Journalistin zerlegt in den UN in 2 Minuten die Glaubwürdigkeit der Mainstream-Presse zu Syrien


Im Rahmen einer Pressekonferenz unter dem Motto „Gegen Propaganda und Regimechange in Syrien“ in den Vereinten Nationen wurde Eva Bartlett, eine kanadische Journalistin, von einem norwegischen Kollegen gefragt, wie sie es wagen könnte, den Mainstream-Medien vorzuwerfen, über die reale Lage in Syrien zu lügen. Ihre Antwort zerlegt in zwei Minuten die Mythen der selbsternannten Qualitätspresse.

Gruß an die Syrer

TA KI

Die Hungerspiele sind eröffnet! Lügen und fälschen 2016 No:1


►Die Hungerspiele sind eröffnet ► ‪‎Fassbomben‬ waren gestern ► Madaya‬ Syrien‬

Seit der Jahreswende wird in unseren geschätzten Medien eine neue Sau durchs syrische Dorf getrieben:
HUNGER IN DEN VOM REGIME BELAGERTEN STÄDTEN
Nur ein Beispiel aus der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/…/syrien-hungersnot-im-belagerte…
Die Meldungen konnten mal wieder „nicht unabhängig überprüft werden“
Die Quelle sind „lokale Medien“, welche wird nicht gesagt (werden wohl Youtube-Kanäne der Terroristen sein), Al Jazeera, der katarische Hofberichterstattersender von Al Quaida und Al Nusra und natürlich die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“.

Um dieser inzwischen bekannten Ein-Mann-Propagandaquelle etwas Glaubwürdigkeit zu verschaffen, wird noch „Die Menschenrechtsbeobachter sitzen in Großbritannien, beziehen ihre Informationen jedoch aus einem dichten Netz an Informanten vor Ort in Syrien.

Sie gelten als gut informiert und zuverlässig.“ hinterhergeschoben. (Soll man darüber lachen oder weinen?)

Weiter heißt es:
„40 000 Menschen – darunter etwa die Hälfte Zivilisten – lebten zurzeit in dem Ort, der wegen sich dort aufhaltender Rebellen heftig bombardiert werde.“

Die Hälfte von 40 000 sind 20 000. Die sich dort „aufhaltenden Rebellen“ haben wohl nichts mit diesen 20 000 Nicht-Zivilisten zu tun?
Das ZDF haut in die selbe Kerbe mit einem Foto, dass aus Douma im Mai 2015 stammt.

Hier der Bericht:

Dieser wohlgenährte Arzt erklärt, dass der 16-jährige Junge ein Opfer aus Ghouta sein soll.

Das ZDF nutzt dort also ein Propagandavideo über Ghouta für Propaganda über Madaya.
https://twitter.com/heuteplus/status/685155319631212544

Weitere Bilder, die durch das Internet geistern, werden z.B. hier als Lügen entlarvt. Die Bildersuche kann aber auch jeder selbst durchführen. https://twitter.com/RanaHarbi?lang=de
https://twitter.com/John_III_tg/status/685180693777903616

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch Wikipedia.


Auf der Englischen Wikipedia-Seite findet man neben kürzlich hinzugefügten Sätzen darüber, dass die Lebensmittellieferungen durch die „Rebellen“ blockiert worden seien und die Bevölkerung mehrheitlich Assad unterstützt (inzwischen wieder gelöscht), den Eintrag über die Einwohnerzahl. Laut diesem Eintrag hat der Zensus von 2004 ergeben, dass Madaya 9371 hat.

Diese Zahl wurde am 13. April 2014 dort eingegeben, also einem Zeitraum, in dem der Ort von den Terroristen erobert wurde.
https://en.wikipedia.org/w/index.php
„As for the neighboring town of Madaya, though militants control the town, there is a truce in effect that resembles other such agreements in a number of areas in the Damascus countryside. Madaya remains the only route for the militants, some of whom previously advanced toward Yabrud but returned to Madaya after the Syrian army recovered bases in the Qalamoun mountains.“

Dezember 2014: http://www.al-monitor.com/…/lebanon-syria-border-control-mi…

Der Eintrag über die Einwohnerzahl wurde noch nicht verändert.
Den deutschen Wikipedia-Eintrag gibt es seit dem 5. Januar 2016.
Dort hieß es: „Madaya ist eine syrische Stadt im Gouvernement Rif Dimaschq. Sie liegt 40 km nordwestlich von Damaskus. Sie hat etwa 40.000 Einwohner.

Seit 2015 wird die Stadt – ebenso wie der Nachbarort Al-Zabadani – von der Hisbollah, die mit Assad verbündet ist, belagert; die Menschen leiden Hunger.“

Inzwischen gibt es dort sogar eine Erklärung für das wundersame Bevölkerungswachstum auf 40 000 Hungernde.

„Seit dem Sommer 2015 wird Madaya, dessen Bevölkerung im Verlauf des syrischen Bürgerkriegs – vor allem durch Zuzug von Flüchtlingen aus dem ebenfalls belagerten Verwaltungssitz Al-Zabadani – auf bis zu 40.000 Menschen angewuchs, von der mit dem syrischen Regierungschef Assad verbündeten Hisbollah belagert.“ Quelle dafür „The Independent“ https://de.wikipedia.org/wiki/Madaya_%28Syrien%29

Man kann aktuell auf beiden Versionen beobachten, wie die Einträge der Propaganda angepasst werden.

