Teures Deutschland: Hohe Preisunterschiede in Europa


Teures Deutschland: Hohe Preisunterschiede in Europa 

Das Leben in Deutschland ist um fünf Prozent teurer als im EU-Schnitt. Doch bei Reisen zeigt sich rasch: In vielen anderen Ländern ist das Preisniveau noch höher. Die Preise für dieselben Verbrauchsgüter und Dienstleistungen variieren in der EU fast um das Dreifache.

Urlauber merken es schnell: Das Preisgefälle in Europa ist groß. Zwar ist auch das Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt. Aber schon in den meisten Nachbarstaaten Deutschlands müssen Verbraucher für die gleiche Leistung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Und noch höher ist das Preisniveau in manchem europäischen Land, das nicht der Europäischen Union angehört.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das Preisniveau der privaten Konsumausgaben in Deutschland im Jahr 2017 um 5,0 Prozent über dem Durchschnitt der 28 EU-Mitgliedstaaten. Allerdings: In den direkten Anrainerstaaten waren die Lebenshaltungskosten nur in Polen und der Tschechischen Republik niedriger als hierzulande – das jedoch deutlich.

Mit Abstand teuerstes Land für Verbraucher innerhalb der EU war im vergangenen Jahr einmal mehr Dänemark: Dort lag das Preisniveau um 41,5 Prozent über dem Durchschnitt der 28 Staaten. Es folgen Luxemburg (plus 26,9 Prozent), Schweden (plus 25,5 Prozent), Irland (plus 25,4 Prozent) und Finnland (plus 22,2 Prozent).

Am günstigsten innerhalb der EU bleibt es in Bulgarien: Dort mussten Verbraucher für Waren und Dienstleistungen, einschließlich Mieten, etwa halb so viel zahlen wie im EU-Schnitt. Die Wiesbadener Statistiker berufen sich auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat, die jüngst konstatierte:

Mithin unterschieden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in der EU zwischen dem günstigsten und dem teuersten Mitgliedstaat fast um das Dreifache.“

Bei Alkohol und Tabak sind Preisunterschiede in der EU am ausgeprägtesten

Besonders groß ist die Preisspanne bei Alkohol und Tabak – in erster Linie wegen der unterschiedlichen Besteuerung. Während in Bulgarien Wein, Bier und Zigaretten und Co. etwa halb so viel kosten wie im EU-Schnitt, ist Irland (plus 74 Prozent) ein teures Pflaster für Raucher und Alkoholkonsumenten. Indes schlagen Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche besonders spürbar in Dänemark und Schweden aufs Budget durch. Deutlich günstiger als im EU-Schnitt sind Zimmer für Reisende in Bulgarien, Rumänien und der Tschechischen Republik.

Noch tiefer in die Tasche greifen als im teuersten EU-Land Dänemark müssen Verbraucher jedoch in europäischen Ländern, die nicht der EU angehören: Spitzenreiter ist Island, wo das Preisniveau um 66 Prozent höher liegt, kaum weniger ist es in der Schweiz, plus 59 Prozent.

Was das heißt, rechnete kürzlich der Bankenverband BdB anschaulich vor: Für Urlauber aus Deutschland ist ein Euro in der Schweiz demnach etwa 0,71 Cent wert (Stand April 2018). In Polen dagegen kann man für einen Euro Waren und Dienstleistungen erhalten, die in Deutschland etwa 1,84 Euro kosten würden.

Teures Deutschland: Hohe Preisunterschiede in Europa 

(dpa/rt deutsch)

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Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

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Magnesiumöl – die effektivste Form, Ihrem Körper Magnesium zuzuführen


Den machtvollsten Heiler unter den Mineralstoffen nutzen!

Magnesium gilt zu Recht als einer der wichtigsten Stoffe in unserem Körper. Das Mineral ist an verschiedenen essentiellen Vorgängen in unserem Organismus beteiligt. Stimmt unser Magnesiumspiegel, sind wir in aller Regel gesund, vital und voller Energie. Ist der Spiegel jedoch zu niedrig, öffnet dies Beschwerden und Krankheiten Tür und Tor.

Die Erfolgsautorin Brigitte Hamann hilft Ihnen(…), Magnesiummangel zu erkennen und auszugleichen und so mangelbedingte Leiden zu kurieren. Die »Geheimwaffe« der Autorin ist dabei eine besondere Form des Minerals: Magnesiumöl.

Es bietet Ihnen einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen anderen Darreichungsformen: Das Öl kann auf die Haut aufgetragen werden. Magnesium wird vom Körper so zu 100 Prozent aufgenommen und kann seine heilende Wirkung voll entfalten (…).

Das unersetzliche Mineral

In unserem Organismus gibt es kaum eine Funktion, an der Magnesium nicht beteiligt ist. So spielt es eine entscheidende Rolle beim Zellstoffwechsel: Magnesium sorgt dafür, dass unsere Zellen Nährstoffe wie Fette und Kohlenhydrate verwerten können und diese in Energie umwandeln.

Das Mineral ist zudem für die Eiweißbildung mitverantwortlich. Magnesium aktiviert über 300 Enzyme. Ohne sie können Vitamine, Mineralien und Hormone ihre Arbeit nicht verrichten. Magnesium setzt darüber hinaus wichtige Botenstoffe wie Hormone, Neurotransmitter und Pheromone frei. Das ist Grundvoraussetzung für die lebenswichtige Kommunikation zwischen den Zellen. Das Mineral hat aber auch eine Schlüsselrolle beim heiklen Zusammenspiel zwischen Magnesium, Kalzium und Phosphor.

Haben wir genügend Magnesium im Körper, kann das Mineral seine vielfältigen Aufgaben erledigen. Doch leider weisen Millionen Menschen ein Magnesiumdefizit auf. Das liegt zum einen an der Tatsache, dass wir Magnesium unter anderem über die Nahrung zu uns nehmen müssen.

Selbst wenn wir Lebensmittel nutzen, die viel Magnesium enthalten: Unser Darm kann nur 30 Prozent davon verwerten. Und da ist noch ein gravierenderes Problem.

»Magnesiumräuber« sorgen für einen Mangel an dem Mineral

Eine ganze Reihe von »Gegenspielern« des Minerals drücken den Magnesiumspiegel auf gefährlich niedrige Niveaus. So vernichtet moderne Zivilisationskost wie Fast Food, Zucker und Süßspeisen Magnesium in unserem Körper. Alkohol und Tabak haben denselben Effekt.

Aber auch verschiedene Medikamente können dem Organismus das so wichtige Mineral rauben: Dazu gehören Entwässerungstabletten, ACE-Hemmer, Abführmittel, Herzmedikamente, Antibiotika und die Antibabypille.

