Synthetische Biologie: Die nächste Generation des “Genetic Engineering”


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Synthetische Biologie: Die nächste Generation des “Genetic Engineering”

(das wir Gentechnik nennen)

 Rusty Featured, NWO        Montag, 07. Oktober 2013

Geschrieben von Melody Meyer am 07. Oktober 2013

 

Syn-Bio

Vorige Woche ging ich zum Strand, um mich an der unermesslichen Biodiversität des Meeres-Reservats zu erfreuen, die Monterey Bay bietet. Während ich nach spielenden Delphinen ausschaute, bemerkte ich eine Anzahl junger Leute, die ihre Augen fest auf ihre Telefone gerichtet hatten. Ich fing an darüber nachzudenken, wie sich  unsere Freizeit  durch die Computer und die Wissenschaft verändert hat. Vor kurzem erfuhr ich, dass es sich mit der Gentechnik genau so verhält. Neue bahnbrechende Entwicklungen bei Computern und DNA-Strängen ereignen sich in schneller Reihenfolge und heben das eigentliche Wesen der Gentechnik auf ein neues Niveau.

Dies führt mich zu einer Frage, der ich in diesem Artikel auf den Grund gehen möchte: Was um Himmels Willen ist synthetische Biologie?

Synthetische Biologie ist ein verwirrender und immer wieder unheimlich anmutender  Ausdruck, den man am besten als Extrem-Version der Gentechnik versteht. Diese Erweiterung der Gentechnik, auch bekannt als Syn-Bio, erschafft etwas radikal Neues.  Die traditionelle Gentechnik besteht darin, dass man ein oder zwei Gene von einem Organismus in einen anderen Organismus überträgt, eine Art Vorgang des Ausschneidens und Hineinklebens. Bei der synthetischen Biologie handelt es sich darum, einen neuen genetischen Code und biologische Abfolgen von Grund auf neu zu schreiben, indem man sie auf einem DNA-Drucker ausdruckt. Auf diese Art können Wissenschaftler synthetische DNA herstellen und sie in andere Organismen hinein manipulieren, um neue Lebenwesen zu erschaffen, wie sie nie zuvor in der Natur zu finden waren.  Sie werden mit Hilfe von Computern, Hefe und Algen hergestellt und bieten große Vorteile für Hersteller und Lebensmittelfirmen, die nach billigeren Alternativen zu natürlichen Zutaten suchen und nach zukünftigen potentiellen Anwendungen für Biosprit, die Produktion von Industrie-Chemikalien und biomedizinischen Anwendungen.

Der Markt für Syn-Bio wird für dieses Jahr auf $ 2,4 Milliarden geschätzt und bis zum Jahr 2016 auf $ 10,8 Milliarden. Zwischen 2005 und 2010 gab die amerikanische Regierung $ 430 Millionen für Forschung aus, welche die synthetische Biologie betraf. Für die Abschätzung von Umweltrisiken gab sie NULL Dollar aus. Das große Agrobusiness, die Energie- und Kosmetikhersteller sowie Produzenten von Geschmacksstoffen haben inzwischen viele Milliarden Dollars in diese Technologie investiert. Computer erschaffen neue Gene mit neuen Merkmalen sowie Marken-Organismen, manchmal zu Hunderten und Tausenden pro Tag. Ungefähr 20 Produkte sind bereits auf dem Markt oder stehen kurz vor dem kommerziellen Gebrauch. Unsere Fähigkeit, neue Gene zu synthetisieren übertrifft bei weitem unser Verständnis für ihre Funktion.

 

Ist Syn-Bio in unserer Nahrung?

Ja, ein Syn-Bio Grapefruitgeschmack und ein Orangengeschmack sind bereits im kommerziellen Gebrauch und nun möchten einige Firmen auch noch Syn-Bio Vanillin in unsere Nahrung einführen.  In Laboren zusammengestellt und in Bottichen gezüchtet, bauen die Computer genetisch die DNA der Hefe um und können dann damit eine vanillenartige Substanz herstellen. Diese mit Hilfe von Computern geschaffene Hefe ist ein völlig neues Gebilde auf unserem Planeten. Eine Firma namens Evolva ® will sie in Zusammenarbeit mit ‚International Flavours and Fragrances’ zum größten Bestandteil der synthetischen Biologie in unserem Nahrungsmittelsystem machen. Diese Firmen würden ihr Vanillin aus synthetischer Biologie auf dem Markt gern als „natürliches und nachhaltiges“ Produkt maskieren.

 

Warum sollte uns das beunruhigen?

