Egon von Greyerz: Das größte Geheimnis dieses Jahrhunderts


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Von Egon von Greyerz

Für die meisten Investoren findet sich in ihrer Sichtweite nur eine einzige Wertanlagenklasse. Ob es professionelle Investoren oder Amateure sind, wenn sie über eine Investition nachdenken, dann werden Aktien stets ganz oben auf ihrer Liste stehen. Und wenn wir alle Schulden-Instrumente ausnehmen, dann sind die globalen Aktienmärkte zusammengenommen die größten Märkte der Welt – weltweite Aktienmärkte sind derzeit mit rund $ 80 Billionen kapitalisiert.

Seit der Schaffung der FED im Jahr 1913 war das Investieren ein “Stairway to Heaven“. Es gab jedoch auch einige Stolpersteine auf dem Weg. 1929 erreichte der DOW mit fast 400 Punkten seinen Höhepunkt, bevor er einbrach. Sein Tief erreichte der DOW im Juli 1932 mit 40 Punkten – ein Absturz von 90 %. Danach dauerte es 25 Jahre bis 1954, bevor der DOW wieder bei 400 stand.

Wie ich in vorhergehenden Artikeln aufgezeigt habe, besteht eine enge Verbindung zwischen dem Anstieg des Aktienmarktes und der Zunahme der Schulden. Seit Reagan beispielsweise im Jahr 1981 an die Macht kam sind die US-Schulden um das 22-fache und der DOW um das 20-fache gestiegen:

Jetzt kommen wir an den Punkt, an welchem wachsende Schulden und steigende Geldmengen absolut erforderlich sind, um den Aktienmarkt anzuheizen. Mit einem aktuellen Wert von 28.5 in der Shiller PE-Ratio [Verhältnis von Preisen zu Erträgen] befindet sich der Aktienmarkt im Blasen-Territorium und nähert sich dem überbewerteten Niveau von 1929. Aber wir sind bisher noch nicht im Bereich der Superblase des Jahres 2000 angekommen; theoretisch ist also noch Platz für diese Blase sogar noch größer zu werden.

Aber selbst wenn Aktienmärkte noch stärker überbewertet werden können, so befinden sie sich jetzt auf Niveaus, welche ein inakzeptables Risiko repräsentieren – besonders wenn wir uns anschauen, was ein Shiller-Index von 16,7 bedeutet. Bei diesem Wert ist der Markt um 70 % überbewertet. Dies bedingt einen sehr strengen Gewährleistungsausschuss (Käufer: Vorsicht!) für jeden Aktienmarkt-Investor.

Obwohl Aktien, Bonds und Immobilien allesamt ein sehr hohes Risiko darstellen, schauen sich nur wenige Investoren nach Gelegenheiten außerhalb dieser Märkte um. Und aus diesem Grund haben die meisten Investoren auch die Anlageklasse mit der besten Performance dieses Jahrhunderts übersehen – welche selbstverständlich die der Edelmetalle ist.

Die meisten Investoren sehen Gold nicht als Investment an. Gold wird als volatiler Rohstoff angesehen und taucht im durchschnittlichen Investment-Portfolio nicht auf. Weniger als 0,5 % der weltweiten Finanzanlagen sind heute in Gold investiert. Dieses extrem niedrige Niveau an Gold-Investitionen zeigt, dass nur sehr wenige Menschen Gold verstehen und noch weniger auf die Performance von Gold achten. Die meisten Investoren haben nicht die leiseste Ahnung davon, wie sich Gold in den 2000ern entwickelt hat. Wenn sie es wüssten, dann würden sie erkennen, dass sie das mit großem Abstand beste Investment der letzten 16 Jahre verpasst haben.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung von Gold in Dollars und Pfund, verglichen mit dem S&P und dem FTSE 100:

Diese kleine weiß-blaue Tabelle ist das Geheimnis dieses Jahrhunderts. Investoren in den USA hätten durch eine Investition in Gold $ 262.000 mehr verdient, als im S&P. Im Vereinigten Königreich hätte ein Investor £ 448.000 mehr durch Investitionen in Gold verdient, als im Aktienmarkt. Nur sehr wenige Briten realisieren, dass sie durch einen Goldkauf im Jahr 2.000 und durch schlichtes Liegenlassen das 5 ½-fache aus ihrem Geld gemacht hätten.