Noch am 28.12.2015 war das Rote Kreuz zusammen mit der UN dort, um Verwundete zu evakuieren. Bockade des Regimes?
https://twitter.com/ICRC_sy/status/681485088329175040

Quelle:

Natürlich springen die von den TA-Bilderbergermedien mit auf den Zug…und manipulieren kräftig mit!!!!  Klick Bild für Quelle und mehr Propaganda….

20minute

Quelle: http://uncut-news.ch/manipulation/die-hungerspiele-sind-eroeffnet/

Gruß an die Enttarner

TA KI

 

„Aggressionsakt“: US-Koalition greift syrisches Armeelager an – Syrien beschwert sich bei UN


Die US-geführte Koalition hat syrische Truppen angegriffen und dabei vier Soldaten getötet, meldet das syrische Außenamt. Syrien will sich den „Aggressionsakt“ nicht gefallen lassen und schaltet die UN ein.

vsa

Bei einem Angriff der US-geführten internationalen Koalition sind am Sonntagabend in Syrien vier Soldaten getötet worden. Die Bombardierung fand in der Provinz Dair as-Saur im Osten des Landes statt. Dabei wurden noch 16 weitere Soldaten verletzt, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Darüber hinaus sind zwei Panzer der syrischen Armee vernichtet worden, so ein Informant gegenüber der Nachrichtenagentur Sputnik.

Vier Kampfjets der US-Koalition feuerten neun Raketen auf das Lager ab, gab das syrische Außenministerium bekannt.

„Syrien verurteilt den Aggressionsakt der US-geführten Koalition scharf, zumal dieser der UN-Charta widerspricht“, so das syrische Außenamt. Die Behörde werde nun den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon über den Vorfall in Kenntnis setzen.

Seit 2011 tobt in Syrien ein blutiger Bürgerkrieg. Regimekritiker, Terrormilizen und die syrischen Regierungsgruppen kämpfen gegeneinander. Seit knapp zwei Jahren fliegt die US-geführte Koalition Angriffe auf Syrien. Offiziell heißt es, dass durch die Luftangriffe der Daesh (Islamische Staat) bekämpft werden soll. Die Bombardements brachten bislang nur wenig Erfolg. Der Daesh konnte sich sogar noch weiter ausbreiten. Die russische Luftwaffe bombardiert seit Ende September, auf Bitten des syrischen Führers Baschar al-Assad, die Stellungen der Dschihadisten-Miliz. Dadurch konnten einige Erfolge erzielt werden. Seit kurzem mischen sich auch Großbritannien und Deutschland in den Konflikt ein und bombardieren Syrien. Das alles geschieht ohne Zustimmung aus Damaskus.

Der Syrien-Konflikt forderte bereits 250.000 Menschenleben, so die UN. Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Die meisten von ihnen wollen nach Deutschland. (so)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/welt/aggressionsakt-us-koalition-greift-syrisches-armeelager-an-syrien-beschwert-sich-bei-un-a1290099.html

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Was wäre, wenn Saddam nicht gestürzt worden wäre?


Die Invasion in den Irak 2003 ist der Ursprung des Terrors in Nahost – so lautet der Vorwurf an die USA. Doch wie sähe die Region heute aus, wäre der Diktator nicht gestürzt worden? Ein Gedankenspiel.

ONLINE

So sieht der Sieg aus: Saddam reckt seine bronzene Hand zum Himmel und grüßt sein Volk, seine metallenen Augen blicken über Bagdad. Doch zu Füßen der gewaltigen Statue in der irakischen Hauptstadt toben Hunderte Menschen. Ein Mann in Trägerhemd wuchtet einen Vorschlaghammer gegen den Betonsockel. Zwölf Meter weiter oben legt ein Marine die US-Flagge über den Kopf des gestürzten Diktators.

„Nein, weg, das ist falsch“, brüllt der Mann im Trägerhemd herauf. Der Regimegegner Kasim al-Dschaburi, der mehr als 21 Jahre in Saddams Gefängnissen saß, wollte die irakische Flagge dort oben sehen. So erzählte er es der Zeitung „al-Quds al-Arabi“. Und überhaupt: Wenn es die Statue heute noch gäbe, dann würde er sie persönlich wieder aufstellen. „Unter Saddam hatten wir Sicherheit, Wasser, Strom und Gas. Heute herrschen Diebstahl, Mord, Raub und Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten.“

Mideast-Iraq-Unending-War

In Amerika kommen heute selbst manche Veteranen, die damals dabei waren, zu diesem Schluss. Seit sich die Bundeswehr auf einen Einsatz in Syrien vorbereitet, beschwören auch Deutsche das Beispiel des Irakkriegs 2003 – weil sie darin die Ursache für alles Chaos von heute sehen. Kein westlicher Krieg seit dem Fall der Mauer wird so heftig kritisiert wie die US-geführte Invasion im Irak.

Sind die USA wirklich schuld am Aufstieg des IS?

Es gab kein Mandat des UN-Sicherheitsrates für den Einsatz, die Regierung von George W. Bush behauptete, Saddam besitze Massenvernichtungswaffen und paktiere mit al-Qaida, konnte beides aber nie beweisen. Saddam war nach der Invasion weg, aber das Blut floss zwischen den islamischen Konfessionen – und so ist es heute wieder, vier Jahre nachdem die US-Armee abgezogen ist.

Jetzt kommt ein weiterer Vorwurf dazu: Das Chaos, das die USA im Irak schufen, habe den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien erst zu seinen heutigen Terrorexzessen geführt. Denn die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begann als irakischer Ableger von al-Qaida – unter US-Besatzung. Wäre der Nahe Osten in besserem Zustand, wenn Saddam an der Macht geblieben wäre? Wer wissen will, was ohne die Invasion geschehen wäre, muss in die Zeit davor blicken.

