenig sexy. Doch sie scheinen in einer anderen Welt zu leben als der Rest der Bevölkerung, wo gewaltige Unruhe herrscht, seitdem das Netz der UMTS-Masten rasant ausgebaut wird. Zahllose Bürgerinitiativen kämpfen gegen Sender in der Nachbarschaft, im Internet wimmelt es von Webseiten wie “Informationszentrum gegen Mobilfunk”, “Bürgerwelle” oder “Elektrosmog-News”. Mobilfunkkritische Ärzte gründen Initiativen wie den “Freiburger Appell” oder den “Bamberger Appell” und dokumentieren Krankheiten, von Kopfschmerzen bis Brustkrebs, die nach der Aufstellung von Funkmasten gehäuft auftraten.

Doch deren Gutachten und Schreiben an Gesundheitsämter, Ministerien und das Bundesamt für Strahlenschutz stoßen auf Desinteresse. Dabei warnt das Bundesamt für Strahlenschutz selbst schon seit einigen Jahren vor zu viel Handykonsum vor allem bei Kindern, und führenden deutschen Versicherungsfirmen ist die Sache ebenfalls nicht geheuer: Sie haben in ihren Policen für Handyhersteller und Mobilfunk-Netzbetreiber die Versicherung der Risiken von Elektrosmog wegen der “nicht einschätzbaren Gesundheitsgefahren” ausgeschlossen (SZ 28.1.2004).

In den Medien kommt von alledem wenig an. Dabei mangelt es nicht einmal an Journalisten, die zum Thema recherchieren – nur mit dem Veröffentlichen ist es nicht so einfach. Zwei Jahre lang hat zum Beispiel der Filmemacher Klaus Scheidsteger für seinen Film “Der Handykrieg” in den USA recherchiert. Dessen Protagonist, der Washingtoner Epidemiologe George Carlo, ist einer der ärgsten Feinde der Mobilfunkindustrie. Dabei leitete er in den 90er Jahren im Auftrag der US-Mobilfunkindustrie eine 28 Millionen Dollar teure Studie über Gesundheitsfolgen der Handystrahlung. Seine Ergebnisse gefielen den Geldgebern jedoch nicht: DNA-Schäden und Hirntumore bei Vieltelefonierern. Als Carlo sie öffentlich machte, fiel er in Ungnade, wurde verleumdet, und – mysteriös – sein Haus brannte nieder. Heute hilft er Handy-Geschädigten als Gutachter in Schadenersatzprozessen vor US-Gerichten.

mobile_strahlenaufnahme_01Filmemacher Scheidsteger, der das Thema entdeckte, nachdem Freunde von ihm erkrankt waren, konnte den MDR zur Mitfinanzierung der Dokumentation bewegen. Im Dezember 2005 gab er eine 45-Minuten-Fassung ab. Der MDR überwies das Geld, ließ den Film aber erst einmal in der Schublade verstauben. Nach einem Jahr fand er sich endlich im Programm: 10.35 Uhr morgens lief am 7. Dezember 2006 eine um 15 Minuten gekürzte Version; noch dazu so kurzfristig anberaumt, dass die Programmzeitschriften für diesen Sendeplatz die Wiederholung einer anderen Reportage ankündigten. Scheidsteger war aufgebracht: Die Änderungen seien nicht mit ihm abgestimmt gewesen, und das heiße Thema solle mit diesem Sendeplatz offensichtlich “unter dem Radar” laufen.

