AUFKLÄRUNG-


Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit und kein bisschen weiser? Oder wie die Versuche, die Errungenschaften der Aufklärung außer Kraft zu setzen überwunden werden können.

Die Europäer sollten sich nach der letzten Europawahl daran erinnern, dass die Prinzipien der Aufklärung tagtäglich neu zu entdecken, neu zu verteidigen und neue allgemeingültige Werte hinzuzufügen sind, denn nur so kann der nun mehr als 250 Jahre andauernde Kampf um den Fortschritt erfolgreich weitergeführt werden. Noch nie ist die Bedrohung für die Aufklärung und ihrer Errungenschaften so offen und brutal gewesen wie in den letzen 25 Jahren. Noch nie wurde ihr Streben nach einem einheitlichen Europa, in dem für jedermann dieselben Rechte und Pflichten gelten, so bedroht wie in den letzten Jahren. Noch nie wurde die Bedrohung für das gesetzmäßige Streben nach einer Ausweitung und Vertiefung des Zusammenwirkens aller Europäer mit den Völkern Nord- und Südamerikas, Afrikas, Asiens, ja der ganzen Welt sowie die Würdigung und Einhaltung der Menschenrechte, so menschenverachtend wie in dem letzten Jahrzehnt präsentiert. Wirtschaft und Finanzkrise haben in vielen Teile Europas und der Welt hart zugeschlagen. Viele Menschen mussten und müssen weiterhin Opfer bringen. Zudem wurde es seit den letzten Europawahlen mit deren prozentual niedrigen Beteiligung offensichtlich, dass Totgeglaubte rechte Kräfte auferstehen und sich zentrifugale Kräfte erneut der europäischen Einigung entgegenstemmen könnten. Dadurch wächst die Bedrohung für die Fortführung der Aufklärung nun zunehmend auch von innen, in der eigenen Wiege, aus Europa selbst. Die Aufklärung ist gewaltigen Angriffen ausgesetzt.
Dafür gibt es vielerlei Gründe. Einige jedoch sind von besonderer Bedeutung und von unvorhersehbarer Wirkung:
– Das Macht- und Einflussvakuum, das nach den europäischen Umwälzungen im Herbst 1989 und dem darauffolgenden Zerfall der Sowjetunion, des europäischen Sowjetblocks mit seinen Satellitenstaaten entstand und der Wegfall der traditionellen Ost-West Konfrontation des Kalten Krieges sind noch immer nicht überwunden. Es besteht weiterhin kein anwendbares, wirksames Gesamtkonzept für die Zukunft, da die Europäischen Staaten und ihre Transatlantischen Verbündeten für diese gewaltigen Umwälzungen nicht vorbereitet waren und es bis heute offensichtlich nicht sind.
– Der Westen war auf die neu entstandenen sowie auf die sich ständig neu herausbildenden Herausforderungen und Angriffe nicht vorbereitet. Das gab vielen sich selbständig gemachten Faktoren, wie zum Beispiel den islamistischen Fundamentalisten, Auftrieb.
– Heute, 25 Jahre nach dem Entstehen des Machtvakuums, versucht der Westen mit prowestlichen Kräften und der Regierung der Ukraine neue Realitäten und Maßstäbe für die Zusammenarbeit mit Russland und mit den ehemaligen Sowjetrepubliken zu setzen. Hat der Westen jedoch die Sicherheitsbedürfnisse der anderen Seite in Betracht gezogen?
– 25 Jahre nach den Ereignissen in Europa im Herbst 1989 bearbeiten und bekämpfen Strategen der westlichen Welt und der westlichen militärischen Allianz die neuen Konfliktherde noch immer mit Mitteln und Strategien aus der Zeit des Kalten Krieges, obwohl es den damaligen „Urfeind“ nicht mehr gibt und Russland einen anderen Platz in der Weltgemeinschaft einnimmt. Die heutigen Feinde vermehren sich jedoch ständig und schrecken nicht davor zurück, neu zu zuschlagen um das entstandene Vakuum wo auch immer auszufüllen und davon zu profitieren.

– Ist und wird Russland ein vertrauensvoller Partner sein?