A-fighter-of-the-ISIL-holds-a-flag-while-standing-on-an-armoured-vehicle-in-MosuWilfried Buchta lebte als politischer Analytiker der UN sechs Jahre im amerikanisch besetzten Irak. Aber der Islamwissenschaftler kennt das Land seit 1990. Schon lange vor der US-Invasion sei der irakische Staat durch Saddams Politik erodiert. Der Krieg gegen den Iran in den 80er-Jahren, die erfolglose Invasion in Kuwait, der Gegenschlag der USA und die anschließenden Sanktionen – all das habe die Modernisierungspotenziale der irakischen Wirtschaft verheizt, aber auch Saddams Herrschaftslegitimation zerstört: den irakischen Baathismus.

„Diese Mischung aus sozialistischen Elementen und dem Anspruch, die arabische Welt notfalls mit Gewalt zu einigen, hatte jede Zugkraft verloren“, sagt Buchta. Den Volksaufstand 1991 konnte Saddam nur mit äußerster Brutalität niederschlagen. Der Sunnit, der über ein mehrheitlich schiitisches Land herrschte, musste sich eine neue Machtbasis schaffen: Er stützte sich stärker auf die sunnitischen Stämme, ließ Moscheen bauen und sich Blut abzapfen, mit dem Korane geschrieben wurden.

Doch in weiten Teilen des Landes hatte er keinen Einfluss mehr: im Norden, wo eine Flugverbotszone der Amerikaner die Kurden vor Saddams Bombardements schützte, und im Süden, wo die Schiiten sich ihrer benachbarten Schutzmacht Iran immer mehr annäherten. Eine seltsame Mischung aus Verzweiflung, Mord und Frömmigkeit lag über dem Land.

Der „arabische Frühling“ hätte im Irak keine Chance gehabt

Was, wenn es nach 2003 so weitergegangen wäre? „Saddam hätte sich noch einige Jahre an der Macht halten können“, meint Buchta. „Die Sanktionen bröckelten schon, Nachbarstaaten näherten sich wieder an. Aber seinen Einfluss bei Kurden und Schiiten hätte Saddam nicht wiedergewonnen.“ Das wahrscheinlichste Szenario hätte so ausgesehen: Der Staat zerfällt immer weiter. Das Regime verwaltet Mangel und Gewalt. Bis zu eine Million seiner Bürger hat Saddams Regime bis 2003 exekutiert, verschleppt, in Gasangriffen getötet. Nun sterben noch mehr.

Der Hass zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden wächst. Saddam ist schon weit über 70 Jahre alt, als der „arabische Frühling“ kommt und Menschen gegen ihre Herrscher auf die Straße gehen. Seine Söhne Udai und Kusai gelten als brutal, ihre politischen Qualitäten sind jedoch ungewiss. In der Welle von Rebellionen, die 2011 durch den Nahen Osten rollt, ist dieses Regime extrem gefährdet.

Wilfried Buchta lebte als politischer Analytiker der UN sechs Jahre im amerikanisch besetzten Irak. Aber der Islamwissenschaftler kennt das Land seit 1990. Schon lange vor der US-Invasion sei der irakische Staat durch Saddams Politik erodiert. Der Krieg gegen den Iran in den 80er-Jahren, die erfolglose Invasion in Kuwait, der Gegenschlag der USA und die anschließenden Sanktionen – all das habe die Modernisierungspotenziale der irakischen Wirtschaft verheizt, aber auch Saddams Herrschaftslegitimation zerstört: den irakischen Baathismus.

„Diese Mischung aus sozialistischen Elementen und dem Anspruch, die arabische Welt notfalls mit Gewalt zu einigen, hatte jede Zugkraft verloren“, sagt Buchta. Den Volksaufstand 1991 konnte Saddam nur mit äußerster Brutalität niederschlagen. Der Sunnit, der über ein mehrheitlich schiitisches Land herrschte, musste sich eine neue Machtbasis schaffen: Er stützte sich stärker auf die sunnitischen Stämme, ließ Moscheen bauen und sich Blut abzapfen, mit dem Korane geschrieben wurden.

Doch in weiten Teilen des Landes hatte er keinen Einfluss mehr: im Norden, wo eine Flugverbotszone der Amerikaner die Kurden vor Saddams Bombardements schützte, und im Süden, wo die Schiiten sich ihrer benachbarten Schutzmacht Iran immer mehr annäherten. Eine seltsame Mischung aus Verzweiflung, Mord und Frömmigkeit lag über dem Land.

