Anis


anis-03Anis ist eine sehr alte Heil- und Gewürzpflanze. Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten oder im landwirtschaftlichen Anbau zu finden. Wilde Pflanzen sind sehr selten.

Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen (z.B. Ouzo) bekannt.

In der hilft Anis bei Husten, Blähungen und bei der Milchbildung.

Haupt-Anwendungen:

Husten,

Heilwirkung:

antibakteriell,
entspannend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
tonisierend,

Anwendungsbereiche:

Abgeschlagenheit,
Aphrodisiakum,
Appetitlosigkeit,
Asthma,
Blähungen,
Bronchitis,
Epilepsie (unterstützend),
Erbrechen,
Halsinfektionen,
Insektenstiche,
Kopfschmerzen,
Milchbildung,
Magenkrämpfe,
Pfeiffersches Drüsenfieber
Reizhusten,
Schlaflosigkeit,
Schluckbeschwerden,
Trockener Husten,
Verdauungsschwäche,

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Anethol, Isoanethol, Ansiketon, Anissäure, Acetaldehyd, Acetylcholin, Azulen, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Eugenol, Kaffeesäure, Cumarine, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C,

Tages-Dosis:

4 Gramm (Erwachsene und Kinder über 6 Jahre), 1 Gramm (Kinder bis 2 Jahre), 2 Gramm (Kinder zwischen 2-6 Jahren)

Gegenanzeigen:

Schwangerschaft; Allergie gegen Anis oder Anethole

Nebenwirkungen:

Allergische Hautreaktionen auch der Schleimhäute

Anwendung

 

Anis ist Bestandteil vieler Teemischungen, weil er nicht nur eine ausgeprägte Wirkung gegen viele Beschwerden hat, Anis wertet langweilige Kräutermischungen geschmacklich auf.

Anis findet sich in einigen Tee-Mischungen gegen Fieber, z.B. in Kombination mit Weidenrinde.

Der Stilltee, den junge Mütter zu Beginn der Stillzeit trinken sollten, besteht aus Anis, Kümmel und Fenchel. Der Tee entfaltet seine Wirkung indirekt über die Muttermilch und wirkt gegen Blähungen des Babys. Gleichzeitig regt dieser Tee die Milchbildung an.

Stillenden Müttern hilft auch reiner Anistee bei der Milchbildung, hier nimmt der Säugling ebenfalls die Inhaltsstoffe gegen Blähungen über die Muttermilch auf. Die milchbildende Wirkung beruht auf der östrogenen Wirkung des Anisöls.

Die Samen sollten vor der Anwendung zerquetscht werden, z.B. mit einem Mörser, da so die Wirkstoffe besser freigesetzt werden können.

Der Geschmack von Anis ist süßlich, blumig und mild.

Durch seinen freundlichen Geschmack ist Anis auch besonders für Kinder geeignet.

Das ätherische Öl des Anis wird nach der Einnahme über die Lunge ausgeschieden und wirkt dadurch durch die Lungenbläschen und Bronchien von innen.

Auch die Verdauungsvorgänge werden auf milde Weise angeregt. Blähungen lösen sich durch die krampflösende Wirkung in Wohlgefallen auf.

Das ätherische Anisöl kann man, verdünnt mit fetten Ölen oder als Salbe, zu Einreibungen verwenden. So hilft es bei Brusteinreibungen gegen Husten und bei Baucheinreibungen gegen Blähungen und Magen- und Darmkrämpfe.

Für Inhalation mit Anisöl nimmt man heißes Wasser und etwa 5 Tropfen Anisöl, die Dämpfe atmet man etwa 10 Minuten ein. Lindert die Beschwerden bei Erkältungen.

Auf keinen Fall sollte man Anisöl unverdünnt innerlich anwenden oder in die Augen bringen. Ätherische Öle dürfen nicht bei Säuglingen eingesetzt werden.