Beim MDR gibt man andere Gründe an: mangelnde Qualität. “Der Film entsprach handwerklich und inhaltlich nicht unseren Standards”, sagt Claudia Schreiner, Programmchefin Kultur und Wissenschaft, “was Spannungsbogen, Handlungsstränge, logische Abfolge der Argumente und Kameraarbeit angeht.” Im Vertrag mit Scheidsteger sei deshalb ausdrücklich die Bearbeitung und Kürzung eingeschlossen gewesen. “Außerdem fehlte der Deutschland-Bezug”, so Schreiner weiter, “was schade ist, denn es ist ja ein Thema, das auch hierzulande Bedeutung hat.” Was die Qualität angeht, so hat der MDR offenbar deutlich strengere Maßstäbe als Frankreichs größter öffentlich-rechtlicher Sender France 2. Der hatte den Film im Mai 2006 im späten Abendprogramm ausgestrahlt, in voller Länge. Das Argument des fehlenden Lokalbezugs klingt dagegen absurd: Genau jene Szenen, die in Wiener Labors gedreht wurden und die beunruhigenden Ergebnisse einer EU-Studie zeigten, fehlten in der MDR-Version.

Regionales und Kurioses

mobilfunk_illu_01Das Thema Handy-Smog wird nicht gänzlich unter den Teppich gekehrt, findet aber in aller Regel nur im Regionalen statt. So berichtete das MDR-Magazin exakt im März 2006 über die thüringische Kleinstadt Steinbach-Hallenberg, in der 17 Menschen innerhalb weniger Jahre an Krebs erkrankt sind – alle wohnen im Hauptstrahl eines Funkmastes. Der Bayerische Rundfunk brachte einen Vierminüter über Oberammergau, wo der Bürgermeister den T-Mobile-Masten den Strom abdrehen wollte, nachdem eine Neujustierung der Masten bei Anwohnern Beschwerden hervorgerufen hatte (22.11.2006); auch die Zeit berichtete (14.12.) Immerhin, unter der Rubrik “Kurioses” schaffen es Mobilfunkgeschädigte, ins Fernsehen zu kommen, so der ehemalige Funktechniker Ulrich Weiner. Der Mann ist mittlerweile schwer elektrosensibel und fährt in einem Schutzanzug von Funkloch zu Funkloch, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen (MDR 19.11.2004).

Hintergrundstücke sind indes äußerst selten. Eine Ausnahme schien die 45-Minuten-Dokumentation “Bei Anruf Smog? – (Glaubens)Krieg ums Handy” (ARD 7.8.2003) zu sein. Für sie waren die Reporter bis nach Hawaii auf eine Wissenschaftlerkonferenz geflogen. Sie schien den Programmverantwortlichen aber dann doch weniger wichtig und wurde kurzfristig verschoben, zugunsten einer bunten Geschichte über die Rekordhitze in Deutschland. Der Handyfilm lief statt Mittwoch 21.45 Uhr am Folgetag auf dem deutlich schlechteren (und weniger Leuten bekannten) 23-Uhr-Platz. Sofort sprühten die Spekulationen in den Mobilfunkkritiker-Foren: Reicht der lange Arm der Industrie bis in die Schaltkonferenz der ARD-Chefredakteure?

Industrie-Infos für Redakteure

Anhaltspunkte gibt es. Da fand zum Beispiel im Oktober 2002 eine merkwürdige Informationsveranstaltung für Redakteure des Bayerischen Rundfunks statt. Zu ihr hatte der Technische Direktor des BR, Herbert Tillmann, geladen. Gleich in seiner Begrüßungsansprache wies er auf den “schmaler werdenden Geldbeutel” hin und verkündete den staunenden Zuhörern, “dass der Bayrische Rundfunk den Mobilfunkbetreibern die Mitbenutzung seiner Senderstandorte gestattet”.

mobilfunk_zitat_versicherungenDieses Nebengeschäft ist übliche Praxis auch bei den anderen ARD-Anstalten, wobei beteuert wird, dass die Einnahmen gerade mal die Kosten decken. Der BR gibt dazu die Auskunft, dass er damit etwa 4 Millionen Euro jährlich einnimmt; bei einem Gesamtbudget um die 800 Millionen sei dies zu vernachlässigen.