Die Anfänge des Desasters

Video im Originalartikel an sehen…Quelle ist unterhalb des Artikels gekennzeichnet

„Einen ,arabischen Frühling‚ wie in Tunesien oder Ägypten, mit friedlichen Demonstrationen, Twitter und Facebook – das hätte es im Irak nicht gegeben“, sagt Buchta. „Jeder Aufruhr wäre sofort in einen Bürgerkrieg übergegangen. Für alles andere waren nach den Hunderttausenden von Toten einfach zu viele Rechnungen offen.“

Hätte unter Saddam eine extremistische Sekte wie der IS expandieren können? Buchta bezweifelt das. „Saddam hatte die Salafisten in seinem Land vereinnahmt und so gründlich unterwandern lassen, dass sie kein eigenständiger Machtfaktor geworden wären“, sagt er. Dass der IS so stark geworden sei, erkläre sich zum Teil aus dem Sturz des Diktators und der Politik der Besatzer: „Erst nachdem die Amerikaner Saddams Partei- und Militärkader marginalisiert hatten, wendeten die sich ihren alten Bekannten beim IS zu und brachten entscheidenden militärischen Sachverstand mit.“

Als George W. Bush im Januar 2009 das Amt verließ, hatte die Truppenaufstockung Erfolg gehabt, es gab keinen IS mehr. IS ist ein Phänomen der Obama-Ära

Eliott Abrams
Konservativer Diplomat

Amerikas Verantwortung für das Entstehen des IS ist in Washington auch eine parteipolitische Frage. Der demokratische Terrorexperte Bruce Riedel hält die Sache für eindeutig: Ohne den Krieg George W. Bushs wäre der IS nie entstanden. „Es gab al-Qaida im Irak nicht, bevor Bush 2002 öffentlich begann, die Invasion vorzubereiten“, sagt Riedel, der zu Bill Clintons Nationalem Sicherheitsteam gehörte und bei der CIA gearbeitet hat. „Al-Qaida im Irak, die Vorgängerorganisation des IS, ist eine Kreatur von Bushs Irakkrieg.“

Andere sehen es differenzierter. Für Bruce Hoffman von der Georgetown University, einen der führenden US-Terrorforscher, beginnt die Vorgeschichte des IS schon unter Saddam. Der einstige Al-Qaida-Chef im Irak, Abu Musab al-Sarkawi, habe schon vor den Anschlägen des 11. Septembers mit seinen Anhängern in Afghanistan trainiert.

Konservative suchen die Schuld bei Barack Obama

Und noch unter Saddam habe die Gruppe im Niemandsland zwischen dem Regime und der Kurdenregion im Norden operiert. „Die Invasion im Irak hat Sarkawi dann die Gelegenheit gegeben, wichtig zu werden“, sagt Hoffman.

Konservative wie Eliott Abrams hingegen wälzen die Schuld für das Wiedererstarken des IS auf Barack Obama ab. „Als George W. Bush im Januar 2009 das Amt verließ, hatte die Truppenaufstockung Erfolg gehabt, es gab keinen IS mehr“, sagt er. „Der IS ist ein Phänomen der Obama-Ära.“ Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Bushs Irakkrieg hat den Aufstieg von Sarkawis Terrorgruppe befördert und ihre Verwandlung in den IS. Obamas verfrühter Abzug aus dem Irak 2011 hat später die schnelle Ausbreitung der Terrorgruppe ermöglicht.

Hillary-Clinton

Ein entscheidender Faktor in der Politik der Großmächte wäre ohne Bushs Irakkrieg anders gewesen: die Wahl seines Nachfolgers. Hillary Clinton oder John McCain hätten weitaus höhere Chancen gehabt, ins Weiße Haus einzuziehen. Denn Obamas Sieg speiste sich zu einem wichtigen Teil aus der Kriegsmüdigkeit der Amerikaner, aus dem Chaos, das Bush im Irak angerichtet hatte.

Stellen wir uns also vor, der „arabische Frühling“ erreicht im Frühsommer 2011 auch den Irak. In Basra im Süden rebellieren die Schiiten, Saddam lässt Aufständische in den schiitischen Armenvierteln in Bagdad mit brutaler Gewalt töten. Amerika und die EU fordern seinen Rücktritt, während die Russen versuchen, ihren alten Klienten zu stützen.

Die Fronten wären noch unklarer als in Syrien

Die Saudis sind keine Freunde Saddams, aber sie machen sich Sorgen, dass sein Land in die Hände der schiitischen Mehrheit fallen könnte und in den Einflussbereich des Iran gerät, deswegen unterstützen sie die sunnitischen Stämme, die für den Diktator kämpfen. Teheran unterstützt die Schiiten, trainiert schiitische Milizen und schickt Einheiten der Revolutionsgarden – so wie heute in Syrien.

Wieder ähnelt das Szenario verblüffend dem syrischen Stellvertreterkrieg. Mit einem fatalen Unterschied: In Syrien sind die Fronten relativ klar. Russen und Iraner stützen das Regime, die Golfaraber und der Westen die Rebellen, und alle kämpfen gegen den IS. Das Irak-Szenario ist allerdings komplizierter als die Lage im heutigen Syrien, weil jeder Akteur in einem Dilemma steckt. Die frommen Golfmonarchien hassen Saddam, der einst das Emirat Kuwait überfiel. Aber sie müssen ihm helfen, die Sunniten zu schützen.

Für Moskau ist er in den Jahren der US-Sanktionen zum Verbündeten geworden, aber er kämpft jetzt gegen Russlands besten Freund im Nahen Osten – die Iraner, die es sich wiederum nicht mit Moskau verderben wollen. Und der Westen ist zerrissen. Einerseits will man Saddam loswerden, andererseits aber auch nicht die Einheit des Landes gefährden. Nur raushalten kann sich keine der Großmächte.

Im Irak wäre die Tragödie ungleich größer gewesen

Die Folge: öffentliche Friedensappelle, aber diskrete Finanzhilfen und Waffenlieferungen auf allen Seiten. So ging es jahrelang in Syrien. Aber wegen der widersprüchlichen Interessen im Irak könnte das Schlachten dort noch viel, viel länger dauern. Das Ende wäre vermutlich eine De-facto-Aufteilung des Landes. Wenn die USA Saddam 2003 nicht gestürzt hätten, dann gäbe es dort heute wahrscheinlich einen Bürgerkrieg. Wäre der Westen dann wenigstens vom Terror verschont geblieben, weil sich der IS nicht hätte entwickeln können?

