Inseln, die ohne Erklärung von historischen Karten verschwanden!


 

Wie ist es möglich, dass Inseln von historischen Seekarten verschwinden können, als hätte sie nie existiert? Es gibt verschiedene Umstände, die eine Insel zu einer unerreichbaren Geisterinsel werden lässt. Von einfachen geologischen Veränderungen über Naturkatastrophen oder menschlichen Standortfehlern, bis zum Zugang zu anderen Dimensionsebenen und sogar Verschwörungstheorien. Heute schauen wir uns die erstaunlichsten historischen Fälle von sog. Phontom-Inseln an, die einmal existierten, die wir heute aber nicht mehr besuchen können.

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Gruß an die Sehenden
TA KI
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Aufgewacht? Nö. Verschwörungstheorien aufgesessen!


Mit Vergnügen verbreite ich hier einen Text des hochgeschätzten Steven Black.

Ich fasse zusammen, ich tue es salopp:

Was „Verschwörungstheoretiker“ sagen, sind tatsächlich Verschwörungstheorien, entbehren realer Grundlagen.

Neugierig auf deine Reaktion bin ich, guter Leser. Die Meinige setze ich unter Stevens Text.

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Achtung

Dieses heutige Gericht auf bb ist verd üppig, nicht in 20 Minuten zu schaffen. Nimm dir Zeit oder lass‘ es, bitte.

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geschrieben von Steven Black:

Es gibt heute so viele Menschen, die haben alles gelesen über “die Illuminati”, Rothschild, Rockefeller, Soros, die CIA, Freimaurer, Satanisten, etc; etc; etc. Angefangen von Fritz Springmeiers “Bloodlines of the Illuminati”, Robin de Ruiters “die satanischen Blutlinien”, “die Insider” von Gary Allen, John Coleman’s “Komitee der 300”, “Die neue Weltordnung” von Pat Robertson, “Behind a pale horse” von Milton William Cooper, “Wer regiert die Welt” von Des Griffin, “Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20 Jahrhundert” von Jan van Helsing aka Jan Udo Holey, die Bücher von David Icke und vieles mehr.

Und viele Leser dieser Werke denken von sich, sie hätten nun verstanden und wären aufgewacht und alle anderen wären dumpfe Schlafschafe.

Nein, du bist nicht aufgewacht, du hast nur viele Bücher und Artikel von Leuten gelesen, die dein Gehirn gefickt haben. Nicht ein einziger Gedanke über Illuminati, Rothschild, Satanisten und Co, ist je von dir selbst gekommen. Du hast einfach jemanden vertraut, weil das was gesagt wurde, in dein persönliches Weltbild passte und dir einen Feind präsentierte, auf den du deinen Bullshit projizieren konntest.

Keine Sorge, nicht nur du wurdest verarscht. Ich ebenfalls, ich habe auch eine ganze Menge von diesem Zeug inhaliert und geglaubt. Auch ich habe meinen persönlichen Mindfuck auf diese Art von Feindbildern projiziert. Dieser Beitrag ist meine persönliche Abrechnung damit. Es gab eine Zeit, da habe ich die Bücher von David Icke, Jan van Helsing und vielen anderen Autoren verschlungen. Und ich habe damals nicht verstanden, warum man beispielsweise Jan van Helsing vorgeworfen hat, er wäre ein rechtsradikaler Antisemit. Vor allem verstand ich es deswegen nicht, weil Jan Udo Holey sein Schreibstil durchwegs mit spirituellen Ansätzen verbunden war.

Oh, how little did I know about ..

In diesem Artikel werde ich einigen dieser Leute und ihren Büchern genauer auf den Zahn fühlen. Am Ende werden einige Zusammenhänge klar werden und du wirst feststellen, dass die alle voneinander mehr oder weniger abgeschrieben haben, das Zeug weiterpropagiert und einiges selbst hinzu erfunden hatten. Dazu kommt, dass all die angeblich spirituellen Ansätze, die es in einigen solcher Werke gibt, an ihrer Wurzel korrumpiert sind von rassistischen und menschenfeindlichen Ideen, die sich im letzten Jahrtausend ansammelten und bis heute in den Köpfen der Menschen überlebten. Die Namen und Darsteller ändern sich manchmal, je nach Autor, aber die Wurzel ist immer dieselbe …

Now, let’s take a ride ..

Die Illuminati

Der Ursprung des Illuminati Begriffes geht zurück auf den Illuminatenorden, gegründet am 1. Mai 1776, von dem Kirchenlehrer Adam Weishaupt. Deren Zielsetzung war es, die Herrschaft von Menschen über Menschen abzuschaffen und eine grundsätzliche Verbesserung der Welt. Für die damalige Zeit kann man sie eine fortschrittlich denkende Gruppe nennen und der Aufklärung verschrieben. Obwohl der Illuminatenorden grade einmal 10 Jahre Lebensfähig und 1785 bereits verboten wurde, beflügelten sie weiterhin die Phantasie der Menschen.

Zahlreiche Theorien ranken sich bis heute um die fortsetzende Existenz dieser Gesellschaft und ihre angeblichen geheimen Tätigkeiten, wie etwa Initiator der Französischen Revolution gewesen zu sein, ihrem heroischen Kampf gegen die katholische Kirche, die USA sei durch sie entstanden und last but not least, natürlich ihr Streben nach der Weltherrschaft.

Es war der französische Priester Jacques François Lefranc, der erster in seinem Buch “Le voile levé pour les curieux ou les secrets de la Révolution révéles à l’aide de la franc-Maçonnerie” (übersetzt etwa: „Der Schleier gelüftet für die Neugierigen, oder die aufgedeckten Geheimnisse der Revolution über die Hilfe der Freimaurerei“) den Verdacht äußerte, die Illuminaten stünden hinter der Französischen Revolution.

Der französische Jesuit Augustin Barruel verbreitete diese Theorie weiter und erklärte in seinen 4 Bänden “Mémoires pour servir à l’histoire du Jacobinisme” (Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Jakobinismus), das die Französische Revolution als ein einziges, gigantisch durchtriebenes Unternehmen der Illuminati gewesen wäre.

Barruel bezeichnete sie als Anarchisten und Satanisten, welche für die Revolution direkt verantwortlich seien. Die “Denkwürdigkeiten” wurden eines der meistverkauften Bücher der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts und waren ein Ausdruck zutiefst königstreuen Denkens, urbiblischen Fundamentalismus und eines Weltbildes, in dem Demokratie mit Gottlosigkeit gleichgesetzt wurde.

Sowohl Jacques François Lefranc als auch Augustin Barruel machten keinen Unterschied zwischen Freimaurern und Illuminaten. Die Illuminaten übernahmen zwar teilweise freimaurerische Strukturen wie die Loge und ein Gradsystem, da Weishaupt ursprünglich Mitglied bei den Freimaurern war – aber sie gehörten nicht zu den Freimaurern. Abgesehen davon, waren die Ziele der Illuminaten sehr konkret politisch ausgerichtet und sie waren per se eine verborgene, geheime Loge. Die Freimaurer sind weder geheim, noch sind bei ihnen politische Ambitionen zu finden.

Jacques François Lefranc und Augustin Barruel waren beide komplett unfähig, die Ursachen der französischen Revolution auf die offensichtlichen Tatsachen zurückzuführen, die in der hohen Staatsverschuldung und drohendem Bankrott lag. Es gab eine massive Verarmung der Gesellschaft, während es dem König, dem Adel und den Kirchenleuten prächtig ging. Die Menschen hungerten, hatten politisch kein Mitspracherecht und wurden ausgebeutet. Da beide Autoren zudem auch Priester waren, kann man verstehen, dass ihnen die Stimmungsveränderung und der Volkszorn nicht gefiel. Sie gehörten immerhin zu den Privilegierten und damit zu den Verlierern der Revolution. Da braucht man natürlich Sündenböcke ..

Augustin Barruels “Denkwürdigkeiten” wurde in mehreren Sprachen übersetzt und sollten 1798, in der jungen USA eine regelrechte Illuminaten-Hysterie auslösen, wobei Thomas Jefferson von Klerikerkreisen bezichtigt wurde, ein Agent der “Illuminaten” zu sein und zu beabsichtigen, Präsident John Adams und das gesamte Christentum in den USA stürzen zu wollen. Und das, obwohl es die Illuminaten schon nicht mehr gab.