Die Folgen des Magnesiummangels

Ein Defizit des Minerals begünstigt Beschwerden und Krankheiten. Die Palette der Leiden, die durch den Mangel verursacht werden kann, reicht von Antriebslosigkeit und Schlafstörungen über Krämpfe, Zahnverfall und Knochenprobleme bis hin zu Krankheiten wie Asthma oder Diabetes (…).

Mit diesem Buch hilft Ihnen die Bestsellerautorin Brigitte Hamann gegen den Magnesiummangel und seine Folgen anzugehen. Dabei macht es Ihnen der Aufbau des Ratgebers leicht, systematisch vorzugehen.

Ein Test zur Ermittlung Ihres Magnesiumdefizits

Brigitte Hamann ermöglicht Ihnen zunächst mit einem Test festzustellen, ob Ihr Magnesiumspiegel zu niedrig ist. Ein ausgeklügelter Katalog an Fragen bringt Symptome für einen Mangel an den Tag. Deutet sich ein Defizit an, können Sie mit einer besonderen Form des Minerals für Abhilfe sorgen.

Magnesiumöl – die optimale Lösung gegen Defizite

Die meisten Mittel gegen Magnesiummangel werden oral eingenommen und haben einen entscheidenden Nachteil: sie wirken nur in geringem Umfang. Magnesiumoxid beispielsweise kommt nur zu vier Prozent im Organismus an. Ganz anders Magnesiumöl.

Die Flüssigkeit kann auf die Haut aufgetragen werden. Auf diesem Weg werden hundert Prozent (!) des Magnesiums vom Körper absorbiert. Das Mineral zeigt so sehr schnell seine erstaunlichen Effekte.

Hilfe bei einer Vielzahl von Leiden

Wie Untersuchungen zeigen, lindert das Mineral einfachere Beschwerden wie Muskelkrämpfe, Pilze oder Hühneraugen. Es ist das Mittel der Wahl bei Stress und Schlafstörungen. Magnesium wirkt bei Depressionen und ADHS, es aktiviert die Abwehrkräfte.

Der Einsatz empfiehlt sich bei Verdauungsproblemen, Entzündungen, prämenstruellen Leiden und Regelbeschwerden. Magnesium zeigt positive Resultate bei Nieren- und Gallensteinen, bei Arthritis, Diabetes, MS und vielen anderen Krankheiten.

Das ideale Anti-Aging-Mittel

Magnesium hilft des Weiteren gegen die Leiden und Begleiterscheinungen des Alterns. Da es an der Zellbildung beteiligt ist und unter anderem Bindegewebe erzeugt, löst es Verhärtungen und Verkalkungen auf, es macht beweglicher und reduziert Falten.

Das Mineral bekämpft freie Radikale, die die Alterung beschleunigen. Magnesium fördert die im Alter nachlassende Produktion von ATP, einem »Energiegenerator« unseres Körpers. Das Mineral stimuliert auch die Bildung von DHEA.

Dieses »Superhormon« wiederum kurbelt die Libido an, beflügelt das Gedächtnis, baut Körperfett ab und schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Magnesium ist deshalb bestens geeignet Alterungsprozesse aufzuhalten und rückgängig zu machen (…).

Preiswert und leicht herzustellen

Neben all diesen Vorzügen bietet Ihnen die wirksamste Form des Minerals einen weiteren Vorteil: Jeder kann Magnesiumöl selbst herstellen. Und das für wenig Geld. Wie Sie die Flüssigkeit mischen, ist in diesem Ratgeber genau erklärt.

Brigitte Hamann erläutert Ihnen aber auch den Einsatz des Öls: wie viel sie auftragen sollten, wie oft – und mit welchem Trick Sie das Einreiben vereinfachen. Thema ist darüber hinaus, wann Sie vorsichtig mit Magnesium umgehen sollten.

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Quelle: https://www.pravda-tv.com/2017/06/magnesiumoel-die-effektivste-form-ihrem-koerper-magnesium-zuzufuehren/

Gruß an die Wissenden

TA KI

E-Zigaretten: schlecht für das Immunsystem


E-Zigaretten sind die Rettung für viele Nikotinabhängige. So kommen sie wenigstens vom Rauchen los. Denn das Dampfen gilt zwar nicht als gesund, aber derzeit noch als etwas weniger schädlich als das Rauchen. Langzeitwirkungen sind leider noch nicht bekannt. Und so könnte es sich zeigen, dass Dampfen langfristig doch nicht besser ist als das Rauchen. Toxikologen stellten jedenfalls fest, dass E-Zigaretten für das Immunsystem der Atemwege sogar noch um einiges schlimmer sein können als herkömmliche Zigaretten.

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E-Zigaretten schwächen das Immunsystem

E-Zigaretten finden inzwischen grossen Anklang und werden gerne überschwänglich gelobt. Sie würden helfen, so heisst es, vom Tabak loszukommen, der als deutlich ungesünder gilt als die Liquids, mit denen man die E-Zigaretten füttert.

In einem Punkt jedoch sind E-Zigaretten für die Gesundheit nicht nur gleich schlecht wie Tabak, sondern sogar noch deutlich schlechter.

Forscher der University of North Carolina veröffentlichten im Juni 2016 eine neue Studie, derzufolge das Dampfen erhebliche gesundheitliche Nachteile aufweist.

Während nämlich das Rauchen von Tabak „nur“ einige Dutzend Gene beeinträchtigt, die normalerweise für die Immunabwehr in den Epithelzellen der Atemwege aktiv sind, schaltet das Dampfen gleich einige Hundert dieser so wichtigen Gene aus.

Je weniger dieser Gene jedoch aktiv sind, umso höher das Risiko für bakterielle Infektionen, Virusinfektionen und Entzündungen.

Dampfen bleibt nicht folgenlos

„Ich war wirklich überrascht von diesen Ergebnissen”, sagt die leitende Wissenschaftlerin, Dr. Ilona Jaspers, Professorin für Pädiatrie, Mikrobiologie und Immunologie an der Universität von North Carolina.

Die Studie wurde im American Journal of Physiology veröffentlicht und zeigt, dass das Inhalieren der aromatisierten Dämpfe von E-Zigaretten nicht folgenlos bleibt – zumindest nicht, was die Genexpression in den Epithelzellen der Atemwege angeht.

Mit Genexpression ist die Fähigkeit der Gene gemeint, ihre Aufgaben zu erfüllen, also beispielsweise die entsprechende Zelle dazu zu bringen, bestimmte Proteine zu bilden (z. B. Botenstoffe, Enzyme, Antikörper etc.).

Noch weiss man nicht, ob dies langfristige Folgen für die Gesundheit hat und man weiss nicht, ob diese Problematik mit dem Risiko für die typischen Raucherkrankheiten in Verbindung steht, wozu etwa Krebs, die chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten und Lungenemphyseme gehören.