Die nunmehr mehr als ein halbes Jahrhundert ständig wachsende Bedrohung aus dem Nahen und Mittleren Osten erfordert dringende, dringendste Veränderungen im Verteidigungskonzept der „Westlichen Welt“!
In einer so komplexen und gegenseitig immer mehr abhängigen Welt beweisen die Ereignisse in den letzten Tagen im Irak- der Fall von Mosul, Tikrit u.a. irakischen Städten in die Hände der ISIS Terroristen sowie deren Vormarsch auf Bagdad, in welcher außerordentlich bedrohlichen Lage sich die Menschen in und um Irak, aber auch in den benachbarten Regionen befinden. Die schon über 3 Jahre andauernde kriegerische Auseinandersetzung in Syrien, wo kein unvoreingenommener Mensch heute mehr durchblicken kann, welche und wie viele „Aufständische“ und Terroristen gegeneinander oder mit den Regierungstruppen in Damaskus kämpfen. Dabei schreiben Jahrhunderte alte Widersprüche zwischen Schiiten und Sunniten und deren mörderische Auseinandersetzungen ein neues tragisches Kapitel in ihrer eigenen Geschichte.
Wenn wir den Irak betrachten, müssen wird doch endlich der Tatsache gegenübertreten, dass wir mitten in einem Krieg stecken, der nun schon seit mehr als 20 Jahren die Welt beschäftigt und noch immer nicht beendet worden ist.
Ein neuer Weltbrand entstand vor unseren Augen und wir tun nichts um ihn in seinem Ursprungsbett zu löschen? Andere fragen mit begründeter Furcht: „Aber haben wir denn nicht schon längst das Flackern des Weltbrandes übersehen und den Brandherd selbst geschürt“?
Haben die Menschen, wir alle, Gläubige und Ungläubige, Gebildete und Ungebildete, Reiche und Arme, Kranke und Gesunde, haben wir denn nicht schon genug an Bränden und Terror von den geistigen Vätern des unbarmherzigen, sich weit verbreitenden Terrorismus jeglicher Herkunft gesehen? Alles Unvorstellbare ist nicht nur vollstellbar, sondern zugleich traurige Realität geworden. Und es nimmt kein Ende! Wieso? Weil einerseits der Terrorismus, der eigentlich in und um den Irak und Afghanistan, in Afrika, Asien, längst in die Schranken gewiesen sein sollte, neue und immer neuere Erscheinungen und Erfolge meldet und andererseits die Bekämpfer des Terrorismus anstatt ihre Arbeit zu Ende zu bringen und dauerhafte Lösungen zu etablieren, dies nicht getan haben. Das Ziel aller Menschen dieser Länder, nämlich Frieden, Freiheit, persönliche Sicherheit und Bedingungen, die ihnen Wohlergehen und friedliche Perspektiven dauerhaft sichern sollten, wurden bisher nirgendswo dauerhaft erzielt. Diejenigen, die eingriffen um Probleme zu lösen, haben sich von der Lösung der existierenden Problemen zurückgezogen, indem sie das Land, die Länder, die Region oder alte Verbündete verlassen oder sich selbst überlassen haben, ohne ihre Arbeit zu Ende zu bringen und die Wurzeln des Übels zu beseitigen!
Die zu den „Befähigten“ erkorenen, welche die Situation unter Kontrolle halten sollten, erwiesen sich als unfähig, die mit vielen Opfern erkämpfte und etablierte Lösung des Problems zu gewährleisten. Die unglaubliche Sturheit mancher NATO Obrigkeiten aus Europa und Übersee, kann uns Europäer und Nordamerikaner jedoch ins Verderben drängen, ja sie kann uns sehr teuer zu stehen kommen, da wir in unmittelbarer Nachbarschaft der nunmehr seit über 12 Jahre dauernden kriegerischen Auseinandersetzung im Irak, nicht zu sprechen über den lang andauernden ständig lodernden Konfliktherd im Nahen und Mittleren Osten, und es noch immer nicht verstanden haben, dass unsere friedliche Zukunft so bedroht ist wie nie zuvor! Viele angeblich friedliche Revolutionen arteten in einem Vormarsch des islamischen Extremismus aus. Und das in Ländern, mit denen die EU seit Jahrzehnte Assoziierungsabkommen hat, die Jahre lang friedlichen Tourismusstrom, Wohlstand und guten Verdienst den vielen Menschen vor Ort, zum Beispiel in einer Reihe von Ländern Nordafrikas, bringen sollte!
Der Ursprung allen Übels, das heißt der wild gewordene islamische Fundamentalismus verschiedenster Prägung, der mit Waffengewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen die Macht in Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien, Süd Sudan, Jemen, Somalia, Nigeria, Kenia, Ägypten, Libyen, Algerien, Tunesien, ZA Republik, Mali, Tschad, den Maghreb, ja ganz Nord Afrika ,Teile des Indischen Subkontinents, Indonesien, Malaysia erobern möchte, ist jedoch nicht gebannt. Er zielt nicht nur auf Ausbreitung der islamischen Gesetzgebung (der Scharia) in diesen Ländern, Regionen, ja ganze Teile der Welt ab, wo er sich dauerhaft als eine unitäre, intolerante und alleinvorherrschende Religion festsetzen möchte. Dabei ist die Vernichtung des Staates Israel und seiner jüdischen Bevölkerung im Nahen Osten sein Hauptziel.
Die Beseitigung der Wurzeln des islamischen Fanatismus, ist jedoch offensichtlich nicht oder besser gesagt noch immer nicht eines der Hauptziele der führenden Kräfte der westlichen Allianz. Anstatt diese reelle Bedrohung zu bekämpfen und sie ein für allemal zu vernichten, suchen die heute vorherrschenden Kräfte in der Allianz die Bedrohung ganz woanders, z. B. in Russland. Offensichtlich verstehen die Damen und Herren der neuentstandenen NATO Elite nicht, dass die Bedrohung für uns Europäer heute nicht mehr aus Russland, der früheren Sowjetunion, kommt. Der Unabhängigkeitskampf einer prowestlich eingestellten Elite der Ukraine, ihre Widersprüche mit Russland, sollten nicht vorherrschend oder sogar bestimmend für die Herausbildung einer Strategie zur Bekämpfung der reell existierenden Bedrohungen für Europa und der atlantischen Allianz sein. Vor allem sollte Vernunft und Realitätssinn herrschen und nicht Russenhaß!
Es ist höchste Zeit dies endlich zu begreifen und zu Handeln!
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kommt Leider die Bedrohung für uns Europäer von der stümperhaften Bekämpfung der existierenden terroristischen Gefahr und ihrer offensichtlich grenzenlose Ausbreitung über den Kampf- und Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten. Wir sind Zeugen eines neuen Versuchs der fanatisierten islamischen Kräfte auf die Festsetzung ihrer Herrschaft und wenig passiert um diesen Versuchen eine Ende zu bereiten. Seit mehr als 20 Jahren sind wir alle Zeugen des dritten Feldzuges des totalitären, fanatischen Islams seit seiner Entstehung im 8 Jahrhundert n. Chr. Und wenig passiert, trotz der seit Jahren gut bekannten, deklarierten Ziele dieser unverbesserlichen retrograden fanatischen islamischen Terroristen , die eine Gesellschaftsordnung nach Menschen verachtendem Konzept errichten wollen, in dem es keinen Platz für Andersgläubige gibt Die NATO hat es in der Vergangenheit und Gegenwart nicht geschafft, diese Entwicklungen zu verhindern oder den letzten Ereignissen im Irak zuvorzukommen und eine Gesellschaft der gegenseitigen Toleranz aller existierenden Glaubensrichtungen im Irak aufzubauen. Sie haben es nicht einmal geschafft, die kleine christliche Gemeinde vor Übergriffen und einer Vernichtungskampagne zu schützen.
Dabei geht es nicht um den militärischen Kampf und die physische Vernichtung der terroristischen Kräfte, sondern es geht vor allem um die Schaffung einer Friedensordnung, die allen Bürgern z.B. Irak, und in anderen Konfliktregionen die gleichen Rechte, friedliche Zukunftsperspektiven und Wohlergehen sichern soll.