Der Krieg ist vollständig gescheitert. Daran kann überhaupt kein Zweifel bestehen. Die USA haben jeden Fehler gemacht, den man nur machen konnte

Kanan Makiya
Irakischer Intellektueller

„Vielleicht hätte es den IS nicht gegeben, aber etwas Ähnliches unter anderem Namen“, sagt Kanan Makiya. Der irakische Intellektuelle, der im Exil lebt, war 2003 ein wichtiger Fürsprecher der Invasion gegen Saddam. Heute sagt er: „Der Krieg ist vollständig gescheitert. Daran kann überhaupt kein Zweifel bestehen. Die USA haben jeden Fehler gemacht, den man nur machen konnte.“

Dann jedoch fügt der Professor der Brandeis-Universität hinzu: „Trotzdem haben wir Iraker selbst die größten Fehler gemacht, vor allem die Schiiten, die 2003 an die Macht kamen. Die Sprache und die Politik des konfessionellen Kampfes, die sie pflegten, hat die Sunniten dem IS in die Arme getrieben.“ Sogar am Weltbild der Terrormiliz hätten die Schiiten Anteil gehabt: „Die ganze Weltuntergangsideologie, die den IS so brutal macht, gab es zuerst bei den schiitischen Milizen unter Saddam und nach seinem Sturz.“

Krieg steckt mit Wahnsinn an. Je länger er dauert, desto mehr. Syrien zeigt, wie radikale Gruppen immer stärker werden, je länger der Konflikt sich hinzieht. Ein zweiter, noch längerer Konfessionskrieg im Irak wäre eine ungleich größere Tragödie geworden. Auch ohne die Marke IS. Und auch mit Saddam.

Video im Originalartikel an sehen…Quelle ist unterhalb des Artikels gekennzeichnet

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article149655482/Was-waere-wenn-Saddam-nicht-gestuerzt-worden-waere.html

Gruß an das Irakische Volk

TA KI

Western Union und die geplante Logistik der Migrantenströme


Von Peter Haisenko

Mancher fragt sich, wie die Versorgung der Migranten mit Bargeld funktioniert. Kann es sein, dass es Migranten wagen, mit Tausenden Euro oder Dollar Bargeld in der Tasche eine derart gefährliche Wanderschaft anzutreten? Eine Information aus Bulgarien bringt Interessantes zutage. Das US-Institut für Bargeldtransfer Western Union ist maßgeblich beteiligt und verdient viel Geld daran – und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit vielen Monaten. Bereits im Juni 2015 hatte Western Union eine Vielzahl an Auszahlungsstellen an der türkisch-bulgarischen Grenze eingerichtet.

Eine bulgarische Freundin war Anfang Juni 2015 zu Besuch in ihrer Heimatgemeinde an der türkisch-bulgarischen Grenze, also zu einer Zeit, als angeblich noch nicht absehbar war, welches Ausmaß die Migrantenströme annehmen würden. Sie berichtete, dass sie ihre Heimat nicht wiedererkennen konnte. In der ganzen Gegend hatten sich die Einheimischen auf Schleuserdienste eingerichtet und verdienten damit viel Geld. Am auffälligsten aber war für sie, dass Western Union eine große Anzahl an Bargeldauszahlungsstellen in Grenznähe eingerichtet hatte. Wie funktioniert das System der Western Union?

Lukratives Geschäft mit Bargeld-Transfer

Will man einer beliebigen Person weltweit Bargeld zukommen lassen, kann man – wiederum weltweit – einfach Bargeld bei Western Union einzahlen. Man erhält dafür einen Code, der zum Beispiel per SMS an den Empfänger gegeben wird. Der kann nun sofort an jeder beliebigen Auszahlungsstelle der Western Union mit diesem Code das Bargeld in Empfang nehmen. Western Union verlangt für diesen Service eine erhebliche Gebühr – mehr als fünf Prozent der transferierten Summe. Ein einträgliches Geschäft, zumal der Bargeld-Transferservice nicht einmal Kreditrisiko zu tragen hat. Western Union unterhält weltweit Filialen, allerdings kaum in ländlichen Regionen und nach Aussage meiner bulgarischen Freundin gab es bislang keine einzige an der bulgarisch-türkischen Grenze. Im Frühjahr dieses Jahres sind sie dort wie Pilze aus dem Boden geschossen.

Warum ist diese Information so brisant? Banken eröffnen keine noch so kleine Filiale, wenn sie nicht sicher sein können, damit auch Geld zu verdienen. Western Union, das US-Unternehmen, muss folglich bereits im Frühjahr 2015 Informationen gehabt haben, dass hier ein großes Geschäft auf sie zurollen wird. Informationen, die unserer Regierung angeblich nicht zugänglich waren. Wir haben folglich einen Sekundärbeweis, dass in Kreisen der US-Finanz mit einem Anschwellen der Migration Richtung Zentraleuropa gerechnet wurde. Die Frage ist jetzt, woher sie das wussten.

