Die Armutsmorde: Verbrechen gegen die Menschheit


Gepostet am 18. August 2015 von Carl Herman auf washingtonsblog.com; übersetzt von Plejade

„Die Wahrheit über die Existenz der Kabale und wie sie künstlich Armut erzeugte wird der Menschheit gezeigt werden.“


                         Cobra in seinem Post vom 26. Aug. 2015

„Verbrechen gegen die Menschheit“
Die Armutsmorde der 0.01%: Seit 1995 sterben über 400 Millionen Menschen infolge Armut, mehr als bei allen Kriegen seit Aufzeichnung der Geschichte

Diese “Verbrechen gegen die Menschheit” sind begangen worden als Teil einer weit-gestreuten oder systematischen Attacke, wissentlich und direkt gerichtet gegen Zivilbevölkerungen.
Sie schließen (gemäß dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC))  folgende Handlungen ein:

  • Mord
  • Vernichtung
  • Versklavung, …
  • das Verbrechen der Apartheid
  • andere unmenschliche Handlungen ähnlichen Charakters, die absichtlich großes Leid oder ernsthafte körperliche oder geistige Verletzungen hervorrufen

Von der UNICEF(1) (United Nations Childrens Fond), RESULTS(2) (Den Organisationen zur Beendung des Hungers), sowie Brot für die Welt(3) wird geschätzt, dass jedes Jahr 15 Millionen Menschen sterben aus vermeidbarer Armut. Darunter sind 11 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Jeffrey Sachs sagt, dass es insgesamt Todeszahlen nah an die 8 Millionen sind (4).

So oder so, Armut verursacht jedes Jahr mehr menschliche Zerstörung als man dies vom Holocaust beklagt. Insgesamt gesehen liegt die in den letzten 15 Jahren durch Armut hervorgerufene Todeszahl, zurückhaltend betrachtet, über der aus allen Kriegen, Revolutionen, Morden, Unfällen und Selbstmorden des 20. Jahrhunderts (5). Die durch Armut hervorgerufene Gesamttodeszahl der letzten 20 Jahre stellt alle obengenannten Todesursachen in der bekannten Menschheitsgeschichte in den Schatten – es sind etwa 400 Millionen (6).

Lassen wir das mal sickern:

Während unserer Lebenszeit haben menschliche Wesen anderen Menschen, meistens hilflosen Kindern unter 5 Jahren, die in Armut leben, vor unseren Augen „zugestanden“ einen langsamen, grausamen, schmerzlichen Tod zu sterben, und das ist zahlenmäßig mehr als die Tode, die verursacht wurden durch alle Katastrophen seit Beginn Aufzeichnungen in der Geschichte der Menschheit. Setzen wir diese Zahl einmal in eine Perspektive, wie ich sie meinen Studenten erkläre: seit ich 1978 meinen Hochschulabschluss machte hat vermeidbare Armut ungefähr 500 Millionen Menschen, also einer halben Milliarde, das Leben gekostet. Das ist soviel wie die gesamte Bevölkerung der Vereinigten Staaten plus fünfmal Kalifornien.

Armutstote

Ausschlaggebend um zu beweisen, dass diese Verbrechen gegen die Menschheit absichtliche Politik ist, ist Tatsache, dass es weiterhin „Industrienationen“ gibt, die seit 1969 (7) ihre Versprechen brechen, die Armut zu beenden. Seit 18 Jahren war ich ehrenamtlicher Leiter für Ergebnisermittlung und arbeitete zusammen mit Kongress- und Staatsoberhäuptern an Lösungen zur Beendigung der Armut, die technisch leicht und finanziell tragbar sind, sodass alle Gegenargumente ein Ende haben, egal, ob wissenschaftlich oder politisch betrachtet. Wir setzten uns ein für zwei UN-Gipfeltreffen der Staatsoberhäupter: 1990 den Weltkindergipfel (größtes Treffen von Staatsoberhäuptern in der Weltgeschichte) und 1997 den Mikrokredit-Gipfel (im Gespräch für den Friedensnobelpreis 2006). Alle Führer der “Industriestaaten” besuchten ihn, setzten für die Kameras ein Lächeln auf und kamen überein, die Armut zu beenden, ohne Zweifel, Gegenargumente oder Bedenken zu äußern. Die vollständige Dokumentation aller Fakten über Armut ist hier zu finden.

