Neues Maschinengewehr MG5 zeigt Mängel


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Waffendeal der Bundeswehr

Neues Maschinengewehr MG5 zeigt Mängel

Schon das Sturmgewehr G36 hat dem Verteidigungsministerium einen handfesten Skandal beschert. Jetzt gibt es wieder Schwierigkeiten mit einem Großauftrag der Bundeswehr. Im Fokus steht wieder der Hersteller Heckler & Koch.

Nach den Pannen beim Sturmgewehr G36 hat die Bundeswehr offenbar jetzt auch Probleme mit dem neuen Maschinengewehr MG5. Die Auslieferung der ersten Gewehre, die für Juni geplant war, sei wegen Mängeln auf das kommende Jahr verschoben worden, berichtete die „Bild am Sonntag“. „Es ist zu Unregelmäßigkeiten gekommen, die vor einer Freigabe die erneute Durchführung bestimmter Prüfanteile erforderlich machen“, zitiert das Blatt einen Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Das MG5 soll das neue Standard-Maschinengewehr der Bundeswehr werden und wird wie das G36 von Heckler & Koch hergestellt. Als Kosten wurden rund 200 Millionen Euro veranschlagt. Dem G36 hat ein Untersuchungsbericht mangelnde Präzision bei hohen Temperaturen und im heißgeschossenen Zustand bescheinigt. Das G36 war bislang die Standardwaffe der Bundeswehr, es verfügt über knapp 170.000 Stück.

Von Heckler & Koch bestellte die Bundeswehr vor kurzem 1200 weitere Gewehre für Soldaten in Auslandseinsätzen. Dabei handelt sich um 600 Sturmgewehre auf der Basis des in der Bundeswehr bereits genutzten Gewehrs G27P sowie 600 leichte Maschinengewehre MG4. Sie sollen in der zweiten Jahreshälfte 2016 geliefert werden und 18 Millionen Euro kosten.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Neues-Maschinengewehr-MG5-zeigt-Maengel-article15874506.html

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MAD wohl tiefer in G36-Affäre verwickelt


2024572338Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist entgegen bisherigen Darstellungen in der Affäre um das Sturmgewehr G36 offenbar stärker eingesetzt worden, um die Weitergabe vertraulicher Informationen an Journalisten zu untersuchen.

Darauf deute ein internes Papier hin, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Bereits Ende des vergangenen Jahres berichtete demnach ein Beamter der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD) in einer internen Anhörung über eine Besprechung beim damaligen Logistikamt der Bundeswehr, die für Ende 2011 angesetzt gewesen sei und bei der es um Ergebnisse zum Treffverhalten des Gewehrs gehen sollte. Zu dieser Besprechung habe sich „kurioserweise ein Journalist“ angekündigt, der aber nicht zugelassen worden sei, sagte der Beamte laut Niederschrift der Anhörung, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorlag.

„In einer späteren Untersuchung durch den MAD“ sei dann ermittelt worden, „durch wen“ der Journalist „die Information erhalten hat“, gab der Beamte dem Bericht zufolge an. In der Folge sei vereinbart worden, „Informationen nur noch über private E-Mail-Postfächer auszutauschen“. „Solange diese Vereinbarung eingehalten wurde, sind auch keine Informationen an die Presse gelangt“, zitierte die „SZ“ aus dem Papier. Zu der Anhörung des Beamten kam es demnach, weil 2014 offenbar interne Kritiker des G36 systematisch zur Rede gestellt worden waren.

Die Aussagen des Beamten stünden im Widerspruch zu bisherigen Angaben des Verteidigungsministeriums, schrieb die „SZ“. So habe der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel (CDU) in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage erst kürzlich geschrieben: „Der MAD hat im gesamten Kontext der G-36-Thematik ohne zeitliche Eingrenzung keine eigenen Ermittlungen oder Untersuchungen durchgeführt; er war an Ermittlungen oder Untersuchungen anderer nicht beteiligt; er war hierzu nicht beauftragt worden.“

Hintergrund der parlamentarischen Anfrage war die Tatsache, dass der Waffenhersteller Heckler&Koch Ende 2013 wegen Enthüllungen über das G36 den MAD einschalten wollte. Der MAD-Präsident lehnte ein Vorgehen des Dienstes damals ab. Das Unternehmen Heckler&Koch hatte den Vorwurf zurückgewiesen, dass es versucht habe, den MAD einzuschalten.