Trotzdem: Auf der vierstündigen Veranstaltung bekamen die BR-Redakteure ausschließlich die Sicht der Netzbetreiber zu hören. Die Schädlichkeit der Strahlung sei nicht bewiesen, mithin handele es sich nur um ein “Kommunikationsproblem”. Die Redakteure – so die Einschätzung einer Teilnehmerin – reagierten ob der Einseitigkeit der Information sichtlich genervt. Mehr und mehr beschlich sie das Gefühl, dass sie “auf Linie” gebracht werden sollten. Und so fand ein Mitschnitt des Ereignisses den Weg zu einem mobilfunkkritischen Internetforum, obwohl es Herbert Tillmann ausdrücklich als “interne Veranstaltung” bezeichnet hatte.

Es ist aufschlussreich, die Tätigkeit des einladenden Tillmann näher zu beleuchten. Der ist nämlich nicht nur Technischer Direktor des BR und damit verantwortlich für die Vermietung der BR-Immobilien an die Netzbetreiber. Er ist auch Vorsitzender der Produktions- und Technikkommission von ARD und ZDF und treibende Kraft bei der Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Handy-TV. Darüber hinaus sitzt er im Vorstand der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF), eines eingetragenen Vereins, der Forschung zum Thema “Wirkung elektromagnetischer Felder” finanziert – mit Geld der Mobilfunkindustrie. Die Schlagseite der FGF ist nicht nur in ihren Newslettern zu besichtigen, sondern schon in der Liste der Vorstandsmitglieder: Tillmanns Kollegen in der FGF arbeiten hauptberuflich bei Motorola, Bosch, Nokia, Vodafone, T-Mobile, E-Plus und im Bundeswirtschaftsministerium.

Bis vor kurzem saß auch ein Siemens-Vertreter namens Dr. Uwe Kullnick an diesem Tisch – und der war als Moderator und Referent der Tillmannschen Informationsveranstaltung zu Gast im Haus des BR. Nur wurde Kullnick den Redakteuren nicht als Siemens-Mann vorgestellt, das wäre wohl etwas zu plump gewesen. Der Biologe trat als Vertreter des Verbandes BITKOM auf, wo er den Arbeitskreis “Mobilfunktechnik und Gesundheit” leitet. Das war allerdings schlecht kaschierte Befangenheit: BITKOM ist laut Internet-Selbstauskunft “das Sprachrohr der IT-, Telekommunikations- und Neue-Medien-Branche” und “vertritt mehr als 1.000 Unternehmen”, die in Deutschland jährlich “120 Milliarden Euro Umsatz” erwirtschaften.

Kooperationen und Geschäfte

mobile_thermography_04_germanGeschäftliche Nähe zur Mobilfunkindustrie findet sich auch bei anderen Medien. Das ZDF unterhielt von 2001 bis 2004 zusammen mit der Telekom-Tochter T-Online das Nachrichtenportal heute.t-online.de – und bekam dafür vom Partner laut einem Bericht der SZ (8.7.2004) mehr als 3 Millionen Euro pro Jahr für die Nutzungsrechte der ZDF-Nachrichten und der Marke “heute” im Internet. Mit der Bild-Zeitung kooperiert die Telekom bis heute, das Internetportal der größten deutschen Zeitung heißt Bild.T-Online.de.

Deutschlands einflussreichste Nachrichtenagentur dpa, von der sich die meisten Regionalzeitungen ernähren, macht selbst Geschäfte im Zusammenhang mit Mobilfunk und dürfte also am Erfolg der Technologie interessiert sein. 1996 gebar die Agentur ihre 100-prozentige Tochter dpa-infocom GmbH, die Zeitungsverlagen die Entwicklung und Verbreitung von Multimedia-Angeboten offeriert. Seit Anfang 2005 geht es auch um “lokale Schlagzeilen und Sportergebnisse, Abstimmungen und Gewinnspiele per SMS oder die Einsendung von Mini-Leserbriefen direkt vom Handy” (ots-Meldung vom 3. März 2005), Partner beim Vertrieb sind unter anderem T-Mobile, E-Plus und Vodafone.