Erst mit dem aufkommen der berüchtigten “Protokolle der Weisen von Zion”, wurde aus der Weltverschwörung der Illuminaten, eine moderne Verschwörung des Weltjudentums. Und natürlich waren alle Anführer der Illuminaten JOOOOOUDN!

(Das Problem ist nur, der Illuminatenorden von Weishaupt war eindeutig Antijüdisch eingestellt). Projüdisch zu sein gab ihre Zeit einfach nicht her.

Lange vor “den Protokollen” gab es aber historische Vorläufer der Idee, die Juden wären an allem Schuld. Und rate mal, wer sich dabei besonders hervortat? Richtig, die katholische Amtskirche. Als Jude hatte man nirgends viel zu lachen. Durch das gesamte Mittelalter hindurch kam es immer wieder zu Wellen von antijüdischer Propaganda, die stets von Mitgliedern des Klerus aus erfolgte. Es war stets dasselbe Strickmuster und es war anscheinend überhaupt nicht schwierig, religiös induzierten Hass auf Andersgläubige zu entfachen. Wo immer es ein Problem oder eine Krise gab, wurden die Schuldigen sofort in der religiösen Minderheit der Juden gefunden – die ja “unseren Herrn ermordet hatten”. Die Juden wurden immer als die angeblichen Verursacher, aller möglichen negativen Fehlentwicklungen und menschengemachter Katastrophen etikettiert. Sie galten als „Feinde der Menschheit“, “Gottesmörder“, „Brunnenvergifter“, „Ritualmörder“, „Wucherer“ und „Parasiten“.

Um 1096 wollten die Kreuzfahrer sich vor dem Aufbruch nach Jerusalem zunächst der „Ungläubigen“ im eigenen Land entledigen. Auf ihrem Weg ins Heilige Land mordeten und plünderten sie jüdische Stadtvierteln und Dörfer und stellte die Juden wurden vor die Wahl „Taufe oder Tod“. Diejenigen Juden, die nicht zum Christentum konvertieren wollten, wurden von den Kreuzfahrern einfach erschlagen.

Adolf Hitler war auch nicht der erste, der die Idee hatte, dass sich Juden in der Öffentlichkeit durch bestimmte Farben und Kleidung kenntlich zu machen hätten. Papst Innozenz III. forderte auf dem 4. Laterankonzil 1215, Maßnahmen und Regeln, die bereits im arabischen Kodex Omar standen und er verankerte antijüdische Gesetze im kanonischen Recht der katholischen Kirche. Der Kodex Omar ist ein muslimisches Regelwerk vom Jahre 580 bis 644, welches das Verhältnis der Muslime mit “Ungläubigen” innerhalb ihres Herrscherbereichs definieren sollte. Also Christen und Juden. Sie durften weder politische Ämter haben, duften keine Pferde reiten, keine Gotteshäuser bauen und religiöse Feiern abhalten.

Christen mussten als Erkennungszeichen dunkelblaue Flicken an ihren Ärmeln tragen und Juden mussten gelbe Flicken tragen. So konnte man sie sofort von anderen Einwohnern unterscheiden. Papst Innozenz III stach besonders das Ärgernis ins Auge, dass Christen und Juden sexuelle Kontakte miteinander hatten. Ja, schlimm, er befand also, derlei sexuelle Kontakte seien eine Verleugnung des christlichen Glaubens und so forderte er herbe Strafen dafür.

  • Am 6. Juni 1391 stürmte der von der katholischen Kanzel aufgeputschte Pöbel das jüdische Viertel Sevillas. Seine Bewohner wurden teilweise massakriert, als Sklaven verkauft oder wenn sie “Glück hatten” der Zwangstaufe unterzogen.
  • Während der großen Pestpandemie 1347–1353, gab man den Judengemeinden Europas die Schuld dafür und man behauptete, sie hätten die Brunnen vergiftet, um die Ausrottung der Christen herbeizuführen. Dies löste eine schwere Pogromwelle in ganz Europa, mit hunderttausenden jüdischen Opfern aus.
  • Im Heiligen Römischen Reich wurden die Juden im 15. Jahrhundert aus den meisten Reichsstädten und den landesherrlichen Territorien im Osten des alten Reiches vertrieben. In der den Juden feindlichen, durch das Christentum geprägten Gesellschaft wuchs der religiöse Hass gegen die Andersgläubigen, die eng verbunden mit der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit des Römischen Reiches. Im Zusammenwirken führten religiöse, sozialpsychologische, politische und wirtschaftliche Dynamiken, immer öfter zu antijüdischen Aktionen. Die Folge waren Judenvertreibungen und Pogrome, die erst in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts endeten.

Als sich Napoléon Bonaparte 1791 für die Religionsfreiheit der Juden, auch in allen von Frankreich besetzten Gebieten einsetzte, flammten die jüdischen Ressentiments wieder auf, welche speziell von den Gegnern der französischen Revolution kamen (Adel und Klerus). Man sah die Juden sofort als die Drahtzieher des sozialen Umbruchs. Der Priester und der Jesuit, die beiden Autoren – weiter oben erwähnt, Jacques François Lefranc als auch Augustin Barruel, trugen mit ihren Büchern dazu bei, um diese Idee weit zu verbreiten. Hatten die Juden etwa nicht massiv von der Revolution profitiert? Bekamen sie etwa nicht die vollen Staatsbürgerrechte? Gab es etwa nicht immer Probleme „mit denen“?

Die französische Revolution war ein dermaßen enormer Umbruch in alle möglichen Richtungen, sozial, politisch und wirtschaftlich, die letztlich in einer offiziellen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Code zivil) mündeten – die für ALLE gelten sollten. Das war damals wahrlich revolutionär. Die Menschen hatten es satt vom Adel und Klerus ausgebeutet und unterdrückt zu werden und so kam es zu einem tiefgreifenden Wandel im menschlichen Bewusstsein. Die religiösen Trottel, uneinsichtig und verbohrt bis zuletzt, wussten sich das nicht besser zu erklären als mit “die Joooooudn warn’s”.

@Wikipedia

Die heutige und in Europa modern gewordene Theorie, das Weltjudentum, die Freimaurerei und die Illuminaten (oder wären überhaupt identisch) hätten sich gegen die Menschheit verschworen, ist teilweise auf die britische Faschistin Nesta Helen Webster zurückzuführen. In ihren Büchern “Secret societies and subversive movements” (1921),“The French Revolution: A Study in Democracy” 1923), “The Surrender of an Empire”, “The Need for Fascism in Great Britain”, “The Origin and Progress of the World Revolution, Germany and England”, malte sie das bequeme und einfache Bild einer monumentalen Verschwörung gegen die Menschheit.

An deren Wurzel die Juden (welche sie schlicht als “den Antichristen” bezeichnete) stünden, die gemeinsam mit Gnostikern, Drusen, Freidenkern oder/und Sozialisten, eine einzige satanistische und damit antichristliche Verschwörung verfolgten. Die einzige Rettung sei durch das hehre, arische und faschistische Ideal zu finden. Sie identifizierte in ihrem Wahn all die unterschiedlichen Strömungen und Gruppen als Freimaurer und Illuminaten, da sie dem “dreifaltigen Christentum widersprechen würden”.

Yeah, right ..

Auf diese Weise erklärte sie sich die französische Revolution, die Oktoberrevolution in Russland, die Radikalisierung von Arbeiterbewegungen westlicher Länder und nicht zuletzt das Entstehen supranationaler Organisationen, wie den Völkerbund. Die Quellen der Nesta Helen Webster, die sie als Beweise für ihre Theorien heranzog, waren die Machwerke von Augustin Barruels “Denkwürdigkeiten” und die gefälschten “Protokolle der Weisen von Zion”. Siehste, wussten wir es doch – de Joooooudn warn’s.