Traurig ist, dass weder die Briten noch die Amerikaner erkennen, dass sie in den kommenden fünf Jahren sogar noch mehr Geld mit Gold und Silber verdienen würden. Aber leider kauft eine durchschnittliche Person niemals ein ungeliebtes und unterbewertetes Investment. Es wird gewartet, bis der Preis substantiell gestiegen ist und die Schlagzeilen erreicht hat.

Oben habe ich aufgezeigt was in zwei wichtigen Aktienmärkten in diesem Jahrhundert in Bezug auf Gold passiert ist. Dies ist aber nur ein Beispiel. Das Muster und die ungeschlagene Leistung von Gold stimmt praktisch in allen Aktienmärkten der Welt überein.

Diese zunehmenden Erträge durch Investitionen in Gold sind das Geheimnis dieses Jahrhunderts. Nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz der Investoren sind sich dessen bewusst. Noch weniger Investoren ist klar, was in den kommenden paar Jahren passieren wird. Gold wird die Aktienmärkte weltweit weiterhin hinter sich lassen und zwar zu einem noch größeren Prozentsatz. Wie der folgende Chart zeigt, hat der DOW gegen Gold in diesem Jahrhundert massiv verloren:

Das ist aber nur der Anfang. Die derzeitige Korrektur nach oben bei der Gold/DOW-Ratio ist höchstwahrscheinlich beendet. Diese Korrektur ist jener Mitte der 1970er Jahre sehr ähnlich. Das nächste Ziel sollte Minus 1 sein, wo die Ratio 1980 stand. Ein Verhältnis von 1 zu 1 zwischen DOW und Gold könnte ein DOW von 10.000 Punkten und ein Goldpreis von $ 10.000 sein – oder mit einer Hyperinflation könnten beide bei 100.000 stehen. Auf welchem Niveau sie sich auch immer treffen, der DOW wird gegen Gold um mindestens 95 % gefallen sein. Nur sehr wenige können sich einen solchen Absturz heute vorstellen, aber das wäre nicht das erste Mal in der Geschichte.

Während die Aktienmärkte fallen und Gold steigt kann die wachsende Nachfrage nach physischem Gold unmöglich zu den aktuellen Preisen befriedigt werden. Die Länder der Seidenstraße, China, Indien, Russland und die Türkei, absorbieren derzeit praktisch die ganze jährliche Goldminenproduktion. Der folgende Chart zeigt die unstillbare Nachfrage nach Gold aus diesen Ländern. Seit 1995 haben sie insgesamt unglaubliche 31.000 Tonnen gekauft:

Die Beschleunigung der Nachfrage aus den Seidenstraßen-Ländern begann im Jahr 2008 während der großen Finanzkrise. Seitdem haben diese vier Länder insgesamt 21.000 Tonnen erworben. Das ergibt einen Durchschnitt von jährlich 2.600 Tonnen, was nur geringfügig weniger als die jährliche weltweite Minenproduktion ist. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass die chinesische Nachfrage in diesen Zahlen erheblich untertrieben sind. Die Nachfrage der Seidenstraßen-Länder wird wahrscheinlich weiterhin sehr hoch sein, trotz der derzeitigen politischen Probleme in Indien.

Sobald der Goldpreis zu steigen beginnt, wird die Nachfrage auch im Westen erheblich ansteigen. Das Dilemma ist, dass diese wachsende Nachfrage während einer Zeit fallender Goldminenproduktion stattfinden wird. Derzeit werden jährlich rund 3.000 Tonnen produziert, aber es wird erwartet, dass die Produktion bis 2025 auf 2.000 Tonnen zurückgeht.

Die offiziellen Inflationszahlen lagen in den meisten Ländern für lange Zeit zwischen 0 und 2 %. Natürlich ist die wahre Inflation bedeutend höher und dies umso mehr, wenn die Inflation bei den Wertanlagen einbezogen wird. Trotz erheblicher Zunahmen bei der Kredit- und Geldschöpfung ist die Inflation aber durch die Geldumlaufgeschwindigkeit niedrig geblieben. 2017 werden wir sehr wahrscheinlich einen Anstieg bei der Umlaufgeschwindigkeit erleben, was zu höherer Inflation und möglicherweise Hyperinflation in vielen Ländern führen wird.

Während die Inflation steigt wird die institutionelle Nachfrage nach Gold zunehmen, um so die Inflation zu decken. Das derzeit verfügbare Investment-Gold stellt rund 0,4 % der weltweiten Finanzanlagen dar. Eine Zunahme auf sagen wir 1,4 % würde Goldkäufe in Höhe von $ 5 Billionen bedeuten. Bei einer jährlichen Goldproduktion inklusive Bruchgold von rund 3.500 Tonnen in den kommenden 8 Jahren läge der Gegenwert dieser Produktion zu den derzeitigen Preisen bei nur $ 1 Billion. Es gäbe folglich ein Gesamtdefizit von $ 4 Billionen (zu den aktuellen Preisen) zwischen Angebot und Nachfrage.

