US-Weltraumwaffen gegen Außerirdische?


US-Weltraumwaffen gegen Außerirdische?

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika drängt auf die Installation von Weltraumwaffen  angeblich mit der heimlichen Absicht, feindliche Außerirdische abzuwehren. Wie stichhaltig ist diese Strategie, und warum hat man die Existenz von UFOs noch immer nicht offiziell zugegeben?


Eine überaus wichtige Strategiefrage für die Menschheit

Eine der ersten großen politischen Veränderungen, die die Regierung Bush nach ihrem Amtsantritt im Januar 2001 durchführte, bestand in der Ankündigung, man gedenke, sich aus dem Anti-Ballistic Missile Treaty (ABM), dem Raketenabwehrvertrag mit Rußland, zurückzuziehen. Der Raketenabwehrvertrag hatte ursprünglich die Aufstellung von Waffen im Weltraum verhindern sollen, und seit seiner Ratifizierung im Jahr 1972 durch die Nixon-Regierung war er international stark befürwortet worden.

In einer Rede im Mai 2001 führte US-Präsident Bush an, der dreißig Jahre alte Vertrag sei überholt und die USA müsse sich ausdrücklich der von ihm gesetzten Grenzen entledigen, um sich neuen Bedrohungen stellen zu können: „Wir brauchen neue Rahmenbedingungen für den Bau von Raketenabwehrsystemen, um den gewandelten Bedrohungen der heutigen Welt begegnen zu können. Um das zu bewerkstelligen, müssen wir die Beschränkungen des dreißigjährigen Raketenabwehrvertrages hinter uns lassen. Der Vertrag ist heute nicht länger angemessen und führt uns nicht in die Zukunft. Er verhaftet uns in der Vergangenheit. Ein Vertrag, der uns daran hindert, uns den gegenwärtigen Bedrohungen zu stellen und neue, vielversprechende Technologien zu entwickeln, um uns, unsere Freunde und unsere Verbündeten zu schützen, kann nicht in unserem und dem Interesse des Weltfriedens liegen.“1

Die Regierung Bush gab am 13. Dezember 2001 offiziell bekannt, daß sie sich aus dem Vertrag zurückziehen werde, was sie prompt sechs Monate später in die Tat umsetzte. Damit verwirklichte die Bush-Regierung einige der Ziele der Strategic Defense Initiative (SDI), der strategischen Verteidigungsinitiative, die im März 1983 von Reagan ins Leben gerufen worden war. Reagan hatte die Entwicklung eines weltraumgestützten Abwehrsystems ins Auge gefaßt, um die USA vor etwaigen großangelegten Raketenangriffen zu schützen. Reagans SDI begann zu wanken, als sich das Ende des Kalten Krieges abzeichnete und der von den Demokraten beherrschte US-Kongreß plante, die angestrebte „Friedensdividende“ zur Ausweitung sozialer Programme zu nutzen. Zudem sprachen sich viele prominente Wissenschaftler aufgrund der hohen Kosten gegen die Entwicklung eines futuristischen Waffensystems wie SDI aus.

Im Juli 1999 verabschiedete die Clinton-Regierung den „National Missile Defense Act“, ein neues Raketenabwehrgesetz, mit dem sie zur Entwicklung eines Raketenabwehrsystems im kleineren Rahmen aufrief: „Die Vereinigten Staaten verfolgen die Strategie, sobald wie technisch möglich ein nationales Raketenabwehrsystem zu installieren, welches das Territorium der Vereinigten Staaten wirkungsvoll gegen begrenzte Raketenangriffe (ob nun durch Unfall verursacht, ohne Vollmacht ausgeführt oder vorsätzlich geschehen) zu schützen, im Rahmen der jährlich bereitgestellten Summe an Fördergeldern und dem jährlichen Etat für die nationale Raketenabwehr.“2

Die Bush-Regierung machte sich bald daran, das Raketenabwehrsystem als Teil des National Missile Defense Program, des nationalen Raketenabwehrprogramms, offiziell zu verwirklichen.

Im Mai 2005 bat die US-Luftwaffe bei der Bush-Regierung um eine nationale Sicherheitsdirektive, damit sie „den Weltraum sichern und die Nation so vor einem Angriff schützen“ könne. Durch das Gesuch rückte die Bush-Regierung näher an eine Genehmigung zur Installation von Waffen im Weltraum heran, aber auch an ein Wettrüsten im All gegen die beiden großen strategischen Konkurrenten der USA, Rußland und China.

Paul Hellyer und die Opposition gegen die Aufrüstung im Weltraum

Diese Entwicklung hin zu einer Aufrüstung im Weltraum stieß auf überraschenden Widerstand, als sich Paul Hellyer, der ehemalige kanadische Verteidigungsminister, am 25. September 2005 auf einer UFO-Konferenz in Toronto gegen die Aufrüstung im All aussprach.3 Er sah in der Installation von Weltraumwaffen nicht etwa die Möglichkeit, sich mittels Raketen gegen Schurkenstaaten oder Terrororganisationen zu wehren, sondern ein Mittel, um von Außerirdischen gesteuerte UFOs anzugreifen.
Die Rede des zweiundachtzigjährigen Hellyer stand ganz im Zeichen seiner langjährigen Opposition gegen jegliche Bemühungen der Regierung im Hinblick auf eine Aufrüstung im Weltall. Als Minister unter Präsident Lester Pearson von 1963 bis 1967 hatte Hellyer Initiativen der Johnson-Regierung zurückgewiesen, die ein Raketenabwehrsystem ins Leben rufen wollten. In einem Artikel von 2003 schrieb er: „Vor beinahe 40 Jahren fragte mich US-Verteidigungsminister Robert McNamara, ob Kanada daran interessiert sei, an der Entwicklung eines Raketenabwehrsystems für Nordamerika mitzuwirken. Ich war in der Lage, dies mit den Worten ‚Nein danke’ ablehnen zu können, weil dies der Haltung der Pearson-Regierung entsprach, die ich voll und ganz unterstützte.“4
In seiner Rede 2005 sprach Hellyer auch das UFO-Phänomen an und sagte, daß ihm während seiner Zeit als Minister auch der eine oder andere Bericht über UFO-Sichtungen auf den Schreibtisch gekommen sei. Er behauptete, nie Zeit für diese „Laune“, wie er es nannte, gehabt, sich aber stets ein Interesse für das UFO-Phänomen bewahrt zu haben. Während seiner Zeit als Verteidigungsminister war er Ehrengast bei der Eröffnungsveranstaltung des weltweit ersten UFO-Landeplatzes bei Alberta, Kanada, im Jahr 1967. Er hielt die Bereitschaft der kanadischen Bürger, ihm den Hubschrauberflug dorthin zu finanzieren, zwar für innovativ, aber dennoch hatten UFOs in seinen Augen nicht viel mit Politik zu tun.
Das änderte sich schlagartig, nachdem Hellyer sich im Februar 2005 die Sonderdokumentation des verstorbenen Peter Jennings mit dem Titel „Seeing Is Believing“ [Wir glauben, was wir sehen] angeschaut hatte. Daraufhin entschloß sich Hellyer, ein Buch zu lesen, das jahrelang unangetastet in seinem Regal gestanden hatte: „Der Tag nach Roswell“, verfaßt vom inzwischen verstorbenen Philip Corso (gemeinsam mit William J. Birnes). Die politischen Implikationen dieses Buchs und Corsos gehobene Stellung innerhalb der US-Armee und der Eisenhower-Regierung lösten ein starkes Interesse in Hellyer aus. Corso, der den Rang eines Oberstleutnants innehatte, nannte echte Personen, Institutionen und Ereignisse, die überprüft werden konnten.
Fasziniert von den politischen Verwicklungen, entschloß sich Hellyer nachzuprüfen, ob es sich bei Corsos Buch um Wirklichkeit oder Fiktion handele. Er trat an einen General i.R. der US-Luftwaffe heran und sprach ihn unverblümt auf Corsos Behauptungen an. Der anonyme General sagte lapidar: „Jedes einzelne Wort ist wahr, und mehr noch.“5 Hellyer drang weiter vor, um das „mehr noch“ mit dem General zu diskutieren, und behauptete später, er habe bemerkenswerte Dinge über UFOs und die Außerirdischen-Hypothese erfahren, der zufolge interplanetarische Besucher mindestens schon seit 1947 auf die Erde kommen. Hellyer stellte inoffiziell noch einer Reihe weiterer „Offiziere“, von denen einige in gehobenen Positionen saßen, Fragen über Corso und bekam auch von diesen die Bestätigung dafür, daß Corsos Angaben korrekt seien.
Als Hellyer schließlich überzeugt war, daß das UFO-Phänomen real sei, beschloß er, mit einigen der „allerwichtigsten politischen Fragen, die angesprochen werden“ müßten, an die Öffentlichkeit zu treten.6

Zu den wichtigen politischen Fragen, die Hellyer auf der Veranstaltung in Toronto aufwarf, gehörte auch die kritische Betrachtung des erklärten Ziels des US-Militärs, außerirdischen Besuchern „feindlich“ zu begegnen. Laut Hellyer habe diese Haltung „Laser- und Teilchenkanonen hervorgebracht, die so weit entwickelt sind, daß man sie gegen außerirdische Besucher aus dem All einsetzen“ könne. Daß man außerirdische Besucher derart ins Visier nimmt, beunruhigte Hellyer, und er fragte: „Ist es wirklich klug, soviel Zeit und Geld in den Bau eines Waffensystems zu stecken, das alle außerirdischen Besucher vom Himmel zu fegen vermag?“ Schließlich warf Hellyer die entscheidende Frage auf: „Sind es denn wirklich Feinde oder nur legitime Kundschafter, die von weit her kommen?“
Hellyers Schlüsselfrage ist wichtig, um die Beziehung zwischen den Besuchern außerirdischer Zivilisationen und den jüngsten Bemühungen um eine Aufrüstung des Weltraums zu begreifen. Interessanterweise steht Hellyers ablehnende Haltung gegenüber Weltraumwaffen und einem möglichen Militärschlag gegen Außerirdische in völligem Kontrast zu der Haltung des Mannes, der ihn überhaupt erst von der Existenz außerirdischer Besucher überzeugt hat: Oberstleutnant i.R. Philip Corso.

Oberst Philip Corsos Unterstützung der strategischen Verteidigungsinitiative und der Aufrüstung im Weltraum

In „Der Tag nach Roswell“ behauptet Corso, Außerirdische hätten US-Bürger entführt, die US-Lufthoheit verletzt und Flugzeuge zerstört, die die Außerirdischen hätten abfangen wollen. Corso sah in den Außerirdischen eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit seines Landes. Er erklärte: „Seit fünfzig Jahren tobt nun schon der Krieg gegen die UFOs, durch den wir uns vor ihrem Eindringen zu schützen versuchen.“7
An anderer Stelle in seinem Buch beschreibt Corso die Bedrohung für die nationale Sicherheit durch UFOs und betont die Notwendigkeit eines Militarisierungsprogramms, um UFOs, die derlei Verletzungen begehen, ins Visier nehmen und abschießen zu können. Ganz besonders machte er sich für Reagans strategische Verteidigungsinitiative stark. Corso glaubte, daß die SDI die adäquate Reaktion auf außerirdische Eindringlinge sei und daß sowohl USA als auch UdSSR über den wahren Zweck von SDI Bescheid wüßten. „Wir [USA und UdSSR] wußten, welchem Zweck SDI wirklich diente … Es richtete sich gegen die UFOs, die außerirdischen Raumschiffe, die sich für unverwundbar und unsichtbar hielten, wie sie da so an der Grenze zu unserer Atmosphäre entlangglitten und nach Belieben herabschossen, um unsere Kommunikation mittels elektromagnetischer Strahlungspulse lahmzulegen, unsere eigenen Weltraumfahrzeuge zu belästigen, die von uns annektierte Mondoberfläche zu besiedeln, in ihren grauenhaften biologischen Experimenten unser Vieh zu verstümmeln und sogar Menschen zu entführen, um medizinische Versuche durchzuführen und sich mit ihnen zu kreuzen. Am schlimmsten war, daß wir sie gewähren lassen mußten, weil wir nicht über die Waffen verfügten, um uns verteidigen zu können.“8
Eine Reihe von UFO-Forschern hat behauptet, diese kriegerischen Bemerkungen gegen außerirdische Besucher stammten von Corsos Koautor William J. Birnes und Corso selbst sei nicht so feindlich gegenüber Außerirdischen eingestellt gewesen, wie „Der Tag nach Roswell“ vermuten lasse. Das stimmt jedoch nicht, wie eine Lektüre von Corsos ursprünglichen Notizen deutlich macht. Diese wurden in Italien veröffentlicht und enthalten zahlreiche ähnliche Äußerungen, die darauf schließen lassen, wie tief Corsos Feindseligkeit gegenüber Außerirdischen war.9 So schrieb er im Hinblick auf die Verletzung der US-Lufthoheit: „Sie sind ungestraft in unseren Luftraum eingedrungen und sogar auf unserem Territorium gelandet. Und ob nun beabsichtigt oder nicht, sie haben sich feindselig verhalten. Sie haben Bürger entführt und getötet.“10

Im folgenden beschreibt Corso ausführlich, welcher Art die Übergriffe der außerirdischen Besucher auf die Bevölkerung waren: „Die Außerirdischen haben sich gegenüber ihren Opfern kalt und gefühllos gezeigt. Sie haben sich heimtückisch verhalten, und es scheint, als würden sie unsere Erde für ihre Zwecke nutzen und das irdische Leben beherrschen wollen. Die Skeptiker werden einräumen, daß sie möglicherweise wohlwollende Absichten hegen und helfen wollen; es gibt jedoch keinen Beweis dafür, daß sie je irgend jemanden geheilt oder von einem Leiden befreit hätten. Ganz im Gegenteil haben sie Schmerz, Leid und sogar Tod gebracht.“11
Hier zeigt Corso, wie intensiv seine Feindschaft gegenüber Außerirdischen und seine Empörung über das, was er über ihre Übergriffe erfahren hat, waren. Seine Aussagen enthüllen, daß er dem „Wohlwollen“ der Außerirdischen eher skeptisch gegenüberstand. Er unterstützte Kommentare wie den von General Douglas MacArthur, der im Jahr 1955 behauptete, daß „die Nationen der Welt sich vereinen müssen, weil der nächste Krieg ein interplanetarischer sein“ werde. Im Hinblick auf die Kooperation zwischen den USA und Rußland (der ehemaligen UdSSR) zur Bekämpfung der Außerirdischen schrieb Corso: „Die Vereinigten Staaten und die UdSSR schließen ihre Weltraumprogramme zusammen, um sich gegen den gemeinsamen Feind zu vereinen.“12
Folglich hegte Corso keinerlei Zweifel daran, daß Außerirdische eine echte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellten und die Aufrüstung im All eine dringliche politische Angelegenheit sei, um dem „außerirdischen Feind“ begegnen zu können. Wäre Corso heute noch am Leben, wäre er zweifelsohne ein starker Befürworter der gegenwärtigen Pläne der US-Luftwaffe, die vorsehen, Weltraumwaffen zu installieren und ein globales Verteidigungsschild gegen die Außerirdischen aufzubauen. Kurzum, Corso sprach sich immer wieder für eine militärische Lösung gegen Besuche durch Außerirdische aus, die in seinen Augen Entführungen und andere „Übergriffe“ verübten und somit eine direkte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellten.
Stellen Außerirdische tatsächlich eine Bedrohung für die nationale und internationale Sicherheit dar?
Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Außerirdische tatsächlich die Sicherheit der USA bzw., allgemeiner gefaßt, der Erde bedrohen. Diese Frage ist sehr komplex, da die Angaben über das Verhalten der Außerirdischen von verschiedensten Informanten und Augenzeugen stammen und daher widersprüchlich sind. Zudem sind die Aussagen dieser Leute nicht so leicht zu überprüfen wie im Fall des mit vielen Auszeichnungen dekorierten Corso. Eine solche Grundsatzfrage zu beantworten setzt voraus, daß man versteht, welcher Art die „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ ist, die die Außerirdischen darstellen sollen. Zudem ist es nötig, die Gruppen von Außerirdischen auszumachen, die möglicherweise Übergriffe verüben, die unter die Kategorie „Bedrohung“ fallen. Dann bleibt noch, die Gruppen von Außerirdischen zu identifizieren, die keine Übergriffe verüben und daher keine Gefahr für die Sicherheit der USA oder anderer Länder darstellen.
Es hat viele Gerüchte gegeben, denen zufolge die USA angeblich verschiedene Abkommen mit einigen außerirdischen Völkern geschlossen haben. So gibt es zum Beispiel Indizien und Zeugenaussagen, die darauf hindeuten, daß der ehemalige US-Präsident Eisenhower aktiv involviert war und sich mit Außerirdischen traf und mit ihnen zu einer Übereinkunft kam.13 Corso, der im Dienste der Eisenhower-Regierung gestanden hat, macht an verschiedenen Stellen in seinem Buch Andeutungen hinsichtlich solcher Abkommen. So schreibt er zum Beispiel: „Wir hatten eine Art Kapitulation mit ihnen [den Außerirdischen] ausgehandelt, die so lange dauern sollte, bis wir sie würden bekämpfen können. Sie diktierten die Bedingungen, weil sie wußten, daß wir nichts so sehr fürchteten wie eine Aufdeckung der Angelegenheit.“14

Die Zahl der angeblichen Informanten, die die verschiedenen mit den Außerirdischen getroffenen Vereinbarungen beschreiben – direkte Beweise, die sie im Rahmen von Projekten und Aufträgen, für die die höchste Sicherheitsstufe galt, zu Gesicht bekamen – nimmt stetig zu. Es heißt, bei diesen Abkommen sei es um Technologien oder Informationen gegangen, die die Außerirdischen gegen das Recht getauscht hätten, Stützpunkte auf US-Territorium zu errichten. Von der Existenz derartiger Stützpunkte spricht auch Corso in seinen privaten Aufzeichnungen. Nachdem er die verschiedenen Übergriffe durch die Außerirdischen beschrieben hat, stellt Corso folgende erstaunliche Behauptung auf: „Das Obengenannte bezeichnet kriegerische Akte, die wir von keiner weltlichen Macht hinnehmen würden. Zudem scheint es so, daß sie auch auf ihren Stützpunkten derartige Akte von unserer Seite nicht tolerieren.“15 Die logische Schlußfolgerung daraus lautet, daß die Außerirdischen Stützpunkte besitzen, höchstwahrscheinlich auf US-Gebiet, wie andere Informanten behaupten, und daß die US-Regierung nicht in der Lage war, diese Stützpunkte vollständig zu überwachen.
Die Außerirdischen, mit denen ein solches Abkommen bzw. diese „ausgehandelte Kapitulation“, wie Corso behauptet, geschlossen wurde, haben Menschen entführt, genetische Experimente durchgeführt und die Lufthoheit verletzt, so daß sich Mißtrauen hinsichtlich ihrer endgültigen Pläne regte. Corso betonte wiederholt, daß all diese Übergriffe zusammengenommen einen kriegerischen Akt darstellten und ein gemeinsames militärisches Einschreiten durch die US-Behörden rechtfertigten.
Erwähnenswert ist, daß vor diesen angeblich getroffenen Übereinkommen die meisten Interaktionen zwischen Menschen und Außerirdischen eher unter dem Zeichen der freundlich gesinnten „Brüder aus dem All“ standen, einer Bewegung, die in den 1950ern entstand.16 Einzelne „Kontaktpersonen“ behaupteten, verschiedene positive Erfahrungen mit Außerirdischen gemacht zu haben, was das allgemeine Interesse an den wohlgesinnten „Brüdern aus dem All“ in die Höhe schnellen ließ. Es gibt Grund zu der Annahme, daß das Entführungs-Phänomen, das mit dem Fall Betty und Barney Hill ab 1961 das öffentliche Bewußtsein zu prägen begann, sich unmittelbar aus dem angeblichen Abkommen mit den Außerirdischen ergab. Das heißt nicht, daß es negative Erlebnisse mit Außerirdischen oder auch „Entführungen“ nicht auch schon vorher gegeben hat. Das Abkommen aber sorgte dafür, daß die Entführungen ein Ausmaß erreichten, bei dem die Zahl, die von der Regierung ursprünglich gebilligt worden sein mochte, weit überschritten wurde.

Die Geheimregierung, MJ-12 und die streng geheimen Abkommen mit den Außerirdischen

Die Regierungsbehörde, die für die angeblich getroffenen Geheimabkommen verantwortlich war, ist in UFO-Kreisen für gewöhnlich unter den Namen „Majestic-12“, „Majic-12“ oder einfach „MJ-12“ bekannt. Dokumente, die die Existenz einer solchen Geheimorganisation belegen, tauchten erstmals 1987 auf, als ein Memorandum entdeckt wurde, das von Präsident Eisenhowers Sonderberater Robert Cutler stammte und an General Nathan Twining gerichtet war. Das Memorandum bezog sich auf ein planmäßiges Treffen am 16. Juli 1954 und auf das „MJ-12 Special Studies Project“. Es wurde im US-Nationalarchiv gefunden und auf seine Echtheit überprüft.17 In einem anderen Dokument, das in die UFO-Forscherszene „durchgesickert“ und das als das „Instruktionsdokument Eisenhowers“ bekannt geworden ist, wird die Gruppe Majestic-12 als Einsatzzentrale für alle UFO-Phänomene beschrieben: „Die Operation Majestic-12 ist eine streng geheime Forschungs- und Entwicklungsoperation, in die auch der Geheimdienst eingebunden und die unmittelbar dem Präsidenten der Vereinigten Staaten unterstellt ist. Die Operationen im Rahmen dieses Projekts unterstehen der Kontrolle durch die Gruppe Majestic-12 (Majic-12), die am 24. September 1947 durch eine geheime Sonderverfügung von Präsident Truman gegründet wurde.“18

Das Instruktionsdokument ist umstritten, doch eine gründliche Analyse durch Forscher des Archivs lieferte das Ergebnis, daß es mit großer Wahrscheinlichkeit authentisch ist.19 Es nennt zwölf prominente Militäroffiziere und Sicherheitsexperten als Mitglieder der Gruppe, darunter auch Gordon Gray, der eine Reihe von hohen Ämtern im Verteidigungsapparat besetzte, darunter das des Staatssekretärs im US-Kriegsministerium unter Präsident Truman zwischen 1949 und 1950. Später war er Präsident Eisenhowers Sonderberater in Fragen der nationalen Sicherheit (1958-61).
Bezeichnenderweise wurde Gray von Truman zum ersten Vorsitzenden des 1951 gegründeten Psychological Strategy Board (PSB), des Ausschusses für psychologische Strategien, ernannt, und es wurde kein Hehl aus seiner CIA-Mitgliedschaft gemacht. Im Jahr 1953 wurde das PSB durch das weit einflußreichere Operations Coordinating Board (OCB), den Ausschuß zur Koordination von Operationen, ersetzt.
Es lohnt sich, die Geschichte und die Aktivitäten dieser beiden Organisationen genauer unter die Lupe zu nehmen, weil sie beide mit der Direktion des UFO-Phänomens betraut waren. Zudem war auch Oberst Corso in beide Organisationen verstrickt, der als Spezialist des militärischen Geheimdienstes unter Eisenhower in verschiedene verdeckte Operationen eingebunden war. Es ist anzunehmen, daß Corso seine Hintergrundinformationen, die seine Sichtweise über Außerirdische und die Aufrüstung im All formten, durch diese beiden Ausschüsse erhielt.
Das Psychological Strategy Board (PSB) wurde „vom NSC [National Security Council – nationaler Sicherheitsrat] gegründet, um für den gesamten Regierungsapparat Strategien der psychologischen Kriegsführung auszuarbeiten“. Das PSB unterstand unmittelbar dem NSC.20 Das Operations Coordination Board war der offizielle Nachfolger des PSB. Der Ausschuß war am 2. September 1953 durch die Präsidentschaftsverfügung Nr. 10483 ins Leben gerufen worden und enthielt folgende Satzung: „… das Operations Coordinating Board soll (1) Wann immer es der Präsident von diesem Zeitpunkt an anordnet, die Behörden im Hinblick auf … die Durchführung aller die nationale Sicherheit betreffenden Aktionen und Projekte beraten; seine Aufgabe besteht voll und ganz darin, die Zielvorstellung im Hinblick auf die nationale Sicherheit durchzusetzen sowie in der Welt das von den Vereinigten Staaten angestrebte Meinungsklima zu erzeugen …“
Anfangs war das OCB im Außenministerium untergebracht, und obwohl es formell dem nationalen Sicherheitsrat unterstellt war und die Anweisungen des NSC ausführte, war es doch unabhängig von letzterem. Am 25. Februar 1957 wurde das OCB durch die Präsidentschaftsverfügung Nr. 10700 offiziell in das NSC eingegliedert, was bedeutete, daß das NSC künftig einen größeren Überblick und mehr Kontrolle über das OCB hatte. Durch die Verfügung Nr. 10920, die US-Präsident Kennedy am 18. Februar 1961 erließ und die die Verfügung Nr. 10700 aufhob, wurde das OCB offiziell „abgeschafft“.
Sowohl das Psychological Strategy Board als auch das Operations Coordinating Board waren behördenübergreifende Ausschüsse, die unter den Regierungen Truman und Eisenhower verantwortlich für verdeckte Operationen waren. Und beide Ausschüsse waren spezialisiert auf die psychologische Kriegsführung durch Propaganda, Massenmedien und Desinformation. Alle drei Aspekte sollten sich als entscheidende Werkzeuge erweisen, mit denen das UFO-Phänomen in den USA wahlweise dementiert oder lächerlich gemacht wurde, und es ist zu vermuten, daß sowohl PSB als auch OCB in diesem Bereich eine Schlüsselfunktion innehatten.

Es hat Spekulationen darüber gegeben, ob das OCB vielleicht eine tragende Rolle bei der Behandlung von UFO-Angelegenheiten gespielt hat bzw. diese insgeheim auch heute noch spielt, wenn auch unter anderem Namen.21 Corsos Originalaufzeichnungen deuten darauf hin, daß PSB und OCB tatsächlich eine wesentliche Rolle im UFO-Sektor gespielt haben. Den Militärakten zufolge war Corso von 1953 bis 1956 unter Eisenhower sowohl dem Psychological Strategy Board als auch dem Operations Coordinating Board zugeteilt gewesen. Corso erhielt zahlreiche Sicherheitsermächtigungen, von denen ihm einige Zugriff auf UFO-Informationen verschafften. In seinen Aufzeichnungen schrieb Corso: „An irgend einem Punkt meiner militärischen Karriere verfügte ich über neun Sicherheitsermächtigungen für Bereiche, die noch über die Deklaration ‚streng geheim’ hinausgingen, unter anderem für die Bereiche Kryptographie, Satelliten, Verschlüsselungs- und Abfangermächtigungen, Ermächtigungen für Sonderoperationen und solche, die unter die Kategorie ‚streng geheim’ fielen und spezielle Angelegenheiten des Weißen Hauses betrafen. Durch diese Ermächtigungen erhielt ich Zugang zu allen Informationen, die die Regierung über ‚UFOs’ hatte.“22
Corsos Dienst in PSB und OCB sowie sein Zugriff auf alle Informationen, die mit UFOs in Zusammenhang standen, beweisen, daß die beiden Ausschüsse wesentlich an der Manipulation des UFO-Phänomens mittels verdeckter psychologischer Operationen teilhatten. Zudem wurde das OCB 1961 gar nicht von Kennedy aufgelöst, da die Aufhebung der Präsidentenverfügung Nr. 10700 das OCB lediglich vom NSC unabhängig machte.
Die Verfügung Nr. 10920 sorgte nur dafür, daß das OCB der Kontrolle und Überwachung durch die Kennedy-Regierung entkam. Das machte das OCB erneut zu einer frei agierenden, behördenübergreifenden Regierungsinstitution, die mittels der von ihr geleiteten geheimen psychologischen Programme ein hohes Maß an Einfluß besaß und ein wichtiges ausführendes Organ der noch mysteriöseren Gruppe Majestic-12 war.
Weil Majestic-12 und andere verdeckte Organisationen wie das Operations Coordinating Board, die sich um UFO-Angelegenheiten kümmern, von einer Atmosphäre der Heimlichkeit umgeben und niemandem zur Rechenschaft verpflichtet sind, bezeichnet man sie auch als die „Geheimregierung“. Als Sarah McClendon, die berühmte, inzwischen verstorbene Korrespondentin der Washington Post, Präsident Clinton fragte, warum er sich nicht stärker dafür einsetze, die Wahrheit über UFOs ans Licht zu bringen, vertraute dieser ihr angeblich an: „Sarah, innerhalb dieser Regierung gibt es eine Geheimregierung, und über diese habe ich keine Kontrolle.“23 Die „Geheimregierung“ ist die Regierung innerhalb der Regierung. Sie ordnet an, wie mit den Außerirdischen umzugehen ist – ob diese nun eine „Bedrohung“ darstellen oder nicht –, entscheidet über die entsprechenden Strategien und schließt Abkommen mit einigen der außerirdischen Zivilisationen.

Die Bedrohung der „inneren“ und der „äußeren“ Sicherheit durch außerirdische Besucher

Es wird heftig darüber debattiert, ob die Außerirdischen – gemeinhin als die „Grauen“ aus dem Sternsystem Zeta Reticuli bezeichnet – , die an Entführungen und sonstigen Übergriffen mitwirken, wie Corso herausstellt, insgeheim einen Plan zur „Übernahme“ hegen. Forscher wie David Jacobs (Autor von „Bedrohung“) glauben, daß die Grauen insgeheim planen, die Menschheit unter ihre Kontrolle zu bringen, indem sie eine den Menschen überlegene Hybridrasse züchten. Andere Forscher, wie der verstorbene Dr. John Mack (Autor von „Passport to the Cosmos“ – der Schlüssel zum Kosmos), glauben, daß die Besucher von den Sternen einen Plan zur „Umformung“ haben, der vorsieht, die jeweils besten Merkmale von Außerirdischen und Menschen zu vereinen. Obwohl dies eine durchaus wichtige Streitfrage ist, lenkt sie von einem entscheidenden Aspekt außerirdischer Präsenz ab: den Abkommen, die Außerirdische und „Geheimregierung“ unter der Hand geschlossen haben. Bei der Debatte, bei der es um „Umformung“ oder „Übernahme“ geht, gilt es, alle Informationen zu berücksichtigen und eine nuancierte Antwort zu finden, die die Tatsache berücksichtigt, daß es verschiedene außerirdische Völker gibt und sich jedes von ihnen anders verhält. Es ist wichtig, die außerirdischen Besucher, die ein geheimes Abkommen mit der „Geheimregierung“ geschlossen haben, von den anderen Gruppen zu unterscheiden.24

Die Hauptfrage lautet nicht, ob wir Kontakt zu den Außerirdischen aufnehmen sollten, um Differenzen beizulegen, bei denen es um die Fälle von Entführungen und anderen Übergriffen geht, von denen Corso und andere berichtet haben, sondern sie lautet, wie genau die Abkommen aussehen, die mit den Außerirdischen getroffen wurden, und wie diese derart heimlich und stillschweigend eingehalten werden können. Im Hinblick auf die Entführungen ist es sehr wahrscheinlich, daß diese durch die geheimen Abkommen zwischen den Institutionen der Geheimregierung und einer oder mehreren außerirdischen Zivilisationen überhaupt erst möglich wurden bzw. zunahmen. Demnach bestünde die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch die Außerirdischen nur unter der Hand, aufgrund der geheimen Abkommen zwischen der Geheimregierung und einigen außerirdischen Rassen.
Die Beweggründe der Außerirdischen, die diese Abkommen eingegangen sind, sind sehr zweifelhaft und schüren Mißtrauen im Hinblick auf ihre wahren Absichten. Die große Zahl an Entführungen spricht sicherlich für das „Übernahme“-Szenario, das Dr. Jacobs und andere Forscher entworfen haben. Wenn man bedenkt, daß eine enorme Infrastruktur zur Entwicklung außerirdischer Technologien geschaffen wurde und zu diesem Zweck eine Menge illegaler Fördergelder geflossen sein dürften, dann wird deutlich, daß die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch die Außerirdischen mehr intern als extern besteht.25 Das Bild der externen militärischen Bedrohung der USA durch Außerirdische, das Corso zeichnet, ist daher nicht zutreffend.
Auch die Außerirdischen, die ein Abkommen mit den Institutionen der Geheimregierung eingegangen sind, machen sich schuldig an der Errichtung eines nationalen Sicherheitssystems, das auf Geheimhaltung, fehlender Rechenschaftspflicht und illegalen Fördergeldern basiert. Dadurch entsteht tatsächlich eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA, zum einen durch eine potentielle verdeckte Übernahme durch die Außerirdischen, und zum anderen durch einen Abbau der Verfassungsprinzipien, auf die die USA sich gründen. Die wirkliche Bedrohung durch die Außerirdischen ergibt sich aber daraus, daß die Geheimregierung um jeden Preis außerirdische Technologien erwerben und entwickeln will, selbst wenn das bedeutet, daß man dafür eine bestimmte Anzahl von Entführungen und anderen Übergriffen in Kauf nehmen muß.
Auf der anderen Seite stehen die Gruppen von Außerirdischen, die keine derartigen Verträge über den Austausch von Technologien mit der Geheimregierung abgeschlossen haben und die den Personen, zu denen sie Kontakt hatten, stets großen Respekt entgegengebracht haben. Das wird durch die zahlreichen Berichte über „Kontaktpersonen“ oder „die Brüder aus dem All“ deutlich, die erstmals in den 1950ern aufkamen. Diese Außerirdischen, die für gewöhnlich aussehen wie Menschen, respektieren in hohem Maße den freien menschlichen Willen und folgen offenbar der Anweisung, sich nicht in die Angelegenheiten der Menschheit einzumischen. Die Außerirdischen, die – wie mutmaßliche Kontaktpersonen berichten – den Menschen zu helfen versuchen, werden von den geheimen Weltraumwaffen bedroht, mit deren Hilfe man an ihre Technologien gelangen oder sie selbst gefangennehmen will. Selbst die Grauen vom Zeta Reticuli, die an den Entführungen beteiligt sind und ein Abkommen mit der Geheimregierung geschlossen haben, geraten manchmal ins Visier dieser Waffen. Es scheint, als sei die Beziehung zwischen den Grauen und der „Geheimregierung“ vielschichtig: Einige Informanten berichten über militärische Auseinandersetzungen aufgrund von Übertretungen der geheimen Abkommen seitens einer oder beider Parteien.26

Fazit: Der Einsatz von Weltraumwaffen gegen außerirdische Besucher ist unangebracht

Im Hinblick auf die Aufrüstung im Weltraum muß publik werden, daß diese Waffen vorsätzlich gegen außerirdische Besucher eingesetzt werden sollen. Die Legislative sowohl der USA als auch anderer Länder muß davon in Kenntnis gesetzt werden, damit eine passendere Strategie ersonnen werden kann. Der gegenwärtigen US-Strategie, Außerirdische mit weltraumgestützten und anderen fortschrittlichen Waffensystemen zu bedrohen, muß Einhalt geboten werden. Wie schon Hellyer in seiner Rede im September 2005 anmerkte: „Sind es denn wirklich Feinde oder nur legitime Kundschafter, die von weit her kommen?“
Was diesen strategischen Aspekt aus der Sicht von Informanten wie Corso – der stellvertretend für viele Militäroffiziere steht, die von der Anwesenheit der Außerirdischen in Kenntnis gesetzt wurden – so komplex macht, ist ihre Überzeugung, die Aufrüstung im All sei angebracht. Nach Ansicht Corsos und anderer Militäroffiziere wird diese Strategie durch die Übergriffe der Außerirdischen gerechtfertigt.
Aber die Entführungen und anderen feindlichen Aktivitäten müssen im Kontext der hochgeheimen Abkommen zwischen der „Geheimregierung“ und den Außerirdischen gesehen werden. Erwähnt werden sollte, daß Offiziere wie Corso nicht über freundlich gesinnte Außerirdische und deren respektvolles Verhalten informiert wurden. Statt dessen wurde Corso nur über Entführungen und andere Übergriffe durch Außerirdische informiert, was die entsprechenden psychologischen Voraussetzungen zur Erschaffung eines „Feindbildes“ lieferte. Diesen Prozeß beschreibt Sam Keen in seinem Buch „Bilder des Bösen“, in dem er herausstellt, daß die Erschaffung von Feindbildern immer schon ein wesentlicher Aspekt der erfolgreichen Kriegsführung war.27 Kurz gesagt, ist in den vergangenen 50 Jahren ein „außerirdischer Feind“ geschaffen worden, der, Corso und anderen Offizieren zufolge, die Entwicklung und Installation von Weltraumwaffen rechtfertigt.

Das bringt uns zu Dr. Carol Rosin, einer ehemaligen Sprecherin Dr. Wernher von Brauns, die davor warnte, die Aufdeckung der Existenz Außerirdischer auf der Basis einer erfundenen außerirdischen Bedrohung stattfinden zu lassen.28 Eine solche erfundene Bedrohung würde die öffentliche Meinung dahingehend prägen, Außerirdische als Feinde und Bedrohung der Sicherheit zu betrachten. Wir müssen uns der vermeintlichen internen bzw. externen Bedrohung durch Außerirdische differenzierter annähern.
Daher lautet die Antwort auf die von Hellyer aufgeworfene Grundsatzfrage, ob die Aufrüstung im All die geeignete strategische Reaktion auf außerirdische Besucher sei, „Nein“. Ein Militärschlag gegen außerirdische Besucher ist unnötig. Fest steht, daß die Außerirdischen, die eine tatsächliche „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ darstellen, dies nur durch ihre Verstrickung in eine Reihe von geheimen Abkommen sind, die ihnen eine verdeckte Übernahme der riesigen Infrastruktur von Projekten, die mit Außerirdischen in Verbindung stehen, in den USA und anderen Ländern ermöglichen. Diese verdeckte außerirdische Bedrohung bedarf keiner militärischen, sondern einer politischen Lösung: Die Existenz der Außerirdischen muß öffentlich bekannt werden.
Mit der Enthüllung ginge auch die nötige Transparenz und Rechenschaftspflicht einher, was sicherstellen würde, daß über jedes Abkommen, das im Zusammenhang mit dem Austausch von Technologien abgeschlossen wird, Rechenschaft abgelegt werden müßte und die Menschheit nicht länger von einer geheimen „Übernahme“ durch Außerirdische bedroht wäre. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden Entführungen nicht länger stattfinden, wenn Transparenz und Rechenschaftspflicht erst einmal ins Spiel kämen. Außerirdische Besucher, die solche Übergriffe durchführen, könnten streng überwacht und dazu bewegt werden, alle Aktivitäten zu unterlassen, die das persönliche Recht des Menschen verletzen. „Überzeugungsmechanismen“ können in vielerlei Gestalt daherkommen: man könnte eine eingehende öffentliche Debatte über die Aktivitäten der Außerirdischen führen, die Außerirdischen selbst über die Rechtsnorm der Menschheit unterrichten, und voraussichtlich wären viele außerirdische Zivilisationen bereit, andere Außerirdische zu überwachen und Übertretungen an unserer Stelle zu ahnden.
Paul Hellyer hat nach einer dringend notwendigen öffentlichen Debatte verlangt, in der diskutiert werden solle, ob die gegenwärtig gegen außerirdische Besucher gerichteten Militärstrategien angebracht seien. Die gegenwärtige, von Oberstleutnant Corso befürwortete Strategie, die beinhaltet, Weltraumwaffen zu installieren und außerirdische Raumschiffe anzugreifen, wird von vielen ehemaligen und derzeitigen Offizieren des US-Militärs, die über die außerirdischen Besucher auf dem laufenden sind, unterstützt. Die Entwicklung und der Einsatz von weltraumgestützten Waffen gegen Außerirdische wird sich als armselige strategische Wahl entpuppen, wenn erst einmal die Wahrheit über die „Geheimregierung“ und die mit den Außerirdischen getroffenen Abkommen ans Licht kommt.
Als ehemaliger Verteidigungsminister ist Paul Hellyer bestens vertraut mit der Bedeutung strategischer Fragen, die den Einsatz von Militärwaffen als Lösung internationaler politischer Probleme betreffen. Man kann ihm nur dafür gratulieren, daß er die „allerwichtigsten politischen Fragen“, die mit der angeblich gegen Außerirdische gerichteten Aufrüstung im All zu tun haben, ins öffentliche Licht rückt.

Anmerkung des Autors:

Paul Hellyer wird an der Extraterrestrial Civilizations and World Peace Conference, der Konferenz über außerirdische Zivilisationen und den Weltfrieden, teilnehmen, die vom 9. bis 11. Juni 2006 auf Big Island, Hawaii, stattfinden wird. Auf dieser Veranstaltung soll auch auf Themen eingegangen werden, die in diesem Artikel angesprochen wurden. Weitere Informationen über die Konferenz und die Referenten finden Sie unter http://www.etworldpeace.com.

Endnoten

  1. Aus einer Rede von George W. Bush an der National Defense University, Washington, 1. Mai 2001; Protokoll einsehbar unter http://www.fas.org/nuke/control/abmt/news/01050bush.html.
  2. Angeführt in der National Security Presidential Directive/NSPD-23, der US-Präsidentendirektive die nationale Sicherheit betreffend, Nr. 23; einsehbar unter http://www.fas.org/irp/offdocs/nspd/nspd-23.htm.
  3. Siehe „Exopolitics Toronto: A Symposium on UFO Disclosure and Planetary Direction“ [Exopolitik Toronto: Ein Symposium über die Aufdeckung der Existenz von UFOs und die planetare Ausrichtung] unter http://www.exopoliticstoronto.com.
  4. Hellyer, Paul: „Missile Defense: It was Wrong Then and It’s Wrong Now“ [Raketenabwehr: Sie war damals falsch, und sie ist heute falsch], The Globe and Mail, Toronto, 15. Mai 2003; einsehbar unter http://www.commondreams.org/views03/0515-10.htm.
  5. Paul Hellyers Rede und weitere Informationen dazu finden Sie unter http://www.exopoliticstoronto.com
  6. Hellyer erwähnte diese Offiziere in einer privaten Unterredung mit dem Autor am 8. November 2005, enthüllte aber keine Details, um die Anonymität der Beteiligten zu wahren.
  7. Corso, Philip/Birnes, William J.: „Der Tag nach Roswell. Der Beweis: Die UFOs kamen wirklich“, Goldmann, Juli 2000; Originaltitel: The Day After Roswell, Simon & Schuster, 1997.
  8. Corso, „The Day After Roswell“, S. 292.
  9. Corso, Philip: L’Alba Di Una Nuova Era [Der Anbruch eines neuen Zeitalters] (Übersetzung: Baiata, Maurizio), Pendragon, 2003. Der Autor dankt Maurizio Baiata für dessen Erlaubnis, Auszüge aus seiner Übersetzung von Corsos Originalaufzeichnungen zitieren zu dürfen.
  10. Corso, L’Alba, S. 77.
  11. Corso, op.cit., S. 98.
  12. Corso, op.cit., S. 78.
  13. Eine Diskussion über die Indizien und Zeugenaussagen, die für ein solches Treffen sprechen, finden Sie unter http://www.exopolitics.org/Study-Paper-8.htm.
  14. Corso, Day After Roswell, S. 292.
  15. Corso, L’Alba, S. 77.
  16. Hamilton, William: „California Contactees”; einsehbar unter http://www.geocities.com/Area51/Shadowlands/6583/et031.html.
  17. Friedman, Stanton T.: Top Secrect/Majic, Marlowe & Company, 2005² (Erstauflage 1997), S. 86-102.
  18. Dokumente über Majestic-12, S. 128; einsehbar unter http://www.majesticdocuments.com.
  19. Friedman, op.cit., S. 56-85.
  20. Angeführt in Foreign Relations of the United States, 1964-1968, Bd. XII, Western Europe, S. xxxi-xxxv, 16. April 2001; einsehbar unter http://www.fas.org/sgp/advisory/state/covert/html.
  21. Siehe „A Nation Deceived” [Die betrogene Nation] unter http://www.mega.nu:8080/ampp/roundtable/emchurch.html.
  22. Corso, L’Alba, S. 31.
  23. Siehe http://www.presidentialufo.com/newpage17.htm.
  24. Siehe http://www.exopolitics.org/Report-ET-Motivations.htm.
  25. Salla, Michael: „The Black Budget Report” [Bericht über das schwarze Budget], Scoop Magazine, Januar 2004; einsehbar unter http://www.scoop.co.nz/stories/HL0401/S00151.htm.
  26. Salla, Michael: „The Dulce Report” [Der Dulce-Bericht]; einsehbar unter http://www.exopolitics.org/Dulce-Report.htm.
  27. Keen, Sam: Bilder des Bösen. Wie man sich Feinde macht, Beltz, 1987; Originaltitel: Faces of the Enemy: Reflections of the Hostile Imagination, HarperCollins, 1991.
  28. Siehe Interview mit Carol Rosin unter http://www.illuminati-news.com/ufos-and-aliens/html/carol_rosin.htm.

Quelle: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/us-weltraumwaffen-gegen-ausserirdische

Gruß an die Wissenden

TA KI

Das UFO Phänomen über Deutschland


UFO, Geister, Phänomene – Das UFO Phänomen über Deutschland

Interview mit Rolf Dieter Klein, der vor laufender Kamera Ufo Amateurvideos am PC untersucht und sie Regelrecht auseinander nimmt und obwohl die meisten Videos schlechte oder professionelle Fälschungen sind, entpuppen sich sehr wenige als vielleicht echt. Nach weiteren Interviews und Berichten von Augenzeugen, immer an Ort und Stelle des Geschehnisses, endet die Dokumentation mit Theorien über eine Erklärung dieses Phänomens.
http://www.realsightsmysterium.de

 

Gruß an die Relativitätsphysiker

TA KI

Die weitere Evolution der deutschen UFOlogie


Derartigen Seemannsgarn bot freilich die Wiesbadener DUIST-Gruppe jahrzehntelang an und als dann im Oktober 1960 gar noch der 4. Internationale UFO-Weltkongress veranstaltet wurde, feierten sich zwar auch die UFOlogen, aber es gab auch erstmals breitgesetzten Ärger.

Dennoch, diese Veranstaltung brachte für deutsche Verhältnisse die UFOlogie/UFO-Forschung Deutschlands als Massenbewegung ins Bewusstsein der Menschen, in diesem unseren Lande. Das hier projizierte, gepflegte und gehegte Bild der DUIST’schen UFOlogie sollte auch bis in die späten 80er Jahre hinein die UFO-Debatte bestimmen, bis endlich der Öffentlichkeit und den Medien klar wurde, dass UFOlogie nicht gleich UFO-Forschung ist und nicht jeder, der sich mit UFOs beschäftigt gleich in eine „Zwangsjacke“ gehört. Aber lange Zeit wurde eben das offizielle Bild der UFO-Vorstellung von der DUIST und ihren Anhänger selbst in der zweiten und dritten Reihe bestimmt. Die allermeisten später auftretenden UFO-„Leute“ Deutschlands entstammten schließlich irgendwie auch dem DUIST-Dunstkreis. Damit wird auch klar, warum die Situation heutzutage so ist, wie sie eben ist und nach wie vor Mystiker die großen Geschehen bestimmen und die UFOlogie beherrschen. Namen wie Wörner, Jacobi, Jahnke, Geigenthaler, Malthaner, Schneider, Meier, Michalek und sogar „Uriella“ fallen mir dazu spontan ein.

Die Bunte brachte hierzu einen Sonderbericht, „Der Mann vom anderen Stern: Dr. Lothar Reinbacher und Gundolf Stahn hörten in Wiesbaden die unglaublichsten Geschichten – Menschen fliegen in Untertassen durch das Weltall. Der Planetarier Ramon besuchte eine Hausfrauenmesse.“ Tausende Zuhörer lauschten erregt: Professor Oberth zeigte das Modell einer Fliegenden Untertasse, die eher rundlich-wirkende Hausfrau Elisabeth Weindt aus Goslar flog mit einer Untertasse selbst durch den Weltraum am Mond vorbei, dies in Begleitung ihrer schönen Freundin Libena aus einem anderen Sonnensystem. „Drei Tage lang vergaßen tausend Menschen aus elf Ländern, dass sie noch auf der Erde leben. Sie flogen in Gedanken durch den Weltraum. Sie brachen in Verzückung aus, wenn man ihnen von Kumar, dem Venusmenschen, oder von Ashtar, dem Befehlshaber von zehn Millionen Wesen aus dem All, erzählte. Und sie erstarrten in Ehrfurcht, als sie hörten:
‚Auf der Venus wird Goethe und Schiller gelesen. Die Menschen dieses Planeten stehen mit dem Autor der Bibel, mit Gott, in direkter Verbindung. Der Oberkommandierende Führer aller Planetarier, Jesus Christus, segnet und grüßt euch in Liebe.'“ Sind wir hier auf dem ufologischen Weltkirchentag?

„800.000 Planetarier leben unter uns!“, verkündete beschwörend eine Frau am Eingang der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden während ihr runzeliges Gesicht ganz ernst bleibt, schon beim Eintritt ins ufologische Wunderland staunten sich die beiden Vertreter der Bunte an. Und dann die UFO-Gemeinde:
„Es sind alte Frauen und Männer, würdige Herren und junge Mädchen… Es ist unglaublich, was die Leute alles gesehen haben wollen.“ Da ist beispielsweise die 59jährige Elisabeth Weindt, Vorsitzende des Frauenvereins: „Anfang August 1956 ging ich durch die Bergdorfstraße in Goslar. Eine wunderschöne Frau kam mir entgegen. Sie strömte eine ungeheure Welle von Sympathie, Liebe und grenzenlosem Vertrauen aus. Ich hatte das Gefühl: Du kennst diese Frau. Ich wollte ihr die Hand geben. Aber meine Hand erstarrte. Die Frau legte ihren rechten Zeigefinger auf ihre Lippen, schaute mich liebevoll an und verschwand. Acht Tage später besuchte mich die Frau in meinem Häuschen. Diesmal gab sie mir die Hand. In schönstem Deutsch sprach sie: ‚Liebe ohne alle Grenzen!'“ Ja, damit war es um Elisabeth geschehen und im nachfolgenden Wonnemonat Mai riss der düstere Himmel für Eli auf und es ging in den Weltraum „mit einem herrlichen Gefühl der Entspannung“ ab, welches sie „überkam“. Ja ja, die kosmische Liebe, die dann einen brausenden Beifall aus eintausend paar Händen erhält. Verklärte Gesichter überall. Die beiden Berichterstatter: „Teilnehmer dieses sonderbaren Kongresses drohten uns: ‚Die Planetarier werden euch vernichten, wenn ihr abfällig über uns schreibt.‘ Auch auf diese Gefahr hin müssen wir es aussprechen: Wir haben selten Menschen mit einer blühenderen Phantasie erlebt.“
Die beiden Leute von der Bunte merkten auch an: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Kongressleiter Karl Veit wurde nicht müde, um Spenden zu betteln. ‚Es ist ein Notschrei im Interesse der Menschheit!‘ Professor Oberth tat fünfzig Mark in den Sektkübel, der herumgereicht wurde – und wechselte. Vierzig Mark nahm er wieder heraus. Wir fragten Oberth: ‚Glauben Sie, dass Menschen auf anderen Planeten leben?‘ Oberth zog die Stirn in Falten: ‚Behaupten kann man viel. Im übrigen schreibe ich ein neues Buch. Darin steht… In den Untertassen fliegen Pflanzen herum – keine Menschen.'“ Oder sie schilderten die Erfahrungen der arbeitslosen Straßenbahnschaffnerin Helga Schröder aus Frankfurt, ein 21jähriges Mädel und „nicht hässlich“. Sie war „gestern Abend mit Herrn Anderson aus Amerika durch Wiesbaden“ spazieren gegangen, „plötzlich überkam mich ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. ich sah über mir eine Fliegende Untertasse. zwei Männer und eine Frau saßen darin“. Aber das ist für sie nicht ungewöhnlich, da sie seit ihrem zwölften Lebensjahr Fliegende Untertassen sieht. Ihr neuer Amerika-Freund Carl Anderson bekam sogar einen Stein zum Schutz „gegen die bösen Maechte dieser Welt“, z.B. der Geheimpolizei. Und dieser Stein machte aus Helga eine Venusierin. Bunte prüfte den Venus-Stein – „er war aus Glas“. Einer der Höhepunkte auf dem Kongress: Der Kongressleiter forderte dazu auf, eine Schweigeminute einzulegen: „Veit wollte damit Fliegende Untertassen an den Himmel von Wiesbaden zaubern. Aber die Planetarier kamen einfach nicht.“

60-Sekunden-Interview in der Abendpost vom 22. September 1960: „Sprechen wir mit Herrn Karl Veit in Wiesbaden?“ – „Ja – was kann ich für Sie tun?“ – „Herr Veit, Sie sind Vorsitzender der UFO-Studiengesellschaft und geben auch eine Zeitschrift über Fliegende Untertassen heraus. Der amerikanische Physiker Donald Robey hat eine neue Theorie. Er meint, die Fliegenden Untertassen sein nichts anderes als kosmisches Eis, das durch äußere Erhitzung, wenn es in die Erdatmosphäre gerät, so geschliffen wird. Was halten Sie davon?“ – „Davon halte ich gar nichts. Das ist eine reine Theorie und unhaltbar – angesichts der vielen seit Jahren bestehenden Tatsachen von UFO-Sichtungen.“ – „Ist nicht Ihre Meinung, es handele sich um konstruierte Flugkörper von anderen Planeten, genauso nur eine Theorie und unhaltbar?“ – „Nein. Dafür liegen die Beweise vor.“ – „In welcher Form?“ – „Es gibt Erlebnisberichte, zum Beispiel von Dr. Ing. Daniel Fry, einem ehemaligen amerikanischen Raketentechniker. [Was eine Behauptung ist, die nie belegt wurde.]“ – „Sie finden also nicht, dass diese Robey-Theorie mit dem kosmischen Eis einleuchtend klingt?“ – „Es werden immer wieder neue Theorien aufgebracht. Man versucht, wie die Katze um den heißen Brei zu gehen. Über so etwas lächeln die UFO-Forscher nur, weil sie ganz anderes Material in Händen halten. Sie haben Fliegende Untertassen aus der Nähe fotografiert und dergleichen mehr.“ – „Sollte man nicht einem Wissenschaftler wie Robey ernsthafte Bemühungen um dieses Problem zugute halten?“ – „Das hat alles nichts mit der Praxis der UFOlogie zu tun. Die Praxis gibt uns recht, und dafür haben wir umfangreiches Tatsachenmaterial.“ – „Herzlichen Dank, auf Wiederhören!“

„Untertassenforscher“ in Wiesbaden meldete am 17. Oktober 1960 die Frankfurter Rundschau: „Untertassenforscher“ aus zwölf Ländern wollen sich vom 22. bis 24. Oktober in Wiesbaden über die Frage unterhalten, wie sich die „UFOs“ (unbekannte Flugobjekte) fortbewegen, von woher sie kommen, wer sie lenkt und warum sie – davon sind die UFO-Forscher überzeugt – von Zeit zu Zeit in der Nähe der Erde auftauchen.

„Untertassenforscher“ wollen Weltraumfahrer vorstellen meldete am 20 .Oktober 1960 die Frankfurter Rundschau: Die deutsche „UFO-Studiengemeinschaft“ (unbekannte Flugobjekte), Wiesbaden, will den Beweis für die Existenz Fliegender Untertassen und anderer Weltraumschiffe antreten. Auf dem vierten internationalen UFO-Kongress, der vom 22. bis 24. Oktober stattfindet, sollen, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, in der Wiesbadener Rhein-Main-Halle zwei Amerikaner und eine Deutsche vorgestellt werden, die nicht nur interplanetarische Flugobjekte im Luftraum, sondern auch nach der Landung gesehen haben wollen. Die drei Zeugen sollen in
Wiesbaden ferner über Gespräche mit Planetariern und über Flüge in deren Flugkörpern berichten, an denen sie angeblich teilgenommen haben. Die beiden Amerikaner sind nach der Ankündigung der UFO-Studiengemeinschaft ein Elektroingenieur und ein Getreidegroßhändler.
Sie werden am Donnerstag in Wiesbaden erwartet. An dem internationalen Kongress nehmen rund tausend Delegierte aus zehn europäischen Ländern und aus den USA teil. Sie wollen die Ergebnisse ihrer bisherigen „Forschungsarbeit“ zusammenfassen.

Im Oktober 1960 trat die Wiesbadener UFOlogen-Organisation DUIST ganz groß ins öffentliche Licht. Sie veranstaltete ihren 4. Internationalen UFO-Kongress unter dem Motto: „Internationale Verständigung – Interplanetarische Freundschaft“. Hierzu hatte es in dem DUIST-eigenen Organ, den UFO-Nachrichten (UN), bereits mit Nr. 50 vom 1 .Oktober 1960 Vorschusslorbeeren gegeben: So erhielt H. F. Freifrau von B. in Hamburg eine telepathische Durchsage von den Kosmos-Leuten: „Der UFO-Kongress wird ein voller Erfolg. Kontaktler des In- und Auslandes werden erscheinen. Es sind mehr Interessenten für UFO-Fragen vorhanden als angenommen wird!“ Auch Claere Baronin Hoschek aus Krumpendorf, Österreich, hatte medial Mitteilung aufgrund einer telepathisch gesteuerten Niederschrift zu machen:
„Der Kongress wird für alle Beteiligten zu einem tiefen Erlebnis werden. Ihr werdet neu befruchtet und beseelt von edlen Bestrebungen so zusagen als Missionäre. Es werden nur ernst gesinnte Menschen zusammenkommen, die mit beiden Beinen auf der Erde stehen, die weder Träumer noch Phantasten sind.“ So war es also gewesen, und so ist sicherlich das Selbstverständnis der UFOlogie noch heute. Die Eso-UFOlogen sehen sich selbst als elitäre, edle Missionare an, die völlig ernst das meinen, was sie von sich geben – und sie verstehen sich selbst als Realisten an. Schließlich lobt man sich auch damit, ein „interessiertes, hochgeistiges Publikum“ zu haben, wie man es selten, auch nicht in künstlerischen Veranstaltungen, „vereint findet“. UFOlogen sind halt eben „geistige Aktivisten, Menschen von hoher Intuition, feinster Bildung und mit besonderen Fähigkeiten“ (entnommen dem Dokumentarbericht über den 4. Internationalen UFO/IFO-Kongress, Wiesbaden, DUIST 1960, S.178). Um den Besuch von Kontaktler in Wiesbaden zu ermöglichen, bat die Schriftleitung um Spenden bei den „Aktivisten“ der UFOlogie, da mindestens 3.500 DM pro Kontaktler aufgeboten werden müssten.
Binnen einer Woche kamen so schon mehr als 1.000 DM zusammen. In der Folge nochmals knapp 1.000 DM, „was aber noch nicht ausreicht, um die vorsichtig geschätzten Reisekosten für Carl Anderson zu tragen“, wie in UN Nr. 49, September 1960, beklagt wurde. Danach ging es aber recht flott und die „UFO-Forscher“ spendeten derart fleißig, sodass neben Anderson sogar noch Reinhold Schmidt rübergeholt werden konnte. Damals waren DM 7.000 sehr viel Geld, eine Flugreise sowieso nur absoluter Luxus. Aber schließlich sind durch solche „Planetarier-Freunde“ ganz besondere Entsprechungen der DUIST-eigenen Meinungsumfrage zu erwarten gewesen, weswegen dieses „Notopfer für die UFOlogie“ von Herzen geleistet wurde.

Am 14. Oktober 1960 verschickte Karl L. Veit an das Chefbüro der dpa in Wiesbaden eine Presseeinlandung für den Kongress, ein weiteres Schreiben ging an die „Landespressekonferenz“ in Mainz. Insgesamt waren 22 Pressevertreter auf der diesbezüglichen Pressekonferenz anwesend gewesen.
Hierbei stellte man sich und die Gäste als UFO- bzw. Fliegende Untertassen-Forscher vor, die sich um Aufklärung durch wissenschaftliche Vorträge über Astronomie, Physik und Erlebnisberichte über Weltraumfahrten bemühten. Unter diesen Voraussetzungen konnte der tatsächliche Kongress-Inhalt nur zur publizistischen Katastrophe führen.
Die UN-mäßige Nachbearbeitung sprach so auch von einer „Lächerlichmachung, die jedoch auf die selbst zurückfällt, die diese betrieben“: Die Nachrichtenmedien. Von denen hatten sich die angetretenen UFOlogen viel versprochen, da Bild-, Presse- und Rundfunkreporter des In- und Auslandes sowie aus Übersee an allen drei Veranstaltungstagen anwesend waren. 15 Radio- und Fernsehsendungen fanden aufgrund des Kongresses statt. Die „sachlichen Feststellungen über UFO-Phänomene“ während des Kongress konnten so nur die Teilnehmer selbst mit „ungeheurer Freude, Mitgehen, Begeisterung und Dankbarkeit“ tragen, zusammengehalten übrigens von dem kosmischen Grundsatz der „Liebe ohne Grenzen“. Die Medien selbst waren von den „wissenschaftlichen Referaten“ enttäuscht und schlugen erbarmungslos zurück. Klaus Stiebler vom Kölner WDR, Redaktion „Echo des Tages“, fasste es am 8.11.1960 gegenüber dem UFO-Fan Horst Schulze aus Bergisch-Gladbach aufgrund dessen Beschwerde über eine WDR-Glosse zum Kongress so zusammen:
„Sie müssen selber zugeben: es klingt wohl für jeden vernünftigen Menschen reichlich komisch, wenn eine Frau allen Ernstes behauptet, sie habe im Harz vor kurzem die Mannschaft einer Fliegenden Untertasse angetroffen und sei mit dieser Mannschaft dann durch die Hannoversche Messe gewandert; eines der Besatzungsmitglieder sei ein überirdisch schöner Mann gewesen und habe sie mit den Worten ‚Friede im Himmel und auf Erden‘ begrüßt. Solche und andere Äußerungen von Teilnehmerndieses Kongresses haben wir wiedergegeben. Wer sich nun ‚blamiert und die Weltöffentlichkeit irregeführt hat‘, müssen wir wirklich Ihrem Urteil überlassen. Wir haben nur berichtet, was erwachsene Menschen allen Ernstes in aller Öffentlichkeit erzählt haben.“

Highlights der Veranstaltung waren u.a. folgende Vortragsthemen: „Die Weltanschauung und Mission der Planetarier“ (Dr. G. Fröse, Düsseldorf), „Über die Notwendigkeit einer Grundlagenrevision der heutigen Physik zum Verständnis der parapsychischen und kosmischen Phänomene – Brücke zur Telepathie und 4. Dimension“ (Prof. Dr. Gerhard Lyra, Univ. Göttingen), „Planetenfreunde als unsere Lehrer und Helfer im Neuen Zeitalter – Gedanken zur Präexistenz“ (Claee Mueller, Fabrikantin aus Düsseldorf) oder „Mein Freund vom anderen Stern (Jak Lang, Dachau).

Der UFOlogen-Kongress fasste so einen Beschluss, der vom Gremium und Vorstand sowie den Ehrenmitgliedern der DUIST unterzeichnet wurde. Aufgrund der Vorträge gilt die Existenz der Fliegenden Untertassen als erwiesen. Gleiches bezieht sich auf Landungen außerirdischer, d.h. planetarischer Fahrzeuge und die hierdurch eingetretenen Kontakte zwischen Weltraum- und Erdenmenschen. Die Verbindung und der Austausch mit dem Kosmos ist damit bewiesen. Aufgrund der „wahrheitsgemäß bezeugten Erlebnisse“ der Personen Schmidt, Anderson und Weindt hat das Gremium und in Gesamtheit der DUIST („nach Test mit Gegenprobe 1000:2“) „den interplanetarischen Raumflug von den uns Irdischen überlegenen Planetariern als perfekt gelöst und bereits empirisch als vorhanden“ erklärt – und dies gaben die ufologischen Vertretern auch der „Weltöffentlichkeit“ (will heißen den Pressevertretern) als Schlusspunkt der Veranstaltung bekannt. Dies hatte Folgen für die öffentliche Gewahrnehmung der UFOlogie.

Fam. Veit jedoch sah in der deutlichen Tendenz der Berichterstattung nach der Konferenz, bei allen Reportern nur einen Mangel des „Begreifens naturwissenschaftlicher Denkerweiterungen“ und „wie gering doch die Bereitschaft zur Objektivität bei der Presse von Beginn an war“. Die Jubelbriefe der UFOlogen auf sich und ihren Kongress können Sie selbst nachlesen… Erwähnenswert ist jedoch noch das Schlusswort von Karl und Anny Veit im genannten Dokumentarbericht. Hierin verraten sie uns nämlich, dass auf dem Kongress eine Initiative ins Leben gerufen wurde, „an die Zeitungen zu schreiben“, als klar wurde, wie enttäuscht die Journalisten von den UFO-Kultisten und ihren spinnerten Ideologie waren und welche Tendenz daraufhin die Berichterstattung haben würde. Es wurde an das Gemeinschaftsgefühl der „großen UFO-Familie“ appelliert. So brach über die schreibende und sendende Zunft sicherlich eine Flut von ufologischer Fanpost herein, womit sich die UFO-Freunde selbst outeten und dem Thema so etwas wie den Todesschuss gaben. War das UFO-Phänomen als solches bisher nicht recht greifbar und nebulös geblieben, wurde durch die spinnerte Wiesbadener UFO-Gemeinde auch die Beschäftigung mit dem Sachgegenstand UFO als Forschungs-Zweig freilich in ein schiefes Licht gerückt. Verschärft wird das ganze noch dadurch, dass der auf den Kongress basierende „Dokumentarbericht“ an folgende Herrschaften ging: Der Königin und dem König der Niederlande, an den König von Dänemark, an seine Hoheit Prinz Philipp, den US-Präsidenten John F. Kennedy, an den österr. Bundespräsidenten Scherf, an den deutschen Bundesminister für Verkehr Seebohm sowie an den Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden. Was müssen sich diese Leute wohl gedacht haben? Vielleicht fanden sie die einfache Formel, welche so lautete: UFOs sind Wahngebilde und Leute die sich mit UFOs beschäftigen sind Spinner. Unter diesem Damoklesschwert stand auch die nachfolgende Berichterstattung (und steht sie fast 40 Jahre danach immer noch, weil sich im Grunde an beiden Fronten nichts geändert hat, auch wenn neue Namen die beiden Spieler-Mannschaften ausmachen):

Abendpost vom 25. Oktober 1960: „UFO-Kongress Wiesbaden: Marsmenschen schon unerkannt unter uns! Mister Schmidt wird demnächst zum Saturn reisen – Ingenieur Anderson aus USA traf den Marsmenschen Kumar beim Camping!“ Paul Mevissen hatte den Kongress besucht, weil drei Tage lang fast tausend Menschen sich um Fliegende Untertassen, Bibelstellen und Marsmenschen zu kümmern. „Die Zeitungen hatten vernünftigerweise ihre Gerichtsberichterstatter geschickt. Ich traf eine Menge Bekannte, aber wir kamen überein, uns nicht zu kennen. Denn Fremde, die paarweise auftreten, geraten sofort in den Verdacht, verkleidete Venusier oder Marsmenschen zu sein. Nichts wäre mir unangenehmer gewesen. Hatte doch Karl Veit gesagt:
‚Wer weiß, vielleicht sitzen die Sternenbrüder unter uns.'“ So war auch der mit schwarzem Plastik verhängte und mit kaltem Neonlicht erhellte Saal proppenvoll. Das Publikum schwärmte aufgeregt durcheinander, um bekannte zu begrüßen, Traktätchen zu kaufen oder die abgebildeten UFO-Modelle zu bewundern. Hauptsächlich ältere „Jüngerinnen, die verzückt lauschen“ machte Mevissen an Ort aus. Ihr Held war Reinhold Schmidt gewesen, der sogar eine Schachtel mit einer Handvoll Glasperlen auspackte, was den Damen ihre Beherrschung kostete, auch wenn er nicht explizit erklärte, dass diese aus dem Weltraum kommen, aber das Publikum geht ganz automatisch
davon aus. Einer Verkäuferin gibt er den Tinnef zum Verkauf nach höchstem Gebot, das Geld verstehe sich als Spende für den Veranstalter dieses „wonderfulle Kongress“. Dies wirkt und laute Dankesrufe werden vermerkt, unter denen sich einige Damen an Mister Schmidt’s Hals „verzweigen“.

Auch die Bremer Nachrichten hatten einen Korrespondenten, Gerhard Rietz, nach Wiesbaden geschickt, der Bericht mit der Schlagzeile Saturnmenschen sprachen deutsch – Untertassenforscher traf interplanetarische Venus – Tagung in Wiesbaden erschien ebenfalls am 26.10.1960: Sie war blond und saß auf einem Diwan. Ihre glänzenden, seidenen Haare reichten bis zum Gürtel. Sie hatte einen reinen Teint, blaue Augen und ein Juwelengeschmeide. So begann das Erlebnis des Amerikaners Karl Anderson, ein untersetzter Fünfziger, Elektrotechniker von Beruf, mit der interplanetarischen Venus. Der Diwan stand in einem runden Zimmer, in dessen Mitte sich ein magnetischer Pol, so etwas wie ein Akkumulator oder Antriebsaggregat, befand, umhüllt mit einem weichen Teppich in Türkisfarbe. Das Zimmer war Teil einer Fliegenden Untertasse, also anscheinend der Gesellschaftssalon in einem UFO, das heißt, in einem „Unbekannten Flug-Objekt“ das von Bewohnern anderer Planeten, den sogenannten Planetariuern, auf die sündhafte Erde geschickt wird, um das Friedens- oder Kosmische oder Goldene Zeitalter zu verheißen. Der Amerikaner Karl Anderson ist -in der Sprache der UFOlogen, die es in aller Welt gibt- ein Kontaktler, einer der Auserwählten, die schon mit Planetariern, in diesem Falle mit Mars-Menschen, zusammengetroffen sind und in einem Raumschiff dieser Geschöpfe sich aufhalten durften. Der „Kontaktler“ Anderson und sein Kollege Reinhold Schmidt (63), Kaufmann, ebenfalls Amerikaner, berichteten auf dem 4. Internationalen UFO-Kongress in Wiesbaden über ihre sagenhaften Begegnungen. Sie waren gemeinsam mit einer Deutschen aus Goslar, die ebenfalls Gelegenheit gehabt haben will, auf der Erde gelandete außerirdische Fahrzeuge zu betreten und Fahrten mitzumachen, der Clou des Kongresses, an dem einige hundert Menschen aus etwa zehn Staaten – allerdings unseres Planeten – teilnahmen. Um Irrtümer zu vermeiden – bei Karl Anderson handelt es sich nicht etwa um den 1875 gestorbenen dänischen Märchenerzähler Hans Christian Andersen. Karlchens erste Begegnung hat nach seinen Worten schon im Jahre 1954 stattgefunden. Er und drei Familienangehörige hätten eines Nachts beim Camping irgendwo in Amerika die Landung einer Fliegenden Untertasse miterlebt. Um sich bemerkbar zu machen, habe sein Schwager eine Fackel geschwenkt und sei durch das tropfende Licht am Daumen verletzt worden. Ein Strahl aus dem Schiff habe den Daumen sofort geheilt. Mit dem Marsmenschen Kumar – ein sonnenverbrannter 1,70 m großer Mann mit braunen Augen -, der sich unsichtbar machen und das Auto des Kontaktlers, ohne selbst darin zusitzen, anhalten und wieder in Gang setzen konnte, sei er schon sechsmal zusammengetroffen. Anderson hat ein Modell dieser Untertasse gebaut, das er den staunenden Ufologen demonstrierte. Ein nettes Spielzeug übrigens.

Reinhold Schmidt hatte ähnliche Erlebnisse. Er traf Saturnmenschen – vier Männer und zwei Frauen – das erstemal auf einem Feld, als er Getreide aufkaufen wollte. 20 Minuten hat er dabei mit ihnen gesprochen. Den einen Mann erkannte er später wieder, in einem Hotelfoyer vor einem Fernsehschirm. Die Männer trugen saloppe Sommeranzüge, die Frauen weiße Blusen und schwarze Röcke. Die Planetarier sprachen, so berichtete Schmidt mit todernster Miene und überzeugt von seinen Begegnungen, hochdeutsch oder englisch mit deutschem Akzent. Das zweite Mal ist er von diesen beneidenswerten Saturnbewohnern mit „How do you do“ und seinem Vornamen angesprochen worden, obgleich er sich niemals mit Reinhold vorgestellt habe. Schmidts Angaben über die Zahl seiner Begegnungen waren widerspruchsvoll, einmal waren es vier, ein anderes Mal acht bis neun. Er war mit so einem Raumschiff drei Tage unterwegs. Als Speise gab es pro Tag drei Tabletten in der Größe eines Fünfmarkstücks. Schmidt war, als er seine Offenbarungen in Amerika an den Mann bringen wollte, 14 Tage im Gefängnis und in einer psychiatrischen Klinik eingesperrt. In zahlreichen Tests wurde ihm von 30 Ärzten bescheinigt, dass er normal sei.

Auch der Weser-Kurier berichtete am 27. Oktober 1960 mittels eines entsandten Journalisten, Manfred von Conta, aus Wiesbaden: UFOlogen wollen das Weltbild verändern – Hoch klingt das Lied der blonden Venus-Frau – „Kontaktler“ berichten über ihre Begegnungen mit planetarischen Menschen. Der Ernst der Stunde und die kosmischen Liebesstrahlen des Lichtgeistes Ashtar durchdrangen die 700 Menschen in der Wiesbadener Kongresshalle, als der Verleger Karl Veit das planetarische Wassermannzeitalter proklamierte.
Endlich – so versicherte er – gehe die Menschheit ihrer Rettung entgegen. Die Gewissheit, „dass unsere Freunde im All ihre schützende Hand über uns halten“, verdankt die Menschheit den „streng wissenschaftlichen“ Forschungen jener Erdenbewohner, die sich UFOlogen nennen und ihren ersten europäischen Kongress abhielten. Der unwissenden Masse der Zeitgenossen ist es freilich versagt, ganz die Wahrheit zu erkennen, die Karl Veit schon seit etlichen Jahren vermittels seiner Broschüren an die Auserwählten weitergibt, wenn sie dafür relativ hohe Preise anzulegen gewillt sind. Dennoch konnte der um Erkenntnis bemühte Berichterstatter einen ungefähren Eindruck aus den 18 Referaten gewinnen, was es mit der UFOlogie auf sich hat. Diese „Wissenschaft“ entstand vor 13 Jahren, als plötzlich unbekannte Flugobjekte an verschiedenen Stellen dieser Erde gesichtet wurden. Zunächst wurden diese Erscheinungen große Aufmerksamkeit geschenkt, aber die Menschheit versank alsbald wieder in dumpfe Interessenlosigkeit. Nur einige wenige glaubten die Bedeutung der
Erscheinungen erkannt zu haben und begannen mit nimmermüdem Eifer, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. So vielfältig die Formen auch waren, in denen die UFOs durch den Äther geisterten – eine Schautafel in der Kongresshalle gab jetzt Zeugnis davon -, so hatten sie doch eines gemeinsam: sie vermochten wunderbare Flugfiguren auszuführen. Die erste Erkenntnis lag auf der Hand: die Apparate wurden von intelligenteren Wesen gelenkt, als sie auf dieser Erde heimisch sind. Bald darauf traten die ersten dieser Wesen auch mit einzelnen Menschen in Verbindung. Drei solcher „Kontaktler“ konnte Veit den Kongressbesuchern vorstellen: den Getreidehändler Schmidt aus Amerika, den eine „törichte Obrigkeit“ für Monate im Irrenhaus festgehalten hat, weil er mit einem Raumschiff der Venusmenschen zum Pol geflogen war und dort sowjetische U-Boote bei antiamerikanischen Umtrieben beobachtet hatte; dann den ebenfalls aus Amerika kommenden Elektrotechniker Anderson, der mit dem Venusmenschen Kumar in ständiger Verbindung steht; und schließlich die Hausfrau Erika Weindt aus Goslar. Es würde zu weit führen, alle diese Begegnungen, die auf einsamen Landstraßen, in nächtlichen Hotelzimmern oder auch während einer durchwachten Nacht im Krankenbett stattfanden*, im einzelnen zu schildern. Kumar, Ashtar oder wie immer die planetarischen Menschen heißen, die 64 Sprache sprechen (am liebsten aber Deutsch!) und normale Straßenanzüge tragen, haben jedoch wichtige Botschaften für die Erdenmenschen: sie sollen ihre Regierungen endlich zum Friedenhalten zwingen, die zehn Gebote des Weltgeistes einhalten und ihre Ichsucht aufgeben. Dann würde die Welt in die „Versammlung der Planeten“ aufgenommen.

Dass die Welt noch in der Sünde lebe, sei klar am Schiefstehen ihrer Achse zu erkennen. Aber nicht nur die Achse werde geradegerückt, nein, auch alles planetarische Wissen werde der Menschheit dann zuteil. Planetarier, von welchem Planeten sie auch kommen mögen (in den Raumschiffen sind nach Meinung der UFOlogen immer Vertreter mehrer Sterne brüderlich vereint unterwegs), können sich unsichtbar machen und durch feste Wände gehen*; sie können sich aber auch selbst als „drahtlose Meldung“ auf den Weg durchs All schicken. Weder Krankheit noch Tod, weder Leid noch Zweifel machen ihnen zu schaffen. Unübersehbar sind ihre Fähigkeiten. Einer der Referenten der Wiesbadener Tagung hat all dies in Versuchen nachgewiesen: durch Koppelung mehrerer Spulen – so berichtete er – konnte er Zeuge von Unterhaltungen zweier Lichtgestalten werden, „weil ihre Schwingungen als klare Stimmen im Innern seines Kopfes hörbar wurden“. – „Und das soll Wahnsinn sein?“ rief Mathematikprofessor Lyra aus Göttingen, nachdem er aus der Tatsache, dass wir keine Erklärung für das Auftauchen von unbekannten Flugobjekten haben, den kühnen Schluss gezogen hatte, damit sei die Existenz von Mars- und Venusmenschen bewiesen. Professor Hermann Oberth, der gemeinhin als Vater der Raketenforschung gilt, hatte als Zuhörer in der ersten Reihe Platz genommen. Bedächtig nickte er mit seinem fotogenen Gelehrtenkopf, als ein „Kontaktler“ berichtete, er habe sich beim Winken nach einem über ihm schwebenden Raumschiff den Daumen verletzt, sei aber sogleich durch einen Energiestrahl wieder geheilt worden. Die UFOlogen werden bald – wie sie meinen – unser ganzes Weltbild verändern. Dr. Wilhelm Martin, ein Chemiker aus Mannheim, hat z.B. durch scharfes Nachdenken herausgefunden, dass auch der Mond bewohnt ist. Die Wissenschaft – so höhnte er – weiß zwar, was auf der sichtbaren Seite des Mondes sei, aber sie habe nicht die ihm (Dr. Martin) von planetarischer Seite zuteil gewordene Information, dass auf der Rückseite des Mondes ein Lufthut sitzt, unter dem planetarische Freunde sich um das Heil der Erde Sorgen machen.

Ein Besucher des Kongresses konnte bestätigen, dass er einen Lichtpunkt in kreisenden Bewegungen vom Mond aufsteigen sah, nachdem er eine Stunde angestrengt dorthin gestarrt hatte. „Von der wundervollen Schönheit“ der Mars – und Venusfrauen berichtete Frau Weindt aus Goslar. Sie seien groß, blond und blauäugig, was auch andere „Kontaktler“ bestätigen könnten.
Darf man an der Existenz von Lichtwesen überhaupt zweifeln? Die Bewohner von Atlantis, so zeigt eine Sanskritübersetzung, die Verleger Veit herbeigeschafft hat, konnten bereits ohne Apparat durch das All fliegen, und sie brauchten keine Radios, um kosmische Musiksendungen zu empfangen. Persische Mystiker und indische Geheimlehren wissen zudem von Licht-Geist-Materialisiationen zu berichten. Verleger Veit kann außerdem Fotos von Untertassen vorweisen, die teils von Kontaktlern, teils von Theaterfotografen und anderen „unbestechlichen Menschen“ aufgenommen worden sind. Warum zeigen sich die Allmenschen nicht? Getreidehändler Schmidt hat seinen Freunden beispielsweise vorgeschlagen, dass sie ihn zum Kongress nach Wiesbaden in einer Untertasse befördern. Aber er konnte sich dem Argument nicht verschließen, die Polizeibehörden würden ihn dann nach seinem Visum fragen, und seine Erklärung, er sei per Untertasse angereist, hätte nur einen neuen Aufenthalt in der Heilanstalt zur Folge. Nein, öffentliches Auftreten verbietet sich den Marsmenschen aus schlichtem Taktgefühl: Die Erde gehört den Menschen, und Einmischung in fremde Angelegenheiten ist in der Lichtwelt nicht Brauch. Sie werden erst dann aktiv werden, wenn die Welt sich anschickt, die letzte große und alles vernichtende Atombombe auszulösen. Diese Gewissheit konnte Veit der Versammlung mitteilen. Er forderte die Anwesenden auf, fleißig alles von ihm verlegte ufonische Schriftgut zu studieren, diese wertvollen Broschüren aber nicht zu verleihen. „Denn was du von deinen Sternenbrüdern ererbt, erwirb es, um es zu besitzen!“

[*= Die selben „Fähigkeiten“ besitzen auch die sogenannten Greys der modernen Abductions-Saga nach. So neu ist die Geschichte also nicht.]

Die Frankfurter Abendpost am 9. November 1960 bot in einem Nachschlag nochmals einen vernichtenden Artikel aufgrund einer Kongress-Teilnahme und Beobachtung der dortigen Ereignisse (Schlagzeile: „Geister aus dem
Weltraum/Geschäft mit der Sintflut – Untertassen-Mythos findet immer mehr Anhänger“.) Autor: Paul Mevissen, der hatte dabei einen Psychiater zitiert, der die heutigen UFOlogen mit den Abergläubigen früherer Zeiten in Sachen Hexenwahn oder böse Geister verglich und zu den UFOlogen meinte: „Die spinnen heute modern.“. Dies erforderte die Solidarität der UFOlogen und in einer konzertierten Aktion fingerten sie fleißig am Griffel, um in einer Leserbriefaktion das Boulevardblatt mit nationaler Verbreitung einzudecken. Mit der Überschrift „Die Pleite des Propheten Schmidt: Untertassen kamen nicht! UFO-Anhänger ignorieren einfach die Blamage“ wurde darauf hingewiesen, dass der amerikanische Kontaktler und Getreidehändler Reinhold O. chmidt das sensationelle, offene Erscheinen einer gigantischen Fliegenden Untertassen oder gar mehrerer über Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet angekündigt hatte. Hierfür bekam er einen „donnernden Applaus“ durch die Anwesenden. Trotz dieser Versprechung passierte natürlich nichts, was zu entsprechend ironischen Medienberichten führte. Die UFOlogen wurden böse, hier einige Beispiele aus der Leserbriefflut:

„Als unparteiische Zuhörerin habe ich den Kongress von Anfang bis Ende mitgemacht, und muss schon sagen, Ihr Blatt trägt den Beinamen ‚Radaublatt‘ nur zu Recht, wenn es möglich ist, dass solche vollkommen entstellte Berichte veröffentlicht werden. Ist Ihr Reporter ein junger, unerfahrener Mann oder was hat ihn bewogen zu solcher Handlung? Ein kluger Mann würde sich wohl nicht hinreißen lassen, einen durchaus objektiv geleiteten Kongress, dessen Inhalt von seriösen Herren (Akademiker, Kapazitäten) aus vielen Sparten der Wissenschaft untermauert wurde und mit einer tausendköpfigen, mitdenkenden Zuhörerschaft, so zu beurteilen. Der Reporter kann einem leid tun, denn er ist am Wesentlichsten vorbeigegangen.“ – „Dass die Presse ihr unbequeme, unsympathische Dinge mit Freude verdreht, zeugt von kleinlichem Geist und ist bekannt. Im Übrigen verbitte ich mir, die ‚Deutsche UFO-Studiengesellschaft‘ als ‚Sekte‘ zu bezeichnen. Diese Bezeichnung zeugt von niederer Denkungsart Ihrerseits!“ – „Ihr Bericht ist schmutzig, dumm und geistlos.“ Genau die gleichen Reaktionen kamen bei tieferschürfenden Berichten der „Negativpresse“ bis in jüngste Zeit von den Gläubigen hoch, die Zeitschriften GEO  und PM können ein Lied davon singen, nachdem sie Mitte der 90er Jahre auf CENAP-Material basierende Hintergrundberichte brachten. Wenn sich UFOlogen gelegentlich auch ideologisch uneins sind, im Fall der Verteidigung stehen sie wie eine geschlossene Front da, ein kollektiver Wutschrei geht durch die Reihen, anstellte sich einmal mit Selbstkritik zu beschäftigen und die angeschnittenen Problempunkte der offenen Wunden selbst anzugehen, ja ob der Zurückgewinnung von Glaubwürdigkeit auszumerken. Doch die öffentliche Verehrung der DUIST von Kontaktlern auf diesem großen Event hatte weiterreichende Folgen:

Erstaunlicher Weise schlug sich das Aufbegehren in einer damals existierenden weltanschaulich-orientierten, obskuren Zeitschrift namens Neues Europa nieder. Aus der Nr. 3 vom 1. Februar 1961 zitieren wir aus den Artikel „Taonitas und Ashtar Sheran über die geheimnisvolle Botschaft vom 21. November 1957“. Taonitas, der Kommandant der Jupiter-Weltraumflotte, übermittelte an Frau Frieda Hohenegger-Parker die Botschaft, dass er dafür verantwortlich sein, das man eine Miniatur-Untertasse aus Kupfer von 35 Pfund Gewicht am 21. November 1957 im Yorkshire Moor in der Nähe von Scarborough fand, in welchem 17 außerirdische Schriftrollen enthalten waren, in denen Hieroglyphen eingeritzt waren. Auch Hauptkommander der Venus-UFO-Flotten, Ashtar Sheran, meldete sich bei der Dame, nachdem er eine „Groß-Manifestation von UFOs und IFOs [sic!] im Jahre 1961“ ankündigte, nachdem „empfindungsgemäß die Kontaktler einen weitaus größeren Anhängerkreis hinter sich als die Wissenschaftler der Weltraumforschung haben. Die Kontaktler sprechen einem großen Teil der irdischen Menschheit aus dem Herzen, auch wenn ihre Behauptungen manchmal noch so phantastisch und unglaubwürdig klingen.“ Dies wurde dann eine „eindeutige Sache“ mit „einwandfreien, sachlichen und unangreifbaren Beweisen“ genannt, die über das hinausgeht, was „mediale Durchgaben“ ansonsten absondern und nie als „Beweise bewertet werden können“.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/4willen2.htm

Gruß an die Leichtgläubigen

TA KI

Deutsche UFOlogie im Zeichen des „Willen-zu-Glauben“


Es gibt immer wieder Menschen, die ein angemessenes Rüstzeug, ein Schema benötigen, in das sie ihre persönlichen Probleme projizieren können und aus dessen Projektionsfläche sie sich dann Hilfe erhoffen. Und sie wurde ihnen im hier vorliegenden Fall direkt durch überirdische Wesen gegeben, weil die „Weltraumbesucher Sie und Ihre Bemühungen kennen. Sie kennen alle Ihre Freunde hier auf Erden. Und sie helfen auf die mannigfachste Art und Weise, mehr als sich die meisten Menschen vorstellen“. Allein diese Bekundung reichte scheinbar manchen Mitmenschen überaus, um den Eindruck vermittelt zu bekommen „in einer wunderbaren Zeit zu leben“. Bereits Hilary Evans stellte so fest: „Dieses Schema alleine reicht nicht aus, um die persönlichen Probleme anzugehen, daher passt es sich auch an die als Norm betrachteten Glaubensvorstellungen, die gesellschaftlich akzeptiert sind, an. Früher waren das ‚Besessenheit‘, ‚Hexerei‘, ‚Werwölfe‘ etc., die einen passenden Bezugsrahmen lieferten. Heute ist dieser ‚autorisierte Mythos‘ der Besuch von Außerirdischen, der aus der Science-Fiction stammt und der Glaube, der dem Raumfahrtzeitalter eigen ist, an ‚kosmische Brüder‘ (ein Ersatz für die traditionellen Religionen).“ Das dem tatsächlich so ist, machte ein Artikel von Anny Veit in den UN Nr. 52, Dezember 1960, auf: „An die große UFO-Familie“ gerichtet sprach sie vom Ende der Welt des Materialismus, um sich der Schöpfung wieder zuzuwenden – „das allein heißt Religion“ die „Liebestrahlen“ freisetzt, wie man sie unter den UFO-Freunden erleben kann. Insbesondere für die Kontaktler beteten viele, da sie „Segnungen“ für die Menschheit bereit halten, da die „Planetenbrüder uns ihre Hilfe über sie versichern“. Deswegen gab es auch ab Januar 1961 der „neuen Aufgaben“ beim „Überschreiten der Kosmischen Barriere“ wegen ein neuer Wahlspruch des Ehepaar Veit: „Mit GOTT zum Licht, durch Kampf zum Sieg!“ im „Antlitz der Endzeit“. Niemand will wundern, wenn dann das „Entscheidungsjahr 1962“ mit kommenden Umwälzungen beim Anbruch des Neuen Zeitalters mit dem „Lichtreich GOTTES“ mit UN Nr. 65, Januar 1962, ausgerufen wurde. Kosmische Hinweise darauf waren eine totale Sonnenfinsternis sowie eine auffallende Konzentrierung der Gestirne unseres Sonnensystems im Zeichen des Wassermann – Ereignisse „von globaler, ja kosmischer Bedeutung“. Weil: Es gäbe eine große Lichtlosigkeit der Menschen sowie ein geistiger Tiefstand; die Ausbruchsgefahr des 3. Weltkriegs sowie die Möglichkeit einer Erdachsenverschiebung.
„Weltgericht und Welterlösung, Weltvergang und Weltvergeistigung entfalten dann ihre global-kosmischen Aspekte“, notierte Karl Veit in Anbetracht des „Zeichen am Himmel“ und des „Kosmischen Rufs“. Wir können also sehen, dass die Aufregungen um die 1999er SoFi so neu gar nicht waren und alles seine historische Wurzeln besitzt.

Wie auch immer, für die Veit’s und Co KG war nur wichtig, dass die Begriffe EVAKUIERUNG und ENTRÜCKUNG besagen, „dass nach eigener freier Entscheidung jener Teil der Menschheit aus allen Nationen, der wirklich guten Willens ist, vor den letzten Katastrophen auf höhere Weisung hin durch Weltraummenschen von der Erde weg- und aufgenommen werden soll, um nach der Reinigung des Erdballs zu neugestalteten Lebensräumen zurückgebracht zu werden.“ Hier wurden dann die „Tatsachenberichte von kostenfreien (!) Mitflügen irdischer Kontaktpersonen zu anderen Weltkörpern“ als der „Gipfelpunkt der IFO-Forschung“ [sic!] verscherbelt. Diverse „Erleuchtete“ griffen diese Nummer an dann auf und nutzten sie für ihre eigenen Ideologien und abgedrehten Vorstellungswelten. Immer wieder geht es darum, das Jesus Christus im Gewand der Fliegenden Untertassen wiederkehren wird, um die Menschheit vor den verkündeten Mega-Naturkatastrophen etc. zu retten. So griff M. Dräger, Lübeck, die Vorgabe auf, um in der Broschüre „Untergang des Atlantis“ das Auftauchen von zur Rettung ausgeschickter Raumschiffe zu berichten: „Jeder, der sich bis dahin zu Gott bekannt hat und bereit ist, die Hilfe Jesu anzunehmen, wird errettet werden.“
Natürlich erfolgt dies in „gelandeten Miniatur-Raumschiffen“, die Bedienungsanleitungen in sich tragen. Ach ja, auch bei Draeger waren die Rettungsschiffe von kugelförmiger Gestaltung und konnten wie bei Veit sechs gläubige Menschen aufnehmen. Diese technischen Angaben gehen in beiden Fällen auf Gertrud Schweiger aus Wiener Neustadt zurück, ein Medium, welches „intuitiv“ die Alien-Botschaften empfing. Und nun holen Sie eine Flasche Schnaps herbei, da eine weitere Erhöhung stattfinden wird!
Hermann Ilg, der mit den Santinern seit Jahrzehnten Kontakt hält, erreichte auch Ashtar Sheran, der nach der Apokalypse den Gläubigen ein „Goldenes Zeitalter“ verspricht, eine 1000jährige Gottesherrschaft auf Erden, ohne Tod und ohne Neueinverleibung. Daher gilt es: „Dank Dir, oh Herr, für Deinen Langmut. Dank Euch, Jesus, Maria und euch planetarischen Nachbarn für Eure großartige Hilfe. Gepriesen sei der Herr der Ewigkeit!“
Dies natürlich zu einer Zeit, als fast alle Kontaktler-Irren von Brüdern und Schwestern auf Venus oder Mars berichteten, weil es dort aussähe, wie bei uns im Schwarzwald auf den Kitsch-Postkarten der 50er Jahre. Bereits in der Esotera-Vorlaeufer-Zeitschrift „Die andere Welt“ (vormals „Okkulte Stimme“) hatte er im August 1967 betreffs UFOs in dem Beitrag „Weg und Ziel der UFO-Forschung“ geschrieben, dass man „über biblische Hinweise“ zu „Kontakten mit außerirdischen Wesenheiten und Raumschiffen“ komme, um mit „Hilfe einer geschärften Logik jede Glaubensstarrheit zu überwinden. Deswegen ist die UFOlogie eine kosmische Wissenschaft.“

In der Broschüre „Sind außerirdische Weltraumschiffe gelandet“ (Autor: Karl Veit), die jedem zugeschickt wurde, der eine Anfrage an die DUIST zwecks Informations-Material schickte wurde man sofort aufgeklärt, um was es in der UFOlogie geht: Zunächst gäbe es eine „wahre Sturmflut seriöser Literatur über gesichtete und gelandete AUSSERIRDISCHE WELTRAUMSCHIFFE“ und sie wurde „kritisch mit Begeisterung von allen jenen aufgenommen, ausgetauscht und in logischen Schlussfolgerungen gewertet, die aus der technischen Überlegenheit PLANETARISCHER WELTRAUMFAHRER deren Erdbesuche einwandfrei festgestellt hatten“. Daher käme dies alles dem „Status staunenswerter Feststellung der Erdüberwachung von seitens AUßERIRDISCHER VERTRETER der HOMIENS SPAIENTES im Selbststudium der Standardwerke seriöser FORSCHER und bevorzugter KONTAKTLER“ zu.
Planetarier seien in Zeiten umwälzender Ereignisse auf einer Mission unterwegs, dies im „Auftrag der kosmischen Hierarchie“, um „uns zu helfen in der schwersten Weltkrise, der furchtbarsten Gefahr, in der unser Globus je gestanden hat, durch den drohenden Atomkrieg, ja sogar der Möglichkeit einer Globuszerstörung, wofür die Asteroidentrümmer als warnendes Beispiel gelten“. „Die seriöse Forschung bleibt jedoch bei den Kontaktlern, sowie deren in völliger Objektivität dargestellten REALITÄTEN…“

In der Badischen Zeitung vom 20. August 1996 erschien von Wolfgang Bauer der Artikel „Des Südens bedeutendster UFO-Forscher“ – dabei ging es um niemand anderes als um Hermann Ilg, der „Hilfe für eine verwirrte Menschheit“ bietet. Er versteht sich selbst als einer jener Menschen, „die mit beiden Füßen auf dem Boden der Tatsachen stehen und Unseriosität ein großes Greuel ist“. Hier berichtete er von seinen Erfahrungen mit den Santinern, die ihn „dematerialisierten Raumschiffen regelmäßig die Erde besuchen“ um die Erde vor dem Untergang zu retten. Seit zwei Jahrzehnten, so gibt er hier zu Protokoll, publiziere er „Interviews mit Außerirdischen“ und „Berichte verstorbener Freunde, die auf fernen Sternen seelenwandern“. Der deutschsprachige Empfang der Meldungen der Santiner (was soviel heißt wie „die kleinen Heiligen“) erfolgt über Telepathie und wird via „Medial-Schrift“ verzeichnet und durch Ilgs Hand von Ashtar Sheran abgezeichnet, der selbst „ein bisschen wie Jesus ausschaut“. Die Botschaften werden freilich nur von „seriösen Medien“ empfangen. Stolz verkündet Ilg, dass seit etlichen Jahren „die ganze süddeutsche UFO-Szene anreist“ wenn er mal wieder einen Vortrag hält. Übrigens reisen die Aliens unter dem Prinzip der „Psycho-Dynamik“ in den bereits von Adamski (dessen Buecher übrigens als „Grundlagenliteratur“ zu verstehen seien) beschriebenen Mutterschiffen herbei.

Veit in Wille und Wahrheit (in der auch Hellmuth Hoffmann und Hermann Ilg ihre Bekennerberichte veröffentlichten) der österr. Lorber-Gesellschaft: „Bezeichnend für meine Erfahrungen in der UFO-Forschung ist die thematische Berührung des Begriffes der erhabenen Gottheit bei fast allen Kontaktpersonen resp. ihren extraterrestrischen Partnern und in Sonderfällen die Bezeugung der Hochachtung oder ein Hinweis auf den einmaligen Gottesmenschen Jesus, als Lehrer des Friedens, der Liebe und unvergleichliches Vorbild für die Erdenmenschheit und das gesamte bewohnte Universum!“ Einmal sagte Veit: „Unsere Frage geht nicht dahin, wie die UFOs angetrieben werden, sondern was ihre Insassen uns zu sagen haben.“ Und was haben sie zu sagen? Genau das, welch ein Zufall, was die Gemeinde der DUIST-Esoterik-UFOlogen von ihnen hören will: Dass der Mensch einfach besser werden muss, dass man keine Kriege führen darf, dass der Mensch zwar sterben muss aber es eine Wiedergeburt gibt, dass den Erleuchteten ein „Tausenjähriges Reich“ auf einem anderen Planeten bevorstehe und die Auserwählten in unterirdische Städte gebracht würden, die bereits vor Jahrtausenden insgeheim angelegt worden sind und in denen „elektronisch konservierte“ Lebensmittel gelagert seien, wenn das Armageddon über die Ungläubigen komme. Dies wurde 1960 auf dem DUIST-Kongress verlauten gelassen und von den Zuhörern überwiegend als ’normale UFOlogie‘ angesehen und kritiklos akzeptiert, der gesunde Menschenverstand mit an der Garderobe abgegeben. Deutlicher ging es nicht mehr, um die erste deutsche UFO-Großorganisation als pseudoreligiöse Sekte des Weltraum-Zeitalters zu identifizieren. Das aktuelle Schrifttum zur Verbreitung der Wahrheit über Weltraumschiffe wurde im anhängenden Ventla-Verlag gedruckt und enthielt „machtvolle Hilfen durch Planeten-Wesen“, den „Vorboten des Neuen Zeitalters“ mit Botschaften von Ashtar, Alan, Seta, Alamos u.a. an die Erdenmenschen! Das Motto des Verlags lautete so auch: „Erde und Menschheit in Gefahr! Friede statt Atomkrieg! Rettung durch Sternen-Menschen!“ So gesehen ist als all das, was zum Millenniumswechsel Jahrzehnte später hochkochte nicht neu gewesen und hat zumindest im deutschsprachigen Raum alle seine Wurzeln bei der DUIST gehabt, die sich als „die UFO-Bewegung“ verstand, um die Menschheit in „ein höheres elektromagnetisches Kraftfeld hinaufzuarbeiten“. Unterstützt wurde dies durch ein bis zwei Prozent der Erdenmenschheit, die in Wirklichkeit gar keine Menschen waren, sondern „Planetarier, die hierher zur Inkarnation kamen“ (später sollte man sie Lichtarbeiter, Walk-Ins, Star People etc. nennen), weil die Erdenseelen allein nicht „das Urchristentum durchsetzen können“.

Das interessante Ergebnis einer Umfrage innerhalb der DUIST:

In der UN-Ausgabe Nr. 42, Februar 1960, wurde die Leserschaft gefragt, welcher Meinung sie über UFOs etc. ist. In Nr. 45 von Mai 1960 wurde das Ergebnis veröffentlicht, nachdem „eine beachtliche Zahl unserer Leser antwortete“ und damit die künftige redaktionelle Arbeit mit wesentlichen Anregungen förderte: 73,5 % der Leser forderten so die Berücksichtigung „der psychischen und materiellen Ebene“ weil 67,2 % der Ansicht waren, dass die Planetarier auf „beiden Schwingungsebenen“ auftreten. Den Erwartungen entsprechend hielten 66,1 % der Leser die „moralisch-ethischen Gesichtspunkte“ beim Austausch mit den Planetariern für besonders wichtig. Nur 9,3 % erwarteten technische Informationen aufgrund des Kontakts. Bereits damals hielt man für den gefährlichsten „Feind“ der UFOlogie jene Gruppen (genannt die „Schweigegruppen“), „die durch ihre Aussagen und Veröffentlichungen das gesamte Thema diskreditieren“. 88,9 % der Leser sprachen sich für den „Glauben an die Kontaktler, auch ohne materiellen Beweis“ aus und standen allein aufgrund „der Wirkung ihrer Persönlichkeit“ für sie ein. Deswegen forderten auch 86,5 % die volle Unterstützung für die Kontaktler. Überwältigend war naturgemäß das „Votum des Vertrauens für George Adamski“ durch 95 % der UN-Leser.

Als Folge davon erklärte die Schriftleitung, dass sich daraus „eine neue Aufgabe für die Forschungsgruppe“ ergebe, „denn es muss erreicht werden, dass a l l e Kontaktberichte jedem Mitglied und Interessent zugänglich gemacht werden. Der von der Deutschen UFO-Studiengemeinschaft eingeschlagene Weg hat offensichtlich die Billigung des Kreises der UFO-Freunde in den deutschsprachigen Ländern gefunden. Diese Feststellung aus dem Ergebnis der Umfrage soll als Ansporn und Verpflichtung angesehen werden.“ Damit wurde der Weg endgültig in die Esoterik und in die Kontaktler-Mystik, egal ob sie stimmt oder nicht bzw. auf Lug und Trug zurückgeht, der kosmischen Friedensboten festgemauert, alle die sich dagegen stellten, wurden als Bedrohung und als „Feinde“ angesehen. Auch dies kam in der Umfrage deutlich zum tragen: Der „gefährlichste Feind für die UFO-Forschung“ (und diese definierte sich in der Veröffentlichung „aufschlussreicher Kontaktler-Berichte“ um das „Umdenken“ der Menschen für „das aufziehende Goldene Zeitalter“ herbeizuführen) wurde auch von den UN-Lesern und DUIST-Mitglieder klipp und klar festgemacht – es sind jene Leute und Gruppen die man als die „Schweigegruppen“ generell hier umfasste, also jene „die durch ihre Aussagen und Veröffentlichungen das gesamte Thema diskreditieren“.

In diesem Zusammenhang: Es wäre sicherlich wichtig und interessant gewesen, wenn die in Magazin 2000 Nr. 113 & 114 angesetzte große Leserumfrage in ihre Auswertung auch veröffentlicht worden wäre; wie uns Michael Hesemann aber am 23. Juni 1998 auf Nachfrage diesbezüglich mitteilte, werde die Herausgeberin, Frau Ingrid Schlotterbeck, davon absehen, „weil das Ergebnis für die Leser uninteressant“ sei. Dass das Ergebnisse der Auswertung demoskopisch wirklich uninteressant ist, können wir uns gar nicht vorstellen. Vergessen wir dabei nicht, dass die genannte Zeitschrift das größte Potential von UFO-Interessierten, UFOlogen und UFO-Enthusiasten um sich versammelt. Wie die Redaktion in ihrem Fragebogen ja mitgeteilt habe, sei die Leserumfrage dazu dienlich, um das Heft den Leserwünschen entsprechend gestalten zu können: Deswegen „müssen wir mehr über Sie erfahren“. Nach einer Batterie von soziologischen Punkten über den sozialen Status (Einkommen und Ausgaben für’s Hobby) der Teilnehmer ging es mit durchaus lohnenswerten Fragen über die Inhalte, Positionierung und Prädisposition der Leserschaft weiter. Zum Beispiel ging es auch darum, ob der Teilnehmer jemals ein Medium konsultiert hat oder in einer Selbsterfahrungsgruppe teilnahm. Sehr wichtig auch die Festlegung auf die jeweils persönliche Weltanschauung bis hin zur Positionsnahme über die „Echtheit“ des Santilli-Autopsie-Films und ob „Geheimlogen die Welt beherrschen“ sowie die Frage nach der Literaturkenntnis im grenzwissenschaftlichen bis übersinnlichen Bereich.
Genau wichtig war natürlich die Frage, welche Beiträge im Magazin 2000 für die Leser am interessantesten sind und welches Qualitätsprädikat sie hierfür abgeben, welche Themen sie in der Zeitschrift häufiger vertreten sehen wollten und von welchen „Persönlichkeiten“ mehr gebracht werden sollte. Zudem gab es auch noch eine Anfrage über eigene UFO-Sichtungen, Entführungserfahrungen oder dem Empfang von Botschaften aus der Sphäre des Übersinnlichen. Wir denken, dass sich anhand einer Analyse durchaus interessantes über die Leser des Magazin 2000 aussagen lässt, gerade auch wenn man den Umstand berücksichtigt, dass die Leserschaft aus gewichtigen Anteilen dem Dunstkreis der UFO-Nachrichten, der Esotera, des Neuen Zeitalters und/oder Huters Neuer Weltschau entstammen wird.

Diese Auswertung hätte einen soziologisch wertvollen, aktuellen Beitrag für eine Studie der ufologisch-esoterischen Population in Deutschland abwerfen können. Es kommt durchaus der Gedanke auf, dass das Ergebnis vielleicht so niederschmetternd und entlarvend gewesen wäre, dass die Verantwortlichen es lieber vorzogen, sich und ihre Leser nicht zu entblößen, damit der ideologische  „(militante) Gegner“ nicht noch weiter Wasser auf die Mühlen geschüttet bekommt und aus der ursprünglich fürs Magazin 2000 gedachten Resultatsauswertung ein Schuss ins Knie wird. Doch bereits im Juli 1987 stellte das M2000 das Ergebnis einer Leserumfrage vor:
Etwa 11 % der Gesamtleserschaft hatte daran teilgenommen. Hier zeigte sich, dass das Publikum damals im Kern aus überdurchschnittlich gebildeten Leuten mit überdurchschnittlichem Einkommen und Lebensstandard bestand, vielseitig interessiert ist, reiselustig und engagiert. Das Durchschnittsalter von 45 Jahren war unvermutet hoch ausgefallen. Zwei Drittel hatte Abitur, fast die Hälfte einen Hochschulabschluss; ein Drittel ist selbstständig/freiberuflich tätig. Jeder zweite Leser ist Single. Das M2000 wurde selbst wurde als „Orientierungshilfe“ angesehen, da dessen Thematiken für 56 % der Leser „lebensbestimmend“ sind! Mehr als die Hälfte der Leser besaß mehr als 50 Bücher zu den einschlägigen Themen; 37 % zeigten sich bereit Seminare mit mehr als DM 200,- Kosten zu besuchen; jeder Vierte besucht Kongresse. 78 % der Leser sind auf „dem Weg zu sich selbst, meist durch Yoga und Meditation“.