Frühzeitiger Zugang zu gesicherten Informationen

Bereits im Frühjahr 2015 sind die Mittel der UN für die Flüchtlingslager um Syrien drastisch gekürzt worden. Wir wissen, dass die UN von Washington dominiert wird und Washington wiederum von der Hochfinanz. Ist es angesichts der vorausschauenden Etablierung der Western-Union-Filialen entlang der Routen nach Zentraleuropa zulässig, von einer geplanten Aktion seitens amerikanischer Institutionen auszugehen? Wer die Medien beherrscht, kann Geschichte leicht fälschen – schon in der Gegenwart. Betrachtet man jedoch die Wirtschaftshistorie, kommt man der Wahrheit in aller Regel sehr viel näher. Das zeigt sich unter anderem auch, wenn danach geforscht wird, wer den Ersten Weltkrieg unbedingt brauchte. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, steht zweifelsfrei fest, dass es nur das British Empire gewesen sein kann. Wer also hat dieses Mal den Massenansturm auf Europa ausgelöst?

Ein weiterer höchst interessanter Aspekt, den es zu beachten gilt, ist die Anonymität des Bargeldtransfers durch Western Union. Niemand, außer Western Union selbst, kann nachvollziehen, wer das Geld zur Verfügung gestellt hat, das dann mit dem Code zur Auszahlung kommt. Die Frage ist unbeantwortet, wie so viele Migranten über so viel Geld verfügen, dass sie sich teure Taxifahrten und Schleuserdienste leisten können. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Menschen in Flüchtlingslagern mühelos Tausende von Euro oder Dollar aus der Tasche ziehen können, um die horrenden Forderungen der Schleuser zu bedienen. Schließlich reden wir hier über Summen, die 5.000,- Euro/Person mühelos übersteigen können. Wer zahlt also das Geld ein, das dann entlang der Migrationsströme von Western Union ausgereicht wird? Ob Western Union auch in den Flüchtlingslagern im Libanon oder der Türkei Filialen unterhält, entzieht sich meiner Kenntnis.

Es gibt so viele offene Fragen zu den Umständen, die die Migration nach Zentraleuropa begleiten und die Information über die Aktivitäten der Western Union entlang der Flüchtlingsrouten ist eine weitere Kuriosität, die mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Fest steht, dass Western Union frühzeitig Kenntnis davon hatte, dass ihre Dienste an Orten gebraucht werden, um die sie üblicherweise einen großen Bogen machen. Fest dürfte auch stehen, dass das US-Unternehmen Western Union nur über die zugehörigen Informationen verfügen konnte, wenn sie Zugang zu denjenigen hatten, die Auslöser der Migrationsströme sind. Ohne dieses sichere Wissen um ein lukratives Geschäft hätten sie wohl kaum vorausschauend und rechtzeitig ihre Filialen an der türkisch-bulgarischen Grenze eingerichtet.

Quelle: http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2015/western-union-und-die-geplante-logistik-der-migrantenstroeme/

Danke an Christiane

Gruß an die Hinterfragenden

TA KI

Leiter der UNO-Untersuchungskommission zu Gaza-Krieg ist zurückgetreten


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Der Vorsitzende der UN-Untersuchungskommission zum Gaza-Krieg, William Schabas, hat sein Amt niedergelegt.

Israel hatte ihn von Anfang an als parteiisch abgelehnt. Nach dem Rücktritt forderte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Auflösung der Ermittlungskommission zu möglichen Kriegsverbrechen im Gazastreifen.

Schon als der kanadische Juraprofessor Schabas im vergangenen Jahr sein Amt antrat, hatte Israel starke Vorbehalte. Schabas hatte darauf beharrt, dass seine frühere Kritik an Israel die Untersuchung nicht beeinflussen werde.
Wie die UN mitteilte, reagierte Schabas mit seinem Rücktritt auf Anschuldigungen aus Israel, dass er als bezahlter Rechtsgutachter für die Palästinensischer Befreiungsorganisation PLO tätig war. Schabas leitete ein dreiköpfiges Expertenteam, das Vorwürfen nachgehen soll, während der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im vergangenen Jahr sei es zu Kriegsverbrechen gekommen.
Mit dem Rücktritt wolle er verhindern, dass der Streit um ihn die Vorbereitungen für den im März anstehenden Abschlussbericht überlagere, hieß es im Rücktrittschreiben, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Rolando Gomez, Sprecher des UNO-Menschenrechtsrates, bestätigte den Rücktritt.
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Gruß nach Palästina
TA KI

Ich fand heraus, dass die Vereinigten Staaten die gesamte Welt betrogen haben


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Im Jahr 2007 verlässt der US-Soldat André Shepherd seinen Stützpunkt im bayerischen Ansbach und desertiert. Er will nicht wieder in den Irak zurückkehren, weil der amerikanische Krieg gegen seine Grundsätze verstößt. Er beantragt politisches Asyl in Deutschland und klagt gegen die Ablehnung seines Antrages vor dem Europäischen Gerichtshof. Bolle Selke sprach mit ihm über Gewissensfragen und seinen schwierigen Kampf um ein Leben in Deutschland.

Ich schätze mal, als Du 2004 der U.S. Armee beigetreten bist, hättest Du nie gedacht, dass Du mal in den bayrischen Alpen enden würdest, oder?

Nein, das hätte ich nie gedacht, erst recht nicht unter diesen Umständen, denn als ich damals dem Militär beigetreten bin, war es für mich einfach ein Versuch, ein besseres Leben führen zu können, weil ich damals, bevor ich mich verpflichtet habe, in meinem Auto gelebt habe.

Warst Du damals schon eine sehr politische Person?

Nein, früher war ich das tatsächlich nicht, weil ich den Fehler gemacht habe, den viele verschiedene Menschen in ihrem Leben machen, wenn sie anfangen, erwachsen zu werden. Wenn man in die Schule geht und versucht Karriere zu machen, dann denkt man, Politik sei die Aufgabe der Politiker, später in meinem Leben stellte ich dann fest, dass das ein schlimmer Fehler in unserem System ist.