Im Grunde genommen sind die islamischen Terroristen jeglicher Couleur retrograde Kräfte, welche auf die Vernichtung der Errungenschaften der Aufklärung für die Menschheit fokussiert sind. Dies sollte sich jeder stets vor Augen führen, wenn er die letzte Nachricht über eine neue Gräueltat hört. Führungseliten des Nordatlantischen Bündnisses und der EU sollten nicht nur adäquat auf die neuen Herausforderungen und Bedrohungen reagieren und ein dauerhaftes Konzept für eine friedliche Entwicklung in den Nachbarregionen der NATO durchsetzen, sondern sich auch aktiv an der Vorbereitung und Verwirklichung von dringend notwendigen Antiterroreinsätzen gemeinsam mit der Führungsmacht den USA beteiligen. Unabdingbare Notwendigkeit ist: eine sofortige Bestandsaufnahme der bisher geltenden Konzepte und eine Neuorientierung der Atlantischen Allianz, der NATO, sowie der europäischen und Transatlantischen Zusammenarbeit.
Dabei sollte nun endlich das Wirtschafts- und Sicherheitsprojekt vom Atlantik bis zum Atlantik (Europa und Nordamerika von den Britischen Inseln im Atlantik, über Moskau und Kamtschatka, den Pazifischen Ozean, Alaska, Vancouver, San Francisco, Rhode Island, Quebec bis nach Grönland im Atlantik), die zukünftigen Generationen dieser gewaltigen Weltregion beflügeln in Frieden, Freiheit und Verständigung zu leben.
Auf der existierenden Grundlage der Vereinten Nationen sollte dieses Transatlantisch-Pazifische Bündnis ein Vertragssystem mit allen benachbarten Regionen ins Leben rufen, welches der gemeinsamen Sicherheit und wirtschaftlichen Prosperität aller dienen soll und sich zu neuen Wegen der Zusammenarbeit verpflichten. Albert Einstein sagte schon vor Jahrzehnten, ein Problem oder Probleme kann man nicht lösen in dem man dieselben Mittel und Wege nutzt, die zur Schaffung der Probleme geführt haben! Man muss neue unbegangene Wege begehen, wenn man ein Problem lösen will! Mut zu etwas Neuem muss immer vorhanden sein, denn nur so können wir die Fehler der Vergangenheit überwinden! Dabei sollten wir immer bereit sein, die Würde des Menschen zu achten und vor allem die Errungenschaften der Aufklärung für jeden Menschen auf unserem Planet Erde dauerhaft zugänglich zu machen. Nur so werden wir die auf uns zukommenden Herausforderungen meistern können.
Mister 2x X
12 Juni 2014 Deutschland

danke an Irina Snatschok

Gruß an die Aufklärer

TA KI

 

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