Wie uns in einem Brief vom 21. Dezember 1976 durch die Vizepräsidentenin der DUIST, Anny Veit, mitgeteilt wurde, waren von „Anfang an Herren und Damen der besten Gesellschaft Mitglieder und leidenschaftliche Mitkämpfer und Förderer… Hauptsächlich wurden Akademiker engere Freunde der UFOlogie; viele Techniker, darunter Ingenieure, Physiker, Professoren, Lehrer, Kaufleute usw. … Von solchen Persönlichkeiten der Elite der Menschheit können Sie sich kaum eine Vorstellung machen. Dazu gehören Wissenschaftler, Ingenieure, Professoren diverser Universitäten, Adelige bis zu Fürsten, in deren Haus wir gebeten wurden“. Dazu später mehr, und dies aus wissendem und berufenen Insider-Munde.
Wie immer in solchen Fällen ist es interessant zu sehen, dass die jeweiligen Kultführer doch mit allem Schwachsinn bei ihren Anhängern durchkommen, weil das Fandom einfach ihren Geschichten den „Willen-zu-Glauben“ entgegenbringt. Bei den Wundern der traditionellen Religionen ist es auch nicht anders. Adamski berichtete so davon, das es auf Teilen unseres Mondes „Pflanzen, Bäume und Tiere“ gibt, die da wunderbar gedeihen. Ja, sogar Menschen könnten dort „ganz angenehm leben“.
Bei seinen Weltraumreisen, da war die Fahrt zum Mond nur ein Katzensprung, sah er auf dem Mond Wasserläufe eingegraben, an dessen Ufern kleine, pelzige Tiere mit vier Beinen herumhuschten. Auf der der Erde abgewandten Mondseite beschrieb er schneebedeckte Berge mit bewaldeten Hängen sowie glasklaren Bergseen und Flüsse. Dort gab es auch eine Mega-City, in der die Aliens durch die Straße spazierten und in Luftfahrzeugen sich transportieren ließen. Hierbei war er Gast einer Live-Übertragung von der Venus, auf der es aussah wie bei uns im Schwarzwald: Saftige Wiesen und glückliche Kuehe darauf. Die Venusianer lümmelten in Badeanzügen am Sandstrand der Venus-Seen und vergnügten sich. Überhaupt: Die ETs haben den kosmischen Jungbrunnen gefunden, sind sie doch imstande Jahrhunderte alt zu werden und dabei immer knackig zu bleiben, auch wegen „ihrem ausgewogenen Lebensstils, ihrer gesunden Ernaehrungsweise und dem angenehmen Klima auf ihren Planeten und der Wolkendecke der Venus, die sie gegen die schädlichen Strahlen der Sonne abschirmte“ (so Janet und Colin Bord in X-Akte: Außerirdische, Moewig-Verlag 1997). Die Venusier würden deswegen auch etwa 1.000 Jahre alt.

Trotz dieses hahnebüchenden Unsinns und einer Reihe von selbst-geknipsten Fliegenden Untertassen-Aufnahmen der lachhaften Art, machte Adamski unter dem Jubel (und auf deren Kosten!) seiner weltweiten Jünger 1959 eine Weltreise, die natürlich hauptsächlich von seinen Anhängern in verschiedenen Ländern finanziert und organisiert wurde. Er besuchte mittels der tatkräftigen Unterstützung seiner naiv-gläubigen Fangemeinde (auf ihre Kosten) Neuseeland, Australien, England, Holland (wo er sogar eine Stunde mit Königin Juliana und Prinz Bernhard in Privat-Audienz verbrachte), Schweiz und Italien. Auf jeder Versammlung sprach er zu einer in Scharen herbeigeströmten und begeisterten Zuhörerschaft und gab der Presse und dem Fernsehen viele Interviews. Seine Anhänger gründeten später religiöse Gemeinden und verehrten ihn als Propheten des kosmischen Zeitalters, einer Wendezeit im Zeichen des Wassermann. Karl L. Veit griff in seinem Leitartikel „Eine Warnung für unsere Zeit…“ für die UFO-Nachrichten  Nr. 42, Februar 1960, das Thema auf: „In der Übergangsperiode vom Fische- zum Wassermannzeitalter werden große Veränderungen auf der Erdoberfläche erwartet. Prophezeiungen vielfältiger Art und aus verschiedenen Zeitabschnitten sprechen über Untergänge von Kontinentteilen, während andererseits das Auftauchen von Atlantis wieder erwartet wird.“ Hierbei verwies Veit insbesondere auf die neuzeitlichen Prophetien des Jakob Lorber und der Wiederkunft Christi „in der Jetztzeit“, der Endzeit der materialistischen Periode, die Endphase der Lügen- und Hass-Ära“ durch das unaufhaltsame Wirken der Lichtkräfte für den Kosmischen Freundschaftsbund in GÖTTLICHER ORDNUNG.

Für Adamski und Co nehmen die Fliegenden Untertassen-Insassen die gleiche Funktion ein, wie im christlichen Glauben die Schutzengel. Dies wird z.B. auch daraus klar, dass der medialbegabte Reutlinger Santiner-Kontaktler (die Santiner sind ebenfalls kosmische Schutzengel der Menschen; wie ein schützender Gürtel umgeben ihre Millionen Raumschiffe den blauen Planeten namens Erde, aber sie sind unsichtbar und gehören einer höheren Dimension an und ihr Kommandant heißt Ashtar Sheran) Hermann Ilg mir gegenüber am 7. Mai 1981 Adamski verteidigte und anriet mich mit der Lehre der Physiognomie zu beschäftigen. Dann könnte ich nämlich „unschwer feststellen, dass Gesichtsform und Gesichtsausdruck von George Adamski niemals den Merkmalen eines Schwindlers und unaufrichtigen Charakters entsprechen“! So etwas geht auf ‚Rassenlehre‘ zurück und ist abzulehnender Wahnwitz. Nachdem in den UFO-Nachrichten Nr. 268 mal wieder eine Jubelrede über den UFO-Schwindler Adamski abgedruckt worden war, schickte ich am 15. April 1981 einen „Offenen Brief“ an den Herausgeber Karl Veit, um mein Erschrecken über diesen Aufguss auszudrücken und einmal mehr zu beklagen, dass da fiktive Weltbilder propagiert würden, weil angeblich „die Untertassen das Heil in diese Welt bringen“. Ich bedauerte ebenso, dass der „Wille-zu-Glauben“ die DUIST-Oberen führe und sie eine pseudoreligiöse Orientierung besitzen, woraufhin sie beide Augen zukneifen und die Lügen nicht sehen wollen. Hier wurde unsere Kritik als „Diffamierungen“ eingestuft. Gleichsam aber fand eine Verteilung des Briefes in der Führungsmannschaft statt, woraufhin obiges von Ilg als Reaktion erfolgte.
Zudem hatte er es von „Befremden“ und „Bestürzung“, er nannte die Vorwürfe „absurd und den Regeln des ehrlichen Forschens widersprechend“, außerdem entspreche die Kritik nicht den „primitivsten Spielregeln im gesellschaftlichen Umgang“ und sei zudem voller unglaublicher „Verleumdungen und Beleidigungen“ ob des „persönlichen Mut, mit dem George Adamski unbestreitbare Verdienste erworben habe“. Alle Schwindel-Vorwürfe seien „unhaltbar“.

Ganz anders dagegen der wissenschaftliche Koordinator der DUIST (so UN-Impressum), Dipl.-Ing. Adolf Geigenthaler, der am 21. April 1981 eingestand, zwischen den Stühlen zu sitzen, weil er seit Jahren bereits verzweifelt versuchte die „Mitarbeiter der UFO-Nachrichten auf eine glaubwürdige, wahrheitsgetreue, realistische Betrachtungsweise des UFO-Themas hinzuweisen und Herrn und Frau Veit von ihrem erwiesenermaßen teilweise falschen Weg abzubringen. Alle meine Bemühungen in dieser Richtung waren leider vergebens; im Gegenteil, ich wurde deshalb immer mehr einfach ignoriert. Nunmehr haben die irrigen, unwahren, ja ganz einfach falschen Aussagen und Meinungen vieler so genannter UFOlogen und ‚UFO-Forscher‘ einen Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr schweigen werde. Bei den Veranstaltungen der UFO-Studiengruppe München habe ich bereits wiederholt ein ‚gewaltiges Donnerwetter‘ losgelassen und ein ‚Ohne mich‘ ausgesprochen. Als Leiter der UFO-Studiengruppe München habe ich derart viele psychopathisch gefährdete und psychisch entgleiste Personen, aber auch Menschen mit völlig mangelndem naturwissenschaftlichen Verständnis und trotzdem und gerade deshalb mit überentwickelter und ausgeprägter Überheblichkeit und überdimensionalem Geltungstrieb kennengelernt, dass ich mit großer Sicherheit psychische UFO-Phänomene von physikalischen Erlebnissen unterscheiden kann; und gerade deshalb werde ich in Zukunft mich nicht weiter von diesen Leuten für dumm verkaufen lassen. Scharlatane, Lügner und Betrüger, Lügenbarone und Märchentanten, Psychopathen und Schizophrene habe ich in meiner Umgebung schon weitgehend ausgeschaltet. Diese dürfen nicht länger das Wort führen und die Menschen weiter verdummen. Doch meine diesbezüglichen Ausführungen und Schreiben werden ebenso ignoriert, wie meine Analysen von ‚UFO‘-Bildern und falschen Aussagen mit denen ganz einfach falsche Vorstellungen aufgebaut werden. Ich hatte bereits am 19. Juni 1980 an Herrn Veit geschrieben, dass die Wahrheit eben ganz anders aussieht, wie dessen philosophischen Vorstellungen und Redensarten. Da nützen auch dramaturgische Effekte und schriftstellerische Freiheiten nichts, sie sind keine Garantie für Wahrheit.“ Herr Geigentahler verstand deswegen unsere Kritik, auch „wenn Sie damit die Familie Veit nicht überzeugen können. Ich verstehe es, wenn die Wahrheit sooo entstellt und ignoriert wird, da kann man schon zornig werden…“

Mit Brief vom 9. Januar 1984 erhielt Roland Gehardt von CENAP-Heilbronn den vertraulichen Brief eines bekannten omnipotenten jungen UFO-Schreibers, der dort mehr über Anny Veit bekannt machte, die ehemals Anita Wolf hieß und als eine „unangenehme Person“ gekennzeichnet wurde, die „hochgradig hysterisch“ ist und vornehmlich die „jungen Mitglieder ihrer Sekte mit Vorliebe an der Wange tätschelt“. Ihr nahestehende Personen nannten sie gar eine „Hex'“. Frau Veit sei auf einer Mission unterwegs und im engsten Freundeskreis machte sie keinen Hehl daraus, eine Reinkarnation der Jungfrau Maria zu sein, die ihre eigene Jungfräulichkeit bewahren müsse (und dies obwohl sie in den 60er Jahren bei einem ufologisch bekannten Dr. T. aus H. eine illegale Abtreibung vorgenommen haben soll). Bereits in den dreißiger und vierziger Jahren arbeitete sie als „Medium Gottes“ für einen Sektenführer aus der pseudochristlich-gnostisch-lorberischen Ecke und empfing noch zu DUIST-Zeiten „Botschaften des Himmels“. Charakterbild durch unsere Quelle, die uns dies alles unter dem Aufkleber „Confidential“ zukommen ließ, weil es nicht angesagt war in diesen Zeiten gegen die Fam. Veit zu wettern, wenn man in der UFOlogie Fuß fassen wollte:
„Egozentrisch, eitel, verschwenderisch, herrisch; ihr vertrottelter Mann steht voll unter ihrem Pantoffel. Selbst engere Freunde ihres Gatten meinen, sie würde der Sache übermäßig schaden. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich durch schleimige Spendenaufrufe an senile Mitglieder ihrer Sekte. Kurz: als Okkultkriminelle.“ Der selbe Schreiber hatte noch im Journal für UFO-Forschung der Lüdenscheider GEP Ende 1980 ein vorausgehendes Interview mit UFOlogie-Altvater Veit als „sehr gut“ genannt, um dem „unvoreingenommenen Leser objektive Information“ zu bieten, die dem „sachlichen Meinungsaustausch“ förderten. Als DUIST-Mitglied bedankte er sich herzlich für die Darstellungen von Veit im JUFOF wie „…Schwerpunkte der UFO-Forschung liegen sowohl in den wissenschaftlichen wie religiösen Bereichen… Im physikalisch-kosmischen Bereich der UFO-Forschung sind die KONTAKTE nicht nur das WICHTIGSTE und Interessanteste dieser umwälzenden Ereignisse, sondern uns überlegene Rassen zeigen konkret die Auswege aus unserer Sackgassenentwicklung… Kontaktpersonen als umstritten zu bezeichnen zeugt von Ablenkungsmanöver und Unwissenheit, weil von Supraphysik und Schwingungslehre oft keine Ahnung besteht… Die DUIST leistet eine Pionierarbeit für eine intelligente Jugend, die das Wesen des Umbruchs vom Fische- zum Wasermann-Zeitalter begreift und selbst darin aktiv sein will.“ Es war niemand anderes als Michael Hesemann gewesen, der später mit seinem Magazin 2000 im Kern das DUIST-Publikum bei sich binden konnte. In der Privatzeitschrift von Roland Horn, Pegap-Information Nr. 9. äußerte sich Hesemann mit einem Brief vom 22. Oktober 1980 zum kritischen Inhalt jener damals gerade aufgekommenen Publikation. Hier verurteilte er jegliche Kritik an der DUIST und nahm Position ein: „Ich persönlich erkläre mich voll mit der DUIST solidarisch und gehe mit ihren Aussagen konform.“

Ein anderer der bejubelten UFO-Kontaktler aus Amerika war Daniel Fry. Im CENAP REPORT Nr. 49 (März 1980) nahm sich Klaus Webner mit der Geschichte „Mr. Daniel Fry lügt!“ diesem amerikanischen Kontaktler in einem Recherchen und Analysen-Bericht an und entlarvte ihn. Zunächst zitierte er aus dem Ventla-Buch „Erlebnis von White Sands“, S.7: „Dies ist der wahrheitsgetreue Bericht über ein ungewöhnliches Ereignis. Einige werden ihm glauben – so, wie er geschrieben ist – und jene möchte ich für ihren Glauben aufrichtig danken. Andere werden jedoch lächeln und sagen: Es klingt zwar sehr interessant, aber glauben kann ich das trotzdem nicht. Nun – glaubt es oder glaubt es nicht.“ Dem setzte Webner entgegen: „Zu glauben brauchen wir nichts mehr, da die exakte UFO-Forschung wieder einmal einen Schwindel zur Strecke brachte! Doch lassen wir uns noch ein wenig auf einer sanften ufologischen Traumwolke dahintreiben, bevor diese zerschellt.“

Am 4. Juli 1950 verpasste Mr. Daniel Fry den letzten Bus, der ihn vom White Sands-Testgelände nach Las Cruces zu einer Feier bringen sollte. Er blieb alleine zurück und unternahm um 20:30 h einen Spaziergang. Auf einem einsamen Feldweg in der Dämmerung wandelnd, betrachtete er die Sterne.
Plötzlich wurde deren Licht durch etwas Unerklärliches verdeckt. Was mochte das wohl sein? Natürlich, es war eine Fliegende Untertasse, die etwa 20 Meter vor ihm aufsetzte. Er spazierte um das seltsame Ding und machte sich so seine Gedanken. Mr. Fry berührte das Metall des Raumvehikels und da ertönte auch schon eine Stimme: „Fass die Hülle lieber nicht an, Freund – sie ist noch heiß.“ Erschrocken wich er zurück und fiel in den Sand. Daraufhin lachte die Stimme und sprach: „Nimm’s nicht so schwer – du bist unter Freunden.“ Sogleich begann ein Fachgeplänkel über abstoßende Kräfte und deren Wirkung. Auf Seite 27 hört man von der Stimme nun endlich, wie sollte es auch anders sein, dass Mr. Daniel Fry auserwählt sei. Des weiteren erfährt der Normalleser, dass die Eindringlinge beabsichtigen, das Geschehen auf der Erde positiv zu stimulieren. Der kritische UFO-Forscher hat indess längst erkannt, um welchen Typus an Schriftum es sich hierbei handelt. „Möchtest du nicht einsteigen und vielleicht gar eine kurze Reise mitmachen?“, fragte die Stimme aus dem ferngesteuerten Lastenträger mit Passagierkabine. AHA – und jetzt erfahren wir, dass die Stimme aus dem Mutterschiff übertragen wurde, dass etwa 1450 Km über der Erde schwebte. Mr. Fry stieg ein. „Wohin möchtest du jetzt?“ erklang wieder die Stimme. Geflügelte Kurzfassung des Dialoges: „Einmal New York hin und zurück und zwar in 30 Minuten!“ – „Ok, kleine Fische für uns Ufonauten.“

Um diesen Phantastereien nicht noch mehr Raum zu bieten, sei noch kurz erwähnt, dass Mr. Fry mehrmals von seinen außerirdischen Freunden besucht wurde und natürlich auch Botschaften an die Menschheit entgegennahm, wie es sich für eine ordentliche SF-Story gehört. Nachdem in dem besagten Buch noch einige Bibelsprüche geklopft wurden, fühlte sich der DUIST-Leiter berufen, eine Erweiterung dieser Hirnrissigkeiten darzubieten, um die Welt der UFOnauten als Modell der Zufriedenheit und Harmonie vorzustellen (man halte fest: auf den Heimatwelten der vegetarischen Planetarierer herrschen paradiesische Zustände und es gibt dort keine sozialen Probleme mehr, sondern es ist dort alles aseptisch, automatisch, asexuell und wohlriechend), weil die UFO-Kontaktberichte  zwar keine große Bedeutung für die Gesellschaft insgesamt haben, sie dafür aber den Glauben der bereits überzeugten UFO-Jünger in den Zirkeln manifestieren und festigen helfen. In seinen angehängten Kapiteln erfahren wir nun erstmals etwas von einem „IFO-Film“, den Mr. Daniel Fry produzierte. An diesem Punkt wurde für Webner die Sache konkret und er beschaffte sich den kurzen 16-mm-Farbfilmstreifen, der gefilmte außerirdische Raumschiffe zeigen soll. Zur Filmanalyse mietete Webner einen 16-mm-Steenbeck-Schneidetisch mit 6 Tellern. Zunächst wackelt da ein weißes „Objekt“ im Wind hin und her und dreht sich um die Vertikalachse. Der Standort wird nicht verändert. Der erste Lacher für diese Szene zeichnete sich auf Webner’s Gesicht ab: „Plump wurde ein kleines Modell an einem Faden aufgehängt und in Pendelbewegung versetzt. Als Übergang ließ Mr. Fry noch einen slowmotion-Effekt einbauen im Verhältnis 1:7, d.h. jedes Einzelbild dieser Szene ließ er 7x kopieren, um die Flugbewegung eines mächtigen Flugkörpers vorzutäuschen, was ihm allerdings nicht gelang!“

Dann wurde die erste merkwürdige Filmschnittstelle ausgemacht, nach der wiederum sich ein kleines Modell im Wind wiegt und nicht seinen Standort ‚am Himmel‘ verändert. Gleich darauf taucht eine weitere Filmschnittstelle auf und damit auch die Frage, warum er seine Filme überhaupt zerschnitt, da sie doch authentisch sein sollen? Die folgende Sequenz ist stark überblichtet worden, „damit man keine Fäden sieht. Zur Erzeugung dieser Szenen klebte er zwei gut zu identifizierende japanische Papierlampenschirme aufeinander und hängte dieses somit erhaltene ‚Objekt‘ starr vor die Kamera. Ein lustiges Raumschiff, das muss man schon sagen, durch das man stellenweise sogar hindurchsehen (!) kann. Auch hier verändert das Modell nicht seinen Standort. Abermals gibt es eine nachträglich angebrachte Schnittstelle, die endgültig anzeigt, dass es sich bei dem ganzen Filmmachwerk schlichtweg um eine Szenenmontage handelt!
Nach einem weiteren Schnitt hängt abermals ein Modell an Fäden dich vor der Kamera und bewegt sich nur leicht durch den Wind.“ Mr. Daniel Fry wurde von einem amerikanischen Untersucher gebeten, nähere technische Angaben zu den Aufnahmen zu machen, woraufhin er nicht viel mehr schrieb, als dass er eine Kamera auf einem Stativ benutzt hat. Ein Superwissenschaftler, wie man sieht. Klaus Webner fasste so sein Ergebnis zusammen: „Hier liegt ohne den mindesten Zweifel ein ganz primitiver Schwindelfilm vor, dessen Naivität wirklich nur von total blinden Gläubigen nicht erkannt wird.“

Doch Mr. Fry hatte mehr zu bieten, der ufologische Daniel Düsentrieb will sogar „Fremdmaterial“ in Form einer kreisrunden Scheibe von einem Außerirdischen erhalten haben. Im Zuge eines deutschen Fernsehfilms wurde Prof. Wänke, Direktor der Abteilung Kosmochemie des Max Planck-Institutes in Mainz beauftragt, eine Analyse hiervon anzustellen! Man stelle sich dies nur einmal vor: Mitten in Deutschland wurde außerirdisches Material von einem hochangesehenen Physiker untersucht – und kaum jemand weiß darum Bescheid! Der DUIST-Leiter K. L. Veit veröffentlichte dazu folgende Zeilen:
„Auf Fragen bezüglich des Resultats an die einzelnen Mitarbeiter, die zwischen dem Analysezimmer und unserem Raum pendelten, sagte fast jeder etwas anderes aus, aber stets im positiven Sinne: Es sei auf alle Fälle wohl etwas seltsam mit dem Material. Es sei eine bezeichnend vielfältige und ungewöhnliche Zusammensetzung zahlreicher Elemente…“ Drei Seiten weiter findet man noch den Abdruck eines, nach den Dreharbeiten, an Prof. Wänke gerichteten Schreibens. Vergeblich sucht der kritische UFO-Forscher allerdings nach einem Analyseergebnis. Das erschien wieder Webner mysteriös und so fragte er kurzerhand Prof. Wänke, was es damals mit der Analyse auf sich hatte. Seine Antwort gab er schriftlich und ist unübersehbar und eindeutig: „Sehr geehrter Herr Webner, unsere Analysen ergaben keinerlei Hinweise auf einen außerirdischen Ursprung des uns von Herrn Dr. Fry vorgelegten Materials. Insbesondere waren auch keine Radioisotope wie sie durch die Einwirkung der kosmischen Strahlen im Weltraum in allen Materialien entstehen sollten, vorhanden. Das vorgelegte Material bestand aus einer kreisförmigen Scheibe mit einem ebenfalls kreisförmigen Loch in der Mitte, sowohl die Außenabmessungen als auch die inneren Abmessungen entsprachen dem amerikanischen Maßsystem. Über die Glaubwürdigkeit von Herrn Dr. Fry sollten Sie ihre eigenen Schlüsse ziehen.“

Eine derartige Antwort dürfte auch der DUIST zugegangen sein. Webner: „Warum wurde dieses Analyseergebnis niemals publiziert? Man lebt dort tatsächlich in der kindlichen Einfalt, dass niemand diese Volksverdummung bemerkt. Aber Lügen haben kurze Beine und werden immer von der Wahrheit eingeholt, es sei denn, man kettet die Wahrheit an!“

Man glaubt es kaum, welche Botschaften der Außerirdischen hierzulande kursieren, Dieter von Reeken beschrieb seine Erfahrungen: „Die Interplanetarische Landung erfolgt am 3. Mai 1972. Code-Text: ‚Holen Sie sich doch auch Kodein-Pillen aus der Apotheke, sonst müssen Sie ja die ganze Nacht husten, ich tue es auch manchmal‘. Sprach Heilige Radha im Beisein vieler Zeugen zu mir in Stuttart, Hölderlinplatz, beim Verlassen der Linie 4 Tram. Sie ist rot und wunderschön, bewegt sich wie ein Mensch ohne Skelett. Es ist die Antwort auf ein SOS von großen Leuten hier für die einfache Bevölkerung, da sie im Ernstfall nicht so schnell verstehen können, um was es sich handelt, wenn eine Invasion erfolgt.“ Diese Mitteilung schickte eine gewisse Frau G.B., versehen mit den Bemerkungen „geheim“ und „dies gilt als Ausweis, nur für seriöse UFOlogen“.
Offensichtlich ist die Frau geistesgestört. Eine Invasion hat es am 3. Mai 1972 nicht gegeben. Ein weiterer bedauernswerter Mensch machte 1968 von sich reden: Herr F.P. aus Berlin behauptete, er besitze ein Raumschiff und sei damit schon mehrmals auf dem Mond und auf anderen Himmelskörpern gewesen. Die DUIST in Wiesbaden lud den „Ingenieur“ zu einem Vortrag ein, wo Herr P. seine „Raumfahrzeuge“ beschrieb und Zeichnungen zeigte. Es ist bezeichnend für die Praktiken der DUIST-Leitung, dass P. anfangs groß als Raumfahrt-Pionier und genialer Erfinder herausgestellt, die Angelegenheit nach einer Blamage aber nicht in den UFO-Nachrichten aufgeklärt wurde.
Doch kehren wir zurück zu Herrn P.: Um dessen Behauptungen auf den Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, schrieb von Reeken ihm einen Brief und bat darum, einmal bei einem Raumflug mitgenommen zu werden. Herr P., der übrigens allen bedeutenden Stellen vom Papst bis zur US-Regierung von seinen „Erlebnissen“ berichtet hatte, antwortete so: „Außerirdische UFOs sind mir (meine Leute und ich) schon begegnet. Wir wurden einmal (unsere Annahme) angegriffen. Aber die eigentlichen UFOs fliegen derart flott, dass ohne Erreichung der Lichtgeschwindigkeit, die für 1969 vorgesehen ist, an eine Verfolgung nicht zu denken ist. Denn, einen will ich in mein Magnetfeld herein und auf die Erde herabbringen, nicht um die Besatzung zu töten, sondern um den Erdenwandlern zu sagen, dass sie nicht allein den Geist gepachtet haben.“ Wegener einer Mitnahme in seinem Raumschiff beruhigte Herr P.: „Ich komme auf Sie zu, wenn der Reisetermin heran ist. Und dann werde ich Sie aufsuchen nach vorheriger Anmeldung. Ich melde mich so rechtzeitig, dass Ihr Tagesablauf nicht brüsk gestört werden wird.“
Natürlich kam der Raumflug wie immer bei solchen Fällen nie zustande und „Erfinder“ P. meldete sich auch nie mehr. Nachforschungen der „Hermann-Oberth-Gesellschaft“ in Berlin ergaben, dass Herr P. bei seiner Flucht aus Ostdeutschland gegen Ende des Krieges einen Schaden davongetragen hat.
Eine weitere Bekanntschaft die von Reeken machte, war die von Elisabeth Weindt auf einem DUIST-Kongress, welche hier als deutsche ‚Kontaktlerin‘ aus Goslar auftrat: „Frau W. machte auf mich nicht den Eindruck, als wollte sie eine erfundene Geschichte zum Besten geben. Anscheinend hat sie Ereignisse des Alltags und Erinnerungen aus Geträumten so verquickt, dass sie Traum und Wirklichkeit nicht mehr auseinanderhalten kann. Wer nämlich den Rammelsberg in Goslar kennt, kann sich kaum vorstellen, dass dort ein Raumschiff mehrfach landet und, außer von Frau W., von niemanden gesehen wird.“ Auch wir hier in Mannheim lernten im Zuge der Jahre sehr viele UFOlogen kennen, über deren Geschichten man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen oder mittels derer Storys und Behauptungen man jede eingeschlafene Party wieder auf Touren bringen kann, wenn man diese Darstellungen rezitiert – garantiert. Vom UFO-Stützpunkt im Odenwald bei Heidelberg-Emmertsgrund bis zu unsichtbaren, außerirdischen Hunden auf DUIST-Konferenzen über Raumfahrer-Manifestationen (wenn auch mit alten 2. Weltkriegs-Pilotenmonturen, genauso wie bei dem im Krieg gefallenen Mann) im Schlafzimmer alter Damen ist da alles geboten. Reeken hatte so den „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ im November 1967 zu Mainz besucht, ausgerufen von Fam. Veit im Namen der DUIST. Sein Kommentar: „Die meisten der Beiträge verloren sich in okkultistischen und metaphysischen Höhen und Tiefen, so dass ich manchmal den Eindruck hatte, im Tempel einer Religionsgemeinschaft zu sitzen… Bezeichnend ist, dass ein kritischer Redner seinen Beitrag nicht zu Ende führen durfte, weil er der DUIST-Ideologie entgegen trat: Dr. Kurt Kauffmann aus der Schweiz wurde mehrfach unterbrochen.“ Kein Wunder also, wenn in dem dazugehörenden, später erschienenen, Kongressbericht es lapidar nur hieß, Herr Dr. Kauffmann sei „der einzige Referent gewesen, der allgemeine Ablehnung hervorrief“.
Man sollte sich die Gedanken von Jung in Erinnerung rufen, wenn man es mit derartigen „Berufsufologen“ zu tun hat, „also mit Leuten, bei denen sich alle Ereignisse und Wünsche, alle Sorgen und Hoffnungen um die Sternenbrüder drehen; es ist bedrückend, eine große Zahl von meist alten Menschen in dieser Situation und teilweise in den Händen von Scharlatanen zu wissen“, klagte von Reeken. Kaum bekannt ist, dass auch Professor Dr. Hans Bender (zu seinen Assistenten gehörte einmal auch Elmar Gruber), als Leiter des Instituts für Parapsychologie und Psychohygiene in Freiburg, sich mit den Untertassen beschäftigt hatte. In seinem Artikel „Zur Psychologie der UFO-Phänomene“ in der Zeitschrift Atomzeitalter, Nr. 11/1960, schrieb er so: „Neben den angeblichen direkten Kontakten mit Planetariern gibt es neuerdings in wachsendem Masse indirekte Kontakte, die durch spiritistische Medien hergestellt werden. Mittels sogenannter ‚okkulter Praktiken‘ wie Tischrücken, Geisterschreiben, Buchstabieren mit dem wandernden Glas oder Pendeln über dem Alphabet wird in zahlreichen Zirkeln ein regelmäßiger Verkehr mit einer angeblichen Geisterwelt gepflegt. Man steht mit lieben Verstorbenen in Verbindung, erhält auch Kontakt mit großen, im jenseits lebenden Persönlichkeiten, die als ‚UFOnen‘ bezeichnet werden. Der Glaube, mittels ‚okkulter Praktiken‘ mit Wesen einer jenseitigen Welt in Beziehung zu kommen, ist so alt wie die Menschheit. Er hat seine psychologischen Wurzeln darin, dass unwillkürliches, sogenanntes automatisches Schreiben, Pendeln, Tischrücken usw. als ‚Steigrohre des Unbewussten‘ eine Denkfähigkeit zutage fördern, die sich außerhalb der Lenkung des wachbewussten Ich vollzieht. Diese unterbewussten Produktionen werden als Äußerungen fremder Intelligenzen missverstanden, und das um so mehr, als sie häufig einer Neigung des Unterbewussten zur Bildung von Personifikationen folgen und spontan – also ohne dass eine entsprechende Glaubenseinstellung besteht – als Geistermitteilungen auftreten… Die effektive Erschütterung, die durch den vermeintlichen Umgang mit höheren Wesen – seien dies nun angebliche Verstorbene oder UFOnen – schon ohnehin entsteht, wird durch das gelegentliche Auftreten paranormaler Informationen so verstärkt, dass ein bedingungsloser Glaube an die Realität der jenseitigen Intelligenzen die Folge ist.“

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/4willen.htm

Der Marseffekt wirkt sich aus… Teil 4


Die „Planetarier“ wissen alles: Der Mann hinter dem Mond – Das Geheimnis der Fliegenden Untertassen verkündeten am 22. März 1958 die Journalisten der Frankfurter Rundschau:

Besuchen Planetenmenschen unsere Erde? So fragt die Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft (UFO: Unbekannte fliegende Objekte) auf ihren Einladungen zu Vortragsabenden, wie sie in diesen Tagen im Volksbildungsheim stattfanden. Die Dame in der weißen Bluse und dem feschen Halstuch ist wie alle Mitglieder der Studiengemeinschaft überzeugt davon. Darum trägt sie auch das Abzeichen mit der Fliegenden Untertasse, Symbol einer Kosmos-Sekte, der in den letzten Jahren höchst wunderliche Erlebnisse zuteil werden. Der gewöhnliche Sterbliche kommt da nicht mit. „Woher auch“, fragt UFO-Mensch Karl Veit, Verleger und Kunstmaler, „sollen Journalisten ihre Informationen beziehen?“ Die Planetarier, wie unsere Nachbarn im Raum genannt werden, haben sich Journalisten bisher nicht mitgeteilt, und um die irdischen Piloten, die dem Phänomen begegnen, wurden Schweigemauern errichtet. So kann unsereiner allenfalls auf die UFO-Nachrichten zurückgreifen, die unter einem stattlichen Stapel von Raumliteratur im Vortragssaal zu finden sind. „Die Erde steht weiter unter Beobachtung“, wird da verkündet, und der Amerikaner George Adamski, dem wiederholt das Vergnügen kleiner Mondreisen von den Planetariern beschert wird, berichtet von den Ratschlägen eines Weisen der Venus, die ihm übermittelt worden sind. Auch sei nun Engelshaar zum erstenmal über Japan gefallen, „eine organische Substanz mit dem Aussehen glänzender Glasfasern, wie sie allgemein zum Schmuecken von Weihnachtsbäumen verwandt werden.“ Dem darüber unruhig werdenden Laien wird die Kette des UFO-Indizienbeweises um seine Zweifel gelegt. Der Vortragende holt weit aus. Über die Bekundungen römischer Geschichtsschreiber und mittelalterlicher Darstellungen von Himmelserscheinungen kommt er zum Schluss: Schon immer haben uns die Raummenschen beobachtet, sie kannten unsere prähistorischen Epochen und standen sogar mit der versunkenen atlantischen Kultur in Verbindung. Die Wissenschaft aber irrt sich, grollt Karl Veit, wenn sie Leben auf unseren Nachbarplaneten bezweifelt, sie bekam falsche Erkenntnisse durch unzulängliche Instrumente. In Wirklichkeit gibt es längst den Interplanetarischen Rat, in dem nur noch die Vertreter der unzulänglichen Erdenmenschen fehlen.

Dass in der letzten Zeit so viele Weltraumschiffe über der Erde kreisen, hat seinen besonderen Grund. Der Mensch ist dabei, durch die von ihm neu entdeckten Energien seinen Planeten zu zerstören. Davor wollen die Planetarier, die immer in guter Absicht kommen, warnen. Auch im eigenen Interesse; denn eine aus der Bahn geworfene Erde kann die anderen Planeten gefährden. Die Planetarier wissen das alles. Sie besitzen die unwahrscheinlichsten Apparaturen, mit denen sie sogar unsere Gedankenschwingungen messen können. Die geheimen Pläne unserer Politiker sind ihnen nicht fremd. Warum dann, um Gotteswillen, greifen sie nicht ein? will man wissen. Diese vornehmen Wesen wollen, so erfährt man, dass wir uns allein zu besserer und höherer Einsicht entwickeln. Erst im äußersten Notfall wird die Rettung aus dem All kommen. Inzwischen begnügen sich die Untertassenreisenden damit, ihre Zeichen am irdischen Himmel zu hinterlassen, die man auf vielen Diapositiven vorgeführt bekam. Das heißt, sie haben sich schon einen kleinen Stamm von Auguren gebildet, wie die Herren Adamski, Fry und Cihlar. Solchen Herrschaften (auch Damen sind darunter) widerfuhr es, dass ein Raumschiff zu ihren Füßen landete und sie einlud zur kosmischen Reise. Adamski, der ein Buch schrieb, „Das Erlebnis vom weißen Sand“ [kam von Fry], wurde gar zum Mond mitgenommen und sah als erster Mensch die Rückseite des Trabanten. Der Mond sei längst von den Planetariern besetzt, und sie hätten dort ihre Stützpunkte. Ein Herr aus Wien ging eines Tages auf dem Hochwechsel spazieren, als ein Marsmensch zur Gipfelkonferenz erschien. „Wir sollten stets aufgeschlossen zu den Planetariern sein und sie nicht als Feinde empfangen“, meinte er nach dieser Begegnung. Wie die Verständigung mit den Freunden aus dem Raum klappt? Ganz einfach und ganz ausgezeichnet. Sie sind so gebildet, dass sie sich mit jedem in seiner Landessprache unterhalten.
„So wie ältere Menschen sich in der Kindersprache anpassen, wenn sie mit Kindern reden“, meint der Vortragende. Und wieder gibt er der Wissenschaft einen Seitenhieb. „Vögel, Meteore, Wolkenbildungen, hochgewirbelte Papierfetzen, Halluzinationen, das alles soll herhalten, um die UFOs zu leugnen.“ In der Pause beschwört mich eine Dame: „Glauben Sie mir, sie haben keine Krankheiten und keinen Krieg, sie werden sehr alt und sehen immer jung aus.“ Da gehe ich hinaus in die Nacht und sehe in den gestirnten Winterhimmel. Der Orion funkelt. Ich denke an den Spruch in den UFO-Nachrichten, den man auslegen kann, wie man will: „Das sind die Weisen, die vom Irrtum zur Wahrheit reisen: Das sind die Narren, die im Irrtum beharren.“

Die „Olympiade der Herzen“ fand beim „8. Kongress der Ideale“ im schwarzwäldischen Freudenstadt vom 8. bis 16. April 1958 unter der Leitung von Prof. Dr. h.c. Helm und Herrn Rall als Herausgeber des „Vegetar.Universums“ statt. Dies war ein Stelldichein der Vertreter aller Richtungen der „Lebensreformbewegung“. Auch der Redner Veit freute sich auf dem für ihn hochaktuellen Kongress seinen Lichtbildervortrag „Besuchen Planetenmenschen unsere Erde?“ halten zu können. Er fand etwa 500 Zuhörer, die ob ihres Interesses für die „gesundheitlichen Vorzüge vegetarischer Lebensweise“ und ihrer „sittlichen Haltung“ bestens geeignet waren, um ein „Verständnis der interplanetarischen Probleme“ zu entwickeln, da „die vegetarische Ernährung als Lebensweise der Zukunft (!)“ diene und damit „in direktem Einklang mit der auf dieser höheren Ebene liegenden Ernaehrungs- sowie ethischen Verhaltungsweise der uns überlegenen Planetarier“ stehe. „UFOlogie und Vegetarismus schwingen in eine freudigere und glücklichere Menschlichkeit hinein und hinauf“, hieß es sodann in der UN Nr. 21 vom Mai 1958, S.2. Von den vegetarischen Planetarier-Schwingungen war auch ein Reporter des Südwestfunks Baden-Baden derart angetan, das er sofort Herrn Veit interviewte.

Am 18. und 19. April 1958 gab es Lichtbildervorträge im Gewerbehaus von Salzburg (Österreich), veranstaltet von „Freund Rennhofer, Herausgeber des Geistigen Reich und Hausvater des Heims Das einfache Leben“.

Via Plakate wurde die Veranstaltung ebenfalls für den 26. und 27. April 1958 in Graz (Österreich) angekündigt.

Ein plakatierter Doppel-Vortrag fand am 4. und 5. Mai 1958 in Erlangen und dort im Logensaal statt.

Am 9. und 10. Mai 1958 ging es in der Mozartschule von Würzburg ran an die ufologischen Wunschwelten mittels Veit’s Diavortrag.

Auch bei den Ortsgruppen-Gründungen der DUIST gab es Neu-Einsteiger, nun gabs Zirkel in Gutmadingen (Ing. H. Lemmerzahl), Kassel (Heilpraktiker Georg zur Linde), Würzburg (Josef Pfeuffer).

Im Sekretariat der Fliegenden Untertassen: Mysteriöse Erscheinungen realistisch betrachtet – Was wir im UFO-Archiv von Lou Zinsstag, Basel, sahen und hörten hieß am 25. Juni 1958 eine große Story in der Die Tat. „Alle Menschen neigen zu mysteriösen Vorstellungen… aber schon die Bibel sagt, dass man glauben soll, auch ohne zu sehen“, damit eröffnet der verantwortliche Reporter seine Ausführungen, hiermit beschrieb er vorzüglich das Kernelement der UFOlogie. „Zwar war es in der letzten Zeit ruhig um die sog. Fliegenden Untertassen, UFO genannt, abgeleitet von Unbekannten Flugobjekten. Sie beherrschen nicht mehr die Schlagzeilen, aber sie sind noch vorhanden. Die große Öffentlichkeit, der immer wieder neue Sensationen dargeboten werden, ist lediglich weniger aufmerksam als noch vor wenigen Jahren. Neue Probleme, neue Sorgend und neue Geschehnisse fesseln die Menschheit, wobei sie eine Sensation von gestern vorübergehend vergessen. Es ist daher auch nur wenig bekannt, dass in allen Ländern und Kontinenten der Luftraum nach Fliegenden Untertassen sorgfältig überwacht [sic] wird. Insgesamt haben sich etwa 1.500 UFO-Gruppen auf dem Erdball zusammengefunden, die ernsthaft [sic] an der Lösung aller noch schwebenden Fragen arbeiten. Jede Beobachtung wird registriert und weitergeleitet. Aus einer Angelegenheit, die einmal im Verdacht der Utopie stand, hat sich eine Wissenschaft entwickelt“, las der staunende Leser der Zeitung und bekam damit das Gefühl vermittelt, dass die Untertassen tatsächlich eine ernsthafte Angelegenheit sind – wenn sich ob ihrer schon eine „Wissenschaft“ ausbildete.

Ein Team hatte eine Schweizerin besucht, die „sich in den Dienst der UFO-Dokumente gestellt hat. In ihrer geradezu malerisch gelegenen Wohnung über den Dächern der Basler Altstadt lernten wir Frau Lou Zinsstag kennen, die offiziell ein UFO-Sekretariat und UFO-Archiv verwaltet. Ihr Archiv ist überaus vielseitig und gilt als das reichhaltigste und aufschlussreichste seiner Art in Europa… Lou Zinsstag denkt durchaus realistisch und würde sich keiner Schwarmgeisterei hingeben – hauptberuflich ist sie bei einer Versicherungsgesellschaft tätig. Die nicht unerhebliche Arbeit, die mit ihrem UFO-Sekretariat zusammenhängt, macht sie in ihrer Freizeit und selbstverständlich ehrenamtlich. Man könnte ihre Tätigkeit als eine Art Hobby bezeichnen, dem man die Achtung nicht versagen kann“. Mehr oder weniger zufällig hatte sie über die UFOs gehört und gelesen. Sie war von den unglaublich erscheinenden und doch wieder verbürgten Flugkörpern aus anderen Welten fasziniert. In ihrem mit Timothy Good verfassten Buch George Adamski: The Untold Story gab sie aber zu 1954 Keyhoe’s Flying Saucers from Outer Space als erstes gelesen zu haben: „Ich vergesse niemals die wunderbare August-Nacht als ich am Fenster stand zum ungewöhnlich klaren Sternhimmel aufschaute und in Gedanken bei Donald Keyhoe’s Buch war, welches mein Leben veränderte. Es hatte es auf einmal durchgelesen und versuchte nun den Kopf kühl zu halten und die Füße auf dem Boden – aber es gelang mir nicht.“ Sie wandte sich an die inzwischen berühmt gewordenen Verfasser Leslie und Adamski, gleichsam sammelte sie alles, was ihr hierzu in die Hände gelangte. Dann entwickelte sich ein reger Schriftwechsel und Gedankenaustausch mit anderen Menschen und als Adamski seine ihn aus aller Welt erreichende Post nicht mehr allein bewältigen konnte, richtete er in ungefähr 20 Ländern Vertretungen ein, für die Schweiz übernahm Frau Zinsstag 1957 ein solches Sekretariat für das im kosmischen Auftrag einzuleitende „Get Acquainted Program“ (GAP), jene Operation unter der die Botschaft der Außerirdischen bekannt gemacht werden soll (und was bis heute läuft). Überzeugt versah sie ihren Dienst und sie hatte aus den umfangreichen Unterlagen, „deren Echtheit nach jeder Richtung von unparteiischer Seite überprüft wurde“ [sic!], die Überzeugung gewonnen, dass die Fliegenden Untertassen nicht nur von Adamski eine greifbare Wirklichkeit sind. Erst im September 1964 brach sie mit Adamski, weil es ihr zuviel wurde und in ihr Skepsis erwachte: „Ich glaubte niemals an die Person George Adamski, aber ich glaubte dem was er sagte. Aber viele seiner Anhänger glauben an ihn wie an einen Gott, dies ist etwas was ich nicht tun kann.“

Es war vor allen Dingen der „Privatgelehrte“ Leslie, ein Großneffe Churchills, der zunächst Zinsstag beeindruckte, da dieser beim Studium alter indischer Schriften bereits Berichte über merkwürdige Flugkörper gefunden hatte, die nichts mehr Meteoren, Meteoriten und sonstigen Erscheinungen zu tun haben konnten. Bald fielen ihm die Übereinstimmungen mit den zeitgenössischen Berichten über Fliegende Untertassen auf und zog seine Folgerungen, wonach seit Jahrtausenden diese Untertassen um uns herum sind. Von da ist es kein weiter Sprung zu den Fliegenden Untertassen- oder UFO-Spezialisten heutiger Zeit, hin zu ihren zahlreichen photographischen Aufnahmen von Fliegenden Untertassen, die auch Frau Zinsstag sammelte. Das beste Material kam damals von dem „UFO-Fachmann George Adamski, einem Liebhaber-Astronom“ und leidenschaftlicher Verfechter der Untertassen-Theorie, der selbst Untertassen sah und ablichtete: „Die Photos wurden von Fachleuten als echt bezeichnet, eine Trickaufnahme oder Photomontage gilt als ausgeschlossen.“ (Dies der Begleittext unter dem abgebildeten Konterfei von George Adamski, natürlich wurde auch das Scoutship abgedruckt.) Schnell erählt man hier die Geschichte von George bis zum damals aktuellen Zeitpunkt, da sei ne Story „vor allem in den Vereinigten Staaten beträchtliches Aufsehen erregte“. George scheute „keinerlei Nachprüfungen. Er sandte das Negativ an das amerikanische Kriegsministerium und fragte an, ob er vielleicht unwissentlich ein geheimes Projekt photographiert habe. Er erhielt keine Antwort. mehr als 20 verschiedene andere Fachstellen untersuchten die Aufnahme, um festzustellen, inwiefern es sich um eine Fälschung handeln könne. Auch der Trickphotograph der berühmten Filmgesellschaft Metro-Goldwyn-Mayer befasste sich mit der Aufnahme und meinte abschließend, man sollte Adamski, falls es sich tatsächlich um eine Fälschung handle, an seine Stelle setzen. Ein solches Meisterwerk könne durch keine Trickaufnahme geschaffen sein. Er selbst hielt die Aufnahme für echt und unverfälscht“ – Herz, was willst Du mehr an selbsterzeugter Legendenbildung? Dr. J. Allen Hynek spielte als UFO-Forscher und astronomischer Berater des UFO-Projektes auf Wright-Patterson AFB beim ATIC zunächst keine Geige, auch wenn er Adamski inzwischen kennen gelernt hatte und ihn (so Omni vom Februar 1985) „einen der größten Schwindler aller Zeiten“ nannte, der selbst noch seinem Ableben Tausende Gläubige in aller Welt an sich band. Einmal sprach Hynek mit Adamski und stellte ihm technische Fragen nach der Brennweite dessen Teleskop und er wollte von ihm gerne mal die Kamera gezeigt bekommen, durch die er seine berühmten Bilder machte, welche Hynek schlichtweg (als Astronom) für unmöglich hielt. Natürlich redete Adamski dummes Zeug und wollte so wenig wie möglich zur technischen Seite preisgeben. Hynek: „Seine Argumente waren völlig ohne Logik und sein Verständnis für Astronomie und Physik bei Null, wenn dies ihm seine außerirdischen Brüder vermittelt haben sollen, dann…“

Und weitere „dokumentarische Aufnahmen“ finden sich im Zinsstag-Archiv, darunter die UFO-Dokumentarfotos, „die besten UFO-Bilder der Welt“, des italienischen Ingenieur Monguzzi. Im Sommer 1950 befand er sich mit seiner Frau auf einer Tour im Bernuna-Massiv. Plötzlich, so berichtete er, sah er auf einem Gletscher ein kreisrundes, flaches Gebilde und in unmittelbarer Nähe davon gestalten. Monguzzi, der sich vorher nie für UFOs interessiert hatte, riss die umgehängte Kamera hoch und schoss seine Aufnahme. Auf dreien der Bilder erkennt man einen Mann mit einer Antenne auf dem Kopf, er umschreitet offenbar die Flugmaschine. „Auch hierbei kann es sich nachweislich weder um eine Fälschung noch um Montagen handeln“, schrieb das Blatt und druckte gleich Eingangs ein Bild der Serie zur Einstimmung ab. (Bitter für die Zeitung und ihrer Reputation in Sachen Recherchen ist nur der Umstand, dass der Fotograf Monguzzi inzwischen schon seit ein paar Jahren den Schwindel seiner Fotoreihe eingestanden hatte! Bereits hier zeigte sich, dass das blinde Vertrauen auf Aussagen von UFO-Experten nurmehr in die Irre führen kann.) Frau Zinsstag erklärte darüber hinaus, dass die UFOs magnetische Strömungen über dem Erdball bevorzugen, die für sie „eine Art Autobahn sind, eine derartige Strömung gibt es über Mitteleuropa nicht, dagegen liegt eine deutlich über der italienischen Halbinsel, und zwar in der Längsrichtung. Über der Schweiz biegt sie ab nach Frankreich und England. Tatsächlich sind es auch Italien, Frankreich und England, die die meisten kontinentalen Sichtungen von UFOs zu verzeichnen haben. In der Nähe des Mount Palomar dagegen, dort, wo auch Adamski wohnt, gibt es eine Kreuzung der magnetischen Strömungen, sodass es erklärlich ist, warum ausgerechnet dort so viele UFOs auftauchen“ und wir Mitteleuropäer nur an den Berichten darüber erfreuen dürfen, aber selbst die Untertassen nicht am Himmel dahingleiten sehen könnten. Und was setzten die Reporter dagegen? A.) „Man sollte an die Unermesslichkeit des Weltalls denken.“ B.) Shakespeare mit: „Es gibt mehr Ding‘ im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumen lässt.“ C.) Landesbischof Hans Lilje, der im Evangelischen Sonntagsblatt von der Möglichkeit schrieb, „dass eines Tages von anderen Planeten her Menschen von höherer Intelligenz uns Erdenmenschen gegenübertreten könnten“. Amen, und Gute Nacht, investigativer Journalismus.

Am 13. September 1958 gab es im Südwestfunk II ein Rundgespräch zwischen Sendeleiter Hans Röll, Dr. George Hunt Williamson und Karl L. Veit in der Sendung „Was halten Sie davon?“ Der damals 32jährige, mittelgroße und mit sympathischem Wesen vorgestellte Williamson war gerade auf Vortragstournee in Europa und hatte auch in Wiesbaden bei Fam. Veit Halt gemacht, um das neueste über sich und seinem Freund George Adamski zu berichten. Hierbei wurde freilich die „Seriosität“ der DUIST, der DUIST-Führung und ihrer Mitglieder, aber auch insbesondere des Kontaktlertums hervorgehoben. Als Folge davon gab es eine konzertierte Aktion, in welcher in den UN Nr. 26, Oktober 1958, die Leser aufgerufen wurden „Dankschreiben an den Rundfunk nebst Aufforderung zu öfteren UFO-Sendungen“ zu richten.

Das Phänomen der „Fliegenden Untertassen“ griff sich am 17. Oktober 1958 Die Tat: „Wahrheit und Dichtung über die Fliegenden Untertassen/Lichtbildervortrag von Dr. med. Walter Bühler, Rio de Janeiro.“ – Mit dieser Ankündigung hatte am vergangenen Samstag der Zürcher Studienzirkel für Interplanetarische Flugobjekte (IFO) Mitglieder und Interessenten in das Volkshaus am Helvetiaplatz zu einem öffentlichen Vortragsabend mit anschließender Diskussion eingeladen. Die Organisatoren hatten wohl kaum mit einer so großen Beteiligung gerechnet, denn schon kurz nach 19 h war der Saal voll besetzt, und so mussten sich die später Anrückenden auf dem Podium und im Mittelgang etablieren oder Stehplätze einnehmen. Dieser große Zustrom breiter Volksmassen neben vereinzelten Intellektuellen, Wissenschaftlern und Militärs ist wohl in mehrfacher Hinsicht symptomatisch, wie das im Verlaufe des interessanten und weit ausgreifenden Vortrages, vor allem in der nachfolgenden Diskussion immer deutlicher fühlbar, in einzelnen bekenntnishaften Voten sogar auch deutlich hörbar wurde. Gewiss wird ein Thema von solcher Aktualität immer eine Schar Neugieriger anlocken, um ihren bloßen Sensationshunger zu befriedigen. Oder ist es die im heutigen nüchternen Alltag verdrängte romantisch-jugendliche Abenteuerlust, die hier mächtigen Auftrieb und reichlich Nahrung findet? Daneben scheint aber auch eine zahlreiche Gruppe vertreten zu sein, die wohl weniger nüchterne Belehrung und sachliche Aufklärung über diese rätselhaften Weltraumschiffe sucht, sondern nach Offenbarung dürstet. Und siehe da! Auch diese sollten trotz der erfolgten Ankündigung, dass den Hörern nur streng geprüfte und beglaubigte photographische Beweise und objektive Tatsachenberichte vorgelegt würden, nicht zu kurz kommen. Diesen Suchenden kam der Präsident der IFO, Paul Häusle, in seiner Begrüßungsansprache weit entgegen, als er versicherte, die bisher gelandeten Weltraummenschen hätten für unsere arme und gequälte Menschheit eine hohe Friedensmission zu erfüllen und wir stünden deshalb in einer noch nie dagewesenen geschichtlichen Zeitenwende.

Dem Wunschdenken dieser Gruppe, und sie muss ernst genommen werden, entspricht wohl die erschütternde psychologische Erkenntnis, dass dem heutigen materialistischen, vernunftgläubigen und von einer hochentwickelten Technik beherrschten, aber seelisch verarmten Zivilisationsmenschen der Zugang zu Fausts Müttern, nämlich zu jenem Urgrund des Seins, wo im dunklen Spiegel die Schicksalsbilder schlummern und heilende Kräfte wirken, verschüttet ist. Daraus resultiert seine Lebensangst, die sich im entnervenden west-östlichen Spannungsfeld erstarrter ideologischer Fronten und ständiger Kriegsdrohung noch steigert. In dieser Zerrissenheit und Bedrängnis blickt er hoffend und gläubig-vertrauend zu jenen Sternen auf, von wo ihm Botschaft und Hilfe verheißen wird. So war denn dem Hauptreferenten, Dr. med. Bühler, die nicht leichte Aufgabe überbunden, vielerlei Ansprüchen und Erwartungen in einer hochgespannten Atmosphäre gerecht zu werden. Er entledigte sich seiner delikaten Aufgabe trotz gewisser sprachlicher Ausdrucksschwierigkeiten mit betont sachlichem Ernst. Dr. Bühler ist Chefchirurg an einer Klinik in Rio, und die „UFOlogie“ ist sein Hobby. Vor einigen Monaten beteiligte er sich in Rio an der Gründung einer Forschungsgruppe, bereiste darauf Europa, wo er Vorträge in Deutschland (Göttingen und München) und nun auch in der Schweiz gehalten hat. Sein klar gegliederter Vortrag befasste sich mit drei Gruppen von Zeugen, Beobachtern und Mitarbeitern, nämlich Sichtungszeugen, ferner Kontaktzeugen und zuletzt mit einer esoterischen Gruppe zur Auswertung und Propagierung aller Forschungsresultate. Diese Gruppe führt auch geheime Kongresse durch, wie den vom 1. bis 3. Mai 1958 stattgefundenen in Sao Paulo (Brasilien). Der größte Teil seiner Ausführungen, begleitet von zahlreichen Projektionen, die aber infolge der undeutlich projizierten Diapositive zum Teil recht unklar und verschwommen wirkten, war der erste Gruppe gewidmet, den Sichtungszeugen. Brasilien scheint in jüngster Zeit ganz besonders für Überfliegungen und auch Landungen der „Raumfreunde“ bevorzugt zu sein, so dass man nebst vielen bereits schon auch in der Weltpresse publizierten und bekannten Erscheinungen von Fliegenden Untertassen und größeren Raum- oder Mutterschiffen (auf der Projektionswand hell leuchtend und zigarrenförmig in einer geschätzten Länge bis zu zirka 800 m) zahlreiche neue Dokumentationen aus dem Jahre 1958 zur Kenntnis nahm.

So berichtete u.a. Dino Kraspeden, dass in Praia im Staate Sao Paulo zwei Soldaten von der Hitzewelle, die eine tief fliegende Untertasse ausstrahlte, erfasst und ohnmächtig wurden, worauf sie nach Rio in Spitalpflege übergeben werden mussten. Eine andere Untertasse wurde in der Nähe der Stadt Tupancireta im Südstaate Rio Grande do Sul von einem Zugführer gesichtet. Er ließ den Zug für einige Minuten anhalten, damit die Fahrgäste das ebenfalls sehr tief fliegende fremde Objekt besichtigen konnten, das dann übereinstimmend mit anderen Beobachtern total 11 Stunden und 43 Minuten die Gegend umkreiste. Die Schweiz scheint von Raummenschen nicht besonders bevorzugt zu sein. Nur ein einziges Mal landete angeblich im Jahre 1954 auf dem Scherschen-Gletscher im Berninamassiv, wie der italienische Ex-Konsul Perego in seinem Buche berichtete, eine Fliegende Untertasse. Sie wurde von dem Eheepaar Giampiero-Monguzzi gesichtet und aus hundert Meterns Distanz photographiert [dass dieser berühmte Fotofall aber bereits zu jenem Zeitpunkt als Schwindel zugestanden worden war, davon berichtete Bühler nichts]. In technischer Hinsicht wusste Dr. Bühler freilich nur die schon bekannten Thesen zu wiederholen, nämlich dass die beobachteten Raumschiffe durch Umpolung die Schwerkraft aufheben können und auf elektromagnetischen Kraftfeldern oder Strömungen mit Geschwindigkeiten, die nahe an die Lichtgeschwindigkeit heranreichen, durchs Weltall reisen. Der Referent wollte mit der Zitierung von Augenzeugen und mit Bildmaterial aus verschiedenen Kontinenten glaubhaft belegen, dass solche Flugobjekte existieren und eine nicht mehr wegzuleugnende Realität darstellen, auch wenn viele amerikanische Amtsstellen, die zum Teil auch an der Erforschung mitmachen, sich in diskretes Schweigen hüllen. Die Herkunft dieser fliegenden Objekte ist freilich umstritten, wenn es auch bereits zahlreiche Kontaktzeugen geben soll, d. h. solche, die mit gelandeten Raumfreunden in direkte Berührung, ja sogar ins Gespräch gekommen sein wollen. Der Hauptzeuge dieser zweiten Gruppe, George Adamski aus Kalifornien, versteigt sich in seinem erst kürzlich veröffentlichten Buch „Im Innern der Raumschiffe“ (in denen er selber als Gast Flüge in eine Entfernung von 80.000 km über dem Erdboden mitgemacht haben will) zu phantastischen und objektiv schwer überprüfbaren Behauptungen, die zu glauben oder zu ignorieren auch nach diesem Vortrag dem gesunden Urteil jedes Einzelnen überlassen werden müssen. Hier verließ der Referent zeitweise selber den Boden sachlicher Objektivität, und man vermisste leider eine klare Stellungsnahme und kritische Distanzierung zu astrophysikalischen Propheten und Mystikern.

Immerhin muss auch hier eingeräumt werden, dass ein hervorragender Naturwissenschaftler und Gelehrte mit Weltruf wie C. F. v. Weizäcker in seinen berühmten Göttinger Vorlesungen im Jahr 1946 wörtlich ausführte:

„Man darf annehmen, dass Planeten eine häufige Erscheinung im Kosmos sind, und die Frage, die sich uns aufdrängt, ob es irgendwo im Kosmos noch lebende Wesen gebe, kann jedenfalls nicht negativ entscheiden werden.“ Von der dritten Gruppe könnte man sehr viel positives zur Klärung der interplanetarischen Raumschifahrt erwarten, insofern ihr Wunschdenken sie nicht zu Autosuggestionen wie Adamski und andere verführt und sie sich von gewissen Fanatikern und Schwärmern zu irrealen, kaum mehr überprüfbaren Aussagen verleiten lassen. Statt sich in esoterischen Zirkeln abzuschließen, sollten sie im Verein mit führenden Wissenschaftlern aus allen Kulturstaaten sich zu vermehrter Publizität und engster Zusammenarbeit unter größter Kontrolle der Öffentlichkeit bereitfinden.
Für den gebildeten Laien war es deshalb schwer, den reichlich spekulativen Ausführungen des Referenten am Schluss seines Vortrages zu folgen, weil vorläufig noch ein gewaltiger Widerspruch zu den astrophysikalischen Forschungsergebnissen vorliegt, der hoffentlich in naher Zukunft seine Klärung finden wird [was es nicht tat, sondern das Problem nur weiter in den Kosmos hinaus verlagert wurde, um damit den Händen und der Kritik der Astrophysik einmal mehr zu entwischen]. Bedarf die so oft mit Utopien genasführte Menschheit zur Lösung ihrer eigenen Probleme noch Konflikte der Hilfe solcher weit entfernten Sternbewohner? Oder wird sie rechtzeitig zur realen Einsicht gelangen, nach dem berühmten Wort des großen Dichters und Europäers Andre Gide, und darin scheint dem Berichterstatter ein wichtiges Ethos zu liegen, dass es am Menschen hänge, dem Bankrott der Menschheit Einhalt zu tun?

Am 10. Oktober 1958 wurde Flensburg in der dortigen Höheren Mädchenschule mit dem Untertassen-Vortrag von Karl Veit beehrt, Frau Studienrat L. Kalweit organisierte und bot die Bildung einer regionalen Zweigstelle an. Kapitänleutnant Petersen sah Fliegende Scheibe, wusste am 15. Oktober 1958 der Flensburger Avis ab: Der Leiter der UFO-Organisation in Dänemark, der alle unidentifizierten Himmelskörper untersucht und der Berichte darüber schreibt, der vielbesprochene Kapitänleutnant Petersen in der dänischen Luftwaffe, hat nun endlich selbst ein Raumschiff gesehen. Es war ein Lehrer aus der Gegend, der ihn auf den Fliegenden Teller aufmerksam machte. Herr Petersen wartete danach noch eine Stunde; dann tauchte die Fliegende Scheibe wieder auf und stand stille über seinem Heim in Skrydstrup. Diese Fliegende Scheibe wurde auch von der Frau des Lehrers gesehen.

Am 18. und 19. Oktober 1958 gab es in Kassel einen Lichtbildervortrag im Landesmuseum durch Karl Veit. Die Gäste waren „buchstäblich atemlos“ und verließen „nachdenklich den Vortragssaal“. Auch hier wurden anschließend die UFO-Nachrichten sowie die Ventla-Bücher verkauft, mit dem löblichen Ziel „das Gehörte weiter zu vertiefen“.

Schifferstadt wurde am 19. November 1958 von der UFO-Lichtbildervortragsreise des Herrn Veit erfasst, die „lang erwartete“ Veranstaltung „war für Schifferstadt ein Ereignis“, weil Bürgermeister Teutsch die Veranstaltung im Volksbildungswerk eröffnete! Das Interesse in dieser Kleinstadt „war erstaunlich“ und erforderte eine Erweiterung des Angebots durch den Vortragenden, der am Abend darauf  gleich nochmals seine „Aufklärungsaktion“ an Ort wiederholte. Die Veranstaltung ging auf eine Initiative von Redakteur Wilbertz, dem Herausgeber des Schifferstädter Tagblattes und bis spät in den 80er Jahre hinein DUIST-ideologischer Aktivist, zurück. Dieser war bis dahin durch seinen „anerkennenswerten Mut“ in seiner Zeitung aufgefallen, große ufologische Aufklärungsartikel über die „unleugbaren Tatsachen der Fliegenden Untertassen“ zu drucken. Als Folge der Vortragsveranstaltung übernahm er auch gleich die neugegründete regionale Zweigstelle der DUIST.

Bald darauf wurde auch Göttingen, am 27. und 28. November 1958, beglückt, wo „in der weltberühmten Universität“ ein Dozent, Prof. Lyra, die Organisation übernommen hatte, der bereits unter den Studenten seit Anfang des Jahres dafür warb. Auch diese Doppel-Veranstaltungen waren überfüllt. Redner Veit wurde „mit wohlwollendem Trampeln seitens der Studenten begrüßt“, kein Wunder also, wenn „mit erstaunlicher Aufmerksamkeit und Ruhe die kritische Hörerschaft den nüchternen, wissenschaftlich fundierten Erläuterungen des Vortragenden folgte“.
Heftiger Applaus und Trampeln beendeten die Veranstaltungen. Lyra sprach sogar voller Dankbarkeit von einem „missionarischen Dienst“, den Veit in der „Hochburg der Naturwissenschaften“ ableistete. Gleich nach der Veranstaltung wurde am 15. Dezember 1958 die Göttinger UFO-Abteilung der DUIST von Prof. Lyra ins Leben gerufen, der spontan 30 Mitglieder beitraten.

Am 2. und 3. Dezember 1958 stand die Aula des Düsseldorfer Görresgymnasium auf dem Aufklärungs-Programm, wo „ein sehr aufmerksam lauschendes Publikum“ anwesend war, nachdem Dr. med. Fröse die Organisation übernommen hatte. In „allseitiger Harmonie“ verklagen die Abende und Doc Fröse rief die Gründung einer Regionalabteilung der DUIST aus.

Am 5. Dezember 1958 fand sich Veit in Osnabrück ein, um seine „tiefgründigen Ausführungen in einer vollständig sachlichen Atmosphäre“ dem umnebelten Publikum kundzutun, welches natürlich die „Begegnungen mit interplanetarischen Wesen als wahrheitsgetreue Begebenheiten empfunden“ hatten. Organisation: Fr. O. Frank und Dr.-Ing. Erwin Krone, die dann auch die Ortsgruppe der DUIST ausriefen. Sämtliche drei Osnabrücker Tageszeitungen brachten Artikel über den Vortrag und zwei Professoren der Pädagogischen Hochschule sprachen Veit zwecks einer Wiederholung des Vortrags an.
Insbesondere das Osnabrücker Tageblatt wurde wegen seiner dreiviertelseitigen Berichterstattung am 8. Dezember 1958 in den UN Nr. 29, Januar 1959, extra gelob, da man dort einen ausgezeichneten Bericht zur Würdigung der Veranstaltung druckte.

Da Weihnachten 1958 kurz vor der Tür stand und die Veranstaltungsserie so erfolgreich war, wurden alle UFO-Studiengruppen der DUIST sowie die Bibliothek des Deutschen Museums (München), die Nassauische Landesbibliothek (Wiesbaden), die Deutsche Bibliothek (Frankfurt) und die Deutsche Bücherei (Leipzig) mit einem kostenlosen Satz folgender Fachliteratur ausgestattet: UN Nr. 1 – 28, die beiden Adamski-Werke „Der Venusier und George Adamski“ und „Im Innern der Raumschiffe“, Fry’s „Erlebnis von White Sands“, Ashtar’s „In kommenden Tagen“ sowie SETA’s „Todeswolken über uns“. Begründung: „Damit auch minderbemittelten Interessenten das Studium und die Kenntnisnahme der wunderbaren Dinge ermöglicht wird.“

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/3marseffekt4.htm

Grußan die Nachforschenden

TA KI

Der Marseffekt wirkt sich aus… Teil 3


Doch die Verschmelzung von Religion und Wissenschaft klappt in der normalen Welt nicht, kann aus grundsätzlichen Gründen nicht funktionieren und Religion und Wissenschaft stehen sich wie Feuer und Wasser gegenüber. Der unmögliche Spagat aber wird nur in den Pseudowissenschaften möglich und wahr. Dabei ist genau dies das Hauptproblem in der Glaubwürdigkeit der „UFOlogie“ seit Anfang an, selbst ein Magazin 2000-Leser ließ in der Ausgabe vom Februar 1998 einen entsprechenden Leserbrief genervt abdrucken:

„Ihr Magazin… büßt seine Glaubwürdigkeit zum Teil dadurch ein, dass Sie es trotz vieler guter Artikel bis jetzt noch nicht geschafft haben, zwischen Religion, Esoterik und Wissenschaft zu unterscheiden“. Und wie war die Reaktion der M2000-Verantwortlichen? Genauso wie immer und seit eh und je. Vehement und „von ganzem Herzen“ widersprachen sie dem Leser-Postulat weil sie die UFOs „ganz bestimmt nicht… aus rein naturwissenschaftlicher Warte betrachten zu wollen, denn das hieße, sie schlicht und einfach nicht zu verstehen“. Der Grund hierfür sei der Umstand, dass die Naturwissenschaft „ganz einfach nicht in der Lage ist“ die UFO-Wirklichkeit zu verstehen und der Mensch endlich aufhören solle, „unser Bild von der Wirklichkeit auf das Messbare zu beschränken“ da dies nur eine „Realitätsfilterung“ sei und damit „menschenverachtend“. Damit wird freilich alles beliebig und nach wie vor dem Wahnwitz Tür und Tor geöffnet bleiben. So ließ es also Magazin 2000 nicht zu, dass die „präzise Wissenschaft“ ein Recht darauf habe sich zum Richter über die Grenzwissenschaft wie z.B. die UFOlogie „aufzusteigen“. Das UFO-Phänomen darf nicht als Ganzes der Schöpfung eines allmächtigen Gottes „aus diesem kosmischen Gesamtzusammenhang“ gerissen und „isoliert naturwissenschaftlich betrachtet“ werden, so als ging es nur um ein naturwissenschaftliches Problem und nicht „um die Besuche intelligenter Menschheiten, die ihre eigene Kultur, Psychologie, Spiritualität und Gotteserfahrung haben“. Dies sind genau jene altbackenen Worthülsen und ideologischen Verbeugungen die wir seit den Tagen der DUIST und der inzwischen längst eingestellten Okkult-Wochenzeitschriften Das Neue Zeitalter oder Huters Neue Weltschau kennen – es hat sich also in der populären UFOlogie seit den 50ern bis zum Ende des 20. Jahrhunderts rein gar nichts ideologisch getan. Und wieder meldete sich ein Leser in einem Brief hierzu, da er das M2000 als so etwas wie das „katholische Sonntagsblatt“ ansah, „getarnt als wissenschaftliche Information… Sie jammern über das von den Lesern nicht angenommene Erscheinungen Ihrer Zeitschrift und wundern sich noch wieso…“ Die deutsche UFOlogie hatte ein Problem und hat es heute immer noch, die Kerne dieser Probleme sind identisch nur das Personal hat generationsmäßig gewechselt.
Frau Sigrid Brandt, Darmstadt, Herausgeberin der deutschen Fassung der Flying Saucer Review brachte Neuland in Sachen UFOs auf und schlug vor, die UFOs fortan IFOs zu nennen, d.h. „nicht mehr ‚Unerforschte Flug-Objekte‘ [sic!], sondern ‚Interplanetarische Flug-Objekte'“, was eine überaus eigenwillige und mit System betriebene Verfremdung sowie fehlführende Mutation der ursprünglichen Sinngebung der Kürzel U.F.O. und I.F.O. ist – IFO steht hier für identified flying object. Dies wurde dann von der Versammlung angenommen, genauso wie die von Frau Brandt überbrachten Grüße von Ashtar, „dem Befehlshaber von zehn Millionen Wesen aus dem Weltraum, die ihre Stützpunkte im Bereich der Erdbahn bezogen haben“ (hierzu gab es im Ventla-Verlag bereits eine Broschüre namens In kommenden Tagen). Der Veranstalter zeichnete mit der „goldenen UFO-Nadel“ sowie einem „vergoldeten Abzeichen“ die verdienstvollsten Aktivisten, die „wahren Idealisten“, der Gruppe unter Applaus aller Teilnehmer aus: Frau Fabrik-Direktorin Dr. K. Müller (die engste Mitarbeiterin von Herrn Veit), K. Christmann, Paul Häusle, Dr. Martin, Dr. Köberle, H. Grettler, Studienrat Maier und Frau Brandt. Gleichsam gab es einen Aufruf, dass man bitteschön sein Schärflein („pekuniäre Unterstützung“) dazu beitragen solle, um Adamski’s Buch „Im Innern der Raumschiffe“ finanzieren zu können. Herr C. A. Hohenberg ersteigerte sich sogar, dass die Redaktionsleitung bitte dafür Sorge trage, dass die Stadt Wiesbaden zur „Weltfriedensstadt“ erhoben werde, um ihrer „kosmischen Bedeutung“ gerecht zu werden. Die Teilnehmer schieden in dem Gedanken, den Samen für die Zukunft ausgebracht zu haben, der bald Früchte tragen solle und zur „Ehre des ALLERHÖCHSTEN“ sowie zum Segen unserer Generation der gesamten Menschheit gereiche, damit die „interplanetarischen Freundschaften des anbrechenden neuen Zeitalters“ gedeihen. Eine „beglückende Harmonie“ voller guter Schwingungen stand auf der vor „Freudigkeit strahlenden Gesichtern“ der Gäste zum Abschluss der ufologischen Predigt.

Hier konnte man schon sehen, unter welchem pseudo-religiösem Diktat sich die deutsche „UFOlogie“, ausgegeben als UFO-Forschung, die nächsten Jahrzehnte entwickeln würde. Paul Häusle hat es in seinen „Gedanken über die Tagung“ mit der Aufgabe der UFOlogie so zusammengefasst: „Die weltanschauliche UMSCHULUNG der Menschen durch die TATSACHENBEWEISE“ wie sie z.B. der tiefgläubige Christ Dr. Martin vortrug! Die Gemeinde verstand die Schriften Martins sogar als „wohlfeile Aufklärungsarbeit mit der man ein ausgezeichnetes Beweismittel im Kampf gegen die Argumente der Skeptiker in Händen hält“ (wie eine Besprechung von „UFOs, Atomkräfte und unsere Zukunft“ im Weltraumbote Nr. 20/21 von 1957 ausweist). Verblüffend dagegen ist, dass es scheinbar nie Gegenströmungen gab, die kraftvoll genug waren, um sich dagegen zu behaupten, und die tatsächlich die rein wissenschaftlich-orientierte Untersuchung des UFO-Komplexes einführen konnte. Erst Mitte der 70er Jahre sollte sich dies ändern, auch mit dem Aufkommen des in Mannheim gegründeten CENAP-Netzwerks.

Das Wiesbadener Tagblatt berichtete so am 4. November 1957 groß aufgemacht: Schon die Römer kannten „fliegende Schilde“: Gibt es die „Fliegenden Untertassen wirklich? Internationale Arbeitstagung in Wiesbaden befasst sich mit der neuen Wissenschaft „UFOlogie“: Fast hundert Teilnehmer aus Deutschland, Schweden, Österreich, Holland und der Schweiz fanden sich zur ersten internationalen Arbeitstagung der UFO-Studiengemeinschaft in Wiesbaden in der Rhein-Main-Halle zusammen. Höhepunkt der Tagung war die Vorführung von achtzig dokumentarischen Original-Aufnahmen aus verschiedenen Ländern und Erdteilen. Es sind Naturwissenschaftler, Philologen, Techniker, Ärzte, ernsthafte Männer und Frauen der verschiedensten Berufsgruppen, die sich in der UFO-Studiengemeinschaft zusammengeschlossen haben. Sie befassen sich mit einer neuen Wissenschaft, „UFOlogie“ genannt, die durch das Phänomen der UFOs, der „Unbekannten Flugobjekte“ oder ihrer Form nach „Fliegenden Untertassen“ entstand. In Amerika wurde jetzt die erste Hochschule für UFOlogie gegründet [?]. Die Beschäftigung mit UFOs ist ein weltweites Unterfangen und keineswegs ein privates Hobby [?]. Im Pentagon, dem amerikanischen Kriegsministerium, gibt es eine eigene Abteilung für UFO-Forschung, bei der täglich bis zu 300 Meldungen [?] über UFO-Sichtungen eingehen. Offiziell sind bisher 40.000 anerkannte Sichtungen registriert worden [?]. Die Luftwaffenstäbe der amerikanischen, englischen und französischen Streitkräfte haben UFO-Untersuchungsausschüsse. Für alle Piloten sind Fragebogen bereitgestellt, die nach UFO-Sichtungen ausgefüllt werden. Aber die UFOlogie ist nicht in erster Linie auf die militärische Perspektive ausgerichtet, sondern auf die wissenschaftliche Betrachtung [sic!]. Der wissenschaftliche Stoff ist nicht neu, denn Berichte über UFOs sind bis in älteste Zeiten zurückzuverfolgen. Es existieren beispielsweise derartige Berichte vom älteren Plinius, von Livius und Seneca. Es existieren viele Schriftstücke aus dem Mittelalter, darunter ein päpstliches Edikt, das sich mit den zuerst von den Römern „Fliegende Schilde“, später „Tanzende Scheiben“ genannten Flugobjekten befasst. Die geschichtlichen Nachweise sind darum wichtig, weil zur damaligen Zeit keine Verwechslung mit „Flugzeugen, Wetterballons und Zeppelinen“ möglich war. Damals gab es auch noch keine Astronautik, eine Wissenschaft, die eng mit der UFOlogie verknüpft ist.

Während die Astronautik sich mit dem Flug in den Weltenraum hinaus befasst, befasst sich die UFOlogie mit dem Einfluss aus dem Weltenraum. Daher überraschte es die UFOlogen nicht, dass auf der Jahrestagung der Weltraumforscher in Frankfurt der Wissenschaftler Dr. Heinrich Faust von der Forschungsabteilung des Deutschen Wetterdienstes erklärte (25. Oktober 1957), dass es im Weltall bereits künstliche Satelliten wie Sputnik gäbe, die von anderen Planeten aus in den Weltenraum geschickt seien. Die UFOlogen sind mit dem berühmten Psychologen Jung der Ansicht, dass es an der Zeit wäre, mit dem „läppischen Spiel der Geheimniskrämerei aufzuhören“ und dass die Behörden nicht zögern sollten, ihr Material zu veröffentlichen. Der erste Schritt der Veröffentlichung wurde bereits getan. Die amerikanische Regierung gab die Vorführung eines 92-Minuten-Dokumentarfilms über UFOs frei [wie jeden anderen Hollywood-Schinken übrigens auch, da in Amerika auf die Filmkunst der privaten Industrie keinerlei Zensur ausgeübt wird und der hier erwähnte Film namens „U.F.O.“ eine derartige Produktion war – deswegen allein ist es schon irreführend gewesen, was man hier zusammenschrieb]. Die „Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft“, die unter Leitung des Privatgelehrten und UFO-Wissenschaftlers Karl L. Veit steht, und die Zentrale der deutschen UFO-Forschung ist, bemüht sich um diesen Film, der bisher nur in den USA und England gezeigt wurde. Es bestehen zur Zeit 15.000 UFO-Studiengesellschaften [?] in allen Ländern und Erdteilen.
Hunderte Bücher sind in englischer Sprache erschienen, mehr als vierzig Fachzeitschriften werden regelmäßig herausgegeben. Der Wiesbadener UFOloge Veit bereist mit Lichtbildervorträgen Europa und sprach im Rundfunk und Fernsehen über die kritische Forschung [???] und Wertung auf diesem Gebiet.

Die Tagung wurde mit einem „Jubiläums“-Anlass verknüpft. Vor zehn Jahren wurden erstmals UFOs gemeldet, die seither in großer Zahl eingeflogen sein sollen. Allein über Rom wurden 1954 nach einem Bericht von Dr. Alberto Perezo, Rom, zweihundert UFOs gemeldet. Die präzise Meldung ging von der römischen Sternwarte an die Vereinten Nationen. Wie im amerikanischen Kriegsministerium selbst, wie auch in der Leitung der britischen Luftwaffe und in Stellungsnahmen führender Wissenschaftler bestätigt wird, besteht kein Zweifel mehr an dem planetarischen Ursprung der Flugobjekte [eine verblüffende Selbstsicherheit wurde damals an den Tag gelegt, eine Sicherheit die vierzig Jahre später immer noch in Frage stehen sollte].
Auch der Wiesbadener Kurier nahm sich am 4. November 1957 der Konferenz an: Die Freunde der Planetarier – Untertassen-Forscher tagen in der Rhein-Main-Halle! Im Juni 1947 kam der amerikanische Kaufmann Kenneth Arnold von einem Flug über den Mount Rainier im Staate Washington zurück und erzählte, er habe neun große, silberne Scheiben gesehen. Seitdem sind die Begriffe „Fliegende Untertassen“ oder „Unbekannte Flugobjekte“ in immer neuen Variationen um den Erdball gegangen. Es entwickelte sich eine amtliche und eine private UFO-Forschung, bekannte „UFOLogen“ – meist Amerikaner und Englaender- schrieben etwa 100 Bände, ferner existieren über 40 UFO-Zeitschriften. Es bildeten sich überall auf unserem Planeten (rund 15.000) UFO-Studiengruppen. Eine davon sitzt in Wiesbaden. Zum zehnjährigen „Fliegende-Scheiben-Jubiläum“ hat sie fast 150 „ernsthafte Freunde der Planetarier“ zu einer internen Aktivisten-Tagung vom 2. bis 4. November in die Rhein-Main-Halle geladen. Zum Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit tragen sie ein Abzeichen: silberne Untertasse auf blauem Grund.

In Wiesbaden tagen Planetarier-Freunde aus Schweden, Holland, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch sie kaufen Bücher und Zeitschriften, beispielsweise die vom Wiesbadener Vorsitzenden Karl L. Veit herausgegebenen. Dafür wurden sie von SETA, einem „Warner, Licht- und Liebebringer aus dem Weltraum“ mit einer vom 1. November datierten „Botschaft an den Wiesbadener Kongress“ herzlich begrüßt. SETA kam nicht selbst, sondern sprach mehrere Schreibmaschinenseiten lang über seinen „geistigen Vermittler“ Hermann Grettler aus Bregenz. Grettler hat auch ein Buch geschrieben: „Ultimatum des Weltalls“. Aber nur die ersten 25 Seiten davon mit eigenem Verstand. „Dann wurde ich aus dem Weltraum in Schwingungen versetzt und schrieb in zwei Wochen den ganzen Roman. Erst bei der Korrektur wurde mir klar, was ich auf höhere Weisung geschrieben habe.“ In der „Botschaft SETAS“ hören wir, steht auch, warum die Planetarier bisher noch nicht in maßen auf der Erde gelandet sind. Die Venusier, Jupiterianer und Marsianer wollen das erst tun, „wenn die Menschheit in allergrößter Not ist. Dann aber kommen sie, um die Erde vor der Katastrophe zu bewahren, und nur mit der Zustimmung der Menschen in friedlicher Gesinnung“. Karl L. Veit: „Schon versuchen sie, durch neutralisierende, luftreinigende Stoffe der drohenden Luftvergiftung durch Atomversuche vorzubeugen und einzelne ihrer Raumschiffe streuen deshalb einen faserähnlichen Stoff aus, das sogenannte Engelshaar.“ Von dem amerikanischen Privatgelehrten George Adamski ist in Wiesbaden auch häufig die Rede. Adamski hat nach eigener Aussage -und nach seinen Büchern- einen Venusbewohner getroffen, ist von ihm mitgenommen und später auf ein Weltraumschiff des Saturns umgeladen worden. „Seit Jahrtausenden kennen sie keine Krankheiten, den Tod fürchten die Planetarier nicht, da sie das höhere und geistige Leben kennen. Außerdem sind sie Vegetarier. Sie fliegen auf unsere Erde ein, um Nachbarplaneten vor nuklearen Strahlungsschäden zu bewahren und uns vor der radioaktiven Verseuchung zu schützen [es blieb nur bei dem vorgeblichen Versuch, geklappt hat er nicht, da versagten die angeblichen Space-Brothers mal wieder – zu dumm, immer wenn es physikalisch-konkret wird und die zeithistorische Perspektive eine Neubetrachtung erlaubt, klappte es trotz aller Versprechungen nicht].
Wir wollen noch etwas warten, bis wir uns mit unseren Kenntnissen und Erkenntnissen an die breite Masse wenden“, sagt Karl L. Veit und bereitet die „Aktivisten“ auf diesen Zeitpunkt vor. Sie nennen sich alle „Bruder“ und „Schwester“, tragen ein Abzeichen im Knopfloch und kaufen fleißig Bücher und Zeitschriften, um noch mehr zu erfahren über ihre planetarischen Freunde und deren Pläne.

Die beiden obigen Artikel zu ein und dem selben Ereignis, welches von zwei verschiedenen Journalisten einer am selben Ort befindlichen Tageszeitung besucht wurde, weisen auch auf, wie different das Thema UFO aufgenommen wurde. Während beim Wiesbadener Tagblatt schon eine stark geneigte Position (mit mancherlei fragwürdigen ‚Feststellungen‘) eingenommen wurde, war der Vertreter des Wiesbadener Kurier schon eher abgeschreckt und reagierte mit seinen Zitaten, die durchaus entlarvend gemeint sind, spöttisch und unterschwellig durchblickend ablehnend ob des Unfugs.

Warner und Lichtbringer von der Venus meldete am 5. November 1957 die Frankfurter Rundschau: UFOlogen nennen sich die Mitglieder, der 15.000 über die Welt verteilten „Forscher“, die sich, seit 1947 der amerikanische Kaufmann Kenneth Arnold die erste Fliegende Untertasse sah, mit der Erforschung unbekannter Flugobjekte beschäftigen. Die deutschen UFO-Gruppe traf sich zum Zehnjahrestag der Fliegenden Untertassen in der Wiesbadener Rhein-Main-Halle. Der Wiesbadener Kunstmaler und Verleger Karl Veit leitet die deutsche Gruppe der UFOs. Sein Verlag publiziert ausschließlich Zeitschriften und Bücher „planetarischen Inhalts“. Worüber man auf der Tagung mit rund 150 Teilnehmern sprach? Hier einige Geschichten aus dem Weltall: „Ein Erdenmensch sah die Rückseite des Mondes.“ Wie der Verlag des UFO-Vorsitzenden in seinen Publikationen hierzu mitteilt, habe ein in Amerika lebender Kaufmann, George Adamski, auf eine in gutem Englisch ausgesprochene Einladung eines „Venusmenschen“ eine vor seiner Haustür gelandete Untertasse bestiegen, sei damit einmal schnell zu einem Weltraumschiff der Venus geflogen, dann auf eines vom Saturn umgestiegen und habe mit diesem eine Runde um den Mond gedreht. Die der Erde abgewandte Hinterseite des Mondes sei dabei das Interessanteste gewesen. Der deutsche UFO-Chef hielt für die Skeptiker auf seiner Tagung noch eine Reihe eindringlicher Hinweise parat. Seta, ein „Warner, Licht- und Liebebringen aus dem Weltraum“, hatte eine auf den 1. November datierte „Botschaft an den Wiesbadener Kongress“ geschickt. Seta kam leider nicht selbst, sondern bediente sich eines geistigen Vermittlers, des Österreichers Hermann Gretler aus Bregenz. In der Botschaft wird übrigens auch verraten, warum die Planetarier bisher noch nicht „offiziell“ in größeren Mengen auf der Erde landeten. Offensichtlich trauen sie der Sache wegen der vielen Atompuffereien noch nicht so ganz. Deshalb versprechen sie in der Botschaft, erst dann zu kommen, „wenn die Menschheit in allergrößter Not ist; dann aber kommen sie, um die Erde vor der Katastrophe zu bewahren und nur mit der Zustimmung der Menschen und in friedlicher Absicht“. Hierzu ein aufklärender Kommentar des UFO-Vorsitzenden: „Schon versuchen sie, durch neutralisierende, luftreinigende Stoffe der drohenden Luftvergiftung durch Atomversuche vorzubeugen, und einzelne ihrer Raumschiffe streuen deshalb einen faserähnlichen Stoff aus, das sogenannte Engelshaar.“
Wie die UFOlogen weiterhin feststellten, ist inzwischen auch schon ein Marsmensch am Hochwechsel in Österreich gelandet. Leider wurde es versäumt, hierzu die Presse einzuladen. Ein Raumschiff von der Venus sandte kürzlich Botschaften über einen Tesla-UKW-Apparat; zumindest schildert das die Zeitschrift Veits. Der Prophet der UFOs, jener Amerikaner Adamski, schrieb kürzlich einen Brief an Veit, der ebenfalls auf der Wiesbadener Tagung zu lesen war: „Ich kann Ihnen versichern“, schreibt der Untertassenfreund,“ dass die Weltraumwesen Sie und Ihre Bemühungen kennen.
Sie kennen alle ihre Freunde hier auf der Erde. Und sie helfen auf die mannigfaltigste Weise, mehr als es sich die meisten Menschen vorstellen. Inzwischen sind Landungen in den meisten Ländern der Erde gewesen. Die Menschen haben jedoch Angst, ihre Erlebnisse zu erzählen.“ Nun, Karl Veit und seine Mitforscher haben jedenfalls keine Angst. Sie üben sich in echtem Bekennermut. Auf der Wiesbadener Tagung war man sich einig und beschloss, im Interesse der Welt weiter aufklärend tätig zu sein. Natürlich mit den Schriften aus dem Verlag des Vorsitzenden, der übrigens auch alle Anwesenden mit dem Anstecksymbol der UFOlogen, silberne Untertasse auf blauem Grund, für 4,50 DM, versah. „Denken Sie an Ihre kosmische Verantwortung“, ermahnte Frau Veit die Journalisten. „Unsere planetarischen Freunde sehen alles, auch was wir hier sprechen und was Sie
in ihren Zeitungen schreiben werden.“

Am 14. November 1957 gab es in Osnabrück die Gründung des DUIST-Ablegers „IFO-Interessierte“ (IFO steht hier für Interplanetarische Flug-Objekte, also Fliegende Untertassen aus dem Planetensystem unserer Sonne!) unter Frau Ortrud Frank, die die Räumlichkeit in ihrem eigenen Reformhaus zur Verfügung stellte, wo es auch ans Schaufenster angeschlossen eine Dauerausstellung von DUIST-Literatur gab, weswegen immer wieder Bürger die Inhaberin ansprachen. Bei der Gründungssitzung kamen 23 Leute zusammen, um mehr über die Internationale Arbeitstagung der IFO-Studiengruppen in Wiesbaden zu erfahren. Frank leitete parallel den „Esoterischen Arbeitskreis“, der sein Themenspektrum nun um die IFOs erweitert hatte.

Am 19. und 20. November 1957 fand in Hannover ein weiterer Vortrag von Karl Veit statt, als Folge davon entstand unter dem Biologen Dr. Kurt Schmidt eine örtliche DUIST-Zweigstelle, die sich den „esoterischen Fragen“ (die Sache speziell von Dr. Schmidt) und den „naturwissenschaftlich-technischen Belangen“ (Thema von Ing. Filter) rund um Fliegende Untertasse zuwende. Zudem wurde für diese Gruppe die Gründung einer Leih- und Austauschbibliothek für das interessierte und fortbildungsgeneigte Publikum angesetzt, damit dieses bei diesem „hochaktuelle sowie zukunftsgewichtige Gebiet mitsprechen kann“.

Am 24. und 25. November 1957 fand in der Aula der Kant-Hochschule, Braunschweig, die nächste DUIST-Vortragsaktion statt und bot somit „den rechten Rahmen“ für die gut besuchten Diaschauen. Akademiker und Studenten der Uni und Technischen Hochschule hörten gespannt zu und sorgten für eine „lebhafte Diskussion“. Die Organisation hatte Oberingenieur Walter Werner [sic] vorgenommen. Ingenieur Bruni Smolka gründete aufgrund des Erfolgs hier eine weitere UFO-Zweigstelle.

Gleich an drei Abenden folgten die Veit’s dem „vielseitigen Ruf“ nach West-Berlin, der Insel mit der Sonderstellung. Am 27., 28. und 29. November 1957 wurde in der jeweils vollbesetzten Aula der Carl-Langhans-Schule das Thema des interplanetarischen Besucherkontakts und der Fliegenden Untertassen-Philosophie abgehandelt. Die Berliner (West) waren besonders dankbar, da viele auf eine „höhere Hilfe“ warteten und ein schweres Schicksal trugen. Sie drückten ihre kosmische Dankbarkeit mit wiederholten Zwischenrufen wie „Bald wiederkommen!“ aus. Organisation: Karl F. Schulze-Angern von der gleichnamigen Buchhandlung in Berlin-Halensee, der bereits seit geraumer Zeit die dortige Fliegende Untertassen-Abteilung der DUIST führte.

Zu diesem Zeitpunkt wurden weitere Zweigstellen der IFO-Freunde unter Wiesbadener Führung aufgezogen in: Bad Harzburg (Frau Dr. M. Heidmann), Bad Reichenhall (Fritz Begsteiger), Bergneustadt (Stud.-Ass. Georg Tonding), Donaueschingen (Dr. Walter Nottebom), Düsseldorf (Dr. med. Gg. Frösse), Flensburg (Beate Use, Quatsch: Luise Kalweit), Frankfurt (Ilse von Jacobi und Helmut Issbrücker), Göttingen (Fritz Tonding), Helmstedt (Friedrich Sackstedt), Hof (Studienrat Karl Maier), Ibach b. St. Blas. (Dr. Waldemar Beck), Kassel (Heinrich Heinz), Kiel (Georg Walter), München (Georg Neidhart und Heinz Kröll), Schwäb.-Gmünd (Karl Leicht), Speyer (Karl Christmann), Stuttgart (Ing. Robert Rall), Überlingen (Emma Belz), Uelzen (Carl Schuster), Oberammergau (Hans Geisler). Österreich: Bregenz (Hermann Grettler), Dornbirn (Bruno Wenzel), Graz (Oto Wraubek), Leoben (Else Demmer), Mattsee (der Herausgeber von „Das Geistige Reich“, Carl Rennhofer), Salzburg (Luise Eschig), Vilach (Brunhilde Tritscher), Wien (Dora Bauer). Schweiz: Zürich (Paul Häusle und Heinrich J. Ragaz als Herausgeber des „Weltraumboten“), Zollikerberg (die esoterische Gruppe unter Ing. Walter Ohr), Glattbrugg (Werner Krapf) und Bassersdorf (Ing. Hans Früh), Basel (Lou Zinsstag als Herausgeberin der „Informationsblätter der UFO-Arbeitsgemeinschaft“), Genf (Alfred Nahon als Herausgeber des „Le Courrier Interplanetaire“), Heiden (der Verleger Karl Schönenberger).
Auch wenn sicherlich die meisten dieser Ortsgruppen nur Strohfeuer-Effekte für ein paar Jahre waren und keine dauerhaft-beständigen Male auf der ufologischen Landkarte, so haben diese einzelnen Zirkel aber sicherlich ihre Wirkung und ihren Einfluss in ihren Gemeinden gezeigt, um den UFO-Aberglauben regional auszuprägen.

An drei Abenden hielt Karl Veit in Hamburg im Vortragssaal des Völkerkundemuseums seine Diavorträge: Am 5., 6. und 8. Dezember 1957. Organisation: Dr. med. Alfred Teichmann und Robert Fr. Slomann als Leiter der „Bewegung für Geisteskultur e.V.“. Unter donnerndem Applaus bekam der Redner einen Strauss Crysanthemen überreicht, das Publikum hatte „die Notwendigkeit zum umdenken“ erkannt und sie hatten sich „vorurteilslos über das Vorhandensein der Interplanetarischen Flugobjekte“ informiert. Als Folge übernahm Dr. Teichmann offiziell die Führung der neuen Hamburger Gruppe. An diesem Abend wurden „wiederum Tausende“ von den „eisernen Tatsachen“ der Venuisaner erfasst und trotz der Mentalität der Norddeutschen, war die Aktion ein „großer Erfolg“ gewesen.

In Nr. 18, Februar 1958, der UFO-Nachrichten, gab es den Aufruf an „alle IFO-Freunde“, der nichts weiter als eine konzertierte Aktion bedeutete: „Wo immer Sie auf Angriffe oder Entstellungen der Weltraumschiff-Tatsachen in Tageszeitungen oder Illustrierten stoßen, schreiben Sie Gegenartikel Ihres besseren Wissens. Damit dienen wir alle der großen Aufklärung: Der Realität der fliegenden, interplanetarischen Objekte.“ Damit wurde eine Aktion ins Leben gerufen, die die betroffenen Personen natürlich als eine gute, positive Mission empfanden, mit der der Gruppenzusammenhalt gefestigt wurde und mittels der natürlich auch jegliche Kritik durch die Medien mit schwerem Gegenfeuer belegt wurde – und womit freilich auch vielleicht aufkommende Skepsis in den eigenen Reihen seelisch niedergeknüppelt wurde.
Was darüber hinaus natürlich zu beachten ist, stellt einen gewichtigen Faktor in der Gewahrwerdung der Medien von UFO-Forschern hierzulande dar: Durch diese Aktion der UFO-Freunde und ihren wirr-verrückten „Beweisen“ wurden natürlich alle die sich mit diesem Thema beschäftigen in einen Topf geworfen und als „Spinner“ angesehen, über die man sich zunächst erst einmal lustig machte und die man nicht ernst nahm.

Am 9. März 1958 wurde im Darmstädter Heagsaal der Veitsche Aufklärungsvortrag gehalten, organisiert von Sigrid Brandt. Allein vierzehn Gäste beschrieben ihre eigenen Fliegenden Untertassen-Sichtungen nach dem Vortrag, der von zahlreichen Leuten besucht worden war.
Am 15. und 16. März 1958 gab es den seit Monaten „sehnlichst erwarteten“ Doppel-UFO-Vortrag von Veit im Frankfurter Volksbildungsheim, der bei beiden Abenden „überfüllt“ war. „Insbesondere die akademische Jugend war gekommen“ um den „unwiderlegbaren Tatsachen“ zu lauschen. Als Folge wurde nun jeden letzten Sonntag im Monat im Cafe Schneider, Kaiserstrasse am Kaiserplatz, den Untertassen in Leitung von Frau von Jacobi nachgeforscht.

Am 18. März 1958 wurde der Diavortrag von Veit im Club „Graf Folke-Bernadotte“ abgehalten, Ort: Mannheim!

Plakate wurden für die selbe Veranstaltung in Karlsruhe geklebt. Datum der Schau: 19. März 1958, Stadthalle. 500 Menschen zwängten sich in dem total überfüllten Raum – mehr als 100 Leute mussten heimgeschickt werden. Vermerkt wird jedoch ein „rüpelhaftes Benehmen einiger TH-Studenten“, weil diese einen Mangel ihrer eigenen intellektuellen Fähigkeiten ob der Berichterstattung über die Erlebnisse von „Ing. Dan Fry und Professor Georg Adamski“ bezeugten und sie nicht imstande waren die „erweiterten Naturgesetze zu verstehen“, wurde der Protest ob des Blödsinns schöngeredet (UN Nr. 20, April 1958, S.4). Zum Trost, die Freunde der Planetarier bekamen empfohlen in der Buchhandlung Erich Spieser sich mit der hochwichtigen Literatur der Kontaktler einzudecken und dort auch nach Zusammenkünften der dortigen UFO-Truppe zu fragen, die in der Hansa-Schule unter dem Lehrer-Ehepaar sich traf.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/3marseffekt3.htm

Gruß an die Aufdecker

TA KI

Der Marseffekt wirkt sich aus… Teil 2


Es war offenbar die richtige Ära gewesen:

War es nicht im Weltraumbote Nr. 22/23 für Sept./Okt. 1957 gewesen, als Herausgeber Heinrich Ragaz auffiel, dass es gerade „viele Christus- und Marienerscheinungen“ gegeben hatte während im Gegensatz zu früheren Zeiten fast keine Engel mehr gesehen wurden weil die Menschen in einer Zeit lebten, in der das „mystische Empfinden und Erleben der Irdischen abgesunken ist, so dass sie nur noch von der obersten Ebene aus, nämlich von Gott, Christus und Maria erreicht werden können“. Mit Klein-Klein gab man sich also nicht mehr ab und die Außerirdischen lagen offenbar bei den Mystikern auf der selben Stufe wie Gott, Christus und Maria. Die Planetarier kamen also zur rechten Zeit! Unter diesem Begleitumständen bildete sich in Deutschland ein festes UFO-Weltbild aus, das als Erklärungsinstanz bei den UFO-Gläubigen das wissenschaftliche vollkommen ersetzt hat und das vermischt mit Religion und Okkultismus zum sinngebenden Rahmen im Leben dieser esoterischen UFOlogen geworden ist – begonnen hatte alles mit dem Wirken und Karl und Anny Veit innerhalb der „Deutschen UFO/IFO-Studiengesellschaft“. Und damit infizierten sie viele Menschen mit einem gewissen Mindestmaß an Bildung. Das komplizierte Weltbild der UFO-Gläubigen (von ernsthaften UFO-Forschern häufig als UFOlogen bezeichnet), mit seinem Gemisch aus Populärphysik (andere Dimensionen, Weltraumflug), Okkultismus (automatisches Schreiben, Visionäre wie Swedenborg und Lorber) und Religion (Engel in Raumschiffen, Gott spricht durch UFOnauten, universeller Friede) strahlt eine Faszination aus, welches manchen ergriffen hat. Viele dieser UFOlogen leben in der ständigen Anpassung der Realität an das alternative Weltbild des UFO-Glaubens, in dem die UFOlogie sich als die „Wissenschaft über außerirdische Raumschiffe“ versteht – in der es nur um „verbürgte Untertassen-Sichtungen aus aller Welt, Erlebnisberichte atemberaubender Begegnungen mit Planetariern nebst mannigfaltigen Beiträgen für metaphysisch Interessierte von Akademikern und ernsten Mitarbeitern“ geht.
Von Anfang an wurde hier als „unwiderlegbare Tatsache“ behauptet, dass die Planeten unseres Sonnensystems bewohnt sind; die Bewohner der anderen Planeten ebenso Menschenform haben und sich nur durch ihre überlegene Ethik sowie ihrem sozialen Zusammenleben bis hin zu den Künsten von uns unterscheiden. Die „wissenschaftlich belegten“ Sichtungen der Planetarier-Raumschiffe belegten das Vorhandensein unserer Brüder auf anderen Planeten. Derartige Behauptungen wurden wieder und wieder wie bei einer Gehirnwäsche zelebriert.

Die Kontaktler standen für eine moralische kosmische Instanz gerade, auch weil sie eine Neigung zum Außersinnlichen, Außergewöhnlichen und Unerklärlichen haben (also genau dem, was ihr Publikum liebt). Dies alles war dann nicht mehr weit davon entfernt von dem, was man in fundamentalistischen oder offenbarungsorientierten Glaubensgemeinschaften vorfindet. Hohlformeln wie „gut zu sein“, „die Atomrüstung zu beenden“ und „in Liebe und brüderlich miteinander zu leben“ wurden dann die Froh-Botschaften der Außerirdischen, wie beim Pfarrer auf der Kanzel. Die äußert tolerante Haltung gegenüber jeder spirituellen, okkulten oder religiösen Einstellung gehört hier auch zum Überlebens- und Erfolgsprinzip, auch wenn allerhand seltsame Vögel vom Typus komischer Kautz sich dann zusammenfinden, weil dies alles natürlich nur mit einer Engstirnigkeit in wissenschaftlicher Hinsicht gepaart funktionieren kann (weswegen wissenschaftliche UFO-Forschung hier auch nur ein Hemmschuh ist).
Ein Soziologe nannte dies einmal die „open door cults“. Dennoch, die UFOlogie hat es schwer, weil nur wenige Menschen im Gegensatz zu religiösen Phänomenen, das UFO-Problem zum Mittelpunkt ihrer Weltanschauung gemacht haben, während religiöser Wahn dagegen ganze Kulturen prägte. Viele Aspekte der Religion werden im UFO-Mythos modernisiert und technologisiert – beginnend von der Schöpfung der Menschen (lt. Däniken durch außerirdische Gen-Manipulationen) bis hin zur Entrückung in den Himmel im Innern der Raumschiffe und den von Gott geschickten „Engeln in Raumschiffen“. Die Kontaktler waren für die UFOlogie nicht nur einfach Kontaktleute mit außerirdischen „space brothers“, sondern sie wurden als Diener des Herrn angesehen und somit wie Apostel verehrt, da sie mit spirituellen und sehr luftigen Worten von ihren kosmischen Verbindungen sprachen. Die Kontaktler wurden zu Quasi-Heiligen der Bewegung… Die Freunde aus dem Weltraum bekundeten über die Kontaktler ihr Interesse daran, die Menschheit vor der atomaren Selbstvernichtung zu bewahren als die Atomängste höchste Stufen erreichten. Hier stellt sich aus heutiger Sicht die berechtigte Frage, ob im Falle der Kontaktler die „Außerirdischen“ von Venus, Mars oder Saturn nichts weiter als menschliche Phantasiegebilde waren, um die Menschheit symbolisch auf diverse Missstände hinzuweisen und worin die UFOs als Symbol der Erlösung irdischer Probleme dienten. Spiritualität, Okkultismus, Spiritismus und Science Fiction wurden so zu einem Gebräu, welches nur der Realitätsflucht von Gläubigen im Space Age mit persönlichen Problemen diente. Für Menschen, die ihr aus den Fugen geratenes Leben durch den „kosmischen Ruf“ wieder ins rechte Lot und Licht rücken wollten. Was wir hier erleben ist so etwas wie eine kosmische Religiosität zwischen kopernikanischem Schock und Atomangst. Uralte Ängste und Sehnsüchte der Menschheit schaffen sich hier eine eigene Mythologie im wissenschaftlichen Gewand um sich in der Neuzeit eine Ausdrucksform zu suchen – dies mit dem griffigen Namen der Glaubenslehre UFOlogie.

