Studie: Viele Schwangere haben Herbizide im Körper


Die massenhafte Anwendung von Herbiziden wie Glyphosat führt dazu, dass laut einer Studie 93 Prozent der Schwangeren nachweisbare Mengen dieser Chemikalien im Körper haben. Dies führt zu Frühgeburten und gesundheitlichen Schäden.

Von Marco Maier

Roundup ist ein bekannter Name in den Vereinigten Staaten, in Europa und auf der ganzen Welt. Seit einigen Jahren äußern sich Aktivisten und unabhängige Medien besorgt über den Hauptbestandteil dieses Herbizids: Glyphosat. Unzählige Studien haben es mit vielem verbunden, von der Zerstörung des Ökosystems des Bodens bis hin zur Ausrottung seiner Nährstoffe, zur Entstehung von Non-Hodgkin-Lymphomen und anderen Krankheiten.

Nun haben Forscher der Indiana University und der University of California in San Francisco die erste Geburtskohortenstudie dieser Art durchgeführt, an der 71 Frauen aus Zentral-Indiana teilnahmen. 93 Prozent der Teilnehmer hatten nachweisbare Glyphosatkonzentrationen im Urin – also insgesamt 66 dieser Frauen, so „Science Daily„. Das ist zwar nur eine kleine Studie, doch wie schon andere zuvor zeigten, liegt die Belastungsrate durch dieses Unkrautvernichtungsmittel in vielen Teilen der Welt sehr hoch.

Warum ist das ein Problem? Science Daily erklärt, dass diese Werte bei kürzeren Schwangerschaften signifikant korrelierten. „Es gibt immer mehr Belege dafür, dass bereits eine leichte Reduzierung der Schwangerschaftsdauer zu lebenslangen negativen Folgen führen kann“, bemerkte Shahid Parvez, der Hauptautor der Studie. Eine Vollzeitschwangerschaft ist definiert als 37 Wochen oder länger. Jedes Baby, das vor dieser Zeit geboren wurde, gilt als verfrüht, und diese Frühgeburtlichkeit ist mit schockierenden 33 Prozent aller Todesfälle bei Kindern in den Vereinigten Staaten verbunden.

Viele kleine Kämpfer, die solche Frühgeburten überleben, haben ernste, langfristige Gesundheitsprobleme und neurologische Entwicklungsprobleme. UpToDate berichtet, dass Frühgeburtlichkeit mit 45 Prozent der Kinder mit Zerebralparese, 35 Prozent der Sehbehinderten und 25 Prozent der Kinder mit Hör- oder kognitiven Beeinträchtigungen assoziiert wird.

Dies gilt nicht nur für Babys, die sehr früh geboren werden. Laut UK Healthcare erfahren selbst diejenigen, die zwischen der 34. und der 36. Schwangerschaftswoche geboren werden, häufiger soziale, emotionale und Verhaltensprobleme, Lernprobleme, ein höheres Risiko für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), oder an plötzlichem Kindstod (SIDS) sterben. Menschen, die zu früh geboren wurden, leiden häufiger an chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes. Daher ist das Vorhandensein einer Chemikalie, die bei fast allen Studienteilnehmern direkt mit einem erhöhten Frühgeburtsrisiko verbunden ist, Anlass zur Besorgnis.

„Obwohl unsere Studienkohorte klein und regional war und eine begrenzte ethnische oder ethnische Diversität aufwies, liefert sie einen direkten Hinweis auf die mütterliche Glyphosat-Exposition und eine signifikante Korrelation mit einer verkürzten Schwangerschaft“, sagte Parvez.