Hauptlösungsvorschläge:

  • Die Industriestaaten versprachen läppische 0,7 % ihrer Einnahmen zur Beendigung aller Aspekte, die die globale Armut verursachen. Die Vereinigten Staaten unterfinanzieren – das ist typisch für sie – dieses Versprechen mit etwa 400% (sie stellen gerade mal ¼ des Versprochenen zur Verfügung).
  • Die amerikanische Öffentlichkeit glaubt, sie gäbe 25% ihres Budgets für Auslandshilfe aus, ist aber nur gewillt, 10% zu geben (etwa $380 Mrd für 2015). Der derzeit investierte Betrag liegt bei ungefähr $30 Mrd pro Die Vereinigten Staaten geben über $600 Mrd. pro Jahr für Militär aus. Der Gesamtbetrag zur Beendigung von Armut ist etwa $100 Mrd – alle Gelder der Industriestaaten pro Jahr für zehn Jahre lang zusammengerechnet. Im Gegensatz zu der Politik, die man uns erzählt, verstecken die 0.01% Oligarchen “legal” 20 bis 30 Billionen in Offshore-Steueroasen in einer für sie zurechtgebastelten Casino-Wirtschaft, speziell entworfen für “Gipfelungleichheit” . Diese parasitischen Beutegelder der 0.01% sind zwanzig bis dreißig mal so hoch wie der Betrag, der nötig wäre, die globale Armut für immer zu beenden.
  • Die Beendigung der Armut reduziert die Bevölkerungswachstumsraten in jedem geschichtlichen Fall, reduziert Spannungen um Ressourcen und ist laut CIA der beste Weg, den globalen Terrorismus zu beenden.

Dies ist andauerndes Verbrechen gegen die Menschheit, denn es ist eine vorsätzlich geplante, systemische Attacke, welches die Versprechen von Weltgipfeln, die Armut zu beenden, zurück weist und sich stattdessen mit voller Absicht für diese Menschenmorde, Vernichtung und dieses große unmenschliche Leid, größtmögliche körperliche Schäden und schwerste mentale Schäden entscheidet. Folgende Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden unter den gewählten Strategien der 0.01%, die nicht nur keine Versprechen halten, sondern auch keine Gesetze, hervorgehoben:Lügenkriege

  • Ungesetzliche und auf Lügen aufgebaute Kriege
  • So genanntes „Geld”, was eigentlich den Armen auferlegte Schuld ist, anstatt zuzulassen, dass diese mit ihrem eigenen, schuldenfreien Geld sich etwas erschaffen können
  • Zerstörung nahezu aller Rechte wie sie gesetzlich garantiert in der Bill of Rights, Teil der Verfassung der Vereinigten Staaten
  • “Die Verbrechen werden verdeckt” durch Lügen im gesamten Medienbereich (corporate media).

Die Möglichkeit, aufgrund lügen-basierter, ungesetzlicher Kriege zu töten verstrickt die Welt in eskalierende und unbezahlbare Schulden. Dann können die Schuldbeladenen und Kriegsopfer nur noch zu Abermillionen sterben und die immer weiter gehenden Lügen durch die Offiziellen und die Medienunternehmen sind des Kaisers neue Kleider – offenkundige Verbrechen gegen die Menschheit.

Lest bitte den obigen Abschnitt noch einmal und prüft seinen objektiven und unabhängig nachweisbaren faktischen Hintergrund.