Daher wird auch verständlich, wie unerschütterlich der Glaube an Leute wie Adamski und Co KG wurde und viele Anhänger dieser neuen Kosmos-Religion beide Augen kräftig zudrückten, um ja nicht die Realitäten sehen zu müssen, die mit jenen „Hoffnungsträgern“ verbunden sind und sie sehr zweifelhaft machten, da sie die „Blindwütig“-Gläubigen für sich selbst ausnutzten (da sie deren Herzen erobert hatten gelang dies auch prima und machte die Kontaktler auch kritikimmun). Von Anfang an wurde den „Fliegenden Scheiben“ eine „Bedeutung“ zugemessen, rund um die „Kontaktnahme mit Wesen aus dem Weltall“ und dazu gab es auch gleich einen „Aufruf der Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft“. Es ging dabei um das „Wassermann-Zeitalter, das die Menschheit auf eine höhere, vergeistigte Ebene bringen wird“ und wobei das Untertassen und ihre engelsgleichen Piloten den UFOlogen halfen. Sie wurden als ein „aufrüttelndes Zeichen der Zeit“ ausgerufen und es sollten immer mehr Menschen von der UFOlogie erfasst werden, „die auf Grund innerer ‚Schulung‘ und Gereiftheit an außerirdische Weltraumschiffe glauben“, insbesondere jene „Wissenden und Eingeweihten“ sollten ins irdische Kommando der Planetarier aufgenommen werden, „die die höhere Wahrheit intuitiv erfassen“. Die Bücher und Broschüren des Ventla-Verlages sollten die Gläubigen führen, während die „Gegenrede von seitens der Materialisten“ außen vor gelassen wurde, weil sie nur dem Chaos anhängen während die Gereiften den „inneren Kontakt auf unsichtbarer Ebene“ suchten – hin zu den Planetariern „oder Sphärenwesen der Planeten bzw. Sonnen durch Telepathie zum inneren Vernehmen von Botschaften, wobei es Steigerungen bis hin zum Verkehr mit Hohen Geistwesen, Engeln und GOTT SELBST gibt“. Sie seien erleuchtete Menschen, Mystiker und Mittler. Um dies zu fördern gäbe es eine „Notwendigkeit der UFO-Literatur“, in den ersten Monaten wurde da insbesondere die Botschaft von Ashtar empfohlen. Ashtar’s Botschaften seien ein „hochbedeutsamer Inhalt“, der für „sich selbst spricht“: „Dieser hohe Führer – im michaelischen Geist – hat eine gewaltige Mission, die dem Leser durch verständnisvolles Aufnehmen in staunenswerter Weise klar werden wird.“ Im übrigen habe Ashtar „die sehr herzliche Zustimmung übermittelt, seine Botschaften an alle die weiterzuleiten, die sich für Bücher und Schriften über Fliegende Scheiben bereits interessiert haben“.
In einer von Ashtar’s persönlichen Mitteilungen heißt es so u.a.: „Ihr habt uns einen unschätzbaren Dienst von unabsehbarem Wert geleistet durch den Druck und die Verbreitung der von Euch so genannten ‚Untertassen-Bücher‘. Ihr Einfluss und das Interesse, das sie erweckt haben, verbreiten sich mit ständig zunehmender Geschwindigkeit weit über eure Kenntnis hinaus. Wir müssen die Quelle am Laufen halten, mit so wenig wie möglich Verunreinigung aus gegnerischen Quellen.“ Für den aufgeschlossenen Leser seien derartige Eröffnungen dann von „einer kaum abzuschätzenden Bedeutung“. Karl Veit abschließend: „Das walte der GÖTTLICHE GEIST des FRIEDENS und der LIEBE!“ Niemand will da wundern, wenn immer wieder in fetten Letter erklärt wurde, dass die „Landungen der Planetarier Tatsache!!“ sind. Amateurfunker in aller Welt hätten sonach Radioverbindungen mit Wesen aus dem Weltraum und die Weltregierungen wüssten so, bereits damals 1956, um die Besetzung des Mondes durch Interplanetarier sowie durch Raumstationen im Orbit um die Erde. Die Wahrheit werde unterdrückt und Schule und Kirchen versagten genauso wie viele Regierungen um die glorreiche Wahrheit über die Untertassen zu verkünden, der Menschheit würden Illusionen weisgemacht. Bereits hier wurde also als Grundlage der UFOlogie genau all das vorgezeichnet, was in den folgenden Jahrzehnten immer wieder mit neuen Storys und wechselnden Namen aufgekocht werden sollte. Die UFOlogen wissen also das es UFOs der außerirdischen Flieger-Art und das es Vertuschungen darum gibt, warum also dann noch Nachforschungen betreiben? Es mag niemand überraschen, wenn aufgrund dieser Basis die echte UFO-Überprüfung und -Forschungsarbeit ein verschüchtertes Schattengewächs in der UFOlogie war und ist, nicht nur hierzulande, sondern überall. Auch wenn alsbald überall die regionalen DUIST-Vertretungen aus dem Boden schossen, gab es offenbar nie den Trend eines Umbruchs hin zur wissenschaftlichen Nachforschungsarbeit, da sich über die Jahre und Jahrzehnte hinweg der Inhalt der UFO-Nachrichten nie wirklich änderte. Die Leser und Mitglieder nahmen weiterhin die UN-Inhalte als „verlässlich“ und „hochwissenswert“ entgegen, verstanden sie als „Grundlage von historischem und bleibenden Wert“. Andere UFO-Publikationen hatten daneben lange Zeit keinen Bestand, so wurde kurzfristig die „Fliegende Untertassen-Revue“ von Frau S. Brandt aus Darmstadt 1957 als deutsche Übersetzung der britischen Flying Saucer Review angeboten, aber das Projekt wurde alsbald wieder eingestellt, offenbar weil man dort die Kontaktler vernachlässigte.

Zu den Gründern einer solchen Regional-Vertretung, die sich auch als eine von den Außerirdischen erwählte Elite sehen konnte, gehörte bereits 1958 Anny Baguhn in Hamburg, die in den zwanziger Jahren einem Geistheilerkreis angehörte und nach dem Krieg zur Mitbegründerin der Deutsch-Indischen Gesellschaft gehörte und diverse Konzerte von Ravi Shankar organisierte. (Karl Veit musste die DUIST 1988 dann aus Altersgründen aufgeben, während das Netzwerk teilweise noch weiter besteht.)  In der DUIST fanden sich dann „Gereifte, Wissende und Eingeweihte“ wie der Österreicher Emanuel Cihlar, der am 30. August 1954 am Hochwechsel dem „ersten in Europa gelandeten Marsmenschen“ begegnete, dem „eine Antenne auf dem Kopf wuchs“. Diese Antenne berührte Cihlars „drittes Auge“, um an esoterische Traditionen anzubändeln. Cihlar’s Kontaktbericht ist einmal mehr in religiösem Ton verfasst. Oder erinnern wir an die „Sensitive“ Herta Schachner aus der Baguhn-Gruppe, die am 29. August 1961 die erste von über hundert Mitteilungen der „Älteren Brüder“ erhielt, womit sie der Menschheit zur „kosmischen Bewusstseinserweiterung“ verhelfen wollte, darunter mittels Hochrezepten und allgemeinen Gesundheitsvorschriften nach dem Muster „Was die Großmutter noch alles wusste“. In den Sechziger Jahren machte als erfolgreicher Spiritist von Heidelsheim bei Bruchsal aus der ehemalige evangelische Pastor Johannes Bolte in Deutschland Schlagzeilen. Nicht nur weil er sich im Pendeln, Rutengehen, Hellsehen, Weissagen, Okkultheilen und Verkünden neuer Offenbarungen mühte, sondern auch wegen seinem „Geistesflug ins weite All“, wo er den „Arktur-Bewohnern“ begegnete um auf der esoterischen UFO-Welle mitzuschwimmen. In den 70ern tauchte dann in Düsseldorf Ursula Jahnke (Jahrgang 1920) als Herausgeberin der Kontaktberichte mit ihren monatlichen Darstellungen über telepathische Kontakte mit Außerirdischen auf. Die UFOnauten sprechen hier über Pyramidenenergie, das Leben nach dem Tod und über die Ethik der Planetarier. Ihr schien dann die Beschäftigung mit dem Kontaktbereich zu Kopf gestiegen sein: Kometen-Nacht im TV: Meine Freundin, die Außerirdische hieß es am 15. März 1986 in der BILD in einem Artikel von C. Abram und R. R. Schneider: Es war die große TV-Nacht der kleinen Sonde „Giotto“, die Nacht des rätselhaften Kometen Halley – und der große Auftritt der Ursula Jahnke (62). Vor fünf Millionen Zuschauern und vor kopfschüttelnden Wissenschaftlern erzählte die Ex-Sekretärin im ZDF von ihrer außerirdischen Freundin Arnika. Nach einem Raumschiffunfall soll sie in die Gestalt einer sterbenden Kanadierin gehuscht sein. Arnika wurde gerade geschieden: „Mein Mann und ich sind eben verschiedene Materien“, habe sie ihrer irdischen Freundin gesagt. Seit vier Jahren pflegt Frau Jahnke ihre ungewöhnlichen Kontakte zu den Außerirdischen: In Düsseldorf sah sie über sich UFOs – „eine Formation wie weiße Wildgänse“.
Begleitet war der Artikel von einer Studioaufnahme mit Frau Jahne: „Sie glaubt fest an die Außerirdischen. Ursula Jahnke. Ihrer Meinung nach haben die Russen sogar eine ganze UFO-Besatzung gefangen und untersuchen sie.“ Bei näherer Betrachtung ergeben sich aber keine zusammenhängenden Gedankengänge, sondern nur wirr aneinandergereihte Phrasen aus vielen Sektoren der Religion, Esoterik und Okkultismus – auch wenn die Gemeindemitglieder genau das Gegenteil glauben und verinnerlicht haben mögen. Aber es war unübersehbar in welchen Regionen sich die ufologische Bewegung der DUIST-Untertassen-Aufklärer bewegten: in denen der „Welt-Interplanetarier“, des „Geistigen Rates der Welt“ von Franz Wittmanns, bei den organisierten Vegetariern oder bei der „Gemeinschaft für religiöse und geistige Erneuerung“ unter Georg Neidhart um den „Stern der Wahrheit immer heller strahlen zu lassen“. In dieser Bewegung sollten die Menschen Deutschland’s zum „Umdenken“ bewegt werden, indem immer der Schlachtruf „Fliegende Untertassen sind eine Realität“ erscholl. Selbst in der Luftfahrt-Zeitschrift Der Flieger wurde von Heft 1 an, April 1957, in einer Berichtserie von Legationsrat und Ex-Fliegermajor Dr. Waldemar Beck, ebenfalls DUIST-Mitglied, über den „jüngsten Erkenntnisstand menschlichen Wissens und Beobachtens der Weltraumboten aus fernen Weltsystemen“ berichtet und für die ufologische Idee geworben. Die neue kosmische Religion nahm ihren Lauf und erfasste immer mehr „UFO-Freunde“, die sich nicht als Vereinsfreunde verstanden, sondern im wirklichen Sinne als persönliche und ideelle Freunde der außerirdischen Planetarier in den Untertassen. Niemand wird es so überraschen, wenn George Adamski höchstselbst in Nr. 12/1957 das „Programm unserer Weltraumfreunde“ auf der Titelseite vorstellte, um die „Planetarier-Hilfe für die Menschheit“ anzubieten, wobei insbesondere die deutschsprechenden Völker zur Aktivität aufgerufen wurden (was niemand verwundert, weil bereits der Kontaktler Reinhold Schmidt erklärte, dass die Planetarier deutsch sprechen – auch wenn der Mann deswegen in die Nervenklinik kam)! Niemand anderes als die Planetarier beobachteten nämlich die Arbeit von Ehepaar Veit und sahen nun den „Samen aufgehen“, da man einem der wichtigsten Kontaktmänner, eben Adamski, dort von Anfang an breiten Raum zubilligte und sich ihren kosmophilosophischen Studien widme. Im selben Atemzug wird aber darauf hingewiesen, dass die „Abonnentenzahl der UFO-Nachrichten immer noch zu niedrig sei“ und man deswegen den Preis erhöhe. Und in der Folgeausgabe las man dann: „Jenen wissenden Freunden aber, die durch ein gütiges Schicksal mit irdischen Gütern bedacht wurden, seien hier besonders angesprochen. Helft helfen, Vermögen verpflichtet Aufklärung an Unwissende zu bringen [z.B. mittels „Gesprächen beim Friseur“], an eine wahrheitshungrige Mitwelt!“ Durch finanzielle Mittel sollte die „schwere, undankbare Mission unserer Planetenbrüder“ unterstützt werden, um „die Erdenmenschheit vor dem Atomtod zu retten“! Die Mitarbeit der UFO-Freunde wurde hauptsächlich durch Stiftungen und Spenden gesucht. Und in den UN Nr. 17 (Januar 1958) wurde es sogar massiv, als Karl Veit gar „als Stiftung dringend ein praktisches Eigenheim oder ein einsprechendes Haus mit ca. 10 Räumen“ für sich und seine Familie sowie natürlich auch für das DUIST-Büro suchte. Welch ein Selbsthilfe-Programm für welches es sogar ein „Interplanetarisches Freundschaftsabzeichen“ als versilberte Ansteck- oder Schmucknadel gab, um sich als UFO-Freunde auf der Strasse zu erkennen zu geben und um seine „Liebe und Dankbarkeit zu den Sternenbrüdern“ zu dokumentieren, wenn es um den „Kosmischen Advent“ oder das „Kosmische Pfingsten“ ginge – und um „die Verheißung JESU“. Die DUIST-Kongresse wurden somit auch zur Internationalen Tagung der Deutschen Freunde der Planetarier und zur Plattform für die „Interplanetarische Förderation“ weil sie auf Anregung der Planetarier einberufen wurden. Schon bei der zweiten Tagung folgten nicht wie erwartet 70 Leute, sondern 120 Menschen „dem Ruf ihres Herzens“, ging es dort doch z.B. auch um „die ethischen Belange und Zusammenhänge zwischen Planetariern und Vegetarismus“ oder um die direkt übermittelten Grüße von Ashtar sowie Setas in „geistig-prophetischer Art“. Extra Dank gab es dafür auch an die „großzügigen Spender“, die ihr Schärflein dazu beitrugen, dass die UN sowie die Bücher des Ventla-Verlags erscheinen können, wobei man natürlich auch wissen muss, dass das Ehepaar Veit als Chefredakteure bzw. Verleger hauptberuflich davon lebten.

UFO-Reportage von Radio Frankfurt hieß es in der UN Nr. 7 für 1957: Am Samstag, den 30. März 1957, 18:15 h, brachte der Hessische Rundfunk in der Sendung „Zeit im Funk“ eine UFO-Reportage von Gottfried Hoster mit dem Studiogast Karl Veit. Themen: „Unbekannte Flugobjekte im Rhein-Main-Gebiet“, „Ein Erdenmensch sah die Rückseite des Mondes“ und „Landung eines Marsmenschen am Hochwedel/Österreich“. In den UN rief Veit dazu auf, dass die Leser sich an die Sendeleitung wenden sollen, um ihren Wunsch nach weiteren UFO-Reportagen auszudrücken. Gleichsam wird bekannt, dass die Buchhandlung für Religions- und Geisteswissenschaften in Berlin-Halensee, ab sofort UFO-Vorträge durch „ausgezeichnete Redner und Kenner der Materie“ organisierte.
Am 4. Mai 1957 hielt G. Neidhart von der DUIST-Zweigstelle München einen Vortrag im Gewerkschaftshaus von Nürnberg mit einem Saalfassungsvermögen von 200 Personen, 250 wurden reingequetscht. Als Folge bildete sich da eine DUIST-Zweigstelle unter Ing. Georg Nägele, der für die UFO-Freunde gleich regelmäßige Treffen veranstaltete.

Karl Veit hielt auf dem „4. Kongress der Universellen Wahrheit“ in Bad Sachsa einen UFO-Vortrag, wozu er „dankbaren Beifall“ erfuhr und ihn selbst veranlasste, weitere Vortragsveranstaltungen durchzuführen. Aufgrund dieser Veranstaltung erhielt Veit zahlreiche Schreiben von Besuchern, die es wünschten, auch bei ihnen zu Hause er einen öffentlichen Vortrag halte, um die Menschen über die Fliegenden Scheiben der Herren Kontaktler aufzuklären. Karl Veit schrieb so in UN Nr. 10, Juli 1957, S.2, aus, dass die entsprechenden Personen bitte regional tätig werden, um das Potential der „Vegetarier, Zimmmermann-, Mazdaznan-, Lorber-, Antroposophen-Kreise etc.“ zu nutzen, die bitte die Anmietung der Räume sowie die örtliche Werbung vornehmen sollen, nach Möglichkeit gleich für zwei Abende hintereinander. Auch auf dem „7. Vegetarier-Kongress der Ideale“ in Freudenstadt mit 600 Besuchern hielt Veit einen Vortrag, um die Menschen dort über die uflogischen „Schöpfungsgeheimnisse“ einzuweihen. Wie Veit in den UN Nr. 9, Juni 1957, S.3, anmerkte, wurde dadurch für diese Leute die Existenz der Fliegenden Untertassen zu einer „selbstverständlichen Realität“.

Am 9. und 10. September 1957 gab es in Stuttgart zwei UFO-Vorträge im Festsaal der Höheren Mädchenhandelsschule durch Karl Veit. Dr. Otto Hess berichtete in den UN Nr. 14, November 1957, S. darüber enthusiastisch., ca. 250 Personen besuchten den ersten Vortrag, 300 gar den zweiten und Veit erntete im Abschluss jeweils „starken Applaus“. Organisation der Vorträge: Sprach-Ingenieur R. Rall, Dr. Otto Hess und Sigurd Schwerdtfeger aus Stuttgart, die auch den Kern der Stuttgarter DUIST-Zweigstelle bildeten. Unter den Besuchern: Wissenschaftler, Herren der TH sowie ein Reporter des Fernsehfunks. Als Folge gab es am 26. September 1957 eine Fernsehsendung des Südfunk im Rahmen der Abendschau, bei der Karl Veit im Studio als Gesprächspartner anwesend war. Damit wurden noch mehr Menschen auf die Untertassen-Ideologie der Veits und ihrer Anhängerschaft aufmerksam gemacht. Der Jubel in den UN fiel entsprechend aus.

Am 13. September 1957 gab es in Augsburg einen UFO-Vortrag durch Karl Veit im Weißenburgerhof. Thema der Lichtbildveranstaltung: „Besuchen Planeten-Menschen unsere Erde?“ Ergebnis: 300 Besucher, die teilweise sogar von weiter her angereist waren. Organisator: Willi Hartmann. Unter den Besuchern befanden sich auch Journalisten von Sieben Tage und Heim und Welt sowie anderer „aufgeschlossener Zeitungen“ [sic], die die „UFO-Tatsachen objektiv und ihrer vollen Bedeutung gemäß zu würdigen“ wussten (so UN Nr. 14. November 1957, S.2), aber da war auch der Journalist Siola, der in der Schwäbischen Landeszeitung einen derart „infamen Artikel“ schrieb, weswegen Veit an dessen „gesunden Menschenverstand zweifeln musste“, da der Artikel von „blamabler Skepsis“ gezeichnet war und es unbegreiflich für die UN-Chefredaktion ist, wie Siola das „geradezu erdrückende Beweismaterial“ und die „Forschungsergebnisse der Kontaktberichte“ von derart hochgeachteten, ja höchstgestellten Persönlichkeiten wie z.B. Prinz Philipp von England, Lord Dowding, Prof. Oberth, Prof. Nahon, Prof. Rampa, Dr. Bühler, Dr. Martin etc anzweifeln konnte. Veit vergaß dabei in all seinem enthusiastisch-aufgeheizten Seelenzustand, dass die genannten Herren durchweg nur UFO-Interessenten sind und keine UFO-Forscher und sie ebenfalls keineswegs „geradezu erdrückendes Beweismaterial“ vorlegten, außerdem auch keine „Forschungsergebnisse“ der Kontaktlerberichte einbrachten, sondern nur Glaubensbezeugungen.  Als Folge der Veranstaltung bildete sich die „UFO-Studiengruppe Augsburg“ unter Willi Hartmann, die sich dann regelmäßig in der „Goldenen Gans“ versammelte, um immer wieder die von Anni Hagen, Bregenz, gechannelten Botschaften von SETA zu empfangen. Die erste Zusammenkunft am 2. Januar 1958 wurde von 55 Personen besucht.

Am 16. September 1957 gab es in der österr. Messestadt Dornbirn einen UFO-Vortrag durch Karl Veit im Hotel Mohren. Thema der Lichtbildveranstaltung: „Besuchen Planeten-Menschen unsere Erde?“ Die Veranstaltung wurde durch die PR-Arbeit des Organisators Wenzel drei Mal im Radio angekündigt. Die Vorarlberger Nachrichten berichteten am 26.9.57 darüber: Nach jahrelangem, vollständigem Schweigen über die unbekannten Flug-Objekte (=UFO, Fliegende Untertassen) brachte jüngst der bekannte deutsche UFO-Forscher Karl L. Veit aus Wiesbaden einen aufschlussreichen Bildervortrag. Im Zuge seiner internationalen Vortragreise durch Europa wurde nach Augsburg nun auch Österreich zum erstenmal, und zwar der Messe- und Industriestadt Dornbirn die Ehre zugegen, den neuesten Stand der Dinge zu erfahren. Das zahlreich erschienene Publikum nahm die Ausführungen mit großem Interesse auf.

Am 18. September 1957 gab es in St. Gallen, Kurhaus Dr. Martens, einen UFO-Vortrag durch Karl Veit, Organisation: Fam. Martens. Thema der Lichtbildveranstaltung: „Besuchen Planeten-Menschen unsere Erde?“

Am 20. September 1957 gab es in Zürich, Konzertsaal des Konservatoriums, einen UFO-Vortrag durch Karl Veit, auf Einladung des UFO-Aktivisten Paul Häusle und in Mitverantwortung durch H. J. Ragaz vom „Weltraumboten“ und Prof. Dr. h.c. W. Zimmermann. Thema der Lichtbildveranstaltung: „Besuchen Planeten-Menschen unsere Erde?“ Zwischen 550 und 600 Menschen besuchten die Veranstaltung, die total überbevölkert war – etwa 50 Notstühle mussten aufgestellt werden und zig Leute saßen auf dem Boden. Über 300 Menschen mussten heimgeschickt werden. Aus diesem Grund gab es einen Anhängevortrag am Abend des 21. September 1957, der ebenfalls total ausverkauft war.
Aufgrund des gewaltigen Interesses wurde im Volkshaus Zürich ab sofort an jedem ersten Samstag im Monat ein UFO-Diskussionsabend eingerichtet, der gleich bei seiner ersten Veranstaltung im anschließenden Oktober von ca. 50 Personen besucht wurde. Häusle stellte sogleich Pläne für weitere Ortsgruppen in der Schweiz auf.

Am 8. Oktober 1957 fand in Kassel-Wilhelmshöhe ein weiter Untertassen-Vortrag von Karl Veit vor 150 Personen statt, der „mit vollem Verständnis und Applaus und bezeugter Dankbarkeit aufgenommen wurde“.

Deutsche Freunde der Planetarier veranstalteten vom 2.-4. November 1957 ihre Zweite Internationale Jahrestagung in der Kongresshalle zu Wiesbaden unter der Veranstaltungsleitung, dem Herausgeber der UFO-Nachrichten, Karl L. Veit.
Hierüber berichteten die UN in Nr. 15 vom November 1957. Durch „unseren hochgeschätzten George Adamski“ war der „dringende Wunsch unserer lieben Planetarierbrüder“ übermittelt worden, dass sich auch in Deutschland Arbeitsgruppen bilden, die aus ihnen „freundschaftlich-brüderlich zugetanen Erdenmenschen“ bestehen. Sie, die Planetarierbrüder, mochten „mutige Aktivisten“ anspornen, nun ihren Teil dazu beizutragen, dass sie ihre Mitmenschen über die Fliegenden Untertassen aufklären. Cirka 120 UFO-Freunde folgten also dem kosmischen Ruf, „dem Zug ihres Herzens“, wie es pathetisch hieß. Akademiker, Wissenschaftler verschiedenster Fakultäten, Ärzte, Ingenieure und Künstler waren zu der internationalen UFO-Tagung gekommen, um für die „interplanetarische Förderation“ tätig zu werden. Der Mannheimer Dr. Wilhelm Martin (Naturwissenschaftler und Lichtforscher) berichtete über seine „bahnbrechenden Erkenntnisse“, wonach „nachweislich“ alles falsch sei, was die Einsteinschen Lehre, astronomische Hypothesen, Sonnentheorie, Planetenatmosphären der Wissenschaft beinhalte. Er forderte auf, endlich die „Über-Physik“ unter Einbringung der Telepathie und Meta-Physik sowie Esoterik in die Gänge zu bringen, um damit der wissenschaftlich-weltlichen Stagnation entgegenzutreten und endlich die Evolution voranzutreiben, so wie es die „wissenschaftlichen Erkenntnisse des Mystikers Jakob Lorber und ähnlichen geistigen Quellen“ erbrachten. Dies alles forderte er nun zu „einer sinnvollen Einheit zusammenzufügen“, um den Ursprung der Fliegenden Untertassen zu verstehen, wie es bereits Adamski lehre, da die Venusier das irdische Dunkel bereits durchbrochen haben und bewiesen, wie recht Lorber hatte! Daher weht also der Wind, weswegen es bei der DUIST eine so intensive Unterstützung der Adamski-Märchen („beglaubigter Fall“) gab, er war quasi die Verwirklichung der Visionen Lorbers, so wie sich die Anhänger seiner Lehre es sich vorstellten. Zahnarzt Eugen Köberle, Berchtesgaden, hatte eine „mitreißende Darstellung“ für einen geradezu klassischen Lebensweg für den suchenden Menschen zwischen Natur und den Religionslehren östlicher und abendländischer Prägung anzubieten, um „psychische Kraftvorgänge“ freizusetzen, um damit das Christus-Erleben erfahrbar zu machen. Eine Vorlesung von Hermann Grettler über das „Ultimation des Weltalls“ war so erhaben, dass sie „wundersame Schwingungen“ freisetzte, denen man sich ob des „Licht- und Friedensbringers“ nicht entziehen konnte. Herr K. Christian, Speyer, leistete ebenfalls seinen wertvollen ufologischen Beitrag mit der Rede über „ethische Belange und Zusammenhänge zwischen Planetariern und Vegetarismus“. Die „Verschmelzung von Religion und Wissenschaft“ wurde damals schon angestrebt.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/3marseffekt2.htm

Gruß an die Realisten

TA KI

Der Marseffekt wirkt sich aus… Teil 1



Leben wirklich Menschen auf dem Mars? Der Herbst könnte Antwort geben – Planet kommt auf 56 Millionen Kilometer an die Erde heran berichtete am 7. Juli 1956 die Rhein-Neckar-Zeitung:

Die wissenschaftliche Welt steht vor einem astronomischen Großereignis. Sterngucker in aller Welt erwarten mit Spannung den kommenden Herbst, wenn der Mars zum erstenmal seit Jahrzehnten wieder auf etwa 56 Millionen Kilometer an die Erde herankommen und damit den modernen Präzisionsinstrumenten der Astronomen näher als jemals zuvor sein wird. Vielleicht wird sich dann auch der achtzigjährige Streit über die berühmten Marskanäle entscheiden lassen, der im Jahre 1877 begann, als der italienische Sternkundler Giovanni Schiaparelli diese merkwürdigen Linien auf der Oberfläche des Mars entdeckte und sie zu künstlich angelegten Bewässerungskanälen deklarierte. Den Astronomen von heute stehen natürlich viel bessere und genauere Geräte zur Verfügung als dem italienischen Pionier der Marsforschung. Sogar Fernsehkameras werden mit von der Partie sein; eine Expedition, die sich extra zu diesem Zweck in Südafrika in der Nähe von Blömfontain niedergelassen hat, wird sie zum gegebenen Zeitpunkt auf den Planeten richten. Die Theorie von den Marskanälen wurde zunächst in Fachkreisen weidlich belacht, bis der bekannte amerikanische Astronom Percival Lowell die Entdeckung Schiaparellis verteidigte und die „Kanäle“ in eine Karte der Marsoberfläche eintrug. Einige von ihnen, behauptete der Amerikaner, müssen Tausende von Kilometern lang sein. Heute gibt es eigentlich nur noch wenige ernsthafte Wissenschaft, die an das Vorhandensein menschlicher oder menschenähnlicher Lebewesen auf dem Mars glauben. Allgemein anerkannt wird dagegen die Theorie, dass es auf dem Mars Leben, und zwar in Form von Pflanzen, gibt. Einige Astronomen sind fest davon überzeugt, dass die sogenannten Kanäle in Wirklichkeit breite Streifen Landes sind, die mit Flechten oder einer ähnlichen Vegetation bewachsen sind und von den schmelzenden Schneewassern, die im „Frühling“ von den Polarregionen des Planeten ins Tal fließen, zum Grünen gebracht werden. Tatsache ist jedenfalls, dass die Gebiete, die möglicherweise eine pflanzliche Vegetation haben, mit den Jahreszeiten auch ihre Farbe wechseln, erst grün, dann gelb und schließlich braun werden. Tatsächlich kennt der Mars Jahreszeiten, die denen der Erde ähneln. Allerdings dauert ein Jahr auf dem Mars 687 Tage, ein Tag ist dort 24 Stunden, 37 Minuten und 23 Sekunden lang. Die Masse des Mars macht etwas mehr als ein Zehntel der Erdmasse aus.

Generationen von Forschern auf der Erde haben sich über die Frage gestritten, ob der Mars bewohnt ist oder jemals bewohnt war. Es scheint, dass das Marsklima tatsächlich ausgeglichener als das Erdklima ist und dass Menschen, die mit den notwendigen Lebensmitteln ausgerüstet sind, sehr wohl auf dem Mars landen und dort leben könnten. Sehr strittig ist auch das Alter dieses merkwürdigen Planeten. Einige Astronomen behaupten, der Mars sei jünger als die Erde und habe jetzt erst den Stand erreicht, den die Erde vor der Entstehung des Menschen erreicht hatte. Andere wiederum unterstützen die Theorie, dass der Mars viel älter als die Erde ist und das darstellt, was die Erde in mehreren Millionen Jahren einmal sein wird. Zweifellos werden im Herbst, wenn der Mars auf seiner gewohnten Bahn wieder einmal in die nächste Nähe der Erde kommt, von den Wissenschaftlern in aller Welt unzählige neue Daten für und wider die bestehenden Theorien gesammelt werden. Doch dürfte auf die Kernfrage, mit der sich die Menschen auf der Erde jetzt schon seit Jahrhunderten auseinandersetzen – gibt es Menschen auf dem Mars? – immer noch keine klare und eindeutige Antwort gefunden werden. Vielleicht wird sich diese Frage erst lösen lassen, wenn die ersten wirklich brauchbaren Raumschiffe starten und den Menschen höchstpersönlich auf jenen rätselhaften Planeten tragen.

Der Mensch und die Marsmenschen in ihren fliegenden Kisten, irgendwie gehören sie historisch gewachsen zusammen. Wie man in der Rückschau sieht, war die Mars-Leben-Diskussion ein förderliches Element der Untertassen-Streitfrage. Die Erwartungen des Menschen (auch der Wissenschaftler) nach wissenschaftlichen Neuigkeiten umwerfender Art bei der Mars-Annäherung waren hoch gesteckt – auch wenn wir aus heutiger Schau erkennen müssen, dass auch damals die Wissenschaft zu hoch gesteckte Erwartungen hatte und der Mars nochmals betreffs der Lebensfrage in eine tieferliegende Schublade herabgesetzt werden musste. Nicht nur zur Jahrhundertwende hatten sich die Astronomen Schiaparelli und Lowell ob der Marskanäle geirrt, sondern auch noch Mitte der 50er Jahre dieses Jahrhunderts irrten sich die Wissenschaftler ob des selben Gegenstandes ihrer Begutachtung. Analog einher muss natürlich auch daran gedacht werden, dass die Wissenschaftler der UFOlogie sich bei einem weitaus größeren Problemkreis wie dem UFO-Phänomen ebenso gewaltig irren können. Ja, die Wissenschaft ist auch von Pleiten, Pech und Pannen nicht verschont. Es hat sich jetzt schon gezeigt, dass die UFOlogen auch nichts weiter als eine moderne Ausformung der Schiaparelli’s und Lowell’s sind.
Radiowellen vom Mars empfangen, kabelte dpa aus Washington und so meldete der General-Anzeiger vom 19. September 1956: Radiowellen vom Mars sind nach Mitteilung amerikanischer Wissenschaftler mit einem zu Marineforschungszwecken dienenden Radioteleskop bei Washington aufgefangen worden. Die gleichen Forscher hatten in diesem Jahr bereits die Radiostrahlung der Venus aufgefangen. Da die Radiostrahlung mit der Temperatur des sendenden Sterns zusammenhängt, konnten die Astronomen feststellen, dass die Oberflächentemperatur der Venus über 100 Grad Celsius beträgt, während die des Mars etwas unter dem Gefrierpunkt liegt.
Die Radiosignale vom Mars waren so schwach, dass die amerikanischen Wissenschaftler mehr als 50 Messungen mit dem 15-m-Teleskop der Marineversuchsstation vornehmen mussten, ehe die Herkunft der Strahlen feststand.

Goldene Zeiten für die UFOlogie – die DUIST gründet sich

2 „…des Interplanetarischen sowie Galaktischen Verkehrs im Kosmos… Sie dient dem Weltfrieden und der Völkerverständigung, der naturwissenschaftlichen und ethischen Bewusstseinserweiterung im beginnenden Kosmischen Zeitalter…“
3 „…(DUIST) hat freiwissenschaftliche, unpolitische, überkonfessionelle, völkerverbindende und universelle, auf interplanetarische Verbindung und Austausch gerichtete Zielsetzungen…“
Auszüge aus der Satzung der DUIST

Was für Meldungen und Schlagzeilen waren in knapp zehn Jahren über Deutschland gekommen! Bisher hatte sich offenbar Nachkriegs-Deutschland selbst wenig mit den Untertassen beschäftigen können, wenn auch da und dort selbst solche Körper aufgetaucht sein sollen. Aber eine richtige deutsche UFO-Forschungsanstrengung, die der UFOlogie, war noch nicht zu verzeichnen gewesen. Offenbar lag nun das Kriegsende weiter zurück, sodass die Menschen nach vorne schauen konnten und sich mit weniger alltäglichen Herausforderungen beschäftigen. Überhaupt setzte ab 1953/54 weltweit ein regelrechter Boom an UFOlogie ein, Deutschland wurde schließlich davon ebenso erfasst. Meldungen, Meinungen und Ansichten gab es zum Thema genug.
Die öffentliche Debatte war eröffnet und Keyhoe’s Buch hatte als erster UFO-Klassiker höchste Auflagen erzielt. Es gab also ein Publikumsinteresse in diesen schwierigen Zeiten des Kalten Kriegs und der Faszination „Astronautik“, wie man damals alles rund um den Weltraumflug und der Rakete nannte. Nachdem nun die USAF ganz offiziell UFOs erforschte, war Zeit geworden, dass sich auch Hobbyisten dem modernen und herausfordernden, spannenden und phantasienfreisetzenden Nebenzweig der „Astronautik“ widmeten und in Vereinen organisierten. Das Künstler-Ehepaar Karl & Anny Veit schuf mit dem Sprachrohr UFO Nachrichten die Basis für ein deutsches ufologisches Zentrum, welches über Jahrzehnte hinweg unbestritten die UFOlogie schlechthin für Deutschland repräsentierte und in verschiedenen Städten Deutschlands, Österreich und der Schweiz Ortsgruppen unterhielt.
Große UFO-Kongresse mit esoterischer Auslegung haben seit den Tagen der Veit’s eine Tradition. Die kunterbunte Kindergarten-UFOlogie prägte sich als Weltanschauungs-Vereinigung, neue kosmisch-komische Pseudoreligion oder/und modernen Aberglauben an technische, gott/aliengesandte Engel aus.

Jeder, der sich die Mühe macht irgendwo in der Presse auftauchende UFO-Meldungen nachzuspüren wird bald nicht mehr nur ein wissenschaftlich Suchender sein, sondern hautsächlich sich eher wie ein Detektiv vorkommen. Zu diesem Schluss kam bereits 1955 Siegfried Schöpfer, der eine Volkshochschule leitete sowie freier Mitarbeiter einer Sternwarte war und so das Bändchen „Fliegende Untertassen – Ja oder Nein?“ im Walter Hädecke Verlag (Stuttgart) herausbrachte. Schöpfer hatte sich 1954 den UFO-Meldungen hauptsächlich in Süddeutschland angenommen und war ihnen nachgegangen: „Beginnen wir mit den im Sommer aus der Tschechei und Ende September über Passau und Linz beobachteten Untertassen. Die Ermittlung ergab, dass es sich einwandfrei um Scheinwerfer von Flakbatterien anläßlich tschechoslowakischer Manöver handelte. Die aus dem Rheinland im August gemeldeten Untertassen waren samt und sonders nichts anderes als die verstärkten Sternschnuppenfälle der Perseiden. Es war direkt auffallend, mit welcher Identität die Meldungen sich während des Maximums der Perseidenfälle, d.h. um den 15. August häuften, sie lauteten meist:
Überaus hohe Geschwindigkeit, rasch verschwindend, strichartige Flugbahn, geräuschlos, heller als gewöhnliche Sterne. Aus Bad Hersfeld wurde ein UFO wie folgt gemeldet: 5:45 h, geräuschlos, rund, in der Mitte kuppelartige Erhöhung, Ränder gewölbt, Farbe metallisch, Flugbewegungen loopingartig wie ein fallendes Blatt [!], Dauer ca. 45 Sekunden. Die angebliche Untertasse war einwandfrei der Absturz einer Radiosonde. Die kürzlich beobachtete Erscheinung an der Adria war auch eine Radiosonde; allerdings wurde hier der Aufstieg beobachtet, wobei das Sonnenlicht über eine halbe Stunde lang den Ballon weißlich glänzend erscheinen ließ. Die Ortsveränderung war dabei kaum merklich.

Die aus Rastatt und Basel gemeldeten UFOs vom September 1954 waren Düsenjägerübungen; die Beobachtungszeiten waren vorwiegend zwischen 18:30 und 19:30 h, wo bei sich durch die tiefstehende Sonne besondere Leuchteffekte an der Unterseite der Flugzeuge ergaben. Aus Stuttgart liegen verschiedene Meldungen vor, die von den Mitarbeitern der Stuttgarter Sternwarte geklärt werden konnten. Ein besonders helles UFO im Juli war als Niedergang eines hellen Meteors geklärt worden. Bei einem zweiten Fall handelt es sich um ein Hochgewitter mit Flächenblitzen. Im dritten Fall – man sollte es nicht für möglich halten – war es ein Reklameflugzeug von Trumpf-Schokolade. Eine weitere Meldung war dargestellt, dass die fragliche Untertasse im Osten um 1:30 h knapp über dem Horizont gesichtet wurde. nach einer Stunde war die Untertasse nicht mehr ganz so rot und deutlich höher gestiegen! Erklärung: Der Beobachter hat nichts anderes als den Aufgang des Planeten Jupiter beobachtet. Richtung, Uhrzeit und Art der Bewegungen stimmten genau überein. Bei einem erst kürzlich gemeldeten Fall war es entsprechend der Untergang der Venus am Abendhimmel (Herbst 1954). Auch aus den Vororten von Stuttgart wurden UFOs gemeldet. Der Fall in Zuffenhausen war nichts anderes als ein Segelflugzeugmodell ablässlich eines Segelflugtages. Die in Obertürkheim beobachtete Untertasse war einwandfrei ein Düsenjäger. Ebenso waren die verschiedenen UFOs, die in Baltmannsweiler bei Esslingen (Neckar) im August gesehen wurden, Düsenjäger kurz vor Sonnenuntergang: ‚Zwei helle, glänzende Punkte, die von Süden nach Norden flogen und sehr plötzlich nach Westen abdrehten. Das Auffallende war diese hell glitzernde Farbe.‘ Weitere Fälle aus verschiedenen Gegenden Deutschlands ließen sich auf einen der eben beschriebenen Fälle zurückführen. Die aufsehenerregenden UFO-Beobachtungen am 28. Oktober 1954 in Rom sind einwandfrei auf einen Aufstieg vieler Wetterballone zurückzuführen. Die Beobachter sahen – typisches Beispiel – rotierende, glühende Scheiben, und in Wirklichkeit waren es nicht rotierende, in der Sonne glänzende Ballone.“ Ebenfalls wurde von Schöpfer damals eine wichtige Erfahrung gemacht, die zahlreiche UFO-Phänomen-Forscher nach ihm wieder und wieder in allen Teilen der Welt machen werden. So gab es in jenem Herbst 1954 eine Konzentration von UFO-Sichtungen in Ulm und um Ulm herum, ausgelöst durch eine Zeitungsmeldungen wonach 10 bis 15 Einwohner ihre Sichtungen einem namentlich genannten Landespolizeiobermeister vortrugen. Begonnen hatte alles mit der Fehldeutung eines hochfliegenden Flugzeug, dies sprach sich als Fliegende Untertasse herum und dann sahen immer mehr Menschen solche Objekte. Darunter auch eine Formation von drei schnellfliegenden Düsenjägern, die gerade ihren Flugplatz ansteuerten und dort neu stationiert waren. In einem weiteren Fall war die „rötliche Untertasse“ nichts weiter als der Untergang des Planeten Mars gewesen der von mehreren Leuten gleich als UFO angesehen wurde.

Auch wenn dieser erste deutsche UFO-Untersucher selbst erst aufgrund der vorliegenden Schriften und Publikationen in den Erscheinungen „ein neues Phänomen, welches bisher nicht geklärt ist“ sah, wurde er nach der mit Sorgfalt und Ausdauer geführten Untersuchungen ernüchtert. Alle die von ihm aufgegriffenen Berichte konnten erklärt werden, auch wenn es zunächst anhand der ersten Meldungen (meist kurz gefasst und den Details mangelnd) anders ausschaute. So sprach Schöpfer von einer „UFO-Psychose“ die von Donald Keyhoe’s sensationelles Buch „Der Weltraum rückt uns näher“, welches gerade in Deutschland erschienen war und für gewaltigen Wirbel in den Medien sorgte. Hierdurch wurde dem Deutschen das UFO-Phänomen markant näher gebracht und die populäre interplanetarische Raumschiff-Konzeption ging auf. „Anscheinend genügt das Loch-Ness-Ungeheuer und der Schneemensch vom Himalaja nicht mehr, so dass wir es hinnehmen müssen, dass die Sensation des Jahres 1954 eben die Fliegenden Untertassen waren…“, stellte der Mann fest, aber niemand hörte hin wie wir gleich sehen werden.

Weltraumbote nannte sich ab 1. November 1955 eine Publikation (Format Din-a-5, gedruckt) von Heinrich Ragaz (Jahrgang 1909) aus Zürich, genannt eine „unabhängige Zeitschrift zur Verbreitung der Wahrheit über die Fliegende Untertassen genannten außerirdischen Raumschiffe, zum Kampf gegen die Atomspaltung und für die Vorbereitung des neuen, geistigen Zeitalters“. Ragaz war angeregt worden durch ein „Werklein“ von Dr. Gilbert N. Holloway, Begründer und Leiter der „Holloway School of Philosophy & Religion“ in Los Angeles: „The Coming of The Space People“. Dieser Leitfaden wurde als „derart wissenswert und wichtig“ angesehen, dass sich Ragaz entschloss ihn in deutscher Sprache vorzulegen, weil man sich hierdurch „ein zuverlässiges Urteil“ bilden könne, wenn es um Fliegende Untertasse gehe. Hier ging es um „Ätherschiffe“, wie sie Mark Probert propagierte und von denen er ob „zwölf medial begabten Personen mit gefestigten Charakter und erwiesener Integrität“ wusste. Die Echtheit dieser gechannelten Informationen (auf der „Celan-Welle“) wurden durch Meade Layne und Gerald Light bestätigt, wobei letzterer selbst wegen seinen „Forschungen auf psychischem Gebiet der feinstofflichen Welten“ zu den großen Geistern der Zeit gehöre. So wurde aufgerufen, dass sich „alle Okkultisten, Spiritualisten und Studenten der verschiedenen esoterischen Schulen“ den Fliegenden Scheiben mehr Bedeutung beimessen sollten und „Wissen erarbeiten“, um dieses verbreiten zu können: „Niemals vorher gab es in der Geschichte der metaphysischen Ideen eine solche Gelegenheit zur Bildung der Öffentlichkeit, und niemals war die Notwendigkeit dafür so groß!“ Gerne berichtete Ragaz auch aus einer Gazette namens „Drei-Eichen-Blätter“, die es zu jener Zeit offenbar schon gab sich um Durchgaben von den „Uraniden“ kümmerte (darüber hinaus war die in Mattsee bei Salzburg herausgegebene Schrift „Das Geistige Reich“ eine dem Weltraumboten nahestehende Publikation, zu deren Lesern in Deutschland Therese Neumann aus Konnersreuth und Bruno Groening, der „Heiler von Herford“ aus Plochingen gehörten und dort bereits als „Heilige“ verehrt wurden). Gleichsam fanden sich hier Darstellungen aus der „Okkulten Stimme“ (Löwen-Verlag, Braunschweig) und dem „Mitteilungsblatt der Rosenkreuzer-Gemeinschaft“. Die Zeitschrift Weltraumbote startete mit 2.500 Exemplaren Auflage und hielt 6 Jahre lang durch, wobei die Auflage immer mehr zurückging und offenbar gegenüber den UFO-Nachrichten nicht bestehen konnte und zum Ende hin Adamski ins Feuer schickte, dazu mehr am Schluss.

Wer sich die mentale Landschaft der UFOlogie einmal in ihrer Breite betrachtet, wird schnell feststellen, dass die Esoteriker und New Ageler ein dickes Pluskonto im Gesamtkonzert besitzen und damit den UFO-Mythos hierzulande besonders intensiv in einer bestimmten Ausrichtung szenenintern ausprägten und damit wieder die öffentliche Konzeption ob der UFO-Idee beeinflussten. Im Spätjahr 1956 erschienen auch die UFO-Nachrichten (UN), herausgegeben von der Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft, die ganz plötzlich da war und unserer Kenntnis nach keinerlei auffallende Medienbegleitung zu ihrer Gründung erfuhr. Auch waren die Protagonisten bis dahin in der Medienlandschaft nicht aufgefallen und setzten aus dem Nichts heraus zum Start an. Um so verblüffender ist es aus heutiger Sicht, dass der in Wiesbaden-Schierstein wohnhafte Karl L. Veit in seinem „Urgemeinde- und Ventla-Verlag“ gleich im Zeitungsformat an den Start ging und mit seinen ersten Nummern bereits zeigte, dass der Redaktion ein solides Korrespondentennetz zur Seite stand. Das Organ erschien nicht am Kiosk, nicht im Zeitschriftenhandel und war nur via Abonnement, also unter der Hand, zu erhalten. Das Fundament muss gut gewesen sein, schließlich setzte die Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft recht schnell ihr Wachstum fort und unterminierte die gesamte deutsche UFO-Bewegung, brachte verhältnismäßig hochwertige Bücher im drucktechnischen Sinne heraus (sogar in Lizenz) und organisierte bereits 1960 einen sehr großen UFO-Kongress, nachdem es bereits interne Tagungen vorher gab. Deutlich baute die deutsche UFOlogie nach Veit’scher Ausrichtung auf der religiös-orientierten „Urgemeinde“ auf, was sich recht bibelfundamentalistisch anhören mag. Mittels einer direkt anschließenden aktiven Öffentlichkeits- und Medienarbeit, ausgegeben als Pionier-„Aufklärungstätigkeit“, fasste die DUIST Boden und überall schossen angebundene Zirkel aus dem Boden.

Unter dem Weltbild des österr. Visionär  Jakob Lorber* entstand eine stark den klassischen amerikanischen Kontaktlern zugeneigte Bewegung, die wiederum durch esoterische Blätter wie Huters Neue Weltschau, Das Neue Zeitalter und, ja, der Esotera beeinflusst wurde bzw. wechselseitig den UFO-Aberglauben ausprägte, die Leserschaften waren fast identisch und von Spiritismus und Okkultismus stark geprägt. Hier galt „die herrliche Frohbotschaft der Mystik“ und es war „der übersinnliche Aspekt der UFO-Forschung“ wichtig. Dies konnten wir selbst immer wieder feststellen, da die Schreiber und Leserbriefe-Verfasser fast überall die selben waren. Und es handelte sich hierbei um Menschen, die schon nach Joachim Herrmann’s (Sternwarte Recklinghausen) Beobachtung in „Das falsche Weltbild: Astronomie und Aberglaube“ (Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1962) mit eher enthusiastischen Worten, „die sonst nur Ideologen eigen zu sein pflegen“, über UFOs, Fliegende Untertassen und den Raumbrüdern sprachen. Hier zitiert man die Bibel, dort die Relativitätstheorie und in den Pausen dazwischen drängt man sich um die „dokumentarischen“ Fliegenden Untertassen-Fotos voller enthusiastischer Bewunderung. Die UFOlogie ist bis heute (quasi traditionell) davon geprägt, dass deren ‚Wasserträger‘ oftmals halbgebildete Laien sind, die einmal mit halben Ohr etwas von der vierten Dimension, der Einstein’schen Formel und anderen anstrengenden Dingen vernahmen und dies alles mit esoterischen Ansichten sowie UFOs zu einem kurios-grellen Phantasieprodukt verquirlen. Dabei sind deren Gedankenfrüchte noch nicht einmal besonders originell, denn Ähnliches konnte man schon viele Jahre zuvor in der utopischen Literatur entdecken, die allerdings gar nichts anderes sein wollte als eben Utopie zur Unterhaltung (nun gut im Zeichen der Akte X ist die UFOlogie auch wieder für viele Neu-UFOlogie-Jünger zu einer Art Unterhaltung geworden).

*= Im Magazin 2000 für Mai/Juni 1981 (Nr.3/81) hagelte es außergewöhnliche Leserbriefe in Sachen Jakob Lorber (1800 – 1864), einem „Propheten“ und „Mystiker“, gelegentlich als der „Schreibknecht Gottes“ bezeichnet, weil er nicht öffentlich auftrat, sondern seine Offenbarungen für die Nachwelt niederschrieb. Unter anderem hatte er es von der „illusionären Welt der Realitäten“ und bot eine „geistige Welterklärung“ an um die „Lösung der Fragen und Probleme“ der Welt von oben herab anzubieten. Karl Veit nannte diese „eine Perspektive die sich allen echten Wahrheitssuchern eröffnet“. Die internationale Verbreitung dieses „geistigen Erbes“ haben sich Lorber-Gesellschaften in Österreich und in Deutschland zur Aufgabe gestellt. Von der österr. Lorber-Gesellschaft wurde die Zeitschrift aus dem Geiste der Neuoffenbarung Wille und Wahrheit herausgegeben. So meldete sich Roswitha Bernstein aus Gelnhausen, die mit einem ehemaligen Lorber-Anhänger verheiratet ist und sich ehemals selbst mit dessen Inspirationen beschäftigt hatte. Schließlich stellte sie „viele Lügen und Widersprüche“ fest, weswegen ihr klar war, dass Lorber kaum göttlich inspiriert worden sein kann, sondern selbst so etwas wie ein Satan gewesen sein muss. Und Marion Johann aus Ettlingen berichtete als Kosmetikvertreterin von ihren Begegnungen mit Lorberanhänger und -Anhängerinnen. Lorber gab vor von der Stimme Jesus gehört zu haben, dass Sex nur zur Kinderzeugung und ausschließlich dazu diene, ansonsten haben sich die wahren Gläubigen der Zwangsenthaltung zu unterwerfen: „Das hat zur Folge, dass sie [die Lorber-Anhänger] ständig übernervös und gereizt sind, weil sie ihren natürlichen Geschlechtstrieb nie abreagieren dürfen. Das hat wieder zur Folge, dass sie aufgrund dieser Überreiztheit ihrer unterdrückten Gefühle sehr streitsüchtig sind.“ Dr. med. K.-P. Schlebusch, Essen, dagegen hat mit Lorber seinen Weg gefunden und „mir persönlich weitergeholfen“. Die Unterdrückung sexueller Lustgefühle scheint in manchen Sekten bestimmendes Element zu sein, um Macht über die Mitglieder zu erhalten, wenn sie sich in diesem grundlegenden Bereich schon einer Wahnidee wegen den Vorgaben des jeweiligen Gurus unterwerfen. Alle anderen werden hier als Atheisten angesehen, genauso wie es in den UFO-Nachrichten Nr. 269 für Juni 1981 auf Seite 12 geschah, wo CENAP als „eine atheistische UFO-Minigruppe“ verteufelt wurde.
Die deutsche UFOlogie wurde von Karl Ludwig Veit, Jahrgang 1906, ins Leben gerufen, der „dank göttlicher Führung“ aufwuchs, deswegen von 1924 bis 1929 in Mainz und Frankfurt/Main ein Kunststudium betrieb und „mit anschließendem Studium der Lorberwerke 1929 bis 1932“ zur geistigen Reife gelangte, will heißen zur christlichen „Neuoffenbarung“. Er war so suchend geworden, nach den Gebieten der Metaphysik, Parapsychologie, Apokalyptik und vergleichende Religionswissenschaften. An der Städelschen Kunstakademie in Frankfurt hatte der Kunstmaler eine Vision („übersinnliche Schauung“ genannt), eine Gotteserfahrung, gehabt, die ihm nun den künftigen Weg wies. Dies war ein „Lichterlebnis“ gewesen – gepaart mit der Vision „eines der Physik entrückten Schwebeflugs in Begleitung eines Engels“… Von 1956 bis tief in die 70er Jahre war die DUIST also das einzige ufologische Aushängeschild, welches auch zum Gesprächspartner der Medienwelt bestimmt war und damit auch die UFOlogie nach außen hin, also in die Öffentlichkeit hinein, vorstellte, wenn auch die Verantwortlichen sich zum sogenannten „Urchristentum“ bekannten. In der Hauspostile UFO-Nachrichten fand man oft Beiträge über Metaphysik, Religion, Vegetarismus, Esoterik usw. und man sprach von einem „kommenden Goldenen Zeitalter“ und einem „sterbenden Materialismus“. Wie Dieter von Reeken in seinem Buch UFOlogie aus dem Verlag 2000 (Luxemburg, 1981), auf S.34, festlegte: „Doch in gewissen UFOlogen-Kreisen berauscht man sich eben gern an den abwegigsten Theorien, statt das Nächstgelegene anzunehmen“. Wie er zudem diagnostizierte, war das Wort „Materialismus“ in DUIST-Kreisen ein Rahmen, „der jeweils mit den Dingen ausgefüllt wurde, die nicht in das ufologische Weltbild oder in den eigenen Vorstellungsbereich passen. Meine Erfahrungen mit UFOlogen haben gezeigt, dass die meisten dieser Menschen eine UFO-Forschung nur nebenbei betreiben, hauptsächlich aber in Sekten verschiedenster Art oder ‚Freundeskreisen‘ mit weltanschaulicher Ausrichtung engagiert sind.“ Kein Wunder, wenn also die Anhänger der UFOlogie manchem Betrachter praktisch als eine Sekten-Gemeinschaft mit pseudoreligiösem Inhalt vorkommen müssen.

Von einer damals 84-jährigen Naturheilpraktikerin erhielt Karl Veit dann den „Auftrag zum 93-jährigen Gedächtnisdatum des Berufenen Jacob Lorber einen öffentlichen Vortrag zu halten, um als Verkünder, Geisteslehrer, Send- und Liebesbote tätig zu werden“. 1933 gründete er zusammen mit seinem Vater „auf Geheiß des Herrn“ im „himmlischen Auftrag“ den so genannten „URgemeinde-Verlag“ und eine Druckerei, um Nachrichten des himmlischen Vaters „für das Deutsche Volk“ zu vertreiben. Hierbei ging bereits es um den „Auftakt der Wiederkunft Christi“. Hier wurde dann der Dekalog herausgegeben, den revidierten Katechismus Luthers und eine weitere Reihe von Büchern. Darüber hinaus verfasste Veit das „Buch für die Kinder der Neuen Erde“. Bereits 1935 will er eine „Voraussagung“ über seine Frau Anny erhalten haben, die ihn „zur geistigen Erweckung“ führen werde. Nachdem er dem steirischen Mystiker Jakob Lorber verfallen war suchte er nach neuen „Gottesmedien“, deren Durchgaben er ab 1933 im bereits genannten URgemeinde-Verlag herausgab, unterstützt durch die Fabrikantengattin Claere Müller (die ihm jahrzehntelang treu zur Seite stand). Der Verlag wurde 1934 nach einem öffentlichen Schauprozess beim Amtsgericht Wiesbaden von den Nazis verboten und Veit zu einer Geld- oder Gefängnisstrafe verurteilt, dann aber nach Veits sowjetischer Kriegsgefangenschaft in Russland 1950 neu eröffnet und es kamen neue Druckschriften wie die erste neue Urgemeindeschrift „Deutschlands christlich-geistige Sendung“ heraus, „die in entsprechenden Kreisen einen erfreulichen Widerhall fanden“. In direkter Folge lernte er seine Frau Anny kennen, die bereits 1945 vom „Inneren Wort“ erweckt worden war. Tatsächlich fand sich das Paar mit der Herausgabe des „Urgemeinde-Heft Nr. 1“. Anny ist eine Sudetenland-Vertriebene, die aufgrund eines „Inneren Wort“ dazu berufen wurde, „himmlische Niederschriften aufzuzeichnen“ (also als Schreibmedium zu fungieren), die alsbald in den UG-Heften erschienen. Zwei verwandte Seelen hatten sich gefunden, um eine zentrale Anlaufstelle für all jene auszubilden, die mithelfen wollten eine bessere Welt im ufologischen Glauben zu errichten. Die beiden heirateten 1954 mit dem selbstgewählten Trauspruch „Mit Gott wollen wir Taten tun!“. Die Fliegenden Untertassen wurden als Fortführung der alten Offenbarungen gesehen und das starke Feindbild „Schulwissenschaften“ (die die Existenz von okkulten Phänomenen einfach nicht anerkennen wollen) sorgte für einen weiteren Gruppenzusammenhalt. Auf der Arbeitstagung der UFO-Studiengemeinschaft von Anfang November 1957 deklarierte Dr. Wilhelm Martin (Lehrer für Physik und Chemie, der an der Uni Heidelberg 1930 eine Arbeit aus der Chemie vorlegte: „Beiträge zur Theorie der konzentrierten Lösungen“), dass „das ganze Weltbild, wie es die Wissenschaft als feststehend darstellt, falsch ist“. Und warum? Na klar, weil dies „die Aussagen der Venusmenschen“ aus dem Adamski-Kontakt sind! Deswegen vertrat er einen „streng wissenschafts-kritischen Standpunkt“ und enthielt sich „jeder gläubig gefühlsmäßigen Einstellung“, abgesehen halt eben von dem Glauben an Adamski’s Darstellungen, wodurch sich eine durchaus übliche Inkonsequenz festmacht und die Immunität ob Angriffe auf das eigene Glaubenssystem ableiten lässt.

Als dann das Fliegende Untertassen-Phantom aufkam, empfanden sie es bald als Bestätigung der christlichen Endzeitoffenbarung wegen der „Zeichen am Himmel“, mit einer naturwissenschaftlich- technischen Studie hat dies also alles überhaupt nichts zu tun, von Anfang an nicht. Das Ehepaar Karl und Anny Veit griff dann die UFOlogie für sich auf, um 1956 nach einem erstaunlichen „Auftrag von Oben“ die Deutsche UFO-Studiengemeinschaft e.V. (DUIST) zu gründen, deren Ehrenvorsitz schließlich Prof. Dr. h.c. Hermann Oberth übernahm. Das Studium des UFO-Phänomens findet auf der Basis pseudoreligiöser Erwartungshaltung statt, um Seelenheil durch die vermeintlichen „Lichtschiffe“ zu erfahren. Aus einem inneren Impuls heraus gründeten sie dann die DUIST und den dazugehörigen Ventla-Verlag. Die erste 1956 herausgekommene Buchveröffentlichung war eine mediale Durchgabe von „Ashtar, dem Kommandanten der Raumflotte“, in dem das Wort „Ventla“ als außerirdischer Begriff für „Strahlschiffe“ erklärt wurde. Ansonsten warnten die hohen Weltraum-Wesen vor der „derzeitigen Zerstörungstätigkeit der Erdenmenschen durch Atomkräfte“ um auch diesen Strang von Weltangst aufzugreifen, so kündigten die Meister des Universums eine „Einleitung in das nahende geistige Zeitalter“ an. „Aufklärung tut Not – Wandlung des Weltbildes“ lautete deswegen auch die erste Schlagzeile der neu-gegründeten Zeitschrift UFO-Nachrichten (Oktober 1956) [heute von Werner L. Forster übernommen, der lt. GEAS Forum Nr. 4/97 damit einen Jahresumsatz von knapp 200.000 DM macht]. Unter diesem Wahlspruch reisten die Veits missionarisch durch das Land und hielten Vorträge – und als Folge entstanden örtliche UFO-Studiengruppen in einem ufologischen Netzwerk mit Hauptschlagader in Wiesbaden. Ging es dann dort zur Sache, war längst nicht mehr die Rede von der Erforschung der UFOs als Phänomen, sondern ganz schnell bewegten sich die Teilnehmer in einer Welt voller Astralgeister, kosmischer Wahrheiten, Astrologen, Mysterienschulen, versunkener Kontinente, Wunderheilungen, der Aura, der Wiederkehr Christi, Telepathie und Liebes-Vibrationen der kosmischen Schwingungslehre hin zum gütigen Menschen. Im Grunde wurde hier eine Form der Gesellschaftskritik geübt: Der technologische Fortschritt (symbolisiert durch die überirdischen Fliegenden Untertassen) hielt nicht mit der moralische Reife des Menschen stand, was sich für diese UFOlogen symbolisch in der „Neinsagerei“ betreffs der Existenz der „Planetarier-Strahlschiffe“ durch die breite Öffentlichkeit ausdrückte. Gekoppelt wurde dies mit den Problemen der Atomspaltung, weswegen sich die UFOlogie in dieser ersten Phase auch zu den „interplanetarischen Fragen“ rund um die „Anti-Atomaktion“ äußerte. Von Anfang an war klar, dass die UFOs „Weltraumschiffe“ sind und dies manifestierte sich in „vielen erfreulichen Zuschriften“ an den Urgemeinde-Verlag, weshalb sich Ehepaar Veit „genötigt sah, eine eigene Zeitschrift herauszugeben“, da „sowohl von Seiten oberer kirchlicher Leitungen wie auch von Regierungsstellen so gut wie keine, ja zum Teil sogar irreführende Informationen ausgegeben werden über diese für unsere Zeit und Menschheit so aktuellen und hochwichtigen Fragen des Weltraums, seiner Bewohner und deren Kontaktnahme mit Erdenmenschen“. Was Kirche und Regierung also nicht leisteten, übernahmen Karl und Anny Veit als Aufgabe: „Die Verbreitung der Wahrheit über außerirdische Weltraumschiffe, deren Insassen und Botschaften von höheren Planeten-Wesen unter der Leitung des ALLERHÖCHSTEN.“ Schlussendlich ging es um die Errichtung einer „neuen Ordnung nach dem Willen Gottes auf Erden“ und diesem „Ziel dienen wir“. Sie wollten Fliegende Untertassen zum Weltthema Nr. 1 machen, auch wenn ihnen die „physikalisch-technische Ebene“ nicht so sehr behagte und Diskussionen auf diesem Niveau ihnen eher wie ein „Abdrängen“ vorkam. Bereits in Nr. 4/1957 der UFO-Nachrichten konnte die Frucht der „Aufklärung“ in der Auflagenzahl festgemacht werden: 10.000 Exemplare. Der Appell an das „Gewissen der Welt“ ob der Untertassen wirkte also. Die Verbreitung der Existenz Fliegender Untertassen und die Botschaften der darin sitzenden Planetarier wurde als die große Wahrheits-Aufgabe angesehen.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/3marseffekt.htm

Gruß an die Ufologen

TA KI

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 9


Leuchtende Scheiben am Himmel – „Fliegende Untertassen“ über Darmstadt und Schleswig meldete am 8. August 1954 das Hamburger Abendblatt: Geheimnisvolle Flugobjekte – sogenannte „Fliegende Untertassen“ – sind jetzt auch abends über Darmstadt beobachtet worden.

Die Beobachtungen wurden von mehreren Einwohnern, von der Wetterwarte und vom Polizeipräsidium aus gemacht. Eine ähnliche Erscheinung wird auch aus Schleswig gemeldet. Über Darmstadt tauchten die „Fliegenden Untertassen“ gegen 22 h auf, als der Kommissar beim Darmstädter Polizeipräsidium Eugen Henn gerade seinen Dienst antrat. Er konnte am Nachthimmel drei feurige Gegenstände, die gelbrot leuchteten, beobachten. Manchmal schienen sie stillzustehen, und dann schossen sie wieder mit hoher Geschwindigkeit hin und her, ohne dass ein Geräusch zu hören war. Die „Fliegenden Untertassen“ waren eineinhalb Stunden zu beobachten. „Fliegende Untertassen“ sollen auch über der Stadt Schleswig am späten Abend beobachtet worden sein. Einige Augenzeugen wollen zwei leuchtende Flugobjekte gesehen haben. Die Erscheinung wird übereinstimmend als feuerrot leuchtender Punkt geschildert, der zunächst nur schwach zu sehen war, dann deutlich näher kam und als leuchtende Scheibe ausgemacht wurde. Von der Mitte der Scheibe aus sollen kleine grünlichweiße Strahlenbündel nach oben zu erkennen gewesen sein. Die Beobachtungen wurden von 22 h bis 23:15 h gemacht.

Theologen über „Untertassen“ hieß es am 9. August 1954 im Hamburger Abendblatt: Evangelische und katholische Theologen haben am Wochenende auf eine Düsseldorfer Umfrage zum Problem der sogenannten „Fliegenden Untertassen“ aus christlicher Sicht Stellung bezogen. Keiner der zu Worte gekommenen leugnete die Existenz vernunftbegabter Wesen außerhalb der Erde. So erklärte Prälat Professor Michael Schmaus, der katholische Dogmatikprofessor an der Universität München: „Die Offenbarung lässt diese Frage vollständig offen. Sie lehrt die Bewohntheit anderer Himmelskörper nicht, sie verneint sie aber auch nicht. Die Annahme, dass es außerirdische vernunftbegabte Wesen gibt, steht in keinem Widerspruch zum kirchlichen Glauben.“ Professor Martin Redeker, der evangelische systematische Theologe an der Universität Kiel, betonte: „Wenn uns auch die moderne Astronomie bisher keine Beweise für die Existenz solcher Wesen geliefert hat, so liegt auf der anderen Seite das Vorhandensein von menschenähnlichem Leben auf einem anderen Stern nicht außerhalb des Bereichs der Möglichkeit. Der christliche Glaube kann mit den Ergebnissen einer sich ihrer Grenze bewussten Naturwissenschaft niemals in Konkurrenz treten.“

Umgang mit Marsmenschen war am 17. August 1954 ein Thema für den Tagesspiegel: Über den Umgang mit den lieben Mitmenschen gibt es seit langem genaue Regeln, und sie sind uns, selbst wenn wir sie nicht immer befolgen, leidlich vertraut. Auch im Verkehr mit Geistern und Gespenstern haben sich bestimmte Umgangsformen eingebürgert, wie jeder, der das Tischrücken betreibt, bestätigen kann. Nicht gerüstet aber waren wir bisher für eine mögliche Begegnung mit Wesen von einem fremden Stern, obwohl es nach Meinung vorsichtiger Leute ein grober Fehler war, sich nicht rechtzeitig darüber klar zuwerden, wie man den Insassen einer Fliegenden Untertassen gegenüberzutreten hat. Manche haben vielleicht auch geglaubt, solche Überlegungen hätten keinen Zweck; denn sicher würden die Marsmenschen so bösartig sein, wie die amerikanischen Filme sie darstellen. Dort werden bekanntlich die Erdenbewohner, die sich einer Untertasse aus dem Weltall freundschaftlich nähern, von einem Instrument, das einem modernen Berliner Laternenpfahl beunruhigend ähnlich sieht, unversehens totgeschossen, so dass sie daliegen wie Max und Moritz nach ihrem bösen Ende in der Mühle. Zum Glück ist nicht jedermann so resigniert und mutlos, sondern es gibt einige Tapfere, die sich bewusst auf das erste Treffen mit den Marsmenschen vorbereiten. Zu diesen Tapfern gehört Ronald Cartmel, Pastor des englischen Städtchens Aldridge. Er hat ein Büchlein über den Umgang mit Wesen von fremden Sternen geschrieben und es an seine Pfarrkinder verteilt, die dem Vernehmen nach fleißig darin lesen. Jeden Abend steigt Pastor Cartmel auf den Kirchturm und hält nach Fliegenden Untertassen Ausschau. Wenn sie kommen, will er die Glocken läuten, damit die Bewohner von Aldridge noch einen letzten Blick in des Pastors Büchlein werfen können. Er selbst ist bereit, furchtlos mit gutem Beispiel voranzugehen und, falls eine Untertasse im Garten des Pfarrhauses landen sollte, die Insassen mit einem freundlichen „How do you do?“ zu begrüßen. Ob die Marsbewohner ihn verstehen werden, weiß Pastor Cartmel natürlich nicht. Aber er meint, dann werde sich eine prächtige Gelegenheit bieten, das Englische in einem neuen Sinne zur „Weltsprache“ werden zu lassen.

„Untertasse“ zwischengelandet? Nachforschungen in Nordnorwegen – Beobachtungen auch in der Normandie hieß es am 26. August 1954 in der Rhein-Neckar-Zeitung unter Bezugnahme auf Depeschen von UP und dpa: Die norwegische Polizei ist zur Zeit mit der Aufklärung eines Berichts beschäftigt, nach dem am vergangenen Freitag im nördlichen Norwegen eine „Fliegende Untertasse“ gelandet sein soll. Zwei ältere Frauen, die sich im Walde in der Nähe des nordnorwegischen Orts Mosjoennhas befanden, um Blaubeeren zu suchen, wollen plötzlich von einem Mann angesprochen worden sein, der dunkelhäutig gewesen sein soll und langes schwarzes Haar gehabt habe. Da keine Verständigung möglich war, führte der Fremde die beiden Frauen zu einer kleinen Lichtung, wo seine „Fliegende Untertasse“ gelandet war. Nach den Aussagen der Frauen soll das Fahrzeug einen Durchmesser von rund fünf Metern gehabt haben. Sein Aussehen wird wie das zweiter aufeinandergeklappter Teller beschrieben. Der Fremde soll sein Schiff bestiegen haben, den beiden Frauen zugewinkt und dann mit seiner „Fliegenden Untertasse“ mit unglaublicher Geschwindigkeit davongeflogen sein. Etwas abgekämpft kehrte ein Trupp norwegischer Polizisten am Mittwochnachmittag nach Mosjoen zurück, nachdem er vergeblich nach der Stelle gesucht hatte, an der nach Aussage der beiden Norwegerinnen die „Fliegende Untertasse“ gelandet war. Von den beiden Frauen angeführt, waren die Polizisten zwar bis zu der Stelle gekommen, an der das Flugobjekt aus dem Weltraum niedergegangen sein soll, aber nichts deutete auf das sagenhafte Ereignis hin: keine angesengten Bäume oder Büsche, keine Spuren auf der Erde, nicht einmal ein geknickter Grashalm…

Mehrere Augenzeugen berichteten am Dienstagabend in der Normandie, sie hätten am Montag eine Gruppe von „Fliegenden Untertassen“ beobachtet. Der Sohn eines Kaufmannes in Vernon erzählte, er habe am Montagmorgen einen zigarrenförmigen Flugkörper über der Seine gesehen. Die „Zigarre“ habe bewegungslos am Himmel verharrt – plötzlich habe sich aus ihr ein ovaler Körper gelöst, der an seiner Oberfläche eine rote Flammenkrone trug. Diese „Untertasse“ sei schnell abwärts geflogen und sei dann in weitem Bogen wieder emporgestiegen und in der Dämmerung verschwunden. Weitere „Untertassen“ folgten. Die gleichen Erscheinungen wurde n auch von mehreren anderen Personen beobachtet. Unter diesen Augenzeugen befand sich auch ein Chemie-Ingenieur aus einem Laboratorium der französischen Armee, der zu dieser Zeit in seinem Auto unterwegs war. – Wie wir bereits berichteten, sind in den letzten Tagen Formationen von „Untertassen“ mehrfach über der Schweiz gesichtet worden. Außerdem trafen Meldungen aus dem Raume von Ulm ein.

„UFOritis“ auch in der Schweiz – „Fliegende Untertassen“ sind Tagesgespräch – Fundgrube für Witzbolde meldete UP und die Rhein-Neckar-Zeitung vom 15. September 1954 wusste zu berichten: Seit eine der meistgelesenen schweizerischen Wochenzeitschriften das Buch eines Amerikaners [Keyhoe] über das Auftauchen „unbekannter Flugobjekte“ in Fortsetzungen abdruckt, ist in der Schweiz eine wahre „UFOritis“ ausgebrochen. Aus allen Ecken und Enden der Eidgenossenschaft wird das Auftauchen „Fliegender Untertassen“ und anderer geheimnisvoller Objekte am Himmel gemeldet. Witzbolde und solche, die Witzbolde sein wollen, haben ein reiches Betätigungsfeld.
Hunderte von Baslern beobachteten Anfang dieses Monats runde Objekte, die rauchend über die Stadt dahinwirbelten – und sich als Heißluftballons entpuppten, die von Halbwüchsigen losgelassen worden waren. Tagelang beschäftigten sich Sachverständige des schweizerischen Generalstabs mit fotografischen Aufnahmen von „Fliegenden Untertassen“, die ein Mechaniker aus Winterthur eingesandt hatte. Schließlich wurden die Aufnahmen als raffinierte Fälschungen entlarvt. Der Mechaniker gestand und wurde wegen „Irreführung der Behörden“ angeklagt. [Ein wunderschönes Muster dafür, wie die Medienberichterstattung Witzbolde sofort reagieren lässt, sobald sie ein Thema für sich finden. Neben aufgeschickten Ballonen etc werden natürlich auch Fotos von Untertassen erzeugt.]

Einige Berichte gibt es aber, die von den zuständigen Stellen nicht so einfach abgetan werden. Es handelt sich um Beobachtungen des Bodenpersonals eines Militärflugplatzes des Westschweiz im Jahre 1949, der Besatzung eines schweizerischen Transatlantikflugzeuges im Jahre 1952 und eines schweizerischen Fliegerleutnants im August dieses Jahres. In allen drei Fällen wurden von Personen, deren „Zuverlässigkeit und Sachkenntnis“ nach Auskunft eines amtlichen Sprechers nicht bezweifelt wird, fliegende Scheiben beobachtet. Der Sprecher erklärte, die Berichte seien glaubhaft, doch bestehe keine Möglichkeit sie nachzuprüfen. Seien sie zutreffend, gebe es drei Erklärungen: Es könne sich um Flugapparate handeln, die von Menschenhand gebaut seien, oder es handele sich um Raumschiffe von anderen Sternen, oder es seien „übernatürliche Erscheinungen – eine Möglichkeit, die wir als gläubige Christen nicht ausschließen können“. [Besser wäre es sinnvoller Weise gewesen, diese Meldungen vorzustellen und nicht über sie zu orakeln.]

„Fliegende Untertassen“ immer noch ein Rätsel – Ein Vortrag in Schwetzingen über dieses Thema wusste am 16. September 1954 die Rhein-Neckar-Zeitung zu titeln, hier der Artikel eines ausgeschickten Berichterstatters: „Gibt es Fliegende Untertassen?“ Dies war das aktuelle und erregende Thema, zu dem der Sekretär der Gesellschaft für Weltraumforschung, Erich Steude (Karlsruhe), am Dienstagabend in einem vom Luftwaffenring e.V., Ortsverband Schwetzingen und Umgebung, durchgeführten Vortragsabend im „Welde-Bräu“ in Schwetzingen sprach. Die „UFOs“, unbekannte Flug-Objekte, wie die amtliche Bezeichnung der „Fliegenden Untertassen“ ist, geben so viele Rätsel auf, dass vorläufig immer nur Mutmaßungen über ihre Herkunft und ihre Art angestellt werden können. An die Existenz „Fliegender Untertassen“ glaubt Erich Steude. Darüber liegen zu viele Berichte auch ernst zu nehmender Beobachter vor, als dass man ihr Vorhandensein abstreiten und sie etwa als harmlose Flugobjekte, die etwa nur meteorologischen Forschungen dienen, halten könnte. [Tatsächlich gibt es eine breite Spannweite von Stimuli, die für UFOs gehalten werden und nicht nur die meteorologischen Forschungsballone.] Eine Massentäuschung in solchem Umfange erscheint so gut wie ausgeschlossen. Ihre Herkunft freilich lässt sich nicht erklären, es sei denn, man ist der Meinung, dass die „UFOs“ planetarischen Ursprungs sind. Diese Meinung vertrat auch Erich Steude, eine Meinung, die sich auch darauf stützen kann, dass schon vor 75 Jahren, als es noch keine Fliegerei auf der Erde gab, unbekannte Flugobjekte beobachtet wurden. [Sinnvoller wäre es jenseits dieser inhaltslosen Angabe gewesen, hierfür einen konkreten Vorfall zu benennen, um die Behauptung nachzuvollziehen.] Über ihr Aussehen und die Art ihres Antriebes lässt sich nur wenig sagen. Bis jetzt scheint nur soviel festzustellen [sic], dass es sich um Flug-Objekte handelt, die nach dem Kreiselprinzip fliegen [woher nahm der Mann diese Selbstsicherheit?] und dabei die ungeheuere Geschwindigkeit von 40.000 bis 60.000 Stundenkilometern [Belege?] erreichen. Sie können auch in der Luft stehen bleiben, also wie Insekten fliegen, während wir auf der Erde erst den Vogelflug beherrschen. [Hier läuft man schnell Gefahr alle unterschiedlichen Parameter untereinander völlig unterschiedlicher Objekte, die man für UFOs halten kann, auf ein allumfassendes Gesamtphänomene zu reduzieren, wodurch die UFOs plötzlich wundersame Fähigkeiten haben sollen. Dies ist mit ein Kernproblem der ganzen UFO-Diskussion auf welches die allermeisten UFO-Gläubigen unreflektiert hereinfallen.]

Interessant war der Vergleich, den der Redner zwischen diesen „UFOs“ und den Erkenntnissen unserer, insbesondere der deutschen Forschung anstellte. So flog zum Beispiel die V-II-Rakete (wissenschaftlicher Name: A-IV-Rakete) mit eineinhalbfacher Schallgeschwindigkeit und erreichte eine Spitzenhöhe von 140 km. Der deutsche Professor Sänger entwickelte während des Krieges schon ein Flugzeug, das mit Raketenantrieb ausgestattet, die Erde im Non-Stop-Flug in 300 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 22.000 km umfliegen sollte. Also auch unsere eigene Forschung ist bereits an ungeahnte Grenzen der Fliegerei angelangt. Aber trotzdem geben die „UFOs“ noch viele ungelöste Probleme auf. Sie bergen Geheimnisse, die allen uns bekannten aerodynamischen Gesetzen zu widersprechen scheinen. Wer steuert diese Flugobjekte? Sind es Insekten oder insektenähnliche Lebewesen, die die Frage des Insektenfluges kennen? Kommen sie von einem Planeten, vom Mond, Mars, von der Venus oder dem Jupiter oder einem seiner Monde? Arbeiten die unbekannten Flugobjekte mit Ultraschall? Alles Fragen [und die sich auch gar nicht stellen], auf die es heute noch keine Antwort gibt. Aber vielleicht werden wir ihnen eines Tages im Weltraum begegnen. Das Problem der Weltraumschifffahrt ist theoretisch längst gelöst. In diesem Zusammenhang wies Erich Steude auf das bekannte Projekt von Wernher v. Braun hin, der mit Hilfe von Weltraumstationen Reisen zum Mond oder Mars durchaus für durchführbar hält. Professor Sänger hält es sogar für möglich, mit einer Lichtrakete 98 Prozent Lichtgeschwindigkeit, also etwa 296.000 km pro Sekunde, zu erreichen. Die Reise Erde-Mars würde dann nur eine Stunden dauern! Vorläufig bleibt es bei Vermutungen und Spekulationen [hauptsächlich letzteren], aber wer weiß, ob wir nicht in absehbarer Zeit mehr über alle diese Fragen wissen, die mit den „Fliegenden Untertassen“ zusammenhängen.
Mich küsste ein Marsmensch…, hieß es am 18. September 1954 in den Hessischen Nachrichten. Antoine Mazaud, ein 60jähriger Bauer aus Limoges, Mittelfrankreich, hatte dies behauptet, doch er zuckte mit den Schultern während seines Berichtes über eine Begegnung mit einem „Marsmenschen“ am vergangenen Wochenende in der Nähe seines Ortes. Nach seinem Bericht wurde er von dem Piloten einer acht Meter langen „Zigarre“ geküsst und in einer unbekannten Sprache angesprochen. Der Pilot habe durchaus menschenähnlich ausgesehen und eine sturzhelmähnliche Kopfbedeckung getragen. Nach der „Begrüßung“ habe sich der zigarrenförmige Flugkörper mit bienensummenähnlichem Geräusch und hoher Geschwindigkeit wieder in die Luft erhoben. Wie wird sich dieser Fall nun wirklich zugetragen haben, fragte man sich. In Frankreich hat darüber ein großes Rätselraten eingesetzt.

Fliegende Untertassen schon 1461 – Professor Oberth glaubt an die „Uraniden“ meldete die AP aus Saarbrücken und Der Tagesspiegel vom 24. September 1954 hatte seine Meldung weg: Der Ehrenpräsident der deutschen Gesellschaft für Weltraumforschung, Professor Hermann Oberth, erklärte in einem Vortrag in Saarbrücken, dass er nach gründlichem Studium der bisherigen Beobachtungen an die Existenz der sogenannten Fliegenden Untertassen glauben müsse. Er nehme dazu allerdings einen „sowohl als auch“-Standpunkt ein, der sich darauf gründe, dass die Erscheinung der Fliegenden Untertassen in vielen Fällen mit bekannten und den Naturgesetzen unterliegenden Erscheinungen identifiziert werden könnte. In wenigsten zehn Prozent der Fälle müsse die Erscheinung aber auf maschinelle Objekte zurückgeführt werden. Diese Objekte würden möglicherweise von Geschöpfen gebaut und betrieben, die unserer Kultur um Jahrhunderte oder Jahrtausende voraus seien. Die Tatsache, dass bisher noch keine Fliegende Untertasse abgestürzt ist, erklärt Professor Oberth damit, dass die Uraniden, wie er diese Geschöpfe nennt, ihre Flugobjekte vollendet beherrschen. Möglicherweise würden sie auf Grund von Fähigkeiten, die mit den uns bisher bekannten Naturgesetzen nicht erfasst werden könnten, gar keinen Kontakt mit den Lebewesen unserer Erde suchen oder einen solchen aus Furcht vor der mikrobenreichen Atmosphäre der Erde sogar scheuen. Man könne aber vermuten, dass die Uraniden die atmosphärischen Verhältnisse unserer Erde schon vor Jahrhunderten erkundet hätten. Die Fliegenden Untertassen seien nämlich nicht erst eine Erscheinung unserer Tage. Die erste historisch belegte Beobachtung stamme aus dem Jahre 1461 und sei von dem Hofchronisten Philipp des Guten von Burgund verbürgt.

Ausgerechnet ein gutbekannter Fürsprecher jener Tage weist darauf hin, dass bis dahin noch keine Fliegende Untertasse abgestürzt ist. Sieben Jahre nach dem vorgeblichen Roswell-Zwischenfall. Nun werden UFOlogen sicherlich argumentieren, dass der gute alte Herr Professor im Nachkriegsdeutschland es eben nicht wusste. Hier aber würde sich jeder Raumfahrt-Historiker mit Recht sehr aufregen. Oberth als Lehrherr von Wernher von Braun, als „Peenemünder“ mit exzellenten Kontakten nach Amerika via ‚Operation Paperclip‘ verfrachteten Elitegruppe deutscher Raketenwissenschaftler, war durchaus einer jener wenigen Geheimnisträger der damaligen Zeit, der in die Raumfahrt-Planung der Amerikaner eingewiesen war und beratend der deutschen Exilgruppe in Houston und White Sands zur Seite stand, war er schließlich ihr Lehrherr. Wäre eine außerirdische Raumschiff-Untertasse in den Jahren zuvor abgeschmiert und wäre sie, so die Legende, tatsächlich geborgen worden, wem würde man sie zugänglich
machen? Natürlich den führenden Köpfen des amerikanischen Raketenprogramms in Weiterentwicklung der V-2, also der deutschen Gruppe, zu der übrigens auch Dr. Walter Riedel gehörte – der sich ebenfalls als Untertassen-Gläubiger zeigte und sogar einer der ersten UFO-Gruppen angehörte. Genauso wenig wie Oberth hatte Riedel sich mehrfach positiv betreffs UFOs ausgesprochen, konnte aber nie felsenfest seine Überzeugung belegen. Hätte es das Wrack einer Untertasse gegeben, so hätten die beiden Herren sich alle Überzeugungsarbeit ersparen können.

„Untertassen“-Invasion in Frankreich meldete die Frankfurter Rundschau am 7. Oktober 1954: Über Frankreich werden in den letzten Tagen von zahlreichen Plätzen Fliegende Untertassen und fliegende Zigarren gemeldet. Mehr und mehr ist die französische Bevölkerung davon überzeugt, dass es sich bei den „Untertassen“ und „Zigarren“ nicht um reine Himmelserscheinungen, sondern um Flugkörper handelt. Über der Industriestadt Lille wurden in der Nacht zum Montag solche Flugkörper von mehreren hundert Personen beobachtet. Das erste Mal tauchten die Flugkörper jetzt auch über dem Mont-Blanc-Massiv auf. Hier wurden sie von Offizieren der in Charmonix stationierten Alpenjäger angeblich einwandfrei als Flugkörper erkannt.

Fliegende Untertassen reportierte am 8. Oktober 1954 die Jüdische Allgemeine: Am vergangenen Freitagabend kurz vor neun Uhr erschienen zum erstenmal im Orient „Fliegende Untertassen“. Einwohner, die um diese Stunde auf den flachen Hausdächern Erholung suchten, erzählten, dass plötzlich der dunkle Himmel über dem Meer von einer Lichtmasse erhellt wurde, die die Form einer stark verlängerten Zigarre hatte und mit größer Geschwindigkeit in wenigen Sekunden wieder verschwunden war. Tags darauf berichteten die Zeitungen Jordaniens aus Sichem (Nablus), dass dort eine das Auge blendende „fliegende Zigarre“ gesichtet worden sei, die in einem neonlichtartigen Schein gehüllt von Osten nach Nordwesten flog. [Sehr wahrscheinlich eine langgezogene Boliden-Durchgangsspur am Himmel.]

42jähriger Filmvorführer behauptet: „Untertasse“ landete bei Rinkerode: Vier Zwergmenschen hantierten unter dem gelandeten Flugkörper-Phänomen – „Ich stand 60 Meter daneben“ war die Schlagzeile in den Westfälischen Nachrichten vom 11. Oktober 1954: Genau um 2:40 h in der Nacht zum Sonntag hielt mit seinem Wagen ein 42jähriger Filmvorführer aus Münster vor einem Polizeibeamten, der seinen Dienst bei der Zeitkontrolle der ADAC-Westfalenfahrt in Münster versah und erklärte: „Ich habe soeben eine ‚Fliegende Untertasse‘ gesehen, die bei Rinkerode landete und etwa neun Minuten lang über dem Boden schwebte. Bitte – fahren Sie mit, damit ich Ihnen die Stelle zeigen kann.“ der Polizeibeamte meinte: „Ich habe hier Dienst und kann nicht weg – tut mir leid.“ An zahlreichen Stellen rief der Filmvorführer noch in der gleichen Nacht an. Niemand wollte ihm die unglaubliche Geschichte „abnehmen“. Seit 2:40 h Sonntagmorgen aber begann das große Gerücht um die unheimliche Geschichte mit der „Untertasse“ zu kreisen… Wir sprachen inzwischen mit dem Filmvorführer. Ohne uns mit den Ausführungen zu identifizieren, geben wir mit dem gebotenen Vorbehalt wieder, was sich nach Aussage des 42jährigen in jenen nächtlichen Minuten, zwischen Rinkerode und Albersloh abgespielt haben soll:
„Ich kam mit meinem Wagen“, so erzählt der Mann, „von Senden, wo ich in einer Spätvorstellung gearbeitet hatte und brachte einen Bekannten nach Ascheberg. Über Rinkerode wollte ich dann nach Münster fahren. Genau an der Stelle zwischen Rinkerode und Albersloh. wo der Sandweg zum Pumpwerk abbiegt, sah ich plötzlich seitwärts der Straße ein bläuliches Licht. Im ersten Moment dachte ich, ein Flugzeug sei abgestürzt. Ich hielt sofort an, stieg aus und lief auf das freie Feld. In diesem Augenblick erfasste ich das stahlblaue Licht ganz deutlich: Es umkreiste einen zigarrenförmigen Körper, der über dem Erdboden zu schweben schien…“
Ganz langsam, Schritt für Schritt, ist der Filmvorführer, nach seinen Aussagen, auf diese unheimliche Erscheinung zugegangen. Die Uhr zeigte genau 2 h. „Als ich bis auf 60 Meter heran war, wurde ich von dem Licht so stark geblendet, dass ich stehen bleiben musste. Nach einigen Minuten ließ das Blendlicht nach und ich sah: einen größeren zigarrenförmigen Körper, der etwa 1 1/2 Meter über dem Boden zu schweben schien. Darunter vier Lebewesen, vielleicht 1.20 m groß, wie Zwerge…“ Der Filmvorführer gibt unumwunden zu: „Ich konnte einfach keinen Schritt mehr gehen… der Schrecken, die Furcht – das alles traf zusammen…“ Wie „zusammengedrückte Schwergewichtsboxer“ sollen die Lebewesen ausgesehen haben, „mit einem wuchtig-schweren Oberkörper, einem übergroßen Kopf und kleinen zierlichen Beinen. Sie trugen einen gummiähnlichen Anzug in Parallelo-Form. Sie gaben keinen Laut von sich. Plötzlich stiegen sie über eine kleine Leiter in den seltsamen Flugkörper, der immer noch von einem eigenartigen bläulichen Licht umgeben war. Ich weiß genau: Ich habe kein Geräusch vernommen… Der Körper neigte sich auf der Stelle zur Seite und stieg schräg in den nächtlichen Himmel hinein. Nach kurzer Zeit nahm er die Form einer hellen Scheibe an und war Sekunden später entschwunden… Ich lief, so schnell ich konnte, zu meinem Wagen. Die Uhr zeigte 2:12 h…“ Das andere ist bekannt: Der Mann fuhr nach Münster, sprach mit dem Polizeibeamten, telefonierte mit verschiedenen Stellen… Er hat uns die Geschichte im Laufe des gestrigen Tages zweimal erzählt. Er weiß genau, dass sie unglaublich klingt, dass er sich vielleicht lächerlich damit macht… Aber er bleibt bei seiner Aussage: „Ich sage nur, was ich gesehen habe…“ Wir haben das Erlebnis dieses Mannes so wiedergegeben, wie er es erzählte. Wir betonen, dass wir es mit allem Vorbehalten taten. Wir werden aber in unserer Dienstag-Ausgabe näher auf dieses eigenartige Phänomen „Fliegende Untertasse“ eingehen. Schon deswegen, weil in diesen Tagen aus aller Welt ähnliche Meldungen kommen, wie diese.

Der Empfang des ersten Marsmenschen – Paris ist gerüstet – Amtliches Begrüßungskomitee gegründet – Empfänge und Besuche vorgesehen hieß es am 14. Oktober 1954 in der Rhein-Neckar-Zeitung: Ein amtliches Begrüßungskomitee zum feierlichen Empfang des ersten Marsmenschen, der sich auf der Erde zeigen sollte, hat sich in paris konstituiert, und der französische Staatspräsident, Rene Coty, besaß Humor genug, dem Komitee im Falle des Falles einen festlichen Empfang im Elysee-Palast zuzusichern. Der Initiator, bezeichnenderweise Präsident des Nationalen Komitees für Festlichkeiten und Fremdenverkehrswerbung, Raymond Rodel, erklärte aus Anlass der Gründung des neuen Komitees: „Wir können natürlich nicht wissen, ob und wann ein Marsbewohner in Frankreich landet. Da aber so viele behaupten, Marsmenschen gesehen zu haben, muss man ja etwas unternehmen.“
Das Komitee hat sofort einen Preis in Höhe von einer Millionen Francs (12.000 DM) für denjenigen Franzosen oder Ausländer ausgesetzt, der dem Komitee einen lebenden Marsmenschen überbringt. Da man Sprachschwierigkeiten befürchtet, einigte man sich bereits darauf, den berühmten Gast mit einem Glas Wein zu bewillkommnen. Alle französischen Politiker sollen bereits ihre Mitwirkung zugesagt haben. Der erste in Paris soll für den Marsmenschen folgendermaßen aussehen:

Das Komitee unter Führung seines Vorsitzenden, dem Herzog von Brisac, wird ihm etwas zu trinken und zu essen reichen, falls er Hunger haben oder überhaupt auf grund seines Körperbaus zur Nahrungsaufnahme in der Lage sein sollte. Dann wird ihm der Präsident des Pariser Stadtrats, Bernard Lafay, in der Stadthalle empfangen und ihn bitten, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen – falls er schreiben kann. Anschließend ist ein Essen im Maxim vorgesehen und dann ein Empfang bei Staatspräsident Rene Coty. Der Staatspräsident werde den Abgesandten des Nachbarplaneten wie einen „sehr hochstehenden“ Gast eines fremden Staates behandeln. Für 16 h ist eine Pressekonferenz am Eiffelturm vorgesehen, und gegen 18 h wird der „Martianer“ – deshalb so genannt, weil er vom Mars kommt – Gelegenheit haben, französischen und ausländischen Diplomaten und Militärs der NATO die Hand zu schütteln – falls er eine hat. Rodel versicherte, dass seinem Komitee die bedeutendsten Namen der französischen Gesellschaft angehören, darunter der Comte Andre de Charbonniere, Chevalier Jean de la Barre und Andre de Fouquiere. der Präsident des französischen „Höflichkeits-Komitees“, Rechtsanwalt Theodore Valensi, beabsichtigt, dem Marsmenschen die Höflichkeitsmedaille zu verleihen, weil er zuerst in Frankreich gelandet sei. Natürlich gebe es noch eine ganze Reihe Probleme, versicherte Rodel, wenn man den Marsmenschen am Abend ausführen wolle. Das hinge eben davon ab, ob er männlichen oder weiblichen Geschlechts sei. Eine Frau könnte vielleicht eine Modenschau ansehen, ein Mann – nun, Rodel schwieg sich darüber aus, aber lächelte vielversprechend. Zuversichtlich ist das Komitee über die Verständigungsmöglichkeiten, einmal weil die meisten Mitglieder gewohnt sind, mit den Händen ebenfalls zu reden, und dann – welcher gebildete Mann spricht nicht Französisch?

Über das Aussehen der in Frankreich gesichteten Marsmenschen, die aus Untertassen, Zigarren und ähnlichen Transportmitteln entstiegen, liegen wiedersprechende Angaben vor. Einer war 1.20 Meter groß, im Gesicht völlig behaart und mit Augen wie „Kräheneier“. Ein anderer war in einen Cellophan-Anzug gekleidet. Ein Dritter hatte ein Gesicht wie ein Taucherhelm. Alle sollen aber sehr freundlich gewesen sein. Das Komitee ist zuversichtlich, dass im Hinblick auf den Geldpreis der nächste Franzose, der einem Marsmenschen begegnet, seine Angst überwindet und den Gast nach Paris bringen wird.

Untertassen-Pilot sprach russisch -Tschechischer Arbeiter will ihn in Südfrankreich getroffen haben, so eine dpa/UP-Meldung aus Paris, die die Kasseler Post am 26. Oktober 1954 aufgriff. Ein tschechischer Arbeiter aus Saint-Remy bei Epinal (Ostfrankreich) berichtete der Polizei am Wochenende, er habe den Piloten einer „Fliegenden Untertasse“ getroffen, der russisch gesprochen und ihn gefragt habe, ob er sich in Italien oder in Spanien befinde, und wie weit es bis zur deutschen Grenze sei. Danach habe ihn der Fremde, der einen Revolver in der Hand trug, zu einer „Fliegenden Untertasse“ geführt. Der Arbeiter bezeichnete die Untertasse als einen Flugkörper aus zwei Scheiben mit einem Periskop, das etwa 1,50 Meter hoch und 2,50 Meter breit gewesen sei. Nachdem der Fremdling auf russisch „Auf Wiedersehen“ gesagt hatte, sei der Flugapparat mit einem Geräusch, das dem einer Nähmaschine ähnelte, senkreich in die Höhe gestiegen und in einer Höhe von etwa fünfhundert Metern nach Süden abgeflogen. Inzwischen hat die französische Wochenzeitung L’Express 10 Millionen Franc (etwa 100.000 DM) als Preis für den ausgesetzt, der bis zum 1. Januar 1956 den unwiderlegbaren Beweis für die Existenz einer Fliegenden Untertasse, Zigarre oder eines ähnlichen Objektes aus „einer anderen Welt“ erbringen kann.

Untertassen störten Fussballspiel – Glaswolle fiel in Flocken zur Erde, so eine dpa-Meldung aus Rom, die auch die Kasseler Zeitung am 28. Oktober 1954 aufgriff. Über 10.000 Menschen beobachteten im Stadion von Florenz eine „Fliegende Untertasse“, die über der Stadt wegraste. Die seltsame Himmelserscheinung war so eindrucksvoll, dass das Fußballspiel im Stadion mehrere Minuten lang unterbrochen wurde. Von dem rätselhaften Flugkörper ging ein regen von glänzenden spinnwebenartigen Flocken hernieder, die sich auf Bäumen, Dächern und Telefondrähten festsetzten. Im Universitätsinstitut von Florenz wurde festgestellt, dass es sich um eine Bor-Silizium-Glaswolle handeln kann. Das gleiche Phänomen wurde in Siena, Prato und Sesto Fiorentino beobachtet.

„Es gibt pflanzliches Leben auf dem Mars“ – Eine Nachricht aus Südafrika – Dr. Slipher teilt seine neuen Beobachtungen mit textete die Rhein-Neckar-Zeitung den Titel für eine Story vom 4. November 1954, hier der Bericht: Ein bekannter amerikanischer Astronom brachte jetzt aus Südafrika die Nachricht mit, es sei gelungen, nachzuweisen, dass es auf dem Mars Leben gibt. Dr. h. c. [= ehrenhalber] Slipher vom Lowell-Observatorium kehrte kürzlich aus Blömfontein in Südafrika zurück, wo er im dortigen Observatorium rund 20.000 Farbaufnahmen von der Marsoberfläche machte. Der Planet kam in diesem Jahr der Erde besonders nahe, und die Beobachtungsmöglichkeiten waren von Südafrika aus am günstigsten. „Auf dem Mars gibt es Leben“, berichtete Dr. Slipher. „Wenn dort nichts wachsen würde, hätte sich der Sand der roten Wüsten auf dem Mars längst über den ganzen Planeten verbreitet und seine ganze Oberfläche hätte eine einheitliche Färbung. In Wirklichkeit aber zeigen unsere Aufnahmen große blau-grüne Stellen.“ Auf den Aufnahmen seien außerdem deutlich die ereisten Polgebiete zu erkennen. Außerdem könne man Wolken und Sandstürme sehen, die über den Mars hinwegfegen. Mit Hilfe besonderer Farbfilter sei es auch gelungen, die Marsatmosphäre zu durchdringen und zum ersten Male „mindestens zwei neue Marskanäle“ aufzunehmen. „Sie sind zwar undeutlich und schwach zu sehen, aber zweifellos vorhanden“, sagte Slipher. Dass es auf dem Mars Tierleben gibt, das dem der Erde ähnlich ist, wird von dem Astronom bezweifelt, weil der Planet über sehr wenig Sauerstoff und viel weniger Wasser verfügt als die Erde. Die „blau-grünen Stellen“ deutete er als Vegetationsgebiete in denen wohl Pflanzen wachsen, die den Flechten der Erde ähnlich sind. Auf seinen Farbaufnahmen sind außerdem „Oasen“ zu bemerken, die sich mit der Jahreszeit ausdehnen und wieder schrumpfen und auch ihre Farbe verändern.
Im Marsfrühling, sagte er, seien Gebiete zu beobachten gewesen, die ausgedehnter und stärker gefärbt gewesen seien als jemals in den vergangenen fünfzig Jahren. „Dieses Jahr“, meinte Slipher, „muss auf dem Mars besonders fruchtbar gewesen sein.“

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/2thedaytheearthstoodstill4.htm

Gruß an die Marseinsatzkräfte

TA KI

„Project Blue Book“- Tausende Ufo- Akten der Air Force erstmals im Netz


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Gibt es außerirdisches Leben auf der Erde? Das zu beurteilen steht ab sofort jedem Internetnutzer frei: Auf der Website „Project Blue Book“ stehen erstmals Zehntausende Berichte über Ufo- Sichtungen durch die US- Luftwaffe zur Einsicht bereit.

Insgesamt 12.618 Ufo- Sichtungen verzeichnetete die US Air Force zwischen 1947 und 1969 unter dem Namen „Project Blue Book“. Die meisten davon konnten auf herkömmliche Flugkörper oder Naturphänomene zurückgeführt werden, weshalb das Projekt 1969 eingestellt wurde.

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Dem offiziellen Abschlussbericht einer Untersuchungskommission nach soll keines der gemeldeten, untersuchten und beurteilten Ufos jemals eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA dargestellt haben, geschweige denn Anlass zu Spekulationen gegeben haben, dass es sich um bislang unbekannte, außerirdische Technologien gehandelt habe.

701 Vorfälle „unidentifiziert“

Der Glaube an „fliegende Untertassen“ hält sich dennoch beharrlich – auch deshalb, weil von den über 12.000 vermeintlichen Ufo- Sichtungen 701 als „unidentifiziert“ klassifiziert wurden.

„Project Blue Book“ Akten im Netz

Wer sich selbst ein Bild von den Vorfällen machen möchte, kann dies seit Kurzem auf projectbluebook.theblackvault.com  tun. Die Website vereint erstmals alle Dokumente des „Project Blue Book“ in Summe 129.491 Seiten , die bislang nur auf Mikrofilmen des US- Nationalarchivs in Washington einsehbar waren.

„Da geht etwas Großes vor sich“

Zusammengetragen hat die Dokumente über einen Zeitraum von 15 Jahren der Historiker John Greenwald. Er zeigt sich entgegen der offiziellen Linie der Air Force nach wie vor überzeugt davon, dass „da etwas Großes vor sich geht“, wie er gegenüber dem Nachrichtensender CNN  verrät. Wie groß, werde noch länger niemand wissen, da die Regierung weiterhin die Regeln festlege und gleichzeitig der Schiedsrichter in diesem „schweren Spiel“ sei.

Dokumente geschwärzt

Greenwald ist jedenfalls überzeugt, dass die von ihm zusammengetragenen Ufo- Vorfälle „nur die Spitze des Eisbergs“ sind. Vor allem, da viele Passagen der Dokumente geschwärzt wurden. Und wenn das US- Militär einige der unbekannten Flugobjekte schon nicht identifizieren könne, wundert sich Greenwald, wer dann?

Quelle: http://www.krone.at/Digital/Tausende_Ufo-Akten_der_Air_Force_erstmals_im_Netz-Project_Blue_Book-Story-436021

Gruß an die Wahrheit

TA KI

 

 

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 6


Jugoslawien experimentiert mit „Fliegenden Untertassen“ hieß es am 27. Februar 1953 über dpa in Belgrad, die Frankfurter Rundschau schrieb so:

Staunend beobachteten Straßenpassanten in Belgrad am Sonntag mehrere tellerförmige Flugapparate, die in verschiedenen Höhen und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit über den Dächern der Stadt kreisten.
Der Belgrader Rundfunk gab kurz danach Aufklärung: Es handele sich bei diesen „Fliegenden Untertassen“ um Versuchskonstruktionen des Forschungsinstituts der jugoslawischen‘ Luftstreitkräfte. Die Flugapparate, so hieß es in der Rundfunkmeldung, hätten einen Durchmesser von einem Meter, ein Gewicht von zwei Kilogramm und erreichten Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometer. Der Flug dieser neuartigen Apparate werde über
Funk ferngelenkt. Über die Art des Antriebes dieser „Fliegenden Untertassen“ sagte der jugoslawische Rundfunksprecher nichts. [Davon hörte man nie wieder etwas, sodass es scheint, als sei dies eine Wegerklärung gewesen, um im Ostblock ja keine UFO-Stimmung aufkommen zu lassen.]
„Fliegende Untertassen“ über Kehl? hieß es am 3. Dezember 1953 aus Strassburg, worüber die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete: Nach Strassburger Zeitungsberichten vom Mittwoch haben zwei städtische Arbeiter am Dienstagnachmittag über Kehl einen glänzenden Gegenstand beobachtet, der etwas kleiner als die untergehende Sonne war und mit rasender Geschwindigkeit in südlicher Richtung verschwand. Die beiden Arbeiter haben sich, wie sie erklärten, die genaue Zeit gemerkt: es war 4:20 h.
Schon vor zwei Wochen will ein Strassburger Polizist eine ähnliche Erscheinung wahrgenommen haben.

Die Fliegenden Untertassen sind wieder da – Zwei schwedische Piloten geben bisher präzisesten Bericht über Lufterscheinung konnte am 19. Dezember 1953 die Rhein-Neckar-Zeitung ihren Leserbriefschreiber vom 12. September des Jahres mittels einer UP-Meldung doch noch bedienen: Die beiden Piloten, die am Donnerstag in einem Bericht an den schwedischen Generalstab sensationelle Enthüllungen über eine von ihnen gesichtete „Fliegende Untertasse“ gemacht hatten, bekräftigten am Freitag ihre Angaben mit einer genauen Schilderung des von ihnen gesichteten Objektes. Bordmechaniker Olle Johansson, der von der Kanzel seines Verkehrsflugzeuges das Objekt zuerst gesichtet hatte, erklärte in Übereinstimmung mit Klugkapitän Ulf Christiernsson, dass der Gegenstand eigentlich eher einer „Pastille“ als einer „Untertasse“ geglichen habe. Auf die Frage, wie es ihnen möglich gewesen sei, die Geschwindigkeit dieses, ihre Flugbahn kreuzenden Gegenstandes zu bestimmen, meinten die beiden Piloten, sie hätten kurze Zeit darauf ein Flugzeug der Scandinavian Airlines vom Typ DC-4 beobachtet und dessen Geschwindigkeit mit der des unbekannten Gegenstandes verglichen.
Dabei seien sie zu der Überzeugung gekommen, dass sich das kreisrunde, metallisch-weiß glänzende Objekt mit der dreifachen Geschwindigkeit, d.h. mit etwa 1.200 Stundenkilometern, fortbewegt habe. [Was natürlich das Problem mit sich bringt, wie will man einen Vergleich zu einem Objekt, wie dem Flugzeug DC-4, dessen Groesse, Distanz und Geschwindigkeit aus der Erfahrung her bekannt ist mit einem Objekt leisten, von dem man all dies mangels Erfahrung nicht weiß?] Beide Piloten bestritten entscheiden, dass es sich bei dem Objekt eventuell um einen Nurflügel-Düsenjäger neuesten Typs [sic!] gehandelt haben könnte. Das Objekt sei absolut symmetrisch rund oder elliptisch gewesen.

