„Türkei wird Jet-Abschuss noch bereuen“


„Das wird die Türkei noch bereuen“: Putin schaltet im Streit um den abgeschossenen Kampfjet auf Angriff. Wer glaube, Russland belasse es bei Wirtschaftssanktionen gegen Ankara, irre gewaltig.

Video hier: http://www.welt.de/politik/ausland/article149559830/Tuerkei-wird-Jet-Abschuss-noch-bereuen.html

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der türkischen Führung in scharfen Worten erneut die Unterstützung von Terroristen vorgeworfen. „Wir wissen, wer jetzt in der Türkei den Terroristen hilft, sich zu bereichern, indem das gestohlene Erdöl verkauft wird“, sagte Putin am Donnerstag in seiner Rede an die Nation. Das türkische Volk sei fleißig, aber das „Regime“ in Ankara sei „verräterisch“.

„Wir haben Verrat immer als eine der niedrigsten Taten betrachtet. Lasst jene in der Türkei, die unseren Piloten in den Rücken geschossen haben, dies wissen“, ergänzte er vor den anwesenden Abgeordneten, Ministern und Gouverneuren bei seiner jährlichen Ansprache.

Die türkische Führung werde den Abschuss eines russischen Kampfjets noch bereuen. „Vielleicht weiß nur Allah, warum sie das gemacht haben. Allah beschloss, die regierende Clique in der Türkei zu bestrafen, und hat sie um den Verstand gebracht“, sagte er. Wer glaube, dass Russland es bei Wirtschaftssanktionen belasse, irre gewaltig.

Gleichzeitig rief Putin die internationale Gemeinschaft auf, eine breite Front gegen den Terrorismus zu bilden. Jegliche Unterstützung von Terrorgruppen müsse gestoppt werden.

Es müsse Schluss sein mit der Doppelmoral, fügte er hinzu. Scharf kritisierte er in diesem Zusammenhang erneut die Türkei. Er warf ihr wiederum vor, Öl von der Terrormiliz Islamischer Staat gekauft zu haben. Der Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die Türkei an der Grenze zu Syrien bezeichnete er als „heimtückisches Kriegsverbrechen“.

Die Beziehungen zwischen den Regierungen in Ankara und Moskau sind durch den Abschuss eines russischen SU-24-Bombers durch die türkische Luftwaffe im Grenzgebiet zu Syrien vor einer Woche erheblich belastet. Die russische Maschine verletzte nach türkischer Darstellung den Luftraum. Russland hat dagegen erklärt, das Flugzeug sei nur in Syrien geflogen. Putin verlangt eine Entschuldigung der Türkei, die diese bislang ablehnt. Inzwischen hat Russland Wirtschaftssanktionen gegen das Nato-Land erlassen.

Putin: Kein schnelles Ende ausländischer Sanktionen

Abschließend stimmte Putin seine Landsleute auf eine längere Periode ausländischer Sanktionen und niedriger Rohstoffpreise ein. Die wirtschaftliche Situation sei schwierig, aber nicht kritisch. Allerdings befänden sich einige Industriezweige, darunter die Bau-, Automobil- und Leichtindustrie, in einer „Risiko-Zone“.

Der Energie-Exporteur Russland steckt vor allem wegen der deutlich gesunkenen Ölpreise in der Rezession. Zudem wird die Wirtschaft von Sanktionen belastet, die die Europäische Union und die USA wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und der russischen Unterstützung der Rebellen in der Ostukraine erlassen haben. Die EU hatte tags zuvor angekündigt, ihre Strafmaßnahmen wegen der Ukrainekrise um ein halbes Jahr zu verlängern.

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Gruß an Wladimir Putin

TA KI