Die Zusammenarbeit funktioniert offenbar auch im Bereich der Berichterstattung gut. Die Agentur verbreitet regelmäßig Jubelmeldungen über die Vorteile von UMTS (“Das Handy als Brandmelder – mobile Kommunikation wird vielseitiger”, 6.10.2004) und die Unschädlichkeit der Strahlung (“Experte: Angst vor Handyantennen schädlicher als Strahlung”, 13.11.2003). Besonders plump: Als das Bundesamt für Strahlenschutz über eine Umfrage informierte, die ergab, dass 40 Prozent der Deutschen Angst vor Handystrahlung hätten, setzte die Redaktion das Wörtchen “lediglich” vor die beachtlichen 40 Prozent, obwohl dies bei der zugrunde liegenden Pressemitteilung gefehlt hatte. Stolz ausgestellt sind alle diese dpa-Meldungen auf der Webseite des Informationszentrums Mobilfunk, einer Lobby-Organisation der deutschen Mobilfunknetzbetreiber, die auch Lehrer und Ärzte fortbildet und kostenloses Unterrichtsmaterial an Schulen liefert.

Machtfaktor Anzeigen

Beeindruckend für alle Medien dürfte die Marktmacht der Mobilfunkindustrie sein. Und das Anzeigenvolumen, das sie zu verteilen hat. Zwischen 582 und 820 Millionen Euro gab die Telekommunikationsbranche laut Nielsen-Werbeforschung in jedem der letzten fünf Jahre aus. Die Netzbetreiber T-Online, Vodafone, O2 und E-Plus gehören alle zu den Top 50 der größten werbenden Firmen; die Telekom war im Jahr 2000 sogar die Firma mit dem größten Werbebudget im Land. Dass die ganze Branche wegen einer möglichen erneuten Grenzwertdebatte in die Knie geht, können deshalb nicht nur die um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen besorgten Regierenden, sondern auch die Medienkonzerne nicht wollen.

apple_01Mit zusammengerechnet 26 Zeitungsseiten Anzeigen von Firmen wie Telekom, Nokia, Siemens und E-Plus war zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung im März 2001 gesegnet, als dort ein Redakteur kündigte, weil ihm ein Artikel über Mobilfunkgeschädigte umgeschrieben worden war. Kurioserweise hatte der SZ-Hauskarikaturist Pepsch Gottscheber das Thema aufgebracht; er kämpfte in seiner Münchener Dachgeschosswohnung mit Kopfschmerzen, seitdem ein UMTS-Mast vom gegenüberliegenden Dach funkte. Lokalredakteur Thomas Grasberger sprach mit dem Zeichner, den ebenfalls betroffenen Nachbarn und mobilfunkkritischen Ärzten.

Als Grasberger seinen Artikel “Hilferuf aus dem Antennenwald” am 27.3.2001 in der Zeitung sah, war er schockiert: Der Beitrag war drastisch gekürzt, Sätze waren umgeschrieben und abgeschwächt worden und neue eingefügt, die die Glaubwürdigkeit eines kritischen Gutachters in Zweifel zogen. Das Wissenschaftsressort hatte dazwischengefunkt. “Und vor allem, ohne vorher mit mir zu reden”, sagt Grasberger.

plakat_handy_640pxEr kündigte – und machte weiter. Zusammen mit Franz Kotteder, in der SZ-Redaktion für Münchener Kultur zuständig, recherchierte er das Thema aus und veröffentlichte 2003 ein ganzes Buch: “Mobilfunk – Ein Freilandversuch am Menschen”. Darin ist nicht nur der Forschungsstand aufgearbeitet, sondern sind auch Verquickungen von Industrie, Politik und Wissenschaft dargelegt. Die Autoren berichten, wie Studien manipuliert wurden und Wissenschaftler Publikationsverbot für unliebsame Ergebnisse erhielten, etwa der Lübecker Uniklinik-Arzt Lebrecht von Klitzing.