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wird geachtet für ihre erklärten unabdingbaren Rechte auf „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ für jedes menschliche Wesen. Die grausamste Verletzung dieser in Ehren gehaltenen Ideale ist die absichtliche, sadistische Politik, für die jeden Tag rund 20.000 Kinder ihr Leben lassen, aufgrund vermeidbarer Armutspolitik, während man sich in ungesetzlichen Kriegen engagiert, weiter verbrecherisch und betrügerisch Schuldenberge aufstapelt und es „Geld“ nennt und als das Gegenteil einer repräsentativen Regierung mit orwell’schem Beiwerk die Öffentlichkeit belügt.

Was ist die Lösung?

Ich verfechte weiter eine erprobte, offenkundige und legale Vorgehensweise:

  • Arrestierung der 0.01% “Führer” wegen offenkundiger Verbrechen, die sich zentrierten auf Krieg, Geld und Lügen (4-teilige Serie über Verhaftungen mit Videos) .
  • Wirksamer Einsatz der zurückgewonnenen Medien, fortdauernde Verhaftungen mit generösen Vereinbarungen im Strafprozess und Wahrheit & Versöhnung für Zeugnis/Bezeugung, Urkundenbeweis, Aussage, um das „Große Bild“ auf beste Weise zusammenzufügen als Vorbereitung auf eine strahlende Zukunft zum Erfolg aller Erdenbewohner.

Wir wissen ganz sicher, dass alle Lügen, Verbrechen und das immense Leid weitergehen werden, und zwar solange, bis diese 0.01% “Führer” unter Arrest sind.

Diese Arreste erfolgen:

  1. wegen einer wachsenden Notwendigkeit von Verhaftungen derjenigen von uns, die hinlänglich eingeweiht sind, dass die Beweisfakten für offenkundige Verbrechen vorliegen. Das ist so einfach, als wäre man die Person in der Geschichte „Des Kaisers neue Kleider“, die hinweist und das feststellt, was jeder der hinschaut sieht.
  2. zur Rechtsdurchsetzung und als Antworten des Militärs in Befolgung des von ihnen abgelegten Eides, die buchstäblich kriminellen 0.01% Psychopathen, die fortlaufend die für Nationen schlimmstmöglichen Verbrechen begehen, einsperren.

Keiner von uns hat die Macht, dies von sich aus zu tun. Aber alle von uns haben die Macht zum vollen, ehrlichen Selbstausdruck, sich nach Treu und Glauben zu bemühen.

 

Quellen:

(1) UNICEF. Lage der Kinder der Welt Bericht 2006: Ausgegrenzt und unsichtbar: http://www.unicef.org/sowc06/pdfs/sowc06_chap1.pdf

(2) RESULTS. Überleben der Kinder: https://web.archive.org/web/20080527011602/http://www.results.org/website/article.asp?id=241

(3) Brot für die Welt. Hunger Tatsachen: International: http://www.bread.org/learn/hungerbasics/hunger-facts-international.html .

(4) Das Millennium Projekt der Vereinten Nationen. Das Ende der Armut: http://www.unmillenniumproject.org/documents/TimeMagazineMar142005-TheEndofPovertysmall1.pdf

(5) Angenommene 15 Jahre Armutstote ergeben insgesamt 300 Millionen und 20 Jahre 400 Millionen (Armutstote sind während der vergangenen 20 Jahre zurückgegangen) verglichen mit den Schätzungen von Scaruffi, P.: „Wars and Genocides of the 20th Century“ http://www.scaruffi.com/politics/massacre.html   (einhergehend mit der relativ kleinen Anzahl von Morden, Unfällen und Selbstmorden) und von Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wars_and_disasters_by_death_toll .

(6) Eine sicher festgesetzte Einschätzung der Bevölkerungswachstumsrate des 20sten Jahrhunderts und eine Weltbevölkerung von ~1,6 Mrd. im Jahre 1900.

(7) OECD. Geschichte der 0.7% ODA Ziel: http://www.oecd.org/dac/aidstatistics/45539274.pdf . DAC Journal 2002, Bd 3 Nr 4, Seiten III-9 – III-11, revidiert Juni 2010. Millennium Projekt. Das 0.7% Ziel: ein detaillierter Einblick : http://www.unmillenniumproject.org/press/07.htm .