Der schwedische Generalstab befasste sich am Freitag intensiv mit dem Bericht der beiden Piloten. Der Presseoffizier des Generalstabs betonte, es sei sicher, dass das gesichtete Objekt kein schwedisches Militärflugzeug irgendwelcher Art gewesen sein könne. Eine Verwechslung mit einem Wetterballon sei ebenfalls ausgeschlossen, da am Donnerstag in der Umgebung der Flugstrecke Stockholm-Malmoe, die von dem Objekt gekreuzt wurde, keine Wetterballons hochgelassen worden seien. Leider könne mit einem genauen Bericht der Radar-Stationen in Schweden nicht gerechnet werden, da zu der Zeit, als das Objekt gesichtet wurde, gerade ein äußerst starker Luftverkehr geherrscht habe und ein metallischer Körper besonderer Art auf den Radarschirmen leicht habe übersehen werden können.
[Allein diese Aussage macht Radar-Bestätigungen vorgeblicher UFOs für immer problematisch, gepaart mit der Gefahr von falschen Radarzielen durch Inversionswetterlagen und gerätegenerierten Falschzielen wird dadurch das Messinstrument ‚Radar‘ für unsere ufoforscherischen Belange zum problembelasteten Werkzeug.] Wie von Seiten des schwedischen Generalstabes weiter verlautete, haben die beiden erfahrenen Piloten den bisher genauesten Bericht ueber die seit einigen Jahren angeblich mehrmals aufgetauchten „Fliegenden Untertassen“ abgegeben. Die in Schweden in den letzten Jahren umlaufenden Gerüchte über „Fliegende Untertassen“ sprachen meistens von einer neuen Art ferngelenkter Geschosse, die eventuell von russischen Abschussbasen an der Ostseeküste stammten [damit ist die Saga von den sogenannten „Geisterbomben“/Ghostrockets gemeint, die für sich genommen zu weiten Teilen Fehldeutungen von meteorischen Ereignissen wie Sternschnuppen und Feuerball-Boliden plus Nachkriegs-Massenhysterie waren und sich nie, trotz aller Gerüchte, wirklich bestätigen – was sie mit den späteren UFO-Berichten gemein haben]. Die in utopischen Filmen wie „Das Ding“ dargestellte Theorie, dass es sich bei den „Fliegenden Untertassen“ um Körper handelt, die von anderen Planeten stammen, hat durch die Entdeckung der beiden Piloten natürlich ebenfalls neuen Auftrieb erhalten.

1954: Keyhoe und das Jahr der Untertassen

1954 brachte den Durchbruch der Fliegenden Untertassen auf dem europäischen Kontinent mit sich. Donald Keyhoe’s deutsche Version seines Buchklassikers schlug wie eine Bombe ein (mehr als ein Dutzend Druckauflagen schließlich) und der heiße Sommer 1954 fütterte die Phantasien der Menschen mit dem Thema der Fliegenden Untertassen als Fahrzeuge außerirdischer Besucher bis in die Spätherbst hinein ab.
Erstmals tauchten die Untertassen in breiter Formation auf, genährt durch das Keyhoe’sche Buchwerk Der Weltraum rückt uns näher. Wie Sie sehen werden war genau jenes Buch zum Tagesthema der Gespräche geworden und schlug in breiter Front ein. Interessanter Weise, so bemüßigen wir uns nachdenklich anzumerken, war das vorgeblich exotische und von uns externe Phänomen abhängig von der vorab erzeugten Pressesensation ob dieses Themas. Bereits in den vorausgehenden Jahren hätte es doch durchschlagende Sichtungsmeldungen hierzulande geben müssen, wenn die Untertassen wirklich jenseits unseres eigenen Wirkens und Denkens zugeschlagen hätten. Hier zeigt sich doch tatsächlich, welches gegenseitige Wechselspiel notwendig ist, um nach einer intensiven Pressearbeit die neue Saat einer eigenen UFO-Welle aufgehen zu lassen.

„Fliegende Untertassen sind gelandet!“ war der Titel einer neuen Berichtserie „über das größte Rätsel des 20. Jahrhunderts“, die mit Nr. 1/1954 der Revue durchstartete, freilich unter der Benützung des Buches „Flying Saucers Have Landed“ von Desmond Leslie und George Adamski. „Piloten, Astronomen und Reporter jagen diesem Geheimnis nach“ wird die zeitgeistige Stimmung gebrandmarkt und Luftwaffen-Captain Thomas F. Mantell von der amerikanischen Luftschutzflotte wird zum Halbgott des Luftwaffenkommando hochgeputzt. Woher auch immer, die Zeitschrift will sogar die Personal-Beurteilung von „Captain Mantell junior“ kennen: Mutig, diszipliniert, vernünftig; eher simpel als phantasievoll; beherrscht sein Spezialgebiet bis ins Kleinste; ist sechs Fuß groß, verheiratet, hat zwei Kinder (Jungen); keine Laster, kein bekanntes Steckenpferd, absolut verlässlich, Patriot. Bevorzugt zu befördern. „Dieser tapfere Flieger und Familienvater, eine Stützte der US-Luftwaffe und der amerikanischen Bürgerschaft, sitzt am Steuer seiner schnellen Jagdmaschine und pfeift vergnügt eine Schlagermelodie vor sich hin“, lesen wir hier in einer romanhaften Schilderung, nicht gerade untypisch für diese Zeitepoche, wo derartige Storys schon von Keyhoe als kleine Detektiv-Geschichten seitenlang eingebracht wurden. Ein Schreibstil, der in diesen Tagen kaum noch denkbar ist. Der dadurch total verklärte Vorfall fällt dieser schriftstellerischen Ausdrucksform zum Opfer. Total überzogen wird der sicherlich mit offenem Munde lesende Zeitschriften-Kunde mit den Fliegenden Untertassen in einer pseudo-dokumentarischen Form konfrontiert: „Eine riesige Fliegende Untertasse hat Captain Mantells Jagdmaschine abgeschossen!“

Der Leser wird an Kenneth Arnold erinnert, der ja bekanntlich „fliegende Grammophonplatten“ gesehen und gemeldet hatte, die nur von denkenden Wesen oder „einem hochkomplizierten Radargehirn“ gesteuert werden konnte. Kein Zweifel: Die amerikanische Nation stand in Aufruhr, aber es gab „unter uns
immer Männer, die fest davon überzeugt waren, dass es sich bei den Flugkörpern um Luftschiffe aus dem Weltraum handeln muss. Das Rätsel der Fliegenden Untertassen verlangt nach einer Lösung!“ Eine Sturmflut brach in den USA los, setzte die Regierung unter Druck, allein schon deswegen weil sich private Untertassen-Forscher in Vereinigungen zusammenfanden und landauf, landab via öffentlicher Vorträge über das „Problem Nr. 1“ aufklärten – diese Veranstaltungen werden vorgestellt als könne man den damit verbundenen Auftrieb nur noch mit „einem Toscanini-Konzert“ vergleichen: Frauen in großer Abendtoilette und Männer im Smoking, aber auch viele Jugendliche und einige sonderbare Gestalten – „Außenseiter der Gesellschaft in bestaubten Schuhen, zerfransten Hosen und mit schiefsitzender Krawatte. Es sind keineswegs Ausgestoßene, sondern eher Sonderlinge, für die ein geistiges Problem alles, ein gutsitzender Anzug dagegen gar nichts bedeutet… Etwas veranlasst die Millionärsgattin, sich neben einen schlichten Handwerker zu setzen und mit ihm, dem sie sonst nur Befehle erteilen würde, eine erregte Unterhaltung zu führen, an deren Ende sie ihm vielleicht recht gibt und sich von ihm belehren lässt. Dieses ‚Etwas‘ ist nichts anderes als das Problem Nr. 1, der Spuk am Himmel, die rätselhaften Flugkörper, die Untertassengefahr, die dem Hauptmann Mantell und noch einigen anderen Piloten das Leben kostete“. Für den Historiker mit soziologischem Einschlag ist diese Medienaufarbeitung zu Beginn des Untertassen-Zeitalters in Deutschland sicherlich genauso interessant, wie für die ufologische Generation dieser Zeitebene, die sich bei den vorherigen Zeilen wie in eine andere Welt versetzt sich fühlen muss.

Und wer ist einer dieser Vortragsreisenden bei „aufklärendem Charakter“?
Kein anderer als George Adamski, bildlich verglichen mit einer deutschen Sympathie-Figur, dem Burgschauspieler Attila Hörbiger. Adamski hat alle anderen „Fachleute übertrumpft – ohne Zweifel half ihm das Glück dabei, und wahrscheinlich auch seine Geistesgegenwart. Jedenfalls ist er heute in den Vereinigten Staaten eine unumstrittene Autorität in allen Fragen, die mit den Fliegenden Untertassen zusammenhängen.“ Aber nicht nur Adamski ging auf große Tour, auch der berühmte Professor Donald H. Menzel. Im Sommer 1951 fand wieder einmal ein Vortrag von ihm über die Fliegenden Untertassen in einer großen Konzerthalle San Franziskos statt. Schon eine Stunde vor Beginn des Vortrags glich der riesige Saal einem überdimensionalen Hexenkessel, der von einem an- und abschwellenden Brausen erfüllt war. Auch George Adamski war unter der erregten Menge, die dem Professor lauschte, der aber fast alle Besucher enttäuschte, da er die Untertassen als „Luftspiegelungen“ wegwischte. Adamski, soll der Sage nach, scharf reagiert und das Podium gestürmt haben, um zu erklären: „Papperlapapp, die Wissenschaft! Was erklärt sie denn? In diesem Falle gar nichts! Für mich besteht kein Zweifel daran, dass diese fliegenden Scheiben Fahrzeuge von einem anderen Planeten sind!“ Im Gesicht von Menzel drückten sich Unverständnis und Entsetzen aus, aber das Publikum jubelte.
Sicherlich wird auch das Revue-Publikum ob dieser Mär gejubelt haben. Eines muss man jedoch dem Blatt bescheinigen, es stellte auf fast a-4-Format das Salem-Küstenschutz-Foto im Vollbild vor, an welchem man am linken Rand den Fensterrahmen und den Fensterknauf sehen kann, wodurch sich verrät, dass die Aufnahme durchs geschlossene Fenster gemacht wurde (es handelte sich um Spiegelungen von im Büroinnern befindliche Lampen im Fensterglas). Auch wenn hier dies Foto als „sensationeller Schnappschuss“ von „zweifelsohne vier Fliegenden Untertassen“ verkauft wurde, ist es dennoch eine der ganze wenigen Vollformat-Aufnahmen, die wir je sahen.

In Nr. 2/1954 der Revue ging es unter der Schlagzeile Fliegende Untertassen sind gelandet – Die aufsehenerregenden Berichte über das größte Rätsel des 20. Jahrhunderts und einer Adamski-Aufnahme weiter. Die Reihe wurde bis Nr. 6/1954 fortgesetzt und stellt damit wohl die erste Berichterstattungsreihe da, die in einem größeren Umfang fast schon spielerisch in einem Erzählstil Adamski förderte.

Geheimnisvolle Explosion vor Frankreichs Küste – Meteor oder Untertasse? fragte am 8. Januar 1954 dpa in einer Meldung aus Paris, die von der Zeitung Der Mittag (oder auch der Rhein-Neckar-Zeitung mit der dort eingesetzten Schlagzeile Fliegende Untertasse explodiert?) verwendet wurde: In der Nähe des nordfranzösischen Hafens Dieppe ereignete sich am Donnerstag früh eine rätselhafte Explosion. Dockarbeiter hörten gegen 5 h eine furchtbare Detonation und sahen gleichzeitig ein gleißendes Licht am Himmel. In der Stadt wurden zahlreiche Haustüren durch den Explosionsdruck aufgestoßen und viele Fensterscheiben zerbrochen. Himmelserscheinung und Explosion wurden bis achtzig Kilometer südlich von Dieppe wahrgenommen und auch von den optischen Küstentelegraphen in Dieppe und den benachbarten Orten verzeichnet. Kurz vorher war über Arras eine Fliegende Untertasse gesehen worden, eine Scheibe, die, einen hellen Lichtstreifen hinter sich herziehend, in großer Geschwindigkeit in Richtung Dieppe flog. Bisher ist der Vorgang noch völlig ungeklärt. In diesem Zusammenhang wird daran erinnert, dass vor etwa einer Woche ein Fischerboot in Dieppe einlief, das von Splittern förmlich zersiebt war. Kurz zuvor war eine, dem Vorgang am Donnerstag ähnliche explosionsartige Erscheinung am Himmel beobachtet worden. Die Wissenschaftler vermuteten damals, dass ein Meteor explodiert war, in dessen Splitterregen das Fischerboot geriet.

Papierkrieg wegen „Untertassen“ meldete dpa aus Washington, die Kasseler Post vom 25. Januar 1954 schrieb so: Der Nachrichtendienst der amerikanischen Luftwaffe führt gegenwärtig mit den angeblichen Augenzeugen „Fliegender Untertassen“ einen ausgedehnten Papierkrieg. Nach Angaben verschiedener Offiziere mussten bereits wichtigere Arbeiten zurückgestellt werden, weil jeder einzelne Hinweis genauestens überprüft wird. Wie es heißt, kommen 75 Prozent aller Zuschriften von Jugendlichen. Die zweitstärkste Gruppe ist nach den Äußerungen der Offiziere die Gruppe der „Spinner“, die angeblich die seltsamen Himmelserscheinungen mit eigenen Augen gesehen haben wollen. Die USA-Luftwaffe gibt für diesen Papierkrieg monatlich mehrere Tausend Dollar aus.

Düsenjäger suchten „fliegenden Gegenstand“ meldeten UP/dpa und die Rhein-Neckar-Zeitung am berüchtigten 1. April (1954). Zwei Düsenjäger des 86. Jagdbombergeschwaders hatten am vergangenen Freitag den Auftrag, über dem Luftwaffenglände bei Landstuhl nach einem „nicht identifizierten fliegenden Gegenstand“ zu suchen. Sie kehrten gerade von einem Übungsflug zurück und wurden auf Bodenbeobachtungen hin in den fraglichen Luftraum geleitet. Unter dem amerikanischen Bodenpersonal wollen zahlreiche Beobachter das „fliegende Objekt“ hell und schnell über den Himmel ziehend gesichtet haben. Das 86. Bombergeschwader verweigerte eine Auskunft auf die Frage, ob der „fliegende Gegenstand“ auf dem Radarschirm erfasst wurde.

Immer wieder neue Rätsel um die Fliegenden Untertassen: Major Donald Keyhoe wartet auf den „Tag X“ – Geheimberichte der US-Luftwaffe sollen interplanetarische Herkunft der unbekannten Flugobjekte bestätigen hieß der Leitartikel von Otto Merk am 24. April 1954 im Münchner Merkur. Die seit nunmehr bald sieben Jahren anhaltende Diskussion um das Phänomen der „Fliegenden Untertassen“ nimmt kein Ende. In den Vereinigten Staaten wurde sie gerade in den vergangenen Monaten neu belebt durch ein Buch von Major Donald E. Keyhoe „Flying Saucers from Outer Space“, das demnächst auch in deutscher Übersetzung (Verlag Lothar Blanvalet, Berlin, 328 Seiten, 14.80 Mark) unter dem Titel „Der Weltraum rückt uns näher“ vorliegen wird.
Keyhoe ließ sich vom Presseamt des amerikanischen Verteidigungsministeriums seine „Qualifikation als führende Kapazität“ auf dem Gebiet der Untersuchungen [damit ist keine Einzelfalluntersuchung, sondern nur Quellenrecherchen in Publikationen und Behörden-Korrespondenz gemeint] über die „Fliegenden Untertassen“ bestätigen, und er glaubt, aus dieser Bestätigung auch das Eingeständnis der US-Luftwaffe lesen zu können, dass die geheimnisvollen Flugobjekte interplanetarischer Herkunft sind. Für ihn steht fest, dass die Erde seit Jahren beobachtet wird und dass der „Tag X“, an dem die Raumfahrer unseren Planeten betreten werden, nicht mehr ferne ist.

Der Mann, der den zweifelhaften Ruhm für sich in Anspruch nehmen kann, die größte Massenhysterie seit Kriegsende ausgelöst zu haben, heißt Kenneth Arnold. In seinem Privatflugzeug flog dieser als seriös bekannte Geschäftsmann am 24. Juni 1947 im amerikanischen Staat Washington vom Meer her auf den 4.390 Meter hohen Mount Rainier im Cascadegebirge zu, als er vor sich neun riesige glühende Scheiben [sic!] in Winkelformation dahinrasen sah. Vor dem Mount Rainier zogen diese Scheiben steil hoch [?] und verschwanden dann hinter dem Berg. So wenigstens erzählte es Ken Arnold dem Reporter einer kleinen amerikanische Provinzzeitung. Er sagte, die Scheiben seien „untertassenähnlich“ [falsch, er nannte sie sogar Flugzeug-artig und zeichnete sichelförmige Gebilde auf] mit einem Durchmesser von etwa 35 Metern gewesen, und ihre Geschwindigkeit habe gute 1.800 Kilometer in der Stunde betragen. Aus der Provinzzeitung sprang die Sensationsmeldung auf die Titelseiten aller amerikanischen Blätter, die Nachrichtenagenturen funkten sie um die Welt. Die „Fliegenden Untertassen“ waren geboren. Ken Arnolds Story wurde geglaubt oder belächelt. In Europa hatte man zu Beginn dieses zweiten Nachkriegssommers ohnedies andere Sorgen genug, als sich um phantastisch klingende Erzählungen von der Ostküste der Vereinigten Staaten zu kümmern. Aber Arnolds Bericht war nur der Anfang. Schon bald darauf rannten in den verschiedensten Teilen Nordamerikas Bewohner kleiner Landstädte zu den Redaktionen ihrer Lokalblätter und erzählten Beobachtungen, die nicht weniger sensationell waren als die Schilderungen des Fliegers vom Mount Rainier. Überall in den Staaten wurden plötzlich jene geheimnisvollen Flugkörper gesichtet. Keine Sternschnuppe konnte mehr über den Nachthimmel ziehen, ohne von aufgeregten Laien als „Untertasse“ identifiziert zu werden. In der Dunkelheit waren es rot- oder bläulich-grün leuchtende, bei Tage silbern glitzernde Scheiben, die beobachtet wurden. Der erste (und wohl bisher einzige) Mensch, der der Untertassen-Psychose sein Leben opfern musste, war Captain Thomas Mantell, ein Flugzeugführer der US-Air Force. Als am frühen Nachmittag des 7. Januar 1948 zahlreiche Bewohner von Madisonville im Staate Kentucky „eine riesige, rot und weiß glühende Scheibe“ am Himmel in Richtung auf Fort Knox, das Golddepot der Vereinigten Staaten, ziehen sahen und wenig später der Flugkörper auch von der Air-Base Godman aus beobachtet wurde, erhielt Mantell, der sich mit einer Rotte Jäger vom Typ F-51 „Mustang“ gerade auf einem Übungsflug befand, durch Sprechfunk den Befehl, sich das „Ding“ einmal näher anzusehen. Kurz darauf meldete er, dass er das Objekt, „das aus Metall zu sein scheint und ungeheuer groß ist“, gesichtet habe. Obwohl er die Verbindung mit seinen beiden Rottenkameraden verloren hatte, stieg der Captain weiter, auf 5.000, auf 6.000 und 7.000 Meter. Noch einmal meldete er sich: „Ich kann nicht näher herankommen, das Ding fliegt mit gleicher Geschwindigkeit.“ 130 Kilometer vom Militärflughafen Godman entfernt, fand man am anderen Tag seine Leiche und die Trümmer seiner „Mustang“.

Es ist nie geklärt worden, warum Mantell abstürzte. Vermutlich war sein Sauerstoffgerät nicht in Ordnung [er hatte erst gar keine externe Sauerstoff-Versorgung an Bord], so dass er bewusstlos wurde. Die führerlose Maschine dürfte dann im Sturz zerplatzt sein, denn die Trümmer lagen im Umkreis von einem halben Kilometer verstreut. Das „Ding“, das der Captain jagte, aber war nach Ansicht von Sachverständigen ein Phantom, eine Sonnenreflektion auf den Eiskristallen einer Cirruswolke in 9.000 Meter Höhe [???, dies ist die verrückteste aller Erklärungen in diesem Fall und taucht sonst nirgends auf; die offizielle Erklärung war zunächst nämlich als Planet Venus abgegeben worden]. Für die Sensationspresse war es ausgemacht, dass Mantell von der verfolgten „Untertasse“ abgeschossen worden war. Die US-Luftwaffe sah sich daher veranlasst, einen geheimen Untersuchungsausschuss aus Sachverständigen zu bilden, der alle Meldungen über die „unbekannten Flugobjekte“ sammeln und auswerten sollte. Er bekam bald mehr zu tun, als ihm lieb war. Zu Hunderten gelangten die Berichte an den Ausschuss. Bei der Mehrzahl von ihnen war von vorneherein zu erkennen, dass es sich um Halluzinationen aufgeregter Bürger handelte [?]. Ein weiterer, nicht unerheblicher Prozentsatz von Beobachtungen erledigte sich durch Rückfragen bei astronomischen und meteorologischen Stationen [hier gab es also schon den Ansatz für Recherche!]: Die gesichteten „Untertassen“ waren Meteorite oder ganz einfach Wetterballons, sogenannte Radiosonden, gewesen. Übrig blieben aber immerhin noch einige Meldungen von Augenzeugen, denen man nicht ohne weiteres zutrauen konnte, dass sie Halluzinationen unterliegen [wie man nur auf diese weitverbreitete Idee von den Halluzinationen kam?]. Da behaupteten erfahrene Piloten von Verkehrsmaschinen, ein flügellos, zigarrenförmiges Raumschiff aus nächster Nähe gesichtet und sogar Kabinenfenster erkannt zu haben [keine Halluzination, sondern eine wahrnehmungspsycholgisch bedingte Irritation, die zu einer Konstruktion des angenommenen Objektes führte – in Wirklichkeit war dieses Objekt ein Feuerball-Bolide gewesen, der auch von anderen Zeugen als solcher erkannt wurde]. Leutnant George Gorman berichtete, und Beobachter vom Boden bestätigten es, dass er fast eine halbe Stunde lang mit seinem Nachtjagdflugzeug einen „Kurvenkampf“ mit einem „unheimlichen Licht“ aufgeführt habe, bis schließlich die seltsame Erscheinung, des Spieles offensichtlich müde, mit ungeheurer Geschwindigkeit davon gestiegen sei [unsere Detailanalyse lässt den starken Verdacht aufkommen, dass das Geschehen ein wahrer Luft-Kampf mit einem zum Spaß hochgerichteten Scheinwerferlicht eines nahebei befindlichen Sportstadions war]. Solche und ähnliche Darstellungen erhielten vom Untersuchungsausschuss die Benotung „ungeklärt“. Sie blieben als Extrakt aus dem Wust von Meldungen übrig, den die erste Welle der Untertassen-Psychose gezeugt hatte.

Die Beobachtungen in den Vereinigten Staaten fanden ihre Ergänzung durch [danach aufkommende] Berichte von amerikanischen Stützpunkten in aller Welt. Über Goose Bay in Labrador, über Alaska, über Japan, ja selbst über dem Jägerflugplatz Fürstenfeldbruck bei München wurden im Herbst 1948 die geheimnisvollen Flugkörper gemeldet. Es schien, als ob die Hysterie auch die Soldaten ergriffen habe, die tagtäglich in ihren [aus Amerika kommenden] Zeitungen die Nachrichten über die „Flying Saucer“ lasen. Die deutschen Bewohner von Fürstenfeldbruck wenigstens hatten an diesem 23. November 1948, an dem eine „Feuerscheibe“ über den Flugplatz dahingezogen sein soll, keinerlei Beobachtungen gemacht. [Dies ist ein weiteres deutliches Indiz dafür, dass die „Untertassen“ ihre Verbreitung über die sich ausbreitende Presse-Hysterie fanden und danach auch als Folge aus den amerikanischen Stützpunkt-Zonen gemeldet wurden. Ja, haben denn die Untertassen die amerikanische Presse gelesen und verfolgten deren Weg um den Globus, um sich danach zwecks ihrem Auftauchen zu richten? Dies kann man kaum glauben, weitaus eher ist es akzeptabel die Meinung anzunehmen, dass erste die ‚Presse-Enten‘ und dann die UFO-Eier da waren. Ein wirklich externes Phänomen hätte dies nicht nötig.] Während des Jahres 1949 wurde es verhältnismäßig still um die unheimlichen Flugkörper. Aber kaum hatte im Januar 1950 die Luftwaffen-Untersuchungskommission in ihrem Abschlussbericht festgestellt, dass alle Angaben über „Fliegende Untertassen“ Täuschung oder Unsinn gewesen seien, begann der Spuk von neuem, diesmal vor allem in Europa. Im März und April sichtete man die „Flying Saucers“ nicht nur über Italien, Spanien, Schweden und Dänemark, sondern auch über Berlin, Nürnberg, Aschaffenburg, dem Bayerischen Wald und München. Es ist interessant, dass sich in allen Fällen, in denen diese angeblichen Phänomene über Deutschland auftauchten, eine einfache, natürliche Erklärung fand: Über Nürnberg und Aschaffenburg waren es amerikanische Düsenjäger, die einige Laien genarrt hatten, während bei den Beobachtungen in München und Berlin von den Sternwarten festgestellt wurde, dass es sich um Sternschnuppen handelte. Die Schilderungen der „Untertasse, so groß wie ein Hut“ über dem Bayerischen Wald, die von einem Postbeamten gegeben worden war, konnte von vorneherein nicht ernstgenommen werden.

Um diese Zeit tauchten die ersten Gerüchte auf, dass es sich bei den „Untertassen“ entweder um eine amerikanische oder eine sowjetische Geheimwaffe handle. Washington dementierte derartige Vermutungen sofort; Moskau hat sich nie dazu geäußert. Aber wer probiert schon eine neue Waffe über dem gebiet des mutmaßlichen künftigen Gegners aus? [Wie wir aus heutiger Perspektive sehen können, sind also die heutigen Spekulationen um UFO-Geheimwaffen in Form der „Fliegenden Dreiecke“ und der Area 51 vor 45 Jahren in einer anderen Form aufgetaucht, nachdem bereits 1946 die „Ghostrockets“ über Skandianavien eine ähnliche Funktion erfüllten – es kehrt also alles im neuen Kleid wieder!] Fast ein Jahr lang herrschte nach dieser zweiten „Invasion“ unbekannter Flugkörper Ruhe. Die Untertassen wären beinahe in Vergessenheit geraten, wenn nicht im Februar 1951 die amerikanische Illustriere Look, gestützt auf Erklärungen eines maßgeblichen Mitarbeiters des Forschungsinstitutes der amerikanischen Marine, Professor Urner Liddel’s mit der Erklärung herausgerückt wäre, die Untertassen seien nichts anders als große Ballons [Stratosphären-Ballons] zur Erforschung kosmischer Strahlen in Höhen bis zu 30.000 Meter. An Hand dieser bis dahin streng geheimgehaltenen Ballonaufstiege konnte tatsächlich eine weitere Anzahl von Untertassen-Beobachtungen einwandfrei geklärt werden [hierzu zählte an erster Stelle der Mantell-Vorfall, auch wenn er zu dieser Zeit noch nicht in diesem Zusammenhang bekannt gemacht worden war!] Trotzdem setzte Mitte 1951 die dritte Nachrichtenwelle über das Auftauchen von Flugkörpern ein. Sie begann damit, dass im Juli einige merkwürdige Objekte, teils durch Radar, teils durch Augenbeobachtung, über dem Raketenversuchsgelände von White Sands festgestellt wurden, von denen angeblich auch Filmaufnahmen gelangen. Der entwickelte Streifen zeigte jedoch lediglich einen verschwommenen Lichtfleck am Himmel. Eine offizielle Anerkennung der Echtheit dieser Aufnahmen ist nie erfolgt. Nun aber steuerte die Psychose langsam ihrem bisherigen Höhepunkt zu. Es mehrten sich die „Photographien“ von Untertassen, die meist „zufällig“ Bildberichtern bekannter Sensationsblätter gelangten. Am bekanntesten sind die Aufnahmen seltsamer Lichterscheinungen am nächtlichen Himmel von Lubbock in Texas geworden. Die angesehene Zeitschrift Time hielt sie einer Veröffentlichung wert. Angeblich sollen die Negative von der Luftwaffe untersucht und als „echt“ bezeichnet worden sein.

Im Juni und Juli 1952 überstürzten sich die Geschehnisse. Die Saarbrücker Zeitung ließ sich aus Nordnorwegen berichten, dass dort eine Untertasse notgelandet aufgefunden worden sei. Genaue Einzelheiten über die Leistungen der Flugscheibe wurden abgegeben, und es fehlte nicht die Feststellung, dass die Instrumente russische Beschriftung trügen. In dieser, durch solche und ähnliche Sensationsberichte erzeugten hektischen Atmosphäre, verwundert es kaum noch, dass von fast allen militärischen wichtigen Punkten der Vereinigten Staaten – einschließlich der Atomwerke – Meldung auf Meldung über „Aufklärungsflüge“ von Untertassen im Pentagon eintraf. In der Nacht zum 20. Juli waren die unbekannten Flugkörper erstmals über der Hauptstadt Washington selbst. Auf dem Schirm des Panorama-Radar-Geräts in der Zentrale des National Airport tauchten wenigstens plötzlich die Markierungen für acht unbekannte Objekte im Luftraum über der Stadt auf, obwohl sich kein Verkehrsflugzeug unterwegs befand. Gleichzeitig wurde diese Zeichen auch vom Radargerät auf dem Kontrollturm des Flughafens angezeigt, und Beobachter auf dem Turm glaubten, eine orangerot leuchtende Scheibe zu sehen. Düsenjäger wurden angefordert, aber ehe sie eintrafen, waren die bis dahin nur mit 160 bis 120 Kilometer pro Stunde fliegenden Objekte plötzlich vom Radarschirm verschwunden – um nochmals aufzutauchen, nachdem die Jäger zum Einsatzhafen zurückgekehrt waren. Noch zweimal wiederholten sich in den folgenden Nächten diese Erscheinungen auf den Braunschen Röhren der Washingtoner Funkmessgeräte. Die Erregung der amerikanischen Öffentlichkeit drohte in Panik auszuarten. Da machte sich die US-Luftwaffe auf einer Pressekonferenz die Theorie des Astro-Physikers Dr. Donald Menzel von der Harvard-Universität zu eigen. Nach Menzels Erklärung hätte eine Temperatur-Umkehrschicht, die sich während der damaligen Hitzewelle nachts über Washington bildete, sowohl Lichtquellen auf der Erde als auch Radarstrahlen reflektiert und so die festgestellten Erscheinungen herbeigeführt. Die Bewegung der „Untertassen“-Zeichen auf den Radarschirmen war seiner Meinung nach durch die Turbulenz ausgelöst worden. Zu jenen Teilnehmern der Pressekonferenz, die dieser Erklärung ungläubig gegenüberstanden, gehörte auch Major d.R. des Marine-Corps Donald E. Keyhoe. In seinem neuen Buch, das sich trotz aller angebrachten Skepsis spannend liest wie ein utopischer Roman, versucht er, Menzels Theorie ad absurdum zu führen. Das Material, das Keyhoe anführt, stimmt nachdenklich. Um so mehr, als er behauptet, sich ausschließlich auf Berichte des 1950 offiziell aufgelösten, später aber wieder neugebildeten Untersuchungsausschusses der Luftwaffe zu stützen. Solche Geheimberichte sehen – laut Keyhoe – folgendermaßen aus: Die Erscheinung wurde am 3. August 1953 auf dem Flugstützpunkt Hamilton in Kalifornien beobachtet. Um sechzehn Uhr fünfzehn waren zwei riesige Scheiben, in verschiedener Höhenlage fliegend, von Osten her aufgetaucht. Düsenpiloten auf dem Flugplatz beobachteten, wie die höher fliegende Maschine auf die Ebene der anderen herunterkam. Dann begannen die beiden Untertassen um den Stützpunkt herumzukurven, wobei sie wie Düsenjäger bei einem Kurvenkampf manövrierten. Der Flieger, der sie zuerst bemerkte, ein Leutnant D. A. Swimley, hatte immer über die Untertassen gespottet. Er glaubte immer noch, seinen Augen nicht trauen zu können, holte ein Fernglas und stellte es auf die seltsamen Flugobjekte ein. Dabei konnte er ihre runde Form deutlich sehen, doch flogen die Scheiben zu hoch, um andere Einzelheiten erkennen zu lassen. Inzwischen hatte das Radargerät der Bodenkontrolle die Bläschen der Untertassen eingefangen, und Luftspäher telephonierten schon die ersten Meldungen durch. Während die Abfangpiloten zu ihren F-86-Maschinen rannten, kamen sechs weitere Scheiben in Sicht und schlossen sich den anderen an. Wie Swimley und andere Flieger vom Boden aus feststellen konnten, gruppierten sich die Untertassen in Hufeisenformation und nahmen Kurs nach Westen. Ehe die Düsenjäger auf gleiche Höhe kamen, waren die Scheiben verschwunden. Im Verhör durch einen Geheimdienstoffizier erklärte Swimley, er schätze den Durchmesser der Scheiben auf 20 bis 33 Meter. „Und erzählen Sie mir nichts von Reflexionen“, fügte er hinzu. „Ich weiß, dass es massive Körper waren.“
Und hier ein anderer Fall. Diesmal war der Schauplatz die Ostküste: Um 21:12 h näherte sich eine DC-4-Verkehrsmaschine der Pan American der Stadt Norfolk, Virginia, auf ihrem Weg nach Miami. Am Steuer war der Erste Offizier W. B. Nash. Der Zweite Offizier W. H. Fortenberry fungierte als Begleitpilot. Beide Männer hatten eine Flugpraxis von mehr als zehn Jahren hinter such und hatten Tausende von Stunden in den Kanzeln von Verkehrsflugzeugen zugebracht. Die DC-4 hatte eine Höhe von 2.600 Metern und befand sich einige Kilometer von Newport News entfernt, als voraus ein roter Feuerglanz auftauchte. Die Piloten sahen sechs riesige, scheibenförmige Maschinen auf sich zurasen, aber in geringerer Höhe. Die Scheiben, die in Flachlage flogen, hatten einen strahlend orangen Glanz wie rotgluehendes Metall. Als sie sich in Staffelformation näherten, verlangsamte die Führermaschine jäh die Fahrt und kippte auf den Rand hoch. Wie auf ein Signal folgten die anderen fünf und stellten sich ebenfalls hochkant. Dann machte die Führermaschine beinahe kehrt, kippte wieder in Flachlage und schoss nach Westen davon. Die anderen manövrierten gleicherweise, änderten rasch ihren Kurs und schlossen sich der ersten Maschine in Linie an. Einige Sekunden später schossen noch zwei Scheiben unter den Tragflächen der DC-4 hervor. Als sie ihre Geschwindigkeit erhöhten, um die Formation einzuholen, konnten die Piloten verfolgen, wie ihre Farbe plötzlich heller wurde. Offenbar stand dies im Zusammenhang mit dem Antriebsverfahren der fremden Maschinen, denn das Licht der ersten sechs Scheiben war matter geworden, als sie ihre Geschwindigkeit herunterschraubten, um zu wenden. Dann waren sie wieder heller geworden, als sie ihr Tempo erhöhten. Verblüfft und verstört über die seltsamen Dinge, die die gesehen hatten, funkten die Piloten nach Norfolk und meldeten die Erscheinung in allen Einzelheiten. Als Geheimdienst-Offiziere der Luftwaffe sie bei der Landung in Miami in Empfang nahmen, meldeten die Drähte die Geschichte bereits in die Zeitungsredaktionen des Landes‘. Keyhoes Darstellung unterscheidet sich wohltuend von den üblichen Untertassen-Sensationsberichten in manchen Illustrierten. Jene Geschichten, dass Untertassen bereits gelandet und in einem Fall mit Liliputanern, im anderen Fall mit schrecklichen Monstren bemannt gewesen seien, verweist er eindeutig in den Bereich der Fabel. Er glaubt jedoch, dass sie demnächst landen werden, und er meint, die amerikanische Luftwaffe solle endlich alle ihre vorliegenden Informationen über die geheimnisvollen Erscheinungen bekannt geben, damit die Erdbevölkerung sich auf das Auftauchen der „Männer vom anderen Stern“ vorbereiten kann.

Für Keyhoe gibt es nämlich keinen Zweifel, dass die Untertassen interplanetarischen Ursprungs sind. Er hat alle Erscheinungsformen dieser „UFOs“, dieser „unbekannten Flugobjekte“, katalogisiert, die zigarrenförmigen genauso wie die scheibenförmigen. Aus den für ihn freigegebenen Geheimberichten der Luftwaffe glaubt er die Erkenntnis ziehen zu können, dass die Untertassen die „Beobachtung“ der Erde abgeschlossen haben, um nun in Kürze – in freundschaftlicher Absicht, wie ihm scheint – zur Landung auf unserem Planeten anzusetzen. Seine Theorie ist, dass die wesentlich höher als wir Menschen entwickelten Wesen ihre Raumschiffe unter Ausnutzung elektromagnetischer Felder bewegen, dass sie auf die Erde durch die ständigen Atomexplosionen aufmerksam geworden sind. Eine Erklaerung für den Widerspruch, dass die erste Atombombe 1945 gezündet wurde, dass aber die ersten Untertassen bereits zwei Jahre danach auftauchten, obwohl der nächste Stern außerhalb unseres Planetensystems über vier Lichtjahre entfernt ist, gibt Keyhoe allerdings nicht. Dabei kann keine Rede davon sein, dass die „UFOs“ etwa mit Lichtgeschwindigkeit, nämlich mit 300.000 Kilometer pro Sekunde, fliegen könnten. Die durch Radar-Beobachtungen festgestellte Hoechstgeschwindigkeit einer Untertasse betrug „nur“ 27.000 Kilometer pro Stunde. Diese uns ungeheuer erscheinende Geschwindigkeit würde jedoch noch nicht einmal ausreichen, um das Schwerefeld der Erde zu verlassen, würde also jede Rückkehr der „UFOs“ zum Startplatz auf einem anderen Planeten ausschließen. Auch sonst gibt es noch manches festzustellen, was gegen Keyhoes Theorien und überhaupt gegen das Vorhandensein von „Fliegenden Untertassen“ spricht. Es ist bisher weder ein „UFO“ in seiner genauen Gestalt gesehen worden, noch wurde das Spektrum der damit verbundenen Lichterscheinungen festgehalten, noch ist die Geschwindigkeit durch Kino-Theodoliten ermittelt worden. Es erhebt sich dabei freilich die Frage, ob Dinge, die aus einer anderen Welt kommen, überhaupt mit unseren irdischen Maßstäben zu erfassen, zu bestimmen und zu messen sind.
Übrigens: Die letzte Meldung über eine „Fliegende Untertasse“ stammt vom 9. Januar und kommt aus Deutschland. Mehrere Personen aus Donaueschingen und dem benachbarten Erdmannswieler wollen an diesem Tag zwischen sieben und acht Uhr einen mit großer Geschwindigkeit in südlicher Richtung fliegenden scheibenartigen Himmelskörper beobachtet haben. Der Nebel, der an diesem Morgen herrschte, lässt die Vermutung zu, dass die Beobachter sich durch eine Spiegelung der aufgehenden Sonne täuschen ließen [?].

Begleitet wurde der lange Artikel von der Salem-Aufnahme mit dem Bilduntertext: „Bluff oder Tatsache: Offiziell nicht beglaubigte Aufnahme von ‚Untertassen‘ über Salem.“ Zudem brachte man ein Bild von einem hochschwebenden und von unten fotografierten Stratosphären-Ballon mit dem Text „Sieht aus wie eine Untertasse: Stratosphären-Ballon der US-Marine“ ein. Ergänzt wurde der Beitrag mit einem sonst weiter nie gesehenen Foto, untertitelt mit: „Anregung für Flugzeugbauer: William Horten konstruierte diese einer Untertasse nicht unähnliche Maschine.“ Das Foto ist aber kaum aussagekräftig und schaut tatsächlich eher wie ein Handmodell in grober Zigarettenkisten-Form aus, dies mit den berüchtigen Untertassen in Verbindung zu bringen, war schon recht abenteuerlich.

Wieder „Fliegende Untertassen“? meldete die Rhein-Neckar-Zeitung am 15. Mai 1954: Drei geheimnisvolle „leuchtende Gegenstände“ wurden am Donnerstag in großer Höhe über der nordnorwegischen Ortschaft Kautokeino gesichtet.
Der Polizist des Ortes gab an, er habe die „Fliegenden Untertassen“ durch sein Fernglas beobachten können und dabei festgestellt, dass es keine Flugzeuge waren, sondern „Gegenstände“, die gestaffelt mit großer Schnelligkeit dahinflogen und ungefähr drei bis vier Minuten lang sichtbar waren. Ein anderer Einwohner des Ortes hatte die „Untertassen“ ebenfalls gesehen. Die norwegische Luftwaffe hat eine Untersuchung der Berichte aus Kautokeino eingeleitet.

Besuch vom anderen Stern vermeldete BILD am 25. Mai 1954 aus London: „Es gibt Fliegende Untertassen. Sie können nur von anderen Planeten kommen.“
Diese sensationelle Erklaerung des britischen Luftmarschalls Lord Dowing folgt der kürzlichen Freigabe amerikanischer Geheimdienst-Berichte, in denen- entgegen jahrelangen Behauptungen zugegeben wird: Wir haben tatsächlich UFOs (Unbekannte Flugobjekte) gefilmt und Fotos fotografiert, – wir haben, fern aller Hysterie, unzählige der ungewöhnlichsten Berichte ernsthafter Piloten geprüft, – wir haben fliegende Untertassen gleichzeitig optisch und mit Radar festgestellt, – und wir haben Geschwindigkeiten der Ufos von weit über 10.000 km pro Stunde exakt gemessen. Auch US-Geheimdienstoffiziere ziehen den Schluss, dass die Untertassen interplanetarischen Ursprung sind und durch Mutterschiffe an die Erde herangebracht werden.

Im Brennpunkt des Gesprächs: Steht die Erde unter Kontrolle? hieß es in der Wochenzeitung Die Erde (Hamburg) vom 27. Mai 1954: Es könnte sein, dass binnen kurzem bei uns die „Fliegenden Untertassen“ in den Brennpunkt des Gesprächs rücken werden – dann nämlich, wenn das ebenso nüchterne wie aufregende Buch des amerikanischen Majors im Ruhestand Donald E. Keyhoe „Der Weltraum rückt uns näher“ (328 Seiten, Leinen 14,80 DM, im Lothar Blanvalet-Verlag, Berlin) seine Leser auch in Deutschland gefunden hat. Der englische Titel lautet „Flying Saucers from Outer Space“ (zu deutsch: „Fliegende Untertassen aus dem Weltraum“), aber offenbar fürchtete der Verlag, die wörtliche Übersetzung würde dem Buch sogleich den Makel des Phantastischen und Unglaubwürdigen anheften. Denn die sogenannten „Fliegenden Untertassen“ haben bei uns bisher denselben schlechten Ruf wie einst die Seeschlange und später das „Ungeheuer vom Loch Ness“ oder die Schneemenschen vom Himalaja. Sie gelten als eine Chimäre, eben gut genug für ein Ammenmärchen, als ein neues Symptom für den heute überall wuchernden Aberglauben. Noch vor wenigen Wochen hat die vielgelesene und sonst mit Sorgfalt redigierte Jugendzeitschrift Das Zelt jedem Leser 1.000 D-Mark versprochen, der ihrer Redaktion den Nachweis bringt, dass „Fliegende Untertassen“ wirklich vorkommen. So immun ist man in Deutschland gegen das Unerwartete. Die Redaktion wird ihre Großzügigkeit bedauern, sobald sie bei Keyhoe die kritisch geprüften Berichte, 51 an der Zahl, über „unbekannte Flugobjekte“ liest, die das Verteidigungsministerium in Washington ihm zur Veröffentlichung freigegeben hat. Unknown flying objects ist die amtliche Bezeichnung für die Maschinen, die zum erstenmal am 24. Juni 1947 der Privatflieger Kenneth Arnold nahe dem Mount Ranier (Staat \Washington) in einer Kolonne von neun mit etwa 1800 Stundenkilometern dahinrasen sah und von denen er Reportern erzählte, sie hatten eine „untertassen-artige“ Form. So kam es zu dem kompromittierenden Wort „Fliegende Untertassen“, das nach Jux klingt und der unbehaglichen Sache von vornherein eine Narrenschelle angehängt hat. Während sich schon damals die Zeitungsleser in Gläubige und Ungläubige spalteten, horchte man im Pentagon (dem Gebäude des USA-Verteidigungsministeriums) auf. Im Januar 1948 wurde eine Geheimuntersuchung mit dem Stichwort Sign (später Grudge, dann Bluebook) begonnen. Spezialisten der Luftwaffe registrierten nicht nur alle sich häufenden Meldungen, sondern gaben auch an Militär- und Zivilpiloten einen „technischen Informationsbogen“ aus mit 40 Fragen nach der Beschaffenheit von etwa beobachteten „unidentifizierten Luftphänomenen an sich schon ein Hinweis, dass man im Pentagon durch die „Untertassen ernstlich beunruhigt war und nur nicht wusste, was von ihnen zu halten sei. Einige hundert Fragebogen kamen beantwortet zurück und wurden von den technischen Offizieren ausgewertet. Die Beunruhigung wuchs dabei um so mehr, als die „Flugobjekte“ in Wellen zu kommen schienen, manchmal wochenlang ausblieben, manchmal massiert über vielen Stellen der Erde auftraten. Die ersten Hypothesen wurden formuliert. Könnten die „Untertassen“ sowjetische Raketen, konnten sie Versuchsapparate einer supergeheimen USA-Anstalt sein ? Waren sie vielleicht nur ein Naturphänomen, das man früher nicht so aufmerksam beobachtet hatte?

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/2thedaytheearthstoodstill2.htm

Gruß an die Geheimniskrämer

TA KI

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 5


Der Tag, an dem die Erde stillstand…

…war die Schlagzeile vom 17. Mai 1952 in der Rhein-Neckar-Zeitung, weil der gleichnamige Untertassen-Film aus Hollywood Deutschland erreichte und in der Heidelberger Region im Metropol am Nollendorfplatz anlief: Was tut der Mensch von heute, wenn die vielberufene Fliegende Untertasse wirklich landet? Er reagiert von der Angst als seiner seelischen Grundlage her und wappnet sich misstrauisch mit dem Aufmarsch von Panzern und Kanonen gegen die freundlichen und friedlichen Worte des sympathischen „Herrn von einem anderen Stern“, der ein Mensch wie wir dem Raumschiff entsteigt. Es hätte nahegelegen, diesen Besuch aus einer Welt, in der es dank einer wohlausgebildeten Robotertruppe, keine Krieg mehr gibt, zu einer Satire zu erweitern. Doch das Drehbuch belässt es bei einigen satirischen Hieben auf unsere von Uneinigkeit, Misstrauen und Egoismus beherrschten Welt und gibt sich im übrigen seriös, wenn man nicht den von einem Forscher a la Einstein präsidierten internationalen Gelehrtenkongress, der nach dem Versagen der Politiker die Welt vor dem angedrohten Untergang retten soll, auch als eine Parodie auffassen will. Auch die technischen Phantasien sind mit einem sozusagen unsensationellen Ernst gemacht, aber wenn der Roboter aus dem Raumschiff mit seinen Strahlen die ganze militärische Pracht zu einem Haufen Asche zerschmilzt, als wäre sie aus Schokolade, rauscht es doch fröhlich im Publikum.

Der Kinospielfilm „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ war das erste Kino-Großerlebnis, welches hierzulande die Menschen im Nachkriegsdeutschland in Sachen Untertassen aus Hollywood aufbereitet bekamen. Damit bekamen sie wahrscheinlich erstmals das Bild, die Konzeption oder das Muster von den Fliegenden Untertassen gezeigt. TV gab es in jener Zeit noch nicht als Massenmedium, sodass ein optischer Zugang bis zu jenem Hollywood-Produkt verweigert war. Auf dem Printsektor erschien im selben Jahr „SOS – Fliegende Untertassen“ von R. M. Wallisfurth im Hundt-Verlag, Hattingen. Das Hardcover-Buch war bereits 1949 geschrieben worden, fand aber erst 1952 eine Veröffentlichung in der Leih-Bücherei bei Tante Emma.

„Fliegende Untertasse“ bei Frankfurt meldete am 5. Juni 1952 die Frankfurter Rundschau: Am Dienstagabend gegen 21 h, wurde wie die Nachrichtenagentur United Press zu melden weiß, im Westen von Frankfurt am dunklen Abendhimmel in der Nähe des Horizonts eine hell erleuchtete, flackernde Scheibe gesichtet, die von den Beobachtern als „Fliegende Untertasse“ angesprochen wurde. Diese Scheibe bewegte sich während einiger Minuten kaum merklich nach Norden – dann verlosch die Erscheinung ohne wieder aufzutauchen. Der Mond stand zur Zeit der Beobachtung weit nach Süden. Amerikanische Dienststellen des Rhein-Main-Flughafens erklärten auf Anfrage von UP, die Erscheinung sei dort nicht beobachtet worden. [Ein deutlicher Fall von Bastel-Miniatur-Heißluftballon.]

Ganz Italien meldet „Fliegende Untertassen“ kam es via dpa aus Rom und die Abendpost vom 6. Juni 1952 schrieb so: Seit einigen Tagen treffen aus allen teilen der Apenninen-Halbinsel Nachrichten über „Fliegende Untertassen“ ein. Am Mittwochabend wurden angeblich zwei dieser rätselhaften Himmelskörper in der Nähe von Ancona bzw. Jesi beobachtet. Ferner soll eine „Fliegende Untertasse“ am Mittwochmittag über Catania erschienen sein. In der Nacht zum Donnerstag habe dann ein weiterer unbekannter Leuchtkörper Cividale bei Udine überflogen.

Der Sensationsschrei des Sommers 1952 – Andere Planeten entsenden Raumschiffe meldete am 15. Juni 1952 die Zeitschrift Das grüne Blatt: Die jüngsten Erklärungen für die Fliegenden Untertassen – Geschäfte mit der Angst der Erdbewohner – Der große Welt-Filmstoff der Gegenwart – Radikaler Wandel in den Ansichten der Wissenschaftler – Das große drohende Fragezeichen von heute! waren die knappgefassten Unterschlagzeilen. Wieder schwirren die Fliegenden Untertassen durch den Weltraum, wie durch die Weltpresse. Die mehr oder minder verbürgten Meldungen über beobachtete Himmelserscheinungen, die in außerordentlicher Höhe rotierenden Riesenscheiben gleichen, wollen nicht abreißen. Das Rätselraten um die Natur dieser Untertassen, die man in den romanischen Ländern „Fliegende Disken“ treffsicher nennt, geht weiter. Erstzunehmende Wissenschaftler lehnten noch vor drei Jahren jegliche Diskussion darüber ab. Im Jahre 1950 zweifelten anerkannte Astronomen wie Aeronautiker daran, dass es sich um Mechanismen, um Geschosse oder Schiffe von anderen Planeten, also um technische Sendboten außerirdischen Ursprungs handeln könnte. Sie bezeichneten derlei Vermutungen als baren Unsinn, als eine wissenschaftlich unhaltbare These. Jetzt aber, im Jahre 1952, trat ein radikaler Wandel in den Ansichten ernster Wissenschaftler ein! Astronomen, Kosmobiologen, Aerostatiker und Raketenforscher halten es nun doch für möglich, dass die Fliegenden Untertassen nicht irdischer Herkunft sind, sondern von überlegenen Technikern, die andere Planeten bewohnen, in den Weltraum und in die Nähe unserer Erde gestartet werden. Das ist die große Sensation des Sommers 1952; denn mit dem erneuten Aufkommen der rotierenden Himmelsphänomene wird man zu neuen, immer gewagter erscheinenden Schlüssen gelangen. Eine neue Art von Angstpsychose kann uns Erdbewohnern befallen. Da man im dunkeln tappt, da es bisher keinem gelungen ist, die Fliegenden Untertasse so zu fotografieren, dass man ihre technische Konstruktion einigermaßen annähernd richtig ergründen könnte, sind den Hypothesen wie der erwähnten Massenangst alle Wege geebnet.
Was sollen die Fliegenden Untertassen nicht alles gewesen sein! Unser Diagramm versucht die häufigsten Vermutungen mit 1 bis 10 zu beziffern, dann den Grad der Wahrscheinlichkeit anzugeben, den sie in den öffentlichen Meinung fanden oder finden, und schließlich, in einer letzten Rubrik, darzustellen, inwieweit sich innerhalb von zwei Jahren das Urteil der einschlägigen Wissenschaften über diese seltsame Himmelserscheinung gewandelt hat. Wie volkstümlich dieses Thema ist, erkennt man schon daran, dass sich der Weltfilm seiner bemächtigt hat.
Allein die Titel dieser Filme sagen genug: „Endstation Mond!“ – „Das Ding aus einer anderen Welt“ – „Der Tag, an dem die Erde still stand“ – „Der Mann vom Planeten X“ und dann noch ein „Zusammenstoß im Weltall“!! Es ist also der große Filmstoff der Gegenwart geworden. Man macht Geschäfte mit der Psychose der Zweifel und Ängste. Was man bisher in utopischen Romanen darzustellen versuchte, kehrt nun dank der fortgeschrittenen Filmtechnik auf der tönenden Leinwand wieder. Aber schon erschienen in der Auslandspresse Notizen mit der Überschrift: „Marsbewohner entsenden Raumschiffe“, wobei das vor wenigen Monaten noch obligatorische Fragezeichen entweder ganz wegfiel oder abgeschwächt hinter ein Ausrufezeichen treten musste. Rufen wir uns kurz in Erinnerung zurück, als was uns diese Disken vorgestellt worden sind:
Die Amerikaner haben Stratosphärengeschosse, durch Radar gelenkte Raumflugzeuge erfunden und halten von Zeit zu Zeit Übungen ab. In der italienischen Presse wurden sogar die rotierenden Stratosphärenscheiben als eine italienische Erfindung beansprucht. Dann traute man den Russen
derartige Weltraum-Fluggeschosse zu, die um den Erdball kreisen könnten. Die Sternenforscher meldeten sich und sprachen von Sternschnuppen oder winzigen Planeten, von Resten der im zweiten Weltkrieg abgeschossenen V 1 oder V 2, die nun als Monde, die sich selbstständig machten, unseren Globus umschwirrten. Falsch! rief man aus USA und wies an reichem Bildmaterial nach, dass man harmlose Stratosphärenballons, die mit Fallschirmen versehen sind und meteorologische Erkundungen dienen, als militärische Raumschiffe oder Raumgeschosse angesehen hatte. Die Hypothesen, die Mutmaßungen nahmen kein Ende und überschlugen sich. Es sind Begleiterscheinungen der Atombombenexplosion! Es sind Luftspiegelungen, also optische Täuschungen! Bei dem Berichtsmaterial handele es sich um Fototricks oder Zeitungsenten. Andere sprach von einer neuen Art der Himmelsreklame, und immer wieder ward der Einwand der Massensuggestion geltend gemacht. Das große Rätselraten geht weiter.
Wissenschaftler, die noch vor Jahresfrist die These von Raumaufklärern im Dienste anderer mutmaßlicher Planetenbewohner skeptisch lächelnd abtaten, geben nun zögernd diese Möglichkeit zu. Und das ist die entscheidende Wende in der Betrachtung dieses sensationellen Phänomens unserer Zeit.

Soweit also Dr. L. B. in seiner Ausführung, die mit einem Zeitungsausriss begleitet wurde, der erklärende Text hierzu: So sah sie ein Bildreporter von Übersee – Einem Bildreporter der brasilianischen Zeitung „O Cruziero“ ist es angeblich gelungen, „Fliegende Untertassen“ am Rande der brasilianischen Hauptstadt zu photographieren. Die Titelseite einer Sonderausgabe der Zeitung gab das Bild mit dem „Fliegenden Diskus“ wieder. (Foto: dpa) Ein europäischer Karikaturist (Bundfuss) verewigte sich hier ebenso mit seinem Cartoon. Nun gut, Fritzheim von Doornick führte aber in einem zweiten Teil direkt anschließend die Debatte mit der Zwischenschlagzeile Nicht irdischer Herkunft fort:

Es geschah vor wenigen Tagen, um 11 h, als der Aircraft-Pilot Skeet Taylor über Benson-Arizona ein seltsames Flugzeug auftauchen sah. Taylor, der wenige Stunden zuvor aus Washington einen an alle Einheiten der Luftwaffe gerichteten Dienstbefehl entgegengenommen hatte, setzte sich durch Radio mit einem Kameraden in Verbindung und gab ihm den Auftrag, das „Ding“ zu verfolgen und zu identifizieren, sofern dieses möglich sei. Der angerufene, auf einem Übungsflug befindliche Pilot, ein nüchterner und bewährter Mann, kam der Aufforderung nach. Später gab er eine Aussage zu Protokoll, die durch einen Teil der amerikanischen Presse ging. „Der von mir beobachtete und verfolgte ‚Gegenstand‘ war fünf- oder sechsmal größer als eine unserer B 29. Er hatte eine längliche Form und ähnelte keineswegs einer Untertassen. Ich stieg so hoch, wie es mir ohne die entsprechenden Vorbereitungen möglich war, um mich dem ‚Ding‘ zu nähern, und kam auf etwa fünftausend Meter. Das ‚Flugzeug‘ stand aber noch zwölftausend Meter höher, war strahlend hell und glänzte, als ob es aus poliertem Aluminium bestehe. Ich fliege bereits seit dreiundzwanzig Jahren, habe aber Ähnliches noch niemals erblickt.“ Besucher aus dem Weltraum? Das Problem der Fliegenden Untertassen ist heute wieder von brennendster Aktualität. Vor einem Jahr hatte man sich allgemein zu der Überzeugung bekehrt, dass es sich bei ihnen um neuartige, meteorologische Registrierballons handle, als Washington jetzt eine Anordnung erließ, die Verblüffung und einige Bestürzung auslöste. In diesem, an sämtliche Stützpunkte gerichteten Befehl, hieß es kategorisch: „Die Flugzeuge der US-Luftwaffe werden beauftragt, jeden Versuch zu unternehmen, um die sogenannten Fliegenden Untertassen zu stellen!“

Damit wird heute das Vorhandensein Fliegender Untertassen von maßgeblichster Stelle erstmals offiziell zugegeben, wenngleich diese Kreise eingestehen, dass sie über die Art und Herkunft dieser Flugzeuge völlig im dunkeln tappen. [Zugegeben wurde rein gar nichts und der Abschussbefehl wurde schnell wieder zurückgezogen, da die Angelegenheit zu heiß war. Viel eher scheint es berechtigt zu sein, davon auszugehen, dass diese Order auf durchgehende Nerven bei einem Verantwortlichen zurückgeht, der es jetzt einfach „einmal wissen wollte“.] Offiziöse Sprecher der amerikanischen Luftwaffe ließen durchblicken, es sei nicht ausgeschlossen, dass es sich bei diesen Fliegenden Untertassen um Raumschiffe handle, die von anderen Planeten kommen. Diese Gestirne könnten von Lebewesen bevölkert sein, deren technische Kenntnisse denen der Erdenmenschen weit überlegen sind. An jenem Tage, an dem die amerikanische Luftwaffe ihren sensationellen Befehl bekannt gab, veröffentlichte die Zeitschrift Life unter dem Titel „Kommen Besucher aus dem Weltenraum?“ einen detaillierten Artikel, der die Unruhe offizieller amerikanischer Kreise erraten ließ. Es liegt auf der Hand, dass Life seine Informationen damals von hochstehender Quelle bezog. Beobachtungen in Korea: Inzwischen aber wurden andere, zeitlich etwas ältere Zwischenfälle bekannt, die verstehen lassen, was die amerikanische Luftwaffe zu dieser Revision ihrer Ansichten zwang. Schauplatz des Geschehen war diesmal ein Abschnitt der koreanischen Front. Am 19. Januar 1952 beobachteten die Besatzungen zweier Fliegender Superfestungen ein Flugzeug unbekannten Typs, das mit unvorstellbar großer Geschwindigkeit über sie hinwegflog. Nach ihrer Landung erstatten die amerikanischen Flieger Bericht über ihre Beobachtung und wurden von ihren skeptischen Vorgesetzten energisch in die Zange genommen. Sie blieben aber bei ihrer Behauptung, dass die von ihnen gesehene Maschine nicht irdischer Herkunft sein könne!! Man suchte nach vernünftigen Erklärungen für das Phänomen, kam aber zu keiner befriedigenden Lösung und konnte allenfalls auf ähnliche, nicht sehr lange zurückliegende Beobachtungen hinweisen.

Was viele Tausende sahen. Es war gegen 10:20 h, als viele tausend Inder am 15. März in New Delhi ein seltsames Luftfahrzeug erblickten das über der Stadt kreiste. Unter diesen Beobachtern befand sich auch Mr. George Franklin Floate, der als Chefingenieur des Aeronautischen Klubs ein Fachmann auf dem Gebiete der Luftfahrt ist. Rund zwanzig Minuten lang konnte er das seltsame Flugzeug betrachten, das etwa dreißig Meter lang war, die Form einer Zigarre hatte und einen Flammenschweif hinter sich ließ. Die Sonne reflektierte grell auf den Waenden dieses Luftschiffs, so das anzunehmen war, es sei metallischer Bauart. Diese Fliegende Untertasse, sofern ein solcher Ausdruck überhaupt angebracht scheint, bewegte sich in einer Höhe von etwa 1.500 Meter dahin und dies mit schätzungsweise einer Geschwindigkeit von dreitausend Stundenkilometern [weswegen allein schon die zwanzig Minuten lange Beobachtungszeit des kreisenden Objektes die Frage mit sich bringt, wie man dies Objekt überhaupt klar ausgemacht haben will, ohne einen Schwindelanfall erfahren zu haben]. Zwei indische Düsenjäger machten sich an die Verfolgung der unbekannten Maschine, die jedoch in die Lüfte stieß und ihnen entkam. Zwei Wochen später wurde New Delhi abermals von demselben oder einem ähnlichen Flugzeug überflogen, das ebenfalls etwa zwanzig Minuten über der Stadt kreiste, bis es sich plötzlich in einem Winkel von 80 Grad aufrichtete und mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit verschwand.

USA untersuchen Himmelsphänomene – Vandenberg bestätigt Forschung über „Fliegende Untertassen“ meldete UP aus New York und am 18. Juni 1952 meldete so die Frankfurter Rundschau: US-Luftflottenchef General Hoyt Vandenberg hat – wie die amerikanischen Wochenzeitschrift LOOK berichtete – kürzlich zum ersten Male offiziell zugegeben, dass von den Luftstreitkräften der Vereinigten Staaten seit längerer Zeit geheime Untersuchungen des Phänomens der sogenannten „Fliegenden Untertassen“ durchgeführt werden. Seit zwei Wochen etwa habe die Air Force mit Experimenten begonnen, die die Theorie beweisen oder entkräften solle, bei den Fliegenden Untertassen handele es sich lediglich um Luftspiegelungen. General Hoyt Vandenberg, befragt ueber die Stellung der US Air Force zu den „Fliegenden Untertassen“, antwortete nach der Darstellung in LOOK: „Die Air Force ist an allem, was in der Luft vorgeht, interessiert. Das schließt das allgemein als ‚Fliegende Untertasse‘ bekannte Luftphänomen ein. Viele dieser Erscheinungen konnten hinlänglich geklärt werden, andere nicht.
Bei der gegenwärtigen Unruhe in der Welt, können wir es uns nicht leisten, uns damit zufriedenzugeben.“ Gemäß dem LOOK-Bericht hat die USAF (United States Air Force) mehr als 800 Fälle angeblich gesichteter „Fliegender Untertassen“ gesammelt. Untersuchungen dieser Fälle ergaben folgendes Bild: 38 Prozent waren Himmelskörper, 13 Prozent Ballons, 22 Prozent Vögel und Flugzeuge, 10 Prozent zu zweifelhaft, um verwertet zu werden, 2 Prozent schließlich waren Scherze. Übrig blieben 15 Prozent, die mit „unerklärlich“ bezeichnet werden mussten. Auf diese 15 Prozent konzentriert sich das Interesse der USAF. Bei der gegenwärtig von ihr angestellten Untersuchung der mysteriösen Erscheinungen wird eine Spezialkamera der Universität Los Angeles in Kalifornien verwandt, die mit Zusatzeinrichtungen versehen ist, die den Wissenschaftlern das Bild der „Fliegenden Untertassen“ so wiedergibt, dass ihre Zusammensetzung und ihre Lichtquelle bestimmt werden kann. Mit dieser Eröffnung gibt die Luftwaffe der Vereinigten Staaten zum erstenmal offiziell zu, dass sie die „Fliegenden Untertassen“ nicht mehr für eine Ausgeburt der Massenhysterie ansieht.

Mit obigem Eingeständnis der USAF-Stabsführung betreffs dem Untertassen-Phänomen ist es kein Wunder, wenn bald darauf die ganze Nation im Wahn lag und überallher UFOs meldete, was zu einem mächtigen Flap erwuchs. Da 15 Prozent der Untertassen-Erscheinungen als „unerklärlich“ oder „unerklärt“ bzw. „unidentifiziert“ (letzteres ist wohl der beste und neutralste Begriff hierfür) bewertet wurden, gab dies den Menschen ausreichend Anlass, um weiter Ausschau zu halten und was bietet sich dafür am besten an? Natürlich die sommerliche Ferien- und Urlaubssaison des Jahres 1952. So gesehen war Vandenberg’s Aussage zu einem ungünstigen
Zeitpunkt getroffen worden, was aber einmal mehr aufweist, mit welchen Public Relations-Problemen sich die USA konfrontiert sah, die ihnen noch weiter über den Kopf wachsen sollten. Ohne es zu wissen, hat Vandenberg damit auch Donald Keyhoe den Weg geebnet.

Wieder „Fliegende Untertasse“ meldete am 9. Juli 1952 die Berliner Zeitung: Beobachter auf den Flugplätzen Paris-Le Bourget und Lille-Lesquin meldeten gestern morgen gegen vier Uhr eine „Fliegende Untertasse“, die zwei leuchtende Schweife hinter sich herzog. Die Beobachtung war zuerst auf dem Kontrollturm in Le Bourget gemacht worden. Kurz darauf wurde die „Untertasse“ auch von der Wetterwarte auf dem Flugplatz Lille-Lesquin gesehen. Die beiden Flugplätze liegen 223 Kilometer voneinander entfernt.

Untertasse über französischen Flugplätzen meldete UP aus Lesquin und am 10. Juli 1952 schrieb so die Frankfurter Neue Presse in Ergänzung zu obiger Notiz: Beamte des franzsöischen Flugplatzes Lesqiun meldeten am Mittwoch, ein tellerförmiger Flugkörper habe um 4:05 h MEZ den Flugplatz in großer Höhe und mit großer Geschwindigkeit überflogen. Der Flugkörper sei aus
Richtung Lille gekommen und in Richtung Paris geflogen. Zugleich teilte ein Sprecher der Wetterstation des großen Flugplatzes Le Bourget bei Paris mit, der diensthabende Beamte habe in den frühen Morgenstunden einen „Feuerball“ beobachtet, der am Horizont aufgetaucht und in südlicher Richtung mit einem leuchtenden Streifen am Heck verschwunden sei.
Wie wir einmal mehr sehen: Ein paar Informationen mehr und schon kann man den Fall ablegen, in dieser Angelegenheit als Feuerkugel-Bolide. Hier ist deutlich zu sehen, wie wichtige die vollständige Information über die Beobachtungs-Parameter sind, um einen Vorfall richtig einstufen zu können.
Die Phrase „Fliegende Untertasse“ war völlig falsch hierfür und total irreführend.

Nicht nur Phantastereien kam es am 19. Juli 1952 via UP aus Dayton und die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb: Hauptmann E. J. Ruppelt, der Leiter der US-Untersuchungskommission über „Fliegende Untertassen“, erklärte am Donnerstag, 15 Prozent der etwa 1.000 Berichte ueber „Fliegende Untertassen“ seien nicht erklärbar. (Im Jahre 1948 hatte die Kommission das erstemal ihre Tätigkeit aufgenommen.) Ruppelt gab bekannt, dass Duüenjäger mit Radargeräten ausgesandt worden seien, um auf ihrem Bildschirm einmal die berichteten „Apparate“ einzufangen. Dies sei jedoch nicht gelungen. In Radarstationen seien jedoch Beobachtungen von Objekten in der Luft gemacht worden, die sich als unerklärlich herausgestellt hätten. Der Hauptmann meinte auch weiter, kein einziges der Objekte, die in der Hauptsache in der Umgebung der Atomforschungsstätten beobachtet wurden, habe seinen Ursprung in den dort abgehaltenen Versuchen gehabt.

Hierzu muss natürlich festgestellt werden, dass dies tatsächlich stimmt. Zu Anfang der 50er Jahre gab es vermehrt Registrierungen von Meldungen sogenannten Fliegender Untertassen aus den abgeschieden gelegenen, abgesicherten Hochsicherheits-Atomforschungs-Zentren wie Oak Ridge, Tennessee, oder rund um Los Alamos, New Mexico. UFOlogen interpretieren nach ihrem Selbstverständnis als „Eingeweihte“ dies als konkrete Beobachtung dieser Einrichtungen durch besorgte Außerirdische, die wegen der A-Waffen-Entwicklung der irdischen Menschen Angst um ihre eigene Existenz hätten. Durch den Fall der ersten beiden A-Bombven auf zwei japanische Städte zu Ende des 2. Weltkriegs seien wegen der damit freigewordenen Explosionsenergien die Außerirdischen angelockt worden, heißt es der ufologischen Legende nach. Zumindest letzterer Gedankengang ist unlogisch und unhaltbar, da die Registrierung von Atomexplosionen auf der Erdoberfläche aus dem fernen Weltall kaum denkbar ist, weil allein das sekündlich und fortgesetzt beständige solare Atomfeuer unserer heimatlichen Sonne weitaus intensiver in den Kosmos hinaushaut, als das vereinzelnde „Tröpfchen“ im Meer auffallen könnten. Zu den verstärkten Observationsmeldungen an den Hochsicherheits-Anlagen muss festgestellt werden, dass diese allein schon deswegen zustande gekommen sein mögen, weil hier natürlich verstärkt Wache geschoben wird und dementsprechend auch öfters seltsame Dinge bzw. vorgebliche Anomalien gesehen und aufgrund der ergangenen Befehle, alle UFO-Erscheinungen zu melden, natürlich vollständig erfasst weitergegeben wurden. Dies ist noch lange kein Hinweis auf eine real stattgefundene Massierung von tatsächlichen UFOs und ihren Operationen über diesem Gebiet. Wo aus Gründen der nationalen Sicherheit erhöhte Sicherheits-Aufmerksamkeit herrscht, um die nationalen Geheimnisse zu schützen, ist natürlich auch mit weitaus erhöhten Ereignisberichten aller Art zu rechnen.

Unbekannte „Objekte“ über Washington hieß es bei UP und Der Tagesspiegel meldete am 23. Juli 1952: Auf den Radarschirmen des Militärflugplatzes in Washington sind am vergangenen Sonnabend acht mysteriöse „Objekte“ registriert worden, die sich mit 160 bis 200 Kilometer Stundengeschwindigkeit im Formationsflug bewegten. In der amtlichen Bekanntmachung der amerikanischen Luftstreitkräfte ist von „Fliegenden Untertassen“ allerdings nicht die Rede. Dieselbe Beobachtung wurde von mehreren Piloten ziviler Flugzeuge gemacht, die acht „leuchtende orangerot und kreisförmige“ Gegenstände zweihundert Kilometer südlich von Washington sahen. [Was allein schon darauf hinweist, dass die 200 km weiter gesehenen Lichter nichts mit den Radar-Erscheinungen direkt über Washington, DC zu tun haben können.]

„Fliegende Untertassen“ über Neuengland funkte UP aus Manchester, New Hampshire, und die Frankfurter Rundschau vom 25. Juli 1952 meldete: Zwei ausgebildete Luftbeobachter sichteten am Dienstag und Mittwochmorgen über dieser kleinen Stadt mehrere kreisrunde silberne Gegenstände, die in großer Höhe und Geschwindigkeit über den Himmel schossen.

Eine AP-Meldung aus Clermont-Ferrand wurde nachgeschoben: Der französische Geologe Andre Fregnale behauptete am Donnerstag, vier Aufnahmen einer „Fliegenden Untertasse“ gemacht zu haben, die an einem Tage der vorigen Woche gegen 18 h MEZ in 3.000 bis 8.000 Meter Höhe über Clermont-Ferrand auftauchte.

Jagd am nächtlichen Himmel hieß es aus New York und lt. dpa am 29. Juli 1952 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Amerikanische Düsenjäger haben in der Nacht zum Sonntag den Himmel über Washington nach „nicht-identifizierten Objekten“ abgesucht, die mit Radargeräten ausgemacht worden waren. Nach Mitteilung der amerikanischen Luftstreitkräfte wurden am Sonntag um 2:08 h deutscher Zeit auf den Radarschirmen des Flugverkehrskontrollzentrums in Washington „vier bis zwölf nichtidentifizierte Objekte über der Umgebung von Washington“ festgestellt. Die Zivilflugverwaltung verständigte die Luftstreitkräfte, die zwei Düsenjäger vom Luftstützpunkt Delaware aufsteigen ließ. Die beiden Maschinen kamen um 4:25 h deutscher Zeit in den Bereich der Radargeräte und wurden in Richtung auf mehrere der unbekannten Objekte dirigiert. Einer der Düsenjägerpiloten berichtete, er habe etwa sechzehn Kilometer vor seiner Maschine vier Lichter gesichtet, die etwas höher flogen als er selbst. Er habe sich aber nicht nähern können, und sie seien verschwunden, ehe er sie überholen konnte.

Keine Angst vor Fliegenden Untertasse kam es via UP aus Washington, die Rhein-Neckar-Zeitung deswegen am 29. Juli 1952: Wie Generalmajor Roger Ramey [bekannt aus der Roswell-Angelegenheit] vom Oberkommando der US-Luftstreitkräfte erklärte, fühlten sich die amerikanischen Flieger für die Untersuchung des Problems der „Fliegenden Untertassen“ verantwortlich, obwohl es das Verteidigungsproblem der Vereinigten Staaten in keiner Weise berühre. Ramey, der in einem Fernsehprogramm zum Wiederauftauchen von angeblichen „Fliegenden Untertassen“ Stellung nahm, versicherte, dass die amerikanischen Luftstreitkräfte damit fortfahren werden, alle Berichte dieser Art eingehend zu prüfen. Diese Untersuchungen seien jedoch keineswegs von einer Angst vor diesen Objekten diktiert.

Gerade der letzte Satz ist interessant, weil er beinhaltete, dass die amerikanische Regierung bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich keinerlei Untertasse aus dem Weltraum und von einer hochentwickelten außerirdischen Kultur in Besitz hatte, hätte sie dann doch, wie im Fall der Sowjetunion, tatsächlich einige Ängste wegen der haushohen technologischen Überlegenheit der Weltraum-Besucher haben müssen.

Erregung über „Fliegende Untertassen“ hält an meldete Die Neue Zeitung am 31. Juli 1952 via einer dpa-Depesche aus Washington: Während am Dienstagmorgen zum dritten Male innerhalb der vergangenen 14 Tage die Radarschirme des Flugzeug-Kontrolldienstes in Washington etwa zwölf „fliegende Objekte“, die nicht identifiziert werden konnten, registrierten, gaben Sachverständige unterschiedliche Erklärungen beziehungsweise Aufforderungen im Zusammenhang mit diesen Erscheinungen ab. Robert L. Farnsworth, der Präsident der amerikanischen Gesellschaft für Raketenforschung, forderte, wie UP berichtete, Präsident Harry S. Truman am Dienstag auf, die Streitkräfte an einer Beschießung „Fliegender Untertassen“ zu hindern, wobei er gleichzeitig der Befürchtung Ausdruck gab, dass ein Beschuss der „Fliegenden Untertassen“ die Menschheit in die Gefahr bringen könnte, zum Ziel feindseliger Aktionen „weit überlegener Mächte“ zu werden. Generalmajor John Samford, der Direktor der Spionageabwehrabteilung der amerikanischen Luftstreitkräfte, schloss in einer Erklärung vor Pressevertretern die Möglichkeit aus, dass es sich bei den beobachteten Erscheinungen um Flugmaschinen aus dem Ausland oder aus anderen Räumen handeln könne. Es weise nichts darauf hin, dass irgendetwas von dem, was unter der Sammelbezeichnung „Fliegende Untertassen“ gemeldet worden sei, eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellen könne.

dpa meldete „Untertassen“-Geheimnis gelöst? Es soll sich um meteorologische Erscheinungen handeln aus Washington und die Frankfurter Neue Presse druckte es am 31. Juli 1952 ab: Das Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“, die am Dienstag zum drittenmal in zwei Wochen mit Radargeräten über Washington festgestellt wurden, scheint gelöst zu sein. Der Direktor der Spionageabwehr der amerikanischen Luftstreitkräfte, Generalmajor John Samford, hat Pressevertretern mitgeteilt, dass es sich um Erscheinungen handele, die durch das Auftreten von Kaltluftschichten hervorgerufen würden. Er schloss die Möglichkeit aus, dass es sich um Flugmaschinen aus dem Ausland oder von einer anderen Welt handeln könne.
Samford und andere Sachverständige der Luftstreikräfte erläuterten, dass bei warmen und feuchtem Wetter Kaltluftschichten zwischen Warmluftschichten auftreten [nennt man Inversionsschicht]. Dadurch würden starke Reflexe auf den Radarschirmen hervorgerufen. Es wird angenommen, dass die Kaltluftschichten das Licht von Scheinwerfern widerspiegelten. [Hier ging jedoch ein wichtiges Element unter, was der ganzen Story selbst ziemlich viel Missmut und Zweifel entgegenbrachte und bis heute noch Anlass zu Spekulationen gibt: Natürlich zeigen sich keine Scheinwerfer-Strahlen durch Inversionsschichten reflektiert auf dem Radar und bleiben nach wie vor nur optisch wahrzunehmende Lichtflecken scheinbar am Himmel. Die Radarwiedergaben der ‚UFOs‘ waren durch die in der Inversionsschicht zu Boden abgelenkten elektromagnetischen Wellen der Radarstrahlen und ihren dort erzeugten Echos von z.B. einem Dampfschiff auf dem Hudson River und Lastwagen auf den Strassen etc. fälschlich als Luftziele ausgewiesen worden.] Die Sachverständigen erklärten, von 2.000 Berichten über angebliche „Fliegende Untertassen“ hätten etwa 400 noch nicht hinreichend geklärt werden können. Die Luftstreitkräfte prüfen diese Angaben noch immer nach. Samford sagte: „Uns sind viele glaubwürdige Berichte über unglaubwürdige Dinge zugegangen. Es weist aber nichts darauf hin, dass die Objekte, die gesichtet wurden oder gesichtet worden sein sollen, Maschinen, materielle Dinge, ferngelenkte Geschosse oder sonst etwas sind, was eine Bedrohung für die USA darstellen könnte.“

Diese Agenturmeldung und die darauf folgende bzw. basierende Berichterstattung beinhaltete nur die halbe Story und kam nicht auf den Kern, sodass sich trotz der vorgeblichen Geheimnis-Erklärung nur mehr Fragen stellten, als beantwortet werden sollten. Hierdurch entspinnen sich nunmehr neue Mysterien. Also findet sich auch in Agenturmeldungen gelegentlich ‚Stolperdraht‘-Material, wenn an den falschen Stellen gekürzt wird oder Redakteure ohne Sachverständnis die Meldungen tippen.

Die Welt vom 1. August 1952 hatte die Meldung US-Raketenexperte warnt: Nicht schiessen! im Blatt: Seine Befürchtung, dass ein Beschuss „Fliegender Untertassen“ die Menschheit in die Gefahr bringen könnte, zum Ziel feindseliger Aktionen „weit überlegener Mächte“ zu werden, drückte in Telegrammen an Präsident Truman und das US-Verteidigungsministerium der Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Raketenforschung, Robert L. Farnsworth, aus. Ihm sei bekannt geworden, sagte Farnsworth, dass die amerikanischen Streitkräfte Befehl erhalten hätten, auf alle am Himmel auftauchenden unbekannten Objekte das Feuer zu eröffnen. Er forderte Truman auf, die Beschießung „Fliegender Untertassen“ nicht zuzulassen. Im Gegensatz zu dieser Auffassung steht eine Erklärung des Direktors der Spionageabwehr der US-Streitkräfte, Generalmajor John Samford, der die „Fliegenden Untertassen“ – sie sind jetzt innerhalb von 14 Tagen zum drittenmal über Washington erschienen – als Erscheinungen erklärt, die „durch das Auftreten von Kaltluftschichten“ hervorgerufen werden. Nach Samford könne es sich bei den beobachteten Objekten „unmöglich“ um Flugmaschinen aus dem Ausland oder von einer anderen Welt handeln. Die beobachteten Phantome seien wahrscheinlich Kaltluftschichten, die zwischen Warmluftschichten auftreten und als Spiegelung starker Scheinwerfer auf den Radarschirmen starke Reflexe hervorrufen [?, muss wohl ein Übermittlungs- oder Verständnisfehler gewesen sein]. Nach allen berichten über die Untertassen, die in seinem Amt seit 1947 sorgfältig geprüft würden, deute nichts darauf hin, dass die Sicherheit der USA durch diese Erscheinungen irgendwie bedroht sei. 80 Prozent der rund 2.000 geprüften Berichte hätten sich als „unzutreffend“ erwiesen. Der General gab zwar zu, dass einige Erscheinungen noch „ungeklärt“ seien, jedoch sei man bestrebt, auch hier Klarheit zu gewinnen. Inzwischen hat sich in den USA eine „Untertassen-Psychose“ ausgebreitet. Polizeiämter, Dienststellen der Luftflotte und Wetterbüros werden in allen Teilen der USA mit Telephonmeldungen über angeblich gesichtete fliegende Objekte überhäuft.
Die letzten Beobachtungsmeldungen kamen aus Miami, Los Angeles, Key West und Cleveland.

Die Spiritisten wissen Bescheid – Aktuelle Behandlung der „Fliegenden Untertassen“ meldete die Abendpost vom 16. August 1952 aus Mexiko City: In der mexikanischen Presse erschienen am Donnerstag phantastische Berichte über eine spiritistische Vereinigung, der es gelungen sein will, mit den Insassen von „Fliegenden Untertassen“ Kontakt aufzunehmen. In einem Artikel, den der Vorsitzende des Spiritistenkreises „Brüderliche Union“, Ramirez, verfasste, heißt es: „Die Fliegenden Untertassen, die über Mexiko und den USA beobachtet worden sind, kommen vom Planeten Mars. Ihr Kommandant heißt Dics Yu. Dics Yu kommt aus der Stadt Mirschi, der Hauptstadt des fortschrittlichsten Landes auf dem Mars. Die Fliegenden Untertassen, die von den Marsleuten Ri-Ting genannt werden, sind Flugapparate, deren Konstruktion die Intelligenz der Erdenmenschen übersteigt. Auf spiritistischem Weg ist es uns gelungen, am Abend des 3. August mit den Insassen der Fliegenden Untertassen Kontakt aufzunehmen. Dics Yu behauptet, sie verfolgten nur friedliche Zwecke und wollten lediglich versuchen, den Stand der Entwicklung auf der Erde zu beobachten. Aus unserer Unterhaltung ging hervor, dass die Zivilisation der Marsleute der unsrigen um etwa 20 Jahrhunderte voraus ist. Es ist den Marsleuten offenbar auch gelungen, eine perfekte Lebensordnung zu entwickeln, denn sie leben in vollkommener Harmonie. Übrigens heißt der Mars in ihrer Sprache Tum-Brum.“

Untertassen-Menschen: Absolut unverletzlich hieß eine Spalte des Spiegel vom 3. September 1952: In einer hellen August-Nacht – um 01:43 h – sichtete Major James Smith von der 97. US-Kampfflieger-Staffel in 5000 Meter Höhe über dem Flugplatz Wright-Patterson, Ohio (USA), eine „Fliegende Untertasse“. Zehn Sekunden hatte Smith Zeit, das „hellrote Ding“ zu beobachten. „Den Gegenstand anzufliegen“, wagte Major Smith nicht. Nach Ansicht des Dekans der katholisch-theologischen Universität von Washington, Professor Pater Connell, wäre das möglicherweise auch zwecklos gewesen. Pater Connell hält es nämlich nicht für ausgeschlossen, dass die Bemannung dieser „behaupteten Weltraumschiffe“ die Vorrechte paradiesischen Lebens genießt, darunter auch das der Unsterblichkeit. Insgesamt hält der katholische Theologe vier Hypothesen über den Seins-Zustand der außerirdischen Untertassen-Wesen im Rahmen der katholischen Dogmatik für zulässig und denkbar:

+ „Es ist möglich, dass diese hypothetischen Wesen von Gott – wie unsere ersten Eltern – ein über-natürliches Schicksal und über-natürliche Gaben zugeteilt bekommen haben. Es ist ferner denkbar, dass diese Wesen – wiederum wie unsere Eltern – gesündigt und diese Gaben verloren haben.“
Dementsprechend sei es auch möglich, dass Gott seine durch Christi Leben und Taten verursachte Gnade auf sie ausgedehnt und ihnen durch eine Offenbarung mitgeteilt habe.
+ Connells zweite Hypothese besagt, dass Gott die Untertassen-Wesen in einem Zustand „reiner Natur“ geschaffen habe und belassen wolle. Ihre Situation ähnele damit derjenigen von Kindern, die ohne Taufe gestorben sind.
+ Die dritte Möglichkeit besteht in der Annahme, dass auf einem fremden Planeten paradiesische Zustände herrschen. Die Lebewesen dieser Welt würden dem Erdmenschen sowohl geistig als auch körperlich sehr überlegen sein. Auf der anderen Seite sei von ihnen kein Krieg gegen die Erde zu erwarten.
+ Schließlich kann man laut Connell noch ins Auge fassen, dass es sich bei den Untertassen-Wesen um „gefallene Engel“ handelt, die sich gegen Gott versündigt haben und verurteilt sind, niemals wieder in die Gnade Gottes aufgenommen zu werden. Diese Hypothese stellt die Menschheit einer fremden Welt gegenüber, die von zutiefst bösen Wesen bevölkert ist. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass diese Wesen hervorragend begabt sind. Die Erde hätte dann kaum etwas Gutes von ihnen zu erwarten.

Eine Anweisung, wie sich Amerikas Düsenjäger in den vier verschiedenen Fällen zu verhalten haben, gibt Connell nicht. Nur zu der dritten – der paradiesischen – Möglichkeit erklärt er, es würde „offensichtlich verrückt“ sein, diese Art der Untertassen-Wesen töten zu wollen. Sie seien „absolut unverletzlich“.

„Fliegende Untertassen“ – en gros kam es am 31. Oktober 1952 via UP aus Gaillac und die Frankfurter Rundschau meldete: Mehr als hundert Einwohner des südfranzösischen Städtchens Gaillac wollen Anfang dieser Woche 16 „Fliegende Untertassen“ im Formationsflug am wolkenlosen blauen Himmel beobachtet haben. Die rätselhaften Erscheinungen sollen sich in Zweiferformation mit großer Geschwindigkeit bewegt haben. Aus den kreisrunden Körpern sollen bläuliche Flammen geschlagen haben. In der Mitte der Formation sei eine „fliegende Zigarre“ geflogen. Die Formation habe glitzernde weiße Partikel hinterlassen, die wie Glaswolle aussahen und in Bäumen und auf elektrischen Leitungen hängen blieben. Einige Leute sollen die Wolle aufgesammelt haben. Sie habe sich jedoch wenig später völlig aufgelöst.

Um 1953 erschien in Old Germany eine Comic-Serie mit Fulgor, der Weltraumflieger (Zeichner Pedrazza) – hier ging es um Marsmenschen und Fliegende Untertassen.

Ebenso erschien der von Rolf Strehl (ein Hamburger Journalist) verantwortete Band „Fliegende Untertassen: Ein Geheimnis geistert um die Welt“ als Bilderalbum im auffallenden Großformat 29×20,5 cm und 50 Seiten Umfang.
Im Mai 1953 brachte die Firma „Filmaufbau GmbH“, Göttingen, einen Kurzfilm als Vorprogramm in die Kinos, der schlicht und einfach „Fliegende Untertassen“ hieß und von Walter Riedel, G. Zauner und F. Wollangk produziert worden war. (Quelle: UN Nr. 9, Juni 1957, S.2)

Ich sah einen „Fliegenden Teller“ meldete am 12. Februar 1953 die Neue Zürcher Zeitung: Sonntag, den 25. Januar 1953, 13:20 h, befand ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf dem oberen Sesseli-Skilift, der auf einen etwa 3.000 Meter hohen Nebengipfel des Mt. Baldy führt. Mt. Baldy liegt etwa 80 Kilometer von Los Angeles entfernt und gehört zu einem Gebirgszug, der
kranzartig am Rande des Mojave Desert liegt. Als ich mich der oberen Station des Skilifts näherte, gewann ich einen guten Blick in die Wüstenebene im Nordosten. Zu dieser Jahreszeit erscheinen, nach den Winterregen, ausgedehnte Flächen dunkelgrünen Gestrüpps. Auf dunkelgrünem Hintergrund saß ein offenbar ungeheuer großes, metallisch in der Sonne blitzendes Ellipsoid vollkommen bewegungslos. Das Ding verharrte eine gute Minute, leuchtend in der Sonne. Unterdessen langte ich am oberen Ende des Skilifts an und machte nach der Abfahrt den Angestellten des Skilifts auf die Silberellipse aufmerksam. Nun begann das Ding rhythmisch in der Sonne zu blinken, sehr langsam zuerst, vergleichbar einer rotierenden Münze kurz vor dem Umfallen. Das Tempo des eigenartigen Flatters an Ort steigerte sich, und gleichzeitig begann sich das Ding zu bewegen, blinkte noch zweimal in der Sonne und verschwand rasch nach Osten im Dunst. Später berichteten andere Skifahrer von einem ähnlichen Ding am Tage vorher. „Fliegende Teller?“ P.L.T.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/2thedaytheearthstoodstill.htm

Gruß an die Piloten

TA KI

Ein Abriß der deutschen UFO-Geschichte von den Anfängen bis Heute Teil 1


Es ist nicht leicht, im UFO-Feld Durchblick zu bekommen – zu viele Sandburgen und Minenfelder machen den Zugang in dieses Spiegelkabinett schwer, um ins ufologische Wunderland vorzudringen, in welchem riesige Seifenblasen buntschillernde Illusionen hergeben und selbst mancher fragende Geist davon träumt, dem goldgefüllten Kupferkessel nahe zukommen, der sich am Ende des Regenbogens verbergen soll. Darüber hinaus stellt sich so mancher Merlin der Moderne als Gaukler heraus, der dem Rattenfänger von Hameln durchaus ebenbürtige Konkurrenz macht.

Natürlich, es gab auch Verheißungen, Versprechungen und Verlockungen, die ihren Teil beitrugen, um den Untertassen-Mythos nach Deutschland zu bringen. Schließlich wuchs das UFO-Interesse des Publikums parallel einher mit der Weiterentwicklung von Raketen(waffen), der Erkundung des Kosmos um uns herum und den damit verbundenen Seltsamkeiten und weitläufigen Fragen. Zu diesem Merkwürdigkeiten des Himmels zählten eben die unidentifizierten Flug-Objekte, welche traditionell zunächst als „Fliegende Untertassen“ vorgestellt wurden – mit denen freilich ein ganz bestimmtes Bild verbunden ist: Tellerartige Raumschiffe mit Kuppeln obenauf als die Fluggeräte der Besucher aus dem Weltraum. Gefaktes (gefälschtes) Bildmaterial und Hollywood-Bilder (im wahrsten Sinne des Wortes) bestimmten (und bestimmen) die UFO-Konzeption in der öffentlichen Gewahrwerdung. Aber auch schräge Vögel und wirre Ideen kamen ins öffentliche Bewusstsein, manche sogar waren anerkannte Experten in anderen speziellen Fachgebieten und genossen dort einen guten Ruf.

Sobald sie aber über UFOs (oder besser Fliegende Untertassen) phantasierten, was zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht als solches nicht zu erkennen war (da wiederholt sich die Geschichte bis heute unendlich wieder), nahm man ihr Wort in dieser Affäre für bare Münze. Darüber hinaus werden Sie leicht feststellen, dass der UFO-Begriff immer wieder nicht ganz korrekt gehandhabt wird: man spricht fortlaufend von unbekannten Flug-Objekten. Das unidentifizierte Flugobjekt ist eine in ihrer Natur nicht erkannte Erscheinung während das unbekannte Flugobjekt suggestiv so wirkt, als seien diese Phänomene tatsächlich und immer als unerklärlich verdammt.

Angesichts von scheinbar Unerklärlichem gerät mancher in die Gefahr, das Irrationale als alleinverbindlich für die Ausgestaltung seiner Weltanschauung zu betrachten. Wohin das führen kann, zeigen mediale Botschaften, in denen „Brüder aus dem Kosmos“ als hochherzige Retter einer untergehenden Menschheit figurieren. Diese Arbeit soll helfen, der kaum bekannten UFO-Historie ganz speziell in Deutschland auf die Sprünge zu helfen und sie durchschaubarer, überblickbarer und begreiflicher zu machen – auch des Willens wegen, die UFOlogie sowie den UFO-Glauben in ihren historischen Bastionen historisch zu durchleuchten. Dies ist schon wichtig, um verstehen zu lernen, wie sich ein ganz spezieller UFO-Aberglaube hierzulande ausbilden konnte und die UFO-Thematik zu einem modernen, visionären Mythos wurde. Nur wer umfassend und tiefgründig über die korrekten Hintergründe informiert ist, kann sich wirklich eine fundierte Meinung bilden und den UFO-Spuk einordnen. Will man die Gegenwart verstehen, wird der Blick auf die Vergangenheit unumgänglich. Eine solche Haltung ist wissenschaftsphilosophisch korrekt für jegliche scientific study, die breite Kreise der ufologischen Bewegung uns gerne absprechen wollen und eine kleine sich selbst elitär verstehende Truppe für sich selbst alleinig einvernehmen will, obwohl sie schon in den schlichtesten Prinzipien versagen und selbst in Anbetracht von Ockhams Rasiermesser-Prinzip am liebsten das Weihwasser wie gegen den Teufel hervorholen würden.

Natürlich wird diese historische Betrachtung (die da und dort auch entsprechende Kommentierung finden muss) keinen wirklich vollständigen Einblick geben können, aber in einem groben Rahmen die Eckpunkte sicherlich erfassen. Sie finden zunächst (streiflichtartig) Berichte aus Heimat-Zeitungen, Mantel-Blättern, Wochenzeitungen und Zeitschriften hier aufgegriffen. Eben all das, was auch dem Bürger auf der Straße im Laufe jener ersten Tage in Sachen UFOs aus den Printmedien entgegengesprungen ist um seine Meinung ausbilden zu können. Es wird nicht rein nur um UFO-Meldungen gehen, die über die ersten Jahrzehnte hinweg fast ausschließlich als „Fliegende Untertassen“-Darstellungen verwendet wurden, sondern auch den dazugehörigen Grenzbereich anschneiden, da die UFO-Frage natürlich nicht in einem Vakuum debattiert wurde/wird, sondern Einflüsse durch das gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Umfeld wie Astronomie, Astro-Physik, Planetenforschung und aeronautische Entwicklung im Flugzeug- und Raketenbau erfuhr. Bemerkenswert ist auch, dass die Verwendung des Begriffs der „Fliegenden Untertasse“ unreflektiert für alle möglichen Erscheinungen am Himmel übernommen wurde, auch wenn „bildlich“ gänzlich andere Körper bzw. Erscheinungen in ihrer Gestalt und ihrem Aussehen beobachtet worden sind. Doch man kann auch feststellen, dass die bewusste Apostrophierung, also die Setzung von „Gänsefüßchen“, die ganze Thematik immer mit unterschwelligen Fragezeichen besetzte. Nun, Sie werden auch Persönlichkeiten kennen lernten, die die UFO-Diskussion in jenen frühen Tagen (mit)bestimmten, sei es durch ihre eigenen Erfahrungen oder sei es z.B. durch ihre Meinung aufgrund ihres beruflichen Potentials (auch wenn sich zeigen wird, dass sie damit auch völlig schief liegen können) bzw. auch ihres schriftstellerischen Einflusses auf das Denken der Menschen.

Und schließlich kommen wir zur Basis der deutschen UFOlogie, die gar nicht so verschieden und different von vielen anderen internationalen UFO-Nationen ist.

Wie die UFOs nach Deutschland kamen

„Wie die UFOs nach Deutschland kamen“ nannte ich im Januar 1998 eine Aktion, die ich mit CENAP REPORT Nr. 247 startete. Ich versuchte ein übergreifendes UFO-Forschungsprojekt in Gang zu setzen, an welchem amateurmäßige UFO-Interessierte, „professionelle“ UFOlogen und UFO-Forscher aller Richtungen mitarbeiten sollten. Ich bat um Unterstützung, Kooperation und Mithilfe in Form eines persönlichen Beitrags all jener die im Rahmen ihrer Möglichkeiten um bei sich an Ort bei Tageszeitungsarchiven oder Bibliotheken selbst einmal nachzuschlagen, welche UFO-Berichte dort in den Anfangsjahren veröffentlicht worden waren – dies für den Interessenzeitraum 1947 bis Ende der 50er Jahre. Ich hoffte darauf, möglichst viele Interessierte für dieses Projekt zur historischen Aufarbeitung der Frage „Wie die UFOs nach Deutschland kamen“ zu gewinnen und bat alle Zeitschriftenherausgeber auf diesem Sektor um Abdruck des damit verbundenen Aufrufs für ein gemeinschaftliches Projekt von dem jeder Teilnehmer selbst etwas hat und viel lernen kann. Nun, der Aufruf wurde ebenso im GEP-Journal JUFOF, im GEAS-Forum und sogar im Magazin 2000 abgedruckt während alle anderen Herausgeber zwischen UFO-Nachrichten und UFO-Kurier darauf lieber verzichteten, um die eigenen Leser einmal zu ersten Forschungsschritten anzuleiten. Sascha Schomacker aus Bremerhaven und Josef Schedel vom „Verein für grenzwissenschaftliche Phänomene“ machten sich auf, um sich umzusehen und die dringlichst gesuchten Unterlagen aus historischen Zeiten zu bergen. Schomacker konnte uns ein nettes Bündel zukommen lassen, Schedel gab genervt im Archiv des Deutschen Museums zu München auf, weil der Fotokopierer unsägliche Probleme mit sich brachte. Zwei Leute von vielleicht potentiell 20.000 oder 25.000 UFO-Interessierten machten mit. Nicht gerade eine Glanzleistung, ja eher eine niederdrückende Schande. Und dann wurde in der August/September 1998-Ausgabe des Magazin 2000 im Editorial sozusagen die Katze aus dem Sack gelassen. Die Leserschaft habe „sehr kritisch“ auf meinen Aufruf reagiert, weil „objektive Recherchen und Aufklärungsbemühungen seitens CENAP“ sowieso nicht durchgeführt würden und man daher niemand mit CENAP zusammenarbeiten wolle. Woher die M2000-Leser wohl „wissen“, dass das CENAP „keine objektiven Recherchen und Aufklärungsbemühungen“ durchführt, ist ganz klar – die entsprechenden Kommentare des Chefredakteurs aus den vorausliegenden Jahren sorgten für diese Meinungsbildung. Selbst hat ja wohl kaum einer der maximal 20.000 Leser diese Erfahrung direkt machen gekonnt…

Wie auch immer, daraufhin wurde die dennoch gute Idee vom Magazin 2000 selbst aufgegriffen und den Lesern ausgerufen, um eine lückenlose Dokumentation aller Presse-UFO-Meldungen seit 1944 zu erstellen, die dann im Herbst 1998 erscheinen sollte. Wer hätte gedacht, dass ich jemals der geistige Vater und Stichwortgeber für M2000-Aktivitäten würde??? Und man wurde fast schon übermütig als man die „Future-Clubs 2000“ ins Leben rief, „um noch bessere Recherchen leisten zu können“, das dortige Führungspersonal sollte mit Engagement (Einsatzbereitschaft) und Interesse „an der gemeinsamen Sache“ arbeiten – will heißen: die im ganzen Bundesgebiet auftretenden UFO-Sichtungen aufgreifen und ihnen nachgehen.
Nur (und dies ist schließlich sowohl beschämend als auch augenöffnend) wurde aus beiden Projekten auch nicht das was es sein sollte, ganz klar weil es an interessiertem Personal mangelt. Schedel gab dann 1999 recht unbeachtet im Argo-Verlag die „UFO-Zeitchronik“ heraus, worin mein Projekt soweit möglich „Verwirklichung“ erfuhr. Soviel also zur aktuellen Situation der „UFO-Forschung“ in Old Germany, aber was sich hier abspielte hat Tradition. Nämlich die, dass es die „UFO-Forschung“ so nicht gibt und wenn dann nur als graduell unterschiedliche Privataktivität von einigen Hobbyisten wie mir.
Vorweg geschickt sei noch eines, etwas Grundsätzliches: In der Vergangenheit sah man die Zeichen des Himmels als Gottes Botschaften an, man sah Engel oder sonstige Wesen einer höheren Natur. Das Timing ihres Erscheinens entlang der geschichtlichen Achse hängt von den existierenden sozialen Notwendigkeiten und vom Stand der Entwicklung des Menschen ab, um ihnen dann jeweils die zeitaktuelle persönliche Funktion zuzuordnen.
Plötzlich wurden aber im Industrie- und dem nachfolgenden Informations-Zeitalter diese überirdischen Wesen zeitgerecht neu in ihrer Deutung und Bedeutung besetzt…

Die Zugmaschine der Fliegenden Untertassen: Die Presse

Zunächst eine Meldung der Sächsischen Zeitung vom 13. Oktober 1946: Eine geheimnisvolle Liliputrakete. Eine Rakete von der Größe einer Orange fiel in einer Straße von Ostende, gab die Zeitung „Soiv“ bekannt. Sie erschien in der Form einer glühenden Kugel während ihres schwindelnden Laufes am Himmel, und sie zerplatzte am Boden, indem sie einen dunklen Rauch von sich gab. Es wurde nur eine kleine Patrone mit gläsernen Boden auf dem Bürgersteig gefunden.
Unbegründete Raketenangst hieß es am 25. Oktober 1946 in der Sächsischen Zeitung: Dieser Tage wurde über Berlin Mitte von mehreren Personen ein in Richtung von Ost nach West fliegender feuriger Ball mit weißlich-bläulichem Licht beobachtet. Wie eine Berliner Zeitung annimmt, handelt es sich um eine Rakete die nach vier Sekunden aus dem Gesichtsfeld der Beobachter verschwand.

Geheimnisvolle Erscheinungen in Amerika hieß es am 6. Juli 1947 aus San Francisco im Der Landbote: Die Berichte über das Auftauchen geheimnisvoller Himmelskoerper, die im Volksmund „Fliegende Untertassen“ bezeichnet werden, wollen nicht verstummen. An der amerikanischen Pazifikküste haben am Samstag angeblich Tausende von Augenzeugen die Erscheinung neuerdings beobachtet. Die tellerförmigen Gegenstände, die einen Durchmesser von mindestens zehn Metern haben sollen, fliegen nach einigen Berichten in 1500, nach anderen in mehr als 3000 Meter Höhe blitzartig durch die Luft. Ein kalifornischer Gelehrter, der bei der Entwicklung der Atombombe mitgewirkt hat, erklärte, dass man auf dem Flugplatz Muroc in der Wüste Mojave in Kalifornien mit scheibenförmigen Flugkörpern experimentiere. Major Schute, der Leiter des betreffenden Flugplatzes, stellt jedoch in Abrede, dass die „fliegenden Teller“ mit den in Muroc durchgeführten Versuchen in Zusammenhang zu bringen seien. Laut einer anderen Theorie handelt es sich bei den „Untertassen“ um die Auswirkungen von kosmischen Störungen als Folge der Atombombenversuche von Bikini, die im Universum zu einer „Kettenreaktion“ geführt hätten. Die amerikanischen Militärbehörden sowie die zuständigen Stellen der Luftwaffe sind völlig ratlos und haben bisher für diese Himmelserscheinung keine Erklärung gefunden. Auf dem Flugplatz Muroc stehen die schnellen Düsenjäger für die Verfolgung der „Fliegenden Untertassen“ bereit, denen jedoch kein einziger Flugzeugtyp gewachsen ist, da sie angeblich eine Geschwindigkeit von fast 2000 Stundenkilometern entwickeln.