In der Küche ist der Anis, vor allem bei Süßspeisen und Gebäck sehr beliebt. Auch hier hilft er, die Verdauung zu unterstützen und fördert die Atmung.

Blähungs-Teemischung

Zutaten:

  • 40 gr Anis-Früchte (=Samen)
  • 40 gr Fenchel-Früchte (=Samen)
  • 20 gr Kamillen-Blüten

Anleitung:

  1. Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse.
  2. Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen.
  3. Filter den Tee anschließend ab.
  4. Trink den Tee in kleinen Schlucken.

Geschichte und Brauchtum

Anis ist eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die den Menschen schon seit vielen Jahrtausenden begleitet. Anis wurde den Göttern geopfert und ist Bestandteil vieler festlicher Gerichte.

Hexen empfahlen getrocknete Anispflanzen gegen schlechte Träume.

Taubenzüchter nutzten das Öl um die jungen Tauben an ihren Schlag zu binden und noch heute wird Anis den jungen Tauben dem Futter beigemischt.

Im Herbst und Winter haben die Frauen ihren Männern anishaltige Nahrung und Getränke zubereitet, damit der müde Mann wieder munter wurde.

Pflanzenbeschreibung

Anis Heimisch ist der Anis im südöstlichen Mittelmeerraum und Asien. Nach Mitteleuropa kam der Anis durch Mönche und Nonnen in Klostergärten.

Der Anis ist eine einjährige Pflanze. Er wird etwa 50 cm hoch.

Die Blätter im unteren Bereich sind dreilappig, weiter oben sind sie gefiedert. Ganz oben sind die Blätter schmal gelappt.

Im Juli und August blüht der Anis in weißen Dolden.

Aus den Blüten entstehen die Früchte mit ihrer eiförmigen Form, die sich nach oben verjüngen.

Vom tödlich giftigen Schierling kann man den Anis am leichtesten durch den angenehmen Duft unterscheiden.

Anbau

Der Standort sollte trocken, warm und sonnig sein.

Der Boden sollte wasser- und luftdurchlässig sein.

Im Frühjahr im Abstand von etwa 20 cm aussäen.

Da die Pflanze einjährig ist, muss man sie jedes Jahr neu säen, man sollte aber an gleicher Stelle nur alle 3 Jahre Anis anbauen.

Ernte

Sobald im Frühherbst die Samen-Früchte reif sind, werden diese geerntet, diese werden sanft nachgetrocknet und dürfen auf keinen Fall erhitzt werden, da sonst die wertvollen ätherischen Öle verloren gehen.

Bei der Lagerung kann sich an den Gefäßwänden ein Teil der ätherischen Öle niederschlagen, dies ist zwar ein Zeichen für unsachgemäße Lagerung hat aber keinen großen Einfluss auf die Qualität der Samen.

Quelle: http://heilkraeuter.de/lexikon/anis.htm

Gruß an die Heilpflanzen

TA KI

 

 

Basilikum


Heilpflanzen: Basilikum

basilikum

Es ist eine königliche Pflanze, wie der aus dem Griechischen stammende Name schon sagt. Ihr größter Feind ist die Naßschnecke und kalte verregnete Sommer mag sie gar nicht. Seit dem Altertum wird Basilikum als Gewürz- und auch als Heilkraut hoch geschätzt. In Indien und Südostasien wird Basilikum auch zum Vertreiben von Insekten verwendet. Bei uns hält man es in Töpfen in der Küche und auf dem Balkon oder im Kräuterbeet. Es wird als Würzkraut immer beliebter – und als Heilpflanze immer wichtiger.