*****

Anmerkung des Autors, Carl Herman: Ich mache alle Tatsachenbehauptungen als staatlich geprüfter Lehrer (National Board Certified Teacher) der US-Regierung für Wirtschaft und Geschichte mit allen nicht widerlegbaren Tatsachenbehauptungen seit ich als einer der Lehrer für fortgeschrittene Makroökonomische Einstufung (Advanced Placement Macroeconomics) 2008 an die Tafel zu schreiben begann, öffentlich vor einer Zuhörerschaft diese Artikel vortrug, auch bei internationalen Konferenzen. Ich lade die Leser ein, ihre Bürgerstimmen einzubringen mit den stärksten und umfassendsten Fakten, die sehr wichtig sind, um eine strahlende Zukunft aufzubauen. Ich fordere Professionelle, Akademiker und Bürger heraus, ihre Stimme zu geben zum Wohle aller Erdenbewohner.

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Weitere Anmerkung: Examiner.com hat den öffentlichen Zugang zu meinen Artikeln (und jenen von anderen Whistleblowern) auf ihrer Seite blockiert, und ebenso sind auch einige Links meiner vorigen Arbeiten blockiert. Solltet ihr nach solchen Artikeln suchen wollen, so haben vielleicht andere Sites sie erneut veröffentlicht. Benutzt Wörter aus dem Titel des Artikels innerhalb des blockierten Links oder geht zu http://archive.org/web/, kopiert den verfallenen Link in die Box, klickt „browse history“, dann klickt auf die Screenshots von dieser Seite. Ich mache Updates, soweit es mir meine „Hobbyzeit“ erlaubt einschließlich meiner jüngsten Arbeit von 2009 bis 2011.

Quelle: http://transinformation.net/die-armutsmorde-verbrechen-gegen-die-menschheit/

Gruß an die Manipulatoren

TA KI

 

 

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„Jahrhundert-Katastrophe“


Flüchtlingskonferenz in Berlin: Solidaritätsappell an die Weltgemeinschaft

Italy Migrant Deaths

Eine Konferenz in Berlin soll Syrien-Flüchtlingen und jenen Länder helfen, die viele von ihnen aufgenommen haben. Die Kanzlerin fordert ein starkes Signal. Entwicklungsminister Müller spricht von einer Jahrhundert-Katastrophe.

Kanzlerin Angela Merkel hat die Flüchtlingskonferenz in Berlin zu umfangreicher Hilfe für die von den Flüchtlingsströmen aus dem Bürgerkriegsland Syrien betroffenen Nachbarstaaten aufgerufen. „Ich hoffe, dass von dieser Konferenz ein starkes Signal der Solidarität ausgeht“, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Tammam Salam in Berlin.

„Jahrhundert-Katastrophe“

Zuvor hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gesagt: „Wir haben es hier mit einer Jahrhundert-Katastrophe zu tun.“ Der CSU-Politiker sieht unter anderem die Europäische Union in der Pflicht. „Das Geld ist da – man muss nur neue Prioritäten setzen.“

Zu der Flüchtlingskonferenz werden Vertreter von 40 Staaten und Organisationen erwartet, um über den weiteren Umgang mit den Syrien-Flüchtlingen zu beraten. Millionen Syrer leben derzeit in provisorischen Unterkünften innerhalb ihres Landes oder in den unmittelbaren Nachbarstaaten. Betroffen sind neben dem Libanon vor allem Jordanien und die Türkei.

180.000 weitere Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen

Merkel sagte, der Libanon sei ein Land von vier Millionen Einwohnern, habe im Augenblick aber eine Million registrierte Flüchtlinge. „Von den nicht registrierten will ich gar nicht sprechen.“ In Deutschland könne man sich kaum vorstellen, was das für den Libanon bedeute. Deutschland sei aber solidarisch. Salam sagte, er sei dankbar für das deutsche Interesse und die Ausrichtung der Konferenz, die seinem Land zu Gute komme.