Auch Adolf Hitler hatte in “Mein Kampf”, “die Protokolle” als Beweis für den schlechten Volkseinfluss und Charakter verwendet, welchen die Juden angeblich hätten. Er nutzte “die Protokolle” zur Dämonisierung der Juden, um den Deutschen ein Hassobjekt zu geben, worauf sie ihre Aggressionen und Minderwertigkeitsgefühle richten konnten. Er bezeichnete die Juden als Betrüger, Mörder, Vergewaltiger und entmenschlichte sie, indem sie mit Tiervergleichen assoziiert wurden, wie Parasiten, Wanzen, Spulwürmer und sie mit Ungeziefer gleichsetzte. Nur das arische Ideal besaß Wert, alles andere waren Untermenschen, geistig und sittlich völlig verkommen.

Die Protokolle der Weisen von Zion

Es gibt sehr viele, sehr widersprüchliche Versionen, was den Ursprung “der Protokolle” betrifft. Die meisten davon kannst du in der Pfeife rauchen. Allgemein gesagt, handelt es sich bei den „Protokollen der Weisen von Zion“, um eine Zusammenfassung einer angeblichen geheimen Versammlung der „jüdischen Weltregierung“, die 1897 anlässlich der ersten Zionistenkongresse in Basel, ihre Pläne für die Übernahme der Weltmacht besprochen hätten. Oberstes Ziel sei eine künstliche Verknappung der Weltfinanzen und die Auslösung von absichtlichen Wirtschaftskrisen, bis – tada, alles Geld in den Händen weniger Juden sei.

Gesichert ist jedoch die Tatsache, dass die Textpassagen “der Protokolle”, bis auf einige Hinzufügungen, auf mehrere unterschiedliche Werke zurückzuführen sind, die man einfach zusammenkopierte und daraus “die Protokolle schusterte. Ein großer Teil “der Protokolle” sind einer Satire von Maurice Joly (“Dialog in der Unterwelt”, 1864) entnommen, die als Kritik gegen Napoléon III. gerichtet war. Man kann dies deswegen nicht leugnen, weil große Textpassagen wortwörtlich in “die Protokolle” übernommen wurden. Die Satire stellte einen fiktiven politischen Dialog, zwischen Machiavelli und Montesquieu dar, wobei Montesquieu liberale, demokratische Prinzipien vertreten sollte, Machiavelli hingegen die zynischen Ansichten eines Despoten.

Die Aussagen Machiavellis und Montesquieus, wurden den namenlosen Teilnehmern an dem Treffen zugeschrieben. Maurice Joly war ein Freigeist, dessen Intention zum schreiben des Buches eine aufklärerische Absicht zugrunde lag. Wie er 1870, in seiner “Rechenschaft im Kerker” selber schrieb: “Machiavelli als Verkörperung der Gewaltpolitik neben Montesquieu, der die Politik des Rechts vertritt und Machiavelli sollte Napoleon III. sein, der höchstpersönlich seine abscheuliche Politik darstellen würde”.

Eine weitere Quelle war das 1868 erschienene Buch “Biarritz” von Hermann Goedsche, welches dieser unter dem Pseudonym “John Retcliffe” herausgegeben hatte. Goedsche war ein Agent Provocateur für die preußische Geheimpolizei. Er fälschte Briefe, die dann als Beweise gegen demokratisch eingestellte Menschen benutzt wurden. In „Biarritz“ gab es ein Kapitel „Auf dem Judenkirchhof in Prag“, darin wurde geschildert wie die Vertreter der Zwölf Stämme Israels bei einer ihrer jährlichen Zusammenkünfte auf dem jüdischen Friedhof in Prag über ihre Fortschritte zur Errichtung der Weltherrschaft diskutierten.

Zu den Methoden, dieses Ziel zu erreichen, zählten sodann der Erwerb von Grundbesitz, die Umwandlung von Handwerkern in Industriearbeiter, die Infiltration in hohe Staatsämter, die Beherrschung der Presse, usw. In “der Rede des Rabbiners” von “Biarritz”, drückte der Vorsitzende den Wunsch aus, in 100 Jahren die Könige der Welt zu sein.

Eine erste, sehr rudimentäre Version “der Protokolle” erschein 1903, in der Petersburger Zeitung SNAMJA (das Banner). Herausgeber war der militante Judenhasser Chruschtschewan, der kurz vor der Erstveröffentlichung in Bessarabien, ein antisemitisches Pogrom anstiftete. Er berief sich bei der Veröffentlichung auf die Übersetzung eines französischen Dokumentes mit dem Titel “Sitzungsberichte des Weltbundes der Freimaurer und Weisen von Zion”.

Eine spätere Version stammte von dem Autor G. Butmy, der zusammen mit Chruschtschewan an der Gründung der “Union des russischen Volkes” beteiligt war, einer Vereinigung von Kriminellen und Rechtsextremisten, die Pogrome und Attentate ausführten, die später als “schwarze Hundertschaften” bekannt wurden. G. Butmy veröffentlichte noch weitere Versionen “der Protokolle”, in dem Buch “die Feinde der menschliche Rasse”.

Den wirklichen Durchbruch allerdings, die mediale Aufmerksamkeit und internationale Verbreitung dieses “Super Mindfucks für Dummys”, gelang erst durch Professor Sergei Alexandrowitsch Nilus. Nilus wird in Umberto Ecos Roman, “das Foucaultsche Pendel” als eine Art Endzeitprediger beschrieben, dessen fixe Idee “der Antichrist” ist. In Nilus seinem Buch (3. Ausgabe)“Das Große im Kleinen- der Antichrist als nahe politische Möglichkeit”, (1905) waren die Protokolle in ihrer derzeitigen Form, im Anhang des Buches eingefügt. Nilus war ein Typ, der nahezu überall den Antichristen am Werk sah. In Demokratiebestrebungen, im Individualismus, in der Wissenschaft und in Religion natürlich.

Die Protokolle trafen den Nerv der Zeit, wo vieles unstabil und unsicher war. Sie dienten als einfache Erklärung für diverse Dynamiken und auch Rechtfertigung, um die Juden in Russland zu brandmarken. Selbst Zar Nikolaus II war von “den Protokollen” beeindruckt, dennoch veranlasste er seinen Innenminister, “die Protokolle” und ihren Ursprung genau zu untersuchen. Bereits damals wurden sie als Fälschung enttarnt. Und was passierte? Dasselbe wie heute bei den Fakenews, wenn du jemandem nachweist, dass es Bullshit ist:

Es gibt eine Überlieferung dazu, was Zar Nicholaus II sagte, als sein Innenminister ihm erklärte, dass es eine Fälschung sei:

“Lasst die Protokolle fallen. Eine reine Sache darf man nicht mit schmutzigen Methoden verteidigen.”

He has just given a fuck about the truth!

Soweit man heute weiß, wurden “die Protokolle” von der damaligen, russischen Geheimpolizei des Zaren, der Ochrana (Oberbegriff für die verschiedenen Geheimdienste), genauer gesagt ihrer französischen Auslandsabteilung fabriziert und die verschiedenen, unterschiedlichen Texte auf eine Weise zusammengebastelt, damit ihr Kontext an die damalige Zeit angepasst war und ergänzten diese mit eigenen Geschichten. Speziell Pjotr Iwanowitsch Ratschkowski (1853–1910), Leiter der Abteilung für Auslandsfragen in Paris und sein Assistent Matwei Golowinski (1865–1920) stehen im Verdacht, die Protokolle verfasst zu haben, um damit Zar Nikolaus II. von der Schädlichkeit des Liberalismus zu überzeugen.

Ganz gesichert ist das mit der Ochrana allerdings nicht, dazu müsste man die Urheber eindeutig identifizieren können, was sich im nachhinein und nach all dieser Zeit schwierig gestaltet.

Die bisher wahrscheinlich vollständigste Aufarbeitung, die Vor- und Entstehungsgeschichte “der Protokolle” von 1855 bis 1900, hat Umberto Eco in seinem Roman, “Der Friedhof in Prag” gemacht.

Nachdem die Protokolle nach Amerika überschwappten, begannen sie eine Eigendynamik zu entwickeln und durchreisten quasi die ganze Welt. 1920 verbreitete der Automobilhersteller Henry Ford, in den USA “die Protokolle”. Zunächst in seiner Zeitung, in der bereits vorher mehrere Beiträge gegen Juden gerichtet waren. Zuerst veröffentlichte er “die Protokolle” als eine Serie von Artikeln, später als Buch (“der internationale Jude”). Adolf Hitler war deswegen ausgesprochen begeistert.