Zwar glauben die Forscher nach wie vor, dass E-Zigaretten nicht dieselben Auswirkungen auf die Gesundheit haben wie Tabak. Doch harmlos sind E-Zigaretten in keinem Fall.

E-Zigaretten sind seit 2006 auf dem Markt (in den USA). Dennoch stieg ihr Konsum erst in den letzten wenigen Jahren sprunghaft an. Die mehr als 7000 erhältlichen Aromen, die sich in den Liquids finden, sind zwar alle zugelassen, doch basierte die Zulassung auf Daten, die sich auf die orale Einnahme bezogen und nicht auf das Inhalieren.

Unbedenklich essen kann man jedoch vieles, was sich dann beim Einatmen als hochgradig gefährlich erweist. Mehl zum Beispiel gilt als Grundnahrungsmittel. Inhaliert man es aber, kann es zu lebensgefährlichen Lungenkrankheiten führen. Man spricht dann von der sog. Bäcker-Lunge.

E-Zigaretten schädigen mehr Gene als normale Zigaretten

Um nun herauszufinden, welche Auswirkungen E-Zigaretten auf jene Gene haben, die den oberen Atemwegen bei der Abwehr schädlicher Keime helfen, kamen 39 freiwillige Studienteilnehmer zum Einsatz.

13 Nichtraucher, 14 Raucher und 12 Dampfer stellten sich zur Verfügung. Jeder Teilnehmer führte genau Buch über seinen Zigarettenkonsum. Forscher der University of California in San Francisco und Jaspers’ Team aus North Carolina analysierten nun den Urin und das Blut der Teilnehmer, um die Nikotinbelastung sowie die für das Rauchen/Dampfen relevanten Marker festzustellen.

Nach drei Wochen wurden überdies Proben der Nasenschleimhäute entnommen, um dort die Expression der Immunabwehrgene zu untersuchen. Die Epithelschichten der Nasenschleimhäute sind vergleichbar mit jenen in den Lungen, so dass man aus dem Zustand der Nasenschleimhaut Rückschlüsse auf den Zustand der Lungenschleimhaut ziehen kann.

Alle Epithelzellen, die sich entlang der Atemwege befinden – von der Nase bis zu den winzigsten Bronchien tief in den Lungen – müssen perfekt funktionieren, um Fremdpartikel und schädliche Keime erkennen und aus dem Körper hinaustransportieren zu können, damit der Mensch nicht erkrankt.

Diese Epithelzellen sind also äusserst wichtig für eine leistungsfähige Immunabwehr. Ihre Gene geben den Befehl zur Bildung von Immunstoffen, seien es nun spezielle Botenstoffe, Enzyme oder Antikörper, die dann in ihrer Gesamtheit die körpereigene Abwehrreaktion bewerkstelligen.

Dass Tabakrauchen nun genau diese Gene beeinträchtigt, ist schon lange bekannt. Daher gelten Raucher auch als anfälliger für Krankheiten der oberen Atemwege als Nichtraucher.

In der Rauchergruppe fanden sich in vorliegender Untersuchung 53 Gene, die im Vergleich zur Nichtrauchergruppe nicht mehr ordnungsgemäss zu funktionieren schienen. In der E-Zigarettengruppe aber waren es 358 Gene, die nicht mehr richtig funktionierten, wobei hier auch die 53 Gene dabei waren, die bei den Rauchern inaktiv waren.

Dampfen schadet der Gesundheit auf ganz andere Weise als das Rauchen

Zusätzlich verglichen die Forscher den Schweregrad der Genschädigung bei Rauchern und Nichtrauchern. Dabei stellten sie fest, dass ein und dasselbe Gen, das bei den Rauchern schon geschwächt war, bei den Dampfern noch deutlich stärker geschädigt war. Wie die E-Zigaretten zu dieser starken Genunterdrückung führen, ist noch nicht geklärt.

Jaspers erklärte, dass diese Ergebnisse nicht zwangsläufig bedeuten würden, dass E-Zigaretten genauso schädlich oder gar schädlicher als herkömmliche Zigaretten seien. Man sollte auch nicht fragen, ob E-Zigaretten genau wie Tabak nun Krebs oder andere rauchbedingten Krankheiten erzeugen könnten.

Es sei vielmehr so, dass sich Rauchen und Dampfen so stark voneinander unterscheiden, dass man davon ausgehen müsse, dass das Dampfen ganz andere Auswirkungen auf den Organismus und seine Funktionen habe als das Rauchen und daher auch zu ganz anderen Krankheiten führen könnte.

„Wir wissen, dass die Entwicklung von Krankheiten wie COPD, Krebs und Emphyseme viele Jahre benötigt“, so Jaspers, „Da nun aber noch nicht so lange gedampft wird, werden wir erst in 10 bis 15 Jahren wissen, wie sich E-Zigaretten konkret auf die Gesundheit auswirken. Noch sind wir ganz am Anfang der E-Zigaretten-Forschung und können lediglich beobachten, was geschehen wird und was nicht.“

Jeder, der heute E-Zigaretten nutzt, ist somit ein willkommenes Studienobjekt, um zu sehen, ob nachfolgende Generationen vor E-Zigaretten gewarnt werden sollten oder nicht.

(…)

 

Quelle:https://www.zentrum-der-gesundheit.de/e-zigaretten-schwaechen-immunsystem16070147.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

 

 

Indianische Heilpflanzen


tippi

Pflanzensud und heiße Steine, Schimmelpilze, Kakteensaft und Grizzlybären-Wurzel:

Die Apotheke Manitous war reichhaltig. Hunderte von Heilpflanzen waren ihre wichtigste Stütze. So half zum Beispiel die Rinde des Fenchelholz-Baumes bei Koliken, Blähungen, Leber- und Nierenschmerzen. Der Sud aus Blättern und Beeren sollte rheumatische Beschwerden und Geschlechtskrankheiten lindern. Frisch zerriebene Blätter dienten als Wundpflaster, das ausgekochte Wurzelmark als Narkotikum.
Die Indianer kannten sogar Penicillin.