Dementi aus dem Ministerium

Das Ministerium blieb laut „SZ“ trotz der neuen Hinweise bei seiner Darstellung, wonach der MAD nicht tätig geworden sei: Der Dienst habe auf Nachfrage ausdrücklich versichert, dass es keine Befassung im Umfeld des G36 gegeben habe. Bei der in dem Dokument festgehaltenen Aussage des Beamten handele es sich „offensichtlich um eine falsche einzelne Wahrnehmung“, sagte ein Sprecher der Zeitung.

Vor diesem Hintergrund forderten die Grünen erneut einen Untersuchungsausschuss. „Hat das Verteidigungsministerium uns die Unwahrheit gesagt oder nicht? Schon wieder kommen wir an einen Punkt, wo Aussage gegen Aussage steht und offensichtlich wird, dass der Verteidigungsausschuss diese Vorgänge nicht aufklären kann“, sagte die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger der „SZ“. Nur ein Untersuchungsausschuss könne „die Wahrheit ans Tageslicht befördern“.

Der Linken-Abgeordnete Jan van Aken sagte der Zeitung mit Blick auf die Aussage des WTD-Beamten, unter Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sei „gelogen worden, und das müssen wir jetzt aufklären“.

Vorwürfe erhob die Opposition zudem wegen einer weiteren neuen Erkenntnis zu den Vorgängen rund um das G36. So gab es laut „SZ“ für ein zentrales Gutachten zum G36 offensichtlich nie einen schriftlichen Untersuchungsauftrag. Wie das Ministerium dem Verteidigungsausschuss mitteilte, wurde das Fraunhofer Ernst Mach Institut 2013 lediglich „nach mündlicher Absprache“ zwischen dem damaligen Institutsleiter und dem damaligen Leiter der Rüstungsabteilung mit einer Untersuchung des umstrittenen Gewehrs beauftragt.

Die Bundeswehr verfügt über rund 170.000 Stück des Sturmgewehrs G36 vom deutschen Hersteller Heckler&Koch. Nach jahrelanger Kritik und diversen, zum Teil widersprüchlichen Gutachten hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Ende März massive Probleme bei der Treffsicherheit des G36 eingeräumt. Ende April entschied sie, dass das Gewehr in seiner jetzigen Version ausgemustert wird. Von der Leyens Vorgänger, der heutige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), wird am Mittwoch vom Verteidigungsausschuss zum G36 befragt.

Quelle: AFP
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Billigplastik in Sturmgewehr- Verteidigungs­ministerium kannte Mängel seit 2011


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Offenbar hat Heckler & Koch Billigkunststoff im G36 verbaut. Darauf sollen die Mängel des Sturmgewehres zurückzuführen sein. Das Verteidigungsministerium wusste möglicherweise seit Jahren bescheid.Medienberichten zufolge hat der Bundesrechungshof neue Hinweise auf Materialmängel beim Sturmgewehr G36. Aus einem Prüfbericht würde hervorgehen, dass das Wehrwissenschaftliche Institut der Bundeswehr Hinweise auf einen Konstruktionsmangel im Kunststoffgehäuse der Standardwaffe feststellte. Demnach sei bei einem Teil der Waffen anstelle des üblichen Werkstoffes Polyamid das minderwertiges Polyethylen verbaut worden. Bei diesen Waffen könne es bei großer Hitze, wie sie bei Dauerfeuer entsteht, zu Verformungen kommen. Die Waffen würden dann weniger präzise schießen. Die Vorzeigemodelle, die die Firma Heckler & Koch 1993 der Bundeswehr präsentierte, enthielten natürlich das bessere Polyamid.

Für Soldaten, die sich in lebensgefährlichen Einsätzen auf ihre Waffen verlassen müssen, sind diese Mängel untragbar. Umso gravierender erscheint, dass die Bundeswehr, wie aus einem Bericht der Zeitung »Stern« hervorgeht, spätestens seit Januar 2011 über die Herstellungsfehler des Sturmgewehres informiert gewesen sei.

Weder Heckler & Koch noch das Verteidigungsministerium haben sich bislang zu den Vorwürfen geäußert. Beide verweisen auf die noch laufenden Ermittlungen.

Quelle: http://www.freiewelt.net/nachricht/verteidigungsministerium-kannte-maengel-seit-2011-10057861/

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