Im Angesicht einer bedeutenden Opposition gegen genetisch veränderte Nahrungsmittel wird Syn-Bio-Vanille demnächst auf dem Markt als der erste hochwertige Lebensmittelbestandteil aus der synthetischen Biologie eingeführt.

Dieses neue Produkt ist weder natürlich noch nachhaltig und unterliegt beinahe keinerlei Beschränkungen. Es könnte einen gefährlichen Präzedenzfall für den Einsatz vieler anderer Lebensmittelbestandteile aus der synthetischen Biologie schaffen. Der Markt für das natürliche Produkt und der für natürliche Vanille hängen gleichermaßen von der Nachfrage des Verbrauchers ab. Ohne Ettikettierungsvorschriften werden die Verbraucher nicht wissen, ob das ‚natürliche’ Produkt mit richtigen Vanillebohnen hergestellt wird oder mit Vanillin aus synthetischer Biologie. Dies könnte den Markt für die natürlichen Produkte sowie den internationalen Markt für natürliche Vanille zugrunde richten.

Zweitens ist aber diese Extrem-Gentechnik ökologisch im industriellen Maßstab nicht nachhaltig. Wie die meisten GMOs (gentechnisch veränderte Organismen) ist syn-bio ungetested und unnatürlich, außerdem in den meisten Fällen nicht notwendig. Es existieren keine Regulierungen oder Sicherheitstests, die so angelegt sind, dass sie die neuen Risiken der synthetischen Biologie darlegen. Algen und Hefe sind unter den absolut grundlegenden Bausteinen des Lebens und  können sich mit Leichtigkeit durch die ganze Umwelt bewegen. Wenn sie in der Umwelt freigesetzt werden,  könnte das zu genetischer Verunreinigung auf breiter Skala führen und zum Entstehen neuer Formen von invasiven Arten oder fremdartigen Schadstoffen, die sich ausbreiten.

Die Auswirkungen auf hunderttausende von einheimischen Vanille-Anbauern in den äquatorialen Regenwäldern bereitet große Sorge.  Wenn Hersteller immer noch den Anspruch auf „Natürlichkeit“ erheben können, während sie Syn-Bio Vanille einkaufen, die in einem Bottich in der Schweiz oder San Francisco gewachsen ist und das noch zu einem Bruchteil der Kosten, warum sollten sie sich dann die Mühe machen, sich durch hunderte kleiner Anbauer versorgen zu lassen, die auf dem ganzen Erdball verteilt sind? Die Produktion von Vanille steht in enger Verbindung mit der Erhaltung und dem Schutz der Regenwälder. Wenn diese Produktion nicht mehr profitabel oder durchführbar ist, dann kann es sein, dass diese Regenwälder, in denen Vanille angebaut wird, zerstört werden.

 

Was können Sie tun? 

 Wir müssen der FDA sagen, dass sie die syn-bio Vanille so lange nicht anerkennen sollen, wie sie nicht ordnungsgemäß auf Umwelt- und gesundheitliche Bedenken getestet ist. Falls sie zugelassen wird, dann müssen wir verlangen dass sie nicht als natürlich bezeichnet werden kann, weil sie sonst die Existenz aller natürlichen Nahrungsmittelprodukte untergräbt. Wir müssen darauf bestehen, dass alle Syn-bio Produkte getestet und verständlich gekennzeichnet werden, so wie es bei allen gentechnisch veränderten Lebensmitteln der Fall ist.

Eine Gruppe von 116 Verbraucherorganisationen und Organisationen für Nahrungsmittelsicherheit, Öko- und nachhaltige Landwirtschaft, Eltern, des Gesundheitswesens sowie religiöse Organisationen haben die „Grundregeln für dieAufsicht über die Synthetische Biologie“ unterzeichnet in denen die Notwendigkeit des Schutzes der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt gegen die neuartigen Risiken der synthetischen Biologie umrissen wird und um eine offene, sinnvolle und umgreifende Teilnahme der Öffentlichkeit an Entscheidungen sicher zu stellen, die ihren Einsatz betreffen.  ‚International Flavors and Fragrances Inc.’ senden zur Zeit syn-bio Proben an Firmen. Jetzt, genau in diesem Augenblick, treffen die Ihnen bekannten Firmen ihre Entscheidung. Es ist ja verlockend für sie, sich zu einem niedrigeren Preis versorgen und ihre Produkte dann trotzdem noch als natürlich zu bezeichnen zu können.  Schauen Sie sich die Webseite „No Synbio-bio – vanilla“ von „Friends of the Earth“ an und lassen Sie die Großkonzerne wissen, dass sie diese Vanille nicht einsetzen sollen. Nehmen Sie mit ihnen Kontakt auf und sichern Sie ihnen zu, dass Ihre Firma sich nicht mit Syn-bio Vanille oder anderen syn-bio Inhaltsstoffen versorgen wird, falls sie zum Verkauf zugelassen werden sollten. Mehr über dieses Thema können Sie bei The ETC Group und Synbiowatch lesen.