Zuerst dachten die Forscher, dass die Frauen das Glyphosat über ihre Wasserversorgung aufnehmen könnten, aber keines der getesteten Wasser enthielt Glyphosat. Es ist zwar erfreulich, dass der Wasserbehandlungsprozess so funktioniert, wie er sollte, aber das bedeutet, dass diese Frauen wahrscheinlich das Glyphosat über die genetisch veränderten Nahrungsmittel, die sie gegessen haben, eingenommen haben. Immerhin gehört die Chemikalie zu jenen die beim Anbau von Monsantos GMO-Pflanzen verwendet werden. Da höhere Glyphosatspiegel auch bei Frauen gefunden wurden, die mehr koffeinhaltige Getränke konsumierten, wurde festgestellt, dass diese Getränke eine weitere wahrscheinliche Quelle der Chemikalie waren.

Zugegeben, viele der Frauen, die an der Studie teilnahmen, kamen aus ländlichen Anbaugebieten, in denen Glyphosat verwendet wird. Leider bedeutet dies jedoch nicht, dass diejenigen, die in mehr städtischen Gebieten leben, aus dem Schneider sind. Unabhängige Forschung in einem von der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA zugelassenen Labor von Forschern im Auftrag von „Food Democracy Now!“ und dem „Detox-Projekt“ fanden heraus, dass Glyphosat in vielen der Lebensmittel die wir essen auf alarmierend hohem Niveau vorhanden ist – sogar sogenannten „Gesundheits“-Lebensmitteln.

In ihrer Executive-Studie haben die Zusammenfassenden Organisationsvertreter festgestellt: „Es ist wichtig für Einzelpersonen und Eltern zu verstehen, dass Glyphosat-Kontamination nicht durch waschen entfernt werden kann und nicht durch kochen oder backen abgebaut wird. Glyphosatrückstände können in Lebensmitteln ein Jahr oder länger stabil bleiben, selbst wenn die Lebensmittel eingefroren oder verarbeitet werden.“

Damit wird auch deutlich, dass wir nicht nur in Sachen gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln vorsichtig sein sollten, sondern generell darauf achten müssen, welche Art von Essen wir zu uns nehmen. Insbesondere Frauen die schwanger werden wollen oder schon sind, sollten hierbei Vorsicht walten lassen und wenn möglich auf biologisch hergestellte Lebensmittel setzen.

Quelle: https://www.contra-magazin.com/2018/04/studie-viele-schwangere-haben-herbizide-im-koerper/

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Schwerer Vorwurf: EU hat bei Glyphosat-Studie Krebsbefunde „übersehen“


Schwere Vorwürfe erhebt die Umweltorganisation Global 2000 gegen die Europäische Union wegen der Verlängerung der Zulassung für das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Sie bezieht sich auf einen Brief von Professor Christopher Portier, dem ehemaliger Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA und Berater der WHO-Krebsforschungsagentur IARC, an EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker. Portier kritisiert darin die EU-Kommission, weil in der EU-Studie zu Glyphosat acht bisher unberücksichtigte, aber signifikante Krebsbefunde von Ratten und Mäusen beinhaltet sind, die aber bei der Beurteilung nicht offengelegt worden seien.

Dadurch habe sich laut Portier aber die Zahl der statistisch signifikanten Krebsbefunde auf aktuell nicht weniger als 21 erhöht. Dies widerspreche den Aussagen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, die immer wieder darauf verwiesen habe, dass Originalstudien und die darin enthaltenen Rohdaten bei der Begutachtung verwendet worden seien.

Portier: Zwei Tumorstudien genügen für Nichtzulassung

Portier verweist darauf, dass gemäß EU-Pestizidverordnung bereits zwei positive Tumorstudien genügen würden, um die Grundlage für eine Nichtzulassung von Glyphosat zu bilden. Hier hakt der Global 2000-Experte Helmut Burtscher mit seiner Kritik ein:

Das Versagen des derzeitigen EU-Zulassungssystems für Pestizide, das auf den geheimen Studien der Pestizidhersteller und ihrer Vertragslabors basiert, wurde heute schonungslos offengelegt. Eine Zulassungserneuerung von Glyphosat noch im Laufe dieses Jahres, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde, sollte im Lichte dieser neuen Erkenntnissse hoffentlich vom Tisch sein.