“In Hitlers Büro der NSDAP-Parteizentrale in München hing ein großes Porträt von Ford. Auf die Frage derDetroit News, was der amerikanische Industrielle für ihn bedeute, sagte Hitler 1931: „Ich betrachte Henry Ford als meine Inspiration”.

All das bisher gesagte ist der Kontext, wie es zu heutigen, sehr weit verbreiteten Ansicht kam, die Juden seien auf die Weltherrschaft aus. Heute ist die Legende von der jüdischen Weltverschwörung noch immer eine willkommene Munition für die Hamas und die Hisbollah, im Kampf gegen Israel. In den Palästinensischen Autonomiegebieten gehören “die Protokolle“ zum Unterrichtsprogramm. Das Gleiche gilt für christliche Fundamentalisten in Osteuropa, die mit dem Kommunismus abrechnen oder Amerikafeinde in Japan, die den Kapitalismus erklären wollen – sie alle benutzen das dämonische Bild von den Juden, die nach der Weltherrschaft streben.

Sowohl das politisch extrem Links, wie extrem Rechts stehende Lager benutzt die Protokolle, um sich gesellschaftliche Veränderungen und aktuelle Probleme zu erklären. Einfach gemalte Schwarz-Weiß Bilder, dort die armen unschuldigen Menschen und am anderen Ende die bösen Tyrannen, müssen als Erklärung für komplexe Themenbereiche und gesellschaftliche Dynamiken herhalten.

Fritz Springmeier

Springmeier war ein evangelischer Jesusjünger und überzeugter Anhänger der Überlegenheit der weißen Rasse, der zeitweise mit den Zeugen Jehovas flirtete. Sein ursprünglicher Name war Victor Earl Schoof, den er allerdings ganz legal in Fritz Springmeier änderte. Seine erste Ehe wurde geschieden, nachdem seine Frau ihn des Kindesmissbrauchs beschuldigte. Nachdem seine Frau das Sorgerecht bekam, entführte er das Kind und floh mit ihm für 2 Jahre nach Oregon, wo ihn das FBI dann stellte und er in den Knast ging. Nach diesem Gefängnisaufenthalt sollte er ein weiteres Mal heiraten und ein Kind zeugen. Irgendwann in den frühen Neunzigern sollte er Linda Johnson kennenlernen, alias Cisco Weehler, die von sich behauptete, eine angebliche Überlebende des “MK ULTRA-MONARCH Programms” zu sein.

Springmeier fing an seine Frau mit Cisco Wheeler zu betrügen und organisierte Workshops mit ihr, erzählte dem staunenden Volk von den Illuminati und stellte Cisco sogar als seine Frau vor. Die fand das gar nicht lustig, als man es ihr zutrug und bald darauf entwickelte der jüngste Sohn der Springmeiers gravierende emotionale Probleme. Seine Mutter brachte ihn zu einem Therapeuten, um eine Diagnose stellen zu lassen. Der Therapeut meinte, der Junge könnte durch sexuellen Missbrauch traumatisiert sein. Ein weiterer Berater bewertete den psychologischen Bericht und kam zu derselben Schlussfolgerung. Wirklich, ein ganz ganz toller Jesusjünger ..

Cisco Wheeler und Fritz Springmeier verfassten gemeinsam das Buch – “How The Illuminati Create An Undetectable Total Mind Controlled Slave”. Das einzige Problem daran ist, es gab nie ein Projekt Monarch, im MK Utra Programm. Und von daher kann es auch keine Opfer von Projekt Monarch geben. H.P. Albarell, ein Autor der sich geschlagene 17 Jahre mit MK Ultra auseinandersetzte und mehrere Bücher dazu schrieb, sagte dazu:

„I researched the CIA’s programs for over 17 years. As far as I could see and find, there is/was no Monarch project. Indeed, I was told by the fellow who first wrote about it that it was a fabricated project on his part and that he has regretted the creation for years. It is not necessary to make MKULTRA and Artichoke any worse than they were. They were absolutely horrible programs and the attempts to embellish them with made-up projects is not helpful or needed. In fact, it readily serves the Agency’s disinformation objectives to scatter this fabricated disinfo dust over the real story“.”

Zu Deutsch:

“Ich habe die Programme der CIA seit über 17 Jahren recherchiert. So weit ich sehen und finden konnte, gibt es kein Monarch-Projekt. In der Tat wurde mir von dem Kollegen, der zuerst darüber schrieb, erzählt, dass es ein fabriziertes Projekt von ihm sei und dass er die Schöpfung seit Jahren bedauert habe. Es ist nicht notwendig, MKULTRA und Artischocke schlimmer zu machen als sie waren. Sie waren absolut schreckliche Programme und die Versuche, sie mit erfundenen Projekten zu verschönern, sind nicht hilfreich oder notwendig. Tatsächlich dient es den Desinformationszielen der Agentur, diesen fabrizierten Desinformationsstaub über die wahre Geschichte zu verstreuen.”

Richtig, es ist schlimm genug, was die CIA in ihren Gehirnwäsche Experimenten bei Projekt MK Ultra anstellte (1953 bis 1975), aber das ist letztlich alles an die Öffentlichkeit gekommen – lange bevor das sensationslüsterne Buch von Springmeier und Wheeler rauskam. Sie nahmen einfach die bekannten Informationen, welche durch das “Church Komitee” und andere staatliche Untersuchungskommissionen veröffentlicht wurden, verwendeten Aussagen von MK Ultra Überlebenden und erzeugten damit das ziemlich bekannt gewordene Buch.

Fritz Springmeier war auch derjenige, der damit anfing, die Familien Rothschild, Bundy, Warburg, Freeman, Rockefeller, Kennedy, DuPont, Collins, Russell, Astor, Onassis und Li, als die 13 führenden Illuminati zu zeichnen. Er nahm dafür einfach berühmte und reiche Familien, verwendete öffentlich zugängliches Material, verfälschte und erfand zahllose Begebenheiten über einflussreiche Menschen, die immer schon die Phantasie der Menschen beflügelt hatten. Die schlimmsten davon waren natürlich die Rothschilds – you know, the Jooooudn.

Es sollten weitere Gefängnisaufenthalte folgen. 2002 wurde Springmeier wegen Drogen, Waffen und einem Bankraub verhaftet. Vor Gericht (2003) fasste er dafür neun Jahre Haft aus. Als Verteidigung kam er mit dem Märchen an, Leser seiner Bücher hätten das Ding gedreht und ihm dann angehängt. Das dürfte mit Abstand die dümmste Ausrede sein, die ich persönlich je hörte – und glaub mir, ich kenne ne Menge davon.

Sehr viel, was Springmeier und nachfolgende Autoren über die Rothschilds behaupteten, entspricht nicht den Tatsachen. Dass sie eine mächtige, reiche und daher natürlich auch politisch einflussreiche Familie wurden – geschenkt. Die Typen haben sich hart aus dem Frankfurter Judengetto emporgearbeitet, hatten viel Selbstdisziplin und ein Ziel vor Augen. Angefangen von der legendären Story, Nathan Rothschild hätte unglaublich durch Napoleons Niederlage bei Waterloo profitiert, weil er früher Bescheid wusste und alle anderen Konkurrenten daher überholen konnte oder dass die Rothschilds in einer Art Blitzaktion die englische Regierung einkassiert hätten, sind Märchen.

Die Geschichte um Waterloo entstammte einem antijüdischen Pamphlet von 1846, mit dem Namen “„Die lehrreiche und bemerkenswerte Geschichte von Rothschild, dem ersten König der Juden“, wobei der ansprechenden Autorennamen “Satan” verwendete wurde. Herausgeber und Autor war Georges Dairnvaell, der keinen Hehl aus seiner Judenabneigung und den Rothschilds im Besonderen machte.

In dieser ersten, ursprünglichen Version ist Nathan Rothschild angeblich persönlich nach Waterloo geritten. Spätere Autoren sagten, Rothschild sei den ganzen Tag über bei der Schlacht gewesen, er habe sogar an einem Treffen der Offiziere teilgenommen. Andere Autoren wiederum behaupteten, sein Vorwissen sei durch seinen Geheimkurierdienst gekommen, wodurch er immer alles schneller wusste, wie alle anderen.