Nach dieser Arbeit war Franz Kotteder wohl der am besten informierte Mann in der SZ-Redaktion, was den Forschungsstand zur Mobilfunkstrahlung anging. Aber seine Expertise war nicht gefragt. Stattdessen gab es den Feuilleton-Aufmacher “Strahlung als Metapher” (5.3.2004), der Mobilfunkgeschädigte als modernefeindliche Ideologiekritiker mit eingebildetem Leiden hinstellte, und den Artikel “Irre Energie” (21./22.1.2006) von Wissen-Ressortchef Patrick Illinger.

Der Autor plädiert dort für mehr Gelassenheit und schreibt über die von der EU finanzierte Reflex-Studie, die eine genverändernde Wirkung elektromagnetischer Strahlen festgestellt hatte: “Initiator der Reflex-Studie ist eine Stiftung, die der ‚Verband der Cigarettenindustrie’ finanziert hat. Ist es unseriös, die Frage zu stellen, ob Zigarettenhersteller womöglich einen Vorteil davon haben, wenn sich die Bevölkerung vor Handys mehr fürchtet als vor Tabak?”

Die Frage nach dem Einfluss der Geldgeber auf die Ergebnisse ist nicht unseriös. Aber Illinger ist inkonsequent: Er erwähnt nicht, dass der Löwenanteil aller Mobilfunkstudien von der Mobilfunkindustrie finanziert wird – 80 Prozent, wie Professor Franz Adlkofer, der Koordinator der Reflex-Studie, schätzt.

Strategische Desinformation

Die unübersichtliche Forschungssituation mit mittlerweile tausenden von Studien ist sicher auch ein Grund, warum Redakteure das Thema so vorsichtig behandeln: Unter Zeitdruck kann man sich bei der Fülle an Material kaum eine Meinung bilden. Aber was, wenn der Dissens in der Wissenschaft künstlich hergestellt wurde, indem immer neue Gutachten in Umlauf gebracht werden? Der Verdacht liegt nahe, wie das angesehene New Yorker Journal Microwave News im Juni 2006 festgestellt hat. Sie verglich Geldgeber und Ergebnisse von 85 einschlägigen Studien und stellte fest: Beruhigende Resultate korrellieren mit Industriegeld. Das Prinzip wäre nicht neu: Tabakkonzerne wie Philipp Morris und British American Tobacco vernebelten mit gekauften Wissenschaftlern jahrzehntelang den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs; Ölmulti Exxon Mobile schaffte künstlichen Streit darüber, ob Kohlendioxid tatsächlich für die Erderwärmung verantwortlich ist (SZ 27.9.2006).

Spiegel ohne Neugier

danke_massenmedienImmerhin gibt selbst das Bundesamt für Strahlenschutz an, dass sechs Prozent der Deutschen elektrosensibel seien; in Schweden, wo Elektrosensibilität als Krankheit anerkannt ist, geht man von 30 Prozent der Bevölkerung aus.

So bleibt unklar, mit welcher Selbstsicherheit auch der Spiegel Mobilfunkkritiker abqualifiziert. In einem Interview mit einem Epidemiologen (9.4.2001) war man sich beim Thema Elektrosmog einig, dass man darüber gar nicht diskutieren muss. So “fragten” die zwei Spiegel-Leute ihr Gegenüber: “Das Phänomen wird gegenwärtig mit Millionenaufwand erforscht. Bisherige Studien finden aber keinen Zusammenhang zwischen Handy-Strahlen und Krebs.” Und weiter: “‘Die Elektrosmog-Gläubigen geben nie auf’, schreibt das British Medical Journal. Dabei sei es ganz egal, zu welchen Ergebnissen eine Studie kommt.” Der Experte durfte dann alles bestätigen – besonders neugierig klangen die Interviewer nicht.