Nachdem Du Soldat warst, hast Du Dich 2007 entschlossen, die Armee wieder zu verlassen und unterzutauchen, keine einfache Entscheidung, nehme ich mal an, wie lange hast Du darüber nachgedacht? 

Das hat Monate gedauert. Im Januar 2007 wurde uns gesagt, dass wir mit unserer Einheit nicht wieder zurück in den Irak müssten, weil es zu viele Apache-Mechaniker gab. Ich dachte also, alles wäre okay und ich müsste mich nicht zu sehr darüber beunruhigen, aber ein paar Monate später hieß es, dass wir auf jeden Fall gehen müssen, und das war sehr schwierig für mich, weil ich 2005 so ziemlich die Wahrheit über den Krieg heraus gefunden hatte und mich die ganze Zeit mit der Entscheidung herumschlug, ob ich bei einem Neueinsatz mitmachen sollte. Ich würde also sagen, es waren mehrere Monate oder sogar mehr als ein Jahr, ich war wirklich hin und her gerissen und versuchte, herauszufinden, was ich eigentlich wollte, sollte es zu einem Neueinsatz kommen.

Wenn Du sagst, Du hast die Wahrheit über den Irakkrieg herausgefunden, was genau meinst Du damit?

Im Grunde habe ich heraus gefunden, dass die Vereinigten Staaten die gesamte Welt betrogen haben. Das habe ich durch verschiedene Recherchen, aber auch durch die Gründe, die sie nannten, erkannt. Wenn ich sage, dass die Vereinigten Staaten die gesamte Welt betrogen haben, meine ich, sie wurden über die Gründe für den Krieg belogen, sie wurden belogen, was die wahren Gegner in diesem Krieg anging, sie wurden über den Verlust von Menschenleben und die psychischen Schäden belogen. Die Soldaten wurden auch belogen, ihnen wurde gesagt, dass sich um sie gekümmert würde, falls sie zum Beispiel verletzt worden sind, auch nachdem sie aus dem Krieg zurückgekommen waren, und aus meiner Sichtweise war das alles nur ein riesiger Betrug. Ich stellte auch fest, dass ich nicht der einzige war, der so fühlte, sondern dass das auch einige andere Soldaten realisierten, als sie im Irak stationiert waren, aber sie hatten nicht nur Angst vor den rechtlichen Konsequenzen, sondern auch moralische Probleme.

Es gab also mehrere Leute mit Zweifeln? Aber Du warst der Einzige, der bereit war, die Konsequenzen einer Fahnenflucht zu tragen?

Aus meiner Einheit, ja. Ich war der Einzige, der aus diesen Gründen desertiert ist. Insgesamt sind aber fast 50.000 Soldaten seit dem Beginn des Krieges gegen den Terror desertiert. Auch wenn nicht alle miteinander in Verbindung stehen, gibt es eine Art Solidarität. Wir lesen Artikel übereinander, wir nehmen gegenseitig unsere Kämpfe wahr und auch unsere kleinen Siege im Kampf um Asyl oder darum, wieder ein normales Leben führen zu können.

Du bist sogar noch weiter gegangen als einfach zu desertieren, Du bist an die Öffentlichkeit gegangen. Dein Asylantrag ist jedoch abgelehnt worden und Du hast dagegen geklagt. Mit welcher Begründung ist Dein Antrag abgelehnt worden?

Der Asylantrag wurde hauptsächlich deswegen abgelehnt, weil gesagt wurde, dass ich nicht beweisen konnte, dass in dem Zeitraum, in dem ich im Irak war, Kriegsverbrechen begangen worden sind. Das war für mich total lächerlich, weil jeder zum Beispiel das „Collateral Murder“-Video gesehen hatte. Jeder wusste, dass die Apache-Hubschrauber für Dinge eingesetzt wurden, für die sie nicht gebaut worden sind, zumindest wurde uns das vom U.S. Militär damals erzählt. Apache-Hubschrauber werden normalerwiese als Unterstützung für die Infanterie eingesetzt, um schweres Gerät und schwere Waffen, wie Panzer, zu vernichten und um Bunker zu sprengen. Sie sind nicht dafür bestimmt, gegen unschuldige Leute eingesetzt zu werden, weil die Waffen eines Apache-Hubschraubers diese Menschen sofort zerfetzen, und das ist eindeutig Overkill.

Was also passierte, war, dass die deutsche Regierung nicht über die Legalität des gesamten Krieges gegen den Terror und speziell des Irakkrieges sprechen wollte. Also, wir haben schon darüber gesprochen, es wurde halt nur nicht bei der Entscheidungsfindung in Betracht gezogen. Sie benutzten stattdessen die Entscheidung, die die UN nach der Invasion getroffen hatte, in der der ganzen Sache ein legales Mandat verpasst worden ist. Das Ganze war völlig lächerlich, weil erst einmal Amerika internationales Recht und die U.S.-Verfassung bricht, indem es ein Land invadiert, das überhaupt keine Bedrohung für es ist, und dann entschließt sich die UN dazu, dieses Mandat hervorzubringen. Weil all das nicht mit berücksichtigt wurde, wurde der Asylantrag abgewiesen.