Die Realität ist sehr viel profaner –  Nathan Rothschild erfuhr aus der Zeitung die Neuigkeiten.

Zeitungen, die in der Woche von Waterloo veröffentlicht wurden, weisen eindeutig nach, dass Nathan Rothschild keinesfalls der Erste, geschweige denn der Einzige war, der die Nachricht über den Sieg von Waterloo erhielt. Es war ein Mann namens “Mr. C von Dover”, der frisch von Belgien kam und die Neuigkeiten bereitwillig den Zeitungen erzählte. Die Story wurde am 21. Juni, etwa 12 Stunden, bevor es “offizielle Nachricht” wurde, von mindestens drei Zeitungen veröffentlicht. So, Nathan wusste also früher Bescheid, aber war mitnichten der Einzige und hatte auch kein besonderes Vermögen, durch diese Information gemacht.

Was wir bisher haben

Man kann sehen, wie religiöse Vorurteile über die Jahrhunderte hindurch dazu führten, den Juden die Schuld an allem möglichen zu geben. Bis zur Zeit der französischen Revolution war der Judenhass rein religiös motiviert, auch wenn man ihnen an diversen Dingen die Schuld zuschob. Das änderte sich spätestens mit den paranoiden Vorstellungen der beiden Autoren Jacques François Lefranc und Augustin Barruel. Die beiden zielten noch nicht auf “die Juden”, sondern sahen alle möglichen Freidenker, Andersdenkende, Freimaurer, Illuminaten und Jakobiner, böse Ränke gegen die Monarchie und die Kirche schmieden. Es dauerte dann auch nicht sehr lange, bis die begeisterten Leser und nachkommende Autoren, die sich auf deren Werke bezogen, auf die Idee kamen – “na klar, die Juden stecken da dahinter. Diese Penner wollen die Weltherrschaft” – es passte einfach zu gut in das Weltbild, was man von Juden hatte.

Jacques François Lefranc und Augustin Barruel waren Zeitzeugen einer untergehenden Ära und wussten nichts besseres, als ihre anklagenden Zeigefinger auf vermeintliche Täter zu richten. Unfähig, die rapide vor sich gehenden Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, als eine notwendige, unvermeidliche Bewegungsdynamik zu sehen, wofür das menschlichen Bewusstsein mehr als reif war. Spätere Autoren machten nichts anderes und sahen diverse gesellschaftspolitische Veränderungen am Horizont, als die Taten finsterer Kräfte und projizierten diese auf die Juden.

Mit “den Protokollen” sollte jedoch eine völlig neue Qualität an Paranoia und Hass folgen – nun waren es nicht mehr allein religiöse Motive, sondern diente auch als politische Abwehrformel, um den Bürgern einen Feind zu geben, dem sie die Schuld an den Missständen geben konnten. Es waren stets einfache Antworten, fabriziert für eher ungebildete Gemüter. Es diente der Fütterung des Opferdenkens, der Ohnmacht Induzierung und Verbreitung von Hilflosigkeit, angesichts derlei obszöner, gewaltiger und weit im voraus geplanter Bösartigkeit.

Es ist schon ziemlich auffällig, dass der Großteil aller Bücher, die über diese und andere, angebliche Verschwörungen geschrieben wurden, meistens von extrem Rechts eingestellten Nationalisten, fundamentalistischen Katholiken oder Evangelikalen Frömmlern und Predigern geschrieben wurden. Zumindest jene, die aus dem amerikanischen und britischen Bereich kamen. Die allerdings die Vorlage wurden für diverse deutsche Autoren, die weitgehend aus dem amerikanischen Bereich abgeschrieben haben.

All diese Glaubenssätze, wonach geheime Gesellschaften und Juden für nahezu alles verantwortlich sind und die Zukunft auf eine geradezu omnipotente Weise beeinflussen, hat in der esoterischen Szene ebenfalls ihren Niederschlag gefunden. Hier sind es dann halt nicht mehr nur die Juden, Illuminati oder Freimaurer, sondern irgendwelche bösartigen Aliens, wahlweise die Archonten, Anunnaki Reptilien, Dracos, die Grauen, etc., etc., etc. Diesen bösen Aliens stehen natürlich positive, den Menschen wohlgesonnene Aliens gegenüber. Auch das ist sehr Bibellike, eine moderne Version der guten und der bösen Engel, Gottes Widersacher und Gottes Armee.

Warum lässt man sich von solchen Leuten die Welt erklären?

Fortsetzung folgt in ein paar Tagen …

Until next time same station

Quelle, versehen mit Nachweisen.

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Ich breche mein oben gegebenes Versprechen.

Stunden nun habe ich nachgedacht, getippelt, verbessert, geklärt, meinen besten Senf gegeben, ich hängte mich dabei weit aus dem Fenster.

Alles gelöscht, da mir Jo Conrad mit David Icke dazwischenfunkte.

Steven Black könnte nun zu Recht sagen, ich spiele dumm, indem ich einen der „Schwätzer“ anstelle, um zu klären, ob sein Schwatzen Schwatzen sei oder nicht.

Der Punkt ist: Icke erzählt nicht nur „Verschwörungstheorien“, vielmehr sind sie bei ihm eingegossen in ein Bild des Menschseins, welches mich überzeugt hat vor 10 Jahren und mich auch heute überzeugt.

So schicke ich der Sicht Stevens meiner Statt David Icke in die Arena.

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Thom Ram, 13.09.06

Interview Jo Conrad / David Icke

Gefunden bei  das Erwachen der Valkyrjar

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Quelle

Danke an Thom Ram

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Die mythische Zahl 23 und die Illuminaten


Vor 270 Jahren wurde Adam Weishaupt geboren. Er gründete in seiner Geburtsstadt Ingolstadt den Geheimorden der Illuminaten, in dem die Zahl 23 vermeintlich eine wichtige Rolle spielte.

Adam Weishaupt wurde am 6. Februar 1748 in Ingolstadt geboren. Er besuchte als Sohn eines Jura-Professors die Jesuitenschule, wurde aber im Geiste der Aufklärung nach den Ideen des Philosophen Christian Wolff erzogen.

Weishaupt studierte in Ingolstadt und wurde ebenfalls dort Jura-Professor, mit dem Spezialgebiet Kirchenrecht ab 1773. Gegen die kirchliche und staatliche Bevormundung entwickelte er zu dieser Zeit Pläne für einen aufgeklärten Staat, die er in der auszugsweise erhaltenen Schrift “Schule der Menschheit” niederschrieb.

Bereits diese “Schule” war als Geheimbund der Wissenden konzipiert, die einander unterstützen sollten, wenn es um die Besetzung von Posten ging, mit der Konsequenz, dass die Ideen der Aufklärung nach und nach die Ideen der Staatsdiener wurden. Heute würde man Weishaupts Vorschlag einen “Marsch durch die Institutionen” nennen.

Ursprung der Illuminaten

Der Geheimbund der Illuminaten, zunächst Bienenorden oder auch “Orden der Perfektibilisten” genannt, wurde am 1. Mai 1776 von Weishaupt und vier weiteren Personen gegründet. Die “geheime Weisheitsschule” sollte so funktionieren, dass jeder nur unter seinem Decknamen auftrat (Weishaupt wählte “Spartakus”) und niemals mehr als drei andere Personen vom Orden der Illuminaten kannte.

Auch Orte und Datumsangaben wurden verschlüsselt. Das muffig-katholische Ingolstadt wurde nach den Mysterien von Eleusis “Eleusis” genannt, München wurde zu Athen und für den Geheimkalender mit persischen Monatsnamen wählte man 632 (das Todesjahr Mohammeds) als das Jahr 1 der eigenen Zeitrechnung.

Gemäß der Dreier-Regel hatte jeder Erleuchtete zwei Novizen zu betreuen. Diese bekamen monatlich ein Lesepensum zugeteilt und mussten wöchentlich über ihren Lektürefortschritt in einem Notizheft Buch führen.