Die „fliegenden Scheiben“ in Amerika hieß es am 10. Juli 1947 in einer UP-Meldung aus dem texanischen Forth Worth, die Der Landbote aufgriff: Brigadegeneral Roger Ramey stellte eine „fliegende Scheibe“, die bei Roswell in Neumexiko gefunden worden sein soll, als die Überreste eines Wetterballons fest, der mit einem „Radar-Reflektor“ ausgerüstet war. Der Wetterballon besteht aus einem mit Silberpapier überzogenen Kastendrachen und einem Gummiballon. Es handelt sich um ein von der Wetterstation verwendetes Gerät zur Sondierung hoher Luftschichten, wobei die Messresultate durch Radio automatisch übermittelt werden. Die Sache begann mit der Meldung des Sheriffs von Roswell, der berichtete, ein Rancher seines Distriktes habe einer der seltsamen „fliegenden Scheiben“, die in letzter Zeit die Vereinigten Staaten in Aufregung gesetzt haben, in seinem Viehgehege gefunden. Der Bauer habe kein Telephon und konnte die Landung der „Scheibe“, die vor einer Woche erfolgte, nicht früher melden. Der Gegenstand, der durch den Absturz sehr mitgenommen aussah, wurde dann in einer fliegenden Festung eiligst zu General Ramey gebracht, der das Rätsel schnell lösen konnte.
Die „Seeschlange“ passt sich dem Atomzeitalter an! heißt die Schlagzeile vom 11. Juli 1947 im Emmenthaler-Blatt: In den amerikanischen Blätterwald hat man es hineingerufen, und aus dem europäischen (und natürlich schweizerischen!) tönt es heraus, dass man am Himmel der neuen Welt seltsame Dinge habe vorbeisausen sehen. Einige Leute, die es „mit Bestimmtheit gesehen“ haben wollen, sprachen von „Fliegenden Tellern“, anderen von fliegenden Badewannen, dritte von fliegenden Würsten riesenhaften Umfangs. Man stellte Flugzeuge bereit, die, falls solche Ungetüme wieder sichtbar werden sollten, sogleich Jagd nach ihnen aufnehmen müssten. Einem Piloten soll es sogar gelungen sein, eines der fliegenden Dinger abgeschossen zu haben – freilich nur am Biertisch, wie sich später herausstellte. Es ist sogenannte Sauregurkenzeit. Und zwischen den ersten und der bevorstehenden zweiten Pariser Konferenz ist einfach für Reporter „nichts Rechtes“ los. Also rasch eine tüchtige „Ente“. das Ungeheuer vom Comersee hat seinerzeit ja auch keine schlechten Dienste geleistet…
Lake Success, 10. Juli (Reuter). Der ständige sowjetrussische Vertreter im Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen, Gromyko, erklärte am Mittwoch in einem Interview, er habe noch keine der berühmten „fliegenden Scheiben“ gesehen. „Ich möchte gerne eine solche fliegende Scheibe in farbiger Ausführung sehen“, bemerkte Gromyko und fügte bei: „Es gibt Leute, die dieses Phänomen dem zu großen Ausfuhr britischen Whiskys nach den Vereinigten Staaten zuschreiben, während andere sagen, ein russischer Diskuswerfer, der für die olympischen Spiele trainiere, sei sich seiner eigenen Stärke nicht bewusst gewesen und habe seine Disken bis nach Amerika hinübergeschleudert…“
Seit dem 25. Juni 1947 wurden in zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten – bisher in deren 38 – im Luftraum Phänomene beobachtet, die in der Presse als „fliegende Scheibe“, „fliegende Teller“ usw. geschildert und in der Folge auch bereits ausgiebig glossiert worden sind. Wir selbst haben in der Nummer des „E. Bl.“ vom vergangenen Freitag darüber etwas ironisch berichtet und die spontane Meinung vertreten, dass es sich dabei um eine ja recht „zeitgemäße“ Abwandlung der berühmten, alljährlich um diese Jahreszeit sonst in gewissen schönen Seen oder romantischen Fjorden und Meeresteilen – bzw. im Blätterwald – austauchende „Seeschlange“ handle.
Nun geht uns aber eine Beobachtungsmeldung zu – es ist unseres Wissen die erste aus der Schweiz bekannt gewordene -, die doch wohl die Selbstsicherheit diesen mysteriösen „Himmelskörpern“ gegenüber einigermaßen zu dämpfen imstande ist. Unser Gewährsmann, naturwissenschaftlich gebildet, verdient absolutes Vertrauen, und seine Beobachtung entspricht als solche zweifellos voll und ganz den Tatsachen.
Es war am Abend des 26. Juni, Zeit: zwischen 21.30 und 22.00 Uhr. Der Gewährsmann saß bei einbrechender Nacht noch vor seinem etwas erhöht über Langnau gelegenen Hause, aus dessen Garten man freie Sicht gegen die Schrattenfluh hat. Der Himmel war wechselnd bewölkt. Plötzlich erblickte er in Richtung Schrattenfluh, also am schon verdunkelten östlichen Himmelsgewölbe, eine stark leuchtende rötliche Scheibe, deren Widerschein an der Hauswand deutlich sichtbar war. Gerade das schreckte ihn auf; er glaubte zuerst, es handle sich um einen Kometen oder einen riesigen Meteoriten. Die „Scheibe“ erschien ungefähr in der Größe eines Vollmondes (Vollmond aber war erst am 3. Juli, eine volle Woche später) und verschwand nach kurzer Zeit sehr rasch hinter den Wolken. Die plötzliche rötliche Belichtung der Hauswand erschreckte den Beobachter, der sonst gar nicht zimperlich ist, und er erwartete spontan einen Knall, bzw. die Explosion des seltsamen Himmelskörpers. Dieser verschwand jedoch lautlos hinter den Wolken und erschien nicht wieder. Soweit die Beobachtung, die als „Phänomen“ (im Wortsinne) frappante Übereinstimmung mit einigen amerikanischen, und neuerdings skandinavischen, Schilderungen aufweist. Unser Gewährsmann kannte jene Meldungen aber nicht, er hatte bisher bloß unsere nicht auf Details eingehende Meldung in Nr. 79 vom 11. Juli gelesen. Seiner in keiner Weise befangenen Schilderung kommt daher zweifellos erhöhtes Gewicht zu. Es scheinen sich zur Zeit in der Tat Dinge abzuspielen zwischen Himmel und Erde, von denen die Völker, auf deren Rücken auch der nächste Krieg ausgetragen werden wird, noch keine Ahnung haben. Man könnte sich sehr wohl denken, dass gewisse Experimente, sei ihr Ursprung nun in den USA oder in der Sowjetunion zu suchen, von ihren Urhebern mit voller Absicht in diese Jahreszeit verlegt wurden, um Verwirrung über die Authentizität der verschiedenen Beobachtungen zu stiften. Das großangelegte Versuche mit ferngelenkten Geschossen, bzw. Untersuchungen der atmosphärischen Bedingungen in der Stratosphäre zwecks genauer Berechnung der Flugbahnen in dieser Höhe im Gange sind, dürfte kaum eine völlig falsche Annahme sein. Ob das im Oberemmental am Abend des 26. Juni beobachtete Phänomen damit im Zusammenhang steht aber kann nicht abgestritten werden. Wird die Menschheit sich mit fortschreitender „Zivilisation“ wieder in Höhlen unter die Erde verkriechen müssen, um endlich sicher zu sein vor der eigenen Bosheit? (Langnau im Emmental, EMMENTHALER-BLATT, 16. Juli 1947.)
In den Tagesneuigkeiten des Badener Tageblatt vom 13. Januar 1948 fand sich dies: New York. „Fliegende Untertassen“ sind erneut am Himmel der Vereinigten Staaten aufgetaucht. Nach den Erklärungen eines Obersten, der zum „Abfangen“ eines dieser geheimnisvollen Körper drei Flugzeuge starten ließ, flogen die „Untertassen“ in ungefähr 7000 Meter Höhe mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 Stundenkilometern. Eine der Erkundungsmaschinen explodierte, ohne dass sie mit der „Untertasse“ in Berührung kam. [Dies ist eine überdramatische Erstdarstellung des Falls Thomas Mantell.]

Mars in Erdnähe hieß es am 19. Februar 1948 in der Rhein-Neckar-Zeitung mittels einer dena-Meldung: Die Astronomen des McDonald Observatorium auf dem Mount Locke in Texas richten in der Nacht zum Mittwoch ihre Fernrohre auf den in Erdnähe befindlichen Mars, der um Mitternacht ’nur‘ 113 Millionen Kilometer entfernt war. Die Beobachtungen galten in erster Linie der viel umstrittenen Möglichkeit von Leben auf unserem Nachbarplaneten.

Weltraumschiff – ein US-Projekt meldete am 26. Mai 1948 die Rhein-Neckar-Zeitung: Berkeyley (UP); Dr. Hugh L.Dryden, Direktor der Forschungsabteilung des staatlichen Instituts für Luftfahrtfragen in den USA, kündigte bei einem Vortrag in der California-Universität den Bau von Weltraumschiffen in absehbarerer Zeit an. Dryden bezog sich dabei auf die dafür nötigen Grundlagen-Forschungen mit Flugzeugen die Überschallgeschwindigkeit entwickeln können. Das Hauptproblem dieser Supersonicflights sei ihre sichere Steuerung und die Stabilität des Materials. Wenn diese Schwierigkeiten in genügender Erprobung bei Stratosphärenflügen behoben sei, könnte der Vorstoß in den Weltraum gewagt werden.

Im Mittelpunkt des Weltalls – Ist der Mensch ein Einsiedler im Kosmos? Riesenteleskop des Mount Palomar ist Antwort schuldig hieß es in einer Reportage von Hans Ostl in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 24. Dezember 1948:
Im gestirnten Himmel begegnen sich unzählige Weihnachtsgedanken. Während der Blick am Firmament verweilt, blickt das Weltall durch des Menschen Auge in seine Seele hinein. Und das Irdische in uns wird von der Ahnung beschämt, dass es über den Sternen vielleicht Wesen gibt, die nur ein mitleidiges Lächeln für unser ängstliches Treiben haben. Zwei Ereignisse des Jahres lassen es möglich erscheinen, darüber Aufschluss zu erhalten, ob wir Menschen der Erde mit Nachbarn im Weltall zu rechnen haben. Auf dem Mount Palomar in Kalifornien hat der Astronom Hubble mit dem Hale-Teleskop die Beobachtung des Kosmos aufgenommen, und amerikanische Wissenschaftler haben mit den ersten, noch unbemannten Weltraum-Raketen künstliche Monde geschaffen. Die letzte Tatsache mit den Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung bis zur Weltraumfahrt lässt es angebracht erscheinen, die Frage nach außerirdischen, mit Vernunft begabten Wesen zu stellen. Hubble hat vielleicht die Möglichkeit, uns bald eine Antwort zu geben. Er wird sein Teleskop u.a. auch auf den Mars richten, jenen Nachbarn der Erde, der durch Schiaparelli zu den mysteriösen Ruhm gelangte, von intelligenten Wesen bewohnt zu sein. Der italienische Astronom stützte diese, bis heute unwiderlegte Behauptung auf die angebliche Feststellung, die auffallend geraden Linien der Marsoberfläche seien stellenweise doppelläufig. Die Natur schafft keine so regelmäßigen Gebilde. Könnte jetzt Hubble diese „Kanäle“ als tatsächlich künstliche Veränderung der Marsoberfläche bestätigen, müsste gleichzeitig geschlossen werden, dass dort die „Menschheit“ ausgestorben ist. Denn zu Bauvorhaben, die noch auf der Erde wahrgenommen werden können, gehören hochentwickelte Geschöpfe. Diese müssten mit Energien umzugehen verstehen, die der Atomkraft entsprechen.
Man verstehe recht: bei den Marsen müsste der Umgang mit dieser Kraft bereits zum Standard, zur alltäglichen Gewohnheit zählen. Und es ist unwahrscheinlich, dass eine Generation auf solcher Kulturstufe der benachbarten Erde gegenüber passiv bleiben würde, während wir mit bedeutend geringeren Hilfsmitteln Expeditionen über die Erde hinaus vorbereiten.

Die Leistungen menschenähnlicher Wesen auf dem Mars wären bedeutend höheren Anforderungen ausgesetzt: wasser- und atmosphärisch arm, im Winterabstand von der Sonne für unsere Begriffe unerträglich kalt, machte es der Stern seinen Bewohnern nicht gerade angenehm. An der Tatsache der einstigen Bewohnerschaft wäre, wenn Hubble die Mars-Kanäle bestätigt, jedenfalls nicht vorbeizukommen. Die Wachstum-Forschung stünde dann vor der Frage, warum das Marsleben erstorben ist und ob zu unserer Zeit ein Leben auf anderen Sternen möglich ist. Sind es in erster Linie planetarische oder kosmische Einflüsse, die die Zeugung von Lebewesen bedingen? Mit anderen Worten: sind nur „erdklimatische“ Voraussetzungen (Wasser, Atmosphäre, Wärme, d.h. Sonnennähe) ausschlaggebend – oder sind jene Einflüsse maßgebend, die wir als Weltraumstrahlung bezeichnen? Auf unser Sonnensystem bezogen, bedeutet die erste Annahme, dass weit eher als der Mars die Venus Menschendasein ermöglichen müsste. Sie liegt der Sonne um etwa den gleichen Kurzabstand näher, um den der Mars weiter als die Erde von der Sonne entfernt ist. Dazu erdgroß, mit ähnlicher Atmosphäre und Schwereverhältnissen, könnte sie erdähnliche Wesen hervorbringen. Doch weder Schiaparelli noch sonst ein Himmelsforscher konnten Anzeichen entdecken. Mit der zweiten Annahme (kosmische Wachstumsbedingungen) könnte die Vermutung entstehen, dass ein Stern, der im Mittelpunkt der Weltraumstrahlung liegt, das günstigste kosmische Klima, die meisten Wachstumsbedingungen besitzt. Diese Hypothese wird durch Hubbles bisherige Beobachtungen auf dem Mount Wilson angeregt, mit einem Spiegelteleskop von der halben Brennweite des Gerätes auf dem Mount Palomar. Hubble stellte fest: kosmische Neben, Sternhaufen nach Art der Milchstraße, zeigten gerade noch erkennbar eine Fluchtbewegung. Der Vorgang spielte sich in Entfernungen zwischen 80 und 100 Millionen Lichtjahren ab – eine Strecke, die die Erde vielleicht seit ihrem Bestehen auf dem Weg um die Sonne zurückgelegt hat. Die Sekundengeschwindigkeit der Fluchtbewegung errechnete Hubble mit 21.000 km. Näher gelegene Objekte wiesen eine geringere Tendenz auf. Für diese Betrachtung wesentlich war die Feststellung, dass die Fluchtbewegung gleichmäßig von der Erde fort nach allen Seiten verlief.
Die Erde im Mittelpunkt des Kosmos? Das Weltbild, das mit Keppler und Galilei eingestürzt war, schien in riesenhaftem Ausmaß vergrößert wiedererstanden zu sein. So anmaßend es klingt: nicht im Kindergarten unseres Sonnensystems, sondern im Kernpunkt der gesamten Sternenwelt sollte sie stehen. Hubble zweifelte mit den Skeptikern, denn ein Vielfaches der erreichten Entfernung lag noch dahinter. Würden die Beobachtungen bei größerem Abstand von der Erde eine Bestätigung finden oder als Täuschungen widerlegt werden? Das Hale-Teleskop erreicht bei 200 Millionen Lichtjahren das Doppelte der bisherigen Reichweite und gestattet die Erforschung eines achtfachen des bisher eingesehenen Weltraumes. Erinnern wir uns, dass wir den letzten Abschnitt der Betrachtungen mit der Annahme begannen, dass die Mittelpunktslage im Weltall die günstigste Entwicklungsbedingung für Lebewesen bedeutet. Von Hubbles weiteren Arbeiten erwarten wir also den Beweis, dass die Sternenflucht allseitig und mit zunehmender Beschleunigung vor sich geht. Wir hätten dann die Gewissheit über den Standort der Erde und könnten vermuten, dass zu irgendeiner Zeit der von intelligenten Wesen bewohnte Mars Vorgänger der Erde im Mittelpunkt der Welt war. dass sich dieser Mittelpunkt mit der Zeit verschoben hat, erscheint glaubhaft. Wenn die obengenannte Fluchtbewegung mit der Entfernung zunimmt, muss sie im Abstand, wo sie Lichtgeschwindigkeit erreicht, zur Auflösung der Materie führen. Dieser Sternenschwund kann nicht ohne Gleichgewichtsverschiebung im Innern des Sternenalls vor sich gehen. So könnte in der kurzen Zeitspanne einer Weltsekunde die Erde die Nachfolge des Mars angetreten haben. – Wir erwarten die Bestätigung, die Hubble am Riesenteleskop des Mount Palomar finden wird.

Stratosphären-Diskus meldete am 16. Juni 1949 Unser Tag aus Offenburg:

Während in Deutschland die Luft ziemlich rein geworden ist vom Sirenengeheul, Geheul von Ferngeschossen und ferngelenkten Bombern, fliegen in Amerika immer phantastischere „Gegenstände“ in der Luft herum, für die selbst die Nachrichtenagenturen noch keine Namen wissen, sondern nur erst ihre geahnten Wirkungen: Atombomben und V 1, V 2 sind überholt. Es gibt jetzt den Super-V 2, eine Rakete, die von jedem beliebigen Punkt des Erdballs nach jedem anderen gelenkt werden kann, es gibt fliegende Festungen „Super-Forteress“, es werden „Stratosphären-Inseln“ gemeldet, die als neue Trabanten der Erde mit dem Mond konkurrieren sollen, und radioaktive Wolken und länderverpestende Bazillennebel. Jetzt untersucht die Universität Chicago Reste mysteriöser Projektile, deren Flug von vielen Zeugen aus verschiedenen Provinzen der USA beobachtet worden ist. „Fliegende Untertasse“, „Teller“, „Riesen-Diskus“ nennt sie das Publikum, und als solches werden sie von den Nachrichtenagenturen gemeldet. Auch aus Schweden, Norwegen, sogar Australien berichtet man von ihnen seit Monaten.
Das Neueste: Es sind Scheiben von 60 Meter Durchmesser, die in 500 Meter Höhe waagerecht fliegen, in Gruppen, dann plötzlich Halt machen, senkrecht zu Höhen mehreren tausend Meter steigen und sich dort in einem flüssig-glühenden Metallregen auflösen. Die neuen Amerikameldungen über diese „Waffen der Zukunft“ widersprechen sich aufs äußerte. Einmal soll es sich um Todesmaschinen handeln, die alles bisher Dagewesene in Schatten stellen – dann folgt die Meldung: es handele sich nur um harmlose Varietenummern (gleich den fliegenden Cowboy-Hüten oder Bumerangs, die fliegen, kreisen, stehen und auf den Werfer zurückeilen), um von der Meldung abgelöst zu werden, dass die Nachricht von einer Varietenummer nur ein fadenscheiniger Deckmantel sei, um von dem Geheimnis der neuen Waffe abzulenken. So verwirren sich die Begriffe von Sein und Schein, – eine Perspektive, die Amerika geläufig ist, wie es die Themen der letzten Theaterschlager in USA zeigen, Europa aber rätselhaft bleibt. Man erinnere sich an die Anfänge des Radio, als plötzlich „Botschaften aus dem Weltall“ und „Signale vom Mars“ ankamen, ja ein Reklamehörspiel, das im Stile Jules Verne’s und Wells‘ eine Invasion vom Mars her schilderte, vom naiven Publikum für bare Münze gehalten wurde und während des Sendens eine Riesen-Weltuntergangspanik schuf, sodass die Menschen bereits auf die Straße liefen und zum Himmel starrten. Das Amerikapublikum ist jugendlich-empfänglicher – daher rechnet es mit weitergesteckten Möglichkeiten – als wir. Die Folge ist: Die weniger gehemmte Phantasie schafft ihrerseits Phantastisches, nicht umsonst heißt Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Auf der Spur der „Fliegenden Untertassen“ – so am 23. August 1949 die UP-Meldung aus Washington in der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung: In den letzten Jahren spielten die „Fliegenden Untertassen“ eine große Rolle in der amerikanischen Presse und Öffentlichkeit. Flache Scheiben waren immer wieder am Himmel beobachtet worden und hatten zu phantastischen Gerüchten Anlass gegeben. Ein Untersuchungsausschuss hat nun eine Spur gefunden, die das Geheimnis vielleicht enträtseln könnte. In einem alten Werkzeugschuppen wurden zwei seltsam aussehende Apparate entdeckt, die Untertassen im Großformat ähneln. Sie sind am Rumpf mit einem Rad und einem Propeller versehen. Ein gewisser Jonathan Caldwell hatte die, jetzt ziemlich verrosteten, Apparate vor dem Krieg gebaut. Caldwell ist nicht mehr auffindbar. In der Nähe des Schuppens wohnt jedoch ein Mechaniker, der Caldwell beim Bau dieser Apparate geholfen hatte und nun der Polizei bestätigte, dass einer der Apparate einmal geflogen sei. Spezialisten der Luftstreitkräfte halten es jedoch für ausgeschlossen, dass diese Instrumente die „Flying Saucers“ darstellten könnten. Sie forschen allerdings jetzt nach dem Aufenthaltsort und dem Verbleib Caldwells, da dieser ja die Monstren fortentwickelt und daraus die „Fliegenden Untertassen“ gebaut haben könnte. Bis sie auf diese – vielleicht richtige – Spur gelangten, hatten die Luftstreitkräfte jahrelange Untersuchungen angestellt.

Im Archiv des Mannheimer Morgen fanden wir eine nicht in der Zeitung verwendete Agenturmeldung aus dem Jahre 1949, die mit Weltraumschiffe eines anderen Planeten? Augenzeuge berichtet über Fliegende Untertassen – Schneller als Raketen überschrieben war, hier der Text: In der weit verbreiteten Märzausgabe des amerikanischen Magazins „True“ berichtete ein Marineoffizier über die Wahrnehmung der berühmtberüchtigten, sogenannten „Fliegenden Untertassen“. Der betreffende Augenzeuge ist einer der führenden Mitarbeiter der Raketenversuchsstation der amerikanischen Marine in den Wüsten Mexikos. Bekanntlich erregten die geheimnisvollen flachen Körper, die in gewissen Zeitabständen über den europäischen und amerikanischen Kontinenten gesichtet wurden, immer wieder die Weltöffentlichkeit. Sie sind unter dem Begriff der obengenannten „Untertassen“ allgemein bekannt geworden. Der Augenzeuge nun, der sie in den vergangenen Wochen zum ersten Mal erblickte, ist der festen Überzeugung, dass es sich hierbei um Weltraumschiffe oder zumindest um ferngelenkte Körper eines anderen Planeten handelt. Sie traten in dem Augenblick zum ersten Mal auf, als man Versuche mit neu konstruierten, ferngelenkten Raketen machte. Der Marineoffizier sah eine riesige, diskusförmige Scheibe, deren Durchmesser er auf 30 m schätzte. Sie bewegte sich in einer Höhe von etwa 80 km und hatte eine Geschwindigkeit von 7 km in der Sekunde. Selbstverständlich waren zu diesen Beobachtungen die komplizierten optischen Messgeräte notwendig, mit denen man auch die abgeschossene Rakete verfolgte. Bei einer anderen Gelegenheit, behauptet der Beobachter, dass zwei kleinere dieser Scheiben sogar eine Fernrakete, die mit einer Geschwindigkeit von 700 m in der Sekunde in die Atmosphäre stieg, sozusagen verfolgten, und sie mit Leichtigkeit „überholte“.
Schauplatz dieser sensationellen Beobachtungen waren die Organ Mountains in Neu Mexiko. Bisher liegen keine weiteren Augenzeugenberichte vor. Die Wissenschaftler stehen noch immer vor einem Rätsel über Beschaffenheit und Herkunft dieser Erscheinungen. „Ausführung, Konstruktion und Flugweise dieser Untertassen bestätigen mir“, so schließt der Bericht, „dass irgendwo im Weltenraum eine uns weit überlegene Intelligenz vorhanden sein muss, die diese geheimnisvollen Apparate in Bewegung setzt. Ich bin sogar der Ansicht, dass diese fliegenden Scheiben von uns unbekannten Wesen bemannt sind.“

Seltsame Himmelserscheinung hieß es aus Toulouse und dpa verbreitete es hierzulande, am 18. Oktober 1949 druckte es auch die Rhein-Neckar-Zeitung:

Die Einwohner des südfranzösischen Städtchens Gaillac in der Nähe von Toulouse waren am Sonntag Zeugen einer seltenen Himmelserscheinung. Sie gewahrten am Morgenhimmel eine leuchtende Kugel, die einem Kometen ähnlich sah und mit mäßiger Geschwindigkeit nach Norden zog. Der Himmelskörper hinterließ einen Schweif, der in allen Farben des Sonnenspektrums, sonders auffallend aber in rot und grün, leuchtete. Fünf Minuten [?], nachdem der Meteor am Horizont verschwunden war, wurde die Luft von Explosionen erschüttert, deren Entfernung auf etwa 100 km geschätzt wurde.

Eine dpa-Meldung aus New York ist zum 29. Dezember 1949 datiert gewesen und wurde von uns im Archiv des Mannheimer Morgen geborgen. „Von einem anderen Stern“ ist sie überschrieben und hat nachfolgenden Text: Es ist schon einige Zeit her, seit ein Hörspiel von Orson Welles den Amerikanern die Gefahr einer Invasion von Marsmenschen so plastisch vor Augen führte, dass eine weitverbreitete Panik die Folge war. Nun hat es den Anschein, als sollten die Phantasien des amerikanischen Hörspielautors weit in den Schatten gestellt werden. Wenn eine Veröffentlichung der amerikanischen Zeitschrift True auf Wahrheit beruht, erhält die Erde schon seit 175 Jahren ständig Besuche „von einem anderen Stern“. Seit Jahren liest man in der Weltpresse dann und wann Sensationsmeldungen über riesige „Fliegende Untertassen“, die irgendwo leuchtend am Nachthimmel gesichtet wurden, über „geheimnisvolle Projektille“, die sich in Ostwestrichtung bewegten, über „geheimnisvolle Feuerkugeln“ und andere unerklärliche Himmelserscheinungen. Aus allen Teil der Welt kamen solche Meldungen, aus Deutschland so gut wie aus Amerika. Einige klangen phantastisch, andere wurden von offizieller Seite bestätigt, aber niemals ist es gelungen, eine plausible Erklärung für die geheimnisvollen Vorgänge zu finden. Jetzt endlich meldet sich ein amerikanischen Luftfahrtsachverständiger zu Wort und behauptet, dem Geheimnis auf den Grund gekommen zu sein. Der ehemalige Flugzeugführer der USA-Marineluftfahrtstreitkräfte und frühere Informationschef der Luftfahrtsabteilung im USA-Handelsministerium, Donald E. Keyhoe, behauptet in der Neujahrsnummer der amerikanischen Zeitschrift True: „Die fliegenden Scheiben sind echt. es handelt sich um Flugapparate, mit denen lebende vernunftbegabte Beobachter von einem anderen Planeten die Zustaände auf der Erde studieren.“ Keyhoe geht mit seinen Behauptungen noch weiter. Diese Forschungsflüge sollen bereits seit 175 Jahren durchgeführt werden. Angeblich häufen sich die Besuche mit diesen überaus fortschrittlichen Flugzeugtypen in der letzten Zeit ganz besonders, und – angeblich sind die Feststellungen Keyhoes von „unterrichteten Stellen“ in vollem Umfang bestätigt worden. dass in der letzten Zeit so wenig Berichte über diese Erscheinungen einliefen, erklärt Keyhoe damit, dass die Beobachter Angst hatten, sich lächerlich zu machen. Keyhoe spricht von drei verschiedenen Typen solcher Flugapparate, von denen einer unbemannt sein soll, und behauptet, die Bewohner jenes unbekannten Planeten hätten den Menschen eine technische Entwicklung von etwa 225 Jahren voraus. Die Form der „Fliegenden Untertassen“ entspreche etwa den Vorstellungen, die sich amerikanische Wissenschaftler von dem Stand der flugtechnischen Entwicklung nach etwa 50 Jahren machen.
1950 erschien im Münchner Kauka-Verlag ein Sonderheft der Heftromanserie „Neues Kriminal-Magazin“ unter dem Titel „Tatsachenbericht. Fliegende Untertassen – Das Welträtsel der Gegenwart“. Das Romanheft war im bekannten Format der sogenannten Schundromane am Kiosk abgehalten. Hier wurde das Protokoll des Funksprechverkehrs zwischen Thomas Mantell und dem Bodenstation Godman Field abgedruckt und auch in einem Beitrag die Theorien des Donald Keyhoe vorgestellt.

Besucher von dem Planeten Venus? fragte am 14. Januar 1950 die Frankfurter Rundschau: Die Sensation der rätselhaften „Fliegenden Untertassen“, welche in den USA schon vor Monaten die Gemüter beunruhigte, war viel zu gut und viel zu aufregend, um allein durch trockene Gutachten und Stellungsnahmen Wissenschaftler Institute eines plötzlichen Todes sterben zu können. Erst jetzt wieder, zu Anfang des neuen Jahres, häuften sich Meldungen von Augenzeugen, die mysteriöse, scheibenförmige Flugkörper am Himmel gesehen haben wollten. Als das verbreitete Magazin True („Wahr“) in seiner letzten Ausgabe folgenden Satz abdruckte: „Während der letzten 175 Jahre war der Planet Erde unter der systematischen Überwachung und Beobachtung lebender, intelligenter Wesen, die von einem anderen Planeten herkamen“, schien es für viele Leichtgläubige erwiesen, dass die „Fliegenden Untertassen“ nichts anderes seien als Pfadfinder-Flugzeuge aus dem interplanetarischen Raum. Hunderte von Zeugen wiederholten diese faszinierende Geschichte, und Radiokommentatoren erfanden noch etwas dazu: es nutzte wenig, dass ein Sprecher des US-Luftfahrtministeriums feststellte, die Untersuchungen des Falles „Untertassen“ habe keinerlei Anhaltspunkte für die interplanetarische Herkunft der Flugkörper ergeben.
Schon vier Monate vorher hatte man in Los Angeles wissen wollen, dass neugierige Bewohner eines Nachbarplaneten die Versuche auf dem Raketen-Erprobungsfeld White Sands mit Aufmerksamkeit verfolgten; durch „Mund-zu-Mund-Verstärkung“ hatte dieses Gerücht noch einige Steigerungen erfahren: So sollte angeblich ein großes Raumschiff in Neu Mexiko bei einer missglückten Erdlandung in Flammen aufgegangen sein; die 15 „Mann“ starke Besatzung habe dabei den Tod gefunden. Glücklicherweise wären aber einige intakte Instrumente gerettet worden, darunter ein geheimnisvoller Radioempfänger, mit dessen Kopfhörer noch für kurze Zeit unirdische Laute vernehmbar gewesen seien. Während amerikanische Experten die Trümmerstätte durchsuchten, sei in der Nähe ein zweites Raumschiff mit zwei Mann Besatzung aufgeschlagen, deren Körper vorher herausgeflogen und infolgedessen noch gut erhalten waren. Die Besucher von „außerhalb“ seien etwa einen Meter groß, etwas primitiv, ja fast affenähnlich gestaltet gewesen. Die Überreste habe man sofort in das Rosenwald-Institut in Chicago überführt, um sie näher zu untersuchen.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles.htm

Gruß an die Interessierten

TA KI

Der CIA und die UFOs – Das Ende der Geheimhaltungs-Legende 4 letzter Teil


Diese Ära muß aus ufologischen Gründen des besseren Hintergrundverständnisses näher betrachtet werden. Aus diesem Grunde greifen wir nun die 15. März 1993-Ausgabe des Magazins US News & World Report auf. Hier wurde exclusiv das Titelthema vom streng-geheimen amerikanischen Spionage-Krieg behandelt.

us news

Im Kern geht es darum, dass die US-Regierung in den 50ern und 60ern einhundertunddreißig Flieger im Einsatz zur Aufklärung über der Ex-UdSSR verlor und die U-2-Affäre rund um Capt.Powers nur der Gipfel des Eisbergs gewesen ist! Die Wahrheit sollte niemals bekanntgemacht werden, aber jetzt drang sie durch… Es geht um die Geheimnisse des sogenannten Kalten Kriegs. US News & World Report beschäftigte sich in einem speziellem Untersuchungsbericht damit. Als uns geneigter Leser erfahren Sie hier exclusive Geheimnisse, so wie Sie es gewohnt sind und was unsere Veröffentlichungen über alle anderen deutschen UFO-Magazine hinausstellt. Nebenbei: All die Jahrzehnte über ging die US-Regierung vor Gericht um die Veröffentlichung von Büchern oder Artikel zu blockieren, in denen gedroht wurde, wichtige Geheimnisse ans Licht zu bringen. Erinnert sei an das Buch „The CIA and the Cult of Intelligence“ des Ex-CIA-Mitarbeiters Victor Marchetti oder von „The Pentagon Papers“ des ehemaligen Mitarbeiters John D. Marks vom Außenministerium. Doch die Regierung, das Pentagon und die Geheimdienste wie CIA oder NSA unternahm rein gar nichts, um irgendetwas in Sachen Roswell, dem ufologisch allergrößten Geheimnis, zu unternehmen und Veröffentlichungen zu verhindern. Sieht man den Inhalt der beiden vorgenannten Bücher an, dann frägt man sich, warum das offizielle Washington sich wegen Fliegen aufregte, während der Roswell-Elefant bereits durch den Porzellanladen eilte. Wäre der Fall Roswell von der angeblichen Brisanz, wie es UFOlogen und Medien sich träumen, dann wäre hier von interessierter und betroffener Seite schon längst in Sachen Verrat von Staatsgeheimnissen energisch durchgegriffen worden. Dabei wäre es bei einer Authenzität der ufologischen Behauptung schon im Ansatz möglich gewesen, direkt oder indirekt auf jene einzuwirken, die sich als Wasserträger abzeichneten. 

Als im September 1980 das MUFON-UFO-Symposium in Washington, D.C. am Smithsonian Institut stattfand, wurden in der Pressekonferenz die Teilnehmer gefragt, ob irgendeiner von „Ihnen glaubt, dass die US-Regierung oder -Luftwaffe Außerirdische von abgestürzten Fliegenden Untertassen auf Lager hat und das es dafür Beweise gibt“. Nur einer der UFO-Forscher war bereit diese Hypothese vor der Öffentlichkeit zu unterstützen – Bruce Maccabee: „Ich spreche nur für mich, ich habe aber keinen direkten Beweis, aber ich wäre davon nicht überrascht.“ Maccabee erklärte, dass die US-Regierung wohl besondere UFO-Informationen zurückhält. Dies sagte er, obwohl genau diese Regierung sein Brötchengeber ist! Niemals wurde Maccabee wegen seinen teilweise tollkühnen Behauptungen von seinem Arbeitgeber angegangen, ja sogar wenn er das Instrumentarium seines Arbeitsplatzes für private UFO-Fotoanalysen verwendete, um dann da und dort diese als Bildmaterial außerirdischer Raumflugkörper hinzustellen, griff der Regierung niemals ein. Dies ist doch undenkbar, wenn man tatsächlich davon ausgeht, dass die US-Regierung ein UFO-Geheimnis zu behüten gedenkt! Ähnliches muß man zu Larry Bryant sagen, der als Mitarbeiter der AR-News (Nachrichtenagentur der US-Armee) die Citiziens Against UFO Secrecy (CAUS) gründete und in den führenden amerikanischen Armee- und Luftwaffen-Zeitschriften Mitte der 80er Jahre Werbungen schaltete, um Soldaten aufzurufen, sich bei ihm zu melden, wenn sie UFO-Hintergrundwissen besitzen. Doch weiter. Es war der 8. April 1950: Lt.Boris Dokin steuerte seinen LA-11-Jäger um 17:39 h über der Baltischen See, gerade 5 km südlich der Küstenstadt Liepaja, als er Jack Fettes PB4Y2 Privateer in fast 3.400 m Höhe über den Wolken ausmachte. Warnschüße wurden abgegeben, Jack Fette zog seinen Gleiter gegen Westen bei, doch er hatte keine Chance, die Aufklärungsmaschine wurde mit 15 Schuß getroffen und stürzte ab. Acht Tage später fanden britische Fischer Teile des Flugzeugs, Jack Fette und seine neun Kollegen wurden niemals geborgen. 

Diese Szene machte am 4. März der US-Sender ABC in seiner Reihe „PrimeTime Live“ auf und stellte so einen Fall von vielen vor, die Affäre Gary Powers und seine U-2 waren weit davon entfernt irgendetwas besonderes darzustellen. Schon ein Jahrzehnt bevor Powers in Moskau der Weltöffentlichkeit vorgeführt worden war, hatten tausende Amerikaner ihr Leben riskiert und drangen unerlaubt in feindliches Gebiet via Flugzeug ein, um dort Aufklärung zu betreiben: Auftraggeber waren USAF, US-Navy und die CIA. Gleiches gilt im übrigen gegen China, worüber so gut wie nichts bekannt geworden ist. Washington gab damals betreffs der Powers-Affäre zu, dass dies die „einzige Bedrohung des sowjetischen Luftraums“ gewesen sei und schief lief. Dabei waren die Provokationen fast schon Alltag gewesen. Noch bevor Powers heruntergeholt worden war, gab es mindestens 17 U-2-Einsätze und zahlreiche andere mit hochfliegenden RB-45 Tornados. US-Maschinen flogen entlang aller UdSSR-Grenzen regelmäßig Spionage-Einsätze und drangen unerlaubt dort in souveräne Lufthohheitsgebiete ein! Bruce Bailey, ein Radar-Operator an Bord eines Aufklärungsfliegers, gestand gegenüber dem US-Sender ABC ein, mehr als 400 x in russisches Gebiet vorgedrungen zu sein und die Sowjets dabei oftmals genug mit folgendem Manöver verärgert zu haben: Man drang unter dem Radar-Niveau (also unter 300 m Flughöhe) in den „feindlichen“ Luftraum ein, klärte dort auf und zog dann hoch, um absichtlich voll vom Radar mitten im Land erfaßt zu werden – „wir wollten sie damit provozieren“. Jeltsin-Berater Gen. Dmitri Volkogonov gegenüber ABC: „Mindestens ein Mal im Monat gab es solche festgestellten Eindringlinge.“ Andreij Gromyko hatte bereits John Foster Dulles in der UNO 1958 (damals kostete das U-2-Programm im Jahr bereits 2 Milliarden Dollar) hinter verschlossenen Türen angebrüllt: „Stoppen Sie die Flüge!“ Dullas sagte darauf: „Wenn Ihnen nicht gefällt, was wir tun, so ist das wirklich furchtbar traurig – nehmen Sie alles, was Sie haben, und versuchen Sie, uns abzuschießen.“ Mittels Flugzeugen gab es in den 50ern und 60ern wohl bis zu 20.000 Aufklärungsflüge gegen die UdSSR während das offizielle Washington bestenfalls davon sprach, dass derartige Missionen nur im eigenen Grenzgebiet gestaltet wurden und man diese Missionen „elektromagnetische Forschung“ oder „fotografische Karten-Erstellung“ nannte – so gesehen ist dies zum einen falsch und zum anderen auch exakt richtig, je nach Standpunkt. 

Tatsächlich ging es nur darum, sowjetische Radareinrichtungen auszumachen und ihre Leistungsfähigkeit auszukundschaften. Hier kommt nun auch die National Security Agency/NSA ins Spiel, welche sich hierzu sehr bedeckt gibt und aus ersichtlichen Gründen wohl eine Hauptrolle in der elektronischen Aufklärung gespielt haben dürfte. Das Spiel um das Leben der Flieger: Die jeweiligen Reaktionen der Sowjets waren nicht berechenbar, während die Aufklärungsmaschinen leichte Beute waren. Lt.Col. Philip Corso, Berater von Präsident Dwight Eisenhower: „Unsere Maschinen hatten nicht viel drauf, sie waren langsam, unbewaffnet und die Russen konnten sie geradezu abkassieren – wir haben eine Reihe Jungs verloren.“ 138 Spione sind bis heute nicht wieder aufgetaucht, man weiß nicht, ob sie getötet wurden oder in irgendwelchen Gefängnissen der GUS immer noch einsitzen. Ein gefahrvoller Job! Und nicht ohne politischer Brisanz! US News & World Report fand heraus, dass da mindestens ein Dutzend Missionen zwar fehlschlugen, aber die Besatzungen festgenommen worden und über deren Verbleib bis heute offiziell nichts bekannt gemacht wurde! Es gilt zu fürchten, dass diese Flugzeug-Crews der Politik-willen verschwiegen wurden und u.U.heute noch in sowjetischen Lagern einsitzen, ohne das sich jemand darum kümmert – da haben wir unseren Punkt der politischen Unmoral. Bis zum 20. September 1958 alleine sollen mindestens elf US-Flieger zu „Unpersonen“ erklärt worden sein, die in russische Gefangenschaft gerieten und um die sich niemand kümmerte, obwohl dies die amerikanische Botschaft in Moskau genau wußte. Alle Spionage-Piloten hatten keine Illusionen: Sie waren ersetzbar und unwichtig. Um sie herum gab es eine offizielle Politik der Lügen und der Leugnungen. In den späten 40ern starteten einige B-17 des 2. Weltkriegs durch, um entlang der deutsch-sowjetischen Grenze nach russischen Radarsignalen Ausschau zu halten; 1949 testete die UdSSR ihre erste Atombombe, was die Pentagon-Geheimdienstler in Aufruhr versetzte. Zu Aufklärungszwecken wurde das Strategic Air Command 55th Strategic Reconnaissance Wing eingesetzt, welches im kanadischen Topeka stationiert war und 30-40 Aufklärungsmaschinen bereitstellte. Zur Information: Hier verwendete man RB-20 und RB-50, wobei grundsätzlich gilt, dass das „R“ immer für Reconnaissance/Aufklärung steht. Später kamen die RB-47 und RC-135 hinzu. Für uns Deutsche interessant: Die 7499th Composite Squadron in Wiesbaden stelle 20 bis 30 Spionageflugzeuge bereit, die vom ELINT getragen wurden – der elektronischen Fernaufklärung der verschiedenen Behörden. Im Kern ging es darum, um im nördlichen Gebiet der UdSSR Radareinrichtungen festzustellen, die damals recht dürftig ausfielen und erst ab den 60ern ausgebaut wurden. Dies war ein großes Geheimnis für das Pentagon, als Meilenstein für einen Angriff im potentiellen 3. Weltkrieg. 

Gen. Andrew Goodpaster, Präsident Eisenhowers Sicherheitsberater: „Das nördliche Territorium war ungeschützt – bis hin zum Pol. Sollte es zu einem Konflikt kommen, war dies die wichtigste Information für unsere Regierung.“ Das größte Geheimnis des Kalten Kriegs: Ein US-Bomber des strategischen Air Commands konnte ohne Ordung über den Nordpol nach Rußland vordringen, ohne ausgemacht werden zu können. Noch bevor man die Gefahren der Flugzeugaufklärung in den 50ern erfuhr, griff man auf schlichte Technologien wie Ballone zurück. Zum einen setzten die Mächtigen des Westens Ballone ein, um westliches Propaganda-Material in den Osten zu schaffen, aber auch um mit großen heliumgefüllten Wetterballonen Aufklärung zu betreiben! Früh in den 50ern schickten die USA bis zu 200 dieser Ballone im Projekt Grand Union von der US-Ostküste hinüber zur Sowjetunion – aber nur 20 dieser Ballone erfüllten ihren Zweck und es gelang ein glücklicher Start. Mit diesen Ballonen wurde jedoch niemals etwas wirklich interessantes ermittelt. Dennoch waren sie ein top secret-Projekt. Inzwischen bestätigte sich Pentagon-offiziell unsere Meinung, wonach es sich bei dem sogenannten Roswell-Crash um den Niedergang eines Versuchsballons einer Vorläufer-Rei he namens Projekt MOGUL handelte. Hierdurch wird die Geheimhaltung auch verständlich – die USA hatten ein überaus lebhaftes Verlangen nach Aufklärung hinter den „feindlichen Linien“ und alle diesbezüglichen Projekte hatten natürlich einen sensiblen Rahmen. Und die allermeisten Starts dieser Serie scheiderten, es muß also bei den Versagern jeweils eine quantitativ große Menge folienartigen Materials zurückgeblieben sein, genauso wie es von den „Findern“ der Roswell-Untertassen-Überreste beschrieben wird! Und jene gewaltigen SKYHOOK-Ballone waren zuvor bereits für wissenschaftliche Aktivitäten zur Erkundung der oberen Atmosphäre (Stratosphäre) eingesetzt worden. <Lesen Sie hierzu u.a. bitte im CR 49, S. 14ff; CR 67, S. 7ff; CR 176, S. 19ff, nach.> 

Hierzu ist folgende Meldung wichtig: Der Streit um die Stratosphäre – Ist das Rätsel der „Fliegenden Untertassen“ gelöst? hieß es am 15. Februar 1956 in der Waldeckische Landeszeitung in einem Korrespondentenbericht aus New York: Wie tief man auch in die Erde bohren mag, theoretisch bis zum Mittelpunkt des Planeten, das bleibt Hoheitsgebiet des Landes, in dem man gräbt. Das ist völkerrechtlich anerkannt. Die weite See dagegen wird bis auf den schmalen Streifen der Ufergewässer als frei angesehen. Ob die Hoheitsrechte im Luftraum nach der einen oder anderen Analogie gelten sollen, ist Gegenstand eines politischen Streits zwischen Amerikanern und Russen, und könnte darüber hinaus Gegenstand einer interessanten Debatte unter Völkerrechtslehrern werden. Obwohl nämlich dem gesunden Menschverstand nicht einleuchten mag, was dabei für ein Problem auftreten könnte, bekannte ein so erfahrener Jurist wie der amerikanische Außenminister Dulles, die Frage sei für ihn zu schwer. Denn nur das eine ist Fachleuten wie Laien unmittelbar klar: Bis zu einer gewissen Höhe des Luftraumes, in dem Flugzeuge unter normal kontrollierbaren Geschwindigkeiten verkehren, sind die territorialen Hoheitsrechte unumstritten anerkannt. In größeren Höhen aber herrschen besondere technische Bedingungen: ständige West-Ost-Strömungen [die Jet-Streams der Stratosphäre] tragen jeden Gegenstand, sofern sein spezifisches Gewicht nur leicht genug ist, der Sonne entgegen. Ballistische Geschosse oder Lenkraketen, die in diesen Raum eindringen, mögen bald ganze Kontinente überfliegen, ohne den dazwischenliegenden Ländern sichtbaren Schaden zu tun. Schließlich wird in absehbarer Zukunft ein künstlicher Erdsatellit den ganzen Umfang des Planeten umkreisen und viele Länder unter sich lassen, ohne dass doch eines davon ihn abhalten könnte. Denn darauf kommt es nach der Analogie des Seerechts doch an: Lufthoheit besteht nur, wo sie verteidigt werden kann. Die theoretische Lufthoheit kleiner Länder, die keine eigene Luftwaffe besitzen, ist in den letzten zwanzig Jahren sozusagen systematisch verletzt worden. Nur ihre Fähigkeit zur Vergeltung auf anderen Gebieten verschafft in Friedenszeiten ihrem Herrschaftsanspruch den Respekt der Großmächte. Seit der Entwicklung der Raketentechnik aber müssen die Großmächte selber um die Reinheit der Luft über ihren Häuptern besorgt sein. Die Gefahren der Lässigkeit im Stratosphärenschutz sind offensichtlich. Fremde Vehikel mögen Propaganda tragen und der Spionage dienen; selbst wenn sie nur, wie anscheinend die amerikanischen Sphärenballone, der Wetterforschung dienen, so könnten doch wertvolle Informationen über die Durchführbarkeit eines Blitzangriffes daraus entnommen werden. 

Treten solche Vehikel [klipp und klar: Stratosphärenballone] in größerer Zahl auf, verwirren sie die Radarlenkung, die jedes größere Land jetzt seinem Flugwesen gewährt. Schlimmer noch, ein Irrtum der Radarbeobachter könnte harmlose Fluggeräte für bedrohliche Einflieger ansehen und automatische Abwehr- oder gar Vergeltungsmaßregeln auslösen. In einem Zeitalter, wo derartige Mißverständnisse tödlich ausgehen können, läßt sich daher die Freiheit der Stratosphäre nicht mehr so leicht als Rechtsgrundsatz aufstellen, wie einst die Freiheit der Meere. Schon muß ja auch in den niederen Regionen die bisherige Rechtsgrenze einer technischen Grenze weichen. Das Ufergewässer ist in einer Minute durchflogen; mit Radargeräten kann Spioange von zehn Seemeilen Entfernung aus betrieben werden, und mindestens so weit wünschen die Russen ihr Hoheitsrecht in die See hinaus geltend zu machen. Nach einigen Zwischenfällen haben die amerikanischen Erkundungsflüge diese Grenze respektiert; die Luftwaffe hat nicht den Versuch gemacht, sich das Recht, im Pazifik zu fliegen, wo es ihr paßt, zu ertrotzen. Ebenso hat Mr. Dulles diesmal den russischen Protest gegen die amerikanischen Wetterballone mit der Versicherung beantwortet, man werde in Zukunft nach Möglichkeit diese Erkundungsflüge von Staaten fernhalten, die dagegen Einspruch erheben – „nicht weil sie ein Recht dazu haben, sondern weil wir die Beziehungen nicht verschlechtern wollen.“ [Politik der Deeskalation ob Stratosphären-Spionage-Ballone und der dadurch entstandenen „Zwischenfälle“!] Das war weise gehandelt und gesprochen. Bei dieser Gelegenheit gaben Dulles und Beamte des Luftministeriums auch einige Aufklärungen über technische Einzelheiten, die vielleicht das Rätsel der sogenannten „Fliegenden Untertassen“ lösen. Seit langem war klar, dass die amerikanische Luftwaffe die Meldungen über diese merkwürdigen Erscheinungen nicht mehr als sehr senstaionell betrachtet, sondern über ihre Ursachen mehr Auskünfte geben konnte, als sie vorgab. Es scheint nun, dass die „Untertassen“ Stücke aus plastischem Material sind [Roswell läßt grüßen, wir erinnern an die „große Quantität folienartigen Materials“ am Fundort], die von diesen Wetterballonen übrigbleiben, wenn sie ihren Dienst getan haben oder aus Sicherheitsgründen zum Zerplatzen gebracht wurden. Die Ballone müssen eine Höhe von 30.000 bis 50.000 Fuß (10 bis 20 Kilometer) erreichen, um nicht den Flugverkehr zu stören und um die Region der ständigen West-Ost-Strömung zu gelangen; dort treten sie die lange Wanderung an, in deren Verlauf ihre Instrumente meteorologische Daten sammeln und die Wolkenbildungen unter ihnen fotografieren [und bei freiem Himmel freilich auch das strategisch-interessante Gelände darunter, welch ein Zufall]. 

Diese Daten, sagte Dulles, würden den Vertretern aller Nationen im kommenden Geophysikalischen Jahr zugänglich gemacht werden. Die Instrumente lassen sich nach automatischer Zerstörung des Ballons an Fallschirmen nieder und enthalten in mehreren Sprachen Anweisungen, wo man sie gegen Belohung abgeben könne. Einige Tausend dieser Ballone sind im Laufe der Jahre in die Höhe gesandt worden, aber Dulles sagte nicht, wie viele zurückkamen. Aus Albanien, Rußland und China sind inzwischen Beschwerden eingelaufen, man habe Fallschirme mit darangehängten Fotoapparaten und Sendegerät gefunden, doch tragen diese Aussagen nicht notwendig den Stempel der Wahrheit, sondern wiederholen in verzerrter Form die Angaben der amerikanischen Luftwaffe. Albanien beispielsweise will „explosive Ballone“ beobachtet haben – ein Irrtum, der offenbar auf die amerikanische Information zurückgeht, die Ballone würden zur Explosion gebracht, wenn sie die nötige Höhe verlören. Im übrigen zeigten sich die amerikanischen Stellen verwundert darüber, dass Regierungen, die vor geraumer Zeit auf das Wetterballonprojekt aufmerksam gemacht und zur Mitarbeit eingeladen wurden, nachträglich um ihre „Lufthoheit“ besorgt zu sein vorgeben. ¸ Überaus keck kann man die US-Politik nennen, hier diskutiert man um Lufthoheitsverletzungen durch Spionage-nützliche Stratosphärenballons, während gleichsam am Groom Lake in Nevada die Area 51 hochgezogen wurde, um dort die U-2 in den Himmel zu bringen! Dulles gab sich leutselig in Sachen der technisch-überholten Stratosphärenballons für Spionagezwecke und schickte insgeheim das supergeheimste Flugzeug bis dahin, die U-2, hinter den Eisernen Vorhang. Wie üblich, auch dieses Faktum beweist einmal mehr, dass die geheimdienstliche Tätigkeit nach außen hin immer ein zweischneidiges Schwert ist und keine klare Lüge, aber auch keine deutliche Wahrheit enthält. Raffinierte Brisanz bekommt die ganze Affäre durch, wenn man weiß, dass der Bruder von US-Außenminister Dulles, Allen Dulles, gerade CIA-Chef war und aus einem dem Kongreß unbekannten Geheimfond die U-2 finanzierte. Genauso wie die US-Behörden Spionageflüge mit „elektromagnetischer Forschung“ und „fotografische Karten-Erstellung“ deklarierten, haben sie es übrigens auch mit dem Roswell-Objekt gemacht und es als den Rest von einem Wetterballon erklärt – dies in den damaligen Zeitungsmeldungen genausowie wie in einem internen FBI-Dokument, wie wir es im CR 134 ab S. 23 verwendeten, vom 8. Juli 1947 bekanntgemacht worden ist. 

Diese Aufklärung des Geschehens war halb richtig und halb falsch, dies alleine kann man die „große Verschwörung“ in Anbetracht umseitiger Berichterstattung nennen. 1993 kam UFO-Forscher Joe Stefula (ehemals Special Agent des Armee-eigenen Criminal Investigation Command, CIC) daher und erklärte, ein ihm anonym zugespieltes Diagramm von einem infrarotwahrgenommenen DSP (Defense Support Program)-Satelliten-Zwischenfall vom 5. Mai 1984 zu besitzen. Stefula schränkte ein, nicht imstande gewesen zu sein, zu bestimmen, ob dieses Dokument absolut authentisch ist. Dennoch, wie immer in solchen Fällen, stürzt sich die ufologische Bande darauf und pumpte die Affäre ohne Rücksicht hoch. Erz-Skeptiker Philip J. Klass, ehemals Mitverantwortlicher des hochangesehenen Aviation Week & Space Technology-Magazins (in Fliegerkreisen auch als „Aviation Leak“-Magazin bekannt, da es gelegentlich Informationen veröffentlicht, die keineswegs auf Presse-Konferenzen freigegeben wurden und aufgrund derer auch hochrangiges Pentagon-Personal erstmals hört, was in seinen Gängen so alles läuft) wurde von OMNI heimgesucht, um seine Meinung zu diesen im ufologischen Untergrund herumgeisternden Gerücht zu hören. Klass kommentiert eine Lösungsmöglichkeit, wonach der mysteriöse fast walker-Vorfall vom Mai 1984 wahrscheinlich auf nichts weiter als eine geheimgehaltene SR-71-Mission (oder vom sowjetischen Gegenstück) des Blackbird-Spionageflugzeugs ist. Der Mai 1984-Zwischenfall soll in 80.000 ft Höhe stattgefunden haben, „die typische Region für Blackbird-Operationen“, meint Klass. Von oben herab ist der Nachbrenner der SR-71 leicht für das DSP-System zu orten. Er muß es wissen, schließlich war eines seiner Spezialgebiete als Luftfahrt-Journalist geheime Satelliten-Systeme, worüber er auch das Buch Secret Sentries in Space schrieb. 

Mit im Infrarot-Spektrum arbeitenden Überwachungssatelliten gab es schon immer Schwierigkeiten, da sie immer mal wieder falschen Alarm schlagen, sei es, dass Wolken die Sonnenstrahlung reflektierten, sei es, dass Hochöfen, Vulkane oder andere Wärmequellen natürlichen Ursprungs in den Beobachtungsbereich gerieten. Ähnliche Symptome kannte man übrigens von den Frühwarnradargeräten in Alaska und Grönland: „Kurz nach Inbetriebstellung des Frühwarnsystems ereignete es sich, dass anfliegende ballistische Raketen festgestellt wurden. Es wart, wie sich später herausstellte, der Mond. Glücklicherweise siegte in Colorado Springs die Klugheit, zum Teil auch aus mangelndem Vertrauen in das neue System, über die Auslösung eines Gegenschlages. Die größte Tragödie der Geschichte wurde vermieden und eine Erfahrung gesammelt. War es der Gedanke daran, dass große entfernte Objekte ebenso viel Energie wie kleinere nähere reflektieren? Oder war es die Ansicht, dass man ungetesteten elektronischen Systemen nicht so sehr vertrauen sollte, um nukleare Raketen zu starten? Oder war es einfach das Gefühl, dass man den Anweisungen ungetesteter elektronischer System nicht vertrauen sollte?“ fragten sich Abram Chayes und Jerome B. Wiesner in dem Buch Raketenkrieg, Berlin, 1970. In den letzten Jahren geriet die U-2 in Vergessenheit, obwohl sie während des Golfkriegs 1991 und über Bosnien im Jugoslawien-Konflikt nach wie vor Einsatz fand. Jetzt erst wieder machte eine Irak-Krise zur Waffen-Kontrolle von Saddam Hussein von sich reden, die sich auf Aufklärungsflüge mit der U-2 bezogen. Der Himmelsspion ist äußerlich gering verändert seit 1955 im Einsatz. Lockheed hat seither etwa 60 Maschinen produziert, die neueren Versionen tragen die Serienbezeichnungen U-2R und TR-1. Aufklärer vom Typ U-2 erreichen eine Flughöhe von 27.000 m und fliegen damit praktisch außer Reichweite der meisten feindlichen Raketen. Neben der Radar-Erkundung von Zonen mit bis zu 110 Kilometern Durchmesser werden hochentwickelte elektronische Instrumente eingesetzt, um für einen Lauschangriff auf alle Funk- oder Telefonverbindungen von Bodentruppen gerüstet zu sein. Da auch hochentwickelte Datenentschlüßelungsgeräte sich an Bord der U-2 befinden, ist damit zu rechnen, dass das NRO und der NSA hier ebenso ihre Finger im Spiel haben. Natürlich wäre es kindisch-naiv, wenn man hier verharren bliebe und den großen „Gegenspieler“ hinter dem „Eisernen Vorhang“ als rückständig betrachten würde. 

Auch die Sowjets starteten ihre „UFO“-Aufklärungsangriffe im Kalten Krieg gegen die westliche Welt, hierzu ein Musterbeispiel der extraordinären Art: Alarm für britische Radarstationen hieß es lt. dpa aus London und Der Tagesspiegel vom 7. April 1957 berichtete: Für alle Radarstationen der britischen Luftwaffe wurde am Sonnabend Alarm gegeben. Sie wurden vom Luftfahrtministerium aufgefordert zu kontrollieren, ob sie mit ihren Geräten irgendein „nicht identifiziertes oder seltsames Objekt“ feststellen könnten. Diese Aufforderung geschah, nachdem eine Radarstation des Bomberkommandos der Royal Air Force in Südwest-Schottland von einem Objekt unbekannter Herkunft berichtet hatte. Zwei Beobachter dieser Station hatten am Donnerstag für längere Zeit einen nicht näher identifizierten Gegenstand auf dem Schirm ihres Radargerätes beobachtet. Der Kommandant der Station erklärte, dies sei auf keinen Fall eine Einbildung gewesen. Die beiden Beobachter seien äußerst erfahrene Leute. Das Luftfahrtministerium sehe die Angelegenheit als „äußerst ernst“ an. Interessant dagegen ist eine United Press-Meldung vom 7. April 1957, die in England um das Ereignis kursierte und hierzulande keinerlei Beachtung fand und deswegen jenen Fall als UFO-Ereignis unaufgeklärt zurückließ. Hier wurde unter der Schlagzeile Wahrscheinlich russisches Flugzeug – Mysteriöses Objekt von schottischer Radarstation ausgemacht gemeldet, dass das fragliche Objekt, welches auf der abseits gelegenen Radarstation bei Stranrater ausgemacht wurde, mit hoher Wahrscheinlich ein „russisches Aufklärungsflugzeug war, welches Schottland über den Arktischen Kreis erreichte“. Diese Aussage machte nämlich inzwischen Wing Commander W.P. Whitworth, Chef der Anlage. Auch das Londoner Luftfahrtministerium wollte diese Erklärung nicht ausschließen. Unkontrollierbare Vorgänge im Luftraum? Welche Rolle spielen die „Fliegenden Untertassen“ in der Politik – Unbekannte Objekte auf englischen Radarschirmen – Spukt die Atom-Versuchsrakete der Sowjets? Diese Fragen wurden für einen Bericht von Ralph Oilinger in der Zeitschrift Der Freiheitsbote vom Mai 1957 getitelt: Ein besonders für den Höhenflug konstruiertes Versuchsflugzeug der amerikanischen Luftwaffe ist in diesen Tagen über der Salzwüste von Nevada aus unerklärlichen Gründen abgestürzt. Aus heutiger Sicht ein deutlicher Hinweis auf die U-2! Etwa zur gleichen Zeit sichteten die Radarstationen eines Bomberkommandos der Royal Air Force über dem britischen Luftraum einen unbekannten, seltsamen, nicht näher zu bestimmenden Flugkörper der als sowjetisches Aufklärungsflugzeug identifiziert wurde]. 

Und der Londoner Daily Herald meldete, die Sowjets feuerten alle vier Tage eine Proberakete einer Fernlenkwaffe ab, die mit Atomkopf versehen werden könne und eine Reichweite von 1.450 km habe. Erste Tests von Interkontinental-Raketen, ICMBs, die natürlich von Beobachtungsinteresse für die CIA mittels ihrer U-2 waren; tatsächlich schossen die Russen am 26. August 1957 ihre erste interkontinentale ballistische Rakete ab – seither befanden sich Bomber des amerikanischen SAC 24 Stunden an 7 Tagen der Woche über den Polargebieten in der Luft. Sind diese Tatsachen nun irgendwie miteinander in Beziehung zu bringen oder gibt es noch andere Ursachen für die unkontrollierbaren Vorgänge im oberen Luftraum? Im Pentagon, dem amerikanischen Verteidigungsministerium, erklären verantwortliche Militärs sauer, dass die UFOs, die „Fliegenden Untertassen“, in der Politik eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Sie meinen damit, dass jene geheimnisvollen Flugobjekte immer wieder als Hinweis auf das Rätselhafte herangezogen werden, das sich offenbar in der Stratosphäre abspielt. Solange es der United Air Force nicht gelingt, den Schleier des Geheimnisses über sagenhafte Flugzeugabstürze, sonderbare Radarbeobachtungen und das militärstrategische Treiben in höheren Luftregionen zu zerreißen, lassen sich auch die Stimmen nicht voll widerlegen, die von „Operationen interplanetarischer Mächte“ sprechen. Hier läßt sich nur an den gesunden Menschenverstand, die Objektivität, die Vernunft und die wohl ernster zu nehmenden Erklärungen der Wissenschaft appellieren oder darauf verweisen. Es heißt, das amerikanische Höhenflugzeug sei in 21 km Höhe beim Zusammenstoß mit einem unbekannten Objekt in zwei Teile geborsten und dadurch abgestürzt. Beim Aufschlag fing es Feuer, konnte aber so rechtzeitig gelöscht werden, dass ein Teil der Meßinstrumente „identifizierbar“ ist. Wie eine Information der US Air Force besagt, erfolgte der Zusammenstoß bei mehreren tausend Kilometern Stundengeschwindigkeit, wobei das unbekannte Objekt die größere Geschwindigkeit gehabt haben muß, die weit über der Triebkraft der üblichen Raketen liegt [Testflüge werden stets aus Gründen der Beobachtung der Mission von leistungsstärkeren Maschinen begleitet]. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass diese Darstellung von den der amerikanischen Militär- und Außenpolitik nicht wohl gesonnenen Kreise sogleich benutzt wurde, um darauf zu verweisen, dass vielleicht „Fliegende Untertassen“ im Spiel gewesen sein könnten, Flugobjekte außerirdischer Herkunft also von irgendeinem anderen Planeten, der demnach den technischen Errungenschaften der Erde weit überlegen sein müßte. Das zentrale Bomber- und Jagdkommando der amerikanischen und englischen Luftwaffe glaubt jedoch nicht an solche UFOs. Aber es hält die Politik der „Fliegenden Untertassen“, wie vor allem von „typischen Antimilitaristen“ und Gegnern der westlichen Welt, ausgestreut würde, für gefährlich, weil sie geneigt ist, die Welt in Atem zu halten und sie im Laufe der Jahre an die Grenze einer Art Unsicherheit, wenn auch nicht Panik, zu bringen, ein krampfhaft verborgener Angstzustand, der dem Kommunismus nur angenehm sein kann. 

Amerikanische Raketenspezialisten halten es für möglich, dass das amerikanische Höhenflugzeug mit einer sowjetischen Versuchsrakete zur Beförderung von Atomsprengköpfen, die in Kamschatka startete, im oberen Luftraum von Nevada zusammenstieß [dies ist purer Unfug, da a) der Abschuß von Testraketen, auch bei den Russen damals, immer über dem eigenkontrollierten Gebiet stattfindet, b) schon vor dem Eindringen dieser angedachten Rakete in den Luftraum von Nevada diese zu SAC-Alarm geführt haben müßte und c) der Zufall für einen solchen ‚Unfall‘ so gut wie auszuschließen ist]. Nach Art der Radarbeobachtung über England, die im Auftrage des Luftfahrtministeriums ausgelöst worden war, kann es sich auch bei diesem Objekt um die berüchtigte Versuchsträgerrakete der Sowjets für Atomwaffen gehandelt haben [dies ist nicht haltbar, wenn auch eine interessante Spekulation, die hauptsächlich den amerikanischen Hochrüstungs-Militärs um General LeMay {einem der scharfen Pentagon-Falken} und seinem hochgerüsteten Strategic Air Command half, der den Kalten Krieg mit manchem Falschspiel förderte]. Die ständigen Einsatzkommandos der B-52 sind auf den amerikanischen Absprungbasen benachrichtigt worden und werden künftig besonders intensiv nach unbekannten Raketen Ausschau halten, die durch die Stratosphäre geistern [kein Wunder also, wenn bei dem ausgegebenen Befehl auch jegliche andere, zunächst befremdlich anzusehende Erscheinung, als UFO-Sichtung von Piloten in die UFO-Literatur eingingen, die vielleicht ansonsten gar nicht gemeldet worden wären]. Ob sie den Spuk der Fernatom-Versuchsrakete der Sowjets auf die Spur kommen, ist jedoch eine andere Frage, da die Rakete ca 10 km höher als diese neuesten Düsenbomber ihren Weg um die Erde bzw Kurs auf die Abschnittsbasis nimmt. All diese Probleme beschäftigen einen in diesen Tagen gegründeten geheimen Untersuchungsausschuß der anglo-amerikanischen Luftwaffe. Er will auch psychologische Gegenmaßnahmen gegen eine überhand nehmende Politik der „Fliegenden Untertassen“ treffen. 

Obiger Bericht zeigt auf, wie ein Journalist plötzlich sich in seiner Analyse der Situation zum Spielball der Militaristen machen kann, auch wenn der den realen Gegebenheiten hinter den Kulissen des Kalten Kriegs recht nahe kam! Weniger orientierte Schreiber erkennen die Zusammenhänge erst gar nicht oder verfallen voll dem ufologischen Wunderland namens „Kupferkessel voller Gold am Ende des Regenbogens“. Es war tatsächlich eine heiße Periode damals gewesen, die voller Provokationen von beiden Seiten war: Immer wieder tauchten Himmelsspione in Form von Langstrecken-Höhenflugzeugen in den Einflußsphäre der jeweils anderen Seite ein, dabei handelte es sich dann tatsächlich um nicht-gemeldeten Flugverkehr und um nicht ausgewiesene Radar-Ziele, also in beiden Fällen, so oder so, um unidentifizierte Flug-Objekte. Und um jene Fluggeräte des potentiellen Gegners ging es beiden Seiten – nicht um außerirdische Raumschiffe oder sonstige ufologische Ausdeutungen der phantastischen Art. Nachfolgender Bericht zeigt auf, dass die Amerikaner nach dem Auftauchen der Russen vor England nun selbst fürchteten, von den unidentifizierten russischen Flugobjekten angegangen zu werden: US-Radarnetz alarmiert meldete aus Washington UP und Der Tagesspiegel schrieb am 7. November 1957: Das Radarnetz der amerikanischen Luftwaffe ist in Alarmbereitschaft versetzt worden, um auf sogenannte „nicht-identifizierte Flugkörper“ zu achten. Bisher wurden aber keine derartigen Gegenstände registriert. Man muß dringend berücksichtigen, dass während der Jahre des Kalten Kriegs sich US-Spionageflugzeuge und sowjetische Abfangjäger heiße Verfolgungsjagten lieferten. Umfang und Zahl der Zwischenfälle gelten bis heute als „streng geheim“. Die USA und ihre britischen Alliierten verloren Dutzende von Maschinen und etwa 200 Mann an Besatzung bei Abschüßen durch die Sowjets entlang des sowjetischen Hoheitsgebiets und bei „Eindring-Missionen“ bis knapp vor Moskau. So frech waren die Roten eigentlich nie, weswegen auch nie eine ihrer ‚Gegenschlags-Maschinen‘ abgeschossen wurde. Entgegen verbriefter internationaler Rechte drangen NATO-Aufklärungsflugzeuge tief in sowjetisches Hoheitsgebiet ab 1952 ein, neugierig darauf zu sehen, inwieweit die Sowjetunion (der Kommunismus schlichthin) Atomwaffen und Raketen entwickelten bzw stationierten. Das dazu verwendete westliche Fluggerät konnte diese Missionen nur durchführen, wenn es außerhalb der Reichweite der sowjetischen Luftaufklärung operierte, dies heißt: möglichst lange jenseits der Radarortung blieb und hoch genug sowie schnell genug flog, um der russischen Abwehr zu entgehen. Viele dieser Einsätze wurden sogar vor den amerikanischen Präsidenten Truman und Eisenhower geheimgehalten. Verantwortlich dafür war der CIA und der Führer des Strategic Air Command, General LeMay. Curtis E. LeMay

Sogar den Angehörigen der abgeschossenen Geheimagenten verschwieg man jahrzehntelang die volle Wahrheit und sagte ihnen nur, sie wären bei „Routineflügen in Wetterbeobachtungs-Flugzeugen“ abgestürzt und umgekommen. Wieder einmal nur eine halbe Wahrheit und keine ganze Lüge. Ein dunkles Kapitel in diesem Zusammenhang ist aber England geblieben, welches heute noch in dieser Sache mauert. Premierminister Churchchill nämlich war nicht so zimperlich wie seine amerikanischen Kollegen und stellte über die RAAF dem CIA logistische Unterstützung in Form von Flugplätzen in England und ausgesuchtes Personal für die amerikanischen Aufklärungs-Maschinen zur Verfügung, Truman und Eisenhower bekamen davon nichts mit, weil noch nicht einmal die verantwortlichen Verbindungsoffiziere von LeMay und dem CIA zum Weißen Haus eingeweiht waren. Zahlreiche Einsätze starteten von England aus, führten über Deutschland hinweg und die aluminiumglänzenden Flugzeuge in großer Höhe erschienen dann als „glitzernde Dinger am Himmel“ über der Sowjetunion und ihren Satelliten-Staaten. Nur die unmittelbaren Crews und ihre Führungsoffiziere wußten von den Missionen. Die Einsätze wurden zur bewußten Verwirrung der sowjetischen Abwehr im „Zickzack-Kurs“ von Hochleistungsmaschinen durchgeführt. Trotzdem gab es erhebliche Verluste, wenn auf diese ungemeldeten Flug-Objekte das scharfe Feuer mit Bordwaffen der MIGs oder mittels Boden-Luft-Raketen eröffnet wurde, was durchaus das Recht jeder Luftabwehr ist. Natürlich gingen die allermeisten Einsätze dieser Art gut. US-Generalstabschef Twining wußte bis 1956 nichts von den CIA-Aktionen oder gar von der Existenz der U-2, man hat ihn (der auf der anderen Seite ausgerechnet über den Fund der Roswell-Untertasse informiert gewesen sein soll) schlichtweg über dieses Gerät und seinen Einsätzen nicht informiert. Er stand 1956 bei einem Moskauer Gipfeltreffen wie ein dummer Junge da, als der sowjetische Staatschef ihn klagend darüber berichtete! Kein Wunder also, wenn auch die Sowjets reagierten und sich via Fernaufklärung und ‚Warnschuß‘-Vorstößen revanchierten, gerade auch zeithistorisch paßend entlang der britischen Küste (und nicht nur da!), von wo aus die versteckten US-Operationen geraume Zeit liefen. 

Ohne diese real-historischen Gegebenheiten zu kennen und zu beachten ist eine Debatte um die vorgeblichen UFO-Sichtungen nutz- und sinnlos. Weshalb aber die große ufologische Gemeinde immer wieder diese offensichtlichen Zusammenhänge verschweigt weißt nur darauf hin, dass die ufologischen Promoter entweder keine Ahnung haben oder bewußt dumm tun, um ihren naiven UFO-Vorstellungen huldigen zu können. Interessant ist aber, dass die selben UFO-Vertreter nicht müde werden, auf ihre eigene Bildung und berufliche Position egozentrisch hinzuweisen, um eine soziale und gesellschaftliche Überlegenheit z.B. gegenüber dem „nur-Einzelhandels-Kaufmann“ und UFO-Skeptiker Werner Walter anzudeuten bzw ins Spiel zu bringen. Wichtig dagegen ist aber nur eines: Genau jener Werner Walter spielt von unten nach oben die UFOlogen mittels besserer Informationen, größerer Fachkenntnis und fachliche Kompetenz aus, da mag die UFOlogen-Meute aufheulen wie sie will, an diesem Faktum geht jedoch kein Weg vorbei. Dieser Artikel ist einer der vielen Beweise dafür. Lassen wir mal zwei Piloten der amerikanischen Luftwaffe zu Worte kommen, die in der wöchentlichen Luftfahrt-Zeitschrift Aeroplane (Nr. 47 & 120) ihre Erfahrungen einbrachten. Zunächst einmal kommt Nemop Niemotka von der New Jersey Air National Guard an Bord seiner Convair F-106 Delta Dart dran: „Als reine Abfangjäger wurden wir gewöhnlich auf alle möglichen nicht identifizierten Objekte angesetzt. Meistens waren es russische Bears des Typs ‚Bear C‘ oder ‚Bear D‘, die auf ihrem Weg nach Kuba die amerikanische Ostküste ausspähten. Sie versuchten es aber auch von Kuba aus, vielleicht um unsere Schiffsbewegungen auszukundschaften. Im Süden stellten sie regelmäßig unsere Luftverteidigung auf die Probe, indem sie parallel zum 24. Breitengrad zwischen Kuba und Florida patrouillierten. Bei unserem Standort im Süden gab es häufig Einsätze gegen Drogenschmuggler. Auch mit UFOs sollten wir uns gelegentlich beschäftigen, ich persönlich allerdings nie. Ein paar Jungs meiner Staffel wurden einmal auf ein unidentifiziertes Flugobjekt über Fort Lauderdale angesetzt. Als sie dort ankamen, war natürlich nichts mehr da. Die Meldung als solche klang glaubwürdig – Lichter mit ungewöhnlicher Route am Himmel, aber weder auf dem Radar noch auf dem Infrarot-Sichtschirm zeigte sich irgendetwas. Aber es gehörte nun mal zu unserem Job – raus, auf jede Meldung hin, in kürzester Zeit starten ud die Höhe des jeweiligen Objektes erreichen.“ 

Ein weiterer militärischer Flieger dient uns als Zeitzeuge: Peter Karalus auf seinem Abfangjäger Lockheed F-94 Starfire bei der 96th DIS, die zwischen 1952 und 1957 in New Castle County Air Port (Delaware) stationiert war. „Diese Einheit war Teil des Air Defense Command (ADC), nach jedem Erst-Alarm mußten wir in spätestens 5 Minuten in der Luft sein. Unser Auftrag war klar definiert: aufspüren, identifizieren, abfangen, zerstören. Mitte der fünfziger Jahre sorgten zudem UFOs für große Aufregung. Eines Nachts war ich auf der Jagd nach einem UFO. Die Bodenkontrolle hatte etwas auf dem Radar entdeckt, und ich wurde hinausgeschickt, um es zu identifizieren. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Der Ground Controlled Intercept-Lotse sah etwas auf dem Schirm, das sich uns mit großer Geschwindigkeit näherte. Schließlich konnte ich hinter dem Ding einkurven. Ich machte so etwas wie einen Lichtschein vor mir aus, und -ich kann es kaum anders beschreiben – es hatte die Form einer Zigarre. Als ich auf Sichtweite heran war, versuchte ich, es mit vollem Nachbrennerschub einzuholen. Aber je schneller ich flog, desto schneller wurde auch das Ding. Ich hatte es vor mir und auf dem Radarschirm. Ich sah ein Licht oder etwas Ähnliches. Leider kam ich nicht heran. Dann verschwand es vor mir in den Wolken, und ich brach den Einsatz ab. Wir sprachen nicht viel über UFOs. Wir konnten sie nicht identifizieren, das war alles“, überliefert es Pilot Karalus. Weitere Historische Information: In diesem Zusammenhang muß eine wichtige Information eingeflochten werden, die wir am 9.10.1997 aus dem „Project 1947“-Internet-Forum abgezapft haben und auf Brad Sparks Artikel „Philip Corso´s Roswellmania“ zurückgeht, der hier Corso einiges aufs Haupt gibt. Wie auch immer, in Sachen CIA und unser derzeitiges Thema erfahren wir, das Richard M.Bissell als „Chief of the Clandestine Service“ (Deputy Director of Plans) der Chef der U-2-Einsätze und der „Corona-Spionage-Satelliten“-Projekte für den CIA war. Sparks hatte vor fast 20 Jahren Gelegenheit mit Bissell über sein Wissen in Sachen UFOs und dem Projekt Corona persönlich zu sprechen, wobei jener niemals etwas von Roswell oder Corso erwähnte. Dies ist deswegen wichtig, weil Corso von sich behauptet, man habe ihm 1961 das Corona-Programm in Langley übergeben (Corso, S.1 31, 136) – jenseits dessen, dass das CIA-HQ damals dort noch gar nicht in Betrieb war (siehe New York Times vom 3. Mai 1961). Das Corona-Projekt wurde von Präsident Eisenhower am 7. Februar 1958 befohlen, da ihm dies weitaus sicherer schien als wenn mittels Spionageflugzeugen und Stratosphären-Ballonen Fernaufklärung betrieben würde, zwei Jahre später sollte er wegen dem U-2-Abschuß von Gary Powers über der UdSSR in seiner Meinung bestätigt werden. 

Technische Information: Mittels Discovery II-Raketen wurden Aufklärungs- und Beobachtungs-Instrumente in einer Sonde in den Kosmos gebracht. Nachdem die Spionage-Missionen abgeschloßen wurden, wurden die Satelliten-Kapseln aus Keramikmaterial an Fallschirmen zurückgeschickt und in an C-119- oder C-130-Flugzeugen (man nannte sie „Flying Boxcars“) durch die Lüfte getragenen großen, trapezförmigen Nylon-Schleppnetzen (hoffentlich) aufgefangen bevor sie wasserten und etwaig von sowjetischen Schiffen geboren werden konnten. Als „Unternehmen Flaschenpost“ wurden diesbezügliche Vorbereitungen z.B. am 15. April 1959 bereits in der Die Welt vorgetragen, wenn auch ‚unschuldig‘ als ziviles Unternehmen der NASA, die Bergung der Fotokapseln selbst bekam den Kodenamen „Hot Hand“ und wurde von einem „Moon Dust“-Team vorgenommen – eine Spezialeinheit Amerikas zur Bergung von allem was aus dem erdnahen Raum oder Weltraum kam. Von diesem technisch interessanten Vorgang bekam die Öffentlichkeit so gut wie nichts mit. Der erste Coronoa-Test fand am 10. August 1960 statt, wobei hierfür aber nur eine Kapsel mit einer amerikanischen Flagge Verwendung fand. Nach der Bergung, an der übrigens der Projec-Blue Book-UFO-Officer für Japan* teilnahm, wurde der Sternenbanner an Präsident Eisenhower übergeben und seitdem schmückt dieser das Oval Office im White House. 1963 kartografierten Corona-Satelliten die UdSSR und belegten damit, dass die UdSSR keine gewaltige ICBM-Macht in Sibirien oder sonstwo besaß und die politisch ausgeschlachtete „missile gap“ somit nur taktische Ziele bestimmter amerikanischer Machthaber besaß (übrigens brachte Pro7 am 11.Januar und am 25. Oktober 1998 in der Sendung Welt der Wunder jeweils einen Beitrag zum Corona-Programm.). Nur eine Mission ging schief und die Sowjets fingen eine der Spionage-Fotokapseln ab. Bemerkenswert dabei ist übrigens auch der Umstand, dass die Auflösung der optischen Kamerasysteme dieser Spionagesatelliten vorher dadurch getestet wurden, indem man insgeheim im amerikanischen Mittelwesten in Kornfeldern Zeichen und Symbole in unterschiedlichen Dimensionen einbrachte, um so eine Kalibrierungssystem für die Empfindlichkeit der Kameras zu haben. 

*= Dies aufgrund der Tatsache, dass die Wasserungen der Corona-Aufklärungsfracht im Pazifik zwischen Hawaii und Japan vorgenommen wurde und nachdem die Spionageinstrumente die UdSSR im Süd-Westen überflogen hatten. KAL 007 Den ganzen Problemkreis macht ein außergewöhnlicher Fall deutlich: Der tragische KAL-Flug 007 einer Boeing 747 am 1.September 1983 von Anchorage im amerikanischen Alaska über die Pazifik-Route Japan nach Seoul. Die Airline gehört übrigens nicht dem Tarifverbund der International Air Transport Association an und bietet Tickets ein Drittel unter dem Preis der Konkurrenz an. Wer so knapp kalkuliert, der muß alle Tricks ausnutzen, um Kosten zu sparen – ihre Piloten angewiesen, immer eine möglichst kurze Route zu fliegen, um Kerosin zu sparen. Über dem Nordpazifik fliegen sie gerne „sorglos“: hart an der Grenze zur UdSSR, wobei sie deren Militärs gelegentlich „aufs äußerste reizen“ – alle wissen davon, abgesehen von den Passagieren, denen nur der billige Flug wichtig ist. Kapitän Chun Byung-in läßt die Boeing mit 269 Menschen an Bord 600 Kilometer vom Kurs abkommen und in das militärische Sperrgebiet der UdSSR an den Küsten Sachalins und Sibiriens eindringen, wo sich das Kamschatka-Raketen-Testgelände befindet. Dort befinden sich empfindliche sowjetische Militäreinrichtungen, weswegen die Sowjets ob aller Verletzungen durch nicht-gemeldeten und unbekannten Flugverkehr nervös reagieren. Ein sowjetischer Kampfjet bekommt den Auftrag, den „unbekannten Eindringling“ vom Himmel zu putzen. Die Tragödie ist ein Beispiel aus der absurden Geschichte des Kalten Kriegs. Auf allen See- und Luftkarten ist klar ausgewiesen, dass bei unbefugtem Eindringen „ohne Vorwarnung geschossen“ wird. Kein Offizier mag fremde Maschinen über Kriegshäfen, Airsports, Raketenstellungen, Radaranlagen, Testgeländen oder anderen „hochsensiblen „Bereichen dulden. Allein aus Gründen der Spionage. Vor allem die sowjetische Aeroflot ist in den USA dafür berüchtigt, sich ausgerechnet über amerikanischen Militärbasen zu „verfliegen“. Schon früher hatten Piloten der Korean Air Lines (KAL) im kanadischen Polarmeer einen spritsparenden Schwenk gemacht, um über Nordrußland den Weg über die Kola-Halbinsel zu nutzen. Hier liegt der Nordatlantikhafen der sowjetischen Atom-U-Boot-Flotte – weiter südlich befindet sich ein streng geheimes militärisches Raumfahrtzentrum (Plesetsk), da hat niemand etwas zu suchen, der keine Genehmigung der sowjetischen Behörden sowie des Armee-Geheimdienstes GRU (Codename: Militärabteilung 44388) mit dem „Kosmischen Aufklärungsdirektorat“ am Chodinsk-Flugplatz bei Moskau besitzt. Hier schickten die Sowjets ihre militärischen Cosmos-Satelliten hoch, die wegen ihrer niedrigen Umlaufbahnen oft nur zwei oder drei Wochen oben bleiben und deswegen fortlaufend brisante Raketenstarts hier stattfinden, die der nationalen Sicherheit dienen. Falls es je zu einem Krieg zwischen den Supermächten käme, würde der Abschuß der „Himmelsspione“ wohl zu den ersten Kampfmaßnahmen gehören, um den Feind blind zu machen, gleiches gilt natürlich für die Zerstörung der dahinterstehenden Infrastruktur wie die Startplätze. 

Und wie es der Zufall so will: Am 20. April 1978 durchdringt zunächst unbemerkt der KAL-Flug 902 auf dem Weg von Paris-Anchorage-Seoul unbemerkt den unsichtbaren Radarschirm der sowjetischen Flugsicherung und dringt 320 km weit in die Luftverteidigungszone des Sowjet-Territorium ein. Erst 18 Minuten nach Übertritt der Grenze reagiert die Luftverteidigung und schickt ein halbes Dutzend Suchoi Su-15-Abfangjäger des Kommandos „Protiwo Wosduschnoi Oboronij“ (PWO) unter Marschall Pawell Batizki auf das unbekannte Ziel los. Genau diese Zone wird von rund 10.000 SAM-Flugabwehr-Stellungen und mindestens 220 Abfangjägern gesichert – dieses Potential zeigt auf, dass dieses Gebiet nicht gerade ein vernachläßigter Hintergarten der Sowjets ist und eine Sicherheitszone Nr. 1 darstellt, da hat jeder die Finger davon zu lassen. Alle ungemeldeten Flugbewegungen in dieser Sicherheitszone sind damit reine Selbstmordkommandos. Kein vernünftiger Flieger käme auf die rational begründete Idee in diese Höllenzone einzufliegen – dennoch geschah es. Die Befehlswege der PWO sind zu lang, zudem sind einige Soldaten vor den Radarschirmen sinnlos besoffen, andere gleich erst gar nicht angetreten. Diensthabende Offiziere hatten sich aus Bequemlichkeit die Bedienung für ihre Kontrollinstrumente per illegale Fernleitung ins eigene Schlafzimmer ans Bett legen lassen – ja, dies war der sowjetische Alltag der zweitgrößten Militärmacht auf diesem Planeten! Moskau tobt und der Führungs-Offizier wird wegen mangelnder Pflichterfüllung an die Wand gestellt. Wie man ein Flugzeug abzufangen hat, das unautorisiert in einen überwachten nationalen Luftraum eindringt, ist seit Jahrzehnten im Detail und in internationalen Abkommen festgelegt: Der Abfangjäger nähert sich dem unbekannten Flugobjekt (sic!) zunächst von hinten, überholt es dann, bis er etwas links voraus fliegt. Dann „wackelt“ er mit den Flügeln – eine Geste, die ungefähr soviel wie „Achtung, ich übernehme das Kommando!“ bedeutet. Kinogänger für die Filme „Einsame Entscheidung“ oder „Air Force One“ kennen diese Prozedur, so dumm sind bestimmte Hollywood-Filme gar nicht angelegt. 

Back to reality: Antwortet die andere Maschinbe mit dem gleichen Manöver, fliegt der Abfangjäger voraus und weist den Weg – entweder zurück in den nicht gesperrten Luftraum oder zu einem Flugplatz, wo der Eindringling landen soll. Nachts ersetzen unregelmäßig aufblitzende Navigationslichter das Flügelwackeln. Jeder Zivilpilot ist darauf geschult! Doch was in der Theorie so klar ist, erweist sich in der Praxis als äußerst schwierig. Welcher Abfangjäger setzt sich schon vor ein „unbekanntes Flugobjekt“, sozusagen in bequeme Abschußposition, solange dessen Idenitität nicht hundertprozentig geklärt ist? Aus Vorsicht bleiben die Piloten lieber hinter dem Eindringling – der sie dann aber gar nicht sehen kann. Eine überaus brenzlige Situation für alle Beteiligten! Im Fall vom 20.4.78 liegen die Nerven blank, auf beiden Seiten. Die Sowjets eröffnen das Feuer auf das unbekannte Flugzeug, weil es sich nicht so verhält, wie man es von ihm erwartet. Eine typische UFO-Situation also. Was geschieht? Ein Abfangjäger ballert drauf los und zerfetzt die linke Boeing-Tragfläche sowie den Flugzeug-Rumpf in Höhe der Sitzreihen 23 und 24 – zwei Passagiere kostet es sofort das Leben! Der Navigator besitzt Nerven aus Stahl und reißt die Maschine aus zehn auf etwa ein Kilometer Höhe herunter und damit aus dem Erfassungskreis der Abfangjäger. Für sie ist das „UFO“ plötzlich verschwunden. KAL-Flug 902 rast nunmehr ohen Erfassung und Eskorte im Tiefflug über die Landschaft in Feindesland. Nach 90 Minuten landet die Maschine auf dem Eis, zwei zusätzliche Stunden später erst sind die Sowjets da. Dies war nicht die erste dramatische Situation jener Art. Bereits 1952 wurde eine DC-4 der Air France über Ostdeutschland von sowjetischen als UFO angeschossen, konnte aber in Berlin-Tempelhof notlanden. 1955 rasten zwei bulgarische MIG-15 einer Super-Constellation der „El Al“ entgegen – die Maschine war auf dem Weg von London nach Israel vom Kurs abgekommen und hatte die Grenze nach Bulgarien überflogen – die MIGs feuerten aus allen Rohren auf das ungemeldete Flugobjekt und alle 58 Menschen starben in mehreren Feuerbällen! 1969 verflog sich eine DC-8 der US-Seabord World Airlines nördlich der japanischen Insel Hokkaido und geriet vor sowjetische Abfangjäger, die im Alarmstart aufgestiegen waren, um einen unbekannten Eindringling abzufangen. Dieses Mal ging alles gut. 

Während eines Sandsturms 1973 in Nordafrika wagte der Pilot einer Boeing 727 der Libyan Arab Airlines den Start und verflog sich prompt über der Sinai-Halbinsel, die von Israel zum Kriegsgebiet erklärt worden war. Tel Aviv schickte sofort F4-E dem unbekannten Ziel entgegen, um es mit Warnschüssen zur Landung zu zwingen. Doch der Pilot reagierte falsch und deswegen schoßen ihn die Phantom-Piloten ab – von 166 Menschen überlebten nur acht! Zurück zum KAL-Flug 007. Shemya ist eine der am weitesten westlichen gelegenen Inseln der Alëuen – das unwirtliche Eiland wird zu einem erheblichen Teil von geduckten Baracken, von weißen, kugelförmigen Radardomen und langen Betonpisten bedeckt – Anlagen der US Air Force. Zur gleichen Zeit wie der südkoreanische Jumbo sich am Himmel befindet, ist auch eine RC-135 (S) des 6.Strategischen Aufklärungsgeschwaders der USAF in geheimdienstlicher Mission unterwegs, um die russischen Flugzeugbewegungen sowie ihren Funkverkehr zu verfolgen. Die Daten, welche hier aufgezeichnet werden, gehen sofort per Satellit (die zum Beispiel stationär in 22.000 Meilen Höhe über dem Indischen Ozean stationiert sind) zu großen „Antennenfarmen“ in den Bergen von West Virginia und von dort nach nach Fort Meade, Maryland, wo dann die National Security Agency (NSA) die Auswertung vornimmt. Das globale Kommunikationssystem (bestehend aus Satelliten, Horchposten, Computern und Scanner-Anlagen) der NSA ist für die US-Regierung das signifikanteste Mittel zur Nachrichtenaufbereitung und eine sehr effektive Quelle. Dort werteten bereits 1982 zwei Supercomputer vom Typ Cray I ununterbrochen Daten aus, die weltweit von insgesamt 4.120 NSA-Horchposten unabläßig übermittelt werden, Datenmengen die pro Tag auf 40 Tonnen Papier passen würden. So weiß man inzwischen, dass die NSA während des Falkland-Kriegs 1982 die argentinischen Verschlüsselungskodes knackte (dies ist ihre Hauptaufgabe, weswegen sie ein Heer von Mathematikern und Sprachwissenschaftlern beschäftigt) und den Engländer somit Angaben über argentinische Truppenbewegungen etc machen konnte. Ergänzt werden die gewonnen Daten durch Aufzeichnungen von Spionagesatelliten unter schiedlicher Typen, darunter übrigens auch mindestens zwei „Keyhole`s“ (Schlüßelloch), die geheimdienstliche Version des zivilen Astronomie-Weltraumteleskop „Hubble“ (übrigens setzte der NSA selbst keine Agenten ein, sondern bittet den CIA oder FBI um „Amtshilfe“ zwecks einen sogenannten „back bag“-Job, wenn er befürchtet mit einem fremden Code nicht klarzukommen, zu gut deutsche – die sollen den dann stehlen, der FBI im amerikanischen Inland, die CIA im Ausland). 

In der Operation „Cobra Dane“ sucht die US-Luftwaffe auch fortlaufend nach Lücken im sowjetischen Luftsicherungssystem, weswegen im Fernen Osten allein 47 Maschinen vom Typ RC-135 eingesetzt sind. Hierzu muß ausgeführt werden, dass die elektronische Aufklärung des Westen neben der puren Funkkommunikation auch die Erkundung gegnerischer Radaranlagen beinhaltet, was sich nicht mit einem rein passiven „Abhorchen“ bewerkstelligen läßt; denn es dreht sich darum, ihre Funktionsweise zu entschlüsseln, um darauf aufbauende Methoden zu ersinnen, die im Falle eines Angriffs die Unterfliegung des Radargürtels gestatten. Elektronische Aufklärungsflugzeuge müssen deshalb hin und wieder die gegnerischen Radarstationen „reizen“, einen Angriff simulieren, um dann in letzter Minute doch noch abzudrehen. Dabei werden nicht nur die Arbeitsfrequenzen der Radaranlagen bestimmt, sondern vor allem ihre Reaktionszeiten getestet. Natürlich werden hier auch alle Raketenstarts in der UdSSR verfolgt, allein schon einmal um auf eine Attacke reagieren zu können – und um abgestürztes Raketenmaterial wie z.B. Sprengköpfe etc im Ochotskischen Meer zwischen Sachalin und Kamtschatka bergen zu können, wozu sogar eine kleine Flotte amerikanischer Spezialschiffe auf dem Ozean unterwegs ist. Moon Dust läßt also grüßen! · Hier wird ein gefährliches Spiel betrieben, da gelegentlich von Amerikanern wie auch Sowjets an den jeweils anderen Hoheitsgrenzen gewagte Aufklärungs-Manöver geflogen werden, die in der Sprache der Militärs euphemistisch mit „Testen der gegnerischen Luftverteidigung“ umschrieben wird. Dabei dringen die Flugzeuge der jeweils anderen Feldpostnummer bewußt in den fremden Luftraum ein und rasen dann eilig wieder hinaus, immer in der Hoffnung, vielleicht eine Radarabdeckungs-Lücke zu finden, die natürlich militärisch interessant wäre. Hierzu hat man im Laufe der Zeit freilich alles mögliche Fluggerät eingesetzt, da die unterschiedlichen Typen unterschiedliche starke Radar-Echo-Querschnitte (Signaturen) erzeugen. So will jeder die Schwachstellen, die Sicherheitslücken, im Luftverteidigungssystem des Gegners entdecken. Jene Stellen, an denen dann im Erenstfall die eigenen Bomber am ehesten den fremden Verteidigungsring durchbrechen könnten. Allein bis 1983 gab man in Washington zu, wurden 900 sowjetische SAM-Luftabwehrraketen bei Grenzverletzung durch nicht gemeldete Flugobjekte nach ihnen abgeschossen, bisher kam es offiziell dabei aber zu keinem verzeichneten Schaden. Sie sehen: Tatsächlich wurde oftmals genug das russische Raketenfeuer auf UFOs eröffnet. Auch in der Nacht des Dramas war eine nicht angemeldete RC-135 im Einsatz und kreiste wie ein mon ströser Geier seine Runden über dem Nordpazifik. Weder die Russen, noch die Verantwortlichen in Anchorage und Tokyo wissen etwas von diesen Einsätzen. 

Die Crew der RC-135 schweigt und lauscht wie immer. Da passiert es, der Jumbo des KAL-Fluges 007 überquert die gleiche Region und Kapitän Chun Byung-in ahnt nichts davon, das er einen heimlich-unheimlichen Begleiter hat. Die Sowjets sind verwirrt und schlagen Alarm, weil sie mit einer solchen Provokation nicht rechneten. Das Radar der Luftraumüberwachung in Kamtschtka registriert das „Ziel 6065“ über dem Beringmeer und vergibt hierfür die Klassifizierung ID 81, was für „unbekanntes Flug-Objekt“ bei den Sowjets steht, auch wenn sie vermuten, dass dies mal wieder eine KC-135 ist, die aber unbeirrt Richtung Sowjetunion fliegt. Man überprüft bei der zivilen sowjetischen Luftüberwachung das Signal und bekommt bestätigt: Keine Passagiermaschine ist soweit ab von allen normalen Flugrouten gemeldet worden! KAL 007 hatte sich selbstständig gemacht und flog ungemeldet einen strikten Kurs durch sowjetischen Hochsicherheitsluftraum, mehr als sträflich! Freilich ist nun am Boden der Teufel los, auf Kamtschatka* stehen geheime Radarinstallatinen, in Petropawlowsk sind Raketen und rund 90 Atom-U-Boote der 7.Sowjetflotte stationiert, auf der Basis Elizovo Abfangjäger. Im Ochotskischen Meer tauchen sowjetische Atom-U-Boote mit ICBM´s! Im weiteren sind in der Zone 23 Divisionen mit rund eine Viertelmillionen Soldaten stationiert! MIGs und Suchois steigen auf in den Nachthimmel, um sich dem Eindringling zu stellen, von dem man vermutet, es seit eine amerikanische Aufklärungsmaschine. Doch ein mit 800 km/ fliegendes Ziel in zehn Kilometern Höhe ist auch für sie nur schwer zu erreichen – zumal die Vorwarnzeit extrem kurz gewesen ist. Um 5:37 h spitzt sich die Lage zu, das UFO-Ziel 6065 verschwindet plötzlich vom Radarschirm – Aussetzer dieser Art können bei Radargeräten immer mal wieder vorkommen, doch zwingt das Verlöschen des Blips die Bodenstation in Elizovo zu einer unangenehmen Entscheidung. Die Abfangjäger rasen „blind“ in die Höhe, auf ihren Bordradars können sie von dem Eindringling noch nichts ausmachen, zu sehen ist in der Dunkelheit erst recht nichts. Alle sind „blind“ und wissen nur um ein ID 81 in ihrem Luftraum, von dem man nichts genaues weiß und schon gar nicht seinen wirklichen Auftrag kennt. Erst um 5:46 h nimmt das Boden-Radar das Ziel wieder wahr, welches immer noch seinen Kurs beibehält. Die Abfangjäger hatten sich verflogen und mußten neu eingewiesen werden. Währenddessen fliegt die KAL 007 seelenruhig über die mit Militärbassen gespickte Halbinsel hinweg. Um 6:10 h verläßt der ID 81 unbehelligt den sowjetischen Luftraum und rast über das Ochotskische Meer davon. Seit 1945 ist kein fremder Eindringling so lange, so relativ dicht und so unverfroren über Rußlands Fernen Osten gerast, eine schwere Schmach für die Luftverteidigung. Derweilen ahnt Kapitän Chun von all dem nichts und langweilt sich in seinem Pilotensessel. Derweilen rasen hinter ihm wütend gewordene Mücken in Form von Abfangjägern heran. Gefährlich spitzte sich die Situation zudem zu, weil die KAL 007 nur einen Radarblip auf dem Schirm der Luftverteidigung erzeugt, aber keinerlei Transponder-Identifizierungs-Signal oder irgenden anderen SSR-Code anzeigt, so wußte niemand etwas über die Natur des fremden Eindringlings, dessen Kurs bis nach Wladiwostok führen könnte, wenn man die bisherige Wegstrecke interpoliert. Kamtschatka alarmiert die Militärs auf der Insel Sachalin über den nun auf sie zukommenden Eindringling, der jetzt wieder auf Sowjetkurs ist. 

Zwei Jagdflugzeuge werden warmgemacht, Ziel 6065 wird nun als amerikanische RC-135 definiert, klipp und klar – etwas anderes konnte es ja gar nicht sein. Eine Su-15 fliegt dann eine Kurve und setzt sich hinter „Ziel 6065″, nach links versetzt – aus Angst, der Unbekannte könnte Kanonen im Heck haben. Am Himmel ist nur ein Schemen für den Kampfpiloten auszumachen. Aus der später aufgefundenen Black-Box-Aufzeichnung wird klar, dass die Piloten der KAL 007 überhaupt keine Ahnung hatten, in welch gefährlicher Lage sie sich inzwischen befanden und wie weit sie vom ursprünglichen Kurs abgekommen waren. Sie hatten auch Fehler genug gemacht, weil sie sich zusehr auf ihre Praxis des Alltags verlassen haben und auch Instrumentenanzeigen mißachteten, zudem gab es eine völlig geschloßene niedrige Wolkendecke, über der sie flogen und somit keine Sicht zum Boden hatten, wodurch sie leicht festgestellt hätten, dass sie sich über Festland befanden und nicht, wie angenommen, über dem Meer entlang der sowjetischen Grenze. General Kornukow gibt den entscheidenden Befehl: Der Eindringling hat die Staatsgrenze im gebiet von Kamtschatka verletzt! Ziel zerstören! Es ist ein reales Ziel!“ Was darauf auch hinweist, dass das Problem von falschen Zielen, Geister-Echos, durchaus ein Problem für Luftverteidigungs-Einheiten ist. Der sowjetische Abfangjäger ist nun eine entsicherte Waffe. Der Pilot kann wegen Wolken das vor ihn dahinziehende schemenhafte Objekt nicht klar erkennen. Er sieht nur blitzende Lichter, regelmäßig aufleuchtende weiße, rote und grüne Lichter – wie ein Weihnachtsbaum. Der Abfangjäger schaltet sein IFF-gerät ein, also die Freund-Feind-Identifizierung, auf die nur eigene Maschinen reagieren, um zu verhindern, dass versehentlich eine eigene Maschine abgeschossen wird, was auch beinahe einmal kurz zuvor in ähnlicher Situation geschehen wäre und was zusätzlich die aktuelle Situation verschärfte. Ziel 6065 reagiert darauf nicht. Man war sich inzwischen nicht mehr sicher, dass dies eine RC-135 ist, sondern vielleicht „ein Gott weiß was“. Die Su-15 feuert von hinten eine Salve vor das Ziel – dummer Weise keine Leuchtspurmunition, um damit Aufmerksamkeit zu erregen. KAL 007 fliegt mit Autopilot seinen Kurs und hält inzwischen Kontakt mit Tokyo, wo man von der verhängnisvollen Lage nichts mitbekommt und KAL gerade anweist, einen neuen Flugkorridor zu nehmen, wozu eine neue Höhe einzunehmen ist und die Geschwindigkeit zu erhöhen ist – was für die Kampfflieger wie ein Ausweich- und Fluchtmanöver ausschaut, was freilich nicht geeignet ist, um die provokante Situation zu entspannen. Um 6:25 h werden zwei Flugabwehrraketen von der Su-15 auf das fremde und immer noch nicht erkannte Flugobjekt abgefeuert, jetzt ist alles zu spät. Eine der beiden Raketen versagt, aber die andere trifft – 90 Sekunden bevor die KAL 007 wieder internationalen Luftraum erreicht hätte. Erst jetzt kommt es den zivilen Luftüberwachungs-Einrichtungen ziemlich komisch vor, wie sich KAL 007 bewegt hatte, doch jetzt ist es zu spät. Weder Anchorage, Honolulu, Tokyo und die Sowjets in Chabarowsk blickten durch und erst als die vorgeplante Landung in Seoul nicht erfolgt, geht eine „Distress Message“ hinaus, welches die See- und Luftrettungs-Koorindations-Zentren aufschreckt. Bis 8:30 h sucht man aber entlang der üblichen Flugroute, findet aber nichts, erst jetzt wird überdeutlich, dass die KAL 007 einen ganz anderen Kurs flog. Und jetzt erst wird auch klar, um was es sich bei dem unbekannten Flug-Objekt bei Sachalin handelte, welches die sowjetischen Militärs so in Aufregung versetzte. 

KA_Flight_007Der Rest des Dramas vom frühen Morgen des 1. September 1983 braucht man sich nicht weiter auszumalen, es ist bekannt. Die vollständige Hintergrund-Geschichte zum Drama KAL 007 lesen Sie bitte im GEO Nr.1 /1998 nach, aus welchem wir obigen Bericht kurz zusammenpackten. Der tragische Vorfall hat uns viel über die Zusammenhänge im Einzelfall aufgezeigt, aber darüber hinaus ist er uns auch ein Lehrbeispiel über die geo-taktischen sowie militär-politischen Winkelzüge und dunklen Seiten militärischer Luftraumüberwachung und den damit verbundenen Problemen, auch in bezug auf unser Themengebiet, der UFO-Problematik bei vorgeblichen Radarbeobachtungen ungewöhnlicher und unidentifizierter Ziele in geo-politisch besonders sensiblen Gegenden unseres Erdballs. Wir haben auch gesehen, wie komplex das Thema UFOs auf Radar ist und es immer wieder notwendig ist gerade auch in dieser Grau-Zone zunächst einmal nach natürlichen, irdischen Umständen zu suchen. *= Kamtschatka (oder auch Kamchatka gesprochen) ist nicht ganz unbekannt in der ufologischen Literatur: Immer wieder findet man Querverweise auf sowjetische UFO-Sichtungen. Nehmen wir den Kamchatka-Zwischenfall vom 25. Juli 1957. Berichtet wird, dass die Luftverteidigungs-Einheiten das Feuer aus ihren Anti-Flugzeug-Kanonen auf eine Flotte sich schnell bewegender UFOs eröffneten. Dieser Fall wurde im Westen breit verwendet und fand sogar als Fallbeispiel Zugang in einem Buch der US-Luftwaffen-Akademie. Der Sommer 1957 war jedoch gekennzeichnet von den ersten Flugtests der russischen, ballistischen SS-6-Interkontinental-Raketen (ICBMs) vom Tyuratam-Raketenzentrum im Osten der Aral-See. Es ist bekannt, dass die Flugbahnen gegen die Hamchatka-Halbinsel gerichtete waren und die Gefechtsköpfe im Pazifik vor der Küste abgesprengt wurden. Eine große Raketenverfolgungs-Anlage wurde deshalb in Petropavlovsk ausgebaut. Die Entfernung zu Tyuratam beträgt 4.100 Meilen. Erste Startversuche wurden, wie längst bekannt geworden ist, Mitte Juni 1957 durchgeführt, dabei gab es einige Versager. 

Erst am 17. August war Moskau bereit anzukündigen,dass der erste erfolgreiche ICBM-Test gelungen sei. Eine glaubwürdige Hypothese für die Kamchatka-UFOs ist, dass sie durch den Wiedereintritt einer der getesteten Kampfköpfe und begleitende Raketenstufen-Fragmente hervorgerufen wurden. Die Zeugen waren an der richtigen Stelle, um solch eine Erscheinung in diesem Sommer beobachten zu können. Trotz dem Mangel einer offiziellen Aufzeichnung von einem solchen Test für den 25.Juli (geht man davon aus, dass das Datum zumindest korrekt ist), ist bisher eine positive Identifizierung ausgeblieben. Die sowjetischen Aufzeichnungen kommen erst nach und nach ans Tageslicht der Öffentlichkeit. Können wir unter diesen Begleitumständen der Historie den Kamchatka-Vorfall wirklich als ein „reales UFO-Ereignis“ bezeichnen? 