Der einzige Weg, wie die wachsende Investment-Nachfrage befriedigt werden kann, sind höhere Preise – denn die Produktion kann nicht erhöht werden. Wenn eine Bank $ 1 Milliarde für Gold ausgeben will, bekommt sie dafür zu den aktuellen Preisen 25 Tonnen. Da aber nicht ausreichend Gold vorhanden ist, wird der aktuelle Preis in den kommenden 8 Jahren von derzeit $ 1.200 mindestens auf das Fünffache, also $ 6.000, steigen müssen, um die gewachsene Nachfrage zu befriedigen. Für ein Investment in Höhe von $ 1 Milliarde würde die Bank also nur 5 Tonnen erhalten, anstatt 25 Tonnen.

Zusätzlich zu der gewachsenen Investment-Nachfrage wird es eine noch größere Nachfrage von Seiten der Papiergold-Halter geben. Mit dem Anstieg des Goldpreises wird es zu einer Panik im Papiergoldmarkt kommen, da die Papiergold-Halter die Auslieferung fordern werden. Dies wird den Goldpreis wahrscheinlich deutlich über $ 10.000 in heutigem Geld treiben.

Es gibt viele fundamentale und technische Faktoren, welche auf einen Anstieg des Goldpreises im Jahr 2017 hindeuten. Einer davon ist mein guter Freund Ray Merriman, der führende Finanzprognostiker, welcher mit Zyklen und Astrologie arbeitet. Er sieht für 2017 einen stark steigenden Goldpreis und auch darüber hinaus bis mindestens 2020.

Für Investoren, welche physisches Gold und Silber besitzen, sollte 2017 also ein sehr interessantes Jahr werden. Und für alle anderen ist Gold zu $ 1.200 und Silber zu $ 17 ein absolutes Schnäppchen, verglichen mit den Preisen die wir in den nächsten paar Jahren erleben werden.

Der wichtigste Grund physisches Gold und Silber zu besitzen ist jedoch nicht die potenzielle Kapitalmehrung, sondern die Möglichkeit sich gegen ein bankrottes Finanzsystem abzusichern. Bedenken Sie, dass Gold uns Silber dabei außerhalb des Bankensystems gehalten werden müssen, denn sobald das Finanzsystem implodiert, wird es zu einem gigantischen Vakuum kommen, welches alles in seiner Reichweite mitreißt.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/01/egon-von-greyerz-das-groesste-geheimnis-dieses-jahrhunderts/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Egon von Greyerz: Globale Superblase vor der Implosion


Egon von Greyerz: Globale Superblase vor der Implosion

Von Egon von Greyerz

Egon von GreyerzNur wenige erkennen die kommenden Gelegenheiten in allen Anlagemärkten in den nächsten etwa fünf Jahren. Aktien, Bonds und Immobilien werden dann zu Bruchteilen ihrer derzeitigen Preise erhältlich sein.

In der vergangenen Woche sprach ich auf KWN von meiner Erwartung, dass Aktien und Immobilien möglicherweise um ganze 90 % einbrechen werden. Die Meisten werden dies für eine sensationalistische Spekulation und unmöglich halten, aber vergleichbare Abstürze haben sich in der Geschichte ereignet.

Zu keiner Zeit der Weltgeschichte gab es eine Kreditblase eines Ausmaßes, wie ihr die Welt heute gegenübersteht. Einzelne Länder haben Depressionen erlebt, welchen oft Hyperinflation folgte, aber niemals zuvor gab es in jedem einzelnen industrialisierten Land ein Jahrhundert exponentiellen Wachstums von Schulden, Anlagewerten und Inflation – was wahrscheinlich zu einem globalen Zusammenbruch führen wird.

Es ist natürlich unmöglich den Zeitpunkt eines 100-jährigen Superblasen-Zyklus zu benennen. Das Ganze läuft bereits viel länger, als viele von uns es für möglich gehalten haben. Aber Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken haben es geschafft, endlose Mengen an Geld ins System zu pumpen, um das Ponzi-Schema am Laufen zu halten.