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Die EU hat im Vorjahr trotz heftiger Proteste die Zulassung von Glyphosat bis Ende 2017 verlängert. Dann steht eine neuerliche Entscheidung an. Verschiedene Umweltschutzgruppe mobilisieren mit einer europäischen Bürgerinitiative dagegen. Aktuell haben knapp 800.000 Menschen unterschrieben. Um die EU-Kommission zur Befassung zu zwingen, sind eine Million Unterstützerungserklärungen nötig.

Quelle: https://www.unzensuriert.at/content/0024147-Schwerer-Vorwurf-EU-hat-bei-Glyphosat-Studie-Krebsbefunde-uebersehen

Gruß an die Erwachten

TA KI

Monsanto fordert: Glyphosat-Bewertung zurückziehen; Unkraut vergeht, der Mensch auch


giftsprüher

Monsanto hat die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgefordert, die Einstufung seines Kassenschlagers – dem Herbizid Glyphosat – als „wahrscheinlich krebserregend“ rückgängig zu machen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf einen Manager des Gentechnik-Konzerns. Der vollständige Text der Bewertung ist allerdings noch gar nicht veröffentlicht worden.

„Wir stellen die Qualität der Bewertung in Frage“, erklärte Philip Miller, der bei Monsanto für Produktzulassungen verantwortlich zeichnet, so die Nachrichtenagentur Reuters. Das IARC-Urteil sei unausgewogen und widerspreche den bisherigen Erkenntnissen.

Die Krebsforschungseinrichtung hatte Glyphosat, den Wirkstoff in Herbizidmischungen wie „Roundup“, nach einem Treffen internationaler Experten in Lyon in die zweithöchste Gefahrengruppe (2A: „wahrscheinlich krebserregend“) eingestuft. Zuvor, so teilte die WHO-Agentur mit, hätten die Wissenschaftler fast ein Jahr lang Studien gesichtet. Der vollständige Bericht ist noch nicht erschienen.

An dem Treffen in Lyon vom 3. bis 10. März nahmen laut IARC Forscher der Universitäten Bordeaux, Tarapaca (Chile), Curtin (Australien), Utrecht, Toronto, Mississippi State, Texas A&M, Alberta und Massey (Neuseeland) teil. Außerdem Experten staatlicher Einrichtungen wie dem National Cancer Institute, dem National Institute of the Environmental Health Sciences und der Environmental Protection Agency aus den USA; dem Gesundheitsdienst der italienischen Region Lazio und der Europäischen Chemikalienagentur mit Sitz in Helsinki.

Ein Monsanto-Mitarbeiter nahm als Beobachter teil, durfte laut Teilnehmerliste aber – wie auch alle anderen Beobachter – nicht an der Bewertung teilnehmen. Er musste sich verpflichten, die Mitglieder vor der Sitzung nicht anzusprechen und sie auch sonst nicht zu beeinflussen.

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt. Monsanto vertreibt es als „Roundup“. Seit der Patentschutz abgelaufen ist, gibt es aber weitere Marken anderer Hersteller. Ein Großteil der gentechnisch veränderten Pflanzen ist gegen das Spritzmittel immun. Auf den Gentech-Plantagen wird es massiv ausgebracht, um Unkräuter zu beseitigen – die sich mit der Zeit allerdings anpassen, so dass noch mehr gespritzt werden muss. Glyphosat wird aber auch in der konventionellen Landwirtschaft, auch in Deutschland, in Privatgärten, öffentlichen Grünanlagen und entlang Bahngleisen versprüht. [dh]

(…)

Quelle: http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/30511.html

Studie über Pflanzenschutzmittel

Unkraut vergeht, der Mensch auch

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat: Laut einer Studie ist es „wahrscheinlich krebserzeugend“.