Während meines diesjährigen Sommerurlaubs hatte ich die beglückende Gelegenheit, neben einer Wissenschaftlerin im Kanu zu paddeln, die auf dem Felde der synthetischen Biologie forscht. Obwohl die Arbeit sie mit Stolz füllt und ihr ein Gefühl der Erfüllung verleiht, stimmte sie herzhaft darin mit mir darin überein, dass diese aufstrebende Technologie eine strengere Beaufsichtigung und Regulierung benötigt. Sie meinte „wir begreifen die Auswirkungen der neuen Welten, die wir erschaffen, nicht vollständig.“ Während Wissenschaften und Technologien vorwärts stürmen, müssen wir unsere Gesundheit und die geweihte Biodiversität unseres Planeten bewahren.

http://consciouslifenews.com/synthetic-biology-next-generation-genetic-engineering/1166489

Dies ist die Position auf der Grundlage des Europäischen Rechts: Hier ein Auszug

2. Biosecurity and other regulations applicable to

synthetic biology in Europe

The most fundamental and wide-reaching regulatory instrument to prevent

the misuse of biology is the 1972 Biological and Toxin Weapons

Convention (BWC), which in Article I prohibits states parties to

“develop, produce, stockpile or otherwise acquire or retain: … Microbial or other biological

agents, or toxins whatever their origin or method of production, of types and in quantities

that have no justification for prophylactic, protective or other peaceful purposes …

 

2.  Biosicherheit und andere Regulierungen, mit Bezug auf die synthetische Biologie in Europa.                                        

Das grundlegendste und am weitesten reichende regulatorische Instrument zur Verhinderung von Missbrauch in der Biologie ist die das Biowaffen-Abkommen von 1972 (BWC), die in ihrem Artikel I den Staaten verbietet „mikrobische oder andere biologische Wirkstoffe oder Toxine, gleich welcher Herkunft oder Produktionsmethode, von Arten und in Mengen, die keine Rechtfertigung für vorbeugende, schützende oder andere friedliche Zwecke haben, zu entwickeln, zu produzieren, zu bevorraten oder auf andere Art zu erwerben oder aufzubewahren“…

 Nachsatz:

Wenn Sie diesen Artikel gelesen haben werden Sie langsam verstehen, warum das geplante Freihandelsabkommen mit den USA unbedingt verhindert werden sollte. Diese Pläne kommen zu einer Zeit, in der Fachleute der Medizin nach einer langen Zeit des Ignorierens und Zögerns zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die frühzeitige Diabetes und andere Krankheiten bei jungen Leuten hauptsächlich auf die Zusätze zurückzuführen sind, mit denen unsere Lebensmittelindustrie ihre Produkte befrachtet, vornweg die Riesenmengen an Zucker. Bisher hieß es bei Diskussionen, auch im Rundfunk, z.B. über Gewichtsprobleme immer als Erstes: „Bewegungsmangel….“ und so weiter. Ich habe mich mehr als einmal darüber sehr geärgert. Wenn aber dieses Freihandelsabkommen realisiert werden sollte, müssen wir damit rechnen, dass durch die Importe viele hart umkämpfte deutsche Standards und Regelungen aufgeweicht werden und wir dann wieder ganz am Anfang des mühsamen Kampfes um eine gesündere Nahrung stehen.

Ich wollte nie etwas Politisches schreiben und sehe mit Erstaunen, dass das gar nicht mehr zu vermeiden ist. Es geht ja um unsere Lebensgrundlagen, und die augenblickliche Entwicklung in vielen Ländern ist so beschaffen, dass jeder halbwegs mit Verantwortungsgefühl und einem sozialen Bewußtsein ausgestattete Bürger das Gefühl hat: Es ist Zeit, sich aus der gemütlichen Sofaecke zu erheben und seinen Beitrag zum Anhalten einer sehr unguten  Entwicklung zu leisten.  Es gibt viele Themen, die einem den Schlaf rauben können. Schauen Sie mal nach bei Themen wie Gentechnik, Luftverschmutzung, Fracking etc.

Gregor.

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Quelle: http://www.morgellons-faserkrankheit.de/synthetische-biologie/gentechnik-und-synthetische-biologie.html

Gruß an die Hartnäckigen

TA KI