Zur Behandlung von Wundinfektionen und gegen Diphtherie kratzten sie Schimmelpilzkulturen von Baumstämmen ab und strichen sie auf die Wunde.
Die bekannteste indianische Kulturpflanze ist der Tabak. Sein Saft half gegen Zecken und desinfizierte Wunden. Sein Rauch begleitete nicht nur Rituale und Kulte, er linderte auch Kopf- und Zahnschmerzen. In der Regel rauchten die Indianer den Tabak vermischt mit anderen Heilpflanzen.
Krätze und Wurmbefall wurden mit Lilienwurzeln behandelt. Offenbar hatten die Indianer die Wurmkur beim Grizzlybären abgeschaut. Während der Lachs-Saison nehmen die Bären mit dem Fisch reichlich Würmer zu sich. Um sie wieder loszuwerden, fressen die Tiere dann die stark abführenden Lilienwurzeln.
Als Medizin für alle Fälle war die Schafgarbe beliebt. Schafgarbentee wurde gegen fast alle Beschwerden eingesetzt, von Erkältung bis hin zu Fieber, Verstopfung und Hämorrhoiden. Zu den spektakulärsten Erfolgen der indianischen Medizin zählt die Behandlung von Skorbut, zum Beispiel mit Elsbeeren und Feigenkakteen. Davon profitierten drei französische Schiffsbesatzungen, die im bitterkalten Winter von 1535/36 am St.-Lorenz-Strom im Eis festsaßen. 25 der 110 Männer waren bereits an Vitaminmangel gestorben, als ihnen die Indianer zu Hilfe kamen und die Männer kurierten.
Bewährtes Verhütungsmittel vieler indianischen Stämme war die Yamswurzel. Sie enthält das Hormon Progesteron, wichtigster Bestandteil der „Antibabypille“.
Der Sonnenhut Echinacea angustifolia, heute in ganz Europa von der Pharmaindustrie angebaut, ist ein altes indianisches Heilmittel. Bei Verletzungen wurde das Wurzelpulver auf die Wunde gestreut, die Blätter als Wundpflaster aufgelegt. Die Dakota tranken Echinacea-Sud gegen Blutvergiftung. In unseren Apotheken wird die Substanz oft verlangt; sie stärkt die körperlichen Abwehrkräfte.
Zur Zahnpflege und Atemerfrischung wurde aus dem Stamm einer großen Blattpflanze eine harzartige Substanz gewonnen. An Sonne und Luft getrocknet, duften die zähen Pflanzentränen erfrischend und angenehm. Die Creek kauten die gummiartigen Stücke stundenlang: Der Kaugummi war erfunden.

Quelle. http://timy04.jimdo.com/c-1/circle-of-life/

Behandle einen Stein wie eine Pflanze,
eine Pflanze wie ein Tier
und ein Tier wie einen Menschen

indianische Weisheit

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? – Teil 1 – was sagen uns Tabak- und Kokainkonsum?


Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal gefragt: Muss die Geschichte über die Pyramiden neu geschrieben werden? Nun ist mir wieder Jemand begegnet, der vor Jahren bemerkte, dass es reichlich Fakten gab, die auf ein Lügengespinst der Geschichtsschreibung hinweisen. Und so fing er richtig an zu graben. Nun wird er nach und nach Informationen darstellen, die aufzeigen, dass es auf unserer Erde schon einmal eine weltumspannende Hochkultur gab.

Begonnen hatte er, indem er diesen Artikel referenzierte Suppressed By Scholars: Twin Ancient Cultures On Opposite Sides Of The Pacific und fragte, wer denn Interesse hätte zu erfahren, wie die Geschichte wirklich gewesen ist. Und so hat er mir erlaubt, seine Artikel auch auf Faszination Mensch zu posten, allerdings mit der Bitte, keinen Namen zu nennen. Sein erster Text lautet:

Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? – Teil 1 – was sagen uns Tabak- und Kokainkonsum?

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Ich habe mir gedacht, ich führe Euch langsam an die Thematik heran, denn die Theorie, die ich vertrete und selbst nach langem Kämpfen und Zaudern akzeptiert habe, widerspricht stark vielen unserer Vorstellungen und löst oft Trotzreaktionen aus.

Überzeugt hat mich die Fülle der alten Dokumente, die ZUSAMMEN eine völlig andere Menschheitsgeschichte schreiben, aber auch die modernste, scheuklappenfreie Forschung, die die besagte Theorie untermauern.

Zweifel können gern geäußert werden, aber bitte ohne Emotionen und nicht in dem Maße, dass sie mich ausbremsen und die Diskussion zu sehr überhitzt wird.

Zunächst will ich Euch mit ein Paar Beweisen und Indizien damit vertraut machen, dass die “frühen Zivilisationen” miteinander verknüft waren, als Teil einer Weltkultur, sogar eines Weltimperiums. Ihr müsst nicht alles gleich glauben, nehmt es vorerst einfach nur zur Kenntnis und denkt daran, dass sie nicht als alleinige Beweise dienen, sondern nur kleine Teile eines riesigen Puzzles sind.

Diese Doku handelt davon, dass in “antiken” ägyptischen Mumien Spuren von Tabak- und Koka-Pflanzen-Konsum gefunden wurden. Und nicht nur in ägyptischen Mumien. Bezeichnend ist dabei die ignorante Haltung der traditionellen Wissenschaftler, die einen weltweiten Handel oder einfach nur interkontinentale Kontakte (zu Amerika) dieser Art reflexartig ausschließt. Leider nur auf Englisch, aber dafür sehr gut verständlich.

(…)

Quelle: http://faszinationmensch.com

Gruß an die Raucher

TA KI

Ayahuasca


 

Ayahuasca: die Reise zum Ursprung der Kultur

 

»Keine äußerliche Kulthandlung bietet ein so eindringlich als Realität geschautes Drama wie die sich gleichermaßen vor dem inneren und äußeren Auge vollziehenden Mythen im Ayahuasca-Rausch.«
WALTER ANDRITZKY
(1989: 194)

Der Zaubertrank der Schamanen

Ayahuasca, der psychoaktive, vi­sionäre und emetische »Zaubertrank« vom Amazonas, steht im Zentrum des Scha­manismus vieler dort ansässiger Indianerstämme.

Ayahuasca ist unter folgenden Namen bekannt:

Ambihuasca, Ambiwáska, Ayahuasca (Quetschua »Ranke der Seelen«) Ayawáska, Biaxíi, Cají, Caapi, Calawaya, Camaramti (Shipibo), Chahua (Shipibo), Cipó, Daime, Dapa, Dapá, Djungle Tea, Djunglehuasca, Doctor, Dschungel-Ambrosia, El remedio (Spanisch »das Heilmittel«), Hoasca, Honi, Iyaona (Zapara), Kaapi, Kahi, Kahpi, La droga (Spanisch »die Droge«), La purga (Spanisch »das Reinigende«), La soga, Masha (Shipibo), Metí, Mihi, Mii (Huaorani), Moca jene (Shipibo »bittere Brühe«), Muka dau (Cashinahua »bittere Medizin«), Natem (Achuar), Natema, Natemá, Natemä, Nepe, Nepi, Nichi cubin (Shipibo »gekochte Liane«), Nishi sheati (Shipibo »Lianengetränk«), Nixi Honi, Nixi paé, Notema, Ohoasca, Ondi (Yaminahua), Pilde, Pildé, Pinde, Pindé, Rao (Shipibo »Medizinalpflanze«), Remedio, Sachahuasca, Santo Daime, The brew, Uni (Conibo), Vegetal (Brasilianisch »Gemüse«), Yagé, Yajé, Yaxé