Star Wars: Reagan-Gorbatschow 

Der Kalte Krieg wurde in der Ära 1981-1988 nochmals besonders „heiß“. US-Präsident Ronald Reagan war ein besonderer Patriot, ein waschechter Konservativer. Ein ehemaliger Hollywoodstar aus der B-Picture-Reihe herrschte nun im White House. Reagan gab der USA das Gefühl zurück eine wirklich große Nation zu sein, man war wieder stolz Amerikaner zu sein. Das Land bekam den Status zurück, der ihm gebührte. Persönlich strahlte er eine Wärme aus, die die Massen für ihn einnahm. Der überzeugte Anti-Kommunist war der Meinung, dass die USA der Sowjetunion militärisch hinterherhinkten, so nahm die Wettrüstung eine weitere Drehung in der Hochrüstungs-Spirale. Reagan sprach vor der UNO am 8.März 1983 betreffs der UdSSR vom „Reich des Bösen“ vor dem man seine Augen nicht verschließen darf. Tatsächlich schien in diesen ersten Jahren der Reagan-Administration die Macht Moskaus einen Höhepunkt erreicht zu haben. Verteidigungs-Minister Caspar Weinberger vertrat die Meinung, dass der Kreml die Absicht hatte die Weltherrschaft zu übernehmen, daraus wurde eine neue Doktrin. Seine außenpolitischen Aktionen und das militärische Gehabe ließen nur diesen einen Schluß zu. Russland war zwar als erste Nation in den Weltraum vorgestoßen, doch tief im inneren der militärischen Führung saß die Furcht vor der technologischen Überlegenheit der Amerikaner. Das militärische Leistungsvermögen in dieser Zeit wurde erstmals von Computern gewährleistet. In Amerika aber konnte bereits ein dreijähriges Kind mit Computern umgehen während der sowjetische Stabschef eingestand es würde Jahre dauern bis man sowjetische Rekruten den Umgang mit Computern beibringen könnte – es herrschte also eine große Angst vor dem Computerzeitalter im Osten vor. 

Hinzu kam der Umstand, dass die alternden Kreml-Herrscher nicht flexibel genug waren um auf die neue Herausforderung und damit verbundene neue Periode einzugehen. Sie bürteten stattdessen ihrem Volk weiterhin auf die erdrückenden Kosten einer Supermacht auf sich zu nehmen, weil sie das politische Machtpotential durch die militärische Stärke nicht aus der Hand geben und weiterhin kontrollieren wollten. Weiterhin bedeutete dies für den Mann auf der Strasse Ärmlichkeit und Mangelwirtschaft im Alltagsleben. Der Lebensstandard war einfach weiterhin schlecht, die Menschen selbst in Moskau schleppten sich von einem Zahltag zum anderen durch. Breschnew brachte 1978 Michail Gorbatschow als neues Gesicht im Politbüro des ZK der KPdSU ein um eine radikale Landwirtschaftsreform durchzuführen, da nach wie vor die von Stalin brutal eingeführte Kollektivierung des Ackerlands erhebliche Mängel aufwies und die erstrebten Ernteerträge nie erreicht wurden, weil das damit verbundene und seit Jahrzehnten erhaltene System der Landwirtschaft völlig unergiebig und unwirtschaftlich war. Als Ronald Sagdejew zum Direktor des Sowjetischen Instituts für Weltraumforschung berufen wurde (welches die Raketenstarts vorbereitete) oblag es ihm als oberste Pflicht zur Erntezeit ein Heer von Arbeitskräften für die kollektive Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Erst danach konnte man sich wieder zwecks dem nächsten Raketenstart oder Weltraumprojekt Gedanken machen. Und so ging es im ganzen Reich des Russischen Bären. Gorbatschow gesteht heute ein, dass das System damals kurz vor dem Zusammenbruch stand. Die Menschen plagten sich ab und ihre Arbeit verschaffte ihnen weder Befriedigung und ließ sie ihnen Raum für eigene Initiativen. Zudem konnte sich niemand frei äußern. In dieser Zeit galt der 75jährige Reagan unverhohlen als „Kriegstreiber“, der den Finger am Atomknopf hatte. 

Bereits seit langem reichten die atomaren Arsenale beider Großmächte zur mehrfachen Vernichtung der Erde aus und beide Seiten übten neuen Druck aus indem sie immer neuere Raketenwaffen-Systeme einführten – immer schlagkräftiger und weitaus zielgenauer als das was man zuvor schon hatte. Wahnsinn. Das neuerliche Wettrüsten und Reagans antisowjetische Rhetorik löste eine neue Protestwelle der Atomwaffen-Gegner, eine neue Friedensbewegung entstand im Westen Europas. Reagan selbst sah dem Konzept der atomaren Abschreckung mit Abscheu entgegen und verglich die groteske Situation mit zwei Gegnern, die sich mit gespannten Pistolen am Kopf gegenüberstanden. Fortschritte in der Computer- und Laser-Technologie versprachen Reagan (und wie er glaubte, der ganzen Welt) einen Ausweg aus dem atomaren Dilemma! Eifrig wurde die Arbeit an einem neuen, revolutionären Verteidigungs-System fortgesetzt. Verbunden waren damit Aufwendungen die sich mit der Bedeutung des Apollo-Programms der 60er und frühen 70er Jahre vergleichen ließen. Im Oval Office sprach am 23.März 1983 Reagan an die Welt: „Was wäre, wenn freie Menschen in der beruhigenden Gewißheit leben könnten, dass ihre Sicherheit nicht länger von der Drohung eines unmittelbaren amerikanischen Vergeltungsschlages auf einen sowjetischen Angriff abhing? Wenn wir ballistische Raketen schon im Angriffsflug abfangen und zerstören könnten noch bevor sie unser Territorium oder das unserer Alliierten erreichten? Ich weiß, dass ist eine schwierige technische Aufgabe, eine die vielleicht nicht vor dem Ende unseres Jahrhunderts zu bewältigen ist. Ich fordere die Wissenschaft unserer Landes auf, dass diejenigen die unsere Atomwaffen geschaffen haben ihre großartigen Fähigkeiten in den Dienst der Menschheit und des Weltfrieden zu stellen, um diese Atomwaffen wirkungslos und überflüssig zu machen.“ Präsident Reagan gab damit offiziell grünes Licht für ein Waffensystem, welches dem Weltraumzeitalter angemessen war. Sein Name war Strategische Verteidigungs-Initiative (SDI) und damit war das Star Wars-Programm verbunden (der Name entstammte tatsächlich dem gleichnamigen Film). Dieses wurde von Anfang an als zu blauäugig, zu kostspielig und zu hochtechnisiert kritisiert. Dennoch legte sich die amerikanische Nation ins Zeug, um der atomaren Drohung ein Ende zu setzen. Mittels im Weltraum stationierter Abwehrwaffen bis hin zu Lasergeschützen sollte Reagans Plan umgesetzt werden – und dies löste in Russland einen Schock aus, weil die Gefahren durch eine Militarisierung des Weltraums unendlich wurden. Das Gleichgewicht der Kräfte wurde für die sowjetische Seite nun verlagert, eindeutig hin zu Gunsten Amerikas. Das bedeutete für den Kreml, er müßte neue gewaltige Finanzmittel aufbringen und das eine neue Phase des Wettrüstens einsetzt. Doch viele Leute im Westen nannten dies ebenso „Reagans teure Verrücktheit, der Himmel ist ein Wunder und kein Kriegsschauplatz“. Die reale Durchsetzung des SDI-Programms würde zudem empfindliche Einschnitte ins Sozialsystem des Westens mit sich bringen. Und selbst der engste US-Verbündete, England, ging auf Distanz und konnte sich keineswegs an Reagans Ideen erwärmen, hier blieb Margaret Thatcher tatsächlich die „Eiserne Lady“. 

Im November 1982 war Leonid Breschnew gestorben, sein Nachfolger war der Greis Jury Andropow (der ehemalige KGB-Chef), der von SDI und Reagans Reden besorgt war und voller Argwohn eine weltweite Alarmbereitschaft ausrief. Man hatte Angst, dass der Westen einen Krieg vorbereite und deswegen wurden alle KGB-Agenten im Ausland mobilisiert um auf jeden Aspekt des Lebens im Westen ein waches Auge zu werfen. Man überwachte das Bankensystem, Krankenhäuser und sogar Strassenbau-Projekte um zu sehen, ob man sich heimlich im westlichen System auf einen Kriegszustand vorbereitet bzw umzustellen. Die Folge: Die Amerikaner erhöhten die Zahl ihrer Spionageflüge entlang sensibler Abschnitte an den weitläufigen Grenzen der Sopwjetunion. Flugzeuge, vollgepackt mit elektronischen Aufklärungsgeräten, sahen dabei häufig aus wie Verkehrsmaschinen und flogen häufig nahe an den Zivilflugrouten. Oberst Gennadij Ossipowitsch gestand später als Pilot der sowjetischen Luftwaffe ein, dass aufgrund dieser Herausforderung wesentlich mehr Aufklärungseinsätze durch die Migs geflogen wurden, weil durch immer mehr Spionageflüge Provokationen aufkamen. Es gab einen ständigen Spannungszustand, dem schließlich der südkoreanische Flug KAL 007 zum Opfer fiel. Die Maschine wich zum Zwecke des Treibstoffsparens vom regulären Kurs ab, geriet in den sowjetischen Luftraum in sensiblen Gebiet und wurde schließlich abgeschossen… US-Außenminister George Shultz sprach von einer „abscheulichen Tat, für die es keine Entschuldigung geben kann“. Das russische Außenministerium gestand „einen unglücklichen Zwischenfall“ zu und wehrte jeden Vorwurf „einer vorsätzlichen Aktion“ ab. Mehr war nicht drin, weil das Politbüro und auch nicht das Militär sich schwer taten einen Fehler einzugestehen, weil man sich dadurch dann eines weiteren Prestigeverlusts ausgesetzt sähe. Die Folge: In Ost und West griffen Krisenstimmungen um sich. Die Rüstungskontrollgespräche wurden abgebrochen, den sowjetischen SS-20-Raketen im Osten wurden in Westeuropa die Cruise Missiles, Marschflugkörper wie die Pershing II, entgegengesetzt. Die alten Männer im Kreml befürchteten, dass ein nuklarer Angriff bald bevorstehen würde. 

Doppelagenten machten dem Westen klar, welche Befürchtungen man am Roten Platz hatte, aber man konnte sich dort nicht vorstellen, dass die Leute im Politbüro „etwas derart unmöglich annehmen“ konnten. Man sprach und handelte als Mentalitätsproblem aneinander vorbei und schaukelte eine Gefahrensituation auf, die niemand wollte, die sich aber dennoch entwickelte. Reagan versuchte Andropow (und die westlichen Verbündeten) zu beruhigen und hielt am 16. Januar 1984 eine entsprechende Rede. Im weiteren suchte er Rat bei der Schriftstellerin Suzanne Massie, eine populäre Russlandexpertin, um die Psychologie der Russen besser verstehen zu lernen, da er bisher noch mit keinem Russen zu tun bekommen hatte und noch nie in Russland war. Mit wem hätte Reagan im Kreml auch sprechen sollen? Im Februar 1984 starb Andropow und wurde von einem gebrechlichen, alten Konstantin Chernenkow abgelöst. Man suchte nach zukunftsfähigen jüngeren Leuten im Umfeld der Mächtigen und dabei fiel Gorbatschow auf, sodass man ihn zu einem Besuch nach London einlud, um ins Gespräch zu kommen. Gorbatschow hatte seine Frau mitgebracht, wodurch vielen dämmerte, dass dies ein völlig neuer „Russe“ war, der einfach anders war, da die Begleitung der Ehefrau bei Auslandsreisen von hohen UdSSR-Politikern nicht üblich war. Im März 1985 stirbt Chernenkow und die führenden Politiker der Welt bekommen in Moskau die Gelegenheit den neuen Kreml-Chef in Augenschein zu nehmen, es ist… Michail Gorbatschow. George Bush, US-Vizepräsident der USA, leitete die amerikanische Delegation. Es wurde klar, dieser neue sowjetische Parteichef war wie keiner vor ihm. Auch die Sowjetbürger merkten den Unterschied, viele freuten sich auf diesen engergischen Mann, mancher sah ihn als einen „Messias“ an, der einen Wandel herbeiführt. 

Michail Gorbatschow sollte später den Zustand der sowjetischen Gesellschaft bei seinem Machtantritt so beschreiben: „Der Zustand der Sowjetunion und ihrer Gesellschaft läßt sich so zusammenfassen: So können wir nicht weitermachen. Das traf auf alles zu; die Wirtschaft stagniert, die Waren waren mangelhaft, es mangelte an allem.“ Gorbatschow hatte eine kranke Supermacht übernommen, die vor dem sozialen Supergau stand, das System war korrupt und der Alkoholimus trieb das Land dem Untergang entgegen. Gorbatschow wollte das Ruder herumreißen und er rief zu Kur: Perestroika (wirtschaftlicher Umbau) und Glasnost (Offenheit und Ehrlichkeit in der Politik). Die Folge: Die Spannungen wurden abgebaut und die gigantischen Summen für die Rüstung, die nicht mehr bezahlbar war an diesem Punkt, sollten dem Land innenpolitisch zufliessen. In Washington mußte Reagan zahlreiche Bedenken ausräumen bis er selbst dem neuen, vielversprechenden Mann persönlich gegenübertreten konnte. SDI und Star Wars gehörten alsbald der Vergangenheit an und der Eiserne Zaun fiel, das kommunistische Reich zerbrach, der Warschauer Pakt löste sich auf. Unterstützung fand Reagan in der „Eisernen Lady“ aus London, die ihm sagte, dass „wir mit Gorbatschow klarkommen können“. Im November 1985 schon gab es das erste Gipfeltreffen der Supermächte seit sechs Jahren. Das gerade Reagan als „Cowboy-Figur“ dem Erzrivalen aus Moskau die Hand reichte, war erstaunlich genug und er tat dies als Patriot für sein Land, aber auch aus der Überzeugung heraus, dass dieser Schritt notwendig war. 

Die beiden mächtigsten Männer der Welt setzten sich sofort zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammen. Der Protokollbeamte staunte nur. Dennoch, die Strategische Verteidigungs-Initiative ließ sich Reagan noch nicht nehmen und auch das Ende des Wettrüstens war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekommen. Nur der Dialog war in Gang gekommen. Ein Jahr der Ära Gorbatschow verging und der Kalte Krieg dauerte noch an. Ein zweites Gipfeltreffen wurde mehrfach vertagt. Und es drehte sich der Wind, nun nannten die Sowjets die USA „das Reich des Bösen“. Die Sowjets sahen sich genötigt die Streifenfahrten auf hoher See ihrer Marine zu verdoppeln. Ständig hielt sich ein Großteil der Atom-U-Boote vor den Küsten Englands und der USA auf. Desto mehr Gegenaktionen gab es aber auch auf westlicher Seite. Es gab teilweise gefährlich nahe Begegnungen in dieser Konzentration von A-Waffenträgern. Dann im März 1986 die Katastrophe in der Ukraine, als ein Atomkraft seinen Gau erlebte und die Tücken des Sowjet-Systems im sorglosen Umgang mit Radioaktivität offenbar wurden. Gorbatschow sah, das auch ohne Atombomben die Nuklearkraft die Menschheit vernichten konnte. Als es Ende 1986 zur nächsten Gipfelkonferenz auf Island kam war Gorbatschow weitaus ernster an die Sache gegangen und wollte nicht nur Entspannung zwischen den Mächten herbeiführen, sondern auch zur Abrüstung aktiv beitragen. Außerdem brauchte Gorbatschow das Geld aus der Hochrüstung viel dringender für seine Innenpolitik, die aus Geldmangel ins stocken gelangte. Gorbatschow ging zur Überraschung seiner eigenen Delegation bei Reagan sehr weit und bot die Null-Lösung an, die vollkommene Abschaffung aller Atomraketen, wenn die amerikanische SDI-Forschung nur aufs Labor beschränkt bleibt. Doch dies wollte Reagan nicht, schließlich war diese immens teure Forschung auch eine Kurbel für die US-Wirtschaft. Gorbatschow aber wollte sich nicht davon abbringen lassen, dass das atomare Wettrüsten nicht in den Weltraum geführt werden darf. Die Starrsinigkeit der Reagan-Administration sorgte dafür, dass die bisher einzigste Chance im Kalten Krieg vertan wurde. Dann landete die Cessna von Matthias Rust auf dem Roten Platz, in der Zeit vor Gorbatschow wäre Rust an die Wand gestellt worden aber nun zeigte sich der Wandel. Rust kam frei und einige lästige Mitglieder des sowjetischen Oberkommandos wurden entlassen. Die Medien, Faxgeräte und Computer führten zur Öffnung der Sowjetunion zur großen Welt. Die „good will games“ als alternative Olympiade in Moskau, 1986, veränderten viel. Das Sowjet-Fernsehen veränderte sein Gesicht und wagte am 31.März 1987 ein Live-Interview mit Frau Thatcher, soetwas hatte es nie zuvor gegeben. Die Popkultur bekam ihren Freiraum und eine ganz neue Art von jungen Menschen erlebte das System, Glasnost wirkte. Über den sowjetischen Menschen brach eine Welle von erschütternden Veränderungen herein, die Lebensbedingungen wurden nicht besser, eher schlechter. Die Reform der Partei, die Reform des Systems stand an. Reform als Fortschritt. Das Volk hatte plötzlich keine Angst mehr offen zu reden und zu handeln. Gorbatschow wollte das Volk „frei atmen“ lassen. Im Dezember 1987 war Reagan immer noch in seinen Träumen verfallen. Am 8.Dezember 1987 kam Gorbatschow zum ersten Besuch nach Washington, DC. Diese Visite wurde im Sowjetfernsehen live übertragen, was ihm ungeheuren Prestigegewinn einbrachte. Die scheintoden alten Männer des Kreml waren endgültig Vergangenheit. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser wurde zum Stichwort für die neue Ära. Das Treffen war der Anfang des Kalten Kriges. Eine ganze Kategorie atomarer Waffensysteme wurde abgeschafft. Die Cruise Missiles wurden eingestampft, die SS-20 wurden verschrottet. Inspektorenteams beider Seiten überwachten dies jeweils. 1988 besuchte Reagan erstmals den Kreml und fühlte sich nicht mehr im „Reich des Bösen“. Unter der Führung Gorbatschows hatte sich 1988 die Sowjetunion zu einem ganz anderen Land gewandelt…

Zurück zu unserer eigentlichen Geschichte in Sachen CIA. Nach diesem Ausflug kehren wir nun wieder zum Thema UFOs und der CIA zurück. Für Brig.Gen. Ronald Sconyers im Pentagon, Sprecher für die US Air Force, war die Affäre schon etwas peinlich, als er jetzt von den Medien darauf angesprochen wurde und er muß sich richtiggehend gewunden haben, als er zur Haines-Studie nun befragt worden ist. „Ich kann weder bestätigen noch leugnen, das wir bei UFO-Sichtungen logen. Sicher ist jedoch, das amerikanische Bürger US-Spionageflugzeuge im Einsatz sahen und dies nicht wußten.“ Damit gibt er doch halbwegs zu, dass die amerikansichen Bürger auch nach ihren Meldungen von derartigen „UFOs“ aus sicherheitstaktischen Überlegungen im Unklaren gelassen wurden. Erst wieder in den 70er und 80er Jahren wuchs das CIA-Interesse am Thema wieder, da man feststellte, dass „die Sowjets bzw der KGB US-Bürger und UFO-Gruppen dazu benutzte, um Informationen über sensitive US-Waffen-Entwicklungsprogramme“, wie über das Tarnkappen-Projekt, zu beschaffen, tatsächlich soll es bei UFO-Gruppen dann auch eine Art „Informations-Korridor“ gegeben haben. Hierzu gab es dann tatsächlich auch ein „Gegenspionage-Bemühen, um die Sowjets zu verwirren“, führte Haines nun extra aus. Für diese Zwecke schob man über den FBI den betroffenen Leuten falsches Material zu, aber dies „passierte nur ein paar Mal“, nachdem jene Leute von sich aus zu Auffälligkeiten Anlaß gaben. Dies ist uns zumindest in Anbetracht der Area 51-Hysterie in den letzten Jahren verständlich nachzuvollziehen, aber sie ist auch nur ein Endprodukt einer lange geschürten ufologischen Demagogie. 

Der psychologische Hintergrund ist klar: Abertausende UFO-Sichtungsberichte und Unmengen von angehäuftem Material, dennoch kann man immer noch keinen UFO-Untertassen-Beweis in Form eines außerirdischen Raumschifss vorlegen, sodass dieses herbeigeredete „Faktum“ endlich in die Geschichtsbücher eingehen kann. Der Glaube allein, dass dem so sein könnte, ist noch lange kein wissenschaftlicher Beweis. Uns scheint es überdeutlich das einige Hardcore-UFOlogen deswegen in Frustration verfielen, weil sie selbst nicht weiterkamen – trotzdem sie überall jedem versprechen, dass die Beweise in ihren Büchern zu finden seien. Weil sie am ureigenen UFO-Konzept scheiderten, richteten sie ihre Aufmerksamkeit (und die der sie wie Paparazzi verfolgenden Öffentlichkeit) gelenkt auf die Regierungen und ihre Strukturen. So warfen sie den Oberen vor, alles zu kontrollieren und ganz geheim zu wissen, was wirklich in Sachen UFOs läuft (nämlich das, was die UFOlogen sich vom Phänomen erträumen und was sie selbst nicht definitiv belegen können). Natürlich streiten dies die Behörden immer wieder ab, was wiederum dazu führt, dass die gescheiterten UFO-Enthusiasten in ihrer paranoiden Vorstellung bestätigt werden, dass es sich dabei um eine massive Verschleierung der ufologischen Tatsachen handelt. Der CIA steht dabei freilich an höchster Stelle der internen ufologischen Punktewertung in der Schuldzuweisung nach außen. Wenn der CIA nicht mehr weiter weiß… Verblüffend dagegen ist eine andere Tatsache. Wenn man die Spekulation aufstellt, dass das ganz große UFO-Geheimnis (eben das sie außerirdische Raumschiffe sind) durch verdeckte Aktivitäten der CIA bewahrt werden soll und man in einem kleinen Geheimdienstkreis der Amerikaner diese Wahrheit kennt, dann ist es schon verwunderlich zu erfahren, dass genau dieser Geheimdienst CIA wegen UFOs einmal in Bedrängnis kam. Hätten Sie jemals gedacht, dass der Geheimdienst CIA in der Klemme sitzt und dann ausgerechnet einen Pro-UFOlogen um Rat nachsucht? In Amerika macht nun ein besonderer Skandal die Runde: Dr. Bruce Maccabee vom FUFOR und Unterstützer vieler zweifelhafter UFO-Fotos diente dem CIA als „UFO-Berater“ – und: er gibt es zu! Zum ersten Mal erfuhren wir von diesem Ding durch die September 1993-Ausgabe von Phil Klass Skeptics UFO Newsletter/SUN Nr.23: „Berühmter UFOloge gesteht, UFO-Vorträge beim CIA gehalten zu haben.“ 

Ausgerechnet einer der bekanntesten und angesehensten Führer der UFO-Bewegung, Dr. Bruce S. Maccabee, der der US-Regierung vorwirft zusammen mit der Central Intelligence Agency (CIA) eine Vertuschung von UFO-Informationen zu betreiben, lag mit dem Geheimdienst im Bett und wurde dabei erwischt wie er fremdging! In der von Paranoia durchsetzten amerikanischen UFOlogie muß dies ein Schlag gewesen sei, so als wenn eine Atombombe hochginge. Seit Keyhoes Zeiten munkelt man ja schon davon, dass die Geheimdienste im geheimen auch die UFO-Organisationen unterwandern, a. um sie zu durchleuchten und um b. sie lächerlich machen zu können, wenn es an der Zeit ist. Nun stellte sich heraus, dass der Zug einmal mehr in die gänzlich andere Richtung fährt. Maccabee hatte von Anfang 1979 bis zum 28. Mai 1993 mehrmals informell bei sogenannten „brown-bag-lunches“ mit interessierten CIA-Leuten vorgesprochen und über den Stand der UFO-Forschung berichtet. Die erste Einladung kam von Dr. Christopher C. Green, damals Mitglied im CIA-Direktorium für Wissenschaft und Technologie, heute Repräsentant von General Motors in dessen Biomedical Sciences Dept. 

Die aktuelleren UFO-Vorträge beim CIA wurden von Green-Nachfolger Dr. Roland (Ron) Pandolfi arrangiert, der als Physiker beim selben Direktorium angestellt und ein persönlicher Freund von Maccabee ist. Maccabees CIA-Verbindung wurde in einem jüngst in Umlauf geratenen 14seitigen Report aufgedeckt, der einige Dutzend führende amerikanische UFOlogen erreichte und von einer „Associated Investigators Group/AIG“ verschickt wurde, deren Mitglieder nicht genannt wurden. In diesem Spiel um die AIG taucht der Name von W. Todd Zechel auf, der plötzlich Ende der 70er eine wichtige Rolle in der UFO-Bewegung gespielt hatte und dann wieder abtauchte. Für den damaligen Moment spielte Zechel eine wichtige Rolle, wie Jerome Clark ehemals in der August 1978-Ausgabe des UFO-Magazine verkündete. Zechel selbst hatte behauptet 10 Jahre lang bei der National Security Agency/NSA und „anderen Geheimdiensten“ gedient zu haben, wobei er vom UFO-Cover-Up der US-Regierung erfahren hatte. Er ist übrigens Gründer der heute weitaus skeptischer gewordenen UFO-Organisation „Citizens Against UFO Secrecy/CAUS“, der er heute nicht mehr angehört. Der Fall Zechel soll hier nur kurz angeleuchtet werden: Zechel war nur drei Jahre lang bei einigen Übersee-Lauschposten der NSA stationiert, um dann ganz normal sieben Jahre als Feuerwehrmann und Schreiner in Baraboo, Wisc., und als Manager eines „Sex-Shops“ in Milwaukee zu verbringen. Klass hatte dies ehemals nachgewiesen und dafür gesorgt, dass die wirklichen Interessen von Zechel, nämlich Geld aus seiner UFO-Sache zu schlagen, aufgedeckt wurden und Zechel aus der UFO-Szene verschwand. 

CAUS wurde daraufhin von den eher vernünftigen UFO-Forschern Larry Fawcett, Barry Greenwood und Peter Gersten übernommen und weitergeführt. 1986 tauchte Zechel wieder kurz auf und verkündete stolz entdeckt zu haben: Klass ist ein Doppelagent für KGB und CIA. Nun macht Zechel wieder von sich mit dem AIG-Report reden und diskreditiert Maccabee und den Fund for UFO Research/FUFOR, welchen Maccabee bis März 93 leitete. Maccabee und FUFOR würden dem CIA für dessen finsteres UFO-Cover-Up behilflich sein. Klass reagierte im SUN so darauf: „Ich würde eher glauben, das Jospeh Stalin ein geheimer CIA-Agent und das Präsident Ronald Reagan ein verdeckter KGB-Agent war. Obgleich SUN nicht immer mit Maccabee´s Sicht auf viele UFO-Fälle übereinstimmt, glauben wir nicht, dass dessen Sicht auf die Dinge vom CIA geprägt ist, sondern ein Resultat seiner eigenen Gutgläubigkeit.“ Maccabee gestand gegenüber Klass zu, dass die erste CIA-Einladung auf den Neu Seeland-UFO-Fall Ende 1978 zurückging, als man glaubte via Radar verschiedene UFOs dingfest gemacht zu haben. Maccabee hatte sich mit dem Fall beschäftigt und war zudem damals ein Berater als Radar-Spezialist für die Firma Mitre Corp. Nach diesem Vortrag sprach Maccabee mit Dr. Green, der sich für UFOs interessierte und nun Maccabee mehrmals einlud mit anderen CIA-Angestellten über UFOs zu diskutieren, die sich ebenso für dieses Thema interessierten. Interessant ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass der CIA Ende 1978 seine 900seitige UFO-Akte (einige unterlagen hatten den Stempel „Secret“ getragen) aufgrund einer FOIA-Anfrage von Anwalt Peter Gersten (CAUS) freigegeben hatte. Dr.Green hatte Maccabee zu verstehen gegeben, dass diese Akte aus dem Archiv seines Direktoriums stammte und er spekulierte darüber, weitere 15.000 Seiten UFO-Papiere mögen sich in den Archiven anderer CIA-Direktorate befinden. Hätte Green aber sorgsam die CIA-Dokumente geprüft, welche seine Behörde freigegeben hatte, dann hätte er leicht feststellen können, dass seine Spekulation falsch war. Green hätte so erfahren können, dass: Basierend auf den Folgerungen des Robertson-Forums, bestehend aus fünf ausgesuchten Wissenschaftlern die Mitte Januar 1953 im geheimen zusammenkamen, die Behörde frühere Pläne zurückstellte, um durch eine Authorisierung via dem Nationalen Sicherheitsrat/NSC eine eigene UFO-Untersuchung durchzuführen. 

Die Verantwortlichkeit zur Überwachung der UFO-Lage der CIA-eigenen Physics and Electronics Division zugesprochen wurde; deren Chef Todos M.Odarenko aber in einem Memo vom 3. Juli 1953 erklärte, er „werde das Projekt gelegentlicht unter Verwendung eines Analyse-Spezialisten und einer Schreibkraft angehen, wozu er noch einen Aktenschrank zur Unterlagensammlung beantragen werde.“Ein Bericht den Odarenko am 17.Dezember 1953 mit dem Titel „Current Status of Unidentified Flying Objects“ verfaßte, machte die Affäre soweit sie den CIA betraf deutlich: „Das Projekt beschränkt sich darauf, sich bewußt zu sein, dass eine andere Behörde (USAF) sich den unidentifizierten Flug-Objekten annimmt und dazu Akten anlegt. Die Luftwaffe hat weiterhin Interesse an UFOs und beschäftigt sich damit; die Marine hat entgegen anderslautenden Pressedarstellungen jedoch nur beschränkten Interesse und stellte einen Analyse-Spezialisten vom Office of Naval Intelligence zur Überwachung des USAF-UFO-Programms ab, der jedoch noch andere Aufgabe zu bewerkstelligen hat und sich nur zeitweise diesen Dingen widmen kann. Die Armee hat kaum oder gar kein Interesse an dieser Sache.“ Ein Memo vom 8. August 1955 durch den Chef der Physics and Electronics Division drängte darauf, dass seine Abteilung sich der UFOs entledigen dürfe: „In Anbetracht der Tatsache, dass keinerlei positiven nachrichtendienstlichen Erkenntnisse mit dem UFO-Projekt hervorkamen, wird empfohlen, dass das Projekt abgeschloßen wird und seine Akten in den Keller kommen.“ Green hätte in den Akten auch eine Serie von Fernschreiben vom April 1976 finden können, in denen das Desinteresse des CIA an UFOs während der letzten 21 Jahre betont wurde. Aufgrund der Behördenbindung an die Gesetzgebung zur privaten Selbstbestimmung einer Person und der CIA-Politik die Namen und Funktionen ihrer Angestellten nicht preiszugeben, sind jene Unterlagen für die Öffentlichkeit schwer zensiert. 

Erstaunlich ist es nun, dass ein außenstehender Berater, der bei UFOs an außerirdische Maschinen glaubt und zudem sich mit einer exotischen Antriebsmethode für UFOs beschäftigt, als Berater für einige CIAler diente, die ein rein privates und persönliches Interesse an UFOs haben. Offiziell hat der CIA mit den UFOs abgeschlossen und weiß auch nichts von einem verdeckten laufenden Regierungsprogramm diesbezüglich. In einem CIA-Telegramm vom 26. April 1976 wird innerbehördlich festgestellt, dass Dr. Green ein persönliches Interesse an UFOs habe, wie einige andere CIA-Mitarbeiter auch. Zu Beginn dieser Affäre fragten Gersten und Zechel bei Maccabee nach, ob dieser Green dazu bewegen könne, vor Gericht zu erschienen, um weitere CIA-Akten freizubekommen, Maccabee trug dies gegenüber Green vor, der davor aber zurückschreckte, da er dies nur spekuliert und selbst keinen Hinweis darauf habe. Weitere Hintergründe im Verwirrspiel Der CIA studierte sowjetische Wissenschafts-Papiere, welche darauf hinwiesen, dass der Kremel sich mittels Laser neue Unterwasser-Sonden ausdenke, die als Anti-U-Boot-Waffe dienen könnten – ein Gebiet mit dem sich Maccabee professionell als Marine-Physiker beschäftigte. Dies führte im Jahre 1984 zum ersten Gespräch zwischen Maccabee und Pandolfi, dies hatte mit UFOs nichts zu tun. Daraufhin erst baute sich eine Freundschaft zwischen den beiden Männern aus, wobei sie „zwischen Bier und Blödeleien auch mal über UFOs sprachen“. Im Sommer 1987 gaben die Pro-UFOlogen William L. Moore, Jaime Shandera und Stanton Friedman die MJ-12-Papiere heraus, die Klass prompt eine Fälschung nannte und sie an verschiedenen bedeutsamen Punkten nachwies. 

maccabeeMaccabee hielt damals wie heute an ihrer Authenzität fest. Bemerkenswert daran ist, dass der 1947er CIA-Chef R.H. Hillenkoetter dem MJ-12 vorsitzen soll. Pandolfi lud daraufhin ausgerechnet Maccabee ein, um beim Lunch über diese MJ-12-Papiere mit ihm zu reden. Hierbei hörten ihm einige Leute angestrengt zu, die später in eigener Aktion versuchten mehr über MJ-12 im eigenen Apparat (dem CIA) herauszufinden, aber nicht fündig wurden! 1990 lud Pandolfi nun Maccabee nochmals ein um über den Fall Ed Walters/Gulf Breeze zu sprechen, den Maccabee völlig unterstützt. Auf Pandolfi´s Einladung hielt Maccabee nochmals am 28. Mai 1993 eine Rede um über eine vermeintliche magnetische Anomalie zu sprechen, die man in Gulf Breeze am Tag nach einer UFO-Sichtung entdeckt haben will. Zu einer anderen Gelegenheit wurde sogar UFOloge Bob Oechsler zu einem solchen „brown-bag-lunch“-Vortrag zu den Kornkreisen geladen, von denen Oechsler annimmt, sie würden von UFOs erzeugt. Oechsler hat nicht nur den Gulf Breeze-Fall unterstützt, sondern auch das Carp/Kanada-UFO-Videotape, den die meisten kanadischen Pro-UFOlogen als einen Schwindel bezeichnen. Klass erfuhr von einer gut informierten Quelle, dass die Absicht von Pandolfi es sei, „dem CIA-Direktorium für Wissenschaft und Technologie zu helfen, Paradigmen auszuarbeiten, um imstande zu sein, zwischen Dingen zu unterscheiden, die wir einfach noch nicht verstehen und dennoch wichtig sein könnten und Dingen, die zum Bereich der Pseudowissenschaft gehören“. Die Frage ist nun zu stellen, warum dann Pandolfi keine skeptischen Untersucher geladen hat, die vielleicht eher imstande sind, objektiv die Sachen anzugehen.

Im California UFO Nr. 5/1993 fanden wir nun weitere Beiträge zu unserer heutigen Affäre. Auch das UFO-Journal hatte in der dritten Juli-Woche 1993 den AIG-Report erhalten, der die ufologische Welt gleich mit seinem ersten Absatz in Flammen setzte: „Eine der führenden Sponsoren der UFO-Forschung und -Untersuchung, der Fund for UFO Research, unterhielt eine langanhaltende Verbindung mit dem CIA und der US-Geheimdienstgemeinde. Dr. Bruce Maccabee, ein Optik- und Laser-Spezialist beim Naval Surface Weapons Laboratory nahe Washington, D.C. unterhält geheime Treffen seit 1979 mit CIA-Vertretern um sie über verschiedene UFO-Themen und -Untersucher zu unterrichten.“ UFO rief sofort den derzeitigen Chef vom FUFOR, Richard Hall, an und erfuhr so, dass der Fund von den verschiedenen Kontakten Maccabees zum CIA wußte, sie aber nicht als extensive Verbindung anschaue und die Sache sowieso „aufgebläht“ sei um Maccabee in ein übles Licht zu setzen. Dem mag wohl so sein, aber dann darf kein UFOloge mehr daher kommen und ähnliche „Aufblähungen“ von der anderen Seite her betreiben, z.B. unterstellen, dass Werner Walter ein CIA- oder KGB-Agent sei. Die Fairness muß für beide Seiten gelten, auch wenn dadurch das ufologische Spiel in einigen wichtigen Punkten uninteressanter wird. Maccabee hatte schon zu NICAP-Zeiten von seinen privaten UFO-CIA-Gesprächen in Langley intern gesprochen, was zu einigen Verstimmungen im UFO-Lager bei seinen Kollegen geführt hatte. Man könne doch nicht auf der einen Seite Informationen vom CIA einklagen wollen und auf der anderen Seite diesen über die Ergebnisse der privaten UFO-Forschung informieren, dies würde schlecht aussehen, war das zu befürchtende Argument gegen diese Kontakte von Maccabee. Und so recht wußte man auch nicht Bescheid, welches Spiel Maccabee trieb. Hall zu UFO: „Wir hatten keine Vorstellung, wie tief verstrickt er war.“ 

Und auch betreffs Roland Pandolfi ist Hall reserviert, da dieser sich mit einer ganzen Reihe von Leuten aus dem UFO-Field schon getroffen hat und so imstande sein könnte „Desinformationen auszugeben“. Inzwischen hat der FUFOR schon einige Niederlagen hinnehmen müßen, da man aus dem UFO-Feld heraus nun skeptisch dem Fund gegenüber eingestellt sei. Hat Maccabee, zwar mit besten Absichten, aber dennoch der UFOlogie einen Bärendienst erwiesen? Sieht so aus. Zechel selbst erklärte gegenüber UFO warum er diese Angriffe bezüglich Maccabee vorträgt so: Er kenne Bruce bereits seit seinen ersten Tagen im Feld und achte ihn sehr, da er ein aufrichtiger Mensch sei und keine weit hergeholten Erklärungen von sich gäbe. Doch kurz vor 1979 änderte sich die Lage und Bruce hatte Angst seinen Job bei der Regierung zu verlieren, aber als er nach 1979 mit dem CIA zusammenarbeitete, waren all seine diesbezüglichen Sorgen verschwunden und er konnte sich erstaunliche Dinge leisten ohne dabei seine Security Clearance zu verlieren, ja er setzte sogar die Möglichkeiten seines Arbeitsplatzes ein, um UFO-Analysen durchzuführen – was er übrigens immer offen zugestand und deswegen keine Schwierigkeiten erfuhr. Zechel: „Scheinbar war sein Arbeitgeber mit dem einverstanden, was er tat.“ Zechel hatte daraufhin Bruce M. einmal direkt gefragt, ob dieser für den CIA arbeite und M.habe geantwortet: „So könnte man sagen.“ Don Ecker sprach für UFO mit Bruce Maccabee, der einen beständigen Kontakt zum CIA leugnete. Dennoch, viele Mitglieder der UFO-Gemeinde sehen in Maccabee´s Wirken einen ernsthaften Vertrauensbruch. Maccabee zu Ecker: „Ich habe eine professionelle Verbindung durch meinen Beruf und durch meine Arbeit mit Laser bereits gehabt. 1984 etwa sprachen wir über weitere Dinge und dabei kam die UFO-Sache auf, das AIG-Papier stellt die Sache falsch dar. 

Die Ende 1979er-Verbindung hat einen anderen Hintergrund. Als ich damals von Neu Seeland zurückkam, sprach ich mit Jack Acuff vom NICAP und bat ihn um Hilfe auf der Suche nach einem technischen Radarexperten. Er bot mir Gordon MacDonald als Berater an, der bereits mit dem Naval Research Laboratory gearbeitet hatte und sich bei NICAP betreffs der Sky-Quakes erkundigt hatte, die Ende der 70er Jahre an der Küste für Aufregung gesorgt hatten (zu jener Zeit hatte die Concord ihre Flüge begonnen). MacDonald hatte sich überall umgehört, mußte aber feststellen, dass die UFO-Gruppe NICAP diesbezüglich am besten informiert war. So kamen er und ich zusammen. Bald darauf fragte er mich, ob ich vor einigen CIA-Leuten sprechen wolle, unter denen sich auch Radar-Experten befänden. Dann rief ein CIA-Mann an und lud mich ein, so begann es. Was ich beim CIA getan habe ist nicht mehr, als interessierte Leute mit Informationen zu bedienen, die sie auch anderswo her erhalten könnten. Einmal interessierten sie sich, was auf dem Sektor der Computer-Bulletin-Board betreffs John Lear und Milton William Cooper laufe und was dahinterstecke. Die ‚Vorträge‘ waren Gespräche während des Lunch und jedermann kann daran teilnehmen: Schreibhilfen, Kommunikationsspezialisten, Pförtner oder die Chefs von verdeckten Geheimoperationen. Ich weiß nicht, wer daran alles teilgenommen hat. Der CIA läd eine ganze Reihe von Leuten ein, die zu allem möglichen etwas zu berichten wissen und denen Interessierte daran zuhören. Ja, ich war einige Male dort, aber zu behaupten, dass dies eine beständige Aktivität sei, ist schlicht und einfach falsch. Nach dem ersten Besuch 1979 kam ich erst wieder 1983 dort hin. Pandolfi sprach mich 1984 an, aber dies hatte nichts mit UFOs zu tun, erst später.“ Ecker kontaktierte dann Walt Andrus vom MUFON, um zu sehen, ob MUFON eine Position zu dieser Affäre einhält. 

Andrus: „Es ist kein Vergehen mit dem CIA zu sprechen, er ist ein Teil Amerikas, warum also nicht?“ Der Skeptical UFO Newsletter # 24 für den November 1993 treibt die Affäre mit neuen Informationen in eine bedenklich dramatische Ecke: Als das Weiße Haus beim CIA nach einem aktuellen Hintergrundpapier betreffs UFOs anfragte, bat der CIA den Pro-UFOlogen Maccabee darum, dieses zu schreiben… Als Dr. John Gibbons, Präsident Clintons Chef-Berater in Wissenschaftsfragen und Direktor des White House Office of Science and Technology Policy, den CIA für ein Hintergrundpapier über UFOs bat, erhielt er einen 10seitigen UFO-Report, geschrieben von Dr. Bruce S. Maccabee. Ausgerechnet von jenem Pro-UFOlogen, der glaubt, dass die US-Regierung und der CIA in eine UFO-„Verschwörung“ verwickelt ist! Es war CIA-Mann Roland Pandolfi, der Gibbons Anfrage erhielt. Sofort reichte er sie an seinen guten Kumpel Bruce weiter, der natürlich diese Herausforderung gerne ergriff. Doch dies ist noch lange nicht alles. Gibbons bat daraufhin Maccabee mit C.B.Scott Jones zu sprechen, dem Präsident der Human Potential Foundation, gegründet von dem sehr einflußreichen Patron Laurence Rockefeller. Jones ist ein Stabsmitglied rund um Senator Claiborne Pell (D.-R.I., 1985-1991) und diente ihm als Spezialist für „Para-Phänomene“ und UFOs; Senator Pell selbst leitete das Senate Foreign Relations Committee und Jones war Besucher auf der 1987er MUFON-Konferenz in Washington. Jones hatte sich früher viel für Para-Phänomene interessiert und arrangierte für Uri Geller ein Meeting mit Top-Kongreßleuten und Mitglieder des White House in einem speziellen Sicherheitsraum, wo Geller die geheimen Gedanken der sowjetischen Führung preisgab! Scott Jones gab sein Debüt in die UFO-Bewegung als Redner auf der 1989er MUFON-Konferenz in Chicago, als er den Vortrag „Government UFO Connections“ hielt. Da Jones damals immer noch zu Senator Pell´s Stab gehörte, erwarteten die Teilnehmer der Konferenz außergewöhnliche „Insider-Bekenntnisse“. 

Natürlich waren sie enttäuscht von Jones zu hören: „Ich denke nicht, dass die Regierungs-Vertreter dieses oder irgendeines anderen Landes imstande sind, zu sagen was in der Vergangenheit geschah, was die Dinge heute zu bedeuten haben und was die Zukunft bringen wird.“ Aber Jones glaubte daran, dass „die US-Regierung mehr über UFOs weiß als sie öffentlich zugesteht“ und hoffte, dass er und Rockefeller deswegen mit Präsident Clinton sprechen könnten. So schrieb Jones an den Verteidigungsminister Les Aspin, den er aus dem Kongreß gut kannte. Als Resultat daraus wurde ein Meeting mit dem wissenschaftlichen Berater des Präsidenten arrangiert. Da Gibbons absolut nichts über UFOs wußte, fragte er den CIA-Verbindungsmann, ob dessen Agency ihm ein Hintergrundpapier erstellen könne. Diese Anfrage fand ihren Weg zu Pandolfi, der sie an seinen Freund Bruce weitergab und ihm 24 Stunden Zeit zugestand, um die „UFO-Situation“ für den wissenschaftlichen Berater des Präsidenten für das Meeting mit Jones und Rockefeller zusammenzustellen. Laut dem Skeptical UFO Newsletter (SUN) # 24 gab es am 13.-15. September 1993 eine „UFO-Garten-Party“ auf der Ranch des 83jährigen Laurence Rockefeller in Wyoming, arrangiert von C.B. Scott Jones. Hierzu wurden fünf Pro-UFOlogen, aber kein erfahrener UFO-Skeptiker eingeladen. Absicht der Party ist es, den derzeiten Status des Wissens über UFOs und dem ETI-Phänomen gemeinen festzumachen, aber auch um Informationen auszutauschen, die sich nicht in der Hand der Bundesregierung befinden. Party-Gäste waren Bruce Maccabee, Leo Sprinkle, Linda Moulton Howe, Dr. Stephen Greer (ein Mediziner aus North Carolina, der das ‚Center for the Study of Extraterrestrial Intelligence‘ betreibt um die Kontaktaufnahme mit ETs zu bewerkstelligen) und Keith Thompson (Autor des Buches „Angels and Aliens“). 

Jones berichtete SUN, dass die Party stattfände, um Rockefeller die Möglichkeit zu geben, persönliche Beziehungen mit führenden UFO-Forschern aufzubauen. Das an Gibbons übergebene Dokument trägt den Titel: Briefing On The U.S. Government Approach to the UFO Problem as Determined by Civilian Researchers During The Last Twenty Years. Der Autor des Reports wird hier nicht angezeigt, aber da die Anfrage an den CIA ging, dachte Gibbons wohl, dass das Papier von einem CIA-Analyse-Spezialisten stamme. (Klass erinnert sich an die alte Fabel, wo man den Fuchs dazu abstellt, um den Hühnerstall zu bewachen. In diesem Fall vergleicht er es damit, dass der Fuchs gefragt wurde, einen Bericht aus der Sicht des Fuchses zu schreiben, ob dieser es für notwendig ansieht, ob der Hühnerstall geschützt werden solle.) „The Fox Report“: Was Maccabee dem Wissenschaftsberater von Präsident Clinton zu verkünden hat! Natürlich geht er auf den Roswell-Zwischenfall von anno 1947 ein, als eine „nicht-irdische Maschine abstürzte“ und stutzt die Realitäten für seine Sache zurecht indem er den 23. September 1947-Brief von Lt.Gen. Nathan Twining (Commander des Air Materiel Command, AMC, Wright Field) an Brig.Gen. George Schulgen an einer ihm genehmen Stelle zitiert: Es ist die Ansicht des AMC, dass „das gemeldete Phänomen irgendwie realer und nicht visionärer oder fiktiver Natur ist“. Dabei ‚vergißt‘ er eine andere Stelle zu erwähnen: Der Mangel von physikalischen Beweisen in Gestalt eines abgestürzten Objektes, wodurch sich unleugbar die Existenz dieser Objekte nachweisen würde. Maccabee treibt seine Sau weiter durchs Dorf: „Weiterhin ist festzustellen, sobald man die frühe Historie der Luftwaffen-Annäherung an das Thema anhand der Dokumente betrachtet, schließen kann, dass es eine sachliche Studie von Trümmern und Körpern von zumindest einem Absturz fremder Raumschiffe gab.“ Wieder ‚übersieht‘ er wichtige Fakten. Ein ehemals „geheimes“ CIA-Einweisungs-Papier vom 14. August 1952 -geschrieben fünf Jahre nach der Affäre von Roswell- diskutierte mögliche Erklärungen für UFO-Sichtungsberichte: „Die dritte Theorie besagt, dass künstliche Raumschiffe z.B. vom Mars unterwegs sind und interplanetarischen Raumflug betreiben, aber hierzu ist nicht der Fetzen eines Beweises zur Unterstützung dieser Theorie derzeit vorliegend.“ 

Maccabee pokert weiter sehr hoch: „1952 begann das Battelle Memorial Institute unter Luftwaffen-Vertrag die statistische Studie von über 3.000 Sichtungen zwischen 1947 und 1952. Die Statistiken zeigten, dass im Durchschnitt über 20 % nicht zu erklären waren und dass von den besten Sichtungen über 30 % unerklärlich sind.“ Doch ist dies nur die halbe Wahrheit. Der Battelle-Report führte ebenso aus: „Auf der Basis dieser Studie ist anzunehmen, dass alle unidentifizierten Luft-Objekte erklärt werden könnten, sobald mehr Observations-Daten erhältlich wären…Es gilt zu betonen, dass der vollständige Mangel irgendwelcher wertbaren Beweise physikalischer Natur in irgendeinem Fall der gemeldeten unidentifizierten Luft-Objekte beachtenswert ist.“ Schließlich sei angesagt, dass Gibbons sich nicht weiter äußerte und keinen Kommentar abzugeben bereit ist. Jones hörte nichts weiter von Gibbons seither. Gemäß einer gut unterrichteten Quelle aus der Nähe des Präsidenten, hat der „Chef-Berater des Präsidenten in Wissenschaftsfragen weitaus wichtigere Dinge auf seiner Liste zu erledigen, als die UFOs.“ Kurios ist zweifelsfrei: Wenn die US-Regierung bereits 1947 eine Fliegende Untertasse geborgen hat und seither fast 50 Jahre zur Untersuchung bereitgestellt bekam um die Rätsel dieser Maschine aufzuklären, dann sollte doch der Top-Berater des US-Präsidenten dazu informiert sein und keine Informationen ausgerechnet von Maccabee benötigen. Zudem sollte die meisterhafte UFO-Technologie die höchste Priorität auf Gibbons Liste darstellen, was sie jedoch bekanntlich nicht tut… Geradezu leid können einem diejenigen UFO-Aktivisten tun, welche einmal mehr an diesem 5. Juli 1993 vor dem Zaun des White House aufmarschierten, um für die „Operation Right to Know“ zu demonstrieren. Damit sollte Clinton und die amerikanische Öffentlichkeit auf die UFO-Geheimhaltung aufmerksam gemacht werden. Für die Medien war dies ein nicht zu übersehendes Spektakel im Lafayette Park, an der Pennsylvania Avenue und dem White House. 

Yo, yo, UFOs, the people have a right to know! Dies war der Ruf der Marschierer, die Schilder hochhielten auf denen zu lesen war: „UFOs are real and the government knows it!“ oder „Stop the Cosmic Watergate!“ Selbst CNN brachte mehrmals Beiträge hierzu; AP, CBS und ABC waren dran, genauso wie „Times“, „Washington Post“, USA TODAY und das Wall Street Journal. Operation ORTK wird weitermachen und ruft zu Demonstrationen in anderen amerikanischen Städten und in den Hauptstädten rund um den Globus auf. Das amerikanische Kiosk-Magazin ‚UFO Universe‘ vom Winter 1994 griff den Fall ebenso auf und nannte die Demonstrantengruppe „klein, aber lautstark“. Die Gruppe hoffte wohl, das Präsident Clinton sie erhöhren werde, aber das war eine Fehlkalkulation, da der US-Präsident an diesem Tag sich in Japan aufhielt. Was solls: Sicher hat er in der Zeitung etwas dazu gelesen oder bei CNN davon gehört. Schließlich haben alle sogenannten „Meinungsträger“ der Nation das ufologische Anliegen vorgebracht. Übrigens, wer das Bahnhofskiosk-Magazin „2000“ Nr.96 vom Oktober/November 1993 gelesen haben sollte, wird in der „Welt 2000“-Abteilung auf S. 6 gelesen haben, dass der nimmermüde UFO-Journalist und -Vortragender Michael Hesemann unter jenem müden Häuflein von 70 Demonstranten war, die die Verschwörung bejammerten. Für die Veranstalter war diese Aktion „ein voller Erfolg“, gähn. Zur Geschichte des NRO Seit 1960 arbeiteten die Vereinigten Staaten von Amerika an drei nationalen Raumfahrtprogrammen: einem zivilen (NASA), einem militärischen und einem geheimdienstlichen. Die beiden letztgenannten Programme verbrauchten mehr als die Hälfte aller Aufwendungen der US-Regierung für die Weltraumeroberung. Als ein Produkt des Kalten Krieges wurde um diese Projekte eine komplizierte Politik der Geheimhaltung aufgezogen, die weitgehendst nicht jenseits der offiziellen Kanäle durchsickerte. Aufgrund der sich dramatisch veränderten geopolitischen Weltlage wurde nun mehr über das „intelligence space program“ beim National Reconnaissance Office“ (NRO) bekannt, dessen Existenz selbst erst 1992 eingestanden wurde. 

Mission des NRO war es, die USA in die Lage zu versetzen, mit entsprechender Technologie aus dem Weltraum heraus nachrichtendienstliche Informationen auf weltweiter Basis zu erlangen und alles zu tun, um Waffen-Kontroll-Verträge zu überwachen sowie militärische Operationen zu überwachen. An dieser Stelle soll eine wichtige Notiz einfließen: Der Geheimhaltungsgedanke kam auch deswegen auf, weil es in den 50ern eine grundsätzlich übermäßige Geheimhaltung in der ganzen Air Force-Organisation zu Schutze der Aktivitäten des Strategic Air Command gab und sich vielerlei Gerüchte auftaten, wobei die UFOs natürlich dazuzählten. Aufgrund dieser historischen Gegebenheit konnte die Vertuschungs-Paranoia zusätzlich Fuß fassen. Das NRO wurde in einer Ära extremer Spannungen geschaffen, in einer Zeit als der dringende Wunsch der amerikanischen Geheimdienst-Bürokratie und des Militärs vorlag, ein neues Pearl Harbor um jeden Preis zu verhindern. Aufgrund des Abgeschottetheit, welchen sich die UdSSR umlegte und sich am „Eisernen Vorhang“ symbolträchtig festmachte, gab es immer wieder Unsicherheiten über die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Sowjets, weswegen man zunächst die U-2-Spionageflugzeuge und später die Fotoaufklärungs-Satelliten einsetzte, um Licht in das weite Land des „Russischen Bären“ zu bringen und die Möglichkeiten sowie reale Stärke der Roten Armee auszukundschaften. Ende der 50er Jahre hatten CIA und USAF ihre Satelliten-Aufklärungs-Programme laufen, wobei der CIA unter dem Codenamen CORONA ein Programm entwickelte, um von Satelliten ausgestoßene Filmkapseln zu bergen, was man damals in der Discoveries-Serie einfließen ließ. Die US Air Force dagegen hatte in ihrem SAMOS-Programm Funkübermittlungen von Satelliten-Aufnahmen durchgeführt. Bis Anfang der 60er Jahre gab es aber damit einige technische Schwierigkeiten, die man nie richtig ausbügeln konnte. Am 5.Februar 1960 traf sich George Kistiakowsky, Chef des präsidentialen Wissenschafts-Beraterstab, mit dem nationalen Sicherheitsberater Gordon Gray, um mit ihm das satellitengestützte Fernaufklärungs-Programm durchzugehen. Hierbei betonte Kistiakowsky, dass die Zukunft wohl beim CIA-Programm liegen sollte. Am 26.Mai 1960 traf sich Kistiakowsky wieder mit Gray, dieses Mal aber waren auch Eisenhower und sein Generalstabschef General Andrew Goodpaster anwesend, um die Probleme rund um das Fernaufklärungsprogramm mit Satelliten zu erörtern. 

Eisenhower beauftragte Goodpaster eine Studie zu erstellen, wie es nun weitergehen sollte. Hierbei wirkte Kistiakowsky und Verteidigungs-Minister Thomas Gates mit. Es wurde als Folge deutlich, dass der CIA keine Authorität besaß, um „militärische Aurüstung“ für den Geheimdienst zu verwenden. Kistiakowsky konnte dies kaum glauben und fragte diesbezüglich bei General Bernard Schriever, Chef des Air Research and Development Command, nach. Als Folge zeigte sich, dass es tatsächlich diesbezügliche Gesetze gab und diese waren noch nicht den neuen Gegebenheiten mit der Weltraum-Fernaufklärung angepaßt worden. Zudem erlebte Kistiakowsky, dass die einzelnen Abteilungen der unterschiedlichen Streitkräfte sich bedeckt gaben und möglichst wenig von sich aus nach außen dringen lassen wollten. Es lagen zuviele administrative Stolpersteine und bürokratische Hinternisse im Weg, um die USAF mit der CIA in diesem Fall zusammenzubringen und optimal gemeinsam an dem Satelliten-Programm arbeiten zu lassen. Stellvertretender Luftwaffen-Minister Joseph Charyk wollte sich den Oberbefehl über die Spionage-Satelliten nicht aus der Hand nehmen lassen und baute sich eine Lobby diesbezüglich auf. Kistiakowsky jedoch wollte, dass die Kontrolle der Spionagesatelliten in „höheren Händen“ als bei der USAF lag, da diese zum einen politischen und zum anderen geheimdienstlichen Charakter hatten, weswegen der CIA nicht zu niedrig angesiedelt sein durfte. Am 25. August 1960 wurde bei einer Sitzung von Eisenhower mit seinem National Security Council diese Problematik durchgegangen. Hierbei wurde dann beschloßen, dass man eine neue geheime Organisation gründen sollte, in der die CIA und Air Force gemeinschaftlich eingebunden sind – daraus wurde dann das National Reconnaissance Office, welches schon am nächsten Tag in einer präsentialen Direktive seine Geburtsstunde erfuhr. Formell aber funktionierte das NRO erst wirklich am 6.September 1961, als Charyk als Unterstaatssekretär der Luftwaffe die Position des NRO-Direktors übernahm. Es muß einiges hinter den Kulissen gelaufen sein, da bis heute nicht jene Unterlagen deklassifiziert wurden, die Auskunft über die Geschehnisse zwischen August 1960 und September 1961 geben. Der CIA Deputy Director of Research (bald darauf in Deputy Director of Science and Technology umbenannt) wurde beim NRO zum Deputy Director berufen. 

Diese Allianz zwischen CIA und USAF war nicht leicht und es gab auf vielen Ebenen Kämpfe um die Kontrolle der NRO-Programme. Hinzu kommt die strenge Geheimhaltung, die in den Streitkräften selbst vorherrschte – so wußten noch nicht einmal die Bomberpiloten des Strategic Air Command (SAC) wie ihre potentiellen Ziele aussahen. Das Bildmaterial, welches durch Luftaufklärung gewonnen wurde, durfte nur von ausgesuchten Kreisen eingesehen werden. Bis heute sind die Direktiven unter denen das NRO entstand und in denen die genauen Aufgaben des Dienstes umrißen sind und mit denen ebenso die Verbindungen mit anderen Regierungs-Einrichtungen definiert werden geheimgehalten. Sicherlich hat dies mit ein Grund beim Navy Space Project, welches etwa ab Mitte der 60er Jahre lief, um das Naval Electronics Systems Command (NAVALEX) in Gang zu bringen, woraus sich dann das Naval Warfare Systems Command beim Space Technical Directorate im Naval Research Laboratory entwickelte. Mittels dieser Systeme wird ein passives Ozean-Überwachungs-System betrieben. Natürlich mußte auch dieses System Integration finden, um Effektivität in einem Satelliten-Überwachungs-Gesamtsystem zu erzielen. All dies wurde aus dem Budget des Verteidigungs-Ministeriums finanziert und ging direkt auf Kosten aller Teilstreitkräfte, die natürlich durch das NRO eine Art ‚Bedrohung‘ der eigenen Mittel fürchteten und es somit als nicht zu mächtig sehen wollten. Die Gemeinschaft des CIA mit der Air Force wurde zudem schief angesehen. Mißtrauisch beäugten auch die Stäbe, dass das NRO immer wieder neu strukuriert wurde und dabei immer mächtiger hervorkam. Hinzu kam, dass das NRO schließlich auch die teilweise Kontrolle über das durch Flugzeuge wie der SR-71 ausgeführte Spionageprogramm an sich riß, nachdem es 1962 bereits die U-2-Flüge während der Kuba-Krise übernahm mittels denen auch das Aufstellen von Atom-Raketen bewiesen wurde. Übrigens wurde dabei wieder eine U-2 abgeschossen, der Überflieger war also verwundbar geworden. Kelly Johnson und sein Team hatten in den geheimen „Stinktier-Werken“ für den CIA den SR-71-Superjet aus einer hitzefesten Titanlegierung gebaut. Diese Maschine brachte es auf Mach3 und flog mindestens 26 km hoch; New York – London in knapp 2 Stunden. Neue Triebwerke und aerodynamische Tricks machten dies möglich. Zudem besaß die SR-71 Tarnkappen-Eigenschaften aufgrund ihres besonderen Rumpfes, ihres Materials und ihrer speziellen Farbe. Während die U-2 von Luftwaffenoffizieren geflogen wurden, waren für diese Maschine NASA-Piloten notwendig geworden. 

Erst 1969 wurde wieder das flugzeuggestützte Aufklärungs-System vom NRO freigegeben und dem Strategic Air Command unterstellt. Heute geht man davon aus, dass das NRO dem im November 1993 gegründeten Defense Airborne Reconnaissance Office zuarbeitet und sogar dessen direkter Vorgänger ist, dem man auch die Entwicklung eines unbemannten Tarnkappen-Drohnen-Flugzeugs (UAV) zuspricht sowie auch das sagenhafte „Aurora“-Projekt, welches das Nachfolgeprogramm und die Weiterentwicklung der SR-71-Blackbirds beinhaltet. Doch in den letzten Jahren gingen die seltsamen Überschallknalls zurück, die man Anfang der 90er Jahre in den USA registrierte und damit in Verbindung brachte. Ebenso sind nach und nach die seltsamen Ringel-Kondensstreifen vom US-Himmel verschwunden, die man mit den exotischen Antrieb der Aurora in Verbindung bringt. Experten der Luftfahrt-Technik vermuten, dass die Aurora inzwischen entweder zu teuer geworden ist oder es gewichtige Probleme mit dem neuartigen Antrieb der Maschine für zigfache Schallgeschwindigkeit gibt, so arg, das u.U. sogar ein ganz neues Konzept entwickelt werden muß. Auf jeden Fall ist es verdächtig, wie still es plötzlich um die Aurora geworden ist. Sicher ist nur, dass das NRO Ende der 80er Jahre immer mehr in die Kritik des Director of Central Intelligence William H.Webster und Verteidigungsminister Richard B.Cheney kam und schließlich nach Ende des Kalten Kriegs nochmals 1992 neu strukturiert wurde. Seitdem funktioniert wieder der Schweigevorhang um den Dienst einwandfrei laufen zu lassen. 

Literaturtipps: J Emde, Heiner: Spionage und Abwehr in der Bundesrepublik Deutschland, Bastei-Lübbe, 1986 J Agee, Philip, div.andere Autoren: Unheimlich zu Diensten – Medienmißbrauch durch Geheimdienste, Steidl, 1987 + Powers, Thomas: CIA – Ein Insider-Bericht, Bastei-Lübbe, 1986 + Bamford, James: NSA – Amerikas geheimster Nachrichtendienst, Orell-Füssli, 1986 + Paul, Günter: Aufmarsch im Weltall, Bastei-Lübbe, 1981 + Simpson, Christopher: Der amerikanische Bumerang, Ueberreuter, 1988

Quelle: http://cenap.alien.de/texte/ciad.htm

Gruß an die Verstrickten

TA KI

Der CIA und die UFOs – Das Ende der Geheimhaltungs-Legende 2


Im Sommer 1955 noch eröffneten die Amerikaner am Schwarzen Meer bei Diyarbakir in der Türkei eine von mehreren großen Radarstationen zur Verfolgung sowjetischer Raketenstarts, die in Kapustin Jar durchgeführt wurden (diese Anlage war nur für kleinere, im allgemeinen nichtmilitärische Weltraummissionen zu verwenden). Doch dieses Verfahren war ungeeignet, um Aktivitäten in den zentraler, landeinwärts gelegenen Zonen der UdSSR zu erfassen, was dem militärischen Verständnis nach eine Sicherheitslücke bedeutet. Aufklärungsflugzeuge (sogenannte „Überflieger“) mußten also her, die hoch genug flogen, um dem sowjetischen Radarzaun unbemerkt zu überwinden und um selbst damit quasi-unsichtbar zu sein und darüber hinaus selbst Langstrecken-Flüge absolvieren konnten. Hierfür gab Eisenhower grünes Licht. Lockheed konstruierte dann in den 50er Jahren als Nachfolger für die Aufklärungs-Stratosphärenballone die mindestens 21.000 Meter hochfliegende U-2(Utility-2)-Flugzeuge, die kurzfristig sogar bis in 30.000 m Höhe steigen konnten und von amerikafreundlichen Anrainerstaaten der Sowjetunion aufstiegen. Wo Aufklärungsflugzeuge fliegen, herrschen Lebensbedingungen wie im All: Minus 60 Grad, Luftdruck und Sauerstoff gleich Null. Ohne Druckanzug würde das Blut in den Adern kochen. Der CIA suchte bei der USAF geeignete Piloten aus, die man mit dem dreifachen Air Force-Gehalt für die Spionage anwarb. Mittels der fotografischen Aufklärungs-Technik an Bord dieser als „Wetterforschungs-Flugzeuge“ ausgegebenen Maschine wurde der Westen schockiert. Die Auswertungen des Filmmaterials ergaben, dass die Sowjetunion ein weitaus größeres Militärpotential besaß, als man angenommen hatte! Konkret: Mitte 1957 fotografierte eine in Pakistan gestartete U-2 erstmals ein kurz zuvor von elektronischen Horchposten entdecktes neues Raketentestgelände, das in den nächsten Jahren immer größere Bedeutung bekam – Tjuratam, welches später durch Plesetsk abgelöst werden sollte aber durch den SPUTNIK-Start im darauffolgenden Herbst weltberühmt werden sollte. Doch der Traum vom unentdeckten Spionageflugzeug endete am 1. Mai 1960, als Francis Gary Powers U-2 über Swerdlowsk mit neuartigen Flugabwehr-Raketen abgeschossen worden war und Kreml-Chef Chruschtschow die Amerikaner der Lüge überführte, weil man dort behauptet hatte, dass die U-2-Maschinen nur zur Wettererforschung dienten und Powers sich nur irrtümlich auf dem Weg nach Tjuratam befunden habe. Das Pentagon hatte Hinweise bei einem Spionageflug am 9.April darauf erhalten, dass man in Tjuratam neue Konstruktionen errichtete, die offenbar in Verbindung mit dem Einsatz von Interkontinentalraketen (ICBM) standen; Powers sollte am 1.Mai dann weitere Informationen über die Fortschritte dort liefern… 

Eisenhower chruschtschov

 

Auf einer am 16. Mai in Paris einberufenen Gipfelkonferenz sollte sich Eisenhower bei Chruschtschow entschuldigen, weil die USA Aufklärungsflüge über der Sowjetunion unternahmen. Eisenhower weigerte sich und der Gipfel platzte. Warum sich Eisenhower querstellte ist heute bekannt. Nur zwei Monate später gab es eine weitere Schmach für die USA, als eine USAF RB-47 knapp am sowjetisch-nationalen Luftraum abgeschossen wurde, was zum Tod von vier Mannschaftsmitgliedern und der Verhaftung von zwei weiteren führte, die man ins Moskauer Lubjanka-Gefängnis des KGB steckte und erst nach sieben Monate freiließ. Eindeutig waren Amerikaner die Aggressoren und die Sowjets die Verteidiger ihrer Heimat. Auch deswegen gab es den Kalten Krieg, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Amerika dagegen sah, dass Moskau einen atomaren Test nach dem anderen durchführte und massiv in die Raketenentwicklung investierte. Der Wahnsinn des Aufrüstungswettlaufs setzte ein. Die Amerikaner gaben nicht auf und nur drei Monate später setzte eine neue Ära und Dimension der Fernspionage ein, das der amerikanischen Satellitenaufklärung. Den ersten Schritt dazu ermöglichte Jim Baker, der eine Kamera mit einer großen Brennweite schuf, da die kurzbrennweitigen Kameras der vorherigen Generation sich für Aufklärungszwecke aus dem erdnahen Weltraum als ungeeignet erwiesen, weil sie die zu überfliegenden Gebiete viel zu klein abbildeten. Das Discoverer-Programm diente zur Erprobung des technischen Verfahren, das eigentliche erste Aufklärungsprgramm nannte sich „Samos“ und war mit dem Midas-Programm gekoppelt, welches zur Frühwarnung vor feindlichen Raketenangriffen diente. Nach eingehenden Untersuchungen entschloß sich das Pentagon zwei verschiedene Satellitentypen zur Aufklärung einzusetzen. Die eine Version sollte die mit einer Filmkamera erhaltenen Erdaufnahmen per Funk zur Erde übermitteln. Dabei entsprach aber die Qualität zunächst nicht unbedingt den allerhöchsten Anforderungen im Hinblick auf Detailfülle, reichte aber aus, um einen groben Überblick über die Verteilung der Raketeninstallationen und Flughäfen in der Sowjetunion zu verschaffen. Hierbei wird das Bildmaterial an Bord entwickelt und anschließend Zeile für Zeile und Punkt für Punkt abgetastet und diese einzelnen Bildinformationen wurden dann per Funk zur Erde übertragen, so wie es später in den 60ern auch mit den Lunar Orbiter-Satelliten gelang, Bilder vom Mond zu übertragen. Diesen Satelliten-Typ konnte man relativ lange in einer Umlaufbahn halten. 

Sie starteten mittels einer Trägerrakete den Aufklärungssatelliten Keyhole One in den Erdorbit (ein wahres Satelliten-Ungeheuer vergleichbar mit dem heutigen Hubble-Space-Telescope: 13 Tonnen schwer, 15 Meter lang, drei Meter breit), der den Auswertern im Pentagon bzw seinem National Photographic Interpretation Center (NPIC) ein Fünftel der Sowjetunion auf Film bannte und damit das brisanteste Fotomaterial für den Geheimdienst lieferte; natürlich hatte die unterirdische verbunkerte Zentrale des Nordamerikanischen Luftverteidigungs-Kommandos NORAD in Colorado Springs bei Denver als auch das Strategische Luftkommando von General LeMay darauf Zugriff. Hierbei trat der zweite Satellitentyp (auch unter dem Namen Big Bird bekanntgeworden) in den Einsatz: Um an das Fotomaterial des Satelliten zu kommen, hatten sich die Konstrukteure eine abenteuerliche Technik einfallen lassen. Die Kapsel mit der Filmrolle wird vom Satelliten abgesprengt und schwebt an einem Fallschirm zur Erde, um diese Fracht abzuliefern, welche wesentlich mehr Details zeigte! Durch die Wahl möglichst niedriger, erdnaher Umlaufbahnen von 140 bis 170 Kilometern Höhe (weswegen aber diese Satelliten weitaus schneller wieder von der Erde angezogen wurden und als Re-Entry in der Atmosphäre verglühten) und den damit verbundenen größeren Abbildungungsmaßstab der Bilder wurde der Informationsumfang noch einmal gesteigert. Speziell ausgerüstete Flugzeuge (erst C-119, dann C-130 und schließlich Hubschrauber) von Hickam Field auf Hawaii mit Fangvorrichtungen und Netzen mußten dann die herabschwebende Kapsel punktgenau im Zielgebiet nordwestlich von Hawaii einfangen, ehe sie im Meer versinken von von russischen U-Booten abgefangen werden würden. Das Kontrollzentrum dieser Operation lag in Sunnyvale, Kalifornien. Dieses Verfahren brauchte eineinhalb Jahre, bis die Amerikaner es in den Griff bekamen, alles andere zuvor war von Fehlschlägen gekennzeichnet. So kam es vor, dass die Kapsel von Discoverer 2 beispielsweise bei Spitzbergen niederging, während die Suchmannschaften bei Hawaii im Einsatz waren, da die Kapsel nur um wenige Sekunden zu spät zum Landemanöver angesprengt worden war und damit die Eintauchzone verpaßt wurde. Auf Spitzbergen jedenfalls sah man die Kapsel herabkommen, aber sie konnte niemals aufgefunden werden, möglicherweise fiel sie in russische Hände. Das große Meeresgebiet um Hawaii war dementsprechend eine sicherheitsempfindliche Zone, in der z.B. sich dramatisch-anhörende UFO-Sichtungsberichte von herumsausenden Fremdkörpern schon Nervosität hervorrufen konnten. Wir erinnern an den Fall eines Boliden vom 11. Juli 1959, der sich stark nach einem Analogfall zur berühmten Rocketship-Sichtung Montgomery-Sichtung vom 24. Juli 1948 anhört, der wiederum zur berühmten Estimate of the Situation durch das Project Saucer/Sign, weil die Analysten in einer Fehleinstufung des Objekt tatsächlich als interplanetarisches Raumfahrzeug interpretierten und seine wahre Natur nicht erkannten. 

Am 31. Januar 1960 entdeckte eins der kurz zuvor entlang des 32. Breitengrades in den USA intsallierten Radargeräte, die der Identifizierung und Bahnverfolgung von Satelliten im Weltraum dienten, ein nicht katalogisiertes Objekt, das die Erde in polnaher Bahn umkreiste. Man hielt es zunächst für einen unbekannten sowjetischen Satelliten, doch diese Vermutung stellte sich wenige Tage später als Irrtum heraus. In Wirklichkeit war dieses unidentifizierte fliegende Objekte (UFO) nämlich die Kapsel des am 13. August 1959 gestarteten Discoverer 5, die man längst auf der Erde wähnte. Pünktlich war damals die Trennung vom Satelliten erfolgt, aber dann hatte man sie aus den Augen verloren und dachte sie sei irgendwo unbemerkt niedergegangen. Die Rückrechnung der Bahn des UFOs ergab, dass offenbar das Orientierungssystem von Discoverer 5 versagt hatte. Dadurch war die Kapsel, anstatt zur Erde zurückzukehren, nach der Trennung vom Satelliten durch die Zündung des Raketenmotors in eine höhere Umlaufbahn gelangt, als herabgesenkt zu werden! Wie Philip J. Klass [sic] in seinem 1971er Buch „Secret Sentries in Space“ berichtete, wurde mit der Kapsel von Discoverer 13 erstmals am 11. August 1960 dann ein von Menschen hergestellter Gegenstand geborgen, der wieder aus dem Weltraum zurückkehrte. Damit begann der wahre Aufmarsch im Weltraum, die eigentliche Epoche der Satellitenaufklärung, um den Blick hinter den Eisernen Vorhang zu werfen und um hauptsächlich geheime, militärische Aktivitäten auszuspähen. Mit dem Discoverer-Programm war es möglich aus 200 km Höhe eine Detailschärfe bei 30 Zentimetern am Boden feszumachen, alsbald stellte sich aber auch heraus, dass mit dem unheimlichen SR-71-Flugzeug in sicheren 30 km Höhe schon eine Auflösung von vier Zentimetern zustandegebracht werden konnte, weswegen der Black Bird natürlich neben der U-2 von signifikanter Bedeutung für die Geheimdienste wurde. Was die USA mit Hochleistungstechnologie erreichten, machten die Russen durch Masse wett. Sie waren in der Lage jederzeit beliebig viele Fotosatelliten hochzuschießen (Beispiel: Als 1973 der Nahost-Krieg ausbrach, war nur ein Sowjet-Spion im All – zwei Wochen später zogen bereits sechs ihre Bahnen über Israel, dazu war Washington nicht imstande). 

Amerika stand vor der Angst der „Raketenlücke“ und fürchtete sich vor einem übermächtigen sowjetischen Waffen-Arsenal. Moskau spielte mit dieser Furcht und stellte sich mächtiger dar, als es jemals war. Als dann 1961 die Berlin-Krise eintrat, verschärften sich die Spannungen und die Sowjets setzten auf die Karte „Angst des Westens vor den nicht existierenden sowjetischen Raketen“. Die Samos-Aktivitäten nahmen deswegen zu und brachten den Herrschern im Kreml viel Ärger ein, weil die sowjetische Militärtechnik noch nicht auf Gegenmaßnahmen betreffs der amerikanischen Weltraumaufklärung setzen konnte. Generalmajor Boris Teplinski nannte die Aufklärungsflüge via Satellit dann auch „barbarische Wahnideen“ und „Weltraumschändung“. Um die Sowjets nicht weiter zu reizen, wurde das Samos-Programm von der Kennedy-Regierung im Bereich der militärischen Raumfahrt „eingestellt“, aber unter unverfänglichen Codenummern weitergeführt. Dies hört sich zwar vielleicht heute kindisch an, machte aber aus taktischen Gründen damals Sinn. 1962 lösten die Spionagesatelliten die Kubakrise aus, als sie beobachteten, wie sowjetische Tank-Schiffe Raketen und Raketenausrüstung nach Kuba bringen. Detailaufnahmen der U-2 lieferten den Beweis: Die Sowjetunion wollte Kuba Atomraketen liefern. Da Satelliten a) hoch im Orbit fliegen sind sie mit Flugzeugen und Raketen so gut wie unangreifbar und b) aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit zusätzlich geschützt. Natürlich werden heutzutage schon lange keine Filmkapseln mehr geborgen, sondern via Funk werden hochauflösende Digitalbilder zeitverlustfrei in die Auswertungszentren geschickt… Übrigens war es Arthur C.Lundahl gewesen, der am 14.Oktober 1962 als bester Fotointerpreter der USA die Satelliten-Aufklärungsfotos von Kuba als Beweis für die Richtigkeit der Annahme bestätigte, dass die Russen hier, quasi vor der Haustüre der Vereinigten Staaten, einen Stützpunkt mit Atomraketen aufbauen wollten. Das Strategic Air Command (SAC) wurde in Alarmbereitschaft versetzt und Kennedy verhängte eine Blockade Kubas. Mittelstrecken auf Kuba, da hörte der Spaß auf und für das SAC war dies eine ernste Lage. Der US-Präsident versetzte die US-Streitkräfte rund um die Welt in höchste Alarmbereitschaft. B-52-Bomber mit Wasserstoffbomben an Bord waren einsatzbereit gemacht worden – für einen Krieg! Viele Piloten der B-52er beim SAC gestanden später ein, dass ihnen die Nerven damals flatterten und sie höllische Angst davor hatten, einen nie wieder gutzumachenden Befehl zu bekommen. Immer wenn Startkommandos kamen, schluckten sie unwillkürlich. Im Kreml lenkte man ein und zog das gefährliche Militärgut wieder ab. So nahe stand die Welt zuvor und danach nicht am nuklearen Abgrund. In Ost und West waren die führenden Politiker besonnen genug und erkannten, dass die Kommunikation zwischen ihnen deutlich verbessert werden mußte – und damit begann die Laufbahn des berühmten „Roten Telefons“.

Vom CIA-Chef zum UFO-LobbyistenFournet

**= Hillenkoetter taucht bekanntlich in den MJ-12-Papieren als MJ-1, also als Chef der Geheim-Truppe auf. Später, nach seinem Pensions-Antritt, mischte er aktuell bei NICAP mit. Hierzu ist vielleicht der Artikel „Space Travel May Answer Saucers“ von Douglas Larsen im Moring Star aus Casper in Wyoming vom 29. November 1957 interessant zu erwähnen. Es war die Zeit, als Amerika unter dem russischen Sputnik-Schock stand und diese Schlappe zu verdauen hatte. Im Gespräch mit Larsen hatte Admiral R.H. Hillenkoetter in Anbetracht des Aufbruchs der Menschheit in den Weltraum erklärt: „Satelliten- und die Weltraumerkundungs-Programme könnten uns neue, wertvolle Informationen betreffs UFOs liefern, ja vielleicht sogar einen Beweis ihrer Realität erbringen. Ähnliches erwarte ich auch in Anbetracht der gewaltigen Zunahme der Himmelsüberwachung durch Radar und teleskopischen Bahnverfolgungs-Systemen, sowie durch die zunehmende Beobachtung des Himmels von immer mehr astronomisch interessierten Menschen. Dadurch ist zu erwarten, dass wir einen Anstieg von detailierten UFO-Berichten von ausgebildeten Beobachtern erfahren, die uns Informationen über Kurs, Geschwindigkeit, Höhe, Manöver sowie Größen und Gestalten dieser Objekte geben können.“ Auch Major Dewey Fournet, ehemaliger Pentagon-Projekt-Offizier für UFOs und in jener Zeit Mitglied des NICAP-Führungsstabs, äußerte sich erwartungsvoll über das von zahlreichen Amateur-Astronomen und einigen profi-Astronomen getragene Projekt Moonwatch, weswegen er sogar von einer „Armee von Idealisten“ sprach, die man dazu verwenden könne, um mehr über Untertassen zu erfahren. Darüber hinaus warf er einen Blick in die Zukunft und erwartete, dass durch den Einsatz von großen Erdbeobachtungs-Satelliten ein Instrument der Wissenschaft in Händen fallen werde, welches imstande sein sollte, UFOs zu orten und zu dokumentieren. Keyhoe unterstützte diese Ansicht mit seinen Worten: „Es ist sicher möglich, dass die ersten Satelliten oder auch Raumschiffe Begegnungen mit interplanetarischen Maschinen, bemannt oder unbemannt, haben werden…“ Aus diesem Grunde forderte er von den Verantwortlichen, dass alle in den Weltraum gebrachten Geräte automatische Kommunikationseinrichtungen auf der Basis von Licht- oder Funk-Signalen an Bord tragen sollten, um anzuspringen, wenn sich UFOs ihnen nähern. „Alle zurückgehenden Antworten sollten dann automatisch zur Erde geschickt werden, um daraufhin eine direkte Kommunikation von Erdstationen aus zu übernehmen. Da die USA sowie Rußland Mondstationen planen, ist es durchaus denkbar, das bereits eine Rasse von einem anderen Planeten auf dem Mond eine derartige Station unterhält“, schwadronnierte Keyhoe abschließend. Im Innern der Firma Das aus all diesen von Hoffnung getragenen Wünschen an die Zukunft nichts wurde, wissen wir inzwischen nur zu genau. Diese Hoffnungen und Erwartungen, welche sich nicht erfüllten, gehen Pari mit einer Kette weiterer derartiger Wunschvorstellungen, die sich schlußendlich als ufologische Seifenblasen herausstellten – das UFO-Phänomen als solches zieht der menschlichen Erwartungshaltung gegenüber nicht mit. Eines ist darüber hinaus zudem mehr als bedeutend für jegliche Vorstellung über eine UFO-Vertuschung und dem ganzen Kontext von MJ-12: Hillenkoetter als ehemaliger CIA-Chef wußte genauso viel oder genauso wenig über reale UFOs wie alle anderen auch. Nicht umsonst war er dann beim NICAP gelandet, um in einer privat-organisierten UFO-Forschungsgruppe vielleicht mehr zu erfahren, als die US-Regierung imstande war. 

Zurück zur CIA-Verwicklung in Zeiten der UFO-Wirrnis. Eine besondere Aufgabe für einen Nachrichtendienst ist die Sammlung und Auswertung von „geheimen“ Informationen, an die man eher schlecht herankommt, hierzu benötigt man nämlich verdeckt arbeitendes Personal im „feindlichen Lager“ (dies ist recht brisant, da aufgedeckte Agenten in aller Regel als Verräter an die Wand gestellt werden). Daher ist die Hauptquelle von Daten das offizielle Spektrum an Nachrichtenmedien im Feindesland, d.h. Tageszeitungen, Magazine, Illustrierte und elektronische Medien wie Radio und Fernsehen, natürlich auch Bücher und wissenschaftliche Fachpublikationen. Die großen Geheimdienste unterhalten deswegen aufwendige Abteilungen, in denen tagein, tagaus Übersetzer und Sprachspezialisten tätig sind und so die Weltnachrichten aufbereiten. Es wird Sie in Staunen versetzen, aber im Grunde sind es genau diese öffentlich zugänglichen Informationen, die zu aktuellen Lagebeurteilungen herangezogen werden und jeden Morgen in einer Analyse dem US-Präsidenten vom CIA-Chef zum Breakfast gereicht werden. In einer sich immer schneller drehenden Welt ist dies bisweilen noch die beste Art, um Informationen zu erlangen, alsdass man auf verschlungene Pfade lange Zeit auf „Agentenberichte“ warten muß. Im heutigen Zeitalter der elektronischen Kommunikation ist dies natürlich etwas anderes, aber wir stehen ja in unserer Erörterung noch im Nebel der Historie. Klären wir also die Atmosphäre.Will man die Arbeit eines Nachrichtendienstes schildern, dann muß man begriffen haben, welche Aufgaben diese Geheimdienste haben. Ein solcher wie der CIA arbeitet auf drei Hauptebenen. Er muß Nachrichten sammeln und analysieren, er muß seine eigene Integrität mittels der Spionageabwehr schützen und er befasst sich mit politischen Interventionen. Diese drei Funktionen werden von einer Behörde wahrgenommen, die unter der Leitung eines Mannes steht, und jede dieser Funktionen hat ihren eigenen Zweck und dementsprechend ihre eigenen Methoden. Nachrichtendienste existieren nicht im luftleeren Raum. Ein Staat, der weder ein Heer noch Feinde hat, braucht auch keine Spione. Wenn es beides aber gibt, dann muß es auch einen Nachrichtendienst geben. Die Entwicklung der Fernlenkwaffen nach dem Bau der deutschen V-Waffen im 2.Weltkrieg zeigt uns besonders deutlich, dass es zwischen den Streitkräften und dem Nachrichtendienst eine fast unvermeidbare Symbiose gibt. 

Die Rüstungskapazität eines potentiellen Gegners richtig einzuschätzen ist eine der beiden Hauptfunktionen des traditionellen Nachrichtendienstes; die zweite besteht darin, die Absichten des Gegners auszukundschaften. Da Spione nur selten eindeutige Angaben machen können, muß jeder Nachrichtendienst die Wahrheit aus einer Vielzahl zunächst nebensächtlich erscheinenden Informationen herausfiltern. Diese Informationen werden zu einem guten Teil über geheime Kanäle gesammelt. Ein Geheimdienst gehört zu den unausweichlichen Realitäten der modernen Politik, er arbeitet in der Grauzone zwischen offizieller Diplomatie und offenen militärischen Interventionen als außénpolitischer Arm der jeweiligen Regierung. Der amerikanische CIA ist das Werkzeug mit dem der Präsident überall auf der Welt versucht, seinen Willen durchzusetzen. Der CIA ist das geheime Machtinstrument des amerikanischen Präsidenten. In aller Regel fühlen sich die CIA-Beamten mit jenen Ländern verbunden, in denen sie tätig sind, sie beherrschen die Landessprache und sind gute Kenner der jeweiligen Nationalliteratur, aber dennoch – sie sind doch nur Beamte einer fremden Macht. Der Direktor der CIA ist befugt vor höchsten Untersuchungsgremien nicht jede beliebige Frage zu beantworten. Nach dem Gesetz zur Wahrung der nationalen Sicherheit von 1947 war es seine Pflicht die Nachrichtenquellen und die Methoden der Nachrichtenbeschaffung durch die CIA NICHT preiszugeben. Im grunde handelt es sich dabei um die einfache Tatsache, dass geheime Nachrichten nur so lange etwas nutzen, wie deren Weg geheim bleibt auf dem sie beschafft wurden. Die größte Bedrohung, die ein Geheimdienstler erfahren kann ist die Preisgabe seiner Informationsquellen. Wie auch immer, in der ersten Zeit der Behörde unter Admiral Roscoe Hillenkoetter war der Dienst wenig erfolgreich und man ließ sich dort wieder und wieder durch falsche Berichte narren. Gleichsam gab es besondere Probleme – die Papierflut wuchs ins Unermessliche und wurde unübersichtlich. So brauchte ein Analyst u.U. einen ganzen Tag, um den Namen eines potentiellen Informanten und die seinen Fall betreffenden Unterlagen zu finden. Alsbald waren die Karteien völlig durcheinandergeraten und die Akten verschwanden buchstäblich in einem Meer von Papier. Brenzlig wurde die Lage im Sommer 1952, als an zwei heißen Wochenenden das Capitol von einer wahren „UFO-Invasion“ erschüttert wurde (worüber an anderer Stelle noch mehr zu erfahren ist) und die Öffentlichkeit schier in Panik verfiel. In den Lagezentren brach die Kommunikation wegen UFO-Meldungen völlig zusammen*, was natürlich eine heiße Affäre für den Sicherheitsdienst darstellt. Kaum wegen den UFOs selbst, sondern weil die „nationale Sicherheit“aufgrund der UFO-Meldungen an sich bedroht war. Alle anderen Meldungen (darunter auch über mögliche russische Angriffe) waren hinsichtlich der verstopften Kommunikationsbahnen untergegangen bzw drangen erst gar nicht mehr durch! Der CIA fürchtete, dass z.B. die Sowjetunion Berichte durch Agenten ausstreuen und lanzieren könnte, um eine Hysterie zu erzeugen, mittels der dann im Sinne der „psychologischen Kriegsführung“ die Kommunikationskanäle verstopft würden. In einer Flut falscher UFO-Meldungen könnten die echten unidentifizierten Flug-Objekte, nämlich authentische russische Bomber, untergehen. 

Tatsächlich meldeten Beobachter an Posten des Ground Observer Corps bereits seit April 1952 in arktischen Regionen wiederholt Kondensstreifen hoch am Himmel, die von russischen Aufklärungsmaschinen stammten, welche sich erstmals Nordamerika annäherten! Ein weiteres Vordringen der Russen wurde befürchtet und wie bekannt stand das Luftverteidigungssystem mit Lücken da. Dies führte dann zum berühm ten Robertson-Forum, wo auf Drängen der CIA-Führung die besten wissenschaftlichen Kapazitäten sich in Klausur begaben, um den vorliegenden UFO-Nachweis zu prüfen. Ergebnis: Die UFOs an sich stellten keine Bedrohung der nationalen Sicherheit da, aber man empfahl dringlichst, in einer öffentlichen Aufklärungskampagne, den Schleier des Geheimnisvollen rund um die Tassen zu durchtrennen und damit die öffentliche Aufmerksamkeit vom Thema wegzulenken. In ufologischen Kreisen wirft man seither den Verantwortlichen in Regierungen, Militär und Geheimdiensten vor, sie hätten ein „Debunking-Programm“ entwickelt, um die realen Tatsachen betreffs UFOs (ist gleich: Besuch außerirdischer Raumschiffe) zu verdecken. Übersehen wird hierbei freilich, dass die Empfehlung des wissenschaftlichen CIA-Ausschußes nie belegbar umgesetzt wurde. Wichtig schien es zu sein, dass die Schwemme von UFO-Berichten über das Ground Observer Corps auch eingedämmt wird, in welchem zahlreiche ungeübte Freiwillige eingesetzt waren, die nun erstmals konzentriert den Himmel absuchten und da natürlich erstmals füpr sie seltsame Dinge sahen, die in Zeiten der Fliegenden Untertassen-Hysterie für sie einfach zu den UFOs zählten. Die Washingtoner-UFO-Invasion kam also zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt und es wird aufgrund der Komplexität der realen Probleme deutlich, dass die oberen Herren im Pentagon durchaus ins Schwitzen gerieten, weil die Lage so unübersichtlich und verworren wurde. *= Timothy Good beschreibt in „Jenseits von Top Secret“ eine ähnliche Situation in England. 1953 sah sich Luftwaffenminister Ward direkt gezwungen einzugreifen und die UFO-Thematik in der öffentliche Diskussion kurz zu halten. Dies in Folge der Ereignisse vom 3. November 1953 in West Malling (ein Wetterballon von 23 Meter Durchmesser und angehängter Radiosonde war über der Grafschaft Kent aufgetaucht und von einer RAF-Maschine sowie von Offizieren des Flugabwehrkommandos am Boden aus gesehen und als Fliegende Untertasse eingestuft worden, was in der Presse zu einem Berichtesturm führte), die sogar zu einer Anfrage im englischen Unterhaus führten. Damals war Whitehall unter den Anrufen zusammengebrochen, sodass sogar ein Cousin von Sir Winston Churchill nicht mehr zu seinem gewünschten Gesprächspartner durchkam. Die Behörde war völlig paralysiert und von der Welt abgeschlossen. Ward befahl daraufhin allen Piloten, nichts mehr in Sachen Untertassen an die Presse weiterzugeben oder dazu etwas in der Öffentlichkeit zu sagen. Er erklärte: „Schauen Sie, ich versuche, eine Luftwaffe zu betreiben. Wenn eine Geschichte wie diese bekanntgegeben wird, wird der arme diensthabende Offizier zur Raserei gebracht. Sein Telefon ist mit Anrufen blockiert, und er kann der Aufgabe, einen leistungsfähigen Flugplatz zu betreiben, nicht mehr gerecht werden. Was glauben Sie was los ist, wenn gar das Verteidigungs-Ministerium deswegen blockiert wird?“ Der Mann erklärte übrigens ebenso, warum eine Regierung wie die Ihrer Majestät nicht einfach so die Existent der Fliegenden Untertassen zugeben könne: „Ohne Beweismaterial zu liefern, das die breite Öffentlichkeit wirklich anfassen kann, würden die Leute glauben, dass die Regierung verrückt geworden wäre und das Vertrauen zu ihr verlieren.“ Als Folge dessen versuchte die US Air Force ihr UFO-Nachforschungsprogramm etwas anders auszulegen und dementsprechend auch ihre Public Relations-Arbeit mehr auf den Aspekt zu verlegen, zu verdeutlichen, dass die UFOs nur Unsinn darstellen und man sie nicht ernstnehmen solle. Damit sollte das öffentliche Interesse reduziert werden, aber aufgrund mancher Flops, die gerade in den 60er Jahren passierten, geschah genau das Gegenteil, aber dies ist wieder eine andere Geschichte aus dem Land der unerwarteten UFO-Möglichkeiten. 

In den 30ern und 40ern des letzten Jahrhunderts war es durchaus Methode unliebsame Regierungen in Mittelamerika und der Karibik einfach mittels militärischer Interventionen aus dem Amt zu jagen. Aber aus unterschiedlichen Gründen hielt man es in den 50ern nicht mehr für angebracht unschickliche Leute dadurch zu entmachten indem man ihnen einfach die Marineinfanterie ins Land schickte. Man beauftragte dann den CIA um mittels komplexen Plänen im Bereich der Propaganda und psychologischen Kriegsführung das selbe Ziel zu erreichen. Der US-Kongress setzte immer wieder einmal einen CIA-Generalinspekteur ein, der die höchste Befugnis bekam alle CIA-Geheimnisse einsehen zu dürfen und über sie informiert zu werden. Als es 1967 eine politische Kontroverse rund um das Wirken des CIA gab wurde Jack Earman in diese Position berufen und der damali ge CIA-Chef Helms mußte sich ihm offenbaren. Es gelang ihm aber das am strengsten gehütete Geheimnis zu verbergen – die Versuche zur Ermordung ausländischer Staatsmänner. Dies war nur deswegen möglich, weil das oberste Gesetz der Geheimdienste es ist, eben keine Akten über solch brisante Vorgänge anzufertigen. Papiere können verlorengehen und in unliebsame Hände gelangen, sie können gestohlen werden oder tauchen irgendwann auf, um zum Bumerang zu werden. Sollte also das Geheimnis einer abgestürzten Fliegenden Untertasse durch die so genannten MJ-12-Papiere aufgedeckt worden sein, rein theoretisch, dann kann dieser Vorfall niemals jene Bedeutung gehabt haben, um daraus das oberste Staatsgeheimnis zu machen – allein schon aufgrund der simplen Tatsache, dass die Papiere überhaupt existieren. Zu den Aktivitäten der ‚Firma‘ gehören ganz selbstverständlich der „psychologischen Kriegsführung“. Kuba war eines der CIA-Ziele, genauso wie viele Staaten Lateinamerikas und der Karibik, die nach US-Verständnis den „Hinterhof der USA“ ausmachen und wegen ihrer oftmals revolutionären Regimes als Unruheherde gelten in denen Moskau mitmischt. Die schützenden Arme des Erzfeindes UdSSR ließen aber Kanonenboot-Politik selten zu, auch der Blick der Weltöffentlichkeit in diese Gegend der Welt wurde geschärft, sodass früher eingesetzte Brachialgewalt-Methoden nicht mehr so offen anzuwenden waren. Einem CIA-Plan nach wollte man die römisch-katholische Bevölkerung Kubas davon überzeugen, das Castro nicht mehr das Vertrauen Gottes besass. Dazu wurde ein kühner Plan umgesetzt: man verbreitete auf Kuba das Gerücht vom Anbruch des Jüngsten Gerichts und das Christus über Kuba erscheinen werde. Dies sei nur zu verhindern, wenn man Castro beseitige. Dazu wurde das Projekt „Elimination durch Illumination“ in Gang gebracht, wie Thomas Powers in seinem Buch „CIA – Ein Insider-Bericht“ ausführte: In einer Nacht erschien ein US-U-Boot vor der kubanischen Küste und schoß leuchtende Raketen in den Himmel, die dann ein spektakuläres Schauspiel quasi aus dem Nichts heraus lieferten. Dies sollte die Kubaner dazu drängen anzunehmen, dass das Jüngste Gericht alsbald anstehe. Das Feuerwerk wurde zwar geliefert, bewirkte aber nichts. 

Ein anderer Schachzug, insbesondere in den 60ern, war die Unterwanderung von Massenmedien in Südamerika, um dort „Schwarze Propaganda“ über die CIA-Abteilung „Psychological Warfare in the Media“ auszustreuen. Hierbei wurden falsche Meldungen in Presse, Rundfunk und TV lanciert um Differenzen in der Bevölkerung zu schaffen und Unsicherheitsgefühle betreffs der nationalen Sicherheit zu erzeugen. Dabei wurde das gesamte Instrumentarium religiöser, ethnischer, politischer, ökonomischer und anderer Themen wie übernatürliche Ereignisse und himmlische Weissagungen sowie Greuelgeschichten eingesponnen um Unruhe und Unsicherheit zu erzeugen, wenn plötzlich kleine lokale Geschehnisse und „merkwürdige Dinge“ zu ungeheuren Ereignissen aufgemotzt werden die schier schon nationale Krisen hervorrufen und die Menschen auch ablenken sollen, indem sie sich mit etwas unwichtigem beschäftigen, während gleichsam im Hintergrund ganz andere wichtige Dinge laufen. Damit sollten nicht unmittelbar Volksaufstände mobilisiert werden, sondern Unsicherheiten zwischen dem militärischen und politischen Bereich im jeweiligen Zielgebiet. Noch in den 70er Jahren sollen 200 Zeitungen so vom CIA kontrolliert worden sein. Es würd emich nicht wundern, wenn so auch UFO-Geschichten produziert worden sind, welche regelmäßig ganz Südamerika in Aufregung versetzten. Bedenken wir, dass dieser Kontinent ganz seltsame und bizarre UFO-SAbenteuer zu vermelden hat, wie sie sonst kaum in der Welt bekannt werden. Das „UFOs“ gerne als Deckmantel für geheimdienstliche Aktivitäten etc genutzt werden wird klar wenn man sieht, was im Fall Roswell und Mantell passierte und wie man selbst in Russland die hochgeheimen Raketenstarts vom supergeheimen Raketenzentrum Plesetsk als UFOs durchgehen ließ. 

Bereits im März 1980 hielt ich Dank der Vermittlung des deutschen Botschafters in Washington, D.C. jene 879 Seiten CIA-Papiere in der Hand, welche via der „Gesetzgebung zur Freiheit der Information“ (FOIA, Freedom of Information Act) inzwischen vom CIA betreffs UFO-Unterlagen öffentlich zugänglich gemacht worden sind. Wer ebenso daran interessiert ist, schreibe diesbezüglich unter Berufung auf FOIA an: Central Intelligence Agency, Office of FOIA-Affairs, Acting Information and Privacy Coordinator, Washington, DC 20505, USA. Alle bisher kursierenden Spukgeschichten zerplatzten wie Seifenblasen, worüber ich bereits im Journal für UFO-Forschung Nr. 1/1981 im dem Leitartikel „Nichts Neues vom CIA“ berichtete. Die CIA-Dokumente enthielten bis auf ganz wenige Ausnahmen keine direkten eigenen Untersuchungs- und Nachforschungs-Berichte, sondern nur aufgezeichnete Übersetzungen fremdsprachiger Zeitungsartikel und Rundfunkmitschnitte über UFO-Meldungen und der allgemeinen Diskussion hierzu, wie sie auch im Westen geschehen. Eine Bewertung der Inhalte und ihre Glaubwürdigkeit gab es jedoch nicht. Man sprach weder mit den Zeugen, noch gab es Recherchen und Erhebungen. Keine Ermittlungen und keine Spezialanalysen. Der Besuch jedes besseren deutschen Pressearchivs einer großen Zeitung oder Illustrierten würde kaum ertragreicher sein. Nur die Zahl der UFO-Sichtungsmeldungen für den vollen Zeitraum der 50er Jahre aus Russland, Asien und dem Nahen wie Fernen Osten sowie Europa schwoll an. Insbesondere der afrikanische Kontinent stand Anfang der 50er Jahre unter starker Beachtung des CIA. Warum ist historisch begründet und kein Zufall. Während des Kalten Kriegs standen sich die westliche und kommunistische Welt als Feinde gegenüber. Eines der am wenigsten Kapitel dieser Geschichte spielte sich auf afrikanischem Boden ab. Die Kolonialherrschaft war gefallen und das arme, schwache Afrika damit dem Spiel der Kräfte ausgesetzt. Dies weckte Begierlichkeiten auf ein Territorium voller wertvoller Rohstoffe. Und 1955 nahm eine Bewegung der blockfreien Staaten ihren Anfang – sollte es eine Dritte Macht geben? In der KPdSU sah man die nationalistischen Führer Afrikas bis dahin als unfähig an, die dortigen Länder zu führen – zudem standen sie im Dienste des Imperialismus. Die Sowjetunion engagierte sich und der Rote Bär streckte seine Arme aus – und dann gab es die Sichtungen unidentifizierter Flug-Objekte. 

Einige Beispiele sollen zur Einsicht genügen: * Bericht Nr.00-W-24639. Datum der CIA-Registrierung; 24. November 1952. Zusammenfassung von Zeitungsberichten aus Marokko, Algerien, Tangier, französisch West-Afrika im Zeitraum 17. Juli bis 8. Oktober 1952: Sichtungen von unidentifizierten Flug-Objekten über Spanien und Afrika, Juli-Oktober 1952. Ein Diskus erschien über Marrakech. Rabat, L’Echo du Maroc, 17. Juli 1952. Um 21 h sahen viele Leute ein großes, leuchtendes Diskus-Objekt horizontal dahinfliegend. Dann zerbrach es in einem Lichtschein. Ein zweiter, kleinerer Diskus erschien dann und zog rasch gegen Südwesten. Zusammen dauerte es etwa eine Minute. Diese beiden Phänomene wurden von verschiedenen Punkten aus in Marrakech gesehen und als leuchtende Diskuse mit schwindelerregender Geschwindigkeit berichtet. Am 14.Juli bereits wurden Fliegende Untertassen über der Ifrana-Region auf Meknes gesehen. Leuchtender Diskus oder Ball über Moulay Bousselham gesichtet. Rabat, L’Echo du Maroc, 5. August 1952. Am 2. August, gegen 20:45 h, sichtete eine Gruppe von fünf zuverlässigen Zeugen einen leuchtenden Diskus oder Ball am Himmel über Moulay Bousselham in französisch Marokko. Das Objekt war rot im Zentrum und bläulich am Rand, es flog sehr schnell von Südost nach Nordwest, wobei es für ca. 20 Sekunden in Sicht blieb bevor es über dem Horizont verschwand. Leuchtende Objekte über Algerien gesehen. Oran, Oran Republician, 16. August 1952. In Ain Sefra observierte in der Nacht des 12. August ein Eisenbahnbeamter einen Feuerball, welcher plötzlich hinter einigen Wolken hervorkam, quer über den Himmel von Ost nach West zog und einen leuchtenden, rosafarbenen Schweif hinter sich herzog. Das Objekt schien herabzukommen, nahm dabei an Umfang zu und explodierte plötzlich ohne jegliches Geräusch. Um 21:45 h des 14. August sahen zwei Personen in der Stadt Constantine ein leuchtendes Objekt, welches mit hoher Geschwindigkeit gegen Guelma flog. Gemäß den Zeugen hatte der Apparat keine Ähnlichkeit mit einer Fliegenden Untertasse, emittierte jedoch ein sehr helles Licht. Zur Sichtungszeit hatte das örtliche Wetterbüro keinen Wetterballon aufgelassen. Am selben Tag, jedoch bereits um 19:20 h sahen viele Leute an den Docks von Philippeville am Himmel einen enormen, roten Diskus von Nord nach West ziehen, welcher einen grünlichen Schweif hinter sich herzog. Tausende Zeugen sahen Untertasse über Marokko und Tangier. Casablanca, Maroc-Press, 22. September 1952. 

Am 21. September 1952, gegen 18:20 h, flog ein ungewöhnliches Objekt, vielleicht eine Fliegende Untertasse, mit großer Geschwindigkeit über Casablanca. Kurz danach erreichten uns 15 Telefonanrufe von Anwohnern und von unseren Tangier-Korrespondenten. Alle beschrieben das selbe Objekt um 18:20 h von Ost nach West fliegen aus Richtung Rabat kommend. Es war leuchtend, zigarrenförmig und zog einen silbernen Rauchschweif nach sich; in anderen Beschreibungen sprach man von einem leuchtenden, weißlichgrünen Globus mit einem nachgezogenen Konus. Von Bord eines außerhalb Casablanca ziehenden Flugzeugs wurde eine kugelförmige Masse mit einem weißen Rauchschweif geschildert, die kurz darauf in einer Explosion verging und einen Funkenschauer hinterließ. Über 6.000 Zuschauer eines Boxkampfes in Casablanca sahen das Objekt über die Arena dahinfliegen. In Louis Gentil meldeten es ebenso viele Menschen. Aus Marrakech kamen Meldungen herein, wonach es sich um einen Meteor handelte, der dort ebenso von mindestens drei Personen gesehen worden war. Bericht über ein fremdes Objekt in Tangier und Fes. Fes, Le Courrier du Maroc, 22. September 1952. Am 21. September, um 18:15 h, sahen viele Menschen in einer 17 km vor Tangier liegenden Bucht einen leuchtenden Diskus vom Durchmesser der untergehenden Sonne. Dieser Diskus schoß horizontal von Ost nach West dahin. Nachdem er sich fast 12 Sekunden auf seinem Kurs gehalten hatte, zerbrach er in zwei große Flammen-Schweife und verging. Zurück blieb ein leuchtender, weißer Streifen am Himmel. Pilot bekam für kurze Zeit Sicht auf Untertasse. Casablanca, Maroc-Press, 23.September 1952. Der Pilot eines Touristen-Flugzeugs meldete am 21. September, dass er für 10 Sekunden und über 50 Meter hinweg in die gleiche Richtung wie eine Fliegende Untertasse flog. Pilot Creze, ehemaliger Militärflieger, befand sich im Landeanflug auf den Flughafen von Casablanca, als das fremde Objekt links an seiner Maschine vorbeiflog, dies mit vielleicht doppelter Geschwindigkeit als er selbst. Die Entfernung betrug gerade 30 Meter. Ein Mechaniker auf dem Flugfeld sah dies ebenso. Das Objekt sah wie eine hellblaue, ins grünliche gehende Flamme von länglicher, zigarrenähnlicher Gestalt aus. Es gab kein wahrnehmbares Geräusch von sich. Creze: „Nachdem es das Flugzeug passsiert hatte, verschwand es in Richtung offene See.“ Creze erinnerte sich noch an die Geschichte des US-Piloten Captain Mantell und zog es vor, dieser Untertasse nicht zu folgen. Zur selben Zeit sahen ein französisches Ehepaar und ihre Landarbeiter in Azemour, französisch Marokko, ein fremdes Objekt vorbeisausen und in einer dumpfen Explosion vergehen. Dies ist das erste Mal, wo bei diesen Objekten ein Geräusch gehört wurde. Angenommenes Objekt über Marokko war nur ein Meteor. 