Eine Gruppe von mehr als 50 Nichtregierungsorganisationen forderte eine Verdoppelung der humanitären Unterstützung. In einem gemeinsamen Appell riefen sie die westlichen Staaten dazu auf, mindestens 180.000 weitere Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen.

„Wettlauf gegen die Zeit“

Durch den nahenden Winter wird ihre Situation zunehmend dramatisch. Viele Unterkünfte müssen dringend winterfest gemacht werden. Christian Schneider, der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, sprach von einem „Wettlauf gegen die Zeit“.

Entwicklungsminister Müller warnte: „Es wird gestorben werden, wenn nicht sofort und entschieden und entschlossen zusätzlich geholfen wird.“ Allerdings ist fraglich, ob bei der Konferenz am Dienstag konkrete finanzielle Zusagen gemacht werden.

Zehntausende Flüchtlingskinder haben keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen

Müller warb dafür, aus bestehenden EU-Töpfen kurzfristig eine Milliarde Euro bereitzustellen. Deutschland werde darüber hinaus gemeinsam mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zusätzliche Flüchtlingsunterkünfte im Nordirak errichten. In dem Land seien für den Winter 26 zusätzliche Camps notwendig, von denen aber erst 10 fertig seien. Nach Unicef-Angaben sind sieben Millionen Kinder und Jugendliche auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien und vor der Terrormiliz IS.

 Mathias Mogge vom Verband Entwicklungspolitik (VENRO) beklagte, das humanitäre System in der Region sei unterfinanziert und der Bedarf derzeit nur zu 47 Prozent gedeckt. Abeer Ziadeh von der Organisation Save the Children berichtete, Zehntausende Flüchtlingskinder hätten derzeit keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund warnte sie vor einer „verlorenen Generation“.
Gruß an die PO-litiker
TA KI

USA schicken wieder Soldaten in Irak


obimbo

Washington/Bagdad – Nach dem massiven Vormarsch der Terrormiliz Isis bereiten die USA im Eiltempo Militärschläge im Irak vor. Die ersten der 300 Soldaten sollen laut «New York Times» bereits in den nächsten Tagen im Irak eintreffen und mögliche Ziele für Luftangriffe gegen die Terrormiliz prüfen.

Die Islamisten verbreiten seit Anfang vergangener Woche Angst und Schrecken in dem arabischen Land und stellen Bilder von Massenexekutionen ins Internet. Sie haben dutzende Menschen, zumeist Ausländer, in ihrer Gewalt und könnten diese für Austauschaktionen oder als menschliche Schutzschilde missbrauchen.

Zweieinhalb Jahre nach dem Ende des Irakkrieges betonte US-Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit Top-Sicherheitsberatern im Weißen Haus am Donnerstagabend zugleich, es sollen keine Kampftruppen in den Irak zurückkehren. US-Kommentatoren zeigten sich am Freitag skeptisch: Auch der Vietnamkrieg hatte seinerzeit mit der Entsendung von Militärberatern begonnen.

Eine Schlüsselfigur im Irak-Konflikt ist der umstrittene Regierungschef Nuri al-Maliki, der zu Beginn des Islamistensturms hilflos wirkte. Erst unter dem Druck der sunnitischen Milizen nahm der Schiit Gespräche mit führenden Vertretern der Minderheit auf. Die Sunniten werden seit Jahren von allen wichtigen politischen Posten ferngehalten.

US-Außenminister John Kerry reist vermutlich schon an diesem Wochenende in die Region, um den Konflikt diplomatisch zu entschärfen. Obama sagte, die Bildung einer neuen Regierung wäre eine Chance, einen wirklichen Dialog zwischen den Kräften aller Iraker herzustellen.