Am Ende eines Jahres sollte ein Resümee stehen, in dem der gelehrige Illuminat auch das Lesepensum für das nächste Jahr aufnahm. Neben den Notizenheften gab es Zettelchen, in denen die Schüler oder der Lehrmeister bewertet wurden.

Mit zunehmender Größe zog über diesen Mechanismus ein Denunziantentum in den Orden, der zu seinen Hochzeiten 2000 Mitglieder gehabt haben soll, unter ihnen Goethe und die Freiherren von Knigge (Die Illuminati und der „Black Eye Club“ (Videos))

Hauptsächlich im Kurfürstentum Bayern verbreitet, wurden hier die Illuminaten als erstes enttarnt und verboten, als sie versuchten, die Logen der Freimaurer zu oktroyieren. Die Illuminaten waren in dem Sinne staatsgefährdend, dass sie auch Bücher in ihr humanistisches Weisheitsprogramm aufnahmen, die von kirchlicher oder staatlicher Seite zensiert oder verboten wurden.

Das Verbot des Geheimbunds erfolgte 1785 deshalb auf Betreiben der bayerischen Rosenkreuzer, einer christlichen Gegenbewegung gegen die Aufklärung.

Den Illuminaten ging es um Aufklärung und Mündigkeit im eigenen Denken, deshalb führten sie die Eule der Minerva als Wappentier, das auf die Göttin der Weisheit verwies. Zahlenmystik lag diesen Aufklärern aber ziemlich fern und kam nur über die Beschäftigung mit der Antike in die Diskussion.

Die Illuminaten und die 23

Bei Weishaupt selbst taucht die berühmte 23 nur bei seiner Beschäftigung mit den erwähnten Mysterien von Eleusis auf, die am 23. Boedromion endeten. Die entscheidende Zuordnung der 23 zu den Illuminaten erfolgte erst im Jahre 1966 mit der Kurzgeschichte 23 Skiddoo Eristic Elite! von William S. Burroughs.

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(In John S. Burroughs Buch “23 Skidoo” spielt die Zahl 23 eine wichtige, mystische Rolle)

Burroughs war mit einem Kapitän Clark befreundet, der ihm eines Tages erzählte, dass er seit 23 Jahren auf einer Fähre nach Spanien arbeitet, ohne einen einzigen Unfall gehabt zu haben. Am selben Tag sank die Fähre mit Mann und Maus. Als Burroughs dies erfuhr, stellte er das Radio an und hörte die Nachricht von einem Flugzeugabsturz auf der Strecke New York – Miami unter einem Flugkapitän Clark, Flugnummer 23.

Burroughs erzählte seine (womöglich erfundene) Geschichte dem jungen Playboy-Reporter Robert Anton Wilson. Der machte später zusammen mit Robert Shea in der Illuminatus-Triologie damit ein großes Fass auf, in dem die Zahl 23, die Illuminaten und die Gründung der USA im Jahre 1776 zusammengeworfen wurden. Tatsächlich haben die Illuminaten selbst herzlich wenig mit der 23 zu tun.

Stoff für Verschwörungstheorien

Der zum Mythos gewordene deutscher Hacker Karl Koch nahm die Verschwörungstheorien jedoch für bare Münze, wie im Film “23 – Nichts ist so wie es scheint” über den KGB-Hack geschildert. Karl Kochs verkohlte Leiche wurde 1989 in einem Wald bei Wolfsburg gefunden. Eine Woche zuvor – ausgerechnet am 23. Mai – war der 23-Jährige verschwunden.

Auch mathematisch gesehen ist 23 eine ganz interessante Zahl: Sie ist eine Primzahl, in der beide Ziffern Primzahlen sind: Bildet man ihre Quersumme, ist die höchst mystische Fünf ein Ergebnis, das Wahrsager wie Astrologen, UFO-Logen und Hacker gleichermaßen erschauern lässt: Als V ist das glänzende Vanadium nämlich das 23. Element im Periodensystem, benannt nach der Vanitas, der Nichtigkeit. Und ist nicht die sagenhafte Area 51 die Summe von 23+23+2+3? (Schockierende Enthüllungen – Illuminatenblut: Die okkulten Rituale der Elite!).

Auch unser Geburtstagskind, der Ingolstädter Lehrer und Theologe Adam Weishaupt hatte eine besondere Beziehung zu der 23. Schließlich ist W der 23. Buchstabe in unserem Alphabet, mit zwei Spitzen, die nach unten zeigen und dreien, die nach oben zeigen.

In seinem amüsanten “Lexikon der Verschwörungstheorien” listete Robert Anton Wilson 50 weitere Beispiele auf, in denen die 23 eine Rolle spielt, doch inzwischen gibt es Webseiten, die alles Unheil der Welt aus der 23 ableiten.

Mehr Hintergrundinformationen über verborgene Symbole und verwendete Zahlen bei Ritualen, können Sie im brisanten Enthüllungsbuch “Illuminatenblut: Die okkulten Rituale der Elite” von Nikolas Pravda nachlesen, darunter zahlreiche Texte die von Suchmaschinen zensiert werden!

Quellen: PublicDomain/heise.de am 02.08.2018

Quelle

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI

Die Gerüchteküche brodelt: Dutzende BRD-Richter und -Staatsanwälte durch US-Militärpolizei verhaftet???


Gerüchte hört man immer mal wieder und die meisten lösen sich in Luft auf, vor allem dann, wenn keine sichereren Quellen bekannt sind. Wir lieben sichere Quellen, am besten noch aus dem Mainstream, denn dann muss es ja stimmen (Ironie off). Doch was sind sichere Quellen? Seriöse Augenzeugen z. B. oder Whistleblower, aber auch auf Echtheit überprüfte Dokumente. So was in der Art.

Mein letzter großer Coup war das Schreiben vom Bürgermeisteramt Buchenbach. Zu Beginn hielt die Mehrheit dieses Schreiben für einen Fake, bis sich der SWR eingemischt hat und weitere Recherchen ergeben haben, dass alles genau so wa(h)r, wie ich es geschrieben hatte. Das war quasi meine Rettung. Zur Vorgeschichte muss man sagen, dass ich vorab einen regen E-Mail-Verkehr mit dem Mittelsmann hatte, dem ich die Geschichte anfangs auch nicht abkaufte, einfach weil es so abstrus war. Doch inzwischen weiß ich, je abstruser ein Gerücht, desto höher der Wahrheitsgehalt.

Seit ein paar Tagen geht ein weiteres Gerücht herum und zwar wie ein Lauffeuer. Von allen Seiten hört man nahezu die gleiche Geschichte. Selbst in mir völlig unbekannten Foren wurde es schon erwähnt. Ich wurde vermehrt angesprochen und angerufen, von Leuten, die sich schon lange nicht mehr gemeldet haben, nur um die Frage gestellt zu bekommen: „Weißt du was näheres?“ – „Nein, bisher noch nicht, aber ich werde recherchieren, solange, bis ich dieses Gerücht bestätigen oder dementieren kann!“

Es spitzt sich also zu und scheint Form anzunehmen. Aber so richtige Informationen sickerten bisher noch nicht durch und auch keine Beweise oder Quellen. Dabei gibt es einige Indizien, die dafür sprechen. Z. B. wurden telefonische Anfragen an das Justizministerium weder bestätigt noch dementiert sondern einfach nur die Aussage verweigert – also kein Kommentar. Das ist typisch, wenn etwas dahinter steckt. Sonst sind sie auch nicht so erschrocken uns zu sagen, was für ein Reichsbürger-Blödsinn das ist. Gerade hier hält man sich äußerst bedeckt, was allerdings noch kein stichhaltiger Beweis ist. Davon abgesehen haben sie sowieso die Anweisung nicht mit uns zu kommunizieren.

Zudem findet man im Amtsgericht Ravensburg nur noch ganz wenige Aushänge für Verhandlungen. Im Landgericht Ravensburg werden Verhandlungen wohl nur noch von Rechtspflegern durchgeführt. Eine Mord-Verhandlung muss wohl verschoben worden sein, weil kein Staatsanwalt zur Verfügung steht. Alles reiner Zufall? Oder auch nur Gerede? Wir wissen es nicht. Das sind alles Inhalte dieses Gerüchtes. Und genau deshalb starte ich diesen Aufruf. Ich will die Echtheit überprüfen – die Wahrheit und die Hintergründe wissen! Und ich wünsche mir, dass dieses Gerücht nicht länger ein Gerücht bleibt sondern den Tatsachen entspricht. Denn das hieße, die Aufräumaktion hier in Europa hat begonnen. Und wo findet man mehr korrupte Richter und Staatsanwälte als hier in Deutschland?