Bei den Siona und Secoya, die im ecuadorianischen Amazonas-Tiefland leben, heißt der Schamane yagé unkuki, »der Ayahuasca-Trinker«. Der Schamane der benachbarten Cashinahua wird moca-ya, »einer, der Ayahuasca hat«, genannt. Der Schamane der im peruanischen Amazonas-Tiefland heimischen Shipibo-Indianer wird als nishi sheamis, »Ayahuasca-Trinker« bezeichnet. Daraus hat sich im lokalen Spanisch das Wort ayahuasquero – heute meist als »Ayahuasca-Schamane« übersetzt – entwickelt. Ein Mensch wird zum Schamanen, wenn er von den Pflanzengeistern dazu berufen wird – entweder im Traum oder in einer Ayahuasca-Vision.[1]

Obwohl in der Gegend um die peruanische Dschungelstadt Pucallpa (Laguna Yarinacocha, Río Ucayali) fast jeder Mensch, ganz gleich ob Indianer oder Mestize, Ayahuasca-Erfahrungen gemacht hat, werden doch nur wenige Ayahuasca-Trinker zu Schamanen. Der Schamane bezieht seine schamanische Heilkraft (ani shinan) von seinem Wissen (onanti), daß er durch seinen häufigen, mitunter täglichen Ayahuasca-Genuß erhält. Manche Ayahuasqueros verfügen über eine geradezu unglaubliche Erfahrung. So trinkt Guillermo Arévalo seit über 25 Jahren fast täglich seinen legendären und höchstpotenten Trank, während Do Agustín Rivas über 3000 mal Ayahuasca genommen hat!

In Pucallpa gibt es eine Reihe von sehr angesehenen Mestizen-Ayahuasqueros, die Ayahuasca-Therapien auf einem synkretistischen Hintergrund ausüben.[2] Auch die peruanischen Mestizo-Ayahuasqueros achten die Ayahuasca-Pflanzen als »Lehrmeister« (plantas maestras) ihrer Heilkunst. Besonders ein­drucksvoll sind die Darstellungen solcher »Meisterpflanzen« auf den Malereien des ehemaligen Ayahuasqueros Pablo Amaringo. Er bildet auf seinen visionären Bildern die ganze Aya­huasca-Mythologie, auch die synkreti­stischen Elemente, die Regenwald-Pharmakopöe und die andere Wirk­lichkeit des schamanischen Univer­sums dar (LUNA & AMA­RINGO 1991).

Zur Ayahuasca-Chemie

Der Ayahuasca-Trank ist eine einzigartige pharmakologische Kombination aus der harmalinhaltigen Ayahuasca-Liane Banisteriopsis caapi und den DMT-haltigen Chacruna-Blättern (Psycho­tria viridis). Harmalin ist ein MAO-Inhi­bitor; er hemmt die Auschüttung des körpereigenen Enzyms Monoaminooxidase (kurz: MAO). Die MAO baut normalerweise den visionär-psychedelischen Wirkstoff DMT (= N,N-Dimethyltryptamin) ab, noch bevor er über die Blut-Hirn-Schanke in das zentrale Nervensystem eindringen kann. Nur durch diese Kombination von Wirkstoffen kann der Trank seine bewußtseins­erweiternde Wirkung ausüben und Visionen auslösen.

 

Die Kultur der Ayahuasca-Menschen

»Dort, in den Welten der Götter,
werde ich euch lehren.
Wo die Welt mit Musterstreifen verziert ist…«
Ayahuasca-Lied der Shipibo
(ILLIUS 1991: 313)

Der Ayahuasca-Schamanismus wird bis heute von den Shipibo-Indianern gepflegt und als kostbares Erbe altindianischer Weisheit gehütet. Die Shipibo-Conibo siedeln im peruanischen Ucayali-Gebiet. Das fried­liche Volk umfaßt etwa 28000 Menschen. Sie leben vom Fischen, Jagen, Sammeln und vom Feldbau. Sie kultivieren Maniok, Mais, Bananen und verschiedene Knollengewächse. Die Männer ziehen auf die Jagd in die unendlichen Weiten des Amazonas-Regenwaldes oder fischen von ihren wendigen Einbäumen. Nur die Frauen betätigen sich als Töpfer, Weber, Stoffmaler und Kunsthandwerker.

Alle materiellen Kulturgüter werden von den Frauen mit den soge­nannten quené verziert. Die quené sind charakteristische Muster, die auf vereinfachte Weise die unter Ayahuasca-Einfluß sichtbaren geometrischen und graphischen Strukturen, Energielinien und psychedelischen Muster andeuten. Die quené sind aber mehr als nur Zierde oder Ornamentierung; sie stellen ein Kommunikationssystem, eine Art Schrift, als Medium mit der an­deren Wirklichkeit, dar. So lernen die Schamanen von den Tieren des Waldes, z.B. vom Kolibri, die Bedeutungen der Muster. Der Kolibri (pino ehua) gilt als besonders begabter Maler und Bote aus der »wahren Wirklichkeit«; er zieht die Muster mit seinem Schnabel:

 

»Die Kolibris haben Muster,
die goldenen Kolibris haben Muster,
an den Spitzen ihrer Schnäbel haben sie Muster.
Damit lasse ich sie den Körper reinigen.
Eine mächtige Bläte!
Eine mächtige Ayahuasca-Blüte.«
(Ayahuasca-Gesang, n. ILLIUS 1991: 61)

Der Kolibri ist ein wichtiger Lehrer der Schamanen und Künstlerinnen:
»Im Kern ist die Shipibo-Conibo-Therapie eine Sache der Anwendung eines visionären Designs in Verbindung mit der Wiederherstellung der Aura. Da sich alle Individuen seit der frühen Kindheit therapeutischer Behandlung unterziehen, kann man davon ausgehen, daß sich jede Person mit den Design-Mustern durchtränkt fühlt. Die Muster sind dauerhaft und bleiben sogar nach dem Tod bei der Seele einer Person und helfen ihr, sich als Shipibo-Conibo in der anderen Welt zu identifizieren.« (GEBHART-SAYER 1985: 144f.)

Die geistige und materielle Kultur der Shipibo ist total von Ayahuasca geprägt bzw. durchtränkt. Ihre Gesänge handeln von den Erfahrungen unter Ayahuasca-Einfluß. Ihre Kunst ist ein ständiger Versuch, das durch Ayahuasca Geschaute graphisch mitzuteilen; es somit in den Alltag, in die Alltags-Wirklichkeit hinüberzubringen, ja, den Alltag mit der visionären Ayahuasca-Welt zu erfüllen und zu bereichern. Und das seit alters her: »Gute quené zu besitzen, bedeutet, Shipibo-Conibo zu sein.« (ILLIUS 1991: 172)

Die Shipibo sind echte »Ayahuasca-Menschen«. Als ich Alberto, einen älteren Schamanen in dem Ort San Francisco (an der Laguna Yarinacocha) nach der Religion der Shipibo fragte, sah er mich mit erstauntem Lächeln an und antwortete: »Religion? Wir haben keine Religion; wir trinken Ayahuasca«. D.h. die Shipibo verzichten auf Priester, die Gottes Wort verkünden und teuer verkaufen. Stattdessen trinken sie ihren heiligen Trank und erfahren die Göttlichkeit des Waldes, des Wassers, der Sterne, der Pflanzen, Tiere und Menschen. Das Trinken von Ayahuasca stellt die eigentliche Therapie dar. Wenn man Ayahuasca trinkt wird man direkt ins Herz der Dinge geführt und vom Geist des Waldes empfangen. Von ihm erhält man Wissen, Gesundheit und Liebe.