Der US-Präsident nahm Al-Maliki in die Pflicht. Es sei entscheidend, ob das tiefe Misstrauen zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden und politischer Opportunismus überwunden werden könne, sagte er am Donnerstag. Auch der Iran könne hier konstruktiv mithelfen. Obama: «In diesem Moment steht das Schicksal des Iraks auf Messers Schneide.»

Die USA verstärkten massiv ihre Aufklärungsflüge über dem Irak. Allein am Donnerstag habe es über 30 bemannte und unbemannte Erkundungsflüge gegeben, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf namentlich nicht genannte Beamte. Auch F-18-Kampfjets seien darunter. Die Piloten seien von einem Flugzeugträger im Persischen Golf sowie von Stützpunkten in der Region gestartet.

Obama sagte laut CNN, Ziel sei es, einen Bürgerkrieg im Irak zu verhindern, der die ganze Region destabilisieren könnte. Auch dürfe kein Rückzugsgebiet für Extremisten entstehen, die von dort Anschläge auf die USA planen und umsetzen könnten. Der TV-Sender hatte zuvor gemeldet, bei den Militärberatern handele es sich um Eliteeinheiten, die für Einsätze unter härtesten Bedingungen ausgebildet seien, etwa die Navy Seals. Diese hatten im Mai 2011 Al-Kaida-Chef Osama bin Laden aufgespürt und getötet.

Der schiitische irakische Großajatollah Ali al-Sistani rief die «Iraker aller Glaubensrichtungen» erneut zum Kampf gegen Isis auf. Über seinen Vertreter, Ahmed al-Safi, ließ er in der Stadt Kerbela verkünden: «Isis ist eine böse Kraft. Wenn wir sie heute nicht besiegen, werden wir das morgen bereuen.» Iraks Regierung bereitete nach eigenen Angaben eine Offensive gegen Isis in den Städten Mossul und Tikrit vor. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben aus Bagdad sollen sich inzwischen zwei Millionen Iraker freiwillig zum Kampf gegen Isis bereiterklärt haben, die bis 60 Kilometer an die stark gesicherte Hauptstadt heranrückte. Nach den USA hat auch Australien zum Schutz seiner Botschaft in Bagdad Soldaten in den Irak geschickt. Das Auswärtige Amt teilte mit, es beobachte die Lage im Irak. Die Sicherheitsmaßnahmen für Botschaftsmitarbeiter in Bagdad würden entsprechend angepasst.

Für einen Militäreinsatz der USA gegen Isis wäre nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kein Mandat des Weltsicherheitsrates erforderlich. Die Lage im Irak verschlechtere sich täglich, sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung». Das russische Außenministerium betonte, mögliche Luftschläge auf Ziele im Irak seien nur mit einem Mandat des UN-Sicherheitsrats legitim.

Nach UN-Angaben ist die Lage Hunderttausender Flüchtlinge besorgniserregend. Bislang hätten etwa eine halbe Million Frauen, Kinder und Männer aus Furcht vor Übergriffen der Islamisten die zweitgrößte irakische Stadt Mossul verlassen, teilte das UN-Büro für die Koordinierung von Nothilfe (OCHA) mit. Zehntausende weitere Menschen seien aus den benachbarten Provinzen Dijala und Salaheddin geflohen. Die Kinderhilfsorganisation Unicef rief für den Irak die höchste internationale Alarmstufe aus. Ohne massive Hilfe drohe eine humanitäre Katastrophe.

CNN

Äußerungen von Obama

Analyse: Das Vorrücken der Isis, Foreign Policy

Human Rights Watch zur Lage im Irak

Analyse: Fatale Entwicklung im Irak, The Washington Institute

Analyse: Irak im historische Kontext, Middle East Institute

Analyse: Türkische Sorgen im Irak-Konflikt, Eurasianet

Interview: Ereignisse im Irak, Chatham House

Al-Sumaria News über geplante Offensive

Quelle: http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article129289458/USA-schicken-wieder-Soldaten-in-Irak.html

Gruß an das kriegstreiberische Gesindel

TA KI