Pflanzenschutzmittel

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das weltweit am meisten genutzte Unkrautvernichtungsmittel, Glyphosat, als „wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen“ eingestuft. Das ist die zweithöchste der fünf WHO-Kategorien für Krebsrisiken von Wirkstoffen. Dabei hatten deutsche Behörden erst kürzlich bekräftigt, dass von dem Pestizid keine Gesundheitsgefahr ausgehe.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO teilte nun aber in der Fachzeitschrift The Lancet mit, es gebe „begrenzte Nachweise an Menschen“ für das krebserzeugende Potenzial von Glyphosat. Drei Vergleichsstudien zwischen Personen mit und ohne Kontakt zu der Chemikalie in Kanada, Schweden und den USA hätten erhöhte Risiken für das Non-Hodgkin-Lymphom gezeigt, einer Gruppe von Krebserkrankungen.

Nicht nur als „begrenzt“, sondern sogar als „ausreichend“ schätzen die Experten die Belege dafür ein, dass die Chemikalie bei Mäusen und Ratten zu Tumoren führt. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte nach einer eigenen umfangreichen Auswertung von Studien zuletzt im Januar bestätigt, dass „keine Hinweise auf eine krebserzeugende“ Wirkung durch Glyphosat vorlägen. Bislang wurde erwartet, dass die EU die Zulassung für den Stoff in diesem Jahr verlängert – auch auf Grundlage des BfR-Berichts.

Umweltschützer hatten das Fazit des BfR von Anfang bezweifelt. Das Amt habe sich vor allem auf Studien gestützt, die von den Glyphosat-Herstellern in Auftrag gegeben worden seien, kritisiert etwa der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Es fehlten Untersuchungen, wie geringe, aber über einen langen Zeitraum aufgenommene Glyphosat-Dosen auf Menschen wirkten.

Sollte sich Glyphosat als krebserregend herausstellen, hätte das weitreichende Folgen. 92 der in Deutschland zugelassenen Pestizide enthalten den Wirkstoff – allen voran der Unkrautvernichter „RoundUp“ des US-Agrochemiekonzerns Monsanto. Die Substanz wird auch in privaten Gärten, öffentlichen Parkanlagen oder an Bahngleisen benutzt. Da Landwirte mit ihm auf dem Feld unerwünschte Pflanzen töten oder die Reifung von Getreide beschleunigen, werden geringe Mengen regelmäßig in Lebensmitteln gefunden. Besonders zugenommen hat der Glyphosat-Verbrauch weltweit, weil die meisten gentechnisch veränderten Pflanzen gegen den Stoff resistent sind.

Strengere Auflagen notwendig

Möglicherweise werden nun für alle diese Anwendungen wegen der WHO-Einstufung strengere Auflagen erlassen. Andreas Kortenkamp, Toxikologe an der Londoner Brunel University, sagte der Financial Times: „Die Behörden in der EU müssen nun prüfen, ob die aktuellen Maßnahmen reichen, um Verbraucher und Pestizidanwender vor Krebsrisiken zu schützen.“ Fraglich ist auch, ob die Zulassung von Glyphosat wie geplant verlängert werden kann.

Allerdings wies der europäische Zusammenschluss der Glyphosat-Hersteller die WHO-Einstufung zurück. Sie stehe im Widerspruch zu den Einschätzungen aller Zulassungsbehörden weltweit, erklärte die Glyphosate Task Force. Die WHO habe „lediglich eine Auswahl öffentlich zugänglicher Informationen“ geprüft. Die Ämter verfügten aber über mehr Untersuchungen. „Diese Studien liefern den eindeutigen Nachweis, dass Glyphosat kein genotoxisches oder karzinogenes Potenzial besitzt“, so die Chemieunternehmen.

Das BfR war am Wochenende nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Quelle: http://www.taz.de/Studie-ueber-Pflanzenschutzmittel/!156894/

Gruß an die, die Monsanto und Co. boykottieren

TA KI