»Gesundheit bedeutet für den Shipibo-Conibo vor allem, mit seinen Mitmenschen in Frieden und Harmonie zu leben, ein ebenso gesundes geistiges wie physisches Leben zu führen«, erklärt der für seine besonders starke Ayahuasca berühmte Schamane Guillermo Arévalo (1989: 179). Zur Heilung einer Krankheit müssen deshalb auch immer sowohl der Körper als auch der Geist behandelt werden. Dafür gilt den Shipibo der geheimnisvolle Ayahuasca-Trank als ideale Medizin. Ayahuasca hat zum einen eine extrem starke psychoaktive Wirkung auf den Geist bzw. das Bewußsein, welche sich in fantastischen Visionen und magische Reisen in andere Welten ausdrückt. Andererseits wird der Körper durch den bitteren, adstringierenden Trank derart in Aufruhr versetzt, daß sich die Organe durch heftiges Erbrechen und plötzliche Durchfälle von allen Krankheitskeimen befreien. Ayahuasca ist kein Hausmittel, es ist das mächtigste Instrument im traditionellen Schamanismus der Amazonas-Indianer. Ayahuasca ist auch keine »sanfte Medizin«; Ayahuasca ist drastisch und extrem; knallharte Pharmakologie.

Für die Shipibo-Schamanen ist Ayahuasca oder moca jene, »bittere Brühe«, untrennbar mit dem Regenwald verbunden; Trank gilt als »Essenz des Waldes«. Durch die Kraft der Ayahuasca sieht der Schamane die Geistwesen (yoshinbo) oder »Pflanzenmütter«, die in den Pflanzen und Tieren des Waldes, aber auch in den angebauten »Meister- oder »Lehrer«-Pflanzen, wie z.B. Tabak (Mapacho) und Ipadú (Coca), sind. Mit ihnen kom­muniziert er, von ihnen erhält er das Wissen um ihr innerstes Wesen. Er lernt so die Bedeutung jedes einzelnen Tieres, jeder einzelnen Pflanze, jeden einzelnen Pilzes, versteht warum jede Art ihren notwendigen Platz im »Kreis des Leben­digen« hat. Von den Baumgeistern kann man auch Gesänge empfangen oder erlernen. Es gehört zu den kulturell geförderten Zielen, daß man als Individuum bei einer Ayahuasca-Zeremonie einen eigenen, ganz persönlichen Gesang empfängt, der einem bei späteren Ritualen Kraft verleiht und die Zentriertheit bewahrt, sowie die Visionen strukturiert und deutlicher erscheinen läßt.

Besonders wichtig für die Reise in das Land der Visionen ist der shono, der Weltenbaum, bei den Shipibo meist als Lupuna bezeichnet, dem höchsten Dschungelriesen (bis 50 m hoch), gedeutet.[3] Wenn der Schamane auf die Reise geht, sieht er eine Treppe, die am Stamm des Weltenbaumes hochläuft. Er schreitet auf ihr durch den Baum hindurch in die heilige Welt des Waldes, oder auch durch den hohlen Stamm in das Totenreich acuron. Durch den Stamm des Weltenbaumes erreicht er ebenfalls die Dörfer der Himmelsgeister, und schließlich die Spitze des Universums. Als besonders gefährlich gilt die Reise zu der jenseitigen Welt acuron, die von einer riesigen Anaconda beherrscht wird. Der Eingang wird von einem gewaltigen Stachelrochen, ihui, gebildet. Der große Süßwasserfisch liegt über einer Mulde, die mit kostbaren Edelsteinen und Gold gefüllt ist. Wenn der reisende Schamane acuron betreten will, muß er sich zum einen vor dem Maul des Stachelrochens schützen, zum anderen sich nicht von den verlockenden Reichtümern versuchen lassen. Das finstere Reich acuron ist der Ort, an den das Traumego (caya) schlafender Menschen reist. Manchmal bleibt es dort gefangen; bei einem derartigen Verlust wird der betroffene Mensch krank. Dann muß der Schamanen – natürlich mit Hilfe von Ayahuasca – ebenfalls dorthin reisen und das Seelenteil zurückerobern. Dazu erhält der Schamane von der Ayahuasca das »Nacht-Licht«; es bringt Helligkeit in die Dunkelheit, es befähigt den Schamanen, in der Finsternis zu sehen und zu handeln.

 

Heilen mit Ayahuasca

»Ayahuasca ist ein Auflöser von Problemen.«
DON AGUSTÍN RIVAS
(in einem Radiointerview,
Österreichischer Rundfunk, 6/94)

Die Shipibo-Schamanen verlassen sich vollständig auf ihren Ayahuasca-Trank. Er hat sich über undenkliche Zeiten bewährt. Noch niemals ist irgendjemandem ein echtes Leid durch seinen Genuß wider­fahren. Ayahuasca ist der eigentliche Heiler; der Schamane bietet ledig­lich seine Hilfestellung an. Der Schamane strukturiert das nächtliche Ritual (Vollmondnächte gelten als besonders »stark«). Er inszeniert die kollektive Reise in die andere Welt. Die Teilnehmer bilden einen Kreis, meist im Freien auf einem Rasen oder einer Lichtung, manchmal unter einem Dach, seltener in einem Haus. Der Schamane teilt jedem Teilnehmer eine angemessene Dosis zu, nachdem er den Trank mit Gebeten und Tabakrauch geweiht hat. Er trinkt selbst Ayahuasca und bietet es auch seinen Gehilfen und Sängern ordentliche Portionen an. Die Schamanen müssen Ayahuasca zu sich nehmen um wirklich sehen zu können, was mit den Teilnehmern bzw. Patienten los ist. Wenn alle ihre Dosis eingenommen haben, geht der Schamane oder der Sänger mit einer Tabakspfeife, gestopft mit dem einheimischen, nikotinreichen Mapacho-Tabak, im Kreis herum und bläst jedem Teilnehmer eine Rauchwolke auf den Kopf. Dadurch soll die Trennung zwischen den Welten durchlässig gemacht werden, sowie der Teilnehmer von negativen Energien befreit werden.