Rabat, L’Echo du Maroc, 22. September 1952. Gestern, am frühen Abend, wurde um 18:15 h ein mysteriöses Objekt überall in Marokko gesehen und sogar über Rabat observiert. Es sah mehr einem Meteoren ähnlich, als einer Untertasse. Es bewegte sich geradlinig und war weißglühend. Gelegentlich wurde das Objekt als ein orangefarbener Feuerball, als ein Pfeil oder als konusförmiges Ding mit grün-blauer Rauchwolke beschrieben. Gemeldet wurde auch, dass es von Ost nach West flog und parallel zur Küste; man ging von der Geschwindigkeit eines konventionelles Flugzeugs in 1.000 Metern Höhe aus. Dieses Objekt war nur für Sekunden sichtbar, während sein Schweif bis zu fünf Minuten verblieb und sich dann auflöste. – E N D E – Soweit also der erste Bericht auf einem CIA-Formpapier. Hier wird deutlich, um welche Art von Qualität die CIA-Überwachung hatte und dass die gemeldeten Objekte überall auf der Welt in der gleichen Form auftreten und fast identisch beschrieben werden, meistens mit schwerem Verdacht auf Meteore. Schauen wir uns den Inhalt weiterer CIA-UFO-Dokumente an: Ein Memorandum vom 22. August 1952 ist vom „Assistant Director for Operations“ an den „Deputy Director“ der CIA gerichtet und hat den dramatischen Inhalt: „UdSSR und Satelliten-Staaten erwähnen Fliegende Untertassen!“ Als Punkt 1 stellt man fest, dass der Rückblick auf sowjetische Publikationen der letzten zwei Jahre nurmehr einen „höhnischen Inhalt“ hinsichtlich der imperialistischen Untertassen aufwies und keine „faktischen Beweise“ einbrachte, wonach die Untertassen von dort kommen. Punkt 2 weist aus, dass die Sowjets die UFOs als amerikanisches Gerät ansehen, welches vom US-Marine-Forschungs-Büro in Form von Stratosphären-Ballons aufgelassen wird. US-Regierungskreise wüßten sonach alles über die harmlose Natur dieser Erscheinungen, aber sie ließen die Öffentlichkeit im Ungewißen, um taktischen Zielen hinsichtlich einer Kriegs-Hysterie zu entsprechen. Nach Punkt 3 bezieht man sich auf ein Telex des US-Außenministeriums, wonach am 14. August die Budapester Zeitung Szabad Nep berichtete, dass die Fliegenden Untertassen-Geschichten ein weiterer Versuch der Amerikaner sind, um Kriegshysterie zu erzeugen. Der Osten wies also die UFOs als amerikanische Propaganda zurück! Parallel einher geht natürlich die Feststellung, dass die östliche Welt ihre Verantwortung für dieses Phänomen zurückwies. Damit fiel die Vermutung zusammen, wonach die Untertassen sowjetischer Herkunft sind. Anno 1948 erschien der erste höhnische Kommentar zu den amerikanischen Untertassen-Sichtungen und 1951 verwies die sowjetische Presse nochmals deutlich auf den Stratosphären-Ballon des Skyhook-Programms. Während man in den USA nach den Schuldigen der Untertassen-Hysterie suchte und sie in roten Agenten festzumachen schien, münzten die Russen dies sofort um und warfen den USA vor, die Untertassen-Story einzusetzen, um den Osten zu verunsichern und sie als kriegstreibende Propaganda auszunutzen. UFOs als ideologisches Schlachtfeld von Ost und West (im Zeichen des Kalten Krieges). Aber es blieben Unsicherheiten über die mögliche Herkunft der Rätselflieger: Das US-Außenministerium vergab an seine Botschaften den Auftrag, jegliche Berichte über Fliegende Untertassen in Ländern hinter dem Eisernen Vorhang nach Washington zu melden. 

Die Akten des CIA sprechen eine deutliche Sprache: * CIA-Bericht Nr.00-B-18589, Eingang: 2. August 1956. Land: UdSSR, Stalingrad. Thema: Schnell-bewegende Flug-Objekte über Stalingrad im Frühjahr 1954. Eine CIA-Quelle berichtete so wörtlich: „Im Frühjahr 1954 befand ich mich zur Behandlung in einem Militär-Hospital nahe der Munitionsfabrik Barrikadi. Während zweier Gelegenheiten meines Krankenhaus-Aufenthalts sah ich mit anderen Patienten den Flug von einem unbekannten Objekt, welches aus Südosten kam und nach Nordwesten flog, von Horizont zu Horizont. Ich kann die Gestalt des jeweiligen Objektes nicht beschreiben und erinnere mich nur, dass sie jeweils in etwa einer Minute mein gesamtes Gesichtsfeld durcheilten. Diese Objekte riefen gewaltige Erschütterungen der Luft hervor und gaben kreischende, wimmernde Geräusche von sich, die man mit jenem von einem Artillerie-Geschoß nicht vergleichen kann.“ * CIA-Bericht Nr.00-K-3077200, Eingang: 1. April 1957. Land: Ungarn. Thema: Unbekannte Flugobjekte, observiert über Budapest. Der CIA-Informant berichtete: „Anfang Mai 1956 bekam ich von einigen Ingenieuren, Bekannte von mir mit hoher Glaubwürdigkeit, erzählt, dass das ungarische Verteidigigungs-Ministerium von dem Überflug einer Formation von unbekannnten Flug-Objekten alarmiert sei, die dieser Tage in östliche Richtung zogen. Meine Freunde berichteten mir, es habe den Anschein, als handle es sich hierbei um Flugzeuge, die in großer Höhe (25.000 Meter) und mit extremer Geschwindigkeit dageflogen waren. Radareinheiten des Armee-Luftverteidigungs-Kommandos hatten sie geortet. Man konnte nichts unternehmen, um diesen Überflug zu behindern oder zu stören, dies alleine schon deshalb, weil keinerlei Waffen den ungarischen Militärs zur Verfügung stehen, die diese Flughöhe erreichen. Während des Mai und Juni 1956 gab es zahlreiche Berichte aus allen Teilen Ungarns über das Auftauchen von ‚Fliegenden Untertassen‘. Für zwei oder drei Wochen erschienen fast täglich hierzu Berichte in fast allen Tageszeitungen. Man stellte die Objekte als schnell-fliegende Körper, die im Fluge imstande waren ihre Richtung, Beschleunigung und Geschwindigkeit zu ändern, da. Meine Freunde berichteten mir von Diskussionen am Kriegs-Technischen Institut mit Ungarns führenden Mathematikern, Ingenieuren und Technikern betreffs dieser Objekte. Man kam jedoch zu dem Schluß, dass diese Untertassen nicht existieren und wenn irgendetwas daran sei, dann wurden diese Berichte von der US-Propaganda ausgestreut. Als offizielle Stellungsnahme veröffentlichten die Zeitungen schließlich die Position der ungarischen Regierung, wonach der ‚Fliegende Untertassen‘-Schreck nur ein Mythos ist. Eine interessante Feststellung einer meiner Freunde war die Aussage: ‚Auch wenn sie nicht existieren, ich hoffe doch, sie sind eines Tages unterwegs auf dem Weg nach Moskau, um es zu bombardieren.“ 

* Bericht Nr.00-B-3.115.275, Eingang: 27.10.1958. Land: UdSSR, nahe Leningrad. Thema: Unerklärliches, sich bewegendes Licht am Himmel. Ein nicht namentlich identifizierter US-Offizieller (Diplomat) befand sich am Abend des 10. Juli 1958 auf der Zugfahrt von Leningrad nach Moskau, „als wir gegen 22 h ein helles Licht in der Luft sahen, welches von einem dunklen Schweif begleitet wurde. Es war viel zu hell für ein Flugzeug. Seine Entfernung mag zwischen fünf bis dreizehn Meilen betragen haben und es wird wohl kaum über 300 m hoch geflogen sein“, erfahren wir. Der amerikanische Diplomat fragte seine Begleiter im Abteil, ob sie dieses Licht ebenso sehen würden, sie sagten alle zu und ihr russischer Übersetzer Ivanow nannte es spaßig eine „Fliegende Untertasse“. Verdächtig, verdächtig, da der Diplomat dem CIA gegenüber erklärte: „Ob er (also Ivanow) etwas mehr weiß, ist nicht zu bestimmen.“ * Unser letzter Beispielsfall kommt aus der sowjetischen Ukraine und betrifft ein „möglicherweise unidentifiziertes Flug-Objekt“. CIA-Report Nr.CS-3/414.903, Eingang: 22. Oktober 1959. Hierbei handelt es sich um einen Bericht über allgemeine Erfahrungen aus dem sowjetischen Alltag und Beobachtungen des Informanten. Insgesamt werden drei Themen auf fünf Seiten abgehandelt, Thema Nr. 2 wird als „UFO-Affäre“ kurz angerißen, es ist Absatz Elf im Gesamtbericht. Der Zeuge erwähnt „einen leuchtenden, orangenen Ball mit Schweif gegen 20:30 h“ gesehen zu haben, „der mitten in der Luft erschien und auch sofort wieder verschwand. Er war nur kurze Zeit sichtbar und es sind keine weiteren Informationen dazu erhältlich“. Diese Beispiele aus dem nun aufgeschloßenen Tresor des Geheimdienstes CIA weisen auf, dass der Begriff Fliegende Untertasse ein Allgemeinplatz und Sammelhort für mancherlei luftiges Kuriosum und auch astronomisches Phänomen war, die ganz und gar nichts mit den wunderbaren uns allen bekannten Fliegenden Untertassen-Bildchen aus Bilderbüchern und Magazinartikeln zu tun haben. Ganz konkret ist auch: Zunächst auffallende, spektakuläre Erscheinungen am Himmel, die man durchweg als einen Feuerball-Meteor (Boliden) erkennt, meldet man in der ersten Aufregung vorschnell als der Besuch einer Fliegenden Untertasse, auch wenn das originale Naturphänomen mit dem mentalen Untertassen-Konzept und -Bild rein gar nichts zu tun hat. Die UFOlogie war erschüttert, als die Szene erfuhr, dass der amerikanische Nachrichtendienst CIA nun über die sogenannte Haines-Studie reinen Tisch machte. Dies ist auch gar nicht verwunderlich, weil der Dienst natürlich um das öffentliche Interesse an dieser Affäre weiß. Während die 1977 in der Carter-Administration umgesetzte Freedom of Information Act (FOIA) ein Ergebnis der Bürgerrechtsbewegung ist, wird die FOIA jedoch nicht nur dazu genuzt, um dem Bürger zu zeigen, welche Informationen die Staatsbehörden über ihn zusammengetragen haben, sondern auch um besondere Themen auszuleuchten. 

Wie Michael Ravnitzky am 17.9.1997 auf der Project 1947-Mailingliste in seinem Beitrag „Investigative Reporting into UFOs and the Military: A New Research Tool“ ausführte, bekam die US Air Force alleine 1996 Tausende von FOIA-Eingabe zur Bearbeitung, hiervon betrafen 20 bis 25 % allein UFOs und andere exotische bzw paranormale Themen. Wie wir wissen ist auch bei der NASA das UFO-Thema die Nummer 1 auf dem Tagesplan des Büros für Öffentlichkeitsarbeit. Kaum zurückhaltender dürfte die FOIA-Dienststelle beim CIA mit Anfragen beharkt werden. Aus diesem Grunde war es wohl an der Zeit sich einmal öffentlich zum Thema zu stellen, um die ufologischen Wachhunde zu beruhigen. Der 50. CIA-Geburtstag bot sich dazu ideal an, nicht umsonst hatte auch „Roswell: Case closed“ zum Tag der 50. Jahres-Feierlichkeit der USAF den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. Parascope hatte sich nun ebenfalls dem Thema angenommen und John Elliston griff als Dossier-Editor das Thema „The UFO Cold War New Revelations in a CIA-published Study“ nochmals auf. Nochmals verwies man hier darauf, das Gerald Haines ein Historiker des National Reconnaissance Office (NRO) ist und nicht dem CIA selbst angehört. Die Hauptaufgabe des NRO ist die Auswertung von Satellitenbildern, die von deren hauseigenen Keyhole-Satelliten stammen. (Nebenbei: Die NSA dagegen führt elektronische Lauschangriffe durch, hört weltweit Telefongespräche und Funkkommunikationen ab. Siehe hierzu die am 23.12.1992 auf RTL in der Sendung Explosiv ausgestrahlte NSA-Dokumentation sowie Newsweek vom 6. September 1982 den Artikel „Entschleierung der geheimen NSA“ von David C.Martin).) Elliston konnte nun mit dem normaler Weise eher scheuen Gerald Haines direkt sprechen, wodurch nochmals ein paar Punkte klarer hervorgehoben wurden, die auch für Sie von Interesse und Bedeutung sein sollten. 

Haines erklärte klipp und klar, das seine Studie von Präsident Clinton´s erstem CIA-Direktor, James Woolsey, angeordnet worden war, um selbst sicher zu gehen, das alle Fakten über UFOs in Händen der CIA auf den Tisch kommen (und er informiert wurde, was seine Firma in dieser Affäre wirklich auf dem Kerbholz hat), nachdem Woolsey in einem Radio-Interview darauf gebracht worden war. Als Vertreter des NRO sollte Haines mit seiner übergeordneten Neutralität und als sachverständiger Historiker die CIA-Akten durchforsten. Dabei stellte er fest, dass die Geheimdienste (genauso wie Millionen Amerikaner auch) gelegentlich ein sporadisches Interesse betreffs UFOs an den Tag legten. Der CIA überwachte die ersten Schritte der US-Luftwaffe in deren eigenen UFO-Projekten aufgrund des etwaig darin enthaltenen „Potentials einer nationalen Sicherheits-Bedrohung“. Der CIA schaltete hierzu sein Office of Scientific Intelligence (OSI) ein. Das CIA-Interesse, so zeigte sich, lag in den UFO-Berichten als solche und der Fragestellung, ob diese Fälle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellten. Als Höhepunkt der CIA-Aktivität wurde im Januar 1953 das Robertson-Forum zusammengestellt, welches in einer Experten-Runde die UFO-Frage begutachtete. USAF und CIA stimmten darin überein, zu vermeiden, dass das Interesse an UFOs durch den Geheimdienst nicht der Öffentlichkeit bekanntgemacht werden sollte, „um nicht den Eindruck zu erwecken, als nähme man die Sache weitaus wichtiger, als sie in ihrer Bedeutung für die Behörde tatsächlich war“. Nach dem Robertson-Forum verlor der CIA rasch sein Interesse an den UFOs. „Die CIA-Leute hielten ihre UFO-Akten bewußt auf einem Minimum, damit keine Aufzeichnungen zustandekämen, die bei ihrer Freigabe nur unnötig die Öffentlichkeit in die Irre führen könnten“, erklärte Haines gegenüber John Ellistion nochmals. Näher betrachtet: Das Robertson-Forum Wir alle sollten um das sogenannte Robertson-Panel vom Januar 1953 wissen, wenn wir über UFOs und Verschwörung, CIA und gemeine UFO-Komplotte reden. Dieses Forum entstand als Folge der abgelaufenen Aktivitäten im Sommer 1952 zu Washington, D.C. An gleich mehreren Wochenenden waren UFO-Targets auf den Radarschirmen aufgetaucht und diese Sache sorgte für einen gewaltigen öffentlichen Wirbel. Das Pentagon erfuhr eine scharfe Form des Kommunikationszusammenbruchs – die Telefone liefen hieß und aufgrund der öffentlichen Anfragen brachen die Telefonzentralen zusammen. Dies ist eine gefährliche Situation für die nationale Sicherheit. Die UFO-Ereignisse selbst wurden alsbald als Effekte von Temperatur-Inversionen erkannt, aber die Folgen waren ganz andere. Was ist, wenn eine potentiell feindliche Macht den UFO-Rummel ausnutzt und eine UFO-Hysterie derart aufheizt, dass nochmals eine Situation wie aus dem vorausgegangen Sommer zustandekommt und parallel einher feindliche Bomber das Land angreifen – und niemand merkts wegen dem UFO-Trubel? Tatsächlich wissen wir heute, dass sich der damalige CIA-Direktor Walter B. Smith darüber Gedanken machte und an den Direktor des „Psychological Strategy Board“ eine Denkschrift in Sachen „Flying Saucers“ schickte, um bei der nächsten Sitzung der CIA-Spitze dieses Thema einmal unter dem Gesichtspunkt zu diskutieren, dass der Fliegende Untertassen-Schreck das Ergebnis einer „psychologischen Kriegsführungs“-Strategie ist um zu sehen, ob man damit von feindlichen Angriffen ablenken kann. 

Dazu mußte die Firma erst einmal das Phänomen näher unter die Lupe nehmen und ließ über das Luftwaffen-Projekt sich einweisen und setzte das Robertson-Forum ein, um die Sicherheitsimplikationen des Themas anhand des besten Fallmaterials zu prüfen. Bevor wir weitermachen, sollte man sich die Perspektiven des Air Defense Command zu jener Ära näher anschauen. Um die Implikationen der 1952er UFO-Welle zu verstehen, muß man wissen auf welchem Weg das Militär damals den Himmel überwachte. UFO steht für unidentifiziertes Flugobjekt im Jargon der Flieger und Militärs, dies bedeutet nicht gleich ein Raumschiff vom anderen Planeten, sondern zunächst irgendein Flugobjekt welches unidentifiziert ist oder unangemeldet sich durch z.B. den Luftraum der Vereinigten Staaten bewegt. Natürlich ist gerade auch zu Zeiten des Kalten Kriegs das US-Militär an solchem „unidentifizierten“ Luftverkehr interessiert, da man noch bis 1989 jederzeit einen sowjetischen Überraschungs-Luftangriff befürchtete, der als Erstschlag mit „Enthauptungs-Kapazität “ geführt würde. Vergessen darf man auch nicht, das es 1952 keinerlei Satelliten-Systeme zur Luftraumkontrolle gab und alles in Sachen nationale Luftraumkontrolle und Luftsicherheit via Radar geregelt werden mußte. Einer relativ neuen Technik, die gerade einmal vor zehn Jahren entwickelt wurde. 1952 gab es also eine direk te Abhängigkeit vom Radar. Damals gab es nur einige wenige große Radaranlagen, die den Himmel nach etwaig angreifenden sowjetischen Bomberflotten abtasteten. Obgleich das berühmte DEW-Netzwerk der nördlichen Radarverteidigung damals erst auf dem Zeichenbrett existierte, gab es dennoch ein paar Einrichtungen in Alaska und Kanada, um von dort aus den Zielvektor bis hin nach Sibirien zu kontrollieren. In den USA selbst gab es nur wenige Radarstationen in den einzelnen Staaten, die die Aufgaben hatten mögliche feindliche Flugzeuge zu verfolgen und Kampfjäger der Air Defense Command (ADC)-Stützpunkte auf solche Ziele einzuweisen. Dies waren 75 Anlagen insgesamt, die man Ground Control Intercept Sites oder GCI nannte. Die meisten dieser Stützpunkte befanden sich nahe den größten Städten im Osten und rund um Nuklearanlagen im Westen sowie an den Grenzen nach kanada und Mexiko. Die GCI-Einrichtungen besaßen entweder ein oder zwei Such-Radars, ein Höhenfinder-Radar und Boden-Luft sowie Luft-Boden-Kommunikationssysteme. Die Radarschirme der damaligen Zeit waren rund und recht klein, die Beobachtung und Bewertung war eine mühsame Angelegenheit und keineswegs technisch recht komfortabel. Wenn ein Flugzeug erschien, erschien es als eine Art „Lichtblip“ auf dem Schirm. Alle Radaranlagen waren telefonisch miteinander verbunden und somit konnte man z.B. ein Objekt weitermelden und nach Einweisung weiterverfolgen. Die Informationen gingen dann in große Kontroll-Zentren, wo man die Angaben über die Bewegung von signifikanten Objekten auf großen Plexiglas-Scheiben mit aufgezeichneten geografischen Details der jeweiligen Gegend übertrug. Hierzu waren Leute auf großen Rollleitern vor dieser Wand unterwegs und zeichneten die Flugbewegungsspuren der fraglichen Objekte ein. 

So hatte die Kommandoführung einen Überblick. Auch wenn die USAF ihrer Radar-Überwachungskapazitäten bereit seit 1950 plante zu erweitern war dies wegen des Korea-Krieg ab Ende Juni 1950 schwierig geworden, da es an Mitteln hierzu einfach fehlte. Es gab also zum einen eine längst erkannte „Radarlücke“ und zum zweiten wurden erfahrene Operateure wegen des Kriegs an die Front geschickt und fehlten in der Heimat. Zudem gab es einen Personalschwund auch bei den zivilen Einrichtungen, weil die Radarfachleute massiv vom Strategic Air Command (SAC) abgeworben wurden, welches ein eigenes Radar-System installierte. Dennoch 1952 waren viele Gebiete noch nicht vom Radar abgedeckt und man war stellenweise „blind“. Niedrig einfliegende Flugzeuge waren zudem ein großes Risiko. Deswegen war die Luftwaffe sehr betroffen als der UFO-Wirbel einsetzte und man sich den Sicherheits-Lücken überdeutlich bewußt wurde – ohne etwas dagegen machen zu können. Deswegen lief gerade beim Radiation Laboratory des MIT das streng-geheime „Projekt Charles“ um die Schwächen der Radarübedeckung Amerikas zu erkunden. Dies war ein gemeinsames Projekt von Armee, Marine und Luftwaffe. Heute weiß man, dass „Charles“ nichts weniger „als ein Chaos“ in der Luftraumüberwachung feststellte und das Frühwarn-Luftverteidigungs-System den Namen nicht ganz verdiente. Doch dies hielt man ehemals dem Volk verborgen und tat so, als sei alles im Griff. Dann die UFO-Welle von Washington, D.C. im Sommer 1952! In dieser Folge wollte die US-Regierung vom geheimdienstlichen Standpunkt her mehr erfahren und brachte schließlich das Robertson-Forum in Gang. Der CIA fürchtete nämlich, die Sowjets könnten eine Serie von UFO-Beobachtungen als Tarnung für einen Luftangriff auf die Vereinigten Staaten benutzen oder bewußt den Eindruck erwecken, dass es sich bei Bomberstaffeln lediglich wieder nur um die schwer fassbaren kleinen Männchen vom Mars handle. Zumindest bestehe die Gefahr, so argumentierte die CIA, dass die UFO-Hysterie das Vertrauen der Bürger in die US-Stretkräfte untergraben könnte. Hierzu gab es eine vorbereitende und einweisende aber informelle Sitzung des „Intelligence Advisory Committee“ am 4. Dezember 1952 im Konferenz-Raum des CIA-Direktors unter der Leitung von Robert Amory jr. Besucht wurde die Sitzung, bei der es an erster Stelle um die „Bedingungen und Trends in Südamerika betreffs der amerikanischen Sicherheit“ ging während UFOs am Ende der Agenda als Punkt 3 standen, W. Park Armstrong jr vom Nachrichtendienst des Außenministeriums, Brigadier General John M. Willems vom Geheimdienst der Armee und Assistent des Chief of Staff, Admiral Carl F. Espe als Direktor des Marine-Nachrichtendienstes, Major General John A. Samford als Geheimdienstdirektor im Hauptquartier der USAF, Dr. Walter F. Colby als Direktor des Geheimdienstes der Atomic Energy Commission, Brigadier General Edward H. Porter als stellvertretender Direktor des Geheimdienstes der vereinigten Stabschefs, Meffert W. Kuhrtz als stellvertretender Direktor des FBI. Begleitet wurde die Sitzung von Dr. Sherman Kent, Dr. H. Marshall Chadwell, Paul Borel, Ludwell L. Montague, Philip Strong und Joseph W. Smith als CIA-Vertreter sowie William C. Trueheart und Miron Burgin vom Außenministerium, die Lt.Col.s T.C.Anderson und Edgar H. Thomson jr. vom Ministerium der Armee, den Cols. John J. Mottwo und Jack E. Thoms sowie Lt.Col. Thomas J. Grant von der USAF, Col. S.M. Lansing und Captain John A. Holbrook von den vereinigten Stabschefs. 

Im kurzen Sitzungsprotokoll IAC-M-90 von Sekretär Richard D. Drain wurde der Wunsch des CIA-Direktors betreffs „unidentifizierten Flug-Objekten“ dargelegt, dass ausgewählte Wissenschaftler sich „den vorliegenden Beweis im Licht der aktuellsten wissenschaftlichen Theorien“ anzuschauen haben. In der Diskussion trug Dr. Chadwell die Art der bisherigen Beweise vor, welche der ATIC zusammentragen konnte und die nun analysiert und werden sollten. General Samford versicherte herbei nochmals seine volle Unterstützung und wies darauf hin, dass das UFO-Problem direkt mit spezifischen Formen des Geheimdienstes und der Landesverteidigung verbunden ist. Daher sei es an der Zeit, dass sich führende Wissenschaftler alsbald mit dem Thema beschäftigen um die daraus sich ergebenden Resultate dem Nationalen Berater-Stab (des Präsidenten) übergeben zu können. In der Juli/August 1995-Nummer des International UFO Reporter, herausgegeben vom J. Allen Hynek Center for UFO Studies, nahm sich Professor Michael D. Swords (Professor für Natur-Wissenschaften an der Western Michigan University von Kalamazoo) nochmals diesem Thema an und eröffnet uns einige Blicke hinter die ehemals verschlossenen Türen. Wir erinnern uns, dass der Geheimdienst CIA hier in der Washingtoner E Street 2430 die damals prestigereichsten amerikanischen Wissenschaftler zusammengeführt hatte, um die besten UFO-Darstellungen und Beweise im alten OSS-HQ aus dem 2. Weltkrieg in Augenschein zu nehmen. Zu jener Zeit war das heutige und moderne CIA-HQ in Langley, Virginia, noch nicht mal geplant, also tagte man im inzwischen vom „US Government Printing Office“ ebenso genutzten Gebäude – genau gegenüber dem aus neuerer Zeit bekannten Watergate Hotel. Was man bei den nachfolgenden Ausführungen nie vergessen darf ist der Umstand, dass der Ausschuß keine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen hatte, sondern der Regierung gegenüber dahingehend Verantwortung trug, um festzustellen, ob das UFO-Phänomen Anlass gibt, um hierin eine Bedrohung der nationalen Sicherheit zu sehen und was man tun könne, wenn dem so wäre. Hierbei ging es primär auch nicht um die „Objekte“ als solche, sondern um die damit verbundene und beunruhigende, teilweise ja hysterische öffentliche Reaktion. Kein Wunder, der CIA ist genauso wie due US Air Force keine wissenschaftliche Forschungseinrichtung, sondern beide sind Teile des Sicherheitssystems der Vereinigten Staaten von Amerika. Hier gibt es gravierende Fehleinschätzungen in der UFOlogie und daraus resultierende mentale Probleme im Verständnis und der bedeutungsmäßigen Aufarbeitung. Wir befinden uns also anno 1953 beim CIA-eigenen OSI (Office of Scientific Intelligence) im sogenannten Building M. 

CIA-Logistiker Frederick Durant führte die Wissenschaftler zu Room 1514, später sollte er Schriftführer der Sitzung werden. Die Herren Hynek, Ruppelt und einige andere mußten kurz draußen warten, weil zunächst das Forum der Wissenschaftler (bestehend aus den Doktoren Bob Robertson, Luis Alvarez, Samuel Goudsmit und Thornton Page; alle Veteranen in militärischen Geheimdienst-Operationen) vom CIA/OSI (in Form von OSI-Direktor Marshall Chadwell, Chef des Operationsstabs Philip Strong, Lt.Col.Frederick Oder von der Abteilung Physik und Elektronik sowie David Stevenson von der Abteilung Waffen und Ausrüstung) eingewiesen werden mußte. Die CIA-Vertreter gaben sich normal geschäftsmäßig, die anwesenden Wissenschaftler dagegen waren scheinbar nicht so glücklich über die Zusammenkunft und dem Thema: „Alvarez war aufgeregt, da er besser Dinge zu tun hatte. Goudsmit fühlte sich wie ein Mann, der zu einer Dienstleistung gebeten wurde, für die er sich eigentlich nicht interessierte. Bob Robertson wirkte leicht verlegen, weil er seine Kollegen zu diesem Treffen geladen hatte, da er selbst wohl bereitwillig die Sache anging und dies auch von seinen Kollegen erwartet hatte. Aber nur Page zeigte eine gewiße Begeisterung.“ Einweisung. Chadwell eröffnete die Sitzung und erklärte, dass der CIA und sein OSI vom Luftwaffen-eigenen Air Technical Intelligence Center (ATIC) auf der Wright-Patterson AFB hinsichtlich des UFO-Problems aufgeschreckt wurde, als Brig.Gen.William Garland um Unterstützung bat. Zuvor hatte es einige Besuche beim ATIC gegeben, um sich mit der UFO-Frage zu beschäftigen und um sich zu versichern, dass das hier einberufene Forum als notwendig erachtet wird. Philip Strong führte dann die CIA-Meinung aus, wonach man in dem jüngsten Ausbruch von UFO-Berichten (wie im Sommer 1952) einige Gefahren sehe: 1.) Ein Feind könnte das vermeintliche UFO-Phänomen als Mittel der psychologischen Kriegsführung nutzen und während einer kritischen Zeit damit eine Massen-Hysterie induzieren. 2.) Ein Feind könnte eine Serie von harmlosen UFO-Berichten hervorrufen, deren Ursache schnell aufgedeckt werden kann und wodurch die Alarmbereitschaft reduziert werde und dann die Möglichkeit bestände, hier eine Bedrohung aufzubauen. 3.) Eine ausreichende Dichte von UFO-Berichten, etwa um 600 Meldungen pro Monat, würde das Frühwarnsystem lahmlegen und zu einer drei- bis vierstündigen Verzögerung in der Luftwaffen-Reaktionszeit zur Analyse der Situation führen, um einer realen Bedrohung zu begegnen. Die CIA ging also davon aus, dass das UFO-Phänomen die Verteidigung des Landes in eine „Verlierer-Situation“ treiben könnte, weil die Sowjets daraus Nutzen ziehen würden und „wir nicht“. 

Die sowjetische Presse hatte damals keinerlei Meldungen über UFOs verbreitet, weshalb die UdSSR-Bürger auch nicht auf das Phänomen reagieren konnte, da er es schlichtweg nicht in dem Ausmaß kannte bzw. verstand als sein Kontrapart in der Freien Welt. Eingestanden wurde in dieser Runde ebenso, dass das Air Defense Command einige ernsthafte Probleme mit der damals verwendeten Radar-Technologie hatte! Chadwell führte dann aus, wie der Statistik nach die meisten unerklärten UFO-Fälle des ATIC nur visuelle Berichte beinhalteten und keinerlei Radarbestätigung mit sich brachten, „außerdem konnten wir bisher keine Hardware aufgreifen“. Der ATIC hatte 75 der besten Sichtungsberichte der Jahre 1951 und 1952 mitgebracht, die man sich hier mal näher anschauen wollte, die unerklärten Sichtungen des Jahres 1952 wurden auf einer Karte vorgestellt und „ihre Nähe zu aktuellen Ballonflugwegen aufgezeigt“. Darüber hinaus wurde ein ähnlicher Vergleich der gemeldeten, unerklärten Sichtungen aus den Jahren 1948 bis 1952 angestellt. Dies war scheinbar von besonderer Bedeutung, weil man daraufhin auch entsprechendes Film- und Dia-Material von Polyethylen-Ballons vorführte, welches derartige Ballone hochreflektierend im Sonnenlicht zeigte und einen solchen Ballon auch gleich mitbrachte und steigen ließ! Dies ist ein Punkt, der bei allen bisherigen Berichten über den Robertson-Ausschuß so gut wie unter den Tisch fallen gelassen wurde. Und leider wurde hierzu selbst im Robertson-Bericht nichts weiter ausgeführt, da dieser nur sehr allgemein gehalten ist. Andererseits ist es sicherlich wichtig zu wissen, das ein ‚kugelrunder‘ Wetterballon zig Kilometer hoch vom Boden aus aber auch in der Luft von einem Flugzeug betrachtet nur von unten gesehen wird – und hierbei wie eine „Fliegende Scheibe“ ausschaut, da man ja keine Seiteneinsicht hat. Fotos gab es nur wenige, die sagten aber wegen ihrer schlechten Qualität nichts aus. Etwa 100 Radarfälle gab es bis zu diesem Zeitpunkt, aber nur bei 17 gab es auch visuelle Bestätigungen hierzu. Und 15 % der Fälle waren nur deswegen unaufklärbar gebleiben, weil sie zu wenige Informationen beinhalteten. Die anwesenden Wissenschaftler, so mußte von Swords betont werden, hatten zuvor noch keinerlei elemetaren Informationen zum Thema erhalten gehabt, nur Page kannte einen Artikel aus der September 1952-Ausgabe des New Yorker hierzu, „weshalb er noch am besten informiert war“. Strong kam wieder ins Spiel und erklärte: 1.) „Wir sind zu 100 % sicher, dass die Berichte nicht durch irgendein strenggeheimes US-Projekt zustandekamen.“ 2.) „Wir sind inzwischen sicher, dass die Berichte zu 98 % nicht einer geheimen, ausländischen Technologie entspringen.“ 3.) „Wir gehen davon aus, dass oftmals natürliche Phänomene dafür verantwortlich sind.“ 4.) „Wir sind zu 99 % sicher, dass die Idee vom interplanetarischen Raumschiff nicht die richtige Antwort darauf ist.“ 

Die Firma hatte bereits mit R.V. Jones (Direktor des Geheimdienstes während des Kriegs und nun in ähnlicher Position bei SHAPE, Supreme Headquarters, Allied Powers Europe) vom britischen Air Ministry das Thema durchgesprochen gehabt und Übereinstimmung erzielt (Jones brachte übrigens im Jahrzehnte später erscheinenden CONDON REPORT ein UFO-entlarvendes Papier ein). Nun wurde das Meeting in die Hände von Robertson gelegt, während die anwesenden Wissenschaftler sichtlich unsicher über ihr Dabeisein waren und was sie hier sollten. Robertson führte es aus – sie waren eingeladen worden, um die besten Beweise im Lichte der Wissenschaft zu betrachten. Darüber hinaus war es an ihnen, einen Schritt weiter zu gehen und Empfehlungen auszusprechen, wenn Fragen der nationalen Sicherheit aufkamen. Robertson bedauerte, keinen Psychologen im Forum zu haben, was auch Goudsmit betonte, da es seiner Meinung nach sowieso Zeitverschwendung für die Physiker sei, sich mit einem eigentlichen psychologischen Problem zu beschäftigen. Soviel also in Sachen Zeitgeist und der Frage hinsichtlich der CIA-Sorgsamkeit bei der Auswahl der Wissenschaftler an dem von ihm einberufenen Forum. Durant merkte an, dass das Forum später die Möglichkeit habe, sich mit drei Mitgliedern aus dem USAF-Pentagon-Stab zu beraten: Capt. Harry Smith, Dr. Stefan Possony von der Spezial-Studien-Gruppe an der Georgetown Universität und Major Dewey Fournet, ehemals Projekt-Offizier für das UFO-Projekt. Weiters sind dann Allen Hynek und Ed Ruppelt, die man nicht weiter vorstellte, in der Erwartung, man würde sie ohnehin kennen, eingeladen gewesen um Rede und Antwort zu stehen. Robertson packte dann sein Materialbündel aus und verstreute es über den Konferenztisch – Wright-Patterson-Projektberichte, der Project Twinkle-Report über grüne Feuerbälle, verschiedene Statistiken, Karten, Briefe und populäre Artikel. Da keiner bereits seine Hausaufgaben gemacht hatte, verteilte nun Robertson das Material an die großen Wissenschaftler, die eher zurückhaltend sich dieses Material griffen. Unter diesen Voraussetzungen und unter der Regie des CIA sollte also das UFO-Problem gelöst werden (?). Gut, mit einem alten Projektor, einer schlechten Projektionsleinwand und einem nicht ganz abdunkelbaren Raum sollten nun die Wissenschaftler etwas Spaß haben und bekamen die bis Dato besten und berühmtesten UFO-Kurzfilme wieder und wieder gezeigt – eben jene von Tremonton, Utah, und Great Falls, Montana. Das Gemurmel von „Ballone“ und „Flugzeuge“ ging um, dann kam wenigstens der Gongschlag für die zweistündige Mittagspause. Die eigentliche Sitzung. Überliefert ist als Randerscheinung nur, das Page nach der Pause von Robertson zur Ordnung gerufen werden mußte, weil dieser begann, seine Späße zu machen – schließlich sei dies eine kühle, offizielle Angelegenheit. Die bereits erwähnten zusätzlichen Teilnehmer wurden aufgerufen und in die Sitzung gebeten. Die im Raum herrschende Atmosphäre war damit exzessiv authoritär geworden, militärisch. Ruppelt war davon beeindruckt, Hynek etwas schockiert – dies war nicht sein Ding. Vielleicht lag es auch an neuen Gästen, die hinzugekommen waren: Lt.R.S. Neasham und Harry Woo vom ultrageheimen Photographic Interpretation Center (NPIC), der vom Marine-Geheimdienst und dem CIA unterhalten wurde. Sie waren gekommen, um ihre Analysen des Tremonton-Films vorzustellen. Das Forum zeigte sich nun höchst interessiert, scheinbar schien alles von diesem Beweisstück abzuhängen, weil sechs NPIC-Leute insgesamt 1000 Stunden daran gearbeitet hatten. Für das NPIC waren es unbekannte Objekte unter intelligenter Kontrolle. 

Selbst für Swords begann damit eine „esoterische, technische Diskussion“, der man nur schwer folgen kann. Am Ende kam soetwas heraus, wie dass das NPIC nicht unbedingt recht haben muß und es einige Zweifel an seiner Folgerung gab. Wieder wurden die Filme vorgeführt, jetzt ist das Forum lebhaft dabei und die Teilnehmer reden nun wie Teenager wild und undiszipliniert durcheinander. Alvarez war nicht davon abzubringen, dass der Tremonton-Film nichts weiter als Seemöven zeige. Als der Great Falls-Film nochmals gezeigt wurde, lachte wahrscheinlich Goudsmit auf und rief „Flugzeuge“. Robertson übergab nach 2 1/2 Stunden nun das Wort an Blaubuch-Chef Ruppelt, der ganz entspannt wirkte, da er schon mehrfach in dieser Sache mit den höchsten Pentagon-Generälen diskutiert hatte und sich durchsetzen konnte. Er berichtete darüber, dass die UFO-Berichte nach jedem populären diesbezüglichen Buch oder Magazin-Artikel zunahmen. Er erwähnte nun einen ungewöhnlichen Fall. Ein F-86-Pilot hatte bei Albuquerque ein UFO verfolgt und es war ihm gelungen über dieses Objekt zu gelangen und das Feuer auf ihm zu eröffnen! Dieser Bericht wurde vom Kommando-Offizier unterdrückt und die Aufzeichnungen dazu vernichtet, sodass hiernach niemand deswegen in Schwierigkeiten gerate. Alle Anwesenden konnten den Eindruck gewinnen, Ruppelt sei davon überzeugt, dass die UFOs real sind und er in ihnen ein wichtiges Problem für die Forschung sah. Ruppelt ging auf die Arbeit von Dr.Joseph Kaplan ein, welcher versuchte bessere wissenschaftliche Daten über UFOs zu erhalten und deswegen sich mühte, eine spezialisierte Video-Kamera mit zwei Linsen zu entwickeln, aber damit noch vor gewaltigen praktischen Problemen stand – die Kamera arbeitete nur bis in eine Entfernung von 2 Km, dennoch wolle man 90 davon in Luftfahrt-Kontrolltürmen von Luftwaffen-Stützpunkten unterbringen, außerdem werde ein Plan entwickelt, um Radarschirm-Kamera-Daten zur Untersuchung von fotografierten unerklärlichen Blips zu erhalten. Dann führte er Beispiele vom Oktober 1949, August 1950 und Januar 1951 auf, wo man bei UFO-Sichtungen am Boden gerade mit Geigerzählern arbeitete und diese dann anomale „Ausbrüche von kosmischen Strahlen“ registrierten, die hauptsächlich im geheimen Atomtestgelände von Los Alamos auftraten. Dann wurde für diesen Tag die Sitzung aufgelöst. Tags darauf führte Ed Ruppelt seinen Vortrag fort und Hynek berichtete über die laufende Studie des Battelle Instituts, bekannt heute als Project Stork. Dann begann die Diskussion über sogenannte Schlüßelfälle, wobei nun auch ein Vergleichsfilm zu Tremonton gezeigt wurde, auf dem Seemöven zu sehen sind. Schließlich führte Lt.Col. Frederick Oder das Phänomen der grünen Feuerbälle aus, worauf sich das Project Twinkle spezialisiert hatte. Swords: „Dies ist interessant, da nur wenige Leute erklärten, diese Feuerbälle hätten etwas mit UFOs zu tun.“ Wie es schien waren weder Hynek noch Ruppelt von dieser Sache beeindruckt. Alvarez und Robertson kannten die Foo Fighters, sie diskutierten eine potentielle Verbindung mit diesem neuen Phänomen. Schließlich kam Garland zu Worte, der 45 Minuten für das ATIC sprach und durchblicken ließ, dass das Blue Book-Personal auf Ruppelt´s Seite stand. Als die Versammlung am Freitagmorgen des 16. Januar 1953 wieder zusammen kam, legten die Jungs die Berichte ihrer Heimarbeiten vor. Hynek berichtete über seine fünfjährige Erfahrung mit dem Luftwaffen-Projekt, leider wurde seine Darstellung nicht wie die von einem Kollegen aufgenommen, sondern eher wie von einem Beobachter der Szene. Fournet diskutierte danach seine Studie der UFO-Dynamik, weshalb er folgerte, dass die einzige für ihn überzeugende Hypothese sei, dass die gezeigten UFO-Manöver nur durch außerirdische Fahrzeuge zustandekämen. Das Forum respektierte zwar Fournet, wies aber seine Studie zurück, weil die Pro-UFO-Leute keine Beweise einbringen konnten – Hynek bemerkte, dass die Außerirdischen in dieser Runde nur als Spaß verstanden wurden und nicht ankamen. Gegen Nachmittag stieß noch Lloyd Berkner zum Forum, weshalb man nochmals die Erfahrungen und Ergebnisse der letzten Tage zusammenfaßte. Robertson bekam den Job zugeschustert, einen Entwurfsbericht zur Veranstaltung abzufassen. Tags darauf schaute man sich Robertson´s Arbeit an, die sich Chadwell ansah und erklärte, diese dem Luftwaffen-Nachrichtendienst weiterzugeben. Sicher, dies hat wenig mit Wissenschaft zu tun, dafür aber mehr mit nationalen Sicherheitsinteressen, weshalb auch der CIA zugeschaltet worden war. Auf dem Forum wurde auch Geheimdienstberichte betreffs dem Interesse in der UdSSR über UFO-Sichtungen in Amerika vorgelgt, ebenso wie bereits erwähnt Briefe von Bürgern an Ministerien und Artikel aus Zeitungschriften sowie Büchern betreffs UFOs, um aufzuzeigen, wie in der Öffentlichkeit über das Thema gedacht wurde, da die anwesenden Wissenschaftler diesbezüglich kaum eine Ahnung hatten. Als Folge des Robertson-Forums ging am 6. Februar 1953 ein CIA-Memorandum von Alan M. Waffield an alle CIA-Büro-Chefs zum Thema Unidentifizierte Flug-Objekte. Dies wurde zur „allgemeinen Information“ ausgegeben, damit die verschiedenen CIA-Abteilungsleiter und Chefs der Außenstellen in aller Welt erfuhren, weshalb der Gegenstand UFO für die CIA von Bedeutung ist und welche Position man behördlich einnimmt. Deutlich bezieht man sich auf „die Schlußfolgerungen einer Diskussionsrunde von wissenschaftlichen Beratern“, „die dazu aufgefordert wurden, jegliche Bedrohung der nationalen Sicherheit zu bestimmen, die durch Unidentifizierte Flug-Objekte (Fliegende Untertassen) aufgeworfen wird“ (also das sogenannte und hinlänglich bekannte Robertson-Forum). 

So stellt Waffield als Chef des FBIS im CIA fest, dass das Beweismaterial keine Anzeichen zeige, wonach die UFOs eine direkte physikalische Bedrohung für die nationale Sicherheit bilden, „nocht gibt es einen Beweis, dass das Phänomen auf die Notwendigkeit einer Revision des bestehenden wissenschaftlichen Konzepts hinweist“. Und: „Der fortwährende Druck durch die Berichterstattung über dieses Phänomen bildet eine Bedrohung für das ordnungsgemäße Funktionieren der nationalen Schutzorgane. Beispiele: Kommunikationskanäle werden durch irrelevante Berichte verstopft [siehe UFO-Invasion vom Sommer 1952 über Washington, DC]; fortwährend falsche Darstellungen führen zur Ignoranz von wirklichen Anzeichen feindlicher Aktionen; Erschaffung einer morbiden nationalen Psychologie, in der eine geschickte feindliche Propaganda ein hysterisches Verhalten nach sich ziehen könnte und ein schädliches Mißtrauen gegenüber den gewählten Autoritäten produziert.“ Aus diesem Grunde wurde empfohlen, dass die nationalen „Sicherheits-Behörden sofortige Schritte unternehmen die Objekte ihres speziellen Status zu berauben, der ihnen gegeben wurde, und der Aura des Mysteriösen, den sie sich erworben haben. Am 18. Februar 1953 erst erhielt der CIA die Endfassung des Robertson-Berichts als geheime „Security Information IAC-D-67“ vorgelegt, dies mit der Empfehlung diesen Bericht, der als Folge der Sitzung des Intelligence Advisory Committe vom 4. Dezember 1952 zustandekam, bis zum 24. Februar 1953 an das Verteidigungs-Ministerium, dem Direktor der Zivilverteidigung, und dem Chef des nationalen Stabs für Landesresourcen-Verteilung zur Information weiterzugeben. Einzig und allein die nationale Sicherheit stand oder steht für den CIA hier auf dem Spiel. Interessant vielleicht noch ein Brief von Robertson-Forum´s-Mitglied Goudsmit vom 14. August 1953 an seinen Freund und Kollegen Fred A. Kirsch in Cuyahoga Falls, Ohio, welchen wir näher betrachten sollten: „Ich habe völlig das Interesse an der Fliegenden Untertassen-Angelegenheit verloren, welche ich langweilig und als närrisch betrachte. Ich denke jetzt, sie sollte von Psychiatern und Psychologen untersucht werden, eher noch als von Physikern, Astronomen und Ingenieuren… Darüber hinaus stimmte ich mit den offiziellen Erklärungen überein.“ Auch Hynek mußte in einem Interview für die August 1976-Ausgabe vom UFO Report eingestehen, dass nach dem Robertson-Ausschuß er kaum noch etwas von der Firma merkte als er bei Blaubuch arbeitete. In den Kreisen der Verschwörungsanhänger kursiert das Gerücht, wonach es neben dem Projekt Blaubuch eine geheime Stelle gab, die die wirklich interessanten UFO-Fälle auffing und analysierte. 

Schatten von MJ-12! Lange Zeit mußten wir warten, bis sich diese Ebene zu bestätigen schien. Hierzu werden die letzten Regenbogen der „Beweisführung“ herbeigezaubert und nun diskutiert die ufologische Welt um das sogenannte Pentacle Memo. Es geht schließlich um eine „geheime UFO-Studie“ neben Projekt Blaubuch, wozu UFO-Fans nun das BMI heranziehen, Ruppelt hatte dabei deutlich gemacht, dass die BMI-Verbindung ein integraler Teil des neubelebten Projekt Blaubuchs war, was sich in Fall des Project Blue Book Special Report 14 aus dem späten 1955 zeigte. Um was geht es? Jacques Vallée hatte in seinem 1992 erschienen Buch „Forbidden Science“ (North Atlantic Books) ein mysteriöses Dokument eingebracht, welches er zum Spaß das „Pentacle Memorandum“ nannte. Bereits seit 1967 lag ihm dieses Papier von zwei Seiten Umfang aus den Akten von Dr. Hynek vor. Das mysteriöse Papier wurde am 9. Januar 1953 verfasst, einige Tage bevor das berühmte CIA-gesponserte Robertson Panel zusammenkam. Klassifiziert als „Geheim – Sicherheits-Information“ wurde es an Miles E. Coll adressiert, um es Capt. Edward Ruppelt weiterzugeben. Hier empfahl Führungsstabmitglied H.C. Cross vom Battelle Memorial Institute in Columbus, Ohio, Prozeduren zur Handhabung von UFO-Berichten, die man ans ATIC schickte. Hierzu muß man wissen, dass das BMI nur einen Steinwurf weit von der Wright-Patterson AFB liegt und statistische Analysen für Projekt Blaubuch durchführte, um zu bestimmen, ob die Berichte der UFOs „Objekte repräsentieren, die jenseits des technologischen Stands dieses Landes stehen“. Cross selbst koordinierte bei Battelle Studien über Luft- und Raumfahrzeuge bzw ihrer denkbaren Antriebssysteme; nebenbei beschäftigte sich Herr Cross mit der Material-Analyse (ein hauptsächliches Anliegen von BMI). 

Cross sprach Empfehlungen aus, wie das ATIC sein Material dem Robertson-Forum darzulegen habe. BMI führte im Teilbereich seiner Aufgabe das Projekt Stork für Projekt Blaubuch aus, welches jedoch schließlich den „Mangel an glaubwürdigen Daten“ beklagte. Kernpunkt des „Pentacle Memo“ ist die Frage des Schreibers, was man nun beim Robertson-Ausschuß diskutieren solle und was nicht. UFOlogen ziehen hier ihren bekannten Zirkus ab und sehen darin die geheime Verschwörung bestätigt, indem man dem Robertson-Forum nur beschränkten Zutritt zu den Fakten gewährte! Auf der anderen Seite frägt man sich natürlich nicht, dass dies alleine nur dazu diente, um den Rahmen der Sitzung abzustecken. Es ist rein eine logistische Erwähnung. Nicht umsonst wurde hier nachgefragt, wie man bessere Daten zur wissenschaftlichen Bewertung von UFOs erhalten könne. Diese Fragestellung dürfte anhand des Roswell-Zwischenfalls von 1947 erst gar nicht aufkommen! Hier stellt sich die Verschwörungsgemeinde selbst ein logisches Bein… Die Rauchkanone jenseits von Blaubuch geht nach hinten los! Allen wunderlichen Spekulationen zum Trotz, das sogenannte „Pentacle Memo“ enthält nichts ungewöhnliches! Cross betont dem vorläufigen Charakter seiner Empfehlungen, basierend auf ein paar tausend Berichten – 2.300 Berichte waren derzeit im Archiv festgehalten worden. Wurden UFO-Informationen besonderer Natur zurückgehalten? Nein, dazu gibt es keinerlei Anlaß für Überlegungen! Die Diskussion wird hervorgehoben, weil man annimmt, dass sich hier „verdeckte Informationen über Fliegende Untertassen“ versteckt widerspiegeln. Dabei übersieht schnell den Inhalt des bereitgestellten Memos! Hier wurde, wir haben es bereits erwähnt, ein Mangel an glaubwürdigen Fakten beklagt! „Und selbst die besten Fälle weisen einen Mangel an glaubwürdigen Daten auf, was es schwierig macht, eine mögliche Identifizierung herbeizuführen“ ist die Kernaussage des hier diskutierten Papiers und damit ein Schlag gegen die UFOlogie! „Selbst in den best-dokumentierten Berichten kommt das Element des Zweifels auf“, führt das Papier aus! Inhalt und Natur des Memos lassen die Geheimhaltungs-Theorie erst gar nicht zu, obwohl die UF0logen dies erst gar nicht begreifen wollen. Die Frage nach dem physikalischen UFO-Beweis angesichts des Roswell-Ereignisses. Auch wenn die berühmte The Estimate of the Situation für die UFO-Realität spricht, lehnt sie jedoch den physikalischen Beweis ab! Im Pentacle-Memo wird diese Situation nochmals betont! Hier bricht also die Verschwörungstheorie zusammen… Die ganze Lage anhand der Dokumente sieht völlig anders aus, als es UFO-Enthusiasten uns erzählen wollen. 

Pessimismus ist also eher angesagt! Die USAF versuchte mit dem Project Twinkle harte Informationen über die Sichtungen von „Grünen Feuerbällen“ zu erhalten, wozu das AF Cambridge Research Lab eingeschaltet wurde, dies alles wäre angesichts des Roswell-Crashs nicht nötig gewesen. Einige damit verwickelte Wissenschaftler waren zwar verwundert, aber sie konnten ultimativ die Grünen Feuerbälle nur schwerlich mit dem Phänomen der Fliegenden Untertassen verbinden. Alle Bemühungen von Projekt TWINKLE sich der Affäre zu nähern verblieben enttäuschend: Sobald eine gutgerüstete Beobachtungststation an Ort eingerichtet wurde, ließen die Observationen nach. Daraufhin stellte die USAF das Projekt Twinkle ein! Hier zeigt sich die Jagd nach dem goldgefüllten Kupferkessel am Ende des Regenbogens. Es ist völlig unbewiesen, dass da „geheime“ UFO-Studien in den USA stattfanden, welche neben dem Projekt Blaubuch liefen, zudem es klare Orders gab, wohin man im Militärapparat UFO-Meldungen zu erstatten habe (und sich nicht immer daran hielt!). Man erinnere sich an AFR 200-2 etc, worin der Befehl ausgegeben wurde, dass alle amerikanischen und kanadischen Militär- sowie Fluggesellschafts-Piloten sofort via Funk den Flugüberwachungseinrichtungen es zu melden haben, wenn sie soetwas wie feindliche Flugzeuge, Raketen, feindliche oder unidentifizierte Militär-Schiffe oder sonstige unidentifizierte Flugobjekte ausmachen. Die Absicht war damit ganz klar die noch schwache Luftverteidigungs-Radar-Abdeckung in den USA und Kanada damit ‚auszufüllen‘, um Alarmmeldungen über möglicherweise feindliche Operationen zu erhalten. Auch hier war UFO einfach nur das Kürzel für das was der Begriff meint – unidentifiziertes fliegendes Objekt, also etwas was ein Pilot sieht und er nicht sonst nicht kennt. Ganz im Gegenteil: Das Pentacle-Memo weist genau in die gegenteilige Richtung. Die Verschwörungs-Fans brechen unter ihren eigenen Phantasien zusammen. Das Robertson-Gremium kam zur Schlußfolgerung, dass die Untertassen zwar kein physisches Risiko für die nationale Sicherheit bedeuteten, dass aber sehr wohl die „fortgesetzte Berichterstattung über diese Phänomene eine Bedrohung darstellen kann“. 

Es wurde deshalb auf höchster Ebene beschlossen, dass man die Öffentlichkeit von der Nichtexistenz der Untertassen überzeugen müsse, wenn auch alle Hinweise und Belege auf ein koordiniertes und intensiv-gepflegtes „debunking programm“, wie als Empfehlung eingebracht, bis heute wirklich fehlen. Im International UFO Reporter vom Mai/Juni 1993 finden wir weitere Hintergrundinformationen. Zunächst ergriff Jerome Clark im Editorial die Feder und läßt J.A.Hynek sprechen, der durch das CIA-gesponserte Robertson-Forum die Gefahr aufkommen sah, dass „damit das UFO-Thema wissenschaftlich unrespektierbar werde“. Jacques Vallée machte mit seinem aktuellen Werk „Forbidden Science“ das „Pentacle-Letter“ zum großen ufologischen Verschwörungsthema, auch wenn er es bereits seit 1967 vorliegen hatte und weder in „Messengers of Deception“ (1979) noch in „Revelations“ (1991) davon etwas erwähnte. Im aktuellen Werk schreibt Vallée auf S. 428: „Kann es sein, dass der Pentacle-Brief einige klevere, detailierte Empfehlungen enthielt, um künstliche UFO-Flaps zu erzeugen und in ausgewählten Gebieten Fälle zu simulieren? Ist dies die Erklärung für einige der bizarren Sichtungen, die wir später erfahren mußten?“ In den Jahren 1967 bis 1991 schien ihm dies anhand des Papiers nicht eingegangen zu sein, nun spricht er irritiert vom „positiven Beweis von einer Verschwörung zur Manipulation von UFO-und paranormalen Ereignissen“. Das Ziel dieser Manipulation, so führt er weiter ohne jeglichen Beweis aus, war die Feststellung ihrer Auswirkungen auf das menschliche Bewußtsein.

Quelle: http://cenap.alien.de/texte/ciab.htm

Gruß an die Wahrheitssucher

TA KI

UFO auf Mond? Apollo 15-Crew fotografiert unbekanntes Flugobjekt – UFO-Flotte Live vor dem Mond!


apollo 15

Der YouTube-Uploader Streetcap1 behauptet, auf einem Bild, aufgezeichnet während der Apollo 15-Mission, ein UFO in der Nähe des Mondes entdeckt zu haben.

UFO Sightings Daily berichtet: „Das UFO wurde von Streetcap1 entdeckt. Es zeigt ein steinartiges Fahrzeuge, welches sich einfach auf der Oberfläche des Mondes verstecken könnte. Es könnte jeden ungebetenen Gast im Luftraum verfolgen.“

Weiters heißt es: „Es ist sehr robust. Ich meine, denken wir an eine USAF-Drohne die mit einem 3D-Drucker gemacht wurde… nur dass es robust und fest ist.“

Das Foto mit dem angeblichen UFO wurde während der Apollo 15-Mission – der neunten bemannte Mission, die am 26. Juli 1971 begonnen hatte – aufgenommen.

Das vermeintliche UFO könnte aber auch nur ein Asteroid oder ein Stück Weltraumschrott sein.

Der YouTube-Uploader sagte, dass das Objekt ein „großes Fahrzeug“ wäre und fügte hinzu: „Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen und habe es mittels dem vollständigen Google-Link gründlich überprüft.“

Es gibt viele Menschen die behaupten, UFO’s oder außerirdische Objekte auf NASA Photos die in der Nähe des Mondes gemacht wurden, gesehen zu haben. Schon seit Jahrzehnten wird immer wieder darüber berichtet.

Mitte Oktober behauptete ein Huffington Post-Blogger „seltsame Objekte, die über den Mond gezippt sind“ gesehen zu haben.

„Anfang Oktober erfasste Crow Tripplehorn – ein Mond Beobachter der High-Definition-Videos über ein 8-Zoll-Teleskop schießt – faszinierende Aufnahmen von einem ungewöhnlichen Objekt welches sich in der Luft über die Mondoberfläche hin und her bewegte,“ so der Blogger.

Der Ex-FBI Special Agent Ben Hansen sagte in einem Bericht jedoch: „Ich konnte nichts erkennen, was darauf schließen würde, dass das Objekt Computer generiert wäre. Aber das Video enthält auch keine Hinweise, die mich davon überzeugen, dass das Objekt etwas anderes sein könnte, als ein herkömmlicher Satellit.“ (so)

Quelle: http://www.epochtimes.de/UFO-auf-Mond-Apollo-15-Crew-fotografiert-unbekanntes-Flugobjekt-a1196061.html

UFO-Flotte Live vor dem Mond!

Mond UFO-FlotteScott Waring ist ein Autor und Blogger. Er hat eine Live-Kamera installiert und sie mit einem Chat verbunden. Diese Kamera zeigt genau auf die Oberfläche des Mondes und vergrößert ihn. Seine Hauptaussage ist, dass die NASA niemals verraten würde, was es Interessantes zu sehen gibt dort oben in der Nähe des Mondes. Aus dem Grund möchte er das selbst übernehmen und fängt mit seiner Kamera am 21.4.2014, von Arizona, USA aus, unglaubliche Bilder ein. Der Höhepunkt ist dabei eine UFO-Flotte, die in sehr schneller Geschwindigkeit am Mond vorbeifliegt.

 

Jetzt heißt es nicht mehr “Scotty, beam me up!”, sondern eher “Scotty beam it down!”, denn Scott Waring hat geschafft, was der NASA vorgeblich mit ihren weitaus besseren Ausrüstung an Beobachtungsgeräten Jahrzehnte lang niemals geschafft haben soll, nämlich mehrere UFOs an einem Abend per Video einzufangen und in Echtzeit im Internet der Öffentlichkeit zu präsentieren. Während er diese Bilder von einzelnen UFOs, die im Orbit zu entdecken sind und über die Oberfläche rasen, förmlich herunterholt, sieht man plötzlich auch eine UFO-Flotte, bestückt mit ungefähr 16 Flugobjekten, die in Formation vorbeifliegen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Und es ist nicht nur eine Flotte an Raumschiffen, die Scott einfängt, sondern gleich mehrere in einer Nacht. Mittlerweile begrüßte er bereits nahezu 150.000 Zuschauer und zugleich Zeugen, die live vor dem Computer saßen und seine Entdeckungen teilen. Bisher konnte er mehr als 150 Objekte einfangen, die sich unglaublich schnell bewegten, mit plötzlichen Richtungsänderungen oder in Schwärmen zu sehen waren.

Wie kann es also sein, dass die NASA bisher derartige Sichtungen nicht veröffentlicht hat, wenn diese doch den Auftrag besitzt, das Weltall zu erkunden? Offenbar sind solche Filmaufnahmen von Scott auch nicht selten, sondern tauchen häufiger auf. Liegt der Hacker Gary McKinnon etwa richtig mit seiner Aussage, dass er bei den gehackten NASA-Computern eine Pilotenliste entdeckt hatte, auf der mehrere außerirdische Handelspiloten aufgeführt worden waren? Ganz offensichtlich hatte McKinnon die Wahrheit gesagt und es verwundert somit keineswegs, dass die NASA und das Militär versuchten, ihn in die Staaten zu überführen, damit er für immer verschwinden würde. Die Weltbevölkerung darf einfach nicht erfahren, dass einige der irdischen Regierungen Handel mit Außerirdischen betreiben und vermutlich bereits seit Jahrzehnten. Außerdem darf es nicht verwundern, dass die Großpresse und das Fernsehen kein Wort darüber verlieren. Es scheint, als wären die Pressehäuser instruiert worden, das Thema als unseriös zu betrachten.

Darum sind Scott’s Sprüche aufbauend und amüsant zugleich, wenn er beispielsweise sagt: “Glaubt nicht, was die NASA Euch zeigt, schaut lieber bei mir zu, ich zeige Euch, was da oben ab geht! NASA, Ihr seid nun am Arsch! Ich hab Euch!”

oder: “Liebe NASA, ich würde Euch gern einmal etwas fragen: Was ist mit Euch passiert? Die Welt hat sich auf Euch verlassen, damit Ihr die Antworten findet. An welchem Punkt wird mal einer von Euch die Eier haben und sich erheben? Und Ihr, meine lieben Menschen, wenn Ihr dauernd nur nach unten guckt, werdet Ihr niemals erfahren, was da oben abgeht! Lasst mich Euch darum zeigen, was Ihr verpasst…”

sowie: “Ich warte noch immer auf eine Antwort darauf von Euch, NASA, für die Dinge, die da oben passieren. Warum leugnet ihr weiter?”
.

(…)

Quelle: https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2014/05/02/ufo-flotte-live-vor-dem-mond/

Gruß an die unbekannten Mächte

TA KI

Twilight Zone: Anomalie in der Ostsee, Ufo-Krieg vor Kalifornien und Ufo-Alarm am Himalaya


Die Schatzsucher des Ocean-X-Teams haben im vergangenen Jahr ein höchst merkwürdiges Objekt auf dem Meeresboden der Ostsee entdeckt, Militär-Insider Gordon Duff berichtet vom Ufo-Krieg vor der kalifornischen Küste und die Kashmir Times schlägt Ufo-Alarm am Himalaya.

Anomalie in der Ostsee

Die schwedischen Unterwasserforscher des Ocean-X-Teams1 können auf eine lange Erfolgsgeschichte im Aufspüren und der finanziellen Verwertung versunkener Schiffs- sowie Flugzeugwracks zurückblicken. Am 19. Juni 2011 entdeckten die Schatzsucher erneut eine Unregelmäßigkeit am Grund der Ostsee. Die Beschaffenheit der Struktur erinnerte jedoch weder an ein konventionelles Seeschiff noch an ein Flugzeug. Ein Blick auf den Monitor des Sonargeräts löste eine völlig andere Assoziation aus. Die Umrisse des Objekts glichen jenen eines fiktiven Raumschiffs aus der Filmreihe „Krieg der Sterne“, dem Millennium Falken. Der Ocean-X-Mitinitiator Peter Lindberg glaubte daher in einer ersten überraschten Reaktion, man sei auf ein untergetauchtes UFO gestoßen.

Das Team stieß erst am letzten Tag seiner geplanten Expeditionsfahrt auf die Anomalie. Für eine Rückkehr an den Fundort fehlten tags darauf die Mittel und so nagte die Neugier ein Jahr lang an den Beteiligten. Erst im Sommer 2012 konnte man zurückkehren, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Das Objekt befindet sich etwa 87 Meter unter der Wasseroberfläche des Bottnischen Meerbusens. Es besitzt abgerundete Seiten, hat einen Durchmesser von etwa 60 Metern und eine Höhe von drei bis vier Metern. Die Anomalie liegt am Ende einer Furche, die sich geradlinig 300 Meter über den Seeboden zieht. Die ersten Vermutungen, es handele sich um ein abgestürztes Flugobjekt, wurden durch die langgezogene Vertiefung bestärkt.

Die Formation liegt schräg auf einem Pfeiler auf und ragt dadurch bis zu 14 Meter über den Seeboden. Der säulenartige Pfeiler ist zwischen 6,5 und acht Meter hoch und scheint aus in der Region üblichem Granit oder Gneis zu bestehen. Nur der obere Teil, die eigentliche Anomalie, ist in seiner Beschaffenheit außergewöhnlich. Er besitzt eine sehr viel glattere Oberfläche, die vermutlich auch aus Granit besteht.

An einer Seite der Felsformation konnte das Ocean-X-Team eine Art von Treppe ausmachen. Die Struktur besteht aus acht Stufen, jede Stufe ist dabei etwa einen Meter hoch. Man entdeckte außerdem einen eigenartigen Steinkreis auf dem Objekt, dessen Aufbau an eine Feuerstelle erinnern soll. Die völlig schwarzen, wie von Ruß bedeckten Steine der Anordnung verstärken eine solche Interpretation.

Darüber hinaus entdeckte das Team eine weitere Anomalie, die allerdings noch nicht genauer untersucht werden konnte. Das zweite Objekt ist etwa 200 Meter vom ersten entfernt, hat kantige Seiten und wirkt konstruiert. Es befindet sich etwas näher am Seeboden und ist mit Abmessungen von 41 mal 32 Metern kleiner als das zuerst entdeckte.

Nach Bekanntwerden der Entdeckung von Lindberg und seinen Kollegen rangierten die internationalen Schlagzeilen zwischen „Unterwasser-UFO“ und „Unterwasser-Stonehenge“.

Natürlich oder künstlich?

Das Ocean-X-Team übergab dem Geologen Dr. Volker Brüchert von der Universität Stockholm einige Steinproben zur Analyse. Dr. Brüchert konnte das eingereichte Material als schwarzes Vulkangestein identifizieren. Das Untersuchungsergebnis warf nicht nur neue Fragen auf, sondern führte auch zu einem Missverständnis. Die neue Erkenntnis wurde von vielen Seiten falsch interpretiert und die gesamte Anomalie zu Vulkangestein erklärt. Ocean X stellte daraufhin klar, es handele sich bei der analysierten Probe lediglich um eine Entnahme aus dem rußschwarzen Steinkreis auf der größeren Formation. Es ist unbekannt, ob auch Proben von der Formation selbst genommen und analysiert wurden.

Dr. Brüchert genügte das bisherige Ergebnis jedenfalls zur Schlussfolgerung, die Anomalie stelle die Überreste eines unterseeischen Vulkanausbruchs dar. Das nun als Vulkankegel interpretierte Objekt und die darauf offenbar erstarrte Lava leuchteten auch Lindberg als Erklärung ein. Doch als plötzlich alles so klar schien, widersprach der wissenschaftliche Konsens. So schließt die Fachwelt tektonische Aktivitäten in dem Gebiet der heutigen Ostsee über Jahrmillionen aus. Das Objekt kann demnach nicht vulkanischen Ursprungs sein.

Lindberg sagte dazu:

„Zuerst dachten wir, es handelt sich um eine Gesteinsformation, doch es ist etwas anderes. Die Tatsache, dass es in der Ostsee keine Vulkantätigkeit gibt, macht die Entdeckung umso ungewöhnlicher. Als Laien [bezüglich geologischer Phänomene] können wir nur darüber spekulieren, wie eine derartige Struktur natürlich entstehen konnte. Jedenfalls handelt es sich um das eigenartigste Ding, das ich als professioneller Taucher je gesehen habe.“

Das Ocean-X-Team scheint mittlerweile davon überzeugt, das Objekt müsse künstlich geschaffen worden sein. Im Juni 2012 wurde die Einschätzung mit der Entdeckung eines kleinen runden Lochs an der Oberseite der Anomalie untermauert. Die Öffnung mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern wirkte wie ein Zugang ins Innere. Sie war bisher nur auf Kameraaufnahmen zu sehen und konnte noch nicht genauer untersucht werden. Sondierungskameras stehen bereit und sollen zum Einsatz kommen, sobald das Loch erneut lokalisiert werden kann. Das Wiederfinden gestaltet sich jedoch schwierig, da das Wasser rund um die Anomalie äußerst trüb ist. Die Sichtweite beträgt einen Meter und weniger, die Taucher müssten der Stelle also erneut sehr nahe kommen. Das Problem der geringen Sichtweite erklärt auch, warum es unmöglich ist, eine übersichtliche Photographie des gesamten Objekts anzufertigen.

Erkundungen werden zudem durch die Beschaffenheit der Ano­malie erschwert. Die sehr glatte Oberfläche stellt ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Taucher dar. Sie könnten den Halt verlieren und abdriften, falls die Strömung zu stark ist. Das Objekt scheint sich also weiterhin erfolgreich gegen eine genauere Untersuchung zu wehren.

Skeptizismus und Spekulationen

Unterschiedliche Wissenschaftler haben differierende Meinungen zum Thema. Die Interpretationen reichen von „eine Art Sandstein“ und „eine Gruppierung von Felsen, die von Eiszeitgletschern zusammengefügt wurden“ bis zu „eine Kissenlava-Formation, eine Moräne, oder das Produkt einer hydrothermalen Spalte“. Keiner der Wissenschaftler mit derartigen Vermutungen hatte allerdings Zugriff auf Gesteinsproben der Formation. Nur in einem Punkt scheint sich die Fachwelt einig zu sein – es muss sich um ein natürliches Phänomen handeln.

Dr. Hanumant Singh von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI), einem ozeanographischen Forschungsinstitut in Massachusetts, bemängelte die billigen Instrumente, die zur Aufnahme der Anomalie benutzt wurden. Die Instrumente seien zudem falsch verkabelt bzw. kalibriert gewesen und hätten das entstandene Bild verfälscht. Was Dr. Singh zu erwähnen vergaß, ist die Existenz von mehr als nur einer Aufnahme. Es gibt stundenlanges Videomaterial eines Tauchgangs, in dem sehr viele Details der Formation zu erkennen sind.

Jonathon Hill von der Mars Space Flight Facility in Arizona hinterfragt die Motive von Ocean X:

„Immer wenn Leute außergewöhnliche Behauptungen machen, ist es zu empfehlen Abstand zu nehmen und einen Moment darüber nachzudenken. Ziehen diese Menschen einen persönlichen Nutzen aus ihren Behauptungen oder handelt es sich um eine wahrhaft objektive Beobachtung?“

Als Entgegnung ließe sich Stefan Hogeborn zitieren, einer der Taucher des Ocean-X-Teams. Er bemerkte im Juni 2012:

„Während meiner 20-jährigen Karriere als Taucher habe ich auf 6.000 Tauchgängen nie zuvor etwas vergleichbares gesehen. Steine brennen normalerweise nicht. Ich konnte mir nicht erklären, was wir entdeckt hatten. Ich ging also runter, um unsere Fragen zu beantworten – und tauchte mit noch mehr Fragen im Gepäck wieder auf.“

Falls das Objekt künstlich geschaffen wurde, ist jedoch noch völlig unklar, um was es sich handeln könnte.

Ein schwedischer U-Boot-Offizier a. D., Anders Autellus, sagte gegenüber der schwedischen Zeitung Expressen, das Deutsche Reich habe im Zweiten Weltkrieg Betonstrukturen gebaut und sie als Fallen im Finnischen Meerbusen eingesetzt. Sie sollten sowjetischen U-Booten die Navigation durch das Gebiet erschweren. Die Objekte waren von großen Geflechten aus Stahldraht bedeckt, um dem feindlichen Radar Probleme zu bereiten. Laut Autellus könnte es sich bei der Anomalie um eine solche U-Boot-Sperre handeln.

Vorläufig bleibt die Anomalie was sie ist: ein unerklärliches Ausnahmephänomen. Das könnte noch einige Zeit so bleiben, da das Ocean-X-Team erneut zeitlich und finanziell beschränkt ist. Wie gewöhnlich formiert sich eine voreingenommene Gemeinde, die neue Erkenntnisse über das Objekt und seine Entdecker ins falsche Licht zu rücken versucht. Der Fundort der Anomalie reiht sich damit in die Liste verbotener archäologischer Stätten ein. Es bleibt zu hoffen, dass die Wahrheit dennoch irgendwann ans Tageslicht kommt.

Quelle: Philip Coppens, September 2012; www.philipcoppens.com

Anm. d. Red.

Dies dürfte leider der letzte neue Artikel sein, den wir von Philip Coppens veröffentlichen können. Er erlag vor Kurzem einem Krebstumor, in seiner Brust. Duncan Roads, der australische NEXUS-Herausgeber und enger Freund von Philipp, teilte uns mit, dass Philipp die Angewohnheit hatte, zwei Handys in der Brusttasche seines Hemds zu tragen, sehr nahe der Stelle, an der der Tumor erschien.

Insider Gordon Duff: UFO-Krieg vor Kaliforniens Küste

Anfang September 2012 wurden chinesische Marineschiffe vor der Westküste der Vereinigten Staaten gesichtet, insbesondere vor Nordkalifornien. Offizielle Stellen deklarierten die Berichte zunächst als unwahr. Erst Mitte September 2012 bestätigte ein asiatischer Geheimdienst die Vorkommnisse. Es handele sich um eine multinationale Flottenoperation der chinesischen und US-amerikanischen Marine, so die behördliche Quelle. Bei dem Einsatz soll es zu ernsten Kampfhandlungen gegen eine „höchst bösartige extraterrestrische Bedrohung“ gekommen sein.

Während eine Bestätigung seitens der USA weiterhin aussteht, existieren zahlreiche Augenzeugenberichte der Zwischenfälle im Nordpazifik. Die wahre Natur der Bedrohung sowie die Größenordnung der involvierten Streitkräfte können anhand der Beobachtungen allerdings nicht bestimmt werden.

Es kursieren folgende Gerüchte rund um das Thema:

  • Außerirdische Flugobjekte agieren von Unterwasserbasen aus.
  • Neuartige suborbitale Waffenplattformen wurden ausgehend von der Vandenberg Air Force Base (VAFB), Kalifornien, mobilisiert. Das noch in der Testphase befindliche Kriegswerkzeug soll mit Energiewaffen bestückt sein.
  • Die Ortung unidentifizierter Flugobjekte erfolgt mittlerweile mithilfe von Geräten, die auf Nanotechnologie basieren. Demnach kommen mikroskopische Sensoren zum Einsatz, um Ano­malien wie Dimensionsrisse oder Störungen des Raum-Zeit-Kontinuums aufzuspüren. (Begriffe aus der Sciencefiction bzw. Mysteryserien wie Akte-X oder Fringe.)

Die Fakten aus mir vorliegenden geheimen Memoranda:

  • Der Gegner ist außerirdisch und höchst aggressiv.
  • Die Bedrohung stellt eine „deutliche, aktuelle Gefahr“ dar und beschränkt sich auf das pazifische Becken.
  • Die Marine der Volksrepublik China musste für die US Navy einspringen, da sich die Mehrzahl der US-amerikanischen Verbände im Persischen Golf befindet.
  • Nachforschungen über die Hintergründe sollen zu fatalen Konsequenzen führen (Einschüchterung von Rechercheuren).

Problematische Wahrheitsfindung

Ich werde an dieser Stelle nichts veröffentlichen, das mir oder meiner Redaktion Probleme bereiten könnte. Andere Personen in den Vereinigten Staaten haben mehr Informationen und bessere Quellen als ich. Einige wurden jedoch bereits zum Schweigen gebracht, vorerst durch Verwarnungen.

Es scheint sich bei der Angelegenheit um keinen Schwindel zu handeln; so kam es bereits vor September 2012 zu einer nachweislichen Sichtung eines unidentifizierten Flugobjektes über Südkorea. Kurz darauf wurde das Internet bzw. YouTube von gefälschten UFO-Aufnahmen überschwemmt. Die bekannten, angeblich zur Analyse von UFO-Videos angewandten Methoden sind jedoch völlig unzureichend. Besonders unsinnig sind die Vorgehensweisen der sogenannten UFO-Netzwerke, die sich damit nur selbst in Verruf bringen.

Vor etwa sechs Wochen rief die NATO eine sogenannte Forschungsgemeinschaft in Aktion, die sich mit dem Phänomen der UFO-Videos beschäftigen soll. Eine ähnliche Arbeitsgruppe wurde auch im asiatischen Raum eingerichtet. Man entschied sich für eine aggressive Verfahrensweise, um die für UFO-Aufnahmen Verantwortlichen zu ermitteln. Meiner Meinung nach ist es niemandem zu wünschen, in den Fokus derartiger Ermittlungen zu geraten.

Ich hätte gerne mehr zum Thema zu berichten, könnte mir Dinge aus den Fingern saugen, spekulieren oder auf faszinierende Videoaufnahmen verweisen. Meine Optionen sind, der Geschichte eine Glaubwürdigkeit von 70 Prozent einzuräumen oder mein Vertrauen in einen als verlässlich eingeschätzten Informanten völlig neu zu überdenken. Ich schlage den Lesern vor, sich über zusätzliche Informationsquellen zum Thema zu informieren.

Verdächtige Vorkommnisse

Ich wurde bereits aufgrund meiner bisherigen Berichterstattung zur Angelegenheit verwarnt. Die angedeutete Drohung war angesichts meiner Vorstandsmitgliedschaft in einem großen multinationalen Verteidigungsunternehmen jedoch beinahe lachhaft. Es kam zudem zu einigen Begegnungen mit suspekten Personen und einer Attacke des Department of Homeland Security (DHS) auf meinen Computer. Der Angriff wurde ironischerweise von jener Software entdeckt, die ich zum Schutz meines Systems vom Verteidigungsministerium (DoD) erhalten hatte. Gestern rief das iranische Press TV über das Mobiltelephon meiner Frau an. Für eine Sekunde war „US Government“ auf dem Display zu lesen. Es scheint, als seien die Abhörfähigkeiten des DHS am absoluten Tiefpunkt angelangt. Falls sie Leute aus meinem Unternehmen engagieren würden, könnten wir ihre Probleme bestimmt beheben.

Quelle: Gordon Duff, VeteransToday.com, 17.9.2012; http://tinyurl.com/8muk83a

Feindselige ETs und interstellare Raumschiffe

Im Folgenden lesen Sie den Auszug eines Radiointerviews zu den Ereignissen vor der Küste Kaliforniens, das George Noory mit Gordon Duff auf Coast to Coast AM führte.

Gordon Duff: 1982 wurde ich in die Abonnentengemeinschaft der Majestic-12- (MJ-12-) Schreiben aufgenommen. Ich erhielt eine kaum zensierte Originalkopie, die auf einer Schreibmaschine verfasst und mit dem Datum 23. August 1977 versehen war. Sie stammte vom Office of Naval Intelligence (ONI), war 12 Seiten lang und in meinem Fall handelte es sich um Kopie Nummer fünf. Ich arbeitete zu der Zeit für eine Regierungsbehörde und hatte einen sehr hohen Sicherheitsfreigabestatus. Dennoch verstrichen 18 Monate, bis mir Zugang zum MJ-12-Leserkreis gewährt wurde. Ich las die Dokumente, steckte sie wieder in ihrem Umschlag und schickte sie zurück an den Absender. Mir wurde bewusst, dass ich niemals mit den in den Akten offenbarten Geheimnissen leben könnte. Jahre später, wer hätte das gedacht, waren beinah alle in den Unterlagen erwähnten Informationen zum Drehbuch der Fernsehserie Akte-X umgeformt worden.

George Noory: Welche Informationen befanden sich in den Dokumenten, Gordon? Was machte dir Angst?

Gordon Duff: Die Dokumente betrafen den Zeitraum von 1947 bis 1977, die Jahre, in denen sie auch verfasst wurden. Sie wiesen auf zwei unterschiedliche Abkommen hin, von denen es laut meiner Quellen mittlerweile bereits mehrere geben soll. Ein Vertrag stammt aus dem Jahr 1947, ursprünglich von Präsident Truman unterzeichnet, ein weiterer aus dem Jahr 1953, von Präsident Eisenhower abgeschlossen. Letzterer war ein Zwangsabkommen gegen die Vereinigten Staaten. Der Kontrakt wurde im Namen einer feindseligen extraterrestrischen Macht aufgesetzt, die mit dessen Legitimation ungehindert Bürger der USA zu entführen plante. Auch mit anderen Nationen wurden derartige Vereinbarungen getroffen. Die Zahl der in den USA verschleppten Menschen ist bis heute mit 236.000 allerdings außergewöhnlich hoch und stellt einen wichtigen Themenbereich zur späteren Erörterung dar. Bei den Entführten handelte es sich nicht um Probanden, die man für eine gewisse Zeit festhielt. Die Gegenseite war in der Formulierung diesbezüglich sehr deutlich. Es handelte sich um Menschen, die inhaftiert und abgeschlachtet wurden.

Die Dokumente gaben mir den Eindruck, wir hätten es mit einer besonders an menschlichen Blutlinien interessierten Macht zu tun. Außerirdische, die sich mit Menschen fortgepflanzt hatten und die nun die genetischen Entwicklungen auf der Erde verfolgten.

Was den UFO-Krieg im Pazifik angeht, zu dem ich Bestätigungen von Geheimdienststellen erhielt, haben wir es mit einer speziellen Organisation zu tun. Es existieren 12 derartige Gruppen, mit denen die Nationen der Erde verkehren. Die hier besprochene scheint ein ungewöhnlich böswilliges Naturell zu besitzen.

Mir wurde gesagt, sie würden in Unterwasserbasen leben. Sie sollen uns darüber informiert haben, dass sie ihre Mutterschiffe holen und sich im pazifischen Becken ansiedeln würden. Sie sollen eines der Schiffe von Santa Catalina Island, einer kleinen Insel vor Südkalifornien, abgezogen haben. […]

Ich erhielt heute einen Anruf und wurde über Dinge informiert, die ich im Rahmen des Interviews nicht besprechen darf. Mir wurde mitgeteilt, ich dürfe erwähnen, das erste interstellare Raumschiff sei 1972 konstruiert worden. Ich solle erwähnen, wir seien derzeit im Besitz von sieben durch Fusionsreaktoren betriebene Raumschiffe, deren Umfang 1,5 Kilometer beträgt. Die auf der Erde gebauten Schiffe navigieren gewöhnlich etwa 90 Meter über dem Boden und besitzen eine konstante Oberflächentemperatur von rund 200 °C. In der niedrigeren Atmosphäre können sie bis auf Mach 21 beschleunigen, außerhalb der Erdatmosphäre ist eine Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit möglich. Ich besitze die ausführlichen Unterlagen der CIA, die vom Militärnachrichtendienst National Reconnaissance Office (NRO) heraus­gegeben und mit der internationalen Geheimhaltungsklassifikation COSMIC TOP SECRET versehen wurden. [Anm. d. Red.: Mit dem Vermerk „COSMIC TOP SECRET“ (CTS) werden Geheimberichte versehen, die zwischen befugten NATO-Mitgliedern ausgetauscht werden.]

Mit folgenden Worten räumte man mir die Berechtigung zur Veröffentlichung ein:

„Wir erlauben Ihnen, die Informationen zu publizieren, [denn] niemand wird sie für authentisch halten.“

Quelle: Coast to Coast AM, 16.10.2012; http://tinyurl.com/c4pmw59

UFO-Alarm am Himalaya

Angehörige der indischen Armee und der Grenzpolizei (Indo-Tibetan Border Police, ITBP) beobachteten im Jahr 2011 unbekannte Flugobjekte in der Ladakh-Region des Bundesstaats Jammu und Kashmir. Eine in Thakung, nahe des Pangong-Tso-Sees stationierte Einheit der ITBP meldete zwischen dem ersten August und 15. Oktober 2012 über 100 Sichtungen mysteriöser Lichter am Himmel. Laut dem Nachrichtenmagazin India Today wurde das Hauptquartier der ITBP in Delhi im September 2012 über die Vorkommnisse informiert. Der Bericht über die „unidentifizierten leuchtenden Objekte“ erreichte auch das Büro des Premierministers. Die gelblichen Lichtsphären wurden zu Tag- und Nachtzeiten gesichtet. Sie schienen sich hinter dem Horizont auf chinesischer Seite zu erheben und langsam für drei bis fünf Stunden über den Himmel zu wandern.

Offizielle Stellen untersuchten die unscharfen Photographien, die von Einheiten der ITBP gemacht wurden. Es könne sich weder um unbemannte Fluggeräte bzw. Drohnen noch um besonders niedrig fliegende Satelliten handeln, so die indische Armee nach ihrer ersten Analyse.

Ladakh ist eine karge, 86.000 km² große, stark militarisierte Region zwischen dem von Pakistan besetzten Kaschmir und dem von China besetzten Aksai Chin. Schon vor den Sichtungen im Sommer und Herbst 2012 soll es Berichte über seltsame Lichter am Himmel gegeben haben.

Die letztjährigen Sichtungen schienen die in Leh stationierten Korps der indischen Armee allerdings besonders beunruhigt zu haben. Im September 2012 setzte man nahe des bereits erwähnten Pangong Tso, einem langgezogenen See zwischen Indien und China, Aufklärungseinheiten auf die Objekte an. Eine mobile Bodenradareinheit und ein Spektrumanalysator sollten die Erscheinungen entmystifizieren. Das Radargerät konnte die mit freiem Auge verfolgbaren Gebilde nicht wahrnehmen, was zunächst auf nichtmetallische Flugobjekte schließen ließ. Doch selbst die materialunabhängige Spektralanalyse, die Frequenzen aller in der Umgebung befindlichen Körper wiedergeben sollte, lieferte keine messbaren Ergebnisse. Eine Drohne, die in die Richtung eines der Lichter gesteuert wurde, verlor das Phänomen schließlich aus dem Kameraauge.

Ende September 2012 konnten Astronomen der Indian Astronomical Observatory bei Hanle, 150 km südlich des Pangong Tso, die atmogenen Phänome über den Zeitraum von drei Tagen beobachten und untersuchen. Laut dem Abschlussbericht der Wissenschaftler handelte es sich weder um natürliche Himmelskörper wie Meteore noch um künstliche wie Satelliten. Bis heute konnten weder die auf Technologiespionage spezialisierten Mitarbeiter der indischen National Technical Research Organisation (NTRO) noch die Experten der Defence Research and Development Organisation (DRDO) die Flugobjekte identifizieren. Die Betretenheit der verantwortlichen Ermittler scheint die Angst in Militärkreisen mittlerweile zu übertreffen.

„Wir können die Sichtungen nicht einfach ignorieren. Wir müssen herausfinden, um welche neue Technologie es sich bei den Objekten gehandelt haben könnte“, so der ehemalige Generaloberst der indischen Luftwaffe Pradeep Vasant Naik.

Bereits 2004 ereignete sich weniger als 100 km südlich von Ladakh eine äußerst gut dokumentierte Sichtung eines ungewöhnlichen Objekts im indischen Distrikt Lahaul und Spiti. Eine Gruppe von Geologen und Glaziologen, geführt von Dr. Anil Kulkarni vom Space Applications Centre (SAC) in Ahmedabad befand sich auf Forschungsreise im Samudra-Tapu-Tal. Das SAC ist eine anerkannte Forschungseinrichtung unter Leitung der Indian Space Research Organisation (ISRO). Das Team entdeckte während seiner Expedition eine Gestalt, die das Tal zu durchwandern schien und wie ein humanoider Roboter wirkte. Die nur 50 Meter von ihnen entfernte, etwa 1,2 Meter große Erscheinung erhob sich nach 40-minütiger Beobachtung in die Luft und verschwand. Filmaufnahmen sowie 14 Personen, darunter die sechs Wissenschaftler, können die Begebenheit bezeugen.

Dr. Kulkarni befragte die Zeugen später getrennt voneinander, um ihre Schilderungen gegenzuprüfen. Kopien seines Berichts fanden ihren Weg ins Büro des Premierministers, zur indischen Raumfahrtbehörde, der Armee und den Geheimdiensten des Landes. Dr. Kulkarni bestand darauf, kein natürliches Phänomen beobachtet zu haben. Trotz der ausführlichen Dokumentation kam es zu keinen weiteren Untersuchungen.

Quelle: Kashmir Times, 2.11.2012; http://tinyurl.com/dxocfnm

1 www.oceanexplorer.se

Quelle: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/twilight-zone-anomalie-in-der-ostsee-ufo-krieg-vor-kalifornien-und-ufo-alarm-am-himalaya?context=category&category=7

Gruß an das Phänomenale

TA KI

Anhang Teil 8


Es scheint als können UFOs und USOs (unidentifizierte schwimmende Objekte) nicht unterschieden werden. In vielen, gut dokumentierten Fällen behaupten Zeugen, daß fremdartige, metallische, scheiben- und zigarrenförmige Objekte, plötzlich aus dem Wasser auftauchten, sich in die Luft erhoben und verschwanden. In anderen Fällen kamen sie herunter auf die Meeresoberfläche und verschwanden unter Wasser. Stützpunkte dieser Flugobjekte werden unter dem Meer vermutet. Es wird die Frage aufgeworfen, ob das der Grund dafür ist, das die US-Marine für die UFO-Forschung mehr Geld aufwendet, als die US-Luftwaffe. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.19/21).

Als Gebiete mit häufigen Schiffsunglücken und UFO/USO-Sichtungen werden, außer dem Bermudadreieck noch die Biskaya (S.74, 75) und der sogenannte „Kreis des Todes“ zwischen Gotland und Öland angegeben (S.86, 87).

Im Zusammenhang mit UFO-Sichtungen und bei merkwürdigen Erscheinungen im Bermudadreieck, wurde immer wieder von „Wolkenbildung“ , „einer Art Nebel“ oder „Schwefelsäuretröpfchen“ berichtet. Oftmals hüllte eine Wolke oder ein seltsamer Nebel, Schiffe und Flugzeuge ein, die dann nie mehr aus diesen Wolken- oder Nebelgebilden herauskamen. Diese Gebilde lösten sich dann langsam auf und das Flugzeug oder Schiff, das darin verschwand existierte nicht mehr. Der Nebel wird oftmals als grünlich und die Wolken als röhrenähnlich geschildert. Der Nebel tritt immer ganz plötzlich aus dem Nichts heraus auf und läßt Instrumente versagen. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.48/52)

Das amerikanische Luftverteidigungskommando NORAD hat zugegeben, daß seine komplizierten Infrarotsensoren, die gleichzeitig Satellitenwiedereintritte orten und in Phasen durch ein weltweites Radarnetz berechnen, täglich um die „800 bis 900 Objekte“ registrieren, deren Flugcharakteristiken weder denen irgendwelcher Satelliten noch den gewöhnlichen ballistischen Flugbahnen entsprechen. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 18)

Regierungsstrategie zur Aufklärung der Bevölkerung

Die gegenwärtigen Anstrengungen der Regierung zur Aufklärung der Bevölkerung über die Aktivitäten der Außerirdischen gehen in zwei Richtungen:

Das Bewußtsein der Bevölkerung durch die Massenmedien in Bezug auf die Einmischung Außerirdischer zu sensibilisieren. Verschiedene Pläne wurden zu diesem Zweck aktiviert, beispielsweise Sendungen wie „V – Die Außerirdischen“ und „Krieg der Welten“. Man hat festgestellt, daß man diese Angelegenheit nicht in das öffentliche Bewußtsein bringen kann ohne den vollen Umfang dessen, was getan wurde ebenfalls hineinzubringen.
Der zweite Punkt ist, einen aktiven Schutz gegen die EBEs (die Grauen) zu finden. Ein solcher Schutz soll gegenwärtig in Zusammenarbeit mit einer anderen außerirdischen Rasse, den „großen Blonden“, entwickelt werden, da diese ebenfalls gegen die Aktionen der Grauen erhebliche Bedenken haben. (The leading Edge, No. 23, 1991, S. 59)

Beispiel aus der amerikanischen Presse

So wird die amerikanische Öffentlichkeit „aklimatisiert“.

Bericht der Zeitung „Weekly World News“, Lantana, Florida vom März 1991.

„Beweise von denen die Regierung nicht will daß Sie sie sehen“ – „Sie sind hier“ – Fotos, die sie geheim halten wollen“

Übersetzung der Meldung:

Die Fremden aus dem Raum sind hier und wir haben die Beweise! Einer der führenden amerikanischen UFO-Forscher bekam die exklusiven Fotos nachdem eine Geheimdienstquelle ihn informierte, daß U.S. Agenten einen Außerirdischen gefangengenommen und ihn zum Verhör nach Washington gebracht haben. Und während die Regierung offiziell den Bericht zurückweist, wird gesagt, daß halb Washington – einschließlich Präsident George Bush – in die Details eingeweiht ist.

Weiter:

Amerikanische Agenten ergriffen einen Außerirdischen auf eimem UFO-Landeplatz westlich von Virginia und sie verhören ihn nun in Washington D.C.

Der UFO-Forscher: …„Dies ist der Moment auf den wir gewartet haben seit die amerikanische Regierung in den 40ern begann UFOs zu untersuchen.“ …“Die Regierung hat uns belogen aber diesmal gibt es keine Lügen… jetzt haben wir Bilder – Bilder, die beweisen, daß ein Außerirdischer in Gewahrsam genommen wurde“.

Die Fotos sind so angelegt, daß sie Details zeigen, wie sie auch von Augenzeugen in Entführungsfällen beschrieben werden: großer Kopf, Nasenansatz, Mundschlitz und vier Finger.

Beispiel einer schweizer Zeitung

Wochenpost am Zürichsee, 1993, 3.12.

UFO-Invasion am Zürichsee?

Anzeichen beweisen: Größte UFO-Operation im Universum steht bevor.

Auszug:

…Wenn die UFO-Forscher recht behalten, werden im Frühjahr 1994 Zehntausende von Raumschiffen aus extraterrestrischen Zivilisationen unsere Erde besuchen. Das jedenfalls sagen die bekannten Ufologen Dag Warghusen und Michael Hesemann…

Die Ufologen sind sich einig: Bald kommen die Außerirdischen. Der international bekannte schwedisch UFO-Forscher Dag Warghusen am 2. Welt-UFO-Kongress (6.-7. Nov.) in Budapest: Die Außerirdischen werden bis spätestens Ende Februar 1994 auf der Erde landen. Die größte Operation im Universum steht kurz bevor, und die 1 217 Mitglieder des Rates der Planetarischen Föderation werden mit einem Beitrittsangebot zu uns kommen. Warghusen zufolge wird die Operation durch ein phantastisches Feuerwerk eingeleitet werden: Zehntausende Raumschiffe werden mit strahlender Beleuchtung über zehn Weltstädten kunstfliegen. Warghusens Quellen sind allerdings nicht ganz glaubwürdig: Die Informationen stammen von Gajon, der auf den uns noch unbekannten Planeten Azhiz, Nektra, Zachex und Octra lebt. Gajon hat 200 Briefe geschrieben, die sich über den weißen Zeitkanal auf Warghusens Schreibtisch materialisiert haben sollen.

Doch auch der Düsseldorfer UFO-Experte Michael Hesemann ist sicher, daß die Außerirdischen verstärkt unsere Nähe suchen. Grund: Es werden in letzter Zeit viel häufiger UFO-Beobachtungen gemeldet. Und wenn erst der interplanetarische Kontakt gelingt, wird das unser Bewußtsein nachhaltig verändern.

Für den Fall der Fälle ist auch schon die UNO informiert worden: Die Frage ist, wer die Erde repräsentiert. Die UNO wird eine Weltbehörde für außerirdische Angelegenheiten einrichten müssen, um die interplanetarischen diplomatischen Beziehungen aufzunehmen.

Was wollen die Außerirdischen? Müssen wir uns fürchten? Laut den UFO-Forschern besteht kein Grund zur Angst. Denn die Schönheit der Darbietung der UFO’s wird uns Erdlingen die Angst nehmen. Die Außerirdischen kämmen in Liebe, um uns zu helfen. Rund 100.000 als Menschen getarnte Aliens (Außerirdische) seien schon auf der Erde und würden in emsiger Vorbereitungsarbeit stecken…

Arten außerirdischer Gruppen

Die Sirius-Gruppe

Es ist bekannt geworden, daß die Gruppe von Sirius, zusammen mit den Grauen, Elementen des US-Militärs und Geheimdienstkräften, ebenfalls in dunkle Aktivitäten verwickelt ist, was Entführungen anbelangt. Sie werden als 6 &frac12; Fuß (ca. 2 Meter) groß beschrieben, mit sehr kurzgeschnittenen blonden Haaren und blauen Augen mit katzenartigen, vertikalen Pupillen. Sie werden als Teil der Orion-Gruppe angesehen, welche dominieren und kontrollieren will (Krill, O. H.: Orion based Technology Mind Control…, S. 38). Details über die Sirius-Gruppe wurde in dem Buch „The Cosmic Trigger“ (Der kosmische Auslöser), von Robert Anton Wilson beschrieben.

Die Grauen

Es gibt verschiedene Arten Außerirdischer, die der Menschheit nicht gut gesonnen sind. Einige sind an den Entführungen von Menschen beteiligt. Unter ihnen gibt es 3 Rassen, auf die global als die „Grauen“, 3&frac12;-4&frac12; Fuß (1.10 – 1.40 Meter) groß, mit großen Köpfen und grauer Haut, verwiesen wird. Die Informationen über diese Gruppen sind in der einschlägigen Literatur teilweise sehr unterschiedlich und widersprüchlich.

Die langnasigen Grauen: Mit ihnen hat die US-Regierung 1964 einen Vertrag abgeschlossen (siehe 1964, 25.4.)
Die kleinen Grauen, bekannt durch die Körperfunde in den abgestürzten Schiffen. Sie stammen von Ceta Reticuli, einem Doppelstern, 33 Lichtjahre von der Erde entfernt.

 

Über eine Spezies der Grauen ist bekannt, daß es sich hierbei um eine Rasse handelt, die zwischen der physischen Welt der Erde und einer nicht physischen Welt lebt. Sie scheinen sich evolutionär auf einer Abwärtsspirale zu befinden. Sie kommen nicht, wie die anderen Grauen, in physischen Maschinen auf die Erde. Sie haben die Fähigkeit, das geistige Feld des Menschen zu manipulieren und spielen die Hauptrolle im Programmieren religiöser Konzepte. Für sie ist offensichtliche der Zweck von Religionen, daß sie die Menschen für ein „Leben nach dem Tod“ programmiert. Es bringt sie in eine Position, in der ihre „Seelen“, nachdem sie den Körper verlassen haben, zeitweilig gefangengenommen werden können. Sie wurden konditioniert, nach dem Tode einem „Licht“ entgegenzugehen. Diese Spezies der Grauen hat keine Individualität. (The Leading Edge, No. 23, 1991, S. 52)

Dieser Typ wird als die langnasigen Grauen beschrieben. Sie sind 7-8 Fuß (ca. 2.40 Meter) groß. Ihr genetischer Aufbau ist insektenähnlich. Sie haben keine externen Genitalien. Sie sind Menschen gegenüber extrem aggressiv. Sie werden der Orion-Gruppe zugerechnet, deren Ziel die Eroberung und Versklavung der Menschheit ist. Sie treten nicht direkt auf sondern lassen andere, Menschen eingeschlossen, die schmutzige Arbeit für sie verrichten. (Krill, O. H.: Orion based Technology Mind Control…, S. 42/47)

„Die Gruppe von Orion stand als manipulierende Kraft hinter all diesen Projekten. Ihre Erwartungen erstreckten sich in die Richtung, daß sie durch die Nutzung von Mind-Control die Bevölkerung in den 90er Jahren – nicht später jedoch als 1994/95 – übernehmen können. Sie sind auch an den genetischen Projekten beteiligt, in denen das menschliche Sperma und Ovum in einem Maße verändert wird, daß eine daraus resultierende Nachkommenschaft, eine Hybrid-Rasse mit neuen Charakteristiken hervorbringen wird. Das ist einer der Gründe hinter den Entführungsfällen.“ (Krill, O. H.: Orion based Technology Mind Control…, S. 20)

Sie sind die Drahtzieher, die aus dem Hintergrund alles manipulieren, einschließlich der Grauen. Die Orion-Gruppe umfaßt verschiedene reptilienartige Spezies. (S. 25)

Die Grauen von Ceta Reticuli

Diese Gestalten werden bei vielen Entführungsfällen beschrieben.

Kleine, roboterähnliche Wesen.
Kleine, gedrungene Wesen in dunklen Overalls. Breite Gesichter, die je nach Beleuchtung dunkelgrau oder dunkelblau wirkten, glitzernde, tiefliegende Augen, Stupsnasen und breite, fast menschliche Münder.
Andere Arten sahen nicht menschlich aus. Eine war ca. 150 cm groß, sehr schlank und zierlich, mit hypnotischen, schräggestellten, schwarzen Augen. Mund und Nase waren nur schwach angedeutet.
Andere Gestalten waren kleiner, hatten ähnlich geformte Köpfe, aber runde, schwarze Knopfaugen.

Der Geruch erinnerte ein wenig an Pappe. Die Hand roch schwach aber eindeutig nach organischer Säure. (Whitley Strieber, Abb.: Buch-Cover: Whitley Strieber, Die Besucher, Heine Verlag)

Ihre genetische Struktur ist ebenfalls insektenartig. Ihre Körpergröße beträgt ca. 3 &frac12; bis 4 &frac12; Fuß (ca. 1.20-1.40 Meter). Sie haben keine externen Genitalien. Sie sind den Menschen gegenüber weniger aggressiv als andere Spezies der Grauen.

Ein weiterer Typus der Grauen ist zwischen 6 und 7 Fuß (ca. 2 Meter) groß, mit externen Genitalien. (Krill, O. H.: Orion based Technology Mind Control…, S. 48)

Synthetische Arbeiter

Diese Körperart wurde sowohl in unterirdischen Brutstationen als auch an Bord verschiedener Fluggeräte gesehen. Sie sind ca. 3 &frac12; Fuß (ca. 1.10 Meter) groß, besitzen eine Art Verstand vergleichbar mit einem Bienenschwarm und sind telephatisch. (Krill, O. H.: Orion … Mind Control…, S. 50)

Reptilienartige Humanoide

Diese Gruppe ist in Herrschaft über die Grauen. Die Elite dieser Spezies hat flügelartige Ansätze am Rücken. Sie werden jedoch selten gesehen. Das Symbol auf der rechten Seite ist dem grundlegenden Symbol der Trilateralen ähnlich. Viele Splittergruppen der Grauen sind von der Reptilien-Kontrolle unabhängig geworden. (Krill, O. H.: Orion based Technology Mind Control…, S. 49)

Große blonde Humanoide

Diese Humanoiden sind ca. 6 Fuß (1.90 Meter) groß, mit langen blonden Haaren. Ihre Augen sind blau mit großen ovalen Pupillen. Zusammen mit anderen nehmen sie an Aktivitäten in den Untergrundbasen teil. (Krill, O. H.: Orion based Technology Mind Control…, S. 48)

Untergrundbasen

Die Dulce-Base

Es gibt in der Nähe von Dulce (New Mexico) eine unterirdische Basis der Grauen. (William F. Hamilton, Cosmic Top Secret). Der örtliche Sheriff hat dort jede Nacht UFOs beobachtet. In dieser Gegend wurden präzise zerstückelte Rinder gefunden. Hamiltons Informationen über diese Basis, stammen von Personen, die dort gearbeitet haben, die dorthin entführt wurden, die beim Bau geholfen haben und auch von Personen des Nachrichtendienstes.

Diese Basis ist ein genetisches Laboratorium, welches Verbindungen nach Los Alamos hat (dort wurden die ersten Atomversuche gemacht; es war immer ein Gebiet höchster Sicherheitsstufe). Es gibt eine unterirdische Verbindungen zwischen Dulce, Los Alamos und Dreamland (einer weiteren Basis in Nevada). (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 42)

Dort werden Gen-Experimente, Untersuchungen und Vergleiche zwischen anderen intelligenten Rassen (bzw. Spezies!) bezüglich der menschlichen und der außerirdischen, biologischen Struktur durchgeführt.

Gentechnologische Experimente werden an Menschen durchgeführt, mit dem Ziel neue Rassen zu kreieren (alle Unterlagen bzgl. der Experimente mit Menschen im Dritten Reich, wurden von den Amerikanern nach dem Krieg beschlagnahmt. Sie arbeiten auf der selben Linie weiter; Milliarden Steuergelder werden in dieses Gebiet gesteckt (Hamilton-Lecture, CBR – UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 1b)).

Beschreibung der Dulce-Base

Es handelt sich um einen siebenstöckigen, unterirdischen Komplex, indem sich ca. 18.000 Aliens und ca. 10.000 Menschen aufhalten.