Das Gerücht

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Einer steckt es dem anderen…

Ja, worum geht es eigentlich? Also, das Gerücht besagt, dass seit Ende letzter Woche bis heute in ganz Deutschland Richter und Staatsanwälte von der US-Militärpolizei verhaftet wurden. Die Zahlen bewegen sich bis dato so um die vierzig. Es werden Städte genannt wie Ravensburg, Kassel, rund um Berlin (ehem. DDR-Zone), Wiesbaden und Stuttgart. Also fast flächendeckend. Ihr merkt schon, so richtig stichhaltig ist das alles nicht.

Und wieso sollte man ehrenhafte Richter und unabhängige Staatsanwälte verhaften? In einem demokratischen Rechtsstaat, wo Recht und Gesetz noch gelten und Menschenrechte penibel eingehalten werden? Na, weil es das eben nicht mehr gibt. Wir haben keine Gewaltenteilung mehr und bewegen uns in einer rechtsbankrotten Staatssimulation. Sogenannte Amtshilfen (Schlägertrupps) werden regelmäßig von Richtern missbraucht, um Nötigung im Gerichtssaal vollziehen zu können oder Gelder eintreiben zu lassen. Menschen werden mit Gewalt in die Rolle der juristischen Person gezwängt. Es wird getäuscht und betrogen, auf Teufel komm raus.

Der letzte aktuelle Fall (Video kommt demnächst) fand mal wieder im Amtsgericht Ravensburg statt. Dort hat der Schlägertrupp aus Ulm einen verhandlungsunfähigen Mann solange malträtiert, bis der Notarzt kommen musste. Verdacht auf Herzinfarkt! Noch vor Ort stellte man einen Blutdruck von 230 mmHg systolisch fest. Er musste sofort notärztlich versorgt werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Das gefiel dem Richter gar nicht, denn der hatte die Gewalt vor ca. zehn Zeugen angeordnet. Der Mann wehrte sich zwar nicht, aber er „sperrte“ sich, was als Widerstand gegen die sogenannte Staatsgewalt gewertet wird.

Das allerdings, ist kein Einzelfall. Inzwischen gibt es tausende Beweise für Gewaltausbrüche, Nötigungen, Erpressungen, Absprachen, Vertrags- und Gesetzesbrüchen usw. von Seiten der Justiz. Der gesamte Justizapparat ist zu einem Eintreibungsinstrument verkommen, den Mafiastrukturen sehr ähnlich. Seit Jahren werden diese menschenrechtsverletzenden Vorgänge angezeigt, sogar international. Ohne Ergebnis. Aber wer weiß, vielleicht ist das Fass jetzt übergelaufen und es ist uns endlich mal jemand zu Hilfe gekommen.

Die hässliche Fratze des Faschismus zeigt sich immer deutlicher.


Wer weiß etwas Konkretes darüber?

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Wer hat etwas gesehen oder weiß etwas aus sicherer Quelle?

Es ist uns äußerst wichtig, dass die Dinge, die wir in die Öffentlichkeit als Wahrheit transportieren, auch der Wahrheit entsprechen. Das unterscheidet uns schließlich von der sogenannten Lügenpresse. Deshalb ist mir so daran gelegen, dieses Gerücht entweder als Wahrheit aufzudecken oder im Keim ersticken zu lassen. Wir wollen ja keine „Fake News“ oder Verschwörungstheorien verbreiten. Man glaubt uns sowieso schon fast gar nichts mehr.

Also, meldet Euch, wenn Ihr etwas gesehen oder gehört habt!!!

Selbstverständlich werde ich meine Quellen streng vertraulich behandeln. Ihr könnt mir entweder anonym in die Kommentare schreiben, wenn Ihr Näheres wisst oder mich per E-Mail anschreiben – auch gerne anonym. Und wenn Ihr selbst für eines der genannten Gerichte arbeitet, scheut Euch nicht dies anonym zu melden. Denn bedenket, wenn das alles wahr ist, seid Ihr die nächsten. Dieses Mal geht es nämlich von oben nach unten. Die Putzfrau macht dann das Licht aus, denn sie ist die Einzige, die frei ist von jeder Schuld.

Die Satiriker im Netz können daraus sicher wieder etwas Lustiges rausholen (die wissen, wer gemeint ist). Man kann alles ins Lächerliche ziehen. Aber, abwarten, Tee trinken. Wer zuletzt lacht, lacht am besten 🙂 Und wie sagte Mahatma Gandhi einmal:

Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.

Wo steht Ihr und wo stehen wir heute? Ich kenne die Antwort und Ihr?
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Gruß
TA KI

Wenn Verschwörungstheorien Realität werden: „Twitter von US-Geheimdiensten kontrolliert“ [Video]


Der Kurznachrichtendienst Twitter hat angekündigt, auf seiner Seite zukünftig keine Werbung mehr von RT zu schalten. Ein unerwarteter und ungewöhnlicher Schritt. Im vergangenen Jahr erst bekam RT von Twitter ein exklusives Angebot zur Zusammenarbeit bei der Wahlberichterstattung.

Seitdem hat sich RT keinerlei Regelverstöße oder Fehlverhalten geleistet, die die jetzigen Maßnahmen erklären würden.

Quelle: https://deutsch.rt.com/international/59699-twitter-kontrolliert-von-us-geheimdiensten/

Gruß an die Denkenden

TA KI

Götz Kubitschek zu seinem unerwünschten Bestseller ‚Finis Germania‘


„Lesen kann halt auch brutal sein“ – Götz Kubitschek zu seinem unerwünschten Bestseller ‚Finis Germania‘.

 

Rechtslastige Verschwörungstheorien, antisemitisch, rechtsradikal, völkische Nachtgedanken. Das alles wird über das Buch „Finis Germania“ gesagt. Der Autor und bedeutende Historiker, Rolf Peter Sieferle, kann sich seinen Kritikern nicht mehr stellen. Er nahm sich im September 2016 das Leben. Finis Germania erschien als sein Nachlass im Antaios Verlag. Nun nimmt der Verleger Götz Kubitschek Stellung zu „Finis Germania“ und reagiert auf die Kritik: „Lesen kann halt auch brutal sein“. Das Buch spricht von einem „Auschwitz-Mythos“ und übt Kritik an der Art, wie in Deutschland die Vergangenheit bewältigt wird. Das Magazin Der Spiegel ließ das Buch aus seiner Sachbuch-Bestsellerliste entfernen. Man wolle den Verkauf nicht unterstützen, so die Reaktion der Chefredaktion. Trotz allem hat „Finis Germania“ es auf die Amazon-, Spiegel-, und Stern-Bestsellerliste geschafft. Mit Götz Kubitschek spricht Jasmin Kosubek über den Skandal, den kontroversen Inhalt und darüber, welche politischen Ambitionen dahinterstehen, ein solches Buch auf den Markt zu bringen.

Der Fehlende Part

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Gruß an die Sehenden

TA KI

Wie die Mainstream Medien ihre Redakteure ins Rennen gegen „Aluhüte“ schicken- Ahnungslosigkeit(?) versus Verschwörungstheorie


benjamin stahl

http://www.mainpost.de/autor.=ben/

Wie Verschwörungstheorien das Internet vergiften

Aluminium
Foto: Roland Weihrauch (dpa)
BAYERN

Kontrollieren die Freimaurer im Hintergrund die Regierungen? Oder die Illuminaten? Stecken die USA hinter den Anschlägen vom 11. September? Und hält die Pharmaindustrie Medikamente gegen schwere Krankheiten zurück, um den eigenen Profit zu steigern? Verschwörungstheorien erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit.