Neugieriger war offenbar ein anderer Spiegel-Mann, der sich Anfang 2001 für eine geplante Titelgeschichte bei Mobilfunkkritikern umgehört hatte. Er ließ sogar bei der “Bürgerwelle”, einem Dachverband von Bürgerinitiativen gegen Funkmasten, zwei Fotografen Bilder machen, wie dessen Vorsitzender berichtet. Der Wirtschaftsredakteur Klaus-Peter Kerbusk, der sich unter anderem mit der Telekommunikationsbranche befasst, bestätigt die Recherche, die ihn sechs Wochen gekostet und bis nach Schweden geführt hat. Veröffentlicht hat er am Ende nichts. Warum? “Es gab in der Redaktion”, sagt Kerbusk, “sehr unterschiedliche Auffassungen über die möglichen Risiken und Gefahren durch die Handystrahlung.”

Der Hintergrund der Mobilfunk-Grenzwerte

Es ist immer dieselbe Antwort, die Gesundheitsämter und Ministerien auf Briefe von Ärzten geben, die auf Leiden ihrer Patienten im Zusammenhang mit Funkstrahlen aufmerksam machen: “Bei Einhaltung der Grenzwerte der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes ist der Schutz der Gesundheit sichergestellt.” Ein Blick auf diese Grenzwerte lohnt sich.

dees_cell_tumorDeutschland hat einen der höchsten weltweit: 10 Millionen Mikrowatt pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Russland, das schon viel länger zum Strahlen-Thema forscht, lässt nur 20.000 Mikrowatt zu, die Wissenschaftsdirektion STOA des EU-Parlamentes empfiehlt höchstens 100 Mikrowatt. Der deutsche Grenzwert, 1997 verabschiedet, ist von der WHO empfohlen und hat zwei Kontrollinstanzen passiert: das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Strahlenschutzkommission (SSK). Das klingt vertrauenerweckend – bis man in die personellen Details eintaucht.

Denn die WHO hat ihre Empfehlung übernommen von der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP). Dieses Gremium ist kein Teil der WHO, sondern ein Verein, der beim Amtsgericht München eingetragen ist. Er besteht aus 14 Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern, die teilweise auch für die Industrie arbeiten. Vorsitzender der ICNIRP war von 1996 bis 2000 der Physiker und Biophysiker Jürgen Bernhardt. Bernhardt arbeitete in den Jahren 1989 bis 1998 im Bundesamt für Strahlenschutz als Abteilungsleiter für “Medizinische Strahlenhygiene und Nichtionisierende Strahlung”, und er saß ebenfalls in der Strahlenschutzkommission, als Vorsitzender des Ausschusses “Nichtionisierende Strahlen” (von 1987 bis 1989 und von 1999 bis 2002). In einer anderen Funktion hat er also die Grenzwerte, die er selbst vorgeschlagen hat, abgesegnet.

Einen interessanten Einblick in Bernhardts Denken gibt ein Fernsehinterview vom 29.1.1997 auf 3sat (“Risiko Elektrosmog”). Darin räumte er ein, dass es “Hinweise auf krebsfördernde Wirkungen und Störungen an der Zellmembran” gebe, aber: “Wenn man die Grenzwerte reduziert, dann macht man die Wirtschaft kaputt, dann wird der Standort Deutschland gefährdet.” Da macht er sich die gleichen Sorgen wie Ex-Kanzler Schröder, der im November 2001 einen Vorstoß seines Umweltministers Trittin zur Grenzwertsenkung blockierte, “um Unruhe in der Wirtschaft zu vermeiden” (Berliner Zeitung, 10.11.2001).

Übrigens: Bei der WHO zuständig für das Thema Elektromagnetische Felder war bis vor wenigen Monaten der australische Wissenschaftler Michael Repacholi. Von 1992 bis 1996 war er Vorsitzender der ICNIRP, seitdem ist er einfaches Mitglied.

UK
(Quelle: Thomas Grasberger/Franz Kotteder: Mobilfunk – Ein Freilandversuch am Menschen. Kunstmann-Verlag, München 2003)


Artikelquelle: Initiative.cc – Funkstille über Strahlungsschäden

Quelle: http://karfreitagsgrill-weckdienst.org/2013/03/24/mobilfunk-und-medien-funkstille-uber-strahlungsschaden/#more-2659

Gruß an die modernefeindlichen Ideologiekritiker

TA KI