Es gab natürlich überhaupt keine Möglichkeit, dass ich die USA dazu bringen konnte, Informationen über ihren Luftkrieg herauszurücken, das sind hoch geschützte Geheiminformationen, und weil die deutsche Regierung auch nicht an diese Informationen kam, wurde gesagt, dass ich keine Beweise für diese Dinge, die passiert sind, hatte. Das war einer der Hauptgründe, der andere Hauptgrund war, dass sie kein Fehlverhalten der Vereinigten Staaten im Irak feststellen konnten, was ich auch absolut lächerlich finde. Ich hatte also keine andere Wahl, als Berufung einzulegen, nicht nur, weil ich Asyl erhalten möchte, sondern es geht auch um das Prinzip, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Deine Klage liegt nun beim Europäischen Gerichtshof, wie zuversichtlich ist denn Dein Anwalt, dass Du den Fall gewinnst?

Ich würde sagen, dass er sehr zuversichtlich ist, denn von der rechtlichen Seite sieht es sehr gut für uns aus. Es wurde bewiesen, dass Amerika mehrere Gesetze gebrochen hat, und jeder, der sich mit dem Fall befasst hat, weiß, dass alle meine Behauptungen einfach zu belegen sind, und dass ich kein einziges Mal gelogen habe. Jeder kann nachprüfen, dass ich beim Militär war, es ist bekannt, dass ich im Irak war, die Taten des U.S.-Militärs im und in der Gegend vom Irak sind auch belegt worden. Sie wissen, dass Amerika einen globalen Krieg gegen den Terror kämpft, sie wissen auch, dass Amerika internationales Gesetz und die U.S.-Verfassung gebrochen hat. Also, auf der rechtlichen Seite sind wir wirklich sehr zuversichtlich.

Wann erwartest Du ein finales Urteil?

Ein endgültiges Urteil? Das wird noch dauern. Denn innerhalb von zwei Wochen nach dem 11. November wird die Generalsekretärin des Europäischen Gerichtshofs ihre Empfehlung aussprechen, und dann wird der Europäische Gerichtshof irgendwann im Januar ein Urteil, basierend darauf, fällen. Danach wird mir das Urteil zugesendet, und dann wird die eigentliche Asyl-Anhörung in München erst beginnen.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass Dein Fall ist ein sehr spannender Präzedenzfall ist. Die Hilfsorganisation Military Council Network schätzt, dass Hunderte amerikanische Deserteure illegal im deutschen Untergrund leben. Glaubst Du, dass einige oder sogar viele Deinem Vorbild folgen werden, gesetzt den Fall, Du gewinnst das Verfahren?

Ich würde sagen, es würde der Klage natürlich helfen, wenn sich mehr Leute anschließen würden. Die Perspektive würde sich ändern und es wäre nicht nur ein Kerl, den die Medien als diesen einen verärgerten Typen gegen das Militär darstellen könnten. Wenn sich mehr Soldaten anschließen würden, könnte man sehen, dass es ein tatsächliches Problem gibt, dem man sich widmen muss. Das wäre ein wirklicher Bonus. Ich glaube, dass sich kein Soldat anschließt, weil sie erst sehen wollen, was letztendlich mit mir passiert. Wie Du schon gesagt hast, der Fall ist ein Präzedenzfall, so etwas ist vorher noch nie getan worden und es war wirklich schwierig, überhaupt so weit zu kommen, wie ich es jetzt bin. In ein völlig fremdes Land zu gehen, die Kultur und Sprache nicht zu kennen, sich ein komplett neues Leben aufbauen zu müssen und gleichzeitig gegen sein altes Land dafür zu kämpfen, dass man in dem Land bleiben darf, das ist eine wahnsinnige Herausforderung, und viele Leute werden das sozusagen als Beispiel dafür sehen, was man tun sollte oder was man besser nicht tun sollte. Ich hoffe, dass meine Taten andere Leute dazu inspirieren, das Richtige zu machen, und dass man auch die Vereinigten Staaten dazu bekommt, die Fehler in ihrer Richtung zu sehen und hoffentlich ihre Kriege zu beenden.

Es ist ziemlich ausgeschlossen, dass Du wieder in die Vereinigten Staaten zurückkehren kannst, ist das nicht sehr schwer?

Ja, es ist sehr schwierig, vor allem wegen meiner Familie, die dort lebt. Ich habe sie schon mehr als zehn Jahre nicht mehr gesehen, und seinen eigenen Geburtsort, in dem man aufgewachsen ist und an den man so viele Kindheitserinnerungen hat, nie mehr wiederzusehen, ist natürlich schmerzlich, aber auf der anderen Seite war es eine Entscheidung, die ich treffen musste und etwas, mit dem ich gelernt habe zu leben.

André, ich wünsche Dir weiterhin viel Glück und Erfolg. Eine letzte Frage noch: Wenn Du auf die Höhen und Tiefen und Dein Leben in Deutschland zurückblickst, würdest Du sagen, dass es das wert war?

Ja, das würde ich definitiv sagen, denn meine Handlungen haben mir vor allem ein reines Gewissen beschert. Wenn ich vor dieselbe Entscheidung gestellt würde, würde ich es sicherlich wieder so machen, denn es ist einfach das Richtige, und wie ich schon gesagt habe, hoffe ich, dass das einen Präzedenzfall schafft, mit dem Leute, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, den Mut finden, die richtige Wahl zu treffen.

Quelle: http://german.ruvr.ru/2014_10_27/Ich-fand-heraus-dass-die-Vereinigten-Staaten-die-gesamte-Welt-betrogen-haben-8264/

Gruß an die, die WIRKLICH Asyl benötigen

TA KI