1. Ebene

Sicherheit und Kommunikation

2. Ebene

Unterkunft für die Menschen

3. Ebene

Management, Büros und Laboratorien

4. Ebene

Mind-Control Experimente (an Menschen)

5. Ebene

Unterkunft der Aliens (Grauen)

6. Ebene

Genetische Experimente / Zoo (für die Resultate der Experimente)

7. Ebene

Cryo-Genetic – Gefrierlager (für die fehlgeschlagenen Experimente)

Symbole

Die Grauen: Schwarzes Dreieck auf rotem Hintergrund

Dulce-Base: Schwarzes Dreieck (Spitze nach unten) mit einem griechischen Tau in der Mitte (jede Basis hat ihr eigenes Symbol).

„Die Experimente (Ebene 6) werden in großem Maßstab durchgeführt, um Menschen genetisch zu verändern, sodaß sie in einer gefährlichen Umgebung arbeiten können. Dies wurde bereits in einem solchen Ausmaß perfektioniert, daß wir inzwischen eine Wegwerf-Sklavengesellschaft haben.“ (Hamilton, William F., Cosmic Top Secret – America’s secret UFO Program, Kapitel 9, The deep dark secret at Dulce)

Sie sind in der Lage Klone anzufertigen (exakt gleich aussehende Menschen, die im Laboratorium gezogen wurden. Sie arbeiten nur beim Militär).

Zu Beginn wurden Frauen von der Regierung gefragt, ob sie sich zu Experimenten (künstliche Befruchtung) zur Verfügung stellen wollen. Den Frauen wurde dann nach 3 Monaten der Fötus entnommen, der nicht einmal menschlicher Abstammung zu sein brauchte, um ihn im Laboratorium großzuziehen.

Die Defense Advanced Research Projects Agency ist die Institution hinter diesen Experimenten. Dabei handelt es sich ebenfalls um das Implantieren sogenannter Transponder (Übermittlungsgeräte, auch Brain-Transmitter genannt), die gegen den Willen der entsprechenden Personen in Krankenhäusern oder Polizeistationen eingesetzt wurden.

Bekannt wurde diese Aktion von einer Polizeistation in Schweden (Olaf Palme soll derzeit seine Zustimmung zu diesem Verfahren gegeben haben). Einige Transponder wurden bei einigen Menschen operativ entfernt. Es existieren Fotos davon. Der Zweck davon war es, die Produkte ihrer Experimente außerhalb der Laboratorien zu kontrollieren und festzustellen, wie dieser Personenkreis innerhalb der Gesellschaft kontrolliert werden kann. Von einer dieser Personen wurde bekannt, daß sie um die ganze Welt verfolgt und überwacht wurde. Sie konnte überall aufgespürt werden. Dieses Verfahren wird Radio-Hypnotic-Intercerebral-Control genannt. Durch diese Methode kann sowohl das Gesprochene wie auch das Gehörte einer so überwachten Person kontrolliert werden. Dies ist durch Aussagen von Opfern dieser Behandlung belegt.

Ein anderes Verfahren ist die Electronic Desolution of Memory, die elektronische Gedächtnisauslöschung; die an ehemaligen Arbeitern und Mitarbeitern in der Dulce-Base durchgeführt wird.

Hamilton berichtet weiter über Aussagen bzw. Berichte von Arbeitern, die dort waren und Resultate dieser Gen-Experimente (auf Ebene 6) gesehen haben.

Sie berichten von mehrbeinigen Menschen, die zur Hälfte ein Oktopus waren; ebenso reptilienähnliche Menschen, Menschen mit Flügeln, Krallen als Hände, … Kreuzungen zwischen verschiedenen Tierarten. Sie werden in Käfigen gefangengehalten. Viele von ihnen konnten sogar weinen und baten in irdischer Sprache um Hilfe. Einige waren unter Drogen, um sie still zu halten. Den Arbeitern wurde erklärt, daß dies fehlgeschlagene Experimente seien – Verrückte – Freaks. Wer dort arbeitet, redet nicht mit denen.

Ebene 7 ist noch schlimmer: Tausende von embryonalen Experimenten (menschlich und gemischt) werden in einer Gefrierlagerung gehalten.

Hamilton spricht weiter über das dortige Sicherheitssystem, über die Fahrstühle, die elektromagnetisch funktionieren ohne verdrahtet zu sein. Es gibt keine konventionellen Glühbirnen etc. – alles arbeitet auf elektromagnetischer Basis.

In der Gegend um Dulce ist eine Menge Vieh verschwunden und verunstaltet worden. Es wurde herausgefunden, daß die Aliens Teile der Rinder für ihre eigene Ernährung und für ihre Experimente brauchten.

Die Aliens absorbieren die Nahrung irgendwie durch die Haut. Sie haben kein funktionierendes Verdauungssystem. Sie brauchen große Mengen menschlichen Blutes.

Die Zukunft könnte durch Genetik eine totale Transformation der Menschheit hervorbringen; genauso wie durch eine faschistische „Ein-Welt-Regierung“.

Es gibt zwei Blöcke in der Regierung – eine Gruppe macht sich Gedanken darüber und will die Öffentlichkeit informieren, die anderen wollen es weiterhin vertuschen.

Die Dulce-Base wird durch ein Komitee geführt. Es bestehen Verbindungen zur CIA. Es wurden Leute getötet, um diese Informationen geheimzuhalten. (Hamilton-Lecture, CBR UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 2b)

Die Operation mit den Grauen wurde von einer geheimen Abteilung der U.S.-Navy durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Projekt Blue Book wurde behauptet, daß die Air-Force die treibende Kraft sei. Es war jedoch immer die Navy, die dahinter steckte.

Cooper gehörte zum Geheimdienst der Marine. Er hat die Top-Leute in der Army über das Alien-Projekt informiert.

Mittlerweile wurden über 6.000 Wissenschaftler angeheuert, um an den Projekten Mind-Control und Gen-Technologie zu arbeiten.

„Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Kontrolle über den
menschlichen Verstand technisiert ist. Wenn wir nichts tun, bzw.
diese Informationen nicht ernst nehmen, ist die Menschheit verloren“.
Cooper

MJ12 ist die Top-Organisation, die das Alien-Projekt überwacht und koordiniert. In Fällen, wo der amerikanische Kongreß keine Gelder für Operationen bewilligte, haben sie sich das Geld durch Drogenschmuggel von Süd- nach Nordamerika besorgt. Die Gerüchte über die CIA in Verbindung mit Drogenhandel gibt es seit Jahren. Es wird sogar behauptet, daß der Vietnam-Krieg allein dazu diente, das Goldene Dreieck (Kambotscha, Burma, Laos) zu schützen. Während des Krieges wurden Drogen – eingenäht in die Körper toter Soldaten – nach Amerika geschmuggelt. Die Gelder aus den Drogendeals sind in die geheimen Basen geflossen.

George Bush, der (ehemalige) Präsident der USA weiß über die Alien-Projekte mehr als jeder vorherige Präsident. Bush war stellvertretender Direktor bei der CIA. Ihm gehört eine Bohrinsel vor der Küste. Er war darin verwickelt, Drogen über diese Bohrinsel von Süd- nach Nordamerika zu schmuggeln, zur Finanzierung dieser Basen. So wird es behauptet. (Lear-Lecture, CBR- UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 3a)

Weitere Basen

Dreamland: weitere Basis in Nevada (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 42)

Guam: ist eine US-Marinebasis und wird als Schwesterbasis von Pine Gap bezeichnet. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 42ff)

Nellis-Luftwaffenbasis: in Nevada, unterhalb des Groom Lake in der Area 51, dem am stärksten gesicherten militärischen Versuchsgelände der USA. Dort hätten die Aliens die Amerikaner nicht nur in der Entwicklung ihrer Rüstungstechnologie unterstützt, sondern ihnen auch eines ihrer Raumschiffe zu Studienzwecken überlassen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 83)

Eine Karte von Untergrund-Tunnelsystemen : Es wird behauptet, daß sie im Westen der USA existieren.

Zusammengestellt von TAL und Thomas C., aus dem Buch „Cosmic Top Secret“ von William F. Hamilton III, Seite 102.

Pine Gap (Australien): wird von der US-Regierung; finanziert und unterliegt der Verantwortung der DARPA. Sie wurde 1966 gegründet und heißt offiziell Joint Defence Space Research Facility. Hier wurden ebenfalls Gehirn- bzw. Gedächtnislöschungen am Personal vorgenommen. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 43 und National Review vom 17.5.76)

Transvaal (Südafrika): Das dort arbeitende Personal besteht angeblich aus mehr als 1.200 U.S.-Konsulatsangestellten (siehe auch 7.5.89). (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 44)

Wright Patterson Airfield (wie schon in vorangegangenen Ereignissen erwähnt)

Heute existieren in den Vereinigten Staaten über 75 solcher Einrichtungen, gebaut mit den Geldern eines sogenannten Notfonds. Zusätzlich baute die Atomenergie-Kommission mindestens 32 weitere ähnliche Anlagen. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 9)

Kontrolle über die Währung

Das amerikanische Währungs- und Schuldensystem ist so ausgelegt, daß der Dollar jederzeit völlig wertlos gemacht werden kann.

Die Bürger werden mit Hilfe der Kreditkarten kontrolliert. Es wird von der Einführung einer Art Barcode-System gesprochen, welches auf der Vorderseite der Stirn oder auf dem Handrücken angebracht werden soll. Hier kommen wieder die alten Überlieferungen, bzw. Prophezeiungen der Bibel zum Tragen. Es ist ein Szenario, welches schon vor über 2000 Jahren initiiert wurde. Die Grauen geben zu, daß sie Informationen bzgl. der Menschheitsentwicklung schon vor ca. 2000 Jahren haben einfließen lassen. (Cooper-Lecture, CBR -. UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 3a)

Majestics 12 – Mitglieder

Namen, die mit MJ12 in Zusammenhang gebracht werden:

Hillenkoetter, Admiral Roscoe H. CIA-Direktor

Forrestal, James Verteidigungsminister (Ex-Marine)

Bush, Dr. Vannevar Chef des Forschungsministeriums

Sours, Sidney Chef des NSC (National Security Council)

Vandenberg, General Hoyt S. Stabschef der US-Luftwaffe

Twining, General Nathan Vize-Stabschef der Luftwaffe

Gray, Gordon Leiter der Vize-Abteilung psychologische Strategie der CIA

Hunsaker, Dr. Jerome Leiter des NASA (National Advisory Committee for Aeronautics – Vorgänger der NASA)

Montague, General Robert M. Sandia Air-Base bei Albuquerque, New Mexico

Bronk, Dr. Detlev Spezialist für Raumfahrtpsychologie

Menzel, Dr. Donald Astronom und Astrophysiker

Eisenhower, Dwight D.

Laut William Cooper gehörten folgende Personen zum ursprünglichen MJ12:

Rockefeller, Nelson

Dulles, Allen Welsh CIA-Direktor

Dulles, John Foster Außenminister

Wilson, Charles E. Verteidigungsminister

Radford, Arthur W. Generalstabschef

Hoover, J. Edgar FBI-Direktor

sowie sechs Mitglieder des Exekutivkommittees des Council on Foreign Relations. Später kamen auch Mitglieder der Trilateralen Kommission zu MJ12. (Der Pandora Aspekt, E. Lian, Seite 23)

Alle CIA-Direktoren seit 1947 waren Mitglieder in MJ12. Alle Außenminister der USA waren sowohl Mitglieder im Council on Foreign Relations als auch in MJ12.

Bis zum heutigen Tag existiert MJ 12 und arbeitet wie bisher. Es besteht weiter in der selben Form: 6 aus gleichen Positionen der Regierung, 6 Direktoren des Council on Foreign Relation und der Trilateralen Kommission. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 22/23)

Geheimprojekte und Definitionen

Aquarius: ist die Dachorganisation zur Koordination aller UFO-Untersuchungen, Mantelprojekt zur Koordination des Forschungs- und Kontaktprogramms in Sachen Außerirdischer – erfaßt die Geschichte der außerirdischen Präsenz auf der Erde seit 25.000 Jahren

Blue Book: Zu Zwecken der Desinformation und zum Zusammentragen weniger wichtiger Informationen formte man unter Grudge das Projekt Blue Book.

CIA / NSC: Tatsächlich wurde die CIA durch Präsidentenbefehl zunächst als „Central Intelligence Group“ gegründet, mit dem ausschließlichen Auftrag, sich mit der Anwesenheit der Außerirdischen zu befassen. Im später verabschiedeten „Nationalen Sicherheitsgesetz“ führte man sie als CIA. Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) wurde zur Überwachung der Geheimdienste und besonders der Außerirdischen gegründet. Eine Reihe von Anordnungen und Befehle seitens des NSC entbanden die CIA von ihren ursprünglichen Aufgaben der Zusammenstellung ausländischer Geheimdienstinformationen und betrauten sie mehr und mehr mit Geheimaktionen im In- und Ausland.

Delta Forces sind Einheiten, die speziell für diese Projekte ausgebildet wurden.

Garnet untersuchte die Einwirkung der Außerirdischen auf die Evolution der Menschheit.

Groom Range: Ein Ort in der Wüste von Nevada, etwa 100 km nordwestlich von Las Vegas, auf dem Fluggeräte erprobt werden. Im übrigen werden dort Gravitationsantriebe getestet und Fluggeräte, die nicht irdischen Ursprungs sind.

Grudge ging aus Projekt Sign hervor. Zu Zwecken der Desinformation und zum Zusammentragen weniger wichtiger Informationen formte man unter Grudge das Projekt Blue Book. Insgesamt 16 Bände sollten im Laufe der Jahre von Grudge erarbeitet werden. Sogenannte Blue Teams wurden zusammengestellt, um die niedergegangenen Flugscheiben, sowie tote und lebende Aliens zu bergen. Diese „Blue Teams“ sollten später in sogenannte Alpha Teams im Projekt Pounce aufgehen. Während dieser frühen Jahre übten ausschließlich die Luftwaffe der USA und die CIA die Kontrolle über das Alien-Geheimnis aus.

Guests ist der Codename für die insgesamt drei Außerirdischen oder ALFs (Alien Live Forms – fremde Lebensformen), die seit 1949 Gäste der US-Regierung waren. Derzeit wird ein ALF in der „Eiskammer“ von Los Alamos am Leben gehalten. Ursprünglich waren es einmal 16, die im Austausch gegen 16 US-Offiziere nach Los Alamos kamen, 15 starben seitdem. Die Gäste bevorzugen alte tibetische Musik. Ihr IQ liegt bei über 200. Sie behaupten, sie hätten alle irdischen Religionen als Instanz zur Steuerung der Evolution ins Leben gerufen. Sie behaupten, Blut mit dem Rhesusfaktor negativ sei ein Beweis für die Kreuzung der Rassen. Die Wissenschaftler, mit denen sie kommunizierten akzeptierten diese Möglichkeit .

Jason Scholars Präsident Eisenhower rief 1954 eine Geheimgesellschaft mit diesem Namen ins Leben, die 1972 unter Leitung des damaligen CIA-Direktors A.W. Dulles, Dr. Zbigniew Brzezinski (von 1973-76 Präsident der Trilateralen Kommission) und Dr. Henry Kissinger stand. Die Jason Scholars laufen unter MJ12 .

Krlll oder Crlll gesprochen „Krill“ hieß der zweite „EBE“, der im Rahmen eines Austauschprogrammes nach der Holloman-Landung auf der Erde blieb und zum Botschafter der außerirdischen Nation in den USA wurde.

Luna ist der Codename für die außerirdische Basis auf dem Mond, die von Apollo-Astronauten beobachtet und gefilmt wurde. Dort wird Bergbau betrieben, und dort sind die großen, zigarrenförmigen Mutterschiffe dieser Außerirdischen stationiert.

Apollo-Astronauten sichteten und filmten eine Mondbasis mit dem Decknamen Luna. Auf den Fotografien sind Kuppeln, kegelförmige große Rundbauten, die Silos ähnlich sehen, erkennbar. Riesige T-förmige Bergbaufahrzeuge, die scharfkantige Spuren auf der Mondoberfläche hinterlassen, sowie Außerirdische, kleine und große Flugkörper sind sichtbar.

MJ12 ist der Name einer geheimen Kontrollgruppe von Operation Majority. Präsident Eisenhower rief 1954 eine Geheimgesellschaft mit dem Namen „The Jason Scholars“ ins Leben, die 1972 unter Leitung des damaligen CIA-Direktors A.W. Dulles, Dr. Zbigniew Brzezinski (von 1973-76 Präsident der Trilaterale Kommission) und Dr. Henry Kissinger stand. Der Bund besteht aus 32 Männern mit einem inneren Rat von 12, genannt „MJ12“ (Member of Jason oder Majestic 12). Sitz der Gruppe ist ein nur über die Luft erreichbarer Ort in Maryland, in Insiderkreisen bekannt als „The Country Club“ .

MJ 12 befaßt sich mit der Koordination der Alien-Projekte. Sie bestand aus einer Gruppe ranghöchster Regierungsbeamter und Wissenschaftler, geleitet vom Direktor des CIA .

Eisenhowers geheime Präsidentenorder NSC 5412/1 schuf ein Dauerkommittee, welches Majestics 12 genannt wurde, welches alle geheimen Aktivitäten, die sich mit der Alien-Frage beschäftigen, überwachen und steuern sollte. Alle Mitglieder von MJ 12 waren Angehörige einer Geheimgesellschaft von Universitätsabsolventen, die sich selbst als die „Jason Society“ oder die Jason Scholars bezeichneten. Sie rekrutierte ihre Mitglieder aus den Reihen der Skull and Bones- und der Scroll and Keys-Vereinigungen von Harvard und Yale.

Majesty ist der Codename für den Präsidenten der USA.

MAJI heißt Majority Agency for Joint Intelligence. MAJI wird offiziell als „the Senior Interagency Group“ (SIG) bezeichnet.

MAJIC heißt MAJI Controlled. Alle Informationen und Desinformationen in dieser Sache werden von MAJI in Zusammenarbeit mit dem CIA, dem Nationalen Sicherheitsdienst NSA und dem Nachrichtendienst der Landesverteidigung DIA sowie dem Marinegeheimdienst ausgewertet. Diese Informationen sind mit dem Code MAJIC klassifiziert.

Majority ist der Oberbegriff für alle Operationen, die sich mit jedem Aspekt, Projekt und Konsequenz der Anwesenheit der Außerirdischen auf der Erde befassen.

PI 40 Die Projekte werden von PI 40 im Einzelnen spezifiziert.

Pounce ist zuständig für die Auswertung der abgestürzten Raumschiffe und die biologische Untersuchung ihrer Insassen.

Redlight regelt Testflüge mit geborgenen oder von den Außerirdischen zur Verfügung gestellten Raumschiffen. Dieses Projekt wird derzeit auf dem Gebiet von Area 51, Groom Lake Nevada durchgeführt. Vorbereitung zu Testflügen mit außerirdischen Flugkörpern.

SIG MAJI wird offiziell als „the Senior Interagency Group“ (SIG) bezeichnet.

Sigma steht für elektronische Kommunikation mit Außerirdischen. Es ist das erste Projekt, das erstmals Kommunikation mit den Fremden herstellte.

Sign Im Dez. 1947 formte man eine Sonderabteilung aus Amerikas Top-Wissenschaftern unter dem Decknamen „Sign“ und unterstellte sie der Leitung des Luftwaffen-Geheimdienstes in der Wright Patterson Air-Base, Ohio, mit dem Zweck, das UFO-Phänomen zu untersuchen. Aus Projekt Sign wurde im Dez. 1948 das Projekt Grudge.

Snowbird ist der Codename für die Auswertung von Erkenntnissen außerirdischer Raumfahrt-Technologie. Seit einiger Zeit werden im streng abgeschirmten Testgelände Groom Range in der Wüste von Nevada, etwa 100 km nordwestlich von Las Vegas Fluggeräte erprobt. Im übrigen werden dort Gravitationsantriebe getestet und Fluggeräte, die nicht irdischen Ursprungs sind. Snowbird entstand zu Zwecken der offiziellen Erklärung von ungewollten Sichtungen von „Redlight“-Flugkörpern als Air-Force-Experimente. Diese Fluggeräte wurden unter Verwendung konventioneller Technologie gefertigt und für die Presse bei mehreren Gelegenheiten geflogen. Projekt Snowbird wurde auch zum Herunterspielen unwiderlegbarer Sichtungen von UFOs benutzt, um die Öffentlichkeit abzulenken. Es wurde als voller Erfolg gewertet und Berichte über UFO-Sichtungen nahmen während der nachfolgenden Jahre stetig ab.

S4 In den Gemeinschaftsbasen ist der Technologieaustausch geplant. Eine wurde in NEVADA, in dem Gebiet, bekannt als S 4, etwa 7 Meilen südlich der westlichen Grenze der Area 51, auch bekannt als Dreamland, errichtet. Dieses Gebiet erhielt den Decknamen „die dunkle Seite des Mondes“.

Seit unser Austausch mit den Aliens begann, gelangten wir in den Besitz von Technologien, die unsere kühnsten Träume überstieg. Ein Flugkörper namens „Aurora“, mit dem regelmäßig Raumflüge unternommen werden, befindet sich in der Area 51. Es handelt sich hierbei um ein einstufiges Schiff mit der Abkürzung TAV (Trans Atmospheric Vehicle). Es kann von einer 12 km langen Startbahn abheben, auf eine hohe Erdumlaufbahn steigen, um dann wieder auf der ursprünglichen Bahn zu landen. Wir besitzen gegenwärtig einen, den außerirdischen ähnlichen Flugkörper, atomar angetrieben, der im Gebiet S 4 stationiert ist. Unsere Piloten unternahmen schon interplanetare Reisen in diesem Flugkörper, bei denen sie den Mond, Mars und andere Planeten besuchten.

Twinkle Als im Dezember 48 Feuerbälle den gesamten Südwesten der USA heimsuchten, richtete die U.S.-Air-Force 1949 das Projekt Twinkle zur Erforschung dieser mysteriösen Kugeln ein. Die erste Beobachtungsstation des Projektes befand sich in Vaughn, New Mexico und später, neben anderen, auf der Holloman Luftwaffenbasis in Alamorordo, New Mexico.

Council on Foreign Relations

1919 19.5.: Gründung des Council on Foreign Relations in Paris im Hotel Majestic. Das Ziel des CFR ist eine neue Weltordnung, die durch Umerziehung erreicht werden soll. Die Mitglieder, nach dem Jahresbericht von 1987 immerhin 1725, kommen aus allen Bereichen von Politik, Wirtschaft, Hochfinanz und Wissenschaft. Vorsitzender ist seit 1960 David Rockefeller. Die Finanzierung erfolgt seit 1927 hauptsächlich über die Rockefeller- und die Carnegie-Stiftung.

Trilaterale Kommission

Die Trilaterale Kommission wurde 1972 gegründet, sie besteht aus 200 Kommissaren, die aus Politik, Finanz, Wirtschaft und Wissenschaft kommen. Gegründet wurde sie von David Rockefeller. Ihre Mitglieder kommen aus Amerika, Europa und Japan – deshalb TRI-lateral.

Bilderberger

Seit dem Roswell-Ereignis hatte Präsident Truman nicht nur unsere Alliierten, sondern auch die Sowjetunion über die Entwicklung des Alien-Problems auf dem laufenden gehalten. Dies geschah für den Fall, daß sie sich zu einer Bedrohung für die menschliche Rasse entwickeln sollten. Pläne wurden erarbeitet, um die Erde im Fall einer Invasion verteidigen zu können. Die internationale Geheimhaltung traf dabei auf größte Schwierigkeiten. Man erkannte, daß eine Außenseitergruppe notwendig war, zur Überwachung und Koordination der internationalen Anstrengungen zur Wahrung des Geheimnisses und zum Schutz der Regierungen vor Entdeckung durch die Presse. 1952 organisiert, führte sie im Jahre 1954 zur Formation einer Geheimgesellschaft, die als Bilderberger bekannt wurde. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 5 und Behold a pale Horse, S. 92)

Diese Gesellschaft unterhält ein Richtlinienkomitee (Policy-Committee). Diesem Komitee wird die Koordination von „Alternative 3“ und die Koordination des sogenannten „leisen Krieges mit leisen Waffen“ zugeschrieben.

Der Dritte Weltkrieg

Ein Dokument, datiert mit „Mai 1979“, bezieht sich auf den „25. Jahrestages des dritten Weltkrieges“, genannt der „leise Krieg“ der mit subjektiver biologischer Kriegführung, mit leisen Waffen, gekämpft wird. Das Dokument erklärt, daß dies die Doktrin ist, welche vom Policy Committee der Bilderberg-Gruppe während ihres ersten Treffens 1954 angenommen wurde. Zusammenfassend wird folgendes gesagt:

Es ist ein Krieg gegen die Weltbevölkerung in Richtung sozialer Kontrolle. Es wird darauf hingewiesen, das dieses Dokument von der Bevölkerung verborgen bleiben muß, da es sonst als eine formelle Kriegserklärung erkannt werden könnte. „Die Lösung heutiger Probleme erfordert eine Vorgehensweise, die mitleidslos freimütig ist, ohne sich bezüglich Religionen, Moral oder kulturelle Werte zu zermartern.“ Geschichtlich gesehen entstammt die „leise Waffen-Technologie“ dem Zweiten Weltkrieg. „Es wurde bald von den Personen in Machtpositionen erkannt, daß die gleichen Methoden zur totalen Kontrolle der Gesellschaft nützlich sein könnten. Es waren aber bessere Methoden notwendig.“ Der „leise Krieg“ wurde in aller Stille durch die internationale Elite auf einem Treffen im Jahre 1954 erklärt. Zu diesen leisen Waffen gehören Computer, wobei der technologische Durchbruch 1948, mit der Transistortechnologie, stattgefunden hat. „Alle Wissenschaft ist ein Mittel in Bezug auf ein Ende. Das Mittel ist Wissen. Das Ende ist Kontrolle. (M.W. Cooper, Behold a pale Horse, S. 36-65)

Die „Bilderberger“ sind ca. 100 Prominente aus allen Bereichen und aus der ganzen Welt, die sich einmal im Jahr zu einer dreitägigen Konferenz treffen. Die Teilnehmerliste wird jährlich zu 20% erneuert. Initiator war Prinz Bernhard der Niederlande mit dem ersten Treffen europäischer Spitzenleute und amerikanischer CFR-Mitglieder im Hotel Bilderberg in Osterbeck in Holland. Mit Hilfe der CIA brachte er diese versteckte Regierung der Illuminaten, als Bilderberger, zur Kenntnis der Öffentlichkeit. Sie bilden die Weltregierung.

Von vielen Journalisten wird behauptet, daß auf den jährlichen Konferenzen die Marschrichtung für die internationale Politik der nächsten 12 Monate festgelegt wird.

Das Hauptquartier der im Buch „Alternative 3“ beschriebenen Verschwörung befindet sich in Genf. Der Führungsstab besteht aus Angehörigen der betroffenen Regierungen sowie der führenden Mitglieder der Bilderberger. Zusammenkünfte des „Richtlinienkomitees“ (Policy-Committee) finden sogar in einem Atom-U-Boot unter der Eiskappe des Polargebietes statt. Das Bedürfnis nach Geheimhaltung ist so groß, daß dies die einzig sichere Methode gegen Abhören ist. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 17/18)

Das CFR und sein Ableger, die Trilateralen kontrollieren nicht nur das ganze Land, sie besitzen es. Lange vor dem Zweiten Weltkrieg waren sie schon federführend in der Formulierung der Politik der Vereinigten Staaten. Seit dem 2. Weltkrieg sind sie die einzige Quelle der politischen Richtlinien der Regierung. Das CFR, die Trilateralen und ihre ausländischen Gegenstücke unterstehen den Bilderbergern. Seit dem 2. Weltkrieg sind fast alle hochrangigen Regierungs- und Militärführer, einschließlich der Präsidenten, Angehörige des CFR oder der Trilateralen. Alle amerikanischen Mitglieder der Trilateralen waren oder sind auch Mitglieder des CFR. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 23/24)

Nach Brzezinskis Bewertung der Geschichte hat sich die erste, sehr primitive Phase um Religion gedreht und dafür gesorgt, daß die Idee angenommen wurde, das Schicksal des Menschen liege im wesentlichen nur in der Hand Gottes. Er erzählt uns, daß die zweite Phase, die der Mensch auf dem Weg zur wahren Erleuchtung durchgehen mußte, der Nationalismus gewesen ist, der ein weiterer gigantischer Schritt in der fortschreitenden Neudefinition vom Wesen des Menschen und seinem Platz in der Welt war. Die dritte Phase sei der Marxismus, der eine weitere entscheidende und kreative Phase der Ausreifung des menschlichen Universalbildes darstellt.

In der Januar-Ausgabe von 1968 des „Encounter“ führt Brzezinski aus:

Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, daß sie bis zum Ende dieses Jahrhunderts der Computer genauso denken kann wie der Mensch und in der Lage sein wird, kreative Gedanken zu haben; angeschlossen an Roboter oder „Retortenmenschen“ könnten sie wie der Mensch handeln.

„Gleichzeitig werden die Möglichkeiten zur sozialen und politischen Kontrolle über das Individuum ungeheuerlich zunehmen… Es wird möglich sein, eine fast permanente Überwachung über jeden einzelnen Bürger auszuüben und eine aktuelle vollständige Datenkartei zu führen, die selbst höchst private Angaben über die Gesundheit oder das persönliche Verhalten des Bürgers enthält, und zwar neben all den üblichen Daten. Diese Datenbanken werden dem sofortigen Zugriff der Behörden unterliegen.“ (Des Griffin, Wer regiert die Welt, S. 222/223)

Jede ausländische Nation von einiger Wichtigkeit besitzt seinen Ableger des CFR, und seine nationalen Mitglieder arbeiten international über die Bilderberger, in der Verfolgung ihrer gemeinsamen Ziele, zusammen. Die ausländischen Angehörigen der Trilateralen gehören ihrer jeweiligen nationalen Organisation an. Schon eine oberflächliche Prüfung würde ergeben, daß die Mitglieder des CFR und der Trilateralen die größten Stiftungen, alle bedeutenden Medien und Verlagshäuser, die größten Banken, alle größeren Firmen, die oberen Etagen der Regierungen und viele der lebenswichtigen Bereiche kontrollieren. Ihre Mitglieder werden ausgesucht und eingestellt, weil sie Finanzkraft und besondere Interessen hinter sich stehen haben, nur nicht ihre eigenen Völker. Sie sind undemokratisch und repräsentieren in keiner Weise die Mehrheit der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie sind aber die Personen, die darüber entscheiden werden, wer den kommenden Holocaust überleben darf und wer nicht.

Die Bilderberger, das CFR und die Trilateralen sind die Geheime Regierung und sie regieren die Nation über MJ 12 und die Studiengruppe genannt die Jason Society oder die Jason Scholars. Die oberen Führungsränge der Regierung bestehen hauptsächlich aus ihren Mitgliedern.

Während unserer gesamten Geschichte manipulierten die Außerirdischen die menschliche Rasse über verschiedene Geheimgesellschaften, die Religion, Magie, Zauberkraft oder das Okkulte. Das CFR und die Trilateralen beherrschen vollkommen die Technologie der Außerirdischen und beherrschen auch vollkommen die Wirtschaft des Landes. Eisenhower war der letzte Präsident, der einen umfassenden Überblick über das Außerirdischen-Problem besaß. Nachfolgende Präsidenten erfuhren nur so viel, wie MJ 12 und die Geheimdienstorganisation ihnen zukommen ließen und es war oft nicht einmal die Wahrheit.

MJ 12 präsentierte jedem Präsidenten das Bild einer verlorenen außerirdischen Kultur, die nach Erneuerung strebte, eine Heimat auf diesem Planeten aufbauen wollte und uns mit Geschenken in Form von Technologie überschüttete. In manchen Fällen erzählte man dem Präsidenten überhaupt nichts. Jeder Präsident schluckte die Geschichte und in der Zwischenzeit müssen weiter unschuldige Menschen unter den Händen von außerirdischen und menschlichen Wissenschaftlern leiden, die mit barbarischen Forschungen beschäftigt sind, in deren Vergleich die Nazis reine Chorknaben sind.

Als ob dies nicht schon genug wäre, enden viele Menschen als Opfer der unersättlichen Gier der Außerirdischen nach biologischen Enzymen, Drüsen- und Hormonsekreten und Blut. Viele Menschen werden entführt, um dann ein Leben mit psychologischen oder körperlichen Schäden zu fristen.

Die Dokumente, die ich einsehen konnte, führten 40 Menschen auf, denen man Geräte eingesetzt hatte, deren Zweck ich bisher nicht abklären konnte.

Die Regierung glaubt, daß die Außerirdischen dabei sind, eine Armee aus menschlichen Verstümmelten aufzubauen, die bei Bedarf aktiviert und gegen uns gerichtet werden kann. Wir sollten ferner nicht vergessen, daß wir bisher keine wirksame Gegenmacht gegen sie aufbauen konnten. Ist das die von ihnen erhaltene Technologie wert? (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 23/24)

(…)

Quelle: http://www.freezone.de

Gruß an den freien Willen

TA KI

 

1970 – 1979- Teil 6


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1970 März, August In der Mapimi-Wüste in Mexico soll 40-50 km nordöstlich des Dorfes Ceballos im mexikanischen Dreiländereck ein UFO-Stützpunkt sein. Rötliche Feuerbälle werden gesehen, die umliegenden Dörfer melden fast täglich seltsame Lichterscheinungen, Tiere reagieren anomal, gereizt und nervös. Selbst Funk- und Radiogeräte bleiben in diesem Gebiet stumm.
Seit 1966 observieren die Amerikaner dieses Gebiet. Der Staat Mexico lehnte die Anpachtung durch die Amerikaner ab.

Am 27.3. beabsichtigte die NASA in Ceballo eine Beobachtungsstation zu errichten, um die Vorgänge in der 40-50 km entfernten Wüstenregion „Sierra del Silencio“ (250 km südlich der US-Grenze) besser untersuchen zu können.

Im April wurden Wissenschaftler, Ingenieure und Einheimische zu einer Expedition zusammengestellt und in dieses Gebiet entsandt.

Am 11.7. um 3.15 morgens stürzte eine nordamerikanische Rakete des Types „Athena“ über dem Zentrum dieses Gebietes ab. Die Versuchsrakete, die eine hochradioaktive Kobaldkapsel mit sich führte, sollte angeblich in dem U.S.-Versuchsgelände „White Sands“ niedergehen, schoß aber in Wirklichkeit 1.200 km darüber hinaus und landete in dem später von den Amerikanern für „Top Secret“ erklärtem mexikanischen Wüstengebiet.

Erst am 2.8. wurden die Raketenüberreste gefunden, und die USA mußten diese mitsamt 200.000 Tonnen Erdreiches abtransportieren. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 78ff)

1970 7.3. Seit dem 7.3.70, so erklärten die Außerirdischen (siehe 24.12.74, Bericht von Enrico Castillo Rincon), sei die Erde in ein neues Zeitalter getreten, das Zeitalter des Übermenschen. In ihrem Mittelpunkt steht die Begegnung des Menschen mit sich selbst in seinem Inneren, die zur Entdeckung Gottes im Menschen führe. Viele Brüder im Universum haben sich vereinigt, um uns in dieser Übergangsphase zu helfen… Sie dürfen nicht direkt eingreifen, das verbiete das kosmische Gesetz. Sie dürfen uns jedoch nach und nach informieren, so daß es dann an uns ist, dieses kosmische Puzzlespiel zusammenzusetzen. Unser Planet ist der am dichtest besiedelte Planet unseres Sonnensystems und es bräuchte eine Reinigung, schon weil wir sämtliche ethischen und moralischen Werte verloren haben. Es ist die Aufgabe des Menschen diese Situation zu erkennen und den Kampf zu bestehen. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 123)
1970 Dez. Der NASA-Physiker Dr. Jonathan Wright und sein Team wurden auf die Bahamas beordert, weil die NASA ständig aus diesem Gebiet kommend von UFOs heimgesucht wurde, denn auf Cape Kennedy tummeln sich die UFOs am Himmel während der jeweiligen Raketenstarts.

Dr. Wright: „Im Kontrollzentrum empfingen wir zu den Startzeiten immer wieder seltsame elektronische Signale. Unsere Instrumente zeigten an, daß sie aus diesem Gebiet stammten.“ Weiter „Es besteht kein Zweifel darüber, wir haben eindeutige Beweise dafür, daß UFOs regelmäßig auf einer winzigen Insel landen, ungefähr 50 Meilen von Grand Cayman entfernt.“ (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 83)

1970 Seit 1970 mußte Norwegen mehr als 250 Verletzungen seiner Territorialgewässer durch „fremde“ U-Boote hinnehmen. (Diagnosen, Januar 1988, Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.105)
1970/71 Sechs U-Boote von Israel, Frankreich, England und den USA verschwanden spurlos. Drei von ihnen im Mittelmeer und keine noch so gründliche Suchaktion konnte ihr Schicksal klären. Man fand weder Ölspuren noch Trümmer. (UFO-Nachrichten, Nr. 192, Aug. 1972)
1970/71 Dr. Andrija Puharich führender Parapsychologe in den USA, lernte Uri Geller kennen. Dieser war in der Lage durch reine Willenskraft Metall zu verbiegen. Geller sprach von Gedanken, die ihm nicht aus dem Kopf gingen – daß seine Vorfahren nicht von der Erde seien und daß sie einst in fliegenden Untertassen landeten. Uri hätte seine Kräfte von ihnen geerbt.

Puharich hypnotisierte Geller. Während dieser Hypnosesitzung sprach eine Stimme (mehr ein Kollektiv, den die Stimme sprach von „Wir“) durch Geller: Sie sagte, daß Geller ihr Helfer ist, der gesandt wurde, um der Menschheit zu helfen. Wir programmierten ihn in seiner Kindheit und wir programmierten ihn ebenfalls sich nicht daran zu erinnern. Wir offenbaren uns, weil wir glauben, daß die Erde an der Schwelle zu einem Dritten Weltkrieg stehen könnte. Ägypten plant den Krieg und wenn Israel ihn verliert, wird die ganze Welt im Krieg explodieren.

Puharich leitete spezielle Informationen sogar an die israelische Armee weiter, denn es war offensichtlich, daß diese fremden Intelligenzen Israel unterstützten. Israel sei der Ort, wo sie vor 20.000 Jahren zum ersten Mal gelandet seien (zur Zeit Abrahams in Mamre). (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 156/57)

1971 1.10. Dokument, herausgegeben vom Vorsitzenden des Policy Committee, adressiert an die National Chief Executive Officers. Thema: Batch Consignments (Gruppen-Sendung):

Der experimentelle Fortschritt von Batch Consignment-Komponenten bringt nun einen 96 prozentigen Erfolg. Dies wird als nicht unbefriedigend angesehen.

Die Ausführungen des Policy Committees, welche am 7.9.1965 in Umlauf waren, verdeutlichten die Notwendigkeit, alle Komponenten geschlechtlich zu neutralisieren.

Es wird weiter von der Schwierigkeit, den eigenen Willen bei diesen Batch Consignments zu eliminieren, gesprochen. Untersuchungen auf diesem Gebiet werden in Amerika, England, Japan und Rußland durchgeführt und brachten nun eine beträchtliche Reduzierung der Fehlerquote. Die „Fehler-Personen“ bekommen ihr Gedächtnis gelöscht und werden freigelassen. Dieses Verfahren wurde nun in Dnepropetrovsk perfektioniert und allen A3-Laboratorien zur Verfügung gestellt. Zukünftig werden Geschlechtsneutralisierungen erst nach Persönlichkeitsabgleichung durchgeführt, damit diejenigen, die eventuell nachhause zurückkehren keine Beweise für eine Laborarbeit tragen. (Alternative 3, S. 140/41)

1971 16.10. Durch die Kontaktperson Phyllis Schelmer meldete sich ein Wesen namens Tom. Dieser erklärte, zu diesem Zeitpunkt sei die Menschheit in ein neues Zeitalter getreten. Weltweit würden jetzt Kinder mit paranormalen Kräften geboren, die sich auf verschiedene Arten manifestieren und das Bewußtsein der Weltöffentlichkeit für das Paranormale öffnen werden. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 159)
1971 5.12 Dr. Andrija Puharich / Uri Geller: In einer weiteren Hypnosesitzung nannte die Stimme (die durch Geller sprach) das Raumschiff Spektra als ihre Herkunft, ein riesiges Mutterschiff, das sehr weit von der Erde entfernt stationiert sei. Ein anderes Mal wurde gesagt, es sei seit 800 Jahren in der Nähe der Erde stationiert. Die Stimme sagte weiter: „Unsere Computer studieren jeden auf der Erde“. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 157/58)
1971 UFO-Nachrichten, Nr. 177, Mai 1971: Titel: NASA-Physiker entdeckt UFO-Basis vor der Küste Floridas:

Beweise deuten darauf hin, daß das Verschwinden von mehr als 120 Schiffen und Flugzeugen im geheimnisvollen Bermudadreieck auf UFOs zurückzuführen ist.

UFOs benutzen eine abgelegene Bahama-Insel als Basis für die Überwachung der US-Raumflüge und als Ausgangspunkt, um menschliche Musterexemplare von der Erde wegzuholen. Dr. Jonathan Wright, NASA-Physiker, enthüllte diese Nachricht letzte Woche in seinem Hotel in Nassau, nachdem er von einer dreiwöchigen Forschungskreuzfahrt durch die abgelegene Inselwelt zurückgekehrt war.

„UFOs landen regelmäßig auf einer winzigen Insel, ca. 50 Meilen von Grand Cayman entfernt“.

1971-1990 Dr. Fred Bell lernte Semjase aus den Plejaden, vom Planeten Erra kennen. Sie wollen die Menschen zu einem höheren Bewußtseinsniveau verhelfen. Die Plejaden sind Teil einer Konföderation bewohnter Welten, kontrolliert durch den „Rat der Ältesten“ von Andromeda. Diese Bruderschaft geht durch das ganze Universum. Die menschliche Rasse hat die freie Entscheidung, ihre Evolution voranzutreiben oder sich selbst zu zerstören. Sie wollen uns nicht manipulieren – sie kommen als Brüder und Schwestern, um uns durch die Übergangszeit in ein neues Zeitalter zu begleiten.

Einer der Gründe, warum sie Dr. Bell kontaktierten war, ihn zu ermutigen auf dem Gebiet der Pyramidenenergie zu forschen und ihm Anregungen für diverse Entwicklungen zu geben. Jene, welche die Pyramidenenergie anwenden werden es einfacher haben, die drastischen Erdveränderungen zu überstehen, die 1958 begannen und sich bis 1998 fortsetzen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 141/44)

1972 2.3. Pioneer 10 startet um den Jupiter zu erforschen. Inzwischen (1990) hat die Sonde Kurs auf die Sterne genommen. Als interstellare Botschaft der Menschheit hat sie eine goldüberzogene Platte an Bord, mit einer Beschreibung der Erde und ihres Lebens. (Bild der Wissenschaft 12/1990)
1972 27.8. Dr. Andrija Puharich bekam die Mitteilung über zukünftige Pläne der Außerirdischen:

„Wir möchten, daß ihr die Erde auf unsere Massenlandung vorbereitet. Wir landeten vor 3.000 Jahren in Südamerika und wollen nun wieder landen. Wir wollen der Menschheit helfen, aber auch uns selbst. Darum müssen wir uns offenbaren. Wir beziehen unsere Energie aus diesem Sonnensystem. Es ist keine Invasion. Die Erde ist ein Spielplatz für uns. Unser Heimatplanet Hoova ist 16.000 mal größer als Euer Planet…

Wir haben unsere Seelen, Körper und unseren Geist vor Millionen von Jahren in Computern manifestiert. Aber wir werden kontrolliert durch die höheren Kräfte jenseits von uns.

Wir griffen vor 20.000 Jahren das erste Mal in die Geschicke der Menschheit ein. Wir kamen in einer geplanten Mission von unserem eigenen Sonnensystem und unsere erste Landung fand in Israel statt, wo Abraham uns begegnete. Wir fanden jedoch schon Spuren früherer Besucher aus dem Weltraum, die schon Millionen Jahre früher auf die Erde gekommen waren. Seitdem geben wir der Menschheit einmal alle 6000 Jahre eine Unterweisung. Das letzte Mal in Ägypten.

Zweck aller Existenz ist es sich Gott zu nähern. Die Menschheit soll sich an die Zehn Gebote halten.

Diejenigen (Rat der Neun), die Puharich schon 1952 auf seine Mission vorbereitet hätten, wären die Hierarchie des gesamten Universums, aller Galaxien. Sie verteilen Aufgaben an verschiedene Zivilisationen. Es sind keine Wesen sondern Kugeln von Licht, sie haben keine Körper sondern sie sind totales Bewußtsein, totale Energie. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 158)

1972 22.10. Enrique Mercado hat den zweiten Kontakt zu einem Außerirdischen, der ihn einlädt mit ihm an Bord seines Schiffes zu kommen. Sie wurden von einem Strahl hochgezogen. Mit dieser ca. 10 Meter durchmessenden Scheibe flogen sie dann zu einem größeren Schiff. Er wurde dem Kommandanten Yastek vorgestellt, der sich bereit erklärte seine Fragen zu beantworten. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 98)
1972 11.12. Landung auf dem Mond. Die Astronauten blieben 74 Stunden im „Mare Serenitates“ und machten unter anderem Tausende von Fotos. Der sensationellste Fund blieb bis heute (1990) verborgen – Aufnahme eines nackten Fußes im Mondstaub. Die Spur ist 13.5 cm lang, zeigt deutlich einen großen und fünf kleinere Zehen. Der Moskauer Astrophysiker Prof. Georgi Sakalow datiert es auf ca. 300.000 Jahre Alter. Die Fußlänge entspricht der eines sechsjährigen Kindes.

Sein Kollege Nicolai Budenski meint, daß diese Wesen wie Kristalle aufgebaut sein könnten. (Bild Zeitung vom 26.8.90)

1972 Dokument, herausgegeben vom Vorsitzenden des Policy Committee, adressiert an die National Chief Executive Officers. Thema: Designated Movers (ausgewählter Umzügler) – Zusammenfassung:

Teilnehmer von Alternative 3 müssen lernen sich weg von Konzepten nationaler oder stammesmäßger Interessen weiterzuentwickeln, was sich mit zunehmender Population des neuen Territoriums als notwendig erweist. Es darf keiner als potentieller Designated Mover nominiert werden, wenn es irgendwelche Zweifel daran gibt, daß er sich in diese Richtung entwickeln kann. Diese Voraussetzung überwiegt alle anderen Betrachtungen zu anderen Fähigkeiten der Person.

Es wird weiter herausgestrichen, daß eine Gleichverteilung aller Nationalitäten und Hautfarben gewährleistet ist. Repräsentanten aller Aspekte des menschlichen und kulturellen Lebens sollen letztlich in das neue Territorium gebracht werden.

Verstärkter Bedarf besteht zur Zeit an Ärzten, Chemikern, Neurologen und Bakteriologen.

Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Personen beträgt drei zu eins. (Alternative 3, S. 155/56)

1972 Weitere Mondlandung – Dialog zwischen Mission Control (MC) und dem Piloten:

MC: Mehr Details bitte. Können Sie mehr Details über das, was Sie sehen geben?

Pilot: Es … blitzt etwas. Das ist soweit alles. Nur ein Licht welches an- und ausgeht an der Ecke des Kraters.

MC: Können Sie die Koordinaten geben?

Pilot: Das ist etwas da unten… vielleicht etwas weiter unten.

MC: Könnte es eine Vostok sein?

Pilot: Ich bin nicht sicher… es ist möglich

Anmerkung: Die russischen Vostok-Flüge fanden Anfang der sechziger Jahre statt und waren nicht für Mondlandungen geplant. (Alternative 3, S. 131)

1972 Rockefeller schlug in einer Rede dem internationalen Finanzpublikum der Chase Manhattan Bank in London, Brüssel und Paris die Gründung einer internationalen Kommission für Frieden und Wohlstand vor (die später Trilaterale Kommission genannt wurde), die „dafür sorgen sollte, daß die klügsten Köpfe sich mit den Problemen der Zukunft befassen“.

Von dem Rechercheur Craig S. Karpel erfahren wir, daß „Brzezinski im Juli 1973 die Columbia Universität verließ, um Präsident der Trilateralen Kommission zu werden. Er hatte den Auftrag, 200 Mitglieder auszuwählen, die etwas Vergleichbares zu einem Weltvorstand darstellen würden.“ (Des Griffin, Wer regiert die Welt, S. 48/49)

1972/73 Häufige Sichtungen von UFOs über Puerto Rico. Die Bevölkerung beobachtete Schwärme von Flugobjekten am Nachthimmel. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.26, 27)

1973, März Anita, 20.000 Tonnen-Frachter mit 32 Mann Besatzung, auf dem Weg von Newport News nach Deutschland verschwunden (Berlitz, Das Bermuda-Dreieck, S. 52).
1973 Oktober Der Spiegel, Titel: Mit Spitzohren, Die Extra-Terristrischen sind wieder da. Fast gleichzeitig wurden sie auf drei Erdteilen wahrgenommen.

Fotos: UFO-Foto aus Georgia.

Außerirdische in Falkville: UFO-Fotos aus Ohio.

Sowjetische Wissenschaftler nahmen Signale auf, die von Außerirdischen stammen können.

Sichtung in Uganda.

Sichtung in Ohio: Zigarrenförmiges, bernsteinfarbenes Objekt.

In Mississippi wurden drei Kreaturen gesehen (ohne Lippen, mit Spitzohren und Krabbenscheren an den Armen).

1973 Okt/Nov. Die Karibik, Puerto Rico und der südliche Teil des Bermudadreiecks wurde von einer UFO-Welle heimgesucht. Es wurden Dutzende von Objekten beobachtet, die alle auf- oder untertauchten. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.25)
1973 11/12.10. Enrique Castillo Rincon empfängt eine telepathische Botschaft, die er auf zwei Blättern niederschrieb. Es handelte sich darin um die Gefahr eines Dritten Weltkrieges und die Zukunft seines Landes. Zum Schluß hieß es, andere Brüder kämen jetzt zur Erde, Brüder von Andromeda, die einer kosmischen Konföderation angehörten. Sie (Rincon und seine Gruppe) sollen sich am nächsten Tag zur bekannten Zeit versammeln. Dies geschah, wobei eine weitere Botschaft übermittelt wurde. Diese handelte von einer großen Zivilisation im hohen Peru. Es wurde bekanntgegeben, daß ein physischer Kontakt am 3.11.73 auf einer Lagune im Norden Bogota’s stattfinden soll. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 120-23)
1973 3.11. Enrique Castillo Rincon fand sich zur Landung des Raumschiffes ein und wurde an Bord geholt. Auf dem Schiff traf er den Mann wieder, den er 1969 in Costa Rica kennengelernt hatte und der sich als Schweizer namens Cyril Weiss ausgab. Weiss erklärte ihm, daß er ihn sowie 24 weitere Personen gleichzeitig auf diesen Kontakt vorbereitet habe… Dies sei von größter Wichtigkeit, weil sich Ereignisse von größter Tragweite auf der Erde anbahnten. Sie selbst kämen von den Plejaden. Tausende bewohnte Planeten würden in kulturellem, technologischem und wirtschaftlichem Austausch miteinander stehen und hätten eine Art Bruderschaft gegründet.

Diese Galaktische Konföderation hätte sie zur Erde geschickt, um eine bestimmte Mission zu erfüllen. Sie hätten schon immer indirekt unsere Evolution gelenkt… Die Bewußtseinsbildung sei das wichtigste für die Menschen in dieser Zeit. Castillo soll die Menschen darauf vorbereiten.

Immer mehr Menschen würden in den nächsten Jahren die größte Entdeckung in der Geschichte der Menschheit machen, die Entdeckung, daß es ein Fehler war Gott irgendwo draußen zu suchen und daß Gott in Wahrheit in uns ist, in jedem von uns.

Sie hätten einen Plan für die Zukunft und es sei wichtig, daß alle Menschen davon erfahren, auch wenn „eine sehr mächtige und große Organisation auf der Erde das verhindern will. Dieser Organisation gehören Kirchenleute, Politiker und Militärs an. Ihre Macht ist so groß, daß sie jederzeit einen Krieg entfesseln können. Sie verwirren die Menschen, um sie in dem Moment, den sie für zweckmäßig halten in Angst und Schrecken zu versetzen.“ Castillo war 8 1/2 Stunden an Bord des Raumschiffes. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 120-123)

1973 18.11. Enrique Castillo Rincon – zweites Treffen, diesmal im Osten des Landes. Um 3.00 früh tauchten 13 Raumschiffe verschiedener Typen auf. Ein kleineres Schiff landete. Castillo bekam weitere Informationen. Ihm wurde gesagt, daß sie nicht nur von den Plejaden sondern von verschiedenen Gestirnen kämen. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 120/23)
1973 Olaf Palme berechtigt die schwedische Polizei, Brain-Transmitter, das sind Übertragungsgeräte, die in das Gehirn implantiert werden, heimlich in die Köpfe von Menschen einzusetzen. Dies wurde in USA und Rußland ebenso gemacht. (Hamilton-Lecture, CBR – UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 2a)
1974 Anf. Dr. Andrija Puharich hypnotisierte Bobby Horn: Durch ihn meldete sich ein Außerirdischer von dem Planet Corean. Essenz: Sie möchten gerne auf die Erde kommen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 159)

Eine weitere Kontaktperson (Channelling) ist Phyllis Schelmer. Durch sie meldete sich ein Wesen namens Tom. Dieser erklärte, sie seien der erste Angelpunkt eines weltweiten Plans, dessen Ziel es sei, die Welt über die Existenz außerirdischer Zivilisationen und ihre guten Absichten zu informieren und auf die Landung vorzubereiten. „Wir haben die Technologie um Euch zu helfen, aber es ist sehr schwer Menschen zu helfen, die nicht an unsere Existenz glauben. Aber sie brauchen unsere Technologie, um zu überleben.“

Am 16.10.71 sei die Menschheit in ein neues Zeitalter getreten. Weltweit würden jetzt Kinder mit paranormalen Kräften geboren, die sich auf verschiedene Arten manifestieren und das Bewußtsein der Weltöffentlichkeit für das Paranormale öffnen werden. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 159)

1974 2.5. UFO-Sichtung über Grönland: US-Piloten sichten UFO. „Es war rund und flach, die Farbe erinnerte an flüssigen Stahl. Ich glaubte eine Reihe von Fenstern am Rand zu erkennen.“

Andere Sichtungen in Polarregionen – einschließlich der großen UFO-Welle in Alaska 1974 – brachten die Forscher zu der Frage, ob sich die außerirdischen UFO-Mannschaften in kalten Klimazonen heimisch fühlen würden. (UFO-Nachrichten, Nr. 245, Juni 1977)

1974 Juni Charles Silva lernte in Peru Rama kennen. Sie erklärte ihm, daß sie aus der Region der Plejaden stamme und daß ihr Volk Basen in den Anden und auf dem Jupiter hätte.

Rama sprach über Prophezeiungen bezüglich der Zukunft der Menschheit. Der Erde würden Dürren und Naturkatastrophen bevorstehen. Schließlich würde ein Weltführer, der Antichrist, die Macht ergreifen. Seine Macht würde jäh beendet, wenn ein riesiger Himmelskörper im Jahre 2001 der Erde begegnet und große Fluten, Erdbeben und eventuell eine Polverschiebung auslöst. Es würden vorher jedoch 144.000 Menschen, die Führungselite des Neuen Zeitalters evakuiert, instruiert und später wieder zur Erde zurückgebracht werden, um den Überlebenden den Weg in eine bessere Zukunft zu weisen.

Wir Außerirdischen sind die apokalyptischen Engel der Bibel, die Diener Gottes, die den Boden bereiten für die Wiederkunft Jesus Christus. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 139/40)

1974 Juli Anf. Eine Gruppe von sechs Personen um den Peruaner Sixto Paz-Wells bekam die telepathische Mitteilung sich in die Wüste bei Chilca zu begeben.

Dort angekommen, sah Sixto eine Blase in der Form eines Halbmondes mit etwa 10 m Durchmesser. Eine Gestalt trat aus diesem Objekt und forderte ihn auf hineinzukommen. Er trat durch eine Art Energiemauer. Er spürte, daß er an Gewicht verlor. Ihm wurde schwindlig und übel. Eine seltsame Wärme durchdrang seinen Körper, er spürte einen Druck im Nacken und auf der Stirn. Die Person, die ihn empfing (Name Oxalc) erklärte ihm, daß er gerade einen „XENDRA“ durchschritten habe, eine Lichtschwelle zu einer anderen Dimension. Die Landschaft hatte sich gewaltig geändert. Sixto stand vor einer hell erleuchteten Stadt mit kuppelförmigen Häusern – der Stadt „Kristall“, der Hauptstadt von MORLEN (Jupitermond Ganymed). Er sah Menschen 1.80-2.00 m groß und auch andere Rassen.

Die Bewohner von MORLEN stammen ursprünglich von Beteigeuze, Bellatrix und Rigel. Vor über 40.000 Jahren haben sie ihre Heimatwelten verlassen und vor 20.000 Jahren seien sie in unserem Sonnensystem angekommen. Auf Ganymed hat es zu der Zeit kein Leben gegeben. Mit Hilfe von Cäsium und kristallinen Materiales vom Jupitermond IO errichteten sie, teilweise unterirdisch, ihre Kristallstädte. Morlen wird durch den Rat der Ältesten regiert und ist Mitglied in der Galaktischen Konföderation. Seine Bewohner haben Egoismus und Privatbesitz überwunden – es herrscht eine Art spiritueller Superkommunismus. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 167-169)

1974 18.7. Dr. Andrija Puharich und Phyllis Schelmer im Hause von Puharich, das Wesen namens Tom sprach ein weiteres Mal durch Phyllis:

Die geplante Landung sei die Wiederkunft Jesus Christi. Es wird ein kollektives Bewußtsein. Die Außerirdischen würden technische Hilfe, vor allem aber spirituelle Hilfe bringen.

Die Erde sei der am niedrigsten entwickelte Planet im Universum…. Die schleichende Evolution der Erde behindere derzeit die Evolution der Galaxis, ja des gesamten Universums. Phyllis wäre seit ihrer Kindheit vorbereitet worden, um an diesem Meisterplan mitzuwirken. Ihr wäre 1963 sogar ein Implantat in ihr Gehirn eingesetzt worden, welches als Übersetzer dient. Dies sei kein Eingriff gegen den freien Willen, wenn sich das Wesen vor der Geburt damit einverstanden erklärt.

Tom sagte, daß er ein Sprecher des Rates der Neun sei, bei denen es sich um die universale Hierarchie handelte, um direkte Manifestationen Gottes. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 160)

1974 25.7. Enrique Castillo Rincon – drittes Treffen: Es landete ein Schiff des „Adamski-Types“, und er wurde einem Venusianer vorgestellt. Castillo bekam den Auftrag eine Gruppe zu gründen, die ihre Informationen verbreiten soll. Zwischen Kolumbien und Venezuela müsse ein gemeinsamer Plan durchgeführt werden.

Als Castillo sich zu Vorträgen in Venezuela aufhielt, bekam er einen Termin für den 24.12.74 an dem er zu den anderen Kontaktpersonen nach Peru gebracht werden solle. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 123)

1974 Juli Die Gruppe um Sixto Paz-Wells fuhr erneut nach Chilca. Sie sahen ein gelandetes Raumschiff und ein Wesen, humanoid, über 2 Meter groß, schulterlange, platinblonde Haare, leicht schrägstehende Augen mit einem markanten Kinn. Dieses Wesen kam von Apu, einem Planeten im System Alpha Centauri. Sein Name war Antar Sherart, der Befehlshaber der UFO-Flotte der Mission Rama. Die Gruppe erhielt den Auftrag, auf der Erde die Mission Rama zu gründen und durchzuführen. Ziel dieser Mission sei es, die Menschen „aus der Sklaverei der Unwissenheit zu befreien und ihnen den Weg in die vierte Dimension zu erleichtern“. Antar kündigte eine weltweite Verbreitung der Mission Rama durch die Presse an. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 167-169)
1974 7.9. Nachdem eine Agenturmeldung über die Mission Rama berichtete, reiste der spanische Journalist J.J. Benitez an. Auf Vermittlung der Außerirdischen sah er tatsächlich ein UFO, kehrte nach Spanien zurück und schrieb ein Buch über die Gruppe: „UFOs: Ein SOS an die Menschheit“. Bald entstanden weltweit über 600 Rama-Gruppen. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 169)
1974 8.11. – 12.12. Dr. Andrija Puharich / Phyllis Schelmer: Das Wesen namens Tom sprach durch Phyllis: Unsere wichtigste Aufgabe ist die Bewahrung des Planeten Erde – sonst wird es in 200 Jahren zu einer globalen Eiszeit kommen. Darum ist es wichtig die Menschen auf die Massenlandung vorzubereiten, denn dann können wir Euch unsere Technologie geben, um den Planeten zu retten. Wir planen die Menschheit durch einen Eingriff in Eure Fernsehsysteme zu alarmieren. Daran arbeiten wir und eine Gruppe Außerirdischer, die vom Planeten Ashand stammen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 160)

In Israel hat der letzte Versuch der Außerirdischen stattgefunden, um das Bewußtsein der Menschen anzuheben und zwar in der Gestalt des Jesus von Nazareth. Die Juden seien genetisch verwandt mit den Außerirdischen, speziell mit der Zivilisation von Hoova und deshalb seien sie das auserwählte Volk. Hier würde sich das Schicksal der Menschen entscheiden – das Harmaggedon, der Endkampf zwischen dem Armeen des Lichtes und den Kräften der Finsternis. Der Staat Israel besteht aus Menschen, die aus allen Teilen der Welt zusammengekommen sind und darum die Nationen der Erde repräsentiere. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 161)

1974 22.12. Prof. R. N. Hernandes, führender Atomwissenschaftler in Mexico hatte Kontakt zu einer Außerirdischen, die sich mit Namen LYA vorstellte und ihn in der Universität besuchte. Sie erklärte vom Planeten Aenstria in der Galaxis Andromeda zu kommen. Sie sagt, die Menschen gehen einen falschen Weg aber gegen unseren Willen können sie uns nicht retten. Darum studieren wir Eure Welt, und nicht nur wir. Viele Zivilisationen haben dies getan und fast alle stimmen darin überein, daß Eure Welt ein privilegierter Ort ist. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 99)

1974 24.12. Enrique Castillo Rincon wurde von einem Raumschiff aufgenommen und in ein Hochtal der Anden gebracht. Dort lernte Castillo Kontaktpersonen aus 19 Ländern der Erde kennen, darunter nur eine Frau, eine 59-jährige Kalifornierin, ansonsten Peruaner, ein Inder, ein Australier, zwei Europäer und einige Südamerikaner. Es waren Wissenschaftler, Künstler, Handwerker und Arbeiter. In der Andenkolonie lebten 218 Menschen aus allen Ländern der Welt, die dort unterrichtet werden und die in ihrer Heimat als „verschollen“ gelten. Insgesamt gibt es in Südamerika zehn solcher Stützpunkte.

Seit dem 7.3.70, so erklärten die Außerirdischen, sei die Erde in ein neues Zeitalter getreten, das Zeitalter des Übermenschen. In ihrem Mittelpunkt steht die Begegnung des Menschen mit sich selbst in seinem Inneren, die zur Entdeckung Gottes im Menschen führe. Viele Brüder im Universum haben sich vereinigt, um uns in dieser Übergangsphase zu helfen. Sie dürfen nicht direkt eingreifen, das verbiete das kosmische Gesetz. Sie dürfen uns jedoch nach und nach informieren, so daß es dann an uns ist, dieses kosmische Puzzlespiel zusammenzusetzen. Unser Planet ist der am dichtest besiedelte Planet unseres Sonnensystems und es bräuchte eine Reinigung, schon weil wir sämtliche ethischen und moralischen Werte verloren hätten. Es ist die Aufgabe des Menschen diese Situation zu erkennen und den Kampf zu bestehen.

Die Außerirdischen offenbarten ihren „Plan A“, der drei Phasen beinhaltet:

  1. Erkenntnis der Sachlage: Sie besteht darin, daß sich die außerirdischen Schiffe systematisch vorsichtig in den Lufträumen aller Nationen sehen lassen, speziell in denen der technisch, wissenschaftlich und militärisch fortgeschrittenen, damit man klar erkennt, was sie für unsere Welt und ihre Bewohner vorhaben. Die Vorbereitung besteht darin, so viele Informationen wie möglich, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verbreiten, das heißt, Rundfunk, Fernsehen, Presse, durch Kongresse, Einzel- und Gruppengespräche, Flugblätter usw.
    Sie werden die Kräfte derer gegen sich haben, die diese Angelegenheit nicht ernst nehmen und die finsteren Machenschaften der Großmächte, die auf ihrem Planeten entfesselt sind, die Zweifel streuen und die Verkünder (sie) angreifen…

  2. Der Weltfeind: Als man nach vielen Jahren der Beobachtung Eurer Welt zu dem Schluß kam, daß ihren Bewohnern geholfen werden muß, in ihrem evolutionären Aufstieg voranzukommen, gab es Momente, in denen wir an diesem Beschluß zweifelten angesichts der Grausamkeit, mit der Ihr Kriege führt, Städte bombardiert, Männer, Frauen und Kinder foltert und mit welcher Gleichgültigkeit Eure Regierungen und geistigen Führer zusahen, wie Kinder selbst in Friedenszeiten Hungers starben. Der Schluß, der daraus gezogen wurde, war die schreckliche Wahrheit: Die Erdbewohner sind, von einigen abgesehen, unverbesserliche, brutale Schlächter bis tief in ihre Seelen. Trotzdem entschied man sich den Menschen zu helfen, wirksam gegen die skrupellosen Gewinn- und Machtsüchtigen anzukämpfen, die von gewissen Kräften geschützt wurden. Die Kräfte des Feindes sind uns bekannt, der Kreis um ihn ist fast geschlossen, und er weiß es. In einem verzweifelten Versuch zu überleben, wird er die Welt und ihre Bewohner, zusammen mit seinen Fahnenträgern in einen großen Endkampf schicken, der nur ein hoffnungsloses Rennen in den eigenen Untergang sein wird.

  3. Hilfe für den Planeten Erde: Diese Phase beinhaltet die direkte Hilfe für viele Menschen durch Instruktionen. Zu diesem Zweck ist es in vielen Fällen notwendig, sie von diesem Planeten an einen speziellen Ort zu evakuieren, wo sie in einem neuen Bewußtsein geschult werden, damit sie später ihre eigenen Brüder auf der Erde führen können.

Das sind Menschen, die um ihrer Verdienste und ihres Mutes willen für das Wohl der Erde zu arbeiten, für dieses große Werk ausersehen wurden. Es sind auf Eurem Planeten schon viele Menschen zu diesem Zweck verschwunden. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 123)

1974 Bermudadreieck: Ein schwedischer Kapitän sah mit dem Fernglas eine „plötzlich aus dem Meer auftauchende Metallinsel“, die radarschirmähnliche Instrumente auf sein Schiff richtete, worauf sich ein schlohweißer Nebel auszubreiten begann. Er ließ trotz Sonnenschein drei Scheinwerfer auf dieses Objekt richten, worauf dann zuerst der Nebel und dann die Metallinsel selbst verschwand. (DNZ, Nr. 49, 1977)1974/75 Allein in Colorado wurden über 130 Viehverstümmelungen registriert. Die Fälle liefen alle nach gleichem Muster ab:

  1. Unidentifizierbare Flugkörper, in den meisten Fällen schwarz und ohne erkennbare Identifikationsmerkmale wurden beobachtet. Hin und wieder sind es auch „schwarze Hubschrauber“.

  2. Pferde und Rinder werden verstümmelt aufgefunden und weisen meist äußerst präzise ausgeführte, glatte Schnittwunden, manchmal auch Verbrennungsspuren auf, die den Einsatz von Lasern vermuten lassen. Die verschiedensten Organe wurden entnommen. Am häufigsten fehlten die Geschlechtsorgane. Aber auch Herz, Leber, Nieren, Euter, Hoden, Muskelfasern, Gebärmutter, Gehirn, Augen, Zunge, Nüstern, Lippen und in einigen Fällen der ganze Unterkiefer sind herausgenommen worden.

  3. Manchmal ist in den verstümmelten Tieren jeder Knochen gebrochen, als wenn sie aus einiger Höhe zu Boden gestürzt wären.

  4. Die Fundstellen weisen kreisrunde Abdrücke oder verhältnismäßig tiefe Eindrücke wie von Landefüßen auf. Rings um den Fundort sind unerklärliche Brandstellen, die oft höhere radioaktive Werte aufzeigen. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 155ff)

1975 22.4. Prof. R. N. Hernandes hat einen weiteren Kontakt mit LYA, die ihn mit auf ihr Schiff nahm und ihm die Strahlengürtel der Erde zeigte. Diese Strahlengürtel seien beschädigt, die Folge davon seien klimatische Veränderungen, die weltweit beobachtet würden und die sich in den 90er Jahren noch verstärken. Sie spricht von einer Neutralisierung der Ozonschicht durch nuklearchemische Versuche.

Eure Zivilisation steht vor dem Niedergang. In nur einem Jahrhundert habt ihr genügend Atomversuche durchgeführt um die Menschheit während der nächsten 200 Jahre erhöhter radioaktiver Strahlung auszusetzen.

Es ist einer der Hauptgründe für den Verlust der Ozonschicht. Sie sagt neue Krankheiten voraus.

Ihre Welt sei Teil einer intergalaktischen Gemeinschaft. Ziel dieser Gemeinschaft ist der Austausch von Wissen zum Nutzen aller, unter der klaren Voraussetzung, daß dieses Wissen nie gegen das Leben eingesetzt wird. Nur eine Zivilisation, die sich als vertrauenswürdig erwiesen hat, kann in diese Gemeinschaft aufgenommen werden.

Lya warnte Hernandes vor einer außerirdische Gruppe, die keinen Emotionalkörper hätte und die lebende Wesen, Kinder und Erwachsene gewaltsam in ihre Schiffe entführt hätten. Sie bräuchten das Oxygen im Blut von Lebewesen. Sie hätten genetische Proben entnommen, um Brutexperimente durchzuführen und eine neue Rasse zu züchten. In der Sprache ihres Volkes hießen sie XHUMZ und kämen seit 6000 Jahren zur Erde, da ihr Planet in Gefahr ist. Wenn wir unsere Welt zerstört hätten, würden die XHUMZ sie übernehmen und kolonialisieren wollen.

Sie erzählte dem Professor weiter, daß die weiße und gelbe Rasse von verschiedenen Planeten kämen. Die weiße Rasse stamme von Bewohnern des Planeten Maldek ab, der einst zwischen Mars und Jupiter existiert hätte, wo sich heute der Asteroidengürtel befindet. Die Bewohner von Maldek wiederum wären Abkömmlinge der Welt von Sion.

Nach der Zerstörung ihres Planeten in einem großen Bruderkrieg flohen die Überlebenden von Maldek auf die Erde und begründeten die Zivilisation von Atlantis. Sie entwickelten Anti-Materiewaffen. Als die ursprünglichen Einwohner Atlantis angriffen, weil es Experimente durchführte, welche die Erde gefährdeten, setzten die Atlanter die Waffe ein. Ihr Einsatz führte zu einer verheerenden Katastrophe.

Die Anti-Materiewaffe befindet sich noch immer in einer großen Pyramide auf dem Meeresgrund vor Florida, nahe der Insel Bimini und würde noch immer, von Zeit zu Zeit, Energie aussenden, die zur molekularen Desintegration von allem führt, was in die Nähe kommt – die Ursache für das Verschwinden so vieler Flugzeuge und Schiffe im Bermudadreieck. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 99-101)

1975 Juni Massimo Poli, Mitarbeiter des C.S.F.C, gegründet von Eugenio Siragusa, erlebte eine „kontrollierte Astralprojektion“ in das Innere der unterirdischen Kolonie der Außerirdischen El Dorado, die Stadt der goldenen Sonne. Sie wurde, wie er erfuhr, vor über 75.000 Jahren von den „Fürsten des Weltraums“ gegründet und existiert auf sieben Dimensionen gleichzeitig. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 129)
1975 29.7.

Oscar Magocsi sah die Landung eines UFO als er nördlich von Toronto (Kanada) kampierte. Er wurde mitgenommen und sie flogen über Kanada, New York, nach Ägypten zu der großen Pyramiden. Er bemerkte, daß dort ein Energiestrahl aus der Spitze strömte, an dem sich das Schiff aufzuladen schien.

Oscar erfuhr, daß Wesen aus allen Planeten sehr verschiedener Dimensionen mit dem außerirdischen Programm für die Erde verbunden waren.

Auf dem Schiff traf er den Kommandanten namens Spectron. Dieser überbrachte ihm eine Einladung zum Konzil der Wächter. Er wurde transferiert ins Reich der Gedankenformen, welches unkörperlich ist. Er begegnete den „Meistern“ und „Ihm“, dem kosmischen Jesus Christus. Am 7.8. landete er wieder in Kanada. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 144-146)

1975 Juli Erste öffentliche Zusammenkunft zwischen Amerikanern und Russen im Weltraum (Soyuz und Apollo). Fernsehkameras zeigten ein Andocken der beiden Raketen und den Austausch von Lebensmitteln zwischen der Besatzung. (Alternative 3, S. 24)
1975 13.8 Holloman Luftwaffenbasis: Sergeant Charles L. Moody sieht ein 18 Meter breites, metallisches, scheibenförmiges Objekt auf sich zufliegen. Lichter und Motoren seines Wagens fallen aus. Zehn Meter von ihm entfernt bleibt das UFO in der Luft hängen.

Moody wird bewußtlos und sieht das Objekt erst nach 90 Minuten am Horizont verschwinden. Durch Selbsthypnose erinnert er sich an die fehlende Zeit:

Außerirdische Wesen mit übergroßen Köpfen kamen auf ihn zu und brachten ihn zum Schiff, legten ihn auf eine Art Operationstisch und heilten mit einem Stab seinen Rücken. Ihm wurde auch der Maschinenraum des Schiffes gezeigt. Der Anführer der Fremden erklärte ihm folgendes:

Es ist nicht nur eine außerirdische Rasse, die uns besucht. Es sind verschiedene Rassen, die freundschaftlich zusammenarbeiten, obwohl ihre Planeten Lichtjahre voneinander entfernt liegen. Sie kommen zu uns, um unseren Planeten zu besuchen und zu studieren. Sie kommen in friedlicher Absicht. Es ist nicht unser Problem sie zu akzeptieren, es ist ihr Problem uns zu akzeptieren. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 97)

1975 6.10. Artikel im Daily Telegraph: Zwanzig Personen verschwanden spurlos aus Gemeinden in Oregon, nachdem ihnen gesagt wurde, sämtlichen Besitz abzugeben, ihre Kinder eingeschlossen, so daß sie, in einem UFO, in ein besseres Leben gebracht werden können.

Eine Untersuchung der Polizei führte zu einem Treffen am 14.9. in ein Hotel, dem Bayshore Inn in Waldport, Oregon. Den Menschen wurde gesagt, daß sie ihre Seelen durch ein UFO retten können. Die Leute würden in einem speziellen Camp in Colorado auf das Leben auf einem anderen Planeten vorbereitet. (Alternative 3, S. 17/18)

1975 Durch Beamte von 17 Regierungen der Welt einschließlich der USA und der Sowjetunion unterschrieben, umrissen sie (UN-Dokumente auf die von Hofrat Moser verwiesen wurde) Handels- und Kooperationsabkommen, die 1975 mit den Außerirdischen ausgehandelt wurden. Sie stellten auch fest, daß bereits Stützpunkte in den sogenannten neutralen Zonen in der ganzen Welt errichtet wurden. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 34/35)
1975 Bermudadreieck: Wettersatelliten arbeiten nicht mehr richtig, wenn sie das Bermudadreieck überfliegen. Die Aufnahmen, die von den Satelliten zur Erde gefunkt würden sind schwarz. Nur bei Infrarotstrahlen war der Empfang noch gut. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.50)
1975 Ende Grönland: US-Bomber auf dem Weg nach Thule von sieben UFOs eingekreist. Die Instrumente spielten verrückt. Gegenstände, die nicht befestigt waren, stiegen in die Höhe und flogen in der Kabine umher. Die Funkanlage gab einen unheimlichen, heulenden Ton von sich.

Im gleichen Jahr gab es wenigsten 2 weitere Vorfälle dieser Art. Flugzeuge wurden während ausgedehnter Zeiträume von UFOs eskortiert. (UFO-Nachrichten, Nr. 245, Juni 1977)

1975/76 Wissenschaftler aus allen Kontinenten verschwanden spurlos, nachdem ihnen ein lukratives Angebot unterbreitet wurde, an Forschungsarbeiten mitzuarbeiten. Diese Wissenschaftler brachen alle Brücken hinter sich ab. Es wird vermutet, daß diese in dem Alternative 3 – Projekt mitarbeiten sollten.

Dieser Personenkreis wurde als „Designated Movers“ bezeichnet.

Ein anderer Personenkreis, die sogenannten „Batch Consignments“ wurden als eine Art Sklavenrasse umfunktioniert. (Alternative 3, S. 37ff)

Der Kontaktmann „Trojan“, mit Zugang zu Aufzeichnungen des Policy Committees sagte, das diese Batch Consignments hauptsächlich aus dem Bermudadreieck genommen wurden. (Alternative 3, S. 17)

1976 21.6. Anläßlich der Landung von „Viking I“ auf dem Mars empfing Robert Negri, Mitarbeiter des C.S.F.C (gegründet von Eugenio Siragusa), eine telepathische Durchgabe:

Ithakar, höchster Repräsentant vom Mars in der Oberen Union der Konföderierten Welten, läßt die Wissenschaftler und Forscher des Planeten Erde die Stimme seines Volkes vernehmen.

Er spricht davon, daß die Marssonde nur Staub entdeckt, weil die Bewohner des Mars und ihre Zivilisation sich in einer anderen dimensionellen Struktur befinden. Ihre Strukturen haben aufgehört, genetisch dreidimensional zu sein. Seit der atomaren Zerstörung von Malona, der zwischen Mars und Jupiter kreiste, war es notwendig, die beiden künstlichen Marsmonde Deimos und Phobos zu schaffen… (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 129/30)

1976 Okt. Die Südseeinsel Palaseon, eine Kokospalmeninsel vor Marutea verlor die gesamte Vegetation nach UFO-Kontakt. Ein grellweißer Trichter wurde drei Stunden nach einem Taifun am Himmel beobachtet. Lautlos senkte er sich auf das Eiland wie eine spitze Tüte mit der Öffnung nach unten. Das Ereignis wurde von zwei Schiffen beobachtet. Bäume, Pflanzen und Büsche – alles Grün löste sich auf. (DNZ, Nr. 40, 1977)
1976 Nov. Zwei US-Piloten, auf einem Patrouillienflug über den Südpol, entdeckten eine offenbar klimatisierte Station, wie durch eine Glocke von der eisigen Umgebung abgeschirmt, von 12 KM Durchmesser. Sie umkreisten die Station und machten Aufnahmen, die dann in Houston vor Experten vorgeführt wurden. Da sie nicht scharf genug waren, entschloß man sich nunmehr drei Patroullienflugzeuge zu entsenden. Sie kreuzten 36 Stunden im Südpolgebiet und stellten fest, daß die offenbar unter einer Wärmeglocke befristet eingerichtete Station wieder verschwunden war. Im Tiefflug wurden Druckmuster registriert, so als hätten dort vorher große Gewichte gestanden. Eine Maschine landete, nahm Bodenproben und fand „Flocken wie Aluminium“, die nicht analysiert werden konnten. (DNZ, Nr. 25, 1977)
1976 Am Südpol besteht wegen eines Strahlungswirbels ein Magnetloch in Form eines 11 KM Durchmesser aufweisenden Schlauches, der sich ab 28 KM Höhe trichterförmig ins Weltall ausweite.

Ein japanischer Wissenschaftler sah eine Möglichkeit, in diesem Magnetloch auf Signaljagd zu gehen und den Kontakt mit außerirdischen „Stationen“ zu versuchen. Er ließ ein besonders leistungsfähiges Raketenflugzeug mit modernsten Meßgeräten und zwei Bildschirmen bestücken. Er sah, wie 19 haselnußförmige Gebilde in Formation auftauchten und genau auf das Magnetloch in Richtung Erde steuerten. Sofort wurde auf sämtlichen Funkfrequenzen gesendet, mit dem Erfolg, daß die Gebilde sofort wieder verschwanden und unsichtbar wurden. (DNZ, Nr. 25, 1977)

1976 Sigma wurde zu einem eigenständigen Projekt. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 91)
1976 Ein sowjetischer Aufklärungspilot, der regelmäßig mit seiner Besatzung das nördliche Eismeer und Grönland überfliegt, sah in unmittelbarer Nähe des Nordpols sechs Tunnellöcher. Erneute Aufklärungsflüge sahen wieder sechs schwarze Punkte und erkannten im Tiefflug Stolleneingänge. Plötzlich wurden sie von einem „fremden Auftrieb“ gepackt und auf 15.000 Meter Höhe gebracht. Versuche wieder auf Sinkflug zu gehen scheiterten an einer unbekannten Kraft, die die Maschine immer wieder hochdrückte. (DNZ, Nr. 25/1977)
1976 Ein Außerirdischer, der wie er sagt, aus einer unterirdischen Basis in Mexico stammte, gab dem mexikanischen Farmer J. Carmen Garcia auf einem Fetzen Papier eine Formel, mit deren Hilfe er riesiges Gemüse züchten konnte (Kohlköpfe von 14 kg, 4-Kilo-Zwiebeln etc.). (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 9)
1976 Die NASA ruft das Projekt SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) ins Leben. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 98)
1976 Britische Sportflieger entdeckten Kreise (Pictogramme) aus der Luft (Kornkreise). Englische Farmer wollen dieses Phänomen schon in den vierziger Jahren gesehen haben. Vermehrtes Auftauchen ab Juli 1988. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 240ff)
1976/78 In 2 Jahren sind rund 20 amerikanische und russische Satelliten spurlos verschwunden. (DNZ, Nr. 20/1978)
1977 6.2. Der dem Buch „Alternative 3“ zugrunde liegende Film (Marslandung der Amerikaner vom 22.5.1962), wurde von dem englischen Radio-Astronomen Sir William Ballentine über das Jordell-Bank-Teleskop aufgefangen. Diese Aufnahme konnte erst später durch einen NASA-Dekoder entschlüsselt werden.

Ballentine starb am 6.2.77 bei einem mysteriösen Autounfall. Sein Körper war innerlich total verbrannt, als wenn er einer Art Mikrowellenkanone ausgesetzt gewesen wäre. Es konnten keine Brandspuren am Auto festgestellt werden.

Ballentine starb auf Kommando des „Policy Committee“ in einem wie sie es nannten – „hot job“.. (Buch: Alternative 3, S. 49 und 73)

1977 13.6. Neuseeland: 200 Menschen, einschließlich der Bediensteten verschwanden über Nacht von einem Campingplatz. Es gab keine Zeichen von Gewalt. Keiner dieser Leute wurde wiedergefunden. (Alternative 3, S. 205)
1977 14.6. USA/Wyoming: 76 junge Leute, Durchschnittsalter 19 Jahre, verschwanden auf einem Ausflug. Ihre Fahrzeuge wurden, an der Seite einer einsamen Straße, leer gefunden. Um die Autos herum wurden im Sand wahllose Fußspuren gefunden, die jedoch nirgendwo hinführten. Die Personen wurden nie wiedergesehen. Am gleichen Tag verschwand ein Passagierschiff mit 165 Personen an Bord auf der Fahrt zwischen Barcelona und Tunis. Es wurden keine Spuren entdeckt. (Alternative 3, S. 205/6)
1977 ca. Mitte Bob Grodin wurde über Satellit von „Septre Television“ interviewt. Das Interview wurde abrupt (von einer unbekannten Quelle), nach einer bestimmten Aussage von Grodin, abgeschaltet. Er wurde gebeten zu der Behauptung, daß er und alle anderen auf der Apollo-Mission etwas gesehen hat, worüber er öffentlich nicht sprechen sollte.

Diese Frage ließ Grodin explodieren. „Was wollen Sie? Wollen Sie mich fertig machen? … wie diesen dummen Bastard Ballentine? Ist es das was Sie wollen?“ Grodin kam nicht weiter. Seine Stimme und das Bild waren plötzlich weg. (Alternative 3, S. 108)

Grodin wurde später noch einmal interviewed. Auf die Frage, was er über Ballentine wußte, sagte er, daß er ihn nicht gekannt habe. Alles, was er über ihn weiß ist, daß er bei der NASA mit einem Band auftauchte und er verdammt aufgeregt wurde, als er es durch den Decoder laufen ließ.

Er wurde weiter gefragt, was bei der Mondlandung passiert sei. Grodin:

„.. wir waren sehr enttäuscht.. die Wahrheit ist, wir waren nicht die ersten dort… Die späteren Apollos waren Rauchschirme, um abzudecken, was wirklich da draußen vorgeht… und die Bastarde haben uns nicht einmal etwas gesagt.. nicht ein verdammtes Wort…

Glauben Sie, daß sie all diesen Mist unten in Florida brauchen, um zwei Jungs auf einem Fahrrad da hochzuschicken? Wissen Sie warum sie uns brauchen? Damit sie eine gute PR-Story für all die Hardware haben, die sie in den Raum schicken… Wir sind nichts Mann! Nichts! Wir sind nur da um Euch Penner zufrieden zu halten… um Euch davon abzuhalten dumme Fragen darüber zu stellen was wirklich da vor sich geht!“

Ende des Interviews.

Im Januar 1978 wurde Grodins Tod in der Presse verkündet. Sie sagten es war Selbstmord. (Alternative 3, S. 128/132)

Alternative 3 ist Realität. Die meisten der Apollo-Astronauten wurden durch diese Erfahrung stark erschüttert und ihr Leben sowie spätere Aussagen reflektieren den Umfang dieser Erfahrungen und die Wirkung der Schweigeorder. Man befahl Stillschweigen unter Androhung der Todesstrafe, die dann als „Notwendigkeit“ umschrieben wurde.

Trotzdem sprach ein Astronaut mit den britischen Produzenten der Fernsehsendung „Alternative 3“, in der er die Richtigkeit der Anschuldigungen bestätigt. In dem Buch ist die wahre Identität durch ein Pseudonym „Bob Grodin“ ersetzt.

Den Selbstmord von Grodin kann Cooper nicht bestätigen. Er glaubt, daß zahlreiche sogenannte Tatsachen in diesem Buch Desinformationen sind, die das Ergebnis des Druckes sind, der auf die Autoren ausgeübt wurde und der dazu bestimmt war, den Effekt zu neutralisieren, den die britische Fernsehsendung „Alternative 3“ in der Öffentlichkeit hervorrief. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 9)

1977 20.6. In der englischen Fernsehsendung Science Report wird der Bericht „Alternative 3“ ausgestrahlt:

Es wurde über unter mysteriösen Umständen verschwundene Wissenschaftler berichtet, von denen derzeit 25 Fälle bekannt waren und es wurde die Verbindung zu Alternative 2 hergestellt.

Der Sender war später gezwungen die Sendung als einen Schwindel hinzustellen und viele Zuschauer glaubten dies bereitwillig. (Alternative 3, S. 157/63)

1977 15.7. Artikel im Daily Mail unter der Überschrift „Flying Saucers“: Männer mit Gesichtsmasken und Metalldetektoren versuchten ein makaberes Ereignis aufzudecken. Fünfzehn Ponys wurden gefunden. Ihre Körper waren verstümmelt und zerrissen und verwesten innerhalb von 48 Stunden bis auf die Knochen. Sie sind alle ungefähr in der gleichen Zeit gestorben und viele Knochen waren gebrochen. Tierexperten geben zu, daß sie erstaunt über die Tierleichen sind, die bei Cherry Brook in der Nähe von Postbridge gefunden wurden. (Alternative 3, S. 19)
1977 4.8. Policy Committee-Meeting – Thema: Batch Consignments (eine Art umfunktionierter Arbeitssklaven):

Es wird davon gesprochen daß eine ganze Fracht von 300 Körpern auf dem Transport von einem Meteoriten zerstört wurde.

Anmerkung der Autoren: Die folgenden Monate brachten Presseberichte darüber, daß in Australien massenweise Menschen verschwunden sind. Zum Ende September wurden viele von ihnen durch Zufall in einer Art Sklaven-Arbeitslager gefunden.

Das Policy Committee befaßte sich danach mit der Fernsehsendung „Alternative 3“ vom 20.6.77. Es wurde Mißfallen darüber geäußert, daß Dr. Carl Gerstein nicht beseitigt wurde, bevor er mit den Fernsehleuten gesprochen hat. Es wurde abgelehnt ihn im nachhinein zu beseitigen.

Es wurde beschlossen den regionalen Beamten zu beseitigen, dessen Aufgabe es gewesen wäre dies zu verhindern. (Alternative 3, S. 167/70)

1977 28.8.

Zeitungsartikel im Sunday Telegraph: Gegenstand war, daß das Gesundheitsministerium in England Statistiken über Operationen sammelt, die in psychiatrischen Anstalten durchgeführt werden, mit dem Ziel, die Persönlichkeit zu ändern. Zum ersten Mal haben Minister bestätigt, daß es eine wachsende Besorgnis darüber gibt. Diese Operationen, bekannt als Psychosurgery, werden durchgeführt, um Teile des Gehirngewebes zu zerstören oder zu beseitigen, um das Verhalten von ernsthaft depressiven oder außergewöhnlich aggressiven Patienten zu verändern, die nicht auf Drogen (Medikamente) oder Elektroschock-Therapie ansprechen. (Alternative 3, S. 114)

Die Autoren von „Alternative 3“ interviewten den Psychiater Dr. Randolph Crepson-White (gestorben im Okt. 1977) zu diesem Thema. Crepson hat auf Anweisung 4 Männer und eine Frau in dieser Art operiert, von denen er sagte, daß sie völlig normal gewesen sind. Sie sind komplett geschlechtslos gemacht und ihrer Individualität beraubt worden. Sie würden jede Order ohne zu fragen befolgen und wie denkende Roboter sein. (Alternative 3, S. 115)

1977 Aug. Eine große Anzahl Personen tauchten in Deutschland, Frankreich, Italien und Kanada auf, die körperlich fit und normal waren, abgesehen davon, daß sie sich nicht daran erinnern konnten woher sie kamen oder wo sie gewesen sind. (Alternative 3, S. 142)
1977 9.9. Titelmeldung der „Times“ von Steward Tendler: „Nationale Sicherheit von der Polizei als Grund für das Schweigen über den Gebrauch von Akten vorgeschoben“

Namen und persönliche Details von Zehntausenden Leuten, die durch die Spezialabteilung aus Gründen nationaler Sicherheit überprüft wurden, sollen in den neuen Geheimdienstcomputer von Scotland Yard eingespeist werden. Als der neue Computer entworfen wurde, bekam die Special Branch Speicherplatz für 600.000 Namen aus einer Gesamtkapazität von 1.300.000 zugewiesen. (Alternative 3, S. 151)

Dies würde bedeuten, daß einer von 25 Haushalten, von diesem System überwacht wird.

Computer ähnlicher Bestimmung stehen in Genf, Amerika, England, Deutschland, Japan, Polen und Rußland. (Alternative 3, S. 153)

1977 Sept. Der Spiegel, Titel: UFOs – Bläulich, rötlich. US-Präsident Carter, US-Senator Goldwater, Grenada-Premier Gairy, UNO-Generalsekretär Waldheim – alle sprechen sie von UFOs.

Fotos: Amerikanisches UFO-Foto (über Salem / Massachusetts)

1977 Sept. – Februar 1978 Vom 20.9.77 bis zum 20.2.78 erschien 5-6 Mal pro Monat ein UFO, so groß wie ein Fußballfeld über der sowjetischen Stadt Petrosawodsk am Onega-See, nordöstlich von Leningrad.

Die sowj. Regierung berief sofort eine wissenschaftliche Erforschung auf höchster Ebene ein und schob dieser Untersuchung einen Sicherheitsriegel vor.

An diesem 20.9., 16.00 erschien ein riesengroßes UFO über der Stadt und sandte goldfarbene Lichtstrahlen aus, die wie Sprühregen auf die Stadt niedergingen und münz- bis eigroße Löcher in die Pflastersteine der Straßen und in Fensterscheiben vieler Häuser brannten. Es heißt auch, daß fünf intensive Lichtstrahlen von dem riesigen Objekt auf die Stadt gerichtet waren, und Petrosawodsk während dieser 12 Minuten in dieses goldfarbene Licht eingehüllt war.

Die herausgetrennten Glasstücke schienen an den Rändern wie geschmolzen und lagen entweder auf den Fensterbänken oder auf dem Fußboden. Die Scheiben blieben ansonsten ganz.

Über dem See trennte sich ein kleineres Objekt vom Hauptkörper, fiel geradewegs nach unten und verschwand unter Wasser. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen II, S. 33ff, div. Artikel)

1977 4.10. Bremer Nachrichten: „Die Geheimdienste beider Hemisphären sollen im Besitz umfangreicher Aufzeichnungen über das Auftauchen unbekannter und geheimnisvoller Unterseeboote sein“.

Es wird ein Vorfall genannt, bei dem sich ein unbekanntes Unterseefahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 370 km/h fortbewegt habe.

1977 Mars-Kolonie (im Rahmen von Alternative 3):

1976: Mit der Kultivierung der neuen Kolonie erwachten dort heimische Bakterien zum Leben und begannen die gezüchteten Pflanzen zu befallen. Das dort ansässige Komitee sah, daß sie den Kampf verlieren würde. Sie benötigen einen bestimmten Bakteriologen aus Deutschland, der jedoch nicht für dieses Projekt zu gewinnen war.

Somit wurde beschlossen, einen früheren Assistenten von ihm, der mittlerweile auf dem Mars arbeitete und auf den dieser Bakteriologe große Stücke hielt, zur Erde zurückzusenden um ihn zu überzeugen.

Was jedoch nicht realisiert wurde war, daß dieser Assistent nicht mit der „Symbiose“ zwischen den Wissenschaftlern und ihren Arbeitssklaven übereinstimmte. Auf dem Rückweg über die Archimedes Basis weihte er die 28 „Designated Movers“ in das für sie noch bestehende Geheimnis ein.

Archimedes Basis: Mondbasis, zum Transfer der „Designated Movers“ und „Batch Consignments“ zwischen Erde und Mars, im Rahmen von Alternative 3 erbaut und später durch Sabotage zerstört. Die Errichtung hat zwei Jahre gedauert. Die Basis lag unter einer hermetisch abgeschirmten, transparenten Blase. Es gab drei separate Lebensbereiche, jeweils für das dort ansässige Personal, die Umzügler in Richtung Mars und die Arbeitssklaven.

Einer der Wissenschaftler versuchte die 155 Sklaven zu befreien und kollidierte bei der Flucht mit einem Raumtransporter mit der Schutzglocke der Basis, worauf diese total zerstört wurde. Nur wenige (sieben Personen, 5 Mitarbeiter und 2 der „Komponenten“, wie diese Arbeitssklaven auch bezeichnet wurden) überlebten, weil sie sich zu dieser Zeit in einer separaten Luftkammer befanden. Sie konnten in die Cassini Basis, einer älteren und für Alternative 3 zu klein gewordenen Basis, entkommen.

Diesen Personen ist es zu verdanken, daß überhaupt etwas über diese Katastrophe bekannt wurde. Der Bericht darüber wurde den Autoren von Alternative 3 von „Trojan“ zugespielt. (Alternative 3, S. 223ff)

1977/78 Bermudadreieck: Zwischen den Bahamas und den Bermuda-Inseln im Atlantik bilden sich 150 bis 200 KM breite Wasserstrudel, die bis in 1,5 KM Tiefe reichen.

Ein amerikanisch/sowjetisches Forschungsteam untersuchte dieses Phänomen zwei Monate lang mit sechs Schiffen (DNZ Nr. 48/77).

Anfang 1978 begann das amerikanisch / sowjetische Unternehmen Polymode mit jeweils fünf Spezialschiffen. Auch eine Anzahl PSI-begabte Personen waren an Bord. Man will jeden Quadratmeter genau untersuchen. Elektronische Geräte sollen versenkt werden, die in 5000 Metern Tiefe selbständig arbeiten. Die Aktion soll bis Herbst andauern. (DNZ Nr. 3, 1978)

1978 17.1. Außerirdischer auf U.S.-Militärbasis getötet: In dieser Nacht soll ein Militärpolizist von Ft. Dix von einem niedrig fliegenden, ovalen, bläulich grün leuchtenden Objekt verfolgt worden sein. Dabei fiel die Funkverbindung des Streifenwagens aus. Plötzlich sei vor dem MP ein 1,20 Meter großes, graubraunes Wesen mit einem großen Kopf, langen Armen und einem schmächtigen Körper aufgetaucht. Der MP geriet in Panik und feuerte 5 Mal auf den Fremden. Das UFO schoß in die Höhe und reihte sich in eine Formation von zwölf anderen Objekten ein, die am Himmel standen.

Der Bericht wird bestätigt durch eine Meldung vom 18.1.78 an Brigadegeneral Brown vom AFOSI, demzufolge „Ein Körper unbekannter Herkunft dem OSI (Office of Special Intelligence) Distriktkommandanten und einem Spezial-Bergungsteam von der Wright Patterson AFB in Gewahrsam gegeben wurde“. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 66)

1978 April Spiegel: So wurde die Weltöffentlichkeit getäuscht, Fotos: Angebliche UFO-Aufnahmen: Strahlenschiffe aus den Plejaden über der Schweiz (aufgenommen am 27.2.75 über Bäretswil von dem Schweizer UFO-Spezialisten Eduard Meier.
1978 Nov. – Feb. 1979 Eugenio Siragusa wurde verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt, aufgrund einer Betrugsanzeige eines amerikanischen Ehepaars, welches versuchte sich durch ihn einen Kontakt oder eventuellen Raumflug mit Außerirdischen zu erkaufen.

Seine außerirdischen Freunde schienen eine Demonstration zu veranstalten, um ihn zu rehabilitieren. In der Folgezeit wurden über 50 UFO-Sichtungen in Italien registriert, von Tausenden beobachtet, davon einige Landungen im Gefängnisbereich in dem Siragusa festgehalten wurde. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 131/32)

1978 12.12 Burghausen/Neuötting, Bayern: Adele Holzer begegnet einem UFO auf dem Weg zur Arbeit. Es kommt auf sie zu. Es ist kuppelförmig, hat kreisförmige Luken. Sie wird angestrahlt (grüne Strahlen) und sie empfängt eine telepathische Botschaft:

„Keine Angst, wir kommen in friedlicher Absicht. Wir sind hier um euch zu beobachten und euch vor Unglück zu bewahren. Wir wollen verhindern, daß Ihr eure Erde zerstört“.

Als Fr. Holzer wieder zu sich kommt, sieht sie, daß der Autoschlüssel verbogen und die Uhr stehengeblieben ist. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 97)

Später ergänzte sie, daß sie zusätzliche Informationen über ihre Herkunft erhielt. Sie kämen aus einem Binärsystem. Sie würden mit den Menschen in Kontakt treten, weil sie gemeinsame Vorfahren hätten, die wie wir vom Planeten Patheon stammten, dem einstmals 5ten Planeten unseres Sonnensystems, den seine Bewohner in einer Kettenreaktion von Atomexplosionen zerstörten. Die Überlebenden seien zuerst auf den Mars geflüchtet, dann auf die Erde und auf andere Planeten. Einige von ihnen würden unerkannt unter uns leben. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 3)

1978 Die Außerirdischen erklärten die Arbeit von Eugenio Siragusa für abgeschlossen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 127)
1979 Mai Bill Herrmann aus Charleston (USA) wurde mehrere Male von Außerirdischen entführt. Angeblich waren die Kontakte zu ihnen gut. (taz vom 1.11.89)

Begegnung im Mai 79: Sie kommen von Ceta Reticuli. Ihre, seit Jahrtausenden stattfindenden Expeditionen zur Erde, dienen analytischen Zwecken.

Gemeinsam mit hochentwickelten Zivilisationen aus anderen Welten hätten sie eine Art intergalaktische Handels- und Forschungsgemeinschaft geschaffen.

Ende der vierziger Jahre seien einige ihrer Schiffe im mittleren Westen Amerikas abgestürzt, was auf die Radarwellen zurückzuführen war, welche eine Störung ihres Programmes und ihres Kraftfeldes verursacht haben. Seitdem würden sie sich durch unregelmäßige, dreieckige Flugmuster davor schützen. Dadurch würden sie nie lange genug erfaßt um Schaden zu nehmen. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 181ff)

1979 Mai Ein Dokument, datiert mit „Mai 1979“, bezieht sich auf den „25. Jahrestag des dritten Weltkrieges, genannt der „leise Krieg“. der mit subjektiver biologischer Kriegsführung, mit leisen Waffen, gekämpft wird“ (Kopf: Top Secret, Leise Waffen für leise Kriegführung – Ein einführender Programmier-Leitfaden- Operations Research, Technisches Handbuch, TM-SW7905.1).

Zusammenfassung (Zitate kursiv): Es ist ein Krieg gegen die Weltbevölkerung in Richtung sozialer Kontrolle. Es wird darauf hingewiesen, das dieses Dokument von der Bevölkerung verborgen bleiben muß, da es sonst als eine formelle Kriegserklärung erkannt werden könnte.

„Die Lösung heutiger Probleme erfordert eine Vorgehensweise, die mitleidslos freimütig ist, ohne sich bezüglich Religionen, Moral oder kulturelle Werte zu zermartern.“

Geschichtlich gesehen entstammt die „leise Waffen-Technologie“ dem Zweiten Weltkrieg.

„Es wurde bald von den Personen in Machtpositionen erkannt, daß die gleichen Methoden zur totalen Kontrolle der Gesellschaft nützlich sein könnten. Es waren aber bessere Methoden notwendig.“

Der „leise Krieg“ wurde in aller Stille durch die internationale Elite (Bilderberger) auf einem Treffen im Jahre 1954 erklärt.

Zu diesen leisen Waffen gehören Computer, wobei der technologische Durchbruch 1948, mit der Transistortechnologie, stattgefunden hat.

„Alle Wissenschaft ist ein Mittel in Bezug auf ein Ende. Das Mittel ist Wissen. Das Ende ist Kontrolle.“ (M.W. Cooper, Behold a pale Horse, S. 36-65)

1979 8.12. Eugenio Siragusa verschickte eine letzte Verwarnung an „alle politischen und militärischen Oberhäupter des Planeten Erde“:

„Acht Minuten Eurer Zeit genügen uns, um jede Art von Aktivität auf Eurem Planeten vollständig stillzulegen. Dieser Eingriff würde sofort ausgeführt werden, falls sich ein atomarer Konflikt zwischen zwei oder mehreren Mächten verwirklichen sollte…

Diese unsere Warnung soll weder eine Herausforderung sein, noch darf sie als eine Einmischung im Sinne der Beherrschung oder Eroberung Eures Planeten aufgefaßt werden, vielmehr ist sie ein Akt der Liebe, um die Wiederholung einer ungeheuren Katastrophe zu verhindern, die in einer weit zurückliegenden Vergangenheit, Milliarden von Lebewesen auf anderen Planeten, die heute zu unwirtlichen und toten Wohnstätten geworden sind, das Leben gekostet hat.“

Wir wissen sehr gut, wie schwer es Euch fällt unseren Mitteilungen Glauben zu schenken. Uns ist auch Eure ausgeklügelte Gewalttätigkeit gegen uns und die uns anvertraute Rettungsmission nicht entgangen.

Wir haben ebenfalls Kenntnis von den Verfolgungen, die Ihr gegen alle diejenigen, die Botschafter unseres guten Willens sind ausheckt und die gemäß des allerhöchsten Wunsches des „.Avatars“ Jesus Christus, der sich der Erde zum Besuch naht, auserwählt und erleuchtet worden sind. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 133)

1979 Shoichi Harukawa ging nach telepathischer Anweisung in ein Gebiet nahe des Fuji-Berges. Zum ersten Mal sah Shoichi ein gelandetes Raumschiff, das ihn an Bord eines Mutterschiffes brachte. Ihm wurde der Hangar des Mutterschiffes gezeigt und erklärt, daß es drei Typen gibt:

Mutterschiffe,
Erkundungsschiffe und
ferngesteuerte Sonden.

Sie werden alle durch elektromagnetische Energie angetrieben. Normalerweise bleiben die Mutterschiffe außerhalb der Erdatmosphäre. Man verspürt nicht die geringste Flugbewegung weil das Schiff ein eigenes Gravitationsfeld hat.

Als sich ein Raumbruder vor den Monitor stellte, bildeten die Linien ein schönes, geometrisches Muster. Als Shoichi sich davorstellte, bildeten sie ein Chaos. Der Monitor, so wurde ihm erklärt, würde die Gedankenschwingungen überprüfen. Menschen, die gute Gedanken haben, erzeugen klare Muster. Dieser Schirm wird auch zur Steuerung der Flugscheiben benutzt. Mutterschiffe hingegen kann nicht einmal jeder Raummensch fliegen, das bleibt den Meistern überlassen.

Ein Meister erklärte Shoichi, daß es drei Gesetze des Kosmos gäbe:

  1. Alles wiederholt sich in einer gewissen Ordnung.
  2. Alles ist relativ.
  3. Gleiches zieht Gleiches an, Dinge mit denselben Charakteristiken kommen zusammen.

Die Außerirdischen haben seit den 50er Jahren Menschen aller Bereiche kontaktiert, besonders Militärs, Finanzleute und Künstler. Ihre Aufgabe war es, die Geister dieser Menschen für die Möglichkeit einer besseren Welt zu öffnen. Nur bei den Künstlern verlief dieser Versuch erfolgreich, da nur sie offen waren für ihre Anregungen und Inspirationen.

„Greift nicht gewisse Firmen oder die dunklen Kräfte an. Wenn ihr gegen sie kämpft, schlagen sie zurück. Ihr braucht nicht zu kämpfen. Das beste, was ihr tun könnt ist, Eure richtigen, ruhigen und starken Gedanken um Euch zu verbreiten und andere Menschen dazu zu bringen, sich ähnliche Gedanken zu machen und ihr Leben zu verändern. Das ist der schwerste Schlag gegen die dunklen Kräfte.“ (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 152)

1979 Bob Lazar bzgl. der Grauen:

„…Bis 1979 gab es einen Austausch an Material und Information in Zentral Nevada, als es zu einem Konflikt kam, der das Projekt abrupt stoppte.

Die Wesen verließen die Erde, sollen aber zu einem Zeitpunkt, der mit 1623… gekennzeichnet ist, zurückkehren, und ich weiß nicht, welches Datum das ist.

Mit der verbliebenen Hardware und den vorhandenen Informationen startete die US-Regierung ein „Back-Engineering“ Programm. „ (Bob Lazar, Video-Transkript, Okt. 1991)

Quelle: http://www.freezone.de