Die Meisten verstehen nicht, was mit ihrem Geld geschieht. Sie glauben, dass ihr Dollar, Pfund oder Euro noch den selben Wert wie vor 10 oder 25 Jahren hat. Seit der Gründung der FED 1913 in den USA sind alle großen Währungen im Wert um 97 bis 99 % gefallen. Das bedeutet, dass die Ersparnisse um den selben Wert vernichtet worden sind.

Ersparnisse sind für das gesunde Wachstum einer Volkswirtschaft jedoch essentiell. Sie sind die Basis für Investitionen in Wachstum in allen Bereichen der Wirtschaft – ob es nun der Produktionsbereich, der Wohnungsbau oder die Infrastruktur ist. Für echtes Wachstum müssen Ersparnisse vorhanden sein.

Das von der Welt erfahrene Wachstum der letzten paar Jahrzehnte – besonders seit im Jahr 1971 die Golddeckung des US-Dollars aufgehoben wurde – basierte auf einer massiven Ausweitung der Schulden. Kreditschöpfung führt zu Währungsabwertung und in realen Werten wird praktisch keinerlei Wachstum erreicht. Deshalb steigen die Durchschnittseinkommen in vielen Ländern, wie in den USA oder in Großbritannien, für normale Arbeiter auch nicht.

Die globale Superblase wird implodieren

Die Welt wird sehr bald erleben, wie falsch und gefährlich das globale Wachstum gewesen ist, denn es beruht auf dem Fundament von Papiergeld. Dieses Fundament wird in den kommenden Jahren kollabieren und die Welt wird dann erkennen, dass alle Wertanlagen auf Blasenniveaus aufgeblasen wurden und den Großteil ihres Wertes verlieren werden.

Trump wird der Tradition seiner Vorgänger weiter folgen und die US-Schulden um mindestens 9 % im Jahr ausweiten, vermutlich aber erheblich mehr, denn er hat große Infrastrukturausgaben versprochen. Dazu kommt, dass er höchstwahrscheinlich mit einem großen wirtschaftlichen Abschwung in Verbindung mit Problemen im Finanzsystem zu tun bekommen wird. Dies wird sehr wahrscheinlich zu Geldschöpfung in astronomischen Größenordnungen und zu Hyperinflation führen.

Das Gemälde unten zeigte im Original Obama und Bernanke, welche die US-Schulden verdoppelt haben. Aber Trump und Yellen werden wahrscheinlich noch mehr schaffen und eine Flut von gedrucktem Geld hervorrufen. “Après Nous le Deluge“ (Nach uns die Sintflut) sagte Madame de Pompadour, die Geliebte von Ludwig dem XV. zu ihrem französischen König, nachdem sie eine Schlacht gegen die Preußen im Jahr 1757 verloren hatte. Der nachfolgende Verfall der französischen Wirtschaft endete in der französischen Revolution. Der kommende Verfall der US-Wirtschaft könnte leider zu einem ähnlichen Ergebnis führen.

Der Effekt implodierender Schulden und dazu massiver Geldschöpfung wird für die Wenigen, welche jetzt die richtigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Vermögen einleiten, eine im Leben einmalige Gelegenheit werden.

Wer heute in den USA oder in Europa ein Haus kauft, wird einen Preis dafür bezahlen, welchen er in realen Werten niemals wieder in seinem Leben erleben wird, auch wenn die nominalen Preise aufgrund der Hyperinflation sogar noch höher gehen könnten. Niemand sollte davon ausgehen, dass man seine Kredite mit hyperinflationärem Geld zurückzahlen können wird.

Es gibt eine Vielzahl von Risiken: viele werden ihre Arbeit verlieren und die Zinsen werden auf 15 bis 20 % steigen. Das größte Risiko wird aber die Wertsicherung von Krediten sein. Die Banken werden Kredite mit großer Sicherheit mit einem Prozentsatz der Inflation indizieren. Es wird wahrscheinlich Notfall-Gesetze geben, welche diese drakonische Maßnahme stützen wird.

Wenn wir uns also vor Augen führen, was in realem Geld gesehen – also in Gold – mit Immobilienpreisen passieren wird, dann sehen wir Konsequenzen, welche heute nur von wenigen erkannt werden. Ein durchschnittliches Haus in den USA kostet heute rund $ 265.000. Nicht dass man für $ 265.000 besonders viel bekommt, aber das ist der Durchschnitt. In Gold gemessen sind dies 7 Kilogramm oder 225 Unzen:

Wie ich in meinem Beitrag vergangene Woche detaillierter ausgeführt hatte, liegt meine Prognose für Gold in den kommenden Jahren bei mindestens $ 10.000 in heutigem Geld. Gemessen in hyperinflationiertem Geld wird es ein Vielfaches sein. Die durch Kredit und Schulden aufgeblasenen Immobilien wird dann kollabieren. Immobilienpreise werden um mindestens 75 % fallen, wahrscheinlich sogar um 90 %:

Ein Rückgang von 75 % für Immobilien ist sehr realistisch und wahrscheinlich das Minimum. Zu dem Zeitpunkt, mit Gold bei $ 10.000, wird ein Haus nicht mehr 7 kg oder 225 Unzen kosten, sondern 0,2 kg oder 7 Unzen. Gemessen in Gold wird der Preis dann um 97 % gefallen sein und das Haus nur 3 % dessen kosten, was es im Jahr 2016 gekostet hat. Das hört sich vollkommen unrealistisch an, aber dies ist die Erfahrung in Ländern unter hyperinflationärer Depression wie in der Weimarer Republik.

Lassen Sie uns auch einen Absturz der Immobilienpreise um 90 % betrachten. Noch unrealistischer, mögen manche behaupten. Aber man bedenke, dass ein durchschnittliches Haus im Jahr 1916 für weniger als 1 % dessen zu haben war, was es heute kostet: $ 2.000 damals, gegen $ 265.000 heute. Bei einem Kollaps der Schulden in Verbindung mit 15 bis 20 % Zinsen, hoher Arbeitslosigkeit und erheblicher wirtschaftlicher Einbrüche, könnte es ganz leicht zu einem 90 %igen Absturz kommen:

Für jemanden, der dieses Szenario für möglich hält – was natürlich nur sehr wenige sein werden -, wird sich die Möglichkeit ergeben, sagen wir im Jahr 2021 ein Haus für 1 % dessen zu erwerben, was es heute kosten würde, wenn er sein Geld in Gold anlegt. Es hört sich unrealistisch an, aber das Risiko besteht, dass heute ein Haus zu kaufen wahrscheinlich zu einer sehr kostspieligen und womöglich ruinösen Erfahrung führen wird.

Was sollte man also tun, wenn man bereits ein Haus besitzt? Sofern Sie ein Preisverfall um 90 % nicht beunruhigt, behalten Sie das Haus um darin zu leben, statt es als Investment zu betrachten. Wenn man dagegen Schulden auf dem Haus hat, welche zu deutlich höheren Zinsen nicht mehr von Ihnen bedient werden können, insbesondere, wenn Sie ihre Arbeit verlieren, dann wäre es besser das Haus jetzt zu verkaufen und dafür Gold zu kaufen. Miete ist in diesem Fall die deutlich bessere Option.

Großer Einbruch der globalen Märkte

Kurzfristig steht Gold unter Druck und könnte noch ein Stück weiter fallen. Es ist sogar möglich, dass man den Preis mittels des Papiermarktes auf das Tief von $ 1.050 vom Dezember 2015 drücken wird. Aber am 4. Dezember finden in Italien Wahlen statt, welche die globalen Märkte in Panik versetzen und einen dramatischen Impakt auf den Goldpreis haben könnten.

Am 13./14. Dezember findet darüber hinaus das sehr wichtige FED-Treffen statt. Die ganze Welt erwartet eine Anhebung der Zinsen in den USA, was zu einem deutlich gestiegenen Dollar geführt hat. Falls die FED die Märkte enttäuscht, wird es einen massiven Schock geben. Aber selbst wenn die FED tut was alle erwarten, so erwarte ich, dass der 14. Dezember der späteste Zeitpunkt ist, an dem sich viele Märkte drehen werden: Dollar runter, Aktien runter und Gold rauf.

Folglich sollten Gold-Investoren die Manipulationen des Papiergold-Preises einfach ignorieren. Es besteht weiter starke physische Nachfrage aus China und Russland. Wenn die Import-Beschränkungen in Indien aufrechterhalten werden, dann wird dies durch Schmuggel umgangen. Jedwede Einschränkung wird nur zu noch höheren Goldpreisen führen, was in Indien bereits geschieht.

Wie auch immer sich Gold kurzfristig bewegt, es wird in heutigem Geldwert mindestens $ 10.000 erreichen. Investoren müssen im Hinterkopf behalten, dass Gold jetzt die preiswerteste Absicherung ist, welche man sich gegen ein verfaultes Finanzsystem zulegen kann und es ist zu den derzeitigen Preisen ein Riesenschnäppchen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/11/egon-von-greyerz-globale-superblase-vor-der-implosion/

Gruß an die Weiterdenker

TA KI