Basilikum stärkt Magen und Immunsystem

Mit seinen Inhaltsstoffen wie Cineol oder Thymol ist dieses Küchenkraut ein ganz starker Helfer für unser schwer bedrängte Immunsystem, das sich Tag für Tag mit den immer stärker werdenden Belastungen unserer vergifteteten Umwelt herumschlagen muss. Jeden Tag ein paar Blättchen genießen, damit helfen Sie auch Ihrem Magen. Vor allem auch zu Spaghetti sehr zu empfehlen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Basilikum noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Es bekämpft Freie Radikale
  • Es schützt vor Umweltschadstoffen
  • Es wirkt antibakteriell
  • Basilikum wirkt entwässernd
  • Es hilft bei Wechseljahrsbeschwerden
  • Es hilft bei Verstopfung
  • Es hilft bei der Zellerneuerung

Die wertvollen Inhaltsstoffe im Basilikum

  • Ätherische Öle
  • Cineol
  • Menthol
  • Thymol
  • Kampfer
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Flavonoide
  • Beta-Sitosterol

Zwei Rezepte mit Basilikum

Basilikumessig

Zutaten:
Ein Liter natürlicher Apfelessig, zwei bis drei Zweige frischer Basilikum.

Zubereitung:
Den Essig in eine dunkle Flasche füllen, die Basilikumblätter dazu geben. Zwei bis drei Wochen an einem dunklen und warmen Ort ziehen lassen. Dann bei Bedarf einen Esslöffel trinken (man kann mit Wasser verdünnen).

Basilikumwein

Zutaten:
Ein Bund frisches Basilikum, ein Liter trockener Weisswein.

Zubereitung:
Die Basilikumblätter zerkleinern, in eine Flasche geben, den Wein darüber giessen. Verschlossen kühl stellen. Nach zwei Tagen abseihen, den Wein in eine dunkle Flasche geben und in den Kühlschrank stellen. Jeweils ein Gläschen vor und nach dem Essen trinken. Wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd.

Quelle: http://www.gesunde-hausmittel.de/basilikum

Gruß an die Natur

TA KI

Nikotin: Parasitenschutz für Immen


Natürliche Arznei für Bienen: Nikotin wehrt Parasiten ab

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Es ist ein Gift, doch bei Bienen erweist es sich als Segen: Nikotin aus Tabakpflanzen mindert Infektionen durch Parasiten, wie Forscher bei Versuchen mit den Insekten beobachtet haben.

Das Nikotin aus Tabakpflanzen kann Bienen vor Parasiten schützen. Auch andere Stoffe im Blütennektar mindern die Folgen solcher Infektionen bei Bienen erheblich, berichten Forscher vom US-amerikanischen Dartmouth College (New Hampshire) im Fachblatt „Proceedings of the Royal Society B“.

Hummeln und Bienen sind essenziell für die Bestäubung von Pflanzen rund um den Globus, viele Bestände sind aber aufgrund von Krankheiten und Parasiten stark bedroht. Ein Voranschreiten des Bienen- und Hummelsterbens hätte gravierende Konsequenzen für die weltweite Nahrungsmittelproduktion, die nach Ansicht von Fachleuten zu zwei Dritteln von den Insekten abhängt. Umso intensiver wird nach den genauen Gründen für das Massensterben gesucht.(…)

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass vor allem Anabasin, Thymol und Nikotin wie eine pflanzliche Apotheke wirken: Die Stoffe reduzierten die Folgen der parasitären Infektion um bis zu 81 Prozent.

Pflanzen als natürlicher Arzneischrank

(..)(…)

Die Wirkung von Nikotin nützt auch anderen Tieren: Mexikanische Forscher berichteten vor einiger Zeit, dass manche Vögel vor allem in urbanen Räumen Zigarettenstummel in ihre Nester einbauen, um Parasiten fernzuhalten. Zuvor war bereits bekannt, dass einige Vogelarten zu diesem Zweck bestimmte Pflanzen für ihre Nester nutzen.

hda/dpa

Lesen Sie den ganzen Artikel hier :

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/natuerliche-arznei-nikotin-schuetzt-bienen-vor-parasiten-a-1019100.html

Gruß an die Irritierten

TA KI