Wer Ayahuasca trinken will, muß die eigene Verantwortung übernehmen. D.h., er muß sich aus freien Stücken der rituellen Behandlung anvertrauen. Er muß begreifen, daß er in Bezug auf seine Leiden und Krankheiten ebenfalls Selbstverantwortung überneh­men muß. Der Kranke ist es, der zu handeln hat, nicht der Schamane. Der Ayahuasca-Schamane hilft dem Kranken, wenn er es für nötig hält. Der Schamane überläßt es aber seinem Patienten, mit Hilfe der eigenen Visionen sein Problem zu erkennen. Außerdem ist Ayahuasca ein Mittel der Selbsterkenntnis; ebenso wie ein Zugang zum Jenseits: »Menschen, die Ayahuasca, Tabak oder andere Pflanzen konsumieren, gewinnen Einfluß auf die Geister des Jenseits, z.B. auf die schwarzen Schatten Verstorbener, auf tausendjährige Geister oder auch auf boshafte Naturgeister. Die magische Welt der Shipibo-Conibo kennt eine Vielzahl halb­göttlicher guter und schlechter Geister. Die guten bekämpfen die Krank­heiten und Schäden, die von den schlechten verursacht werden«. Darin sieht Guillermo Arévalo eine der herausragenden Qualitäten der Ayahuasca (1989: 181).

Der Shipibo-Schamane benutzt während seiner Zeremonie als wichtigstes Werkzeug seiner Kunst bestimmte Gesänge (huehua) und gepfiffenen Melodien.[4] Sie strukturieren die psychedelische Erfahrung der Teilnehmer.

Bei den Shipibo werden gewöhnlich drei Gesänge[5], die vor allem der Erzeugung und Nutzung von Obertönen dienen, vorge­tragen.

Der erste Gesang öffnet die Tore zur visionären Welt:

»Die Welt des Lichts öffnet sich.
Dort habe ich Freunde.
Ich lasse euch heilen…«
(ILLIUS 1991: 319f.)

Der zweite Gesang bewirkt Erbrechen, Durchfall und allgemeine Katharsis. Dieser Gesang ist therapeutisch am wichtigsten, er dient der Reinigung von Körper und Geist. Vor allem wird das Erbrechen durch messerscharfe Obertöne stimuliert.

Der dritte Gesang führt die Teilnehmer zu sich selbst zurück, zurück in die »nor­male«, »gewohnte« Welt. Haben noch einige Teilnehmer an dem Ritual Probleme, werden sie gesondert behandelt, meist besungen oder mit ätherischen Ölen oder billigen Parfüms bestäubt.

Aber »in komplizierten Behandlungsfällen bittet der Schamane den Pflanzengeist, die Krankheit zu bekämpfen. Hierfür sind gewisse Vorleistungen an den Pflanzengeist erforderlich, spezielle Regeln zu beachten: z.B. Verzicht auf Geschlechtsverkehr, auf Essen und Trinken (Abstinenz von Salz und Chilipfeffer), sich während der Behandlung zurückziehen, um nicht gesehen zu werden, ebenso wie beim Sammeln oder bei der Ver­ehrung der Pflanze«, kommentiert Guillermo Arévalo diese Aktivitäten. Er hat in 25jähriger Praxis als Ayahuasquero gelernt, daß er sich auf die »Meisterpflanzen« verlassen darf:

»Noch existiert die zeremonielle Praxis, insbesondere mit Ayahuasca, aber auch mit Toe [canachiari auf Shipibo = Engelstrom­pete; Brugmansia suaveolens]. Tabak [rome = Nicotiana tabacum] ist ein weiterer Bestandteil von Mischun­gen aus Meisterpflanzen, der hilft, die Wirkung zu beschleunigen. Diese Meisterpflanzen helfen dem Er­krankten, positive Energien zurückzuge­winnen und von physischen und psychischen Krankheiten geheilt zu werden. Der geistige Teil der Meisterpflanzen spielt hierbei eine beson­dere Rolle.« (ARÉVALO 1989: 181)[6]

Die Schamanen des amazonischen Regenwaldes haben über die Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg zahlreiche Pflanzen mit stark pharmakologischen Wirkungen mit Hilfe der Ayahuasca entdeckt und oft sehr erfolgreich eingesetzt. Bei der Behandlung von Patienten mit bestimmten Krankheiten wird die Ayahuasca für den Kranken mit einer für ihn geeigneten Heilpflanze zubereitet. Im Ritual tritt der Patient nicht nur dem Geist des Waldes gegenüber, zu­sätzlich zu der Katharsis wird sein Körper von dem Heilkraut durchspült. Es heißt, der Ayahuasca-Trank würde zudem die Heilwirkung der hinzu­gefügten Pflanzen potenzieren.[7]

Die Heilkraft des Ayahuasca liegt wahrscheinlich in der Offenbarung der visionären Welt und der damit verbundenen Schau vom Ursprung der eigenen Kultur.

Ayahuasca übt zunehmend eine starke Faszination aus. Menschen verschiedenster Herkunft, Profession und Weltanschauung können vom Zaubertrank der peruanischen Schamanen profitieren: »In Peru gibt es viele Intelektuelle, die Ayahuasca angewendet haben, um sich künstlerisch inspirieren zu lassen, und im Ausland gibt es Psychiater und Chirurgen, die diese Pflanze anwenden, um den Erfolg ihrer Operationen zu sichern. Heute werden auf der ganzen Welt Forschungen durchgeführt, um mehr über dieses erstaunliche Halluzinogen, das man Ayahuasca nennt, zu erfahren.« (RIVAS 1989: 183)

Ayahuasca-Ritualstruktur der Shipibo

Vorbereitung

Kochen der Ayahuasca (moca jene, rau)
Wahl des Ortes und des Zeitpunktes
1. Phase – Die Reise in die visionäre Welt

Ansprache des Schamanen (nishi sheamis, »Ayahuasca-Trinker«)
Gebet an die »Meister-Pflanzen« (plantas maestras) des Ortes
Weihe der Ayahuasca mit Worten und Tabakrauch
Verteilung der Ayahuasca-Dosen
Beblasen der Teilnehmer mit Tabakrauch
Singen des ersten Ayahuasca-Liedes (huehua)
ggf. Behandlung mit Duftstoffen (Aroma-Therapie)
Diagnose mit »Röntgenblick«
2. Phase – Katharsis (Reinigung)

Singen des zweiten Ayahuasca-Liedes
Auslösen von Erbrechen
ggf. Einzelbehandlungen mit speziellen Heilgesängen
Extraktion von Krankheitsursachen (chonta-Pfeile etc.)
Eingriff des Schamanen in psychische Strukturen [durch seine schamanische Heilkraft (ani shinan)]
Tabakrauch-Therapie
ggf. Empfang eines eigenen persönlichen Ayahuascagesanges
3. Phase – Rückkehr in die sichtbare Welt