Fragen nach Kontakt zu Außerirdischen, den Kennedy-Mördern oder den Hintergründen des Todes von Prinzessin Diana sind einfach zu spannend, um nicht gestellt zu werden. Doch waren sie lange noch fast ausschließlich Themen auf Klatschseiten, Ufologen-Treffen oder Esoteriker-Kongressen, erreichen moderne Verschwörungstheorien nun ein breiteres Publikum – über das Internet bricht sich der Schwachsinn Bahn.

Immer mehr glauben daran. Und das birgt eine Gefahr. Vertreter solcher Theorien werden in sozialen Netzwerken wie Facebook Aluhut genannt. Der Begriff geht auf die Kurzgeschichte „The Tissue-Culture King“ des englischen Autors Julian Huxley von 1926 zurück. Darin ist von Kappen aus Metallfolie die Rede, die das Gehirn vor telepathischen Einflüssen schützen können.

Die wohl bekannteste Verschwörungstheorie, über die Aluhüte im Netz diskutieren, dreht sich um sogenannte Chemtrails: Demnach handle es sich bei vielen Kondensstreifen am Himmel um Chemikalien, die Flugzeuge im Auftrag von Staaten versprühen, um das Wetter zu beeinflussen oder das Bevölkerungswachstum zu bremsen, indem sie die Zeugungsfähigkeit senken. Klingt bizarr, ist aber lediglich ein harmloses Hirngespinst.

Verschwörung im Mittelalter: die Pest

Doch wie gefährlich Verschwörungstheorien sein können, zeigte sich schon im Mittelalter. Damals erklärte man etwa die Ursache für die Pest, indem man Juden beschuldigte, Brunnen zu vergiften. Der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt. Damals wie heute ist es einfacher, für ein komplexes Problem, das man nicht versteht oder dessen Lösung unbequem erscheint, einen Sündenbock zu haben, den man an den Pranger stellt.

Das taugt, um Teile der Gesellschaft zu spalten. Auch heute haben sich in den Verschwörungstheorien Feindbilder etabliert, die die unbescholtene Bevölkerung angeblich für dumm verkaufen, ausbeuten oder gar vernichten wollen: die USA, die EU, die Bundesregierung, das Finanzsystem, die Medien. Immer häufiger liest man dabei den Aufruf, „wir“ müssen uns endlich gegen „sie“ wehren.

Die Quellen, auf die sich die Aluhüte bei vielen ihrer Theorien beziehen, klingen gut und betonen meist im Untertitel ihre Seriosität. Wenn sie nicht George Orwell zitieren, der in seinem Roman „1984“ den totalen Überwachungsstaat beschreibt, verweisen sie auf „Contra Magazin – unabhängig, unbestechlich, unzensiert“, „Kopp-Verlag – Informationen, die Ihnen die Augen öffnen“, „Compact – Magazin für Souveränität“ oder „Wissensmanufaktur – Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik“.

 

 

Verschwörungs-Theorien heute

Dort liest man dann, dass die Bundesrepublik nicht souverän sei. Oder dass die Medien bewusst und gegen Honorar vieles verschleierten. Etwa das kriegstreiberische Handeln der USA und einer kleinen „Machtelite des internationalen Finanzsystems“, die in Wahrheit auf der ganzen Welt, derzeit vor allem in der Ukraine, für Krisen und Krieg sorgen, um sich zu bereichern. Das erklärte jüngst in einem Video der ehemalige Unternehmer Andreas Popp, heute einer der Köpfe der „Wissensmanufaktur“.

Popp ist einer, der an Chemtrails glaubt und den „Versailler Vertrag“ gerne „Versailler Diktat“ nennt. Letzteres tat er in einem Gespräch mit dem Historiker und Burschenschafter Michael Friedrich Vogt, der 2012 ein „Manifest zur revolutionären Neuordnung“ veröffentlichte. Darin propagiert er die „Abschaffung des Parteienstaates“ und fordert in rechtsideologischer Manier das Ende der „Instrumentalisierung der deutschen Geschichte“.So ist es nicht überraschend, dass Vogts Internet-TV-Kanal „quer-denken.tv“ jüngst half, eine Theorie zu verbreiten, die man nicht mehr als schrullig abtun kann – weil sie brandgefährlich und hetzerisch ist: Die USA bezahlen demnach Schlepper, um Europa mit Flüchtlingen zu überfluten, mit dem Ziel, es wirtschaftlich zu schwächen und so in amerikanischer Abhängigkeit zu halten. Diese Verschwörungstheorie vereint dabei gleich mehrere Feindbilder und bedient links- wie rechtsextreme Ideologien. Schon im Juni titelte auch das „Contra Magazin“: „Flüchtlinge sollen Europa zusammenbrechen lassen“.

Überhaupt . . . , die Flüchtlinge. Unter anderem berichtet „Compact“ – Chefredakteur ist Jürgen Elsässer, der unter anderem Nähe zu Pegida pflegt –, die jüdische Familie Rothschild verdiene am „Millionengeschäft Asyl“ kräftig mit. Um die Dynastie ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien: Die Rothschilds hätten Wahlen und Aktienmärkte manipuliert oder Kriege angezettelt und dirigiert, um daran zu verdienen.

Allem versteckten Antisemitismus zum Trotz sind solche Geschichten ein gefundenes Fressen für Aluhüte, die auch auf einen abenteuerlichen Bericht des Kopp-Verlags, in dem unter anderem Udo Ulfkottes Bestseller „Gekaufte Journalisten“ erschienen ist, anspringen. In dem Text geht es um eine Prophezeiung des bayerischen Hellsehers Alois Irlmaier. Der soll in den 50er Jahren geweissagt haben, dass der Zuzug „fremder Leute“ Vorbote einer Revolution in Deutschland sei, woraufhin Russland Europa angreife.

Es scheint, als könnten solche Quellen jeden Blödsinn veröffentlichen, ohne dass die Aluhüte an deren Glaubwürdigkeit zweifeln. Auch wer hinter den Publikationen steckt, wird nicht hinterfragt. Stattdessen folgt die Schar der Aluhüte einer Handvoll Chefverschwörungstheoretiker wie Schafe ihren Hirten. Endlich einmal Medien, die nichts verschweigen, meinen sie. Dabei würde oftmals ein Blick in die verhassten Mainstream-Medien genügen, um zu erkennen, dass eben nichts verschwiegen wird – was real ist.

Doch wer die Verschwörungstheorien in Frage stellt, bekommt die Schwarmwut der Aluhüte in den Kommentarspalten bei Facebook zu spüren. Wie chemtrail-trunken beschimpfen sie jeden, der ihnen widerspricht. Für die Aluhüte gilt so ausgerechnet ein Zitat des von ihnen gefeierten George Orwell: „Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.“

 

Das Netzwerk

 

Jenseits der traditionellen Medien entsteht eine umstrittene Gegenöffentlichkeit nach dem „Querfront“-Konzept: eine Szene aus Rechten und Linken, aber auch Verschwörungstheoretikern. Sie ist gut vernetzt mit Putin-Anhängern, der AfD, Linken, Pegida und Montagsmahnwachen. In einer aktuellen Studie analysiert die Otto-Brenner-Stiftung das Netzwerk. Das Ergebnis:

Inzwischen ist es ihnen gelungen, ein politisch-publizistisches Netzwerk aufzubauen, an deren Spitze der Kopp-Verlag, die Mediengruppe Compact und der Publizist Ken Jebsen stehen, der bis 2011 beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) beschäftigt war. Der rbb beendete die Zusammenarbeit, Anlass waren Vorwürfe, Jebsen vertrete antisemitische Positionen und Verschwörungstheorien. Er selbst bestreitet das. Text: ben

Von Benjamin Stahl
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Danke an Traugott Ickeroth
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Gruß an die, die Chemtrails für Verschwörungstheorien halten und wohlmöglich der Überzeugung sind, daß die BRiD nicht besetztes Gebiet der VSA sind.-
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Es überrascht uns nicht was der Benjamin hier offenbart, wenn man den Stall betrachtet dem er entspringt :
die Deutsche Welle, bundestag.de und die politische Wochenzeitung „Das Parlament“ . Nichts Anderes soll er zum Besten geben.
Mit Scheuklappen Aluhüte belehren??
Es ist an der Zeit, daß er die Scheuklappen entfernt, sein Horizont würde sich schlagartig erweitern!
TA KI