Singen des dritten Ayahuasca-Liedes
ggf. Behandlung mit Duftstoffen (Aroma-Therapie)
Beendigung des Rituals
Nachbesprechung am nächsten Vormittag

Gemeinsame Gespräche und Kommentare des Schamanen im Kreis
Folgezeit

(künstlerische) Umsetzung der Visionen (mitquené-Mustern)

Literaturverzeichnis (Auswahl)
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1989 »Ethnopsychologische Betrachtung des Heilrituals mit Ayahuasca (Banisteriopsis Caapi) unter besonderer Berücksichtigung der Piros (Ostperu)« Anthropos 84: 177-201.
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1989 »Gedanken zur traditionellen Medizin« in: Ch. KOBAU (Hg.), Amazonas – Mae Mañota, S. 179-181, Graz: Leykam.
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1995 »Pharmahuasca and Contemporary Ethnopharmacology« Curare 18(2): 395- 398.
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1993 Gelenkte Ekstase: Die halluzinogene Droge Cají der Yebámasa-Indianer. Stuttgart: Franz Steiner Verlag.
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1996 Leben und Sterben in Amazonien: Bei den Jivaro-Indianern. Stuttgart: Klett-Cotta.
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1972 Visionary Vine: Hallucinogenic Healing in the Peruvian Amazon. San Francisco: Chandler.
1981 »Socio-Economic Characteristics of an Amazon Urban Healer’s Clientele« Social Sciences and Medicine 15B: 51-63.
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1992 Amazon Healer: The Life and Times of an Urban Shaman. Bridport, Dorset: Prism Press.
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1991 Ani Shinan: Schamanismus bei den Shipibo-Conibo (Ost-Peru). Münster, Hamburg: Lit Verlag (Ethnologische Studien Bd. 12).
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1997 »Schwarz und Ziegelrot: Gerbstoffe in der Färbekunst Europas und Südamerikas« Kultur & Technik 2/97: 50-57.
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Abbildungen/Dia-Legenden
1) Die Shipibo befahren die Laguna Yarinacocha und die anschließenden Wasserwege des auslaufenden Amazonasbeckens mit ihren archaischen Einbäumen.
(Foto: C. Rätsch)
2) Shipibo-Frauen tragen mit Ayahuasca-Mustern bestickte Wickelröcke.
(Foto: C. Rätsch)
3) Shipibo-Schamanen bei der Suche nach Meister- und Heilpflanzen im Dschungel.
(Foto: C. Rätsch)
4) Die Ayahuasca-Liane (Banisteriopsis caapi) wächst zwar auch wild im Wald, wird aber wegen der großes Bedarfs von Schamanen in ihren Hausgärten oder sogar auf Plantagen kultiviert.
(Foto: C. Rätsch)
5) Der Chakruna-Strauch (Psychoatria viridis) wird wegen seines DMT-Gehaltes kultiviert.
(Foto: C. Rätsch)
6) Der eingekochte Ayahuasca-Trank hat eine braune Farbe und schmeckt bitter und adstringierend. Man hat das Gefühl, die Essenz des Waldes zu trinken.
(Foto: C. Rätsch)
7) Der Lupuna genannte Weltenbaum überragt alle anderen tropischen Baumriesen.
(Foto: C. Rätsch)
8) Bei indianischen und synkretistischen Ayahuasca-Ritualen wird viel Tabak geraucht. Bevorzugt wird der sehr nikotinhaltige Mapachotabak, eine amazonische Spezialität. Die daraus gedrehten Zigaretten werden liebevoll mapachitos genannt.
(Foto: C. Rätsch)
9) Der berühmte peruanische Ayahuasquero Don Agustín Rivas spielt zugleich eine Panflöte und eine Trommel bei einer nächtlichen Zeremonie.
(Foto: C. Rätsch)
10) Eine Shipibo-Frau bemalt aus freier Hand ein großes Stück Baumwollstoff für die Herstellung einer Tunika mit den typischen Ayahuasca-Mustern.
(Foto: C. Rätsch)
11) Gemalte Ayahuasca-Muster auf einem Stoff der Shipibo.
(Foto: C. Rätsch)
12) Eine mit Ayahuasca-Mustern verzierte Holzpuppe der Shipibo.
(Foto: C. Rätsch)
13) Die Malerei eines jungen Künstlers aus der Malschule von Pablo Amaringo (USKO-AYAR in Pucallpa) zeigt die Dschungelwelt mit einer Hütte für Ayahuasca-Rituale.
Dieser Text ist eine überarbeitete und ergänzte Fassung von
Christian RÄTSCH, »Ayahuasca, oder: die Reise zum Ursprung der Kultur – Psychoaktive Therapie bei den Shipibo-Indianern«, in: Christine GOTTSCHALK-BATSCHKUS & Christian RÄTSCH (Hg.), Ethnotherapien – Ethnotherapies, Berlin: VWB (Curare Sonderband 14/98), S. 136-144, 1998.

[1] Die folgenden Ausführungen basieren hauptsächlich auf eigenen Beobach­tun­gen und Ayahuasca-Erfahrungen, die ich im Sommer 1997 an der Laguna Yarinacocha machen konnte. Dabei bin ich vor allem Guillermo Arévalo zu tiefstem Dank verpflichtet. Seine Ayahuasca ist besonders stark.
[2] siehe dazu DOBKIN DE RIOS 1970, 1972, 1981 und 1992, LUNA 1984, 1986 und 1991, MCKENNA 1993.
[3] In Amazonien werden verschiedene Bäume volkstümlich lupuna genannt; bei den Shipibo wird meist Chorisia speciosa als shono bzw. lupuna bezeichnet (ILLIUS 1991: 243).
[4] siehe dazu BELLIER 1986, KATZ & DOBKIN DE RIOS 1971, LUNA 1992; spezielle Musik (Trommeln, Obertongesänge, Techno/Psychedelic Trance, Acid Rock usw.) wird weltweit zu Vertiefung der visionären Erfahrung eingesetzt.
[5] Diese Gesänge heißen bei den urbanen Mestizo-Ayahuasqueros icaros. Die Shipibo mögen dieses Wort nicht gerne benutzen, denn ihre Gesänge sind voll­kommen anders als die europäisch beeinflußten Lieder der Mestizen (LUNA 1992).
[6] Auch westliche Psychiater und Psychotherapeuten haben begonnen, Ayahuasca – nach mehr oder weniger indianischem Modell – therapeutisch zu nutzen, u.a. bei Suchtkrankheiten (CALLA­WAY 1995, WEISKOPF 1995).
[7] vgl. ARÉVALO 1994, BIANCHI & SAMORINI 1993, LIGON 1998, MCKENNA et al. 1995, OTT 1995, RÄTSCH 1997a.

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